[
  {
    "start": 0.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nSichtbarkeit fühlt sich gerade für viele Designer*innen und Illustrator*innen anstrengender an als je zuvor. Und zwar nicht, weil dein Content schlecht ist, sondern weil die Plattformen immer voller werden. Immer mehr Content, immer mehr Tempo, immer mehr auch KI-Slop. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Social Media als Akquisekanal für viele Kreative an Wirkung verliert und was du stattdessen tun kannst, um gesehen zu werden.",
    "end": 26.0
  },
  {
    "start": 26.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd das, ohne lauter schreien zu müssen und ohne mehr zu posten. Es geht um Akquise abseits der Algorithmen und abseits von Social Media. Es geht um eigene Bühnen und darum, wie echte Beziehungen entstehen, auch wenn Reichweite zur knappen Ressource wird. Und ja, wir sprechen auch über die Grenzen von Akquise ohne Social Media. Und in diesem Sinne: Herzlich willkommen im Portfolio-Podcast.",
    "end": 52.0
  },
  {
    "start": 52.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nHier erfährst du, wie du mit einer kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgt, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt. Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los. Wenn du dich in den letzten Wochen auch gewundert hast, warum deine Posts in den sozialen Netzwerken trotz guter Inhalte weniger und vielleicht auch kaum gesehen wurden: Es gibt einen Grund dafür.",
    "end": 85.0
  },
  {
    "start": 86.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd ja, ich habe es auch gemerkt. Jetzt im Januar war meine Instagram-Reichweite auf ein 6-Monats-Tief gesunken. Auf 50.000 Views pro Monat. Und das obwohl ich wie immer kontinuierlich 1 bis 2 Posts pro Woche gepostet habe. Im ersten Moment habe ich gedacht: Was passiert denn hier jetzt? Und dann habe ich mich erinnert an den letzten Sommer.",
    "end": 105.0
  },
  {
    "start": 105.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDenn im August und September hatte ich mit der gleichen Anzahl an Posts über 700.000 Views pro Monat. Das ist mehr als zehnmal so viel. Aber da war ja auch das Sommerloch. Da waren viele im Urlaub, es wurde weniger gepostet und auf einmal war der Platz im Internet. Und der Algorithmus war experimentierfreudiger als sonst. Und jetzt, im Januar war das Gegenteil der Fall.",
    "end": 130.0
  },
  {
    "start": 130.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAlle kamen aus der Winterpause zurück, Das Jahr ging los, es wurden gute Vorsätze geschmiedet und alle waren motiviert und es wurde auf einmal wieder viel gepostet, gepostet, gepostet. Es gab also wieder viel mehr Content und somit weniger Platz auf Instagram. Der Algorithmus, der sortiert in solchen Zeiten brutal aus und das bedeutet für viele weniger Reichweite. Über die letzten Jahre nutzen immer mehr Menschen soziale Netzwerke regelmäßig als Marketing-Kanal.",
    "end": 159.0
  },
  {
    "start": 159.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nEs posten also immer mehr Menschen immer mehr Posts und gleichzeitig wird auch immer mehr KI-Slop gepostet. Das ist dieser qualitativ minderwertige KI-Content und ich bin mir sehr sicher, dass der in deinem Feed auch schon aufgetaucht ist. Das sind so sinnfreie Videos mit künstlich überzeichneten Katzen oder LinkedIn-Posts, die sich eins zu eins wie eine schlechte Antwort auf einen schlechten ChatGPT-Prompt anhören, weil sie es auch sind.",
    "end": 186.0
  },
  {
    "start": 186.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd weil mit KI solche Inhalte in kürzester Zeit erstellt werden können, gibt es Milliarden von solchen Posts. Und Milliarden ist da als Wort nicht übertrieben. Allein in der Zeit von 2022 bis 2023 wurden mehr als 15 Milliarden Bilder mithilfe von Text-zu-Bild-Algorithmen erstellt. Und das war vor drei Jahren. Wir können also davon ausgehen, dass das heute, drei Jahre später, noch so viel mehr ist.",
    "end": 214.0
  },
  {
    "start": 215.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd dieser KI-Content ist also eine überwältigende Flut von Content und der besetzt die vorhandenen Plätze auf den Plattformen. Die Social-Media-Plattformen werden also dadurch immer voller und für kreative Selbstständige wird das langsam ein Problem. Denn es wird immer schwerer, mit Social Media die Menschen zu erreichen, die die kreative Arbeit brauchen und wollen. Sichtbarkeit wird immer mehr eine knappe Ressource.",
    "end": 242.0
  },
  {
    "start": 242.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd ja, das kündigt sich schon seit einigen Jahren an. Das ist also gar nicht so neu. Für die meisten kreativen Selbstständigen funktioniert Instagram zum Beispiel als Akquise-Kanal schon seit einigen Jahren nur noch so mittelgut bis schlecht. Einige wenige haben damit Erfolg, aber viele renken sich ihre Arme und Beine aus, posten fleißig und viel. Und trotzdem ist jedes einzelne Like hart erarbeitet.",
    "end": 266.0
  },
  {
    "start": 266.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nMit der Überfüllung durch KI-Slop wird es in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit nicht besser werden, sondern tendenziell eher noch schwerer. Und wenn es für Kreative immer schwerer wird, in den sozialen Netzwerken sichtbar zu werden, was ja eine Grundvoraussetzung dafür ist, diese auch für die Auftragslage zu nutzen, dann stellt sich relativ schnell die Frage: Wie geht Akquise ohne Social Media?",
    "end": 290.0
  },
  {
    "start": 290.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd lass uns vielleicht zu allererst mit der wichtigsten Frage vorab beginnen: Geht das überhaupt? Ist es überhaupt möglich, ohne Social Media heutzutage wirksame Auftragsakquise als Illustrator*in und Designer*in zu machen? Und die kurze Antwort darauf ist: Ja, das geht. Grundsätzlich ist es sehr gut möglich, auch erfolgreich Akquise zu machen ohne Instagram, LinkedIn und Co. Und je nachdem, was du anbietest und an wen du dich mit deinen Angeboten richtest, sind sogar andere Akquise-Kanäle mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich erfolgsversprechender.",
    "end": 322.0
  },
  {
    "start": 322.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUm hier zu entscheiden, welche Kanäle am besten zu deinem Angebot passen, helfen dir drei Fragen. Einmal: Welche Personen will ich eigentlich erreichen? Wer ist die Person, die am Ende entscheidet, mich zu beauftragen? Das ist die, die zu meinem Angebot begeistert Ja sagen soll. Und dann frage dich auch: Wo treffe ich diese Person? Und zu guter Letzt frage dich auch: Wie recherchieren diese Menschen nach Lösungen für ihre Probleme?",
    "end": 349.0
  },
  {
    "start": 349.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAlso welchen Weg gehen sie, um dich zu finden? Wenn du diese drei Fragen beantwortest, dann wird dir auffallen, dass die sozialen Netzwerke oftmals gar nicht die erstbesten Plätze dafür sind. Oftmals gibt es Räume im echten Leben oder auch im Internet, wo du dich deutlich zielgerichteter und persönlicher bei diesen Menschen vorstellen kannst. Und ja, lass uns alle erst mal im Internet beginnen.",
    "end": 372.0
  },
  {
    "start": 372.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nWenn deine potenziellen Kund*innen mit großer Wahrscheinlichkeit nach Angeboten googeln, also zum Beispiel wenn sie googeln, »Live zeichnen in Hamburg«, dann kannst du darauf reagieren, indem du deine Webseite für Suchmaschinen optimiert. So werden deine Kund*innen dich und deine Angebote über eine Googlesuche leichter finden. Aber oftmals suchen Kund*innen gar nicht unbedingt zu allererst im Internet, sondern fragen als allererstes ihr Netzwerk und bitten dort um Empfehlungen.",
    "end": 404.0
  },
  {
    "start": 404.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDie Frage wäre hier also: Was kannst du tun, damit deine Kund*innen dich gerne weiterempfehlen? Und auch: Wie kannst du dein Netzwerk nutzen, damit dich die Menschen, die dich schon kennen, gerne weiterempfehlen? Das mag ich an Akquise außerhalb der sozialen Netzwerke. Akquise wird dort oft deutlich persönlicher, menschlicher und absurderweise sozialer. Aber vielleicht willst du ja auch von einem Verlag beauftragt werden und du kennst einfach niemanden, der dir eine Tür aufmachen kann, der dich also empfehlen kann.",
    "end": 433.0
  },
  {
    "start": 434.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nKlar, auch in so einem Fall sollte dann dein Zuhause im Internet, dein Web-Portfolio, deine Arbeiten bestmöglich repräsentieren, damit Menschen, die hier landen, gleich verstehen, was sie von dir bekommen. Aber natürlich kannst du hier auch ganz konkrete Dinge tun. Im echten Leben. Zum Beispiel kannst du auf die Buchmesse fahren und dich dort persönlich vorstellen. Oder du schickst regelmäßig PDF Portfolios und Mailings dorthin.",
    "end": 456.0
  },
  {
    "start": 456.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd ja, am besten machst du auch gleich alles frei. Genau. Aber vielleicht bist ja Designer*in und du willst Design-Kund*innen akquirieren und kennst auch niemanden, der dich empfehlen kann. Hier gilt das gleiche. Es ist sinnvoll, dich bei wenigen ganz bewusst ausgewählten und konkreten potenziellen Auftraggeber*innen mit einem passenden Angebot persönlich vorzustellen. Akquise ohne Social Media wirkt am besten, um so näher der Kontakt ist.",
    "end": 483.0
  },
  {
    "start": 483.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nEine Email hat also mehr Wirkung als ein Instagram- oder LinkedIn-Post. Aber ein persönliches Treffen wirkt noch einmal so viel mehr als eine Email. Und ja klar, es kostet deutlich mehr Mut, jemanden im echten Leben zu treffen und sich dort vorzustellen, als einen Post in den Social-Media-Äther zu schicken. Und ja, es braucht auch ein passendes Angebot, den geeigneten Ort für die Vorstellung und die richtige Zeit, damit sich das für beide Seiten gut und richtig anfühlt.",
    "end": 512.0
  },
  {
    "start": 512.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAber es geht. Und das funktioniert meistens auch schneller als Social-Media-Akquise. Ich selbst habe zum Beispiel meine allerersten Buch-Gestaltungs-Aufträge mit Kaltakquise akquiriert – im echten Leben. Und das war erstaunlich einfach, weil ich eben nicht versucht habe, den Verlag über beeindruckende Instagram-Posts zu erreichen, sondern ich habe mir ganz gezielt einen Verlag rausgesucht und ein für diesen Verlag passendes Angebot entwickelt.",
    "end": 539.0
  },
  {
    "start": 539.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd damit bin ich auf die Buchmesse gefahren und habe das Angebot dort persönlich vorgestellt. Dafür habe ich mir Zeit genommen. Ich habe ausführlich recherchiert und ich habe ganz bewusst ausgewählt. Und dabei ist mir eine Sache aufgefallen: Wenn du dich entscheidest, nicht mehr nur hauptsächlich auf die sozialen Netzwerke für deine Akquise zu setzen, dann passiert oftmals etwas ziemlich Tolles.",
    "end": 562.0
  },
  {
    "start": 562.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDann gehst du nämlich auf einmal mit offenen Augen durch die Welt und du siehst Möglichkeiten, wie du deine Arbeit vor den richtigen Leuten sichtbar machen kannst. Du siehst auf einmal Sachen, die dir vorher nicht aufgefallen sind. Dann fällt dir zum Beispiel auf, dass du auch ganz bewusst bestimmte Events besuchen könntest, wo du weißt, dass du deine Wunsch Kund*innen dort treffen wirst.",
    "end": 581.0
  },
  {
    "start": 581.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nLokale Netzwerktreffen, Ausstellungseröffnungen, regionale Feste. Alles gilt. Und oftmals sind sogar die Events, die weniger business-orientiert sind, wirksamer. Weil du deine Kund*innen dort nicht als Kund*in kennenlernst, sondern als Mensch. Und Menschen wollen mit echten Menschen zusammenarbeiten. Und wenn du jetzt denkst: Boah, Franziska, das klingt total unangenehm, das kann ich einfach nicht. Ich verstehe deine Bedenken. Ich habe die selbst schon sehr intensiv gefühlt.",
    "end": 609.0
  },
  {
    "start": 610.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAber ich habe einen Vorschlag für dich. Nächste Woche mache ich einen kostenlosen fünf-tägigen Akquise-Workshop. In dem beweise ich dir, dass sich Akquise machbar und einfach anfühlen darf. Und wie das geht, zeige ich dir im Workshop »Mut zur Brücke«. Hier wirst du innerhalb von fünf Tagen eine neue Kund*in in deinem persönlichen Umfeld identifizieren, ein konkretes, passendes Angebot formulieren und dieses Angebot professionell pitchen, wenn du dich traust.",
    "end": 636.0
  },
  {
    "start": 636.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAlles kann, nichts muss. Damit sich das aber leicht und easy anfühlt. Nutzen wir einen Trick und wir bauen eine Brücke. Mehr verrate ich nicht. Nur so viel. Das letzte Mal haben 315 Menschen mitgemacht und es sind einige Aufträge dadurch entstanden. Und wenn nicht das, dann auf jeden Fall das befreiende Gefühl, dass aktive Akquise gar nicht schlimm ist, sondern machbar ist. Fühle dich ganz, ganz herzlich eingeladen.",
    "end": 662.0
  },
  {
    "start": 662.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nWie gesagt, am 16. Februar 2026 geht’s los und anmelden kannst du dich für 0 € unter www.diegutemappe.de/Workshop. Den Link packe ich dir auch in die Shownotes. Und ja, ich verspreche dir, nach dem Workshop wirst du keine Angst mehr vor Akquise haben und du wirst auf einmal viel mehr Möglichkeiten sehen als nur die Akquise in den sozialen Netzwerken.",
    "end": 684.0
  },
  {
    "start": 684.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nEine Sache würde ich zur Akquise ohne Social Media hier gerne noch ergänzen, denn bis jetzt haben wir ja hauptsächlich über Auftragsakquise ohne Social Media gesprochen. Aber Auftragsakquise ist nur eine Sache für die Designer*innen und Illustrator*innen die Social Media Plattformen nutzen. Daneben gibt es noch Personenmarken-Aufbau und vielleicht fragst du dich ja, wie geht das denn ohne Social Media?",
    "end": 708.0
  },
  {
    "start": 708.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDenn ja, als sie eingeführt wurden, in den 2010 Jahren, da haben Plattformen wie Instagram und Facebook Reichweite und Personal Branding demokratisiert. Davor gab es nämlich viele Gatekeeper, also die traditionellen Medien, durch die es nur für eine ganz kleine Anzahl von Kreativen möglich war, ihre Gedanken mit einer großen Öffentlichkeit zu teilen. Vor allem die Early Adopter, also die Kreativen, die auf Plattformen von Anfang an mit dabei waren und auch von Anfang an regelmäßig gepostet haben, konnten so oft über die Zeit sehr große Reichweiten aufbauen.",
    "end": 744.0
  },
  {
    "start": 744.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDiese goldenen Jahre waren zum Beispiel auf Instagram so zwischen 2013 bis circa 2018. Die Tatsache, dass es in dieser Zeit auf einmal auch Illustrator*innen und Designer*innen gab, die ein 5-, 6- und manchmal auch siebenstelligen Publikum erreicht haben, hat eine neue Form von Akquisemöglichkeit hervorgebracht: Reichweite und Influence. Und wenn du die Social-Media-Plattformen für genau das benutzt, dann nutzt du sie als Bühne.",
    "end": 772.0
  },
  {
    "start": 772.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nHier postest du also nicht nur Referenz-Werke, um Aufträge zu akquirieren, sondern teilst als Personmarke auch deine Haltung und deine Gedanken. Du zeigst, was du denkst. Du publiziert regelmäßig und du lädst andere ein, sich dein Bühnenprogramm regelmäßig anzuschauen. Damit machst du dann genau das, was heutzutage oft als Thought Leadership bezeichnet wird. Ein Begriff, der sich grob als Fachautorität oder auch Respektsperson übersetzen lässt.",
    "end": 800.0
  },
  {
    "start": 800.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nHier bist du die Expertin oder der Experte oder die Expertinnen-Person auf einem bestimmten Gebiet. Und in diese Rolle wächst du rein, weil du regelmäßig auf deiner Bühne ein Programm zu deinen Expertisefeldern aufführst. Das hat so ein paar echte Vorteile. Erstens kannst du mit einer großen Reichweite dann auch ohne Auftraggeber*innen deine eigenen Produkte verkaufen. Du wirst also unabhängig von den traditionellen Verwertungsstrukturen der Kreativwirtschaft.",
    "end": 827.0
  },
  {
    "start": 827.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd zusätzlich macht dich das Publikum, das du damit erreichst, für potenzielle Kund*innen attraktiv. Warum? Wenn du zum Beispiel regelmäßig mit deinen Posts 500.000 Menschen pro Monat auf Instagram erreichst, dann hat das für einige Kund*innen einen konkreten monetären Wert. Ein Buchverlag zum Beispiel weiß dann, dass das Buch, das er mit dir zusammen macht, von diesen 500.000 Menschen gesehen wird.",
    "end": 851.0
  },
  {
    "start": 851.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nWenn nur 3 % dieser Menschen dann das Buch auch kaufen, dann sind das 15.000 verkaufte Exemplare. Das ist zwar noch nicht Bestseller-Region, aber wirtschaftlich für die meisten Verlage eine relevante Größe. 15.000 verkaufte Exemplare bei 15 € Netto-Ladenpreis macht 225.000 € Umsatz, der mehr reinkommt. Durch deine Reichweite. Dein Publikum hat also für den Verlag einen messbaren monetären Wert.",
    "end": 878.0
  },
  {
    "start": 878.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nAber ja, Reichweite kann auch einen qualitativen Wert haben. Vertrauen ist zum Beispiel so ein qualitativer Wert. Den kann man nicht wirklich gut messen. Das hat am Ende immer so eine subjektive Einschätzung. Aber wenn dir deine 500.000 Follower*innen vertrauen, dann profitieren auch deine Kund*innen davon. Zumindest dann, wenn dein Publikum sich mit dem Wunsch-Publikum deiner Auftraggeber*innen überschneidet.",
    "end": 902.0
  },
  {
    "start": 902.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nWenn wir also fragen, wie Akquise ohne Social Media geht, dann gilt es auch für den Reichweite-Aufbau Ersatz-Kanäle zu finden. Und das bedeutet für Kreative heute: Wir bauen uns unsere eigenen Bühnen. Zum Beispiel in Form eines Blogs auf deine Website. Du könntest auch ein Buch schreiben. Oder du publiziert einen Podcast. Auch ein regelmäßig versendeter Newsletter ist eine Bühne, die dir gehört.",
    "end": 926.0
  },
  {
    "start": 926.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nOder aber du baust dir einen YouTube-Kanal auf. Jetzt kannst du sagen: Halt Franziska, Stopp! YouTube ist doch auch eine Social-Media-Plattform, die gerade zugemüllt wird mit KI-Slop. Also das mit dem KI-Slop stimmt. Aber YouTube ist kein klassisches soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine wie Google. Menschen suchen hier nach Infos und nach Lösungen. Und genau deshalb kann es auch für Kreative eine smarte Idee sein, hier Content zu kreieren, über den sie von Kund*innen gefunden werden.",
    "end": 956.0
  },
  {
    "start": 956.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nNatürlich ist das bei bestimmten Angeboten sinnvoller als bei anderen. Und es gilt, eine passende Bühne zu deinem Bühnenprogramm auszuwählen. Auch hier helfen dir wieder die drei Fragen vom Anfang. Einmal: Welche Person will ich eigentlich erreichen mit meinem Bühnenprogramm? Wer sind also die Personen, die sich von meinem Bühnenprogramm angesprochen fühlen sollen? Und dann frage dich auch: Wo treffe ich diese Menschen und wie suchen diese Menschen nach Angeboten wie meinem?",
    "end": 985.0
  },
  {
    "start": 985.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nIn den sozialen Netzwerken hilft dir beim Gefunden werden ein Algorithmus. Im echten Leben leider nicht. Du kannst natürlich klassische Pressearbeit machen, also die traditionellen Medien über dein Bühnenprogramm informieren. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn du ein Buch geschrieben hast oder deinen Podcast sichtbar machen willst oder eine Ausstellung machst. Und natürlich kannst du auch hier Bühnen in physischen Räumen kreieren.",
    "end": 1007.0
  },
  {
    "start": 1007.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nIch habe es ja gerade schon gesagt. Stichwort Ausstellung. Denn natürlich sind auch Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Workshops Bühnen, die du mit deinem Programm bespielt. Und umso mehr Menschen zu deinen jeweiligen Aufführungen kommen, desto leichter wird es, die richtigen Menschen zu finden, die sich für deine Themen interessieren. Auch ohne Social Media. Aber, und hier kommt ein ganz wichtiges Aber: Diese Form von Reichweite-Aufbau, Personenmarken-Aufbau und Influence ohne Social Media dauert meistens sooo viel länger, als wenn du die sozialen Netzwerke nutzt.",
    "end": 1042.0
  },
  {
    "start": 1042.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nKlar, die sozialen Beziehungen, die dadurch entstehen, sind oft stärker, echter und näher. Aber hier muss ich auch ganz ehrlich sein: Damit Menschen deine Bühne finden, braucht es Marketing. Es braucht viele Menschen, die zu dir kommen. Und weil aktuell noch so viele Menschen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, hilft die Sichtbarkeit dort immer noch. Auch wenn sie durch KI-Slop immer schwieriger wird.",
    "end": 1066.0
  },
  {
    "start": 1066.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nDenn ja, es gibt einen guten Grund, warum ich jede Woche die neue Podcastfolge auf Instagram vorstelle. Denn dadurch bekommen einfach so viel mehr Menschen mit, dass es eine neue Folge gibt. Klar, ich habe auch einen SEO-optimierten Blog und ich schreibe einen wöchentlichen Newsletter dazu. Ich spreche auf Bühnen, halte Vorträge, gebe Workshops und ja, ich fahre auch auf Branchen-Events, lege Flyer an geeigneten Orten aus und vernetze mich mit Kolleg*innen.",
    "end": 1091.0
  },
  {
    "start": 1091.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nUnd ja, ich bitte auch regelmäßig meine Hörer*innen, den Podcast weiter zu empfehlen, weil ein zufriedenes Publikum die beste Werbung überhaupt ist. Und weiter Empfehlungen bringen am meisten. Aber mit Social Media geht es gerade eben doch noch schneller als ohne. Die wichtige Frage ist natürlich: Wie lange noch? Auch mit diesen ganzen KI-Slop-Entwicklungen. Und was kommt danach? Darauf habe ich heute keine Antwort parat.",
    "end": 1116.0
  },
  {
    "start": 1116.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nVielleicht hast du ja Ideen und Gedanken dazu. Deine Meinung interessiert mich. Schreib mir gerne. Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Hier noch einmal die Erinnerung: meld dich sehr gern für 0 € für den 5-tägigen Akquise-Workshop »Mut zur Brücke« ein. Wir starten am 6. Februar 2026. Und dann? Dann hören wir es wieder nächste Woche. Ich freue mich auf dich.",
    "end": 1135.0
  },
  {
    "start": 1136.0,
    "text": "Dr. Franziska Walther:\nBis dahin. Tschüss.",
    "end": 1141.0
  }
]