[
  {
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    "text": "Johannah: Miami Music Week.",
    "end": 1.0
  },
  {
    "start": 1.0,
    "text": "Resi: Auch auf jeden Fall sehen und gesehen werden und auch gerne was, was man droppt. Also ich hab hier und da letzte Woche mit Leuten Kontakt gehabt und da wurde natürlich auch immer erwähnt: \"Ja, ich bin jetzt erst mal in Miami.\"",
    "end": 17.0
  },
  {
    "start": 17.0,
    "text": "SUNSHINE LIVE: SUNSHINE LIVE. Electronic Music Weekly.",
    "end": 26.0
  },
  {
    "start": 26.0,
    "text": "Johannah: Hello, hello, hello und welcome back zu Electronic Music Weekly, Folge 9. Hier gibt's jede Woche euer Update aus der elektronischen Musikwelt, komplett alle News zu coolen Clubs, neuen Festivals, was geht bei den DJs, was für neue Musik gibt es. Ich bin Johannah, ich bin euer Host, und mein Gast heute ist Resi.",
    "end": 45.0
  },
  {
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    "text": "Resi: Hallo.",
    "end": 45.0
  },
  {
    "start": 45.0,
    "text": "Johannah: Hallo! Schön, dass du da bist. Ich stell dich mal ganz kurz vor für die Leute, die dich noch nicht kennen: Du bist ja wirklich schon sehr lange bei SUNSHINE LIVE. Du hast auch gefühlt schon alles gemacht, warst in der Redaktion, hast sogar mal ein Morningshow gemacht. Und jetzt bist du bei uns so ein bisschen die Frau mit den Kontakten.",
    "end": 64.0
  },
  {
    "start": 64.0,
    "text": "Resi: Haha.",
    "end": 65.0
  },
  {
    "start": 65.0,
    "text": "Johannah: Ja, also wer bei uns spielt, der geht erst mal über deinen Tisch.",
    "end": 69.0
  },
  {
    "start": 69.0,
    "text": "Resi: Genau.",
    "end": 69.0
  },
  {
    "start": 69.0,
    "text": "Johannah: Und die meisten kennen dich wahrscheinlich aber aus der Studio-Session am Mittwoch. Da lädst du dir immer ganz coole DJs ein, die hier spielen.",
    "end": 76.0
  },
  {
    "start": 76.0,
    "text": "Resi: Genau.",
    "end": 77.0
  },
  {
    "start": 77.0,
    "text": "Johannah: Ja, cool, dass du dabei bist. Lass uns direkt mal rein starten. Also, letzte Woche war Miami Music Week. Das ist ja jedes Jahr immer ein ganz großes Ding. Da kommt irgendwie die ganze Szene zusammen. Wichtigste Woche der elektronischen Musikwelt, gefühlt. Auch ein bisschen der Kickoff für die Sommer-Open-Air-Partys und so weiter. Und ja, da wird gefeiert.",
    "end": 99.0
  },
  {
    "start": 99.0,
    "text": "Johannah: Also, da gibt's Poolpartys, da gibt's irgendwie Studio-Sessions auch von irgendwelchen Labels und Rooftop-Parties, Clubnächte. Ja, alles was die Miami-Leute so wollen.",
    "end": 112.0
  },
  {
    "start": 112.0,
    "text": "Resi: Und auch auf jeden Fall sehen und gesehen werden und auch gerne was, was man droppt. Also ich hab hier und da letzte Woche mit Leuten Kontakt gehabt und da wurde natürlich auch immer erwähnt: \"Ja, ich bin jetzt erst mal in Miami.\" Und ich so: \"Ja, okay.\"",
    "end": 126.0
  },
  {
    "start": 126.0,
    "text": "Johannah: Aber du warst noch nie vor Ort?",
    "end": 127.0
  },
  {
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    "text": "Resi: Nee.",
    "end": 127.0
  },
  {
    "start": 127.0,
    "text": "Johannah: Nee, okay. Du bist dann in Amsterdam immer. Das ist ja immer so der Gegenpart, gefühlt.",
    "end": 131.0
  },
  {
    "start": 131.0,
    "text": "Resi: Genau. Genau. Europäisch bin ich, aber über den großen Teich, nee.",
    "end": 134.0
  },
  {
    "start": 134.0,
    "text": "Johannah: Ja. Wir schauen trotzdem mal drauf, weil am Ende dieser Miami Music Week ja auch immer das Ultra ist. Das ist ein dreitägiges Festival, was so den großen Abschluss der Woche immer ja, macht. Und da ging natürlich auch wieder sehr, sehr viel ab. Hast du ein bisschen was mitbekommen, wer da so gespielt hat, was so abging?",
    "end": 153.0
  },
  {
    "start": 153.0,
    "text": "Resi: Ja, ich hab auf jeden Fall das legendäre \"Back to Back\" von Sarah Landry und Amelie Lenz gesehen und hab mich sehr gefreut, irgendwie dass zwei große Frauen aus der Szene gemeinsam spielen. Ist ja immer so dieser Gedanke von: \"Alle sind Konkurrentinnen\" und so weiter. Und ich fand's ganz toll, dass eben jetzt die, die sich's leisten können, einfach ihre Stimme zu erheben und zu sagen: \"Okay, wir wollen jetzt aber miteinander was machen, das jetzt auch tun.\" Und das hat mich sehr gefreut, dass die beiden da so viel Spaß bei hatten.",
    "end": 182.0
  },
  {
    "start": 182.0,
    "text": "Johannah: Ja, voll. Lass uns da später auf jeden Fall noch mal drüber sprechen. War auf jeden Fall ein großer Auftritt beim Ultra. Wer war noch da? Skrillex hat aufgelegt. Armin van Buuren war da. Ja Riesending. Ich hab aber tatsächlich auch einen Artikel gelesen bei der Miami New Times. Da ging's so ein bisschen darum, wie sehen denn eigentlich die Locals das? Also, Riesenevent, wie du schon sagst, alle, also ganz viele Tourist*innen, die auch dahinfahren. Es ist ein gesetzter Termin. Aber was geht eigentlich vor Ort ab? Und da haben viele gesagt, dass sie das mittlerweile ein bisschen differenzierter sehen. Also, früher war's so superwichtig für Networking, für die Konferenzen auch. Und jetzt ist es aber superkommerziell geworden und ja, regen sich auch ein bisschen darüber auf, dass es so voll ist in der Woche, was dann natürlich auch bedeutet, dass die Preise hochgehen, dass die Schlangen vor den Clubs lang sind, die Clubs sowieso voll, super viel Müll und dass die Stimmung so ein bisschen off ist, sagen wir ganz viele.",
    "end": 245.0
  },
  {
    "start": 245.0,
    "text": "Resi: Ich find's total spannend, weil mich würde interessieren, die Leute, die sich da beschwert haben, in welchem zeitlichen Kontext die das sehen. Weil …",
    "end": 253.0
  },
  {
    "start": 253.0,
    "text": "Johannah: Also, angefangen hat's ja 2011.",
    "end": 255.0
  },
  {
    "start": 255.0,
    "text": "Resi: Rein musikalisch, würde ich fast sagen, war …",
    "end": 259.0
  },
  {
    "start": 259.0,
    "text": "Johannah: Das ist schon immer so.",
    "end": 259.0
  },
  {
    "start": 259.0,
    "text": "Resi: Das Ganze schon immer sehr kommerziell gebaut.",
    "end": 262.0
  },
  {
    "start": 262.0,
    "text": "Johannah: Ich glaube, es geht vor allem also gar nicht unbedingt um die Musik, die ja an sich mit EDM relativ kommerziell gebaut ist, sondern dass früher halt einfach auch kleinere Local Artists in Miami auch noch mehr die Chance hatten. Und jetzt sind das halt vor allem … Also, die Leute reisen dahin, um halt einen John Summit zu sehen und keine Ahnung wen.",
    "end": 279.0
  },
  {
    "start": 279.0,
    "text": "Resi: Ja gut, du brauchst halt immer große Namen irgendwie, um Publikum anzulocken. Und ich kenne auch Leute aus meinem Bekanntenkreis, die auch irgendwie aus Deutschland schon dahingeflogen sind, irgendwie, um das Festival zu erleben, eben weil das so ein großer Name ist und so bekannt ist. Und wenn man jetzt gerade so im Bereich EDM einfach Fan ist, dann ist es so die Adresse, wo man gerne mal gewesen sein möchte.",
    "end": 304.0
  },
  {
    "start": 304.0,
    "text": "Johannah: Also, es hieß da drin auch in diesem Artikel, dass es trotzdem auch für einige Locals der größte Auftritt im Jahr ist. Also, es ist immer noch superwichtig ist und dass die sich auch alle gegenseitig supporten, weil dann halt dein DJ-Freund irgendwie eine geile Rooftop-Party gebucht hat und das ist wahrscheinlich das Highlight des Jahres für ihn und das will man supporten und das ist für die auch superwichtig. Aber dass sie halt schon sehen, ja, es ist … Also, die Leute kommen halt eher … Also, es ist eher so ein Partytourismus, als wie's früher war oder wie's, glaub ich, also für mich auch eigentlich immer noch von außen so aussieht, dieses bisschen Konferenzmäßige und man trifft sich und so weiter. Und ich glaube halt ganz groß ist, dass da Leute hinreisen und das nicht als ihren Lebensort sehen, sondern nur als Urlaubsort und dann sich da, glaub ich, einfach auch scheiße verhalten teilweise. Also, wie zum Beispiel das Müllthema, so.",
    "end": 350.0
  },
  {
    "start": 350.0,
    "text": "Resi: So ein bisschen wie Spring Break vielleicht, ne?",
    "end": 352.0
  },
  {
    "start": 352.0,
    "text": "Johannah: Ja, ja, natürlich.",
    "end": 353.0
  },
  {
    "start": 353.0,
    "text": "Resi: Wo dann auch alle am Ende sagen: \"Oh nee, jetzt kommen hier alle nur zum Saufen und zum Feiern\" und dann sind sie wieder weg.",
    "end": 358.0
  },
  {
    "start": 358.0,
    "text": "Johannah: Aber sie sagen, wie gesagt, trotzdem ist es natürlich superwichtig und gibt vielen Locals auch die Chance, sich zu zeigen. Aber es ist halt auch nicht, ja, alles so supi, wenn man das so von außen sieht, vor allem für die lokalen Leute.",
    "end": 372.0
  },
  {
    "start": 372.0,
    "text": "Resi: Ja, versteh ich. Also, ist bei jedem Großevent wahrscheinlich auch so, dass es irgendwo auch eine Kehrseite gibt, glaub ich.",
    "end": 377.0
  },
  {
    "start": 377.0,
    "text": "Johannah: Ja. Ja, wer auf jeden Fall nicht mehr klein ist, ist Swedish House Mafia. Die haben mich gestern … Ja,",
    "end": 383.0
  },
  {
    "start": 383.0,
    "text": "Resi: ja, ja, auch wieder dabei.",
    "end": 384.0
  },
  {
    "start": 384.0,
    "text": "Johannah: Die waren dabei. Die haben mich auf Instagram ein bisschen verfolgt. Ich hab wirklich ein Video nach dem anderen von dem Auftritt gesehen. Die haben das vorher schon so ein bisschen angekündigt wie ein Festival im Festival, weil sie ihre 20 Jahre Bestehen da ein bisschen, ja, widerspiegeln wollen. Haben sich ganz, ganz viele Kollegen eingeladen, da auf die Bühne zu kommen, mit denen zu spielen. Echt ganz, ganz sweet. Riesennummer, sah richtig cool aus. Und ich glaub, das Highlight für mich so von meinem Bett aus, mit dem Handy in der Hand, war, dass die zwischenzeitlich da zu viert standen. Sie haben sich nämlich Eric Pritz auf die Bühne geholt. Und das ist, wohl wusste ich vorher auch nicht, inoffiziell, offiziell, wie auch immer, eigentlich das vierte Gründungsmitglied. Also, die haben wohl ganz am Anfang … Alles, Schweden, die da auf der Bühne stehen, haben ganz am Anfang so ein bisschen zusammengespielt vor 20 Jahren. Und dann, ja, hat sich halt Swedish House Mafia daraus entwickelt. Und jetzt standen sie das erste Mal seit zwei Jahrzehnten wieder zusammen und haben das voll gefeiert und haben gesagt so: \"Wir sind wieder vereint\" und die Leute sind abgegangen.",
    "end": 454.0
  },
  {
    "start": 454.0,
    "text": "Resi: Aber weiß man schon, ob da dann vielleicht auch noch mal was folgt? Also, manchmal … Swedish House Mafia ist ja immer so ein bisschen, dass die hier und da mal irgendwo was machen oder so.",
    "end": 462.0
  },
  {
    "start": 462.0,
    "text": "Johannah: Die waren ja auch schon mal weg. Also, die hatten ja auch schon ihre Reunion-Phase da. Also, man weiß nie.",
    "end": 467.0
  },
  {
    "start": 467.0,
    "text": "Resi: Genau. Ich würd denen fast zutrauen, dass sie so ein bisschen jetzt auch dann der nächste Track gemeinsam rauskommt oder da vielleicht öfters was folgt. Also, die sind ja gut in so was. Die haben Marketing durchgespielt, aber auf so eine sympathische Art und Weise. Und ich liebe die auch so sehr. Ich meine, es ist so ein wirklich großer kommerzieller Act auch. Aber ich hab bei denen so das Gefühl, die haben nie vergessen, was ihr Sound ist und was sie ausmacht. Und die entwickeln sich auch immer weiter. Die bleiben nicht stehen. Aber die haben trotzdem in jedem Track",
    "end": 507.0
  },
  {
    "start": 507.0,
    "text": "Resi: diese bestimmte Handschrift, dass man einfach merkt, das ist ein Swedish House Mafia Track. Und das find ich so genial. Also, das ist wirklich … Ich kann das nur unterschreiben.",
    "end": 518.0
  },
  {
    "start": 518.0,
    "text": "Johannah: Ich hab sie tatsächlich auch 2019 während ihrer Reunion-Show-Tour da gesehen. Hier in Berlin beim Lollapalooza sind die aufgetreten. Und für mich, also wirklich, mein inneres … Mein kleines Kind in mir ist ausgerastet, weil ich die so geliebt hab früher. Auch so … Ja, wurden ja auch im Radio gespielt, aber die waren so cool. Und dann hab ich die gesehen und es war eine geile Show. Es war recht ähnlich jetzt auch mit dem Feuerwerk und alles so. Also, echt, richtig, richtig cool abgerissen. Die meisten fanden das Ende auch ganz, ganz toll. Die haben dann erstens ein, ja, Tribut an Avicii gemacht, ganz, ganz süß, ihren schwedischen Kollegen, der ja leider verstorben ist. Und haben einen absoluten Swedish House Mafia Classic gespielt, \"Don't You Worry, Child\". Ja, megacool sind die Leute ausgerastet. Kann ich verstehen. Sehr, sehr cool.",
    "end": 571.0
  },
  {
    "start": 571.0,
    "text": "Resi: Man merkt, du bist Fan.",
    "end": 574.0
  },
  {
    "start": 574.0,
    "text": "Johannah: Ich hör die aber gar nicht. Die sind richtig aktiv, ne? Aber wenn halt so ein Song kommt, bin ich direkt so: \"Yeah!\"",
    "end": 578.0
  },
  {
    "start": 578.0,
    "text": "Resi: Hier mit der … Johannah hat sich grad geoutet.",
    "end": 583.0
  },
  {
    "start": 583.0,
    "text": "Johannah: Ja, was ging noch ab? Also, die Woche ist ja immer full, full, full. Es gab auch wieder die EDM Awards … EDMAs heißen die. Genau. Da auch wieder große Namen auf der Liste, die da gewonnen haben. Unter anderem Disco Lines und Tina Shea mit \"No Broke Boys\" haben den Dance Radio Song of the Year gewonnen.",
    "end": 603.0
  },
  {
    "start": 603.0,
    "text": "Resi: wundert mich überhaupt nicht.",
    "end": 605.0
  },
  {
    "start": 605.0,
    "text": "Johannah: Der läuft bei uns ja auch ganz, ganz oft. Find ich aber auch ein geiler Song tatsächlich. Also, der ist schon verdient, ja. Lieb ich. John Summit ist Male Artist of the Year. Wundert mich auch gar nicht. Ich find, der passt da auch voll rein in dieses Miami-Setting.",
    "end": 619.0
  },
  {
    "start": 619.0,
    "text": "Resi: Ja, ja.",
    "end": 620.0
  },
  {
    "start": 620.0,
    "text": "Johannah: Alison Wonderland ist Female Artist of the Year und Grodo ist Club DJ of the Year.",
    "end": 626.0
  },
  {
    "start": 626.0,
    "text": "Resi: Gordo, meinst du?",
    "end": 627.0
  },
  {
    "start": 627.0,
    "text": "Johannah: Gordo, sorry. Grodo. Das hört sich an wie so \"Herr der Ringe\" hatten wir letzte Woche. Gordo. Ja, genau. Es gibt natürlich noch ganz viele andere Gewinner*innen, aber auch die wurden jetzt in dem Zuge wieder verliehen. Wir kommen gleich noch zu weiteren Awards, aber wir wollen erst mal kurz durchatmen und schauen mal nach München, wo auch gefeiert wird.",
    "end": 651.0
  },
  {
    "start": 651.0,
    "text": "Resi: Von Miami nach München.",
    "end": 652.0
  },
  {
    "start": 652.0,
    "text": "Johannah: Von Miami nach München. Sozusagen unser Miami in Deutschland.",
    "end": 657.0
  },
  {
    "start": 657.0,
    "text": "Resi: Alle Münchner so: \"Ja, ja.\"",
    "end": 659.0
  },
  {
    "start": 659.0,
    "text": "Johannah: Ja, ja. Klar. Ja, da gibt's nämlich eine ganz coole Aktion, hab ich jetzt von gehört. Vielleicht hast du's auch mitbekommen, dass man da bis 35 Jahre ganz offiziell eine eigene Rave veranstalten kann in München.",
    "end": 674.0
  },
  {
    "start": 674.0,
    "text": "Resi: Ja, find ich ultracool, weil das ja so politisch initiiert ist.",
    "end": 678.0
  },
  {
    "start": 678.0,
    "text": "Johannah: Genau.",
    "end": 678.0
  },
  {
    "start": 678.0,
    "text": "Resi: Und als ich das gelesen habe, hab ich mich auch supergefreut. Und wenn ich's richtig gecheckt habe, dann ist es ja jetzt schon irgendwie auch das dritte oder vierte Jahr in Folge, diese Aktion. Und ich kann's nur supporten. Also, ich find's immer geil irgendwie, wenn aus der Politik im Bereich Kultur und im Bereich irgendwie Nachtleben einiges passiert. Und die machen das ja auch in Kombination mit, dass sie dann auch Workshops geben in die Richtung, wie plant man mal eine Veranstaltung, wie kalkuliert man und so weiter. Also, dass das so ein bisschen auch begleitet und supportet wird. Nicht einfach so: \"Ja, hier haben wir eine Freifläche, hier gibt's ein paar Daten, hier könnt ihr mal eine Party schmeißen, wenn ihr Bock habt.\" Aber der Rest interessiert uns nicht. Sondern wirklich auch so ein bisschen gucken: \"Hey, es gibt eine Infoveranstaltung, es gibt verschiedene Workshops zu dem Thema.\" Und alle, die sich irgendwie interessieren oder Lust drauf haben, können das Ganze joinen. Und ja, ich bin total la Fan davon und freu mich, wenn jede andere Stadt so was auch macht. Voll.",
    "end": 740.0
  },
  {
    "start": 740.0,
    "text": "Johannah: Ja, die Initiative oder das Projekt haben die Grünen, die Rosa Liste und Volt gestartet. Und es gab jetzt so eine zwei Jahre so eine Testphase und die Ergebnisse waren jetzt superpositiv. Und jetzt soll's halt in die nächste Runde gehen. Aber wir schauen mal ganz kurz, was genau, wie genau das aussieht. Also, wenn man da jetzt in München wohnt und Bock drauf hat, so geht's.",
    "end": 762.0
  },
  {
    "start": 762.0,
    "text": "Resi: Also, Ohrengespitzt an alle Münchner und Umgebung.",
    "end": 765.0
  },
  {
    "start": 765.0,
    "text": "Johannah: Genau. Also, das Projekt heißt Munich Urban Celebration. Und aktuell gibt's drei Flächen in München, die man buchen kann, wo man einen eigenen Rave machen kann. Und das ist auch, um das noch mal klar zu sagen, das ist ganz offiziell, also nichts Illegales. Es ist nicht kommerziell und die sehr, sehr niederschwellig, weil nämlich die Stadt auch unterstützt. Also, du musst dich da bewerben mit deinem Projekt als Kollektiv oder auch als Einzelperson kann man da sagen: \"Hey, ich hätt da Bock, das und das und das zu machen.\" Musst ein bisschen Plan geben. Also, was für eine Musik wird da gespielt? Wie soll der Ablauf sein? Gibt's ein Sicherheitskonzept? Da wirst du aber voll unterstützt, zum Beispiel mit Strom, mobilen Toiletten, Awareness-Teams. Und auch wenn du sonst bei der Umsetzung Hilfe brauchst, sagt die Stadt: \"Wir sind für dich da.\" Und gefeiert wird dann da immer bis 22 Uhr, weil's halt Outdoor ist. Also, da muss man schon dann schauen: \"Okay, was mit den Anwohner*innen?\" Ja, aber eigentlich kannst du da angenommen.",
    "end": 819.0
  },
  {
    "start": 819.0,
    "text": "Johannah: Es gibt auch ein bisschen Herausforderungen natürlich, zum Beispiel auch, weil's Open Air ist, was ist mit dem Wetter? Ja, Planungsaufwand ist natürlich groß und auch so Finanzierung ist teilweise noch ein bisschen schwierig. Aber weil es eigentlich ganz gut angenommen wird und weil die meisten das so sehen wie du, sagt die Politik jetzt auch, dass sie das ausbauen wollen. Die wollen eine zentrale Plattform haben, damit es halt noch einfacher ist, die Sachen zu organisieren. Und sie wollen auch mehr Standorte finden und hoffentlich auch Indoor, damit dann solche Sachen wie das Wetter halt, ja, da dem ausgewichen werden kann. Genau, aber eigentlich richtig cool. Von 18 bis 35 Jahre darf man sich da melden. Und ja, find ich, sollten wir erst da machen.",
    "end": 863.0
  },
  {
    "start": 863.0,
    "text": "Resi: Ja, alle jungen Hüpfer, jetzt hier mal ran da und dann sagt SUNSHINE LIVE Bescheid. Vielleicht kommen wir ja vorbei.",
    "end": 867.0
  },
  {
    "start": 867.0,
    "text": "Johannah: Ja!",
    "end": 868.0
  },
  {
    "start": 868.0,
    "text": "Resi: So, ich find's geil.",
    "end": 870.0
  },
  {
    "start": 870.0,
    "text": "Johanah: Auf jeden Fall. Wir unterstützen euch. Kommen wir zurück zu Awards. Es gab noch die FEMMY's auch in der letzten Woche.",
    "end": 879.0
  },
  {
    "start": 879.0,
    "text": "Resi: Du, das ist ja eine ganze Award-Woche.",
    "end": 881.0
  },
  {
    "start": 881.0,
    "text": "Johannah: Es ist wirklich eine ganze Award-Woche. Es gab sehr, sehr viele Awards. Ich will hier aber noch mal die FEMMY's nennen, weil wir haben vor ein paar Wochen schon … Hat Katha schon im Podcast drüber geredet. Weil ich find, das ist ein richtig tolles und nennenswertes Projekt. Projekt, es hört sich ein bisschen nach wenig an. Es werden Menschen gesehen, die sehr oft bei zum Beispiel den EDMAs nicht gesehen werden, weil einfach sehr, sehr große Namen ganz vorne stehen. Und hier geht's vor allem um FLINTA-Personen, um BIPoC und queere Menschen.",
    "end": 914.0
  },
  {
    "start": 914.0,
    "text": "Johannah: Genau, die FEMMY's wurden von der Organisation FemHouse gegründet und wollen Diversität in der Musikwelt halt einfach ehren. Und vor allem auch nicht nur Musikschaffende, sondern auch die Menschen, die dahinterstehen. Also, was passiert in der Produktion, Sound Engineering, Management, all das, was auch meistens noch so sehr, sehr männerdominiert ist. Hier werden dann vor allem FLINTA-Artists und FLINTA-Menschen in der Szene, ja, hervorgehoben. Richtig cool. Ich find's …",
    "end": 946.0
  },
  {
    "start": 946.0,
    "text": "Resi: Ja, ich frag mich bei so was dann immer: Hören die FEMMY's irgendwann auf, wenn wir da angekommen sind, dass alle Menschen so integriert sind, dass man da keine extra Kategorie, sag ich mal so, aufmachen muss?",
    "end": 960.0
  },
  {
    "start": 960.0,
    "text": "Johannah: Also, ich hoffe nicht, weil ich find, ich seh's gar nicht so als extra Kategorie. Ich seh's gar nicht so wie, was ja auch viele sagen, irgendwie … Sie wollen nicht, dass man draufgeschrieben wird, weil's braucht noch eine Frau oder so aufs Line-up, irgendwie eine Quote oder so. Sondern ich find einfach, dass da der Rahmen geschaffen wird. Egal, ob jetzt … Also, zum Beispiel hier wurden auch Frauen … Haben auch Frauen einen Preis bekommen, die auch bei den EDMAs was gewonnen haben oder genannt worden sind oder nominiert worden sind.",
    "end": 993.0
  },
  {
    "start": 993.0,
    "text": "Johannah: Aber ich find vor allem den Aspekt, dass halt nicht nur Musikschaffende geehrt werden, sondern halt auch die Leute, die drumherum arbeiten. Und ja, ich find, das kann beides sein. Und ich find's eigentlich perfekt, wenn die großen Awards, wenn die Frauen oder die FLINTA-Personen bei den FEMMY's, die da stattfinden, auch bei den großen Awards stattfinden. Weil ein John Summit, ein Armin von Buhren, der wird auch 80.000 Mal im Jahr geehrt. So, ich find, es darf gleichzeitig sein.",
    "end": 1024.0
  },
  {
    "start": 1024.0,
    "text": "Resi: Ja.",
    "end": 1025.0
  },
  {
    "start": 1025.0,
    "text": "Johannah: Ja. Wir schauen noch mal drauf, wer da gewonnen hat. Album oder EP of the Year ging an Sudan Archives mit \"The BPM\".",
    "end": 1034.0
  },
  {
    "start": 1034.0,
    "text": "Resi: Ja, ich gönn's ihr.",
    "end": 1035.0
  },
  {
    "start": 1035.0,
    "text": "Johannah: Ich find sie toll.",
    "end": 1036.0
  },
  {
    "start": 1036.0,
    "text": "Resi: Aber ich bin auch … Ich hab ein bisschen ein weinendes Auge auch gehabt, weil ich bin totaler Sophia Corteses-Fan. Und sie war mit nominiert mit ihrer VOLVER-EP und ist es dann nicht geworden. Und ich liebe auch diese EP so sehr. Und ich hätte es Sophia auch einfach gegönnt. Aber gut.",
    "end": 1053.0
  },
  {
    "start": 1053.0,
    "text": "Johannah: Ja. Ja, klar. Also, klar, wenn man da irgendwie jemand anderen lieber hört. Ich find sie total spannend. Ich find, sie ist supervielfältig. Also, sie ist ja Produzentin, sie ist Rapperin, sie ist Violinistin. Was macht sie nicht? Und ich fand auch ihr Album eigentlich echt ganz cool zu hören. Also, ich fand's ganz gut, aber … Da gehen vielleicht die Geschmäcker auch so …",
    "end": 1078.0
  },
  {
    "start": 1078.0,
    "text": "Resi: Sophia, Grüße gehen raus.",
    "end": 1079.0
  },
  {
    "start": 1079.0,
    "text": "Johannah: Ja, du bist Gewinnerin von Riesis Herzen. Best Producer wurde Honeylove und Breakthrough Artist wurde Lumia. Best DJ Set oder Live Performance ging an Charlotte DeWitte und Amelie Lens für ihr B2B in Belgien.",
    "end": 1093.0
  },
  {
    "start": 1093.0,
    "text": "Resi: Ja, du war ja auch ganz lange ersehnt. Haben sie ja damals auf dem Amsterdam Dance Event angekündigt. Und freu mich auch, dass es eine Ehrung bekommen hat. Gleichzeitig bin ich bei so was auch immer so: \"Ja gut.\" Also, ich mein, die sind so riesig.",
    "end": 1106.0
  },
  {
    "start": 1106.0,
    "text": "Johannah: Genau, das mein ich ja. Die finden ja auch dann bei den EDMAs zum Beispiel statt.",
    "end": 1110.0
  },
  {
    "start": 1110.0,
    "text": "Resi: Ja, ich freu mich dann voll, dass sie auch einen Preis bekommen. Frag mich dann aber bei so was auch immer: \"Okay, spielt da auch jetzt mit eine Rolle, dass sie so groß sind?\" Oder haben sie den Preis wirklich bekommen, weil es jetzt so weltbewegend ist, dass sie gemeinsam gespielt haben? Vielleicht schon.",
    "end": 1123.0
  },
  {
    "start": 1123.0,
    "text": "Johannah: Ja. Aber da kommen wir dann auch zu dem, was du vorhin schon angesprochen hast, dieses Video von Amélie Lenz und Sara Landry, die beim Ultra das B2B gespielt haben. Und die haben vorher ein Video gepostet, wo sie halt ganz klar sagen: \"Wir finden's total schade, dass wir von den Medien oder auch von männlichen Kolleg*innen … Kollegen, muss man nicht gendern, teilweise so gegeneinander ausgespielt wird und gesagt wird, so man wird miteinander verglichen.\"",
    "end": 1149.0
  },
  {
    "start": 1149.0,
    "text": "Johannah: Und dass sie halt sagen, Female Artist, FLINTA-Artist in dieser Branche, ihr habt alle einen Platz und wir lieben einander, wir supporten einander. Und das fand ich irgendwie im Zusammenhang mit dieser Woche da mit den Femmis und so weiter eigentlich richtig schön, dass das noch mal gesagt wird.",
    "end": 1166.0
  },
  {
    "start": 1166.0,
    "text": "Johannah: Auch die beiden haben dann auch auf ihr Aussehen ein bisschen angesprochen, dass sie ja sehr ähnlich aussehen. Die waren so: \"Ja, nur weil wir zwei großgewachsene Frauen sind, die beide brunett sind, dürfen wir beide auch hier unseren Platz haben.\" So, es muss nicht nur eine von uns geben.",
    "end": 1181.0
  },
  {
    "start": 1181.0,
    "text": "Johannah: Und da sehe ich diesen Ansatz halt bei den FEMMY's auch voll, dass da auch gar nicht irgendwie dann groß verglichen wird oder so, sondern gesagt wird: \"Wir gönn's allen und ihr seid alle toll. Und egal, ob groß oder klein, ihr habt hier euren Platz und wir sehen euch.\" Deswegen, ja.",
    "end": 1200.0
  },
  {
    "start": 1200.0,
    "text": "Resi: Ja, das sind halt einfach diese Allgemeinstrukturen, die ja nicht nur in der Szene sind, sondern allgemein in der Welt. Dieses \"Es kann nur eine geben, Frauen müssen in Konkurrenz zueinander stehen.\" Ja, weil wenn Frauen sich gegeneinander in Konkurrenz sehen und irgendwie sich gegenseitig bekämpfen, dann kommen sie nicht auf die Idee, gegen andere Menschen zu kämpfen.",
    "end": 1225.0
  },
  {
    "start": 1225.0,
    "text": "Johannah: Schön gesagt. Ja. Nee, deswegen Glückwunsch an alle, die hier gewonnen haben oder die auch nominiert worden sind. Checkt auf jeden Fall auch noch mal die Liste aus. Also, falls ihr irgendwie eure Playlist noch ein bisschen aufpeppen wollt mit neuen Artists, mit FLINTA-Artists. Das sind ganz, ganz coole Personen.",
    "end": 1239.0
  },
  {
    "start": 1239.0,
    "text": "Resi: Ja, ich hab mich sehr gefreut, dass auch Desirée zum Beispiel abgesahnt hat. Die find ich auch total toll. Und mit der hab ich nämlich mal ein Interview gemacht auf \"A Time Warp\" vor zwei, drei Jahren. Und auch ganz toller Act, kommt aus Johannesburg ursprünglich. Und ja, ich find's auch immer schön, eben Black People, People of Color einfach mehr in der Szene zu sehen, weil es ja schon gerade so dieser Techno und Electronic Music-Bereich ja eigentlich aus dieser Kultur kommt. Ja, so. Und da freut's mich auch sehr, dass sie geehrt wurde.",
    "end": 1273.0
  },
  {
    "start": 1273.0,
    "text": "Johannah: Ja, das ist ja auch der Ansatz hier bei den FEMMY's, dass auch BIPOC-Menschen auch gesehen werden und nicht untergehen. Yes, wir kommen mal ein bisschen zu den Club-News. Bootshaus, du kommst ja aus Köln, ne?",
    "end": 1286.0
  },
  {
    "start": 1286.0,
    "text": "Resi: Yes!",
    "end": 1287.0
  },
  {
    "start": 1287.0,
    "text": "Johannah: Bootshaus ist dir bekannt. Du verfolgst vielleicht auch ihren Instagram-Account. Da haben sie letztens was gepostet zum Thema Handys im Club. Unter dem Motto \"Get off your phone\" stellen sie da ein bisschen die Frage: Was wollen wir eigentlich von so einer Clubnacht? Was ist hier eigentlich die Erwartung? Und ja, kritisieren gar nicht, sondern beobachten eher, dass Veranstaltungen und Clubnächte mittlerweile sehr, sehr oft erst durch den Display gesehen werden, als dass da wirklich erlebt wird. Dass man wirklich im Moment ist und am Dancen ist und so weiter.",
    "end": 1323.0
  },
  {
    "start": 1323.0,
    "text": "Johannah: Sagen ganz klar in dem Post, sie sind kein Fan jetzt irgendwie von irgendwelchen Verboten. Also, hier geht's jetzt nicht darum, dass sie sagen: \"Und deswegen darf man bald kein Handy mehr im Club nutzen und nicht mehr filmen\", sondern sagen einfach, wir wollen ein bisschen Awareness schaffen. Und wir wollen einfach sagen: \"Leute, genießt es doch mal bitte ein bisschen mehr.\"",
    "end": 1340.0
  },
  {
    "start": 1340.0,
    "text": "Johannah: Ich find's ganz gut. Was ist so deine Meinung zu diesem Handys im Club?",
    "end": 1345.0
  },
  {
    "start": 1345.0,
    "text": "Resi: Ja, Johannah.",
    "end": 1345.0
  },
  {
    "start": 1345.0,
    "text": "Johannah: Okay. Ich hab einen Nerv getroffen.",
    "end": 1347.0
  },
  {
    "start": 1347.0,
    "text": "Resi: Also, ich hab den Post ja auch gesehen.",
    "end": 1349.0
  },
  {
    "start": 1349.0,
    "text": "Johannah: Ja.",
    "end": 1351.0
  },
  {
    "start": 1351.0,
    "text": "Resi: Und ich hab mir im ersten Moment gedacht, weil es kam so ein bisschen in dieser Zeit, wo es allgemein um dieses \"Es geht ein Beben durch die Szene\" ging, so mit dem Machtmissbrauch, wie sind die Strukturen innerhalb der Szene. Und dann haben ja auch angefangen, sich Clubs allgemein zu melden und das so ein bisschen zu verallgemeinern, so in die Richtung: Was ist eigentlich unsere Aufgabe? Was ist auch unsere Aufgabe als Community? Müssen wir vielleicht so ein bisschen back to roots? Einfach, wir sind das Wohnzimmer, alle kommen hierher feiern, aber wer da am Ende oben steht, ist auch irgendwie egal. Und dann hatte ich so das Gefühl, so das Bootshaus war so ein bisschen so: \"Wir müssen auch was sagen.\" Und ich sehe sie auch in der Verantwortung, was zu sagen.",
    "end": 1395.0
  },
  {
    "start": 1395.0,
    "text": "Resi: Und gerade zu diesem Thema, was Fotos machen oder Filmen auf dem Dancefloor angeht, find ich's total wichtig, dass das Bootshaus sich dazu äußert, weil sie mit der einfach baulichen Struktur, wie das Bootshaus aufgebaut ist und auch mit ihrer Bekanntheit, ich mein, weltweit bekannt, ich glaube, aktuell im DJ-Ranking fünfter Club worldwide, ist so der Punkt, dass es eigentlich darauf ausgelegt ist, da auch Videomaterial zu machen. So, und wie jede Person, die schon mal im Bootshaus stand, ich mein, es ist einer der wenigen Clubs, die im Club Feuer haben. So, also, das heißt, das ist einfach auch eine Szenerie, wo man eine Kamera mal draufhält, auch als Besucherin. Und es ist auch einfach was total Besonderes, wenn man in diesem Club mal ist. Und dann halt sich nicht zu äußern, wenn man aber selber vielleicht ein bisschen auch dafür verantwortlich ist, dass eben gefilmt wird, einfach weil die Gegebenheiten dazu so dazu einladen, hätte ich nicht gut gefunden.",
    "end": 1468.0
  },
  {
    "start": 1468.0,
    "text": "Resi: Deswegen find ich's richtig gut, dass sie was gesagt haben und dass sie gesagt haben: \"Okay, wir machen jetzt hier auch kein Fotoverbot\", weil sie wissen ganz genau, dass es total schädlich wäre für sie als Club, wenn der Club so gebaut ist, dass man hier auch da auch mal ein Foto oder ein Video macht. Das ist ja logisch. Aber ich find's wichtig, dass sie da aufmerksam drauf gemacht haben und gesagt haben: \"Hier, vielleicht einfach zwei, drei Momente festhalten und dann Handy wieder in die Tasche.\" Und ich finde, zu dem Thema sollte einfach gesagt sein, dass je nach Location, glaub ich, auch das Feiern unterschiedlich ist. Und dass sich jeder Person raten würde, die irgendwie in die elektronische Musikszene kommt und anfängt zu feiern, nicht nur an einem Ort zu bleiben. Klar, geht dahin, wo ihr euch wohlfühlt oder wo auch eure Freunde hingehen, aber seid halt immer offen für Neues. Und ich glaube, dass man als Person dann so ein bisschen dahinterkommt, was bedeutet das eigentlich, diese ganze Szene, Tanzen, Feiern und das irgendwo einen Moment festhalten, am Ende das in die Insta-Story zu packen und zu zeigen: \"Guck mal, ich bin auch hier.\" Ich war ganz … Die überhaupt nicht der Punkt ist.",
    "end": 1540.0
  },
  {
    "start": 1540.0,
    "text": "Johannah: Ich denk mir halt immer, ihr macht das Video und dann macht ihr die Story. Und ganz ehrlich, ihr guckt euch das Video doch danach nie wieder an, oder? Also.",
    "end": 1548.0
  },
  {
    "start": 1548.0,
    "text": "Resi: Na doch. Also, ich find's ganz witzig, weil ich hab zum Beispiel auch Aufnahmen aus Clubs, wo man gar nicht filmen darf, einfach nur, weil ich den Song so geil fand. Und dann war's so ein Grau …",
    "end": 1560.0
  },
  {
    "start": 1560.0,
    "text": "Resi: Und ich glaub, damals gab's noch keinen Shazam. Und ich hab dann einfach quasi versucht, genau, ein schwarzes Video so einfach unten auf dem Boden in der Hand zu machen, um so den Moment für mich festzuhalten, weil ich den Song in dem Moment so gefühlt hab, weil ich voll den Vibe in dem Moment hatte und dass ich das so als Erinnerung einfach auch festhalten kann.",
    "end": 1580.0
  },
  {
    "start": 1580.0,
    "text": "Resi: So, und dann vielleicht hab ich mich danach auch versucht, noch fünf Tage lang durch SoundCloud zu hören, um den Song zu finden, und war nicht erfolgreich.",
    "end": 1589.0
  },
  {
    "start": 1589.0,
    "text": "Johannah: Aber ich find, das ist noch mal was anderes, das versteh ich auch irgendwie. Und ich glaub, das ist dann auch dieser Punkt von: \"Ja, ein, zwei Clips mal machen und dann Handy wegstecken.\" Und deswegen bin ich persönlich eigentlich Fan davon, wenn's abgeklebt wird. Kann aber auch verstehen, dass das Bootshaus einfach nicht der richtige Club dafür ist. Also, da zahlt man teilweise, was weiß ich, 80 Euro oder so Eintritt. Ich finde, dann solltest du auch selber entscheiden können: \"Wie will ich den Abend jetzt verbringen und was für Erinnerungen will ich daran haben?\" Deswegen, ich glaub, ich find's hier tatsächlich ein bisschen fehl am Platz, das komplett zu verbieten. Aber wie du auch schon sagst, es ist voll gut, dass hier ein bisschen Awareness geschaffen wird und gesagt wird: \"Ihr dürft filmen. Und wenn da euer Lieblingssong kommt oder euer Lieblings-DJ, dann haltet auch mal das Handy hoch und dann steckt's weg und dann genießt mal den Abend und lasst das Handy nicht drei Stunden oben.\" Ja.",
    "end": 1635.0
  },
  {
    "start": 1635.0,
    "text": "Resi: Ich fand noch spannend dazu, weil sie, was sie zum Beispiel nicht erwähnt haben, ist, dass es ja zum Teil auch einfach Gründe gibt, warum Handys abgeklebt werden. Einfach, um die Privatsphäre auch von den anderen Menschen um mich rum zu wahren. So, weil nicht alle Leute wollen einfach beim Feiern gefilmt werden. Es gibt auch Leute, die haben einen krassen Job und es kommt vielleicht nicht gut an, wenn irgendwo was im Internet landet. Das sind ja alles auch so Punkte, die so ein bisschen, weiß ich nicht, den Leuten auch egal geworden sind, wenn sie da drumherum einfach random filmen.",
    "end": 1668.0
  },
  {
    "start": 1668.0,
    "text": "Resi: Und ich weiß nicht, ob du den kennst, aber es gibt so einen unfassbar witzigen Clip von \"Keine Musik\", wo sie, glaub ich, vor zehn Jahren oder so auf Affusion gespielt haben. Alle sind komplett ausgerastet. Und dann jetzt irgendwie letztes Jahr oder so irgendwo, wo wirklich nur Handys da sind. So schlimm ist das nicht. Alle Menschen stehen einfach nur. Alle Menschen stehen, niemand tanzt, niemand ist im Moment.",
    "end": 1690.0
  },
  {
    "start": 1690.0,
    "text": "Johannah: Ja, ich glaub, es ist hinter denen gefilmt und dann auf das Publikum und alle stehen da so: \"Ja, ja, ich hab das auch gesehen und fand das …\" Ich glaub, das war tatsächlich eins der ersten Videos in den letzten Monaten, wo mir so richtig bewusst geworden ist, was das bedeutet, wenn DJs sagen: \"Leute, irgendwie hat sich das verändert, legt mal euer Handy weg.\"",
    "end": 1709.0
  },
  {
    "start": 1709.0,
    "text": "Johannah: Weil man das ja selbst immer nur aus dem Publikum kennt oder von der Tanzfläche. Aber das mal von deren Perspektive zu sehen, das macht ja keinen Spaß. Und dann müssen die ja trotzdem irgendwie beste Laune und dancen und: \"Hey, cool, cool.\" Und die Energy ist aber gar nicht da, weil alle erst mal mitfilmen, bevor sie das genießen.",
    "end": 1727.0
  },
  {
    "start": 1727.0,
    "text": "Resi: Ja, also ich fänd auf jeden Fall gut, wenn das Bootshaus, das weiß ich jetzt nicht, war seitdem noch nicht da, auch so innerhalb des Clubs noch ein bisschen mehr Awareness dafür schaffen. Also vielleicht hier und da mit Hinweisen. Und vielleicht auch, wenn sie gewisse Veranstaltungen ankündigen oder so, dass sie's vielleicht da irgendwo noch mal mit reinschreiben.",
    "end": 1746.0
  },
  {
    "start": 1746.0,
    "text": "Resi: Also, ich fänd's cool, wenn es jetzt nicht nur so eine einmalige \"Wir sagen mal was\" ist, sondern wenn es so ein bisschen verinnerlicht wird, dass sie da vielleicht auch ein bisschen in der Verantwortung sind, weil sie einfach Produktionen schaffen, weil sie einfach Partyformate haben, die so darauf ausgelegt sind, dass sie auch irgendwie viral gehen könnten, dass sie fotografiert werden könnten, dass sie gefilmt werden könnten.",
    "end": 1768.0
  },
  {
    "start": 1768.0,
    "text": "Johannah: Viel Zuspruch. Du kannst aber beim nächsten Mal, wenn du feiern warst, dann berichten, wie's aussah.",
    "end": 1773.0
  },
  {
    "start": 1773.0,
    "text": "Resi: Mach ich, mach ich.",
    "end": 1774.0
  },
  {
    "start": 1774.0,
    "text": "Johannah: Jetzt kommt noch eine bisschen erschreckende Nachricht zum Schluss. Der K-Club in Kehl in Baden-Württemberg, das ist direkt an der Grenze zu Frankreich, da hat's gebrannt vor ein paar Tagen.",
    "end": 1785.0
  },
  {
    "start": 1785.0,
    "text": "Johannah: Die Betreiber haben gesagt, dass zu dem Zeitpunkt, um kurz vor vier, 750 Menschen im Club waren. Und die Erleichterung ist aber, dass alle rausgekommen sind. Feuerwehrleute haben danach auch gesagt, die Betreiber haben super reagiert. Ohne die wär das wahrscheinlich nicht so gut durchgegangen.",
    "end": 1804.0
  },
  {
    "start": 1804.0,
    "text": "Johannah: Die haben direkt Durchsagen gemacht auf Deutsch, Englisch und Französisch, gesagt: \"Evakuieren\" und dann in alle drei Richtungen die Straßen entlang verteilt. Und yes, mit dieser Nachricht am Ende, aber mit glücklichem Ausgang. Zum Glück beenden wir auch die Folge.",
    "end": 1819.0
  },
  {
    "start": 1819.0,
    "text": "Resi: Okay.",
    "end": 1821.0
  },
  {
    "start": 1821.0,
    "text": "Johannah: Danke dir, Resi, dass du diese Woche am Start warst.",
    "end": 1824.0
  },
  {
    "start": 1824.0,
    "text": "Resi: Ja, danke. Ich hab mich auch gefreut, dass ich hier endlich mal sitzen durfte.",
    "end": 1828.0
  },
  {
    "start": 1828.0,
    "text": "Johannah: Ja, gerne bald wieder. Ich muss dann's einfach öfter in Berlin besuchen.",
    "end": 1832.0
  },
  {
    "start": 1832.0,
    "text": "Resi: Ja, vor allem montags. Das heißt, das war so eine richtig Party-, Artist-Raver-freundliche Zeit, montags diesen Podcast aufzunehmen. Also bitte entschuldigt meinen Vogelscheuchen-Look.",
    "end": 1844.0
  },
  {
    "start": 1844.0,
    "text": "Johannah: Nächste Woche gibt's natürlich auch wieder eine neue Folge. Da gibt's ja ganz viele News rund um Clubs, Festivals, eure Lieblings-DJs und Produzentinnen. Nächste Woche mit einem ganz tollen Gast. Ihr könnt gespannt sein. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann abonniert den Podcast, bewertet den Podcast sehr gerne. Und ja, ich bin Johannah. Danke fürs Einschalten. Bis nächste Woche und danke dir.",
    "end": 1870.0
  },
  {
    "start": 1870.0,
    "text": "Resi: Ja, danke dir.",
    "end": 1870.0
  },
  {
    "start": 1870.0,
    "text": "Johannah: Mach's gut.",
    "end": 1872.0
  },
  {
    "start": 1872.0,
    "text": "Resi: Tschüss, Tschüss. Danke, Tschüss, ciao.",
    "end": 1873.0
  },
  {
    "start": 1873.0,
    "text": "Johannah: Ciao, ciao.",
    "end": 1875.0
  },
  {
    "start": 1875.0,
    "text": "SUNSHINE LIVE: Electronic Music Weekly bei SUNSHINE LIVE, euer News-Update aus der elektronischen Musikwelt, jeden Donnerstag, überall, wo es Podcasts gibt.",
    "end": 1892.669
  }
]