[
  {
    "start": 3.02,
    "end": 19.08,
    "text": "Hallo und herzlich willkommen bei Geschichten aus der Geschichte."
  },
  {
    "start": 19.72,
    "end": 20.8,
    "text": "Mein Name ist Richard."
  },
  {
    "start": 21.04,
    "end": 22.34,
    "text": "Und mein Name ist Daniel."
  },
  {
    "start": 24.22,
    "end": 30.26,
    "text": "Und wir sind zwei Historiker, die sich hier Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte erzählen."
  },
  {
    "start": 30.36,
    "end": 30.9,
    "text": "Gegenseitig."
  },
  {
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    "end": 33.34,
    "text": "Und zwar immer so, dass der eine nie weiß."
  },
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    "start": 34.16,
    "end": 35.66,
    "text": "was der Andere im Herzen wird."
  },
  {
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    "end": 36.46,
    "text": "Richtig."
  },
  {
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    "end": 42.68,
    "text": "Diesmal ist es wieder ein bisschen anders, weil wir haben angefangen, Hörbücher zu veröffentlichen."
  },
  {
    "start": 42.72,
    "end": 43.0,
    "text": "Hörbuch folgen."
  },
  {
    "start": 43.04,
    "end": 43.76,
    "text": "Erklär mal, was es damit auf sich hat."
  },
  {
    "start": 43.8,
    "end": 50.52,
    "text": "Wir haben im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September,"
  },
  {
    "start": 50.56,
    "end": 60.44,
    "text": "im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September, im September."
  },
  {
    "start": 60.48,
    "end": 62.3,
    "text": "aus diversen Gründen hat sie das nicht ergeben."
  },
  {
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    "end": 68.3,
    "text": "Und jetzt werden wir die Geschichten selber einlesen und sich hier als Folgen präsentieren."
  },
  {
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    "end": 69.7,
    "text": "Und es sind ja neue Geschichten."
  },
  {
    "start": 69.74,
    "end": 73.74,
    "text": "Das heißt, es sind keine Geschichten, die schon mal hier im Podcast erzählt wurden, außer einer."
  },
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    "text": "Genau, aber das haben wir schon"
  },
  {
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    "text": "hinter uns."
  },
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    "text": "Ja, genau."
  },
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    "text": "Die wurde"
  },
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    "end": 78.22,
    "text": "schon in einer Vorherrung folgen."
  },
  {
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    "end": 78.42,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 78.5,
    "end": 79.92,
    "text": "war Hörberfolge zwei."
  },
  {
    "start": 80.4,
    "end": 81.92,
    "text": "Jetzt folgt Hörberfolge drei."
  },
  {
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    "end": 82.96,
    "text": "Ganz genau."
  },
  {
    "start": 83.5,
    "end": 86.8,
    "text": "Vielleicht zur Erklärung auch, weil du hast gesagt, unser Buch hieß Geschichten aus der Geschichte."
  },
  {
    "start": 86.84,
    "end": 88.78,
    "text": "Das hat er einen ziemlich langen Untertitel."
  },
  {
    "start": 89.9,
    "end": 95.4,
    "text": "nämlich eine Reise um die Welt zu außergewöhnlichen Persönlichkeiten, vergessenen Ereignissen und sagenhaften Entdeckungen."
  },
  {
    "start": 95.58,
    "end": 114.08,
    "text": "Also es geht ums Reisen um die Welt aus unterschiedlichsten Gründen und das ist so der Kern der meisten Geschichten, die wir in diesem Buch erzählen oder geschrieben haben und die wir jetzt vorlesen und dann danach auch noch ein bisschen darüber reden, wie wir es üblicherweise bei Geschichten machen, die wir hier in diesem Podcast erzählen."
  },
  {
    "start": 114.9,
    "end": 115.1,
    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 115.66,
    "end": 118.96,
    "text": "Also der Unterschied ist, dass es diesmal zwei Geschichten sind in so einer Hörbuchfolge."
  },
  {
    "start": 119.98,
    "end": 122.02,
    "text": "Und halt schön ausformuliert für ein Buch."
  },
  {
    "start": 122.18,
    "end": 122.36,
    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 124.44,
    "end": 125.42,
    "text": "Kann herumgestammelt."
  },
  {
    "start": 125.72,
    "end": 127.9,
    "text": "Eine Win-Win-Situation."
  },
  {
    "start": 129.18,
    "end": 132.08,
    "text": "Und Richard, ja, gibt Feedback zur Folge fivehundundzwanzig?"
  },
  {
    "start": 133.18,
    "end": 134.42,
    "text": "Es gibt Feedback."
  },
  {
    "start": 134.54,
    "end": 147.48,
    "text": "eine Sache, die nur kurz ansprechen, weil manche Hörerinnen und Hörer waren irritiert, ob meine Verwendung des Wortes Schämel für diesen lehnenlosen Stuhl, und haben gesagt, ja, aber wäre da nicht Hocker besser gewesen."
  },
  {
    "start": 148.3,
    "end": 156.18,
    "text": "Tatsächlich Schemel und Hokusin ja synonym verwendbar und es gibt aber natürlich regionale Präferenzen für die unterschiedlichen Bezeichnungen."
  },
  {
    "start": 156.82,
    "end": 159.88,
    "text": "Ich habe ja aus einem Grunde eine andere Übersetzung als üblich"
  },
  {
    "start": 159.94,
    "end": 160.12,
    "text": "ist im"
  },
  {
    "start": 160.2,
    "end": 170.02,
    "text": "Deutschen, nämlich goldene Stuhl verwendet, weil es im Original eben kein... Stuhle, so wie wir das kennen mit Lene, sondern es ist tatsächlich ein Schemel oder ein Hocker."
  },
  {
    "start": 170.1,
    "end": 180.72,
    "text": "und ich habe mich deswegen für Schemel entschieden, weil wenn man diesen goldenen Schemel sieht, dann ist er recht nieder und hat zum Beispiel auch wenig mit solchen Barhockern zu tun."
  },
  {
    "start": 180.78,
    "end": 183.54,
    "text": "und das wäre immer meine erste erste Situation, wenn man von einem Hocker spricht."
  },
  {
    "start": 184.16,
    "end": 191.78,
    "text": "Aber viel davon ist natürlich eigene Präferenz und ich habe aber zu meiner Verteidigung auch gelesen, dass"
  },
  {
    "start": 192.08,
    "end": 192.72,
    "text": "grundsätzlich"
  },
  {
    "start": 192.78,
    "end": 197.68,
    "text": "diese deutsche Übersetzung als goldener Stuhl schon kritisiert wird auch."
  },
  {
    "start": 198.44,
    "end": 205.14,
    "text": "Und dass hier zum Beispiel goldener Thron Schämel eine Übersetzung wäre und eher mehr halt für den goldenen Schämel entschieden."
  },
  {
    "start": 206.7,
    "end": 211.82,
    "text": "Ich bin mir gar nicht sicher, als Schämel war es im Süden Deutschlands und in Österreich üblich ist."
  },
  {
    "start": 212.3,
    "end": 215.8,
    "text": "Ich glaube in Österreich sagt man eher Hocker als Schämel."
  },
  {
    "start": 216.32,
    "end": 220.94,
    "text": "Aber wie gesagt, für unterschiedliche, also Schemel zum Beispiel, der ist die Assoziation immer, dass es niedriger ist."
  },
  {
    "start": 221.02,
    "end": 228.8,
    "text": "und deswegen habe ich es auch gewählt, weil wenn man den sieht, der ist sehr niedrig und ist ja auch tatsächlich nicht wirklich zum Sitzen gedacht."
  },
  {
    "start": 230.5,
    "end": 243.82,
    "text": "Und wenn man sich zum Beispiel die Assante-Flage anschaut, in der ja auch ein goldener Schemel abgebildet ist, also dann ist das, eines ist das für mich, wenn ich es sehe, als erstes immer Schemel und nicht Hocker assoziiert hat."
  },
  {
    "start": 245.7,
    "end": 252.34,
    "text": "Erste Assoziation, wenn du sagst Schemel, dann denke ich an diesen Hocker, den man benutzt, am Bauernhof, um Kühl zu melken."
  },
  {
    "start": 252.96,
    "end": 253.18,
    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 253.7,
    "end": 258.0,
    "text": "Es gibt lustige Weise, glaube ich, auch in der Schweiz den goldenen Schemel als Auszeichnung."
  },
  {
    "start": 260.339,
    "end": 261.56,
    "text": "Und da ist es ein Melkschemel."
  },
  {
    "start": 261.92,
    "end": 274.02,
    "text": "Aber wie gesagt, für mich ist die erste Assoziation Schemel gewesen und ich glaube auch zumindest bei jenen, die nach Alternativen zum goldenen Stuhl gesucht haben, auch in der akademischen Forschung, ist es eher Schemel als Hocker."
  },
  {
    "start": 274.62,
    "end": 280.8,
    "text": "Und wenn ich Hocker höre, dann hat das für mich auch, wie soll ich sagen, klingt das nach viel weniger als ein Scheme."
  },
  {
    "start": 284.48,
    "end": 293.0,
    "text": "Aber ja, wie gesagt, im Original bezeichnet es eben tatsächlich keinen Stuhl und deswegen das erste wollte ich es nicht als Stuhl bezeichnen."
  },
  {
    "start": 293.3,
    "end": 297.22,
    "text": "Ist das einer der False Friends, weil es ja im Englischen auch Stuhl heißt?"
  },
  {
    "start": 297.34,
    "end": 297.74,
    "text": "Stuhl,"
  },
  {
    "start": 297.98,
    "end": 303.82,
    "text": "könnte man so sagen, ist natürlich dasselbe Wurzel, aber die heutzutage natürlich die Verwendung anders."
  },
  {
    "start": 304.58,
    "end": 304.9,
    "text": "Sehr gut."
  },
  {
    "start": 306.82,
    "end": 310.58,
    "text": "Ich möchte noch auf eine Sache eingehen, bevor wir loslegen mit der Hörberfolge."
  },
  {
    "start": 310.76,
    "end": 315.08,
    "text": "Und zwar, einige Leute haben sich auf die Suche nach den fehlenden drei Wochen begeben."
  },
  {
    "start": 316.26,
    "end": 328.32,
    "text": "Ich stelle dir die Frage, warum Folge fünfhundertzwanzig Anfang September erscheint, nachdem wir die erste Folge am ersten Oktober veröffentlicht haben und Meier erwarten würde, das Jahr hat es beim Fünfzig Wochen, müsste Daniel auch dann die Jubiläumsfolge kommen."
  },
  {
    "start": 329.52,
    "end": 332.28,
    "text": "Wir haben uns da nicht gerade ausgezeichnet, muss ich sagen, in dieser Diskussion."
  },
  {
    "start": 333.08,
    "end": 334.82,
    "text": "was Geistesgegenwärtigkeit angeht."
  },
  {
    "start": 335.72,
    "end": 345.68,
    "text": "Also abgesehen von dem, was du wahrscheinlich eh noch mit Schalttagen und so weiter erklären wirst, aber, dass die erste Folge ganz am Anfang steht und nicht erst nach einer Woche ist schon mal der erste Fehler, den wir gebracht"
  },
  {
    "start": 345.72,
    "end": 345.8,
    "text": "haben."
  },
  {
    "start": 345.84,
    "end": 347.62,
    "text": "Ja, das ist die eine Woche, die dazu kommt, genau."
  },
  {
    "start": 349.34,
    "end": 357.4,
    "text": "Aber im Wesentlichen liegt es daran, dass das Jahr einfach länger ist, dass es zu einem Fünfzig Wochen nämlich einen Tag mehr hat, kommen noch die Schaltjahre dazu und es waren tatsächlich drei."
  },
  {
    "start": 357.58,
    "end": 360.42,
    "text": "Also, zwanzig, sechzehn, zwanzig, zwanzig, zwanzig, vierundzwanzig."
  },
  {
    "start": 361.8,
    "end": 367.06,
    "text": "Und da kommt dann also noch ein Tag dazu und so verschiebt sich es dann einfach langsam immer weiter nach vorn, also kalidarisch gesehen."
  },
  {
    "start": 368.6,
    "end": 373.36,
    "text": "Aber Richard Valentin ist folgenderinteressanter Sachverhalt aufgefallen bei der Rechnung, er schreibt."
  },
  {
    "start": 374.44,
    "end": 377.52,
    "text": "Bei der Recherche hat sich mir aber eine andere Frage gestellt."
  },
  {
    "start": 377.9,
    "end": 380.62,
    "text": "In den ersten vier Wochen habt ihr fünf Folgen veröffentlicht."
  },
  {
    "start": 380.88,
    "end": 383.24,
    "text": "Direkt am Anfang gab es zwei Folgen einer Woche."
  },
  {
    "start": 383.66,
    "end": 385.1,
    "text": "Wo ist die Woche ohne Folge?"
  },
  {
    "start": 386.84,
    "end": 388.98,
    "text": "Und es ist lustig, weil ich habe mir das angeguckt."
  },
  {
    "start": 389.42,
    "end": 391.98,
    "text": "Wir haben die erste Folge an einem Donnerstag rausgebracht."
  },
  {
    "start": 392.6,
    "end": 394.94,
    "text": "Wahrscheinlich einfach nur, weil sie da halt gerade schon fertig waren."
  },
  {
    "start": 396.74,
    "end": 399.34,
    "text": "Weil an sich wollten wir ja den Sonntag als Veröffentlichungstag."
  },
  {
    "start": 400.18,
    "end": 403.78,
    "text": "Deshalb kam dann in dieser Woche auch noch gleich die zweite Folge, nämlich am Sonntag."
  },
  {
    "start": 405.56,
    "end": 408.46,
    "text": "Und den Rhythmus haben wir dann beibehalten bis Folge zehn."
  },
  {
    "start": 409.14,
    "end": 410.38,
    "text": "Die kamen an einem Montag."
  },
  {
    "start": 411.32,
    "end": 412.24,
    "text": "War aber nur eine Ausnahme."
  },
  {
    "start": 412.38,
    "end": 416.08,
    "text": "Wir sind dann beim Sonntag geblieben und zwar bis Folge neunzehn."
  },
  {
    "start": 416.4,
    "end": 419.14,
    "text": "Und ab Folge neunzehn haben wir auf den Montag gewechselt."
  },
  {
    "start": 420.3,
    "end": 420.94,
    "text": "Auf dem Montag."
  },
  {
    "start": 421.44,
    "end": 422.08,
    "text": "Auf dem Montag."
  },
  {
    "start": 423.96,
    "end": 431.68,
    "text": "Und Folge dreiundzwanzig kam deshalb, weil es ein Montag war, an einem neunundzwanzigsten Februar raus, zwanzigsechzehn."
  },
  {
    "start": 431.72,
    "end": 432.46,
    "text": "Also am Schalltag."
  },
  {
    "start": 433.16,
    "end": 433.9,
    "text": "Am Schalltag."
  },
  {
    "start": 434.88,
    "end": 436.5,
    "text": "Und wann haben wir dann auf Mittwoch"
  },
  {
    "start": 436.54,
    "end": 436.74,
    "text": "gewechselt?"
  },
  {
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    "end": 436.88,
    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 436.92,
    "end": 439.26,
    "text": "Und du fragst dich zurecht, wann kommt der Wechsel auf den Mittwoch?"
  },
  {
    "start": 440.08,
    "end": 441.6,
    "text": "Erstmal kommt der Wechsel auf den Dienstag."
  },
  {
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    "end": 443.76,
    "text": "Von Dienstag?"
  },
  {
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    "end": 445.4,
    "text": "Nämlich ab Folge forty-fünfundvierzig."
  },
  {
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    "end": 450.86,
    "text": "Und wenn ich das richtig sehe, ab ab Folge forty-seven sind wir dann dauerhaft beim Mittwoch geblieben."
  },
  {
    "start": 452.38,
    "end": 455.0,
    "text": "Schau, so kann man auch die eigene Geschichte verklären."
  },
  {
    "start": 455.6,
    "end": 459.64,
    "text": "Weil in meinem Kopf haben wir immer nur am Sonntag veröffentlicht und dann am Mittwoch."
  },
  {
    "start": 459.76,
    "end": 460.42,
    "text": "Ist interessant, gell?"
  },
  {
    "start": 460.46,
    "end": 461.58,
    "text": "Weil das Mie gegen das nämlich auch so."
  },
  {
    "start": 461.9,
    "end": 463.76,
    "text": "Das ist nur ein kleines unbedeutendes Detail."
  },
  {
    "start": 463.9,
    "end": 471.88,
    "text": "Aber in der Rückschau merkt man, wie sehr man Dinge zusammenzieht und so verklärt und einfach so verkürzt einfach ein Stück weit."
  },
  {
    "start": 473.0,
    "end": 473.06,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 474.64,
    "end": 476.86,
    "text": "Puh, ich kann meinem eigenen Hirnnehmer vertrauen."
  },
  {
    "start": 478.1,
    "end": 478.66,
    "text": "Großartig."
  },
  {
    "start": 481.86,
    "end": 483.48,
    "text": "Ja, aber danke fürs Aufschlüsseln."
  },
  {
    "start": 483.82,
    "end": 485.16,
    "text": "Damit werde ich es jetzt auch geklärt."
  },
  {
    "start": 486.36,
    "end": 488.62,
    "text": "Warum diese paar Wochen da noch dazwischen sind?"
  },
  {
    "start": 489.62,
    "end": 495.28,
    "text": "Und ja, tatsächlich in Heintzeit alles nicht so klar und strukturiert, wie wir uns das gedacht haben."
  },
  {
    "start": 497.24,
    "end": 502.42,
    "text": "Ja, vielen herzlichen Dank fürs Aufschlüsseln dieser Problematik."
  },
  {
    "start": 502.46,
    "end": 504.18,
    "text": "Jetzt ist mal auch, wo diese Wochen herkommen."
  },
  {
    "start": 504.24,
    "end": 508.12,
    "text": "Und wir werden das verspreche ich jetzt nie wieder drüber sprechen."
  },
  {
    "start": 509.76,
    "end": 510.22,
    "text": "Fantastisch."
  },
  {
    "start": 510.8,
    "end": 512.9,
    "text": "Dann würde ich sagen, legen wir los mit den Hörbefolgen."
  },
  {
    "start": 513.919,
    "end": 514.84,
    "text": "Ja, let's do it."
  },
  {
    "start": 516.82,
    "end": 519.28,
    "text": "Kleine Geschichte eines kaiserlichen Aussteigers."
  },
  {
    "start": 521.419,
    "end": 528.6,
    "text": "Es ist der neunte Oktober des Jahres, also im Bienenausministerium ein Telegrammausbohr des Eires eintrifft."
  },
  {
    "start": 529.56,
    "end": 533.9,
    "text": "Verfasst in der österreichisch-dungerischen Botschaft lautet der Text nur, St."
  },
  {
    "start": 534.0,
    "end": 538.54,
    "text": "Margaret, weil Paraiso nicht angekommen, bestehen ernste Bedenken."
  },
  {
    "start": 540.92,
    "end": 547.3,
    "text": "Diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe und wird gleich an niemand Geringeren als den Kaiser Franz Joseph I weitergeleitet."
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    "text": "Denn die St."
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    "text": "Von London aus war sie einige Wochen zuvor mit dem Ziel Südamerika aufgebrochen."
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    "text": "Die Ladung, Zement, war nicht außergewöhnlich."
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    "text": "Außergewöhnlich war der Eigentümer und zu jedem Zeitpunkt auch Passagier des Schiffes."
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    "text": "Tatsächlich handelt es sich um ein Mitglied des habsburgischen Kaiserhauses, um genau zu sein, um den Cousin zweiten Grades des Kaisers persönlich, Johann Salvator von Österreich Toscana."
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    "end": 584.98,
    "text": "Obwohl So ganz stimmt das nicht, denn nicht einmal ein Jahr zuvor hatte Johann Salvator auf seinen Platz in der Kaiserfamilie verzichtet."
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    "text": "Er hieß fortan Johann Ortt."
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    "end": 598.14,
    "text": "Sein Ausscheiden aus der Monarchie bildet den letzten Schritt der Entwicklung eines Mannes, der in die Privilegien und den Luxus einer herrschenden Familie hineingeboren worden ist."
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    "end": 606.44,
    "text": "Aber bald bemerken muss, dass er mit seiner progressiven Einstellung und seinem Drang nach Abenteuern nicht so richtig in dieses Leben passt."
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    "text": "Ein Leben Das sogar ist es vorbei war, noch jahrzehntelang Rätselaufgabe."
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    "end": 621.68,
    "text": "Die Geschichte Johann Salvators beginnt am fünfundzwanzigsten November eines Jahres, da selbst schon eine Art Schlusspunkt eine Entwicklung einläutet."
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    "end": 632.28,
    "text": "Geboren wird Johann, eighteenhundertzwanzig, nämlich in Florenz, der Hauptstadt der Toskana, die von seinem Vater, Großherzog Leopold II, regiert wird."
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    "end": 639.42,
    "text": "Seine Mutter Prinzessin Maria Antonia von Jape Sizilien ist bereits die zweite Frau Leopolds."
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    "end": 650.88,
    "text": "Wer sich jetzt fragt, weshalb die Habsburger über die Tuscana herrschen, dem seien den Worten eines berühmten österreichischen Politikers gesagt, dass das alles sehr kompliziert ist."
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    "text": "Die Kurzfassung lautet wie folgt."
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    "end": 660.72,
    "text": "Der Habsburger Einfluss beginnt mit Jan Gastone de Medici, dem letzten männlichen Erben der Medici-Familie."
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    "end": 671.94,
    "text": "Als er, siebzehntundunddreißig, ohne legitimen Erden stirbt, wird das Großherzog zum Tuscana aufgrund von Abkommen und Verträgen den Habsburgern zugesprochen."
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    "end": 684.86,
    "text": "In Folge des sogenannten Friedens von Wien im Jahr siebzehntunddachtunddreißig wird Franz Stephan von Lotringen, der spätere römisch-deutsche Kaiser Franz I., zum Großherzog der Tuscana."
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    "end": 693.52,
    "text": "Franz Stephan war mit Maria Theresia von Österreich verheiratet, wodurch die Tuscana unter den Einfluss der Habsburger geriet."
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    "text": "Großherzog Leopold"
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    "end": 709.34,
    "text": "der Vater Johanns, war der Urenkel dieses Kaisers Franz I., übrigens nicht zu verwechseln mit dessen Sohn, der als Peter Leopold Großherzog der Tuscana war, dann aber als Leopold II."
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    "end": 711.62,
    "text": "seinem Vater als Kaiser nachfolgte."
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    "end": 723.96,
    "text": "Johann jedenfalls, traditionellerweise als männlicher Sprößling der Habsburger Dynastie nun ein Erzherzog, kommt in einem Jahr zur Welt in die Italien bereits großen Veränderungen unterworfen ist."
  },
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    "end": 734.44,
    "text": "Die Risorgimento-Bewegung, also jene Bewegung, die die Vereinigung Italiens zum Ziel hat, hat Fahrt aufgenommen und zwar so sehr, dass Leopold II."
  },
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    "end": 737.96,
    "text": "im Jahr eighteenhundertneunundvierzig Florence verlassen muss."
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    "end": 741.28,
    "text": "Ähnlich wie Papst Pius IX."
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    "end": 750.6,
    "text": "in Rom hat Leopold aufgrund der Revolutionsbeschreibungen des Jahres eighteenhundertachtundvierzig eine Verfassung für das Großherzogtum veröffentlicht, was aber nicht gereicht hat."
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    "end": 752.22,
    "text": "um die Bevölkerung zu beruhigen."
  },
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    "end": 758.06,
    "text": "Er flieht also ins Exil, bis wenige Monate später, die von ihm gewohnte Ordnung wieder hergestellt wird."
  },
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    "end": 760.04,
    "text": "Und zwar durch österreichische Truppen."
  },
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    "text": "Die Ruhe wehrt aber nicht lange."
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    "end": 768.04,
    "text": "Während der kleine Johann Heran wächst, wächst auch die Anhängerschaft der Vereinigungsbewegung."
  },
  {
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    "end": 773.12,
    "text": "Im Jahr eighteenhundertneun und fünfzig kommt nämlich der Nachbar Frankreich zur Hilfe."
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    "end": 786.98,
    "text": "Napoleon III, der nun als Herrscher die Franzosen in das sogenannte Zweite Kaiserreich führt, unterstützt das Königreich Piedmont-Sardinien, unter dessen Ministerpräsident Camilo Benzo von Cavur die Bewegung vorangetrieben wird."
  },
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    "end": 794.7,
    "text": "Der Verbund von Piedmont-Sardinien und Frankreich macht die Situation für das doskanische Herrscherhaus immer enger."
  },
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    "end": 803.34,
    "text": "Und als am siebenundzwanzigsten April des Jahres eighteenhundertneunundfünfzig die Revolution auch in Florenz ausbricht, ist Fialiopold den zweiten klar."
  },
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    "end": 807.02,
    "text": "Seine Zeit als Großherzug der Toscana ist vorbei."
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    "end": 812.08,
    "text": "Johann Seine Eltern und seine Geschwister müssen fliehen."
  },
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    "end": 817.28,
    "text": "Über Bologna, Ferrara, Kärnten und die Steiermark gelangen sie schließlich nach Wien."
  },
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    "end": 829.9,
    "text": "Und falls zu jedem Zeitpunkt noch Hoffnung bestand, dass sie eventuell eines Tages in die Tuscana zurückkehren könnten, dann wird diese Hoffnung mit den Schlachten bei Magenta und Solferino nur einige Monate später zerschlagen."
  },
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    "text": "Die italienische Frage ist nun geklärt."
  },
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    "end": 841.52,
    "text": "Leopold II dankt ab, die Thronensetzung der Habsburg in der Tuscana, wird am sechzehnten August, eighteenhundertneunundfünfzig offiziell."
  },
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    "end": 846.44,
    "text": "Der junge Erzherzog und seine Familie richten sich jetzt also im Exil ein."
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    "end": 856.12,
    "text": "Der Kaiser Franz-Josef I. selbst ist vom Verlust der Tuscana natürlich nicht begeistert, trotzdem erklärt er sich bereit, Leopold zu unterstützen."
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    "text": "Er gehört schließlich zur Familie."
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    "end": 868.72,
    "text": "Relativ unbeschadet aus der Revolution entkommen ist die Situation für die Tuscana, wie Johann Salvato und seine Familie unter den Habsbockern genannt werden, etwas schwierig."
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    "text": "Zwar sind sie der deutschen Sprache Mächtig, ihre Muttersprache hingegen ist italienisch."
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    "text": "Und auch, was die Gipflogenheit nahm Hof angeht, unterscheiden sie sich sehr von der österreichischen Linie."
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    "end": 886.46,
    "text": "Vor allem der Kaiser hat es aus seine Schwierigkeiten, sich an die freigeistigen und ungezwungenen Toskaner zu gewöhnen."
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    "end": 894.32,
    "text": "Ab aus den letzten Jahren wird der junge Johann mittlerweile beinahe zwölf Jahre alt am Wiener Kaiserhof erzogen."
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    "text": "Sein recht unzeimbares Gemüt wird in die Hände seines neuen Privatlehrers, Alexander, frei her von Piers gelegt."
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    "end": 909.22,
    "text": "Wie für Erzherzögel vorgesehen, wird Johann jetzt auf eine Offizierslaufbahn vorbereitet."
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    "end": 919.98,
    "text": "Seinen freien Geist, seine Abneigung gegen das höfische Protokoll oder auch die üblichen Zeitvertreiber, wie die Jagd, die Vermarke jedoch auch der Privatlehrer nicht zu ändern."
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    "end": 925.92,
    "text": "Die Beziehung zu seinen Eltern besteht in erster Linie aus der engen Verbindung zu seiner Mutter."
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    "text": "Trotzdem ist es für ihn ein Schlag, als am neunzwanzigsten Januar, achtzehnhundertzebzig, sein Vater stirbt."
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    "end": 945.7,
    "text": "Da Johann noch nicht volljährig ist und gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts die rechtliche Stellung von Frauen ist nicht erlaubt, die Vollmacht für ein Kind zu übernehmen, wird eigens ein Advokat als sein juristischer und finanzieller Vertreter ernannt."
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    "text": "Dieser verwaltet nun auch die Ehrbschaft, die sich auf beinahe dreihundertfünfzigtausend Golden beläuft."
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    "text": "Und genau das macht Johann."
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    "text": "Genau genommen kauft er sogar zwei Schlösser."
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    "text": "Das Landschloss Ort und zwei Jahre später das zugehörige Sehschlossort, das anmutig auf einer kleinen Insel im Traunsee bei Gmunden liegt."
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    "text": "Er selbst widmet sich der Einrichtung."
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    "text": "In der Zwischenzeit ist die Johann-Mitglied der kaiserlich-königlichen Armee K.K."
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    "text": "geworden."
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    "end": 997.1,
    "text": "Am achtundzwanzigsten April, achtzehnhundertzehnundzeinzebzig, wird er zum Major ernannt, allerdings nicht wie üblich für Mitglieder des Kaiserhauses in einem Cavalry-Regiment, sondern in der Artillerie."
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    "end": 1003.14,
    "text": "Ebenselben Jahr wird Johann auch für Großjährig erklärt und aus der Vormonschaft entlassen."
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    "end": 1007.98,
    "text": "Ein Zeitpunkt, der eindeutig eine CSU im Leben des Erzherzugs darstellt."
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    "text": "Denn während er bisher seine persönlichen Entscheidungen, Überlegungen und Vorstellungen hintanstellen musste, nutzt er diesen Meinstein jetzt, um gewissermaßen zu tun, was er will."
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    "text": "Das letzten Ende ist dem Bruch mit dem Kaiserhaus enden wird."
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    "text": "Die Probleme beginnen im Jahr eighteenhundertvierundsiebzig."
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    "end": 1034.72,
    "text": "Johann, der sich als fähig Offizier herausgestellt hat, hat seine ganz eigenen Vorstellungen von der Organisation der kaiserlichen Armee."
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    "text": "Das kommt auch nicht von ungefähr den."
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    "end": 1046.8,
    "text": "nur wenige Jahre zuvor, im Jahr eighteenhundertsechzig hat die KK-Armee eine verheerende Niederlage gegen die Preußische Armee bei der Schlacht von Königretts eingefahren."
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    "text": "Zuerst veröffentlicht er anonym in einer Militärzeitschrift einen Artikel, in dem er die bestehenden Strukturen harsch kritisiert."
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    "end": 1065.54,
    "text": "Im Jahr danach, jetzt unter Klarnamen, veröffentlicht er die hundertsechsunddreißig Seiten starke Schrift mit dem Titel Betrachtungen über die Organisation der österreichischen Artillerie."
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    "end": 1070.42,
    "text": "Darin prangert er die alte Schule der Offiziere an und schreibt unter anderem."
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    "text": "Die Kommandanten werden gewohnt, nur unter der beständigen Einwirkung von oben zu handeln und wie Maschinen ohne geistigen Anteil den auferlegten fremden Willen ins Werk zu setzen."
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    "end": 1089.14,
    "text": "Der Mangel an Selbstständigkeit mag sogenannte angenehme Untergeberne, aber keine Männer erzeugen."
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    "text": "Die Gedanken, die sich Johann zu einer grundlegenden Reform des Militärs macht, sind derart progressiv, dass sie ihm bald starker Gegenwind entgegenblässt."
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    "text": "Erzherzug Albrecht, der für eine kurze Zeit auch seine Vormundschaft innehatte, jetzt aber sein militärischer Vorgesetzter ist, tritt vehement gegen den Freigeist und seine Pläne an."
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    "end": 1118.36,
    "text": "Die Tatsache, dass dieser seine Idee in öffentlich gemacht hat, sorgt dafür, dass ihm auch sein Status als Mitglied des Kaiserhauses nichts nützt."
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    "text": "Das ist aber nur der Anfang seiner Probleme mit der alten Riegel."
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    "text": "In den nächsten Jahren wird Johann erfolgreicher an militärischen Kapanien teilnehmen, im Zuge derer er auch befördert wird."
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    "text": "Er wird aber mit seiner Kritik am bestehenden System nicht hinter dem Berg halten, wobei er sich nicht auf militärische Themen beschränkt."
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    "text": "In anonymen Zeitungsartikeln kritisiert er etwa die Politik unter Außenminister Gustav Kalnocki."
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    "text": "Und als ob das nicht schon genug wäre, verstößt er auch in seinem Privatleben gegen die Gepflogenheiten und strengen Regeln des Kaiserhauses."
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    "text": "Zahlreiche Liebschaften werden ihm nachgesagt, von denen er insbesondere mit einer den Zorn der Familie auf sich zieht."
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    "text": "Er begeht nämlich den Karinalfieler, sich in eine bürgerliche Dame zu verlieben."
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    "text": "Ludmilla Hildegard Stubel, Millie genannt, ist Tochter eines Gutsverwalters und wie Johann im Jahr."
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    "text": "Sie ist Mitglied des Palettes des Opernteaters am Wiener Hof."
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    "text": "An sich sind Fleurts und auch sexuelle Beziehungen zwischen den Erzherzügen und den Tänzerinnen des Palettes keine Seltenheit."
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    "text": "Im Fall von Johann und Milly ist es aber mehr als das."
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    "text": "Als der Kaiser erfährt, dass Johnny, wie er von Freunden und Familie genannt wird, eine ernsthafte Beziehung mit der Tänzerin anstrebt, zwingt er ihn den Kontakt mit die abzubrechen."
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    "text": "Tatsächlich schreibt Johann ihr daher im Dezember des Jahres, in dem er ihre Beziehung aufkündigt."
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    "end": 1223.9,
    "text": "Doch nach nur ein paar Monaten, im Februar, sind sie schon wieder zusammen und Johann beschließt die Beziehung auch gegen den Widerstand der eigenen Familie aufrecht zu erhalten."
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    "text": "Wie sein Biograph Friedrich Weißensteiner später schreiben wird, ist es eine offene Kampfansage an Franz Josef und den Hof."
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    "text": "Als Johann, also aufgrund seiner Kritik an den Militärs nach Krakow versetzt wird, nimmt der Mili einfach mit."
  },
  {
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    "end": 1251.62,
    "text": "Der Erzherzug, der sich jetzt nicht nur den Unmut des Kaiserhauses aufgrund seiner Beziehung, sondern auch den, der Militärs und alten Garde zugezogen hat, legt allerdings noch einen drauf."
  },
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    "text": "Im Jahr eighteenhundertfünfundachtzig kommt es nämlich zu einer Krise auf dem Balkan."
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    "text": "Aus dem russisch-osmanischen Krieg von eighteenhundertsebundzebzig bis achtenhundertachtundsebzig ist Bulgarien als autonomes Fürstentum vorgegangen und Alexander von Battenberg, ein hessischer Prinz, ist zum ersten Fürsten von Bulgarien ernannt worden."
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  {
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    "end": 1284.8,
    "text": "Die politische Situation blieb jedoch instabil, da Bulgarien zwischen den Interessen verschiedener Großmächte wie Russland und dem Osmanischen Reich hin und her gerissen waren."
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    "text": "Nachdem Alexander von Battenberg im Jahr eighteenhundertfünfundachtzig das Gebiet Ostromelien, heute der Süden Bulgariens, annektiert hat, verschlechtern sich die Beziehungen zu Russland."
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  {
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    "text": "Ein Umstand, der dafür sorgt, dass Battenberg in der Nacht des einundzwanzigsten Augusts, achtzehnhundertsechsundachtzig, von russischen Agenten aus dem Bett geholt und zum Verlassen seiner Residenz gezwungen wird."
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    "text": "Am siebten September muss er auf den Druck Russlands hin schließlich endgültig abdanken."
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    "start": 1316.78,
    "end": 1320.64,
    "text": "Was das mit Johann Salvato zu tun hat, wird im weiteren Verlauf dieser Krise klar."
  },
  {
    "start": 1321.96,
    "end": 1328.9,
    "text": "Denn der Bulgarische Regenschafsrat, der in der Zwischenzeit das Land regiert, ist jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger Battenbergs."
  },
  {
    "start": 1329.58,
    "end": 1335.88,
    "text": "Und Johann, in grenzenloser Selbstüberschätzung, mischt nun in diesem diplomatisch äußerst heiklen Geschehen mit."
  },
  {
    "start": 1337.16,
    "end": 1348.96,
    "text": "Während von allen Seiten mögliche Nachfolger ins Spiel gebracht werden, die Tagespresse unterschiedlicher Länder nennt zum Beispiel König Karl I. von Rumänien, Prinz Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen oder Prinz Oscar II."
  },
  {
    "start": 1349.22,
    "end": 1349.7,
    "text": "von Schweden."
  },
  {
    "start": 1350.22,
    "end": 1352.64,
    "text": "Führt Johann seinen eigenen Kandidaten ins Rennen."
  },
  {
    "start": 1353.32,
    "end": 1364.82,
    "text": "Er lossiert, wieder einmal anonym, in der französischen Zeitung Le Figuero die Meldung, dass Prinz Ferdinand von Coburg die Absicht habe, sich um den Bulgarischen Thron zu bewerben."
  },
  {
    "start": 1366.02,
    "end": 1370.44,
    "text": "Tatsächlich Hat der besagte Prinz gar kein Interesse an der Bulgarischen Herrschaft gehabt?"
  },
  {
    "start": 1370.78,
    "end": 1375.6,
    "text": "Stattdessen versucht Johann ihn jetzt, basierend auf dem Zeitungsartikel dazu zu überreden."
  },
  {
    "start": 1376.7,
    "end": 1388.02,
    "text": "Eine eigenartige Anwandlung, denn laut seiner eigenen Aufzeichnungen hält Johann vom Prinzen, der Militär unter ihm gedient hatte und mit dem er nach außen hin freundschaftlich verbunden war, wenig."
  },
  {
    "start": 1389.4,
    "end": 1394.9,
    "text": "Dank eben dieser Aufzeichnungen müssen wir nicht einmal spekulieren, warum der Erzherzug das tut."
  },
  {
    "start": 1396.1,
    "end": 1406.3,
    "text": "In einer Schrift mit dem Titel Mein letzter Streich oder Wie wurde Prinz Ferdinand von Coburg fürst von Bulgarien erklärt er sonst."
  },
  {
    "start": 1406.7,
    "end": 1417.08,
    "text": "Gefördert durch eine Art fieberhaften Dranges in die Begebenheiten einzugreifen, zu intrigieren, sich irgendeines Erfolges rühmen zu können, ließen mich aktiv werden."
  },
  {
    "start": 1418.72,
    "end": 1425.32,
    "text": "Was neben diesem Geständnis ebenfalls ein Beweggrund ist, ist das Verlangen des Erzherzugs militärisch aufzusteigen."
  },
  {
    "start": 1426.28,
    "end": 1437.16,
    "text": "Tatsächlich spielt er mit dem Gedanken, von Prinz Ferdinand zum militärischen Oberwifis aber Bulgariens ernannt zu werden, um dann die Bulgarische Armee bei kriegerischen Auseinandersetzungen anzuführen."
  },
  {
    "start": 1438.56,
    "end": 1439.98,
    "text": "Natürlich wird daraus nichts."
  },
  {
    "start": 1440.02,
    "end": 1444.52,
    "text": "Für das Kaiserhaus hat sich Johann schon viel zu weit aus dem Fenster gelehnt."
  },
  {
    "start": 1445.0,
    "end": 1455.3,
    "text": "Grundprinz Rudolf, der Sohn des Kaisers, schreibt nach der Veröffentlichung eines Gesprächs zwischen Johann und einem Journalisten, indem er über eben diese Pläne spricht, einen Brief."
  },
  {
    "start": 1455.74,
    "end": 1457.74,
    "text": "an den Außenminister Graf Kallnocki."
  },
  {
    "start": 1458.82,
    "end": 1462.94,
    "text": "Darin beschwer es sich über die Hinterseine im Rücken stattfindenden Intrigen Johans."
  },
  {
    "start": 1464.22,
    "end": 1481.08,
    "text": "Die Ironie an der Geschichte ist, dass Prinz Ferdinand von Coburg im Jahr eighteenhundertsiebelnundachtzig tatsächlich zum Fürsten Bulgariens gewählt wird, aber nicht, bevor Johann Salvator selbst von den Mitgliedern des Bulgarischen Nationalrats bei einem Treffen in Padoa die Königswürde angeboten wurde."
  },
  {
    "start": 1482.3,
    "end": 1483.96,
    "text": "Ein Angebot, das er ausschlägt."
  },
  {
    "start": 1484.28,
    "end": 1493.3,
    "text": "nach eigenen Worten vor allem deshalb, weil er es vorziehe, wohlhabend und individuell frei zu sein und der bulgarische Thron ohnehin ein undankbarer sein."
  },
  {
    "start": 1494.8,
    "end": 1503.5,
    "text": "Den Status als Schwarzes Schaf der Familie hat Johann nun wohl ohne Zweifel, während der gesamten Bulgariensache wird er sogar vom österreichischen Geheimdienst überwacht."
  },
  {
    "start": 1504.42,
    "end": 1510.86,
    "text": "Wahrscheinlich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem Johann beschließt, dem Kaiserhaus und seiner Rolle darin, den Rücken zu kehren."
  },
  {
    "start": 1512.38,
    "end": 1522.42,
    "text": "Gegen Ende des Jahres, und quittiert er seinen Dienst in der Armee, höchstwahrscheinlich, weil Franz Josef I. ihm kein Chorkommando übergeben wollte, wie von ihm erbeten."
  },
  {
    "start": 1523.94,
    "end": 1531.46,
    "text": "Der Kaiser, der der Eskapaden seines Kursaners im Laufe der Jahre durchaus schon etwas müde geworden ist, nimmt das Ansuchen ohne Umschweife an."
  },
  {
    "start": 1532.98,
    "end": 1556.54,
    "text": "Ich enthebe eurer Liebden über ihre Bitte vom Kommando der dritten Infanterie Truppendivision, schreibt er ihm am Dass Johann aber schließlich den noch drastischeren Schritt geht, gänzlich alle Würden Rechte und Pflichten des Kaiserhauses abzulegen, hat vielleicht auch ein bisschen mit dem Schicksal des Sohnes seines Cousins des Grundprinzner Rudolf zu tun."
  },
  {
    "start": 1557.82,
    "end": 1570.3,
    "text": "Nach der Bulgarienkrise und nach seinem freiwilligen Ausscheiden aus dem Militärdienst versucht Johann noch, die immer wieder auf eine zerreißprobegestellte Beziehung zu einem ebenfalls recht progressiven Kaisersohn zu kitten."
  },
  {
    "start": 1571.62,
    "end": 1590.62,
    "text": "Und obwohl sie sich wieder annähern, findet alles in der Nacht vom neunundzwanzigsten auf den dreißigsten Januar, den Kronprinz Rudolf erschießt in dieser Nacht zuerst seine Geliebte, Baroness Marie Wecherer, und nimmt sich anschließend selbst das Leben."
  },
  {
    "start": 1593.12,
    "end": 1600.04,
    "text": "Dass Rudolfs Tod Johann berührt hat, wissen wir aus ein paar wenigen Zeilen, die er diesbezüglich in einem Brief festhielt."
  },
  {
    "start": 1600.86,
    "end": 1606.76,
    "text": "Inwieweit er für seinen Ausstieg aus dem Kaiserhaus mitverantwortlich ist, darüber können wir allerdings nur mutmaßen."
  },
  {
    "start": 1607.66,
    "end": 1613.88,
    "text": "Jedenfalls wendet er sich am achten September, mit einem Schreiben an den Kaiser."
  },
  {
    "start": 1615.18,
    "end": 1616.02,
    "text": "Eure Majestät."
  },
  {
    "start": 1616.82,
    "end": 1628.84,
    "text": "Ich verzichte freiwillig und unbeeinflusst auf Rang und Stand, indem ich Titel und Rechte eines Erzherzugs sowie meine militärische Scharge ehrfurchtsvoll in die Hände eurer Majestät zurücklege."
  },
  {
    "start": 1629.74,
    "end": 1634.92,
    "text": "Dagegen eurer Maestät Untertanix bitte, mir einen bürglichen Namen verleihen zu wollen."
  },
  {
    "start": 1636.64,
    "end": 1646.74,
    "text": "Zusätzlich zu dem Schreiben schickt der zukünftige ehemalige Erzherzog den Orden vom goldenen Fließ, der ihm im Jahr eighteenhundertneunundsechzig verliehen worden ist, an den Kaiser."
  },
  {
    "start": 1647.98,
    "end": 1654.36,
    "text": "Der Verlust seines Titels geht einher mit dem Verlust seines Einkommens, das jährlich um die Hunderttausend Gulgen ausmachte."
  },
  {
    "start": 1655.26,
    "end": 1662.9,
    "text": "Johann wusste das natürlich Obwohl er auch nach seinem Austritt aus dem Kaiserhaus nicht am Hungertuch nagen muss, hat er vorgesorgt."
  },
  {
    "start": 1663.5,
    "end": 1668.36,
    "text": "Er plant, einen eigenen Dampfer zu kaufen und sich in der Welt der Wirtschaft einen Namen zu machen."
  },
  {
    "start": 1669.56,
    "end": 1675.3,
    "text": "Seine Mutter, Maria Antonia, war, wie man sich vermutlich denken kann, von dieser Entwicklung wenig begeistert."
  },
  {
    "start": 1677.58,
    "end": 1680.26,
    "text": "Ich bin nicht gekränkt, aber ich vergehe vor Schmerz."
  },
  {
    "start": 1680.5,
    "end": 1687.58,
    "text": "Und wenn ich dir das, was du mir angetan hast, verzeihe, so kann ich mich nicht vom ganz traurigen Gedanken befreien."
  },
  {
    "start": 1688.1,
    "end": 1691.2,
    "text": "von den Augenblicken und den Konsequenzen, den du entgegenließst."
  },
  {
    "start": 1691.64,
    "end": 1697.52,
    "text": "Ich bin auch deshalb heimgesucht, da ich sehe, dass du auf deine Idee beharst, einen Dampfer zu kaufen."
  },
  {
    "start": 1699.82,
    "end": 1715.48,
    "text": "Die Brüder Johanns sehen in seiner Entscheidung nur die Schande, die er über die Linie bringe und der Kaiser, kühl wie gewohnt, im Umgang mit dem Schwarzen Schaf schickt schon am zwölften Oktober einen Vertreter nach Zürich, wo Johann zu jener Zeit weilt und bestätigt sein Anzug."
  },
  {
    "start": 1716.48,
    "end": 1724.74,
    "text": "Johann Salvator von Österreich Toskana ist nun Johann Ort, ein Name, den er sich nach seinem geliebten Schloss bei Gmunden gegeben hat."
  },
  {
    "start": 1726.6,
    "end": 1729.4,
    "text": "Die ganze Angelegenheit bleibt natürlich nicht lange in der Familie."
  },
  {
    "start": 1729.44,
    "end": 1741.08,
    "text": "Am sechzehnten Oktober, eighteenhundertneunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
  {
    "start": 1741.12,
    "end": 1747.8,
    "text": "Von der Presse belagert, flüchtet Johann nach London, von wo aus er das erste Abenteuer seinen neu gewonnenen Freiheit plant."
  },
  {
    "start": 1749.02,
    "end": 1751.68,
    "text": "Er weiß natürlich nicht, dass es sein Letztes sein wird."
  },
  {
    "start": 1753.68,
    "end": 1762.92,
    "text": "Während die Walzen noch rotieren und die Geschichte um den unorthodoxen Ex-Erzherzug in sämtlichen Blättern genüsslich ausgeschlachtet wird, bereitet Johann eine Seereize vor."
  },
  {
    "start": 1763.62,
    "end": 1767.24,
    "text": "Mitte Januar, Achtzehnhundertneunzig erwirbte ein englisches Schiff."
  },
  {
    "start": 1767.62,
    "end": 1768.92,
    "text": "Den Namen kennen wir schon."
  },
  {
    "start": 1769.34,
    "end": 1770.32,
    "text": "Es ist die St."
  },
  {
    "start": 1770.42,
    "end": 1770.82,
    "text": "Margaret."
  },
  {
    "start": 1771.56,
    "end": 1776.54,
    "text": "Sein immer besorgten Mutter schreibt er, seien sie beruhigt, liebe Mama, was der Schiff betrifft."
  },
  {
    "start": 1777.04,
    "end": 1783.68,
    "text": "Es ist aus wunderschönem Holz, es ist wirklich imposant und von der Schiffszeitung habe ich seine guten Qualitäten hervorgehoben gefunden."
  },
  {
    "start": 1786.2,
    "end": 1792.1,
    "text": "Am sechsohnzwanzigsten März, achtzehnhundertneunzig, nach mehreren Wochen der Vorbereitung, schicht die St."
  },
  {
    "start": 1792.2,
    "end": 1794.18,
    "text": "Margaret schließlich Richtung Südamerika ein See."
  },
  {
    "start": 1795.82,
    "end": 1799.68,
    "text": "Während Johann guter Dinge ist, ist der Zustand des Schiffes nicht ideal."
  },
  {
    "start": 1800.36,
    "end": 1804.58,
    "text": "In den Februar noch ist der Dreimaster auf der Themse mit einem anderen Schiff kollidiert."
  },
  {
    "start": 1805.12,
    "end": 1806.7,
    "text": "Dabei ist einiges zu Bruch gegangen."
  },
  {
    "start": 1807.48,
    "end": 1812.24,
    "text": "Zwar repariert war eine Reise über den Atlantik dennoch mit einem gewissen Risiko verbunden."
  },
  {
    "start": 1813.34,
    "end": 1816.0,
    "text": "Ein Risiko, das Johann wohl bereit war, einzugehen."
  },
  {
    "start": 1817.04,
    "end": 1821.24,
    "text": "Am Tag seiner Abreise aus London schreibt Johann noch diese Zeilen in einem Brief."
  },
  {
    "start": 1829.76,
    "end": 1833.92,
    "text": "und Salpeter von Iquique nach England oder einem anderen Kanalhafen zurück."
  },
  {
    "start": 1834.86,
    "end": 1847.16,
    "text": "Alle anderen Hoffnungen und Träume sind über Bord gegangen und freudlos und einsam, muss mich nur das Bewusstsein aufrichten, mit einer kleinen Schaar, braver, einem ehrlichen Beruf, einer Pflicht gegen mich selbst nachzukommen."
  },
  {
    "start": 1848.46,
    "end": 1851.76,
    "text": "Dieses Verlangen nach einem ehrlichen Leben sollte nur mal ein Traum bleiben."
  },
  {
    "start": 1852.72,
    "end": 1855.78,
    "text": "Nach erfolgreicher Landung in Buenos Aires nimmt die St."
  },
  {
    "start": 1855.86,
    "end": 1858.04,
    "text": "Margaret Kurs auf Wall Paris so in Chile."
  },
  {
    "start": 1858.6,
    "end": 1862.5,
    "text": "Sie wird wie wir zu Beginn dieser Geschichte erfahren haben, nie dort ankommen."
  },
  {
    "start": 1864.1,
    "end": 1871.58,
    "text": "Das verschwinden des Schiffes, auf dem sich wahrscheinlich auch die mittlerweile mit Johann verheiratete Millie befand, löst den Wien Entsetzen aus."
  },
  {
    "start": 1873.12,
    "end": 1880.52,
    "text": "Die Presse stürzt sich auf diese Nachricht und der Umstand, dass der Dreimaster spurlos verschwunden ist, sorgt für jede Menge teils kruder Theorien."
  },
  {
    "start": 1881.86,
    "end": 1895.04,
    "text": "Auf Betreiben des Kaisers und der Tuscana organisieren Argentinen und Chile bald eine Suche nach der anderen, Und sogar die britische Königin Victoria befiehlt ihren Behörden ebenfalls nach dem Schiff und seinem Kapitän Johann Ort zu fahnden."
  },
  {
    "start": 1895.7,
    "end": 1896.42,
    "text": "Aber ohne Erfolg."
  },
  {
    "start": 1898.54,
    "end": 1905.7,
    "text": "Es wird noch zwanzig Jahre dauern, die gesetzliche Frist im Falle einer vermissten Person, bis Johanns Tod schließlich bestätigt wird."
  },
  {
    "start": 1906.7,
    "end": 1912.36,
    "text": "Seine Mutter, die Großherzogin Maria Antonia von Tuscana, ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot."
  },
  {
    "start": 1913.24,
    "end": 1920.36,
    "text": "Am siebten November, in den letzten Jahren, hat sich die Hoffnung nie aufgegeben, Johann hätte das Schiff zum Glück überlebt."
  },
  {
    "start": 1922.58,
    "end": 1926.64,
    "text": "Mit dieser Hoffnung war sie nicht allein, wie sich auch in den nächsten Jahrzehnten zeigen wird."
  },
  {
    "start": 1928.04,
    "end": 1938.28,
    "text": "Selbst nachdem Johann am sechsten Mai, auf jeden Fall, offiziell für Tod erklärt worden ist, gibt es immer wieder neue Theorien und Legenden um den Verbleib des ehemaligen Erzherzugs."
  },
  {
    "start": 1939.3,
    "end": 1946.0,
    "text": "So soll er doch den Landweg nach Chile genommen, sich dort aufständischen angeschlossen und eine militärische Karriere gemacht haben."
  },
  {
    "start": 1946.56,
    "end": 1950.94,
    "text": "Eine andere Theorie legt nahe, er habe sich indigenen völkeren Chile angeschlossen."
  },
  {
    "start": 1951.6,
    "end": 1957.8,
    "text": "Es wird sogar behauptet, er und der japanische Admiral Graf Yamagata seien ein und dieselbe Person."
  },
  {
    "start": 1958.9,
    "end": 1967.2,
    "text": "Die Familie des nirgonfünfundvierzig Norwegen verstorbenen Ugo Köhler behauptete nämlich, dieser sei tatsächlich Johann Ort gewesen."
  },
  {
    "start": 1967.8,
    "end": 1974.78,
    "text": "Dabei ging es vor allem auch um das Schlossort, das Köhlers Nachfahren darauf hin, als ihr rechtmäßiges Erbe ansahen."
  },
  {
    "start": 1975.8,
    "end": 1985.68,
    "text": "Die Norweger gaben den Versuch, mittels DNA-Proben den Beweis anzutreten, im Jahr zwei Tausend neun allerdings auf, nachdem die Familie Habsburg eine Zusammenarbeit verweigert hatte."
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "end": 1993.48,
    "text": "Nicht unpassend, dass alles wie Friedrich Weißensteiner am Ende seiner Biografie über Johann Orts schreibt."
  },
  {
    "start": 1995.22,
    "end": 2009.14,
    "text": "Erzherzog Johann hätte sich kein besseres Schicksal wünschen können, denn er, der stets nach höherem Sträbte, der auf Ruhm und Unsterblichkeit erpicht war, lebt wenigstens durch diese Legenden im Gedächtnis der Nachwelt weiter."
  },
  {
    "start": 2011.0,
    "end": 2011.62,
    "text": "Johann Ort,"
  },
  {
    "start": 2012.56,
    "end": 2013.34,
    "text": "der Salvator."
  },
  {
    "start": 2014.76,
    "end": 2015.64,
    "text": "Was für ein Leben, oder?"
  },
  {
    "start": 2016.44,
    "end": 2028.58,
    "text": "Ja, es ist natürlich tragisch so einer, der lange gebraucht hat, um sich von diesen gesellschaftlichen Fesseln zu befreien und dann aber letztlich ... Ja, gar nichts mehr davon hatte, weil er das nicht ausleben konnte dann."
  },
  {
    "start": 2030.54,
    "end": 2045.38,
    "text": "Was mir in der Geschichte auch so fasziniert hat, so beim Schreiben, ist die Herkunft von ihm, also wie er im Grunde aus einer alten Welt kommt, die in dem Moment oder zu dem Zeitpunkt, als er geboren wird, eigentlich schon so zu Ende ist."
  },
  {
    "start": 2046.16,
    "end": 2051.02,
    "text": "Und dann ist er eigentlich bei der Familie in Wien, aber eigentlich ist er dort dann totale Außenseiter."
  },
  {
    "start": 2053.44,
    "end": 2063.239,
    "text": "Ich habe jetzt seit weiter über seine Brüder geschrieben, aber er ist auch nicht der einzige, der auch so gewöhnlich ist von diesen Brüdern und so überhaupt nicht passt in dieses auch Wiener Hofzeremoniell."
  },
  {
    "start": 2063.32,
    "end": 2067.9,
    "text": "Also das war ja auch immer für die Toskana, die dann in diesem Hof gelandet sind."
  },
  {
    "start": 2068.46,
    "end": 2069.139,
    "text": "Total schwieriger."
  },
  {
    "start": 2069.179,
    "end": 2075.8,
    "text": "und gleichzeitig für die Wiener waren sie halt wirklich so diese exotischen Außenseite, die sich einfach nicht einfügen haben können."
  },
  {
    "start": 2077.32,
    "end": 2093.5,
    "text": "Und dass er dann all diese Dinge macht, die er macht, also auch diese Verstrickungen in die Bulgarienkrise und dann so sein Intrigieren, um irgendwie auch selber Teil von diesem Ganzen zu sein, wirft echt ein sehr interessantes Licht auf diesen Charakter."
  },
  {
    "start": 2093.58,
    "end": 2104.04,
    "text": "Und irgendwie, so wie es eben da Friedrich Weißenstein aus seinem Biograph geschrieben hat, im Grund entspricht die Art und Weise, wie er dann sein Ende findet, auch so ein bisschen sein Wesen."
  },
  {
    "start": 2106.14,
    "end": 2113.88,
    "text": "Aber dass es sich dann noch ein Dampf verkauft und dann so so Rieder werden will, ist natürlich auch irgendwie, hat ja eigentlich keinen Bezug dazu, oder?"
  },
  {
    "start": 2114.24,
    "end": 2123.66,
    "text": "Naja, habe ich jetzt nicht weiter ausgeführt in dieser Geschichte, aber das Ende des neunzehnten Jahrhunderts Südamerika übt da gewisse Faszinationen auf."
  },
  {
    "start": 2123.76,
    "end": 2125.28,
    "text": "die Leute in Europa aus natürlich."
  },
  {
    "start": 2125.44,
    "end": 2128.0,
    "text": "Und da ist natürlich auch viel potenzieller Reichtum dahinter."
  },
  {
    "start": 2128.22,
    "end": 2136.72,
    "text": "Also es ist ja nicht so, dass es nur gemacht hat, damit da hier herumreisen kann, also die Tatsache, dass nicht nur Zement drauf ist, sondern dass er auch von Salpeter schreibt."
  },
  {
    "start": 2136.92,
    "end": 2142.24,
    "text": "Also er wollte da und du hast ja auch mal eine eigene Folge über Salpeter gemacht und das ist ein großes Geschäft gewesen."
  },
  {
    "start": 2142.76,
    "end": 2151.38,
    "text": "Also er hat schon, es sind schon wirtschaftliche Bestrebungen, die ihn dann noch zu führen, nach Südamerika zu reisen und versuchen dort irgendwie, oder so irgendwie Fuß zu fassen."
  },
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    "end": 2154.62,
    "text": "Und jedes Ganze ist versucht auf dem Wasser, Fuß zu fassen."
  },
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    "text": "Funktioniert halt nicht."
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    "text": "Du schreibst, dass Milly vermutlich an Bord war."
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    "text": "Es"
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    "end": 2170.36,
    "text": "ist nicht ganz sicher, also so wie sich alles auch um seinen Tod, wie das dann auch Jahrzehnte danach noch immer irgendwie der Fokus vieler unterschiedlicher Theorien waren."
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    "text": "gibt es auch hier Theorien, dass sie nicht dabei war und quasi so untergetaucht ist."
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    "text": "Aber es ist eben sehr wahrscheinlich, weil man dann halt auch nie wieder was von ihr gehört hat, dass sie mit an Bord war."
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    "text": "Aber wir wissen halt nicht wahnsinnig viel über sie selbst, was man nicht über die Geschichte vom Johannort wissen."
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    "text": "Ja, verstehe."
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    "end": 2198.28,
    "text": "Ich merke jetzt erst, dass es nicht die einzige Geschichte in dem Buch ist, wo Menschen in einem Ozean verschwinden und lange Zeit noch Gerüchte über die Person verbreitet werden."
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    "text": "Haben wir die schon vorgelesen?"
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    "text": "haben wir noch nicht vorgelesen, ne?"
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    "text": "die kennen ihn natürlich auch zu genüge."
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    "text": "Weil sie in der Live-Show vorkamen."
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    "text": "Ja, ganz genau."
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    "text": "Aber"
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    "end": 2218.8,
    "text": "weißt du, was mir noch interessiert, die Geschichte mit Rudolf?"
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    "end": 2225.72,
    "text": "Weil Rudolf, der gilt ja auch als progressiver innerhalb der Habsburger Familie."
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    "text": "Und der wär der Nachfrage gewesen, oder?"
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    "text": "Also er war der..."
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    "text": "Der Crown Prince."
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    "end": 2229.96,
    "text": "Er war der Crown Prince."
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    "text": "Und welchen Zusammenhang hat es eigentlich, dass der Johann... just in dem Moment dann abdankt in dem Moment, wo Rudolf dann nicht mehr am Leben ist."
  },
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    "end": 2243.7,
    "text": "Also wir wissen nicht inwieweit es tatsächlich ein Auslöser war, also so wie ich es auch geschrieben habe."
  },
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    "text": "Es ist, wir können ja dahin gehend nur vermuten, dass es ihn dorthin irgendwie getrieben hat, aber seine Beziehung zu Rudolf war so ein bisschen auf und ab."
  },
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    "end": 2255.34,
    "text": "Also eigentlich sehr gut verstanden."
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    "end": 2256.18,
    "text": "dann wieder nicht."
  },
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    "end": 2262.44,
    "text": "gewisse Anwandlungen des Johann Orte haben dann dieses, wie soll ich sagen, diese Beziehung."
  },
  {
    "start": 2262.5,
    "end": 2284.48,
    "text": "so ein bisschen auf eine Zereisprobe gestellt, aber sie waren eben wieder davor, sich wieder besser zu verstehen und weil er eben auch so ein bisschen, wie soll ich sagen, weil sie sich schon recht ähnlich waren in ihren Ansichten und sich deswegen auch gut verstanden haben, aber nachdem Rudolf sich dann umbringt und seine Geliebte ermordet."
  },
  {
    "start": 2285.38,
    "end": 2289.66,
    "text": "dann macht es höchstwahrscheinlich was mit Johann Ort und aufgeschrieben hat das so nicht."
  },
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    "text": "Er schreibt zwar drüber, dass es sehr traurig ist, aber gibt es dann eben nicht so als Grund an."
  },
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    "end": 2312.98,
    "text": "Aber es kann natürlich sein, dass er so das Gefühl gehabt hat, dass er jetzt hier einen Verbündeten auch verloren hat im Kaiserhaus und das treibt ihn dann halt auch an, quasi sich aus diesem Kaiserhaus zu verabschieden, indem er alle würden und seine Mitgliedschaft quasi abgibt."
  },
  {
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    "end": 2320.1,
    "text": "Also du meinst, vielleicht hätte unter Rudolf vielleicht eine Karriere auch am Hof für sich selber sich vorstellen können?"
  },
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    "end": 2327.34,
    "text": "Vielleicht, obwohl so wie ich ihn kennengelernt habe, glaube ich, eine Karriere am Hof wäre ohnehin nicht sein."
  },
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    "text": "Das gewesen auch das Ganze wäre viel progressiver geworden, als es zu diesem Zeitpunkt war."
  },
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    "end": 2339.4,
    "text": "Und die Wahrscheinlichkeit ist dann auch wieder relativ gering, weil es braucht da nicht nur eine Person, die relativ progressiv denkt, sondern auch ein ganzes System."
  },
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    "end": 2341.54,
    "text": "Und das System ist sie auch."
  },
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    "end": 2344.88,
    "text": "was gewesen, dass sie ja an Ort ständig angebrankert hat."
  },
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    "end": 2353.52,
    "text": "Aber wie wir jetzt auch schon in sehr sehr vielen Folgen auch besprochen haben, Seereisen im Jahrhundert waren einfach..."
  },
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    "text": "Ja, Seereisen eigentlich immer."
  },
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    "end": 2367.52,
    "text": "Also in meinem Zug zu sie wäre weniger gefährlich geworden, aber grundsätzlich, die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Seereise nicht überlebst, die war relativ hoch."
  },
  {
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    "end": 2372.78,
    "text": "Umso erstaunlicher, dass man zwanzig Jahre lang warten musste, bis man endlich vertruderklärt werden konnte."
  },
  {
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    "end": 2380.96,
    "text": "Na ja, solange man ihn halt nicht findet und wenn es dann am Atlantik verloren geht, ist die Wahrscheinlichkeit halt auch recht gering, dass man dich findet."
  },
  {
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    "end": 2387.82,
    "text": "Ja eben, deshalb könnte man auch von diesen zwanzig Jahren weggehen und sagen, es reicht auch ein Jahr, weil dann schon klar ist, dass man nicht mehr zurückkommen wird."
  },
  {
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    "end": 2401.24,
    "text": "Na ja, da kommt dann halt wieder dazu, dass man nicht weiß, wo er tatsächlich, also ob er tatsächlich auf dem Wasser war, also ob er mit war, beim Schieffall ist es dann weiter vor Richtung Chile."
  },
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    "text": "Ich glaube, es ist halt auch einfach so der Standard, dass du, wenn jemand vermisst wurde, dass du dann halt diese Friste einhalten musst."
  },
  {
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    "text": "Ich glaube vor allem bei so einer hochrangigen Person wie ihm."
  },
  {
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    "end": 2421.02,
    "text": "Weil wir kennen das ja auch aus anderen Geschichten, dass er dann sein kann, dass jemand kommt und sagt, ja, ich bin der."
  },
  {
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    "end": 2422.62,
    "text": "Eben."
  },
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    "end": 2432.28,
    "text": "Und um solchen Betrugsfällen vorzubeugen, wäre es ja sinnvoll, diese Zeit Wo man sich offiziell als diese Person deklarieren kann, verkürzt."
  },
  {
    "start": 2432.44,
    "end": 2440.08,
    "text": "Ja, andererseits, wenn da jemand kommt und sagt, hey, ich bin's, obwohl man ihn offiziell für Tod erklärt hat, glaubt die Aufregung wäre dieselbe, oder?"
  },
  {
    "start": 2441.44,
    "end": 2446.68,
    "text": "Man wird trotzdem versuchen und nicht einfach nur sagen, nein, du bist für Tod erklärt und dort kann's es nicht sein."
  },
  {
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    "text": "Gilt"
  },
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    "start": 2447.26,
    "end": 2448.08,
    "text": "halt nicht, Entschuldigung."
  },
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    "end": 2450.34,
    "text": "Ja."
  },
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    "end": 2457.82,
    "text": "Sehr gut, ich hatte ja schöne Geschichte, die du da für uns aufgeschrieben, recherchieren aufgeschrieben hast."
  },
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    "end": 2459.16,
    "text": "Danke dir."
  },
  {
    "start": 2459.2,
    "end": 2463.2,
    "text": "Was würdest du sagen, soll ich jetzt eine deiner Geschichten vorlesen?"
  },
  {
    "start": 2463.96,
    "end": 2464.54,
    "text": "Ich bitte darum."
  },
  {
    "start": 2465.72,
    "end": 2466.36,
    "text": "Vortragen."
  },
  {
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    "end": 2469.58,
    "text": "Ich werde es tun."
  },
  {
    "start": 2472.24,
    "end": 2476.88,
    "text": "Die Geschichte heißt Aufbratkur und Pinguindiet mit Armutzen."
  },
  {
    "start": 2479.06,
    "end": 2486.04,
    "text": "Im März, ist ein Expeditionsschiff die Belgika auf dem Weg Richtung Südpol."
  },
  {
    "start": 2487.12,
    "end": 2498.86,
    "text": "Inzwischen haben sie den einund siebzigsten Breitengrad passiert und die Mannschaft um den Belgier Adrien de Chalache befindet sich damit so südlich wie nur wenige Forschungsreisende zuvor."
  },
  {
    "start": 2500.12,
    "end": 2506.32,
    "text": "Allerdings hat wohl niemand vor ihnen so lange Zeit dort verbracht, denn plötzlich stecken sie fest."
  },
  {
    "start": 2507.04,
    "end": 2512.04,
    "text": "Wobei plötzlich eigentlich falsch ist, die missliche Lage zeichnete sich zuvor schon ab."
  },
  {
    "start": 2512.8,
    "end": 2523.36,
    "text": "Das Packageis um die Belgiker wurde in den vergangenen Wochen immer dichter, bis sie schließlich Anfang März, achtzehn, achtundneunzig gänzlich umschlossen sind und nicht weiterfahren können."
  },
  {
    "start": 2524.32,
    "end": 2526.16,
    "text": "Das war so natürlich nicht geplant."
  },
  {
    "start": 2527.12,
    "end": 2535.58,
    "text": "Es sollten zwar einige Männer in der Antarktis überwintern, aber das Schiff mit der internationalen Besatzung sollte den Winter in Australien verbringen."
  },
  {
    "start": 2536.38,
    "end": 2540.72,
    "text": "Denn welches Unglück ihnen durch das Packageis drohen konnte, war ihnen bewusst."
  },
  {
    "start": 2541.56,
    "end": 2550.24,
    "text": "Zahlreiche Expeditionen vor ihnen endeten in einer Katastrophe, nachdem die Schiffe vom Eis eingeschlossen und manchmal auch zerquetscht worden waren."
  },
  {
    "start": 2551.48,
    "end": 2557.76,
    "text": "Ob die Belgiker auf dem Weg in die Antarktis dem immensen Druck des Packeises würde standhalten können?"
  },
  {
    "start": 2558.72,
    "end": 2559.52,
    "text": "Niemand wusste es."
  },
  {
    "start": 2560.28,
    "end": 2572.6,
    "text": "Zumal das Schiff ein ehemaliges Robbenfängerschiff mit drei Masten und einer Länge von über dreißig Metern zwar für die Expedition umgebaut worden war, aber Genügte das, um eismeertüchtig zu sein?"
  },
  {
    "start": 2573.8,
    "end": 2582.6,
    "text": "Der Rumpf des Schiffes war mit Holz ummantelt worden und die Schiffsschraube ließ sich einklappen, damit sie nicht zu schaden kam, falls sie im Eis eingeschlossen wurde."
  },
  {
    "start": 2583.6,
    "end": 2591.22,
    "text": "Niemand ahnte zu dem Zeitpunkt, dass sie mehrere Tausend Kilometer ohne die Möglichkeit zu steuern würden zurücklegen müssen."
  },
  {
    "start": 2592.06,
    "end": 2597.8,
    "text": "Sie konnten nur hoffen, dass der antarktische Frühling in ein paar Monaten die Fahrrinne wieder freigeben würde."
  },
  {
    "start": 2598.54,
    "end": 2610.68,
    "text": "Andernfalls drohte ihnen das Schicksal der USS Channette, die die Achtzehn-Näunzebte im arktischen Ozean festfrore und vom Eis so stark gequetscht wurde, dass das Schiff Achtzehn-Einund-Achtzig sank."
  },
  {
    "start": 2610.74,
    "end": 2619.88,
    "text": "Die Eisdrift der USS Channette inspirierte allerdings einen der berühmtesten Polarforscher zu einem waghalsigen Experiment."
  },
  {
    "start": 2620.7,
    "end": 2630.7,
    "text": "Friedtjof Nansen ließ sich mit seiner Mannschaft absichtlich auf der Fram im Polarmeer einfrieren, um sich mit der Meeresströmung über den Nordpol treiben zu lassen."
  },
  {
    "start": 2631.36,
    "end": 2639.42,
    "text": "Drei Jahre war das Schiff fest in der Hand des Packeises, ehe sie, in den Spitzbergen, wieder auf offenes Wasser stießen."
  },
  {
    "start": 2640.28,
    "end": 2648.12,
    "text": "Nansen und Frederik Jalmar Jornsen waren allerdings nicht mehr an Bord, weil sie sich zu Fuß auf den Weg zum Nordpol gemacht hatten."
  },
  {
    "start": 2648.82,
    "end": 2654.5,
    "text": "Den erreichten sie zwar nicht, aber beide überlebten äußerst beschwerliche Monate in einem Winterlager."
  },
  {
    "start": 2655.62,
    "end": 2661.96,
    "text": "Doch zurück zur Belgika, deren Weg in den Süden anfang März, der durch das Packer ist gestoppt wurde."
  },
  {
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    "end": 2671.96,
    "text": "An Bord des Schiffes können die Männer jetzt nur noch warten, sich auf eine monatelange Nacht vorbereiten und darauf hoffen, im nächsten Frühjahr weiterfahren zu können."
  },
  {
    "start": 2672.98,
    "end": 2681.78,
    "text": "Mit der Polarnacht stand ihnen eine lange Phase der Dunkelheit bevor und jeden Tag wuchs die Unsicherheit, ob sie dieses Abenteuer überleben werden."
  },
  {
    "start": 2681.82,
    "end": 2686.3,
    "text": "Sie waren schließlich die Ersten, die den Winter in der Antarktis verbrachten."
  },
  {
    "start": 2687.14,
    "end": 2689.16,
    "text": "Und das führte zu ungeernten Problemen."
  },
  {
    "start": 2690.46,
    "end": 2696.08,
    "text": "Aber von Anfang an, wie kommt die Mannschaft um durch Herr Lasch überhaupt in diese vertragte Situation?"
  },
  {
    "start": 2697.2,
    "end": 2703.08,
    "text": "Die Belgika Expedition leitet den Beginn des goldenen Zeitalters der Forschung in der Antarktis ein."
  },
  {
    "start": 2703.94,
    "end": 2717.5,
    "text": "Ein Kontinent übrigens, der auch Ende des neunzehnten Jahrhunderts noch ziemlich unbekannt war, und in den nächsten Jahrzehnten viele Abenteurer des Lebens kosten sollte, aber auch einigen Forschern einen festen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte."
  },
  {
    "start": 2718.48,
    "end": 2726.98,
    "text": "Einer davon ist der wohl bekannteste und erfolgreichste Entdeckungsreisende beider Polaregionen, der norwegische Polarforscher Roald Amundsen."
  },
  {
    "start": 2727.92,
    "end": 2733.72,
    "text": "Als zweiter Offizier ist er ebenfalls an Bord der Belgika und Teilnehmer dieser Forschungsreise."
  },
  {
    "start": 2734.62,
    "end": 2738.3,
    "text": "Eine Reise, die zu seiner ersten großen Bewährungsprobe werden soll."
  },
  {
    "start": 2739.38,
    "end": 2745.86,
    "text": "Doch die ganze Unternehmung fußt auf der Initiative eines Mannes, der auch die Leitung der Expedition innehaben wird."
  },
  {
    "start": 2746.52,
    "end": 2754.4,
    "text": "Adriane de Chalache de Gommerie, der Belgier, ausgebildet in der Marine, träumt von einem großen Polamierabenteuer."
  },
  {
    "start": 2755.18,
    "end": 2765.8,
    "text": "Die Antarktis hat es ihm angetan, seitdem er von einem geplanten Expeditionsprojekt nach Grahamland, einem Teil der antarktischen Halbinsel im Westen Antarktikas, erfahren hatte."
  },
  {
    "start": 2766.88,
    "end": 2774.62,
    "text": "Aus dieser Reise wurde jedoch nichts, und es dauerte im übrigen bis neunzehntundzechsundreißig eher erstmals Menschen Graham Land betraten."
  },
  {
    "start": 2775.72,
    "end": 2786.04,
    "text": "Für seine Antarktispläne fehlt es durch Herr Lasch allerdings erst mal an einer Mannschaft, einem Schiff und überhaupt an Geld, um eine solche Expedition zu finanzieren."
  },
  {
    "start": 2786.92,
    "end": 2789.1,
    "text": "Keine besonders guten Voraussetzungen also."
  },
  {
    "start": 2790.18,
    "end": 2794.66,
    "text": "Und so dauert es tatsächlich einige Jahre, bis er die notwendigen Mittel stellen kann."
  },
  {
    "start": 2795.48,
    "end": 2801.22,
    "text": "Deklariert wird das Unternehmen als Forschungsreise, eine Expedition zur Erkundung des Südpolamiers."
  },
  {
    "start": 2802.14,
    "end": 2812.34,
    "text": "Durch Erlasch will die bislang unbekannten Küssen der Antarktis kartieren und den magnetischen Südpol finden, denn deren Arktis war bis dahin weitestgehend unerforscht."
  },
  {
    "start": 2813.32,
    "end": 2819.02,
    "text": "Es gab überhaupt nur drei Expeditionen, die vor der Belgika den siebzigsten Breitengrad überquerten."
  },
  {
    "start": 2819.88,
    "end": 2826.62,
    "text": "Der Polarforscher James Clarke Ross hielt seit Achtzehn-Einundvierzig den Südrekord mit Achtundsiebzig Grad."
  },
  {
    "start": 2827.76,
    "end": 2845.1,
    "text": "Mehr als drei Jahre braucht Herr Lasch schließlich für die Vorbereitung und es kommt ihm zugute, dass auf dem internationalen geografischen Kongress Achtzehn-Fünfundneunzig in London der Entschluss gefasst wird, alles dafür zu tun, mehr über den bislang unbekannten Kontinent im Süden zu erfahren."
  },
  {
    "start": 2846.3,
    "end": 2848.26,
    "text": "Jetzt steht auch König Leopold II."
  },
  {
    "start": 2848.8,
    "end": 2864.2,
    "text": "Geldmittel zur Verfügung, der eigentlich mehr auf belgische Kolonien in Afrika setzte, wo er später im Kongo zur Kautschuk-Gewinnung ein grausames Regime etablieren wird, dem durch Sklaverei und Zwangsarbeit Millionen Menschen zum Opfer fallen."
  },
  {
    "start": 2865.48,
    "end": 2871.24,
    "text": "Einen weiteren Teil des Geldes bekommt durch Erlarsch durch eine landesweite Spendenkampagne zusammen."
  },
  {
    "start": 2872.44,
    "end": 2882.18,
    "text": "Die Belgiker Expedition ist ein nationalistisches Projekt, das Belgien einen festen Platz in der künftigen Verteilung der südlichsten der Kontinente sichern soll."
  },
  {
    "start": 2882.9,
    "end": 2889.06,
    "text": "Ein Ausrufezeichen für das noch junge Land, das sich erst achtzehn Dreißig von den Niederlanden unabhängig machen konnte."
  },
  {
    "start": 2890.0,
    "end": 2893.46,
    "text": "Der entsprechende Name für das Schiff ist daher auch schnell gefunden."
  },
  {
    "start": 2894.22,
    "end": 2899.04,
    "text": "Aber lassen sich in Belgien überhaupt genug erfahrene Seeleute für so ein Abenteuer finden?"
  },
  {
    "start": 2899.82,
    "end": 2900.6,
    "text": "Vermutlich kaum."
  },
  {
    "start": 2901.12,
    "end": 2905.7,
    "text": "Zumindest ist der Herr Lasch froh um einige Bewerbungen, die ihn aus Norwegen erreichen."
  },
  {
    "start": 2906.46,
    "end": 2911.12,
    "text": "Darunter befindet sich ein gewisser Armunzen, der sich um einen Posten als Matrose bemüht."
  },
  {
    "start": 2912.08,
    "end": 2918.82,
    "text": "Neben erfahrenen Seeleuten fehlt der Herr Lasch außerdem noch ein Schiffsarzt, doch Zeit für eine weitere Ausschreibung bleibt nicht."
  },
  {
    "start": 2919.78,
    "end": 2928.66,
    "text": "Daher entscheidet er sich für den Mann, der vor ein paar Monaten ein Telegramm aus New York sendete und seine eigene Ausrüstung samt Schlittenhunden mitbringen will."
  },
  {
    "start": 2929.56,
    "end": 2933.6,
    "text": "und der auch noch Expeditionserfahrung im Nordpolar mehr vorweisen kann."
  },
  {
    "start": 2934.44,
    "end": 2941.86,
    "text": "Er hatte schon einen Winter in der Arktis überlebt und dabei Erfahrungen gesammelt, die den Belgikatrupp noch das Leben retten sollten."
  },
  {
    "start": 2942.7,
    "end": 2949.88,
    "text": "Frederick Cook, der US-amerikanische Seefahrer, Polarforscher und Arzt, will in Südamerika zusteigen."
  },
  {
    "start": 2950.74,
    "end": 2961.28,
    "text": "Seine eigenen Arktispläne einer amerikanischen Expedition sind zuvor gescheitert, also versuchte er sein Glück, als er in der Zeitung von der bevorstehenden belgischen Unternehmung las."
  },
  {
    "start": 2962.62,
    "end": 2966.38,
    "text": "Am sechzehnten August, eighteenhundertzehneundneunzig geht es endlich los."
  },
  {
    "start": 2967.28,
    "end": 2971.74,
    "text": "Das Schiff verlässt den Hafen von Antwerpen über den Atlantik Richtung Südamerika."
  },
  {
    "start": 2972.38,
    "end": 2978.38,
    "text": "Mittenbord befinden sich dreiundzwanzig Männer, davon dreizehn aus Belgien und zwei Katzen."
  },
  {
    "start": 2978.42,
    "end": 2982.58,
    "text": "Doch die Reise in den Süden ist eine einzige Unglückserie."
  },
  {
    "start": 2983.22,
    "end": 2993.5,
    "text": "Die Belgika wird mehrfach durch Stürme beschädigt, sie läuft aufgrund und einige Zeit sieht es sogar so aus, als würde sie es nicht einmal schaffen, die Spitze Südamerika zu umschiffen."
  },
  {
    "start": 2994.68,
    "end": 2997.06,
    "text": "Und nicht nur mit dem Schiff an sich gibt es Probleme."
  },
  {
    "start": 2997.84,
    "end": 3003.98,
    "text": "Teile der ohnehin recht unerfahrenen Mannschaft verlassen die Gruppe, ehe es überhaupt richtig losgeht."
  },
  {
    "start": 3004.66,
    "end": 3011.74,
    "text": "In Chile, wo sie in Punta Arenas an der Magellanstraße halt machen, kommt es zum Streit innerhalb der Besatzung."
  },
  {
    "start": 3012.42,
    "end": 3012.94,
    "text": "Die Lösung?"
  },
  {
    "start": 3013.58,
    "end": 3020.64,
    "text": "Vier Männer werden zurückgelassen, darunter auch der Koch, was sich später noch negativ auf die Stimmung an Bord auswirken soll."
  },
  {
    "start": 3021.54,
    "end": 3025.42,
    "text": "Und ein Matrose stirbt sogar, als er bei einem Unwetter überbaut geht."
  },
  {
    "start": 3026.82,
    "end": 3035.32,
    "text": "Weitere Streitigkeiten und Reparaturarbeiten verzögern die Fahrtrichtung an der Arktis, inzwischen liegt die Expedition Monate hinter dem Zeitplan."
  },
  {
    "start": 3036.24,
    "end": 3042.82,
    "text": "Dennoch nehmen sich die Männer Zeit für zahlreiche Ausflüge in Gegenden, die vor ihnen noch kein Mensch betreten hat."
  },
  {
    "start": 3043.64,
    "end": 3046.78,
    "text": "Sie wollen schließlich ihrem Ruf als Forschungsreisende gerecht werden."
  },
  {
    "start": 3047.84,
    "end": 3054.7,
    "text": "Dabei entdecken sie das größte dauerhaft in der Arktis lebende Landtier, das auch nach der Expedition benannt wurde."
  },
  {
    "start": 3055.3,
    "end": 3056.6,
    "text": "Belgika und Arktika."
  },
  {
    "start": 3057.72,
    "end": 3061.44,
    "text": "Wer hinter diesem Namen Pinguine vermutet, liegt falsch."
  },
  {
    "start": 3062.18,
    "end": 3064.04,
    "text": "Es handelt sich tatsächlich um Mücken."
  },
  {
    "start": 3064.84,
    "end": 3067.7,
    "text": "Wer hätte gedacht, dass sie sogar die an der Arktis bewohnen."
  },
  {
    "start": 3067.74,
    "end": 3082.9,
    "text": "Im März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März, aus dem März."
  },
  {
    "start": 3083.4,
    "end": 3086.62,
    "text": "Er nimmt dafür in Kauf, dass sie vom Packer ist eingeschlossen werden."
  },
  {
    "start": 3087.48,
    "end": 3093.74,
    "text": "Ohne das jedoch mit der Mannschaft abgesprochen zu haben, die davon ausgeht, dass sie demnächst wieder Richtung Norden fahren werden."
  },
  {
    "start": 3094.54,
    "end": 3099.1,
    "text": "Denn die Männer sind mehrheitlich dagegen, die Polarnacht im Packereis zu verbringen."
  },
  {
    "start": 3099.98,
    "end": 3101.82,
    "text": "Doch der Kapitän will den Südrekord."
  },
  {
    "start": 3103.1,
    "end": 3113.0,
    "text": "Der ursprüngliche Zeitplan war ohnehin nicht mehr einzuhalten, nachdem sie bereits im September die Antarktis erreicht haben wollten, um bis zur Polarnacht die Küsten kartografieren zu können."
  },
  {
    "start": 3113.86,
    "end": 3119.72,
    "text": "Die Geräuschkulisse muss gespenstisch gewesen sein, während das Eis um sie herum immer dichter wurde."
  },
  {
    "start": 3120.18,
    "end": 3122.9,
    "text": "Es knart und knirscht an allen Ecken."
  },
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    "end": 3130.1,
    "text": "Noch gibt es ein paar eisfreie Rinnen, also lässt durch Erlasch die Belgika weiter Richtung Süden fahren."
  },
  {
    "start": 3130.8,
    "end": 3137.54,
    "text": "Selbst wenn sie die Polarnacht gut überstehen, niemand kann wissen, ob sie das Packer ist, wenn man arktischen Sommer dann auch wieder frei gibt."
  },
  {
    "start": 3138.74,
    "end": 3149.06,
    "text": "Wenige Jahre zuvor plante der Polarforscher Nansen beim Versuch, Über den Nordpol zu treiben, auf der Fram Expedition, eine fünfjährige Drift mit dem Polar-Eis ein."
  },
  {
    "start": 3149.64,
    "end": 3151.06,
    "text": "Es wurden schließlich drei Jahre."
  },
  {
    "start": 3151.96,
    "end": 3155.72,
    "text": "Für so einen langen Zeitraum würden aber die Vorräte auf der Belgika nicht ausreichend."
  },
  {
    "start": 3157.0,
    "end": 3161.42,
    "text": "Am fünften März, achtzehn-achtern-neunzig, notiert durch Erlasch im Lokbuch."
  },
  {
    "start": 3162.42,
    "end": 3163.64,
    "text": "Die Segel sind aufgerollt."
  },
  {
    "start": 3163.98,
    "end": 3165.76,
    "text": "Das Schiff rührt sich nicht vom Fleck."
  },
  {
    "start": 3166.7,
    "end": 3167.28,
    "text": "Es ist soweit."
  },
  {
    "start": 3167.66,
    "end": 3168.58,
    "text": "Sie stecken fest."
  },
  {
    "start": 3169.48,
    "end": 3179.38,
    "text": "Viel Zeit für Vorwürfe an den Leiter der Expedition, Bleibt den Männern an Bord, allerdings nicht, denn die Belgiker muss schnellstens winterfest gemacht werden."
  },
  {
    "start": 3180.26,
    "end": 3184.48,
    "text": "Im Mai wird die Sonne untergehen und für drei Monate nicht mehr über den Horizont kommen."
  },
  {
    "start": 3185.62,
    "end": 3193.44,
    "text": "Erst dann ist es möglich an eine Rückreise zu denken, falls die Belgiker in der Zwischenzeit nicht zerquetscht wird, womit sie jederzeit rechnen müssen."
  },
  {
    "start": 3194.1,
    "end": 3202.58,
    "text": "Das Pack-Eis ist nämlich kein einheitlicher Block, sondern besteht aus vielen Eisschollen, die aneinanderschlagen, zerbrechen oder sich auftürmen."
  },
  {
    "start": 3202.62,
    "end": 3205.96,
    "text": "Von allen Seiten schlagen die Eismassen gegen das Schiff."
  },
  {
    "start": 3206.36,
    "end": 3213.06,
    "text": "Es dröhnt aus allen Richtungen, die Holzbalken stöhnen unaufförlich und sorgen für eine unheimliche Stimmung an Bord."
  },
  {
    "start": 3214.26,
    "end": 3216.34,
    "text": "Trotz allem bleibt die Mannschaft nicht untätig."
  },
  {
    "start": 3217.02,
    "end": 3220.98,
    "text": "Wenn sie schon eingeschlossen sind, wollen sie wenigstens ihre Forschungen weiterführen."
  },
  {
    "start": 3221.96,
    "end": 3226.7,
    "text": "Dafür bauen sie sich zwei Wellblechhütten auf das Eis, die sie als Observatorium nutzen."
  },
  {
    "start": 3227.74,
    "end": 3232.92,
    "text": "Aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie schleichend die Kälte und Langeweile befällt."
  },
  {
    "start": 3233.48,
    "end": 3237.82,
    "text": "Heftige Stürme sorgen dafür, dass die Männer tagelang das Schiff nicht verlassen können."
  },
  {
    "start": 3239.12,
    "end": 3243.14,
    "text": "Es dauert nicht lange, bis sich die andauernde Dunkelheit bemerkbar macht."
  },
  {
    "start": 3244.12,
    "end": 3252.2,
    "text": "Polar Anämie nennt Cook, der sich als Schiffsarzt um die Besatzung kümmert, die Krankheit, an der nun die Expedition zu Scheitern droht."
  },
  {
    "start": 3253.4,
    "end": 3257.98,
    "text": "Er ist der Einzige, der bereits einen Polar Winter an Borden des Schiffs erlebt hat."
  },
  {
    "start": 3258.68,
    "end": 3272.16,
    "text": "Ein Irrenhaus, nennt es Henrik Aktovsky, der als Ozeanograph an Bord der Belgika ist, zahlreiche Messungen durchführt und dabei feststellt, dass sie an Arktis ein eigenständiger Kontinent sein muss."
  },
  {
    "start": 3273.34,
    "end": 3278.58,
    "text": "Die nächsten Monate werden nun zu einem unfreiwilligen sozialen und medizinischen Experiment."
  },
  {
    "start": 3279.7,
    "end": 3287.66,
    "text": "Welche Auswirkungen haben monatelange Dunkelheit und einseitige Ernährung auf eine Gruppe, die eng an eng zusammenlebt?"
  },
  {
    "start": 3288.2,
    "end": 3292.22,
    "text": "und die nicht absehen kann, wann sie jemals wieder ihre Heimat erreichen wird."
  },
  {
    "start": 3293.3,
    "end": 3298.24,
    "text": "Und wer hätte gedacht, dass am Ende Pinguin Fleisch die eingeschlossenen retten sollte?"
  },
  {
    "start": 3299.32,
    "end": 3302.26,
    "text": "Schon bald fordert die Expedition ihr zweites Todesopfer."
  },
  {
    "start": 3303.1,
    "end": 3308.8,
    "text": "Diesmal ist es kein Unfall, sondern eine Folge der Polaranemie, wie Cooks Diagnose lautet."
  },
  {
    "start": 3309.68,
    "end": 3321.2,
    "text": "Emil Danko, der als Geophysiker und Bordest, bekommt Atem- und Herzprobleme und stirbt Anfang Juni, und damit sind noch siebzehn Männer an Bord."
  },
  {
    "start": 3321.3,
    "end": 3326.68,
    "text": "und die Wirkung der Polarnacht macht auch vor den anderen Expeditionsteilnehmern nicht Halt."
  },
  {
    "start": 3327.34,
    "end": 3333.74,
    "text": "Sie werden antriebslos, sind niedergeschlagen, klagen über Schmerzen in der Brust und fühlen sich geschwächt."
  },
  {
    "start": 3334.92,
    "end": 3341.1,
    "text": "Alle Matrosenseien von Herzkreislaufbeschwerden befallen, schildert Kuck, diese prekäre Situation."
  },
  {
    "start": 3342.22,
    "end": 3349.64,
    "text": "Und nun trifft es auch noch den ersten Offizier der Belgika und stellvertretenden Leiter der Expedition Georges Le Coant."
  },
  {
    "start": 3351.2,
    "end": 3355.08,
    "text": "Täglich geht es ihm schlecht, dass ein Puls wird schwächer, das Atmen fährt ihm schwer."
  },
  {
    "start": 3355.86,
    "end": 3358.88,
    "text": "Dazu kommen noch Schwellungen an den Augenliedern und Knöcheln."
  },
  {
    "start": 3359.9,
    "end": 3362.4,
    "text": "Er selbst hält seine Lage für aussichtslos."
  },
  {
    "start": 3362.66,
    "end": 3367.0,
    "text": "Aber guck, entwickelt in diesen Wochen eine Therapie gegen die Polaranemie."
  },
  {
    "start": 3368.12,
    "end": 3376.14,
    "text": "Zu ihrer Bekämpfung habe ich mir nun ein Verfahren zurechtgelegt, welches die Matrosen die Bratkuh nennen, beschreibt Kuckseinvorgehen später."
  },
  {
    "start": 3377.6,
    "end": 3383.42,
    "text": "Er erklärt in seinem Reisebericht, der in der Mitte des Jahrhunderts die Therapie folgendermaßen erscheint."
  },
  {
    "start": 3383.6,
    "end": 3397.66,
    "text": "Sobald der Puls unregelmäßig wird und auf hundert in der Minute steigt, Schwellungen und Augen und Knöcheln auftreten, wird der Patient täglich eine Stunde in entkleideten Zustand der direkten Bestrahlung durch ein offenes Feuer ausgesetzt."
  },
  {
    "start": 3398.84,
    "end": 3406.08,
    "text": "Seine Patienten, die Expeditionsteilnehmer, müssen sich also nackt vor den Schiffsofen setzen und in das Feuer schauen."
  },
  {
    "start": 3406.96,
    "end": 3412.26,
    "text": "Zudem erkennt er, dass es wichtig ist, die Betroffenen bei Laune zu halten und sie aufzumuntern."
  },
  {
    "start": 3413.32,
    "end": 3421.58,
    "text": "Der Belgier Le Coint wird so zu gucks erster Versuchsperson, an der er die ungewöhnlichen Behandlungsmethoden gegen die Polaranemie durchführt."
  },
  {
    "start": 3422.58,
    "end": 3431.02,
    "text": "Er war ein dankbarer Patient, nachdem Cook ihm zugesichert hatte, dass er nach einer Woche das Bett verlassen könne, wenn er sich strikt an seine Vorgaben halte."
  },
  {
    "start": 3432.08,
    "end": 3435.42,
    "text": "Daran geglaubt hat Cook zwar selbst nicht, aber tatsächlich."
  },
  {
    "start": 3435.78,
    "end": 3440.22,
    "text": "Le Coint erholt sich und übernimmt nach kurzer Zeit wieder seine Aufgaben an Bord."
  },
  {
    "start": 3441.52,
    "end": 3445.24,
    "text": "Entscheidenden Einfluss auf seine Genesung hat die Bratkur aber wohl weniger."
  },
  {
    "start": 3445.98,
    "end": 3453.64,
    "text": "Zwar gibt es Lichttherapien, aber ob die Helligkeit eines Ofens für einen Effekt ausreicht, müsste wohl in einer Studie noch bewiesen werden."
  },
  {
    "start": 3454.48,
    "end": 3457.96,
    "text": "Einen Placeboeffekt wird die Maßnahme in jedem Fall gehabt haben."
  },
  {
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    "end": 3462.68,
    "text": "Medizinisch bedeuten, da ist allerdings der von Kuck vorgeschriebene Ernährungsplan."
  },
  {
    "start": 3463.4,
    "end": 3469.38,
    "text": "Denn der Schiffsarzt verordnet seinen Patienten, nur mehr frisches Pinguin oder Robbenfleisch zu essen."
  },
  {
    "start": 3470.2,
    "end": 3472.92,
    "text": "Das Fleisch soll es so roh wie möglich verzehrt werden."
  },
  {
    "start": 3473.72,
    "end": 3477.26,
    "text": "Denn woran die Männer an Bord eigentlich leiden, ist Skorbut."
  },
  {
    "start": 3478.36,
    "end": 3486.24,
    "text": "Seit Monaten haben sie keine Nahrungsmittel mehr zu sich genommen, die Vitamin C enthalten, obwohl durch Relage sogar an Limettensaft gedacht hat."
  },
  {
    "start": 3487.24,
    "end": 3493.86,
    "text": "Der hat zwar weniger Vitamin C als Zitronen, aber setzte sich im neunzehnten Jahrhundert zur Prophylaxe gegen Skorbut durch."
  },
  {
    "start": 3494.82,
    "end": 3502.18,
    "text": "Auch wenn man damals noch nicht wusste, warum Citrusfrüchte gegen die Krankheit helfen, das Citrusfrüchte helfen war längst bekannt."
  },
  {
    "start": 3503.06,
    "end": 3510.34,
    "text": "Der Limettensaft an Bord mag zwar noch sauer geschmeckt haben, Vitamin C enthielt er aufgrund falscher Lagerung, aber nicht mehr."
  },
  {
    "start": 3511.66,
    "end": 3514.74,
    "text": "Damit erklären sich auch die Symptome der Expeditionsteilnehmer."
  },
  {
    "start": 3515.2,
    "end": 3518.96,
    "text": "Erschöpfung, Müdigkeit, Herzschwäche und Depressionen."
  },
  {
    "start": 3519.7,
    "end": 3536.78,
    "text": "Sie hatten wohl Glück, dass sie nicht im Nordpolar mehr unterwegs waren, denn dann hätte ihnen guck vielleicht rohes Eisbeerenfleisch verordnet und das hätte ihnen zu ihrem ohnehin geschwächten Zustand noch Magenprobleme bereitet, weil Eisbeerenfleisch häufig von Fadenwürmern, Trichinen befallen ist."
  },
  {
    "start": 3538.16,
    "end": 3541.66,
    "text": "Wie hilft aber jetzt der Verzehr von möglichst drohem Pinguinfleisch?"
  },
  {
    "start": 3542.54,
    "end": 3546.46,
    "text": "Wie die meisten Wirbeltiere bilden Pinguine ihre eigene Ascobinsäure?"
  },
  {
    "start": 3547.38,
    "end": 3553.88,
    "text": "Erhitzen zerstörte doch die Vitaminverbindung, weshalb ein roher Genuss zur Aufnahme von deutlich mehr Vitamin C führt."
  },
  {
    "start": 3554.78,
    "end": 3558.98,
    "text": "Allerdings zählt das sicher nicht zu den kulinarischen Höhepunkten der Expedition."
  },
  {
    "start": 3559.82,
    "end": 3566.0,
    "text": "Der verstorbene Danko soll Cux Ernährungsplan sogar mit den Worten lieber sterben zurückgewiesen haben."
  },
  {
    "start": 3567.14,
    "end": 3573.84,
    "text": "Mit der Zeit gewöhnen sich die meisten Besatzungsmitglieder dennoch an die fleischlastige Ernährung außer ihrem Leiter."
  },
  {
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    "end": 3580.1,
    "text": "Durch Herr Lasch verbringt die meiste Zeit geschwächt und von quälenden Kopfschmerzen geplagt in seiner Kabine."
  },
  {
    "start": 3581.76,
    "end": 3591.72,
    "text": "Vielleicht lässt sich die anfängliche Abneigung der Männer gegenüber dem neuen Ernährungsplan auch mit dem Expeditionskoch erklären, der in Südamerika als Ersatz einspringen musste."
  },
  {
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    "end": 3597.54,
    "text": "Zwar gibt es sich Mühe, aber Le Coant sprach aus, was alle dachten."
  },
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    "end": 3601.32,
    "text": "Er bereitete fast jedes Gericht auf dieselbe Weise zu."
  },
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    "end": 3613.2,
    "text": "So oder so bleibt das Pinguin-Fleisch speziell, auch wenn sie sich an den Geschmack gewöhnen, denn aus dem Fleisch ist der beißende Geruch von Guano, also Vogelkot, nicht wegzubekommen."
  },
  {
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    "end": 3616.7,
    "text": "Doch Cux Bemühungen zeigen schnelle Folge."
  },
  {
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    "end": 3624.8,
    "text": "Alle Verbliebenen und Besatzungsmitglieder überleben die Expedition, denn Skorbut bekommen sie mit dem Pinguin-Fleisch unter Kontrolle."
  },
  {
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    "end": 3630.9,
    "text": "Während sich an Bord des Schiffs menschliche Dramen abspielen, steht die Belgiker aber nicht still."
  },
  {
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    "end": 3643.56,
    "text": "Die Seefahrer können das Schiff zwar nicht mehr steuern und sitzen im Packereis fest, doch getrieben durch Strömungen trifftet das Eis zusammen mit der Belgika und ihrer Besatzung mehrere tausend Kilometer."
  },
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    "end": 3649.88,
    "text": "Nach drei Monaten nähert sich endlich das Ende der vollständigen Dunkelheit während der Polarnacht."
  },
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    "end": 3653.9,
    "text": "Siebzig Tage lang hat es die Sonne nicht über den Horizont geschafft."
  },
  {
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    "end": 3660.92,
    "text": "Alle Überlebenden an Bord hoffen, möglichst schnell weiterfahren zu können, doch es passiert nichts."
  },
  {
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    "end": 3666.06,
    "text": "Die Helligkeit kommt zurück, aber die Belgika bleibt fest im Griff der Eismassen."
  },
  {
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    "text": "Die Zeit vergeht, Monat um Monat."
  },
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    "end": 3672.8,
    "text": "Würden sie ein weiteres Jahr im Eis überleben?"
  },
  {
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    "end": 3674.42,
    "text": "Vermutlich nicht."
  },
  {
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    "end": 3679.92,
    "text": "Nahrung können sie rationieren, aber gesundheitlich bleiben einige Männer angeschlagen."
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    "text": "Daran ändern auch Bratkur und Pinguinfleisch nichts."
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    "end": 3686.08,
    "text": "Langsam werden sie ungeduldig."
  },
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    "end": 3692.1,
    "text": "Doch dann, Anfang Oktober, zu Beginn des antarktischen Sommers, sieht es endlich gut aus."
  },
  {
    "start": 3692.68,
    "end": 3699.12,
    "text": "Die Temperaturen steigen, das Packers bricht an einigen Stellen auf und es bilden sich erste kleine Fahrrinnen."
  },
  {
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    "end": 3700.74,
    "text": "Es kann losgehen."
  },
  {
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    "end": 3705.68,
    "text": "Die Mannschaft bereitet sich auf die Weiterfahrt vor und wird bitter enttäuscht."
  },
  {
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    "end": 3709.88,
    "text": "Es wird bald schon wieder deutlich kälter und die Fahrrinnen überfrieren."
  },
  {
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    "end": 3715.44,
    "text": "Auch wenn untertags die Sonne die Oberfläche zum Taun bringt, friert das Wasser in der Nacht wieder zu."
  },
  {
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    "end": 3728.54,
    "text": "Gegen Jahresende, als der Expeditionstrupp bereits das zweite Weihnachtsfest gefangen in der Kälte feiert, ist ihnen klar, das Eis wird sie nicht freiwillig vor der nächsten Polarnacht freigeben."
  },
  {
    "start": 3729.36,
    "end": 3735.1,
    "text": "Und viele Besatzungsmitglieder sind davon überzeugt, dass sie einen weiteren Winter auf der Belgika nicht überleben würden."
  },
  {
    "start": 3736.84,
    "end": 3740.3,
    "text": "Verzweifelt versuchen die Seemänner das Schiff vom Eis zu befreien."
  },
  {
    "start": 3740.68,
    "end": 3742.66,
    "text": "Sie hacken, schaufeln und sägen."
  },
  {
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    "end": 3745.02,
    "text": "Durch Herr Lasch hatte sogar ein Sprengstoff gedacht."
  },
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    "end": 3748.6,
    "text": "Eine halbe Tonne Toniet befindet sich an Bord."
  },
  {
    "start": 3749.4,
    "end": 3757.66,
    "text": "Sie füllen ein leeres Ölfass mit dem explosiven Gemänge, versenken es im Wasser und unter dem Eis und erwarten, die Eisscholle damit aufzubrechen."
  },
  {
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    "end": 3758.9,
    "text": "Aber nichts."
  },
  {
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    "end": 3764.72,
    "text": "Nur ein kleines Loch können sie ins Eis sprengen, das nach ein paar Stunden schon wieder zugefroren ist."
  },
  {
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    "end": 3771.42,
    "text": "Mit letzter Kraft schaffen sie es, bis Ende Januar einen Kanal zur nächsten Fahrrinne freizulegen."
  },
  {
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    "end": 3774.62,
    "text": "Doch das nächste Unglück lässt nicht lange auf sich warten."
  },
  {
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    "end": 3780.38,
    "text": "Das Eis schlägt schnell zurück, der Kanal ist wieder komplett zugefroren, bevor sie losfahren können."
  },
  {
    "start": 3781.32,
    "end": 3785.94,
    "text": "Und noch schlimmer, das Schiff droht jetzt zwischen zwei Eisplatten zerdrückt zu werden."
  },
  {
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    "text": "Der Entschloss ist gefasst."
  },
  {
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    "end": 3795.22,
    "text": "Die Crew packt schon mal ihre Sachen und bereitet sich auf einen langen Marsch übers Eis vor, den sie vermutlich nicht überleben wird."
  },
  {
    "start": 3796.98,
    "end": 3802.48,
    "text": "Verzweiflung und Zuversicht der Mannschaft sind im ständigen Wechsel ein frustrierendes Hin und Her."
  },
  {
    "start": 3803.06,
    "end": 3810.0,
    "text": "Sämtliche Hoffnung ist mal wieder verflogen, als sich, wie aus heiterem Himmel, Mitte Februar plötzlich ein Riss im Eis auftut."
  },
  {
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    "end": 3815.7,
    "text": "Die Platten beginnen zur Seite zu triften und auf einmal sehen die Männer eine Fahrrinne vor sich."
  },
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    "end": 3822.82,
    "text": "So fortsetzen sie die Segel, befreienden Rumpf des Schiffs vom Eis und schlängeln sich von Fahrrinne zu Fahrrinne."
  },
  {
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    "end": 3828.54,
    "text": "Sie eilen, denn die Gefahr bleibt bestehen, ein weiteres Mal eingeschlossen zu werden."
  },
  {
    "start": 3829.18,
    "end": 3836.2,
    "text": "Während die Besatzung die Belgiker zwischen den Packeisschollen hindurch manövriert, muss das Schiff seine letzte Bewährungsprobe bestehen."
  },
  {
    "start": 3836.98,
    "end": 3842.38,
    "text": "Denn das Eihisschläge mit solch einer Wucht gegen das Schiff, das jederzeit damit zu rechnen, ist leckzuschlagen."
  },
  {
    "start": 3842.8,
    "end": 3845.28,
    "text": "Ständig knallt das bedrohlich gegen die Bordwand."
  },
  {
    "start": 3846.1,
    "end": 3854.88,
    "text": "Am vierzehnten März, endlich, durchbricht die Belgiker Richtung Norden endgültig die Meer-Eis-Line Und die Crew ist erst einmal gerettet."
  },
  {
    "start": 3854.92,
    "end": 3862.44,
    "text": "Für einen neuen Südrekord hat es nicht gereicht, aber immerhin sind sie die Ersten, die einen Winter in der Antarktis überlebt haben."
  },
  {
    "start": 3863.28,
    "end": 3866.48,
    "text": "Nach über einem Jahr im Packhais ist die Mission zu Ende."
  },
  {
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    "end": 3869.3,
    "text": "Die Mannschaft segelt zurück Richtung Europa."
  },
  {
    "start": 3870.06,
    "end": 3875.74,
    "text": "Und so erreicht die Belgekarm, am fünften November, den Hafen von Antwerpen."
  },
  {
    "start": 3876.82,
    "end": 3879.2,
    "text": "Nicht so der Expeditionsleiter durch Erlasch."
  },
  {
    "start": 3879.76,
    "end": 3884.4,
    "text": "Er hatte im Streit mit Amunzen in Südamerika aus Protest schiff verlassen."
  },
  {
    "start": 3885.64,
    "end": 3895.34,
    "text": "Die Belgiker Expedition schreibt schon allein deshalb Geschichte, weil sie für die Ausbildung des Mannes sorgte, bald zum Superstar der Polar Expeditionen werden sollte."
  },
  {
    "start": 3895.66,
    "end": 3896.46,
    "text": "Roald Amunzen."
  },
  {
    "start": 3897.74,
    "end": 3908.74,
    "text": "Sein Freund Frederick Cook sollte auch für Schlagzeilen sagen, aber trotz seiner medizinischen Leistungen an Bord der Belgiker ging er doch vor allem als Nordpol hochstabler eine Geschichte rein."
  },
  {
    "start": 3909.56,
    "end": 3916.82,
    "text": "Er behauptete nämlich, als erster den neunzigsten Grad nördlicher Breite erreicht zu haben, was bereits damals stark bezweifelt wurde."
  },
  {
    "start": 3917.44,
    "end": 3936.46,
    "text": "Und nachdem ihm nachgewiesen worden war, dass er den Denali mit sechstausend einhundertundneinzig Metern der höchste Berg Nordamerikas, anders als behauptet, gar nicht bestiegen hatte und er wegen Aktienbetrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, war seine Reputation am Ende seines Lebens gänzlich dahin."
  },
  {
    "start": 3938.34,
    "end": 3945.38,
    "text": "Nach seiner Rückkehr gibt der Herr Lasch übrigens den Bau eines Schiffs in Auftrag, das inzwischen eines der bekanntesten überhaupt ist."
  },
  {
    "start": 3945.92,
    "end": 3957.48,
    "text": "Mit der Polaris plant er, Polarkreuzfahrten anzubieten, muss das Unternehmen jedoch aufgeben und verkauft das Schiff an Ernest Shackleton, der es in Endurance umbenennt."
  },
  {
    "start": 3958.26,
    "end": 3961.88,
    "text": "Das Schicksal der Endurance blieb der Belgiker Expedition erspart."
  },
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    "end": 3968.52,
    "text": "Denn nach fast dreihundert Tagen im hadaktischen Eis wurde das Schiff zerdrückt, und Sankt."
  },
  {
    "start": 3970.44,
    "end": 3974.32,
    "text": "Die Besatzung unterschädelten überlebte noch eine abenteuerlichen Rettungsaktion."
  },
  {
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    "end": 3982.58,
    "text": "Mehr als hundert Jahre später wurde im März, dass erstaunlich gutehalterne Wrakte Endurance entdeckt."
  },
  {
    "start": 3983.2,
    "end": 3985.78,
    "text": "Aber das ist eine andere Geschichte."
  },
  {
    "start": 3990.34,
    "end": 3994.9,
    "text": "Das ist"
  },
  {
    "start": 3996.0,
    "end": 4000.98,
    "text": "ja immer unglaublich."
  },
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    "end": 4001.94,
    "text": "Echt?"
  },
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    "end": 4002.94,
    "text": "Ja, ziemlich."
  },
  {
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    "end": 4007.62,
    "text": "Also hier, wenn es beim Lesen auch schon, jetzt wird alles gut."
  },
  {
    "start": 4008.74,
    "end": 4009.38,
    "text": "Jetzt wird alles gut."
  },
  {
    "start": 4013.16,
    "end": 4013.68,
    "text": "Ja, Puh."
  },
  {
    "start": 4014.26,
    "end": 4017.64,
    "text": "Was sich in dieser Geschichte so spannend findest, sind diese ganzen Verknüpfungen."
  },
  {
    "start": 4017.78,
    "end": 4023.42,
    "text": "Also du hast da schon den Armutsnand-Board, dann den Cook-An-Board, der später dann einige Zeit auch hast."
  },
  {
    "start": 4024.28,
    "end": 4028.78,
    "text": "Endecker des Nordpols Galt, dann gibt es dann ja am Ende noch dieser Verknüpfung zu Schäckelten."
  },
  {
    "start": 4030.34,
    "end": 4031.28,
    "text": "Ja, das ist mega gut."
  },
  {
    "start": 4031.4,
    "end": 4037.4,
    "text": "Also die Metapolaris, die da zu Endurance wird und von der Chalache gekauft."
  },
  {
    "start": 4037.64,
    "end": 4039.22,
    "text": "Übrigens wegen der Aussprache."
  },
  {
    "start": 4040.18,
    "end": 4040.84,
    "text": "nur zur Erklärung."
  },
  {
    "start": 4040.9,
    "end": 4043.96,
    "text": "Ich habe versucht rauszufinden, wie man ausspricht, so wie oft."
  },
  {
    "start": 4045.32,
    "end": 4049.52,
    "text": "Und er ist ja Belgier und im Französischen würden wir auch Chalache sagen."
  },
  {
    "start": 4050.52,
    "end": 4057.28,
    "text": "Aber ich habe einen Vortrag von einer Torein gehört, die über ihn geredet und sie hat ihn Gerlach genannt."
  },
  {
    "start": 4057.36,
    "end": 4065.06,
    "text": "und in einer anderen Quelle habe ich gehört, dass wenn man das G nicht französisch aussprucht, dass er eher sagt, ich habe ihn jetzt immer Gerlach genannt."
  },
  {
    "start": 4066.1,
    "end": 4069.74,
    "text": "Aber es ist wahrscheinlich auch ein bisschen ein Grenzfall."
  },
  {
    "start": 4073.08,
    "end": 4078.3,
    "text": "Mit diesem Namen, weil Belgien ja auch französisch, sprachig oder flemmisch und auch deutsch sein kann."
  },
  {
    "start": 4078.34,
    "end": 4079.38,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 4079.42,
    "end": 4080.66,
    "text": "Aber ja, durch Elasch."
  },
  {
    "start": 4081.16,
    "end": 4081.56,
    "text": "Schau mal."
  },
  {
    "start": 4082.62,
    "end": 4088.96,
    "text": "Aber auf jeden Fall diese Verknüpfung erinnert mich auch ein bisschen an eine Folge, die ich gemacht habe, nämlich die Franklin Expedition."
  },
  {
    "start": 4090.24,
    "end": 4104.22,
    "text": "Weil eines der Schiffe, die sie nehmen, sie nehmen ja die Terror und Airbus und die Terror ist ursprünglich ein Schiff gewesen, das im Jahr eighteenhundertzwölf bei einer Bombardierung eines amerikanischen Forst verwendet worden ist."
  },
  {
    "start": 4105.72,
    "end": 4119.16,
    "text": "Jene Bombardierung, wo ein, ich glaube eigentlich, ich weiß nicht, ob er tatsächlich Poet war oder nicht Rechtsanwalt, der auf jeden Fall das gesehen hat, ein Text drüber geschrieben hat und dieser Text wurde dann der Text für die amerikanische Hymne."
  },
  {
    "start": 4121.64,
    "end": 4132.16,
    "text": "Also die Verknüpfung ist hier, dass das selbe Schiff, das hier bei so einem geschichtlich so wichtigen Event dabei wäre, dass das dann auch verwendet worden ist, um in die Arktis zu fahren und dort dann verschollen ist."
  },
  {
    "start": 4133.479,
    "end": 4139.899,
    "text": "Aber ähnlich auch wie mit der Polaris und der Endurance zeigt aber natürlich auch, es hat nicht so viele Schiefer gegeben, die für so was gemacht waren."
  },
  {
    "start": 4140.84,
    "end": 4141.14,
    "text": "Ja genau."
  },
  {
    "start": 4141.2,
    "end": 4141.359,
    "text": "Das hat"
  },
  {
    "start": 4141.42,
    "end": 4142.42,
    "text": "er einfach so bauen können."
  },
  {
    "start": 4142.979,
    "end": 4146.939,
    "text": "Sondern die haben sehr speziell sein müssen und haben ja nachgerüstet werden müssen."
  },
  {
    "start": 4146.979,
    "end": 4149.06,
    "text": "Das sind ja die Arabs und die Terror auch."
  },
  {
    "start": 4149.979,
    "end": 4159.979,
    "text": "Hier hast du es ja auch beschrieben, dass die Belgiker ursprünglich auch mit allerlei Zusatz noch versehen worden ist, um überhaupt eine Chance zu haben, das zu überleben."
  },
  {
    "start": 4160.64,
    "end": 4161.0,
    "text": "Ja, genau."
  },
  {
    "start": 4161.3,
    "end": 4163.62,
    "text": "Die ist sie dann nochmal umgebaut haben und verstärkt haben."
  },
  {
    "start": 4165.08,
    "end": 4171.439,
    "text": "Wofür ich stolz bin ein bisschen bei dieser Geschichte ist, weil ich glaube, sie trägt den, also zumindest für meine Geschichte, den besten Titel."
  },
  {
    "start": 4172.24,
    "end": 4172.3,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 4172.88,
    "end": 4174.359,
    "text": "Auf Bratkuh und Ping-Wing-Diet."
  },
  {
    "start": 4174.64,
    "end": 4174.92,
    "text": "Absolut."
  },
  {
    "start": 4175.68,
    "end": 4176.12,
    "text": "Absolut."
  },
  {
    "start": 4177.18,
    "end": 4178.02,
    "text": "Diese Bratkuh."
  },
  {
    "start": 4178.859,
    "end": 4182.56,
    "text": "Also bis ihr die Geschichte gelesen habt, haben wir mal gedacht, was für eine Bratkuh kann das sein?"
  },
  {
    "start": 4183.08,
    "end": 4185.26,
    "text": "Aber"
  },
  {
    "start": 4185.3,
    "end": 4195.1,
    "text": "es ist ja tatsächlich auch schräg sich das vorzustellen, wie sie also nackt vor diesem Ofen sitzen und hoffen, dass ihnen das gesundheitlich hilft."
  },
  {
    "start": 4195.78,
    "end": 4203.74,
    "text": "Es ist nicht so abwege, weil es gibt ja auch Tageslichtlampen, die man heutzutage verwendet, auch um den Gemützzustand irgendwie zu verbessern."
  },
  {
    "start": 4204.26,
    "end": 4208.2,
    "text": "Aber das sind es halt Tageslichtlampen und nicht nur das Licht eines Feuers."
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    "text": "Genau, das habe ich eben auch gelesen, dass es Feuerlicht von dem Feuer wahrscheinlich nicht ausreicht, um tatsächlich einen Unterschied zu machen."
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    "text": "Vor allem wenn sie eigentlich einfach nur das kaputt haben."
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    "text": "Deswegen, das ist ganz interessant, das frische Fleisch, der Pinguine, das Essen wird, um das kaputt in den Griff zu kriegen, dann werden wir noch einmal begegnen, wenn wir eine andere Geschichte lesen."
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    "text": "Ah, sehr schön."
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    "text": "Das kommt noch einmal vor."
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    "text": "Ah, sehr schön."
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    "text": "Das fand ich eben auch so einen lustigen Fun-Fact, dass es, wenn es am Nordpuls stattgefunden hätte, also im arktischen Meer, dass sie dann mit dem Eisbärenfleisch sich keinen gefahren getan hätten."
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    "text": "Ja,"
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    "text": "ja."
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    "text": "Ja, das ist die Geschichte, würde ich sagen, die so sehr typisch ist für Expeditionsfolgen, von denen wir jetzt auch schon einige haben."
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    "text": "Die Expedition selber hat nicht wahnsinnig viel erreicht, aber es hat Leute hervorgebracht, die an gewisse Dinge erreicht haben wie Armunzen oder eben dann den Bau dieses Schiffes der Polaris im Nachhinein und dann diese Verknüpfung zu Schäkelten."
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    "text": "Wie soll ich sagen, ich habe auch das Gefühl, die Anzahl der Personen, die sich damals ernsthaft angeschickt haben, solche Expeditionen durchzuführen, die waren dann doch recht überschaubar, oder?"
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    "text": "man beginnt natürlich dann auch immer den selben Namen und man braucht dann gewissen, wie soll ich sagen, Geisteszustand."
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    "text": "sich in Kopf zu setzen, so was durchzuführen."
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    "text": "und ich glaube von denen, die es ernsthaft gemacht haben und dann auch die entsprechenden Unterstützungen dafür kriegen haben können, von denen hat es halt wahnsinnig viele"
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    "text": "gegeben."
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    "text": "Ich"
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    "text": "meine vielleicht dazu mehr geben und wir wissen einfach nichts von ihnen, weil sie einfach schon gestorben sind, bevor es"
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    "text": "immer"
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    "text": "Aber sich dieser Katie auszusetzen, ich weiß auch nicht, das freiwillig zu machen."
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    "text": "Ja, muss man mögen."
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    "text": "Andererseits andere Abenteurer, die sich in den Dschungel begeben haben."
  },
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    "text": "Da bist du relativ sicher, dass dich bald ein Fieber erfasst, wo du auch nicht weißt, ob du das überlebst."
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    "text": "Grundsätzlich einfach nicht gut, von daheim wegzugehen."
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    "text": "Andererseits viele Unfälle, die passieren sind Haushalt zu Unfällen."
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    "text": "Ich würde sagen, meiste Zeit im Bett liegen."
  },
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    "text": "Ein bisschen bewegen, damit die Muskeln nicht atrophieren, aber auf keine Leitern steigen und solche Dinge."
  },
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    "text": "Und dann lebt man, bis man ein Hundertzwanzig ist."
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    "end": 4378.4,
    "text": "Verstehe, ich möchte nur kurz noch den Hinweis geben, dass hier kein Medizinpodcast, also alle Dinge, die wir vor uns geben, da sind keine ernsthaft medizinischen Ratschläge."
  },
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    "text": "Darf Sie nicht auf uns berufen, wenn jemand nicht Hundertzwanzig ist?"
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    "text": "Sprich mir über das noch einmal, wenn ich mal ein Hundertzwanzigstens Geburtstag feiere, okay?"
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    "text": "Das Problem ist, Richard, dass ich älter bin als du."
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    "text": "Ach so."
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    "text": "Ich werde an dein Grab kommen."
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    "text": "Wer ist das mit dem Zipforspielen?"
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    "text": "Take that Daniel, take that."
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    "text": "Ja, würde ich sagen, Richard."
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    "text": "Da hätten wir zwei weitere Geschichten aus dem Buch, unsere Hörbuchfolge, unsere dritte auch."
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    "text": "Und ja, nächste Folge ist dann wieder eine reguläre Folge."
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    "end": 4422.36,
    "text": "Gut, machen wir noch einen kleinen Feedback-Hinweis-Block, auch hier in diesen Folgen."
  },
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    "start": 4422.9,
    "end": 4433.52,
    "text": "Wer uns Feedback geben will, zu dieser Folge oder an und kann es per E-Mail machen, Feedback-Get-Geschichte.fm, kann es auf den diversen Social-Media-Plattformen tun, dort heißt man Gemeindegeschichte.fm."
  },
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    "end": 4442.98,
    "text": "Kann es auch auf Masterdonton oder im Fediverse einfach Geschichte.social in ein Browser eingeben, dann landet man direkt auf unserem Profil."
  },
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    "start": 4443.92,
    "end": 4453.82,
    "text": "Und wer uns Reviewen will und all solche Dinge kann das zum Beispiel auf Apple Podcasts machen oder grundsätzlich einfach überall, wo man Podcasts bewerten kann."
  },
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    "end": 4459.68,
    "text": "Merge gibt es unter geschichte.shop und es gibt zwei Möglichkeiten, diesen Podcast werbefrei zu hören."
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    "end": 4465.08,
    "text": "Bei Apple Podcast gibt es den Kanal Geschichte Plus und bei Steady kann man sich den Feed kaufen für vier Euro im Monat."
  },
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    "end": 4467.64,
    "text": "Da gibt es alle Infos unter geschichte.fm."
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    "end": 4468.82,
    "text": "slash Steady."
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    "end": 4473.02,
    "text": "Und dann bedanken wir uns noch bei Lene Kieberl fürs Schneiden dieser Folge."
  },
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    "end": 4478.12,
    "text": "und dann... würde ich sagen, gehen wir an dem einen, das letzte Wort, der es immer hat."
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    "text": "Richtig."
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    "text": "Lernen ist ein bisschen Geschichte."
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    "end": 4491.12,
    "text": "Lernen ist ein bisschen Geschichte, dann werden sie sehen, wie das sich damals entrichtet hat."
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    "start": 4491.82,
    "end": 4493.04,
    "text": "Wie das sich damals entrichtet hat."
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    "end": 4498.26,
    "text": "Und zwar durch österreichische Truppen."
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    "text": "Nein, ich habe nur gemutet, damit man meinen Atmen nicht hört."
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  {
    "start": 4506.22,
    "end": 4510.38,
    "text": "Während die Walzen noch rotieren und die Geschichte um den unorthodoxen Ex-Herzog."
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  {
    "start": 4510.56,
    "end": 4511.44,
    "text": "Ex-Herz-Herz."
  },
  {
    "start": 4511.88,
    "end": 4512.8,
    "text": "Ex-Herz-Herzog."
  },
  {
    "start": 4513.32,
    "end": 4513.6,
    "text": "Die Hölle."
  },
  {
    "start": 4515.22,
    "end": 4521.32,
    "text": "Ich hab nicht dran gedacht, dass wir das Ganze auch noch vorlesen."
  }
]