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    "start": 1.0,
    "speaker": "Susanne Höb",
    "text": "Was wäre aus 10.000 Euro geworden, wenn du sie am 1. Januar 2024 in den MSCI World investiert hättest? Oder in den FTSE All World? Und was, wenn du stattdessen auf Gold gesetzt hättest? Oder auf Bitcoin? Oder eine andere Assetklasse? Das schauen wir uns heute an!\nKleiner Hinweis vorab: Bei den ETFs haben wir jeweils den größten Fonds auf den jeweiligen Index herausgesucht und die Rendite in Euro ist jeweils vor Steuern und Gebühren berechnet. Außerdem haben wir immer ganze Stückzahlen investiert, der Anfangsbetrag sind also nicht immer die vollen 10.000 Euro.\nFangen wir an mit Tagesgeld. Zwar hat 2024 die Zinswende gebracht, heißt: Der Zinssatz für Tagesgeld-Zinsen ist gesunken. Trotzdem gab es auch im vergangenen Jahr immer noch nennenswerte Zinsen! Allerdings oft nur für Neukunden, für einen begrenzten Zeitraum und bis zu einem bestimmten Betrag. Um es etwas einfacher zu machen, haben wir für den Vergleich einen Tagesgeld-ETF herangezogen. Er orientiert sich an der Euro Short Term Rate, also dem Zinssatz der EZB, an dem sich auch die Banken für die Tagesgeld-Zinsen orientieren. Unser Beispiel-ETF hat im vergangenen Jahr rund 3,8 Prozent Rendite erzielt – du hättest also 377 Euro erhalten.\nMachen wir weiter mit Anleihen. Da gibt es natürlich große Unterschiede, ob wir nun von kurzfristigen Anleihen sprechen, wie gut die Bonität ist und so weiter. Mehr Infos darüber erfährst du in unserem Talk mit Gerd Kommer über dieses Thema. Den Link dazu habe ich dir in die Beschreibung gepackt. Auch hier mussten wir es etwas vereinfachen und haben für den Vergleich einen ETF ausgewählt, der alle Laufzeiten, Anleihe-Arten und Währungen kombiniert und damit einen guten Überblick ermöglicht. Die EZB hat ja schon 2023 angefangen, den Leitzins zu senken – die us-amerikanische Notenbank zog im September nach. Das hat bestehenden Anleihen, vor allem den länger laufenden, einen kleinen Boost verschafft. Insgesamt hättest du damit trotzdem sogar ein bisschen weniger raus als beim Tagesgeld-ETF, nämlich rund 343 Euro also eine Rendite von 3,4 Prozent.\nFür Immobilien waren die letzten Jahre recht schwierig. So langsam scheint sich der Markt aber ein Stück weit zu erholen, darauf deutet auch die Performance des ETFs hin, den wir für unseren Vergleich ausgewählt haben. Der ETF enthält die größten börsennotierten Immobilienunternehmen aus den Industrieländern. Übers Jahr hat er immerhin ein Plus von 4,8 Prozent gemacht. Du wärst also mit 480 Euro rausgegangen.\n2024 gab es geradezu einen Run auf Gold. Gefühlt hat der Goldpreis jeden Monat ein neues Alltime High erreicht. Dafür gab’s verschiedene Gründe: Einer davon ist, dass Zentralbanken – vor allem in den Schwellenländern – dieses Jahr massig Gold gekauft haben. Damit versuchen sie, vom US-Dollar unabhängiger zu werden. Experten schätzen, dass knapp ein Drittel der weltweiten Goldkäufe auf die Zentralbanken zurückgehen. Außerdem haben die sinkenden Zinsen den Goldpreis befeuert. Wie alle Rohstoffe wirft Gold keine Zinsen oder Dividenden ab. Das bedeutet: Je höher die Zinsen sind, umso attraktiver sind andere Investments wie Anleihen – und umgekehrt: Je niedriger die Zinsen, umso besser für Gold. Mit Gold hättest du dieses Jahr mehr Rendite erzielen können als mit einem MSCI World, nämlich rund 35 Prozent beziehungsweise 3.446 Euro. Daran sieht man gut, dass Gold doch nicht das extrem stabile Investment ist, für das es gern gehalten wird.\nUnd das digitale Gold? Auch für Kryptowährungen lief es gut. Sie haben von der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten besonders profitiert. Vor ein paar Jahren hat er Kryptowährungen zwar noch als “Betrug gegen den Dollar” bezeichnet, inzwischen sieht er das offenbar anders. Vor der Wahl hat er verkündet, dass er eine strategische Bitcoin-Reserve einführen will. Auf einer Bitcoin-Konferenz in Nashville im Juli sagte er, Bitcoin stehe für Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit von staatlichem Zwang und Kontrolle. Wenn du übrigens die Entwicklung solcher Trump-Trade-Assets verfolgen willst: Wir haben dafür ein “Trump-Radar” erstellt, schau’s dir mal an, auch diesen Link findest du in der Beschreibung. Für unseren Vergleich haben wir einen Bitcoin-ETC als Maßstab verwendet. Wie im Vorjahr hättest du deinen Einsatz von 10.000 Euro mehr als verdoppelt: Das Plus liegt rund 130 Prozent beziehungsweise 12.919 Euro.\nAuch für Aktien war es ein sehr gutes Jahr – auch wenn die Industrieländer renditetechnisch sowohl Gold als auch Bitcoin hinterherhinken. Der MSCI World hat bis zum Jahresende eine Rendite von 26 Prozent erzielt. In unserem Beispiel hättest du 2605 Euro herausbekommen.\nEine beliebte Alternative zum MSCI World ist der FTSE All World. Er enthält auch die Emerging Markets und ist damit noch breiter aufgestellt. Allerdings sind die Schwellenländer auch in diesem Jahr nicht ganz so gut gelaufen. Zwar hat sich China zwischenzeitlich wieder etwas berappelt, nachdem die Regierung ein großes Rettungspaket verkündet hat. Aber auch hier hatte die US-Wahl Auswirkungen, denn Donald Trump steht auch für eine protektionistische Politik: Er will die Zölle erhöhen, was den Handel mit den USA verteuert und gerade für Unternehmen aus den Schwellenländern problematisch ist. Außerdem befürchten viele, dass sich der Handelskrieg mit China weiter verschärft. All das hat die Performance der Schwellenländer gedrückt – und damit auch die des FTSE All World im Vergleich zu reinen Industrieländer-ETFs. Insgesamt war die Entwicklung trotzdem noch ordentlich, es gab einen Zuwachs von 24 Prozent – das entspricht in unserem Fall etwa 2380 Euro.\nWas lernen wir daraus? Klar: Man kann natürlich die vergangene Entwicklung nicht einfach fortschreiben. Noch dazu ist ein Jahr viel zu kurz als Anlagehorizont. Aber: Durch den Vergleich der verschiedenen Anlageklassen kannst du ganz gut ablesen, was im vergangenen Jahr los war. 2024 war besonders vorteilhaft für Krypto, Gold und breit gestreute Aktien-ETFs. Aber selbst die risikoarmen Assets wie Tagesgeld haben sich recht gut entwickelt. Verschiedene Assetklassen zu mischen, ist vorteilhaft, weil sie sich oft gegenseitig ausgleichen. Eine gute Kombination ist: Risikoarme Assets wie Tagesgeld für den Vermögenserhalt plus risikoreichere Assets wie Aktien-ETFs für den Vermögensaufbau.\nWenn dir der Podcast gefallen hat, lass’ uns doch ein Abo da - und wir freuen uns natürlich auch über eine gute Bewertung auf Spotify, Apple Podcast oder in der Podcast-App deiner Wahl. Vielen Dank an Kia für die Redaktion und Johannes für die Post. Du hörst justETF, den Podcast, mit mir, Susanne - dir viel Erfolg beim Anlegen und bis zum nächsten Mal!",
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