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    "text": "Die Kritik bei Backstage Classical?"
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    "text": "Ja, da sind wir mit einer kurzen schnelle Nachtkritik live aus Köln vom Rosenkavalier der nach vierzehn Jahren die Kölner Oper wieder eröffnet hat."
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    "text": "und folgendes haben wir bei Backstage Classical darüber berichtet."
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    "text": "Alles Fleisch?"
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    "text": "Kein Geist!"
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    "text": "Von Axel Brüggemann."
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    "text": "Die Kölner Oper hatte nur eine Eingangstier geöffnet und so musste jeder, der rein wollte über den roten Teppich und eine schöne Geste die Hand von Intendant Hein Mulders schütteln."
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    "text": "Länger war an diesem Abend nur die Schlange vor dem Innenrestaurant der Kölener Jugend vor dem Hühnergriller Nas City Chicken gleich neben dem frisch renovierten Opernbau."
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    "text": "Ich habe in meinem Leben noch Keinen fürchterlicheren, unsinnlicheren und blöderen Rosenkavalier gesehen als diesen zur Eröffnung des Kölner Opernhauses."
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    "text": "Es fängt schon bei der Stückwahl an warum ausgerechnet der Rosenkavalier nach vierzehn Umbaujahren Orfeus hätte am Offenbachplatz sicherlich nähergelegen oder irgendein Werk das die Stadt, das Haus oder wenigstens den Opernbetrieb zum Thema erhebt stattdessen also der Rosenkavaliers."
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    "text": "Und auch dieses noch vorweg Straußwohl erotischste Oper mit Wiener Rokoko Charme, Schmäh und dem Geist des Eros ging in Köln in allen Belangen."
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    "text": "So sinnlich über die Rampe wie ein Rosenmontag kurz nach Mitternacht auf der Zübliche Straße!"
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    "text": "Ich weiß nicht bei wie vielen Opernszenierung in jüngster Zeit die einzige Regie Idee darin bestand den Plott in einen Filmset zu verlegen."
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    "text": "In der Regel ist das schiefgegangen."
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    "text": "Bei Benedikt Andrews Münchener Pigdarm, in Arnaud Bernas Kamel, in Sankt Magaretten und besonders bei Marianne Clémont's Hoffmanns Erzählungen Salzburg."
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    "text": "Und auch ihre französische Landsfrau Marie Efsigne Roll scheitert nun mit dieser Nicht-Idee im großen Kavalier."
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    "text": "Das liegt!"
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    "text": "weniger an den verzeihlichen Ungenauigkeiten."
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    "text": "Etwa daran, dass Sineroll den Assistenten die Klappe andauernd falsch herumhalten lässt, dir dann auch regelmäßig am Ende einer Szene statt an ihrem Anfang schlägt."
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    "text": "Nein!"
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    "text": "Das ganze Genre trägt nicht weil nie klar wird wer eigentlich wann auf welcher Seite der Kamera steht."
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    "text": "Anfänglich sehen wir die Marschallin und Octavia noch im Emanuell-Softpornostil miteinander rummachen."
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    "text": "Allerdings wird jede Sinnlichkeit in dieser Szene durch die Anwesenheit des Filmteams geteckt."
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    "text": "Und später tritt Marie Theré als Regisseurin mit nördiger Regiebrille und dem Stereotypen-Hosenanzug auf, die wie absurd auch den Wirtshausspuh vom Regiestuhl aus in Szene setzt und dann kurz verschwindet um wieder auftetochen."
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    "text": "Vollkommen verloren ist man im zweiten Teil wenn wir plötzlich an der Verleihung der silbernen Rose bei wohnen die warum eigentlich an Sophie geht, die aber gleichzeitig auch Hochzeit feiern soll."
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    "text": "Man muss das Dramaturgiebuch schon sehr großzügig auslesen und hier überhaupt noch irgendeinen Sinn und eine Richtung zu erkennen – alles wirkt wie in eine Form gepresst, die einfach nicht passend wird!"
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    "text": "Den Hauch einer Idee von der alternen Schauspielerin Marie, die zur Regisseurin mutiert um ihre junge Nachfolgerin Sophie in Szene zu setzen kann man höchstens mit sehr viel Goodwill erraten."
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    "text": "Aber die Verlegung des Rosenkavaliers in das Filmset ist noch das kleinere Übel an diesem Abend."
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    "text": "Das größere ist, dass Marie-Eve Esignolle die Sinnlichkeit der Oper aus dem Kopf andauernd in den Körper verlegt."
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    "text": "Alles isst hier Fleisch und nichts, gar nix wird zum Geist!"
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    "text": "Dass Orksow Lerchenau seinen beleibten nackten Körper andauernt über die Bühne schieben muss geschenkt."
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    "text": "Willi Milowitsch lässt an jeder Ecke grüßen nur derber und ohne Wiener und Kölner Humor."
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    "text": "Unverzeihlicher ist er andauernde Aktionismus, der keine klare Erzähllinie zulässt."
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    "text": "ganz besonders fehlt sie in der Wirtshaus-Szene mit der Signale offenbar nicht viel mehr anfangen kann als ein paar Geisterbahntricks zu inszenieren."
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    "text": "Dass ihr mit Octavians Hosenrolle die Genderfluidität entdeckt Oh Gott, ja!"
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    "text": "Strauß und Hoffmanns-Tal waren da längst weiter."
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    "text": "Ein Mann gibt eine Frau die von einer Frau gespielt wird, die sich als Frau verkleidet um ein Mann zu täuschen."
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    "text": "Geschlechter Verwirrung gehört zur DNA dieser Stückes Und dafür braucht es eigentlich keine Regiebrille und schon gar nicht in Köln."
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    "text": "Aber dass das der Zett am Ende In einen Duett mündet bei dem wir Octavian und Sophie endlos lange dabei zuschauen wie sie sich unbeholfen entkleiden Das ist dann wirklich brutal."
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    "text": "aber ein fünfzehnminütiges Ausziehen, dass dauernd am nächsten Haken des Miders stockt indem jeder neue Knopf vom nächsten Legato von der kommenden Intonierung ablenkt Das ist demütigend!"
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    "text": "Demütigen für die Sängerinnen, demütigen fürs Publikum, demötigen für Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal."
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    "text": "Man kann Andres Orozco erst gerade keinen mangelnden Sinn für den Wiener Klang vorwerfen."
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    "text": "Den hat er zunächst mit dem Tonkunstlerorchester und später auch mit der Wienersymphonik erhöhen lassen."
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    "text": "Vielleicht lag es in einer unberechtenbaren Akustik im neuen Haus vielleicht an zu wenigen Proben aber hier klang alles nach Testosteron und nicht nach Transcendenz."
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    "text": "laut viel zu laut klar."
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    "text": "Strauss schreibt für einen sehr großen Orchesterapparat."
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    "text": "Straus Erotik besteht in der Entkörperlichung – diese Inszenierung endet aber damit dass die Feldmarschallen die Körper der jungen Liebenden in Szene setzt."
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    "text": "als Regisseurin und so klingt es dann auch ein Dauerschallgürznichtorchester."
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    "text": "Man hätte ihr eine andere Inszenierung für dieses Debüt gewünscht und das trifft auch auf Bianca Andrew zu, die jetzt Octavian ebenfalls aus Frankfurt Spielfreude vermittelt und ihre Rolle vokal sehr differenziert und fein interpretiert."
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    "text": "Auch das ein Problem Die Heterogenität der Stimmen die Köln Europa ist ein wunderschönes Haus so sachlich so klar so stilvoll, die Architektur jeden Renovierungszentwert."
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    "text": "Vielleicht musste am Ende alles ein bisschen schnell gehen und die wichtigste Premiere des Hauses ist deshalb zu einem Debakel geworden."
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    "text": "aber vielleicht lagen viele Solbruchstellen auch in der Planung dieser Premiere."
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    "text": "Nahas City Chicken macht vor wie es geht."
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    "text": "hier steht Fleisch drauf!"
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    "text": "Und es ist auch kein Geist drin."
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    "text": "Das war die Kritik von Backstage Classical."
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    "text": "Wenn ihr Interesse an Themen aus der klassischen Musik habt, ja dann... folgt uns doch, das würde uns sehr freuen."
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    "text": "Dann verpasst ihr kein Interview mit den Movers und Shakers aus der Welt der klassischen Musik."
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    "text": "natürlich auch keine Kritik."
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    "text": "ganz besonders freuen wir uns auch wenn ihr ein Like da lasst."
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    "text": "das hilft uns wie ihr wisst immer im Ranking."
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    "text": "Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt dann schreibt uns doch."
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    "text": "Redaktion at Backstage Classicalcom."
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    "text": "Wir freuen uns auf eure Kommentare."
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    "end": 553.3,
    "text": "haltet die Ohrensteff."
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