[
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    "end": 3.36,
    "text": "Hallo und herzlich willkommen, liebe Gisigegen-Gutenberg-Fans."
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  {
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    "end": 9.1,
    "text": "Heute geht es um Zuversicht, Optimismus, weil das ja alles gar nicht so leicht ist im Moment."
  },
  {
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    "end": 14.92,
    "text": "Und doch sind wir bei Gisigegen-Gutenberg genau um diese zuversichtliche Einstellung bemüht."
  },
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    "text": "Heute spricht KT Gutenberg wieder aus seinem Buch dazu."
  },
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    "end": 23.0,
    "text": "Das Buch heißt drei Worte, neue Notizen aus der Gegenwart."
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    "end": 25.78,
    "text": "KT wird von Navalny erzählen."
  },
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    "end": 31.3,
    "text": "von dem Papst und wie wir der Angst, die wir heutzutage so spüren, begegnen können."
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    "end": 33.9,
    "text": "Viel Freude dabei, wünscht Ihnen Ihr Team."
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  {
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    "text": "Giese gegen Gutenberg."
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    "end": 43.96,
    "text": "Liebe Zuhörer und Zuhörer, auch heute geht es in den Kolumnen um die Vereinbarkeit von Ängsten und Zuversicht."
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  {
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    "text": "Drei Kolumnen, die in sehr unterschiedlicher Weise diesem Thema versuchen auf den Grund zu gehen."
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    "text": "Viel Freude, die erste Kolumne."
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    "text": "Ich habe Angst."
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    "text": "Diesen Satz habe ich zuletzt oft gehört, zu oft."
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    "text": "Die Bereitschaft, sich zu dieser Empfindung zu bekennen scheint, zu steigen."
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    "text": "Ebenso wie die Zahl der Gefühlsschonglöre, die von ihr profitieren."
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    "text": "Vor einigen Jahren durfte ich einer Frau begegnen, die ich immer aus der Ferne für ihre Gelassenheit ihr ansteckend fröhliches Wesen bewundert hatte."
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    "text": "Gleichzeitig gingen sie keinen Konflikten aus dem Weg."
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    "text": "Für ihre Streitlust und geistreichen Provokationen wurde sie medial verprügelt, in den sozialen Medien wüstbeschimpft mitunter bedroht."
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    "text": "Sie schien trotzdem Angst befreit."
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    "text": "Oder pflegte sie nur eine Fassade, hinter der es konstant brodelte?"
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    "text": "Sie hatte gerade eine Rede gehalten, die ihr wieder Kritik einbringen sollte, ich saß im Auditorium."
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    "text": "Ob sie denn keine Furcht kenne, keine Angst hätte."
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    "end": 121.56,
    "text": "Sie schaffen es nicht, zum ersten Mal mächtige Feinde zu reizen, die in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich sind."
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    "text": "Ihre Offenheit erstaunte mich."
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    "text": "Sie dachte kurz nach."
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    "text": "Ich lasse sie zu."
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    "text": "Meine Ängste, sagte sie, bevor sie von einer weiteren Bewunderin im Beschlag genommen wurde."
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    "end": 140.6,
    "text": "Ich fand die Antwort zunächst naiv."
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    "text": "Ängste fluten immer wieder unser Leben."
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    "end": 150.68,
    "text": "Sie kommen in Wellen, große und kleine, manche wirken wie Tsunamis."
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    "text": "Existenzielle Ängste, Furcht vor Verlust oder Reputationsschaden, gesetzt ist in der Liste lediglich der Tod."
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    "text": "Alles andere ist in der Regel ungewiss."
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    "text": "Nun kann man Ungewissheit als bedrückend oder ermunternd empfinden oder sie ins Unterbewusstsein verschieben."
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    "text": "Lange Jahre habe ich reagiert wie wohl viele andere."
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    "text": "Um im Bild der Flut zu bleiben, Statt die Ängste einzigern zu lassen, verdrängte ich sie hinter vermeintliche Schutzdämme."
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    "text": "Ein fataler Fehler."
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    "end": 190.54,
    "text": "Es mag widersprüchlich klingen, aber erst durch ihre Wahrnehmung, das zulassen der Ängste, kann ihre Überwindung gelingen."
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    "text": "Andernfalls vereinen sie sich mit den nächsten Wellen und schlagen nur umso heftiger zu."
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    "text": "Man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass Ängste, wie Traumata, durch Verdrängung eher potenziert werden."
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    "text": "Menschen in Führungspositionen hinterlassen regelmäßig den Eindruck des Unbeeindruckten."
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    "end": 212.08,
    "text": "Dies kann durchaus im Sinne einer firma oder politischen Botschaft sein."
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    "end": 217.18,
    "text": "Gefährlich wird es, wenn das Instrument sich des Wesens bemächtigt."
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    "end": 221.32,
    "text": "Das Negieren von Ängsten gilt manchmal als Ausweis ihrer Stellung."
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    "text": "Selbstkontrolle."
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    "end": 224.98,
    "text": "Nicht selten eine Chemere."
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    "end": 228.64,
    "text": "Schlimmstenfalls öffnet sich irgendwann ein Ventil."
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    "text": "Der Ängste lösen Weißreflexe aus, gerne nach unten, gerne gegenüber Schwächeren."
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    "text": "Dabei könnte man es auch anders sehen."
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    "end": 241.18,
    "text": "Begriffene Ängste als Brandmauer zum Hasardördar sein."
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    "end": 252.96,
    "text": "Von Mark Twain stammt der Satz, Mut ist Widerstand gegen die Angst, Beherrschung der Angst, aber nicht Abwesenheit von Angst."
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    "text": "Ist es etwa die Angst vor der Angst, die uns Angst macht?"
  },
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    "text": "Vor einiger Zeit hat mich ein Lächeln tief berührt."
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    "text": "Navalnis lächeln."
  },
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    "text": "Zwei Tage vor seinem Tod."
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    "text": "Das Video ging um die Welt."
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    "text": "Ein Lächeln, das für einen Augenblick die Gitterstäbe schmelzen ließ."
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    "text": "Zu Strohhalmen degradierte, an denen die Diktatoren dieser Erde sich festklammern mögen."
  },
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    "text": "War jeder Menschlichkeit."
  },
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    "text": "Ein Lächeln, das der Welt zu ruft, meine Heimat ist so viel mehr als eine Ansammlung gekränkter, gewaltbereiter, revisionistischer Seelen."
  },
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    "text": "Gewiss, es lässt sich auch ein Schimmer der oft beschriebenen russischen Melancholie erkennen."
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    "text": "Und doch wirkt es wie ein Auflehnen gegen die Spirale des Leidens, wie sie in Dostoyevsky's Tagebuch eines Schriftstellers aufscheinlich zitiere."
  },
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    "end": 317.28,
    "text": "Ich glaube, das Wichtigste, das wesentlichste geistige Bedürfnis des russischen Volkes ist das Bedürfnis, immer und unerfährlich überall und in allem zu leiden."
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    "end": 321.24,
    "text": "Mit diesem Lechzen nach Leid scheint es von jeher infiziert zu"
  },
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    "end": 321.58,
    "text": "sein.\"."
  },
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    "text": "Alexey Navalny aber lächelte."
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    "end": 334.94,
    "text": "Nein, er lachte, befreit, ein lächelndes Wärme ausstrahlt und damit der Kälte vorangegangener Urteile spottet."
  },
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    "text": "Auch der Brutalität eines Straflagers am Polarkreis."
  },
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    "text": "Nichts lässt Gewalt machtloser erscheinen als das freie Lächeln des Opfers."
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    "text": "Diese Kraft ist nicht jedem gegeben."
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    "text": "Und mit Navalny mögen Hoffnungen sterben."
  },
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    "text": "Nicht sein Lachen."
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    "end": 359.1,
    "text": "Erwarf es dem nahenden Ende und den Schlechtern dieser Erde entgegen."
  },
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    "text": "Unbeugsamkeit muss nicht mit dem Tod enden."
  },
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    "end": 370.36,
    "text": "Für mich ist Navalnys letztes Lebenszeichen aus dem Gefängnis nicht vergebend oder gar messianisch wie es einige kommentierten."
  },
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    "text": "vielmehr eine Antithese zur Angst."
  },
  {
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    "end": 385.76,
    "text": "Jener der Despoten, die Erbärmlichkeit von Diktatoren offenbart, sich im Trieb anderen größere Angst einzuflösen, als sie meinen, selbst zu empfinden."
  },
  {
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    "end": 391.12,
    "text": "Weniges aber fürchten sie mehr als das ehrliche Lächeln eines Menschen."
  },
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    "end": 400.66,
    "text": "Wenig später trat eine Frau an das Mikrofon der Münchner Sicherheitskonferenz, Julia Nawalnaja, von Schmerz gezeichnet."
  },
  {
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    "end": 404.14,
    "text": "Sie hatte Minuten vorher vom Tod ihres Mannes erfahren."
  },
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    "text": "Seine Botschaft in dessen lebt."
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    "end": 409.9,
    "text": "Eine Botschaft der Gerechtigkeit, nicht des Hasses."
  },
  {
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    "end": 425.26,
    "text": "Bevor sie ihre Kinder tröstete, erinnerte eine tapfere Frau die versammelten Staatenlenker, Militärs, Medienschaffenden und Strategen für einen flüchtigen Moment an den eigentlichen Maßstab ihrer Verantwortung."
  },
  {
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    "text": "Menschlichkeit."
  },
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    "text": "Navalny's letzter Post aus der Haft galt im Juli, July, Zweihnzwanzig, seiner Julia."
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    "text": "Sobald die Traurigkeit sich einschleicht, beginne ich an dich zu denken."
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    "text": "Ein Lächeln."
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    "end": 444.94,
    "text": "Heute Morgen habe ich Tchaikovsky's letzte Sinfonie, Pathetik, gehört."
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    "end": 452.28,
    "text": "Er hatte sie achtundundneinzig Uhr aufgeführt, wenige Tage, bevor er unter mysteriösen Umständen starb."
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    "text": "Die Komposition reflektiert Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung."
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    "text": "Der Schlussakord von Navalny hat eine andere Tonalität."
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    "text": "Seine Hänker sind weiter im Amt."
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    "text": "Navalnys Lächeln wird sie begleiten."
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    "text": "Lebenslang."
  },
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    "end": 486.04,
    "text": "Die letzte Kolumne handelt von zwei nicht unbekannten Staatenlenkern angesichts der Beerdigung des letzten Papstes."
  },
  {
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    "text": "Vor Kurzem."
  },
  {
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    "end": 489.32,
    "text": "Zwei Stühle."
  },
  {
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    "end": 492.72,
    "text": "in der Taufkapelle des Petersdoms."
  },
  {
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    "end": 501.52,
    "text": "Sie wirkten verloren vor der maximalen Autoritätskulisse des Katholizismus und schrumpften auf ihren Sitzen."
  },
  {
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    "end": 509.0,
    "text": "zwei Machtvolle auf ihre irdische Größe oder auf das, was das Leben aus ihnen geformt hat."
  },
  {
    "start": 509.54,
    "end": 516.679,
    "text": "Während wenig später der Papst zu Grabe getragen wurde, könnten diese Stühle über Gräber entschieden haben."
  },
  {
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    "end": 520.32,
    "text": "Inner und außerhalb ukrainischer Grenzen."
  },
  {
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    "end": 529.52,
    "text": "Die Stühle spiegelten trotz oder aufgrund der heiligen Heilen eine Profanität, wie man sie aus überladenen Hotelkonferenzräumen kennt."
  },
  {
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    "end": 533.02,
    "text": "Sie trugen zwei Schicksalslenker unserer Zeit."
  },
  {
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    "end": 541.8,
    "text": "Der eine maßgeblich getrieben von der ungewissen Zukunft eines geschundenen Landes, der andere von sich selbst."
  },
  {
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    "end": 546.56,
    "text": "Die Auswahl von Stühlen kann seit jeher eine Machtdemonstration sein."
  },
  {
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    "end": 552.48,
    "text": "Umso mehr sollten die umgebenden Räume einseitiger Kontrolle unterworfen sein."
  },
  {
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    "end": 558.62,
    "text": "Und doch verkleinern Drohne nicht nur jene, die vor ihnen stehen."
  },
  {
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    "end": 569.72,
    "text": "In Rom führten hingegen zwei einfache Stühle zu der Erkenntnis, dass sich Größen waren und zelebriertes Understatement wenigstens für einen Moment zu neutralisieren schienen."
  },
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    "end": 578.44,
    "text": "Als könnte Wechselseitig empfundene Dauerprovokation im Oval Office vor Kurzem auf die Spitze getrieben, einem innehalten Weichen."
  },
  {
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    "end": 584.74,
    "text": "Und sei es nur, um auf die Essenziale eines Dialogs reduziert zu werden."
  },
  {
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    "end": 593.58,
    "text": "Auf dem Petersplatz suchten derweil weltliche und kirchliche Amtsträge ihre Sitzgelegenheiten auf peinlich darauf bedacht, in welcher Reihe man platziert war."
  },
  {
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    "text": "Ein gelegentlich eitel gepflegtes Privileg."
  },
  {
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    "text": "Ein Ämter gebunden, nicht an den Menschen."
  },
  {
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    "end": 609.56,
    "text": "Einige Stunden später sollte in des der Mensch Jorge Mario Bergoglio in der Basilika Santa Maria Maggiore beerdigt werden."
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  {
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    "end": 620.24,
    "text": "Die Sitzgruppe in der Taufkapelle bestimmten jedoch zwei Amtsträger, Trump und Zelensky, die Ängste wie Hoffnungen beerdigt haben könnten."
  },
  {
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    "end": 626.48,
    "text": "Es wird sich zeigen, auch ob sich unterdessen auf einem Stuhl in Moskau ein Hintern bewegt hat."
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  {
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    "text": "Der Thron des Papstes ist vorübergehend vakant."
  },
  {
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    "end": 635.32,
    "text": "An Beichtstühlen soll es im Petersdom aber keinen Mangel geben."
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    "start": 635.72,
    "end": 645.12,
    "text": "Ich schreibe diese Kolumne auf dem Stagecoach Festival in Quarcella auf einem Klappstuhl, umgeben von fröhlich-schrill-bunden Country-Music-Afficionados."
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    "start": 645.42,
    "end": 660.8,
    "text": "Der Kontrast zu den grägojanischen Gesängen und dem Ornata-Kardinele und Bischöfe auf dem Petersplatz in Rom könnte an diesem Samstag kaum größer sein."
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