[
  {
    "start": 5.0,
    "text": "Werner P. \nIch begrüße Euch zur Grünen Sprechstunde im Februar. Ich bin Werner Peitzmann, kümmere mich um die Fachberatung bei Compo und freue mich, dass ihr heute wieder mit dabei seid. Thema in der heutigen Sprechstunde sind Schädlinge bei Orchideen. Bevor wir uns jetzt mit einigen Schädlingen gezielt beschäftigen vielleicht so ein paar Hinweise noch zur Pflege von Orchideen. Einmal geht es, wie gesagt, gleich um Schädlinge, aber was bei Orchideen leider auch oft passiert, dass die mit zu viel Wasser versorgt werden. Das mögen Orchideen gar nicht.",
    "end": 37.0
  },
  {
    "start": 37.0,
    "text": "Werner P. \nBei Orchideen ist immer wichtig, die natürlich feucht zu halten, vielleicht einmal pro Woche zu tauchen und das Wasser ablaufen zu lassen, was die Pflanze da nicht aufgenommen hat. Das reicht aus. Einfach ist das wichtig, so vorzugehen, damit es nicht zu einer Wurzelfäule kommt.",
    "end": 52.0
  },
  {
    "start": 52.0,
    "text": "Werner P. \nProblem bei Orchideen, gerade im Winter, sind verschiedene Schädlingsarten, die da vorkommen können.",
    "end": 58.0
  },
  {
    "start": 58.0,
    "text": "Werner P. \nBeispielsweise werden Orchideen relativ häufig von Woll- und Schmierläusen befallen. Aber auch Schildläuse kommen häufiger mal vor. Manchmal stellt man auch Thripse oder auch Spinnmilben fest, die dann auch den Pflanzen erheblich zusetzen können.",
    "end": 72.0
  },
  {
    "start": 72.0,
    "text": "Werner P. \nProblem, gerade im Winter, ist häufig die Heizungsluft. Die Orchidee wird idealerweise auch an einem warmen Standort platziert, aber das sind dann eben auch solche Bedingungen, wo sich diese Schädlinge wohlfühlen und was an der Stelle noch dazu kommt, ist der Lichtmangel, der einfach durch die kurzen Tage, die wir im Winter haben, bedingt ist.",
    "end": 93.0
  },
  {
    "start": 93.0,
    "text": "Werner P. \nSchauen wir uns mal die einzelnen Schädlinge an, die bei den Orchideen eine relativ große Rolle spielen. Recht häufig kommen Woll-und Schmierläuse vor und was ganz typisch ist bei dieser Schädlingsart, das ist diese Wachsschicht. Das sieht tatsächlich aus wie so kleine Watteknäule, und das erkennt man dann auch relativ gut, es ist auch mit bloßem Auge gut ersichtlich, und diese Läuse saugen natürlich eine ganze Menge Pflanzensaft ab aus den Blättern der Orchidee und hinterlassen, und das macht das an der Stelle auch ein bisschen problematisch, einen klebrigen Belag, das sind so die Ausscheidungsprodukte der Läuse. Und zwar ist das dann der Honigtau, und dieser Honigtau verklebt die Blätter und sorgt dafür, dass die Blätter Photosynthese nicht mehr so gut betreiben können.",
    "end": 137.0
  },
  {
    "start": 137.0,
    "text": "Werner P. \nEine ähnliche Schädlingsart sind die Schildläuse. Der Name steckt da schon drin, Laus. Auch da ist es so, dass eben diese Läuse eine ganze Menge an Pflanzensaft aus der Pflanze heraus saugen und eben auch diesen klebrigen Honigtau hinterlassen.",
    "end": 152.0
  },
  {
    "start": 152.0,
    "text": "Werner P. \nSchildläuse erkennt man relativ gut an diesen kleinen Pocken, die sich da bilden. Und wenn man vielleicht gar nicht so genau auf die Blätter der Orchidee guckt, denkt man vielleicht einen Augenblick, das ist irgendwie eine Auswölbung, die das Blatt selber gebildet hat, aber nein, es sind eben diese Schildläuse, die sich da entwickelt haben, beide Schädlingsarten, wie gesagt, kommen relativ häufig vor.",
    "end": 174.0
  },
  {
    "start": 174.0,
    "text": "Werner P. \nWas auch durchaus oft anzutreffen ist, sind Thripse, mit deutschem Namen Blasenfüße genannt. Das sind deutlich kleinere Tiere, die an der Pflanze saugen. Auch diese Thripse gehören mit zu den Insekten und saugen eine ganze Menge Pflanzensaft ab.",
    "end": 189.0
  },
  {
    "start": 189.0,
    "text": "Werner P. \nUnd schließlich findet man an den Orchideen häufig auch Spinnmilben. Spinnmilben, das ist eine andere Tiergruppe, die gehören mit zu den Spinnentieren, und auch die saugen an der Pflanze, sind aber dadurch eher gekennzeichnet, die Spinnmilben, dass sie den grünen Farbstoff aus den Blättern heraus saugen, und das kann man sich ja dann vorstellen, da, wo der grüne Farbstoff abgesaugt worden ist durch die Spinnmilben, werden die Blätter aufgehellt und dann sieht es so aus, als ob da ganz viele helle, kleine weiße Punkte im Blatt vorhanden wären.",
    "end": 223.0
  },
  {
    "start": 223.0,
    "text": "Werner P. \nWas ist nun zu tun? Einerseits geht es natürlich darum, die Pflege möglichst zu optimieren, das entsprechend eine höhere Luftfeuchtigkeit in der Räumlichkeit vorhanden ist, dass man ausreichend lüftet, das spielt immer eine große Rolle und auch das ist ein guter Tipp, dass man die Orchideen regelmäßig mit einem Blattpflegespray behandelt, befeuchtet.",
    "end": 242.0
  },
  {
    "start": 242.0,
    "text": "Werner P. \nDas sorgt dafür, dass verschiedene Schädlingsarten dann weniger vorkommen. Insbesondere die Spinnmilbe mag das nicht. Was auch gut ist, gerade in den Wintermonaten kann man das auf jeden Fall empfehlen, die Orchidee möglichst hell zu platzieren, durchaus auch an ein Südfenster, weil zu der Jahreszeit die Sonne so wenig Kraft hat, dass es definitiv nicht zu Verbrennungsschäden kommt. Und natürlich sehr reduziert, aber auch die Nährstoffversorgung ist im Winter wichtig, dass gelegentlich dann auch dem Gießwasser eine Portion Dünger in flüssiger Form mit zugegeben wird.",
    "end": 278.0
  },
  {
    "start": 278.0,
    "text": "Werner P. \nWenn es nur einzelne Schädlinge sind, bei den Woll-und Schmierläusen oder auch bei den Schildläusen, kann man versuchen, diese mit einem weichen Tuch abzuwischen. Das geht ganz gut, wenn man das sehr vorsichtig macht, wird das Blatt dadurch auch nicht beschädigt. Wenn der Befall etwas umfangreicher aufgetreten sein sollte, dann ist es sicherlich ratsam, ein entsprechendes Pflanzenschutzmittel einzusetzen, was eben auch an der Orchidee verwendbar ist. Dadurch werden dann die Schädlinge entsprechend bekämpft. Was aber wichtig ist zu wissen, insbesondere bei den Woll-und Schmierläusen, aber auch bei den Schildläusen, die werden nicht automatisch abfallen. Bei beiden Tierarten sieht man die trocknen ein, aber dann sollte man anschließend, wenn man das eben festgestellt hat, mit einem weichen Tuch die bekämpften Woll- und Schmierläuse abwischen, damit einfach die Pflanzen wieder schön aussieht auf der einen Seite und sich dann auch wieder gut regenerieren kann.",
    "end": 333.0
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  {
    "start": 333.0,
    "text": "Werner P. \nIch wünsche euch nun viel Freude mit euren Orchideen und hoffe, dass bei euch der Schädlingsbefall möglichst klein ausfällt oder besser noch ganz ausbleibt.",
    "end": 355.64
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