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    "text": "Hallo und herzlich willkommen bei Geschichten aus der Geschichte."
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    "text": "Mein Name ist Richard."
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    "text": "mein Name ist Daniel."
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    "text": "Tja, und wir sind zwei Historiker, die sich hier Woche für Woche gegenseitig eine Geschichte aus der Geschichte erzählen, immer abwechselnd und auch immer so, dass der eine nie weiß, was der andere ihm erzählen wird."
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    "text": "Ja, richtig."
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    "text": "Schönen Zahl, würde ich sagen."
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    "text": "Ist ein Countdown wohin."
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    "text": "Gut, also jetzt aber noch bei fünf drei vier."
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    "text": "Erinnerst du dich noch über was wir in Folge fünf drei drei sprachen, wo wir auch am Anfang dieses mit Romschlöpft aus Mai."
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    "text": "Bevor wir auf die vorherige Folge sprechen, kommen wir noch einmal, was dieses Geplänkel angeht, weil Iwa so verwirrt."
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    "text": "Einerseits, weil ich an drei drei drei gedacht habe, schon sieben fünf drei."
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    "text": "Und dann ist natürlich auch die Verwirrung, es ist nicht erst in zweihundert, sondern es war vor zweihundert, weil es ist ja vor der Zeitendwende und nicht nach der Zeitendwende."
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    "text": "das Ganze ist extra verwirrend."
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    "text": "Für alle, die zugehört haben, wir hätten es wahrscheinlich einfach rausschneiden sollen."
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    "text": "Idee ist, was Idee ist."
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    "text": "Daniel, über was haben wir denn geschichtsmäßig, folgendmäßig in Folge fünf, drei, drei gesprochen?"
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    "end": 110.69,
    "text": "Du hast über einen Reisebericht gesprochen, von dem nicht ganz klar ist, ob die Reise wirklich jemals stattgefunden hat."
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    "end": 113.229,
    "text": "Und zwar der Bericht des Venamoun."
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    "text": "Richtig, genau."
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    "end": 121.589,
    "text": "Ein höchstwahrscheinlich literarisches Werk, ein frühgeschichtlicher Reiseroman, wenn man so will."
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    "end": 134.17,
    "text": "Schönes Feedback erhalten jetzt nicht direkt, dass wir hier erwähnen können, sondern würde ich sagen dann im nächsten Feedback, bevor wir jetzt aber weitergehen."
  },
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    "end": 136.67,
    "text": "zur Geschichte dieser Folge, zwei Dinge noch."
  },
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    "end": 146.03,
    "text": "Erstens, wer bei unserer Showbar erinnert sich vielleicht, dass wir zu Beginn, bevor es begonnen hat, haben wir so einen QR Code gehabt, zu Past Puzzle."
  },
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    "end": 155.41,
    "text": "Passt Puzzle, so ein Quiz, ein tägliches, wo man in Hand von Hinz eine Jahreszahl wissen muss, erraten quasi oder wissen."
  },
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    "end": 163.73,
    "text": "Und da hat uns der Tom Seidel, der das macht, hat uns die für unsere Show kuratiert, wenn man so will."
  },
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    "end": 174.99,
    "text": "Und Passt Puzzle, das bisher in erster Linie über den Webbrowser gegeben hat, das wird ab dem fünftzehnten Dezember, also ich glaube, es ist jetzt eh schon soweit, wird es auch als App geben."
  },
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    "end": 194.37,
    "text": "für iOS und für Android hat den Vorteil, dass man dann täglich erinnert wird daran, dieses Spiel auch zu spielen, weil ich tatsächlich, ich vergesse es immer wieder, obwohl es dann, wenn ich drauf komme, dann sehe ich so, ah ja, und das ist halt immer das Blöde bei den Dingen, die man täglich spielt oder die täglich kommen, die sind dann halt weg nach diesem einen Tag."
  },
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    "end": 199.85,
    "text": "Ich glaube, es gibt aber auch die Möglichkeit, dass man sich anmäden kann dort und dann kann man mehrere Tage machen."
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    "end": 204.67,
    "text": "Aber auf jeden Fall, coole Sache und ich freue mich, dass das dann auch als als App gibt."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Und bei Passpuzzle hilft es ja oft oder manchmal, wenn man unsere Folgen gehört hat."
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    "text": "Richtig, weil viele der Referenzen sind in Folgen von uns."
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    "text": "Noch eine zweite Sache betrifft unser Spiel Geschichten aus der Geschichte."
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    "text": "Also wir haben ein Strategiespiel herausgebracht und bislang gab es es nur in unserem Webshop unter geschichtepunkt shop und ab jetzt ist es auch auf Amazon verfügbar."
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    "text": "Ja, also wer das jetzt noch erwerben will, also jetzt noch."
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    "end": 234.43,
    "text": "wer es jetzt auch dort erwerben will, also jetzt möglich."
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    "text": "Genau."
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    "end": 242.43,
    "text": "Also wer vielleicht noch was sucht für Weihnachten, steht da vor der Tür, wird vielleicht bei dem Spiel für dich."
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    "end": 242.65,
    "text": "Genau."
  },
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    "text": "Gut, Hausmeisterliches auch besprochen."
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    "text": "Check."
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    "text": "Was würdest du sagen, Daniel?"
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    "text": "Sind wir bereit, beziehungsweise eben bereit, einer Geschichte zu lauschen?"
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    "text": "Jetzt, die Frage, bist du bereit, mir eine zu erzählen?"
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    "text": "Ja."
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    "text": "Okay."
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    "text": "Richard."
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    "end": 283.79,
    "text": "Am siebzehnten Juni, achtzehnhundertzwahlen, wird in Boston das World Peace Jubilee, ein Festival, bei dem das Ende des deutsch-französischen Kriegs gefeiert wurde, eröffnet."
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    "end": 288.43,
    "text": "Und da findet gleich zu Beginn ein Konzert der Superlative statt."
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    "end": 295.69,
    "text": "In die riesige Konzerthalle passen ursprünglich hunderttausend Menschen rein, das Boston Coliseum."
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    "text": "Steht heute nicht mehr, war fast hundertsiebzig Meter lang, hundertsieben Meter breit und zweiunddreißig Meter hoch."
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    "end": 309.01,
    "text": "Achttausend Gaslampen beleuchten den Festzahl, die Holzdecke ist blau bemalt, es ist der größte Festzahl der Welt."
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    "text": "Veranstaltet wurde das Festival vom Komponisten Patrick Gilmore."
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    "end": 330.07,
    "text": "Der ist aus Ireland in die USA ausgewandert und hat dort erst mal einige Blas-Kapellen geleitet, wie die Boston Brigade Band, bis er die nach ihm benannte Patrick Gilmour Band gründet."
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    "end": 340.51,
    "text": "Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in den USA wird Gilmour zu einem Militär-Kapellmeister, weil er sich mit seiner Capelle den Truppen der Nordstaaten anschließt."
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    "text": "Und er wird dann in Massachusetts zum Bandmaster General ernannt."
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    "text": "Und in diese Zeit fällt dann die Komposition seines bekanntesten Werks."
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    "text": "When Johnny Comes Marching Home."
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    "text": "Und da geht es um die Sehnsucht eines Soldaten nach Hause zu kommen."
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    "text": "Und ich weiß nicht, kennst du dieses Lied?"
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    "text": "Glaube nicht."
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    "text": "Die Melodie erkennst du sofort."
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    "text": "Ja, ich meine, es ist so Marschmusik."
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    "text": "Die klingt für mich oft so ähnlich, muss ich sagen."
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    "text": "Vor allem mit so flötet an."
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    "text": "ja, ich glaube."
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    "text": "Das war eine Aufnahme aus dem Jahr, der West Point Band."
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    "text": "Besser bekannt als die US Military Academy Band."
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    "text": "Ist übrigens die älteste aktive Musikkapelle der US-Armee."
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    "text": "Gibt seit, und die haben diese Version als Public Domain veröffentlicht."
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    "end": 420.33,
    "text": "Daher können Sie hier einspielen."
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    "end": 421.21,
    "text": "Sehr gut."
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    "end": 443.01,
    "text": "Das heißt, Gilmore macht sich einen Namen als Militärmusiker unter anderem durch sein erstes sogenanntes Monster-Konzert, also Monster-Konzerts, finden zu dem Zeitpunkt mehrere in den USA statt und sein erstes Monster-Konzert findet zur Amtseinführung des Governors Michael Hahn in New Orleans statt."
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    "text": "Fünfhundert Musiker stehen da auf der Bühne und es gibt einen fünftausendköpfigen Chor."
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    "text": "Fünftausend."
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    "text": "Fünftausend."
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    "text": "Das waren wir vor allem Schülerinnen und Schüler aus der Gegend, die sie da zusammen gekartet haben."
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    "text": "Das ist ein Koa,"
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    "text": "schulfrei."
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    "text": "Und weil der so ein Erfolge ist und weil mir ihm das dann auch zutraut, organisiert er kurz darauf, eighteenhundertneunundsechzig in Boston das National Peace Jubilee, wofür dann dieses Boston-Koliseum überhaupt errichtet worden ist."
  },
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    "text": "Das war ein fünftägiges Festival, um das Ende des Bürgerkriegs zu feiern."
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    "text": "Und zwei Jahre später folgt dann dort das World Peace Jubilä, das am siebzehnten Juni, eighteenhundertzehntzebzech eröffnet wird."
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    "end": 494.93,
    "text": "Und diese zwei Veranstaltungen zählen bis heute zu den größten Festivisten Musikgeschichte nicht unbedingt, was die Anzahl der Besucherinnen und Besucher betrifft, aber was die Anzahl der Musik angeht."
  },
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    "end": 501.79,
    "text": "Allein fast zwanzigtausend Sängerin und Sänger und über tausend Instrumentalisten sind dort aufgetreten."
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    "end": 506.75,
    "text": "Lange Zeit galt es als das weltgrößte Orchesterkonzert der Welt."
  },
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    "text": "Ist inzwischen aber abgelöst worden."
  },
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    "end": 518.189,
    "text": "Aktuell besteht also seit zwanzig einundzwanzig das größte Orchester der Welt aus achttausend fünfhundertdreiundsiebzig Musikerinnen und Musikern bei einem Konzert in Karakasien, Venezuela."
  },
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    "text": "Da haben sie Tchaikovskis, Slavischen Mars gespielt."
  },
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    "text": "Und alle haben tatsächlich gespielt?"
  },
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    "text": "Ich denke ja."
  },
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    "end": 535.01,
    "text": "Aber zurück zur Geschichte, beim Eröffnungskonzert, am siebzehnten Juni, die Jahrzehnte, besteht allein des Orchester aus achthundert Musikern."
  },
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    "end": 554.65,
    "text": "In einem Buch habe ich sogar gelesen, neunhundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
  {
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    "end": 561.51,
    "text": "Zwar waren mir zwanzig Subdiregenten beigegeben, aber denken Sie sich nur in meiner Lage angesichts eines Publikums von hunderttausend Amerikanern."
  },
  {
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    "end": 564.61,
    "text": "Das ist geil, zwanzig Subdiregenten."
  },
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    "text": "Das"
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    "end": 572.61,
    "text": "will ich so an General, der an seine Offiziere weitergibt, die ist dann an ihre Unteroffiziere und so weiter."
  },
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    "end": 573.27,
    "text": "Ich"
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    "end": 581.33,
    "text": "habe gelesen, dass das eventuell auch nur so ein Mythos ist mit diesen zwanzig Hilfsdiregenten, weil diese Aussage trifft er nämlich erst Jahrzehnte später."
  },
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    "end": 583.89,
    "text": "Und wir das die Jahrzehnte später veröffentlicht."
  },
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    "end": 590.49,
    "text": "Auch hat es zum Beispiel vorher einen Sturm gegeben, der die Konzerteile beschädigt hat, so dass wahrscheinlich nur sechzigtausend reingepasst haben."
  },
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    "end": 597.17,
    "text": "Und wie wir gleich sehen werden, es kamen zur Eröffnung auch nicht hunderttausend, auch nicht sechzigtausend, sondern es kamen nur dreißigtausend."
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    "text": "Aber der gerade zitierte Dirigent ist der absolute Stargast dieser Veranstaltung."
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    "text": "Er ist das Aushängeschild."
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    "text": "Sein Jubilee Waltz feiert in Boston Premiere, wobei es eigentlich kein neues Werk ist, sondern eine Zusammenstellung aus älteren Stücken."
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    "text": "Sie spielen aber bei dieser Eröffnung sein bekannteste Werk, einen Schlager."
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    "text": "Und es ist tatsächlich das erste Musikstück überhaupt, das diese Bezeichnung bekommen hat, Schlager."
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    "text": "Hast du eine Idee, welches Stück das ist oder das sein könnte?"
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    "text": "Naja, engtern Walze halt, oder?"
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    "text": "Wir hören mal rein und ich... Geh davon aus, dass du sofort weißt, um welches Stück es sich handelt."
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    "text": "Okay."
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    "text": "Ja."
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    "text": "Du hast ihn wahrscheinlich nicht nur sofort erkannt, sondern vermutlich hast du auch schon zu ihm getanzt."
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    "text": "Ja,"
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    "text": "tatsächlich immer an Silvester."
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    "text": "Sehr schön."
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    "text": "Das war also an der schönen blauen Donar oder auch einfach nur Donarwalzer von Johann Strauß."
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    "text": "der auch Walter König genannt wird."
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    "end": 705.31,
    "text": "Und auch dieses Stück können wir spielen, weil es eine lizenzfreie Version gibt, und zwar ist die veröffentlicht worden von Moose Open."
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    "end": 710.07,
    "text": "Johann Strauß nicht zu verwechseln mit seinem Vater Johann Strauß."
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    "end": 716.53,
    "text": "Genau, deshalb der eine meistens als Johann Strauß Sohn oder andere als Johann Strauß Vater bezeichnenden wird."
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    "text": "Und ja, Richard, wir machen in dieser Folge mal wieder ein bisschen Musikgeschichte und sprechen über die Geschichte des Walters."
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    "text": "Ja, sehr gut, sehr gut."
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    "end": 734.65,
    "text": "Sowohl der Musik als auch das Tanzes, weil der Walzer steht ja heute wie kaum ein anderes Kulturgut für Wien und überhaupt für die Zeit der Habsburger Monarchien."
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    "end": 737.189,
    "text": "Aber das war nicht immer so."
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    "text": "Es ist nämlich so, Walzer zu tanzen war ursprünglich äußerst verpönt."
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    "end": 749.31,
    "text": "Aber bald schon hat nicht nur der Adel, sondern vor allem auch die Politik des Drehen im Dreivierteltakt für sich entdeckt."
  },
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    "end": 763.11,
    "text": "Und der Walzer wird zu einer der bekanntesten Exportschlage der Habsburger Monarchie, weshalb Johann Strauss Vater schon Walzer-Tournee durch Europa macht und ja auch Johann Strauss Sohn als Stargast von Gilmore in die USA eingeladen wird."
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    "end": 774.91,
    "text": "Der Historiker Philipp Thier, dessen Buch, der Klang der Monarchie, das ich für diese Folge gelesen habe, der beschreibt, dass das, was die Johann Straussens machen, der beschreibt es als Habsburg Pop."
  },
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    "end": 781.39,
    "text": "Und lässt da im Grunde, also eigentlich schon mit Mozart, aber er lässt da so die Globalgeschichte der Popmusik beginnen."
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    "text": "Und an der schönen Blauen Donau wird zu einem der ersten Hits, die wirklich um die Welt gehen."
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    "end": 791.31,
    "text": "Und es ist der erste Schlager, also wirklich das erste Musikstück, das als Schlager bezeichnet wird."
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    "text": "Erst lös ich auf, warum es diese Folge gibt."
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    "text": "Warum es die jetzt gibt."
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    "text": "Diese Folge gibt es nämlich, weil... Ich mir eine Frage gestellt habe, die ich nirgendwo so direkt beantwortet gefunden habe."
  },
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    "text": "Und deshalb habe ich versucht, mir die Antwort mit dieser Folge selber zu geben."
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    "text": "Das muss sein."
  },
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    "text": "Es ist nämlich so, es ist ja oft vom Walze die Rede und es ist ja auch Johann Strauss Jahr, weil es sein zweihunderts der Geburtstag in dieses Jahr fällt."
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    "text": "Es gab in Wien ganz viele Veranstaltungen dazu und deshalb ja auch dieses Buch von Philipp Teerdes, auch nicht zufällig in diesem Jahr erschienen ist."
  },
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    "end": 847.21,
    "text": "Aber ich habe mir die Fragen gestellt, wie kommt es eigentlich, dass sowohl das einfache Volk, wo der Walzer ursprünglich herkommt, als auch der Adl und der Hof dann Walzer tanzen und sich dafür begeistern können, wo doch der Tanz zunächst mal als äußerst frivol und sogar zeitweise verboten worden ist?"
  },
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    "text": "Wie kommen diese beiden Strenge zusammen?"
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    "text": "Und das habe ich nirgendwo erklärt gefunden, weil alle erst mit Strauß anfangen und mit dem Wiener Kongress."
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    "text": "Und da ist aber quasi diese Vorgeschichte schon passiert."
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    "text": "Und mich hat jetzt die Vorgeschichte interessiert und deshalb erzähle ich dir die Vorgeschichte des Walzers."
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    "text": "Sehr gut."
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    "end": 876.43,
    "text": "Der Walzer ist nämlich heute der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze und der hat einen enormen Wandel hinter sich."
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    "end": 883.01,
    "text": "Also der gilt ja zunächst als Obstzön und heute ist er so der Inbegriff des eleganten Gesellschaftstänzes."
  },
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    "text": "Bevor wir da tiefer einsteigen, Richard, was weißt du über den Walzer?"
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    "text": "Seit ich mit meiner Frau zusammen bin, tanzen wir eigentlich fast jedes Neujahr, wenn wir gemeinsam feiern, den Walzer."
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    "text": "Meistens nicht lang genug für sie, weil die werden dann schnell müde."
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    "text": "Man denkt, ja, das reicht schon symbolisch."
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    "text": "Man kann auch nicht wahnsinnig gut tanzen."
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    "text": "Ansonsten weiß ich tatsächlich sehr wenig über Walzer."
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    "text": "Also mein Bezug zu Walzer ist, dass ihr halt in Wien wohnen und da kommst du halt nicht aus, gell?"
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    "text": "Ja."
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    "text": "Aber ansonsten weiß ich, ist das wenig über Walzer."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Das ist was, was ich vielleicht noch vorne wegschicken wollte."
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    "end": 940.97,
    "text": "Es gibt ja quasi, weiß ich nicht, ob das alle wissen, aber in Österreich gibt es quasi diese Tradition an Sylvester, um Null Uhr Walzer zu tanzen, wo er überall gespielt wird in allen Radios und wahrscheinlich auch im Fernsehen."
  },
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    "text": "Interessant ist, dass sowohl der Vater als auch der Sohn für die inoffiziellen, hübenden Österreichs verantwortlich sind."
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    "text": "Also von Johann Strauß Vater stammt ja der Radetzki-Marsch."
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    "text": "Sehr gut."
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    "end": 970.45,
    "text": "Für alle, die ihn jetzt nicht im Ohr haben oder ihn nicht kennen, da können wir ebenfalls reinhören, weil es gibt eine Aufnahme der US Marine Band aus dem Jahr twohneinzig, die man auch licensefrei benutzen kann."
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    "text": "Ja, du kennst den ja."
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    "text": "Ich kenn den ja."
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    "text": "Man vergießt so ein bisschen bei diesem beschwingten Rhythmus, dass es eigentlich Militärmusik ist."
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    "text": "Und Soldaten wirklich zu diesen Klängen in den Kampf gegangen sind."
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    "end": 1011.23,
    "text": "Was ich jetzt auch gelernt habe in der Vorbereitung ist, dass das auch der Rhythmus ist, den man in Österreich lernt bei den ersten Hilfekursen für die Herzdruckmassage."
  },
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    "end": 1013.05,
    "text": "Echt?"
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    "end": 1015.63,
    "text": "Da gibt es ja unterschiedliche Staying Alive oder so."
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    "text": "Staying"
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    "end": 1022.11,
    "text": "Alive ist bei mir wohl den... Meine erste Hilfekurse auch in der Strecke macht was, bei mir auch Stengelife."
  },
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    "end": 1025.97,
    "text": "Aber man kann auch den Radetzki-Marsch verwenden."
  },
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    "end": 1031.55,
    "text": "Der stammt aus dem Jahr und entsteht im Umfeld der März-Revolution."
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    "end": 1034.85,
    "text": "Also eigentlich im Umfeld der Niederschlagung der Revolution."
  },
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    "end": 1043.09,
    "text": "benannt ist er nämlich nach dem Feldmarschall Josef Wenzel Radetzki von Radetz, unter dessen Führung die Lombadei zurückgeobert worden ist."
  },
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    "end": 1053.69,
    "text": "Also in diesen... Also politisch unruhigen Zeiten, komponiert Strauß, also diesen Radetzki-Marsch, wie es heißt, zu Ehren des großen Feldherren und der K&K-Armee."
  },
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    "end": 1056.61,
    "text": "Ja, ist ja deswegen heute auch nicht ganz unumstritten."
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    "text": "Richtig, genau."
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    "text": "Radetzki-Marsch,"
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    "end": 1058.05,
    "text": "ja."
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    "text": "Also"
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    "end": 1061.63,
    "text": "die Aufführung auf eine unrefliktierte Art und Weise."
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    "text": "Die Frage ist natürlich was."
  },
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    "text": "Ist es tatsächlich in einem Musikstück?"
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    "text": "Kann man es von der Schöpfungsgeschichte abtrennen oder nicht?"
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    "text": "Gut, dass du das sagst, weil es gibt zwei Kritikpunkte."
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    "end": 1081.71,
    "text": "Der eine ist, dass der Radetzki-Marsch eher aus einer reaktionären Haltung geschrieben wurde, also eben um die Feldhörn und die KK-Armee zu ehren."
  },
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    "end": 1092.51,
    "text": "Und andererseits ist es so, dass dieser Marsch jedes Jahr auch das Neujahrskonzert der Wiener Philharmonika beendet, oder mit dem Wetter beendet."
  },
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    "end": 1095.87,
    "text": "Da gibt es immer wieder auch so Streitpunkte, ob die Leute klatschen sollen oder nicht."
  },
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    "text": "Da ist es aber natürlich so, weil es gibt wahrscheinlich kaum eine eingängigere Melodie und ein Rhythmus, also wie es jetzt hat gemacht, das ist schon arg."
  },
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    "end": 1114.69,
    "text": "Allerdings, der Kritikpunkt, den ich nennen will es nicht unbedingt klatschen oder nicht klatschen, sondern die spielen dort beim Neujahrskonzert eine nicht ganz unumstrittene Version."
  },
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    "end": 1120.45,
    "text": "Wie ich gelernt habe, wird nämlich ein Arrangement von Leopold Weniger verwendet aus der NS-Zeit."
  },
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    "text": "Und es gäbe wohl auch Arrangements, die näher am Original sind und von der Streisfamilie kommen."
  },
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    "end": 1130.39,
    "text": "Aber das ist eigentlich gar nicht das Thema dieser Folge."
  },
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    "end": 1136.79,
    "text": "Wobei, also der Donauwalze ist ja ebenfalls Teil des Neueerskonzerts, viele sagen der Höhepunkt des Neueerskonzerts."
  },
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    "end": 1138.61,
    "text": "Weiß ich, schaust du dir das jedes Jahr an?"
  },
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    "text": "Nicht jedes Jahr, aber es ist ja auch recht lang."
  },
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    "end": 1149.79,
    "text": "Und der erste ist, wie soll ich sagen, davon geprägt, dass man so in einem halben Dämmerzustand existiert."
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    "end": 1152.65,
    "text": "Also ungefähr scheimer."
  },
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    "text": "dieses Konzert, üblicherweise ja."
  },
  {
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    "end": 1172.39,
    "text": "Also der Donawalzer und der Radetzky-Marsch sind quasi so die inoffiziellen Nationalhymnen, wobei man sagen muss, es ist tatsächlich auch der Donawalzer verwendet worden, unabhängig nach der Programmation der Unabhängigkeit Österreichs, nachdem es noch keine offizielle Hymne gegeben hat."
  },
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    "end": 1179.59,
    "text": "Und daran wird schon deutlich, dass diese Stücke allesamt eine sehr große symbolische Bedeutung haben."
  },
  {
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    "end": 1182.45,
    "text": "Und dass sie das eben auch schon von Anfang an waren."
  },
  {
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    "end": 1187.35,
    "text": "Also die waren schon Anfang an, waren das besondere Stücke, wie man eben beim Donauwalzer gut sehen kann."
  },
  {
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    "end": 1196.51,
    "text": "Der Donauwalzer ist nämlich am fünften Februar, den Wiener Männergesangverein Uher aufgeführt worden, im Saal des Diana-Bades, im zweiten Bezirk."
  },
  {
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    "text": "Der Komponist Strauss Sohn war er aber gar nicht anwesend."
  },
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    "text": "Er hat dann später eine Konzertfassung ausgearbeitet, die ist dann im März, also einen Monat später im Volksgarten erstmals aufgeführt worden."
  },
  {
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    "end": 1220.31,
    "text": "Und die Entstehung dieses Stücks fällt ebenfalls in politisch sehr unruhige Zeiten, weil Johann Strauss Sohn verspricht dem Männergesangverein schon zwei Jahre vorher eine Komposition."
  },
  {
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    "text": "Das verzögert sich aber."
  },
  {
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    "end": 1232.45,
    "text": "Zunächst mal, weil er keine Zeit hat, weil er nämlich ab eighteenhundertsechsenfünfzig immer die Sommer in Pavlovsk verbringt in Russland, in der Nähe der Sommerresidenz des Zahn, wo er Konzerte gibt."
  },
  {
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    "end": 1237.25,
    "text": "Es macht er elf Sommer lang, bis er von Patrick Gilmore in die USA eingeladen wird."
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    "text": "Ein Jahr später, aus dem Krieg zwischen Preußen und Österreich, der für Österreich ja in einer vernichtenden Niederlage bei Königgrätz endet."
  },
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    "end": 1259.33,
    "text": "Das heißt, die Stimmung in Wien ist äußerst angespannt, die ganzen Faschingsbälle werden abgesagt und daher soll eben einer der Faschingsbälle ersetzt werden und zwar beschließen wir, dass man einen Faschingsball ersetzt mit der Uraufführung des Donauwalters."
  },
  {
    "start": 1260.95,
    "end": 1262.99,
    "text": "Und das Stück kommt von Anfang an sehr gut an."
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    "start": 1263.11,
    "end": 1274.63,
    "text": "Also eben zwei Tage später heißt es im neuen fremden Platz, am siebzehnten Februar, die Eröffnungsnummer der zweiten Abteilung war ein entschiedener Schlager."
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    "end": 1277.65,
    "text": "Und das ist die erste belegte Verwendung des Begriffs Schlager."
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    "text": "Und laut Duden kommt das Wort Schlager tatsächlich aus dem Wienerischen, nämlich im Sinne von wirklich durchschlagender Erfolg, der mit einem Blitzschlag verglichen wird."
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    "text": "Ah, ich hätte eher so einen Schenkelklopfen gedacht."
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    "text": "Ja, stimmt."
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    "text": "Haut sich so auf dem Schenkel, während man so zuhört."
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    "text": "Aber das ergibt natürlich mehr Sinn, weil ich schlage ja auch nicht immer nur so rhythmisch sind, sondern ja auch in andere Richtungen gehen können."
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    "text": "Stimmt, genau, weil Blitzschlag ist quasi der Schlag."
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    "text": "Eingeschlagen wie ein Blitzschlag, sehr gut."
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    "text": "Strauß arbeitet also nach diesem, also es gibt quasi erst diese Chor-Version."
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    "text": "dann arbeitet er in der Orchesterfassung aus und die wird dann im März im Volksgarten aufgeführt."
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    "text": "Allerdings erst mal ohne besonderen Erfolg."
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    "text": "Also da wird es wenig zur Kenntnis genommen."
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    "end": 1335.71,
    "text": "Und der Erfolg stellt sich dann erst ein, als Strauß den Walzer in sein Programm aufnimmt, für die Weltausstellung, eighteenhundertsechzehn, in Paris."
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    "end": 1339.41,
    "text": "Weltausstellung, achtzehn, sieben und sechzehn."
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    "text": "Richtig."
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    "text": "Da ist sie wieder mal."
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    "end": 1342.11,
    "text": "Da ist sie wieder mal."
  },
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    "end": 1343.97,
    "text": "Und da ist jetzt also auch Strauß dabei."
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    "text": "Es findet nämlich dort auch ein Wettbewerb der europäischen Militärkapellen statt."
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    "end": 1352.35,
    "text": "Und Strauß ist ebenfalls dabei und nimmt in sein Programm den Donarbeits mit auf."
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    "text": "Le Boe de Nup Bleu."
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    "end": 1361.19,
    "text": "Also vielleicht hat Gustave Truvet den Donarbeitser gelauscht, also seine Erfindungen auf der Weltaststellung präsentiert hat."
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    "end": 1362.91,
    "text": "Herr Vorrang."
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    "end": 1367.85,
    "text": "Eskofier vielleicht auch, als er das Essen zubereitet hat."
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    "end": 1368.67,
    "text": "Stimmt."
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    "end": 1369.91,
    "text": "Im Hintergrund lief es so."
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    "end": 1371.25,
    "text": "Der Donauwalzer."
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    "end": 1375.77,
    "text": "Ich meine, ich weiß nicht, ob er direkt dort war und essen zu, oder da mit dem Rahmen und das Ganze."
  },
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    "end": 1380.13,
    "text": "Wir waren die dritte Person, die wir auch verordnet haben bei der Wetterstelle, in den Sechzehn und Sechzehn."
  },
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    "end": 1381.09,
    "text": "Ah, Adolf Sachs."
  },
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    "end": 1382.37,
    "text": "Adolf Sachs auch, auch sehr gut."
  },
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    "end": 1386.77,
    "text": "Ach, ich stehe dir vor, die drei stehen hier vor dem Orchester Graben."
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    "end": 1387.85,
    "text": "Ja, ja, ja."
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    "end": 1389.31,
    "text": "Nostik."
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    "end": 1397.41,
    "text": "Der Donauwalzer kommt in Paris so gut an, dass die Klavierfassung bald eine Million Mal verkauft wird."
  },
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    "end": 1398.79,
    "text": "Es ist ein gigantischer Erfolg."
  },
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    "end": 1402.83,
    "text": "Ohne allerdings, dass Strauß jetzt damit reich geworden wäre."
  },
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    "end": 1409.89,
    "text": "Er hatte nämlich mit dem Vorlagen Jahresvertrag und er musste in bestimmte Anzahl an Stücke liefern und hat dafür eine vereinbarte Summe bekommen."
  },
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    "end": 1413.21,
    "text": "Finanziell muss man sich am Strauß aber dennoch keine Sorgen machen."
  },
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    "end": 1415.99,
    "text": "Er hat jetzt seine Musik trotzdem sehr gut verdient."
  },
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    "end": 1417.73,
    "text": "Zum Beispiel durch die USA-Reise."
  },
  {
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    "end": 1425.95,
    "text": "Dieses World Peace Jubilee ist zwar für den Veranstalter finanziellen Desaster, weil viel zu wenig Tickets verkauft worden sind."
  },
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    "end": 1431.45,
    "text": "Strauß selber soll angeblich vierzigtausend österreichische Golden für sein Engagement bekommen haben."
  },
  {
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    "end": 1433.73,
    "text": "Er selber spricht mal von hunderttausend Dollar."
  },
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    "text": "Die Zahl, die ich gefunden habe, waren eher zwanzigtausend Dollar."
  },
  {
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    "end": 1438.57,
    "text": "Also es kursieren sehr viele unterschiedliche Zahlen."
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    "end": 1443.31,
    "text": "Aber sowohl hunderttausend Dollar als auch zwanzigtausend Dollar sind sehr viel Geld"
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    "start": 1443.73,
    "end": 1444.39,
    "text": "zwischen der Zeit."
  },
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    "text": "Absolut."
  },
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    "text": "Also man geht davon aus... Also das"
  },
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    "end": 1447.69,
    "text": "ist jetzt noch nicht umgerechnet, oder?"
  },
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    "end": 1449.05,
    "text": "Was du hier genannt hast."
  },
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    "end": 1450.23,
    "text": "Genau, das ist nicht umgerechnet."
  },
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    "end": 1457.55,
    "text": "Inflationsbereinigt habe ich so Zahlen gelesen, gebe mir davon aus, dass er so eine halbe Million bekommen hat für diese Konzerte in den USA."
  },
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    "end": 1459.03,
    "text": "Oh, die Shit."
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    "text": "Also, ja."
  },
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    "start": 1461.13,
    "end": 1466.23,
    "text": "Und gleichzeitig wird jetzt ja an der schönen blauen Donau wirklich ein Weight-Hit, also das beschert ihm Weight Room."
  },
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    "end": 1470.49,
    "text": "Weil in Paris hört ihm nicht nur Napoleon III."
  },
  {
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    "end": 1473.63,
    "text": "zu, auch der spätere englische König Edward VII."
  },
  {
    "start": 1473.95,
    "end": 1475.91,
    "text": "wird auf ihn aufmerksam, lädt ihn nach London ein."
  },
  {
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    "end": 1483.83,
    "text": "Und die New York Times beschreibt über den Eröffnungstag in Boston, dass der Donauwalzer der größte Erfolg der ganzen Veranstaltung war."
  },
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    "start": 1483.87,
    "end": 1495.19,
    "text": "Wir haben das schon öfter thematisiert, aber Musik hatte damals ja auch einen anderen Stellenwert, weil alle Musik, die die Leute gehört haben, war zu dem Zeitpunkt noch Live-Musik."
  },
  {
    "start": 1496.47,
    "end": 1503.49,
    "text": "Also ob das zu Hause als Kammermusik war in der Kirche oder auf einem Konzert, die ganzen Tonaufzeichnungsapparate wären erst gegen Ende des Jahrhunderts erfunden."
  },
  {
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    "end": 1509.45,
    "text": "Davon erzählst du ja mehr in Folge fourhundert vierhundert achtzig Emil Berliner und die Erfindung der Musikindustrie."
  },
  {
    "start": 1510.33,
    "end": 1512.21,
    "text": "Erste Folge des Jahres zwanzig fünfundzwanzig."
  },
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    "end": 1512.73,
    "text": "Ah, sehr schön."
  },
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    "end": 1513.87,
    "text": "Da schließt sich der Kreis."
  },
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    "end": 1517.95,
    "text": "Aber lass uns mal endlich zur Geschichte des Walzers kommen."
  },
  {
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    "end": 1525.97,
    "text": "Weil, ich habe es ja schon angedeutet, als Johann Strauß den Donawalzer komponiert, ist der Walzer ja bereits gesellschaftlich völlig etabliert."
  },
  {
    "start": 1527.19,
    "end": 1530.27,
    "text": "Und es hat zu tun mit der Aufwertung der Tanzmusik zu der Zeit."
  },
  {
    "start": 1531.71,
    "end": 1538.75,
    "text": "Und da spielt der Wiener Kongress eine zentrale Rolle, weil der Kongress Tanz ist ja eine bekannte Frage, also die immer wieder zitiert wird."
  },
  {
    "start": 1540.19,
    "end": 1550.25,
    "text": "Und es ist interessant, weil sie auch eines der Zitate, die oft verkürzt werden, weil der Charles-Joseph von Ligné hat es nicht positiv gemeint, dass der Kongress Tanz."
  },
  {
    "start": 1551.35,
    "end": 1563.83,
    "text": "Der meinte eher so wegen dieser vielen geselligen Ereignisse und Bälle, schreibt er nämlich in einem Brief an Charles-Maurice de Talaron am ersten November, Der Kongress tanzt, aber er kommt nicht vorwärts."
  },
  {
    "start": 1564.73,
    "end": 1567.69,
    "text": "Er zickert auch nichts durch als der Schweiß dieser tanzenden Herren."
  },
  {
    "start": 1569.91,
    "end": 1575.15,
    "text": "Der Taliran war sicher ganz vorne mit dabei, beim Tanzen und beim Essen und all diesen Dingen."
  },
  {
    "start": 1575.67,
    "end": 1581.17,
    "text": "Wird auch sagen, er und Alexander I. der Zah sind sehr leidenschaftliche Waldzertänzer gewesen."
  },
  {
    "start": 1582.15,
    "end": 1582.53,
    "text": "Passt gut."
  },
  {
    "start": 1582.97,
    "end": 1588.83,
    "text": "Aber es steckt hinter diesem Zitat tatsächlich auch noch mehr dahinter, weil es werden nicht nur unzählige Konzerte und Bälle veranstaltet."
  },
  {
    "start": 1589.57,
    "end": 1593.19,
    "text": "Auch die Art und Weise, wie getanzt wird, ändert sich nämlich grundlegend in dieser Zeit."
  },
  {
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    "end": 1601.13,
    "text": "Weil, wenn die Monarchen wie der Zade Alexander I. Walzer tanzen, dann ist es eigentlich fast schon revolutionär."
  },
  {
    "start": 1601.19,
    "end": 1606.91,
    "text": "Weil damit erkennen sie diese Art der Populärkultur praktisch an, werden sie auf und machen sie damit hoffäig."
  },
  {
    "start": 1608.67,
    "end": 1617.51,
    "text": "Weil eng aneinander sich schnell drehend so tanzt vor der französischen Revolution die einfache Bevölkerung in den Städten vielleicht, noch das Bürgertum, aber sicher nicht der Adler am Hof."
  },
  {
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    "end": 1627.41,
    "text": "Und das Faszinierende ist, dass da in Wien und in den Zentren der Habsburger Monarchien, mit dieser neuen Bewegung, was ganz Eigenes und Neues entsteht."
  },
  {
    "start": 1627.49,
    "end": 1631.13,
    "text": "Und das ist ja genau das, was heute so zum Symbol der Habsburger Monarchie geworden ist."
  },
  {
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    "end": 1636.19,
    "text": "Es gab einige Jahrzehnte vorher schon so Vorläufer des Walzers."
  },
  {
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    "end": 1637.87,
    "text": "Da wird er noch nicht Walzer genannt."
  },
  {
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    "end": 1641.25,
    "text": "Und da wird aber diese Art des Tancens teilweise verboten."
  },
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    "end": 1646.63,
    "text": "Also, siebzehn, achtundfünfzig zum Beispiel, verbietet Maria Theresia diese Art des Tancens am Hof."
  },
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    "text": "Schön."
  },
  {
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    "end": 1649.33,
    "text": "Auch in Württemberg ist ein Verbot überliefert."
  },
  {
    "start": 1650.01,
    "end": 1652.65,
    "text": "Ebenso, siebzehnhundert, achtundvierzig in Oberösterreich."
  },
  {
    "start": 1653.63,
    "end": 1656.57,
    "text": "Aber in dieser Zeit ist noch nicht unbedingt das gemeint, was wir unter Walzer verstehen."
  },
  {
    "start": 1656.73,
    "end": 1658.03,
    "text": "Das sind mir so die Vorläufe."
  },
  {
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    "end": 1661.69,
    "text": "So, was ist das Problem am Walzer?"
  },
  {
    "start": 1661.87,
    "end": 1669.65,
    "text": "Es ist im Grunde die Sorge vor dem Sittenverfall, dieses Enge beieinanderstehen, sich schnell drehen, dabei noch vielleicht noch wirklich zum Schwitzen anfangen."
  },
  {
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    "end": 1673.17,
    "text": "Das ist viel zu nah, viel zu intim, viel zu viel Körperkontakt."
  },
  {
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    "end": 1676.13,
    "text": "Und der Walzer, das ist so ein Strang."
  },
  {
    "start": 1676.73,
    "end": 1679.85,
    "text": "kommt so vom steirischen und vom oberösterreichischem Ländler."
  },
  {
    "start": 1680.45,
    "end": 1687.81,
    "text": "Also es gibt so eine alpenländische Tradition, die sich so im späten, achzehnten Jahrhundert aus so bäuerlichen und kleinbürgerlichen Rundtänzen herausbildet."
  },
  {
    "start": 1689.55,
    "end": 1692.33,
    "text": "Und die haben alle so Namen wie Ländler, Deutscher oder Steirer."
  },
  {
    "start": 1693.91,
    "end": 1697.81,
    "text": "Und diese Tänze werden dann auf dem Land und in den Vorstädten getanzt."
  },
  {
    "start": 1698.51,
    "end": 1702.93,
    "text": "Und es gibt da auch so paar konkretere Vorläufer wie den Lang aus, zum Beispiel, der in Wien getanzt wird."
  },
  {
    "start": 1703.25,
    "end": 1704.95,
    "text": "Da dreht man sich auch schon so walzerartig."
  },
  {
    "start": 1705.81,
    "end": 1719.19,
    "text": "Und das ist eben so, ja im XVIII, spätes XVIII ist Jahrhundert, während diese Tänze beliebter, die kommen dann so in die Stadt rein langsam, und bis um die Zeit um VIII-Hundert ist aber noch nicht ganz klar definiert, wo fängt Walzer an, wo fährt er auf."
  },
  {
    "start": 1719.69,
    "end": 1728.27,
    "text": "Was man auf jeden Fall sehen kann, ist, dass dieses Drehen schon sich etabliert hat und dass es dazu auch unterschiedliche Bezeichnungen gibt, also Dreher, Schleifer oder eben Ländler."
  },
  {
    "start": 1729.55,
    "end": 1731.37,
    "text": "Zum Walzer gehört aber trotzdem noch viel mehr."
  },
  {
    "start": 1731.41,
    "end": 1753.07,
    "text": "Das ist wirklich eine, und das ist auch das Faszinieren, das ist wirklich so eine eigene harbsbürgische Erfindung, so eine Melange aus ganz vielen Traditionen, einerseits diese Alpenländische Tradition, aber auch diese, wenn man sich die Walzerkomponisten um eighteenhundert anschaut, die kommen aus Böhmen, Meeren oder Ungarn und so gibt es wirklich diese ja ganz eigene harbsbürgische Melange, die dann zum Walzer führt."
  },
  {
    "start": 1754.19,
    "end": 1760.87,
    "text": "Und das habe ich jetzt selbst ausführlich gemacht, weil es gibt bis heute so eine gewisse Überbetonung der alten ländischen Tradition des Walzers."
  },
  {
    "start": 1761.87,
    "end": 1767.53,
    "text": "Und es hat auch damit zu tun, dass der Walzer in gewissen Zeiten unbedingt was Deutsches sein sollte."
  },
  {
    "start": 1768.79,
    "end": 1771.11,
    "text": "Weil die Straußfamilie hat nämlich jüdische Wurzeln."
  },
  {
    "start": 1771.61,
    "end": 1777.11,
    "text": "Und das stellt das NS-Regime vor ein Problem, weil der Walzer und die Strauße waren sehr beliebt."
  },
  {
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    "end": 1785.05,
    "text": "Und deshalb greift Reichspropaganda-Minister Goebbels persönlich ein und der Straußstammbaum wird zur geheimen Reichssache erklärt."
  },
  {
    "start": 1786.21,
    "end": 1789.55,
    "text": "Also es wird einfach, diese jüdische Herkunft wird also versucht zu vertuschen."
  },
  {
    "start": 1791.07,
    "end": 1795.81,
    "text": "Und es ist so diese Rundtänze, die entstehen so im achtzenden Jahrhundert."
  },
  {
    "start": 1796.61,
    "end": 1802.69,
    "text": "Und es dauert so eine Weile, ich habe schon gesagt, die verbreiten sich dann eben auf dem Land und in den Vorstädten und so bis achtzendhundert ungefähr."
  },
  {
    "start": 1802.75,
    "end": 1806.25,
    "text": "Da kommen dann diese Tänze auch in den städtischen Tanzlokalen an."
  },
  {
    "start": 1807.23,
    "end": 1810.83,
    "text": "Da werden die dann in Wien und in den Vorstädten Wien werden die da getanzt."
  },
  {
    "start": 1811.37,
    "end": 1826.89,
    "text": "Aber es erklärt ja noch nicht, an der Stelle jetzt, wir sind jetzt eighteenhundert, es erklärt ja noch nicht, warum bald auch die höhere Gesellschaft den Walzer tanzt, warum dann am Wiener Kongress tatsächlich auch der ZA und wirklich so der Adel auch diesen Tanz tanzt, der eigentlich in den Vorständen getanzt wurde."
  },
  {
    "start": 1828.75,
    "end": 1835.05,
    "text": "Und es ist tatsächlich auch der Wiener Kongress, der immer wieder genannt wird, als so der Moment, wo der Walzer endgültig salonfähig wird."
  },
  {
    "start": 1836.47,
    "end": 1840.51,
    "text": "Es ist so wortwörtlich so das Paket seines internationalen Triumphzugs."
  },
  {
    "start": 1842.05,
    "end": 1848.67,
    "text": "Er war aber auch kein Teil des offiziellen Programms, aber zu später Stunde dann bei den Bellen und Tanzveranstaltungen dann äußerst beliebt."
  },
  {
    "start": 1849.77,
    "end": 1856.65,
    "text": "Aber er stammt eben nicht aus der höfischen Etikette, sondern aus einfachen Milieus und wird zunächst mal als moralische Gefahr wahrgenommen."
  },
  {
    "start": 1857.57,
    "end": 1860.95,
    "text": "Und es gibt diverse Warnungen von Ärzten, die vor allem Frauen betreffen."
  },
  {
    "start": 1861.47,
    "end": 1871.79,
    "text": "Der Wiener Arzt Zacharias Wertheim, sagt zum Beispiel, Der hier so beliebte Walzer wird noch immer nur zu oft, trotz der wiederholten Verbote, auf das Schneeste getanzt."
  },
  {
    "start": 1873.03,
    "end": 1878.75,
    "text": "Und er warnt halt vor Husten, vor Lungenentzündungen, vor verschiedenen Blutflüssen auch, vor der Schwindsucht."
  },
  {
    "start": 1879.41,
    "end": 1883.95,
    "text": "Da gibt es ganz, ganz viele Berichte von Ärzten, die vor dem Walzer tanzen waren."
  },
  {
    "start": 1885.81,
    "end": 1889.81,
    "text": "Und jetzt kann man mal zur Frage, was ist denn die besondere Situation in Wien?"
  },
  {
    "start": 1890.07,
    "end": 1895.87,
    "text": "Und wie kommt es dazu, dass der Walzer sich über die Standesgrenzen hinaus ausbreitet?"
  },
  {
    "start": 1896.85,
    "end": 1903.19,
    "text": "Und es hat damit zu tun, dass es in Wien besonders viele Gelegenheiten gibt zu tanzen, weil Josef II."
  },
  {
    "start": 1904.21,
    "end": 1913.37,
    "text": "hat in den letzten Jahren nicht nur eine generelle Erlaubnis für öffentliche Bälle erlassen und später die Öffnungszeiten der Gasthäuser auf drei Uhr morgens verlängert."
  },
  {
    "start": 1914.83,
    "end": 1922.59,
    "text": "In Wien ist es so, da umfasst eine Schankkonzession ebenfalls das Recht gegen eine Gebühr, eine Musik- und Tanzveranstaltung abzuhalten."
  },
  {
    "start": 1923.59,
    "end": 1926.51,
    "text": "Also kulturell gesehen war das in Wien eine sehr liberale Zeit."
  },
  {
    "start": 1927.31,
    "end": 1935.21,
    "text": "Und das führt dazu, dass in Wien und in seinen Vorstädten zahlreiche Lokale und Gaststädten entstehen und die veranstalten eben diese Tanzveranstaltungen."
  },
  {
    "start": 1936.53,
    "end": 1943.17,
    "text": "Es gab gleichzeitig auf der anderen Seite auch ganz viele so luxuriöse Ballsäle, wie die Mehlgrube zum Beispiel am neuen Markt."
  },
  {
    "start": 1943.59,
    "end": 1950.27,
    "text": "Das war so der Ballsaal, der dem Adel vorbehalten war oder der Apollo-Saal in Schottenfeld oder auch sehr bekannt."
  },
  {
    "start": 1950.33,
    "end": 1953.33,
    "text": "Sie gibt's ja auch noch heute die Redutensäle in der Hofburg."
  },
  {
    "start": 1954.21,
    "end": 1957.13,
    "text": "Und die haben eine sehr, die haben eine besondere Bedeutung, wie wir gleich sehen werden."
  },
  {
    "start": 1958.11,
    "end": 1960.35,
    "text": "Also in dieser Zeit, also dieses Gesetz von Joseph II."
  },
  {
    "start": 1960.83,
    "end": 1962.63,
    "text": "kommt, also siebzehnhundert, siebzehntzig."
  },
  {
    "start": 1962.73,
    "end": 1966.87,
    "text": "Und es fällt genau in die Zeit, in der sich der Walzer immer mehr verbreitet."
  },
  {
    "start": 1968.15,
    "end": 1971.91,
    "text": "Wien wird also nicht nur zur Musikhauptstadt, sondern eben auch zur Tanzhauptstadt."
  },
  {
    "start": 1972.01,
    "end": 1978.09,
    "text": "In keiner anderen Stadt in Europa konnte man zu der Zeit so viele Konzerte, Bälle oder Tanzveranstaltungen besuchen."
  },
  {
    "start": 1979.11,
    "end": 1987.83,
    "text": "Und dazu zählen übrigens auch die musikalischen Salons, die häufig von Frauen veranstaltet wurden, zum Beispiel von Maria Christiane von Thun Hohenstein."
  },
  {
    "start": 1988.63,
    "end": 1989.37,
    "text": "Sagt ihr der Name was?"
  },
  {
    "start": 1990.67,
    "end": 1990.85,
    "text": "Nein."
  },
  {
    "start": 1991.45,
    "end": 1993.61,
    "text": "Das ist die Frau vom Fürsten Lichnowski."
  },
  {
    "start": 1994.43,
    "end": 1999.25,
    "text": "Ah, den wir eher aus der Folge zu Beethoven kennen."
  },
  {
    "start": 1999.43,
    "end": 2003.27,
    "text": "Richtig, Folge fivehundertzehn Ludwig van Beethoven oder wie eine Symphonie entsteht."
  },
  {
    "start": 2003.95,
    "end": 2004.31,
    "text": "Sehr gut."
  },
  {
    "start": 2004.97,
    "end": 2006.73,
    "text": "Und jetzt kommt es also beides zusammen."
  },
  {
    "start": 2006.79,
    "end": 2015.45,
    "text": "Wir haben auf der einen Seite diese liberale Veranstaltungspolitik, auf der anderen Seite diese Drehdänze, die immer beliebter werden und sich in den Vorstädten verbreiten."
  },
  {
    "start": 2016.35,
    "end": 2019.37,
    "text": "Und in dieser Phase um eighteenhundert entsteht also jetzt so diese Urwalzer."
  },
  {
    "start": 2020.07,
    "end": 2024.03,
    "text": "Und Walzer kommt eigentlich wirklich, also leitet sich vom Walzen ab, was so viel wie Drehn heißt."
  },
  {
    "start": 2025.57,
    "end": 2031.53,
    "text": "Und ganz prägend für die Entstehung des Walzers, wie wir ihn heute kennen, sind dann zum Beispiel eine Veröffentlichung."
  },
  {
    "start": 2032.03,
    "end": 2041.55,
    "text": "vom aus Böhmen stammenden Frantisek Pechercek, aus dem Jahr eighteenhundert drei, der veröffentlicht nämlich ein Notenstück mit zwölf Dutzend Solowalzern."
  },
  {
    "start": 2043.23,
    "end": 2048.65,
    "text": "Also so für die Timeline, also so ab siebzehnhundertfünfzig werden diese Tänze immer beliebter bei denen gewalzt wird."
  },
  {
    "start": 2049.55,
    "end": 2057.71,
    "text": "Und der Walzer, wie wir ihn kennen, steht dann so um achtzehnhundert und verdrängt dann Stück für Stück auch in Adelskreisen des Manuets."
  },
  {
    "start": 2058.61,
    "end": 2064.01,
    "text": "Ich habe schon gesagt, so bis zur französischen Revolution wird es in Adelskreisen noch ganz anders getanzt."
  },
  {
    "start": 2064.09,
    "end": 2067.83,
    "text": "Und nach der französischen Revolution ändert sich eben auch beim Adel der Tanzstil."
  },
  {
    "start": 2069.69,
    "end": 2072.21,
    "text": "Und ja, so fehlt halt quasi alles wirklich zusammen."
  },
  {
    "start": 2073.61,
    "end": 2078.07,
    "text": "Weil eben um eighteenhundert so generell die Tänze sich in den Ballsälen ändern."
  },
  {
    "start": 2078.11,
    "end": 2082.01,
    "text": "Weil bislang war es eben so, es gab ganz viele diese Gruppentänze zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 2082.67,
    "end": 2087.77,
    "text": "Oder so paar Tänze, wo man so um den Tanzsaal rumgekreist ist zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 2089.31,
    "end": 2096.03,
    "text": "Aber irgendwann, zum Beispiel, wenn die Tanzzelle so voll werden, dann hat man halt sich nur noch am kleineren Raum so um sich selber gedreht."
  },
  {
    "start": 2098.75,
    "end": 2102.69,
    "text": "Und das Entscheidende ist also jetzt wirklich dieser Bruch, der mit der französischen Revolution kommt."
  },
  {
    "start": 2103.25,
    "end": 2107.17,
    "text": "Da ändert sich jetzt also so die Art des Tanzens an in europäischen Höfen."
  },
  {
    "start": 2107.81,
    "end": 2115.25,
    "text": "Und es ist also so, man hat ganz viele dieser Figur und Gruppentänze gehabt in der französisch-höfisch-alistokratischen Kultur."
  },
  {
    "start": 2116.03,
    "end": 2117.19,
    "text": "Und da kommt es jetzt also zum Bruch."
  },
  {
    "start": 2117.85,
    "end": 2124.57,
    "text": "Und der Bruch ist interessanterweise der Walzer, der dann eben spätestens am Vino-Kongress eben auch hochfähig wird."
  },
  {
    "start": 2125.69,
    "end": 2128.73,
    "text": "Das ist jetzt also eine ganz andere Art zu tanzen, weil das viel intimer ist."
  },
  {
    "start": 2129.23,
    "end": 2142.03,
    "text": "Der verdrängt vor allem dann das Menuet, das ist so der beliebteste aristokratische französische Tanz von Menupa, als du übersetzt sowas wie kleiner, zierlicher Schritt, das war so der beliebteste Gesellschaftstanz des Adels."
  },
  {
    "start": 2143.05,
    "end": 2152.03,
    "text": "Der Minuet-Tanz war tatsächlich auch noch so ein Gruppentanz, wo die sich so gegen die Uhr gestanden sind und dann so runter rumgedreht haben und abgeben und all diese"
  },
  {
    "start": 2152.09,
    "end": 2152.23,
    "text": "Dinge."
  },
  {
    "start": 2152.47,
    "end": 2154.85,
    "text": "Ja genau, diese Art der Tänze war eigentlich so das Normale."
  },
  {
    "start": 2155.25,
    "end": 2160.27,
    "text": "Aber dass man so eng aneinander steht und sich dann dreht, das war eben, das kommt neu rein jetzt."
  },
  {
    "start": 2160.71,
    "end": 2164.67,
    "text": "Minuet habe ich viele auf der Blockvötte gespielt damals, als ich gelernt habe."
  },
  {
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    "end": 2166.17,
    "text": "Wie er wirklich"
  },
  {
    "start": 2166.27,
    "end": 2166.43,
    "text": "ist."
  },
  {
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    "end": 2167.41,
    "text": "Aber nicht selber getanzt?"
  },
  {
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    "end": 2169.27,
    "text": "Nein, selber getanzt."
  },
  {
    "start": 2170.29,
    "end": 2175.79,
    "text": "Es gab schon auch so andere Tanzformen, wie zum Beispiel in Almonds am französischen Hof."
  },
  {
    "start": 2176.01,
    "end": 2183.23,
    "text": "Das war an Tanz und in Musik, die basiert auf so traditionellen Tanzformen aus Österreich und im süddeutschen Raum."
  },
  {
    "start": 2183.85,
    "end": 2190.19,
    "text": "Im Grunde bewegen sich da die Paare auch schon so mit einer bisschen engeren Tanzhaltung."
  },
  {
    "start": 2191.01,
    "end": 2197.13,
    "text": "Aber so die dominierenden Gesellschaftstänze waren eben Menouette oder diese Contrentance-Tänze, also Gruppentänze."
  },
  {
    "start": 2198.13,
    "end": 2209.03,
    "text": "Der italienische Tanzmeister Giovanni Andrea Gallini, der schreibt zum Beispiel, die Deutschen haben einen Allemont genannten Tanz, in dem Mann und Frau einen Ring bilden."
  },
  {
    "start": 2209.77,
    "end": 2215.15,
    "text": "Jeder Mann fasst seiner Partnerin um die Teile, lässt sie mit fast unverstellbarer Geschwindigkeit herumwirbeln."
  },
  {
    "start": 2215.93,
    "end": 2221.05,
    "text": "Wird dieser Tanz von einer großen Gesellschaft aufgeführt, bietet er einen der schönsten Anblicke, die man sich vorstellen kann."
  },
  {
    "start": 2222.39,
    "end": 2231.11,
    "text": "Und dann ist es also so, der Wiener Kongress ist dann ganz entscheidend dafür verantwortlich, dass der Walzer international bekannt wird, weil eben auch so viele internationale Gäste da sind."
  },
  {
    "start": 2231.97,
    "end": 2238.71,
    "text": "Und daher wird der Wiener Walzer eben unwiederbringlich seit der Zeit mit Wien und der Habsburg immer noch hier verbunden."
  },
  {
    "start": 2241.53,
    "end": 2242.71,
    "text": "Das habe ich vorher vergessen zu erwähnen."
  },
  {
    "start": 2242.77,
    "end": 2250.87,
    "text": "Der Zahn Alexander I., der tanzt am Kongress so viel Walzer, dass ihm der Kongress-Capellmeister, der Josef Wilde, sogar einen eigenen Witt mit."
  },
  {
    "start": 2251.27,
    "end": 2252.77,
    "text": "Alexander's favorite Tänze."
  },
  {
    "start": 2254.57,
    "end": 2268.79,
    "text": "Und das ist natürlich wirklich interessant, dass, aus den letzten Jahren, mit quasi dem Zahn ein eigener Walzer gewidmet, der tanzt, der, sagen wir mal, zwanzig Jahre vorher eher noch verpönt war und Tabelse noch verboten war."
  },
  {
    "start": 2270.41,
    "end": 2277.51,
    "text": "Und jetzt, dass die Frage noch offen geblieben ist, wie kommen jetzt diese Verbindungen zustande, dass also der Walzer auch was ist, was der Adl auch wirklich tanzt?"
  },
  {
    "start": 2278.21,
    "end": 2286.57,
    "text": "Weil wir haben jetzt gehört, der Walzer entsteht so Mitte des Jahrhunderts, verbreitet sich in den Vorstädten, dort wird viel getanzt, weil es diese liberale Tanzpolitik gibt."
  },
  {
    "start": 2287.65,
    "end": 2295.11,
    "text": "Gleichzeitig ändert sich aber die Tanzkultur im Adl nach der französischen Revolution und jetzt quasi verbindet sich beides miteinander."
  },
  {
    "start": 2295.89,
    "end": 2298.97,
    "text": "Und zwar auch wieder durch so eine Liberalisierung."
  },
  {
    "start": 2299.37,
    "end": 2307.69,
    "text": "Es ist nämlich so, möglich wird dieser soziale Aufstieg des Walzers durch die Redutenzähle in der Wiener Hofburg."
  },
  {
    "start": 2309.31,
    "end": 2315.13,
    "text": "Die werden nämlich ab Settzehnhundertraunzebzig bei Maskenbällen für das allgemeine Publikum geöffnet."
  },
  {
    "start": 2315.79,
    "end": 2317.55,
    "text": "Das heißt, geöffnet für alle Stände."
  },
  {
    "start": 2318.51,
    "end": 2324.21,
    "text": "Das heißt, das aufschlebende Bürgertum, das sich leisten konnte, den Eintritt zu bezahlen, die hatten jetzt Zugang zur Höfischen Elite."
  },
  {
    "start": 2324.73,
    "end": 2328.95,
    "text": "Und so mischt sich quasi jetzt auch hier der Walzerramme rein."
  },
  {
    "start": 2329.53,
    "end": 2342.87,
    "text": "Die Redutensäle werden so der neue Ort für Festlichkeiten direkt in der Hofburg, die entstehen in der Zeit unter Maria Theresia und die werden im faschigen, und fassen bis zu dreitausend Menschen."
  },
  {
    "start": 2344.61,
    "end": 2346.09,
    "text": "Und das ist jetzt also so die Quintessenz."
  },
  {
    "start": 2346.13,
    "end": 2354.89,
    "text": "Also parallel zu entwickeln sich die bürgerliche Tanzkultur in den Wirtshäusern der Vorstädte Wien und da wird eben der Walzer immer beliebter und immer mehr getanzt."
  },
  {
    "start": 2355.61,
    "end": 2360.13,
    "text": "Und oft ist da die Rede wirklich von so einem regelrechten Tanzfieber, das die Bienenbevölkerung erfasst haben soll."
  },
  {
    "start": 2361.31,
    "end": 2370.03,
    "text": "Und es heißt eben auch, und das ist oft so der Kritikpunkt, der da genannt wird, dass diese liberale Kulturpolitik die Menschen quasi ablenken sollte vom eigentlichen politischen Regime."
  },
  {
    "start": 2370.67,
    "end": 2382.17,
    "text": "Ja, aber ich meine, wenn sie ja vor allem im Regime des Metternichs eigentlich, also es ist Repressionen und Unterdrückung und so weiter, aber Leute sollen halt tanzen gehen, dann checken sie es nicht so."
  },
  {
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    "text": "Richtig, also sollen lieber tanzen gehen, statt zur Revolution gehen."
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  {
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    "end": 2386.55,
    "text": "Das ist so der."
  },
  {
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    "end": 2390.45,
    "text": "Aber im Grunde muss man auch sagen, das fällt ein bisschen später eigentlich."
  },
  {
    "start": 2390.55,
    "end": 2392.91,
    "text": "Also diese Liberalisierung setzt eigentlich schon viel früher ein."
  },
  {
    "start": 2394.91,
    "end": 2401.75,
    "text": "Und in Wien ist dann der Walzer auch deshalb so groß geworden, weil hier jetzt auch die herausragenden Walzer-Pioniere sich die Klinge in die Hand geben."
  },
  {
    "start": 2402.01,
    "end": 2403.25,
    "text": "Und zwar wirklich wortwörtlich."
  },
  {
    "start": 2403.99,
    "end": 2405.79,
    "text": "Den Franz Pechacek habe ich schon genannt."
  },
  {
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    "end": 2411.09,
    "text": "In seiner Kapelle hat Josef Wilde seine Laufbahn begonnen, der dann Kongress-Kapellmeister wird."
  },
  {
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    "end": 2419.17,
    "text": "Ebenfalls in seiner Kapelle war dann der Michael Palmer und in dessen Kapelle wiederum beginnt ein gewisser Johann Strauss seine Musikkarriere."
  },
  {
    "start": 2419.97,
    "end": 2423.99,
    "text": "Und daher wird dann auch Wiener Walzer zu einem festen Begriff, also spätestens nach dem Wiener Kongress."
  },
  {
    "start": 2425.09,
    "end": 2429.59,
    "text": "Und Strauss Vater, der das Musikimperium begründet, der ist vier Geboren."
  },
  {
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    "end": 2435.91,
    "text": "Deshalb meine ich auch vorhin so, in dem Moment, wo er seine Karriere beginnt, gibt es den Walzer schon als Walzer, wie wir ihn kennen."
  },
  {
    "start": 2435.97,
    "end": 2436.89,
    "text": "Da hat er sich schon etabliert."
  },
  {
    "start": 2436.93,
    "end": 2440.17,
    "text": "Also er selber, er macht ihn natürlich groß und prägt ihn."
  },
  {
    "start": 2440.67,
    "end": 2444.31,
    "text": "wie nur wenige sonst, aber die Vorgeschichte des Walzes beginnt viel früher."
  },
  {
    "start": 2446.53,
    "end": 2463.43,
    "text": "Bei Straußvater ist es so, dass sein Vater, der es wird, die Eltern sterben recht früh, der Sohn wächst dann in ärmlichen Verhältnissen auf, macht dann eine Lehre zum Buchbinder, lernt Geige spielen und beginnt dann als Tanzgeiger einer Wirtshauskapelle und wird dann innerhalb kurzer Zeit zu zur führenden Figur der Wiener Unterhaltungsmusik."
  },
  {
    "start": 2464.03,
    "end": 2464.15,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 2464.89,
    "end": 2468.57,
    "text": "man kann sagen, er macht den Walzer groß, ebenso übrigens wie Josef Lanna."
  },
  {
    "start": 2469.31,
    "end": 2472.85,
    "text": "Das sind so die beiden großen Namen zum Aufstieg des Walzers als Massenphänomen."
  },
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    "text": "Die beiden haben auch ein gemeinsames Denkmal."
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    "text": "Die goldene Johann Strauß-Statue im Wiener Stadtpark, die zeigt die Johann Strauß-Sohn."
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    "text": "Und er ist dann derjenige, der den Walzer halt zum Höhepunkt führt mit dem Donarwalzer."
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    "text": "Aber worauf ihn noch in Auswahl ist, wie sich mit dem Walzer oder mit der Familie Strauss auch die komplette Musikindustrie quasi noch mal völlig verändert."
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    "text": "Weil es entscheidend ist, Johann Strauss Vater, der macht nicht nur Turnéen, der revolutioniert wirklich das ganze Musikgeschäft."
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    "text": "Also der veranstaltet zum Beispiel auf eigene Kosten, große Feste, Konzerte und mit der Strauss-Familie setzt wirklich ein neues Level an Kommerzialisierung von Musik ein."
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    "text": "Also der Walzer nicht nur als Tanzmusik, sondern auch als Konzertmusik läuft dann allen anderen Musikveranstaltungen wie der Opa oder so voll in Rang ab."
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    "text": "Die Walze wundern auch immer länger, so dass man auch eben Konzert-Afführungen machen konnte damit."
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    "text": "Und wenn man sich so Leute anschaut wie Heiden, Mozart oder Beethoven, dann hat sich der Musikmarkt innerhalb kurzer Zeit mit den Straußens völlig verändert."
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    "text": "Also Johann Strauß komponiert nicht mehr für den Metzenen oder für den Hof, sondern wirklich potenziell für den Massenpublikum."
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    "text": "bei Beethoven, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der stirbt, der."
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    "text": "gibt es da noch einen zusätzlichen Termin am Donnerstag."
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    "text": "Und was sich auch ändert ist, die Art des Komponierens."
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    "text": "Also da gibt es wirklich so die Idee, so jede Woche einen neuen Hit zu liefern."
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    "text": "Strauss zum Beispiel Strauss' Vater beginnt, zum Beispiel oft nur noch Melodien zu notieren, die dann von den Mitteln in der Kapelle ausgearbeitet werden."
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    "text": "Und ja, die Tournee habe ich schon erwähnt, also Strauss-Vater wird, die ist sich nach Ungarn eingeladen, die erste Tournee eines Tanzorchesters überhaupt."
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    "text": "Der macht dann auch später eine Tournee nach Sachsen und Preußens, folgt eine Tournee nach Bayern, Württemberg und dann so, ja, noch eine größere Tour nach London, wo er neunundsebzig Auftritte hat."
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    "text": "Danach weiter durch England und Irlandtourt, vierzehn Monate lang, da ist er unterwegs und am Ende ist er so geschwächt, dass er bei seinem Auftritt in Calais, also eigentlich wieder zurück will, zusammen bricht."
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    "text": "ein echter internationaler Star, also in seiner Hochphase beschäftigt er fast zweihundert Musiker."
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    "text": "Das führt aber insgesamt halt auch so zur Vormachtsstellung in Musik und Kultur mit Wien als europäischer Musikhauptstadt."
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    "text": "Und das war extrem wichtig für das Selbstverständnis der Habsburger Monarchie und war derart wirkmächtig, dass es ja quasi bis heute funktioniert."
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    "text": "Und nachdem sich dann der Walze etabliert hat, macht ihn Straußvater groß."
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    "text": "Und Gilmore will Strauss eigentlich auch schon, also auch schon, für das nationale Friedensfest engagieren."
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    "text": "Aber da sagt Strauss noch ab, weil er da in Pavlovsk bei der Sommerresidenz des Zahn-Konzerte geben muss."
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    "text": "Im Herbst, der Hitzinger Willer von Strauss Sohn steht, und Gilmore lockt ihn jetzt mit dem größten Konzert aller Zeiten, in der größten Halle der Welt, mit dem größten Orchester und dem größten Chord der Welt."
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    "text": "Oder kann Strauss jetzt nicht mehr hinein sagen?"
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    "text": "Also der kommt wirklich sehr knapp nach Beendigung des Kriegs von eighteen, siebzig, eilund, siebzig, oder?"
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    "text": "Und Gilmore lockt ihn jetzt mit dem größten Konzert aller Zeiten, in der größten Halle"
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    "text": "der Welt, mit dem größten Orchester und dem größten Chord der Welt."
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    "text": "Oder kann Strauss jetzt nicht mehr hinein sagen?"
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    "text": "Also der kommt wirklich sehr knapp nach Beendigung des Kriegs von eighteen,"
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    "text": "Genau."
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    "text": "Im Herbst, der Hitzinger Willer von Strauss Sohn."
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    "text": "Und Strauß sagt zu, obwohl er eigentlich sich sehr stark ziert, um auf das Schiff zu gehen, also gibt es so Geschichten, dass er mehrfach schon absackt und dann wird ihm gedroht mit Vertragsstrafen oder ein Pferd aber trotzdem."
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    "text": "Und interessant ist auch, dass eigentlich noch ein Engagement hat in Russland, ja, in Pavlovsk."
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    "text": "Und das eigentlich finanziell überhaupt keinen Erfolg für den Game War, werden die Kosten für die Tickets immer wieder reduziert."
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    "text": "am Ende, kommt man für einen Dollar rein."
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    "text": "Am Eröffnungstag heißt es sind auch nur dreißigtausend Leute gekommen, obwohl es sechzigtausend reingepasst hätten."
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    "text": "Vor dem Klavierstück, das am ersten Tag gespielt wird, heißt, da hat niemand was gehört."
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    "text": "In den Zeitungen wird die Veranstaltung bald als Boston Noise bezeichnet."
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    "text": "Das könnte auch eine moderne Schare sein."
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    "text": "diesem Festival steht Johann Strauss so ein sechzehnmal auf der Bühne."
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    "text": "Vermutlich nicht immer das komplette Konzert, also wahrscheinlich kommt er nur immer für zwei, drei Walzer auf die Bühne und geht dann wieder."
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    "text": "Um zehn Uhr beginnen jeden Tag die Proben oder um fünfzehn Uhr Nachmittag beginnt dann das Konzert."
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    "text": "Zweimal gibt es einen Ballabend, den ersten am sechsenzwanzigsten Juni mit ungefähr fünfundzwanzigtausend Gästen."
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    "text": "Unter anderem ist der US-Präsident Grant dabei."
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    "text": "Den dirigieren Gilmore und Strauss."
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    "text": "Da ist das Orchester immerhin vierhundert Musiker stark."
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    "text": "Das ist auch immer noch natürlich ein riesiges Orchester."
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    "text": "Dieses Spektakel endet dann am vierten Juli und bei der Rückfahrt gibt er dann noch drei Konzerte in New York, bevor er sich dann auf den Weg nach Europa zurückmacht."
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    "text": "Es geht nicht direkt nach Wien, sondern erst für sechs Wochen für ein weiteres Engagement nach Baden-Baden."
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    "text": "Er bleibt dann aber länger in Baden-Baden, weil in Wien gerade die Cholera wütet."
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    "text": "Und dazu gibt es auch eine eigene Folge, nämlich Folge threehundert vierzehn, eine kurze Geschichte der Cholera."
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    "text": "Verpasst er dann die Weltausstellung auch?"
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    "text": "Ist eine gute Frage, ob er dann noch zur Weltausstellung kommt."
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    "text": "Das Schiff bei der Rückfahrt heißt übrigens passenderweise Donau."
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    "text": "Und als die Passagiere sehen, wer hier an Bord ist, wird im Hannoverischen Kurier geschrieben, er klingt mehrmals täglich der Donauwalzer."
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    "text": "Und in der Zeitung wird er dann noch zitiert mit, als Strauß von Bord ging, äußerte er scherzhaft, dass er den Text des Walzers jetzt ändern werde."
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    "text": "Denn er für seinen Teil wäre in Zukunft nicht mehr an der schönen blauen Donau sagen, sondern mit Schrecken denke ich an die Donau."
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    "text": "Also, das Schiff-Donau."
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    "text": "Mit Schiffen denke ich an die Donau."
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    "text": "Kann man sich vorstellen, wenn er da am Bord ist und jedes Mal so, ah, okay, nochmal, nee, nee, nee, nee."
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    "text": "Kann ich mal sehr gut vorstellen."
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    "text": "Ja, Richard, das war meine Geschichte über den Walzer und warum er zunächst verpönt war, sogar verboten wurde und sich zum großen Exportschlager der Habsburger Monarchie entwickelte und bis heute getanzt wird."
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    "text": "Ja, vorragend."
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    "text": "Tatsächlich ein Exportschlager."
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    "text": "Und der erste, wenn wir so wählen."
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    "text": "Eine großartige Sache."
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    "text": "Schau, das ist auch so ein Ding, ein Walzer, wenn man in Wien lebt."
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    "text": "Und grundsätzlich, wenn man im deutschsprachigen Raum kennt, das ist sehr gegenwärtig."
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    "text": "Aber so die Geschichte, warum und das hast du auch gesagt, dass... die meisten Geschichten des Waldes halt mit den Strauß beginnen oder mit dem Sohn eigentlich."
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    "text": "Eigentlich ist das Interessante, wie es überhaupt dazu kommt."
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    "text": "Ja, genau, ja."
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    "text": "Hervorragend."
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    "text": "Sehr schön."
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    "text": "Und ich finde, es ist auch richtig, dass du das machst, diese Geschichte und nicht ich."
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    "end": 2975.19,
    "text": "Das wäre zu trivial."
  },
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    "text": "Wenn ich als in Wien leben, was über den Wald zu macht, das musst du"
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    "text": "machen."
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    "text": "Ja, ich habe tatsächlich überlegt, so darf ich das machen, ist das eine Geschichte, aber ich dachte mehr."
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    "end": 2983.77,
    "text": "Darf"
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    "text": "ich das machen?"
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    "text": "Es ist Cultural Appropriation."
  },
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    "text": "Ich glaube nicht."
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    "end": 2999.11,
    "text": "Der Hinweis gab es diesmal tatsächlich keine nicht, ich bin nämlich über das Thema gestolpert, weil ich, es ist ja Straußjahr twenty-fünfundzwanzig dieses Jahr."
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    "text": "Weil eben Strausssohn, der ist ja im Jahrzehnt."
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    "text": "Und daher ist das Buch, der Klang der Monarchie erschienen, eine musikalische Geschichte des Habsburgereichs von Philipp Thea."
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    "end": 3014.93,
    "text": "Und ich weiß nicht, ob du Philipp Thea kennst."
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    "text": "Nein."
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    "text": "jeder vom Lesen noch persönlich."
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    "text": "Der ist Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte an Uni Wien."
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    "text": "Lustig."
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    "text": "Also er wirklich erzählt die Geschichte des Habs-Übergereichs anhand der Musikstücke."
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    "text": "Und im Buchpreis sind auch drei Monate Streaming inkludiert."
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    "text": "Also man kann sich quasi das Buch lesen und parallel die Stücke dazu hören, die dann mit QR-Code immer verlinkt sind."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Und er nennt es auch vertontes Buch."
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    "text": "Fantastisch."
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    "text": "Sehr gute Idee."
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    "text": "Schau, wir haben ja auch QR-Cords in unserem Buch."
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    "text": "Ja."
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    "text": "Aber die führen zu unseren Folgen."
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    "text": "Das ist auch vertogen."
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    "text": "Stimmt."
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    "text": "Und ja, deshalb gibt es quasi diese Folge, weil ich dann mir gedacht habe so, ja okay, der Walter ist was Verpöntes, aber beim Wiener Kongress tanzen ihm plötzlich alle."
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    "text": "Und dann dachte ich mir, das will ich jetzt gerne verstehen."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Und was ich wirklich interessant finde ist, dass der Walzer und das, was drumherum steckt, diese Musik dann auch, die wir heute so als, ja, die uns heute so an die Habsburg auch noch hier erinnert, dass die schon immer politisch war."
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    "text": "Also die ist nicht nur... heute politisch, sondern die Wahrsache damals schon."
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    "text": "Ich glaube, es ist ja auch diese Musik als politisches Instrument und so weiter."
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    "text": "Da habe ich ja auch schon in meiner Folge über die dritte Symphonie vom Beethoven drüber gesprochen."
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    "text": "Vor allem im Zuge der französischen Revolution wird die Musik natürlich auch sehr politisch und wird vor allem auch für politische Belange verwendet."
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    "text": "Absolut, genau."
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    "text": "Also bei Beethoven sieht man das dann ja auch an der dritten Symphonie, die er dann ja auch unbenennt."
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    "text": "Und man sieht selber eben auch bei sowas wie den Walzer, den man eigentlich ja nur der Populärkultur eigentlich zuordnet."
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    "text": "Interessant ist aber, dass der Walzer eine derartige Popularität hat, dass er ja bis heute für Wien, für die Habsburg-Omer Monarchie steht und wie kein anderes Kulturgut eigentlich ja immer noch so ein Exportschlager ist."
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    "text": "Und seit zehnt zwanzig siebzehn auch immaterielle Skulpturerbe ist."
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    "text": "Und der Walzer eben sich als Gesellschaftstanz auch halten konnte und eben immer noch getanzt wird."
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    "text": "Und das ist tatsächlich so der der älteste Gesellschaftstanz, den wir heute tanzen."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Ich hab noch gar nicht gefragt, wie ich schatze mit dir aus."
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    "text": "Die Basic-Variante."
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    "text": "Und das ist wahrscheinlich auch das Geheimnis des Walzers, dass die Basic-Variante so diese erste Schrittfolge relativ einfach ist."
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    "text": "Ja."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Und natürlich dann mehr Komplexität mit reinkommen kann, aber das gar nicht muss, sondern ich glaube, den Walzer kann man auch so relativ, weil man eben durch dieses schwingende Drehen, glaube ich, deshalb macht das wahrscheinlich auch so viel Spaß."
  },
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    "text": "Ja, also muss auch niemand am Preis gewinnen beim Tanzen."
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    "text": "Also,"
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    "text": "es ist"
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    "text": "ein Wettbewerber, aber ansonsten denke ich, solange mal diese Basics und es einem Spaß macht."
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    "text": "Aber vielleicht bin ich da zu permissiv."
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    "text": "Immer wenn ich so relativierend zu solchen Dingen, dann kriegen wir wieder so ... ... zwanzig Mails, so, ja, ist dir nicht klar, wie wichtig es ist, dass Tänze richtig ausgeführt wird."
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    "text": "Ja das Schöne ist, wenn wir weiter tanzen, dann schaut uns niemand so genau auf die Füße hin."
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    "text": "Das ist aber falsche Schötfolge."
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    "text": "Im Zweifel halt, wenn man auf die Füße von jemandem anders latscht, das ist natürlich unangenehm."
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    "end": 3232.89,
    "text": "Das wäre der Punkt, wo er auch sagen wird, ja, sobald ... quasi die Fußfreiheit, dann ist anderen eingeschränkt wird."
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    "text": "Da ist das Ende deiner freien Verfügung über Tanzborn."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Weil ich ja schon bei der Literatur war, vielleicht noch ein zweites oder ein drittes Buch sogar."
  },
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    "end": 3251.65,
    "text": "Speziell zu Johann Strauß und der Reise in den USA oder seinem Konzert in den USA gibt es das Buch Johann Strauß, amerikanische Reise von Bernhard Ecker und Peter Hoseck."
  },
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    "end": 3256.77,
    "text": "Und es gibt noch eine Straußbiografie, das ist die aktuelle von Michael Lemster."
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    "end": 3261.05,
    "text": "Er heißt Straus, eine Wiener Familie revolutioniert die Musikwelt."
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    "end": 3267.65,
    "text": "Das ist das, was ich jetzt am Ende noch so ein bisschen angedeutet habe, dass sich wirklich so die Musikindustrie quasi nochmal ändert durch die Straus-Familien."
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    "text": "Tja, Richard, und am Schluss darfst du dir jetzt noch aussuchen, welches der drei Stücke wir als Auto verwenden?"
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    "text": "Naja, ich würde sagen, da müssen wir schon den Donnerwald zunehmen, oder?"
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    "start": 3286.67,
    "end": 3287.87,
    "text": "Machen wir noch ein Feedback-Inverse-Blog."
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    "text": "Gut."
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    "start": 3290.17,
    "end": 3294.43,
    "text": "Wer Feedback geben will zu dieser Folge oder anderen, kann es per E-Mail machen."
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    "end": 3298.77,
    "text": "Feedback.ed-Geschichte.fm kann es auf den diversen Social-Media-Plattformen tun."
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    "start": 3298.81,
    "end": 3303.25,
    "text": "Dort heißt man Gemeinhin-Geschichte.fm außer im Fediverse."
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    "end": 3308.73,
    "text": "Da gibt man Geschichte.Social in einem Browser ein und ladet dann auf unserem Mast oder Profil."
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    "start": 3309.63,
    "end": 3316.37,
    "text": "Und wer uns Reviewen will, Sterne vergeben und solche Dinge kann es überall... dort tun, wo man Podcasts bewerten kann,"
  },
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    "end": 3316.99,
    "text": "vor"
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    "text": "allem aber auf Apple Podcast."
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    "end": 3338.33,
    "text": "Und wer direkt in Folgen kommentieren will, ein bisschen Hintergrund-Infos lesen will, einfach Hintergrund-Infos auch zum Podcast kriegen will, das gibt es alles auf Campfire FM, einfach auf joincampfire.fm gehen, die App installieren und dann unsere Community beitreten."
  },
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    "end": 3348.91,
    "text": "Wer gerne ein Strategiespiel spielen will, das den Namen dieses Podcast trägt, nämlich Geschichten aus der Geschichte, hat die Möglichkeit, das unter geschichte.shop und auf Amazon zu erwerben."
  },
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    "end": 3352.23,
    "text": "Auf geschichte.shop gibt es noch weiteren Merch von uns."
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    "end": 3355.37,
    "text": "Dann gibt es zwei Möglichkeiten, diesen Podcast werbefrei zu hören."
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    "end": 3360.67,
    "text": "Bei Apple Podcast gibt es den Kanal Geschichte Plus und bei Steady kann man sich den Feed kaufen für vier Euro im Monat."
  },
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    "start": 3361.03,
    "end": 3363.05,
    "text": "Da gibt es alle Infos unter geschichte.fm."
  },
  {
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    "end": 3393.99,
    "text": "Wir bedanken uns in dieser Woche bei Melanie, Marc, Paul, Sören, Hussein, Alexander, Barbara, Floris, Marius, Martin, Jose, Andreas, Katrin, Sophie, Joel, Henning, René, Philipp, Irene, Tobias, Denise, Susanne, Nikolas, Andreas, Christopher, Miriam, Cody, schau Cody, das ist wahrscheinlich unser Cody."
  },
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    "end": 3395.99,
    "text": "Ja, Kaudi, der ein Telf war."
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    "text": "Danke, Kaudi."
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    "end": 3404.53,
    "text": "Lukas, Michael, Barbara, Pauline, Marie und Petra."
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    "text": "Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung."
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    "text": "Ja, vielen herzlichen Dank."
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    "end": 3411.71,
    "text": "Und danke an Lene Kiebal fürs Schneiden dieser Folge."
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    "end": 3415.61,
    "text": "Tja, Richard, und dann würde ich sagen, machen wir das, was wir immer machen."
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    "text": "Richtig, geben wir dem einen das letzte Wort, der sie immer hat und der sicher auch."
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    "text": "... im Laufe seines Lebens eine Gewalze getanzt"
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    "text": "hat."
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    "text": "Sicher, später ist es in seinem Opernbau."
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    "text": "Ja."
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    "text": "Und weil es gerade so gut passt zu Kreisky und Ball Henrik, hat uns einen Dekorationsteller geschickt, einen satirischen, mit Bruno Kreisky drauf."
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    "end": 3450.89,
    "text": "Und es ist ganz lustig, der ist so zu sehen im Frag, mit der Scherpe, mit der österreichischen und unterschiedlichen Orden und dazu ... Jetzt runterum ein Zitat steht, Bruno Kreisky."
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    "text": "Die Rache der Geschichte an jungen Revolutionären besteht darin, dass sie in späteren Jahren mit Frack und Orden zum Opernball gehen müssen."
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    "text": "Was sieht hier, wie er sich so aus dem normalen Anzug schält und trägt an diesen, doch ist wahrscheinlich ein Frack, aber du bist da der Experte und eben etliche Orden und dann noch so Art Schmetterlingsflügel in rot-weiß-rot."
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    "text": "Sehr schön."
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    "text": "Fantastisch."
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    "text": "In diesem Fall also."
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  },
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    "end": 3486.23,
    "text": "Bruno Kreisky."
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    "text": "Lernst bis vor Geschichten."
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    "end": 3496.39,
    "text": "Lernst bis vor Geschichten und werden sehen, wie er sich damals entrichtet hat."
  },
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    "text": "Wie er sich damals entrichtet"
  },
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    "start": 3678.85,
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    "text": "hat."
  }
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