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    "text": "Tiefseel tauchen."
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    "text": "Mit Cecil"
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    "text": "und Jakob, wir laden euch ein mit uns in die Tiefen des Unbewussten zu tauchen und dabei etwas Licht ins Dunkel"
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    "text": "zu bringen."
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    "text": "In dieser Reihe wollen wir uns über typische Situation aus dem Alltag aber auch aus der Psychotherapie unterhalten und verstehen was dahinter steckt."
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    "text": "Wir werden dabei Ernstes Schönes und manchmal auch Kurioses erkunden das auf dem Grund unserer Psyche liegt."
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    "text": "Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Tiefseeltauchen."
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    "text": "Wir wollen heute über das Thema Verlustangst sprechen, in der Rallgeschichte werden wir hören, dass es um eine sehr offengezeigte Verlusterngst geht."
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    "text": "also man sieht relativ deutlich die Symptome der Verluste angst."
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    "text": "Es gibt aber auch verdeckte Verlüstengste, die vielleicht nicht ganz so offen liegen und eher implizit ablaufen und trotzdem das Leben beeinflussen können."
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    "text": "Das wollen wir uns in der Folge genauer anschauen und hören."
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    "text": "welche Gründe ist da geben kann, weil Verlustängste zum Teil ja auch sehr hartnäckig sind und trotz aller guten Erfahrungen oftmals dann nicht unbedingt besser werden."
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    "text": "Und womit das zu tun hat damit wollen wir uns genauer befassen."
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    "text": "Wir nehmen für diese Folge wieder eine Vertiefungsfolge auf in der wir Fragen aufgreifen die wir euch auf Patreon gestellt haben."
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    "text": "also wer da gerne reinhören mag das vertieft das Thema bestimmt noch einmal."
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    "end": 94.59,
    "text": "Auf Patreon findet ihr aktuell auch eine neue Folge zu unserem Lesekreis, in der wir uns mit Thomas Ogden einem der bekanntesten und einflussreichsten aktuellen Psychoanalytiker beschäftigen."
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    "text": "Und seinem Verständnis davon was es heißt zu träumen und welche Rolle Traumarbeit auch in Analysen und Psychotherapien spielt."
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    "text": "Ihr findet auf Patreon mittlerweile über dreißig Stunden Lesekreis, also unser Format wo wir Klassiker und aktuelle Literatur der Psychoanalyse versuchen einem Allgemeinverständnis aufzuschlüsseln."
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    "text": "Zudem findet ihr auf Patreon Fallgeschichten, Bonusfolgen, Vertiefungen aller Art."
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    "text": "ich glaube insgesamt haben wir jetzt da über einhundert Folgen."
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    "text": "wenn es interessiert und wer gerne mal rein hören will Es gibt einige Folgen die man auch kostenlos erst nur anhören kann."
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    "text": "Wir haben aktuell einen Rabatt für eine Jahresmitgliedschaft im Vollzugang, sogenannte Helden des Unbewussten eingestellt."
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    "end": 140.89,
    "text": "Der gilt noch bis zum Ende des Monats – alle Informationen dazu findet ihr in den Shownauts!"
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    "end": 148.43,
    "text": "Wer erstmal reinschnuppern möchte, es gibt aber auch die Möglichkeit einer kostenlosen Testwoche, in der man den Zugang einmal ausprobieren kann."
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    "end": 153.17,
    "text": "Ja Ihr könnt ja einmal bei Patreon stöbern ob ihr etwas findet was für euch interessant ist."
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    "text": "Jetzt wollen wir uns aber dem Thema Verlustängste widmen und hören von Marion, die eben unter Verlusterngst leidet."
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    "text": "Und wir werden hören wie sehr das das Leben bestimmen kann und wie wir es aber auch psychodynamisch verstehen können."
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    "text": "Marion verabschiedet sich von ihrem Partner der zur Arbeit fährt."
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    "text": "Jeden Morgen wenn er die Wohnung verlässt vollzieht sie ein kleines Ritual."
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    "text": "Erst wenn etwas dazwischen kommt – wenn eine Zahl nicht stimmt oder wenn Sie einen Gedanken nicht rechtzeitig neutralisieren kann steigt Angst in ihr auf."
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    "text": "Marions Gedanken kreisen häufig darum dass den Menschen die sie liebt etwas zustürzen könnte."
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    "text": "aus einer Angina könnte eine Lungenzündung Daraus ein Krankenhaus aufenthalt, am Ende ein Zustand in dem unklar ist ob alles gut ausgeht."
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    "text": "Marion fürchtet sich mit diesen Gedanken wie einen Fluch über einen ihrer Söhne gesprochen zu haben sprichwörtlich die Unken gerufen zu haben als hätten ihre Gedanken eine gefährliche Kraft."
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    "text": "sofort muss sie gegensteuern."
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    "text": "drei gute Gedanken ihr wachsener Sohn lachend am Küchentisch Als Kind als er im Garten herum hüpfte Wie er sie anruft und sagt es sei alles gut."
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    "text": "Erst dann lässt die Spannung ein wenig nach."
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    "text": "Marion würde selbst nicht sagen, dass sie glaubt ihre Gedanken könnten, die Wirklichkeit verändern – Sie weiß das unsinnig klingt!"
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    "text": "Trotzdem bleibt ein unerklärlicher Zweifel in ihr."
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    "text": "Marion muss ständig im Kontakt mit ihm stehen, damit sie nicht in einen Katastrophendenken gerät."
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    "text": "Er soll schreiben wenn er auf der Arbeit angekommen ist Zwischendurch einmal und noch einmal bevor er nach Hause fährt."
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    "text": "Da ihr selbst einen engen Kontakt sucht, passt das so für beide."
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    "text": "Nur wenn er mal ein paar Minuten zu spät kommt – in Marion mit einem ärgerlichen Wo warst du?"
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    "text": "Ich dachte schon Du hättest einen Unfall gehabt, empfängt, findet er das lästig, fühlt sich von ihr etwas bedrängt."
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    "text": "Gleichzeitig ist Marion sehr sensibel für sein Verhalten, macht sich Sorgen ob alles in Ordnung ist, wenn er kürzer als sonst schreibt Gedanklich einmal abwesend wirkt oder sie etwas flüchtiger zur Begrüßung küsst."
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    "text": "Marion weiß, dass das ihren Partner stört aber sie kann nicht anders."
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    "text": "Schreckliches Zehen besetzen ihr inneres Bild."
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    "text": "Sie checkt tausendmal ihr Handy, schließlich Nachrichtenportale, Polizei-Ticker, Verkehrsmeldungen."
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    "text": "Am schlimmsten war es mit den Kindern."
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    "text": "Als sie klein waren konnte Marion sich damit beruhigen dass sie in ihrer Nähe waren."
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    "text": "Sie hörte sie im Zimmer spielen oder auf dem Sofa Fernsehschauen."
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    "text": "Als Handys aufkam kaufte sie ihren Söhnen als eine der ersten in der Klasse ein solches Damit sie sich bei ihnen melden konnte falls mal etwas ist."
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    "text": "Streit konnte sie nie gut ertragen."
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    "text": "Lieber gab's sich schnell klein bei, als eine längere Spannung entstehen zu lassen."
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    "text": "Als die Kinder schließlich erwachsen wurden war es sehr schwer für Marion."
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    "text": "Immerhin – der ältere Sohn wohnt heute im unteren Haustal!"
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    "text": "Das"
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    "text": "geht!\"."
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    "text": "Der jüngere Sohne aber zog in einer andere Stadt und von einem auf den nächsten Tag konfrontierte er sie damit."
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    "text": "Marion weinte fehl'n dieser Zeit, rief ihn ständig an oder schrieb Nachrichten und fragte, ob alles in Ordnung sei."
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    "text": "Ob er genug esse, ob er genug schlafe?"
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    "text": "Ob er vorsichtig"
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    "text": "sei?\"."
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    "end": 429.89,
    "text": "Doch der Sohn beantwortete die Nachrichten nur selten – höchstens einmal in der Woche sprachen sie miteinander was in Marion die Angst hervorgetrieben hat…."
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    "text": "Er mag mich nicht mehr!"
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    "end": 436.33,
    "text": "Aber auch vielleicht geht es ihm nicht gut, vielleicht gerät er in falsche Kreise."
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    "text": "Ohne dass Marion es selbst bemerkte meldet sie sich immer seltener bis ihr es ganz sein"
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    "text": "ließ.\"."
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    "end": 448.63,
    "text": "weniger aus einer Einsicht heraus oder etwa um sich passiv aggressiv an ihm zu rächen."
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    "end": 458.91,
    "text": "Er hatte sich in Marion auf subtile Weise das Gefühl eingestellt, wenn ich nicht anrufe muss ich nicht erleben dass keiner dran geht, dass ich eine Antwort vermisse."
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    "text": "Marion merkte kaum, dass sie ihren Sohn innerlich in eine Art toten Winkel ihrer Seele schob."
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    "text": "Solange sie nicht so genau in ihrem Sohn dachte konnte sie den Abstand ertragen."
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    "text": "Auch um Knuffe ihren Hund macht Marion sich viele Sorgen."
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    "end": 481.61,
    "text": "Ob es ihm gut geht, er genug frisst sie im Genug Aufmerksamkeit schenkt, er sich vielleicht verlassen fühlt wenn sie ihn nicht sofort beachtet."
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    "text": "Knuffei darf fast alles!"
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    "text": "Er bekommt mehr Leckerchen als Gut für ihn ist."
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    "text": "Er darf auf Möbel auch wenn Sie dabei kaputt gehen, darf mit dem Bett schlafen obwohl ihr Partner das nicht mag."
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    "end": 499.09,
    "text": "Wenn er wehnt, gibt Marion schnell nach – obwohl sie weiß dass sie manches davon eigentlich nicht gut tut."
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    "end": 502.85,
    "text": "Aber ihn zu begrenzen fühlt sich für sie die Fuß ungut an."
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    "end": 506.93,
    "text": "Irgendwieso, als würde sie Knuff wieder mit etwas Schlimmes antun?"
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    "end": 514.37,
    "text": "Und sobald Marion diese Härte in sich spürt folgt der nächste Gedanke – was wenn ihm dann etwas passiert!"
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    "text": "Marian wuchs in einer Familie auf, in der es Liebe gab, die aber von Brüchen gezeichnet war."
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    "text": "Ihre Mutter war fürsorglich, zugleich aber psychisch stark belastet…."
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    "end": 530.41,
    "text": "Nach der Geburt von Marion's jüngerem Bruder litt sie wahrscheinlich an einer postpartalen Depression."
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    "end": 536.01,
    "text": "Für Marion war die Mutter in dieser Zeit plötzlich weg, für mehrere Wochen in einer Klinik."
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    "end": 538.75,
    "text": "Niemand erklärt ihr wirklich was geschah."
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    "end": 544.67,
    "text": "Der Vater war in dieserzeit zwar äußerlich zuständig aber selbst unsteht und wenig verlässlich."
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    "end": 552.19,
    "text": "Abends kam er oft spät nach Hause – manchmal erst nach Stunden ohne dass Marion wusste wann er wieder da sein würde."
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    "end": 556.01,
    "text": "Ja, das war jetzt eine etwas längere Passage."
  },
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    "end": 559.25,
    "text": "Wie erlebst du Marions Verlustängste?"
  },
  {
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    "end": 562.91,
    "text": "Also ich empfinde sie als sehr bestimmend für ihr Leben."
  },
  {
    "start": 563.07,
    "end": 566.81,
    "text": "also ihr Leben steht durchaus unter dem Schatten dieser Verlustengste."
  },
  {
    "start": 566.91,
    "end": 576.63,
    "text": "auch wenn sich die Verlustoängste nicht in jedem Moment akut empfindet wäre das glaube ich doch trotzdem ein Beispiel dafür wie es schon eigentlich klinisches behandlungsbedürftiges Ausmaß annimmt."
  },
  {
    "start": 577.33,
    "end": 592.43,
    "text": "man kann ein bisschen an einem Beispiel Psychoanalytische Unterscheidung von Abwehr und Abgewährten studieren, das meint dass es im Kern eine bestimmte Angst gibt die dann immer eintritt wenn Marion es nicht gelingt bestimmte Gegenmaßnahmen einzuleiten."
  },
  {
    "start": 593.43,
    "end": 614.03,
    "text": "Ihre Strategie in Umgang mit den Ängsten ist das was man vielleicht zwanghaft nennen würde also sie versucht mit Ritualen, Zwängen bis hin zum magischen Denken ihre Angst im Schacht zu halten Also in der Sekunde, wo ihr Partner das Haus verlässt oder ihre Kinder das Haus verlassen gehen eigentlich in ihr katastrophisierende Ängste ein."
  },
  {
    "start": 614.21,
    "end": 628.27,
    "text": "Es könnte etwas ganz Schreckliches passieren und dagegen setzt sie Zwangsrituale also zum Beispiel dreimal küssen oder ganz viel kontrollieren oder andere Dinge was glaube ich der Versuch ist von ihr diese Ängsten zu beschwichtigen."
  },
  {
    "start": 629.01,
    "end": 634.07,
    "text": "Das heißt auf der Oberfläche wenn man jetzt dass nur von der Symptomebene her sieht wirkt es eher zwanghaft."
  },
  {
    "start": 634.63,
    "end": 642.17,
    "text": "Dahinter stehen aber eigentlich sehr große Verlustängste, also der Zwang ist nur so etwas wie die Strategie, die Verlustengste in Schacht zu halten."
  },
  {
    "start": 642.75,
    "end": 646.77,
    "text": "Die wir allerdings noch genauer verstehen müssen was es mit denen auf sich hat."
  },
  {
    "start": 647.67,
    "end": 658.33,
    "text": "Man könnte sicher analytisch auch sagen das ist schon dass der Beginn von Symptombildung und auch die Zwänge sind Symptome Dass die Angst die in ihr entsteht psychisch nicht gehalten werden kann."
  },
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    "start": 658.81,
    "end": 664.79,
    "text": "Also, sie braucht schon solche Maßnahmen wie eben den Partner die ganze Zeit anrufen und ununterwochen mit ihm schreiben und immer in seine Nähe sein."
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    "start": 665.19,
    "end": 666.87,
    "text": "Und das reicht trotzdem nicht!"
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    "start": 667.55,
    "end": 674.29,
    "text": "Die Angst nimmt überhand sobald irgendetwas aus diesem regulierten etwas zwanghaften System rausfällt."
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    "start": 674.39,
    "end": 677.61,
    "text": "er kommt zu spät und bis nur ein paar Minuten müssen reichen schon aus."
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  {
    "start": 678.17,
    "end": 679.95,
    "text": "dann kann sie die Angst nicht mehr halten."
  },
  {
    "start": 680.01,
    "end": 684.39,
    "text": "aber die Angst nimmt Überhand und setzt sich sofort in Angst Symptome um."
  },
  {
    "start": 684.99,
    "end": 691.35,
    "text": "also sie bekommt Panik, sie bekommt wahnsinnig Schreckliche Fantasien und Gedanken ist eigentlich kaum mehr zu halten innerlich."
  },
  {
    "start": 691.95,
    "end": 701.09,
    "text": "Also man kann im Grunde sagen, die Zwangsymptome sind zwar störend und belastend aber sie halten eigentlich ein noch desolateres Gefühl in Schach."
  },
  {
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    "end": 705.57,
    "text": "Nämlich die überwältigende und überflutende Angst, die sie dann anfällt."
  },
  {
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    "end": 709.05,
    "text": "Da ist sie dann ziemlich hilflos dem gegenüber."
  },
  {
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    "end": 719.43,
    "text": "also ich glaube sie tiegert dann Zuhause rum und es eigentlich in einem Panikzustand den sie durch nichts beruhigen kann Und er sieht dann fast wütend macht, wenn der Partner kommt."
  },
  {
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    "end": 723.61,
    "text": "Weil der Partner durch die paar Minuten zu spät kommen, ihr das zugemutet hat."
  },
  {
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    "end": 726.47,
    "text": "Dass sie das ertragen muss also in Panik zu geraten."
  },
  {
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    "text": "Wobei da sofort auch wieder man könnte sagen eine Beziehungsdimension entsteht."
  },
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    "text": "Also es geht nicht nur... Sie sagt ja nicht nur ich hatte so große Angst um dich."
  },
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    "text": "Sondern jetzt sagt er auch du hast mich völlig allein gelassen mit der Angst."
  },
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    "text": "Wie konntest du das machen?"
  },
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    "end": 742.21,
    "text": "Dass du mich so in so einer Angst stürzt."
  },
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    "text": "Du weißt doch wie schlimm das für mich ist, wenn du ein paar Minuten zur Spät kommst."
  },
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    "text": "Also da ist auch ein Moment von Vorwurf und Aggression, den wir mal uns merken."
  },
  {
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    "text": "Jetzt könnte man ja eigentlich sagen sie macht doch immer wieder gute Erfahrungen also im Mann zum Beispiel kommt doch eigentlich immer wieder zurück nach Hause."
  },
  {
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    "end": 763.81,
    "text": "er schreibt ihr insgesamt sehr zuverlässig."
  },
  {
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    "end": 767.39,
    "text": "warum kann sich diese guten Erfahrungen denn nicht verinnerlichen?"
  },
  {
    "start": 767.43,
    "end": 780.95,
    "text": "Also warum beruhigt es mit der Zeit denn nicht ihre Ängste in einer Weise dass sie merkt da ist eigentlich eine Konstanz Und das kann mir doch im Großen und Ganzen auch eine Sicherheit geben, wenn es auch natürlich nicht eine endgültige Sicherheit geben kann."
  },
  {
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    "text": "Aber sozusagen eine Art Vertrauen entwickeln."
  },
  {
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    "end": 806.65,
    "text": "Also ich hätte jetzt erst mal gesagt, es steht durchaus in Frage wie sehr sie eigentlich die Erfahrung von Vertrauen wirklich macht oder wie sehr sich das Gefühl hat ihr gelingt es eben ein Kontrollsystem zu installieren dass sie beruhigt das funktioniert aber das eigentlich nicht wirklich auf Vertrauen beruht, sondern eigentlich auf Beweisen."
  },
  {
    "start": 806.77,
    "end": 814.65,
    "text": "Also es muss der Partner, muss ihr ununterbrochen konkret versichern dass er noch am Leben ist und nur wenn er das macht dann fühlt sie sich sicher."
  },
  {
    "start": 815.13,
    "end": 831.17,
    "text": "also ich sage mal lernt psychologisch erfährt sie nicht was es heißt zu vertrauen das hieß ja den partner gehen zu lassen ohne rückversicherung sondern sie lernt eigentlich wie beruhigend solche beweise und nachrichten und handy und so weiter sind und das wird in dem Sinne verstärkt bei ihr."
  },
  {
    "start": 832.03,
    "end": 837.47,
    "text": "Daraus ergibt sich eben gerade nicht die Lernerfahrung, dass es möglich ist den anderen einfach gehen zu lassen und zu vertrauen."
  },
  {
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    "end": 839.31,
    "text": "Er kommt wieder, sondern gerade die Lernerfahrungen."
  },
  {
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    "end": 843.61,
    "text": "Es geht nur wenn der andere auch wirklich mir immer wieder versichert das es ihn noch gibt."
  },
  {
    "start": 844.53,
    "end": 856.27,
    "text": "auf einer tieferen Ebene geht es aber schon um eine Schwierigkeit psychisch etwas zu verstoff wechseln also gute Erfahrungen aufzunehmen und in etwas zu verwandeln was sie innerlich wirklich nachhaltig beruhigt."
  },
  {
    "start": 856.71,
    "end": 859.75,
    "text": "Aber da ist eben ein Prozessengang, den wir noch genauer verstehen müssen."
  },
  {
    "start": 859.81,
    "end": 863.93,
    "text": "Ich glaube das gucken wir uns gleich an wenn wir ein bisschen auf die Entwicklungspsychologie von Verlustängsten gehen."
  },
  {
    "start": 865.01,
    "end": 868.21,
    "text": "Wie verstehst du denn Ihren Umgang jetzt gerade?"
  },
  {
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    "end": 873.71,
    "text": "Mit dem ersten Sohn kann man es nachvollziehen also der muss in der Nähe funden bleiben Das fühlt sich sicher an der Wunde."
  },
  {
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    "end": 874.41,
    "text": "im selben Haus."
  },
  {
    "start": 874.75,
    "end": 889.87,
    "text": "aber mit ihrem zweiten Sohn um den sie sich so große Angst macht Der weggeht dann aber als Sie wahrscheinlich merkt sie kann ihn gar nicht sicher halten Und kann diese Kontrolle oder diese Versicherung nicht bekommen, ihn dann in einen toten Winkel der Seele heißt es hier stellt."
  },
  {
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    "text": "Wie würdest du das verstehen?"
  },
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    "text": "Also ich glaube, dass kann man auf zwei verschiedenen Ebenen verstehen."
  },
  {
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    "end": 900.01,
    "text": "Auf einer ersten oberen Ebene gewissermaßen ist das ein Schutzmechanismus."
  },
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    "end": 915.85,
    "text": "erstmal also sie wäre ja wenn sie die ganze Zeit fühlt dieses Verzweiflung und Ängste die ganze zeit mit diesen Gefühlen konfrontiert was für sie unerträglich ist und ihn in den tonten Winkel der Seele zu stellen, das heißt er ist irgendwie da aber eigentlich auch nicht da."
  },
  {
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    "text": "Dass sie das nicht die ganze Zeit fühlen muss also erst mal schützt sie sich damit."
  },
  {
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    "text": "auf einer zweiten Ebene glaube ich kommt aber etwas ins Spiel."
  },
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    "start": 924.87,
    "end": 937.11,
    "text": "des nennt man Objektkonstanz Also die Fähigkeit jemanden der äußerlich abwesend ist innerlich noch präsent zu halten Und ich denke dass Marion damit Schwierigkeiten hat."
  },
  {
    "start": 937.97,
    "end": 945.83,
    "text": "Und für sie jemand, der sich nicht konkret äußerlich für sie greifbar ist und nicht da ist auch innerlich verschwindet sobald er aus dem Raum ist."
  },
  {
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    "end": 948.29,
    "text": "Das kann man schon beim Ehemann eigentlich gut beobachten."
  },
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    "start": 948.35,
    "end": 955.59,
    "text": "Sie braucht ja ständig diese konkreten realen Versicherungen dass er das über die Nachrichten um das Gefühl zu haben er ist überhaupt noch da!"
  },
  {
    "start": 956.37,
    "end": 960.69,
    "text": "Und wenn er sich nicht meldet in einer für sie erwarteten Form dann ist er auch für sie weg."
  },
  {
    "start": 960.89,
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    "text": "Dann kommt sie in diese katastrophalen Zustände."
  },
  {
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    "end": 965.43,
    "text": "und genau das passiert auch mit dem Sohn."
  },
  {
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    "end": 974.97,
    "text": "das heißt ihre Fähigkeit innerlich ihnen noch präsent zu halten und ihn sicher in sich zu tragen sozusagen, die ist bei ihr nicht so stark ausgeprägt."
  },
  {
    "start": 975.67,
    "end": 979.41,
    "text": "Man kann auch das schon vielleicht wie es auch eingeleitet wird beim Sohn sehen."
  },
  {
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    "end": 982.67,
    "text": "man hört ja dass er von ein auf den nächsten Tag verschwindet."
  },
  {
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    "end": 988.35,
    "text": "Trägt er das, was seine Mutter hat selber weiter?"
  },
  {
    "start": 988.57,
    "end": 994.43,
    "text": "Vielleicht hat er selber diese Schwierigkeit und kann nur über einen Kontaktabbruch die Bindung zu ihr lösen."
  },
  {
    "start": 994.49,
    "end": 1012.77,
    "text": "Die er vielleicht als irgendwie zu eng empfindet könnte aber auch sein, dass es einfach eine Reaktion auf seine Mutter ist von der er weiß, dass sie sich wie an ihn dranklebt und konkret ihnen immer da haben möchte um das ihm zu vieles und deswegen in diesem Kontaktabbrauch ... Also kein vollständiger, aber es ist ne Form von Kontaktabrauch"
  },
  {
    "start": 1012.87,
    "end": 1013.07,
    "text": "geht.\"."
  },
  {
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    "end": 1017.13,
    "text": "Also man könnte sagen, es geht um eine Schwierigkeit der Verinnerlichung."
  },
  {
    "start": 1017.25,
    "end": 1036.75,
    "text": "Also äußere Erfahrungen in etwas Inneres zu verwandeln was dann auch bleibt wenn die äußeren Erfahrungen nicht mehr so gegeben sind also die andere Person weg ist und ihre Ängste die dann entstehen und diese Katastrophenfantasien sind letztlich eigentlich Ausdruck nur davon dass der Andere für sie verloren geht in dem Moment wo er nicht mehr da ist."
  },
  {
    "start": 1039.149,
    "end": 1041.169,
    "text": "Gibt es so dieses innere Suchen, was ist nur los?"
  },
  {
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    "text": "Wo ist der Andere?"
  },
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    "text": "Hat er einen Unfall?"
  },
  {
    "start": 1043.29,
    "end": 1044.149,
    "text": "Ist er verunglückt."
  },
  {
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    "end": 1049.449,
    "text": "Was jetzt nicht ganz so stark hervorkommt oder was man sich auch sehr gut vorstellen kann in der Struktur des Eifersucht also der hat."
  },
  {
    "start": 1049.709,
    "end": 1054.149,
    "text": "Der Partner hat jemand anders gefunden, der liebt jemand anderes mehr interessiert sich für jemand anders mehr."
  },
  {
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    "end": 1070.55,
    "text": "Auch in solchen Eifer-Zuchtsdynamiken kann eigentlich die Verlustangs stehen und die katastrophisierenden Ängste sind so etwas wie Erklärungsversuche, der fantasierenden Psyche dafür wo der andere ist, was mit ihm isst die zu dem Gefühl der Angst und der Bedrohung passen, das die Person empfindet."
  },
  {
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    "end": 1079.31,
    "text": "Aber der eigentlich psychische Vorgang ist dass die Person in irgendein nichts verschwindet sobald sie nicht mehr real sichtbar greifbar ist."
  },
  {
    "start": 1080.149,
    "end": 1090.889,
    "text": "Also gerade in ihrem Versuch den anderen dann zu binden und Versicherungen sich einzuholen bedrängt sie den andern auch Und dadurch fühlt er andere sich gerade erst eingeengt."
  },
  {
    "start": 1091.55,
    "end": 1098.429,
    "text": "und wenn die Person sich eingeengтfügt entweder sie fügt sich und lässt sich in das System einbauen oder sie geht auf Distanz."
  },
  {
    "start": 1098.889,
    "end": 1105.709,
    "text": "Also, sie versucht dann Abstand zu gewinnen was aber der Person nun noch mehr Angst macht und wahrscheinlich so noch mehr Kontrollmaßnahmen irgendwie führt."
  },
  {
    "start": 1106.11,
    "end": 1115.189,
    "text": "Und die Person erzeugt damit unbewusst selbst die Dynamik vor der sie sich am meisten fürchtet nämlich dass der andere ihr wirklich verloren geht und aufs Extrem getrieben könnte man sich vorstellen."
  },
  {
    "start": 1115.229,
    "end": 1126.07,
    "text": "irgendwann sagt der Mann reicht's und da wird es auch nicht über einen Prozesse auseinandersetzung machen sondern wahrscheinlich dann wie die Dynamika läuft plötzlich abrupt Hat da jemand anderes, oder trennt sich auf einmal?"
  },
  {
    "start": 1126.51,
    "end": 1127.969,
    "text": "So was würde ich hier ein bisschen befürchten."
  },
  {
    "start": 1129.649,
    "end": 1135.229,
    "text": "Sie macht das andere vollziehen aber man könnte auch sagen dass sie selber zu der Person wird die sie fürchtet."
  },
  {
    "start": 1135.59,
    "end": 1151.949,
    "text": "also wenn man sich jetzt mal in den sohn hinein versetzt zudem sie dann gar keinen kontakt mehr sucht dann ist es ja auch sehr traurig für ihn dass plötzlich die mutter so dermaßen verschwunden ist und da kann man ja schon sagen da wird sie plötzlich zu eben genau der person von der sie fürchtert dass sie andere ihr gegenüber werden."
  },
  {
    "start": 1152.83,
    "end": 1157.169,
    "text": "Ja und es gibt bei Marion ja auch ein unbewusstes Schuldthema, so würde ich das hier schon sehen."
  },
  {
    "start": 1157.669,
    "end": 1171.429,
    "text": "Also dass sie viel mit Schuldgefühlen beschäftigt ist – auch wenn die nicht ganz so an der Oberfläche sichtbar sind aber auch letztlich die Zwänge drehen sich ja darum... Es ist nicht nur Angst vor dem Verlust sondern es ist auch Angst für den Verluste verantwortlich zu sein."
  },
  {
    "start": 1172.05,
    "end": 1179.81,
    "text": "also wenn sie nicht drei gute Gedanken gedacht hat oder wenn sie ihn nicht dreimal geküsst hat dann ist sie vielleicht schuld daran, dass nichts passiert ist."
  },
  {
    "start": 1179.87,
    "end": 1192.09,
    "text": "Also Sie hat das Gefühl, Sie muss es auch kontrollieren weil sie die Verantwortung und eigentlich eine übermäßige Verantwortung hat also eine überfordernde Verantwortung weil sie kann ja nicht quasi alles beeinflussen was draußen in der Welt passiert."
  },
  {
    "start": 1192.709,
    "end": 1201.729,
    "text": "aber sie versucht's doch eben magisch also durch diese Rituale Und glaube ich aus diesem Gefühl heraus sonst werke sie schuld an dem was passiert."
  },
  {
    "start": 1202.55,
    "end": 1212.629,
    "text": "Ja und da kann man mal überlegen, also ein möglicher Weg woher so was kommen kann ist zum Beispiel das durch diese ständige Bindung halten müssen weil sonst was Schlimmes passiert."
  },
  {
    "start": 1212.99,
    "end": 1217.11,
    "text": "Es ja auch nicht viele Möglichkeiten mehr gibt vielleicht aggressive Gefühle."
  },
  {
    "start": 1217.449,
    "end": 1229.55,
    "text": "Also ich meine es jetzt in einem sehr weiten Sinne also zb sich ganz normal abgrenzen oder Nein sagen auch die einmal zu äußern und sich innerlich wie ansammeln, also eigentlich eine enorme Aggression da ist."
  },
  {
    "start": 1229.889,
    "end": 1242.11,
    "text": "Und je größer sie wird, desto als gefährlicher wirds ihr auch empfunden im Sinne von einer Angst sozusagen einen den anderen, die geliebte Person mit seinen ganzen Aggressionen, die man gleichzeitig hat, zu erschlagen."
  },
  {
    "start": 1242.51,
    "end": 1252.05,
    "text": "Man kann das auch an dem Hund gut sehen, den Sie dann so überversorgt und ihn nicht begrenzt in einer guten Weise – es wäre ja auch eine gute Form von Aggression!"
  },
  {
    "start": 1252.09,
    "end": 1252.61,
    "text": "Und dann"
  },
  {
    "start": 1252.689,
    "end": 1253.709,
    "text": "muss man ein bisschen erziehen."
  },
  {
    "start": 1255.27,
    "end": 1271.29,
    "text": "Zum Beispiel nicht zu viele Leckerlies zu geben, da kann man ja auch sehen dass dann gleichzeitig etwas Schädliches damit einhergeht weil sie ihn nicht begrenzen kann also ihm etwas tut was für ihn eigentlich nicht gut ist und kann das weiterspannen natürlich auf die Kinder überlegen ob es da auch solche Elemente gab."
  },
  {
    "start": 1272.37,
    "end": 1277.49,
    "text": "Aber für sie fühlt es sich an ihn zu begrenzenden Hund, als würde sie ihm etwas ganz Schlimmes antun."
  },
  {
    "start": 1277.59,
    "end": 1282.49,
    "text": "Also das wäre sozusagen wenn Sie einen Moment getrennt hat und Akkursion zeigt dann geht's dem Hund ganz schrecklich."
  },
  {
    "start": 1283.129,
    "end": 1283.189,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 1283.49,
    "end": 1285.57,
    "text": "und ich glaube dass ist noch ein weiterer Punkt mit dem Hund."
  },
  {
    "start": 1285.81,
    "end": 1304.429,
    "text": "man könnte überlegen ob er so eine Art Selbstobjekt ist davon hatten wir in anderen Folgen auch schon gesprochen also wie ein Anteil von sich selber im Hund sozusagen Und ob sie Mit einem Thema kämpft wo sie sich vielleicht gewünscht hätte, dass mehr Verbindung zu ihr besteht."
  },
  {
    "start": 1304.53,
    "end": 1313.209,
    "text": "Und man kriegt ja auch Hinweise durch die Biografie, dass das so ist – also, dass sie jetzt versucht uns an all die Liebe und Verbindungen zu geben, die sie eigentlich so schmerzlich vermisst"
  },
  {
    "start": 1313.29,
    "end": 1313.449,
    "text": "hat.\"."
  },
  {
    "start": 1314.449,
    "end": 1320.969,
    "text": "Ja, und darin Ihr Thema auf eine fast tragische Weise wiederholt und zu reparieren versucht?"
  },
  {
    "start": 1321.149,
    "end": 1331.409,
    "text": "Also am Hund vielleicht auch an den Kindernpartner... und damit abermals in eine tragische Wiederholung läuft, nämlich den anderen zu verfehlen nicht wirklich in Kontakt mit dem anderen zu kommen."
  },
  {
    "start": 1331.79,
    "end": 1336.01,
    "text": "Und am Ende wendet sich der andere ab und lässt sie alleine"
  },
  {
    "start": 1336.189,
    "end": 1336.49,
    "text": "zurück.\"."
  },
  {
    "start": 1337.53,
    "end": 1345.35,
    "text": "Ja wenn du jetzt auf die Biografie oder die wenigen Ausschnitte die wir gehört haben schaust wie würdest du das denn im Zusammenhang damit bringen was wir da hören?"
  },
  {
    "start": 1346.27,
    "end": 1354.09,
    "text": "Also wir haben ja jetzt nur den kleinen Ausschnitt, wo von der Geburt von Marion's jüngeren Bruder die Rede ist und die Mutter psychisch stark belastet."
  },
  {
    "start": 1354.149,
    "end": 1359.33,
    "text": "Und dort dann richtig erkrankt in eine Postpartale Depression verfällt und für mehrere Wochen in der Klinik ist."
  },
  {
    "start": 1360.33,
    "end": 1365.57,
    "text": "Die Person, die das vielleicht hätte kompensieren können auch in der Zeit wenig zuverlässig ist."
  },
  {
    "start": 1365.61,
    "end": 1372.77,
    "text": "also der Vater, der ist dann auch die ganze Zeit weg Und wir wissen jetzt nicht mehr über ihre biografischen Zusammenhänge, Familienatmosphäre."
  },
  {
    "start": 1372.81,
    "end": 1385.209,
    "text": "Aber wenn wir das mal so als Deckerinnerung also eine Erinnerung in der sich ein zentrales Thema über Biographie verdichtet nehmen aber durchaus auch als reales Ereignis dann ist es ja eigentlich ein Urbild von einem Kontaktabbruch einen plötzlichen."
  },
  {
    "start": 1385.889,
    "end": 1389.149,
    "text": "Also die Mutter... Wir wissen nicht genau wie alt sie war, aber ich vermute mal jünger."
  },
  {
    "start": 1389.429,
    "end": 1400.11,
    "text": "Die Mutter als die zentrale Bindungsfigur ist plötzlich verschwunden, also da ist sozusagen echt das doppelte Saatkorn von Eifersucht und Verlustangst gesehen."
  },
  {
    "start": 1400.25,
    "end": 1409.409,
    "text": "Also da kommt jemand anderes... Und plötzlich ist die Mutter weg von heute auf morgen und verschwindet und für ein Kind sind einige Wochen Klinik oder Monate oder so sehr langen."
  },
  {
    "start": 1409.709,
    "end": 1416.11,
    "text": "Das ist für den Kind nicht so absehbarer Zeitraum sondern etwas wie weg verschwundene Nicht mehr absehnbar wo der andere ist."
  },
  {
    "start": 1417.35,
    "end": 1427.149,
    "text": "Ich glaube dass reißt einen Loch In diesem Gefühl von psychischer Kontinuität, von Verbindung gibt ihr letztlich die Erfahrung der andere könnte immer weg sein."
  },
  {
    "start": 1427.61,
    "end": 1429.53,
    "text": "Es ist nicht sicher ob der andere noch da ist."
  },
  {
    "start": 1430.169,
    "end": 1432.709,
    "text": "und wenn man davon ausgeht... Die Mutter ist psychisch belastet."
  },
  {
    "start": 1432.77,
    "end": 1436.889,
    "text": "war das jetzt nicht nur ein einmaliger Zustand sondern wahrscheinlich dann sozusagen eigentlich chronisch."
  },
  {
    "start": 1437.05,
    "end": 1452.169,
    "text": "die Bedrohung mit dem Mutter könnte weg sein oder ist dann vielleicht psychisch auch immer wieder mal weg braucht zum Beispiel vielleicht Phasen für sich in denen sie sich irgendwie zurückzieht wenn sie Depression hatte, irgendwie eigentlich nicht wirklich um Marion oder die Kinder kümmern konnte."
  },
  {
    "start": 1452.57,
    "end": 1463.81,
    "text": "Das heißt in der Bindung zu den primären Bezugspersonen sind immer wieder Brüche, Unverlässlichkeiten und ich glaube Marion hat daraus so für sich eine Verantwortung abgeleitet."
  },
  {
    "start": 1464.649,
    "end": 1466.389,
    "text": "Ich muss aufpassen auf diese Bindung!"
  },
  {
    "start": 1466.81,
    "end": 1468.429,
    "text": "Ich muss schauen dass das stabil bleibt."
  },
  {
    "start": 1468.53,
    "end": 1472.77,
    "text": "Ich muss mich ganz eng an den anderen dran heften dann kann er nicht verschwunden sein."
  },
  {
    "start": 1473.409,
    "end": 1476.31,
    "text": "Ich muss quasi aufpassen, immer in Verbindung bleiben."
  },
  {
    "start": 1476.57,
    "end": 1478.03,
    "text": "Nur so kann ich mir diese Bindung sicher"
  },
  {
    "start": 1478.11,
    "end": 1478.31,
    "text": "sein.\"."
  },
  {
    "start": 1479.409,
    "end": 1487.729,
    "text": "Ja wir können ja vielleicht noch ein bisschen einen Ausblick gleich geben was Marion vielleicht helfen könnte sich aus dieser tragischen Dynamik zu lösen?"
  },
  {
    "start": 1487.77,
    "end": 1497.81,
    "text": "Vielleicht gehen wir aber nochmal einen Schritt zurück und gucken erst mal wie sich überhaupt solche Verlustängste, aber vielleicht auch Trennungssicherheit bei Kindern entwickelt."
  },
  {
    "start": 1499.07,
    "end": 1508.53,
    "text": "Ja, wenn jetzt Marion ein kleines Kind wäre und wir sie uns erst mal als kleines kind vorstellen würden dann könnte man ihre Ängste ja glaube ich doch sehr gut nachvollziehen."
  },
  {
    "start": 1508.969,
    "end": 1513.189,
    "text": "Und hätte das Gefühl, es wäre irgendwie passend auch zu der Situation."
  },
  {
    "start": 1513.29,
    "end": 1517.83,
    "text": "Also dass sie Angst bekommt wenn jemand weggeht den sie sehr liebt und alleine zurück bleibt."
  },
  {
    "start": 1518.35,
    "end": 1522.209,
    "text": "Es kann auch durchaus sein, dass Marion sich selber fühlt wie ein kleines Kind dem es so geht."
  },
  {
    "start": 1522.429,
    "end": 1526.61,
    "text": "Und kleine Kinder können ja Trennungen wirklich durchaus sehr schwer fallen."
  },
  {
    "start": 1527.03,
    "end": 1531.05,
    "text": "Wenn Sie ganz alleine zurückbleiben dann ist das würde ich sogar sagen eigentlich gar nicht möglich."
  },
  {
    "start": 1531.149,
    "end": 1533.27,
    "text": "also Kinder bleiben nicht gerne alleine zurück."
  },
  {
    "start": 1533.889,
    "end": 1536.429,
    "text": "Warum fällt es Kindern denn so schwer Trenningen?"
  },
  {
    "start": 1537.129,
    "end": 1544.709,
    "text": "Für Kinder Wenn eine Person aus dem Raum rausgeht, bedeutet das nicht einfach die Person, dass noch neben einem Raum und ein weißes Kind."
  },
  {
    "start": 1544.929,
    "end": 1547.83,
    "text": "Sondern für ganz kleine Kinder heißt es, die Person ist einfach weg."
  },
  {
    "start": 1548.469,
    "end": 1554.79,
    "text": "Die können diese Fähigkeit oder dieses Wissen der andere verschwindet nicht einfach wenn er aus meinem Sichtfeld verschwindelt."
  },
  {
    "start": 1554.949,
    "end": 1556.09,
    "text": "Das haben sie so noch nicht."
  },
  {
    "start": 1556.149,
    "end": 1557.729,
    "text": "Das entwickeln die überhaupt erst noch."
  },
  {
    "start": 1558.05,
    "end": 1561.37,
    "text": "Dazu gibt's auch psychologische Experimente wo das gut untersucht ist."
  },
  {
    "start": 1561.81,
    "end": 1569.469,
    "text": "Wo man eben genau das erforscht hat Genau das auch herauszufinden hat, dass Kinder erst ab einem gewissen Alter erwarten."
  },
  {
    "start": 1569.53,
    "end": 1572.51,
    "text": "Dass wenn ein Objekt verschwindet es eigentlich noch da ist."
  },
  {
    "start": 1573.59,
    "end": 1591.75,
    "text": "Das heißt im Umkehrschluss aber wenn es noch nicht da ist, dass das für die was wirklich sehr beängstigendes hat Wenn eine Person weg ist und deswegen fangen Kinder auch wenn sie dann alleine gelassen werden in der Regel an zu weinen oder zu rufen, dass eine Person wieder zurückkommt."
  },
  {
    "start": 1592.229,
    "end": 1595.99,
    "text": "Das heißt es ist ein Entwicklungsprozess, den Kinder erst lernen müssen."
  },
  {
    "start": 1596.77,
    "end": 1603.929,
    "text": "Es geschieht auf der kognitiven Ebene, wo man von Wissen sprechen kann und das entwickeln, wahrscheinlich so gut wie alle Menschen ... Also"
  },
  {
    "start": 1604.85,
    "end": 1606.87,
    "text": "Marion weiß, dass ihr Mann nicht"
  },
  {
    "start": 1607.11,
    "end": 1607.669,
    "text": "verschwunden"
  },
  {
    "start": 1607.79,
    "end": 1607.99,
    "text": "ist?"
  },
  {
    "start": 1608.389,
    "end": 1610.11,
    "text": "Dass er nicht in einer Nichts irgendwie geht."
  },
  {
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    "end": 1610.949,
    "text": "Genau!"
  },
  {
    "start": 1611.629,
    "end": 1614.149,
    "text": "Aber das entwickelt man auch auf einer emotionalen Ebene."
  },
  {
    "start": 1614.55,
    "end": 1615.61,
    "text": "Das ist viel subtiler."
  },
  {
    "start": 1615.87,
    "end": 1619.53,
    "text": "Das geschieht auch vor allem durch emotionale Erfahrungen."
  },
  {
    "start": 1620.29,
    "end": 1622.729,
    "text": "Zum einen die Sicherheit, dass jemand z.B."
  },
  {
    "start": 1623.149,
    "end": 1625.31,
    "text": "immer zuverlässig wieder zurückkommt."
  },
  {
    "start": 1625.949,
    "end": 1629.31,
    "text": "Die Erfahrungen von Trennung sind durchaus wichtig und man sollte sie nicht vermeiden."
  },
  {
    "start": 1629.59,
    "end": 1637.03,
    "text": "Aber die Pausen in denen diese Trennung stattfinden müssen an das Alter und die emotionalen Erfahrungen des Kindes angepasst werden."
  },
  {
    "start": 1637.649,
    "end": 1641.949,
    "text": "Am Anfang geht es noch nicht so lange, können Kinder allein bleiben, später natürlich länger."
  },
  {
    "start": 1642.57,
    "end": 1646.87,
    "text": "Man könnte auch sagen, dass es dieser Prozess der Kita-Eingewöhnung findet."
  },
  {
    "start": 1647.149,
    "end": 1649.29,
    "text": "Da versucht man damit zu arbeiten."
  },
  {
    "start": 1649.949,
    "end": 1655.469,
    "text": "Das findet aber auch in Anwesenheit der Bindungsperson statt."
  },
  {
    "start": 1656.209,
    "end": 1677.27,
    "text": "Es geht nicht darum, dass eine Bindungsperson immer da ist und ihre Aufmerksamkeit permanent auf das Kind gerichtet hat sondern auch, dass sie vielleicht im Raum ist... Da die Küche aufräumt oder so und das Kind im Beisein dieser anderen Person etwas für sich alleine spielen kann, also sozusagen in der Anwesenheit des Anderen trotzdem für sich allein sein kann."
  },
  {
    "start": 1677.469,
    "end": 1682.469,
    "text": "Auch darüber lernen Kinder diese Fähigkeit zum Alleinsein und Trennung auszuhalten."
  },
  {
    "start": 1683.409,
    "end": 1695.929,
    "text": "Und so können also Kinder mit der Zeit – über diese Trennungserfahrung wo jemand wirklich weg ist, wo jemand aber auch verlässlich wiederkommt Aber wo auch jemand emotional sozusagen anwesend ist, auch wenn man sich nicht konkret miteinander beschäftigt."
  },
  {
    "start": 1695.969,
    "end": 1709.209,
    "text": "Neben der Zeit dieses Objekt, diesen guten anderen Verinnerlichen und in sich eine Sicherheit gewinnen, dass die Welt sozusagen ein Ort ist auf dem man sich verlassen kann, wo Menschen nicht plötzlich verschwinden oder weg sind oder sterben."
  },
  {
    "start": 1710.03,
    "end": 1711.99,
    "text": "Und wenn das Kind eben andere Erfahrungen macht?"
  },
  {
    "start": 1712.05,
    "end": 1715.99,
    "text": "Wenn da Brüche oder zu viele Brüches gibt es immer natürlich Brüchen im Leben."
  },
  {
    "start": 1716.05,
    "end": 1723.229,
    "text": "aber wenn sie zu stark sind oder zu häufig geschehen Dann gibt es eben auch Brüche in dieser inneren Objektkonstanz."
  },
  {
    "start": 1723.409,
    "end": 1725.729,
    "text": "Und die kann sich zum Beispiel dann in Verlustangst äußern."
  },
  {
    "start": 1726.85,
    "end": 1753.81,
    "text": "Also das Experiment, was dazu gemacht wird ist die Karotte hinter dem Schirm und man setzt dann Kinder in unterschiedlichen Lebensaltern, also mal mit drei Monaten, sechs Monate, neun Monaten im Verlauf des zweiten Lebensjahres vor so eine Leinwand, die ist ganz weiß... ...und man führt dann als Versuchsleiter so eine, weiss ich nicht Spielzeug-Karotte Hinter dem Schirm, also das Kind sieht die Karotte kommt von rechts dann verschwindet die Karotte hinter dem Schirmen und dann kommt sie links hinterm Schirm wieder raus."
  },
  {
    "start": 1754.189,
    "end": 1762.59,
    "text": "Und das Kind beobachtet die Karottekinder und kleine Kinder wenn die noch so drei Monate vier fünf Monate alt sind, die sehen die Karote Dann verschwindete hinter den Schirm dann gucken die weg."
  },
  {
    "start": 1763.33,
    "end": 1769.55,
    "text": "Ältere Kinder also zum Beispiel jetzt Ende des ersten Anfangszeit im Mitte des Zeiten Lebensjahres Sehen die Karотten?"
  },
  {
    "start": 1770.169,
    "end": 1778.729,
    "text": "Sehen wie die sich bewegt und gucken dann an die Stelle auf der anderen Seite des Schirms, wo sie wahrscheinlich rauskommen wird wenn sie ihre Bahnen weiter fortsetzt."
  },
  {
    "start": 1779.07,
    "end": 1788.31,
    "text": "Und daraus schließen Entwicklungspsychologen, ah ja das Kind muss jetzt eine Vorstellung haben durch die Karotte bewegt sich hinter dem Schirm auch wenn ich sie nicht sehen kann weiter und kommt da wieder raus."
  },
  {
    "start": 1789.05,
    "end": 1790.99,
    "text": "Jetzt ist es irgendeine blöde Spielzeug-Karotte."
  },
  {
    "start": 1791.669,
    "end": 1793.31,
    "text": "Ich kenne das Experiment mit Ball und Auto."
  },
  {
    "start": 1793.35,
    "end": 1793.409,
    "text": "Oder"
  },
  {
    "start": 1793.449,
    "end": 1796.07,
    "text": "mit Ball aber vielleicht gibt's in ganz unterschiedlichen Variationen."
  },
  {
    "start": 1796.129,
    "end": 1802.53,
    "text": "Das ist eigentlich ne Entwicklungsaufgabe die im Laufe des ersten zweiten spätestens dritten Lebensjahres gut gelöst wird von Kindern."
  },
  {
    "start": 1803.629,
    "end": 1809.209,
    "text": "Jetzt ist es eine Karotte oder ein Ball oder irgendwas, der hat jetzt für das Kind nicht so eine hohe emotionale Bedeutung."
  },
  {
    "start": 1809.33,
    "end": 1820.27,
    "text": "aber wenn man sagen kann, dass die existenzielle Bindungsperson auf die man angewiesen ist, die dahinter dem Schirm verschwindet dann ist die Frage hochrelevant ob diese Person wieder kommt."
  },
  {
    "start": 1820.729,
    "end": 1826.83,
    "text": "und man könnte sagen dieser Schirm immer größer, den das Kind aushalten kann."
  },
  {
    "start": 1826.87,
    "end": 1836.709,
    "text": "Also man kann am Anfang ist es quasi nur so eine dünne Linie und die Karotte, Mama darf da ganz kurz mal hinter verschwinden und muss dann gleich wieder daran sein Und je älter das Kind wird, desto größer kann dieser Schirm werden."
  },
  {
    "start": 1836.75,
    "end": 1847.03,
    "text": "Das Kind hält es länger aus etwas nicht zu sehen Nicht die konkrete Anwesenheit der Bindungspersonen zu haben Weil das Kind sich innerlich diese Person anwesend halten kann."
  },
  {
    "start": 1847.51,
    "end": 1850.87,
    "text": "Es geht dabei essentiell um Verinnerlichungsprozesse wie du beschrieben hast."
  },
  {
    "start": 1851.51,
    "end": 1856.169,
    "text": "Man könnte sagen dass hat auch ein bisschen etwas mit diesem Rufen nach der Mama zu tun."
  },
  {
    "start": 1856.79,
    "end": 1882.35,
    "text": "Also ein ganz kleines Kind, wenn die Mama den Raum verlässt und nicht eine andere mamaartige Figur wie einen sehr fürsorglicher Vater oder Oma oder was auch immer da ist... also wenn man sich jetzt ein Säugling vorstellt, der von der Mama irgendwie getragen wird und weiß ich nicht dann klingelt es an der Tür und die Mama legt den Säugsling ab und es gibt keine andere Bindungsfigur die da jetzt irgendwie da ist, also eine andere mammaartige Figur ein fürsorglicher Vater."
  },
  {
    "start": 1882.629,
    "end": 1883.669,
    "text": "Dann läuft wie ein Timer!"
  },
  {
    "start": 1883.969,
    "end": 1886.11,
    "text": "Also das Kind kann es gleich ganz kurz aushalten."
  },
  {
    "start": 1886.51,
    "end": 1900.449,
    "text": "aber wenn die Mama zu lange weg ist dann entwickelt das Kind auch nicht Gedanken darüber oh wo ist meine Mama und ich vermisse sie sondern dieses Bindungsgegenüber ist einfach in einem Nichts verschwunden Und das löst in dem Kind katastrophische Ängste aus."
  },
  {
    "start": 1900.53,
    "end": 1909.149,
    "text": "Das Kind gerät in Panik und deswegen schreit's auch panisch Und das ist glaube ich dieser innere Zustand des Chaos, den wir auch bei Marion wiederfinden."
  },
  {
    "start": 1909.429,
    "end": 1916.31,
    "text": "Also ich glaub es ist ein fast säuglingsartiger ganz früher Zustand panische Verwirrung darüber und Sortierungsversuche."
  },
  {
    "start": 1916.389,
    "end": 1920.11,
    "text": "Das ist dann ihr späteres reiferes Ich dass irgendwie versucht sich Gedanken dazu zu machen."
  },
  {
    "start": 1921.01,
    "end": 1931.33,
    "text": "Wenn das Kind genügend Sicherheit entwickelt jetzt der Säugling Dann wird er irgendwann aufhören einfach nur in Panik zu geraten sondern wird die Mama rufen Mama, wo bist du?"
  },
  {
    "start": 1931.729,
    "end": 1932.389,
    "text": "Mama, Mama."
  },
  {
    "start": 1932.689,
    "end": 1940.35,
    "text": "Und in diesem Mama spiegelt sich wieder dass das Kind ... In der Sekunde wo die Mutter den Raum verlässt... Die Idee von Mama entwickelt hat."
  },
  {
    "start": 1940.449,
    "end": 1944.649,
    "text": "es kann sich die Mama innerlich vorstellen und es kann sie beim Namen herbeirufen."
  },
  {
    "start": 1945.209,
    "end": 1948.229,
    "text": "Dazu braucht man aber schon ein innerliches Konzept des anderen."
  },
  {
    "start": 1948.729,
    "end": 1958.409,
    "text": "Und dieses Rufen reicht dann eine Weile also der Versuch Sie herbeizuholen, also magisch zu beschwören bis es vielleicht irgendwann auch wieder zu viel ist wenn die Mutterbrechung zueinander ist."
  },
  {
    "start": 1959.07,
    "end": 1963.05,
    "text": "Also so kann man sich das vorstellen, die Sprache entwickelt sich aus dieser Erfahrung."
  },
  {
    "start": 1963.409,
    "end": 1965.149,
    "text": "jemand anderen herbeizuholen."
  },
  {
    "start": 1965.209,
    "end": 1966.889,
    "text": "Herbeizurufen also ganz magisch."
  },
  {
    "start": 1967.729,
    "end": 1970.189,
    "text": "und das ist was heute dann die Handys für uns machen."
  },
  {
    "start": 1970.79,
    "end": 1982.49,
    "text": "Die rufen quasi auch den Andern magischer bei und dass es eigentlich etwas man ein inneres Objekt nennt Also eine innere Figur, die manchmal auch einfach nur ein Gefühl oder eine diffuse Vorstellung ist."
  },
  {
    "start": 1982.81,
    "end": 1988.87,
    "text": "Die etwas von der Sicherheit vermittelt, die vorher nur einen äußeren Realer anwesender hat geben"
  },
  {
    "start": 1988.929,
    "end": 1989.149,
    "text": "können.\"."
  },
  {
    "start": 1990.25,
    "end": 1994.429,
    "text": "Ja ich wollte noch ergänzen weil das auch immer mal wieder als Thema aufkommt."
  },
  {
    "start": 1994.85,
    "end": 1998.629,
    "text": "Manche sagen aber meine Eltern waren ja da die ganze Zeit und trotzdem habe ich Verlustängste."
  },
  {
    "start": 1998.77,
    "end": 2001.05,
    "text": "Ich hatte jetzt vorhin das Beispiel gegeben dass die Mutter in der Küche aufräumt."
  },
  {
    "start": 2001.09,
    "end": 2003.37,
    "text": "Das war für mich gar nicht so ein gutes Beispiel."
  },
  {
    "start": 2003.51,
    "end": 2004.51,
    "text": "Aber worum es geht?"
  },
  {
    "start": 2004.59,
    "end": 2009.57,
    "text": "Ist das jemand da sein kann und innerlich trotzdem abwesend."
  },
  {
    "start": 2009.81,
    "end": 2022.31,
    "text": "Also zum Beispiel, wenn jemand Eltern hatte die innerlich eigentlich mit ihren Gedanken wo ganz anders waren, mit ganz anderen Sachen beschäftigt dann wird das ja auch von außen in der Regel irgendwie spürbar."
  },
  {
    "start": 2022.37,
    "end": 2023.229,
    "text": "man kennt es ja auch."
  },
  {
    "start": 2023.35,
    "end": 2030.55,
    "text": "also als Erwachsener kann man das ja Oder leichter zumindest zuordnen, wenn jemand abwesend wirkt oder nicht so ganz im Kontakt mit einem."
  },
  {
    "start": 2030.709,
    "end": 2035.87,
    "text": "Uns gefühlt hat die Antworten sind seltsam und kommen verspätet, etwas verzögert usw."
  },
  {
    "start": 2036.25,
    "end": 2039.75,
    "text": "Das Erwachsene kann man das vielleicht schon eher zu ordnen, weil es ja auch sehr schwierig sein kann."
  },
  {
    "start": 2039.99,
    "end": 2042.79,
    "text": "Als Kind ist das also richtig schwierig."
  },
  {
    "start": 2042.83,
    "end": 2045.49,
    "text": "Und trotzdem wird diese Atmosphäre spürbar."
  },
  {
    "start": 2045.83,
    "end": 2045.85,
    "text": "D.h.,"
  },
  {
    "start": 2046.01,
    "end": 2049.81,
    "text": "dass es schon wichtig ist innerlich jemand irgendwie in dieser Verbindung?"
  },
  {
    "start": 2050.23,
    "end": 2051.97,
    "text": "Oder ist sie unterbrochen?"
  },
  {
    "start": 2052.57,
    "end": 2057.13,
    "text": "Das heißt, auch da kann man genau überlegen wie war eigentlich die Atmosphäre selbst wenn wir beisammen"
  },
  {
    "start": 2057.21,
    "end": 2057.49,
    "text": "waren."
  },
  {
    "start": 2059.11,
    "end": 2061.79,
    "text": "Oder wie bei Marion ständig durch diese Ängste geprägt."
  },
  {
    "start": 2061.91,
    "end": 2064.41,
    "text": "das ist ja auch eine Art von Kontaktabbruch eigentlich."
  },
  {
    "start": 2064.45,
    "end": 2067.95,
    "text": "sie ist ja gar nicht richtig im Kontakt sonst würde sie diesen Kontakt abbruch nicht fürchten."
  },
  {
    "start": 2068.39,
    "end": 2073.93,
    "text": "und auch das könnte sein dass sich das in irgendeiner Art und Weise auf ihre Kinder wiederum auf ihre Söhne überträgt."
  },
  {
    "start": 2073.99,
    "end": 2075.09,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 2075.15,
    "end": 2085.63,
    "text": "wenn man sich es ein bisschen metaphorisch vorstellt, dann ist ja das im Mutterleib sein so etwas wie eine universelle Verbundenheit die dann durch die Geburt durchtrennt wird."
  },
  {
    "start": 2085.99,
    "end": 2089.57,
    "text": "Aber die psychische Geburt braucht ein bisschen länger als die physische Geburte."
  },
  {
    "start": 2089.61,
    "end": 2096.39,
    "text": "also dass ich psychisch abnabeln und Das Kind braucht ganz am Anfang in der ganz frühen Phase so etwas Wie?"
  },
  {
    "start": 2096.83,
    "end": 2106.01,
    "text": "Die Illusion einer Allverbundenheit also das ist quasi wie noch länger im Mutter Leib sein kann über die emotionale und körperliche physische Verbindung."
  },
  {
    "start": 2106.83,
    "end": 2118.39,
    "text": "Und die tiefsten Kindheitsängste beruhen eigentlich darauf, dass diese Verbindung reist – also man in einer grenzenlosen Verlassenheit ist oder die andere Person weg ist, die man so sehr braucht."
  },
  {
    "start": 2118.53,
    "end": 2120.29,
    "text": "Das sind glaube ich die tiefen Kindheitsengste!"
  },
  {
    "start": 2120.75,
    "end": 2129.31,
    "text": "Und Bindung und Internalisierung, Verinnerlichung von Sicherheit beruht eigentlich auf einem Versprechen oder Vertrauen."
  },
  {
    "start": 2132.31,
    "end": 2135.65,
    "text": "Auch wenn du mich jetzt nicht sehen kannst, ich einmal kurz weg bin."
  },
  {
    "start": 2135.97,
    "end": 2142.79,
    "text": "Dann bin ich trotzdem nicht weg und auch du bist für mich nicht weg sondern ich halte dich auch innerlich anwesend."
  },
  {
    "start": 2142.85,
    "end": 2144.35,
    "text": "Ich vergesse dich in dem Moment nicht!"
  },
  {
    "start": 2144.41,
    "end": 2148.19,
    "text": "Du darfst dir sicher sein dass du bei mir immer einen inneren Platz hast."
  },
  {
    "start": 2148.95,
    "end": 2151.23,
    "text": "oder wenn ich weggehe dann komme ich auch wieder."
  },
  {
    "start": 2151.41,
    "end": 2152.55,
    "text": "das ist auch ein Versprechen."
  },
  {
    "start": 2153.37,
    "end": 2158.39,
    "text": "Oder wie es dann ja so schön bei Braams heißt morgen früh wirst du wieder geweckt."
  },
  {
    "start": 2159.25,
    "end": 2168.93,
    "text": "Das heißt, selbst wenn du dich in dieses Dunkel des Schlafs und das Ungewissen überlässt verspreche ich dir, dass du wieder zurückkehren darfst ans Licht."
  },
  {
    "start": 2169.01,
    "end": 2170.47,
    "text": "Und wir wieder in Verbindung sind."
  },
  {
    "start": 2171.33,
    "end": 2172.73,
    "text": "Mit der Einschränkung so Gott will?"
  },
  {
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    "end": 2173.21,
    "text": "So Gott"
  },
  {
    "start": 2173.27,
    "end": 2173.55,
    "text": "will ja!"
  },
  {
    "start": 2173.63,
    "end": 2173.97,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 2174.09,
    "end": 2175.27,
    "text": "bedeutet was beunruhigend"
  },
  {
    "start": 2175.33,
    "end": 2175.49,
    "text": "ist."
  },
  {
    "start": 2175.67,
    "end": 2177.23,
    "text": "Dass deine Kondition dran hängt."
  },
  {
    "start": 2178.15,
    "end": 2181.09,
    "text": "Dieses Versprechen kann nur auf Vertrauen beruhen."
  },
  {
    "start": 2181.37,
    "end": 2183.03,
    "text": "Deswegen ist es auch leicht irritierbar."
  },
  {
    "start": 2184.59,
    "end": 2187.29,
    "text": "Vertrauen lebt eigentlich davon, dass man es nicht in Frage stellt."
  },
  {
    "start": 2187.35,
    "end": 2188.43,
    "text": "Dass das nicht erschüttert wird."
  },
  {
    "start": 2188.49,
    "end": 2190.17,
    "text": "Vertrauen darf man eigentlich nie einzahlen."
  },
  {
    "start": 2190.35,
    "end": 2200.07,
    "text": "Sondern das Vertrauen beruht gerade darauf, dass das was man befürchtet nicht eintritt und dieses Grundversprechen ermöglicht es dem Kind schrittweise sich zu lösen."
  },
  {
    "start": 2200.99,
    "end": 2222.91,
    "text": "Und darauf wächst so etwas, was man in der Bindungspsychologie die innere-sichere Basis nennt also das Gefühl von innerer Sicherheit, dass es dann den Kind irgendwann ermögligt auch von äußeren Bindung loszulassen Und dann ja auch irgendwann mit der Tatsache konfrontiert ist, hoffentlich in älteren Lebensaltern das dieses Versprechen eigentlich nicht völlig für das ganze Leben gehalten werden kann."
  },
  {
    "start": 2223.75,
    "end": 2227.35,
    "text": "Also dass es tatsächlich Verluste gibt die unwiederbringlich sind."
  },
  {
    "start": 2227.75,
    "end": 2231.17,
    "text": "also wo es nicht so stimmt wenn ich weggehe komme ich bald wieder."
  },
  {
    "start": 2231.47,
    "end": 2233.99,
    "text": "Das gibt Verlusterabschiede die sind entgültig."
  },
  {
    "start": 2234.05,
    "end": 2238.67,
    "text": "Das ist allerdings etwas womit glaube ich unsere Psyche allgemein schwer zurechtkommt."
  },
  {
    "start": 2241.37,
    "end": 2246.27,
    "text": "Eltern müssen, also wir hatten es ja vorhin ganz kurz angerissen schon aber den Kindern auch Trennungen zumuten."
  },
  {
    "start": 2246.33,
    "end": 2260.43,
    "text": "Also Sicherheit bildet sich nicht dadurch dass jemand einfach immer da ist und präsent ist und in Verbindung ist sondern auch das diese Trennung in einer drecklichen Art und Weise stattfinden kann und nicht durch einen Ersatz sozusagen kompensiert oder übersprungen wird."
  },
  {
    "start": 2260.79,
    "end": 2271.85,
    "text": "Zum Beispiel was man heute sehr viel sieht ist so Pausen Momente von Übergänge, irgendwie mit Handy oder Fernsehen zu überbrücken."
  },
  {
    "start": 2272.35,
    "end": 2279.91,
    "text": "Dass sich eigentlich keine Pausen ergeben können und Kinder dadurch in so eine Art Dauerschleifung von Bindungen kommen."
  },
  {
    "start": 2280.31,
    "end": 2287.43,
    "text": "Also sozusagen vom Spiel mit den Eltern rüber zur Serie oder sowas... Und dann wieder rüber zum Spiel!"
  },
  {
    "start": 2287.99,
    "end": 2291.39,
    "text": "Das sieht man häufig leider dass sich diese Lücken gar nicht ergeben."
  },
  {
    "start": 2291.75,
    "end": 2293.83,
    "text": "Oder wenn Eltern und Kinder spazieren gehen."
  },
  {
    "start": 2294.09,
    "end": 2302.27,
    "text": "Und man das auch immer mehr leider sieht, dass in dem Kinderwagen den Kindern Händis in die Hand gedrückt werden und sie mit Sälen beschäftigt sind."
  },
  {
    "start": 2302.71,
    "end": 2310.15,
    "text": "Das ist deswegen ... schon neben vielen Faktoren auch gravierend, weil Kinder dann permanent in diesem Bindungsaspekt bleiben."
  },
  {
    "start": 2310.19,
    "end": 2313.49,
    "text": "Also Fernsehsäen binden unglaublich die Aufmerksamkeit."
  },
  {
    "start": 2313.63,
    "end": 2321.93,
    "text": "Das ist was anderes als die Gedanken und die Fantasien sozusagen schweifen zu lassen wie das ja passieren würde wenn die Kinder mit ihrem Blick in der Welt sozusagen umherschauen."
  },
  {
    "start": 2322.23,
    "end": 2329.95,
    "text": "Und diese Pausen sind eben auch ganz wichtig, weil sie ermöglichen die guten Bindungserfahrungen zu verinnernlichen und es braucht eine Zeit."
  },
  {
    "start": 2330.01,
    "end": 2331.91,
    "text": "Es braucht genau diese Lücken dafür."
  },
  {
    "start": 2332.81,
    "end": 2337.63,
    "text": "Also innere Sicherheit entsteht durch erträgliche Trennungen."
  },
  {
    "start": 2338.55,
    "end": 2347.77,
    "text": "Wenn eine Trennung oder Abwesenheit zu überfordernd ist, dann entsteht keine innere Sicherkeit aber auch wenn es zu wenig erträgliche Trennen gibt."
  },
  {
    "start": 2347.81,
    "end": 2362.49,
    "text": "Man könnte sagen denken überhaupt und denken meint jetzt hier die Fähigkeit etwas innerlich anwesend zu halten was äußerlich nicht greifbar und sichtbar ist, entsteht immer nur an Stellen wo etwas fehlt also wo Abwesenheit entsteht."
  },
  {
    "start": 2363.15,
    "end": 2369.27,
    "text": "Und wo keine Abwesenheit niemals entsteht, muss ich auch nie in einen solchen Prozess der Verinnerlichung kommen."
  },
  {
    "start": 2369.61,
    "end": 2375.39,
    "text": "Also im Schlagaffenland, wo immer quasi das Brathhändchen geflogen kommt, da muss ich mir nie ein Brathähnchen vorstellen."
  },
  {
    "start": 2375.73,
    "end": 2379.03,
    "text": "Bin ich nie in der Not sozusagen in meine innere Welt auszubauen?"
  },
  {
    "start": 2379.49,
    "end": 2385.91,
    "text": "Kriegt dann aber ziemliche Probleme wenn plötzlich dann der Zustrom an ein Brathaendchen doch einmal versiegt und kann damit sehr schwer umgehen!"
  },
  {
    "start": 2386.29,
    "end": 2403.05,
    "text": "Also eine Welt die quasi Kindern das gar nicht zumutet Getrenntheit produziert auch eine Welt, in der Kinder eigentlich kaum innere Sicherheit haben um eigenständig unabhängig von äußerem Zufluss von Reizen Bindung Kontakt zu bestehen."
  },
  {
    "start": 2403.73,
    "end": 2408.67,
    "text": "Und das kann dann als Lebensbösung quasi funktionieren dass man eigentlich ununterbrochen im Kontakt bleiben muss."
  },
  {
    "start": 2408.85,
    "end": 2417.45,
    "text": "Das Handy Smartphones und so weiter bieten die Möglichkeit den anderen und die Welt rund um die Uhr vierundzwanzig Stunden präsent zu halten."
  },
  {
    "start": 2418.23,
    "end": 2423.25,
    "text": "Vielleicht kann man so leben, aber es ist eigentlich etwas was einem auch an einer inneren Welt kostet."
  },
  {
    "start": 2424.31,
    "end": 2438.55,
    "text": "Da das ja auch Erwachsene viel machen oder vielleicht sogar noch mehr, würdest du sagen dass... Also auch wenn's jetzt ein Nebenthema ist, aber dass vielleicht Verinnerlichungen durch zuviel Medienkonsum beschädigt werden können nachträglich?"
  },
  {
    "start": 2439.45,
    "end": 2454.59,
    "text": "Das hatten wir einmal in unserem Lesekreis zu Werner Balzas Text der Entzug des Inneren Raums besprochen, also dass die Digitalisierung einen solchen inneren Raum entzieht und damit auch einen Raum in den Dinge wirklich emotionale Bedeutung gewinnen können."
  },
  {
    "start": 2454.91,
    "end": 2465.43,
    "text": "Also das die Dinge dann nicht mehr quasi innerlich geträumt werden, fantasiert werden eine symbolische Bedeitung gewinnen sondern nur noch ihre Reizqualität ausgesaugt wird."
  },
  {
    "start": 2465.53,
    "end": 2475.89,
    "text": "Und das ist quasi das Erleben in einem digitalisierten Zeitalter, also man versetzt sich Reize und wenn man dieses Tetrapak ausgetrunken hat dann braucht man eigentlich das nächste Tetrapack."
  },
  {
    "start": 2476.47,
    "end": 2481.19,
    "text": "Wenn man es nicht bekommt kommt man in einen Zustand angespannte kaum aushaltbarer Lehre."
  },
  {
    "start": 2482.03,
    "end": 2487.75,
    "text": "Das heißt eigentlich dass dieser Prozess des Verinnerlichen des inneren Raumausbildens beschädigt ist."
  },
  {
    "start": 2487.81,
    "end": 2497.05,
    "text": "Also ich würde sofort sagen dass das passiert im digitalen Zeitaltern dass das auf einer psychischen Ebene eine der größten und gravierendsten Konsequenzen der Digitalisierung ist."
  },
  {
    "start": 2498.17,
    "end": 2506.05,
    "text": "Gerade weil es so verführerisch ist, dieses unlustvolle Beängstigende der Abwesenheit zu überspringen – man kann immer zum Handy"
  },
  {
    "start": 2506.13,
    "end": 2506.47,
    "text": "greifen!"
  },
  {
    "start": 2507.63,
    "end": 2510.25,
    "text": "Wenn wir jetzt noch mal zum Thema Verlustangst gehen…."
  },
  {
    "start": 2510.55,
    "end": 2513.95,
    "text": "Wir haben bei Marianne eine ziemlich klare Verluste angst gesehen …."
  },
  {
    "start": 2513.99,
    "end": 2518.69,
    "text": "Wir hatten ganz am Anfang gesagt, es gibt aber auch subtile Weisen Verlusterangst zu erleben…."
  },
  {
    "start": 2519.19,
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    "text": "Kannst du sagen wieso?"
  },
  {
    "start": 2520.15,
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    "text": "was dann?"
  },
  {
    "start": 2521.19,
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    "text": "zum Beispiel aussehen könnte."
  },
  {
    "start": 2523.65,
    "end": 2534.73,
    "text": "Also bei Marion ist es ja so, dass aufgrund ihrer Biografie die, denke ich, traumatische Trennungen beinhaltet... ...die Angst so groß ist, dass sie kaum gehalten werden kann."
  },
  {
    "start": 2534.97,
    "end": 2543.93,
    "text": "Sie findet eigentlich keine wirkliche stabile Lösung mit den Zwängen ein bisschen aber selbst das eskaliert trotzdem die ganze Zeit und die Zwänge schränken ihr Leben ein."
  },
  {
    "start": 2543.97,
    "end": 2556.33,
    "text": "Man könnte sich vorstellen bei einem Menschen, bei dem diese Angst vielleicht nicht ganz so groß aber trotzdem biographisch präsent ist dass dieser Mensch eine Lösung in seinem Leben findet, irgendwie so ein Art stabiles Gleichgewicht herzustellen."
  },
  {
    "start": 2556.87,
    "end": 2568.35,
    "text": "Das funktioniert also indem zum Beispiel ein Leben organisiert wird, indem man eigentlich Verluste, Trennungen und Abwesenheit kaum je erfahren muss."
  },
  {
    "start": 2568.43,
    "end": 2579.79,
    "text": "Wir haben es ein bisschen mit der Digitalisierung jetzt eigentlich schon angedeutet aber vielleicht auch in dem Sinne das der Zeitlichkeit von allen Beziehungen und vom Leben überhaupt kaum Raum eingeräumt wird."
  },
  {
    "start": 2580.25,
    "end": 2585.75,
    "text": "Also ich meine damit, dass man so eine Art Kosmos um sich schafft in dem sich nichts verändert."
  },
  {
    "start": 2586.19,
    "end": 2589.35,
    "text": "In dem psychisch die Zeit stillzustehen scheint."
  },
  {
    "start": 2590.09,
    "end": 2606.65,
    "text": "also der Fakt das Menschen sich verändern Beziehungen sich verändern Der Körper altert Möglichkeiten sich schließen Ich mit zwanzig nicht mehr dieselben Lebensmöglichkeiten Nicht mehr denselben Körper hab wie mit vierzig Wie das irgendwie psychisch und vielleicht möglichst auch real ausgeblendet wird."
  },
  {
    "start": 2607.15,
    "end": 2611.05,
    "text": "Also ich mache keine Sachen, wo ich die Erfahrung machen könnte dass mein Körper gealtert ist."
  },
  {
    "start": 2611.09,
    "end": 2613.47,
    "text": "Sondern ich schränke mich dann halt von vornherein immer schon ein."
  },
  {
    "start": 2613.87,
    "end": 2624.51,
    "text": "Ich riskiere sozusagen gar nicht diese Verlusterfahrung Und versuche so etwas wie ein universelles Konservieren eigentlich meiner Lebenssituation und meines inneren Zustandes."
  },
  {
    "start": 2624.55,
    "end": 2631.61,
    "text": "Es kann man äußerlich vielleicht sich besser vorstellen, also jemand der auch nichts verändert – ja da ist eine Weg ins Messie-Syndrom – nichts loslassen kann."
  },
  {
    "start": 2631.91,
    "end": 2633.55,
    "text": "aber es ist auch innerlich gemeint."
  },
  {
    "start": 2633.75,
    "end": 2641.37,
    "text": "Also dass ich innerlich den Aspekt der Veränderung des Alters, des Verlierens von etwas nicht zulasse psychisch."
  },
  {
    "start": 2642.31,
    "end": 2647.99,
    "text": "Also selbst wenn dann zum Beispiel Kinder aus dem Haus gehen, erkenne ich das quasi psychisch nicht an."
  },
  {
    "start": 2648.39,
    "end": 2651.45,
    "text": "Also ich lebe innerlich so weiter als wäre das gar nicht passiert."
  },
  {
    "start": 2651.61,
    "end": 2658.69,
    "text": "also selbst wenn ich dann mit meinem Kopf natürlich weiß dass es passiert ist aber irgendwie führt das nicht in einen Prozess des Trauerns, des Gefühls von Verlust."
  },
  {
    "start": 2658.83,
    "end": 2663.63,
    "text": "aber dann auch immer ja der Möglichkeit für Neuo-Organisation oder aber das wäre das andere."
  },
  {
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    "end": 2665.53,
    "text": "Ich treffe nie Entscheidungen."
  },
  {
    "start": 2665.65,
    "end": 2668.51,
    "text": "Das wäre eine Möglichkeit wie man Prokrastination verstehen kann."
  },
  {
    "start": 2668.59,
    "end": 2673.27,
    "text": "Also entscheiden heißt ja immer eine Sache wählen und alle anderen Optionen verlieren."
  },
  {
    "start": 2673.37,
    "end": 2677.69,
    "text": "Also ich kann eben da nicht alles werden, sondern ich kann dann nur einen Beruf zum Beispiel ergreifen."
  },
  {
    "start": 2678.03,
    "end": 2678.85,
    "text": "Ich entscheide mich nicht."
  },
  {
    "start": 2678.91,
    "end": 2685.57,
    "text": "Ich halte das innerlich die ganze Zeit offen oder lebe im Gefühl... ...ich könnte mich aber immer noch ganz anders entscheiden und es ist jetzt alles nur gerade vorläufig."
  },
  {
    "start": 2686.03,
    "end": 2689.83,
    "text": "Und auch das wäre so eine Art und Weise eigentlich dem Aspekt der Zeitlichkeit zu entgehen."
  },
  {
    "start": 2691.57,
    "end": 2699.61,
    "text": "Das führt meistens zu einem Gefühl von Sicherheit, Stabilität um den Preis einer gewissen Lebendigkeit."
  },
  {
    "start": 2700.01,
    "end": 2704.79,
    "text": "Also man hat sich dann eigentlich bei lebendigen Leib konserviert selbst oder einbalsamiert."
  },
  {
    "start": 2705.23,
    "end": 2717.01,
    "text": "Und das Erleben von Zeit ist dann etwas gleichförmig, also es ist sozusagen wie ein stillgestelltes inneres Universum was je länger die Zeit vergeht auch etwas von Lehre gewinnt."
  },
  {
    "start": 2717.13,
    "end": 2719.41,
    "text": "häufig Es ist ja auch eine Illusion."
  },
  {
    "start": 2720.01,
    "end": 2726.15,
    "text": "Also die Zeit vergeht ja trotzdem und der Körper altert trotzdem, der interessiert sich nicht dafür wie ich das psychisch organisiere."
  },
  {
    "start": 2726.41,
    "end": 2733.85,
    "text": "Die dann meistens irgendwann an den Punkt kommt oder doch die Zeit... ...die Vergänglichkeit dann traumatisch einbricht."
  },
  {
    "start": 2734.43,
    "end": 2737.23,
    "text": "also wenn es trotzdem plötzlich zu Verlusten kommt?"
  },
  {
    "start": 2737.85,
    "end": 2753.47,
    "text": "Oder eine Krankheit kommt, die zeigt dass der Körper viel älter geworden ist Und dass der Person immer schwieriger fällt, dann das noch auf diese Weise so zu konservieren und sich quasi davon abzuschauten sie auf immer dünnere Inseln antreten muss bis die dann doch irgendwann zu pathologischen Lösungen greift."
  },
  {
    "start": 2754.15,
    "end": 2764.17,
    "text": "Das wäre sozusagen ein Beispiel wie es sich zeigen kann Wenn wir jetzt nochmal auf den Fall Marion gehen oder auch vielleicht jemand der sich darin wieder erkennt wie wir das eben beschrieben haben."
  },
  {
    "start": 2765.21,
    "end": 2769.45,
    "text": "Wodurch kann man denn solche Verlustängste irgendwie bearbeiten?"
  },
  {
    "start": 2770.57,
    "end": 2774.57,
    "text": "Ein wenig psychisch nachreifen, wenn es um so etwas geht wie Objektkonstanz."
  },
  {
    "start": 2775.75,
    "end": 2780.79,
    "text": "Also, man würde glaube ich jemanden wie Marion schon empfehlen eine Therapie aufzusuchen."
  },
  {
    "start": 2781.07,
    "end": 2800.99,
    "text": "Bei Marion wäre wahrscheinlich überhaupt das mal wichtig dass sie merkt dass ihr dieses Sicherheitsverhalten das hast du ja auch schon vorhin aufgegriffen als solches versteht und deswegen sich auch kein Vertrauen bilden kann sondern weil es sich darum einen Abwehrmechanismus im Grunde handelt um schlimme Ängste in Schacht zu halten und sie dadurch diese Erfahrung des Vertrauens eigentlich auch."
  },
  {
    "start": 2801.17,
    "end": 2802.35,
    "text": "da kommt sie gar nicht erst"
  },
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    "text": "hin."
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    "text": "Ich"
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    "text": "denke aber auch dass die Auseinandersetzung mit diesem, woher kommen diese Ängste wirklich sehr zentral sind."
  },
  {
    "start": 2810.99,
    "end": 2826.63,
    "text": "Häufig ist es ja so, dass Menschen das dann gar nicht so genau verbinden können, wo her das genau kommt oder wo das Gefühl ist ... Ja ich weiß da gab's zum Beispiel diese Trennung von der Mutter aber sie emotional irgendwie nicht wirklich eine Bedeutung gewinnen kann."
  },
  {
    "start": 2826.69,
    "end": 2834.77,
    "text": "also man sagt dann emotional unbewusst ist selbst wenn sich kognitiv bewusst ist und da muss man Verbindungen herstellen, emotionaler."
  },
  {
    "start": 2834.83,
    "end": 2836.87,
    "text": "Das ist eben auch eine therapeutische Arbeit."
  },
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    "text": "Deswegen würde ich Marion wirklich eine Therapie raten."
  },
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    "text": "Für einen selber zu Hause glaube ich sich auf die Suche begeben nicht, sich zu sagen, die Ängste sind nur unsinnig und wie kann ich mich dazu zwingen?"
  },
  {
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    "text": "Zu vertrauen sondern wirklich zu überlegen was gab es für Atmosphären zuhause und wofür fürchte ich mich eigentlich genau."
  },
  {
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    "end": 2860.57,
    "text": "Und da sich noch mehr auf die suche zu bekämen, ist glaub ich schon ein erster wichtiger Schritt."
  },
  {
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    "text": "Meines Erachtens ist das noch nicht so ganz klar, oftmals."
  },
  {
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    "text": "Also für das Verständnis ist es ja oft hilfreich eben diese kindliche Perspektive auf sich selbst oder vielleicht einen betroffenen Angehörigen zu haben weil wir oft mit dieser rationalen Ebene dann argumentieren."
  },
  {
    "start": 2876.35,
    "end": 2877.29,
    "text": "Das sind die erwachsenen Ebenen."
  },
  {
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    "end": 2884.05,
    "text": "wie wahrscheinlich ist es dass mir jetzt irgendwas passiert und so und Flugzeuge stürzen nur zur Null Komma Null Null Prozent ab und so."
  },
  {
    "start": 2884.49,
    "end": 2886.63,
    "text": "aber das ist nur die erwachsende rationale Ebene."
  },
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    "start": 2886.69,
    "end": 2895.25,
    "text": "das wäre nichts wie man ein Kind emotional wirklich erreichen und beruhigen könnte, sondern es geht ja darum ganz tiefe Kindheitsängste."
  },
  {
    "start": 2895.65,
    "end": 2903.51,
    "text": "Und die sind glaube ich wenn sie so ausgeprägt sind wie Marion nicht im Alltag mehr durch Partner oder irgendwie Alltagssituationen zu regulieren."
  },
  {
    "start": 2903.61,
    "end": 2915.37,
    "text": "also ich glaube das braucht wirklich Therapie aber es hilft trotzdem etwas im Verständnis von sich selbst wenn man sich dann als kind denkt bei dem gerade die Bindungsperson den Raum verlässt."
  },
  {
    "start": 2916.51,
    "end": 2922.31,
    "text": "Therapie heißt ja dann nachreifende Erfahrung, also eigentlich die Objektkonstanz Herstellen aufbauen."
  },
  {
    "start": 2922.87,
    "end": 2929.35,
    "text": "Ein Grund warum Therapien recht lange brauchen und die sich ja immer wieder an den Grenzen der Therapie bildet."
  },
  {
    "start": 2929.65,
    "end": 2938.53,
    "text": "Eine Therapie hat ja nicht rund um die Uhr sondern fünfzig Minuten und eine Stunde vielleicht am Tag oder mehrmals in der Woche."
  },
  {
    "start": 2938.83,
    "end": 2948.01,
    "text": "Aber meistens, wenn sich so ein emotionaler Prozess zwischen Patient und Therapeut ergeben hat, hat das viel mit dem Stundenende Begrenzung in Urlaubspausen zu tun."
  },
  {
    "start": 2948.07,
    "end": 2957.81,
    "text": "Also das ist eigentlich genau dieser Raum an der es sich dann irgendwann erträglich oder vielleicht am Anfang auch erst unerträgliche Formen von Trennungserfahrungen und ihrer Bewältigung ergeben."
  },
  {
    "start": 2959.11,
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    "text": "Es wäre auch noch mal interessant, welche Beziehung Marion genau zu ihrem Mann hat."
  },
  {
    "start": 2963.87,
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    "text": "Wer fahren?"
  },
  {
    "start": 2964.43,
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    "text": "zwar, dass er sich immer meldet?"
  },
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    "text": "Das sagt aber ja auch nichts über die emotionale Qualität ihrer Beziehungen aus."
  },
  {
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    "text": "Ich glaube, dies ist schon auch nochmal entscheidend."
  },
  {
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    "text": "Wenn da in der Qualität etwas da wäre, könnte vielleicht mit der Zeit des Sicherheitsverhalten nachlassen und dieses kontrollieren."
  },
  {
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    "text": "Also wäre zumindest die Frage oder wenn ich müsste ... Wie gesagt, wir kommen wieder zurück auf die Therapie auf den Tipp."
  },
  {
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    "text": "Aber es wäre schon fraglich ob Genau was für eine Beziehung sie eigentlich zueinander stehen."
  },
  {
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    "end": 3003.61,
    "text": "Vielleicht gibt es ja auch wirklich Seiten, wo Sie nicht gut miteinander im Kontakt sind oder vielleicht auch der Mann nicht gut mit Marion in Kontakt ist und er vielleicht so etwas abgesperrtes oder etwas nicht zugängliches hat zum Beispiel?"
  },
  {
    "start": 3003.65,
    "end": 3008.61,
    "text": "Was dann irgendwie widerspürbar ist für Marion wiederum und sie wiederum verunsichert usw."
  },
  {
    "start": 3009.43,
    "end": 3023.31,
    "text": "Also das könnte durchaus sein dass Machern vielleicht gar nicht weiß, sicher verbunden zu sein, sondern sich ein Beziehungsdynamik ergibt oder es sich vielleicht die Partnerschaft auch so konstelliert hat."
  },
  {
    "start": 3023.77,
    "end": 3031.33,
    "text": "Das Beziehung vor allem als ein permanentes sich gegenseitiges Versichern äußerlich im äuzerlichen Sinne erlebt wird."
  },
  {
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    "text": "und das wäre dann die psychotherapeutische Arbeit eine Idee davon zu gehen was eigentlich wirklich emotionale Verbindung wirklich bedeutet."
  },
  {
    "start": 3039.81,
    "end": 3046.63,
    "text": "Dafür braucht es, wie wir das gesagt haben, viel Zeit und therapeutische Prozesse sind nicht standardisierbar und planbar."
  },
  {
    "start": 3047.17,
    "end": 3073.99,
    "text": "Wir sagen das auch noch mal vor dem Hintergrund dass es – wie wir ja in anderen Folgen erwähnt haben – gerade Bestrebungen gibt Psychotherapie aber auf so eine Art technisch verstandenes Schrumpfverfahren irgendwie zu reduzieren indem man irgendwie ganz schnell Techniken appliziert Verlustangsttrainingen drei Stunden per App und noch eine Stunde mit Therapeuten oder Ähnlichem was völlig zu widerläuft eigentlich dem menschlichen und emotional wertvollen Charakter von einer therapeutischen Begegnung."
  },
  {
    "start": 3074.87,
    "end": 3091.43,
    "text": "Wir werden da unsere Stimme, soweit wir das Können immer wieder erheben gegen solche technisch verkürzten Vorstellungen von Psychotherapie und auch gegen die Versuche gravierende Einschnitte bei der Psychotherapi vorzunehmen um da irgendwie ziemlich kurzsichtig Geld zu sparen."
  },
  {
    "start": 3092.03,
    "end": 3097.17,
    "text": "wer dieses Anliegen unterstützen möchte Psychotherapeutinnen und Therapeuten gerade sehr bewegt."
  },
  {
    "start": 3097.65,
    "end": 3112.71,
    "text": "Wir haben den Show Notes einen Link zu einer Bundestags-Petition beigefügt, die schon jetzt das Quorum erreicht hat – also es muss vom Bundestag angehört werden – aber die umso mehr mediale Aufmerksamkeit und Wirkung auch im politischen Diskurs gewinnt, je mehr Menschen diese Petition"
  },
  {
    "start": 3112.83,
    "end": 3113.41,
    "text": "unterstützen.\"."
  },
  {
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    "end": 3116.69,
    "text": "Du sagst ein verkürztes Bild von Psychotherapie?"
  },
  {
    "start": 3116.89,
    "end": 3120.99,
    "text": "Ich möchte dem eigentlich anfügen, ein verkurzes Bild von Mensch."
  },
  {
    "start": 3121.57,
    "end": 3124.47,
    "text": "Ich möchte bei den Kürzungen auch noch etwas anderes hinzufügen."
  },
  {
    "start": 3124.81,
    "end": 3127.33,
    "text": "Ich habe für Kürzung durchaus Verständnis."
  },
  {
    "start": 3127.49,
    "end": 3134.87,
    "text": "oder wenn bestimmte Dinge sich verändern, dass dann vielleicht eine gewisse Zeit lang Menschen darunter leiden müssen die einen Nachteil davon tragen."
  },
  {
    "start": 3135.27,
    "end": 3142.93,
    "text": "Veränderung ist nicht immer einfach das wissen wir aus der Psychotherapie und geht auch manchmal mit Nachteilen oder ja vielleicht Trauerprozessen einher."
  },
  {
    "start": 3143.53,
    "end": 3149.97,
    "text": "es geht eigentlich nicht um ein verändertes System zum besseren, wo man ja vielleicht noch Nachteile in Kauf nehmen würde."
  },
  {
    "start": 3150.21,
    "end": 3161.15,
    "text": "Sondern es geht um einen Verschieben auch ein Verschieben der Kosten hin zu eigentlich den Schwächsten, zu denen die's am meisten brauchen und das finde ich dann eigentlich im Skandal und auch das was nicht tragbar"
  },
  {
    "start": 3161.29,
    "end": 3161.49,
    "text": "ist.\"."
  },
  {
    "start": 3162.47,
    "end": 3165.07,
    "text": "Mit diesem Appell entlassen wir euch für heute!"
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  {
    "start": 3165.27,
    "end": 3177.07,
    "text": "Wir hoffen nicht in einem dunkles Nichts sondern in ein baldiges Wiedersehen sei Auf unseren Bonusfolgen in Patreon sei es bei unseren nächsten Themen, die wir hier wieder aufgreifen wollen."
  },
  {
    "start": 3177.47,
    "end": 3186.97,
    "text": "Wir hoffen dass das heute für euch anregend war und vielleicht auch in der ein oder anderen Weise hilfreich und würden uns freuen wenn ihr euch bald wieder mit uns auf Tiefseeltauchgänge begebt!"
  },
  {
    "start": 3187.01,
    "end": 3190.37,
    "text": "Wir wünschen euch einen schönen Morgen, Mittag oder Abend!"
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    "start": 3190.69,
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    "text": "Und immer ihr das hört!"
  },
  {
    "start": 3191.93,
    "end": 3193.01,
    "text": "Tschüss!"
  }
]