[
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    "end": 34.18,
    "text": "Heute hört ihr den vierten und letzten Teil unserer Fallgeschichte über Andi."
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    "end": 44.44,
    "text": "Im Anschluss haben wir wieder eine Nachbesprechung aufgenommen, in der wir gemeinsam auf dem Verlauf der Therapie und die zentralen Momente dieses letzten Teils zurückblicken."
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    "text": "Mit Andi verabschieden wir uns zugleich in eine kleine Sommerpause."
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    "end": 55.02,
    "text": "Diese Fallgeschichte hat uns eine gute Weile begleitet und ist uns ans Herz gewachsen!"
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    "end": 64.0,
    "text": "Umso mehr danken wir euch für eure treue Hörerschaft, und für die vielen persönlichen Gedanken und Kommentare, die ihr uns zu unseren Folgen schickt."
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    "end": 78.119,
    "text": "Wer sich über den Sommer weiter in die Rätsel des unbewussten vertiefen möchte, findet auf unserer Förderplattform Patreon mehr als hundert Stunden Bonusmaterial mit zusätzlichen Folgen Liesekreisen und Fallgeschichten."
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    "end": 93.259,
    "text": "Neu beschäftigen wir uns dort mit einem berührenden Text von Harry Hardin über die emotionale Bedeutung außerfamilierer Betreuung – und darüber, was es für ein Kind bedeutet, wenn Betreuungspersonen wechseln oder sich verabschieden."
  },
  {
    "start": 94.22,
    "end": 100.7,
    "text": "Bis Ende August erhaltet ihr auf ein neues Patreon-Jahres-Abo «………...……….……..…………………\"."
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    "end": 104.78,
    "text": "alle Informationen und Links findet ihr in den Show Notes."
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    "text": "Andy ist nun seit über einem Jahr bei mir in Behandlung."
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    "text": "War unser therapeutischer Kontakt in den ersten Monaten, zumindest an der Oberfläche noch stark von Denken und einer gewissen emotionalen Neutralität geprägt hat sich das Bild inzwischen verändert."
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    "text": "Andy wirkt nicht mehr so souverän obwohl er in jeder Stunde darum ringt seine Souveränität zu bewahren."
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    "text": "Es ist ein rekresiver Prozess in Gang gekommen."
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    "end": 160.44,
    "text": "es gehört zu einer Psychoanalyse dass frühe, meist lange abgewährte Zustände in der therapeutischen Beziehung wieder lebendig werden."
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    "end": 163.74,
    "text": "Doch darin allein liegt noch nicht das Heilsame."
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    "end": 172.86,
    "text": "Entscheidend wäre, dass sich die alte Erfahrung nicht bloß wiederholt, sondern in dertherapeutischen Beziehen etwas anderes möglich wird."
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    "text": "Doch zu diesem Punkt zu kommen – darin besteht mit Andi gerade die entscheidende therapeutische Arbeit!"
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    "text": "Regression bedeutet zu diesem Zeitpunkt der Therapie vor allem das Andi leidet."
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    "end": 193.9,
    "text": "Die Stunden sind für ihn außerordentlich anstrengend und setzen seine bisherige psychische Organisation zunehmend unter Druck."
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    "text": "Er erlebt dies vor allem als ein Heranfluten von Angst, die sich meist in körperlichen Beschwerden ausdrückt."
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    "text": "Andi ist sein Gefühl näher gekommen aber er kann sich noch nicht in die therapeutische Beziehung fallen lassen."
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    "text": "Er fühlt sich von mir auf der Ebene des bewussten Verstehens durchaus erreicht finden gemeinsame Deutungen und können vieles präzise einordnen."
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    "end": 233.48,
    "text": "Auf einer tieferen, emotionalen Ebene aber fühlt er sich von mir nicht wirklich gehalten immer wieder geratigt deshalb in die Rolle seine Angst vor allem mit Gedanken zu beantworten."
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    "text": "genau darauf drängt Andi selbst."
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    "text": "Er möchte verstehen was in ihm geschieht."
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    "text": "zugleich gibt es in ihm gewaltige Widerstände dagegen sich mehr mit seinem erleben unmittelbar anzuvertrauen und seine Angst einfache, offene Worte zu geben."
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    "end": 256.079,
    "text": "Wie haltlos er sich in diesen Stunden tatsächlich fühlt wird für mich erst allmählich sichtbar."
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    "text": "Zunächst zeigt sich dieser regressive Prozess in kleinen Störungen."
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    "text": "seiner gewohnten Funktionsweise mitten entsprechend verliert Andy den Faden."
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    "text": "ein Gedanke den er eben noch formulieren wollte ist ihm plötzlich nicht mehr erreichbar."
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    "end": 279.68,
    "text": "Er beginnt einen Satz bricht ihn ab Versucht von einer anderen Seite neu anzusetzen und bleibt widerstecken."
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    "end": 291.18,
    "text": "Dann schiebt sich eine körperliche Empfindung in den Vordergrund, ein Druck im Kopf, einen Ziehen im Nacken, ein Gefühl von Schwindel oder Taubheit in den Händen."
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    "text": "Manchmal meint er nicht mehr richtig Luft zu bekommen."
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    "text": "Auch kleine äußere Reize können dann etwas Bedrohliches annehmen."
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    "text": "Einmal ist ihm die Lampe in meinem Behandlungszimmer unangenehm hell."
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    "text": "Können wir die vielleicht ein bisschen herunterdämmen?"
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    "text": "fragt er."
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    "text": "Also nur, wenn das keine Umstände macht."
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    "text": "Erst später wird deutlich wie sehr ihn das Licht verunsichert hat."
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    "text": "Wenn es so grell ist, wird mir irgendwie komisch sagt er."
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    "text": "Dann habe ich das Gefühl Ich kann nicht mehr richtig fokussieren also dass sich meine Augen nicht mehr so auf eine Stelle richten kann und alles wird zu verschwommen."
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    "text": "Und dann denke ich natürlich sofort Das mit meinen Augen oder meinem Kreislauf irgendetwas nicht stimmt."
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    "text": "Besonders beängstigend ist für Andy, dass er sich auch auf sein Denken nicht mehr verlassen kann."
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    "text": "Solange er seine Zustände in Worte fassen kann, fühlt er sich nicht völlig ausgeliefert."
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    "text": "Mein Denken is dann wie so eine kleine Insel sagte einmal und drumherum ist nur Wasser."
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    "text": "Normalerweise tue ich so als wäre die Insel die ganze Welt aber in diesen Momenten merkt man, nein Das ist nur ein winziges Stück Land, und das Wasser kann jederzeit darüber gehen."
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    "text": "Das ist so unheimlich!"
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    "text": "Da ist dieser ganze Ozean – diese Tiefe – und ich habe dem überhaupt nichts"
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    "text": "entgegenzusetzen.\"."
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    "text": "Er schweigt kurz."
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    "text": "Und das Ärgerliche ist…."
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    "text": "Ich kann mir dabei noch die ganze Zeit erklären was passiert?"
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    "text": "Es nützt nur überhaupt nichts."
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    "text": "Manchmal gerät er auch in eine verzweifelte Wut, ruft in der Stunde beinahaus Dieses verfluchte kaputte Teil, meine Psyche."
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    "text": "Auch nach den Stunden findet Andi nicht ohne weiteres in seinen Alltag zurück."
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    "text": "Er sitzt lange Zeit auf einer Bank vor der U-Bahnstation weil er sich nicht zutraut in den Zug zu steigen."
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    "text": "Der Gedanke unter der Erde könne ihm schwindlig werden Er könne nicht mehr aussteigen oder niemandem erklären was mit ihm los sei Genügt um eine neue Welle von Angst auszulösen."
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    "text": "Erst wenn er das Gefühl hat sich innerlich wieder einigermaßen zusammengesetzt zu haben, fährt er nach Hause."
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    "text": "Manchmal nimmt er auch einen langen Fußweg in Kauf."
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    "text": "In den Stunden versuchen wir immer wieder diese Zustände zu verstehen."
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    "text": "Ich beziehe die Angst vor der U-Bahn auf sein Gefühl einer Situation nicht entkommen zu können Den Schwindel auf den Verlust innere Orientierung und das Auto auf seinen Versuch, sich selbst eine schützende Aluminium-Hülle zu geben."
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    "text": "Einmal sagt Andi – Das Komische ist."
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    "text": "es geht ja nie nur darum dass mir schwindlich wird."
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    "text": "anderen wäre vielleicht einfach nur schwindlig oder so."
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    "text": "aber bei mir ist gleich diese Panik das alles zusammenbricht."
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    "text": "Sie könnten sich nicht orientieren, nicht verstehen was geschieht."
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    "text": "Ich in einem Zustand aus dem sie sich selbst nicht mehr herausholen können."
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    "text": "Er schweigt."
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    "text": "Vielleicht ist das genau die eigentliche Katastrophe."
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    "end": 517.079,
    "text": "in ihrer Vorstellung sage ich, dass sie auf jemanden angewiesen wären und nicht wissen ob er überhaupt merkt wie schlecht es ihnen geht weil sie genau das einmal erlebt haben."
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    "text": "Andi scheint in einen sehr frühen, beinahe säuglingshaften Zustand zu geraten."
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    "text": "Bedroht sind genau jene Fähigkeiten mit denen er sich sonst selbst hält und von anderen unabhängig macht – sich bewegen, sehen, denken und sprechen zu können."
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    "text": "Diese Regression führt ihn nicht in eine Landschaft der Geborgenheit sondern in die des Traumers."
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    "text": "In einem Zustand, indem er auf einen anderen angewiesen ist und zugleich nicht sicher ist, von ihm erreicht zu werden."
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    "text": "Und er selbst ist so hilflos dass er nicht einmal den Nacken heben kann."
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    "text": "Der Zustand versetzt ihn in Panik bis hin zur der Grenze das er das Gefühl hat verrückt zu werden."
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    "text": "Etwas beruhigendes geht allenfalls von der Umgebung aus wenn man so will vorwiegend von der Architektur meines Raumes."
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    "text": "Nicht unbedingt dass ich da bin aber die Farbe meiner Wände dass alles im Raum ungefähr gleich bleibt und sich nichts verändert."
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    "text": "Ich glaube diesen Zusammenhang durchaus zu verstehen, aber mein Verstehen schafft für Andi noch keine andere Erfahrung."
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    "end": 597.819,
    "text": "Ich sage vielleicht ist es nicht nur beängstigend das sie nicht mehr klar denken oder sprechen können."
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    "end": 605.079,
    "text": "wenn ihnen das nicht mehr gelingt wären Sie darauf angewiesen dass ich von selbst merke wie schlechtes Ihnen geht!"
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    "end": 607.3,
    "text": "Das macht ihnen furchtbare Angst."
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    "text": "Andi hört mir aufmerksam zu."
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    "text": "Ja, sagt er – das klingt schon schlüssig."
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    "text": "Er schweigt."
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    "text": "Ich verstehe ja was sie meinen."
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    "text": "Ich Und trotzdem verändert es die Angst nicht."
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    "text": "Nein, sagt Andi Wenn die Angst da ist hilft mir das überhaupt nicht."
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    "end": 634.579,
    "text": "Nach einer Weile fügt er hinzu Es hilft auch nicht dass Sie da sind."
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    "text": "Der Satz trifft mich."
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    "end": 649.78,
    "text": "Ich merke den Impuls ihm zu erklären dass solche Zustände Zeit brauchen, das meine Anwesenheit vielleicht dennoch eine Wirkung habe auch wenn er sie noch nicht spüren könne."
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    "text": "Aber damit würde ich mich genau dem entziehen worauf Andy zielt."
  },
  {
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    "end": 659.64,
    "text": "Sie erleben mich dann nicht als jemanden der ihnen wirklich hilft sage"
  },
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    "text": "ich.\"."
  },
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    "text": "Andi schweigt."
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  {
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    "text": "Vielleicht sogar als jemandem denn neben ihnen sitzt und nicht begreift wie schlecht es ihnen geht?"
  },
  {
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    "text": "Ich mache mir Gedanken über ihren Zustand aber sie bleiben trotzdem allein darin."
  },
  {
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    "text": "Ja, sagt Andi."
  },
  {
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    "end": 679.98,
    "text": "Aber ich weiß ja gleichzeitig dass sie das Beste machen was sie können."
  },
  {
    "start": 680.579,
    "end": 682.26,
    "text": "Das liegt nicht an ihnen sondern an mir."
  },
  {
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    "end": 684.22,
    "text": "Ich."
  },
  {
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    "end": 691.84,
    "text": "Sie sagen gerade dass ich sie nicht erreiche Und im selben Moment sorgen sie dafür Dass ich mich deswegen Nicht schlecht fühlen muss."
  },
  {
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    "end": 696.5,
    "text": "Na ja sagt Andy Weil sie ja auch nichts Dafür Können."
  },
  {
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    "text": "Das passiert alles in meinem Kopf."
  },
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    "end": 701.42,
    "text": "Ich."
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  {
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    "end": 707.46,
    "text": "Ich glaube das ist nicht nur in ihrem Kopf Das ist ihnen wirklich einmal passiert."
  },
  {
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    "end": 713.62,
    "text": "Sie waren einmal in großer Not und niemand hat erkannt, wie allein sie darin waren."
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    "end": 717.319,
    "text": "Und sie haben Angst – jetzt passiert es wieder!"
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    "end": 720.02,
    "text": "Nach einer Weile sage ich …."
  },
  {
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    "end": 725.86,
    "text": "und ich glaube das macht ihnen nicht nur Angst… Es macht sie auch wütend auf mich."
  },
  {
    "start": 727.06,
    "end": 727.48,
    "text": "Wütend?"
  },
  {
    "start": 728.48,
    "end": 728.62,
    "text": "Ich."
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    "start": 729.5,
    "end": 737.9,
    "text": "Vielleicht möchten sie mir sagen, sie sitzen hier machen sich ihre Gedanken und sagen kluge Dinge aber ich bin immer noch derjenige der die Angst aushalten"
  },
  {
    "start": 737.96,
    "end": 738.14,
    "text": "muss.\"."
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  {
    "start": 739.819,
    "end": 746.54,
    "text": "In diesem Moment wird etwas von der negativen Übertragung zwischen uns erstmals unmittelbar ausgesprochen."
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  {
    "start": 748.18,
    "end": 758.16,
    "text": "Andy erscheint nicht mehr nur als der verständige angepasste Patient, der meine Deutungen aufnimmt und zugleich dafür sorgt dass ich mich als hilfreicher Therapeut erleben kann."
  },
  {
    "start": 759.54,
    "end": 770.42,
    "text": "Mit dem Satz Ihre Anwesenheit hilft mir nicht mutet er mir etwas anderes zu seine Enttäuschung darüber dass ich ihn trotz all meines Nachdenkens nicht erreiche."
  },
  {
    "start": 772.079,
    "end": 784.16,
    "text": "Noch kann Andy diesen Vorwurf kaum bei mir belassen, sofort erklärt er das sich nichts dafür könne, dass das Problem allein in seinem Kopf fliege – doch diesmal verschwindet der Vorwurf nicht vollständig!"
  },
  {
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    "end": 788.06,
    "text": "In seiner Verzweiflung wird für mich auch seine Wut spürbar."
  },
  {
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    "end": 791.6,
    "text": "Für mich liegt darin aber auch etwas Hoffnungsvolles…."
  },
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    "text": "Er riskiert mir zu zeigen wie wenig Gehalten er sich von mir"
  },
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    "text": "fühlt.\"."
  },
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    "text": "Er setzt sich damit der Möglichkeit aus, mich zu enttäuschen, zu kränken oder gegen sich aufzubringen."
  },
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    "end": 813.939,
    "text": "Gerade darin beginnt er die Rolle des angepassten Kindes zu verlassen und gibt auch mir die Möglichkeit ein anderer Therapeut für ihn zu werden."
  },
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    "end": 822.5,
    "text": "Ich glaube wir müssen dadurch sage ich In den folgenden Wochen kehren diese Zustände immer wieder."
  },
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    "text": "Andy reagiert darauf zunehmend mit Wut Zunächst gegen sich selbst, gegen seinen Körper und seine kaputte Psyche."
  },
  {
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    "text": "Ich muss doch da irgendwie rauskommen, sagt er einmal – ich kann doch nicht einfach darliegen und warten bis meine Psychen beschließt wieder normal zu"
  },
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    "end": 839.9,
    "text": "funktionieren.\"."
  },
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    "text": "Auch in seinem Träumen verliert Andi nun jene körperliche Kontrolle auf die er sich sonst verlassen kann."
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    "text": "Immer wieder träumt er, er müsse zur Toilette und schaffe es nicht rechtzeitig."
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    "text": "Es gehe ihr daneben oder er mache sich in die Hose."
  },
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    "text": "Diese Träume beschämen ihn sehr."
  },
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    "text": "Je hilfloser er sich fühlt, desto heftiger wird sein Versuch diese Hilflosigkeit von sich abzuschütteln."
  },
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    "text": "Manchmal schlägt er mit der flachen Hand auf die Couch oder flucht leise vor sich hin."
  },
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    "text": "In einer Stunde liegt er lange sehr still."
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    "text": "Ich frage ihn was gerade in ihm vorgeht?"
  },
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    "text": "ich will nicht dass sie mich so sehen sagt er und schweigt in sich hinein."
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    "text": "Wie den letzten Wurm sagt er schließlich wie ich hier liege und nicht einmal allein mit der U-Bahn fahren kann."
  },
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    "end": 896.699,
    "text": "Sie fürchten, dass sich sie dann nur noch als jemanden sehe, der völlig hilflos ist\", sage ich."
  },
  {
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    "text": "Bislang war Andis Aggression vor allem in Spott und Seitenheben gebunden gewesen – etwa gegen Tio und die Universität."
  },
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    "text": "Nun tritt sie unmittelbar hervor, beinahe vulkanisch."
  },
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    "end": 916.36,
    "text": "In ihr liegt Verzweiflung aber auch ein Sich wehren wollen!"
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    "text": "Andi will nicht länger nur das hilflose Objekt sein, mit dem etwas geschieht."
  },
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    "text": "Das pflegeleichte Kind!"
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    "end": 929.54,
    "text": "Noch bleibt diese Wut vielfach ungerichtet – noch schont er sein Gegenüber."
  },
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    "text": "Doch ermutet im therapeutischen Raum zunehmend etwas von seinem Unangepasten zu und allmählich richtet sich die Wut auch gegen mich."
  },
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    "text": "In dieser Zeit berichtet Andi einen Traum Erschildert ihn so Ich stehe an einem Schalter in einem großen Bahnhof und möchte er das fragen."
  },
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    "text": "Es ist dringend, mein Zug fährt gleich"
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    "text": "ab.\"."
  },
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    "text": "Hinter der Scheibe sitzt ein Mann, der ununterbrochen redet."
  },
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    "text": "Ich versuche dazwischen zu kommen – aber er spricht einfach weiter als würde er mich nicht hören!"
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    "text": "Ich werde immer lauter — schließlich schreiere ich."
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    "text": "Der Mann verstummt und sieht mich völlig überrascht an."
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    "text": "Sofort empfinde ich eine überwältigende Schuld."
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    "text": "«Ich beziehe diesen Traum auf unsere Übertragungsbeziehung», sage Ich glaube, ich bin der Mann hinter der Scheibe\", sage ich."
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    "text": "Ich höre nicht was sie bewegt – Sie werden wütend auf mich auch wenn ihnen das große Schuldgefühle macht."
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    "text": "Tatsächlich unternimmt Andi in dieser Stunde einen Versuch mir einen Vorwurf mitzuteilen."
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    "text": "Sagt etwas verklausuliert und mithilfe des Traumes aber letztlich doch dass er den Eindruck habe «In der letzten Stunde habe ich zu viel geredet»."
  },
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    "text": "Nicht genau hingehört und ihm kein Raum gelassen sondern zu schnell eine Deutung oder Erklärung gebracht."
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    "text": "Das war jetzt unhöflich, fügt er sofort"
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    "text": "hinzu.\"."
  },
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    "text": "Ich – das ist jetzt das Schuldgefühl aus dem Traum."
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    "text": "Andi – ich hatte das Gefühl in der letzten Stunde sie reden immer weiter und ich muss das alles aufnehmen!"
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    "text": "Und dann muss ich auch noch überlegen ob es stimmt?"
  },
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    "text": "Dabei geht's mir wirklich richtig schlecht."
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    "text": "also nicht dass das immer so ist aber es kam mir da so vor…."
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    "text": "ich schweige Jetzt sind sie beleidigt, sagt er."
  },
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    "text": "Weil Sie nichts sagen!"
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    "text": "Ich – Sie haben gesagt, ich rede zu viel."
  },
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    "text": "An die Art mit Hörber aus und Lacht wirkt erleichtert."
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    "text": "Ja… Das stimmt natürlich."
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    "text": "Nach einer Weile sagt er …."
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    "text": "Ich glaube, Sie wollen immer so schnell verstehen was es bedeutet wie ich."
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    "text": "Das mache ich ja selbst auch die ganze Zeit aber gerade deshalb bräuchte hier vielleicht etwas anderes."
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    "text": "Ich sage, ich glaube damit haben sie recht."
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    "text": "Weil sonst er schweigt?"
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    "text": "Ich weiß nicht!"
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    "text": "Dann sprechen wir hier über etwas aber ich habe trotzdem das Gefühl Sie haben gar nicht verstanden was eigentlich mit mir ist."
  },
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    "text": "Andy trifft mit seinem Vorwurf etwas wahres."
  },
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    "text": "Tatsächlich bin ich in unseren Stunden häufig zu schnell mit einer Deutung oder Erklärung bei der Hand."
  },
  {
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    "end": 1120.9,
    "text": "Andy zieht mich auf jene intellektuelle Ebene auf der er sich selbst am sichersten bewegt und ich lasse mich dorthin führen, denn auch für mich ist es dort leichter auszuhalten als in jenem vulkanischen Kessel wie Andi es ausdrückt bei seinen ungebundenen Gefühlen seiner Angst und seiner Verzweiflung."
  },
  {
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    "end": 1125.879,
    "text": "Zugleich liegt genau darin das Moment der Übertragung."
  },
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    "text": "zwischen uns hat sich eine Beziehung konstelliert in der wir einen klugen und aufmerksamen Dialog führen und dabei doch etwas Wesentliches an Andi übersehen."
  },
  {
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    "end": 1139.44,
    "text": "Er wird wieder zu dem angepassten Krippenkünd."
  },
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    "end": 1150.879,
    "text": "Und ich gerate in die Rolle eines Erwachsenen, der sich von seinem verständigen Funktionieren beruhigen lässt und deshalb nicht ausreichend wahrnimmt wie schlecht es ihm tatsächlich geht."
  },
  {
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    "end": 1162.06,
    "text": "doch er lässt mich etwas fühlen das so glaube ich nie Raum gefunden hat seinen Ärger darüber wie wenig von seiner eigentlichen Not gesehen wurde."
  },
  {
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    "end": 1170.8,
    "text": "Noch gibt er ihn mir nur in verklausulierter und in sublimierter Form zu verstehen."
  },
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    "text": "Der Traum aber zeigt, in ihm ist ein Schrei!"
  },
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    "text": "In dieser Phase beginne ich mich in den Stunden stärker zurückzunehmen – das Gesagte länger wirken zu lassen."
  },
  {
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    "end": 1188.84,
    "text": "Manchmal versuche ich nur zu benennen was unmittelbar geschieht."
  },
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    "end": 1195.0,
    "text": "Das Andis Atem schneller wird, dass er sich anspannt, dass etwas ihm gerade so viel wird."
  },
  {
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    "end": 1202.139,
    "text": "Oft nehme ich mich auch ganz zurück was in mir nicht selten eine hohe innere Anspannung auslöst."
  },
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    "end": 1208.8,
    "text": "Das scheint Andi nicht anders zu gehen, mein Schweigen kann ihn ebenso verunsichern wie man"
  },
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    "text": "sprechen.\"."
  },
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    "text": "Dies die Gratwanderung unseres Kontakts."
  },
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    "text": "Jetzt sagen sie nix\", sagte einmal."
  },
  {
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    "end": 1274.32,
    "text": "Vielleicht fühlt es sich für Sie an als wäre ich weit weg wenn ich nichts sage, sage Ich habe eigentlich das Gefühl dass ich nie so genau weiß wo Sie eigentlich sind sagt Andi Vor den nächsten großen Ferien der Analyse, wir befinden uns inzwischen im zweiten Behandlungsjahr verändert sich die Atmosphäre."
  },
  {
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    "end": 1277.879,
    "text": "Ich kündige eine dreivöchige Unterbrechung an."
  },
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    "text": "Andy nimmt es freundlich"
  },
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    "text": "auf.\"."
  },
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    "end": 1282.58,
    "text": "Das sei kein Problem\", sagt er."
  },
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    "end": 1285.22,
    "text": "Es sei ja gut wenn ich auch einmal Urlaub habe."
  },
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    "end": 1287.66,
    "text": "Er habe ohnehin viel zu tun."
  },
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    "end": 1294.24,
    "text": "In der letzten Stunde vor der Unterbrechnung spricht er fast ausschließlich über einen Forschungsantrag."
  },
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    "end": 1298.4,
    "text": "Er ist in einer gewohnten Weise schnell, witzig und produktiv."
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    "text": "Ich spüre dass ich innerlich ungeduldig werde."
  },
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    "text": "Ich möchte ihn auf die Pause ansprechen – zögere aber."
  },
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    "end": 1311.72,
    "text": "Erst gegen Ende der Stunde sage ich Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen."
  },
  {
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    "end": 1315.86,
    "text": "wie es für sie ist das nun drei Wochen keine Stunden stattfinden."
  },
  {
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    "end": 1319.58,
    "text": "Da gibt's nicht viel zu sagen antwortet er."
  },
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    "end": 1321.5,
    "text": "Ich meine das ist ja normal."
  },
  {
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    "end": 1325.66,
    "text": "Vielleicht ist gerade dieses normale schwer zu fühlen."
  },
  {
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    "end": 1327.52,
    "text": "Antisäufts."
  },
  {
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    "end": 1332.62,
    "text": "Herr T., ich weiß schon worauf Sie hinaus wollen, aber ich kann wirklich nichts dazu"
  },
  {
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    "end": 1333.02,
    "text": "sagen.\"."
  },
  {
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    "end": 1337.62,
    "text": "Er formuliert es ein wenig scherzhaft, klingt aber doch auch gereizt."
  },
  {
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    "end": 1339.0,
    "text": "Ich?"
  },
  {
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    "end": 1345.08,
    "text": "Vielleicht sind sie ärgerlich weil ich sie an eine Stelle bringe, an der sie gerade nicht sagen können."
  },
  {
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    "end": 1348.0,
    "text": "Ich bin nicht ärgerlig sagt er schnell!"
  },
  {
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    "text": "Ich finde nur man muss auch nicht immer alles problematisieren."
  },
  {
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    "text": "Die Stunde endet damit."
  },
  {
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    "end": 1361.62,
    "text": "In mir bleibt der Eindruck ihn kurz vor der Trennung berührt und dann damit alleine gelassen zu haben."
  },
  {
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    "text": "Gleichzeitig nehme ich wahr, dass meine Schuld zu unserem Beziehungsgeschehen gehört."
  },
  {
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    "text": "Ich soll erleben wie es ist jemanden zu verlassen, der darauf besteht das alles kein Problem sei."
  },
  {
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    "end": 1380.76,
    "text": "Nach der Urlaubspause kommt Andi fünf Minuten zu spät."
  },
  {
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    "end": 1382.94,
    "text": "Das ist ungewöhnlich."
  },
  {
    "start": 1383.84,
    "end": 1387.46,
    "text": "Er entschuldigt sich sehr korrekt Die Bahn sei ausgefallen."
  },
  {
    "start": 1388.84,
    "end": 1395.08,
    "text": "Dann legt er sich auf die Couch und beginnt sofort über einen Artikel zu sprechen, den er während der Ferien gelesen hat."
  },
  {
    "start": 1395.96,
    "end": 1398.7,
    "text": "Seine Stimme klingt heller als sonst fast angestrengt."
  },
  {
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    "end": 1401.28,
    "text": "Ich lasse ihn eine Weile sprechen."
  },
  {
    "start": 1403.5,
    "end": 1408.32,
    "text": "Vielleicht ist es wichtig heute nicht so schnell bei dem Artikel bleiben sage ich schließlich."
  },
  {
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    "end": 1409.54,
    "text": "Wieso?"
  },
  {
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    "end": 1413.18,
    "text": "Weil es unsere erste Stunde nach der Pause ist."
  },
  {
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    "end": 1415.4,
    "text": "Achso sagt Andi."
  },
  {
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    "end": 1417.94,
    "text": "Ja dann schweigt er."
  },
  {
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    "end": 1424.62,
    "text": "Ich hatte gestern Abend einen ziemlichen Wiederwillen herzukommen, sagt er nach einer Weile."
  },
  {
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    "text": "Also nicht ernsthaft – ich wäre natürlich gekommen!"
  },
  {
    "start": 1429.72,
    "end": 1439.24,
    "text": "Aber es war so ein Gefühl als müsste man irgendwo wieder hin, wo man eine ganze Weile nicht war und dann weiß ich auch gar nicht ob man da noch so richtig reinpasst."
  },
  {
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    "end": 1441.36,
    "text": "Ich?"
  },
  {
    "start": 1442.1,
    "end": 1443.62,
    "text": "Als wäre ich Ihnen fremd geworden."
  },
  {
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    "end": 1448.86,
    "text": "Ja, sagt Andi, wobei drei Wochen jetzt natürlich auch keine Ewigkeit"
  },
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    "text": "sind.\"."
  },
  {
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    "end": 1453.24,
    "text": "Aber manchmal können sie sich trotzdem so anfühlen, sage ich."
  },
  {
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    "end": 1455.52,
    "text": "Hm, sagt Andi und"
  },
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    "text": "schweigt.\"."
  },
  {
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    "end": 1461.28,
    "text": "Er beginnt wieder über den Artikel zu sprechen, verliert aber bald den Faden."
  },
  {
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    "end": 1466.04,
    "text": "Nach einer Weile in der Stunde wirkt er nachdenklicher und berührbarer."
  },
  {
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    "end": 1474.3,
    "text": "Recht unvermittelt schildert er mir, dass ihm im Urlaub eine Szene aus seiner Kindheit eingefallen sei, die er mir erzählen wolle."
  },
  {
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    "end": 1478.12,
    "text": "Er sei vielleicht vier oder fünf Jahre alt gewesen."
  },
  {
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    "end": 1487.18,
    "text": "Er habe im Garderobenraum des Kindergartens gesessen schon vollständig angezogen, mit Mütze und Schal, und auf seine Mutter gewartet."
  },
  {
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    "end": 1491.7,
    "text": "Die anderen Kinder seien nach und nach abgeholt worden."
  },
  {
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    "end": 1498.82,
    "text": "Er erinnere sich nicht daran das er geweint habe – eigentlich erinnerer er sich überhaupt nicht an viel!"
  },
  {
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    "end": 1503.86,
    "text": "Nur in das Geräusch der Haken an der Wand wenn die Jacke heruntergenommen wurden…."
  },
  {
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    "end": 1507.379,
    "text": "…und an den Geruch der nassen Schuhe und nach diesem"
  },
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    "end": 1508.02,
    "text": "Putzmittel.\"."
  },
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    "end": 1512.98,
    "text": "Meine Mutter war wahrscheinlich nicht einmal besonders spät\", sagt Andi."
  },
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    "end": 1516.18,
    "text": "Jedenfalls hat sie das später immer gesagt."
  },
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    "end": 1521.68,
    "text": "Es waren wahrscheinlich nur ein paar Minuten, ganz pünktlich ist sie nie gekommen."
  },
  {
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    "end": 1527.36,
    "text": "Er schweigt aber ich kannte dieses Gefühl sagt er dann."
  },
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    "end": 1531.9,
    "text": "Ich weiß nicht so eine Angst dass am Ende keiner mehr kommt."
  },
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    "end": 1535.54,
    "text": "Während er erzählt ist seine Stimme sehr ruhig."
  },
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    "end": 1543.0,
    "text": "zugleich spüre ich etwas Kaltes im Raum Nicht äußerlich eher wie eine innere Kälte."
  },
  {
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    "end": 1549.08,
    "text": "Ich habe den Impuls etwas Haltendes zu sagen ihn beinahe zudecken zu wollen."
  },
  {
    "start": 1550.22,
    "end": 1566.68,
    "text": "Aber jedes Wort scheint mir in diesem Moment zu schnell, der Garderobenraum war eigentlich kein schlimmer Ort – also halt einfach so ein Raum wie die anderen auch sagt Andi aber wenn man dort als letzter sitzt dann ist er doch schlimm."
  },
  {
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    "end": 1571.5,
    "text": "ich schweige sage dann ja das war er."
  },
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    "end": 1581.1,
    "text": "seine Augen werden feucht erwischt sich hastig über das Gesicht noch bevor eine Träne richtig sichtbar werden kann."
  },
  {
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    "text": "Auch ich fühle mich berührt."
  },
  {
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    "end": 1587.76,
    "text": "Ich hasse das, sagt er – dass es so peinlich!"
  },
  {
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    "end": 1589.98,
    "text": "Was ist peinlig?"
  },
  {
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    "end": 1593.84,
    "text": "Naja … Er macht eine unbestimmte Bewegung mit der Hand."
  },
  {
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    "end": 1596.48,
    "text": "Das mich sowas jetzt zu berührt…."
  },
  {
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    "end": 1598.6,
    "text": "Meine Mutter ist ja gekommen."
  },
  {
    "start": 1599.639,
    "end": 1605.82,
    "text": "Ja sage ich, ihre Mutter ist gekommen und auch sie sind nach der Pause wiedergekommen und ich war wieder da."
  },
  {
    "start": 1606.92,
    "end": 1613.1,
    "text": "aber vielleicht hat sich die Unterbrechung trotzdem so angefühlt als hätte ich sie in diesem Garderobenraum sitzen lassen."
  },
  {
    "start": 1614.72,
    "end": 1618.12,
    "text": "Andy sagt nichts, scheint nur etwas seine Hand zu dehnen."
  },
  {
    "start": 1618.9,
    "end": 1621.4,
    "text": "Es ist etwas unsagbar trauriges im Raum."
  },
  {
    "start": 1623.28,
    "end": 1630.8,
    "text": "In den folgenden Wochen beginnt Andy anders über seine Mutter zu sprechen Weniger politisch und weniger historisch entlastend."
  },
  {
    "start": 1631.82,
    "end": 1636.8,
    "text": "Einmal sagt er Sie sei eine gute Mutter gewesen Aber sie habe vieles nicht wissen wollen."
  },
  {
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    "end": 1640.16,
    "text": "Sie haben ihre Entscheidungen nicht infrage stellen können."
  },
  {
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    "end": 1642.6,
    "text": "So habe es das System gewollt."
  },
  {
    "start": 1643.8,
    "end": 1653.94,
    "text": "Wenn er heute versuche, mit ihr über die frühe Krippenzeit zu sprechen, sage sich schnell – damals sei's ebenso gewesen – außerdem hab'e es ihm und den anderen doch nicht"
  },
  {
    "start": 1654.0,
    "end": 1654.48,
    "text": "geschadet.\"."
  },
  {
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    "end": 1657.62,
    "text": "»Und was geschieht dann mit ihnen?« frage ich."
  },
  {
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    "end": 1659.28,
    "text": "«Ich werde müde.»."
  },
  {
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    "end": 1660.54,
    "text": "Müde!"
  },
  {
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    "text": "Ja… als würde sich innen etwas abschalten …."
  },
  {
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    "end": 1669.4,
    "text": "Ich kann dann kaum noch gerade sitzen und zuhören ... Es ist irgendwie."
  },
  {
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    "end": 1672.379,
    "text": "Ich muss dann aufs Klo gehen, um mich ein bisschen zu erholen."
  },
  {
    "start": 1673.92,
    "end": 1678.92,
    "text": "Vielleicht ist diese Müdigkeit eine Lösung wie Sie bislang mit Ihren Gefühlen umgegangen sind?"
  },
  {
    "start": 1678.96,
    "end": 1684.7,
    "text": "Wenn der andere nicht antwortet, hören sie aufzuprotestieren, nehmen alles nach"
  },
  {
    "start": 1684.8,
    "end": 1685.0,
    "text": "innen.\"."
  },
  {
    "start": 1686.16,
    "end": 1686.96,
    "text": "Andi sagt nichts."
  },
  {
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    "end": 1689.16,
    "text": "Dann – nach einer Weile."
  },
  {
    "start": 1690.18,
    "end": 1692.22,
    "text": "«Ich glaube ich bin sehr wütend auf Sie.»."
  },
  {
    "start": 1694.72,
    "end": 1704.74,
    "text": "Im Rückblick erscheinen mir die Szene im Garderobenraum und jene spätere Stunde, in der Andi seine Wut auf die Mutter benennen kann als zwei miteinander verbundene Momente."
  },
  {
    "start": 1706.18,
    "end": 1719.22,
    "text": "In der Psychoanalysie spricht man von Now-Moments, Gegenwartsmomenten Augenblicken in denen die Geschichte nicht mehr nur erzählt wird sondern in der therapeutischen Beziehung unmittelbar gegenwärtig ist."
  },
  {
    "start": 1720.04,
    "end": 1725.52,
    "text": "In Der Garderobenszene entsteht für einen Moment etwas von seiner frühen Verlassenheit zwischen uns."
  },
  {
    "start": 1726.58,
    "end": 1733.4,
    "text": "Etwas von diesem Kind ist im Raum Als er später sagt Ich glaube, ich bin sehr wütend auf sie."
  },
  {
    "start": 1734.24,
    "end": 1747.36,
    "text": "Wird aus der stummen Resignation erstmals ein Protest, der sich offen an einen Adressaten richtet und er kann auch mir seine Enttäuschung zumuten seinem warn unverarbeiteten Gefühl Raum geben."
  },
  {
    "start": 1748.62,
    "end": 1753.96,
    "text": "Er legt für einen Augenblick jene Maske ab die seine Äußerungen in Gedanken verwandelt."
  },
  {
    "start": 1755.48,
    "end": 1758.44,
    "text": "Darin liegt für mich eigentliche Veränderung dieser Stunde."
  },
  {
    "start": 1759.4,
    "end": 1764.639,
    "text": "Andy muss seine emotionale Wahrheit nicht mehr ausschließlich in einem körperlichen Zustand verschieben."
  },
  {
    "start": 1765.54,
    "end": 1768.44,
    "text": "Er beginnt, sie in unsere Beziehung hineinzutragen."
  },
  {
    "start": 1770.42,
    "end": 1776.72,
    "text": "Natürlich führt eine einzelne Stunde ein einzelner Moment nicht zu einer grundlegenden Veränderungen."
  },
  {
    "start": 1776.76,
    "end": 1792.92,
    "text": "Es hat lange gedauert bis so einen Moment möglich wurde Und überhaupt für seelische Entwicklung gilt auch hier jene Bewegung die Sigmund Freud als erinnern-wiederholen Durcharbeiten beschrieben hat dem Grundprinzip jedes therapeutischen Prozesses."
  },
  {
    "start": 1794.16,
    "end": 1800.46,
    "text": "Auf jeden Schritt vorwärts führt nicht selten auch einer rückwärz, seelische Entwicklung ist nicht gradlinig."
  },
  {
    "start": 1802.4,
    "end": 1808.16,
    "text": "In den folgenden Monaten schwankt Andi zwischen Momenten größere Offenheit und seinem vertrauten Rückzug."
  },
  {
    "start": 1809.42,
    "end": 1817.36,
    "text": "Auf Stunden in denen er emotional zugänglich ist, folgen weiterhin Stunden, indem er über seine Arbeit spricht, kluge Zusammenhänge entwickelt."
  },
  {
    "start": 1821.76,
    "end": 1823.72,
    "text": "Auch die körperlichen Ängste verschwinden nicht."
  },
  {
    "start": 1824.5,
    "end": 1827.92,
    "text": "Aber sie verlieren allmählich etwas von ihrer überwältigenden Macht."
  },
  {
    "start": 1829.4,
    "end": 1834.16,
    "text": "Gegen Ende des zweiten Jahres sind seine diffusen Angstzustände seltener geworden."
  },
  {
    "start": 1835.54,
    "end": 1847.639,
    "text": "Vor allem kommen Sie weniger als unerklärliche Katastrophe, sondern eher als ein Signal das etwas innerlich ins Ungleichgewicht geraten ist – dass ich wie er selbst beschreibt etwas an mir selbst Übergangen habe!"
  },
  {
    "start": 1849.32,
    "end": 1861.98,
    "text": "Andy kann das Herannahmen von Angst schon viel früher antizipieren, bevor daraus Panik wird und versucht es gemeinsam mit mir aber auch für sich selbst mit seinem Gefühlsleben in Zusammenhang zu bringen."
  },
  {
    "start": 1863.48,
    "end": 1867.3,
    "text": "Aus einer Überflutung wird mitunter ein umschriebener innerer Zustand."
  },
  {
    "start": 1868.46,
    "end": 1877.879,
    "text": "vor allem muss Andy sich nicht mehr jedes mal sofort aus dem Kontakt lösen allein spazieren gehen oder im verkrömmten Rückzug warten bis er sich wieder unter Kontrolle hat."
  },
  {
    "start": 1879.24,
    "end": 1883.9,
    "text": "Einmal wird ihn zu Hause in der Küche, in der Gegenwart von Bea plötzlich heiß."
  },
  {
    "start": 1884.78,
    "end": 1888.08,
    "text": "Er hat einen Fiepen auf den Ohren und sein Sichtfeld verengt sich."
  },
  {
    "start": 1889.02,
    "end": 1890.8,
    "text": "Bea fragt ob alles in Ordnung sei."
  },
  {
    "start": 1891.7,
    "end": 1893.78,
    "text": "Zum ersten Mal sagt er nicht Alles sei gut!"
  },
  {
    "start": 1894.72,
    "end": 1897.98,
    "text": "Ich glaube ich bekomme gerade Angst sagt er aber ich weiß nicht warum."
  },
  {
    "start": 1899.56,
    "end": 1902.98,
    "text": "Diese Szene erzählt er mir in der nächsten Stunde beinahe schüchtern."
  },
  {
    "start": 1904.32,
    "end": 1906.98,
    "text": "Bea habe gefragt ob sie sich neben ihm setzen soll."
  },
  {
    "start": 1907.82,
    "end": 1908.46,
    "text": "Er habe genickt."
  },
  {
    "start": 1909.5,
    "end": 1915.46,
    "text": "Dann hätten sie fast eine Stunde nebeneinander auf dem Küchenboden gesessen und darüber gesprochen, was gerade los sei."
  },
  {
    "start": 1916.08,
    "end": 1920.68,
    "text": "Welche Themen ihn beschäftigten und was vielleicht der Auslöser für seine Anspannung gewesen ist?"
  },
  {
    "start": 1921.9,
    "end": 1923.2,
    "text": "Das habe tatsächlich geholfen."
  },
  {
    "start": 1924.7,
    "end": 1930.32,
    "text": "Bea habe später gesagt – Sie haben es als überraschend und gut erlebt, dass er sich ihr so gezeigt habe."
  },
  {
    "start": 1931.32,
    "end": 1936.139,
    "text": "Normalerweise erzähle ich ihr sowas ja erst wenn ich es selbst schon durchgekaut habe\", sagt Andi."
  },
  {
    "start": 1936.96,
    "end": 1939.92,
    "text": "Diesmal musste sie das Unfertegezeugt mit mir zusammensortieren."
  },
  {
    "start": 1941.58,
    "end": 1948.139,
    "text": "Später sei ihm die Szene peinlich gewesen, er habe sich geschämt, sich Bea so hilflos gezeigt zu haben."
  },
  {
    "start": 1949.36,
    "end": 1953.62,
    "text": "Aber andererseits kann ich ja nicht immer alles wegdrücken sagt er – das macht es nur schlimmer!"
  },
  {
    "start": 1954.2,
    "end": 1955.54,
    "text": "Das hab' ich inzwischen verstanden."
  },
  {
    "start": 1957.52,
    "end": 1961.4,
    "text": "Für mich ist diese Szene ein bedeutsames Zeichen An."
  },
  {
    "start": 1961.48,
    "end": 1966.24,
    "text": "die verliert seinen bisherigen Modus der Abwehr nicht gewinnt aber etwas mehr Spielraum."
  },
  {
    "start": 1967.46,
    "end": 1980.76,
    "text": "Er muss nicht mehr alles verbergen und sich dem anderen als unabhängig und unverletzlich präsentieren, um den Preis seiner Angst im Panzer des angespannten Körpers deckeln zu müssen bis zu dem Punkt da dieser sie nicht mehr halten kann."
  },
  {
    "start": 1982.0,
    "end": 1988.46,
    "text": "Er kann sie wenngleich mit Scham und zunächst nur in kleinen Schritten mit anderen Menschen in Beziehung bringen."
  },
  {
    "start": 1990.06,
    "end": 1998.12,
    "text": "In der Analyse zeigt sich parallel eine kleine Veränderung Andi kommt einmal in die Stunde und sagt fast zwei Minuten lang nichts."
  },
  {
    "start": 1999.16,
    "end": 2002.08,
    "text": "Dann sagt er Ich habe heute nichts vorbereitet."
  },
  {
    "start": 2002.1,
    "end": 2003.26,
    "text": "– Ich?"
  },
  {
    "start": 2004.08,
    "end": 2006.76,
    "text": "Dann sind Sie vielleicht heute ohne Ihr Haus aus Gedanken"
  },
  {
    "start": 2006.84,
    "end": 2007.18,
    "text": "gekommen.\"."
  },
  {
    "start": 2008.5,
    "end": 2009.3,
    "text": "Andi lächelt schwach."
  },
  {
    "start": 2010.26,
    "end": 2010.82,
    "text": "Ja, sagt er."
  },
  {
    "start": 2011.44,
    "end": 2012.9,
    "text": "Mal sehen ob man hier nass wird!"
  },
  {
    "start": 2014.42,
    "end": 2020.46,
    "text": "Ich erinnere mich an seine nassen Hosenbeine in der ersten Stunde und daran dass ich Ihnen kein Handtuch angeboten hatte."
  },
  {
    "start": 2021.92,
    "end": 2024.22,
    "text": "Dann sagen sie mir wenn ihn kalt wird sage ich."
  },
  {
    "start": 2025.26,
    "end": 2026.08,
    "text": "Andi schweigt kurz."
  },
  {
    "start": 2026.78,
    "end": 2028.02,
    "text": "Das wäre vielleicht schon etwas."
  },
  {
    "start": 2029.94,
    "end": 2035.62,
    "text": "Das zweite Therapie ja vergeht das dritte beginnt Bestimmte Themen wiederholen sich."
  },
  {
    "start": 2036.8,
    "end": 2044.9,
    "text": "Auch die Urlaubspausen bringen Andi immer wieder in jene Ambivalenz, auf der einen Seite Rückzug, der mir signalisieren soll das er nichts braucht."
  },
  {
    "start": 2045.879,
    "end": 2051.739,
    "text": "Auf der anderen Seite ein vergrabener Ärger – Ein Vorwurf den wir manchmal erst mühsam freilegen müssen."
  },
  {
    "start": 2053.719,
    "end": 2064.32,
    "text": "Andi denkt weiterhin schnell, schützt sich mit Sport, zieht sich zurück wenn ihm die Nähe zu groß wird und misstraut jeder Deutung die ihm zu glatt oder beziehungsmetaphysisch scheint."
  },
  {
    "start": 2065.86,
    "end": 2068.239,
    "text": "Zugleich ist ihm diese Bewegung inzwischen bewusster."
  },
  {
    "start": 2069.159,
    "end": 2083.42,
    "text": "Er kann häufiger wahrnehmen, dass es neben dem souveränen vernünftigen Teil noch etwas anderes in ihm gibt – eine bedürftige, wütende manchmal verzweifelte Seite die sich nicht einfach durch Gedankenarbeit wegsperren lässt."
  },
  {
    "start": 2085.219,
    "end": 2089.1,
    "text": "Vielleicht ist dies die entscheidende Entdeckung unseres therapeutischen Prozesses?"
  },
  {
    "start": 2089.679,
    "end": 2092.719,
    "text": "Die Bewegung von unbewusst zu bewusst in unserer Therapie!"
  },
  {
    "start": 2093.679,
    "end": 2100.3,
    "text": "dass sein Denken nicht die Herrschaft über sein Gesamtes selbst herstellen kann und das dies auch gar nicht das Ziel sein muss."
  },
  {
    "start": 2101.4,
    "end": 2113.22,
    "text": "So einleuchtend ihm dieser Gedanke auf einer abstrakten Ebene erscheint, so schockartig bisweilen panisch ist für ihn die tatsächliche Erfahrung mit diesem anderen Teil seiner Selbst in Berührung zu kommen."
  },
  {
    "start": 2114.44,
    "end": 2124.62,
    "text": "Lange aushalten kann er diese Berührungen noch nicht – wenn sie innere Spannung zunimmt verliert er rasch die Fähigkeit, über seine Gefühle nachzudenken und sie in der Beziehung zu halten."
  },
  {
    "start": 2125.759,
    "end": 2135.36,
    "text": "Dann zieht er die Schultern hoch, schiebt das Kinn vor und nimmt wieder jene James-Dien-Haltung ein als würde er sich gegen die Welt zusammenziehen und ihr zugleich trotzen."
  },
  {
    "start": 2137.2,
    "end": 2140.16,
    "text": "Doch dies ist nicht mehr die einzige Haltung, die ihm zur Verfügung steht."
  },
  {
    "start": 2141.08,
    "end": 2148.92,
    "text": "Immer häufiger kann er bemerken was gerade in ihn geschieht Manchmal noch während er sich verschließt – manchmal zumindest im Nachhinein."
  },
  {
    "start": 2150.58,
    "end": 2152.98,
    "text": "Zugleich bleibt eine bestimmte Grenze bestehen."
  },
  {
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    "end": 2162.759,
    "text": "Andy wirft sich nie bedenkenlos in die Therapie, lässt eine emotionale Berührung auch und gerade mit mir allenfalls für Momente zu."
  },
  {
    "start": 2164.3,
    "end": 2168.82,
    "text": "Er vergießt bis auf diesen einen Moment keine einzige Träne in der Therapie."
  },
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    "text": "Der Panzer bleibt – auch wenn er flexibler und weniger starr wird!"
  },
  {
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    "end": 2183.42,
    "text": "Andy als das Ende der Therapy am Horizont sichtbar wird registriert es mit Enttäuschung Es ist ja besser geworden, sagt er schließlich."
  },
  {
    "start": 2183.8,
    "end": 2185.08,
    "text": "Das kann man schlecht bestreiten."
  },
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    "text": "Er klingt dabei unzufrieden."
  },
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    "text": "Aber sage ich?"
  },
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    "end": 2195.36,
    "text": "Manchmal denke ich als es richtig schlimm war waren wir wenigstens näher an etwas dran."
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    "text": "Jetzt funktioniere ich wieder besser und das andere ist schon wieder weg."
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    "start": 2201.62,
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    "text": "Sie fürchten dass wir uns mit ihrem Funktionieren zufriedengeben."
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    "text": "Ja Panik weniger U-Bahn wieder möglich also alles repariert."
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    "text": "Ich Und sie sind enttäuscht von mir, weil sie das Gefühl haben ich wäre nicht weiter zu ihnen durchgedrungen."
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    "start": 2219.18,
    "end": 2220.3,
    "text": "Andi zieht die Schultern hoch."
  },
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    "text": "Ich weiß nicht ob man überhaupt zum ihr durchdringen kann."
  },
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    "text": "Da ist noch mehr sagt er schließlich."
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    "text": "Das weiß ich!"
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    "text": "Ich krieg es nur nicht hierher."
  },
  {
    "start": 2231.9,
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    "text": "Was meint Andi mit diesem?"
  },
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    "end": 2234.36,
    "text": "da ist nochmehr."
  },
  {
    "start": 2235.44,
    "end": 2237.78,
    "text": "Vielleicht verdichten sich darin unterschiedliche Dinge."
  },
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    "end": 2242.08,
    "text": "Einerseits seine Sehnsucht nach einer grundlegenden Verwandlung."
  },
  {
    "start": 2242.96,
    "end": 2248.88,
    "text": "Andi isst so denke ich manchmal in seinem melancholischen Zug auch so etwas wie ein später Romantiker."
  },
  {
    "start": 2250.28,
    "end": 2255.9,
    "text": "Eine Haltung zur Welt, in der das Ersehnte nie ganz erfüllt scheint – immer ein Anderswo hat!"
  },
  {
    "start": 2257.08,
    "end": 2265.62,
    "text": "Er hofft auf das ganz andere, auf das Vordringen zu einem tiefsten Punkt seines selbst von dem aus sich alles noch einmal neu ordnen ließe."
  },
  {
    "start": 2266.24,
    "end": 2271.96,
    "text": "Vielleicht auch darauf nicht länger der sein zu müssen, zudem seine Geschichte ihn gemacht hat?"
  },
  {
    "start": 2273.38,
    "end": 2283.08,
    "text": "Darin liegt, wie weit auch immer verdrängt beinahe eine religiöse Erwartung und fast hätte ich hinzugefügt, uns aus dem Elend zu erlösen."
  },
  {
    "start": 2284.84,
    "end": 2293.28,
    "text": "Ein wenig lebt auch die Psychoanalyse von einer solchen Hoffnung – das Verborgenne zu enthöhlen, dass Unverhoffte möglich werden zu lassen."
  },
  {
    "start": 2295.14,
    "end": 2301.98,
    "text": "Ohne dieses Versprechen wäre zumindest bei jemanden wie Andy kaum der Mut zu wecken sich auf einen solchen Prozess einzulassen."
  },
  {
    "start": 2303.68,
    "end": 2309.4,
    "text": "Zugleich setzt diese Hoffnung ein Ideal vor dem jede wirkliche Veränderung ungenügend erscheinen muss."
  },
  {
    "start": 2311.24,
    "end": 2315.14,
    "text": "Wie weit kann man sich von dem entfernen, was die Geschichte aus einem gemacht hat?"
  },
  {
    "start": 2316.72,
    "end": 2318.759,
    "text": "An die schätzt doch gleichzeitig wer er ist."
  },
  {
    "start": 2319.36,
    "end": 2340.04,
    "text": "Seine psychische Organisationen sind nicht nur Abwehr sondern auch zutiefst Erselbst und das, was wir als Psychoanalytiker abwernen, nicht selten eine Lebensleistung mit der sich ein Mensch aus tiefster Not etwas geschaffen hat dass ihn wenngleich mit Grenzen trägt und manchmal auch mit besonderen Fähigkeiten ausstattet."
  },
  {
    "start": 2341.46,
    "end": 2350.34,
    "text": "Doch während ich darüber nachdenke, frage ich mich ob ich mich nicht wieder von Andi entferne und seine Enttäuschung in ein gutes Gedankengebäude verwandele?"
  },
  {
    "start": 2351.74,
    "end": 2355.14,
    "text": "Vielleicht spricht er auch etwas wahres über unsere gemeinsame Arbeit aus."
  },
  {
    "start": 2356.2,
    "end": 2361.5,
    "text": "Wir haben vieles erreicht aber wir sind an einem bestimmten Punkt nicht dauerhaft vorgedrungen."
  },
  {
    "start": 2362.86,
    "end": 2374.64,
    "text": "Unsere bisherige Arbeit war gut Und das Wichtigste ist Gut genug dass Andi nicht an einer Schwelle seines Lebens stehen bleibt und sich unter dem Druck seiner Symptome immer weiter zurückzieht."
  },
  {
    "start": 2376.54,
    "end": 2382.4,
    "text": "Andi ist lebendiger und beweglicher in seinen Beziehungen geworden, doch den Panzer hat er nicht verloren."
  },
  {
    "start": 2383.46,
    "end": 2391.66,
    "text": "Noch immer kann er seine Bedürftigkeit nur für kurze Zeit ertragen – noch immer zieht er sich zurück sobald die Nähe zu groß wird."
  },
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    "end": 2396.52,
    "text": "Aber auch eine gute Therapie hebt nicht alle Grenzen auf!"
  },
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    "end": 2400.1,
    "text": "Drei Jahre sind eine lange gemeinsame Zeit."
  },
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    "end": 2408.0,
    "text": "Für die Veränderung einer psychischen Organisation, die ein ganzes Leben lang Schutz geboten hat ist sie gar nicht so lang."
  },
  {
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    "end": 2443.66,
    "text": "Wie sich der gewachsene Spielraum auswirkt zeigt sich zunächst an einer Stelle, die mich selbst überrascht."
  },
  {
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    "text": "In einer Stunde erwähnt Andi seine fünfjahre jüngere Schwester."
  },
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    "end": 2452.98,
    "text": "Sie ist in den Jahren unserer gemeinsamen Arbeit bislang kaum vorgekommen."
  },
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    "text": "Ich kenne ihren Namen weiß aber fast nichts über sie."
  },
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    "text": "Was glauben Sie, wie sie diese Zeit erlebt hat?"
  },
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    "text": "frage"
  },
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    "text": "ich.\"."
  },
  {
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    "text": "Andi schweigt."
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    "text": "Keine Ahnung, sagt er schließlich."
  },
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    "text": "Das ist ja das Merkwürdige!"
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    "text": "Ich weiss ziemlich genau warum meine Eltern so waren wie sie waren – aber ich weiß überhaupt nicht, wie ihr es ging."
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    "text": "Ich…."
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    "end": 2481.18,
    "text": "Da war noch jemand der auch ein Kind in dieser Familie war."
  },
  {
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    "text": "Ja, sagt Andi und wahrscheinlich hat sie auch einiges abbekommen."
  },
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    "text": "Er wirkt nachdenklich beinahe betroffen."
  },
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    "end": 2494.58,
    "text": "Ich würde sie eigentlich gerne einmal fragen, sagt er – einfach wie es für sie war."
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    "text": "Dieser Moment berührt mich."
  },
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    "text": "Zum ersten Mal wird Andis Schwester für mich als Person sichtbar und vielleicht auch für ihn."
  },
  {
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    "end": 2510.04,
    "text": "In seiner bislang so einsamen Erzählung der Kindheit taucht plötzlich ein anderes Kind auf."
  },
  {
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    "end": 2517.16,
    "text": "Jemand, der aus derselben Familie oder derselbe verlorenen Welt stammt und doch eine eigene Geschichte"
  },
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    "start": 2517.24,
    "end": 2517.36,
    "text": "hat.\"."
  },
  {
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    "text": "Andi weiß eigentlich gar nicht, was sie erlebt hat."
  },
  {
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    "end": 2526.16,
    "text": "Vielleicht hat er sie bisher ebenso wenig danach gefragt wie man ihn selbst gefragt hat."
  },
  {
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    "end": 2538.22,
    "text": "Nun entsteht in ihm der Wunsch es zu erfahren Nicht um seine eigene Geschichte bestätigen zu lassen Sondern um sich mit ihr darüber zu verbinden Wie es für Sie gewesen ist."
  },
  {
    "start": 2540.62,
    "end": 2544.86,
    "text": "Immer wieder berichtet Er nun auch einmal von Konflikten Mit Beher und Meinungsverschiedenheiten."
  },
  {
    "start": 2545.94,
    "end": 2548.1,
    "text": "Für Andi ist das jedes Mal sehr beängstigend."
  },
  {
    "start": 2549.56,
    "end": 2554.32,
    "text": "Tatsächlich wird auch Bea in dieser Zeit für mich überhaupt erst als eigene Person greifbarer."
  },
  {
    "start": 2554.36,
    "end": 2573.06,
    "text": "Bislang schienen beide in einem Vorsichtigen, aber dabei beinahe verschmolzenem Rückzug miteinander gelebt zu haben – eng verbunden sehr aufeinander bedacht und zugleich darauf angewiesen die Beziehung möglichst konfliktfrei zu halten sich damit auch von zu intensiven Gefühlen zu distanzieren."
  },
  {
    "start": 2574.18,
    "end": 2577.52,
    "text": "Bea so scheint es achtet wenig auf ihre eigenen Bedürfnisse."
  },
  {
    "start": 2578.42,
    "end": 2582.06,
    "text": "Andi musste sich nicht mit ihrem Ärger und ihren Ansprüchen auseinandersetzen."
  },
  {
    "start": 2583.7,
    "end": 2593.32,
    "text": "Je freier Andi wird, desto weniger muss er beher in dieser Position festhalten – und desto deutlicher kann auch sie mit ihren Wünschen ihm gegenüber hervortreten."
  },
  {
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    "end": 2596.56,
    "text": "Das macht die Beziehung zunächst unruhiger!"
  },
  {
    "start": 2597.74,
    "end": 2602.56,
    "text": "Beide behandeln sie wie etwas sehr Wertvolles, das durch ein Konflikt leicht beschädigt werden könnte."
  },
  {
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    "end": 2606.52,
    "text": "Besonders Andi fällt es schwer seine Wut einzubringen."
  },
  {
    "start": 2607.32,
    "end": 2610.24,
    "text": "Sofort fürchtet er Bär zu verletzen oder zu verlieren."
  },
  {
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    "end": 2614.56,
    "text": "Schließlich entscheidet auch Bär sich für eine Therapie."
  },
  {
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    "end": 2619.42,
    "text": "Sie wolle, erzählt Andi etwas haben das nur ihr gehört."
  },
  {
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    "end": 2623.66,
    "text": "Auch an der Universität verändert sich etwas."
  },
  {
    "start": 2624.96,
    "end": 2633.96,
    "text": "Einmal erzählt Andy von einer Teamsitzung Theo habe einen Einwand von ihm übergangen und wenig später beinahe den selben Gedanken selbst formuliert."
  },
  {
    "start": 2635.22,
    "end": 2640.5,
    "text": "Früher hätte Andi den Rest der Sitzungen geschwiegen und sich noch tagelang darüber in der Therapie aufgeregt."
  },
  {
    "start": 2641.84,
    "end": 2647.38,
    "text": "Diesmal habe er gesagt, das ist ziemlich genau der Punkt den ich vorhin machen wollte – Ich würde ihn gerne noch zur Ende"
  },
  {
    "start": 2647.44,
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    "text": "führen.\"."
  },
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    "text": "Und was ist passiert?"
  },
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    "start": 2649.84,
    "end": 2650.3,
    "text": "frage ich."
  },
  {
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    "text": "Nichts Dramatisches!"
  },
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    "text": "Sie haben mich ausreden"
  },
  {
    "start": 2653.48,
    "end": 2653.72,
    "text": "lassen!\"."
  },
  {
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    "text": "Andi wirkt darüber fast irritiert."
  },
  {
    "start": 2657.82,
    "end": 2667.0,
    "text": "Eine Kollegin habe ihm später gesagt, er wirke in letzter Zeit entspannter Er sei irgendwie mehr konstruktiv als früher und sehe alles nicht mehr so negativ."
  },
  {
    "start": 2668.5,
    "end": 2669.06,
    "text": "Wie war das für"
  },
  {
    "start": 2669.14,
    "end": 2669.259,
    "text": "Sie?\","
  },
  {
    "start": 2669.48,
    "end": 2669.9,
    "text": "frage ich."
  },
  {
    "start": 2670.7,
    "end": 2674.9,
    "text": "Erste einmal unverschämt, Andi lächelt – aber wahrscheinlich nicht ganz falsch!"
  },
  {
    "start": 2674.94,
    "end": 2680.78,
    "text": "Was die Kollegin wahrnimmt hat, so glaube ich tatsächlich mit der Veränderung in Andi zu tun."
  },
  {
    "start": 2682.16,
    "end": 2688.52,
    "text": "Dabei geht es nicht darum, dass die Therapie ihn versöhnlicher, angepasster oder gar zu einem Ja-Sager gemacht hätte."
  },
  {
    "start": 2689.94,
    "end": 2697.48,
    "text": "Seine Kritik verliert vielmehr eine psychische Funktion und wird dadurch wenn man so will erst wirklich frei und sachbezogen."
  },
  {
    "start": 2698.78,
    "end": 2703.14,
    "text": "Zu Beginn der Therapie hatte ich mich stark vom Inhalt seiner Kritik ansprechen lassen."
  },
  {
    "start": 2704.16,
    "end": 2708.52,
    "text": "Von seinen Gedanken über gesellschaftliche Verhältnisse, die Universität und Theo."
  },
  {
    "start": 2709.78,
    "end": 2715.4,
    "text": "Erst allmählich wurde für mich im Verlauf der Therapien fühlbar wie viel Persönliches darin gebunden war."
  },
  {
    "start": 2716.22,
    "end": 2724.92,
    "text": "Andy ist ein kluger und treffsicherer Kritiker aber aus Andy hat immer auch der zurückgesetzt die Junge gesprochen dessen Vater fortgeht."
  },
  {
    "start": 2730.1,
    "end": 2734.64,
    "text": "Seine Kritik war deshalb nicht unwahr, aber sie trug zugleich seine Kränkung."
  },
  {
    "start": 2735.94,
    "end": 2743.9,
    "text": "Daher jener Zug des Bitteren enttäuschten manchmal zynischen und jener Charakter der Fixierung vor allem auf Theo."
  },
  {
    "start": 2745.06,
    "end": 2747.6,
    "text": "Darauf reagieren die anderen meist mit Distanznahme."
  },
  {
    "start": 2748.3,
    "end": 2753.6,
    "text": "Ich glaube das ist es was die Kollegin von Andi mit Du warst immer so negativ meint."
  },
  {
    "start": 2755.6,
    "end": 2763.36,
    "text": "In dem Maß indem er diese kränkung unmittelbarer wahrnehmen und in Beziehungen ausdrücken kann mildert sich auch diese Bitterkeit."
  },
  {
    "start": 2764.42,
    "end": 2776.86,
    "text": "Er kann widersprechen, sich abgrenzen und darauf bestehen gehört zu werden – ohne den anderen innerlich zu einer alles beherrschenden Figur anwachsen zu lassen gegen die er sich nur noch als zynischer Heckenschütze behaupten kann."
  },
  {
    "start": 2778.52,
    "end": 2780.54,
    "text": "Theo bleibt für ihn ein schwieriger Kollege."
  },
  {
    "start": 2781.66,
    "end": 2787.86,
    "text": "Aber er verliert die Bedeutung eines Objekts, an dem sich Andis ganze Erfahrung des Übergangenwerdens festmacht."
  },
  {
    "start": 2789.04,
    "end": 2794.06,
    "text": "Gerade dadurch wirkt Andis Kritik weniger fixiert und für andere besser aufnehmbar."
  },
  {
    "start": 2796.68,
    "end": 2801.48,
    "text": "Das dritte Jahr vergeht, und allmählich kommt auch unser Stundenkontingent zu einem Ende."
  },
  {
    "start": 2803.06,
    "end": 2807.12,
    "text": "Wir überlegen eine Weile ob Andy weiterkommen und Stunden selbst tragen möchte."
  },
  {
    "start": 2808.32,
    "end": 2814.88,
    "text": "Andy sieht im Ende der Therapie recht gelassen gegenüber, schiebt auch Gefühle von Trauer-und Verlust von sich weg."
  },
  {
    "start": 2815.78,
    "end": 2823.68,
    "text": "Es sind ja noch ein paar Monate oder wenn ich sie brauche kann ich ja zurück kommen das sicher ich ihm zu sage."
  },
  {
    "start": 2823.82,
    "end": 2827.32,
    "text": "aber Und doch ist es vielleicht ein Abschied, der uns bevorsteht."
  },
  {
    "start": 2827.98,
    "end": 2828.96,
    "text": "Und damit tun sie sich nicht"
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    "text": "leicht.\"."
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    "text": "– Nein, sagt Andi."
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    "text": "Mit Abschieden tue ich mich nicht leicht."
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    "text": "Zugleich ist bei ihm beruflich vieles in Bewegung."
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    "text": "Ein Projekt an seinem Lehrstuhl endet!"
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    "text": "Er denkt darüber nach, sich noch einmal neu zu orientieren."
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    "text": "Einige Monate später bewirbt sich Andi auf eine Stelle in einer anderen Stadt ausgerechnet in Ostdeutschland aber nicht in der Nähe seiner Heimatstadt."
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    "text": "Es ist eine feste Stelle in der Forschungseinheit einer Behörde, zwar mit einer gewissen Nähe zur Universität aber so an die nicht mehr dieser Forschungsbetrieb."
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    "text": "Er rechnet sich zunächst keine großen Chancen aus."
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    "text": "Als er tatsächlich eine Zusage erhält, ist er zunächst euphorisch."
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    "text": "Dann beginnt er zu zweifeln."
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    "text": "Bea sagt ihm dass sie nicht einfach mitgehen könne."
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    "text": "Sie habe gerade ihre Therapie begonnen Wollte ihre Arbeit nicht aufgeben und müsse erst herausfinden, was sie selbst wolle."
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    "text": "Das ist natürlich völlig verständlich\", sagt Andi in der Stunde."
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    "text": "«Und wie is das für Sie?» sage ich."
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    "text": "Naja, er schweigt, beschissen."
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    "text": "Andi überlegt – Ich glaube ein Teil von mir hat erwartet dass sie sagt Klar wir machen das!"
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    "text": "Dass sie sich für Sie entscheidet, sage ich Ja…."
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    "text": "Und gleichzeitig hätte ich das wahrscheinlich auch wieder furchtbar gefunden."
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    "text": "Dann wäre ich verantwortlich dafür, daß sie alles aufgibt."
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    "text": "Andi schweigt eine Weile."
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    "text": "Mein Vater ist nach der Wende ja auch gegangen, weil es die Arbeit verlangt hat\", sagt er dann."
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    "text": "Das war immer die Erklärung – Es ging eben nicht anders!"
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    "text": "Ich…."
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    "text": "Und jetzt wären sie derjenige, der fährt."
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    "text": "Nicht nur aus Zwang sondern aus eigener Entscheidung?"
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    "text": "Ja... Er zieht die Schultern hoch."
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    "text": "Ich dachte immer ich bin der, der am Bahnhof stehen bleibt."
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    "text": "Jetzt sitze ich plötzlich im Zug."
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    "text": "Aber nicht nur das Ich habe auch einfach das Gefühl, dass sie mir extrem fehlen würde."
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    "text": "Dass ich sie bei mir haben"
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    "text": "Aber andererseits die Stelle ist doch sehr interessant und endlich etwas Festes."
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    "text": "Vielleicht würde ihn nicht nur Bea fehlen sondern auch ich sage ich."
  },
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    "text": "Hm, sagt Andy."
  },
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    "text": "Nach einer Weile fügt er schlicht hinzu?"
  },
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    "text": "Ja in einer späteren Stunde sagt er Das ist schon eine ziemlich schlechte Konstruktion."
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    "text": "Die Therapie soll einem helfen, sein Leben zu verändern."
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    "text": "Und wenn man es dann tatsächlich verändert und vielleicht sogar etwas mehr zulassen kann, dann kann man nicht mit zur Therapie"
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    "text": "kommen.\"."
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    "text": "Umso wichtiger ist für sie das Gefühl, dass Sie mich verlassen – und nicht ich sie!"
  },
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    "text": "Das nicht einfach die Stunden auslaufen, sondern dass sie einen Schritt in ihrem Leben tun, weggehen."
  },
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    "text": "»Sie haben mir also erfolgreich dabei geholfen, sie zu verlassen« sagt Andy etwas bitter scherzend."
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    "text": "In seiner beruflichen Entscheidung verdichten sich für Andy persönliche und historische Schichten, dreht sich auf gewisse Weise seine biografische Erfahrung."
  },
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    "text": "Nun steht Andy selbst vor der Frage ob er für eine berufliche Möglichkeit fortgehen kann."
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    "text": "Doch es ist natürlich auch eine Realität – eine wirkliche Chance für Andy!"
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    "text": "Die Stelle scheint zu ihm und seinem beruflichen Wünschen zu passen."
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    "text": "Andy und Bea ringen um ihre gemeinsame Zukunft."
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    "text": "Bea macht ihren eigenen Wunsch geltend an Designen."
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    "text": "Sie streiten, versöhnen sich und suchen nach einer Lösung in der beide mit ihren Vorstellungen vorkommen."
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    "text": "Bea bleibt hier – Die beiden überlegen aber einen Modus indem sie sich regelmäßig an den Wochenenden sehen."
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    "text": "Ich kann es zumindest einmal ausprobieren Und wenn es nichts ist dann kann ich ja wiederkommen sagt Andi."
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    "text": "Dann schiebt er hinterher."
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    "text": "Ich habe immer noch Angst, dass ich dort völlig verloren bin."
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    "text": "Dann kann ich nicht einfach mal so zum Herrn T. gehen wenn die Panik kommt – zumindest nicht zu"
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    "text": "einfach.\"."
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    "text": "Und trotzdem gehen sie\", sage ich."
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    "text": "Ja, sagt er."
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    "text": "Offenbar kann ich beides, Angst haben und trotzdem gehen."
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    "text": "Vielleicht sage ich, weil Sie inzwischen etwas von unserer gemeinsamen Arbeit in sich behalten können auch wenn Sie fortgehen?"
  },
  {
    "start": 3097.6,
    "end": 3100.42,
    "text": "Das wäre zumindest eine beruhigende Theorie,\" sagt Andy."
  },
  {
    "start": 3100.46,
    "end": 3104.48,
    "text": "Nach einer Weile fügt er hinzu, aber vielleicht stimmt's hier."
  },
  {
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    "end": 3114.8,
    "text": "Psychoanalyse ist immer eine Beziehung auf Zeit – im besten Fall hinterlässt sie jedoch eine Spur die über ihr Ende hinaus reicht."
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    "text": "Vielleicht hat an den unserer gemeinsamen Arbeit etwas Heimatliches gefunden?"
  },
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    "end": 3126.44,
    "text": "Nicht einen Ort, an dem er endgültig angekommen wäre sondern eine Erfahrung, die er mitnehmen kann."
  },
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    "end": 3131.3,
    "text": "Heimat is nichts dessen wir uns ein für alle mal sicher sein können!"
  },
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    "text": "Etwas Heimatliches müssen wir im Laufe unseres Lebens auch immer wieder neu erschaffen."
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    "end": 3145.52,
    "text": "In den Menschen, an die wir uns binden, in den Beziehungen, die wir eingehen – in den Orten, an denen wir für eine Weile bleiben."
  },
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    "text": "Ganz ankommen werden wir vielleicht daran nie!"
  },
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    "text": "In einem gewissen Sinne sind wir alle Emigranten."
  },
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    "text": "Überall können wir nur auf Zeit bleiben."
  },
  {
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    "end": 3158.56,
    "text": "All unser Hiersein ist auf Wiederruf gestundet."
  },
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    "end": 3166.0,
    "text": "Hinter uns sammeln sich die Verluste Und je weiter wir gehen, desto vernehmlicher werden sie im Rauschen der Zeit."
  },
  {
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    "end": 3170.96,
    "text": "Die Aufgabe besteht nicht darin davon unberührt zu bleiben."
  },
  {
    "start": 3171.98,
    "end": 3194.2,
    "text": "Es geht darum weitergehen zu können Ohne im Rückzug zu versinken oder jeden Schritt nur mit Bitterkeit zu tun Vielleicht mit etwas von jenen trotz alledem Das Nicht Verleugnet was verloren ist und doch offen bleibt für das was vor uns liegt unspektakulär."
  },
  {
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    "text": "Er hat mir eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht, doch ansonsten unterscheidet sich die Stunde kaum von den"
  },
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    "end": 3202.86,
    "text": "Vorherrigen.\"Ich"
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    "end": 3213.92,
    "text": "Wenn sie das möchten steht ihnen meine Tür offen sage ich aber Sie entscheiden das ganz so wie es für sie das Richtige ist."
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    "start": 3215.48,
    "end": 3216.7,
    "text": "Andi sieht mich einen Moment an."
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    "start": 3217.62,
    "end": 3220.9,
    "text": "gut sagte dann gehe ich jetzt mal."
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]