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    "start": 1.0,
    "text": "Jens Schneider: Das haben wir jetzt schon eine ganze Zeit lang nicht mehr gehört, aber da war es wieder: unser Geräusch, unser „Klong“, mit dem wir starten in einer neuen Folge „Verkehr(t) Verhör(t)“, der Podcast der rnv, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH. Und zum Start ins neue Jahr wollen wir gemeinsam mal auf die Baustellen gucken, die dieses Jahr so auf uns zukommen. Es wird einiges erneuert. Es wird ein bisschen was einfach dazugebaut. Und warum wir das Ganze machen und wo genau gebaut wird, das erklären uns heute zwei Kollegen, die das täglich, jeden Tag bei uns im Blick haben. Frank, dich haben wir schon kennengelernt. Du bist in der Folge mit dem Standortkonzept schon mal aufgetaucht. Wer dich und deinen Werdegang etwas näher kennenlernen will, der darf sich gerne die Folge nochmal anhören. Aber Moritz, du bist zum ersten Mal bei uns im Podcast. Deswegen darf ich dich bitten: Stell dich uns kurz vor.",
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    "start": 57.0,
    "text": "Moritz Feier: Mein Name ist Moritz Feier. Ich arbeite bei der rnv seit 2012. Mein Job bei der rnv ist Bereichsleiter Kommunikation, Marketing und Pressesprecher. Studiert habe ich mal Politikwissenschaften und Verwaltungswissenschaften. Das Schönste an meinem Job ist, unseren Kundinnen und Kunden zu erklären, was wir hier tun, komplexe Sachverhalte näherzubringen und am Ende zu sehen, dass man vielleicht auch ein bisschen Verständnis erzeugen konnte – für die rnv.",
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    "text": "Jens Schneider: Und für die Materie Baustellen, Infrastruktur, ist der Bereichsleiter der Infrastruktur – das sage ich jetzt vollständigkeitshalber nochmal komplett – auch Frank Dommasch bei uns. Frank, herzlich willkommen, schön, dass du auch da bist.",
    "end": 98.0
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    "start": 98.0,
    "text": "Frank Dommasch: Hallo.",
    "end": 99.0
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    "text": "Jens Schneider: Wer regelmäßig unsere Social-Media-Kanäle verfolgt, der hat neulich einen Post gesehen, in dem es um die Baustellen 2026 im Verkehrsgebiet der rnv ging. Da ist in Mannheim ein bisschen was, da ist in Ludwigshafen was und in Heidelberg auch und zwischendrin. Und da wollen wir uns heute mal so ein bisschen durchackern, würde ich sagen. Heute könnt ihr zum Einstieg mal erklären: Was ist genau geplant bei uns im Verkehrsgebiet – und vielleicht auch gleich mit dazu: Warum muss das gemacht werden, warum sind die Arbeiten notwendig?",
    "end": 125.0
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    "start": 125.0,
    "text": "Frank Dommasch: Wenn wir Straßenbahnbetrieb draußen durchführen, ist das natürlich ein verschleißintensives Vorhaben. Wenn das Stahlrad auf die Stahlschiene wirkt, dann ist zwangsläufig da Verschleiß einhergehend. Also: Das wird immer weniger Metall, und irgendwann sind die Schienen am Lebensende, und dann müssen wir sie tauschen. Und dann haben wir letztendlich die Baustellen draußen verortet, um einfach die Schienen wieder neu herzustellen, neu aufzubauen und dann wieder weitere Jahre Betrieb zu machen. Das „Wo?“ ist natürlich im gesamten Netz nicht immer gleich, sondern über die verschiedenen Jahre. Also wenn man sagt: Eine gerade Schiene ohne Bogen hat eine Liegedauer von 30 Jahren, im Bogen sagt man so die 15 Jahre, dann muss man die erneuern. Und so geht es natürlich über die vielen Jahre, und für verschiedene Streckenabschnitte haben wir verschiedene Maßnahmen. Aktuell ist gerade ja schon angelaufen eine große Maßnahme in Mannheim: Das ist der Kaiserring und Friedrichsring. Der wird uns auch das gesamte Jahr beschäftigen. Also hier sind wir dabei – vom 19. Februar, da hat es bereits begonnen – und da werden wir noch weit bis in den November bauen. Das ist ein Streckenast, der gar nicht zu den Hauptästen zählt, aber letztendlich eine wesentliche Umleitungsroute ist und daher letztendlich auch eine wichtige Strecke für uns. Aber neben dem großen Projekt in Mannheim haben wir natürlich auch auf der Ludwigshafener Seite Projekte vor. Da ist vor allem die Frankenthaler Straße, die uns jetzt auch schon seit vielen Jahren beschäftigt – in Kooperation mit der WBL – wieder in den Sommerferien dran: voll gesperrt, mit Baumaßnahme. Hinten, hinter der Frankenthaler Straße, dann auch der barrierefreie Ausbau des Mannheimer Tors mit Gleiserneuerung. Aber auch in Heidelberg sind wir weiterhin am Arbeiten. Und da geht es vor allem darum, in die letzte Phase der Dossenheimer Landstraße zu gehen – mit zwei Sperrungen, über Ostern und dann auch nochmal in der zweiten Jahreshälfte. Aber auch Richtung „Oberbacher Straße“ raus, Freiburger Straße, ist auch eine Gleiserneuerung. Der eine oder andere sagt: „Mann, das sind aber viele Baustellen.“ Und das muss man vielleicht mal einordnen. Für uns als rnv sind es vielleicht gar nicht so viele, aber das wird anders wahrgenommen. Weil neben unseren Baustellen haben wir ja noch ganz viele andere Bauaktivitäten in den Städten – von Leitungsarbeiten, von Leitungsträgern, Straßenbauarbeiten. Und die Fülle von dem Ganzen, das wirkt sich natürlich auch aufs gesamte Netz von uns aus. Weil da natürlich auch Buslinien von betroffen sind, aber auch andere Einschränkungen für die Straßenbahnen, was letztendlich dann das Gefühl entstehen lässt: „Mann, ist das wieder viel in diesem Jahr.“ Ich habe natürlich ein ganz großes Thema vergessen, und das ist das, wo wir eine ganze Weile jetzt schon nicht drüber wegfahren: Das ist die Adenauerbrücke. Das ist ein Projekt, was so ein bisschen im Schatten läuft, weil wir da jetzt schon seit mehr als anderthalb Jahren nicht drüber fahren. Aber auch auf dem Ast, die Stelzenbrücke – also hinterm Schloss die Zufahrt – sind wir aktuell am Bauen. Und da ist geplant, zum 1.6. letztendlich diese Bauarbeiten auch auf Ludwigshafener Seite so weit fertigzustellen, dass wir da letztendlich zum 1.6. wieder – oder endlich wieder – mit den Bahnen über die Adenauerbrücke über den Rhein kommen. Auch ein großes Projekt, ein wenig im Schatten. Man könnte sich noch vorstellen, wie wir über die Brücke kommen, aber erinnern kann sich der eine oder andere vielleicht nur noch schwerlich.",
    "end": 309.0
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    "start": 309.0,
    "text": "Jens Schneider: Ich weiß mal, dass ich da in der Ausbildung vor zehn Jahren von Mannheim nach Ludwigshafen und zurück gefahren bin, aber es ist schon ein ganzes Stück her. Finde ich auch gut, dass du das noch mal eingeordnet hast, weil – das müssen wir ganz klar sagen – wir können auch jeden verstehen, der jetzt zuhört und irgendwelche rot-weißen Bauzäune und Flatterband und Hinweisschilder sieht und denkt: „Och nee…“ Das ist schon immer mit so einer Baustelle für alle irgendwie eine unangenehme Geschichte. Aber gut, dass du das nochmal eingeordnet hast, dass du auch gesagt hast: Es gab schon Jahre, in denen haben wir mehr gebaut. Also klar, es muss ein bisschen was gemacht werden, aber so das absolute Super-Baujahr 2026 ist es für uns jetzt auch nicht. Könnt ihr uns mal einen kurzen Einblick geben: Wie lange muss ich denn so was planen? Also entscheide ich das quasi jetzt, dass nächsten Monat irgendwo gebaut wird? Gehe ich raus und stelle fest: „Hoppala, an dem Gleis muss mal wieder was gemacht werden“ – und nächste Woche rücken die Bagger an? Oder ist das dann doch eher was Längerfristiges?",
    "end": 356.0
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    "start": 356.0,
    "text": "Frank Dommasch: Wenn es so wäre, würden wir unsere Arbeit nicht richtig machen. Weil neben der eigentlichen Erneuerung ist natürlich Instandhaltung auch ein ganz großes Thema, das wir tagtäglich im gesamten Streckennetz durchführen – sowohl bei den elektrischen Anlagen als auch bei den Gleisanlagen. Und darauf aufbauend entwickelt sich natürlich auch das Sanierungsprogramm. In der Summe weiß man drei bis vier Jahre vorher: Wie ist der Verschleiß einzuordnen, wann müssen die Anlagen erneuert werden? Und ab da beginnt letztendlich die Planungsphase für Projekte, die in die Eins-zu-eins-Erneuerung gehen. Das geht alleine schon damit einher, dass man das in die Investplanung einstellt – weil auch die Finanzierung müssen wir sicherstellen – und dann geht man in die einzelnen Planungsphasen. Für eine reine Gleiserneuerung, wie wir sie jetzt am Kaiserring/Friedrichsring haben, die natürlich über die lange Bauzeit läuft, hat man eine Planungsphase von circa zweieinhalb Jahren, wo es intensiv losgeht. Bei kleineren Gleiserneuerungen, die jetzt nicht über so ein ganzes Jahr gehen, ist es trotzdem so, dass man anderthalb Jahre schon intensiv daran arbeitet. Weil es ja nicht allein nur um das Thema geht: Was wollen wir bauen und wie wollen wir bauen? Sondern: Was braucht es im gesamten Umfeld? Welchen Einfluss hat solch eine Maßnahme auf den Individualverkehr – auf das, was ringsrum ist? Fußgänger, Radfahrer, aber auch Gewerbetreibende. Das muss man alles vorher überlegen, kommunizieren, abstimmen – dann einen Bauablauf erstellen, der dem gerecht wird – und wir letztendlich reibungslos durch eine solche Bauphase kommen.",
    "end": 439.0
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    "text": "Jens Schneider: Und ich höre da schon ein bisschen raus: Das bedingt natürlich, dass du dich auch mit ganz, ganz vielen Leuten unterhältst. Also dass ihr nicht nur ihr zwei – wie ihr heute hier sitzt – zusammensitzt, sondern auch, dass Menschen, die für den Individualverkehr zuständig sind, für Leitungen, die unter unseren Gleisen laufen zuständig sind, für die eigene Planungsabteilung im Haus, die am Ende nicht mit der Umsetzung, aber mit der Planung natürlich betraut ist. Wer spricht da alles miteinander? Habe ich noch jemanden vergessen?",
    "end": 461.0
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    "text": "Frank Dommasch: Es sind schon viele mit dabei. Das Einzige ist: Es sind nicht nur Moritz und ich, die mit den ganzen Leuten reden. Es sind ganz viele Leute, die wir in unseren Abteilungen haben. Das ist das Wichtige, dass wir in der Planungsphase die Projektleiter von uns und Projektverantwortlichen haben. Die müssen natürlich auch mit jedem Leitungsträger reden, weil wir bauen ja nicht alleine – und im Untergrund haben wir ganz viele Leitungen, ob Strom, Abwasser, Gas, Fernwärme. Wenn wir ein Loch buddeln, kann es passieren, dass wir diese Leitungen treffen. Wir wollen sie nicht treffen, deswegen muss man das vorher koordinieren. Welche Maßnahmen sind von deren Seite geplant? Kann man das kombinieren? Wenn wir ein Loch machen, kommen die Leitungsträger an die Leitung ran, dann kann man das mit ertüchtigen. Man muss den Bauablauf mit einplanen. Das ist ein ganz wichtiger Part, den wir abholen müssen. Aber auch die Tiefbauämter – weil, wenn wir da arbeiten, ist meistens daneben noch eine Straße. Und auch da ist man natürlich am Überlegen: Wenn eine Baustelle schon da ist, baut man gemeinsam? Macht man eine Deckensanierung, macht man eine Fahrbahnsanierung an sich? Das sind die klassischen technischen Themen, mit denen wir reden müssen. Aber dann natürlich auch Verkehrsbehörde, Feuerwehr, Polizei. Weil wenn wir da Einschränkungen haben für den Individualverkehr, für die Radwege und Fußgänger, müssen wir dafür eine Lösung während der Bauzeit vorbereiten. Da kann sich jeder vorstellen: Schlimmeres – wir haben eine Baugrube da, das Bauloch ist da, und die Feuerwehr kommt nicht durch. Also muss man vorher überlegen: Wie ist dann trotzdem noch die Versorgung gesichert? Welche Nebenstraßen oder welche Provisorien müssen wir bauen, um das umzusetzen? Das sind so mit die Big Player, was aber auch eher Technik ist. Und ansonsten geht es natürlich dann ganz stark in die Kommunikation, Außenwirkung – an die Anwohner, aber natürlich dann auch Gewerbetreibende. Und da kommt letztendlich dann auch Moritz mit seinen Themen als interner Mitspieler in die Projekte.",
    "end": 558.0
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    "text": "Jens Schneider: Ich wollte gerade sagen: Ich habe vorhin schon erwähnt, es ist natürlich für alle ein unangenehmes Thema. Also auch wir haben ja nicht gerne Einschränkungen und Umleitungen und alles Mögliche – und natürlich ihr auch nicht, wenn ihr dann mit den Bahnen und Bussen der rnv unterwegs seid. Wie kommunizieren wir das am besten – oder individuell vielleicht auch, Moritz?",
    "end": 575.0
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    "text": "Moritz Feier: Das Wichtigste ist – so wie Frank es eigentlich auch schon gesagt hat –, dass man sehr frühzeitig einsteigt und sich sehr frühzeitig Gedanken macht. Auch wir als Kommunikateure kommen schon sehr früh eigentlich mit in den „Loop“, wie man neudeutsch sagt, wenn es darum geht zu schauen: Wie sind die Bauzeitenpläne, wann müssen wir wen abholen? Das betrifft ja nicht nur die Öffentlichkeit. Frank hat es gesagt: Es geht dann auch um andere Player, Gewerbetreibende – ganz wichtig –, dass man sich eben auch anschaut: Welche Events sind vielleicht gerade während der Bauzeit in den Städten?",
    "end": 606.0
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    "text": "Jens Schneider: Zum Beispiel am Maimarkt Gleiserneuerung zu machen, wenn gerade Maimarkt ist…",
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    "text": "Moritz Feier: Das macht man, glaube ich, genau einmal. Oder auch – ganz wichtig – Wurstmarkt: Gleiserneuerung auf der Rhein-Haardtbahn während dem Wurstmarkt wäre auch nicht sonderlich gut. Genau, aber eben genau das eben auch abzuholen von den anderen Beteiligten: Wann habt ihr eigentlich welche Themen? Da fängt es eigentlich schon an – nicht nur was die Planung der Bautätigkeiten angeht, sondern auch, was die Planung der Kommunikation angeht. Also auch da haben wir lange Vorläufe. Fahrgastinformation ist ja ein ganz wichtiges Thema für uns – und das unterschätzt man vielleicht auch. Das ist eben mehr, als nur – in Anführungszeichen – einen Zettel an die Haltestelle zu hängen und einen Social-Media-Post zu machen. Sondern es geht auch ganz stark darum: Wann kann ich eigentlich den Kundinnen und Kunden was vermitteln? Wann setze ich die Botschaft am besten? Das sind auch so Punkte, die man beachten muss.",
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    "text": "Jens Schneider: Das hätte ich als Nächstes auch mal gefragt: Was nutzen wir denn für Wege? Klar, natürlich, ich kenne unsere Internetseite, ich kenne Social Media. Aber wir werfen tatsächlich auch noch in die Briefkästen außenrum Post ein.",
    "end": 670.0
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    "start": 670.0,
    "text": "Moritz Feier: Genau. Je nachdem, welche Maßnahme es ist. Wir haben da ein ganz breites Portfolio. Als ich mal angefangen habe, da war noch so das Leitmedium eine frühzeitige und ordentliche Presseinformation an die Presse, damit die Menschen das dann aus der Zeitung erfahren können. Da sind wir natürlich schon lange nicht mehr. Also: Das gibt es auch noch, ganz klar. Es gibt auch noch ganz klassisch die berühmte Anwohnerinformation direkt an die Anwohner in die Briefkästen. Es gibt natürlich die Website, das ist ja im Prinzip auch eine zentrale Säule. Wir gehen über Social Media. Wir versuchen, an der Haltestelle natürlich unsere Informationen zu platzieren. Wir haben mittlerweile auch unsere Start.Info-App – ein ganz wichtiges Tool. Die ist auch nicht gerade neu, die gibt es auch schon seit über zehn Jahren.",
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    "start": 715.0,
    "text": "Jens Schneider: Man beachte den Menüpunkt „Ticker und Verkehrsmeldungen“. Da steht eigentlich sowas immer.",
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    "start": 718.0,
    "text": "Moritz Feier: Genau, richtig. Ticker und Verkehrsmeldungen, genau das ist es. Aber das ist auch noch ein Punkt: Auch hier kommt wieder unser Netzwerk und die ganzen anderen Player mit ins Spiel. Wir machen das ja nicht alleine, wir haben ja Partner. Also schauen wir auch, dass unsere Partner uns bei der Kommunikation unterstützen. Das können die Städte sein, das kann aber auch beispielsweise der Handel oder Gewerbetreibende sein. Also, es kann durchaus auch sein, dass wir bei größeren Maßnahmen Abrissblöcke mit Umleitungsplänen in den Geschäften deponieren. Die gibt es noch. Und ganz wichtig, ganz wichtiger Punkt – gerade wenn es um Umleitungen geht: Es ersetzt nichts den direkten Kundenkontakt. Dass wir also Info-Personal, speziell geschulte, draußen haben, die ganz klassisch den Flyer verteilen. Bei aller Digitalisierung, bei allem, was auf Social Media geht: Der direkte Kontakt und ein Stück Papier ist nach wie vor ganz, ganz wichtig.",
    "end": 770.0
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    "start": 770.0,
    "text": "Jens Schneider: Und wir können an der Stelle auch nur noch mal versichern – das würde ich, glaube ich, gerne auch mal festhalten –, dass natürlich uns das auch ein großes Anliegen ist, dass, wenn sowas passiert, die Belastungen für alle, die mit uns unterwegs sind, so klein wie möglich gehalten werden. Und dass dann natürlich die Informationen auch so früh und umfangreich wie es nur geht fließen. Wir haben vorhin schon gehört, da sind unglaublich viele Leute dran beteiligt. Ich kenne die Situation, dass man irgendwo über Baustellen spricht oder in der Zeitung liest oder so und man sich dann mit Freunden oder Kollegen drüber unterhält und sagt: „Ja, ja, da redet ja wieder der eine mit dem anderen nicht, gell.“ Kennt man. Aber jetzt haben wir vorhin von dir gehört: Natürlich seid ihr eng in der Abstimmung. Gibt es schon Jours fixes oder so? Wie oft sitzt ihr mit den Städten, mit den Kreisen, mit den Gemeinden bei uns in der Region zusammen und redet über Baumaßnahmen im Allgemeinen?",
    "end": 810.0
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    "start": 810.0,
    "text": "Frank Dommasch: Es gibt verschiedene Jours fixes. Auch in den letzten Jahren wurde das immer intensiver – gerade auch von den Städten –, weil dieses Thema Verkehrsproblem von Baumaßnahmen jetzt nicht nur ein Problem der rnv ist, sondern das ist ja schon ein regionales Problem. Es gibt auch einen Jour fixe mit der Metropolregion, wo gerade die Akteure, ob das Heidelberg ist, Ludwigshafen, Mannheim, aber auch wir als rnv zusammenkommen – aber auch die Autobahngesellschaft –, wo man die großen Maßnahmen da schon anfängt zu kommunizieren: Welche Auswirkungen haben denn die einzelnen Maßnahmen? Das erstmal schon da zentral zu bündeln. Und von dem geht es dann feingliedriger in die einzelnen Städte. Dann gibt es diese gleichen Runden auch nochmal für Ludwigshafen, Mannheim und auch Heidelberg, wo dann auch die Tiefbauämter mit am Tisch sitzen. Gerade auch Ludwigshafen – das Thema mit den Hochstraßen, was ja eine riesengroße Infrastrukturmaßnahme ist, wo wir auch mit betroffen sind, aber auch ganz viele andere Verkehrsbeziehungen. Da braucht es natürlich eine intensive Koordination. Und da wird es dann schon spannend, weil sich dann die einzelnen Maßnahmen von jedem einzelnen Akteur letztendlich in eine große Perlenschnur aufreihen – und man eigentlich kontinuierlich nacheinander Baumaßnahmen abwickelt, immer mit im Blick zu haben: „Ich kann ja nicht alles auf einmal sperren.“ Jeder weiß: Es muss auch ertüchtigt werden, weil wir schon über die letzten Jahre einen gewissen Instandhaltungsstau haben – ob das an der Straße ist, ob das bei den Brücken ist, aber auch bei uns bei unserer Infrastruktur. Und das muss man ja nacheinander abarbeiten. Da sind viele Koordinationsrunden. Und das bricht es dann runter bis auf monatliche Jours fixes, was dann wirklich reine Betriebsthemen sind, wo dann auch Maßnahmen – das sind dann weniger die der rnv, aber von Leitungsträgern – aufschlagen: Grabung XY, die eine Busumleitung braucht. Wo dann gerade auch bei uns der Fahrbetrieb letztendlich vom täglichen Betrieb dann mit in den Runden sitzt und sagt: Wie leiten wir kleinräumig den Bus? Also, diese Jours fixes gibt es. Und natürlich gibt es dann noch in den einzelnen Projekten, die wir beplanen, nochmal Planungsbesprechungen verschiedener Intensität, um genau die einzelnen Bausteine zu besprechen.",
    "end": 933.0
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  {
    "start": 933.0,
    "text": "Jens Schneider: Ich habe das Wort „Jour fixe“ jetzt einfach mal so benutzt – das macht man heute so im Büroalltag. Also, es geht da um wiederkehrende Treffen oder Meetings, wo man sich eben mit den ganzen Gesprächsteilnehmern oder mit den ganzen Parteien, die da wichtig sind, zusammensetzt. Spannende Frage, glaube ich, auch: Was ist, wenn mal was nicht gut läuft? Das fragt ihr euch bestimmt jetzt auch: Wenn ich irgendwo draußen bin und merke – „Uh, das ist jetzt aber gar nicht gut“ oder „Da habe ich eine sehr unschöne Erfahrung gemacht“ –, das würde ich der rnv eigentlich gerne mitteilen, damit sich da was ändert. Wir sind grundsätzlich offen für sowas, Moritz, oder?",
    "end": 961.0
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  {
    "start": 961.0,
    "text": "Moritz Feier: Selbstverständlich. Wir sind letzten Endes ja auch auf Rückmeldungen der Kundschaft ein Stück weit angewiesen, um teilweise zu sehen: Wo hakt es denn? Und um Dinge verbessern zu können. Und es ist ganz normal, dass an dem, was wir da tun, Kritik geübt wird – sowohl im normalen Alltag wie auch jetzt im Kontext von Baumaßnahmen. Und wenn wir da etwas verbessern können, dann tun wir das auch. Und das kommt auch immer öfter mal vor. Das kommt ja jetzt nicht nur beispielsweise aus Richtung der Fahrgäste oder „normalen“ Bürgerinnen und Bürger, sondern beispielsweise auch mal aus Richtung des Handels, dass da ein Punkt kommt: „Hey, das könnt ihr so nicht machen, weil wir haben da gerade ein ganz wichtiges Event“ oder „Unsere Zufahrten passen nicht“ etc. pp. Da schaut man schon, dass das gebündelt wird und dass man dann auch darauf reagiert. Aber – jetzt kommt das große „Aber“ – wir stellen auch fest, dass sich viel Kritik gerade am Anfang solcher Maßnahmen, Punkt eins, nicht vermeiden lässt, Punkt zwei aber auch relativ schnell in der Regel dann widerlegt. Wir haben, egal wie viel Aufwand wir betreiben, am Anfang immer Menschen – seien es Anwohner, seien es Fahrgäste, Kundinnen und Kunden, Bürgerinnen und Bürger –, immer Menschen, die wir nicht erreichen, die es vielleicht nicht mitbekommen, die sich dann über die Maßnahme beschweren. Und es sind nun mal Belastungen. Belastungen zwar, die nicht vermeidbar sind, aber trotzdem Belastungen – und da ärgern sich die Leute einfach trotzdem drüber, auch wenn sie gut informiert sind. Das ist so, das werden wir nie gänzlich vermeiden können. Problematischer ist es eher, wenn wir merken, dass nach mehreren Tagen oder Wochen die Beschwerden nicht abreißen und die Beschwerdelage nach wie vor hoch ist. Dann muss man vielleicht doch noch mal genauer hinschauen.",
    "end": 1066.0
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  {
    "start": 1066.0,
    "text": "Jens Schneider: Ganz klar.",
    "end": 1068.0
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    "start": 1068.0,
    "text": "Moritz Feier: …nachbessern, wo es möglich ist. Wir müssen aber auch klar sagen: Letzten Endes sind es Baumaßnahmen – und die Baumaßnahme wird nie so laufen wie der Regelbetrieb ohne Baumaßnahme. Es wird immer Einschränkungen geben.",
    "end": 1077.0
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  {
    "start": 1077.0,
    "text": "Jens Schneider: Kein Bagger, der nicht eine gewisse Geräuschkulisse verursacht. Und es gibt keine Gleise, die ewig halten, und so weiter.",
    "end": 1083.0
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  {
    "start": 1083.0,
    "text": "Frank Dommasch: Ich würde das vielleicht noch ergänzen. Auch in der Vorbereitung hat man ja viel sich überlegt, auch viele Beschilderungen aufgebaut. Wir haben es aber immer wieder – gerade die ersten zwei, drei Tage –, wo Fahrspureinengungen sind, da gibt es die Staus. Egal, wie gut wir informiert haben: Der gemeine Autofahrer wird als Erstes immer versuchen: „Ach, die anderen fahren die Umleitungsstrecke, ich werde doch meinen alten, ursprünglichen Weg nehmen.“ Und dann hat man die ersten zwei, drei Tage immer das gewisse Verkehrschaos, mehr oder weniger. Und da – ist es mal mehr, mal weniger – ist es nach zwei Tagen letztendlich oder drei Tagen so, dass es sich erledigt, weil: Die Leute fahren entweder eher los, fahren dann doch die ausgefilterte Umleitungsstrecke. Und dann ist das gar nicht mehr so schwierig wie die ersten Tage. Und wenn wir da jedes Mal nach zwei Tagen reagieren und alles umkrempeln würden, würden wir auch einen großen Fehler machen. Weil dann verdrücken wir es nur anders hin – und es gibt Unruhe in dem Ganzen. Wir haben genug Beispiele, wo es sich genauso gezeigt hat: Nach drei Tagen war der große Aufschrei rum – und es hat sich normalisiert.",
    "end": 1140.0
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  {
    "start": 1140.0,
    "text": "Jens Schneider: Okay, vielen Dank für eure Einblicke. Ich möchte am Ende der Folge noch mal dran erinnern: Jede Baumaßnahme hat am Ende auch was Gutes – um vielleicht auch ein positives gemeinsames Ende jetzt zu finden. Wir haben neue, auf Jahre hin wieder nutzbare, belastbare Gleise. Wir haben teilweise modernisierte Haltestellen mit Barrierefreiheit, wie zum Beispiel jetzt in Heidelberg auf der Dossenheimer Landstraße. Oder wir bekommen komplett neue Gleisverbindungen, wie jetzt im Bereich Ludwigshafen Adenauerbrücke/Berliner Platz, die uns dann auch wieder neue Linienwege ermöglichen. Und das darf man nie vergessen: Es wird ja nicht ohne Grund gebaut – und am Ende ist dann auch irgendwas da, was uns für die Zukunft wieder hilft, auch gut und verlässlich mit Straßenbahn, Bus und unserem Angebot da zu sein. Vielen Dank euch fürs Gespräch. Viel Erfolg weiterhin beim Bauen und beim Kommunizieren. Wir dürfen euch auch nochmal einladen: Wenn euch irgendwas einfällt, wenn euch was beschäftigt, dann tretet an uns heran über unsere Social-Media-Kanäle, über unsere Website oder per Telefon. Wir sind jederzeit für euch da und laden euch natürlich an der Stelle auch ein, bei der nächsten Folge von „Verkehr(t) Verhör(t)“, dem Podcast der rnv, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, wieder reinzuhören.",
    "end": 1207.553
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