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    "text": ""
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    "text": "Hallo und herzlich willkommen bei Geschichten aus der Geschichte."
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    "text": "Mein Name ist Daniel"
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    "text": "und mein Name ist Richard."
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    "text": "Und wir sind zwei Historiker, die sich Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte erzählen, immer abwechselnd und immer so, dass der eine nie weiß, was der andere immer erzählen wird."
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    "text": "Genau so ist es."
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    "text": "Ich weiß nicht, ob es dir bewusst ist, aber wir sind bei Folge fivehundertdreißig angelangt."
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    "text": "Das ist mir bewusst, Daniel."
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    "text": "Das ist mir bewusst."
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    "text": "Fivehundertdreißig"
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    "text": "Ja, du hast über Vanille gesprochen, aber nicht nur über Vanille, sondern eigentlich über den ersten künstlichen Geschmackstoff, nämlich Vanillin."
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    "text": "Richtig."
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    "text": "Dario hat mich darauf hingewiesen, dass ich Vanillin fälschlicherweise als den ersten Naturstoff dargestellt habe, der künstlich hergestellt worden ist."
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    "text": "Das ist nämlich nicht richtig, das war nämlich Hahnstoff."
  },
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    "end": 90.2,
    "text": "Das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das."
  },
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    "end": 92.1,
    "text": "Den hat das an die Form von Hoden erinnert."
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    "end": 98.679,
    "text": "Weshalb er das Wort Orchis, also altgriechisch Orchis, heißt Hoden, für diese Pflanzen gewählt hat."
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    "text": "Und deshalb ist die Orchidee eigentlich eine Hodenpflanze."
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    "text": "Also Hodenpflanze und dann, wenn man sich die Ethymologie von Vanille anschaut, alles sehr, wie soll ich sagen, in eine Richtung gedacht, wenn man so will."
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    "end": 115.96,
    "text": "Außerdem gibt es noch einen Aussprachefehler, den ich korrigieren möchte."
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    "text": "Und zwar spreche ich von der Insel Réunion."
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    "text": "die ich falsch ausbauen möchte, möchte ich jetzt gar nicht wiederholen."
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    "text": "Ja, musst du schon sagen, hast du falsch ausgesprochen oder was?"
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    "end": 142.74,
    "text": "Jedenfalls, falls du dich jetzt zurücklehnst und dir denkst, bevor ich meine Geschichte erzähle, duft dich noch mal in meinen Raum hinein, wo so viele Bücher stehen und wenn es dann nach Vanille duftet, dann liegt es nicht nur an deinen Duftkerzen."
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    "text": "Du meinst, ich rieche in meinen Raum hinein, ich dufte ihn rein, weil dann würde ich den Duft abgeben."
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    "text": "Stimmt."
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    "text": "Du riecht natürlich auch immer nach Vanille."
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    "text": "Weil wir haben ja schon darüber geredet, dass Lignin auch, wenn es zerfällt, da kann Vanillinen stehen dabei."
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    "text": "Und dass daraus heutzutage das meiste Vanillin gemacht wird."
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    "text": "Und in alten Büchern ist aber noch Lignin drin."
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    "end": 174.0,
    "text": "Das heißt, wenn es zerfällt, dann kann es sein, dass man, wenn man in der Bibliothek sitzt und da sind so ein paar alte Bücher, dass das manchmal, dass man so ein Vanilletuft abbekommt."
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    "end": 174.9,
    "text": "Interessant."
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    "text": "Ich muss mal schauen, was ich ... ein paar ältere Bücher, die noch liegen innen enthalten, habe ich eh hier."
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    "end": 183.7,
    "text": "Muss ich mal riechen dran, um zu schauen."
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    "end": 186.1,
    "text": "Danke für den Hinweis."
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    "text": "Habe ich schon erwähnt, dass ich News als Hinweisgeber vergessen habe?"
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    "text": "Nein."
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    "text": "Wenn nicht, dann seid ihr hier mit nachgeholt."
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    "text": "Ja, nicht, dass ihr sie"
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    "text": "auch vergessen."
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    "text": "So viel Feedback dazu, es gibt noch viel mehr, aber das würde ich dann in den nächsten Feedback packen."
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    "text": "Sehr gut, der nächste Feedback wird sehr voll."
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    "text": "Ja, wird episch."
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    "text": "Gut, sehr gut."
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    "text": "Das bedeutet für mich, dass ich genüsslich meine Vanillekip verlassen kann jetzt, während ich da eine Geschichte lausche."
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    "text": "Nee, noch nicht, aber ich werde sobald die Saison eröffnen."
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    "end": 227.28,
    "text": "Sehr gut, sehr gut."
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    "end": 232.18,
    "text": "Gut, Daniel, wir springen nach Paris."
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    "end": 258.279,
    "text": "Paris, und zwar in den November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November."
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    "text": "Ein Bankett, das alles übertrifft, was Paris bis zu diesem Zeitpunkt jemals gesehen hat."
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    "text": "Was hier entsteht, da gibt es keinen Vergleich."
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    "end": 270.26,
    "text": "Es ist ein gigantisches Festmahl für Zehntausend Menschen."
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    "end": 277.0,
    "text": "Und in den Küchen des Hôtels de Ville, also dem Rathaus von Paris, herrscht Ausnahmezustand."
  },
  {
    "start": 277.98,
    "end": 280.88,
    "text": "Sechs ganze Ochsen drehen sich gleichzeitig an Spießen."
  },
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    "text": "Fünfundsiebzig Kälber, achthundert Trutenne, zweitausend Karpfen dazu."
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    "text": "Hechte, Rebhühner, Schafe, Passeten."
  },
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    "end": 294.28,
    "text": "Biskuis, Berge von Fleisch und Fisch, die jetzt im stunden Takt in hungrigen Mäulern verschwinden."
  },
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    "text": "Zehntausend Flaschen Wein stehen schon allein zu Beginn bereit, also für jeden eine."
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    "end": 303.719,
    "text": "Im Laufe des Tages werden dann noch achtzehntausend weitere klärt."
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    "text": "Also insgesamt achtundzwanzigtausend Flaschen Wein oder was?"
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    "end": 313.1,
    "text": "Also normal für die Zeugler."
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    "end": 325.0,
    "text": "Und mitten in diesem Strudel aus Hitze und Rauch und auch logistischer Präzision, muss man sagen, da steht ein Mann, der eigentlich für was völlig anderes berühmt ist."
  },
  {
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    "text": "Nicht für diese Masse an Speisen, sondern eigentlich für filigrane Kunstwerke."
  },
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    "text": "Er ist bekannt für die Welt der Pies Montee, dieser spektakulären Schaustücke aus Zucker, Besee, Marzipan oder gezogenem Karamell."
  },
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    "end": 350.94,
    "text": "Üblicherweise arbeitet er für Diplomaten, für Aristokraten, also für die, die sich diese Zartheit seiner Architektur aus Zucker auch leisten können."
  },
  {
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    "end": 364.66,
    "text": "Heute aber steht er im Zentrum dieser Rohnrealität der Massenverpflegung und sein eigenes Urteil über diesen Tag wird später sein, niemals war die Arbeit für die Köche höllischer."
  },
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    "text": "Und er weiß, wovon er spricht."
  },
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    "end": 373.94,
    "text": "Denn dieser Mann, der kommt aus einer Welt, in der die Küche gerade beginnt, sich neu zu ordnen."
  },
  {
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    "end": 383.68,
    "text": "Und Daniel, es ist genau dieser Übergang, den du in einer Folge unseres relativem Frühwerks, nämlich GAG-Sächsig beschrieben hast."
  },
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    "text": "Die trägt den Titel, wie das Essengehen erfunden wurde."
  },
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    "end": 406.52,
    "text": "Und du beschreibst dabei, wie die Küche, die Welt der improvisierten Speisen, der Gewürzwucht, der zufällig... zusammengewürfelten Speisen, wie die Küche diese Welt verlässt und sich zu einer Welt der Struktur, der Regeln, vor allem aber auch der Soßen bewegt."
  },
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    "end": 419.66,
    "text": "Das, was du in deiner Folge als epochalen Schritt beschrieben hast, also von der überwürzten mittelalterlichen Küche hin zu einer klar definierten subtileren Ordnung."
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    "text": "Genau dort wird dieser Mann, von dem ich vorhin gerade gesprochen habe, ansetzen."
  },
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    "end": 432.42,
    "text": "Er ist nämlich so etwas wie eine Charnierfigur in einer Welt, die von Escoffier, über den ich in Gag."
  },
  {
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    "end": 437.34,
    "text": "G. fourhundert und dreißig schon gesprochen habe, Jahrzehnte später kodifiziert wird."
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    "text": "Und auch Vorläufer einer Person, über die ich auch in diesem Podcast schon gesprochen habe, nämlich Alexi Soyeh, über den spreche ich in GRG."
  },
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    "text": "Das ist der mit den Lammkottlets?"
  },
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    "text": "Das"
  },
  {
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    "end": 455.48,
    "text": "ist der mit den Lammkottlets und das ist der, der vor allem Großküchen modernisiert bzw."
  },
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    "end": 465.04,
    "text": "strukturiert, also im Grund des, was hier bei diesem gigantischen Festmahl passiert, der codifiziert das, aber dann auch eine Jahrzehnte später."
  },
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    "end": 475.56,
    "text": "Daniel, ich erzähle dir heute also mehr über jenen Mann, den du in der gerade erwähnten Folge GRG-Sächsig schon erwähnt hast, aber nur mit einem Satz."
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    "text": "Du hast ihn als den wahrscheinlich ersten Star-Kochter Welt beschrieben."
  },
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    "text": "Und zwar Marie-Antoine Karem, später bekannt als Antonin Karem."
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    "text": "Spannend."
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    "text": "Und ich erwähne ihn auch wirklich."
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    "end": 488.96,
    "text": "Du erwähntest ihn wirklich."
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    "text": "Interessant."
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    "end": 500.94,
    "text": "Ich kann mich nicht mehr erinnern, dass ich ihn erwähnt habe, aber ich kann mich noch sehr an diese Folge erinnern, weil das eine ist, die auch oft und noch lange auch zitiert worden ist."
  },
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    "text": "Wir werden noch ein bisschen mehr darüber sprechen auch."
  },
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    "text": "Sehr schön, da bin ich gespannt und freue mich schon auf die Folge."
  },
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    "text": "Sehr gut."
  },
  {
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    "end": 520.82,
    "text": "Dann erzähle ich dir jetzt ein bisschen was über Antonin Karem, der tatsächlich das Fundament legen wird für all diese großen gastronomischen Namen des späteren neunzehnten Jahrhunderts bzw."
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  {
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    "text": "dann auch des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und ich werde in dieser Folge auch erzählen, wie er zum König der Köche bzw."
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  {
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    "end": 530.26,
    "text": "dann auch zum Koch der Könige wurde."
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    "end": 531.48,
    "text": "Sehr cool."
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    "text": "Ich meine, ich bin ja auch froh, dass du jetzt bei der Recherche über ihn nicht festgestellt hast, dass alles, was ich in Folge sechzig erzählt habe, totaler Quatsch war."
  },
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    "text": "Na, wie soll es auch sein?"
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    "text": "Ich komme ja doch aus der Frühzeit unserer..."
  },
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    "end": 555.44,
    "text": "Schade, das denken wir auch manchmal über Frühzeitfolgen, aber wir waren in der Frühzeit auch nicht weniger rigoros, wenn es darum gegangen ist, dass wir unsere Geschichten recherchieren."
  },
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    "text": "Das stimmt."
  },
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    "text": "Also ich habe auch dieses Gefühl immer, aber dann schaue ich mir das so an und denke mir nach, ich habe da ja genauso gearbeitet wie jetzt."
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    "end": 563.42,
    "text": "Ja, stimmt."
  },
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    "text": "Man ist halt"
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    "text": "Frühzeit gewesen und natürlich nicht so erfahren wie jetzt, aber ich glaube, wir haben schon das hin mit dem seinem Anspruch auch damals rankern."
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    "text": "Absolut, ja."
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    "end": 582.44,
    "text": "Gut, also die Geschichte Karrems, die beginnt nicht an den Tafeln der Mächtigen, sondern sie beginnt tatsächlich in den ärmsten Vierteln der Pariser Rief-Gosch."
  },
  {
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    "end": 590.66,
    "text": "Die Rief-Gosch ist das linke Ufer der Seine in Paris und im Jahr seventeen, dreieundachtzig oder vierundachtzig, als er geboren wird."
  },
  {
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    "end": 593.74,
    "text": "Da ist es ein sehr handwerklich geprägtes Viertel."
  },
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    "text": "Es ist sehr überfüllt und es ist sehr arm."
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    "text": "Und er ist das wahrscheinlich sechzehnte Kind der Familie."
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    "text": "Und er wird in den Jahren des revolutionären Chaos abgegeben."
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    "text": "Einer seiner Biografen, Ian Kelly, der meint er sei am belebten Mantor in Paris von seinem Vater einfach ausgesetzt worden."
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    "text": "Und laut Karem auch mit den Worten, heutzutage brauchst du nur den Geist, um deinen Glück zu machen und du hast diesen Geist."
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    "text": "Wapiti mit dem, was Gott dir gegeben hat."
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    "text": "Also, er soll dann auch seine Eltern nie wieder gesehen haben, ist quasi ein Weise."
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    "text": "Wie Marie-Pierre, die vor kurzer Zeit eine neue Biografie über ihn geschrieben hat, zeigt, wird der Name seines Vaters als Zeuge bei seiner Eheschließung aufscheinern."
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    "text": "Ungefähr vierzehn Jahre, nachdem er angeblich ausgesetzt worden ist und seine Eltern nie wieder gesehen hat."
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    "text": "Also so eine einfachen Schankstube am Rand von Paris."
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    "text": "Und da muss man jetzt auch dazusagen."
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    "text": "beginnt dort zu arbeiten, macht eine Ausbildung, aber so richtige gastronomische Ausbildung gibt es zu jener Zeit nicht."
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    "text": "Es gibt nicht diese Brigaden, die später eingeführt werden von Escofier."
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    "text": "Allerdings anfangs nur so bruchstückhaft."
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    "text": "Wir wissen nicht genau, wie Aber es passiert, wird Karem dann von einem der angesehensten Partiseure der Stadt eingestellt."
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    "text": "Ein gewisser BI in der Rue Vivienne."
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    "text": "Also ein Partiseur, das heißt er macht so Zucker, Speisen und es ist das perfekte Sprungbrett für einen so ambitionierten jungen Mann wie ihm, der so sehr am Essen interessiert ist."
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    "text": "Also, man muss mich auch dazusagen."
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    "text": "Wir befinden uns jetzt im auslaufenden, achzehnten Jahrhundert."
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    "text": "Die Restaurants in Erseline, das sind mehr oder weniger Suppenküchen, wo Bouillon ausgegeben wird."
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    "text": "Also mit siebzehn wird er schon zum Premier Tourier, also zum Chef der Teigwahn dort."
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    "text": "Und Kerem arbeitet nicht einfach nur, er konstruiert."
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    "text": "Er konstruiert, er findet und er denkt in Formen, in Linien, in Proportionen."
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    "text": "Woher er das hat, wie es dazu kam, das werden wir uns nachher noch ein bisschen genauer anschauen."
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    "text": "Was jetzt wichtig ist, diese Fähigkeiten, die öffnen wir mit Türentor."
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    "text": "Und zwar ein gewisser Charles-Maurice de Taleran Perigot."
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    "text": "Das ist ein Politiker."
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    "text": "Und wie soll ich sagen, falls irgendjemand in einer Folge unseres Podcasts wert ist, dass man ihm einen kleinen Exkurs gibt, dann ist es dieser Mal."
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    "text": "Also Tal-Eran wird siebzehn vierundfünfzig geboren und er ist eine der außergewöhnlichsten Erscheinungen seiner Zeit."
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    "text": "Er ist ein Mann der sämtliche politische Erdbeben der Revolution, des Direktoriums, des Konsulats, des Kaiserreichs und dann auch der Restauration übersteht, ohne je seinen Einfluss zu verlieren."
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    "text": "Wechselt dann auf die Lager, bevor die Lager selbst begreifen, dass sie fallen werden und er wird dann so zum unentbehrlichen Architekten der französischen Außenpolitik."
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    "text": "Seine Zeitgenossen, die nennen ihn skrupellos, sie nennen ihn eine Chirouette, ein politischer Wetterhahn."
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    "text": "Der Politiker Mirabó meint, er würde seine Seele für Geld verkaufen, fügt aber auch hinzu, es sei ein guter Tausch, er tauschte damit nämlich dunkel gegen Gold."
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    "text": "Und die Gräfin Charlotte von Kilman Zeck, die in ihren Briefen scharfe Beobachterinnen der europäischen Politik ist, die beschreibt ihn als ein Mann, der die Wahl hat, Schlange oder Tiger zu sein und sich dafür entscheidet eine Adaconda zu werden."
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    "text": "Und es ist kein Sport, sondern es ist eine recht präzise Beobachtung."
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    "text": "Auf dem Wiener Kongress bringt er geschlagenes Frankreich wieder an den Verhandlungstisch und vielleicht kennst du dieses berühmte Bild von Jean-Baptiste Isabel auf dem alle wichtigen Staatsmänner des Wiener Kongresses abgebildet sind."
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    "text": "Und es ist ein Bild, das nicht einfach nur eine Szene wieder gibt, sondern das schwingt auch eine politische Botschaft mit."
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    "text": "er kontrolliert die Art und Weise, wie er wahrgenommen wird und er ist mehr oder weniger unabhängig von seitlichen Strömungen, weil er sich überall irgendwie durchwinden kann."
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    "text": "Also ich meine, von der französischen Revolution bis am Ende ist dann eher der, der für Frankreich am Wiener Kongress verhandelt ist."
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    "text": "Das ist echt faszinierend."
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    "text": "Karem wird von ihm so ums Jahr, achtzehn, drei, achtzehn, vier entdeckt, allerdings nicht in einer Küche, sondern er entdeckt die Schaufenster der Patisserie von Karem."
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    "text": "Da macht das schon die Runde, weil er in diesen Schaufenstern seiner Partisserie Gebilde präsentiert, die weniger an die sehr sehr erinnern als ein Architekturmodell."
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    "text": "Ja, also so pastelfarbene Tempel, Pyramiden, Pagoden aus gezogenem Zucker und Taleraus bedienstete die Bemerkung diese Auslagen und ihr kennen dass da jemand mit außerordentlichem Talent arbeitet und Tellerauder will ihn anstellen."
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    "text": "Achtzehnzwanzig wird er sie dann tatsächlich auch in einem seiner Werke veröffentlichen im Metredotel."
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    "text": "Übrigens, in dieser Zeit, als er für Taleran arbeitet, arbeitet er auch noch für einen anderen wichtigen Politiker-Offizier eigentlich, Napoleon, nämlich Joachim Murat."
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    "text": "Da ist auch der Schwager Napoleons, wahrscheinlich einer seiner spektakulärsten Kavaläriekommandanten."
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    "text": "Aber ihr werdet ihn deshalb, weil Jahrzehnte später wird Escofier ein Rezept machen, das heißt Zoll Murat."
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    "text": "Und deshalb habe ich tatsächlich schon mal nachgekocht für ein Video mit der Martina Honluck."
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    "text": "Und es ist sehr gut."
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    "text": "fantastisch."
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    "text": "Da gibt es ein Video davon."
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    "end": 1213.28,
    "text": "Gibt es ein Video davon."
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    "text": "Das ist die wahrscheinlich beste Speise, die ich jemals nachgekocht habe."
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    "text": "Also kann man sich auch irgendwann auch nachmachen."
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    "text": "Außer den Silabab."
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    "text": "Ja, das Celebab, na, das ist besser als das Celebab."
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    "text": "Das ist aber auch komplexer als das Celebab, muss ich dazu sagen."
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    "text": "Alles ist komplexer als das Celebab."
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    "text": "Na ja, so weit wir jetzt nicht gehen, aber, na ja."
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    "text": "Vielleicht zur Erklärung nur, Celebab hast du gekocht auf unserer Live-Show, also für alle, die uns nicht live gesehen haben."
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    "text": "hast ihn dir zubereiten lassen."
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    "text": "Na ja, die harte Arbeit habe ich von dir mal nachmachen lassen."
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    "text": "Ich habe ja Geschichte erzählen müssen."
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    "start": 1256.28,
    "end": 1256.76,
    "text": "Jedenfalls."
  },
  {
    "start": 1257.58,
    "end": 1264.44,
    "text": "Es ist in diesen Jahren mit Taleran, dass Karem seinen Schwerpunkt von der Patisserie zur großen Küche verlegt."
  },
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    "start": 1265.26,
    "end": 1269.36,
    "text": "Seine eigentliche Formansprache allerdings, die bleibt architektonisch."
  },
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    "text": "Und das ist gut ein Grund."
  },
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    "end": 1274.14,
    "text": "Ich habe da versprochen, ihr erklärt, warum das alles so mit Architektur zu tun hat."
  },
  {
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    "end": 1295.64,
    "text": "Es ist nämlich so... schon zur Zeit, als er bei diesem Partisseur BEI erarbeitet, der verbringt er im Grund seine freien Nachmittage in der Nationalbibliothek, die ebenfalls wie sein Arbeitsort in der Rue Vivienne liegt und seine wahre Leidenschaft ist nämlich die Architektur, die Baukunst und er liest Nachmittagelaff."
  },
  {
    "start": 1296.18,
    "end": 1299.92,
    "text": "über Jahre diese Pläne von Palladio, von Terzio."
  },
  {
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    "end": 1306.26,
    "text": "Er studiert Proportionen, Fassaden, Soilennordnungen und er überträgt dieses Prinzip bzw."
  },
  {
    "start": 1306.62,
    "end": 1311.7,
    "text": "diese Prinzipien dann auf Zucker, Mehl, Eiweiß und formt damit im Grund seine eigene Ästhetik."
  },
  {
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    "end": 1317.58,
    "text": "Und weil ich Palladio vorhin erwähnt habe, erinnerst du dich noch, dass ich einmal eine Folge über Palladio gemacht"
  },
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    "text": "habe?"
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    "text": "Oh ja, das ist der mit den weißen Soilen, oder?"
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    "start": 1321.9,
    "end": 1323.74,
    "text": "Das ist der mit Soilen zum Beispiel."
  },
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    "start": 1324.7,
    "end": 1328.64,
    "text": "Es ist GAG-Siebenundsechzig Palladio, der erfolgreichste Architekt aller Zeiten."
  },
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    "end": 1337.54,
    "text": "Er war einer der ersten, der so Anleitungen geschrieben hat, Architekturanleitungen, so dass andere Sachen auch nachbauen können, also Basis seiner Pläne."
  },
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    "start": 1338.28,
    "end": 1344.08,
    "text": "Und vor allem in den neu gegründeten USA ist es viel nachgebaut worden."
  },
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    "end": 1346.02,
    "text": "Monticello zum Beispiel."
  },
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    "end": 1353.82,
    "text": "Aber auf jeden Fall, er wird deswegen auch als der Palladio des Zuckerbackings bezeichnet."
  },
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    "end": 1363.04,
    "text": "Diese PS Monté, die er eben für Talerans Abendessen entwirft, das sind so richtige Monumente."
  },
  {
    "start": 1363.26,
    "end": 1374.7,
    "text": "Bis zu ein Meter, dreißig hoch, vor allem inspiriert von Tempeln, Pyramiden und anderen großen architektonischen Wunderwerken, sind die natürlich nicht in erster Linie zum Essen gedacht, sondern zum Bewundern."
  },
  {
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    "end": 1380.08,
    "text": "Also ist auch so, dass Teile von denen dann recycelt werden, oft dann auch neu kombiniert werden."
  },
  {
    "start": 1381.6,
    "end": 1389.12,
    "text": "Durch Thaleron erhält jetzt Karem nicht nur Zugang zu hohen Politik, sondern auch die Bühne, auf der diese Kunst sichtbar machen kann."
  },
  {
    "start": 1390.04,
    "end": 1400.98,
    "text": "Und interessanterweise, dieser Aufstieg zu einer jetzt langsamen Berühmtheit auch, fällt in die wahrscheinlich unruhigste Phase nach der französischen Revolution."
  },
  {
    "start": 1401.08,
    "end": 1407.0,
    "text": "Also in der Zeit, in der Essen jetzt auch tatsächlich so richtiges politisches Instrument wird."
  },
  {
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    "end": 1414.9,
    "text": "Und genau hier im Frühjahr, Karem zur Schlüsselfigur der neuen französischen Diplomatie."
  },
  {
    "start": 1415.98,
    "end": 1424.78,
    "text": "Napoleon ist am Ende, die Völkerschlacht bei Leipzig ist verloren und die alliierten Armeen unter Tsar Alexander, dem ersten Imagiernetz in Frankreich ein."
  },
  {
    "start": 1425.34,
    "end": 1428.9,
    "text": "Vielleicht erinnerst du dich auch an meine Folge über die Witwe-Klikot."
  },
  {
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    "end": 1431.98,
    "text": "Oh"
  },
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    "end": 1435.58,
    "text": "ja, die könnte ich nicht, weil der Name, der ist mir seither sehr präsent."
  },
  {
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    "end": 1437.66,
    "text": "Vorher noch nie gehört."
  },
  {
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    "end": 1449.02,
    "text": "Und in der Folge erzähle auch davon, wie dann die russischen Truppen dort sind und ihr netten Champagne einfach wegdrinken sollen ihr abkaufen, im Gegensatz zu den französischen Truppen."
  },
  {
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    "end": 1458.14,
    "text": "Und ähnlich begeistert wie vom Champagner, der Witwicklikot, der Wövklikot, sind die russischen Truppen auch von den Kochkünsten Karrems."
  },
  {
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    "end": 1460.78,
    "text": "Also, allen voran, der Tsar Alexander."
  },
  {
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    "end": 1466.78,
    "text": "Also, als Tsar Alexander in Paris einmarschiert, er öffnet Teileron sofort die Türen seines Hauses."
  },
  {
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    "end": 1470.66,
    "text": "Er zeigt damit auch, dass er sich von Napoleon abgewandt hat."
  },
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    "end": 1478.26,
    "text": "Auch teilt seiner Art, wie er solche, wie soll ich sagen, solche dann doch stürmischen."
  },
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    "end": 1480.2,
    "text": "Zeiten überstehen kann."
  },
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    "end": 1489.68,
    "text": "Er öffnet das Haus für Alexander und jetzt benötigt er das Essen als Unterstützung der Diplomatie."
  },
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    "end": 1492.06,
    "text": "und sein Küchenchef Karem, der liefert jetzt ab."
  },
  {
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    "end": 1496.54,
    "text": "Der Zahr ist strengläubig und hält die Fastenzeit ein."
  },
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    "end": 1501.02,
    "text": "Was bedeutet, dass alle Speisen mähke, also fleischlos sein müssen."
  },
  {
    "start": 1501.66,
    "end": 1507.18,
    "text": "Und für die meisten Küchen oder Köche wäre das eine Einschränkung, aber für Karem wird es eine Art Bühne."
  },
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    "text": "Lustigerweise übrigens."
  },
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    "end": 1513.94,
    "text": "Es ist Zufall, dass das Wort Karem im französischen Fastenzeit bedeutet."
  },
  {
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    "end": 1519.74,
    "text": "Das Wort Karem heißt Fastenzeit, also der berühmteste Koch dieser Zeit heißt Fastenzeit."
  },
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    "end": 1521.62,
    "text": "Ja, aber ist so ja."
  },
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    "end": 1527.52,
    "text": "Also unterschiedliche Ethymologien, aber ja, heißt auch Fastenzeit."
  },
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    "end": 1531.9,
    "text": "Das ist fast so, als würdest du ein Kochbuch schreiben und würdest Cook heißen."
  },
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    "text": "Z.B."
  },
  {
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    "end": 1535.16,
    "text": "So wie ein Cook."
  },
  {
    "start": 1535.64,
    "end": 1536.3,
    "text": "So wie ein Cook."
  },
  {
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    "end": 1547.5,
    "text": "Er komponiert jetzt also hier Menys, die sowohl den religiösen Anforderungen als auch dem Anspruch des verwöhnten Hofs gerecht werden."
  },
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    "end": 1556.92,
    "text": "Und er serviert unter anderem ein Gericht, das den Geschmack des Zahn besonders trifft, und zwar Escargot de Bourgogne, also burgundische Schnecken."
  },
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    "end": 1561.7,
    "text": "Und falls du dich fragst, nein, laut der Kirche sind Schnecken kein Fleisch."
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    "text": "Ja, das ist ja immer der Trick bei der Fastenzeit."
  },
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    "end": 1568.4,
    "text": "Biber sind da zum Beispiel nachgefleist."
  },
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    "text": "Genau."
  },
  {
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    "end": 1577.96,
    "text": "Und selbst wenn du dein Fleisch verkochen willst, dann machst du so Taschen drum wie bei den Maultaschen, weil da sieht dann Gott einfach nicht, dass das Fleisch ist."
  },
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    "text": "Ja, wir kommen schon mal, es kann nicht doch so ein Teig schauen."
  },
  {
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    "end": 1589.52,
    "text": "Und Karem, der löst jetzt mit diesem hervorragenden Mal, das ist ja wie ein tatsächlich so ein diplomatisches Problem."
  },
  {
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    "end": 1593.08,
    "text": "Ich muss jetzt auch dazu sagen, das ist auch ein bisschen Teil seiner Müttenbildung."
  },
  {
    "start": 1593.12,
    "end": 1606.32,
    "text": "Wir können uns nicht ganz sicher sein, ob das tatsächlich so passiert ist, aber die Geschichte geht so... Es ist so, dass jetzt mit dem Einmarsch von Alexander und quasi Napoleon ins Am Ende jetzt ist die Frage, wer soll Frankreich jetzt regieren?"
  },
  {
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    "end": 1607.48,
    "text": "Wer soll da nachkommen?"
  },
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    "end": 1609.7,
    "text": "Und das wird natürlich sofort diskutiert."
  },
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    "end": 1614.64,
    "text": "Eine Seite drängt auf Regentschaft für den König von Rom, also Napoleon's Sohn."
  },
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    "end": 1622.54,
    "text": "Die andere fordert die sofortige Rückkehr der Bourbonen, die verdrängt wurden von den Revolutionären und dann von Napoleon."
  },
  {
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    "end": 1628.96,
    "text": "Und jeder Trinkspruch, jede Geste bei diesem Abendessen, könnte als Partein ausgelegt werden."
  },
  {
    "start": 1629.46,
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    "text": "von Alexander."
  },
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    "end": 1632.6,
    "text": "Und es wird jetzt sowas auch erwartet."
  },
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    "end": 1633.12,
    "text": "vom Zahn."
  },
  {
    "start": 1633.2,
    "end": 1638.32,
    "text": "Ein Toast, der die Richtung vorgibt, wer jetzt Frankreich regieren soll."
  },
  {
    "start": 1638.92,
    "end": 1644.4,
    "text": "Und Alexander, vorversammelten Diplomaten, der weigert sich dieses Spiel zu spielen."
  },
  {
    "start": 1644.94,
    "end": 1657.0,
    "text": "Stattdessen erhebt er sein Glas und stößt nicht an auf einen König, nicht auf eine Dynastie oder irgendein Anwärter auf die Führung Frankreichs, sondern er stößt an auf den König der Köche, Karem."
  },
  {
    "start": 1658.36,
    "end": 1671.32,
    "text": "Damit entzieht er sich der politischen Zuschreibung und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Einzige, worüber an diesem Abend tatsächlich Einigkeit herrscht, nämlich die außergewöhnliche Qualität dieser französischen Küche von Carem."
  },
  {
    "start": 1672.58,
    "end": 1675.4,
    "text": "Und für Thaleron ist das natürlich ein strategischer Erfolg."
  },
  {
    "start": 1675.72,
    "end": 1681.2,
    "text": "Also Carems Essen hat im Grunde ein diplomatisches Problem gelöst."
  },
  {
    "start": 1682.9,
    "end": 1691.42,
    "text": "Als sah Alexander dann vom Haus von Taleran in den Elysee-Palast umzieht, da verlangt er auch das Karem ihm folgt, was er auch tut."
  },
  {
    "start": 1691.5,
    "end": 1703.02,
    "text": "Also für kurze Zeit ist jetzt also dieser Pariser Partizier, der ursprünglich aus den ärmsten, also ärmsten Gegend kommt, der ein Autodidakt ist, der kocht jetzt für den wahrscheinlich wichtigsten Haushalt Europas."
  },
  {
    "start": 1703.94,
    "end": 1709.38,
    "text": "Er rühmt sich später damit, dass seine Küche die Vorhut der französischen Diplomatie gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 1709.84,
    "end": 1712.06,
    "text": "Und in diesen Wochen stimmt es auch tatsächlich."
  },
  {
    "start": 1715.1,
    "end": 1724.54,
    "text": "Nach Napoleon's richtiger Niederlage wird dann Karem im August und September, im September, wieder für den Zahn tätig."
  },
  {
    "start": 1725.04,
    "end": 1731.84,
    "text": "und der Höhepunkt dieser Tätigkeit für den Zahn ist ein siegesfest in der Champagne die Vertu-Bankette."
  },
  {
    "start": 1733.12,
    "end": 1744.64,
    "text": "Wie du vielleicht noch aus meiner Einleitung warst, Großveranstaltungen sind zwar nicht die Spezialität dieses Kochs, aber er war ja schon mal dabei im Jahr achtzehn siebenmals das ganze für die Soldaten von Napoleon gemacht wurde."
  },
  {
    "start": 1744.98,
    "end": 1748.7,
    "text": "und er muss jetzt unter Beweis stellen, dass er das auch selber organisieren kann."
  },
  {
    "start": 1748.76,
    "end": 1761.54,
    "text": "und drei Tage lang drei Festmähler, jeweils dreihundert Gäste, dafür reißt Karem mit vierzig Köchen in die Champagne, wo dieses Vertüllager ist, mit wagenvoller Geschirr und Gerät."
  },
  {
    "start": 1762.44,
    "end": 1767.22,
    "text": "Es ist logistische Operation, die selbst erfahrene Küchenbrigaden überfordern wird."
  },
  {
    "start": 1767.9,
    "end": 1768.46,
    "text": "Vieh muss z.B."
  },
  {
    "start": 1768.8,
    "end": 1770.16,
    "text": "aus Paris herangeschafft werden."
  },
  {
    "start": 1770.64,
    "end": 1774.78,
    "text": "Es muss ein ganzes Eishaus gekauft werden, nur um die Versorgung aufrechtzuerhalten."
  },
  {
    "start": 1775.42,
    "end": 1779.64,
    "text": "Überhaupt ist die Region, der durch die Jahre des Kriegsag in Mitleidenschaft gezogen worden."
  },
  {
    "start": 1779.68,
    "end": 1783.64,
    "text": "Also für alle Beteiligten ist es eine außergewöhnliche Anstrengung."
  },
  {
    "start": 1784.72,
    "end": 1789.9,
    "text": "Aber Karem gelingt hier, erfest es sogar in ausländischen Zeitungen als Triumph bezeichnet wird."
  },
  {
    "start": 1790.38,
    "end": 1790.82,
    "text": "Ein Erfolg."
  },
  {
    "start": 1791.94,
    "end": 1795.0,
    "text": "denn dann auch über die Grenzen Frankreichs berühmt werden lässt."
  },
  {
    "start": 1796.22,
    "end": 1817.72,
    "text": "Der Champagner für dieses Festiurgenz, der kommt nicht von der Vitwickliko, das habe ich nämlich nachgelesen in dem Buch über die Vitwickliko, dass sie sehr enttäuscht war, dass da nicht von ihr für dieses Bankett den Champagner haben wollt, was aber vielleicht auch dann ein Grund war, weshalb sie nach dem Ende des Kriegs alles dran setzt, um in Russland wieder mehr zu verkaufen, was sie dann ja auch tatsächlich gelingen."
  },
  {
    "start": 1819.26,
    "end": 1821.42,
    "text": "Sondern weißt du, was Sie gekauft haben stattdessen?"
  },
  {
    "start": 1821.82,
    "end": 1828.22,
    "text": "Ja, Sie haben bei Ihrem Konkurrenten schon Remy Moet gekauft, der halt immer Ihr großer Konkurrent war."
  },
  {
    "start": 1830.8,
    "end": 1839.54,
    "text": "In späteren Erzählungen, also Nacherzählungen von Karems leben, da wird er immer wieder mit dem vorentschonnerwänden Wiener Kongress in Verbindung gebracht."
  },
  {
    "start": 1839.62,
    "end": 1843.9,
    "text": "Er sei tatsächlich auch beim Wiener Kongress an der Seite Tolerance gewesen."
  },
  {
    "start": 1844.98,
    "end": 1845.74,
    "text": "Es stimmt aber nicht."
  },
  {
    "start": 1846.54,
    "end": 1847.4,
    "text": "Es stimmt aber nicht."
  },
  {
    "start": 1847.92,
    "end": 1854.86,
    "text": "Es ist eher so, dass die Leute sich es nicht vorstellen können, dass es eher nicht an der Seite Taleraus war, weil er ein bisschen eine Legende war."
  },
  {
    "start": 1856.54,
    "end": 1859.62,
    "text": "Tatsächlich reiste er erst im Jahr zwanzig zum ersten Mal nach Wien."
  },
  {
    "start": 1860.78,
    "end": 1862.48,
    "text": "Nicht als Diplomat, sondern als Koch."
  },
  {
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    "end": 1865.24,
    "text": "Er ist zu jenem Zeitpunkt auch gerade Vater geworden."
  },
  {
    "start": 1866.02,
    "end": 1872.82,
    "text": "Vielleicht nur kurz jetzt auch zu seinem Privatleben, weil tatsächlich so sehr er sich auch nach außen hin inszeniert hat."
  },
  {
    "start": 1873.6,
    "end": 1875.04,
    "text": "Das war immer Teil seines Berufs."
  },
  {
    "start": 1875.08,
    "end": 1878.72,
    "text": "Wir wissen aber über sein Privatleben relativ wenig."
  },
  {
    "start": 1879.46,
    "end": 1884.26,
    "text": "Wir wissen vor allem jetzt über diese neuere Biografie von Marie-Pierre."
  },
  {
    "start": 1884.92,
    "end": 1887.7,
    "text": "Einige Details aus seinem Privatleben."
  },
  {
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    "end": 1899.12,
    "text": "Wir wissen, dass er verheiratet war mit Henriette-Sophie-Marie de Gittene, die ihm auch mit ihrer Mitgift-Kolfen hat, seine Partyserie zu eröffnen, die er dann schließen muss, als er sich von ihr trennt."
  },
  {
    "start": 1899.72,
    "end": 1900.6,
    "text": "Er trennt sich von ihr."
  },
  {
    "start": 1901.28,
    "end": 1910.8,
    "text": "Lässig aber nicht von ihr Scheiden, lebt aber dann mit einer weiteren Frau zusammen, Agat Gashardé und mit ihr zusammen hatte dann eine Tochter namens Marie Agat."
  },
  {
    "start": 1912.0,
    "end": 1930.66,
    "text": "Sein früherer Biograph, Ian Kelly, behauptet, dass er sich wenig gekümmert hat um seine Familie und auch um seine Tochter, aber die andere Biographin, sie zeigt auch aus Briefen, dass er seiner Tochter sehr zugetan war oder sehr zugeneigt war und auch großes Interesse dran gehabt hat, dass sie gut versorgt ist."
  },
  {
    "start": 1932.0,
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    "text": "Jedenfalls."
  },
  {
    "start": 1933.04,
    "end": 1942.1,
    "text": "Sein eigentlicher Wiener Moment, der folgt erst im Jahr eighteenhundertundzwanzig, da ist er nämlich im Dienst eines gewissen Lord Charles Stuart."
  },
  {
    "start": 1942.88,
    "end": 1950.74,
    "text": "und er verändert hier jetzt nicht groß die Politik mit seinen Sachen, so wie bei Talerin, sondern was er macht, er verändert das Erscheinungsbild der Köche."
  },
  {
    "start": 1951.58,
    "end": 1958.9,
    "text": "Er erkennt nämlich, dass was Grundlegendes in der Küche fehlt, nämlich eine Kopfbedeckung, die den Beruf auch Würde verleiht."
  },
  {
    "start": 1960.34,
    "end": 1961.44,
    "text": "Ja, das Haarnetze funden."
  },
  {
    "start": 1961.98,
    "end": 1963.82,
    "text": "Das Haarnetze, das ist das Gegenteil von Würde."
  },
  {
    "start": 1966.34,
    "end": 1973.3,
    "text": "Also zu jener Zeit, was die Köche vornehmlich tragen, sind flache weiße Mützen, die Karem immer an Nachtmützen erinnern."
  },
  {
    "start": 1973.38,
    "end": 1975.44,
    "text": "Also schlafunförmig, ohne Haltung."
  },
  {
    "start": 1976.04,
    "end": 1979.96,
    "text": "Wie er schreibt, sie lassen einen Koch malat, also kranker aussehen."
  },
  {
    "start": 1980.56,
    "end": 1982.04,
    "text": "Und für Karem ist das untragbar."
  },
  {
    "start": 1982.78,
    "end": 1985.82,
    "text": "Ein Koch müsse einen Mann in guter Gesundheit darstellen."
  },
  {
    "start": 1986.88,
    "end": 1990.76,
    "text": "uns jetzt so vom französischen zu übersetzen, also sauber professionell."
  },
  {
    "start": 1991.38,
    "end": 2002.3,
    "text": "Und deswegen entwirft er einen neuen Hut, einen erhöhten Hut, einen Tock verstärkt mit einem ronte Karton, also mit so einem streifen Karton, damit sie aufrecht steht."
  },
  {
    "start": 2002.82,
    "end": 2005.9,
    "text": "Also er ist der Erfinder des Koch-Huts, den wir heute kennen."
  },
  {
    "start": 2006.54,
    "end": 2007.02,
    "text": "Interessant."
  },
  {
    "start": 2007.46,
    "end": 2009.6,
    "text": "Und hat diese Höhe noch eine Funktion auch?"
  },
  {
    "start": 2009.64,
    "end": 2011.4,
    "text": "Weil ich habe mich immer gefragt, warum die so hoch ist."
  },
  {
    "start": 2011.52,
    "end": 2011.54,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 2011.82,
    "end": 2012.26,
    "text": "natürlich."
  },
  {
    "start": 2012.86,
    "end": 2016.62,
    "text": "Also es geht wirklich da, um seine Position klar zu machen in so einer Küche."
  },
  {
    "start": 2017.2,
    "end": 2020.58,
    "text": "Und eben abzugrenzen von den anderen in der Küche."
  },
  {
    "start": 2021.18,
    "end": 2023.0,
    "text": "Und dann auch klar zu machen, was seine Bedeutung ist."
  },
  {
    "start": 2024.38,
    "end": 2034.66,
    "text": "Also Stuart, sein Auftraggeber, mit dem er jeden Morgen um elf in der Früh das Menü bespricht, des Tages, der begrüßt diese Neuerung, Karem trägt jetzt Toc ab."
  },
  {
    "start": 2034.86,
    "end": 2046.76,
    "text": "diesem Moment konsequent und seine jungen Mitarbeiter übernehmen das natürlich sofort und innerhalb weniger Wochen verbreitet sich diese neue Mode unter den Wiener Köchen und wandert später dann auch nach Paris."
  },
  {
    "start": 2048.9,
    "end": 2051.04,
    "text": "Karemme empfiehlt übrigens sogar einen eigenen Hutmacher."
  },
  {
    "start": 2051.46,
    "end": 2056.52,
    "text": "Monsieur Panier am Boulevard de la Madeleine sei der beste Anbieter für diese neue Mütze."
  },
  {
    "start": 2057.74,
    "end": 2064.28,
    "text": "Und für ihn ist dieser Talk auch nicht irgendwie einfach nur so ein modischer Einfall, sondern es wird einfach Ausdruck einer Ordnung, die er in die Küche bringen will."
  },
  {
    "start": 2065.34,
    "end": 2076.1,
    "text": "Und damit kommen wir jetzt auch auf die wahrscheinlich nachhaltigste Bedeutung Karem zu sprechen, nämlich die Art und Weise, wie er das Kochen und die Küche an sich verändert."
  },
  {
    "start": 2077.28,
    "end": 2087.52,
    "text": "Karem beginnt nämlich, die Küche so zu ordnen, wie andere ihre Archive ordnen, systematisch, mit Hierarchien, mit kleinen Abstammungslinien, wenn man so will."
  },
  {
    "start": 2088.38,
    "end": 2094.98,
    "text": "Und hier Danie, hier schließt sich jetzt auch wieder der Kreis zu deiner Argumentation aus Folge sechzig, aus GAG-sechzig."
  },
  {
    "start": 2095.04,
    "end": 2109.62,
    "text": "Du hast beschrieben, wie die Küche vom Gewürz als Statussymbol wegkommt, wie die mittelalterliche Logik des Überdeckens verschwindet und wie stattdessen die Source kommt, als Struktur, als System, als logischer Baustein."
  },
  {
    "start": 2110.26,
    "end": 2114.96,
    "text": "Und Karem ist im Grund dieser Momente der Verschiebung."
  },
  {
    "start": 2116.0,
    "end": 2117.7,
    "text": "Er steht natürlich damit nicht am Anfang."
  },
  {
    "start": 2117.92,
    "end": 2126.9,
    "text": "Es gab vorhin schon einen gewissen François Massialot, der im späten siebzehnten und frühen achzehnten Jahrhundert anfängt, Ordnung in die französische Küche zu bringen."
  },
  {
    "start": 2127.6,
    "end": 2132.12,
    "text": "Massialot denkt zum ersten Mal in Kategorien, in Rezeptfamilien, in Abläufen."
  },
  {
    "start": 2133.28,
    "end": 2136.58,
    "text": "Kerem nimmt diesen Ansatz und radikalisiert ihn."
  },
  {
    "start": 2136.96,
    "end": 2141.04,
    "text": "Sein wichtigster Beitrag ist die erste Genealogie der Sauce."
  },
  {
    "start": 2141.48,
    "end": 2146.04,
    "text": "Also der Versuch, die gesamte Soßenwelt auf vier Grundformen zurückzuführen."
  },
  {
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    "end": 2154.96,
    "text": "Und diese vier Metresse, also diese Meistersaußen, die sind Wilouté, Bechamel, Espagnol und Alemande."
  },
  {
    "start": 2155.72,
    "end": 2155.82,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 2156.3,
    "end": 2162.82,
    "text": "hier entsteht jetzt im Grunde der Guss aus dem Escofier einige Jahrzehnte später dann den endgültigen Karnon formen wird."
  },
  {
    "start": 2163.66,
    "end": 2164.14,
    "text": "Interessant."
  },
  {
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    "end": 2166.82,
    "text": "Also Bechamel, sagt man was, und die..."
  },
  {
    "start": 2168.08,
    "end": 2174.72,
    "text": "Genau, die Beloté ist ähnlich wie die Béchamelde ist, aber mit einem Fonds statt, mit Milch, Espagnol ist zum Beispiel mit Tomatenmark."
  },
  {
    "start": 2175.4,
    "end": 2179.66,
    "text": "Und die Alemont ist eigentlich die, die man heute als Hollandaise kennt."
  },
  {
    "start": 2180.64,
    "end": 2180.76,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 2181.24,
    "end": 2188.28,
    "text": "es gibt heute noch eine Zusetzung, aber das sind im Grund so die Standardshosen, aus denen alle anderen Sosen gemacht werden können."
  },
  {
    "start": 2190.54,
    "end": 2197.5,
    "text": "Hinter dieser Systematik steht auch Karremsphilosophie des Gou naturell, also wörtlich übersetzt des natürlichen Geschmacks."
  },
  {
    "start": 2198.04,
    "end": 2203.6,
    "text": "Die Sauce hat jetzt die Aufgabe, den natürlichen Geschmack des Produkts hervorzuheben und nicht sie zu überdecken."
  },
  {
    "start": 2204.08,
    "end": 2207.16,
    "text": "Also sie soll akzentuieren, nicht dominieren."
  },
  {
    "start": 2207.62,
    "end": 2213.28,
    "text": "Und die schwere, gewürzlastige Küche des Mittelalters und der Renaissance, die lädt er damit natürlich ab."
  },
  {
    "start": 2213.7,
    "end": 2217.44,
    "text": "Für ihn ist Wichtig, Reinheit, Klarheit, aber auch Messigung."
  },
  {
    "start": 2218.14,
    "end": 2219.6,
    "text": "Das sind Werte, die er einfordert."
  },
  {
    "start": 2221.06,
    "end": 2225.8,
    "text": "Auch was die Gewürze angeht, also statt Exoten, da setzt er auf Gartenkräuter."
  },
  {
    "start": 2226.34,
    "end": 2229.06,
    "text": "Petersile, Schnittlauch, Thymian, Lorbeer."
  },
  {
    "start": 2230.78,
    "end": 2239.58,
    "text": "Also dieser Wandel, den du in deiner Folge beschrieben hast, weg vom Gewürz als Staatssymbol hin zu Soß, als kulinarisches Ordnungsprinzip, das wird jetzt bei Karem so richtig zur Methode."
  },
  {
    "start": 2241.56,
    "end": 2244.8,
    "text": "Und er bleibt aber auch neugierig auf das, was Europa sonst noch anbietet."
  },
  {
    "start": 2244.9,
    "end": 2248.06,
    "text": "Ja, also Italien wird für ihn zur zweiten Inspirationsquelle."
  },
  {
    "start": 2248.12,
    "end": 2249.34,
    "text": "Er integriert Pasta."
  },
  {
    "start": 2249.78,
    "end": 2254.48,
    "text": "ins französische Repertoire, vor allem macaroni, die er aus Neapel importiert."
  },
  {
    "start": 2255.2,
    "end": 2260.5,
    "text": "Und über die Sauce Espagnol in der Tomatenmark ist, da bringt er jetzt die Tomate auch in die Ort-Cuisine."
  },
  {
    "start": 2260.78,
    "end": 2260.8,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 2261.6,
    "end": 2262.04,
    "text": "interessant."
  },
  {
    "start": 2262.76,
    "end": 2272.1,
    "text": "Russland übrigens, also seine Arbeit für den Zahn hinterlässt auch Spuren von dort übernimmt, da zum Beispiel Gerichte wie die Fischsuppe Uka, die er dann für den französischen Geschmack anpasst."
  },
  {
    "start": 2273.48,
    "end": 2276.84,
    "text": "Karen ist also auch so ein bisschen vermittler zwischen den Küchen Europas."
  },
  {
    "start": 2277.06,
    "end": 2282.46,
    "text": "Also einerseits ein Mann, der ordnet, klassifiziert und gleichzeitig auch aufnimmt."
  },
  {
    "start": 2283.18,
    "end": 2292.34,
    "text": "Und aus dieser Mischung aus System, Offenheit und diesem Willen zur Reduktion entsteht dann eben die Grundlage der modernen französischen Küche."
  },
  {
    "start": 2294.7,
    "end": 2300.06,
    "text": "Es bleibt aber nicht nur bei den reingeschmacklichen Änderungen, die die Basis für diese moderne französische Küche beenden."
  },
  {
    "start": 2300.24,
    "end": 2301.74,
    "text": "Also du erinnerst dich vielleicht daran."
  },
  {
    "start": 2302.48,
    "end": 2306.84,
    "text": "dass sie in meiner Folge über Eskofie darüber gesprochen hat, dass er die Brigade einführt."
  },
  {
    "start": 2307.0,
    "end": 2309.6,
    "text": "Also quasi militärisch organisierte Küchencrew."
  },
  {
    "start": 2311.38,
    "end": 2317.86,
    "text": "Er ist zwar der erste, der das so nennt, wahrscheinlich beeinflusst durch seine Zeit im Militär im Rahmen des deutsch-französischen Kriegs."
  },
  {
    "start": 2318.32,
    "end": 2320.74,
    "text": "Die Basis liefert hier aber auch Karem."
  },
  {
    "start": 2320.86,
    "end": 2325.02,
    "text": "Also bei Karem entsteht auch schon dieser Gedanke vor allem aus praktischer Notwendigkeit."
  },
  {
    "start": 2325.3,
    "end": 2331.66,
    "text": "Also seine Pakette für Taleran oder für diese Veteranen Napoleon oder für den Zahn und seine Männer."
  },
  {
    "start": 2332.24,
    "end": 2338.04,
    "text": "Es sind logistische Operationen, die nicht ohne strikte Strukturen funktionieren würden."
  },
  {
    "start": 2338.48,
    "end": 2346.7,
    "text": "Und er denkt die Küche dabei als ein Raum, der nur durch Disziplin, durch Pünktlichkeit, durch präzise Proportionen beherrschbar ist."
  },
  {
    "start": 2347.46,
    "end": 2357.22,
    "text": "Militärische Metaphern stecken auch schon bei ihm im Sprachgebrauch, zum Beispiel Begriffe wie Kutte, Föhe oder Batterie, die gehören für ihn selbstverständlich dazu."
  },
  {
    "start": 2358.28,
    "end": 2368.08,
    "text": "Und in den großen Haushalten, in denen er arbeitet, da existieren jetzt auch schon diese Grundeinteilungen, also wie zum Beispiel Sosserie, rotisseur, patissier."
  },
  {
    "start": 2368.9,
    "end": 2373.56,
    "text": "Und Karem beschreibt dem, wie aus diesen Bereichen so eine klare Hierarchie entsteht."
  },
  {
    "start": 2374.44,
    "end": 2381.02,
    "text": "Der Chef, der steigt zum Metredotell auf, der Gehilfe rückt nach, der Garçon wird gehilfe."
  },
  {
    "start": 2381.44,
    "end": 2385.2,
    "text": "Also für ihn ist das so ein Modell, wo ständiger Fortschritt herrscht."
  },
  {
    "start": 2386.2,
    "end": 2388.2,
    "text": "Nix stagniert in so einer Küche."
  },
  {
    "start": 2389.38,
    "end": 2393.4,
    "text": "Also sein Denken ist schon brigadeförmig, obwohl er es noch nicht so nennt."
  },
  {
    "start": 2394.3,
    "end": 2395.56,
    "text": "Er macht es, aber er nennt es noch nie so."
  },
  {
    "start": 2396.06,
    "end": 2396.38,
    "text": "quasi."
  },
  {
    "start": 2397.32,
    "end": 2412.4,
    "text": "Also vor allem diese Manchette von Vertu in der Champagne für den Zahn ausrichtet, wo er vierze Köche koordinierte zeigen, wie strikt seine Abläufe schon organisiert sind und wie klar diese Posten verteilt werden müssen, um dieses System überhaupt im Laufen zu halten."
  },
  {
    "start": 2414.3,
    "end": 2423.86,
    "text": "Es wird aber natürlich dann August Escoffier sein, der in den Achtzehn-Siebzigerjahren dieses System nimmt und formalisiert und in der Brigade kulinär perfektioniert."
  },
  {
    "start": 2425.34,
    "end": 2429.86,
    "text": "Karem bleibt also der Vater der modernen Küche, weil er die Struktur liefert."
  },
  {
    "start": 2430.56,
    "end": 2445.48,
    "text": "Die ersten verbindlichen Grundrezepte, diese Genealogie der Soßen, die Standardisierung von Mengen, Garzeiten und Abläufen, er schafft also das wissenschaftliche Gerüst, auf das SKV später dann sein berühmtes Organisationssystem aufsetzen kann."
  },
  {
    "start": 2445.52,
    "end": 2462.46,
    "text": "Sie beginnt für Antonin Kerem seine letzte große Station und sie führt ihn zu einer Familie, die das Paris der Restauration prägen wird wie kaum eine andere, nämlich James und Betty de Rothschild."
  },
  {
    "start": 2462.76,
    "end": 2468.64,
    "text": "Also zwei Menschen, die über unermesslichen Reichtum verfügen, aber gesellschaftlich noch immer Außenseiter sind."
  },
  {
    "start": 2468.72,
    "end": 2474.08,
    "text": "Also erste Generation, jüdische Bankiers, fremd im Pariser Salon leben."
  },
  {
    "start": 2474.84,
    "end": 2477.5,
    "text": "Und sie sind aber fest entschlossen, sich dort durchzusetzen."
  },
  {
    "start": 2477.68,
    "end": 2482.2,
    "text": "Und was folgt, wie sie es selbst auch nennen, ist aber eine militärische Kampagne."
  },
  {
    "start": 2482.78,
    "end": 2485.28,
    "text": "Und im Zentrum dieser Strategie steht Karem."
  },
  {
    "start": 2485.78,
    "end": 2501.6,
    "text": "Also sie bieten ihm den Job als Küchenchef an und er nimmt das Angebot an, obwohl das Gehalt vergleichsweise niedrig ist, also später Relegenten behaupten, er hätte bis zu acht Tausend Fraur bekommen, dass er sich erhält, der Tausend Fünfhundert Fraur, später dann zwei Tausend Fraur pro Jahr."
  },
  {
    "start": 2501.86,
    "end": 2503.46,
    "text": "Ist noch immer viel Geld, aber ist jetzt nicht so."
  },
  {
    "start": 2504.16,
    "end": 2505.22,
    "text": "massenhaft viel Geld."
  },
  {
    "start": 2506.52,
    "end": 2511.28,
    "text": "Es gibt aber einen entscheidenden Vorteil, den ihm diese Anstellung bei den Rothschilds bringt."
  },
  {
    "start": 2511.82,
    "end": 2514.7,
    "text": "Sie versprechen ihm nämlich Zeit zum Schreiben."
  },
  {
    "start": 2515.36,
    "end": 2527.2,
    "text": "Im Zuge seines Lebens und Schaffens hat er zwar schon einige Werke veröffentlicht, zum Beispiel Le Patissier Royal Parisien, in denen er auch gerne mal Gespräche mit Würdenträgern beschreibt."
  },
  {
    "start": 2528.74,
    "end": 2530.72,
    "text": "mit wem was zu tun gehabt hat."
  },
  {
    "start": 2531.18,
    "end": 2535.64,
    "text": "Aber sein Hauptwerk, sein schriftliches Vermächtnis, das soll noch kommen."
  },
  {
    "start": 2535.98,
    "end": 2543.84,
    "text": "Und dieses Angebot für Karem, dass er hier für sie arbeiten kann, um gleichzeitig auch die Zeit zu schreiben, das will er nicht ausschlagen."
  },
  {
    "start": 2544.64,
    "end": 2547.0,
    "text": "Und die Rechnung geht für alle Beteiligten auf."
  },
  {
    "start": 2547.1,
    "end": 2552.4,
    "text": "Also innerhalb weniger Jahre gilt die Tafel der Rothschilds als die Beste von Paris."
  },
  {
    "start": 2552.98,
    "end": 2562.58,
    "text": "Und sogar George IV, Prinz Regent in London, soll auf die Aussage, dass die Beste Tafel bei den Rotschilds sei Seufzen gesagt haben."
  },
  {
    "start": 2563.12,
    "end": 2565.84,
    "text": "I can't believe it, because Karem reigns over it."
  },
  {
    "start": 2566.64,
    "end": 2568.64,
    "text": "Denn Karem herrscht dort."
  },
  {
    "start": 2569.44,
    "end": 2575.88,
    "text": "Und George hat schon vier Devices, wovon er spricht, weil im Jahr achtzehn, sechzehn arbeitet Karem eine Zeit lang für ihn."
  },
  {
    "start": 2576.56,
    "end": 2580.18,
    "text": "Geht dann aber wieder zurück von London nach Paris, weil es im Inlanden nicht so gefällt."
  },
  {
    "start": 2581.84,
    "end": 2591.36,
    "text": "Also die Inszenierung dieser Rotschildschen Tafel, wenn man so will, die trägt dann auch Karem's Unverwechselbare von der Architektur inspirierte Handschrift."
  },
  {
    "start": 2592.14,
    "end": 2597.32,
    "text": "Die Rothschilds verwandeln für Banketts ihr Haus in der Rue La Fite in eine Bühne."
  },
  {
    "start": 2598.24,
    "end": 2600.58,
    "text": "Wände in kräftigem Rot, antike Figuren."
  },
  {
    "start": 2601.2,
    "end": 2609.4,
    "text": "Für große Soares wird im Garten sogar ein eigener Renaissance Ballsaal gebaut, beleuchtet von so riesigen Kronenleuchtern mit Platz für dreitausend Gäste."
  },
  {
    "start": 2610.24,
    "end": 2619.58,
    "text": "Die Treppe dorthin, da hast du auf jeder Stufe erselterne Pflanze oder echte etruskische Vase, vielleicht sogar so ein Automat, also so was wie mechanische Enten."
  },
  {
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    "end": 2626.38,
    "text": "Auf jeden Fall, diese Treppe führt dann direkt zur Karremsbühne und zwar dem Buffet, dem Herzstück jeder Nacht."
  },
  {
    "start": 2626.44,
    "end": 2631.76,
    "text": "Und hier entfaltet sich dann auch seine, wie soll ich sagen, seine architektonische Fantasie."
  },
  {
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    "end": 2640.32,
    "text": "Diese ganzen Tempeln und Pyramiden aus den diversesten Süßspeisen, die gemeinsam mit seinem Assistenten, Monsieur J, Entwirft."
  },
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    "end": 2654.24,
    "text": "das wahrscheinlich beeindruckendste Schaustück ist die Syltan à la Cologne, ein griechischer Tempel, der über die gesamte Länge des Tisches reicht mit Säulen aus Zucker und am Bett aus Marzipan."
  },
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    "end": 2665.56,
    "text": "Also während er für die Rothschilds jetzt kocht und instiniert widmet er sich aber eben auch seinem Werk, seinem Abschlusswerk, wenn man so will, dass es ihn unsterblich machen wird."
  },
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    "text": "Und zwar ist es Lardula Cuisine Die Kunst der französischen Küche im neunzehnten Jahrhundert."
  },
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    "text": "Es sind fünf Bände."
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    "text": "Es ist ein Lebenswerk."
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    "text": "Es ist eine Enzyklopädie aus über sechstausend Rezepten."
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    "text": "Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern vor allem eben auch der Versuch, die gesamte französische Küche theoretisch zu erfassen."
  },
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    "start": 2688.56,
    "end": 2691.34,
    "text": "So eine philosophische Geschichte der Gastronomie."
  },
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    "text": "Es sind technische Abhandlungen drin, exakte Mengenangaben."
  },
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    "text": "Es sind Garzeiten drin, präzise Schritte."
  },
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    "end": 2701.76,
    "text": "Also es ist ein sehr rigoroses Werk, das er so vorher noch nicht gegeben hat."
  },
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    "text": "Karem hebt damit auch den Beruf des Kochs auf eine ganz neue Ebene."
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    "text": "Also er ist jetzt nicht mehr bloßer Handwerker, er ist jetzt Autor, theoretiker ist."
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    "text": "Architekt seiner Kunst."
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    "text": "Er selbst nennt es seine Profession, auf den Status einer Kunst zu erheben."
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    "text": "Und das gelingt ihm auch."
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    "text": "Er wird die Vollendung dieses Werks nicht mehr erleben."
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    "text": "Als Kerem im Jänner, die in den letzten beiden Bände übernimmt sein Schüler Armand, Plumeré, aber der Geist, der Anspruch, die Ordnung, die in diesem Werk ist, das bleibt Kerem."
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    "text": "Karem hat die französische Küche nämlich nicht nur verbessert, sondern im Grunde neu ausgerichtet."
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    "text": "Und gerade in seiner Haltung zur Reinheit des Geschmacks zeigt sich auch, wie radikal sein Anspruch ist."
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    "text": "Also weg von dieser schweren überwürzten Küche des Osier-Regime hin jetzt zu dieser Kochkunst, die auch Messigungen, Gesundheit und Natürlichkeit in den Mittelpunkt stellt."
  },
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    "end": 2765.1,
    "text": "Also für ihn ist echte Gastronomie anti-glutonerie."
  },
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    "text": "Also das Gegenteil vom Vielfraß, wenn man so will."
  },
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    "end": 2779.6,
    "text": "Aber das ist schon interessant, weil so wie du das jetzt gerade beschrieben hast, diese großen Bankette jetzt bei den Rothschilds oder so, das wirkt ja eher dekadent und eben nicht so reduziert und geordnet."
  },
  {
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    "text": "Dekadent vielleicht von der Inszenierung her, aber nicht, was du dann tatsächlich am Teller hast."
  },
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    "text": "Wenn man ja auch bedenken muss, diese ganzen."
  },
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    "text": "Zucker, Gebilde, die sind ja in erster Linie zum Anschauen da und nicht zum Essen."
  },
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    "end": 2801.32,
    "text": "Was er dann tatsächlich auf dem Teller hat, also was die Leute verspeisen, das folgt dann schon dieser neuen Ordnung und dieser neuen Systematik, die er aufschreibt."
  },
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    "end": 2808.14,
    "text": "Also er reduziert zum Beispiel die Mengen nicht aus Sparsamkeit, sondern aus Prinzip."
  },
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    "text": "Also die Küche soll der Santé, also der Gesundheit dienen und der natürliche Geschmack des Produkts tritt in Vordergrund."
  },
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    "end": 2824.08,
    "text": "keine maskierenden Gewürzberge mehr, auch keine schweren Soßen, sondern stattdessen Kräuter, milde Soßen, klare Aromen."
  },
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    "text": "Und Karemn geht auch weiter."
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    "text": "Also er ist überzeugt, dass die Küche, wenn sie richtig verstanden wird, die Gesundheit länger erhält als so manche Arzt."
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    "text": "Man guter Koch sagt, er könne das Leben um Jahre verlängern."
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    "text": "Sein Leben allerdings erzählt eigentlich das Gegenteil."
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    "text": "Als er am zwölften Jänner, Da ist er erst forty- acht Jahre alt."
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    "text": "Und an was er stirbt, das formuliert er schließlich in einem seiner Werke selbst."
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    "text": "Er schreibt nämlich, unsere Arbeit zerstört uns."
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    "text": "Die Vapeur-Suffocante du Charbonne, also die erstickenden Dämpfe der Holzkohleherde."
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    "text": "Sie sind ein ständiger Feind."
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    "text": "Man muss sich auch diese Küchen vorstellen."
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    "text": "Es hat nichts mit diesen Küchen, wie wir sie heute kennen."
  },
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    "text": "Zu tun war alles sehr sauber."
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    "text": "So hast du eine Dampf und so weiter."
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    "end": 2882.48,
    "text": "Diese rauchige Angelegenheit und Jahrzehnte in diesen schlecht belüfteten Küchen über glühender Kohle, die führenden zu Symptomen, die wahrscheinlich sein Ende einläuten."
  },
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    "end": 2887.2,
    "text": "Also zunehmende Schwäche schließt sich dann auch so eine lähmende Attacke kurz vor seinem Tod."
  },
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    "end": 2891.62,
    "text": "Das ist im Grunde das Bild einer Kohlenmonoxidvergiftung, die sich über Jahre aufbaut."
  },
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    "start": 2893.26,
    "end": 2900.5,
    "text": "Seine Biografin Ré, die sieht auch Indizien für andere Ursachen, zum Beispiel einfach extreme Überbelastung."
  },
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    "text": "Oder auch eine Lebererkrankung, also ist eine Theorie eines befreundeten Arztes von ihm, aber auch schwere Probleme mit den Zähnern."
  },
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    "text": "Also durch den hohen Zuckerkonsum liegt er unter schwerer Karies und höchstwahrscheinlich auch Kieferhöhlenentzündungen."
  },
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    "text": "Was auch immer seine Todesursache war, sein Vermächtnis ist ungebrochen."
  },
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    "text": "Also Karem wird zum Vater der modernen Küche, zum Pionier der Moderne."
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    "end": 2937.0,
    "text": "Er legt die Strukturen auf, denen andere aufbauen und seine Kodifizierung der vier Muttersaußen, die bleibt im Grunde ein Jahrhundert lang das Evangelium der professionellen Küche."
  },
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    "end": 2948.18,
    "text": "Und mit seinem monumentalen Werk, diesen fünf Bänden über die französische Küche des neunzehnten Jahrhunderts, damit schafft er die erste umfassende Enzyklopädie der Ott-Kuisine."
  },
  {
    "start": 2949.12,
    "end": 2956.44,
    "text": "mit einer Präzision, die bis heute zum Standard gehört, also wirklich mit Garzeiten, Proportionen, Abläufen, alles ist darin festlegt."
  },
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    "end": 2959.26,
    "text": "Seine Schüler tragen das dann auch weiter."
  },
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    "end": 2974.38,
    "text": "und der wichtigste Erbeer ist natürlich August S. Coffier, der übernimmt Karrems Prinzip in der Reihenheit, der Leichtigkeit, auch dieser Antiglutonerie und er formt daraus dann im Grund diesen endgültigen Kanon der modernen Küche."
  },
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    "end": 2991.36,
    "text": "Tschern Das Werter Daniel war meine Geschichte über Marie-Antoine Karem, jenen Koch, der aus bitterer Armut kam, sich bis in die Häuser der mächtigsten Europas Empor gearbeitet hat und schließlich dann an der Härte seines Berufs zugrunde ging."
  },
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    "text": "Dessen Ordnung, dessen Systematik und dessen Ideen einer klaren, modernen Küche aber weiter wirken und bis heute den Kern der französischen Kochkunst bilden."
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    "text": "Faszinierend, Richard."
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    "text": "Vielen, vielen Dank für die Geschichte."
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    "text": "Ich habe die ganze Zeit rausgehört, nicht nur deine Wertschätzung gegenüber Karrems Leistung, sondern auch, dass ich es immer so angehört hat, als würdest du dir so sehr wünschen, auch einmal eines deiner Menüs zu essen."
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    "text": "Du wirst nicht nahe sagen."
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    "text": "Also grundsätzlich esse ich ja auch sehr gerne, ich glaube, was das angeht, ist tatsächlich recht ähnlich, weil ich bin auch ein Gourmet und ein Gourmet."
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    "text": "Vielleicht nicht auf einer Wellenlänge, aber was das Essen angeht?"
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    "text": "Ja, ich glaube, ich bin zu wenig ambitioniert, was ein politisches Leben angeht im Vergleich zu Tellera."
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    "text": "Also ich möchte eben den ersten Diener essen."
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    "text": "Ihr hättet mal von Karim sehr gern ein Menü kochen lassen."
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    "text": "Ja, obwohl ich Schnecken auch schon gestern habe und die gar nicht so begeistert, also ich würde mir das jetzt nicht extra zu bereiten was."
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    "text": "Aber sag mal, du hast jetzt ja dargestellt, wie er die professionelle Küche verändert."
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    "text": "Kann man auch sagen, was es für Auswirkungen auf die normale Küche hatte oder also auf die Standard Küche?"
  },
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    "text": "Kann ich tatsächlich nichts sagen?"
  },
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    "end": 3087.28,
    "text": "Weil ihr bei unserer Tour über Hannah Glass gesprochen habt, die Dame, die ein Kochbuch für Menschen wie du und ich geschrieben hat."
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    "text": "Die Sachen, die er schreibt, die sind natürlich in erster Linie für die, die in diesen großen Häusern sind."
  },
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    "end": 3095.66,
    "text": "Und in diesen großen Häusern und in den professionellen Küchen arbeiten."
  },
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    "text": "Und nicht für die, die da einem dann irgendwie am Herd ihre Sachen zubereiten müssen."
  },
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    "end": 3110.94,
    "text": "Das ist tatsächlich dann auch die Art Ernährung, wie es in diesen ursprünglichen Gasthäusern, wie er in einem Jahr auch gearbeitet hat, wie das dort serviert wird."
  },
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    "text": "Ein gewisser Trickle-down-Effekt existiert sicherlich, also über die Jahrzehnte durch diese Professionalisierung der Küche und auch diese neuen Möglichkeiten und dass es hier auch kodifizierte Dinge gibt und Sachen aufgeschrieben werden, kann ich mir gut vorstellen, dass es dann auch in die Nicht-Ort-Küsinen weitergetragen wird."
  },
  {
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    "text": "bin mir nicht sicher, wie groß sein Einfluss zu jener Zeit dann auch auf diese Entwicklung war."
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    "text": "Hast du denn den Hinweis bekommen?"
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    "end": 3147.12,
    "text": "Karem ist mir unterkommen, als ich über Eskophie gemacht habe, als ich über Alexi Soye was gemacht habe."
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    "text": "Und ich habe dann auch das Glück gehabt, dass nach meiner Alexi Soye-Geschichte, dass ich wahnsinnig viele Hinweise zu Karem kriegt hätte."
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    "end": 3161.6,
    "text": "Und ich habe mir jetzt eben gedacht, jetzt ist es schon ein Zeit lang her, dass ich, was ich für einen französischen Koch gemacht habe, dass ich hier vielleicht so diese Trinogie jetzt einfach einmal zumache."
  },
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    "text": "Und dann habe ich nachgeschaut und wollte wissen, wer mir da alles schon hinweist."
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    "text": "Und ich habe keinen einzigen gefunden."
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    "text": "Also es war tatsächlich so in meinem Kopf, dass ich gedacht habe, weil du kennst es ja, wenn wir keine Ahnung, vorgemacht haben über Expeditionen, in den Wochen drauf oder in den Tagen drauf kommen und wahnsinnig viele Hinweise zu."
  },
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    "text": "weiteren Expeditionen und das dauert dann natürlich Zeit lang."
  },
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    "end": 3192.2,
    "text": "Und in meinem Kopf war es so, dass sie nach meiner Folge über Soye oder auch über Escovye, dass sie der Hinweise zu Karem gekriegt hat, weil er eben auch als einer der ersten Kochstars überhaupt gilt."
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    "text": "Und tatsächlich war es nicht so."
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    "text": "Ich weiß gar nicht."
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    "text": "gesucht und ihr habt Einmähle erhalten von Elisabeth im Jahr zwanzig zwei und zwanzig mit vielen unterschiedlichen Hinweisen."
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    "end": 3209.72,
    "text": "Und Kerem ist darin erwähnt, aber eigentlich nur als Quelle für einen anderen Hinweis."
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    "text": "Auch einen Qualinarischen."
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    "text": "Aber tatsächlich sonst niemand, der mir einen Hinweis dazu geschickt hat."
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    "text": "und wirklich in meinem Kopf war es so, ich habe sicher drei, vier, fünf Hinweise zu Kerem auch gekriegt."
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    "text": "Ja, weil du im Kopf schon deine Trilogie hattest."
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    "text": "Und Alexi Soye."
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    "text": "Alex,"
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    "text": "meine Trilogie arbeitet sich nach hinten."
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    "text": "Also wir haben angefangen mit Escuffier, das ist der Jüngste, dann kommt Alex Disoyer und dann kommt Karem."
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    "text": "Also im Grunde ist es eine Rückwärtsarbeitung und deswegen habe ich jetzt natürlich auch so ein bisschen Bezug nehmen können auf Escuffier und was er dann natürlich schafft."
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    "text": "Ja, das ist praktisch, weil jetzt kannst du noch ein Prequel erzählen."
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    "text": "Jetzt kann ich noch den ich jetzt hier auch erwähnt habe."
  },
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    "end": 3257.86,
    "text": "Der im Grunde die Basis für das bildet, was Kerem dann macht."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Vielleicht zur Literatur."
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    "text": "Es gibt eine Biografie, die sehr gefeiert worden ist von Ian Kelly, die heißt Cooking for Kings."
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    "text": "The Life of Antonin Kerem, the first celebrity chef."
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    "text": "Und es gibt eine, und das ist aus dem Beginn der zweitausender Jahre, es gibt allerdings eine neuere Biografie und zwar von Marie-Pierre, französische Zeithistorikerin."
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    "text": "die ursprünglich sich mit der Zahnzeit, also auch mit Alexander beschäftigt hat, und über die Zeit, die Alexander in Paris verbracht hat, dann auf Karem gestoßen ist, als jemand, über den sie schreiben will."
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    "text": "Und sie ist tatsächlich ein bisschen kritisch, was die Biografie von Ian Kelly angeht, weil sie, und der Meinung ist, dass eben gewisse Dinge hier, dass er ein bisschen aufsetzt dieser Müttenbildung von Kerem in seiner Darstellung."
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    "text": "Sie hat ein paar Beispiele, dafür ein Beispiel."
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    "text": "ist ja zum Beispiel dieses From Rags to Riches, also das hier wirklich als ein Weisenkind dann aufsteigt."
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    "text": "Und Ian Kelly sagt dem, ja, er ist ein Weisenkind oder er ist von seinem Vater ausgetzwaren und sie findet eben tatsächlich dieses Ehe-Zertifikat aus dem Jahr achtzehn acht und da ist klar, dass sein Vater einfach als Zeuge auch dabei, also da ist klar, er ist kein Weise gewesen und er hat auch weiterhin Kontakt zu seinem Vater gehabt und auch so, dass er sogar als Zeuge dann bei seiner Ehe-Schließung auftritt."
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    "text": "Aber beide zusammen geben ein schönes Bild und so ein bisschen mit diesem bisschen akademischeren Zugang von Marie-Pierre kann man, glaube ich, dann ganz gut nachzeichnen in dieser Geschichte von Karim."
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    "text": "Ja, das ist schon, man merkt, wenn jemand so ein Label bekommt wie Koch der Könige,"
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    "text": "dass"
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    "text": "da schon viel Müttenbildung natürlich passiert ist."
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    "text": "Absolut."
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    "text": "Und viele, also auch so Dinge natürlich in so einer Biografie immer vereinfacht werden und dann halt auch zu solchen Dingen kommt."
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    "text": "Ja, aber von ihm inspiriert ist natürlich auch, dass dann eskophie später als der Kaiser der Köche bezeichnet worden ist, beziehungsweise kochter Kaiser."
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    "text": "Also das ist direkt da angelehnt."
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    "text": "Vielleicht ein Buch auch noch, das auch sehr interessant ist, wo es grundsätzlich um die Veränderung der französischen Küche geht."
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    "text": "Susan Pinkert hat auch geschrieben, A Revolution in Taste, The Rise of French Cuisine, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das ist es, das"
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    "text": "ist es, das ist es, das ist Sehr schön, ja, dann Richard."
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    "text": "Was willst du heute noch kochen?"
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    "text": "Heute weiß ich nicht, aber tatsächlich morgen werde ich Pom Boulanger machen."
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    "text": "Pom Boulanger."
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    "text": "Boulanger, französische Kräffelzubereitung, wo die sehr dünn aufgeschnitten werden in so einer Mandoline und die werden in einer Auflaufform gegeben und dann werden leicht karamellisierte Zwiebeln drüber klickt."
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    "text": "Schicht und dann macht man so vier oder fünf Schichten davon und würzt es natürlich immer und gibt immer so ein bisschen einen Suppenfah dazu."
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    "text": "Und Scherzschuldigung."
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    "text": "Also, damit zuvor hin, weil ich mir die Sauce gemerkt"
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    "text": "Auf jeden Fall, das Ganze wird dann in den Ofen geben und idealerweise saugen sich dann die Erdpfeil voll mit diesem."
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    "text": "Mit diesem Fond, das ist eine sehr gute Sache."
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    "text": "Hat dieses Rezept irgendwas mit Karem zu tun?"
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    "text": "Ich bin mir nicht sicher."
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    "text": "Wir sind drauf gestoßen, weil wir so in einer Rabbit Hole gefallen sind auf YouTube und uns Rezeptvideos von Marco Pierre weiter angeschaut haben."
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    "text": "Dem Star-Koch, dem Michelin-Koch."
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    "text": "Und da hat er ein Video, wo er drei unterschiedliche Erdpfehl-Zubereitungen französische macht."
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    "text": "Und das haben wir uns gemerkt und uns gedacht, das ist eine sehr gute Beilage, wenn man ein bisschen Zeit hat."
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    "text": "Dann würde ich sagen, Richard, das ist eine ideale Möglichkeit, um ein Foto auf Campfire zu posten."
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    "text": "Oh"
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    "text": "Also vergiss nicht, ein Foto zu machen."
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    "text": "Und ansonsten hast du diese Folge noch was hinzuzufügen oder, sagen wir, einen Deckel drauf machen."
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    "text": "Ich habe diese Folge jetzt nichts mehr hinzuzufügen."
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    "text": "Ich würde sagen, wir können übergehen zum Feedback Hinweis Block."
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    "text": "Sehr gut."
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    "text": "Vielleicht, bevor wir den Feedback-Hinweis-Blog machen, ein anderer Hinweis noch."
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    "text": "Unseren Podcast gibt es überall dort anzuhören, wo es Podcasts gibt und es gibt alle Folgen anzuhören und es gibt alle Folgen gratis anzuhören."
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    "text": "Wer also uns ohne irgendwelche zusätzlichen Kosten anhören will, kann es zum Beispiel auf unsere Website machen oder bei allen Podcast-Applikationen, die gratis sind, für die Podcast-Applikationen muss man hin und wieder zahlen."
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    "text": "Aber unseren Podcast gibt es überall und überall gratis, nur so als Hinweis."
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    "text": "Feedback at Geschichte.fm kann es auf den diversen Social-Media-Plattformen tun."
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    "text": "Dort heißt man, gemeinhin Geschichte.fm kann es auch im Fativerse tun."
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    "text": "Und wer uns Reviewen will, Sterne vergeben und solche Dinge, kann das zum Beispiel auf Apple Podcasts tun oder einfach überall, wo es Podcasts gibt."
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    "text": "Und Daniel hat es vorhin auch schon erwähnt, wer Hintergrundinvors sehen will, weitere Fotos direkt kommentieren will in den Folgen, kann das auf Campfire tun."
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    "text": "Einfach auf joincampfire.fm gehen, die App runterladen und dann unserer Community beitreten."
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    "text": "unser strategie spiel geschichten aus."
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    "text": "die geschichte gibt's bei geschichte.shop."
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    "text": "dort gibt's auch noch merch zu kaufen."
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    "text": "dann"
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    "text": "gibt's zahlmöglichkeiten diesen podcast werbefrei zu hören."
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    "text": "bei apple podcast gibt's den kanal geschichte plus und bei steady kann man sich den feed kaufen für vier euro im monat."
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    "text": "da gibt's alle infos unter geschichte.fm slash steady."
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    "text": "wir bedanken uns in dieser woche bei ingrid."
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    "text": "hussein ole mioko matias bernth."
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    "text": "vielen dank andrea."
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    "text": "Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung."
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    "text": "Ja, vielen herzlichen Dank und danke an Lene Kiebal fürs Schneiden dieser Folge."
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    "text": "und dann würde ich sagen, mach mal das, was wir immer machen und geben dem einen das letzte Wort, der es immer hat."
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    "text": "Wie das sich damals entrichtet hat."
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    "text": "Das ist meine Heizung."
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    "text": "Den nehmen wir."
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