[
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    "end": 2.79,
    "text": "Das Herz ist eine Hochleistungspumpe."
  },
  {
    "start": 3.33,
    "end": 5.069,
    "text": "Das Gehirn ist ein Hochleistungskomputer."
  },
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    "end": 7.01,
    "text": "Die brauchen sehr viel Blut und Sauerstoff."
  },
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    "end": 14.15,
    "text": "Und insofern ist die gemeinsame Gefährdung praktisch immer im Gleichschritt vorhanden."
  },
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    "end": 18.21,
    "text": "Solche Gerinsel entstehen im Herz und wandern dann ins Gehirn."
  },
  {
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    "text": "Hauptlieferant ist die Rhythmusstörung des sogenannten Vorhofflimmern."
  },
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    "text": "Also jeder fünfte schlagen Verpatient hatte ein solches Vorhofflimmern an Bord."
  },
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    "start": 28.49,
    "end": 34.65,
    "text": "Da hat man manchmal wirklich Solazarus-Effekte von Menschen, die halbzeitig gelähmt, kein Wort mehr rausbringen."
  },
  {
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    "text": "Und kaum ist das Grinsel weg, stehen die quasi vom Tisch auf."
  },
  {
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    "text": "Das ist sehr berührend."
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    "text": "Impuls."
  },
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    "end": 41.91,
    "text": "Impuls."
  },
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    "start": 42.83,
    "end": 44.55,
    "text": "Der Podcast der deutschen Herzstiftung."
  },
  {
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    "end": 47.45,
    "text": "Für alle, die mehr über ihr Herz wissen wollen."
  },
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    "text": "Jeden Tag erleiden in Deutschland über siebenhundert Menschen einen Schlaganfall."
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    "end": 57.81,
    "text": "Das sind mehr als eine vierte Million Menschen pro Jahr."
  },
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    "start": 58.47,
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    "text": "Die meisten Menschen denken dabei natürlich an das Gehirn."
  },
  {
    "start": 60.83,
    "end": 66.05,
    "text": "Doch was viele nicht wissen, das Herz spielt bei jedem zweiten Schlaganfall ebenfalls eine entscheidende Rolle."
  },
  {
    "start": 66.43,
    "end": 70.87,
    "text": "Und ein Schlaganfall belastet auch das Herz und kann gefährliche kardiale Komplikationen verursachen."
  },
  {
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    "text": "Erst vor kurzem wurde bestätigt, dass bei vielen Menschen mit Schlaganfall zugleich der Herzinfarkt-Marca-Troponin erhöht ist."
  },
  {
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    "text": "Welche weiteren spannenden Zusammenhänge Zwischen Schlaganfall und Herzinfarkt inzwischen bekannt sind, das werden Sie gleich hören."
  },
  {
    "start": 86.69,
    "end": 89.95,
    "text": "Also bleiben Sie dran, es geht um Ihr Herz und Ihr Gehirn."
  },
  {
    "start": 91.05,
    "end": 96.29,
    "text": "Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Impulse, dem Podcast der deutschen Herzstiftung."
  },
  {
    "start": 97.09,
    "end": 101.71,
    "text": "Mein Name ist Ruth Neuhe, ich bin Medizinredakteurin der Herzstiftung und ich freue mich, Prof."
  },
  {
    "start": 101.99,
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    "text": "Dr."
  },
  {
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    "end": 103.43,
    "text": "Frank Erbgut zu Gast"
  },
  {
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    "end": 103.81,
    "text": "zu haben."
  },
  {
    "start": 104.43,
    "end": 107.31,
    "text": "Er ist Neurologe und Präsident der deutschen Hirnstiftung."
  },
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    "end": 109.25,
    "text": "Schön, dass Sie Zeit haben, Prof."
  },
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    "end": 109.89,
    "text": "Erbgut."
  },
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    "end": 110.59,
    "text": "Ja, gerne."
  },
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    "start": 110.67,
    "end": 111.57,
    "text": "Ich begrüße Sie, Frau Nei."
  },
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    "end": 112.75,
    "text": "Prof."
  },
  {
    "start": 112.99,
    "end": 118.81,
    "text": "Erbgut, wenn Sie den Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Schlaganfall in nur einem Satz erklären müssten, wie würde der denn lauten?"
  },
  {
    "start": 119.39,
    "end": 120.15,
    "text": "Der würde lauten."
  },
  {
    "start": 120.23,
    "end": 126.29,
    "text": "Es sind zwei Seiten der gleichen Medaille, die da heißt Gefäßprobleme durch Blutungsstörungen."
  },
  {
    "start": 126.87,
    "end": 130.73,
    "text": "Und da trifft es eben das Herz in Form des Infarkts."
  },
  {
    "start": 131.51,
    "end": 135.15,
    "text": "Und das Gehirn in Form des Schlagernfalls, man kann ja auch sagen, Hirn infarkt."
  },
  {
    "start": 135.61,
    "end": 138.03,
    "text": "Also hat man schon das gemeinsame Wort infarkt."
  },
  {
    "start": 139.11,
    "end": 143.59,
    "text": "Und welche gemeinsamen Risikofaktoren treiben beide Erkrankungen denn am stärksten an?"
  },
  {
    "start": 144.69,
    "end": 146.95,
    "text": "Welcher wird vielleicht im Alltag auch davon am meisten unterschätzt?"
  },
  {
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    "end": 151.11,
    "text": "Es sind die üblichen Verdächtigen, die eigentlich jeder weiß, aber gerne verdrängt."
  },
  {
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    "end": 160.17,
    "text": "Das ist der Bluthochdruck, es ist das Rauchen, es ist die Zuckerkrankheit, der Diabetes, erhöhte Blutfette, Übergewicht, Bewegungsmangel."
  },
  {
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    "end": 166.39,
    "text": "Und dann vom Herz ausgehend auch noch das sogenannte Vorhoff, wenn man ein Rhythmus stört und kommen wir ja wahrscheinlich noch drauf."
  },
  {
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    "end": 170.03,
    "text": "Und Sie haben gefragt, was wird am häufigsten unterschätzt?"
  },
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    "text": "Es ist der Blutdruck der hohe."
  },
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    "end": 180.25,
    "text": "Wenn hoher Blutdruck wehtähte ab hundertvierzig mm historisch, würde es um die Volksgesundheit etwas besser bestehen."
  },
  {
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    "end": 183.79,
    "text": "Das wird einfach oft nicht gemessen oder auch wenn es gemessen wird ignoriert."
  },
  {
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    "text": "Ja, wir haben leider keine Nervzellen in unseren Gefäßen, die ja ein Signal senden würden."
  },
  {
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    "text": "Warum ist denn eigentlich ein Schlaganfall auch automatisch ein kardiovaskulärer Hochrisikopatient?"
  },
  {
    "start": 196.97,
    "end": 200.25,
    "text": "Selbst wenn das Herz vorher unauffällig wirkte, das wird ja immer wieder auch erzählt."
  },
  {
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    "end": 208.97,
    "text": "Ja, wir hatten es ja am Anfang schon, dass beide Organe gleichermaßen gefährdet sind durch Probleme, der durch Blutung."
  },
  {
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    "end": 211.73,
    "text": "Das Herz ist eine Hochleistungspumpe."
  },
  {
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    "end": 215.97,
    "text": "Das Gehirn ist ein Hochleistungskomputer, die braucht sehr viel Blut und Sauerstoff."
  },
  {
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    "end": 223.11,
    "text": "Und insofern ist die gemeinsame Gefährdung praktisch immer im Gleichschritt vorhanden."
  },
  {
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    "end": 226.81,
    "text": "Und wie gesagt, zwei Seiten der gleichen Medaille."
  },
  {
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    "end": 239.47,
    "text": "Und wechselseitig bedeutet es auch, dass jemand, der einen Herzinfarkt hat, gleichermaßen erhöht Schlagerfahrt gefährdet ist und umgekehrt jemand, der einen Schlagerfahrt hat, auch Herzinfarkt gefährdet ist."
  },
  {
    "start": 239.51,
    "end": 241.19,
    "text": "Kann man das irgendwie beziffern?"
  },
  {
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    "end": 245.75,
    "text": "Also wenn jemand einen Herzinfarkt hatte, wie sehr steigt dadurch dann das Risiko für einen Schlaganfall?"
  },
  {
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    "end": 245.85,
    "text": "Sie"
  },
  {
    "start": 245.95,
    "end": 248.43,
    "text": "können ungefähr in beide Richtungen eine Verdopplung annehmen."
  },
  {
    "start": 248.59,
    "end": 255.15,
    "text": "Also wer einen Herzinfarkt hatte, muss zumindest von einem grundsätzlichen statistischen Verdopplungsrisiko"
  },
  {
    "start": 255.35,
    "end": 255.81,
    "text": "ausgehen."
  },
  {
    "start": 256.51,
    "end": 265.03,
    "text": "Also gleiche Risikofaktoren und gleiche Gefäßprobleme und ja dann kommt auch so eine Art direkte Kettenreaktion dazu und damit wählen wir dann"
  },
  {
    "start": 265.11,
    "end": 265.23,
    "text": "auch."
  },
  {
    "start": 266.05,
    "end": 272.85,
    "text": "Auch ganz interessant macht ja, man kann ja die Gefäße zum Beispiel an der Halsschlagader ganz gut im Ultraschall darstellen."
  },
  {
    "start": 273.75,
    "end": 289.33,
    "text": "Und man hat immer gedacht, man guckt jetzt die Leute mal vorsorglich an und findet dann zum Beispiel Verengungen der Halsschlagader, der Karotis und hat immer gedacht, na das ist ja vielleicht ganz wichtig zur Schlagervermeidung."
  },
  {
    "start": 289.85,
    "end": 300.77,
    "text": "Man hat dann aber gesehen, dass ein Mensch, bei dem er das entdeckt, eher ein Herzinfarkt erleidet als einen Schlaganfall, obwohl diese Verengung natürlich nah am Gehirn liegt."
  },
  {
    "start": 301.23,
    "end": 310.69,
    "text": "Das zeigt ja wieder, es ist einfach ein Ausdruck einer generellen Gefäßverkalkung, Erkrankung, die sich an beiden Stellen eben dann zeigen kann."
  },
  {
    "start": 311.01,
    "end": 319.09,
    "text": "Genau, und dann gibt es ja auch tatsächlich besondere Herzerkrankungen, die häufiger dazu führen können, dass ein Schlaganfall entsteht."
  },
  {
    "start": 319.13,
    "end": 321.03,
    "text": "Sie haben das Vorhoffnimmern eben schon erwähnt."
  },
  {
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    "text": "Welche gibt es denn da vielleicht noch, als Gerinselquelle dann einen Schlag?"
  },
  {
    "start": 325.85,
    "end": 329.47,
    "text": "Genau, das ist ja ganz wichtig, dass Sie die Gerinsel nennen."
  },
  {
    "start": 329.55,
    "end": 334.93,
    "text": "Gerinsel sind ja kleine, wenn Sie wollen, kleine umherschwimmende Propfen."
  },
  {
    "start": 335.51,
    "end": 342.63,
    "text": "Das ist die andere Möglichkeit, ein Gefäß zu verstopfen, als die, sagen wir mal, die Verkalkung an der Gefäßwand."
  },
  {
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    "end": 346.49,
    "text": "Solche Gerinsel entstehen im Herz und wandern dann ins Gehirn."
  },
  {
    "start": 347.43,
    "end": 360.27,
    "text": "Hauptlieferant ist die Rhythmusstörung des sogenannten Vorhoflimmern, also wenn der Vorhof unregelmäßig schlägt, das begünstigt solche Verklumpungen im Herzen, die dann ausstreuen ins Gehirn."
  },
  {
    "start": 360.91,
    "end": 362.31,
    "text": "Es gibt dann aber auch noch z.B."
  },
  {
    "start": 362.61,
    "end": 364.69,
    "text": "Herzklappenerkrankungen, z.B."
  },
  {
    "start": 364.97,
    "end": 375.03,
    "text": "die Metralklappe, wenn sich auf der Herzklappe dann kleine Gerinsel bilden, die werden die dann weggeschleudert, auch Herzklappenentzündungen, die endokarditis."
  },
  {
    "start": 375.77,
    "end": 386.57,
    "text": "Und aber auch der frische Herzinfarkt, der ja zur Wand Schwächen führt im Herzmuskelgewebe und in diesen, nennen wir es mal bisschen, blumig in diesen Ausbeulungen."
  },
  {
    "start": 387.15,
    "end": 389.93,
    "text": "Da sammelt sich dann Blutverklumpft und wird rausgeschleudert."
  },
  {
    "start": 390.53,
    "end": 394.55,
    "text": "Und insgesamt zum Beispiel auch noch die sogenannte dilatative Kaniomyopathie."
  },
  {
    "start": 395.09,
    "end": 415.37,
    "text": "Also eine generelle Herzmuskel-Schwäche, wo das Herz fast wie so ein nasser Lappen... Daher kommt und weniger muskulär kräftig dort sammeln, sich solche Gerinsel werden rausgeschleudert und die Bahn, in der die kleinen Gerinsel ausgeschleudert werden, die führt eben geradewegs direkt geradeaus ins Gehirn."
  },
  {
    "start": 415.83,
    "end": 417.89,
    "text": "Okay, also wirklich ein großes Risiko."
  },
  {
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    "end": 419.19,
    "text": "Und"
  },
  {
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    "end": 424.63,
    "text": "unter den genannten Faktoren ist gerade das Vorflimmer als besonders tückisch einzustufen."
  },
  {
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    "end": 425.45,
    "text": "Warum eigentlich?"
  },
  {
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    "end": 431.01,
    "text": "Ja, tückisch ist es deswegen, weil es nicht unbedingt bemerkt wird."
  },
  {
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    "end": 437.83,
    "text": "Also mal merkt vielleicht hin und wieder mal ein kleines Stolpern, aber das hat jetzt nicht viel an Unwohlsein oder so zur Folge."
  },
  {
    "start": 438.79,
    "end": 442.15,
    "text": "Und manchmal kann es auch anfallsartig auftreten."
  },
  {
    "start": 442.21,
    "end": 447.41,
    "text": "Das heißt, wenn so eine Routine EKG, was mal zweimal im Jahr macht, taucht es gar nicht auf."
  },
  {
    "start": 448.07,
    "end": 458.81,
    "text": "Und wir merken das dann in der Schlaganfallmedizin, dass wir über einen Daumen bei zehn Prozent der Schlaganfallpatienten ein solches Vorhöflemmern finden, was schon vorher bestanden hat."
  },
  {
    "start": 459.57,
    "end": 470.73,
    "text": "Und wenn man verschärft sucht, also das ist das, was man auf dem ersten Blick entdeckt, wenn man dann nach verschärft Rhythmus, Kontrolle macht oder Rhythmus, Diagnostik, dann steigt der Prozentsatz auf zwanzig Prozent."
  },
  {
    "start": 471.17,
    "end": 475.65,
    "text": "Also jeder fünfte Schlangenverpatient hatte ein solches Vorhoff, den man anbohrt."
  },
  {
    "start": 476.09,
    "end": 481.39,
    "text": "Das heißt, das was für den Patienten und seine Familie vielleicht als plötzlich aus heiterem Himmel wird."
  },
  {
    "start": 481.45,
    "end": 482.15,
    "text": "Aus heiterem Himmel"
  },
  {
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    "end": 483.91,
    "text": "ist... Aber es hatte seine Vorgeschichte."
  },
  {
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    "end": 486.83,
    "text": "Genau, hatte seine Vorgeschichte, die Wolken waren also schon vorher da."
  },
  {
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    "end": 491.75,
    "text": "Und trotzdem Gerade weil man oft nicht weiß, wo kommt das eigentlich her?"
  },
  {
    "start": 491.81,
    "end": 494.91,
    "text": "Da gibt es ja diesen Begriff Kryptogenerschlagentfall."
  },
  {
    "start": 495.23,
    "end": 496.23,
    "text": "Was bedeutet der denn?"
  },
  {
    "start": 496.43,
    "end": 499.49,
    "text": "Das hat so ein bisschen was auch mit ihrer vorherigen Frage zu tun."
  },
  {
    "start": 500.13,
    "end": 503.65,
    "text": "Kryptogen ist ja das Medizinerbord für, wir wissen nicht so genau, woher."
  },
  {
    "start": 504.55,
    "end": 514.01,
    "text": "Das heißt, wir haben einen Schlangentfall, bei dem wir aus der ganzen Konstellation und den Charakteristikern denken, Mensch, das müsste eigentlich aus dem Herzen kommen."
  },
  {
    "start": 514.849,
    "end": 522.349,
    "text": "Aber wir gucken nach, wie gesagt, gibt es dann Vorruflimmern und wir finden keins."
  },
  {
    "start": 522.469,
    "end": 525.609,
    "text": "Und jetzt ist die Frage, finden wir noch keins, weil wir es verpassen?"
  },
  {
    "start": 526.41,
    "end": 528.17,
    "text": "oder ist es tatsächlich eine andere Ursache?"
  },
  {
    "start": 528.25,
    "end": 529.81,
    "text": "Das ist teilweise ungeklärt."
  },
  {
    "start": 531.05,
    "end": 537.63,
    "text": "Jedenfalls merkt, ist es aber ein großer Impuls, um mit großer Anstrengung zu suchen."
  },
  {
    "start": 538.109,
    "end": 539.689,
    "text": "Und das ist dann auch erfolgreich."
  },
  {
    "start": 539.75,
    "end": 547.189,
    "text": "Also man macht dann zum Teil auch längere Rhythmus Diagnostik und findet dann doch immer wieder besagtes Verruflemann."
  },
  {
    "start": 547.689,
    "end": 551.55,
    "text": "Also unbedingt wichtig, immer der Ursache auf den Grund zu gehen."
  },
  {
    "start": 551.589,
    "end": 551.77,
    "text": "Und dran"
  },
  {
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    "text": "zu bleiben."
  },
  {
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    "text": "Also ein kleiner Haken dran ist nicht genug."
  },
  {
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    "text": "Weil ja, Sie haben es ja gerade geschildert."
  },
  {
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    "text": "Das Herz kann ja wirklich eindeutig Schlaganfälle auslösen."
  },
  {
    "start": 560.63,
    "end": 563.089,
    "text": "Ich würde es aber gerne auch nochmal umdrehen, den Spieß."
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  {
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    "text": "Denn im Klinikalltag sehen Sie wiederum oft."
  },
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    "end": 570.709,
    "text": "Ein Schlaganfall ist eben nicht nur ein neurologisches."
  },
  {
    "start": 571.39,
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    "text": "Ereignis, sondern direkt in der Akutphase nach einem Schlaganfall kann es ja auch Herzprobleme geben."
  },
  {
    "start": 577.25,
    "end": 578.27,
    "text": "Welche sind ja dazu nennen?"
  },
  {
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    "end": 586.05,
    "text": "Ja, das Gehirn ist ja doch ein gewisser Steuer, ein Steuerungsorgan auch im Hintergrund für die Herzaktivität."
  },
  {
    "start": 586.75,
    "end": 597.39,
    "text": "Und da ist es so, dass bei einem Schlaganfall bestimmte Regionen, die sind bevorzugt, dann zu einer Überaktivität des sympathischen Nervensystems führt."
  },
  {
    "start": 598.109,
    "end": 601.849,
    "text": "Auch mit der Ausschüttung von Botenstoffen wie Adrenalin."
  },
  {
    "start": 602.41,
    "end": 608.709,
    "text": "Und das führt dann tatsächlich beim Herzen zu einer Art Stressreaktion des Herzenmuskels."
  },
  {
    "start": 609.53,
    "end": 612.989,
    "text": "Und das führt dann zum Beispiel zu Herz-Rhythmus-Störungen."
  },
  {
    "start": 613.05,
    "end": 614.229,
    "text": "Wir hatten ja gerade die andere Richtung."
  },
  {
    "start": 614.729,
    "end": 616.229,
    "text": "Herz-Rhythmus-Störung macht Hirn kaputt."
  },
  {
    "start": 616.349,
    "end": 618.43,
    "text": "Jetzt macht Hirn-Rhythmus-Störung."
  },
  {
    "start": 619.55,
    "end": 624.449,
    "text": "Am Herzen gibt es starke Schwankungen des Blutduchs und der Herzfrequenz."
  },
  {
    "start": 625.37,
    "end": 637.829,
    "text": "Und weil dieser Herzmuskel gestresst ist, schüttet er dieses sogenannte Troponin aus, was ja auch ein Marker, ein Indikator, ein Zeichen des Herzinfarkts ist."
  },
  {
    "start": 638.53,
    "end": 641.53,
    "text": "Und das kann man dann tatsächlich auf den ersten Blick zumindest gar nicht unterscheiden."
  },
  {
    "start": 641.589,
    "end": 645.79,
    "text": "Die Werte sind in aller Regel ein bisschen niedriger als bei einem größeren Herzinfarkt."
  },
  {
    "start": 646.63,
    "end": 651.39,
    "text": "Und im Extremfall kann es auch zu einer sogenannten Stress-Kardiomyopathie kommen."
  },
  {
    "start": 652.069,
    "end": 654.51,
    "text": "Das hat diesen schönen japanischen Namen, Takotsubo."
  },
  {
    "start": 654.75,
    "end": 657.489,
    "text": "Das ist das Wort für so eine Tintenfischfalle."
  },
  {
    "start": 658.01,
    "end": 669.589,
    "text": "Da kriegt das Herz voll lauter Stress, so eine Plumpeform wie so ein Tonkrug und ist nicht mehr so kräftig in seiner Pumpaktivität."
  },
  {
    "start": 670.31,
    "end": 677.93,
    "text": "Ja, das hat ja Wissenschaftler aber auch durchaus überrascht, dass man tatsächlich erkannt hat, dass Troponin wird ausgeschüttet bei einem Schlaganfall."
  },
  {
    "start": 680.27,
    "end": 687.229,
    "text": "Parallel, ist denn zu erwarten, dass sich aufgrund dieser Erkenntnis vielleicht auch Diagnostik und Therapie bei einem Schlaganfall ändern wird?"
  },
  {
    "start": 687.81,
    "end": 689.209,
    "text": "Also es hat es schon geändert."
  },
  {
    "start": 689.29,
    "end": 706.489,
    "text": "Es hat es insofern geändert, dass die Logistik einer sogenannten Stroke-Unit, wo man also Schlaganfallpatienten akut versorgt, immer jetzt mit im Auge hat auch die Herzsituation im Sinne von Rhythmus und eventuell Veränderungen der Schlagkraft."
  },
  {
    "start": 707.03,
    "end": 722.01,
    "text": "Deswegen kriegen praktisch alle Patienten auf das Trockium mit auch ein Herzecho, also eine Ultraschalluntersuchung des Herzens entweder durch den Torax oder sogenannte Schluckecho durch die Speiseröhre hindurch."
  },
  {
    "start": 722.15,
    "end": 726.189,
    "text": "Und wenn man genau guckt, was ist denn jetzt auch parallel am Herzen passiert?"
  },
  {
    "start": 729.469,
    "end": 734.27,
    "text": "Wenn auch Ihnen die Herzgesundheit wichtig ist, werden Sie mit Glied der Deutschen Herzstiftung."
  },
  {
    "start": 734.969,
    "end": 753.89,
    "text": "Infos dazu finden Sie im Internet unter Herzstiftung, Wenn Sie sich noch weitere Veränderungen im System wünschen dürften, womit könnte man denn vielleicht am meisten Herzinfarkte nach Schlaganfall und umgekehrt Schlaganfälle nach einem Herzinfarkt verhindern?"
  },
  {
    "start": 755.03,
    "end": 763.89,
    "text": "Also allein das Wissen um diese Erkenntnis ist glaube ich schon mal der Einstieg in die breitere Perspektive, beide Organe immer gleichzeitig im Auge zu haben."
  },
  {
    "start": 765.25,
    "end": 769.569,
    "text": "Also die Verzahnung, Cardiologie und Neurologie auf den Strokeonetz."
  },
  {
    "start": 769.67,
    "end": 770.729,
    "text": "Das ist ja so die Regel."
  },
  {
    "start": 771.77,
    "end": 773.489,
    "text": "Und das damit verbunden ist Creening."
  },
  {
    "start": 774.089,
    "end": 784.63,
    "text": "Ich glaube, dass beide Disziplinen, wo wir uns mehr wünschen würden und dazu brauchen wir vielleicht noch mehr Anstrengungen, ist die sogenannte Atarenz."
  },
  {
    "start": 784.77,
    "end": 792.01,
    "text": "Also dass wir sowohl beim akuten Herzinfarkt als auch beim Schlaganfall ja dann Maßnahmen mit in die Wege leiten."
  },
  {
    "start": 792.189,
    "end": 799.67,
    "text": "Zum Beispiel Veränderungen der Risikofaktoren und oder gerinnungswirksame Therapien."
  },
  {
    "start": 800.37,
    "end": 810.25,
    "text": "Und wir wissen aber aus der Realität, dass innerhalb eines Jahres so zwischen zwanzig und fünfzig Prozent der Menschen aus der Therapie aussteigen, man nennt es Atherenz."
  },
  {
    "start": 810.93,
    "end": 813.01,
    "text": "Also dort ist noch noch ne Menge zu tun."
  },
  {
    "start": 813.67,
    "end": 827.589,
    "text": "Manchmal versteht man das, wenn Patienten berichten und sagen, ich hab die Tabletten, mir geholt ne Apotheke, dann hab ich die mal aufgepackt und hab diesen tapetenartigen, diese Fachinformationen angeguckt, wo drin steht, was mir alles passieren kann, dann hab ich's gelassen."
  },
  {
    "start": 828.729,
    "end": 834.189,
    "text": "Und dort liegt ja ein Riesenproblem, auf diesen Zetteln steht ja nicht drauf, wie gut."
  },
  {
    "start": 834.77,
    "end": 843.75,
    "text": "Diese verordnete Substanz wirkt, es steht eigentlich fast nur drauf, sehr ausgiebig und sehr juristisch dominiert, was alle schiefgehen kann."
  },
  {
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    "end": 844.55,
    "text": "Und dann"
  },
  {
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    "end": 847.39,
    "text": "nehmen kann man das nicht."
  },
  {
    "start": 847.43,
    "end": 847.949,
    "text": "Ja klar, genau."
  },
  {
    "start": 848.489,
    "end": 848.87,
    "text": "Und davon"
  },
  {
    "start": 849.17,
    "end": 850.27,
    "text": "hat man berechtigt Angst."
  },
  {
    "start": 851.089,
    "end": 862.01,
    "text": "Und da glaube ich, ist gemeinsam aus der Herzmedizin und der Neurologie Aktivität gefordert, die Patienten uns erlaubt zu sagen, bei der Stange zu halten."
  },
  {
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    "end": 864.829,
    "text": "Da versuchen ja auch unsere beiden Fachgesellschaften"
  },
  {
    "start": 864.93,
    "end": 865.449,
    "text": "entsprechend"
  },
  {
    "start": 866.069,
    "end": 866.989,
    "text": "dazu beizutragen."
  },
  {
    "start": 867.589,
    "end": 870.209,
    "text": "Also wir können ja quasi zusammenfassen, wir haben zwei Richtungen."
  },
  {
    "start": 870.989,
    "end": 874.109,
    "text": "Das Herz kann das Gehirnschälinge und das Hirn kann das Herz belasten."
  },
  {
    "start": 874.329,
    "end": 874.67,
    "text": "So ist es."
  },
  {
    "start": 874.709,
    "end": 881.31,
    "text": "Und jetzt möchte ich aber auch noch gerne über das sprechen, was nämlich bei Herzinfarkt wie Schlaganfall zählt."
  },
  {
    "start": 881.37,
    "end": 882.17,
    "text": "Das ist die Zeit."
  },
  {
    "start": 882.849,
    "end": 883.229,
    "text": "So ist es."
  },
  {
    "start": 883.79,
    "end": 887.15,
    "text": "Beim Schlaganfall gibt es den bekannten Spruch Time is Brain."
  },
  {
    "start": 887.689,
    "end": 889.53,
    "text": "beim Herz vielleicht, Teil des Masses."
  },
  {
    "start": 890.31,
    "end": 894.849,
    "text": "Was passiert denn in den ersten Minuten und Stunden jetzt speziell im Gehirn, was gegen ein Abwarten spricht?"
  },
  {
    "start": 895.93,
    "end": 904.449,
    "text": "Also grundsätzlich lernt man im Physiologieunterricht, dass die Hirnzelle nach drei Minuten ohne Blut, also das heißt ohne Sauerstoff, abstirbt."
  },
  {
    "start": 905.109,
    "end": 910.449,
    "text": "Da würde man jetzt sagen, ja gut, also drei Minuten ist ja unrealistisch, dass in der Zeit was passiert."
  },
  {
    "start": 910.51,
    "end": 918.81,
    "text": "und diese drei Minuten sind gültig für Hirnzellen, die im Kern des Schlagerfallgewiebes liegen."
  },
  {
    "start": 919.03,
    "end": 926.01,
    "text": "Aber wir haben glücklicherweise eine Umgebungszone, Penumbra genannt, also lateinisch der Halbschatten."
  },
  {
    "start": 926.589,
    "end": 929.229,
    "text": "Man könnte sagen, es ist so eine Art Rettungszone außen rum."
  },
  {
    "start": 929.89,
    "end": 933.829,
    "text": "Die ist so ein bisschen zeitresilienter."
  },
  {
    "start": 934.17,
    "end": 939.79,
    "text": "Also die macht es nicht drei oder vier Minuten, sondern schon länger, aber auch nicht ewig, um das Salop zu sagen."
  },
  {
    "start": 940.51,
    "end": 953.13,
    "text": "Und das ist die Zone, bei der wir die Chance haben, zu intervenieren, wenn die Durchflutung wieder eintritt, dann überlebt diese Zone und bestimmt natürlich das Ausmaß der Narbe, die dann bleibt."
  },
  {
    "start": 953.609,
    "end": 957.589,
    "text": "Und logisch, wenn die Uhr tickt, ist abwarten der schlechteste Ratgeber."
  },
  {
    "start": 958.25,
    "end": 961.13,
    "text": "Wie ihr das gefaest wieder frei bekommt, dann komme ich gleich noch mal drauf zu sprechen."
  },
  {
    "start": 961.489,
    "end": 970.17,
    "text": "Was ich auch noch gerne wissen möchte, dieses Zeitfenster oder der Zeitfaktor geht der auch für vielleicht nur für rübergehende Durchblutungsstörungen im Gehirn."
  },
  {
    "start": 970.25,
    "end": 971.089,
    "text": "Die werden ja fachsprach."
  },
  {
    "start": 971.17,
    "end": 971.51,
    "text": "Erst hier."
  },
  {
    "start": 971.969,
    "end": 974.729,
    "text": "Alltag wiederum gerne verharmlosen als Schlägele bezeichnet."
  },
  {
    "start": 975.089,
    "end": 977.229,
    "text": "Denn hier verschwinden die Symptome ja zeitnah wieder."
  },
  {
    "start": 977.329,
    "end": 988.569,
    "text": "Genau, das ist natürlich auf dem ersten Blick ein gutes Geschehen, wenn sie eine Lähmung haben die nach dreißig Minuten wieder weg ist, dann freuen sie sich und denken, wow, noch mal davon gekommen."
  },
  {
    "start": 988.829,
    "end": 1001.589,
    "text": "Aber sie würden auch nicht, wenn sie in einem Park aus dem Gebüsch einen Schuss hören, der an ihnen vorbeigeht, würden sie auch nicht fröhlich Drilland weiterlaufen, sondern erst mal denken, da will ich doch mal gucken oder gucken lassen, was in dem Busch verborgen ist."
  },
  {
    "start": 1002.31,
    "end": 1003.81,
    "text": "Und die Zahlen sind eindeutig."
  },
  {
    "start": 1003.91,
    "end": 1010.29,
    "text": "Also nach einer sogenannten Tier, also transitorisch ischämischer Attacke, fränkisch das Schlächler."
  },
  {
    "start": 1011.63,
    "end": 1024.13,
    "text": "Ist es so, dass innerhalb der ersten vierzehn Tage die Wahrscheinlichkeit, dass dann der echte Schlaganfall kommt, also der dann bleibende Schäden verursacht, ungefähr bei zehn Prozent liegt?"
  },
  {
    "start": 1025.15,
    "end": 1026.87,
    "text": "Kann das auch ein Vorbote fürs Herz sein?"
  },
  {
    "start": 1028.09,
    "end": 1030.51,
    "text": "Ja, auch die Tier kann ein Vorbote."
  },
  {
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    "end": 1035.49,
    "text": "Der Zusammenhang ist nicht ganz so direkt, also keine zehn Prozent."
  },
  {
    "start": 1036.13,
    "end": 1040.41,
    "text": "Aber es ist halt auch ein Signal eines generellen Gefäßproblems."
  },
  {
    "start": 1041.61,
    "end": 1046.67,
    "text": "Und gibt es auch so was wie komplett stumme Schlaganfälle, also dass die Menschen gar nichts bemerken?"
  },
  {
    "start": 1048.13,
    "end": 1062.77,
    "text": "Es ist ja in unserem Hirn so bisschen so, es gibt Regionen, da würden Sie jeden Kubikmillimeter sofort merken, weil es Zentren sind, deren, die in hoher Packung Funktionen enthalten."
  },
  {
    "start": 1062.85,
    "end": 1070.27,
    "text": "Sie haben aber zum Beispiel auch im Frontalhirn Regionen, da merken Sie einmal eins Zentimeter gar nicht."
  },
  {
    "start": 1071.09,
    "end": 1077.01,
    "text": "Und das ist natürlich die erste Voraussetzung, dass es kleine Schlangenfälle geben kann, die man nicht merkt."
  },
  {
    "start": 1078.05,
    "end": 1085.37,
    "text": "Man spricht dann von Lakunen, also kleinen Namen, die sich bilden."
  },
  {
    "start": 1086.21,
    "end": 1099.35,
    "text": "Und wenn die Gefäßveränderungen, über die wir gesprochen haben, die ganz kleinen Gefäße betreffen, also diese Mikro, sogenannten Kapilan, dann ist logischerweise auch der Schaden hinten klitzeklein."
  },
  {
    "start": 1100.07,
    "end": 1101.01,
    "text": "Aber je mehr das wird,"
  },
  {
    "start": 1101.17,
    "end": 1103.11,
    "text": "dann... Die Summe macht das Problem."
  },
  {
    "start": 1103.63,
    "end": 1107.43,
    "text": "Und das sammelt sich über Jahre, das geht vielleicht mit Fünfzig los, keiner merkt was."
  },
  {
    "start": 1108.07,
    "end": 1111.75,
    "text": "Mit siebzig beginnt man zu merken, dass das Gedächtnis schlechter wird."
  },
  {
    "start": 1112.27,
    "end": 1124.01,
    "text": "Man denkt vielleicht an Alzheimer oder macht man ein Bild und sieht, ne, es sind tatsächlich viele kleine solche Lakonen, Minischlaganfälle, die halt in der Addition dann doch das Gehirn eklatant schädigen können."
  },
  {
    "start": 1124.65,
    "end": 1126.23,
    "text": "Vielleicht auch noch mal für unsere Zuhörerinnen."
  },
  {
    "start": 1126.47,
    "end": 1133.75,
    "text": "Ist es ganz wichtig, über welche Symptome reden wir denn, wenn wir denken, das wäre ein großer oder auch ein kleiner Schlag an Fall?"
  },
  {
    "start": 1134.51,
    "end": 1149.53,
    "text": "Also im Vordergrund steht natürlich die Halbzeitigkeit meistens, die die sogenannten Extremitäten betrifft, also Arm und Bein entweder Gefühltstörungen und oder Lähmungen."
  },
  {
    "start": 1150.19,
    "end": 1155.37,
    "text": "Vielleicht kann man diesen dieses Kürzelakronym fast benutzen."
  },
  {
    "start": 1156.21,
    "end": 1162.79,
    "text": "Fast, was ja auf Englisch schnell heißt und damit ein bisschen auch dem entspricht, was beim Schlaganfall gefordert ist."
  },
  {
    "start": 1163.33,
    "end": 1165.45,
    "text": "Da kann man sich gut merken, F steht für Face."
  },
  {
    "start": 1166.01,
    "end": 1170.85,
    "text": "Also Gesicht, heiß, schiefes Gesicht, irgendwie verzogen, ist schon mal verdächtig."
  },
  {
    "start": 1171.27,
    "end": 1176.75,
    "text": "Das A steht für Arm, also der Arm ist entweder Taub oder fällt runter, lässt sich nicht mehr gut bewegen."
  },
  {
    "start": 1177.57,
    "end": 1180.61,
    "text": "Und das S steht für Speech, also für Sprache."
  },
  {
    "start": 1180.69,
    "end": 1213.09,
    "text": "kann man auch Deutsch sagen, also entweder Kattitututu, also eine Systemstörung, die Sprachkonstruktion ist aus dem Ruder gelaufen, man versteht denjenigen nicht mehr, oder es ist das Sprechen, also eine verwandene Sprache, die jemand denkt, der hätte fünf Bier getrunken, auch das zählt beim S. der Sprache, dem Speech, dann hat man also von den Fasten, hat man F, A und S und das T steht für Time, das ist dann eher ein Appell an die Schnelligkeit des Handelns."
  },
  {
    "start": 1213.13,
    "end": 1214.55,
    "text": "Wenn man die ersten drei Buchstaben"
  },
  {
    "start": 1214.59,
    "end": 1216.59,
    "text": "hast, dann... Genau, die ersten sind wichtig."
  },
  {
    "start": 1217.01,
    "end": 1222.81,
    "text": "Was man vielleicht noch bei S noch dazu nehmen könnte, wären Sehstörungen, die die Gesichtshälfte betreffen."
  },
  {
    "start": 1223.27,
    "end": 1229.53,
    "text": "Also wenn ihn plötzlich das rechte Gesichtsfeld wegbricht, dann ist das auch zumindest Wahnsignal."
  },
  {
    "start": 1232.09,
    "end": 1233.09,
    "text": "Der Besserwisser."
  },
  {
    "start": 1233.31,
    "end": 1233.51,
    "text": "Wissen"
  },
  {
    "start": 1233.57,
    "end": 1235.81,
    "text": "Sie eigentlich, wie die Einzelns-Zwei entstanden ist?"
  },
  {
    "start": 1236.51,
    "end": 1237.31,
    "text": "Die Notrufnummer?"
  },
  {
    "start": 1237.83,
    "end": 1244.21,
    "text": "Einzelns-Zwei gibt es bereits seit den neunzehntfünfziger Jahren, zusätzlich zum Polizeiruf-Eins-Eins-Null."
  },
  {
    "start": 1244.89,
    "end": 1246.83,
    "text": "Zunächst als Servicenummer für die Feuerwehr."
  },
  {
    "start": 1247.37,
    "end": 1258.35,
    "text": "Doch erst neunzehntseinundseinhalbzehnte wurde sie als bundesweit einheitliche Notrufnummer eingeführt auf Initiative der Familie Steiger nach dem tragischen Unfallton ihres achtjährigen Solos Bjorn."
  },
  {
    "start": 1259.09,
    "end": 1264.55,
    "text": "Seither ist die Einzeins-Zwei ein wichtiger Bestandteil unseres Notfallsystems neben der Einzeins-Null."
  },
  {
    "start": 1265.25,
    "end": 1274.91,
    "text": "Die Nummer Einzeins-Zwei verbindet Anrufende rund um die Uhr kostenlos mit einer zuständigen Rettungsleitstelle und ist bundesweit in Deutschland sowie in allen EU-Staaten erreichbar."
  },
  {
    "start": 1275.61,
    "end": 1280.19,
    "text": "Sie kann auch aus dem Mobilfunknetz ohne Vorwahl gewählt werden und das sogar weltweit."
  },
  {
    "start": 1281.13,
    "end": 1288.91,
    "text": "Jedes Jahr, am elften zweiten, findet in Anlehnung an die Notrufnummer, eins, eins, zwei, in Deutschland auch der Tag des Notkreuzstads."
  },
  {
    "start": 1291.35,
    "end": 1294.53,
    "text": "Und Sie haben jetzt schon ein paar Mal den Begriff Strokeunit erwähnt."
  },
  {
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    "end": 1302.33,
    "text": "Warum sollten denn Patienten mit den eben jetzt geschilderten Anzeichen dann am besten in eine Klinik mit eben einer solchen Strokeunit gehen?"
  },
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    "text": "Ja, die Strokeunit ist eine Erfindung, die so vor vor zwanzig, dreißig Jahren begonnen hat, um so ein bisschen den Fatalismus beim Schlagerfall zu überwinden und sie hat das getan."
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    "text": "Also"
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    "text": "Fatalismus, da kann man ja eh nichts mehr machen oder?"
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    "text": "Genau, das war früher tatsächlich immer eine Assistenz halt, war es so ein bisschen so, Schlagenfall kam irgendwie in die dunkelste Kammer nach dem Motto, da geht eh nicht viel, was damals auch stimmte irgendwie."
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    "text": "Und heute weiß man, dass es natürlich sehr wirksame Erkuttherapien gibt, über die wir vielleicht noch reden."
  },
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    "end": 1359.05,
    "text": "Und dann aber auch das Ganze, ich nenne es mal das Kümmern, um die Beschwerden und um die Defizite des Betroffenen heißt Logopäden für Schluckstörung, Pflege für die und Physiotherapie für die Beweglichkeit, Monitoring, wir hatten es schon angesprochen von Blutdruckherztuzion."
  },
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    "text": "Blutzucker und diese Teams sind halt eingespielt."
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    "text": "Und so ein Team, was jeden Tag drei bis fünf Flachenfälle versorgt, ist einfach extrem routiniert."
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    "text": "Und was hat das Statistis?"
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    "text": "Es ist nicht nur so ein Wunschtraum und ein schönes Schild."
  },
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    "text": "An der Tür, sagen wir, hat das wissenschaftlich ausgiebig erforscht und es bringt ungefähr zwanzig bis dreißig Prozent bessere Ergebnisse."
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    "text": "Okay, sehr wichtig."
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    "text": "Sind wir denn in Deutschland gut mit Stroke-Unice inzwischen versorgt, dass man also wirklich fast überall flächendeckend relativ zeitnah eines"
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    "text": "Konflikts erreichen"
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    "text": "kann?"
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    "text": "Lange noch."
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    "text": "um das zu erfüllen."
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    "text": "Aber es ist jetzt so, wobei es ja nicht nur Neurologen sind, es sind auch Stochions an internistischen cardiologischen Häusern dran, wenn es zum Beispiel kleinere Häuser ohne Neurologie sind."
  },
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    "end": 1415.57,
    "text": "Es gibt auch telemedizinisch versorgte solche Einheiten, die sozusagen von einem Big Brother über Telemedizin beraten werden, was extrem gut funktioniert."
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    "end": 1419.41,
    "text": "Die werden auch immer zertifiziert, also das ist ein hoher Standard."
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    "end": 1422.01,
    "text": "Also das ist sehr gut gewährleistet."
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    "text": "Es gibt immer eine aktuelle Karte auf der Internetseite der Deutschen Schlangefahrgesellschaft."
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    "text": "Das sieht gut aus."
  },
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    "text": "Es gibt immer noch so paar kleine Lücken, aber es ist insgesamt flächendeckend okay."
  },
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    "end": 1440.01,
    "text": "Und das kann man auch tatsächlich auf das Thema Therapie zu sprechen, weil es hat sich ja wirklich viel getan."
  },
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    "text": "Welche Therapiemöglichkeiten stehen denn heute Ihnen, wenn Sie den Patienten haben, beim Schlaganfall zur Verfügung?"
  },
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    "text": "Weil es gibt ja auch nicht nur einen Schlaganfall, also verschiedene Formen."
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    "text": "Ja, die Ähnlichkeit mit der Kardiologie ergibt sich auch hier den Therapien, weil die Neurologie ist, also zwanzig Jahre hinterher, weil es auch komplizierter ist in den Gehirngefäßen."
  },
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    "text": "Aber Erinnert sich ja vielleicht noch, dass es beim Herzinfarkt auch die sogenannte Lüse gab, die Trombo-Lüse."
  },
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    "text": "Also eine Gerinselauflösung der Herz-Granze-Arterien mit einer, nennen wir es mal, Rohrfreisubstanz, die das wieder wegfristt."
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    "text": "Auch das gibt es beim... Hirnenfakt, das ist die eine Möglichkeit, in die Wehne gespritzt."
  },
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    "text": "Es gibt aber auch bei bestimmten Verstopfungen Situationen, die schafft man nicht mit so einer Medikamentensubstanz."
  },
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    "text": "Da muss man direkt mit dem Katheter in das Gefäß rein und das rausholen."
  },
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    "text": "Und auch das ist ja inzwischen kardiologischer Standard."
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    "text": "Ganz witzig, was diese Parallelität anlangt, ist auch, es gab Bei der Grimpfelaufflösung Substanz, lange eine Zulassung für einen speziellen Stoff, die sogenannte alte Blase."
  },
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    "text": "Und in den letzten drei Jahren hat man sich die Substanz, die in der Kaliologie sehr... viel benutzt wird, wenn sie gebraucht wird, die sogenannte Tenecteplase, auch in der Neurologie, jetzt wieder durch Studien entdeckt und nimmt jetzt auch dieses Substanz bevorzugt."
  },
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    "text": "Die hat den Vorteil, man muss nur einmal spritzen und dann wirkt's."
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    "text": "Bei der anderen Substanz muss man eine Stunde lange Infusion machen, das ist logistisch bisschen schwieriger."
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    "text": "Also sozusagen auch hier gleich Schritt."
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    "text": "in den Therapien."
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    "text": "und die genannte Katheterentfernung, die kann man schon als Gamechanger bezeichnen in der Neurologie, weil es mit der eben gelingt, sehr große oder bedrohte Gehirnareale durch große Trompenegefäßen wieder zu retten."
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    "text": "Und da hat man manchmal wirklich Solazarus-Effekte von Menschen, die halbzeitig gelähmt kein Wort mehr rausbringen."
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    "text": "Und kaum ist das Grinselbeck stehen die quasi vom Tisch auf."
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    "text": "Das ist sehr berührend."
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    "text": "Aber das wird schwierig, wahrscheinlich bei den Hirngefäßen."
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    "text": "Bei den"
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    "text": "Hirngefäßen ist es ein bisschen schwierig."
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    "text": "Man kann die nicht unbegrenzt anwenden."
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    "text": "Weil es kann man, glaube ich, erläutern, wenn das Gehirn Gewebe schon weit fortgeschritten ist im Absterbeprozess."
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    "text": "Dann ist natürlich die Gabe einer gerinnungshemmenden Substanz relativ riskant, weil das Blut mit seiner Verdünnungsaktivität jetzt in das bereits absterbende Gewebe fließt und dann kann es zu Blutungen kommen."
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    "text": "Und das ist natürlich gefährlich."
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    "text": "und da gibt es so die Vier- und halb gibt es verschiedene Schritte, Vier- und halb Stunden, sechs Stunden."
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    "text": "Und wenn man länger will, man kann auch länger Das geben, dann muss man sich aber Hilfe holen mit speziellen Bildgebungsverfahren."
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    "text": "Das hat man dann im CT, Perfusion CT oder im Kernspin, wo man genau abschätzen kann."
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    "text": "Wie ist denn jetzt die Lage in diesem Infarktgebiet?"
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    "text": "Und wenn man dort Entwarnung kriegt, nach dem Motto, dort ist noch was zu retten, dann kann man auch in späteren Zeitphasen bis zu neun Stunden nachlegen."
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    "text": "und bei der Gerinselentfernung mit Katheter kann man bis zu vierundzwanzig Stunden nachlegen."
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    "text": "Ja, das ist eine gemischte Erkenntnis, weil sie darf nicht Anlass geben zu sagen, jetzt haben wir genug Zeit."
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    "text": "Es gab mal eine interessante Studie bei der Tromolyse, als es noch drei Stunden Zeitfenster gab."
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    "text": "Da hat man festgestellt, wenn die Patienten kurz vor Ablauf der drei Stunden in die Klinik kamen, lief das extrem gut und schnell."
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    "text": "Kam die aber ganz früh."
  },
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    "text": "Die Patienten haben alles richtig gemacht und die kamen nach einer Stunde, haben die Ärzte im Krankenhaus das eher verdrödelt und haben gedacht, naja, der kommt ja früh genug, jetzt haben wir genug Zeit, was so natürlich nicht stimmt."
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    "text": "Also insofern ist klar, es muss immer schnell gehen."
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    "text": "Wichtiger Appell."
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    "text": "Ich würde trotzdem noch mal abschließend auf einen Punkt geben, der ebenfalls beide Organe miteinander verbindet, denn es geht dann nachher um die Nachsorge."
  },
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    "text": "Wenn man bei Herzinfarkt oder Schlaganfall überstanden hat, welche drei Stellschrauben sind in Ihrer Ansicht nach in der Nachsorge?"
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    "text": "Ganz wichtig, die Herz und Hirn am stärksten vor einem erneuten Notfallschildern."
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    "text": "Vielleicht können Sie da die drei Wichtigsten nennen."
  },
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    "end": 1757.39,
    "text": "Also ich würde als erstes sagen die medizinische, strukturierte Entscheidung für eine angemessene Das Management oder Therapie der Risikofaktoren, also auch Lifestyle."
  },
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    "text": "Wir haben jetzt Dried January, jetzt trinken alle keine Alkohol, ab Februar geht es wieder los."
  },
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    "text": "Das ist sozusagen das Kontrastprogramm."
  },
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    "text": "medizinisch festlegt, welche Richtung es gehen muss."
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    "end": 1781.75,
    "text": "Zweitens, wir hatten schon gesagt, leider ist trotz medizinischer Festlegung, sind nicht mehr alle im Boot nach einem halben bis einem Jahr."
  },
  {
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    "end": 1791.71,
    "text": "Also ich glaube auch Motivationsarbeit, gemeinsam zwischen Kardäologen, zwischen Neurologen, zu sagen, liebe Leute, hier ist es extrem wichtig."
  },
  {
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    "end": 1800.27,
    "text": "Und dann, ich glaube wirklich auch strukturierte Nachsorge, es gibt ja in beiden Ferien auch Versuche strukturiert."
  },
  {
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    "end": 1811.93,
    "text": "Risikomanagement mit den Menschen zu treffen und entsprechende ärztliche Routinekontrollen einzuführen in regelmäßigen Abständen, um zu gucken, ob das noch richtig läuft."
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    "text": "Vielleicht vorher auch noch zu nennen, dass in beiden Fällen eine Reha-Behandlung..."
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    "text": "Genau, das ist meistens ja genau."
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    "end": 1818.95,
    "text": "..."
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    "end": 1820.41,
    "text": "noch viel bewirken kann."
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    "end": 1826.61,
    "text": "Ja, vielen Dank, Professor Erbgut, für diese wirklich wichtigen Einblicke in zwei gravierenden Notfälle."
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    "end": 1828.41,
    "text": "Ja, vielen Dank."
  },
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    "text": "Hat Freude gemacht."
  },
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    "end": 1833.61,
    "text": "Ja, und auch Ihnen zu Hause oder wo immer Sie gerade sind, danke fürs Zuhören."
  },
  {
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    "end": 1837.29,
    "text": "Was können Sie denn vielleicht jetzt als Impuls mitnehmen?"
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    "start": 1837.33,
    "end": 1839.43,
    "text": "Vielleicht kurz und knapp drei Merksätze?"
  },
  {
    "start": 1840.47,
    "end": 1843.31,
    "text": "Erstens, Herz und Hirn haben oft dieselben Risikofaktoren."
  },
  {
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    "end": 1845.99,
    "text": "Wer die konsequent angeht, der schützt beide Organe."
  },
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    "end": 1849.29,
    "text": "Zweitens, ein Schlaganfall kann auch das Herz belasten."
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  {
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    "end": 1852.53,
    "text": "Und Herzerkrankungen können Schlaganfälle auslösen."
  },
  {
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    "end": 1861.43,
    "text": "Ja, und drittens gilt natürlich im Notfall nicht zögern und abwarten, sondern sofort den Rettungsdienst dann unter ein, eins, zwei anrufen."
  },
  {
    "start": 1862.43,
    "end": 1871.67,
    "text": "Weitere Informationen zu Warnzeichen für Herzinfarkt, wie auch Schlaganfall und praktische Tipps, die finden Sie bei der Deutschen Herzstiftung auf unserer Website, aber auch bei der Hirnstiftung."
  },
  {
    "start": 1872.27,
    "end": 1881.93,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, dann abonnieren Sie gerne im Puls und teilen Sie die Episode, denn manchmal ist genau dieses Wissen der Unterschied zwischen zu spät und"
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  {
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    "end": 1882.61,
    "text": "rechtzeitig."
  },
  {
    "start": 1883.29,
    "end": 1887.15,
    "text": "Und damit zeige ich Ihnen Tschüss und bis zum nächsten Mal."
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]