[
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    "end": 7.279,
    "text": "Das, was ich interessant finde ist ... Und da geht es natürlich wieder in das Ganze individuelle."
  },
  {
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    "end": 8.2,
    "text": "Also, was?"
  },
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    "text": "Ich müsste Sie jetzt fragen, was bedeutet für Sie denn Ihr Smartphone?"
  },
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    "text": "Womit laden Sie das auf?"
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    "text": "Vielleicht ist es für Sie wirklich etwas sehr Personales."
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    "text": "Vielleicht früher, ich glaube, es wird immer mehr was Persönliches."
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    "text": "Es war lange schon vorbei, dass es nur ein Informationssträger ist."
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    "text": "Man würde ja schauen Was bedeutet denn für Sie das Smartphone?"
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    "text": "Ihr hört fünfzig Minuten"
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    "text": "den Psychoanalytischen"
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    "text": "Podcast"
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    "text": "der Internationalen Psychoanalytischen Universität"
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    "text": "Berlin."
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    "text": "Für die Länge einer Psychotherapiestunde bringen wir eine psychoanalytische"
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    "text": "Perspektive im Podcast-Form."
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    "text": "Die große Mehrheit der Menschen hat heute jederzeit ihr Smartphonegriff bereit, in der Tasche auf dem Schreibtisch in der Hand!"
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    "text": "Wir sind immer online."
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    "text": "Unsere Endgeräte fungieren wie Verlängerungen unseres Körpers, die Social Media Feeds bilden das Hintergrundrauschen zu jeder Tageszeit."
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    "text": "Manche werden sich dabei erwischen wie sie reflexartig zum Gerät greifen noch bevor Sie wissen warum oder wozu."
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    "text": "Das macht etwas mit uns."
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    "text": "Es verändert und unsere Beziehung."
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    "text": "Wenn wir heute darüber sprechen stellen wir uns nicht auf eine Seite um die Techno-Apokalypse auszurufen oder den KI Messiers zu beschwören."
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    "text": "Wir fragen uns einfach, was das mit Menschen macht?"
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    "text": "Welche Prozesse ablaufen?"
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    "text": "Was bedeutet es für jeden Einzelnen – für unsere Beziehung und auch unsere Psyche?"
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    "end": 107.58,
    "text": "Damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge «Fünfzig Minuten»."
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    "end": 109.5,
    "text": "Mein Name ist Daniel Jakubowski."
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    "text": "Ich bin euer Host an der IPU zuständig für Wissenschaftskommunikation."
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    "text": "Meine Gästein heute ist Anna Getchen."
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    "end": 120.479,
    "text": "Sie ist Psychonalytikerin für Erwachsene, Kinder und Jugendliche."
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    "text": "Und war auch schon an der EPU an einem Forschungsprojekt beteiligt."
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    "text": "Die amerikanische Soziologin Sherry Turkel spricht von einer Always-On Kultur oder POPC – Permanently Online, Permanantly Connected."
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    "text": "Sie beschäftigt sich schon seit langem besonders intensiv mit Psychonalyse und der Mensch-Technik-Interaktion."
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    "text": "Ich teile also bin ich sagt sie als Referenz darauf, dass sehr viele heutzutage ihren Alltag online abbilden möglicherweise sogar strukturieren."
  },
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    "text": "Übrigens wer jetzt direkt auf das Exzessive darin aufmerksam wird?"
  },
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    "end": 159.22,
    "text": "Das muss nicht immer gleich Sucht sein."
  },
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    "end": 170.46,
    "text": "entscheidend ist für uns heute das Internet Smartphone Social Media und mittlerweile auch die sogenannte künstliche Intelligenz unseren Alltag und unsere Aufmerksamkeit verändern."
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    "text": "Dass ihr gerade unseren Podcast hört ist dafür ein gutes Beispiel."
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    "end": 182.92,
    "text": "Die wenigsten von euch werden dabei zurückgelehnt im Sessel sitzen und nichts weiter tun, sondern vermutlich die eine oder andere Tätigkeit nebenher erledigen."
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    "text": "Der Podcast zeigt also bereits was es bedeutet immer online zu sein und dauerhaft von einem Gerät begleitet zu werden."
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    "text": "Aus der Realität zu fliehen für einen Moment oder beim Doomscrollen auf einer ganzen Zugfahrt – das sind Varianten der permanenten Vernetzung im Internet!"
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    "text": "Wir vertiefen uns, versenken uns im Medium."
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    "text": "Eine andere Möglichkeit ist, dass mobile Erledigen von Aufgaben."
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    "text": "viele Arbeitsprozesse werden erleichtert."
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    "text": "Dadurch aber auch beschleunigt und letztlich entgrenzt."
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    "text": "Wir können eben von überall aus arbeiten."
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    "end": 228.28,
    "text": "unsere Aufmerksamkeit ist dauerhaft eingeschaltet Und das kann auch zum Problem werden spätestens wenn dieser Mechanismus von Plattformen aus genutzt wird um uns möglichst lange im Loop zu halten und dadurch mehr Geld zu machen."
  },
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    "end": 239.5,
    "text": "wir fangen jetzt aber von vorne an und werden sehen, dass Computer, Internet, Smartphone, Social Media – auch KI- und Chatbots nicht einfach nur Teufelszeug sind."
  },
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    "end": 248.48,
    "text": "Anagetchen ist Psychoanalytikerin in eigener Praxis und behandelt Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche."
  },
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    "end": 259.579,
    "text": "An der IPU war sie Teil des Forschungsprojekts Psychoanalytische Reflexionen digitaler Virtualität unter der Leitung von Elfriede Löchel, die mittlerweile Seniorprofessorin bei uns ist."
  },
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    "end": 264.5,
    "text": "Im Rahmen des Projekts entstand auch Anagétiens Buch Immer online?"
  },
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    "end": 274.299,
    "text": "Darin befasst sie sich mit dem Verhältnis der Entwicklungsprozesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, und digitalen Medien innerhalb psychionalitischer Behandlungsverläufe."
  },
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    "text": "Herzlich willkommen bei uns im Podcast Anagetien!"
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    "text": "Ich freue"
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    "text": "mich dass ich hier bin."
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    "text": "Die sogenannte KI ist nur ein aktueller Entwicklungsschritt in der Digitalisierung unseres Soziallebens der schon viel früher begonnen hat."
  },
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    "text": "Schon in den Achtzigerjahren waren manche Menschen online, tauschten sich damals vor allem gezielt zu spezifischen Themen aus."
  },
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    "text": "Mit der Zeit verbreitete sich das Internet immer stärker und seit nicht mal zwanzig Jahren gibt es Smartphones."
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    "text": "Ich glaube, zwei Tausend Sieben ging das los mit dem iPhone da."
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    "text": "also ich glaube auch vorher schon Smartphones aber da ging das so richtig los wenn ich das richtig wahrgenommen habe."
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    "end": 315.26,
    "text": "Ja, die Smartphones sind dafür in unserem Leben mittlerweile omnipräsent."
  },
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    "text": "Ein zentrales Steuerungsgerät auch für Beziehungen."
  },
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    "end": 324.419,
    "text": "Insofern lassen sie uns gerne diese Entwicklung versuchen ein wenig chronologisch nachzuvollziehen."
  },
  {
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    "text": "Was denken Sie?"
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    "text": "War der sowas wie ein erster zentraler Schritt dahin dass unser Beziehungsleben heute stark digitalisiert ist bzw wir Teile davon online führen?"
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    "text": "Wie würden sie sagen ging das los?"
  },
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    "end": 343.74,
    "text": "Also wie das losging, ich denke da müssten wir wahrscheinlich auf die technologische Entwicklung gucken."
  },
  {
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    "text": "Wie sich das Internet eigentlich verschränkt hat mit der Digitalisierung."
  },
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    "text": "Also Digitalisierung war ja am Anfang nur ... Wir denken jetzt in Null und Einzen."
  },
  {
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    "end": 355.719,
    "text": "Analoge Informationen werden übersetzt in Digitale."
  },
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    "text": "Das hat sich verschränken mit der Entwicklung des Internets also das WWW World Wide Web damit Und ich glaube, das war ein zentraler Punkt."
  },
  {
    "start": 364.58,
    "end": 370.62,
    "text": "Dass dann immer mehr Präsentation, Kommunikation ins Zentrum gerückt ist und nicht nur Information."
  },
  {
    "start": 371.659,
    "end": 379.56,
    "text": "Und dann kamen, glaube ich als dritter wesentlicher Beschleuniger – das haben Sie ja eben gesagt – die Entwicklung des Smartphones dazu."
  },
  {
    "start": 381.099,
    "end": 390.7,
    "text": "Ich habe mich mal ein bisschen ausführlicher beschäftigt damit wie das in den Achtzigerjahren ablief mit diesen Bullets in Boards und diesen Foren, die es da gab."
  },
  {
    "start": 390.74,
    "end": 397.2,
    "text": "Es gab auch so Wie nennt man die noch mal solche Online-Rollenspiele?"
  },
  {
    "start": 397.28,
    "end": 398.299,
    "text": "So kann man die, glaube ich nennen."
  },
  {
    "start": 398.84,
    "end": 418.82,
    "text": "Die damals noch total komplett textbasiert sind was aus heutiger Perspektive natürlich fast schon ein bisschen kurios ist sich das vorzustellen und gibt es allerdings auch heute noch Und das war ja am Anfang eher so eine Art Nerdgeschichte oder so für Spezialisten die irgendwie auch schon PC hatten und sowas."
  },
  {
    "start": 420.26,
    "end": 429.64,
    "text": "Das Internet hat sich ja so Ich sag mal, grob Anfang der zweitausender Jahre angefangen in der breiten Masse zu verbreiten."
  },
  {
    "start": 430.96,
    "end": 432.44,
    "text": "Was mich interessiert dieser Punkt?"
  },
  {
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    "end": 434.76,
    "text": "Was ist denn da passiert?"
  },
  {
    "start": 434.82,
    "end": 437.94,
    "text": "Wir hatten ja vorher auch schon, weiß ich nicht... wir haben Briefe geschrieben und telefoniert."
  },
  {
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    "end": 443.799,
    "text": "Würden Sie sagen es hat sich irgendwas verändert durch diese Digitalisierung indem wie wir miteinander in Kontakt treten?"
  },
  {
    "start": 444.7,
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    "text": "Also ich glaube Das ist eine ziemlich komplexe Frage."
  },
  {
    "start": 450.2,
    "end": 466.859,
    "text": "Also diese Nerd-Spiele oder das, was die Jugendlichen da gemacht haben, dass wir auch ihre Computer zusammengestellt haben und sie vernetzt haben – das lief ja alles doch noch relativ an der Grenze PC analog und hatte noch gar nichts mit dem, was wir heute unter Internet oder KI verstehen zu tun."
  },
  {
    "start": 467.479,
    "end": 478.9,
    "text": "Insofern glaube ich, was sich auf jeden Fall verändert hat, ist diese enorme Fähigkeit, alles zu vernetzen Also, jeder mit jedem zu jeder Zeit an jedem Ort."
  },
  {
    "start": 479.359,
    "end": 486.34,
    "text": "Ich glaube das ist das Grundlegendste, dass wir Raum und Zeitsstruktur damit viele Grenzen aufgelöst haben."
  },
  {
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    "end": 494.68,
    "text": "Und das ist wirklich erst durch diese Vernetzung von Internet- und Digitalisierung und den neuen Formen jetzt hin bis hin zur KI, ne?"
  },
  {
    "start": 494.88,
    "end": 500.82,
    "text": "Da symbolischen und sub-symbolischen KI wie Müllhaftes unterscheidet sich entwickelt hat."
  },
  {
    "start": 501.099,
    "end": 505.58,
    "text": "Das sind ja ... Ich würde schon sagen, Quantensprünge was da jetzt passiert."
  },
  {
    "start": 505.76,
    "end": 522.539,
    "text": "Ich habe nämlich so eine Art Vermutung auch gehabt ich hätte das wahrscheinlich auch so formuliert dass wie Sie sagen diese Vernetzung eigentlich das Zentrale ist womit die Social Media Anbieter die Plattformen die großen Firmen die dahinter stehen auch ihr Geld machen damit dass diese ständige Vernetzung stattfindet."
  },
  {
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    "text": "fangen wir doch mal mit dem Smartphone an."
  },
  {
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    "end": 528.939,
    "text": "Ich erinnere mich noch, ich hatte glaube ich erst im Jahr zwölf mein erstes Smartphone."
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    "text": "Aber die Entwicklung war glaube ich am Anfang auch langsamer als sie dann stattgefunden hat."
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    "text": "aber können Sie uns beschreiben wie soll ich sagen was passiert da wenn ich ständig diesen digital companion in der Tasche habe?"
  },
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    "text": "Wenn ich sozusagen immer nur einen Griff entfernt bin von der Vernetzung mit der ganzen Welt?"
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    "text": "Ich glaube, man kann jetzt nicht sagen was passiert da."
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    "text": "Also ich glaube es gibt so unterschiedliche Formen und ich kann ja nur sozusagen aus meiner Forschung erzählen."
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    "text": "Ich habe mich dem Phänomen genähert aus der Perspektive der Klinikerin."
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    "text": "die Jugendlichen kommen alle mit den Dingen an."
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  {
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    "text": "Und was mache ich jetzt damit?"
  },
  {
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    "end": 574.24,
    "text": "Oder habe Phänomene festgestellt, neue ... Ich gehe ins Wartezimmer und früher warteten sie und guckten einen an und dachte, ja, jetzt geht's los!"
  },
  {
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    "end": 583.92,
    "text": "Jetzt muss sich die stören, weil sie hinter ihren Kopfhörern sitzen und hinter ihren Smartwohns und gar nicht auf mich warten, sondern ich quasi auf Sie warte oder sich da auch etwas verändert."
  },
  {
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    "text": "Also ich hab diese neuen Phänomenen in der Praxis festgestellt und hab gesagt, was passiert da"
  },
  {
    "start": 588.6,
    "end": 589.1,
    "text": "eigentlich?\"."
  },
  {
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    "end": 591.42,
    "text": "Und hab dann angefangen, darüber nachzudenken."
  },
  {
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    "text": "Was für eine Bedeutung hat eigentlich individuell für jeden der Patienten dieses Teil?"
  },
  {
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    "end": 606.68,
    "text": "Ja und bin oft ganz unterschiedliche ... Ich hab das versucht mit psychologischer Theorie zu begreifen weil es ist erst mal die, die mir zugänglich ist ja."
  },
  {
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    "end": 620.64,
    "text": "Und konnte dann ein Stück verstehen dass für manche das ein ganz regulatives Moment hatte zwischen Ängsten gegenüber dieser Situation Ja, oder hab's versucht in verschiedene Theorien zu kleiden."
  },
  {
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    "end": 628.819,
    "text": "Es ist ein Übergangsobjekt sein kann, keins sein muss ... Das ist ja einen Kurzschluss der oft geschlossen wird."
  },
  {
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    "text": "Dass es sozusagen eins-zu-eins gesetzt wird."
  },
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    "text": "Oder ist das erst mal auch ein nazistisches Objekt?"
  },
  {
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    "text": "Bei den Mädchen hat's dann Tausend Diamanten und ich weiß nicht was für tolle Sachen."
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  {
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    "text": "Da gehörts zum Lifestyle und Outfit."
  },
  {
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    "text": "Also, es hat ganz viele ... Funktionen für die Jugendlichen."
  },
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    "text": "Und den bin ich so ein bisschen nachgegangen, aber was sich ja auf jeden Fall verändert ist das in dem Raum auf einmal etwas anderes noch mit anwesend ist und dass es nicht nur ein Spielzeug wie es vielleicht sonst war."
  },
  {
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    "text": "jemand bringt ein Spielzeuge mit das verweist auch etwas anderes."
  },
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    "text": "was aber außerhalb ist dann etwas was mit sich im raum entfaltet."
  },
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    "text": "Das finde ich drei sehr gute Stichworte, das Übergangsobjekt, das narzissische Objekt und das zusätzliche im Raum."
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    "text": "Als Sie das erzählt haben diese Klischee im Kopf gehabt... wo sie auch gesagt haben, mit Kopfhörern."
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    "text": "Das ist ja irgendwie ein Stück weit logischerweise so'n Generationen-Clash der da stattfindet."
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    "end": 702.68,
    "text": "Ja die jungen Leute, die haben nur noch die Kopfhöre auf und die schotten sich ab und dann laufen die gegen den Laternenfall weil Sie sehen nichts mehr, weil Sie ganze Zeit auf Ihr Smartphone gucken."
  },
  {
    "start": 703.439,
    "end": 709.439,
    "text": "So verselbstständigt sich das schnell dieses Klischeebild?"
  },
  {
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    "end": 711.98,
    "text": "In Stockholm gibt's sogar Straßenschilder."
  },
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    "text": "Achtung für ... Smartphone, kurz so."
  },
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    "text": "Also es ist nie nur ein Klischee!"
  },
  {
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    "text": "Ja"
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  {
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    "end": 722.56,
    "text": "ja, also sicher natürlich passiert das klar für die Smombies, so sagt man glaube ich von meinem Platz auch schon wieder out das zu sagen."
  },
  {
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    "end": 746.62,
    "text": "Aber sie haben ja gerade das ein bisschen differenziert weil wenn ich mir vorstelle dass da viele verschiedene Patienten warten um mal in diesem Bild zu bleiben wie die Patientin auf die Therapiestunde warten, das sind ja unterschiedliche Menschen und es gibt ja immer schon Menschen beispielsweise die saßen da vielleicht mit einem Buch Und deswegen, glaube ich, kommen wir nicht so weit wenn wir in einem Klischee folgen."
  },
  {
    "start": 746.9,
    "end": 750.92,
    "text": "Insofern lassen Sie uns doch gerne mal anfangen mit dem Übergangsobjekt."
  },
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    "text": "Können Sie uns erklären was ein Übergangsobjekt ist und wie sich das dann zeigt?"
  },
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    "text": "Also inwiefern kann ein Smartphone ein Üergangsobjekt sein?"
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    "text": "Okay!"
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    "text": "Wir versuchen das mal kurz."
  },
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    "text": "Ein wesentlicher Bestandteil der komplexen Theorie von Vinicord Und ich versuch's mal knapp."
  },
  {
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    "end": 775.579,
    "text": "Also, Winnicott geht ja von there is no such thing as a baby."
  },
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    "end": 793.96,
    "text": "also das ist die Mutter Baby Einheit und man guckt wenn man auf ein Baby guckt eigentlich auch einen Paar und dieses Paar ist eine Einheit die sich sozusagen dadurch erstmal Ich kenne seine, dass die Mutter dem Säugling das zur Verfügung stellt was er in den Moment braucht."
  },
  {
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    "end": 816.72,
    "text": "Sodass sich in dem Säusling quasi eine Illusion entwickelt, dass das was er findet sein Selbst erschaffenes ist und dass diese Art von Omnipotenz der Dass es meine Brust meines Welt für den Säugsling eine Erfahrungstatsache ist darauf weist wie Nikotin und auch darauf dass es notwendig ist um ein Bezug zu Realität zu bekommen."
  },
  {
    "start": 817.72,
    "end": 832.0,
    "text": "Und in diesem Prozess, und der ist wichtig für mich weil ich da ein bisschen ansetze in meinem Versuch diese Phänomene die späteren Phänomen auf den wir vielleicht zu sprechen kommen wie Tegibiti oder weiter versuche da anzusetzen."
  },
  {
    "start": 832.96,
    "end": 837.6,
    "text": "Ist das Die Frage, wie geht das weiter mit der Illusion?"
  },
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    "text": "Die Säuglinge sich macht."
  },
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    "end": 846.38,
    "text": "Damit geht es weiter, dass die Mutter Schritt für Schritt desillusionierung setzt so das Konzept von Vinikot."
  },
  {
    "start": 846.579,
    "end": 858.62,
    "text": "Es gibt die Illusion, die notwendig ist eine Omnipotenz Erfahrung, die zur Realität führt und die Mutter setzt die Desillusionierungen, die mehr und mehr dazu führen, dass der andere als ein anderer Erkannt werden kann."
  },
  {
    "start": 858.74,
    "end": 861.4,
    "text": "und genau auf dem Weg Ablösungsprozess."
  },
  {
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    "end": 872.199,
    "text": "Genau in diesem Zwischenschritt taucht das Übergangsobjekt auf, was für Winnicott sozusagen der erste Nicht-Ichbesitz ist, Notemiebesitz also."
  },
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    "start": 872.819,
    "end": 885.76,
    "text": "dass es Baby anfängt meist mit einem Zipfel am Bettdecke oder mit einem Tuch oder irgendein Kuscheltier anfängt zu merken, das ist etwas anderes."
  },
  {
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    "end": 895.199,
    "text": "Es ist nicht die selbst erschaffene Brust der Mutter es ist etwas was aber immer noch die Mutter isst für das Baby und langsam erkennt mehr und mehr."
  },
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    "end": 912.079,
    "text": "dass ist nicht Die Mutter war sein Ersatz dafür Und Das ist eine wichtige Zwischenphase auf dem Wege hin bis dahin Dass das Übergangsobjekt nicht mehr gebraucht wird die Mutter als andere in ihrem Anderssein akzeptiert wird."
  },
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    "text": "Das heißt Abwesenheit, das heißt Mangel, Warten und Frustration usw."
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    "text": "Wie zeigt sich das im Smartphone?"
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    "end": 928.88,
    "text": "Ich stelle mir vor, wenn da Jugendliche sitzen ... Der Ablösungsprozess wird im Wesentlichen abgeschlossen sein."
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    "text": "Aber muss ich mir vorstellen, dass Übergangsobjekte lange wirken können?"
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    "text": "Und dann kann auch das Smartphone sein?"
  },
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    "end": 946.699,
    "text": "Also... Wir sind ja alle auch immer wieder in Phasen von Regression oder Phasens, insbesondere in Krisen."
  },
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    "end": 959.34,
    "text": "Wo wir auf frühere Entwicklungsmechanismen zurückgreifen und dann auf einmal ein Kuscheltier beim Erwachsenen auftauchen kann und diesen sozusagen diese Funktion haben kann."
  },
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    "text": "Das, was eben immer ein bisschen schwierig ist."
  },
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    "end": 979.6,
    "text": "Der virtuelle Raum ist wie der Übergangsraum vielleicht weil die Räumlichkeit sich anbietet aber es ist natürlich rein theoretisch einen Kurzschluss weil dieser Raum muss selber geschaffen sein und der virtuelle Raum ist technisch geschaffen."
  },
  {
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    "end": 987.92,
    "text": "das ist ein riesen Unterschied und das ist beim Übergang objekt ja auch so dass er etwas in der schöpferische Leistung des Subjekts ist."
  },
  {
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    "end": 990.14,
    "text": "kein ... Nicht etwas, was man herstellt."
  },
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    "text": "Aber für manche kann sehr wohl dieses Smartphone diesen schöpferischen Akt des Überganges zum Objekt haben."
  },
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    "text": "Das kann auch sein!"
  },
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    "text": "Also ein Stück weit wie ein ... Da haben wir es wieder in Kontakt bleiben."
  },
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    "text": "Versuchtrennung zu überbrücken?"
  },
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    "text": "Nehmen wir doch mal das nazistische Objekt damit rein, so als Gegenüberstellung."
  },
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    "text": "Vielleicht können Sie anhand dessen den Unterschied erklären?"
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    "text": "Ist das auch etwas was in einer späteren Entwicklungsphase stattfindet?"
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    "text": "oder wie würden sie das gegenüberstellen?"
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    "text": "Weil Sie haben jetzt gerade beschrieben."
  },
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    "end": 1043.44,
    "text": "ne, das Smartphone ich habe so das Bild im Kopf gehabt der eine versteckt sich vielleicht dahinter hat auch die Kopfhörer drin und der nächste Mensch hat vielleicht einfach ein Ausstellungsobjekt in der Hand sozusagen ein schönes Gerät."
  },
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    "end": 1046.819,
    "text": "Ja, das wissen Sie ja."
  },
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    "text": "Anzismus ist ein riesen Thema und in der Psycho-Analyse gibt es sehr viele Zugänge dazu."
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    "text": "Ich meine den Unterschied im Sinne von da ist Entwicklung mit dem Übergangsobjekt von Not Me & Me im Prozess."
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    "text": "Ein Smartphone in der Behandlung kann auch... Manche kommen dann rein, zeigen erst mal ihr schicke Smartphone und vielleicht noch das Hippegetränk oder irgendwie die Hippebass-Cupcap oder irgendwas."
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    "text": "Also es kann auch in diesem Sinne verwandt werden mehr um sozusagen größten Fantasien zu unterstützen."
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    "text": "Statussimbole?"
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    "text": "Also da sind schon viele feine Unterschiede."
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    "text": "Ja,"
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    "text": "in jedem Fall wie Sie gesagt haben das war ja der dritte Punkt den fand ich ganz anschaulich ist da jetzt irgendwie etwas zusätzlich im Raum."
  },
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    "text": "Das merken sie wahrscheinlich im Therapiezimmer besonders."
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    "text": "aber also mein Smartphone liegt jetzt hier auch neben mir Da ist auch etwas zusätzlich im Raum."
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    "text": "Können Sie uns dieses zusätzlichem Raum ein bisschen verständlich machen?"
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    "text": "Ja!"
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    "text": "hat ganz viele Aspekte."
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    "text": "Ich würde mal mit einem einfacheren Anfang ... Also es gibt ja Sozial- und Psychologische Forschung, dass allein wenn das Smartphone mit anwesend ist sich Aufmerksamkeitspannen verändern."
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    "text": "Ja?"
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    "text": "Nur selbst wenn's aus ist aber mit auf dem Tisch liegt als wenn es wirklich nicht da ist."
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    "text": "Gibt's ganze empirische Forschungen dazu."
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    "text": "Ist ganz interessant gut!"
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    "text": "Ähm, das was ich interessant finde ist dass wir ja ... und da geht's natürlich wieder in das ganze Individuelle."
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    "text": "Womit laden Sie das auf?"
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    "text": "Ist es für Sie wirklich etwas sehr Personales?"
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    "text": "Vielleicht früher, ich glaube, es wird immer mehr was Persönliches."
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    "text": "Es war lange schon vorbei, dass es nur ein Informationsträger ist."
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    "text": "Also man würde hier schauen, was bedeutet denn für Sie das Smartphone?"
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    "text": "Ich glaube diese Frage ist für mich und auch viele andere gar nicht so leicht zu beantworten."
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    "text": "Was mir aber direkt einfällt, ist dass es mir tatsächlich so ein Gefühl gibt von ich nenne das mal Zugriff auf die Welt."
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    "text": "also ob das jetzt ist, dass sich mal schnell etwas googeln kann... unterwegs bin und meiner Partnerin eine Nachricht schreibe."
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    "text": "Es gibt irgendwie so ein Verbindungsgefühl da, das würde ich schon sagen dass es darum ganz entscheidend geht."
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    "text": "wenn sie jetzt beschreiben dieses Ich sitze im Wartezimmer dann hat das für mich auch schnell einen Zeitvertreib Charakter."
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    "end": 1241.96,
    "text": "Ich kann in der Zeit was machen, ob das... also ich kann auch E-Mails, Arbeitsemails beantworten beispielsweise wenn ich irgendwo warte, es muss ja gar nicht immer, weiß ich nicht, ein Handyspiel oder auf TikToks scrollen sein."
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    "end": 1249.639,
    "text": "Das scheint mir irgendwie fast noch mal eine andere, also eine konkrete Funktion zu sein."
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    "end": 1255.66,
    "text": "aber ich würde sagen, wenn Sie mich das so fragen ist das das was mir als erstes einfällt diese Verbindung herstellen zu können."
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    "text": "und ich muss auch sagen Ich weiß nicht, ob das für viele so ist."
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    "text": "Aber ich empfinde auch eine gewisse Ambivalenz dazu, dass ich manchmal auch so das Bedürfnis habe, das wegzulegen wie Sie sagen in einen anderen Raum und oft merke ich das dann auch eine ganze Weile nicht."
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    "text": "aber wenn es mir wieder einfällt, ist das so hoch wo ist denn?"
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    "text": "Und da sind wir bei diesem Bild mit dem Da ist noch etwas im Raum und jetzt ist es gerade nicht im Raum sozusagen."
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    "text": "Weil Sie beschreiben den Unterschied zwischen Werkzeugcharakter ... Das ist ja auch wirklich ein Tool, was wir alle nutzen und wie ist das Wetter heute?"
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    "text": "Oder die Uhrzeit oder weiß ich was."
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    "text": "Es ist Zugriff auf die Welt oder Verbindung zur Welt auch."
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    "end": 1324.04,
    "text": "Und dieses Immer-Online, also dieses Immer in Kontakt sein dem Gefühl von Einsamkeit und abgeschnitten sein stellen zu müssen, ist glaube ich eine ganz wesentliche Funktion von diesem Gerät."
  },
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    "text": "Gerade jetzt für Jugendliche, wo es um Ablösung geht."
  },
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    "text": "Ich hab's immer dabei in der Hosentasche."
  },
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    "text": "Ich kann immer drauf zurückgreifen."
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    "text": "Und kann immer sozusagen das Gefühl haben, irgendjemanden erreiche ich."
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    "text": "Und was natürlich auch logischerweise auch zu dem Gefühl ... führen kann, ich will nicht mehr erreichbar"
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    "text": "sein.\"."
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    "text": "auch."
  },
  {
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    "end": 1355.02,
    "text": "Es gibt aber doch auch die Erreichbarkeit... Ich verstehe dass ich habe auch so ein Gefühl."
  },
  {
    "start": 1355.06,
    "end": 1360.78,
    "text": "da können es dann gehen um Angst, Vermeidung, Emotionsregulation."
  },
  {
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    "end": 1369.18,
    "text": "man kann jederzeit das Gerät in die Hand nehmen und sich woanders hinfliehen sage ich jetzt mal sehr allgemein."
  },
  {
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    "end": 1372.2,
    "text": "Aber das ist vielleicht auch ein wichtiges Stichwort."
  },
  {
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    "end": 1379.0,
    "text": "Es geht ja nicht bei allem, was man so am Smartphone macht um in Kontakt treten."
  },
  {
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    "text": "Vieles ist ja genau das gerade nicht."
  },
  {
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    "end": 1394.36,
    "text": "Also ich habe es schon grade gesagt dass das bekannte Tiktok Doomscrolling, man sitzt da stundenlang dran verliert sich darin weiß ich vergisst vielleicht Noch ein Termin hatte sich bei jemandem melden wollte, noch irgendwas machen wollte so."
  },
  {
    "start": 1395.0,
    "end": 1403.3,
    "text": "Das hat ja auch wenn es immer Social Media heißt ist eigentlich ein relativ fragwürdiger Begriff haben wir übrigens vor Jahren mal mit Frau Löchel eine Folge gemacht."
  },
  {
    "start": 1403.34,
    "end": 1405.9,
    "text": "hier haben wir tatsächlich auch an Social Media genannt"
  },
  {
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    "end": 1406.54,
    "text": "um"
  },
  {
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    "end": 1415.24,
    "text": "mal herauszustellen dass das natürlich vor allem auch einen Marketing Einfach eine Verkaufsargument ist, so nach dem Motto kommt zu uns auf die Plattform."
  },
  {
    "start": 1415.3,
    "end": 1419.5,
    "text": "Wir sind alle sozial miteinander aber eigentlich geht es natürlich in erster Linie um Konsum."
  },
  {
    "start": 1419.6,
    "end": 1425.66,
    "text": "das sieht man ja beispielsweise auf Instagram und TikTok In dieser professionalisierten Bildgewalt ganz stark."
  },
  {
    "start": 1427.76,
    "end": 1428.8,
    "text": "Ist das nicht fürs anderes?"
  },
  {
    "start": 1428.96,
    "end": 1441.9,
    "text": "Also geht es dann auch noch was anderes als dieses in Verbindung bleiben und vielleicht geht's da auch immer Emotionsregulationen Aber hat das nicht auch etwas von sich verlieren sich aus der Realität ausklinken."
  },
  {
    "start": 1442.52,
    "end": 1458.94,
    "text": "Ja, insofern das man natürlich wie weiß ich mit anderen Methoden ja auch... Es als Entlastungsfunktion nimmt für alltägliche Belastungen, Menschenbeziehung sind anstrengend."
  },
  {
    "start": 1459.879,
    "end": 1471.02,
    "text": "Ich finde das total nachvollziehbar, dass diese Computerbeschäftigung oder Freudssprache von der Funktionslust, was die Begeisterung für Computer angeht."
  },
  {
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    "text": "Man kann da ja aus- und anschalten, man kann das kontrollieren."
  },
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    "end": 1480.2,
    "text": "Das kann man mit Menschen im Leiblichen gegenüber nicht so einfach und die können ziemlich mühselig sein."
  },
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    "text": "Also diese Lust sich darin zu versenken und zu verlieren ... Eigentlich ist es doch eine anthropologische Konstante oder?"
  },
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    "text": "Sich dem auch zu entziehen, sich zu verliern in irgendetwas Drogen oder in Tiktok-Scrollen."
  },
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    "text": "Die Frage ist halt immer auf welche ... Grundvoraussetzungen der Persönlichkeit, das dann trifft."
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    "text": "Kann die da steuern?"
  },
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    "text": "Kann die es nicht steueren?"
  },
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    "text": "Wird das dann suchthaft ein suchtartiges Verhalten?"
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    "text": "Gibt's im ICD-Zähn schon eine Diagnose-Nummer"
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    "end": 1513.02,
    "text": "usw.?"
  },
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    "end": 1529.32,
    "text": "Das ist aber ja wieder von den individuellen Voraussetzung abhängig und hängt eigentlich nicht an dem Medium, wobei wir natürlich wissen ... der ganzen Plattformkapitalismus darauf anlegt, dass wir trennen, hängen bleiben."
  },
  {
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    "text": "Aber"
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    "text": "das stimmt!"
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    "end": 1533.1,
    "text": "Man kann das ja eigentlich auch ein Stück weit voneinander trennen."
  },
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    "end": 1533.7,
    "text": "was ist daran?"
  },
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    "text": "Der Plattform Kapitalismus?"
  },
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    "end": 1542.26,
    "text": "und was ist das, was es für uns erst mal wie andere Dinge vor dem Internet auch eine Funktion erfüllt?"
  },
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    "start": 1542.68,
    "end": 1546.24,
    "text": "also es ist schon auffällig, dass im Diskurs dann viel darum geht."
  },
  {
    "start": 1546.3,
    "end": 1549.82,
    "text": "jetzt gerade ist ja total aktuell darüber zu sprechen brauchen wir eine Altersbeschränkung?"
  },
  {
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    "text": "Ich glaube in Australien ist schon eingeführt, dass man Social Media erst ab sechzehn nutzen darf."
  },
  {
    "start": 1555.68,
    "end": 1557.7,
    "text": "Wird sehr kontrovers diskutiert."
  },
  {
    "start": 1557.74,
    "end": 1567.4,
    "text": "soweit ich weiß gibt es da durchaus sehr wichtige Gegenargumente zu weil das eine stärkere im weitesten Sinne Überwachung mit sich ziehen könnte."
  },
  {
    "start": 1568.08,
    "end": 1573.48,
    "text": "Mich erinnert das ein bisschen an... diese Warnung, die neuen Medien gegenüber ausgesprochen werden."
  },
  {
    "start": 1573.72,
    "end": 1576.379,
    "text": "Soweit ich informiert bin war das beim Fernsehen nicht anders?"
  },
  {
    "start": 1576.44,
    "end": 1583.82,
    "text": "War es beim Radio nicht anders und ich glaube sogar beim Buch war das nicht anders was sich vielleicht noch die wenigsten vorstellen können."
  },
  {
    "start": 1583.92,
    "end": 1598.04,
    "text": "aber also vielleicht ist da auch auf eine Art auf ein Stück weit was in dem was da jetzt gerade passiert etwas was wir jetzt noch nicht so gut behandeln verarbeiten, regulieren können und deswegen waren wir so sehr dafür."
  },
  {
    "start": 1598.1,
    "end": 1601.08,
    "text": "Weil wir das davor, weil wir das vielleicht noch nicht so richtig gut kennen."
  },
  {
    "start": 1601.94,
    "end": 1614.66,
    "text": "wenn wir uns aber diese Historie angucken dass schon vor neu aufkommen den Medien offensichtlich historisch immer schon gewarnt wurde was war denn das vorher bevor das internet da war?"
  },
  {
    "start": 1615.28,
    "end": 1618.72,
    "text": "Also wenn wir es mal direkt mit dem Buch gegenüberstellen, das ist so das Bild."
  },
  {
    "start": 1618.82,
    "end": 1624.5,
    "text": "Ja früher standen Leute vielleicht in der U-Bahn und haben gelesen mit Sicherheit nicht so viele wie jetzt mit dem Smartphone dastehen."
  },
  {
    "start": 1625.04,
    "end": 1628.68,
    "text": "aber ich denke mir es wird doch schon Dinge gegeben haben wie sie gerade schon gesagt haben."
  },
  {
    "start": 1628.72,
    "end": 1631.84,
    "text": "Wir haben uns auch zum Beispiel in Büchern verloren oder in Filmen."
  },
  {
    "start": 1633.02,
    "end": 1634.1,
    "text": "die Gaming Welt ja?"
  },
  {
    "start": 1634.72,
    "end": 1645.22,
    "text": "Das ist etwas was durchaus deutlich länger existiert als Smartphones beispielsweise oder als Social Media Oder bei Aktivitäten mit Freunden, also viele in meiner Generation werden das noch kennen."
  },
  {
    "start": 1645.28,
    "end": 1664.0,
    "text": "Dass man jetzt nicht speziell ich aber... dass man draußen war mit Freunden und Fußball gespielt hat den ganzen Tag und man wollte nie aufhören so was meine ich sind es mich auch so ganz simple Dinge die wir bedienen mit Smartphones mit Social Media Nutzung mit Smartphone Nutzungen"
  },
  {
    "start": 1665.16,
    "end": 1672.06,
    "text": "Also ich würde da erst mal mitgehen Aber ein Arber hat einen eben Stellen- und Fragezeichen."
  },
  {
    "start": 1673.24,
    "end": 1675.879,
    "text": "Also klar, Bücher denken sie an Werteeffekt?"
  },
  {
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    "end": 1689.6,
    "text": "Ja also ich meine das waren ja... Das war ein Buch was so viel ausgelöst hat um diesen sogenannten diese Suizid Ansteckung ausgelöstert oder Effibries war ein Skandalrum mal weil die jungen Frauen auf einmal anfingen darüber nachzudenken."
  },
  {
    "start": 1689.96,
    "end": 1694.32,
    "text": "als es hatte waren sozusagen die negativen Seiten des medialen Nutzens."
  },
  {
    "start": 1694.44,
    "end": 1704.18,
    "text": "Weil im Buch ist ja auch eine Art von Medium Und ich glaube, das ist von dem Grundprinzip so vielleicht gar nicht so anders."
  },
  {
    "start": 1704.32,
    "end": 1713.54,
    "text": "Aber die Art und Weise wie das jetzt gesteuert wird ... Das sind doch... Also zumindest merke ich komplett an die Grenzen meines Verständnisses."
  },
  {
    "start": 1714.1,
    "end": 1728.62,
    "text": "also einen Verlag der dann mein wegen den Werten veröffentlicht hat oder er Vibris hatte ja nicht die Interessen und auch gar nicht die technischen Ressourcen das zu tun was heute getan wird und wie das politisch instrumentalisiert wird."
  },
  {
    "start": 1732.48,
    "end": 1742.78,
    "text": "Wenn man das jetzt vergleicht, meinetwegen mit diesem jugendlichen aus Amerika der sich durch diese Nutzung von Charakter AI in Suizid gebracht hat."
  },
  {
    "start": 1743.34,
    "end": 1745.62,
    "text": "Da könnte man ja beim Versuchen, wir fänden interessant!"
  },
  {
    "start": 1745.66,
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    "text": "Ich hab noch nie darüber nachgedacht, mal zu gucken, wie kann man das eigentlich vergleichen?"
  },
  {
    "start": 1749.72,
    "end": 1753.6,
    "text": "Beides ja sozusagen medial beeinflusste Suizideffekte."
  },
  {
    "start": 1755.0,
    "end": 1764.76,
    "text": "Aber die Menge, die Masse und die kapitalistische Ausnutzung ist ja doch... Da stehe ich ein bisschen hilflos davor."
  },
  {
    "start": 1764.82,
    "end": 1766.8,
    "text": "Und denke wie soll man das denken?"
  },
  {
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    "end": 1774.46,
    "text": "Also dieses gezielte, die jungen Leute weiter scrollen zu lassen."
  },
  {
    "start": 1774.6,
    "end": 1778.66,
    "text": "Das rein und das meinte ich mit der Illusion da ist es für mich spannend."
  },
  {
    "start": 1779.78,
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    "text": "Nehmen wir, greifen wir dazu."
  },
  {
    "start": 1781.42,
    "end": 1789.86,
    "text": "Weil diese Chatbots genau an der Stelle ansetzen, wo sie unsere Illusion von Omnipotenz bedienen und uns weiter scrollen lassen."
  },
  {
    "start": 1790.36,
    "end": 1795.54,
    "text": "Und wir darum nicht in die Desillusionierung unserer Realität kommen, wenn man jetzt mal das Winnie-Kochschel-Konzept nehmen will."
  },
  {
    "start": 1796.58,
    "end": 1801.379,
    "text": "Das sind Dinge, die mich interessieren, an denen ich forsche oder versuche, weiterzudenken."
  },
  {
    "start": 1803.12,
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    "text": "Um Ihre Frage noch einmal zurückzugehen, was sind da kategoriale Unterschiede?"
  },
  {
    "start": 1808.18,
    "end": 1811.36,
    "text": "Das ist ein gutes Stichwort, das haben sie vorhin ja schon mal gesagt mit den LLMs."
  },
  {
    "start": 1811.44,
    "end": 1812.84,
    "text": "Mit den large language Models."
  },
  {
    "start": 1813.94,
    "end": 1815.16,
    "text": "Da habe ich mich nämlich auch gefragt."
  },
  {
    "start": 1815.5,
    "end": 1823.04,
    "text": "also es gibt ein interessantes Phänomen dass wir zurzeit alle gemeinsam erleben und beobachten da bin ich mit Sicherheit nicht alleine."
  },
  {
    "start": 1823.12,
    "end": 1833.2,
    "text": "mit ganz viele Menschen nutzen die KI sagt man dann immer Beziehungsweise eben genauer diese Large Language Models zum kommunikativen Austausch in ganz unterschiedlichen Varianten."
  },
  {
    "start": 1833.62,
    "end": 1838.98,
    "text": "Ich habe schon gehört, dass Menschen sich darüber regulieren beispielsweise ihre Wutartikulieren oder ihre Emotionen beschreiben."
  },
  {
    "start": 1839.02,
    "end": 1850.78,
    "text": "ich habe schon davon gehört das Menschen sich der Software gegenüber zum ersten Mal wirklich öffnen ja also zum erst mal über Dinge und Themen sprechen die sie noch nie mit einem menschen besprochen haben oder zumindest nicht in der Tiefe."
  },
  {
    "start": 1853.66,
    "end": 1854.48,
    "text": "Was würden Sie denn sagen?"
  },
  {
    "start": 1854.52,
    "end": 1856.6,
    "text": "Haben sie eine These, warum ist das so reizvoll."
  },
  {
    "start": 1857.139,
    "end": 1867.3,
    "text": "Ich habe in Ihrem... Sie haben ja einen Vortrag gehalten jetzt kürzlich der in diese Richtung ging wo Sie auch ein Stück weit psychologische Theorie darauf angewandt haben."
  },
  {
    "start": 1867.84,
    "end": 1872.639,
    "text": "Warum ist es so reitzvoll mit einem Computer zu schreiben und einem Chatboard zu schreiben?"
  },
  {
    "start": 1874.54,
    "end": 1883.44,
    "text": "Ja, das ist doch ein wirklich interessantes Phänomen dass anscheinend viele Menschen besonders reizvoll finden."
  },
  {
    "start": 1884.22,
    "end": 1890.9,
    "text": "Und das ging ja los mit diesem Eliza-Effekt, das kennen Sie wahrscheinlich der Weizenbaum des Erste Programms."
  },
  {
    "start": 1890.96,
    "end": 1893.879,
    "text": "Das war auf der Gesprächstherapie von Rogers entwickelt."
  },
  {
    "start": 1894.6,
    "end": 1896.02,
    "text": "Erkehlen Sie gerne kurz für unser Hörer?"
  },
  {
    "start": 1896.48,
    "end": 1899.6,
    "text": "Ja also das ist sozusagen die erste Chatbot!"
  },
  {
    "start": 1900.04,
    "end": 1917.62,
    "text": "Das Weizenboom waren Forscher am Mit, also an dem wirklich größten Technologieforschungszentrum in Amerika und er hat den ersten Chatbot entwickelt, also programmiert mit dem letztendlich mit Rogers Gesprächstherapie."
  },
  {
    "start": 1917.82,
    "end": 1921.379,
    "text": "Das heißt der hat dann gefragt wie geht es Ihnen heute?"
  },
  {
    "start": 1924.02,
    "end": 1925.3,
    "text": "Sind Sie gut drauf oder schlecht?"
  },
  {
    "start": 1925.34,
    "end": 1935.1,
    "text": "und dann gab's immer programmiert zwei drei Antworten die regelbasiert auf logischen Abfolgen funktionierten und immer positiv spiegelten Ja, ja."
  },
  {
    "start": 1935.42,
    "end": 1943.879,
    "text": "Und das fand ... die Sekretärin, das ganze Umfeld von diesem Professor Weizenbaum, fand das super und hat es super angenommen und er war erschüttert."
  },
  {
    "start": 1944.4,
    "end": 1948.32,
    "text": "Und hat sich vervieh so finden wie das alle gut ist, dass es doch grauen wollte!"
  },
  {
    "start": 1948.42,
    "end": 1951.879,
    "text": "Und hat dann also sich auch dagegen gewandt."
  },
  {
    "start": 1952.0,
    "end": 1957.28,
    "text": "aber letztendlich war der Stein dieser ganzen Weiterentwicklung."
  },
  {
    "start": 1957.44,
    "end": 1962.48,
    "text": "ich würde sagen Eliza war der erste Chatbot und heute haben wir Klo, Chat CPT usw."
  },
  {
    "start": 1964.8,
    "end": 1967.82,
    "text": "aber eben wahnsinnig gut weiterentwickelt wurden."
  },
  {
    "start": 1968.139,
    "end": 1981.16,
    "text": "Und zwar so gut, dass die Nutzer das Gefühl haben, da ist wirklich ein ... Das ist kein hybrides Datensystem, was simuliert, dass da jemand ist und da ist ein Gegenüber."
  },
  {
    "start": 1981.26,
    "end": 1989.1,
    "text": "Das hängt mit unserer Fähigkeit zur Antropomorphisierung dieser Geräte zusammen, hängt es zusammen, dass der mich versteht!"
  },
  {
    "start": 1990.32,
    "end": 1998.8,
    "text": "Weil die so gut, und das sind was sie sagen mit den large language Models, die simulieren perfekt ein menschliches Gegenüber."
  },
  {
    "start": 1999.26,
    "end": 2019.92,
    "text": "So dass nach der letzten Horlmann-Studie ... Zweiundzwanzig Prozent der jungen Menschen zwischen vierzehn und neun zwanzig schon sagen Sie würden dem technischen Gegenüber auf jeden Fall persönliches mitteilen vielleicht eher sogar als ein Mensch wobei da gibt es auch andere Studien."
  },
  {
    "start": 2022.139,
    "end": 2026.76,
    "text": "Bank-Digitalstudie sagt, die jungen Leute wollen wieder mehr analoge Kontakte."
  },
  {
    "start": 2027.3,
    "end": 2030.32,
    "text": "Sie wissen wie das ist mit solchen Forschung und Statistiken."
  },
  {
    "start": 2031.139,
    "end": 2042.08,
    "text": "Aber darüber nachzudenken was passiert denn wenn dieses Gegenüber so gut wird dass Menschen es für besser halten als ein menschliches?"
  },
  {
    "start": 2042.36,
    "end": 2043.52,
    "text": "Was passiert da eigentlich?"
  },
  {
    "start": 2044.32,
    "end": 2046.4,
    "text": "Das finde ich ungeheuer spannend."
  },
  {
    "start": 2047.9,
    "end": 2049.159,
    "text": "Gibt es denn Erkenntnisse dazu?"
  },
  {
    "start": 2049.84,
    "end": 2055.739,
    "text": "Also kann man das irgendwie auf einen gewissen Punkt bringen, was genau da die Faszination ist?"
  },
  {
    "start": 2055.78,
    "end": 2063.62,
    "text": "Ich hab mir zum Beispiel hier aufgeschrieben möglicherweise so etwas wie Abwesenheit von sozialer Bewertung oder vielleicht eher formbar, was das gegenüber sagt."
  },
  {
    "start": 2063.8,
    "end": 2065.12,
    "text": "Das widerspricht nicht sowas."
  },
  {
    "start": 2067.46,
    "end": 2079.259,
    "text": "Es sind ganz sicher diese Fragen für keine Beschämung ja weil es immer positiv antwortet, keine Kritik, weil es eben immer das validiert, was man hineingibt."
  },
  {
    "start": 2080.0,
    "end": 2083.92,
    "text": "Es ist auch die Anonymität, die uns in vielerlei Hinsicht gut tut."
  },
  {
    "start": 2084.28,
    "end": 2088.199,
    "text": "Gerade weil dann nicht das bewertende Gegenüber auftaucht."
  },
  {
    "start": 2088.239,
    "end": 2091.159,
    "text": "Ich glaube es sind ziemlich wichtige Mechanismen."
  },
  {
    "start": 2092.38,
    "end": 2094.259,
    "text": "Wahrscheinlich sehr basale Geschichten auch."
  },
  {
    "start": 2096.179,
    "end": 2104.32,
    "text": "Weil das ja etwas so umfassendes, was viele Menschen betrifft... Da hat man immer das Gefühl da muss doch jetzt wirklich eine gute Erklärung dafür geben."
  },
  {
    "start": 2104.36,
    "end": 2115.5,
    "text": "aber wahrscheinlich ist es oft so dass die Erklärungen Ja, ziemlich simpel oder underwhelming ist und das etwas ist was eher ... Was wir alle einfach kennen."
  },
  {
    "start": 2116.12,
    "end": 2116.16,
    "text": "Wo"
  },
  {
    "start": 2116.62,
    "end": 2117.96,
    "text": "wir alle schon mal in Kontakt mit waren."
  },
  {
    "start": 2118.34,
    "end": 2122.64,
    "text": "Sonst würde es vielleicht auch nicht bei so vielen Menschen wirken wäre jetzt so eine Idee."
  },
  {
    "start": 2123.66,
    "end": 2131.3,
    "text": "Wir saßen ja schon sinnbildlich gesprochen im Wartezimmer mit dem Smartphone Und haben ein bisschen gescoldet und die Kopfhörer aufgesetzt."
  },
  {
    "start": 2131.38,
    "end": 2135.14,
    "text": "Lassen sie uns doch zum Abschluss nochmal einen Schritt ins Therapiezimmer machen."
  },
  {
    "start": 2137.32,
    "end": 2142.44,
    "text": "können wir aus der psychotherapeutischen Praxis über Digital Companions lernen."
  },
  {
    "start": 2142.5,
    "end": 2156.48,
    "text": "Beziehungsweise, ich kann es auch mal so rumformulieren nehmen Sie uns doch mal mit in die Situation in so Bedeutung, die das Smartphone zum Beispiel hat oder wie Patientinnen darüber berichten, wie das vorkommt und was können wir daraus ziehen?"
  },
  {
    "start": 2156.52,
    "end": 2157.759,
    "text": "Was können wir darin verstehen?"
  },
  {
    "start": 2158.5,
    "end": 2162.16,
    "text": "Ja auch dass ist eine riesige Bandbreite."
  },
  {
    "start": 2162.36,
    "end": 2170.4,
    "text": "also fangen mal einfach mit so einem ... Also, das Smartphone ist ja sozusagen das Vehikel für Tausende von Dingen."
  },
  {
    "start": 2171.04,
    "end": 2175.6,
    "text": "Meine jugendlichen Patientinnen zeigen mir immer ihre TikTok-Videos."
  },
  {
    "start": 2175.92,
    "end": 2180.68,
    "text": "Es geht einfach auf die sie selber machen und besprechen das oder?"
  },
  {
    "start": 2181.7,
    "end": 2184.259,
    "text": "Das hat eine ganz konkrete Funktion zu zeigen."
  },
  {
    "start": 2184.36,
    "end": 2186.04,
    "text": "hier guck mal, was mach ich?"
  },
  {
    "start": 2186.2,
    "end": 2191.42,
    "text": "und dann kann man sich überlegen, was hat es für die Übertragung für eine Bedeutung?"
  },
  {
    "start": 2192.08,
    "end": 2197.4,
    "text": "Und was möchte die Patientin nun gerade mir damit eigentlich sagen?"
  },
  {
    "start": 2197.56,
    "end": 2199.8,
    "text": "Also ganz im analytischen Rahmen."
  },
  {
    "start": 2200.06,
    "end": 2211.36,
    "text": "Oder es gibt die, die einfach diese Trennung nicht aushalten und dann sagen okay wenn sie weg sind, dann bespreche ich meine Probleme eben mit Clot oder Chat GPT."
  },
  {
    "start": 2211.72,
    "end": 2222.22,
    "text": "Und Chat GPt eignet sich dafür anscheinend unglaublich gut weil er kriegt tausend Namen Mädchen wie bei Jungs sehr beliebt dann auch zum Beispiel Trennung zu füllen."
  },
  {
    "start": 2222.42,
    "end": 2228.32,
    "text": "Und die Probleme, die auftauchen ... Das ist der Fall, den ich jetzt auf dem Vortrag mit hatte."
  },
  {
    "start": 2229.66,
    "end": 2234.92,
    "text": "Die Zeit, wo das nicht in Analyse besprochen werden kann erst mal zu regulieren über Chatty."
  },
  {
    "start": 2235.56,
    "end": 2235.6,
    "text": "Ja?"
  },
  {
    "start": 2236.12,
    "end": 2248.62,
    "text": "Der das erst einmal beruhigt und da sind natürlich jetzt ... Artifizielle ... weil das wird ja wieder zurückgetragen in die Analyse und dann neu wiederverarbeitet."
  },
  {
    "start": 2248.68,
    "end": 2263.54,
    "text": "Und kriegt die nächste Schleife, die Medienwechsel sind ja sozusagen Schritt für Schritt von Ebene zu Ebene anders als wenn jetzt jemand das so nutzt ohne dass es da diesen Rahmen dafür gibt, das zu besprechen."
  },
  {
    "start": 2263.62,
    "end": 2268.02,
    "text": "aber da hat es manchmal auch eine ganz regulative Funktion für die Patienten."
  },
  {
    "start": 2268.62,
    "end": 2276.52,
    "text": "Da haben wir genau dieses Bild wieder, da ist etwas weiteres im Raum Und in diesem Fall beschreiben sie ja, dass das ganz konkret bedeuten kann."
  },
  {
    "start": 2276.58,
    "end": 2287.22,
    "text": "Dass man irgendwie in Kontakt bleibt und diesen Kontakt fast schon ein bisschen unterschwellig aufrecht erhält zwischen den Stunden um dann so eine Kontinuität für sich herzustellen."
  },
  {
    "start": 2287.3,
    "end": 2294.44,
    "text": "also mit ChatGPT bleibt ein Teil der Beziehungserfahrung immer in der Tasche stecken könnte man sagen?"
  },
  {
    "start": 2294.82,
    "end": 2297.06,
    "text": "Ja, das ist ein schönes Bild finde ich!"
  },
  {
    "start": 2300.759,
    "end": 2305.48,
    "text": "Letzte Frage Was würden Sie sagen, wenn wir dieses Gesamtbild anschauen?"
  },
  {
    "start": 2305.54,
    "end": 2309.44,
    "text": "Sie haben gerade auch schon darüber gesprochen dass es das da durchaus Gefahren drohen."
  },
  {
    "start": 2310.06,
    "end": 2326.28,
    "text": "Dass eben von Plattformen diese sehr menschlichen Mechanismen ausgebeutet werden und gezielt Menschen verführt werden die vielleicht auch nicht den Überblick haben das Verständnis haben sich da selber wieder rausziehen zu können?"
  },
  {
    "start": 2327.2,
    "end": 2331.24,
    "text": "insofern meine Frage was würden sie sagen was sind so die?"
  },
  {
    "start": 2333.34,
    "end": 2336.68,
    "text": "Was ist wichtig in der nächsten Zukunft, brauchen wir?"
  },
  {
    "start": 2337.52,
    "end": 2344.44,
    "text": "Sollten wir eher in Richtung Stärke zu regulieren gehen oder müssen wir vielleicht mehr das zulassen."
  },
  {
    "start": 2344.8,
    "end": 2349.52,
    "text": "Müssen wir das besser verstehen und integrieren zum Beispiel auch in der psychotherapeutischen Praxis?"
  },
  {
    "start": 2351.68,
    "end": 2355.259,
    "text": "Also ich finde, was Regulationen angeht ziemlich skeptisch."
  },
  {
    "start": 2356.22,
    "end": 2360.42,
    "text": "Ich glaube, wir müssen verstehen Wir müssen aufklären Wir müssen drüber sprechen."
  },
  {
    "start": 2360.78,
    "end": 2363.32,
    "text": "Das halte ich für wirklich wichtig."
  },
  {
    "start": 2364.94,
    "end": 2378.98,
    "text": "Diese grundlegende anthropologische Konstante und Komponente brauchen wir, ein menschliches Gegenüber um zu wachsen, um zu gedeihen, um Mensch zu werden."
  },
  {
    "start": 2380.48,
    "end": 2386.38,
    "text": "Ist es ... wird das ein unumstößliches Projekt bleiben?"
  },
  {
    "start": 2386.66,
    "end": 2391.0,
    "text": "Oder wird sich das verändern schon in Frühstück-Kindheit?"
  },
  {
    "start": 2391.08,
    "end": 2396.06,
    "text": "Das gibt ja jetzt schon holografische virtuelle Babysitter und so weiter."
  },
  {
    "start": 2396.36,
    "end": 2407.04,
    "text": "wird, dass die primäre Fähigkeit, die anthropologische Ausgerichtheit auf ein Zwischenleibliches gegenüber sich verändern."
  },
  {
    "start": 2407.12,
    "end": 2413.78,
    "text": "Das sind Dinge, die mich ziemlich beschäftigen weil ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen Das wird ja kommen."
  },
  {
    "start": 2414.04,
    "end": 2418.54,
    "text": "Es gibt jetzt nicht mehr nur Digital Companions, sondern Emotional Companions."
  },
  {
    "start": 2418.58,
    "end": 2420.6,
    "text": "die Chinesen haben, sie tollsten Roboter."
  },
  {
    "start": 2420.96,
    "end": 2423.7,
    "text": "Ich wollte sagen Pflegeroboter sind ein gutes Beispiel dafür."
  },
  {
    "start": 2423.759,
    "end": 2426.62,
    "text": "Also der Mensch ist nicht mehr da und es wird er ersetzt."
  },
  {
    "start": 2427.14,
    "end": 2429.22,
    "text": "aber wirklich ersetzt?"
  },
  {
    "start": 2429.32,
    "end": 2439.16,
    "text": "Ist er wie eine Blombe oder ist er einfach nur ... Ein Schnöderersatz, der sofort weggeschmissen wird sobald das Leibliche wieder da ist."
  },
  {
    "start": 2439.2,
    "end": 2459.759,
    "text": "Das leibliche Gegenüber all diese Dinge finde ich ziemlich spannend und ich glaube wir müssen drüber nachdenken auch was die Psychotherapie angeht weil ich bin mir sicher dass der Plattform Kapitalismus nicht vor dem großen Markt Gesundheit und die digitale Anwendung nicht stoppen wird."
  },
  {
    "start": 2460.32,
    "end": 2462.62,
    "text": "Wir werden uns in den nächsten Jahren umgucken, glaube ich."
  },
  {
    "start": 2462.66,
    "end": 2464.56,
    "text": "Und wir müssen darüber sprechen und darüber"
  },
  {
    "start": 2464.64,
    "end": 2465.22,
    "text": "nachdenken.\"."
  },
  {
    "start": 2465.72,
    "end": 2465.759,
    "text": "Ja!"
  },
  {
    "start": 2466.8,
    "end": 2471.66,
    "text": "Damit haben Sie ganz sicher eine der entscheidenden zentralen Fragen aufgeworfen."
  },
  {
    "start": 2472.259,
    "end": 2474.06,
    "text": "Liebe Frau Getchen, Ich danke Ihnen sehr für das Gespräch."
  },
  {
    "start": 2474.6,
    "end": 2476.16,
    "text": "Ja, ich Ihnen auch vielen Dank."
  },
  {
    "start": 2482.46,
    "end": 2485.46,
    "text": "Immer online zu sein ist nicht per se ein Problem."
  },
  {
    "start": 2486.44,
    "end": 2489.92,
    "text": "Wie einer Getchen sagt sind das Problem eher die Plattform?"
  },
  {
    "start": 2490.52,
    "end": 2499.7,
    "text": "Soziale Medien haben das Potenzial, ein Gefühl der Unruhe zu erzeugen um eine ununterbrochene Vernetzung zu fördern und messbares Engagement zu generieren."
  },
  {
    "start": 2500.34,
    "end": 2510.68,
    "text": "Dieses Engagement also dass dran bleiben teilen kommentieren weitermachen weiter scrollen Das ist die online Währung um den Unternehmen Einnahmen zu generiren."
  },
  {
    "start": 2511.46,
    "end": 2516.18,
    "text": "Die Always-On Kultur erzeugt eine neue Art des Zusammen Alleinseins."
  },
  {
    "start": 2517.06,
    "end": 2520.94,
    "text": "Auch das ist eine Bezeichnung, die auf die Soziologin Sherry Turkle zurückgeht."
  },
  {
    "start": 2521.9,
    "end": 2531.24,
    "text": "Wir sind über Geräte und Plattformen dauerhaft mit anderen und Informationen verbunden – erleben aber zugleich häufig Einsamkeit in ihre Lehre oder Überforderungen."
  },
  {
    "start": 2532.0,
    "end": 2545.7,
    "text": "Smartphones und Social Media ermöglichen Anschluss Information Community, gleichzeitig erzeugen sie dauerhafte innere Alarmbereitschaft, Fragmentierung von Aufmerksamkeit und eine Plattformabhängigkeit des Selbstbildes."
  },
  {
    "start": 2546.36,
    "end": 2550.12,
    "text": "Es gibt Hinweise darauf, dass viel Screentime zu Problemen führen kann."
  },
  {
    "start": 2550.5,
    "end": 2555.12,
    "text": "Etwa in Form depressiver und Angstsymptome oder als Selbstwertprobleme."
  },
  {
    "start": 2556.14,
    "end": 2560.14,
    "text": "Umgekehrt verbessern sich diese Symptome offensichtlich wenn die Screentarum verringert wird."
  },
  {
    "start": 2560.82,
    "end": 2565.04,
    "text": "Das wird auch in der Studie betont, die Anagetchen als Horlmann-Studie bezeichnet hat."
  },
  {
    "start": 2566.02,
    "end": 2568.6,
    "text": "Der Name kommt von Klaus Horlman einem der Autoren."
  },
  {
    "start": 2569.24,
    "end": 2572.82,
    "text": "Vollständig heißt die Studie Trendstudie Jugend in Deutschland."
  },
  {
    "start": 2575.4,
    "end": 2580.66,
    "text": "Co-Autor Kilian Hampel sagt darin, dass ich besser fühle, wer das Smartphone weniger nutze."
  },
  {
    "start": 2581.34,
    "end": 2588.56,
    "text": "fiftyfünfzig Prozent der Befragten stimmten zu, dass die psychischen Belastungen zunähmen je mehr man soziale Mediennutze."
  },
  {
    "start": 2589.58,
    "end": 2595.759,
    "text": "Fünfundreißig Prozent sagten sogar, dass man ihr Smartphone Nutzungsverhalten als Sucht bezeichnen könne."
  },
  {
    "start": 2596.62,
    "end": 2601.2,
    "text": "Die zweite von Anagetien erwähnte Studie ist die Postbank Digitalstudie."
  },
  {
    "start": 2601.8,
    "end": 2606.08,
    "text": "Das sind genauer gesagt regelmäßig laufende Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen."
  },
  {
    "start": 2606.72,
    "end": 2624.12,
    "text": "Im Juni wurden beispielsweise Befragungsergebnisse veröffentlicht, denen zufolge die wöchentliche Internetnutzung der Deutschen zwischen dem Jahr im Jahr und im Jahr ist, um gut vier Stunden von neunsehntigkümmer acht auf siebenundsechzig kümmer vier Stunden gesunken ist."
  },
  {
    "start": 2625.6,
    "end": 2629.759,
    "text": "mehr als ein Drittel der Zeit wird dabei mit dem Smartphone im Internet verbracht."
  },
  {
    "start": 2630.52,
    "end": 2631.12,
    "text": "das liegt nah."
  },
  {
    "start": 2631.9,
    "end": 2638.98,
    "text": "Schließlich ist es ja jederzeit griffbereit und neben Social Media werden Messenger- und Suchmaschinen am häufigsten genutzt."
  },
  {
    "start": 2640.24,
    "end": 2649.16,
    "text": "Interessant an den Uni Ergebnissen ist, dass vor allem die achtzehn bis neunund dreißigjährigen angegeben haben ihre Internetzeit noch stärker reduzieren zu wollen."
  },
  {
    "start": 2649.2,
    "end": 2655.92,
    "text": "Das meinte Anna Giedchen damit als sie sagte das junge Menschen wieder verstärkt analog Zeit verbringen wollen."
  },
  {
    "start": 2657.66,
    "end": 2660.44,
    "text": "Anfang Juli gab es weitere Befragungsergebnisse."
  },
  {
    "start": 2660.92,
    "end": 2664.52,
    "text": "Dabei ging es im Schwerpunkt um die Handynutzung von Kindern und Jugendlichen."
  },
  {
    "start": 2665.12,
    "end": 2671.86,
    "text": "Offenbar erhalten vierundfünfzig Prozent der Kinder zwischen neun und zwölf Jahren ihr erstes Smartphone Von ihren Eltern."
  },
  {
    "start": 2671.92,
    "end": 2673.8,
    "text": "überprüft werden sie dabei nicht unbedingt."
  },
  {
    "start": 2674.38,
    "end": 2679.92,
    "text": "Einensechzig Prozent, der Eltern gaben an nur gelegentlich zu schauen womit ihre Kinder sich im Internet befassen."
  },
  {
    "start": 2680.9,
    "end": 2686.08,
    "text": "Allerdings scheint es in der Mehrheit der Haushalte klare Regeln zur Smartphone-Nutzung zu geben."
  },
  {
    "start": 2686.72,
    "end": 2691.42,
    "text": "Ebenso ist den Zahlen zufolge eine Mehrheit der Eltern für ein Handyverbot in der Schule."
  },
  {
    "start": 2692.86,
    "end": 2705.06,
    "text": "Eine interessante Zahl aus dieser Befragung ist zuletzt noch, die meisten Erwachsenen halten sich für gute Vorbilder in der Internetnutzung – nur neunundzwanzig Prozent der untervierzigjährigen Gaben an, ein schlechtes Vorbild zu sein."
  },
  {
    "start": 2707.6,
    "end": 2713.759,
    "text": "Letztlich gelten Chancen und Risiken von Internet, Smartphone- und Social Media Nutzungen auch für Erwachsene."
  },
  {
    "start": 2714.5,
    "end": 2720.0,
    "text": "Ein gutes Beispiel dafür sind die sogenannten digitalen Gesundheitsanwendungen oder kurz DIGA."
  },
  {
    "start": 2721.2,
    "end": 2726.54,
    "text": "Diese gibt es für ganz unterschiedliche Bereiche, beispielsweise im Bereich Physiotherapie oder bei Migräne."
  },
  {
    "start": 2727.56,
    "end": 2737.759,
    "text": "Es gibt aber auch bereits Anwendung, die zur Verbesserung des Schlafs verwendet werden oder bei Angststörungen helfen sollen und sogar auf Rezept verschieben werden können."
  },
  {
    "start": 2738.58,
    "end": 2747.32,
    "text": "Für viele Patientinnen bieten diese Anwendungen Unterstützung und vor allem schnellere Hilfe als das aktuell immer länger werdende Warten auf einen Psychotherapieplatz."
  },
  {
    "start": 2748.92,
    "end": 2762.28,
    "text": "Genau an der Stelle entsteht aber auch das Problem, je mehr wir psychische Probleme ohne ein Gegenüber versuchen zu behandeln, desto stärker entfernen wir uns von den immer sozialen Ursachen die jede psychische Problematik mit sich bringt."
  },
  {
    "start": 2763.5,
    "end": 2770.84,
    "text": "Psychische Erkrankung entstehen immer in Beziehung – in früheren sehr frühen oder etwas späteren Erfahrungen."
  },
  {
    "start": 2771.7,
    "end": 2779.44,
    "text": "Wenn wir als Reaktion darauf Medikamente oder Trainingsprogramme verschreiben, kann das helfen vor allem bei der kurzfristigen Reduktion von Symptomen."
  },
  {
    "start": 2780.28,
    "end": 2790.28,
    "text": "Es birgt aber auch die Gefahr dass für die Ursachen der Probleme nur übergangsweise aussperren und sie nach einer gewissen Zeit wiederkehren dann möglicherweise schlimmer oder chronifiziert."
  },
  {
    "start": 2792.16,
    "end": 2793.759,
    "text": "Wir Menschen brauchen ein Gegenüber."
  },
  {
    "start": 2794.24,
    "end": 2799.88,
    "text": "Wir kommen auf die Welt, ohne uns eigenständig versorgen zu können und bleiben ein Leben lang abhängig von anderen Menschen."
  },
  {
    "start": 2801.08,
    "end": 2805.56,
    "text": "Das ist eine anthropologische Tatsache, die keine Wissenschaftlerin anzweifeln würde."
  },
  {
    "start": 2806.16,
    "end": 2809.78,
    "text": "Daher ist Anergetiens Frage am Ende unseres Gesprächs auch so nachdenklich."
  },
  {
    "start": 2810.72,
    "end": 2815.82,
    "text": "Kann ein Computer – ein simuliertes Gegenüber wirklich den menschlichen Kontakt ersetzen?"
  },
  {
    "start": 2816.86,
    "end": 2820.42,
    "text": "Psychoanalytikerinnen würden vermutlich einigermaßen übereinstimmen."
  },
  {
    "start": 2820.54,
    "end": 2821.46,
    "text": "sagen Nein!"
  },
  {
    "start": 2821.759,
    "end": 2822.34,
    "text": "Auf keinen Fall."
  },
  {
    "start": 2822.98,
    "end": 2824.02,
    "text": "Wir brauchen die Beziehung."
  },
  {
    "start": 2825.14,
    "end": 2830.72,
    "text": "Die in der Gesellschaft immer stärker verbreiteten Einsamkeitsempfindungen zeigen, dass wir das ernst nehmen sollten."
  },
  {
    "start": 2831.2,
    "end": 2834.32,
    "text": "Und das wird nicht über Chatbots oder KI funktionieren!"
  },
  {
    "start": 2836.86,
    "end": 2839.16,
    "text": "Wie gehen wir also in Zukunft mit der Situation um?"
  },
  {
    "start": 2839.68,
    "end": 2847.32,
    "text": "Wir schaffen wie ihr den Spagat, dem Kulturpessimismus sein zu lassen und gleichzeitig wachsam für tatsächliche Risiken zu bleiben."
  },
  {
    "start": 2848.62,
    "end": 2855.16,
    "text": "Vermutlich geht es nur indem wir einen Paradox verstehen – für das ich ein letztes Mal Sherry Turkle zitieren möchte…."
  },
  {
    "start": 2856.02,
    "end": 2862.06,
    "text": "Wir erwarten mehr von der Technologie, etwa Komfort, Kontrolle oder ständige Resonanz."
  },
  {
    "start": 2863.12,
    "end": 2866.36,
    "text": "Und gleichzeitig erwarten wir weniger voneinander."
  },
  {
    "start": 2867.16,
    "end": 2873.72,
    "text": "Dadurch geraten wir in einen Zustand des Alone Together – gleichzeitig vernetzt und einsam!"
  },
  {
    "start": 2874.82,
    "end": 2881.64,
    "text": "Das einfach nur zu verstehen kann bereits sehr viel Veränderung ermöglichen und bewirken."
  },
  {
    "start": 2888.12,
    "end": 2888.98,
    "text": "Für diese Minuten"
  },
  {
    "start": 2889.18,
    "end": 2894.38,
    "text": "ist eine Produktion der internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin."
  }
]