[
  {
    "start": 0.7,
    "end": 30.22,
    "text": "Ich bin eine sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, ich bin sehr lebensfreie Person, würde ich selber ein Organ für mich oder für mein Kind annehmen, wenn mir eines bräuchten."
  },
  {
    "start": 31.14,
    "end": 36.78,
    "text": "Wenn die Entscheidung ein Jahr ist, dann sollte ich auch bereit sein, selber Organe zu spenden."
  },
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    "text": "Weil alles andere ist ungefähr."
  },
  {
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    "end": 41.2,
    "text": "Es lohnt sich, zu kämpfen und durchzuhalten."
  },
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    "end": 61.28,
    "text": "Unser heutiges Thema geht unter die Haut, daher Triggerwarnung."
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    "end": 65.5,
    "text": "Es geht in dieser Episode um sensible Inhalte wie Tod und Transplantation."
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    "end": 72.08,
    "text": "Denn ich spreche mit einer jungen Frau, die zwei Herzstillstände überlebt und deswegen auch ein neues Herz benötigt hat."
  },
  {
    "start": 72.7,
    "end": 80.72,
    "text": "Es geht um die sichtbaren und unsichtbaren Narben, die eine solche Herzpfepppflanzung hinterlässt und auch darum, wie man trotzdem den Lebensmut behält."
  },
  {
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    "end": 85.06,
    "text": "Ja, und deswegen hallo Tamara, ich freue mich echt, dass du heute mein Gast bist."
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    "end": 87.22,
    "text": "Hallo, ich freue mich auch da zu"
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    "text": "sein."
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    "text": "Ich bin eine"
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    "end": 122.7,
    "text": "sehr lebensfreue Person."
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    "end": 134.6,
    "text": "Ja, die Wünsche sind, die man so hat und die man sich gerne erfüllen möchte, was man noch so im Leben erleben möchte."
  },
  {
    "start": 135.26,
    "end": 142.72,
    "text": "Oder einfach die kleinen Momente, die man ... Ja, plötzlich ganz anders genießt, als man es vielleicht früher getan hat, weil sie vermeintlich alltäglich sind."
  },
  {
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    "end": 152.9,
    "text": "Und das ist der eine Teil von mir und der andere Teil von mir ist mittlerweile sehr engagiert im Bereich Organspende, im Bereich Resilienz."
  },
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    "end": 181.66,
    "text": "Also ich habe angefangen sozusagen meine Geschichte oder aus meiner Geschichte zu lernen, beziehungsweise die Erfahrungen daraus rauszuziehen und eine andere weiterzugeben, wie man mit herausfordernden Umständen mental gesund umgeht und wie man es schaffen kann, ohne dass man danach ja ein häufigen Elend ist, sondern dass man gestärkt aus den Situationen herausgeht und wieder weitermacht, wenn die Herausforderung geschafft"
  },
  {
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    "end": 182.0,
    "text": "ist."
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    "end": 186.92,
    "text": "Dieses neue Herz hat ja doch schon in dieser Selbstbeschreibung eine ganz große gewichtige Rolle."
  },
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    "end": 188.52,
    "text": "Definitiv."
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    "text": "Es hat mich verändert."
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    "end": 191.16,
    "text": "Der ganze Weg hat mich verändert."
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    "end": 195.96,
    "text": "Es nimmt bis heute in jeglicher Hinsicht einen großen Platz bei mir ein."
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    "end": 200.1,
    "text": "Und wenn du zurückblickst, so vor vier Jahren, wie war das denn damals?"
  },
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    "end": 202.36,
    "text": "Magst du vielleicht kurz die Situation beschreiben?"
  },
  {
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    "end": 207.98,
    "text": "Also deine Herzstillstände und dann der Weg über die Diagnose bis dann schließlich auch zur Herztransplantation?"
  },
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    "text": "Ja."
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    "end": 212.46,
    "text": "Meine Geschichte ging los, als ich dreiundzwanzig war."
  },
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    "end": 218.24,
    "text": "Da habe ich das erste Mal gemerkt, dass ich so einen Druck auf der Brust habe, eine innere Unruhe und gemerkt, irgendwas passt da nicht."
  },
  {
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    "end": 229.78,
    "text": "Ich bin dann damals zum Hausarzt gegangen, der hat mich postwenden zum Kallologen weiter verwiesen und kurz danach kam dann raus, dass ich eine Herzmuskelnzündung habe, also wahrscheinlich krank Sport gemacht."
  },
  {
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    "end": 234.66,
    "text": "Genau, dann durfte ich erst mal für anderthalb Jahre keinen Sport machen, durfte eine Weine nicht arbeiten."
  },
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    "end": 237.22,
    "text": "Dann hieß es, es ist wieder alles in Ordnung."
  },
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    "text": "Ich habe wieder mit dem Sport angefangen."
  },
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    "end": 242.02,
    "text": "Und genau ein Monat später hatte ich dann den Herztestand im Fitnessstudium."
  },
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    "end": 244.96,
    "text": "Ich bekam Kammerflimmern."
  },
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    "end": 249.06,
    "text": "Ich saß auf dem Fahrrad gerade und bin dann ohnmächtig geworden."
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    "text": "Mein Herz hat irgendwann ganz aufgehört zu schlagen."
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    "end": 253.02,
    "text": "Da musste ich reanimiert werden."
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    "end": 259.06,
    "text": "Dadurch, dass Gott sei Dank dort andere Menschen trainiert haben, die das richtig gut können."
  },
  {
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    "text": "Zwei Medizinstudenten, eine Rettungsanitäter."
  },
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    "end": 272.4,
    "text": "Ein Polizist, und jemand, der das so schon mal erlebt hat, haben die einen Bombenjob gemacht und mich eine dreiviertel Stunde reanimiert, bis der Notarzt mit Defibrillator da war."
  },
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    "text": "Und mein Herz dann wieder von selbst schlagen angefangen hat."
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    "end": 291.18,
    "text": "Ich bekam dann eine Defibrillator implantiert, hab aber dann halb Jahr später trotzdem noch mal einen Herzstillstand gehabt, dann in Ibiza, als ich gerade im Urlaub war, dann kam daraus, dass der Defibrillator falsch implantiert war, als ob das Kabel zu wenig tief im Herz drin war."
  },
  {
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    "end": 303.22,
    "text": "Ja, ab dem Zeitpunkt ging dann eigentlich so richtig die Odyssey los mit Krankenhäusern, Operationen, Therapien und allem Möglichen und hat alles versucht, das wieder halbwegs in den Griff zu bekommen."
  },
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    "text": "Aber es wurde irgendwie nicht besser und nichts hat so wirklich geholfen, bis es bis zum Jahr zwölf und zwanzig rauskam, dass es eigentlich gar keine Herzmuskelentzündung ist."
  },
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    "end": 325.8,
    "text": "Also ich habe nicht Krank-Sport gemacht und das war der Grund für die Herz-Muskeln-Zündung, sondern ich hatte einen genetischen Defekt, der dafür sorgt, dass das Herz von selber Stück für Stück vernahrt."
  },
  {
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    "end": 332.18,
    "text": "und das hat man leider erst nach fünf Jahren mit einem Blut-Test und einem Gen-Test sozusagen entdeckt."
  },
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    "end": 340.96,
    "text": "Dann hättest du dir vielleicht manches ersparen können und wahrscheinlich auch das Gefühl selbst dran schuld, am Ende noch zu sein, weil man Krank-Sport gemacht hat."
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    "text": "Richtig."
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    "text": "Gott sei Dank, oder was heißt Gott sei Dank, aber ich war tatsächlich ein Stück weit erleichtert, als dann diese Diagnose kam, weil ich wusste, okay, ich bin nicht selber schuld."
  },
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    "text": "Das Problem war nur, dass es einfach zu spät war, als die Diagnose zu spät kam, das Herz dann schon zu kaputt war."
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    "text": "Und ein halbes Jahr später war ich dann tatsächlich soweit mit dem nächsten Vorfall, den ich dann wieder hatte, wieder mit Shocks vom Defibrillator."
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    "text": "Das klar war, okay, ich kann so mit dem Herz langfristig nicht mehr leben."
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    "text": "Ich bin dann gelistet worden, bin auf die hochdringliche Liste für eine Herztransplantation gekommen."
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    "text": "Und genau, am ersten, arten, zweitausend, einundzwanzig war dann der große Tag, als mir gesagt wurde."
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    "text": "Frau Schwab, jetzt geht's los."
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    "text": "Und diese Zeit, ich mein, sie war vergleichsweise kurz bei dir, aber als du auf das Spenderherz gewartet hast, als klar war, du brauchst ein neues Herz."
  },
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    "text": "Wie hast du denn diese Zeit erlebt, so körperlich und auch emotional?"
  },
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    "end": 416.14,
    "text": "Ich muss sagen, also für mich war das zu dem Zeitpunkt eine Riesenerleichterung, also es gesagt wurde, wir gehen jetzt diesen Weg Richtung Transplantation, weil ich an dem Punkt war, wo ich gesagt habe, ich kann einfach nicht mehr, ich möchte dieses Leben so auch nicht mehr führen."
  },
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    "end": 423.68,
    "text": "Es ist einfach ein ständiges Angst haben vor den nächsten Elektroschocks, vor den nächsten gefährlichen Vorfällen."
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    "text": "Ich hatte einfach keine Kraft mehr."
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    "text": "Und ich wusste, dass Herztransplantationen gut laufen können."
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    "text": "Ich habe schon Menschen davor kennengelernt, hier mit Spenderherz wahnsinnig schon wieder leisten."
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    "text": "Und für mich war das so mein letzter Hoffnungsschimmer, dass ich wieder ein normales Leben führen kann."
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    "text": "Und von daher war es für mich erst mal eine Riesenerleichterung."
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    "text": "Und ich habe nur drehen, dreißig Tage warten müssen."
  },
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    "end": 464.86,
    "text": "War aber ganz dankbar, glaube ich, sogar, dass ich diese drehen, dreißig Tage hatte, um mich seelisch einfach auf diesen Schritt vorzubereiten, wobei ich ..."
  },
  {
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    "end": 474.44,
    "text": "Selbst wenn man sagt, es gibt mir eine neue Perspektive, aber ja, es ist ja doch etwas Ungewöhnliches zu wissen, okay, irgendwann habe ich ein anderes Herz in meiner Brust."
  },
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    "text": "Richtig, absolut."
  },
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    "end": 490.2,
    "text": "Und ich glaube, man kann sich aber auch wiederum nicht so wirklich vorbereiten, weil als dann eben dieser Anruf kam, ist gefühlt jede Emotion auf mich eingebrasselt und da ist mir erst mit einem Schlang wirklich bewusst geworden, zu was ich da eigentlich ja gesagt habe."
  },
  {
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    "text": "Klar,"
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    "text": "aber dann gibt es dann wirklich kein Weg zurück mehr bei allen Gefühlen, die da so aufeinander brasseln in dem Augenblick."
  },
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    "text": "Richtig."
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    "end": 509.68,
    "text": "Aber ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, dass ich da jetzt ja gesagt habe, sondern es war dann eher in dem Moment ein, oh Gott, okay, alles klar."
  },
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    "text": "Also mir wird jetzt wirklich mein Herz rausgenommen."
  },
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    "text": "Ich kriege jetzt ein neues Herz."
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    "text": "Es entsteht ein komplett neuer Lebensabschnitt."
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    "text": "Ich habe mich gefreut ohne Ende."
  },
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    "end": 525.76,
    "text": "Im nächsten Moment hatte ich Trauer, weil ich halt wusste, okay, da ist jetzt ein Mensch in einem anderen Krankenhaus, der ist gestorben und die Familie trauert."
  },
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    "text": "Dieser Mensch hängt mir jetzt seinen Herz."
  },
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    "end": 535.5,
    "text": "hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Zimmernachbarin, die hat weniger lange, die hat länger warten müssen als ich."
  },
  {
    "start": 535.6,
    "end": 540.7,
    "text": "Also ich bin sozusagen an ihr vorbeigerauscht, hatte da dann irgendwie noch ein schlechtes Gewissen."
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  },
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  },
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    "text": "Und das wird spannend."
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    "text": "Ich glaube, das kann auch wirklich jemand, der das nicht selbst durchgemacht hat, auch."
  },
  {
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    "text": "nicht ganz nachvollziehen."
  },
  {
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    "end": 564.42,
    "text": "Also diese Intensität, man nimmt es ja doch viel zu oft leider selbstverständlich, dass das Herz funktioniert und arbeitet."
  },
  {
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    "end": 581.94,
    "text": "Und gibt es denn etwas, was du Menschen wie zum Beispiel deiner Bettnachbarin mitgeben würdest, die noch einfach warten müssen, die bei dich hin, das ist ja dann, wie gesagt, mit drei und dreißig Tagen ratzfatz, trotzdem den Mut nicht zu verlieren, dass irgendwie klappen könnte, dass ihr Herz ihr passendes finden."
  },
  {
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    "end": 585.58,
    "text": "Ich kann nur sagen, es lohnt sich zu kämpfen und durchzuhalten."
  },
  {
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    "end": 588.76,
    "text": "Ich habe jetzt wieder so viel geschenkt bekommen."
  },
  {
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    "text": "So eine tolle Lebensqualität."
  },
  {
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    "end": 602.04,
    "text": "Und ich hätte auch, ich hätte auch, weiß ich nicht, ich hätte auch zwei oder drei Jahre gewartet, wenn ich weiß, was da auf mich zukommt und was ich da alles wieder geschenkt bekommen."
  },
  {
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    "end": 609.84,
    "text": "Und von daher ist zu keinem Zeitpunkt, habe ich jemals bereut, dass ich weitergekämpft habe bis zum Schluss."
  },
  {
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    "end": 612.7,
    "text": "Und ich habe mal riesengeschenkt danach bekommen."
  },
  {
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    "end": 615.44,
    "text": "Und von daher ... Es lohnt sich durchzuhalten."
  },
  {
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    "end": 620.04,
    "text": "Man muss versuchen, in dieser Zeit den Kopf umzubehalten, stark zu bleiben."
  },
  {
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    "end": 632.3,
    "text": "Aber dieser Ausblick auf, es kann wieder ein ganz normales oder fast normales Leben kommen, das kann einem unheimlich viel Kraft geben und sich das immer wieder vor Augen halten."
  },
  {
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    "end": 640.76,
    "text": "Wenn auch Ihnen die Herzgesundheit wichtig ist, werden Sie Mitglied der Deutschen Herzstiftung."
  },
  {
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    "end": 645.66,
    "text": "Infos dazu finden Sie im Internet unter Herzstiftung.de."
  },
  {
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    "end": 655.42,
    "text": "Da ist wirklich so ein Gänsehautmoment, wenn man das versucht zu antizipieren, wie es dir in dem Augenblick gegangen sein muss."
  },
  {
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    "text": "Ja, ordentlich."
  },
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    "text": "Und direkt danach der Transplantation, wie war das dann?"
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    "text": "Was waren dann die größten Herausforderungen, erst mal damit umzugehen, körperlich, weil es ist ja doch ein massiver Operation und Eingriff und dann auch wieder mental?"
  },
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    "text": "Denke ich mit der neuen Situation klarzukommen."
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    "text": "Ich hatte sechs Kilo Wasser in mir drin durch die Herzlungenmaschine."
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    "text": "Ich hatte Übelkeit von den Medikamenten und wahrscheinlich auch von dem Wasser."
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    "text": "Ich hatte Schmerzen ohne Ende."
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    "text": "Also ich habe nur noch gebetelt nach Opiaten und allem."
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    "text": "Also nach dem stärksten Zeug, weil ich einfach wirklich durch diesen Schnitt, durch den Brustkopf wird ja aufgesägt."
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    "text": "Da hatte ich wirklich wahnsinnige Schmerzen."
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    "text": "Also die ersten Tage, die waren echt nicht einfach."
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    "end": 722.22,
    "text": "Und da hatte ich auch zwar mal wenig Raum, um wirklich zu begreifen, was da passiert ist, weil ich noch mit dem Kämpfen beschäftigt war."
  },
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    "text": "Ich weiß nur noch, an einer der ersten Nächte saß ich oder lag ich wach da, konnte nicht schlafen."
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    "text": "Man habe auf dieses EKG neben mir geguckt und gesehen, wie ruhig einfach dieses Herz schlägt."
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    "text": "Und da habe ich das erste Mal, glaube ich, so richtig wahrgenommen, okay, das ist jetzt wirklich ein anderes Herz."
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    "text": "Also im wahrsten Sinne des Wortes, ich sehe es."
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    "text": "hatte diese diese unheimliche Dankbarkeit das allererste Mal, die mich aber bis heute begleitet und ja immer wieder dafür sorgt, dass das Tränen hochkommen, dass man, dass man einfach unfassbar dankbar ist für das alles, was man da geschenkt bekommen hat."
  },
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    "text": "Ja, was für ein Geschenk."
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    "text": "Ja, gab es denn etwas, was dir besonders gut geholfen hat in der ersten Phase, außer den Opiaten natürlich, gegen die Schmerzen?"
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    "text": "Ja, das war dann, glaube ich, schon so ab dem Tag, wo ich das erste Mal meine Eltern bei mir haben durfte."
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    "text": "Also das war... Ich war drei Tage nach der Transplantation noch im Koma und bin dann erst am dritten Tag abends wach geworden."
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    "text": "Und mein Papa kam dann zwei Tage später das erste Mal."
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    "text": "Und das waren tatsächlich... Also meine Mama und mein Papa... Mein Bruder, meine Ängsten sozusagen, war natürlich eine Riesenstütze, was mir wahnsinnig geholfen hat."
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    "text": "Ich hatte unheimlich viele Nachrichten natürlich auf dem Handy, weil jeder mitbekommen hat."
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    "text": "Okay, jetzt war sie endlich soweit, also von Freunden."
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    "text": "Ich habe damals auch meine Geschichte schon auf Instagram geteilt und da hat es dann auch schon irgendwie jeder mitbekommen und ich habe gemerkt, wie viel Support da eigentlich gerade kommt."
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    "text": "Und ja, also deshalb ganz, ganz viel geholfen und dann natürlich ... schon auch ein Stück weit diese Ruhe zu haben, um zu verarbeiten und zu begreifen, was da jetzt eigentlich gerade passiert."
  },
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    "text": "Und was auch noch super hilfreich war, das waren Songs für mich."
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    "text": "Also Musik und Lieder, die eine Mut zusprechen."
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    "text": "Ich hatte das irgendwann meines eigenen Playlists zusammengestellt mit Liedern, die mir Mut geben, die mir helfen durchzuhalten."
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    "text": "Die habe ich Ich weiß gar nicht, wie oft damals in dieser ganzen Krankenhauszeit und auch in der Reha-Zeit gehört."
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    "text": "Ist ja so ein Lieblingssong hängen geblieben, der für dich immer mit dieser Zeit unweigerlich verknüpft ist."
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    "text": "Es sind mehrere tatsächlich."
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    "text": "Ich würde sagen, mit der ganzen Reise war es Don't Stop Believen."
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    "text": "Das habe ich tatsächlich rauf und runter gehört in dieser ganzen Zeit."
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    "text": "Und hat eben ganz gut gepasst."
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    "text": "Definitiv."
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    "text": "Und die Hoffnung hat sich ja dann auch Gott sei Dank bestätigt, dass das alles klappt."
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    "text": "Direkt nach der OP oder hat das ein bisschen gebraucht?"
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    "text": "Also für mich hat es sich nie wie ein Fremdkörper angefühlt."
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    "text": "Das muss ich tatsächlich sagen."
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    "text": "Also es war nie so, dass ich irgendwie dachte, Mensch, da ist jetzt irgendwas Fremdes in mir drin."
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    "text": "Was aber schon war, dass ich Zeit gebraucht habe, wieder Vertrauen zu gewinnen."
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    "text": "Und das ist auch immer noch so manchmal nicht ganz so einfach, weil ich halt einfach von meinem alten Herz sehr häufig enttäuscht worden bin."
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    "text": "Und wie es halt so ist, auch in Beziehungen, wenn man mal enttäuscht worden ist, dann ist man danach vorsichtiger beim nächsten."
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    "text": "Und so ist es halt mit meinem Herz auch."
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    "text": "Ich hatte viele Enttäuschungen mit meinem alten Herz und musste jetzt erstmal wieder lernen, auf dieses neue Herz zu vertrauen und wieder wieder, ja, wieder Vertrauen aufzubauen, wieder mich darauf verlassen zu können."
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    "text": "Das war am Anfang ganz schwierig."
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    "text": "Ich hatte auch, natürlich auch nach wie vor noch mit Panikattacken zu kämpfen, wenn ich dann mal doch ein Stolperer gespürt habe."
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    "text": "Gerade am Anfang hatte ich auch..."
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    "text": "Man hört ja wahrscheinlich auch ganz anders in sich rein."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Ich war eh schon wahnsinnig sensibel durch die vergangenen Herzrhythmostörungen."
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    "text": "Also diese Vorsicht, die war da damals schon extrem hoch und es hat trotzdem immer mal wieder noch Panikattacken irgendwie getriggert."
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    "text": "Und ich habe auch immer gesagt, wir sind noch in der Kennenlernphase, wir zwei."
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    "text": "Also ich habe dann Stück für Stück die Dinge wieder angefangen zu machen."
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    "text": "Das wichtige war aber, glaube ich, dran zu bleiben und sich Stück für Stück wieder an vieles ranzutrauen und zu merken, okay."
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    "text": "Ja, also alles, was einem manchmal das Herz natürlich so in Wallung bringt."
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    "text": "Genau."
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    "end": 1023.76,
    "text": "Und ich kann mich drauf verlassen und es funktioniert."
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    "text": "Und diese Erlebnisse, also dieses immer wieder ausprobieren und merken, okay, es funktioniert, das hat mir geholfen, einfach Stück für Stück wieder mehr Vertrauen zu gewinnen, Vertrauen dieses Herz zu gewinnen."
  },
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    "text": "Ja, also ich würde sagen, ich habe definitiv mittlerweile dieses Herz vollkommen angenommen und vertraue auch diesem Herz."
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    "text": "oder dein Herz, genau."
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    "text": "Also, Momente, in denen du auch bewusst dann Danke sagst, noch mal."
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    "text": "Dieser Mensch ist rund um die Uhr bei mir."
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    "text": "Egal, was ich erlebe, egal, was gerade passiert in meinem Leben, besonders bei den schönen Momenten, denke ich mir immer, okay, ich erlebe das jetzt gerade für mich, ich erlebe das gerade auch für meine Spenderin."
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    "end": 1101.84,
    "text": "Und das ist schon etwas, was mich glaube, hoffe ich, also ich finde es auch sehr, sehr schön, mein restliches Leben begleiten wird, weil einfach so viel Dankbarkeit jetzt in meinem Leben ist und dieser Mensch, ja, ein Stück weit immer irgendwie an meiner Seite ist, in Form von, er ist in meiner, oder sie ist in meiner Brust, ja, und von daher definitiv, der Mensch ist immer bei mir."
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    "text": "Du hast mir auch jetzt im Vorfeld erklärt, so eine Operation hinterlässt eine Narbe, seelisch wie auch eben körperlich."
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    "text": "Aber du hast gesagt, du hast diese Narbe nie verstecken wollen, sondern sogar von Anbeginn an mit Stolz getragen."
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    "text": "am Anfang dieser Sorge."
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    "text": "Auch gerade als Frau, stellt sie mich so, dass Körperbewusstsein ist verändert."
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    "end": 1130.52,
    "text": "Wie erklärst du dir diese Haltung, also dass du sagst, nein, ich habe sie von vornherein mit Stolz getragen."
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    "text": "Ja, ich glaube also gerade bei Frauen ist es echt ein Thema, von wegen Menschenhaben und das passt nicht ins Schönheitsideal und so."
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    "text": "Das ist glaube ich was, was sehr, sehr häufig in den Köpfen vor allem bei Frauen hängt."
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    "text": "Für mich waren es aber von Anfang an meine Siegestrophäen im Kampf gegen das Schicksal."
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    "text": "Also... oder meine Tatus des Lebens."
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    "text": "So, ich hab Tatus, also ich hab richtige Tatus."
  },
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    "text": "Die erzählen auch Geschichten, aber das ist lange nicht so eine gute Geschichte wie das, was meine Namen erzählen."
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    "text": "Ich hab drauf angesprochen und ich kann meine Geschichte erzählen."
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    "text": "Ich kann erzählen, was ich schon geschafft habe im Leben, wie stark ich schon sein musste und was ich gemeistert hab am Ende."
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    "text": "Und von daher, ich finde, das sind eigentlich die schönsten Tatus."
  },
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    "text": "die man tragen kann, die schönsten Trissiges Trophäen, die man haben kann."
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    "text": "Weil es einfach zeigt, ja, wie stark man schon im Leben war und was man alles gemeistert hat."
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    "end": 1198.64,
    "text": "Und von daher trage ich sie wirklich mit Stolz und versuche das auch nach außen zu transportieren."
  },
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    "text": "Gerade Frauen, dass man sich eben für solche Dinge nicht verstecken muss, sondern dass sie interessant machen und einen ins Gespräch bringen und auch einfach zeigen, Wie stark wir schon waren."
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    "text": "Ja, toll, wie du es beschreibst."
  },
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    "text": "Gab es denn, ja, wie sagt man, konkrete Werkzeuge oder einen Mindset-Wechsel?"
  },
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    "text": "Der Lega-Holfen hat den Lebensmut dann auch, du hast ihn nur kurz verloren, sehr schnell, wie gesagt, du bist wieder mit dabei, du willst kämpfen."
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    "text": "Aber gerade heute kennst du vielleicht natürlich ja wirklich ein ganz starker Lebensmut."
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    "text": "Und das gibt es ja auch in deinen Kursen weiter, in deinen Büchern."
  },
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    "text": "Ja."
  },
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    "text": "Also ich glaube, am Anfang war es das Wichtigste in dieser ganzen Zeit, sich in Akzeptanz zu üben, also zu akzeptieren, dass das Leben einen anderen Plan hat, als man selbst und man da immer den Kürzeren ziehen wird."
  },
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    "text": "Das war verdammt hart und es hat wirklich Jahre gedauert, das irgendwie zu akzeptieren."
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    "text": "Als ich das aber geschafft habe und es hat mir... Ich habe es irgendwann hingekriegt, glaube ich."
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    "text": "Und es hat mir neue Wege eröffnet oder neue Perspektiven eröffnet."
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    "text": "Das Thema Akzeptanz."
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    "text": "Ich glaube, das ist tatsächlich wahnsinnig schwierig."
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    "text": "Es gibt dafür kleine Übungen."
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    "text": "Mir hat es tatsächlich mit dem Mix Flexibilität geholfen."
  },
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    "text": "Also ich habe dann, ich habe ja angefangen, dann meine Geschichte aufzuschreiben."
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    "text": "Also es war so eine Art Verarbeitung eigentlich."
  },
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    "text": "Und plötzlich meinte dann niemand zu mir, mach doch ein Buch draus und okay, gut, ja, könnte ich eigentlich machen."
  },
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  },
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    "text": "Und bin dann... oder hab dann angefangen ins Fernsehen zu gehen, über meine Geschichte zu sprechen, aufzukläre, über Herzmusklenzündungen und so weiter."
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    "text": "Und plötzlich, weil ich so flexibel mit dieser schwierigen Situation umgegangen bin, dass ich halt einfach, also für mich war das extrem schwierig, keine Leistung zeigen zu können."
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    "text": "Ich war ja kein geschrieben."
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    "text": "Und ich bin ein sehr leistungsorientierte, ehrgeiziger Mensch."
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    "text": "Für mich war es das Schlimmste, nichts mehr tun zu können und nicht mehr sichtbar zu sein, sondern einfach daheim rumzusitzen und zu warten, dass man irgendwann wieder geheilt ist."
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    "text": "Und ich habe dann angefangen, eben das Buch zu veröffentliche, einfach eigentlich nur aus Jux und Tollerei erst mal am Anfang und irgendwie Selbstverarbeitung."
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    "end": 1363.26,
    "text": "und vielleicht kann ich da auch anderen Menschen irgendwie damit die Augen öffnen, was das Thema jetzt Muskelnzinnung angeht."
  },
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    "text": "Und plötzlich habe ich gemerkt, dass ich wieder produktiv werde und ich sogar noch Träume erfülle, die ich schon die ganze Zeit habe, aber noch nicht erfüllen konnte."
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    "text": "Zum Beispiel, ich wollte immer einmal ins Fernsehen kommen."
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    "text": "Das war so ein Wunsch von mir."
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    "text": "Und meine Geschichte habe ich plötzlich ins Fernsehen gebracht."
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    "text": "Und das waren so die Anfänger."
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    "text": "Ich versuch, das Beste aus dieser negativen Situation zu machen, irgendwas Positives draus zu basteln."
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    "text": "Und damit konnte ich es leichter akzeptieren."
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    "text": "Und mir hat es auch geholfen, dass plötzlich Menschen zu mir kamen und sagen, es hat einen Grund, warum du zweimal überlebt hast."
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    "text": "Es hat einen Grund, warum du zweimal ungefähr fünf Prozent Überlebenswahrscheinlichkeit erwischt hast, indem du zwei Herzstischstände außerhalb eines Krankenhauses überlebt hast."
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    "text": "Und auch das war wieder etwas, was mir total geholfen hat, zu akzeptieren."
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    "text": "Okay, gut, ja."
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    "text": "Vielleicht habe ich eine Aufgabe und vielleicht hat diese Aufgabe irgendwie mit dem zu tun, was ich gerade erlebe."
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    "text": "Also bleibe ich dran."
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    "text": "Und so bleibe ich dran, genau."
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    "text": "Also das waren zwei ganz wichtige Aspekte, glaube ich, in dieser ganzen Zeit."
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    "text": "Ja, und tatsächlich, inzwischen du engagierst dich sehr dafür, dass Menschen ihre Entscheidung und zwar egal, ob eigentlich pro oder kontra, dann auch im Organspendeausweis oder in einem Register festhalten."
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    "text": "Warum ist dir es so wichtig, dass es festgehalten wird?"
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    "text": "Ja, weil ich weiß, wie... Schwierig, dieses ganze Thema ist einmal auf der einen Seite bei den Bartenden, gerade in Deutschland."
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    "text": "Es ist eine katastrophale Situation, in der wir uns befinden."
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    "text": "Wir sterben jeden Tag rund drei Menschen auf der Warteliste, weil sie nicht rechtzeitig einen Organ bekommen."
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    "text": "Wir warten im Durchschnitt vier bis sechs Monate auf ein Herz."
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    "text": "Und wenn man nach Spanien geht, da wartet man ca."
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    "text": "zwei Wochen auf ein Herz."
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    "text": "Die Spanier sind ein wirklich Vorzeigemodell, ja."
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    "text": "Genau, deutlich mehr Organspender gibt."
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    "end": 1490.04,
    "text": "Also wir haben eine katastrophale Situation in Deutschland, weil einfach Menschen sich nicht entscheiden und diese Entscheidung nicht dokumentieren."
  },
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    "text": "Das ist das eine."
  },
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    "text": "Und das andere ist aber auch deswegen ich sehr plätiere, selber eine Entscheidung zu treffen."
  },
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    "text": "ist, wenn man in die Situation kommt."
  },
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    "text": "Man ist potenzieller Organspender, weil man einen Unfall oder was auch immer hatte und den irreversiblen Hirntod hat, also der irreversible Hirntod eingetreten ist, dann bin ich potenzieller Organspender und die Frage wird gestellt."
  },
  {
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    "end": 1520.32,
    "text": "Wenn ich selber keine Entscheidung getroffen habe, dann müssen meine Angehörigen an meinem Sterbebett entscheiden."
  },
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    "text": "Und ich glaube, das möchte niemand seinen Liebsten antun."
  },
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    "end": 1539.86,
    "text": "Und von daher plädiere ich, macht euch bitte einmal Gedanken über dieses Thema, egal wie die Entscheidung ausfällt, trefft eine Entscheidung und haltet sie entweder im Organspenderausweis fest oder in dem mittlerweile digitalen Register."
  },
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    "end": 1549.98,
    "text": "Oder das ist auch in Ordnung, sagt euren Liebsten, dass Bescheid wissen, im Fall der Fälle und sie nicht selber diese Entscheidung treffen müssen, nimmt diese Entscheidung euren Liebsten ab."
  },
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    "text": "Das sind meine zwei ganz wichtigen Punkte."
  },
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    "end": 1558.4,
    "text": "Das ist wahrscheinlich das, was du auch... Es gibt ja immer wieder Skeptikerinnen und auch Missverständnisse über die Organspende."
  },
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    "text": "Da würdest du sagen, dieser Aspekt nimmt die Entscheidung euer Liebsten ab."
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    "text": "Würdest du sagen, das ist das stärkste Argument für dich?"
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    "text": "Dass man selber sich... Für die Organspende, genau."
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    "text": "Dass man das dokumentiert in einem Ausweis oder sich ins Register eintragen lässt."
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    "text": "damit man einfach sich selber damit auseinandergesetzt hat und nicht die Entscheidung wegschiebt und dann müssen andere das ausbaden."
  },
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    "end": 1591.44,
    "text": "Also ich glaube, es ist unsere Aufgabe als mündige Bürger, dass wir uns mit dem Thema selber auseinandersetzen und selber diese Entscheidung treffen."
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    "text": "Und auch wenn es unangenehm ist, es ist ein unangenehmes Thema."
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    "text": "Aber ich finde, dass es Wir sind alle erwachsene Menschen und wie solche Entscheidungen zu treffen und deswegen sollten wir sie nicht an andere abgeben."
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    "text": "Von daher ist das ein ganz, ganz wichtiger Aspekt."
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    "text": "Ich weiß nicht, ob ich da jetzt eine Rangfolge bilden würde, was ist wichtiger, was ist weniger wichtig, aber das sind eben so zwei ganz wichtige Aspekte, die da für mich entscheidend sind."
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    "text": "Und was man sich vielleicht auch immer fragen sollte, ist, würde ich selber ein Organ für mich oder für mein Kind annehmen, wenn mir eines bräuchten."
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    "text": "Wenn die Entscheidung ein Jahr ist, dann sollte ich auch bereit sein, selber Organe zu spenden, weil alles anderes unfair."
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    "text": "Also auch da, das kann auch helfen, vielleicht sich ein bisschen klarer über das Thema zu werden."
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    "text": "einfach mal den Perspektivwechsel, was wäre, wenn ich das Organ benötigen würde."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Ich bin froh, ich wäre jetzt mal Wunschfee."
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    "text": "Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären das denn?"
  },
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    "end": 1673.48,
    "text": "Also ich glaube der erste Wunsch wäre, dass ich noch ganz, ganz alt mit meinem Herz werde und gesund und ich dieses Leben noch lange genießen darf."
  },
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    "end": 1679.18,
    "text": "Der andere Wunsch wäre, dass wir tatsächlich eine andere organische Situation in Deutschland haben."
  },
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    "text": "eine bessere Situation haben."
  },
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    "end": 1700.42,
    "text": "Das ist nicht nur die Widerspruchslösung, das ist ein Teil davon, also dass wir in Deutschland, so wie in den meisten europäischen Ländern, aktiv Nein sagen müssen und nicht aktiv Ja, so wie es aktuell ist, sondern auch die Strukturen innerhalb der Krankenhäuser ein Stück weit verändert werden, um die Organspende zu erleichtern."
  },
  {
    "start": 1700.6,
    "end": 1704.42,
    "text": "Also auch da haben wir viele Missstände, die in anderen Ländern deutlich besser laufen."
  },
  {
    "start": 1704.98,
    "end": 1717.16,
    "text": "Da muss definitiv was getan werden und ich sehe, Es in der Pflicht, oder ich sehe die Politiker in der Pflicht, da jetzt endlich mal was zu tun und nicht nur dabei zuzuschauen, wie jeden Tag drei Menschen sterben."
  },
  {
    "start": 1719.32,
    "end": 1720.16,
    "text": "Das wäre Wünsche zwei."
  },
  {
    "start": 1722.74,
    "end": 1728.6,
    "text": "Und Wunsch drei wäre vermutlich eine Reise nach Südafrika, die noch immer bei mir auf der Backelis steht."
  },
  {
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    "end": 1734.04,
    "text": "Na, dann drücke ich ganz feste die Daumen, dass das auch klappt mit dem."
  },
  {
    "start": 1734.68,
    "end": 1734.96,
    "text": "Danke."
  },
  {
    "start": 1735.74,
    "end": 1736.4,
    "text": "Mit dieser Reise."
  },
  {
    "start": 1736.74,
    "end": 1738.62,
    "text": "Vielen Dank für das offene Gespräch, Tamara."
  },
  {
    "start": 1739.58,
    "end": 1740.2,
    "text": "Sehr, sehr gerne."
  },
  {
    "start": 1741.18,
    "end": 1742.12,
    "text": "Zwei Herzstillstände."
  },
  {
    "start": 1742.32,
    "end": 1743.06,
    "text": "Ein neues Herz."
  },
  {
    "start": 1743.18,
    "end": 1745.9,
    "text": "Und ja, man hat es deutlich rausgehört."
  },
  {
    "start": 1746.12,
    "end": 1747.44,
    "text": "Einhundert Prozent Lebenswelle."
  },
  {
    "start": 1747.86,
    "end": 1754.84,
    "text": "Wenn wir etwas aus dieser Folge also mitnehmen können, dann das Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern das Handeln trotz Angst."
  },
  {
    "start": 1754.92,
    "end": 1762.38,
    "text": "Und ja, nochmals, liebe Tamara, vielen Dank, dass du uns gezeigt hast, was es heißt, dem Leben zu vertrauen, auch mit einem fremden Herzen."
  },
  {
    "start": 1763.5,
    "end": 1766.34,
    "text": "Und auch, warum Organspende ein Geschenk ist, das Leben rettet."
  },
  {
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    "end": 1771.54,
    "text": "Allerdings nur, wenn wir uns auch, so hast du es gesagt, aktiv dazu entscheiden."
  },
  {
    "start": 1773.18,
    "end": 1778.36,
    "text": "Mehr Informationen zur Arbeiterherzstiftung und auch die Möglichkeit zum Download eines Organspenderausweises."
  },
  {
    "start": 1779.22,
    "end": 1781.2,
    "text": "Das schreibe ich unten in den Show-Notes auf."
  },
  {
    "start": 1781.9,
    "end": 1788.86,
    "text": "Und wenn Ihnen dieser Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Impuls-Podcast, teilen Sie ihn mit Freundinnen und lassen Sie auch gerne eine Bewertung da."
  },
  {
    "start": 1789.62,
    "end": 1793.96,
    "text": "Danke auf jeden Fall fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei Impuls."
  },
  {
    "start": 1794.54,
    "end": 1794.76,
    "text": "Wissen"
  },
  {
    "start": 1795.08,
    "end": 1801.94,
    "text": "für Ehre, Gesundheit."
  }
]