[
  {
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    "end": 5.0,
    "text": " Besser wissen, der Podcast von Golem.de"
  },
  {
    "start": 5.0,
    "end": 7.5,
    "text": " Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe."
  },
  {
    "start": 7.5,
    "end": 10.5,
    "text": " Mein Name ist Martin Wolff und ich bin Podcastbeauftragter von Golem.de"
  },
  {
    "start": 10.5,
    "end": 15.0,
    "text": " und ich befinde mich in Berlin hinter dem Deutschen Technikmuseum"
  },
  {
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    "end": 16.5,
    "text": " bei Professor Josef Hoppe."
  },
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    "end": 20.0,
    "text": " Zum zweiten Mal schon, zum ersten Mal hatten wir ein schönes Thema"
  },
  {
    "start": 20.0,
    "end": 21.5,
    "text": " und diesmal haben wir auch ein schönes Thema."
  },
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    "start": 21.5,
    "end": 23.0,
    "text": " Es soll uns fernsehen gehen."
  },
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    "end": 27.0,
    "text": " Bevor wir anfangen, war jetzt wahrscheinlich nicht alle"
  },
  {
    "start": 27.0,
    "end": 29.0,
    "text": " unseren ersten Podcast zu AEG gehört haben,"
  },
  {
    "start": 29.0,
    "end": 32.0,
    "text": " auf den ich hier mit verweise und der sich im Archiv befinde."
  },
  {
    "start": 32.0,
    "end": 34.0,
    "text": " Sage ich noch kurz, was zu Ihnen ist."
  },
  {
    "start": 34.0,
    "end": 37.0,
    "text": " Sie sind unter anderem tätig im Berliner Zentrum Industriekultur,"
  },
  {
    "start": 37.0,
    "end": 41.0,
    "text": " die ganz tolle Fahrrad- und Fußrad-Wege,"
  },
  {
    "start": 41.0,
    "end": 44.0,
    "text": " Wegweiser rausgeben, die man sich angucken kann,"
  },
  {
    "start": 44.0,
    "end": 48.0,
    "text": " wo man Berliner Industriekultur hautnah erleben kann und wandern kann."
  },
  {
    "start": 48.0,
    "end": 52.0,
    "text": " Und Sie waren mal Chef der Abteilung \"Sammlung und Ausstellung\""
  },
  {
    "start": 52.0,
    "end": 55.0,
    "text": " mit einem Schwerpunkt auch zum heutigen Thema"
  },
  {
    "start": 55.0,
    "end": 57.0,
    "text": " bei der Stiftung \"Deutsches Technikmuseum Berlin\"."
  },
  {
    "start": 57.0,
    "end": 59.0,
    "text": " Ich habe das richtig gesagt."
  },
  {
    "start": 59.0,
    "end": 61.0,
    "text": " Sehr schön. Gibt es irgendwas hinzu zufügen?"
  },
  {
    "start": 61.0,
    "end": 64.0,
    "text": " Genau genommen war es so, dass ich im Technikmuseum angefangen habe,"
  },
  {
    "start": 64.0,
    "end": 69.0,
    "text": " als Kurator mit dem Aufgabengebiet eine Sammlung zum Thema"
  },
  {
    "start": 69.0,
    "end": 73.0,
    "text": " Nachrichtentechnikgeschichte aufzubauen,"
  },
  {
    "start": 73.0,
    "end": 77.0,
    "text": " weil als das Technikmuseum gegründet wurde in den 80er Jahren,"
  },
  {
    "start": 77.0,
    "end": 80.0,
    "text": " gab es zu verschiedenen Sammlungsgebieten bereits Sammlungsbestände,"
  },
  {
    "start": 80.0,
    "end": 83.0,
    "text": " aber genau zu diesen Themen gab es nichts."
  },
  {
    "start": 83.0,
    "end": 88.0,
    "text": " Also weder zu Rundfunk, Telefon, Fernsehen, Computerrei,"
  },
  {
    "start": 88.0,
    "end": 91.0,
    "text": " alles das existierte nicht in der Sammlung."
  },
  {
    "start": 91.0,
    "end": 95.0,
    "text": " Das war eine super tolle Aufgabe dann in den ersten Jahren,"
  },
  {
    "start": 95.0,
    "end": 99.0,
    "text": " sich mit diesen Themen intensiv zu beschäftigen,"
  },
  {
    "start": 99.0,
    "end": 103.0,
    "text": " mit der Geschichte dieser jeweiligen Fachrichtungen intensiv zu beschäftigen"
  },
  {
    "start": 103.0,
    "end": 109.0,
    "text": " und dann überall in Deutschland und teilweise auch in der Welt,"
  },
  {
    "start": 109.0,
    "end": 114.0,
    "text": " Objekte zusammenzutragen, die die Berliner Technikgeschichte"
  },
  {
    "start": 114.0,
    "end": 119.0,
    "text": " und die Berliner Anteil insbesondere auch an der Entwicklung der Telekommunikation"
  },
  {
    "start": 119.0,
    "end": 123.0,
    "text": " in ausreichender und repräsentative Art und Weise"
  },
  {
    "start": 123.0,
    "end": 126.0,
    "text": " in einer Ausstellung unter Beweis stellen könnten."
  },
  {
    "start": 126.0,
    "end": 130.0,
    "text": " Wir kommen gleich schön, wir starten sowieso mit den Berliner Anteil,"
  },
  {
    "start": 130.0,
    "end": 133.0,
    "text": " aber bevor wir das machen, muss ich noch kurz darauf zurückkommen."
  },
  {
    "start": 133.0,
    "end": 136.0,
    "text": " Ihre letzte Mail, weil Sie gesagt haben, Sie waren ordentlich unterwegs,"
  },
  {
    "start": 136.0,
    "end": 140.0,
    "text": " Ihre letzte Mail, ich zitiere, kommt von Kürkénis an der russischen Grenze."
  },
  {
    "start": 140.0,
    "end": 142.0,
    "text": " Was haben Sie da gemacht?"
  },
  {
    "start": 142.0,
    "end": 149.0,
    "text": " Ich war mit Furtigruten unterwegs und wir sind die norwegische Atlantik-Küste"
  },
  {
    "start": 149.0,
    "end": 153.0,
    "text": " mit dem Postschiff und aufgedüst, ganz viele Stationen unterwegs gesehen"
  },
  {
    "start": 153.0,
    "end": 158.0,
    "text": " und begangen, erlebt und die letzte Station war eben Kölkernis."
  },
  {
    "start": 158.0,
    "end": 162.0,
    "text": " Wir fangen beim Urschleim an, eine Frage habe ich noch,"
  },
  {
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    "end": 165.0,
    "text": " Sie sind 102 Jahre älter als ich."
  },
  {
    "start": 165.0,
    "end": 169.0,
    "text": " Können Sie sich erinnern an eine Zeit, oder als Sie aufgewachsen sind,"
  },
  {
    "start": 169.0,
    "end": 171.0,
    "text": " hatten Sie Fernsehen direkt von Anfang an?"
  },
  {
    "start": 171.0,
    "end": 172.0,
    "text": " Nein."
  },
  {
    "start": 172.0,
    "end": 175.0,
    "text": " Sie können sich noch eine Zeit vom Fernsehen erinnern, meine ich?"
  },
  {
    "start": 175.0,
    "end": 177.0,
    "text": " Na ja, nein, natürlich gab es Fernsehen, klar."
  },
  {
    "start": 177.0,
    "end": 180.0,
    "text": " Klar, aber ich meine, in der Familie, das meine ich."
  },
  {
    "start": 180.0,
    "end": 184.0,
    "text": " Aber wir hatten zu Hause keinen Fernsehen, das war bei meiner Familie"
  },
  {
    "start": 184.0,
    "end": 187.0,
    "text": " und der materiellen Ausstattung."
  },
  {
    "start": 187.0,
    "end": 190.0,
    "text": " Erstens, schwierig, Fernsehen war teuer,"
  },
  {
    "start": 190.0,
    "end": 193.0,
    "text": " zweitens, wollten die das auch, glaube ich, nicht,"
  },
  {
    "start": 193.0,
    "end": 197.0,
    "text": " aber wir Kinder, ich bin auf dem Dorf aufgewachsen,"
  },
  {
    "start": 197.0,
    "end": 200.0,
    "text": " fanden Fernsehen natürlich immer schon total spannend"
  },
  {
    "start": 200.0,
    "end": 207.0,
    "text": " und was es dann gab, waren sozusagen kleine Public View in Gesellschaften"
  },
  {
    "start": 207.0,
    "end": 211.0,
    "text": " der Kinder der Nachbarschaft, die sich dann bei der Familie"
  },
  {
    "start": 211.0,
    "end": 214.0,
    "text": " nachmittags eingefunden haben, die den Fernseher hatten"
  },
  {
    "start": 214.0,
    "end": 218.0,
    "text": " und dann haben wir da zusammen ein oder zwei Stunden Fernsehen geguckt"
  },
  {
    "start": 218.0,
    "end": 222.0,
    "text": " und das war natürlich super, weil dann waren wir auch gleich zu vielen"
  },
  {
    "start": 222.0,
    "end": 225.0,
    "text": " und das hat sehr viel Spaß gemacht."
  },
  {
    "start": 225.0,
    "end": 228.0,
    "text": " Und wir selber haben erst relativ späten Fernseher gehabt,"
  },
  {
    "start": 228.0,
    "end": 231.0,
    "text": " ich weiß gar nicht mehr genau, in welchem Jahr,"
  },
  {
    "start": 231.0,
    "end": 235.0,
    "text": " aber das war schon etwas sehr Besonderes, wenn der Fernseher ins Haus kam."
  },
  {
    "start": 235.0,
    "end": 238.0,
    "text": " Also ich kann mich nämlich nicht erinnern, also meine Familie hatte immer"
  },
  {
    "start": 238.0,
    "end": 240.0,
    "text": " einen Fernseher zum nächsten schwarz-weiß Fernseher, der wanderte dann"
  },
  {
    "start": 240.0,
    "end": 242.0,
    "text": " ins Kinderzimmer, als der Farbfernseher ins Wohnzimmer kam"
  },
  {
    "start": 242.0,
    "end": 247.0,
    "text": " und dann hatten wir Kinder auch in riesengroßen alten Fernseher und Zimmer."
  },
  {
    "start": 247.0,
    "end": 253.0,
    "text": " Also dieses Medium hat schon auch ganze Generationen jetzt inzwischen geprägt"
  },
  {
    "start": 253.0,
    "end": 258.0,
    "text": " und es fing aber ganz klein an und es fing vor allem an überhaupt nicht so,"
  },
  {
    "start": 258.0,
    "end": 262.0,
    "text": " wie es am Ende dann war, können wir das heute vorstellen,"
  },
  {
    "start": 262.0,
    "end": 265.0,
    "text": " mit einer Bildröhung, Glas und dieser Kasten und Farbe und allem."
  },
  {
    "start": 265.0,
    "end": 269.0,
    "text": " Und der Anfang war völlig anders, der Anfang war mechanisch."
  },
  {
    "start": 269.0,
    "end": 272.0,
    "text": " Wie kam das?"
  },
  {
    "start": 272.0,
    "end": 276.0,
    "text": " Das Fernsehsystem hat anders als zum Beispiel der Rundfunk"
  },
  {
    "start": 276.0,
    "end": 279.0,
    "text": " eine unglaublich lange Entwicklungsgeschichte gehabt,"
  },
  {
    "start": 279.0,
    "end": 282.0,
    "text": " weil, das darf man einfach nicht unterschätzen,"
  },
  {
    "start": 282.0,
    "end": 286.0,
    "text": " Fernsehen ist ein hochkomplexes System, im Prinzip heute auch noch,"
  },
  {
    "start": 286.0,
    "end": 292.0,
    "text": " aber es brauchte, um Fernsehen tatsächlich als System realisieren zu können,"
  },
  {
    "start": 292.0,
    "end": 295.0,
    "text": " die Entwicklung von ganz ganz ganz vielen Komponenten,"
  },
  {
    "start": 295.0,
    "end": 299.0,
    "text": " die auch als System wunderbar ineinander greifen mussten,"
  },
  {
    "start": 299.0,
    "end": 303.0,
    "text": " damit dann hinterher so etwas wie Fernsehen tatsächlich funktionieren konnte."
  },
  {
    "start": 303.0,
    "end": 311.0,
    "text": " Und der Impuls dazu, dass man sich mit der Idee Bilder zu übertragen beschäftigt hat,"
  },
  {
    "start": 311.0,
    "end": 314.0,
    "text": " waren vor allem zwei Dinge, das war die Telegraphie,"
  },
  {
    "start": 314.0,
    "end": 322.0,
    "text": " wo man Zeichen übertragen konnte, kurz lang, Kedida, Mosse, Zeichen und das Telefon."
  },
  {
    "start": 322.0,
    "end": 328.0,
    "text": " Also mit dem Telefon war es auf einmal seit Anfang der 1880er-Jahre möglich,"
  },
  {
    "start": 328.0,
    "end": 334.0,
    "text": " dass sozusagen eine unmittelbare Kommunikationsleistung, typisch menschlich,"
  },
  {
    "start": 334.0,
    "end": 339.0,
    "text": " nämlich das Sprechen, das Zuhören, die Sprachverständigung,"
  },
  {
    "start": 339.0,
    "end": 345.0,
    "text": " über ein technisches Medium relativ perfekt und schnell auch umgesetzt werden konnte."
  },
  {
    "start": 345.0,
    "end": 351.0,
    "text": " Und es hat in der Folge dieser beiden großen Erfindungen,"
  },
  {
    "start": 351.0,
    "end": 353.0,
    "text": " da kam die Schallplatte im Grunde auch noch dazu,"
  },
  {
    "start": 353.0,
    "end": 357.0,
    "text": " es war also auch möglich, Sprache, Musik zu konservieren, immer wieder neu aufzuführen,"
  },
  {
    "start": 357.0,
    "end": 364.0,
    "text": " warum ist es denn nicht möglich, sozusagen diese Transportleistung von Ton"
  },
  {
    "start": 364.0,
    "end": 373.0,
    "text": " und die Speicherleistung von Ton auch entsprechend um das Bild zu erweitern oder zu bereichern."
  },
  {
    "start": 373.0,
    "end": 379.0,
    "text": " Und schon in den 1840er-Jahren hat man angefangen, irgendwelche Apparaturen zu entwickeln,"
  },
  {
    "start": 379.0,
    "end": 384.0,
    "text": " wo man Bildvorlagen so abtastete, dass man versucht hat,"
  },
  {
    "start": 384.0,
    "end": 388.0,
    "text": " da draußen elektrisches Signal so zu entwickeln, dass an irgendeiner Stelle"
  },
  {
    "start": 388.0,
    "end": 390.0,
    "text": " eine Wiedergabe dieses Bildes möglich war."
  },
  {
    "start": 390.0,
    "end": 393.0,
    "text": " Man hat mit metallischen Vorlagen operiert,"
  },
  {
    "start": 393.0,
    "end": 399.0,
    "text": " man hat mit allen möglichen anderen Elementen gearbeitet,"
  },
  {
    "start": 399.0,
    "end": 404.0,
    "text": " um Bilder auch an anderer Stelle verfügbar zu machen."
  },
  {
    "start": 404.0,
    "end": 409.0,
    "text": " Es gab eine Reihe von Publikationen, Erfindungsvorschlägen,"
  },
  {
    "start": 409.0,
    "end": 411.0,
    "text": " nichts davon hat wirklich funktioniert."
  },
  {
    "start": 411.0,
    "end": 418.0,
    "text": " Also man kann sagen, das gesamte 19. Jahrhundert war, da war diese Idee immer da,"
  },
  {
    "start": 418.0,
    "end": 422.0,
    "text": " aber hat nicht wirklich Früchte getragen."
  },
  {
    "start": 422.0,
    "end": 426.0,
    "text": " Und jetzt muss man vielleicht nur mal kurz darauf eingehen,"
  },
  {
    "start": 426.0,
    "end": 431.0,
    "text": " was eigentlich das Problem ist, wenn man so etwas wie Fernsehen realisieren will."
  },
  {
    "start": 431.0,
    "end": 435.0,
    "text": " Das hat mit den vielen Systemen, Komponenten zu tun, die man da braucht."
  },
  {
    "start": 435.0,
    "end": 438.0,
    "text": " Also grundsätzlich ist es so, man braucht ein Signal,"
  },
  {
    "start": 438.0,
    "end": 443.0,
    "text": " das irgendwie übertragen werden kann als elektrisches, elektromagnetisches Signal."
  },
  {
    "start": 443.0,
    "end": 450.0,
    "text": " Dazu muss nicht nur ein feststehendes, sondern möglicherweise auch eine bewegliche Szene abgetastet werden."
  },
  {
    "start": 450.0,
    "end": 453.0,
    "text": " Das heißt, ich brauche so etwas wie eine Kamera."
  },
  {
    "start": 453.0,
    "end": 457.0,
    "text": " Eine Kamera setzt sich aber auch wieder aus unterschiedlichen Elementen zusammen,"
  },
  {
    "start": 457.0,
    "end": 462.0,
    "text": " Bildsensoren, also ein bestimmter Lichteinfall muss,"
  },
  {
    "start": 462.0,
    "end": 466.0,
    "text": " sozusagen die Stärke eines elektrischen Signals übersetzt werden."
  },
  {
    "start": 466.0,
    "end": 474.0,
    "text": " Dann ist es so, dass man nie auch beim Fernsehen heute die Gesamtinformation eines Bildes parallel überträgt,"
  },
  {
    "start": 474.0,
    "end": 479.0,
    "text": " sondern das ist immer eine sequenzielle, also eine Abtastung von Bildpunkten,"
  },
  {
    "start": 479.0,
    "end": 483.0,
    "text": " die danach ineinander in ihren bestimmten Werten übertragen werden."
  },
  {
    "start": 483.0,
    "end": 487.0,
    "text": " Das heißt, ich brauche ein Zerlegungsprinzip für das Bild."
  },
  {
    "start": 487.0,
    "end": 491.0,
    "text": " Ich brauche Verstärkungsmöglichkeiten."
  },
  {
    "start": 491.0,
    "end": 502.0,
    "text": " Ich muss sozusagen das Bild dann in irgendeiner Form, das Bildsignal, auf eine Reise schicken über Kabel oder Antenne oder wie auch immer."
  },
  {
    "start": 502.0,
    "end": 507.0,
    "text": " Und das Bild muss dann an anderer Stelle reproduziert werden."
  },
  {
    "start": 507.0,
    "end": 518.0,
    "text": " Das heißt, ich brauche einen Apparat, der sozusagen diese sequenzielle, also in einer Reihe erfolgende Abtastung von Bildpunkten in ihren jeweiligen Werten,"
  },
  {
    "start": 518.0,
    "end": 524.0,
    "text": " in der Lage ist zu rekonstruieren und auch so wiederzugeben, dass ich was sehen kann."
  },
  {
    "start": 524.0,
    "end": 527.0,
    "text": " Und dazu braucht man dann auch wieder Verstärke."
  },
  {
    "start": 527.0,
    "end": 529.0,
    "text": " Und dazu braucht man vor allen Dingen Steuerungseinrichtungen,"
  },
  {
    "start": 529.0,
    "end": 536.0,
    "text": " weil die Sendeinrichtungen und die Empfangseinrichtungen müssen absolut synchron laufen, sonst habe ich eine Bildverzerrung."
  },
  {
    "start": 536.0,
    "end": 545.0,
    "text": " Und bis hin zu dieser Frage, wie kriegt man so etwas wie eine Synchronicität her von dem abgehenden Bild und dem zu empfangenen Bild?"
  },
  {
    "start": 545.0,
    "end": 554.0,
    "text": " Das waren schon große, große Herausforderungen, die für das 19. Jahrhundert einfach gar nicht so ohne Weiteres bewältigt werden konnten."
  },
  {
    "start": 554.0,
    "end": 564.0,
    "text": " Und wenn wir jetzt uns mal kurz zurückversetzen, wie im Vergleich Radio schon dann auch zum 20. Jahrhundert empfangen war,"
  },
  {
    "start": 564.0,
    "end": 574.0,
    "text": " da war am Ende, war es so trivial, es gab sogar kleine Postkarten mit Steckern dran, da konnte man seinen Kopfhörer ranmachen"
  },
  {
    "start": 574.0,
    "end": 578.0,
    "text": " und dann per Detektor ohne Batterie, ohne alles Radio empfangen. So simpel war das."
  },
  {
    "start": 578.0,
    "end": 583.0,
    "text": " Also der Vergleich zwischen Fernsehen und Radio könnte, das könnte unterschiedlicher,"
  },
  {
    "start": 583.0,
    "end": 587.0,
    "text": " könnte das gar nicht sein, wie viel komplexer die Geschichte mit dem Fernsehen ist."
  },
  {
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    "end": 590.0,
    "text": " Also wenn man dann immer vielleicht denkt, guck mal, das hatte sich ein Bild und das hatte sich ein Ton,"
  },
  {
    "start": 590.0,
    "end": 594.0,
    "text": " wird ein bisschen über den Ether geschickt. Es ist viel, viel, viel komplizierter."
  },
  {
    "start": 594.0,
    "end": 605.0,
    "text": " Also das Tonsignal, was ich beim Radio verarbeite, ist sozusagen 1 zu 1 das, was auch aufgenommen und gesendet wird"
  },
  {
    "start": 605.0,
    "end": 610.0,
    "text": " und kann dann, wenn ich einen entsprechenden kleinen Empfangsoperator habe, auch 1 zu 1 wieder ausgelesen werden."
  },
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    "text": " Beim Fernsehen brauche ich sozusagen immer eine Zerlegung des Bildes und eine Rekonstruktion des Bildes."
  },
  {
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    "end": 620.0,
    "text": " Sehr vereinfacht gesprochen und das macht die Sache so sehr viel komplizierter."
  },
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    "end": 626.0,
    "text": " Und wie gesagt, es haben alle mögliche Leute sich den Kopf darüber zerbrochen."
  },
  {
    "start": 626.0,
    "end": 633.0,
    "text": " Wie kriegt man das denn überhaupt hin, dass man mit dieser Bildzerlegung und der Rekonstruktion"
  },
  {
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    "end": 637.0,
    "text": " ohne einen übermäßigen Aufwand irgendwie weiterkommt?"
  },
  {
    "start": 637.0,
    "end": 645.0,
    "text": " Und erscheinlicherweise war es ein, damals noch relativ junger, ich glaube 24 Jahre alt,"
  },
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    "text": " in Berlin studierender Mensch namens Paul Nipco, der so ein privates großes Erfinderinteresse hatte"
  },
  {
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    "end": 658.0,
    "text": " und der sich genau mit dieser Frage beschäftigt hat."
  },
  {
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    "end": 662.0,
    "text": " Auch die Literatur dazu recherchiert hat und so weiter und so weiter."
  },
  {
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    "end": 669.0,
    "text": " Und der veröffentlicht 1884 ein bahnbrechendes Patent, nämlich die Beschreibung,"
  },
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    "start": 669.0,
    "end": 675.0,
    "text": " der später nach ihm auch immer auch international so benannten Nipco-Scheibe."
  },
  {
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    "text": " Was ist die Nipco-Scheibe? Das ist ein total simples Teil."
  },
  {
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    "end": 684.0,
    "text": " Das ist schlicht und einfach eine Scheibe, die unterschiedlich groß sein kann."
  },
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    "text": " Und auf der spiralförmig nach innen versetzt Punkte eingebohrt sind."
  },
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    "text": " Und die Idee war, dass man zwei gleichlaufende solche Scheiben hat, einmal auf der Aufnahmeseite"
  },
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    "start": 700.0,
    "end": 706.0,
    "text": " und einmal auf der Empfangsseite, die übernehmen dadurch, dass sie ein Objekt abtasten,"
  },
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    "text": " durchaus auch ein bewegtes Objekt, die Aufgabe der Bildzerlegung,"
  },
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    "end": 717.0,
    "text": " weil ich habe sozusagen pro Bildzeile immer nur einen Punkt, von dem ich einen Wert ermitteln muss,"
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    "end": 721.0,
    "text": " der dann nach und nach gesendet werden kann."
  },
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    "end": 729.0,
    "text": " Und wenn die Empfängerscheibe genauso im Kron läuft, dann erzeugt sie durch ihre rasende Geschwindigkeit"
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  {
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    "end": 734.0,
    "text": " beim Beobachter das Gefühl, es baut sich vor ihm tatsächlich ein Bild auf,"
  },
  {
    "start": 734.0,
    "end": 738.0,
    "text": " das auch ein bewegtes Bild sein kann und nicht nur ein statisches Bild."
  },
  {
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    "end": 742.0,
    "text": " Und dieser Gleichlauf war ein großes Problem."
  },
  {
    "start": 742.0,
    "end": 750.0,
    "text": " Ich brauche dann aber auch um die Werte der über die Nipco-Scheibe gewonnenen unterschiedlichen Bildwerte,"
  },
  {
    "start": 750.0,
    "end": 758.0,
    "text": " je nach Abhängigkeit der aufgenommenen Objekte, brauche ich eine lichtempfindliche Steuerelektronik, sag ich jetzt mal."
  },
  {
    "start": 758.0,
    "end": 760.0,
    "text": " So was gab es alles noch gar nicht."
  },
  {
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    "end": 768.0,
    "text": " Das hatte zwar als System Nipco schon alles beschrieben, er nannte das übrigens elektrisches Teleskop,"
  },
  {
    "start": 768.0,
    "end": 773.0,
    "text": " aber die vielen Bauelemente, über die ich eben auch schon gesprochen habe,"
  },
  {
    "start": 773.0,
    "end": 776.0,
    "text": " waren sozusagen ihm noch gar nicht zur Verfügung gestanden."
  },
  {
    "start": 776.0,
    "end": 785.0,
    "text": " Aber der entscheidende Durchbruch war wirklich diese Nipco-Scheibe, die dann auch fast wieder in Vergessenheit geriet,"
  },
  {
    "start": 785.0,
    "end": 791.0,
    "text": " weil auch das ganze Thema Fernsehen, trotz immer wieder neuer Anläufe, nicht so richtig von der Stelle kam."
  },
  {
    "start": 791.0,
    "end": 799.0,
    "text": " Also so zwischen 1860, 1880, 1900 passierte da nicht viel, dann kam der Erste Weltkrieg,"
  },
  {
    "start": 799.0,
    "end": 804.0,
    "text": " das passierte da auch noch nicht so sonderlich viel, dann kam der Rundfunk auf,"
  },
  {
    "start": 804.0,
    "end": 811.0,
    "text": " mit den 20er Jahren, 1923 erste Ausstrahlung für Publikum in Deutschland."
  },
  {
    "start": 811.0,
    "end": 820.0,
    "text": " Und diese Ursprungsvision, dass man zusätzlich zur Übertragung von Ton, doch gerne auch eine Übertragung von Bild hätte,"
  },
  {
    "start": 820.0,
    "end": 823.0,
    "text": " bekam sozusagen neues Feuer."
  },
  {
    "start": 823.0,
    "end": 838.0,
    "text": " Und da setzte auf einmal überall in der Welt eine Rückbesinnung ein auf all diese Ideenansätze der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zum Thema Fernsehen."
  },
  {
    "start": 838.0,
    "end": 847.0,
    "text": " Und es wurde jetzt auch zum Teil wiederum in so etwas privat wissenschaftlich tüftlerischer Art und Weise,"
  },
  {
    "start": 847.0,
    "end": 852.0,
    "text": " aber auch in größeren Instituten sehr intensiv am Thema Fernsehen gearbeitet."
  },
  {
    "start": 852.0,
    "end": 860.0,
    "text": " Ist das einer der Gründe, weil ich, zum Beispiel, ich meine, mich erinnern zu können, ich war noch Kind in der DDR"
  },
  {
    "start": 860.0,
    "end": 864.0,
    "text": " und mir wurde vorgestellt, oder das war uns, das war so ein großes Treffen, Mannfried von der Ardente,"
  },
  {
    "start": 864.0,
    "end": 869.0,
    "text": " und uns, wir Kinder, keine Ahnung wer das ist, ja, da wurde uns gesagt, aber das ist der Erfinder des Fernsehens,"
  },
  {
    "start": 869.0,
    "end": 871.0,
    "text": " dann kann man natürlich als Kind was mit anfangen, haben wir dem nie handgeschüttelt,"
  },
  {
    "start": 871.0,
    "end": 875.0,
    "text": " alles klar, älterer Mann, sehr nett, Erfinder des Fernsehens."
  },
  {
    "start": 875.0,
    "end": 879.0,
    "text": " So später lese ich dann, wer noch alles das Fernsehen erfunden hat."
  },
  {
    "start": 879.0,
    "end": 887.0,
    "text": " Und jedes, also mein Gefühl war dann schnell jede Nation, sage ich mal, hat so eine eigene Gründungsmütis des Fernsehens."
  },
  {
    "start": 887.0,
    "end": 894.0,
    "text": " Die Briten ist ganz klar, wie wie sie, die Amerikaner hatten den, oh Gott, wie hieß der, der hatte so ein,"
  },
  {
    "start": 894.0,
    "end": 895.0,
    "text": " So ein Rekin."
  },
  {
    "start": 895.0,
    "end": 903.0,
    "text": " Der und aber dann gab es noch einen, so ein Professor, ist egal, den hatten, die hatten das als so Gründungsmütis,"
  },
  {
    "start": 903.0,
    "end": 908.0,
    "text": " ist das der Grund, warum, die haben alle einzeln was bei, genau."
  },
  {
    "start": 908.0,
    "end": 912.0,
    "text": " Genau, also auf Adenne komme ich gleich noch zu sprechen, weil den habe ich auch kennengelernt."
  },
  {
    "start": 912.0,
    "end": 916.0,
    "text": " Sie haben mich aber richtig kennengelernt, im Riesel zu mir, eben nur die Handgeschüttel,"
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  {
    "start": 916.0,
    "end": 919.0,
    "text": " ja, da gibt es auch eine schöne Geschichte noch dazu."
  },
  {
    "start": 919.0,
    "end": 926.0,
    "text": " Jedenfalls spielt dann in all diesen Wiederbelebungsversuchen der Idee des Fernsehens,"
  },
  {
    "start": 926.0,
    "end": 934.0,
    "text": " die Nippgeschalbe, eine ganz große Rolle, mittlerweile war man aber auch auf dem Gebiet der Wandlung von Lichtsignalen"
  },
  {
    "start": 934.0,
    "end": 939.0,
    "text": " eine elektrische Signale, ein ganz großes Stück weitergekommen, man hat ja entdeckt, dass die Lehen zum Beispiel,"
  },
  {
    "start": 939.0,
    "end": 944.0,
    "text": " seinen Widerstand sehr stark ändert, wenn Licht unterschiedlicher Intensität drauf fällt."
  },
  {
    "start": 944.0,
    "end": 950.0,
    "text": " Das heißt, man hat also diese Bildsensorik sehr stark weiterentwickelt, man hat sich Gedanken darüber gemacht,"
  },
  {
    "start": 950.0,
    "end": 959.0,
    "text": " wie man auch so etwas wie das Synchronitätsproblem für die Geberseite oder Ausstrahlungseite und die Empfangsseite"
  },
  {
    "start": 959.0,
    "end": 961.0,
    "text": " besser in den Griff bekommen könnte."
  },
  {
    "start": 961.0,
    "end": 967.0,
    "text": " Man hatte starke Lichtwellen, mit denen man jetzt auch Objekte so gut ausleuchten konnte,"
  },
  {
    "start": 967.0,
    "end": 972.0,
    "text": " dass sie sich auch besser abtasten ließen und so weiter und so weiter."
  },
  {
    "start": 972.0,
    "end": 979.0,
    "text": " Und es gab so einige Institute, es gab in Petersburg, es gab aus einem Professor Rosing,"
  },
  {
    "start": 979.0,
    "end": 985.0,
    "text": " es gab in Deutschland verschiedene Institute und die großen Firmen wie Telefunken,"
  },
  {
    "start": 985.0,
    "end": 991.0,
    "text": " IG und sieben wurden auch so ein bisschen hellhörig, es gab in Deutschland die Reichspost,"
  },
  {
    "start": 991.0,
    "end": 996.0,
    "text": " die natürlich auch überlegt hatte, könnte das möglicherweise für uns auch nochmal ein Thema sein."
  },
  {
    "start": 996.0,
    "end": 1005.0,
    "text": " Und wie gesagt, in den USA waren es die großen Elektrokonzerne, in England war die BBC sehr, sehr zögerlich."
  },
  {
    "start": 1005.0,
    "end": 1010.0,
    "text": " Und da gibt es eine interessante Geschichte, einer der ersten, vielleicht sogar der erste,"
  },
  {
    "start": 1010.0,
    "end": 1016.0,
    "text": " der es geschafft hat, mithilfe dieser Nippko-Schalbe, so etwas wie ein tatsächlich auch empfangbares"
  },
  {
    "start": 1016.0,
    "end": 1024.0,
    "text": " Fernsehprogramm zu machen, war ein Schotter John Logie Baird, heute auch so ziemlich vergessen,"
  },
  {
    "start": 1024.0,
    "end": 1035.0,
    "text": " der eigentlich mit die wesentlichen Durchbrüche geschaffen hat, um Fernsehen überhaupt denkbar werden zu lassen."
  },
  {
    "start": 1035.0,
    "end": 1040.0,
    "text": " Der hat nämlich diese Nippko-Schalbe hergenommen und hat daraus Apparaturen entwickelt,"
  },
  {
    "start": 1040.0,
    "end": 1046.0,
    "text": " mit denen er Fernsehversuche gemacht hat und ist damit auch an die BBC herangetreten."
  },
  {
    "start": 1046.0,
    "end": 1050.0,
    "text": " Die BBC hat gesagt, was ist so eine Spinnerei, Fernsehsletzte, was wir brauchen."
  },
  {
    "start": 1050.0,
    "end": 1054.0,
    "text": " Kann man aber auch nicht ganz, ich muss mal sagen, dann sitzt man da und dann hat man so eine ratternde Scheibe,"
  },
  {
    "start": 1054.0,
    "end": 1056.0,
    "text": " weil das Ding war natürlich alles andere als lauglos."
  },
  {
    "start": 1056.0,
    "end": 1062.0,
    "text": " Und das dreht sich und wenn man genau guckt, dann schwebt ein geisterhaftes Bild so ein bisschen."
  },
  {
    "start": 1062.0,
    "end": 1068.0,
    "text": " Es gibt Leute, die die Dlinger nachgebaut haben, man kann das auf den entsprechenden Plattformen sich heute angucken."
  },
  {
    "start": 1068.0,
    "end": 1073.0,
    "text": " Und dann sieht man mal, wie das aussieht und das ist jetzt nichts, wo man sagt, wow, das möchte ich aber gerne zu Hause haben."
  },
  {
    "start": 1073.0,
    "end": 1080.0,
    "text": " Ja, ja, also die Geschichte ist tatsächlich so, dass John Logie Baird dann in einem britischen Kaufhauskonzern,"
  },
  {
    "start": 1080.0,
    "end": 1085.0,
    "text": " einen ersten Sponsor hatte und da wurden dann in dem Kaufhaus diese Apparaturen aufgeschädelt,"
  },
  {
    "start": 1085.0,
    "end": 1090.0,
    "text": " die Leute konnten das als große Attraktion im Kaufhaus selbst, das beobachten Fernsehen ist da."
  },
  {
    "start": 1090.0,
    "end": 1093.0,
    "text": " Also wie gesagt, die BBC hat den überhaupt nicht ernst genommen."
  },
  {
    "start": 1093.0,
    "end": 1100.0,
    "text": " Und dann ist John Logie Baird nach Deutschland gereist und in Deutschland fand er sehr viel Interesse und Anerkennung,"
  },
  {
    "start": 1100.0,
    "end": 1106.0,
    "text": " weil es da an verschiedenen Orten, in Leipzig, in Berlin durchaus Leute gab, die das sehr ernst genommen haben, was er machte."
  },
  {
    "start": 1106.0,
    "end": 1112.0,
    "text": " Daraus resultierte auch seine spätere Beteiligung an einer Firma, die noch eine große Rolle spielen wird in der deutschen Fernseh-Ertwicklung."
  },
  {
    "start": 1112.0,
    "end": 1125.0,
    "text": " Jedenfalls, John Logie Baird hat tatsächlich total interessante Versuche gemacht und hat dann später auch eine Mittelwellenfrequenz von der BBC zur Verfügung gestellt bekommen"
  },
  {
    "start": 1125.0,
    "end": 1129.0,
    "text": " und hat es geschafft, die ersten Fernsehbilder über den Atlantik zu schicken."
  },
  {
    "start": 1129.0,
    "end": 1137.0,
    "text": " Und das waren wirklich Sensationen damals, hat keiner für möglich gehalten, zwischen 24, 27, 28 war das,"
  },
  {
    "start": 1137.0,
    "end": 1141.0,
    "text": " dass es mit einem mal einen solchen Fortschritt und einen solchen Durchbruch geben würde."
  },
  {
    "start": 1141.0,
    "end": 1149.0,
    "text": " Und das hat viele Leute aufwecken lassen, die in großen Firmen und öffentlichen Einrichtungen sich mit solchen Themen befassen"
  },
  {
    "start": 1149.0,
    "end": 1154.0,
    "text": " und dann wird sozusagen auch ein großer Entwicklungsdruck erzeugt."
  },
  {
    "start": 1154.0,
    "end": 1163.0,
    "text": " So, tatsächlich sind aber alle diese frühen Versuche immer noch von dieser Mechanik gespeist gewesen."
  },
  {
    "start": 1163.0,
    "end": 1166.0,
    "text": " Und dann hat man das immer stärker zu optimieren versuchst."
  },
  {
    "start": 1166.0,
    "end": 1168.0,
    "text": " Die NIPG-Geschreiben wurden immer größer."
  },
  {
    "start": 1168.0,
    "end": 1170.0,
    "text": " Die hat ersten hatten irgendwie 30 Zahlen."
  },
  {
    "start": 1170.0,
    "end": 1176.0,
    "text": " Wir haben hier im Technikmuseum den allerersten Fernsehempfänger, den Baird auf den Markt gebracht hat,"
  },
  {
    "start": 1176.0,
    "end": 1179.0,
    "text": " das ist der sogenannte Teeloweiser oder Televisor."
  },
  {
    "start": 1179.0,
    "end": 1185.0,
    "text": " Eine Blechkiste, ganz einfach gebaut mit so einem Kuckfenster von 5 x 5 cm,"
  },
  {
    "start": 1185.0,
    "end": 1193.0,
    "text": " da drin rotiert diese Scheibe und mit der konnte man dann dieses Bildchen sich angucken."
  },
  {
    "start": 1193.0,
    "end": 1197.0,
    "text": " Es gab das auch als Bastelsatz zu kaufen."
  },
  {
    "start": 1197.0,
    "end": 1202.0,
    "text": " Man konnte sich das dann auch so aus selber zusammenbauen und hatte dann da seinen Spaß."
  },
  {
    "start": 1202.0,
    "end": 1206.0,
    "text": " Ich habe hier in Berlin tatsächlich noch einen alten Ingenieur kennengelernt,"
  },
  {
    "start": 1206.0,
    "end": 1213.0,
    "text": " der dann bei den ersten Anfängen des NWDR in Berlin auch tätig war und dann später beim SFB."
  },
  {
    "start": 1213.0,
    "end": 1220.0,
    "text": " Der hat als junger Schüler oder Student mitgekriegt, da gibt es jetzt so merkwürdige Signale,"
  },
  {
    "start": 1220.0,
    "end": 1222.0,
    "text": " auf einer bestimmten Mittelwellenfrequenz."
  },
  {
    "start": 1222.0,
    "end": 1228.0,
    "text": " Dann hat er sich nach den in Zeitschriften vorhandenen Bauanleitungen einen Empfänger gebaut"
  },
  {
    "start": 1228.0,
    "end": 1235.0,
    "text": " und hat das englische Nippgo-Schreiben-Signal auf seinem eigenen Nippgo-Schreiben-Empfänger reproduzieren können."
  },
  {
    "start": 1235.0,
    "end": 1241.0,
    "text": " Unglaubliche Geschichte, aber für die, die das erlebt haben, war das unglaublich."
  },
  {
    "start": 1241.0,
    "end": 1248.0,
    "text": " Also das auf einmal Bilder sozusagen, das Sichtfeld der Augen verlassen"
  },
  {
    "start": 1248.0,
    "end": 1254.0,
    "text": " und an anderer Stelle reproduzierbar sind, war wirklich etwas sehr, sehr, sehr Besonderes."
  },
  {
    "start": 1254.0,
    "end": 1258.0,
    "text": " Und das halt eben 1 zu 1 und simultan."
  },
  {
    "start": 1258.0,
    "end": 1261.0,
    "text": " Also wie gesagt, die Nippgo-Schreiben wurden immer größer"
  },
  {
    "start": 1261.0,
    "end": 1265.0,
    "text": " und man dachte man kriegt dann irgendwie auch so bessere Bilder hin,"
  },
  {
    "start": 1265.0,
    "end": 1270.0,
    "text": " aber was Sie auch schon gesagt haben, das hatten Geräuschproblemen gemacht, das hatten Mechanikproblemen gemacht."
  },
  {
    "start": 1270.0,
    "end": 1275.0,
    "text": " Man hat dann mit anderen Bildsequenzern gearbeitet, wie Spiegelrädern,"
  },
  {
    "start": 1275.0,
    "end": 1278.0,
    "text": " wo die Spiegel immer so ein Stückchen stärker im Winkel geneigt waren,"
  },
  {
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    "end": 1281.0,
    "text": " um diesen Abtasteffekt zu erzeugen und so weiter und so weiter."
  },
  {
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    "end": 1285.0,
    "text": " Also eine riesenmechanische Anstrengung, es funktionierte alles, aber es war klar,"
  },
  {
    "start": 1285.0,
    "end": 1291.0,
    "text": " auf die Art und Weise wirst du niemals irgendwie Markt bedienen können."
  },
  {
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    "end": 1296.0,
    "text": " Es gibt bestimmt eine alternative Realität, wo wir alle vor drehenden Schreiben-Signal sind."
  },
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    "text": " Ja, genau."
  },
  {
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    "end": 1304.0,
    "text": " Und dann gab es parallel tatsächlich auch die ersten Überlegungen, wie man es denn schaffen könnte,"
  },
  {
    "start": 1304.0,
    "end": 1311.0,
    "text": " mindestens auf der Empfangsseite die Kartonstrahlröhre zu nutzen."
  },
  {
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    "end": 1315.0,
    "text": " Dazu hat es auch in Deutschland tatsächlich ein paar interessante Leute gegeben,"
  },
  {
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    "end": 1317.0,
    "text": " die sich damit schon sehr sehr früh beschäftigt haben."
  },
  {
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    "text": " Prof. Diegmann in München war einer, die das tatsächlich ausprobiert haben."
  },
  {
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    "end": 1327.0,
    "text": " Also diese Kartonstrahlröhren waren einfach reine Messinstrumente,"
  },
  {
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    "end": 1329.0,
    "text": " wo halt so ein Strahl hin und her geflackert ist."
  },
  {
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    "end": 1334.0,
    "text": " Und er sagt, vielleicht kriege ich doch den Strahl so gesteuert, dass der irgendein Bildobjekt darstellt."
  },
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    "end": 1336.0,
    "text": " Und das ist ihm auch gelungen."
  },
  {
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    "end": 1340.0,
    "text": " Der war an der Technischen Hochschule in München und wollte dann eine Vorlesung machen"
  },
  {
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    "text": " über Fernsehübertragungsanlagen."
  },
  {
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    "end": 1349.0,
    "text": " Da hat 1913 das Decanat oder wer immer da zuständig war gesagt,"
  },
  {
    "start": 1349.0,
    "end": 1353.0,
    "text": " was für eine irrsinnige Spinnerei, es ist doch unseriös."
  },
  {
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    "text": " So was wollen wir an unserer Universität gar nicht hören."
  },
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    "text": " Und es wurde ihm untersagt, eine solche Veranstaltung anzubieten"
  },
  {
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    "text": " und dann hat das unbenannt, in Fernübertragungsanlagen mannigfaltiger Anwendbarkeit."
  },
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    "text": " Klingt gleich viel serier."
  },
  {
    "start": 1370.0,
    "end": 1377.0,
    "text": " Genau. Also das war sozusagen die ganzen Widersprüchlichkeiten dieser frühen Jahre."
  },
  {
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    "end": 1381.0,
    "text": " Aber wie gesagt, Diegmann war auch einer derjenigen, die erkannt haben,"
  },
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    "end": 1385.0,
    "text": " oh, Kartonschrahlröhre, kann ein super, super interessantes Vehikel sein."
  },
  {
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    "end": 1389.0,
    "text": " Und da wurde auch anderen Orts dran gearbeitet."
  },
  {
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    "end": 1394.0,
    "text": " Und auch an der Idee, ob man nicht irgendwie durch Umwandlungen"
  },
  {
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    "end": 1401.0,
    "text": " von diesen Kartonschrahlröhren auch eine Aufnahmröhre in irgendeiner Form realisieren könnte."
  },
  {
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    "end": 1404.0,
    "text": " Das hat sich aber als die wesentlich schwierige Ausgabe herausgestellt."
  },
  {
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    "text": " Mir ist nämlich gerade, ich habe der Name jetzt mir wieder eingefallen,"
  },
  {
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    "text": " viel Pfeilophon zu was."
  },
  {
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    "end": 1412.0,
    "text": " Dessen erste Kameraspektakul, der explodiert ist."
  },
  {
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    "end": 1416.0,
    "text": " Der hat das auch probiert, auf der anderen Seite des großen Teiches."
  },
  {
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    "end": 1420.0,
    "text": " Und hat Geld gesammelt und dann macht das ein großes Knall."
  },
  {
    "start": 1420.0,
    "end": 1423.0,
    "text": " Also Zvorekin und Farnsworth sind die ersten gewesen,"
  },
  {
    "start": 1423.0,
    "end": 1427.0,
    "text": " die sozusagen an der elektronischen Ausgabe des Fernsehens"
  },
  {
    "start": 1427.0,
    "end": 1431.0,
    "text": " sehr intensiv gearbeitet haben und waren wirklich ganz großartige Pioniere,"
  },
  {
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    "end": 1435.0,
    "text": " hinter denen dann auch großes amerikanisches Kapitalstand."
  },
  {
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    "end": 1439.0,
    "text": " Auch Zvorekin wurde übrigens anfangs zuerst belächelt."
  },
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    "text": " Der spinnt doch, wenn sie sich sinnvollen Aufgaben zu."
  },
  {
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    "end": 1447.0,
    "text": " Das ist doch ein Irrweg mit dem Fernsehen."
  },
  {
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    "end": 1452.0,
    "text": " Aber jetzt kommen wir nochmal auf Manfred von Aden zu sprechen."
  },
  {
    "start": 1452.0,
    "end": 1455.0,
    "text": " Der war tatsächlich auch so ein bisschen wie Unusorg"
  },
  {
    "start": 1455.0,
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    "text": " oder vielleicht auch wie John Loggy Baird, so jung, unbedarf, nicht unbedarf."
  },
  {
    "start": 1460.0,
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    "text": " Das war er nicht. Der war superintelligent und clever."
  },
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    "end": 1469.0,
    "text": " Aber er hatte auch einen starken Förderer in der Radiofirma Löwe,"
  },
  {
    "start": 1469.0,
    "end": 1472.0,
    "text": " eine der großen Radiofirmen hier in Berlin."
  },
  {
    "start": 1472.0,
    "end": 1475.0,
    "text": " Jüdische Eigentümer függen hinzu,"
  },
  {
    "start": 1475.0,
    "end": 1478.0,
    "text": " weil das später nach einer gewissen Rolle spielen wird."
  },
  {
    "start": 1478.0,
    "end": 1485.0,
    "text": " Und die haben ihn sozusagen, wie soll ich das sagen, gecoached und unterstützt"
  },
  {
    "start": 1485.0,
    "end": 1488.0,
    "text": " und vor allen Dingen darin unterstützt,"
  },
  {
    "start": 1488.0,
    "end": 1492.0,
    "text": " sich mit dieser Idee des elektronischen Fernsehens intensiver zu beschäftigen."
  },
  {
    "start": 1492.0,
    "end": 1495.0,
    "text": " Da gibt es einen denkwürdigen Moment."
  },
  {
    "start": 1495.0,
    "end": 1501.0,
    "text": " Also, wer hat gesagt, die 20er Jahre sind sozusagen der große Boost im Bereich der Fernsehentwicklung."
  },
  {
    "start": 1501.0,
    "end": 1508.0,
    "text": " Ende 1930 macht Manfred von Aden in seiner Villa in Lichterfelde"
  },
  {
    "start": 1508.0,
    "end": 1514.0,
    "text": " eine Privatvorführung und stellt zum ersten Mal ein voll elektronisches Fernsehsystem vor."
  },
  {
    "start": 1514.0,
    "end": 1520.0,
    "text": " Das allerdings auf der Aufnahmeseite aus einem elektronischen Filmabtaster besteht,"
  },
  {
    "start": 1520.0,
    "end": 1522.0,
    "text": " dem sogenannten Flying Spot Abtaster."
  },
  {
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    "end": 1528.0,
    "text": " Aber immerhin, er nutzt Elektronik um die Aufnahmeseite zu bewältigen"
  },
  {
    "start": 1528.0,
    "end": 1537.0,
    "text": " und er hat eine Röhre gebaut, in der man tatsächlich auch in schon sehr annehmbarer Größe ein Bild sieht,"
  },
  {
    "start": 1537.0,
    "end": 1540.0,
    "text": " und zwar ein bewegtes Bild, an noch kein Ton, aber immerhin."
  },
  {
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    "end": 1546.0,
    "text": " Also, das Fernsehen als elektronisches System hat tatsächlich so funktioniert."
  },
  {
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    "end": 1557.0,
    "text": " Und bei einer der ersten Funkausstellungen nach der Wende war es mir gelungen"
  },
  {
    "start": 1557.0,
    "end": 1561.0,
    "text": " für die neue Ausstellung zur Geschichte der Nachrichtentechnik,"
  },
  {
    "start": 1561.0,
    "end": 1568.0,
    "text": " eine Rekonstruktion dieser ursprünglichen, adentischen Anlage aus dem damaligen Museum für deutsche Geschichte,"
  },
  {
    "start": 1568.0,
    "end": 1572.0,
    "text": " also diesem DDR-Museum, als Dauerleihgabe ins Technikmuseum zu holen."
  },
  {
    "start": 1572.0,
    "end": 1576.0,
    "text": " Dort konnten gar kein Interesse daran, das auch gar nicht so richtig würdigen."
  },
  {
    "start": 1576.0,
    "end": 1582.0,
    "text": " Und man wird von der ADEN angesprochen, ob er nicht bei der Eröffnung dieser Ausstellung persönlich kumpe,"
  },
  {
    "start": 1582.0,
    "end": 1586.0,
    "text": " er kam tatsächlich mit seiner Frau, hat sogar im Technikmuseum gewohnt,"
  },
  {
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    "end": 1590.0,
    "text": " das war damals für ihn auch alles ein bisschen schwierig in Dresden mit seinem Institut."
  },
  {
    "start": 1590.0,
    "end": 1596.0,
    "text": " Und daraus hat sich dann durchaus auch eine ganz angenehme Verbindung ergeben."
  },
  {
    "start": 1596.0,
    "end": 1602.0,
    "text": " Und das war wirklich ein sehr, sehr besonderer Moment, diese Anlage,"
  },
  {
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    "end": 1608.0,
    "text": " die wir auch wieder betriebsfähig gemacht haben, durch Manfred von ADEN"
  },
  {
    "start": 1608.0,
    "end": 1613.0,
    "text": " tatsächlich im Rahmen der Eröffnung wieder in Betrieb gesetzt zu sehen"
  },
  {
    "start": 1613.0,
    "end": 1616.0,
    "text": " und durch ihn die Erläuterung zu bekommen."
  },
  {
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    "end": 1621.0,
    "text": " Er ist einige Jahre später dann gestorben"
  },
  {
    "start": 1621.0,
    "end": 1627.0,
    "text": " und es gab dann nochmal einen großen Festakt für ihn zu seinem 90. Geburtstag"
  },
  {
    "start": 1627.0,
    "end": 1632.0,
    "text": " wo ich dann auch nochmal in Dresden war und einen Vortrag gehalten habe,"
  },
  {
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    "end": 1634.0,
    "text": " über Fernsehgeschichte natürlich."
  },
  {
    "start": 1634.0,
    "end": 1639.0,
    "text": " Also das war so eine dieser Momente, wo du sammelst"
  },
  {
    "start": 1639.0,
    "end": 1641.0,
    "text": " und dann stolz bist, dass du so ein Objekt hast"
  },
  {
    "start": 1641.0,
    "end": 1646.0,
    "text": " und wenn du dann sozusagen durch den Urheber als Zeitzeugen"
  },
  {
    "start": 1646.0,
    "end": 1652.0,
    "text": " auch noch eins zu eins die Geschichte dieser denkwürdigen Momente erzählt bekommst,"
  },
  {
    "start": 1652.0,
    "end": 1654.0,
    "text": " das war schon was sehr Besonderes."
  },
  {
    "start": 1654.0,
    "end": 1658.0,
    "text": " Und die Anlage steht um jetzt auch heute noch der Ausstellung im Technikmuseum"
  },
  {
    "start": 1658.0,
    "end": 1659.0,
    "text": " und kann dort besichtigt werden."
  },
  {
    "start": 1659.0,
    "end": 1662.0,
    "text": " Die, wie ich es hinzufügen darf, wie das gesamte restliche Technikmuseum"
  },
  {
    "start": 1662.0,
    "end": 1664.0,
    "text": " sehr, sehr sehenswert ist."
  },
  {
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    "end": 1667.0,
    "text": " Ich weiß auch, ich weiß gar nicht, ob es das noch gibt."
  },
  {
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    "text": " Ich hatte, ich weiß, dass ich mal dort war"
  },
  {
    "start": 1670.0,
    "end": 1672.0,
    "text": " und da gab es auch noch eine Original,"
  },
  {
    "start": 1672.0,
    "end": 1676.0,
    "text": " eine Art Senderzentrale Sendesstudio fürs Fernsehen aus den 50ern meine ich,"
  },
  {
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    "end": 1679.0,
    "text": " schön in diesem leicht türkis,"
  },
  {
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    "text": " diesen Metall, wo man sofort weiß, aus welcher Zeit das kommt."
  },
  {
    "start": 1682.0,
    "end": 1686.0,
    "text": " Und ich muss sagen, ich habe ja beim Fernsehen mein Arbeitsleben begonnen,"
  },
  {
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    "end": 1689.0,
    "text": " Ende der 90er und wir hatten auch noch Bandmaschinschnitt,"
  },
  {
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    "end": 1693.0,
    "text": " Dreimaschinschnitt mit so einer Schnittsteuerung"
  },
  {
    "start": 1693.0,
    "end": 1695.0,
    "text": " und dann eben auch ein Bildmischer."
  },
  {
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    "end": 1698.0,
    "text": " Und ich konnte selbst bei diesen 50er-Jahre-Ding,"
  },
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    "end": 1700.0,
    "text": " ich weiß nicht, wann mit meiner Tochter damals zusammen war,"
  },
  {
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    "text": " ich konnte mir das an und ich sage,"
  },
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    "end": 1704.0,
    "text": " ich kann ja sagen, wie das verkabelt wird."
  },
  {
    "start": 1704.0,
    "end": 1706.0,
    "text": " Also ich weiß genau, was diese Dinge da machen,"
  },
  {
    "start": 1706.0,
    "end": 1709.0,
    "text": " wofür die da sind, also die Anzeigen sehen natürlich sehr altartümlich aus,"
  },
  {
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    "text": " aber das Grundprinzip, wofür was da ist,"
  },
  {
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    "end": 1714.0,
    "text": " diese Konsole und so weiter und so fort, wusste ich alles."
  },
  {
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    "end": 1717.0,
    "text": " Also da gab es natürlich, das Ding hat glaube ich keine Bandaufzeichnung,"
  },
  {
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    "end": 1721.0,
    "text": " weil das war sicherlich vorher oder wenn dann gerade beim Start der Band ausging."
  },
  {
    "start": 1721.0,
    "end": 1725.0,
    "text": " Nee, nee, das war die Ampex Feuer 1000, gab es da auch schon, zu der Zeit?"
  },
  {
    "start": 1725.0,
    "end": 1727.0,
    "text": " Ja, ist die Teil von dem Ausstellungssteg gewesen?"
  },
  {
    "start": 1727.0,
    "end": 1731.0,
    "text": " Ja, das haben wir heute nicht mehr in der Ausstellung drin, soweit ich weiß."
  },
  {
    "start": 1731.0,
    "end": 1734.0,
    "text": " Ja, wir haben tatsächlich ja, als wir das aufgebaut haben, das Studio,"
  },
  {
    "start": 1734.0,
    "end": 1739.0,
    "text": " mit Hilfe von allen möglichen Leuten, übrigens auch ehemalige Mitarbeiter vom DDR-Fernsehen,"
  },
  {
    "start": 1739.0,
    "end": 1743.0,
    "text": " es geschafft, das ganze Ding voll funktionsfähig zu machen"
  },
  {
    "start": 1743.0,
    "end": 1748.0,
    "text": " und hatten auch einen Mitarbeiter, der sich dann da so eingefuchst hat und eingefremelt hat"
  },
  {
    "start": 1748.0,
    "end": 1751.0,
    "text": " und das Ding wurde regelmäßig vorgeführt."
  },
  {
    "start": 1751.0,
    "end": 1755.0,
    "text": " Man konnte sich dann sozusagen in die Rekonstruktion von diesem \"Aden-Schau\"-Studio setzen,"
  },
  {
    "start": 1755.0,
    "end": 1761.0,
    "text": " hatte da so ein bisschen Text und konnte sich dann sozusagen durch zwei Kameras aufnehmen lassen"
  },
  {
    "start": 1761.0,
    "end": 1767.0,
    "text": " und hat dann da auf der großen Studio-Uwand das Bildsignal gesehen und so weiter und so weiter."
  },
  {
    "start": 1767.0,
    "end": 1770.0,
    "text": " Also ich habe jetzt ein bisschen Verzicht, ich hätte das nicht aufbauen können,"
  },
  {
    "start": 1770.0,
    "end": 1773.0,
    "text": " aber ich wusste, was die einzelnen Komponenten sind und wie sie verkabelt sind"
  },
  {
    "start": 1773.0,
    "end": 1775.0,
    "text": " und weiß das dann, Synth dazu gehört und all das."
  },
  {
    "start": 1775.0,
    "end": 1779.0,
    "text": " Und das fand ich schon beachtlich, dass man das auch damals, das 1 zu 1,"
  },
  {
    "start": 1779.0,
    "end": 1784.0,
    "text": " bis zum Ende dessen, also bis wir alles digital hatten, funktioniert das so."
  },
  {
    "start": 1784.0,
    "end": 1789.0,
    "text": " Vorher sind jetzt immer noch, ganz am Anfang eigentlich, gibt es noch ein paar andere Schritte,"
  },
  {
    "start": 1789.0,
    "end": 1790.0,
    "text": " die erst mal gemacht werden."
  },
  {
    "start": 1790.0,
    "end": 1793.0,
    "text": " Und Bandaufzeichen werden wir heute sowieso nicht schaffen, haben wir am eigenen Podcast zu."
  },
  {
    "start": 1793.0,
    "end": 1801.0,
    "text": " Denn wir sind noch ganz am Anfang, es gibt also jetzt eine Kartonstrahlröhe,"
  },
  {
    "start": 1801.0,
    "end": 1804.0,
    "text": " da müssen wir vielleicht ganz kurz darauf eingehen, wie das funktioniert."
  },
  {
    "start": 1804.0,
    "end": 1810.0,
    "text": " Man hat also eigentlich eine kleine Elektronenkanone, die schießt einen Elektronenstrahl einfach direkt nach vorne."
  },
  {
    "start": 1810.0,
    "end": 1814.0,
    "text": " Und damit da irgendwie aus Sichtbar wird, gibt es eine Matscheibe,"
  },
  {
    "start": 1814.0,
    "end": 1819.0,
    "text": " die im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur \"Matt\" ist, da ist es auf der Seite des Elektronenstrahls,"
  },
  {
    "start": 1819.0,
    "end": 1823.0,
    "text": " ist was aufgedampft und das ist eine fosforistierende Schicht, was nichts anderes heißt,"
  },
  {
    "start": 1823.0,
    "end": 1825.0,
    "text": " dass sie aufleuchtet werden Elektronen drauf treffen."
  },
  {
    "start": 1825.0,
    "end": 1826.0,
    "text": " So, jetzt haben wir unseren Bildpunkt."
  },
  {
    "start": 1826.0,
    "end": 1830.0,
    "text": " Da haben wir jetzt noch nicht viel gekonnt, aber immerhin ist es schon mal ein kleiner Punkt da."
  },
  {
    "start": 1830.0,
    "end": 1833.0,
    "text": " Und den können wir ablenken durch Magnete."
  },
  {
    "start": 1833.0,
    "end": 1837.0,
    "text": " Und die sind aber nicht ganz normale Magnete, wie man die so kennt, die so aneinander,"
  },
  {
    "start": 1837.0,
    "end": 1842.0,
    "text": " sondern das sind Elektromagnete, das heißt, die sind mehr oder weniger magnetisch,"
  },
  {
    "start": 1842.0,
    "end": 1844.0,
    "text": " je mehr oder weniger Stromgelaar rein tun."
  },
  {
    "start": 1844.0,
    "end": 1848.0,
    "text": " Und jetzt können wir also von links nach rechts und von oben nach unten den Punkt wandern lassen."
  },
  {
    "start": 1848.0,
    "end": 1854.0,
    "text": " Und jetzt kommt die richtig lustige Aufgabe, wie Sie schon gesagt haben, das muss synchron passieren."
  },
  {
    "start": 1854.0,
    "end": 1857.0,
    "text": " Es muss auf die, ich weiß gar nicht, also tausendste Sekunde ist viel zu wenig."
  },
  {
    "start": 1857.0,
    "end": 1865.0,
    "text": " Das passiert so irrewitzig schnell, man fängt also oben an, die Zeile zu zeichnen mit dem Elektronenstrahl"
  },
  {
    "start": 1865.0,
    "end": 1871.0,
    "text": " und immer, wenn ein heller Inhalt kommt, wird da stärker der Elektronenstrahl, dann leucht es mehr auf,"
  },
  {
    "start": 1871.0,
    "end": 1874.0,
    "text": " wenn eine dunklere Stelle kommt, wird da dunkler."
  },
  {
    "start": 1874.0,
    "end": 1878.0,
    "text": " Und das passiert an genau der richtigen Stelle, muss es immer hell und dunkel werden."
  },
  {
    "start": 1878.0,
    "end": 1883.0,
    "text": " Dann wird da ausgeschaltet und zurückgeführt an den Anfang, aber nicht der nächsten Zeile,"
  },
  {
    "start": 1883.0,
    "end": 1886.0,
    "text": " weil das wäre ja Verschwendung, die übernächste Zeile."
  },
  {
    "start": 1886.0,
    "end": 1888.0,
    "text": " Dann machen wir das Ganze nochmal von vorne."
  },
  {
    "start": 1888.0,
    "end": 1891.0,
    "text": " Bis wir unten angekommen sind, dann geht der Elektronenstrahl wieder zurück nach oben"
  },
  {
    "start": 1891.0,
    "end": 1894.0,
    "text": " und fängt mit den ungeraden Zeilen an."
  },
  {
    "start": 1894.0,
    "end": 1898.0,
    "text": " Weil wir wollen zwar so viel wie möglich Auflösung haben, also viel wie möglich Zeilen,"
  },
  {
    "start": 1898.0,
    "end": 1904.0,
    "text": " haben aber nicht unendlich viel Bandbreite zur Verfügung im Funkspektrum, wo wir das Ganze ja übertragen"
  },
  {
    "start": 1904.0,
    "end": 1908.0,
    "text": " und wo sich auch noch andere tummeln, also auch das Radio und alles Mögliche."
  },
  {
    "start": 1908.0,
    "end": 1911.0,
    "text": " Und letztendlich unsere Geräte müssen das auch alles verarbeiten können."
  },
  {
    "start": 1911.0,
    "end": 1917.0,
    "text": " Also machen wir das in diesem Rasterzeilenverfahren ungerades Bild, geradees Bild"
  },
  {
    "start": 1917.0,
    "end": 1922.0,
    "text": " und weil unser menschliches Auge so träge ist und die fosforisierende Schicht auch nicht sofort erlischt,"
  },
  {
    "start": 1922.0,
    "end": 1927.0,
    "text": " haben wir trotzdem den Eindruck eines schön stehenden Bildes."
  },
  {
    "start": 1927.0,
    "end": 1932.0,
    "text": " Aber das Ganze zu entwickeln ist eine absolute Horror-Mammut-Aufgabe"
  },
  {
    "start": 1932.0,
    "end": 1937.0,
    "text": " und das ist auch eben, da kann man erkennen, dass das niemals eine einzelne Person hätte machen können."
  },
  {
    "start": 1937.0,
    "end": 1939.0,
    "text": " Und da sind wir ja nur bei der Abbildungsseite."
  },
  {
    "start": 1939.0,
    "end": 1944.0,
    "text": " Das ganze muss ja auch noch, die einfache Seite ist ja auch noch da."
  },
  {
    "start": 1944.0,
    "end": 1948.0,
    "text": " Ja, also diese Erstellungsseite, danke für die wunderbare Schilderung,"
  },
  {
    "start": 1948.0,
    "end": 1952.0,
    "text": " der funktionsweise des Kartonstrahlfernseheres."
  },
  {
    "start": 1952.0,
    "end": 1955.0,
    "text": " Das hat man so einigermaßen schon im Griff gehabt,"
  },
  {
    "start": 1955.0,
    "end": 1959.0,
    "text": " weil man genau mit diesen Darstellungsaufgaben der Kartonstrahl-Röhre"
  },
  {
    "start": 1959.0,
    "end": 1962.0,
    "text": " schon auch so seine Erfahrungen gemacht hatte."
  },
  {
    "start": 1962.0,
    "end": 1966.0,
    "text": " Aber bis hin zu der Frage, welches Glas benutzen wir denn?"
  },
  {
    "start": 1966.0,
    "end": 1971.0,
    "text": " Also tatsächlich hat man unterschiedliche Glasorten bei einer Röhre benutzt."
  },
  {
    "start": 1971.0,
    "end": 1981.0,
    "text": " Wie dickwändig muss das sein, wie genau ist dieser Auftrag, der florisieren muss, ausgestaltet."
  },
  {
    "start": 1981.0,
    "end": 1984.0,
    "text": " Da hat man auch schon die Möglichkeit, mit tausend Materialen zu experimentieren."
  },
  {
    "start": 1984.0,
    "end": 1987.0,
    "text": " Bis hin eben zu Ausgestaltung der Magneten und so."
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "end": 1990.0,
    "text": " Schon für sich genommen ein irrsinniges Ding."
  },
  {
    "start": 1990.0,
    "end": 1996.0,
    "text": " Aber wie gesagt, das ist immer nur ein Teilkomplex des Gesamtsystems, Fernsehen."
  },
  {
    "start": 1996.0,
    "end": 2003.0,
    "text": " Aber da war man dann schon so weit, dass man in den 30er Jahren für die Bilddarstellungsseite,"
  },
  {
    "start": 2003.0,
    "end": 2009.0,
    "text": " also die Empfängerseite, solche relativ einfachen Kartonstrahlgeräte zur Verfügung hatte"
  },
  {
    "start": 2009.0,
    "end": 2012.0,
    "text": " und gemerkt hat, das funktioniert."
  },
  {
    "start": 2012.0,
    "end": 2015.0,
    "text": " Die Aufnahmeseite war das viel größere Problem."
  },
  {
    "start": 2015.0,
    "end": 2021.0,
    "text": " Und das war dann das große Thema sozusagen der sich anschließenden 30er Jahre,"
  },
  {
    "start": 2021.0,
    "end": 2028.0,
    "text": " weil dann weltweit die Frage geklärt werden musste und sehr heftig daran geforscht wurde."
  },
  {
    "start": 2028.0,
    "end": 2034.0,
    "text": " Wie kriegen wir eine Kamera gebaut, die voll elektronisch funktioniert?"
  },
  {
    "start": 2034.0,
    "end": 2040.0,
    "text": " Und das zentrale Element in der Kamera sozusagen das Gegenstück zur darstellenden Kartonstrahlröhre"
  },
  {
    "start": 2040.0,
    "end": 2043.0,
    "text": " im Empfänger ist die Bildaufnahme-Röhre."
  },
  {
    "start": 2043.0,
    "end": 2046.0,
    "text": " Und zwei Namen sind ja eben schon gefallen."
  },
  {
    "start": 2046.0,
    "end": 2052.0,
    "text": " Allen Farnsworth und Zworikin, das sind tatsächlich die Ingenieure gewesen in den USA,"
  },
  {
    "start": 2052.0,
    "end": 2061.0,
    "text": " die die ersten wirklich gut funktionierenden Kamerarröhren gebaut haben."
  },
  {
    "start": 2061.0,
    "end": 2065.0,
    "text": " Das waren aber solche Kunstwerke und solche Preziosen,"
  },
  {
    "start": 2065.0,
    "end": 2072.0,
    "text": " dass der Bau, die Feindjustierung und so weiter, das hat wirklich ewig gedauert an Serienfertigung,"
  },
  {
    "start": 2072.0,
    "end": 2075.0,
    "text": " war da noch gar nicht groß zu denken."
  },
  {
    "start": 2075.0,
    "end": 2081.0,
    "text": " Und ich gehe jetzt mal in das Jahr unter 33 und folgende."
  },
  {
    "start": 2081.0,
    "end": 2085.0,
    "text": " Deutschland übernimmt Nationalsozialisten die Macht."
  },
  {
    "start": 2085.0,
    "end": 2090.0,
    "text": " Es gibt eine hohe Affinität zu technologischen Themen im Nationalsozialismus,"
  },
  {
    "start": 2090.0,
    "end": 2093.0,
    "text": " das ist bekannt in vielerlei Hinsicht."
  },
  {
    "start": 2093.0,
    "end": 2097.0,
    "text": " Und es gab da eine Reihe Leute, die auch der Meinung waren,"
  },
  {
    "start": 2097.0,
    "end": 2104.0,
    "text": " Fernsehen könnte nach dem Radio, das ja als Massenpropagandainstrument schon total verbreitet war"
  },
  {
    "start": 2104.0,
    "end": 2108.0,
    "text": " und dann hat man da den Einheitsempfänger geschaffen und so weiter."
  },
  {
    "start": 2108.0,
    "end": 2110.0,
    "text": " Aber das war technisch mehr oder weniger ausgereizt."
  },
  {
    "start": 2110.0,
    "end": 2115.0,
    "text": " Im Kino konnte man sicherlich auch noch eine Menge machen mit dem Tonfilm und so weiter."
  },
  {
    "start": 2115.0,
    "end": 2119.0,
    "text": " Aber vielleicht ist Fernsehen sozusagen, wie heißt das immer bei Apple,"
  },
  {
    "start": 2119.0,
    "end": 2124.0,
    "text": " \"The next big thing\"."
  },
  {
    "start": 2124.0,
    "end": 2128.0,
    "text": " Und da gab es halt ein paar Protagonisten, die genau diesen Gedanken gehabt haben"
  },
  {
    "start": 2128.0,
    "end": 2132.0,
    "text": " und auch entsprechend kommuniziert haben."
  },
  {
    "start": 2132.0,
    "end": 2139.0,
    "text": " Und es gab nunmehr auch schon mehrere Firmen, die sich auf dem Gebiet getummelt haben."
  },
  {
    "start": 2139.0,
    "end": 2143.0,
    "text": " Das war einerseits die Telefonken, das war die Reichspost selber,"
  },
  {
    "start": 2143.0,
    "end": 2149.0,
    "text": " die ein eigenes Forschungslabor hatte, gar nicht weit von hier."
  },
  {
    "start": 2149.0,
    "end": 2151.0,
    "text": " Ich wollte grad sagen, das ist auch eine schöne Berliner Geschichte."
  },
  {
    "start": 2151.0,
    "end": 2153.0,
    "text": " Witzleben gab es, da waren Sender."
  },
  {
    "start": 2153.0,
    "end": 2158.0,
    "text": " Genau, da waren dann die allerersten Probeversuche mit Sendern."
  },
  {
    "start": 2158.0,
    "end": 2161.0,
    "text": " Das Reichspost in Sraland, in der Ringbahnstraße,"
  },
  {
    "start": 2161.0,
    "end": 2167.0,
    "text": " übrigens heute sitzt der Abteilung Terrorismusbekämpfung des LKA."
  },
  {
    "start": 2167.0,
    "end": 2171.0,
    "text": " Man kommt leider nicht mehr rein, ein tolles Gebäude."
  },
  {
    "start": 2171.0,
    "end": 2176.0,
    "text": " Hatte eine eigene große Abteilung, die sich auch mit Fernsehenden beschäftigt hat."
  },
  {
    "start": 2176.0,
    "end": 2179.0,
    "text": " Und es gab die Fernseh GmbH in Deutschland."
  },
  {
    "start": 2179.0,
    "end": 2183.0,
    "text": " Nein, genau, die Fernseh AG, Aktiengesellschaft."
  },
  {
    "start": 2183.0,
    "end": 2188.0,
    "text": " Hinter dieser Aktiengesellschaft verbargen sich vier Teilhaber."
  },
  {
    "start": 2188.0,
    "end": 2195.0,
    "text": " Einmal die Bosch, dann Zeiss-Ikon, die Löwe,"
  },
  {
    "start": 2195.0,
    "end": 2199.0,
    "text": " eben schon erwähnt im Zusammenhang mit Manfred von Aden"
  },
  {
    "start": 2199.0,
    "end": 2202.0,
    "text": " und die John-Loghi-Bert Limited."
  },
  {
    "start": 2202.0,
    "end": 2206.0,
    "text": " Das heißt, aufgrund seiner guten frühen Kontakte"
  },
  {
    "start": 2206.0,
    "end": 2210.0,
    "text": " war John-Loghi-Bert tatsächlich Mithinhaber einer deutschen Firma,"
  },
  {
    "start": 2210.0,
    "end": 2213.0,
    "text": " die im Fernsehgeschäft tätig war, geworden."
  },
  {
    "start": 2213.0,
    "end": 2217.0,
    "text": " Und die waren gut, weil die hatten wirklich tolle Potenziale."
  },
  {
    "start": 2217.0,
    "end": 2222.0,
    "text": " Bosch, ganz klassisch, in allen Bereichen von Elektrik und so weiter unterwegs."
  },
  {
    "start": 2222.0,
    "end": 2226.0,
    "text": " Zeiss-Ikon, die kannten sich mit optischen Systemen sehr, sehr gut aus."
  },
  {
    "start": 2226.0,
    "end": 2229.0,
    "text": " Feinmechanik war sowieso ihr Ding."
  },
  {
    "start": 2229.0,
    "end": 2235.0,
    "text": " Löwe hatte das ganze Thema Elektronik, Sendetechnik, bla, bla, bla."
  },
  {
    "start": 2235.47,
    "end": 2243.23,
    "text": " im Programm hatte auch mit Manfred von Aden natürlich jemanden der da sozusagen den Spindock"
  },
  {
    "start": 2243.23,
    "end": 2250.19,
    "text": " gemacht hat und eben John-Lorke Bärt der mittlerweile eine feste Größe am Fernsehmarkt in den USA"
  },
  {
    "start": 2250.19,
    "end": 2260.63,
    "text": " geworden war. So, nach 1933 war diese Konstruktion aber auch ein bisschen Gift in den Augen der Nazis,"
  },
  {
    "start": 2260.63,
    "end": 2266.79,
    "text": " die schon erkannt haben, dass eine tolle Firma aber ein englischer Teilhaber und ein jüdischer"
  },
  {
    "start": 2266.79,
    "end": 2274.51,
    "text": " Teilhaber, das schmeckt uns gar nicht. Ja und es gibt nach 1933 dann schon sehr früh Versuche,"
  },
  {
    "start": 2274.51,
    "end": 2282.31,
    "text": " diese beiden Teilhaber da rauszukriegen. John-Lorke Bärt hat man relativ früh rausgekriegt."
  },
  {
    "start": 2282.31,
    "end": 2292.55,
    "text": " Löwe war tatsächlich so wichtig als Lieferant auch für andere Themen, also auch in Bezug auf"
  },
  {
    "start": 2292.55,
    "end": 2299.11,
    "text": " Wehrmachtsinteressen, dass er bis 1938 seine Firma noch weiterführen konnte und erst dann"
  },
  {
    "start": 2299.11,
    "end": 2306.87,
    "text": " rausgemobbt wurde und dann wurde sozusagen aus dieser Firma Fernseh GmbH, Fernseh Aktiengesellschaft,"
  },
  {
    "start": 2306.87,
    "end": 2312.87,
    "text": " eine Fernseh GmbH gemacht, die dann im Folgenden in der deutschen Fernsehentwicklung eine unglaublich"
  },
  {
    "start": 2312.87,
    "end": 2317.67,
    "text": " große Rolle spielen sollte und im Endeffekt dann eine Tochterfirma nur noch von Bosch war."
  },
  {
    "start": 2317.67,
    "end": 2323.11,
    "text": " Zeiss Eekorn ist dann auch ausgestiegen. So, also das sind sozusagen die großen Akteure,"
  },
  {
    "start": 2323.11,
    "end": 2331.15,
    "text": " die Reispost, Telefonken und die Fernseh AG, später Fernseh GmbH und die bemühen sich jetzt"
  },
  {
    "start": 2331.15,
    "end": 2336.23,
    "text": " auch massiv darum die Empfängerseite zu regeln und vor allen Dingen die Aufnahmeseite zu regeln,"
  },
  {
    "start": 2336.23,
    "end": 2341.55,
    "text": " also Kameras zu produzieren, treten einen hochinteressanten Wettbewerb, verbünden sich wieder mit"
  },
  {
    "start": 2341.55,
    "end": 2348.55,
    "text": " amerikanischen Parteien, die da schon viel weiter sind und der große Durchbruch für die Frage,"
  },
  {
    "start": 2348.55,
    "end": 2353.11,
    "text": " was können wir mit dem Fernsehen leisten, sollen die olympischen Spiele in uns seit 36 sein?"
  },
  {
    "start": 2353.11,
    "end": 2358.79,
    "text": " Da gibt es dieses berühmte Bild von diesem Auto, auf dem diese Fernsehkamera steht."
  },
  {
    "start": 2358.79,
    "end": 2366.79,
    "text": " Das ist aber eine Filmkamera. Ach ja, weil also die Idee ist wirklich, dass man die olympischen"
  },
  {
    "start": 2366.79,
    "end": 2378.11,
    "text": " Spiele, sagt man, aktuell ohne Zeitversatz zum Fernseheilknis werden lässt. Angesichts des"
  },
  {
    "start": 2378.11,
    "end": 2383.59,
    "text": " Standes der Technik, eine unglaubliche Herausforderung. Erstens, es gibt keine großen Empfänger, also"
  },
  {
    "start": 2383.59,
    "end": 2389.35,
    "text": " wo soll man es gucken? Also werden stadtweit Fernsehstuben eingerichtet, 28 Stück. Es werden"
  },
  {
    "start": 2389.35,
    "end": 2397.95,
    "text": " zwei Großbildtheater eingerichtet, wo man also tatsächlich schon auch mit Projektionen Fernseh-Labitungen"
  },
  {
    "start": 2397.95,
    "end": 2403.63,
    "text": " verfolgen kann, also so ein bisschen kinomäßig. Und das große Problem sind aber immer noch"
  },
  {
    "start": 2403.63,
    "end": 2409.39,
    "text": " diese Kameras und letztlich schafft es keiner so richtig eigene Kameras zu entwickeln, das"
  },
  {
    "start": 2409.39,
    "end": 2415.51,
    "text": " heißt, die Teile müssen aus dem USA hergeschafft werden. Und da zeigt sich dann auch, dass"
  },
  {
    "start": 2415.51,
    "end": 2421.75,
    "text": " die nur funktionieren, wenn es wirklich richtig schön Sonnig hell ist, sobald es anfängt,"
  },
  {
    "start": 2421.75,
    "end": 2427.31,
    "text": " dämmerig zu werden. Versagen die und liefern nur noch ganz maure Bilder. Und daraus entsteht"
  },
  {
    "start": 2427.31,
    "end": 2435.71,
    "text": " dann die Idee dieses Zwischenfilmverfahrens. Auch so eine typisch deutsche Ingenieurstechnische"
  },
  {
    "start": 2435.71,
    "end": 2442.63,
    "text": " Winnerei oder Wahnsinns-Start, wie auch immer. Das heißt, man hat auf diese Fernseh-Übertragungswagen,"
  },
  {
    "start": 2442.63,
    "end": 2449.99,
    "text": " stand da auch groß drauf, Filmkameras montiert, die sozusagen im Film belichtet haben. Der"
  },
  {
    "start": 2449.99,
    "end": 2456.75,
    "text": " Film ging aber direkt unten in den Lkw rein, wurde ganz schnell belichtet und nach anderthalb"
  },
  {
    "start": 2456.75,
    "end": 2462.31,
    "text": " Minuten war er so weit trocken, dass er abgetastet werden konnte. Und dieses abgetastet Bildsignal"
  },
  {
    "start": 2462.31,
    "end": 2468.63,
    "text": " konnte dann, wie gesagt, mit anderthalb Minuten Verzögerung ausgestrahlt werden. Es war also"
  },
  {
    "start": 2468.63,
    "end": 2479.27,
    "text": " fast live, aber nicht ganz. Und das Tolle daran ist, Teile von diesem Zwischenfilmmaterial"
  },
  {
    "start": 2479.27,
    "end": 2485.15,
    "text": " haben sich erhalten. Das ist ein entscheidender Punkt, weil wir denken natürlich immer an"
  },
  {
    "start": 2485.15,
    "end": 2489.23,
    "text": " Fernsehen und drinken natürlich auch, meine Erfahrung vom Fernsehen ist, so hat mir meine"
  },
  {
    "start": 2489.23,
    "end": 2493.47,
    "text": " Mutter damals auch beigebracht, wenn ich geklagt habe, dass ich jetzt nicht mehr Fernseh"
  },
  {
    "start": 2493.47,
    "end": 2498.15,
    "text": " gucken könnte, dann waren ihre Worte, dass wir nie vergessen, es ist Fernsehen. Das kommt"
  },
  {
    "start": 2498.15,
    "end": 2502.75,
    "text": " immer wieder. Also das gesamte Fernsehprogramm stand ja bis vor sehr kurzer Zeit eigentlich"
  },
  {
    "start": 2502.75,
    "end": 2507.91,
    "text": " nur aus Wiederholung. Aber ganz am Anfang gar nicht, weil alles live sein musste. Es"
  },
  {
    "start": 2507.91,
    "end": 2511.67,
    "text": " gab ja keine Aufzeichnungsmöglichkeiten. Und das, was Sie gerade beschrieben haben"
  },
  {
    "start": 2511.67,
    "end": 2515.67,
    "text": " mit dem Film, das war eine Krücke. Das haben die in den USA auch sehr gerne, nicht sehr"
  },
  {
    "start": 2515.67,
    "end": 2519.35,
    "text": " gerne. Das mussten sie in den USA benutzen, weil da einfach die Zeitzonen so dermaßen"
  },
  {
    "start": 2519.35,
    "end": 2522.51,
    "text": " unterschiedlich waren und die Leute sich geweigert haben, zweimal am Tag im Abstand"
  },
  {
    "start": 2522.51,
    "end": 2528.15,
    "text": " von mehreren Stunden aufzutreten mit ihren Shows. Was dazu führte, dass einer von denen,"
  },
  {
    "start": 2528.15,
    "end": 2530.93,
    "text": " die da auftreten, muss eine Firma gegründet hat, die das Problem letztendlich dann auch"
  },
  {
    "start": 2530.93,
    "end": 2537.91,
    "text": " gelöst haben. Aber das ist natürlich total spannend, weil diese Zwischenfilme, die einzige"
  },
  {
    "start": 2537.91,
    "end": 2543.03,
    "text": " wahrscheinlich Zeitzeugen, Bewegtbildzeugen eben von diesen ganz frühen Fernsehversuchen"
  },
  {
    "start": 2543.03,
    "end": 2548.71,
    "text": " sind. Genau. Und tatsächlich habe ich dann auch über einen Menschen, der sich sehr,"
  },
  {
    "start": 2548.71,
    "end": 2554.59,
    "text": " sehr intensiv mit Fernsehgeschichte beschäftigt hat. Gerhard Göbel, der war Oberpostdirektor"
  },
  {
    "start": 2554.59,
    "end": 2559.51,
    "text": " und eigentlich auch für andere Aufgaben zuständig. Aber der hatte sich total auch diesem Thema"
  },
  {
    "start": 2559.51,
    "end": 2562.59,
    "text": " verschrieben, hat ein großes Archiv gehabt. Der hat ihn dann kennengelernt. Wir haben uns"
  },
  {
    "start": 2562.59,
    "end": 2567.47,
    "text": " irgendwie Schätzen gelernt und gemocht. Der hat dann sein gesamtes Archiv, dem Technikmuseum"
  },
  {
    "start": 2567.47,
    "end": 2572.59,
    "text": " vermacht und darunter eben auch diverse Filmrollen. Auf eine werde ich dann noch später zu"
  },
  {
    "start": 2572.59,
    "end": 2580.03,
    "text": " sprechen kommen. Und darunter war Zwischenfilmmaterial. Eine absolute Sensation. Ich hatte das vorher"
  },
  {
    "start": 2580.03,
    "end": 2585.59,
    "text": " auch. Ich wusste das gar nicht, dass es so ein Verfahren gab. Und das haben wir dann"
  },
  {
    "start": 2585.59,
    "end": 2592.51,
    "text": " auch sehr sorgfältig ablassen lassen. Und auf einmal hatten wir wirklich Original-Bilder"
  },
  {
    "start": 2592.51,
    "end": 2596.99,
    "text": " von den Olympischen Spielen 1936, die natürlich eine ganz andere Qualität dann als das, was"
  },
  {
    "start": 2596.99,
    "end": 2601.27,
    "text": " die Riefenstahlparalien aufgenommen hat. Aber es war irgendwie auch so authentisch, weil"
  },
  {
    "start": 2601.27,
    "end": 2606.15,
    "text": " die Kamera wild hin und her schwenkte. Und es waren auch so eher die unbedeutenden Momente."
  },
  {
    "start": 2606.15,
    "end": 2611.35,
    "text": " Ja, also es ist ja nicht alles irgendwie immer nur hochgradig spannend und toll."
  },
  {
    "start": 2611.35,
    "end": 2617.47,
    "text": " Wir reden über Fernsehen. Ein Großteil ist nicht hochschmied. Also genau dieses Material"
  },
  {
    "start": 2617.47,
    "end": 2625.27,
    "text": " hatten wir dann tatsächlich auch unter anderem aus dem Archiv von Gerhard Göbel übernehmen"
  },
  {
    "start": 2625.27,
    "end": 2629.79,
    "text": " können und haben das dann verschiedentlich auch eingesetzt. Kopien gibt es mittlerweile"
  },
  {
    "start": 2629.79,
    "end": 2634.83,
    "text": " im Bundesarchiv. Und das Bundesarchiv hat tatsächlich eine erkleckliche Anzahl von Filmrollen, von"
  },
  {
    "start": 2634.83,
    "end": 2641.47,
    "text": " diesem Zwischenfilmmaterial. Und das sind fantastische Zeitzeugnisse, wirklich tolle Zeitzeugnisse."
  },
  {
    "start": 2641.47,
    "end": 2649.39,
    "text": " Und tatsächlich hat dann das Fernsehen da schon mal bewiesen, was es kann. Ein Jahr später"
  },
  {
    "start": 2649.39,
    "end": 2657.75,
    "text": " war dann die Krönungsverhältlichkeit für Georg VI. glaube ich in England. Und das wurde"
  },
  {
    "start": 2657.75,
    "end": 2664.75,
    "text": " auch übertragen. Da war dann die BBC auch schon an Bord. Genau, da war dann die BBC an Bord"
  },
  {
    "start": 2664.75,
    "end": 2670.75,
    "text": " und hatte auch sehr viel systematischer schon den Weg zum Programm gesucht. Das war in"
  },
  {
    "start": 2670.75,
    "end": 2678.03,
    "text": " Deutschland irgendwie immer noch so ein bisschen verhalten und unsicher und so. Und das war"
  },
  {
    "start": 2678.03,
    "end": 2686.95,
    "text": " in England der große Durchbruch. So wie dann nach dem Kriege die Krönung von Queen Elizabeth"
  },
  {
    "start": 2686.95,
    "end": 2694.11,
    "text": " und dann die Fußballbettmasterschaft 54. Das sind die großen Booster für das Fernsehen."
  },
  {
    "start": 2694.11,
    "end": 2701.95,
    "text": " Aber gehen wir nochmal zurück. Also 36 politische Spiele, August. Super, aber man merkte eben"
  },
  {
    "start": 2701.95,
    "end": 2708.15,
    "text": " auch die ganzen Schwächen des Betriebes. Und es wird aber dann auch in England, in Frankreich"
  },
  {
    "start": 2708.15,
    "end": 2712.15,
    "text": " ein Stück weit auch, aber von in Amerika und in Deutschland sehr intensiv an der Frage"
  },
  {
    "start": 2712.15,
    "end": 2718.15,
    "text": " aber wie kriegt man jetzt auch ein Geschäftsmodell da draus? Also technologisch total interessant,"
  },
  {
    "start": 2718.15,
    "end": 2723.39,
    "text": " aber wie kriegt man ein Geschäftsmodell draus? Und dazu brauche ich dann ein Studium, mit dem ich"
  },
  {
    "start": 2723.39,
    "end": 2729.55,
    "text": " auch regelmäßig Betrieb mache. Ich brauche Vertriebswege, also Senderempfänger, bla bla bla."
  },
  {
    "start": 2729.55,
    "end": 2735.59,
    "text": " Ich brauche Empfangsgeräte, die auch bezahlbar sind und so weiter und so weiter. Und das ganze"
  },
  {
    "start": 2735.59,
    "end": 2742.51,
    "text": " System hatte sich eigentlich außer in England bis zum Beginn des Krieges noch gar nicht so"
  },
  {
    "start": 2742.51,
    "end": 2747.23,
    "text": " richtig ausgearbeitet. Die BBC war da weit voran, die hatten schon relativ früh eine Fernsehnorm mit"
  },
  {
    "start": 2747.23,
    "end": 2754.35,
    "text": " 441 Zeilen festgelegt. In Deutschland ging das irgendwie im halb-Jahressprüngen immer weiter nach"
  },
  {
    "start": 2754.35,
    "end": 2768.35,
    "text": " oben und die Engländer, die Deutschen hatten dann zum Schluss 441 und man hat halt die Rundfunkindustrie"
  },
  {
    "start": 2768.35,
    "end": 2773.15,
    "text": " dazu zu animieren versucht Empfänger zu bauen. Aber wenn du alle Weile die Normen änderst,"
  },
  {
    "start": 2773.15,
    "end": 2777.95,
    "text": " kriegst du natürlich auch keine Empfänger auf den Markt gebracht. Also das waren halt so"
  },
  {
    "start": 2777.95,
    "end": 2786.23,
    "text": " inwendige Stolpersteine des ganzen Systems. Aber immerhin, 1938 im November, wird auch in Berlin"
  },
  {
    "start": 2786.23,
    "end": 2792.79,
    "text": " ein voll elektronisches Fernsehstudio in Gang gesetzt. Das heißt sowohl kameraseitig wie auch in"
  },
  {
    "start": 2792.79,
    "end": 2800.83,
    "text": " der ganzen Ausleuchtung von Studios und so. Ist dieses System jetzt in der Lage, live Fernsehen"
  },
  {
    "start": 2800.83,
    "end": 2807.35,
    "text": " in der Form sogar von späteren Fernsehspielen zu produzieren? Das Ganze ist als Rundbühne"
  },
  {
    "start": 2807.35,
    "end": 2813.27,
    "text": " gebaut. Die Kameras stehen in der Mitte, in der Rundbühne stehen außen einzelne Bühnenbilder"
  },
  {
    "start": 2813.27,
    "end": 2819.03,
    "text": " und ich kann also ein Sehenwechsel machen, indem ich einfach von einer Kamera, die auf das eine"
  },
  {
    "start": 2819.03,
    "end": 2825.35,
    "text": " Bühnenbild, auf die nächste Kamera, die auf ein anderes Bühnenbild umschalte und habe das Gefühl,"
  },
  {
    "start": 2825.35,
    "end": 2829.91,
    "text": " das ist ja viel beim Filmschnitt. Das geht ja irgendwie hin und her. Ja, super. Also da waren"
  },
  {
    "start": 2829.91,
    "end": 2836.87,
    "text": " die schon relativ gut. Man hat dann auch eigene Filmtrupps aufgebaut, die unterwegs waren und dann"
  },
  {
    "start": 2836.87,
    "end": 2845.15,
    "text": " auch so Dokumentarials, so eine Art Wochenschau produziert haben. Also das war schon einigermaßen"
  },
  {
    "start": 2845.15,
    "end": 2851.51,
    "text": " ambitioniert, aber es gab glaube ich nur 70 Empfangsgeräte in England. Gab es zur selben Zeit"
  },
  {
    "start": 2851.51,
    "end": 2857.75,
    "text": " schon 20.000 und die mussten sogar eine Gebühr bezahlen. Wie bisher hat er schon ganz früh eine"
  },
  {
    "start": 2857.75,
    "end": 2862.79,
    "text": " Gebühr eingeführt. Sowas war in Deutschland alles noch nicht der Fall. Und trotzdem gibt es in"
  },
  {
    "start": 2862.79,
    "end": 2870.79,
    "text": " Deutschland eine unglaubliche finanzielle Power einerseits und auch große Ressourcen, die in den"
  },
  {
    "start": 2870.79,
    "end": 2875.59,
    "text": " Unternehmen und in den Schadlichen stellen, für dieses Thema Fernsehen aufgebaut und ausgebaut"
  },
  {
    "start": 2875.59,
    "end": 2883.59,
    "text": " zu werden. Und in Deutschland hat es tatsächlich noch einen bestimmten anderen Grund. Seit nämlich"
  },
  {
    "start": 2883.59,
    "end": 2890.55,
    "text": " die Nazis, die Macht übernommen haben, geistert da immer wieder so eine Idee durch die Welt der"
  },
  {
    "start": 2890.55,
    "end": 2896.67,
    "text": " Ingenieure, die sich mit Fernsehenden beschäftigen. Das ist nicht nur \"The Next Big Thing\" im Hinblick"
  },
  {
    "start": 2896.67,
    "end": 2902.03,
    "text": " auf ein Massenmedium, sondern das ist militärisch total interessant. Da können ganz neue Waffen"
  },
  {
    "start": 2902.03,
    "end": 2910.35,
    "text": " daraus entstehen. Und dieser Gedanke, der hat in England nie eine große Rolle gespielt in anderen"
  },
  {
    "start": 2910.35,
    "end": 2914.87,
    "text": " Ländern auch nicht. Die haben echt diese klassische Programmi Idee verfolgt in Amerika, taucht das"
  },
  {
    "start": 2914.87,
    "end": 2922.47,
    "text": " während des Krieges auch auf. In Deutschland ist es der große Treiber. Und schon relativ früh und erst"
  },
  {
    "start": 2922.47,
    "end": 2929.43,
    "text": " recht dann mit Ausbruch des Krieges gibt es einen unglaublichen Umschwung in den Entwicklungs- und"
  },
  {
    "start": 2929.43,
    "end": 2939.79,
    "text": " Forschungskapazitäten zum Thema Fernsehen dahingehend, dass man sich überlegt, in welcher Art von"
  },
  {
    "start": 2939.79,
    "end": 2946.15,
    "text": " Waffen könnte das Fernsehen eingesetzt werden. Also man hat schon relativ früh auch so eine Vision"
  },
  {
    "start": 2946.15,
    "end": 2951.43,
    "text": " gehabt. Also Dennis von Mjali, auch einer der ganz frühen mechanischen Fernsehpioniere, hatte so die"
  },
  {
    "start": 2951.43,
    "end": 2957.07,
    "text": " Idee mit Flugzeugen, so Aufklärung zu machen mit Fernsehen und so was natürlich auch nie funktioniert"
  },
  {
    "start": 2957.07,
    "end": 2963.55,
    "text": " hat. Und das war tatsächlich auch eine der Ideen, Fernsehen für Aufklärungszwecke zu nutzen, aber"
  },
  {
    "start": 2963.55,
    "end": 2972.11,
    "text": " die eigentlich interessante Idee war, mit dem Fernsehen zu einer neuen Generation von Fernsteuerbaren"
  },
  {
    "start": 2972.11,
    "end": 2979.31,
    "text": " Waffen zu kommen. Und das ist sozusagen der große Klick gewesen, der auch des Reichspostministerium"
  },
  {
    "start": 2979.31,
    "end": 2988.55,
    "text": " mit seinem Chef Wilhelm Ohne Sorge total elektrisiert hat. Der schaffte tatsächlich noch mal neue"
  },
  {
    "start": 2988.55,
    "end": 2993.31,
    "text": " Kapazitäten, gründet eine eigene Rechtspostforschungsanscheid in Kleinmachno, leute ein"
  },
  {
    "start": 2993.31,
    "end": 2998.23,
    "text": " Hochschule, kommt man leider auch nicht mehr rein. Ein Rieseninstitut mit weit über 1000"
  },
  {
    "start": 2998.23,
    "end": 3004.07,
    "text": " Mitarbeitern, wo an allen möglichen Themen, aber vor allen Dingen in der größten Abteilung 13"
  },
  {
    "start": 3004.07,
    "end": 3008.87,
    "text": " dieses Institutes an Fernsehen im Hinblick auf militärische Verwendungsmöglichkeiten"
  },
  {
    "start": 3008.87,
    "end": 3015.75,
    "text": " geforst wird. Was hatten die für Ideen? Was war da so ein... So, also die Idee war immer, ich habe"
  },
  {
    "start": 3015.75,
    "end": 3022.51,
    "text": " Fernsteuerbare Waffen, wo ich jetzt aber nicht so genau weiß, was machen die denn eigentlich? Ich"
  },
  {
    "start": 3022.51,
    "end": 3028.67,
    "text": " startete die mit einem Fernsehkopf aus und mit einem Sender und habe dann ein Fernsehbild von irgendeinem"
  },
  {
    "start": 3028.67,
    "end": 3036.03,
    "text": " Ziel, auf das ich meine Waffe zusteuern kann und ganz präzise damit dann zuschlagen kann. Das hat"
  },
  {
    "start": 3036.03,
    "end": 3045.67,
    "text": " man dann einerseits überlegt in der Kombination mit Panzern. Das war nicht so richtig erfolgreich."
  },
  {
    "start": 3045.67,
    "end": 3059.43,
    "text": " Und der ganz große Markt in Anführungszeichen, also das wo auch die meisten Gelder und Forschungsaufwände"
  },
  {
    "start": 3059.43,
    "end": 3065.27,
    "text": " dann in den Eingeflossen sind, war eine durch Fernsehen gesteuerte Gleitbombe. Man hat relativ"
  },
  {
    "start": 3065.27,
    "end": 3071.03,
    "text": " früh auch schon bei Henschel Gleitbomben entwickelt, also Henschel, schöne Feld. Der Flughafen"
  },
  {
    "start": 3071.03,
    "end": 3076.95,
    "text": " Schönefeld war der Flughafen ursprünglich der Firma Henschel, die dort ihre Flugzeuge und andere"
  },
  {
    "start": 3076.95,
    "end": 3082.63,
    "text": " Sachen ausprobiert hat. Und da gab es halt so Ingenieure, die auch sehr früh mit diesen"
  },
  {
    "start": 3082.63,
    "end": 3089.51,
    "text": " Fernsteuerbaren Waffen oder Gleitbomben, wie es denn hieß, experimentiert haben. HS 293 hieß"
  },
  {
    "start": 3089.51,
    "end": 3096.39,
    "text": " dieser Typ. Und dort hat man versucht eine Fernseh-Ausstattung in dem Sinne reinzusetzen,"
  },
  {
    "start": 3096.39,
    "end": 3103.59,
    "text": " dass vorne in der Spitze eine kleine Glasöffnung war. Dahinter saß eine Kamera, dahinter saß"
  },
  {
    "start": 3103.59,
    "end": 3109.71,
    "text": " wiederum ein Sender. Und dieser Sender überdruckt die Fernsehbilder zu einem Flugzeug. Das Flugzeug"
  },
  {
    "start": 3109.71,
    "end": 3118.43,
    "text": " sollte diese Gleitbombe an irgendwelche Ziele heranbringen, ausklingen lassen, so ein Stück weit"
  },
  {
    "start": 3118.43,
    "end": 3124.83,
    "text": " abdrehen, um selber auch nicht beschossen werden zu können. Und dann sollte die Gleitbombe mit"
  },
  {
    "start": 3124.83,
    "end": 3132.35,
    "text": " 500 Kilo Sprengstoff an Bord oder so, mithilfe des Fernsehbilders, mit so einem Joystick,"
  },
  {
    "start": 3132.35,
    "end": 3139.23,
    "text": " durch einen Fernsteuerpiloten, also das Ganze sieht wirklich so ein bisschen aus wie ein"
  },
  {
    "start": 3139.23,
    "end": 3146.27,
    "text": " frühes Computerspiel, ins Ziel gesteuert werden. So, riesige Herausforderungen, weil man musste"
  },
  {
    "start": 3146.27,
    "end": 3151.95,
    "text": " diese Kameras mit dem ganzen Apparat, der da noch hinten dran hink, also Verstärker und"
  },
  {
    "start": 3151.95,
    "end": 3157.59,
    "text": " Synkgeschichten und so weiter. Ich war ganz klar, gerade reden wir noch über Zwischenbildverfahren,"
  },
  {
    "start": 3157.59,
    "end": 3161.51,
    "text": " riesige Lkw, voll mit Sendetechnik und diesen ganzen Kram und plötzlich soll das Ganze in"
  },
  {
    "start": 3161.51,
    "end": 3167.11,
    "text": " der 500 Kilogramm-Bombe untergebracht werden. Genau, das haben die aber geschafft. Und jetzt"
  },
  {
    "start": 3167.11,
    "end": 3175.11,
    "text": " erzähle ich noch eine interessante Geschichte. Bei diesem Oberpostdirektor Göbel fand ich auch"
  },
  {
    "start": 3175.11,
    "end": 3182.19,
    "text": " eine Filmdose, wo drauf stand HS 293 oder so, das weiß ich nicht mehr genau. Was ist das denn? Ja,"
  },
  {
    "start": 3182.19,
    "end": 3188.23,
    "text": " haben sie denn nie von der Fernsehbombe gehört? Ich habe noch nie was von einer Fernsehbombe gehört."
  },
  {
    "start": 3188.23,
    "end": 3196.91,
    "text": " Und das schädelt sich heraus, dass dieser Herr Göbel tatsächlich bei Versuchslügen,"
  },
  {
    "start": 3196.91,
    "end": 3202.75,
    "text": " wo diese Fernsehbombe ausgehend von der Herresversuchsanstalt Pehne Münder vor Usedom dann"
  },
  {
    "start": 3202.75,
    "end": 3211.63,
    "text": " getestet wurde. Anwesend war als Kameramann und die Bilder, die von diesem Kamerakopf in"
  },
  {
    "start": 3211.63,
    "end": 3217.63,
    "text": " der Gleitbombe bei Testanflügen auf einen Schiffswrack erzeugt wurden, abgefilmt hat."
  },
  {
    "start": 3217.63,
    "end": 3225.39,
    "text": " Und das sind so ziemlich die einzigen Bilder, die belegen, dass das Ding wirklich funktioniert hat."
  },
  {
    "start": 3225.39,
    "end": 3230.55,
    "text": " Also man hatte es geschafft, muss ich noch mal deutlich zu sagen, eine kleine Kamera zu bauen,"
  },
  {
    "start": 3230.55,
    "end": 3238.83,
    "text": " die war wirklich sehr kompakt, einen kleinen Verstärker und Sender zu bauen und eine Fernsteuereinrichtung"
  },
  {
    "start": 3238.83,
    "end": 3244.39,
    "text": " zu bauen, mit der man auch diese Rakete da, nicht Rakete, da hatte auch ein Raketenantrieb,"
  },
  {
    "start": 3244.39,
    "end": 3249.99,
    "text": " aber dann eine Gleitbombe und dann diese ganze Steuereinrichtung, alles in kompakter Form,"
  },
  {
    "start": 3249.99,
    "end": 3255.59,
    "text": " so dass man es in einem Flugzeug einbauen konnte. Also es war sozusagen eine Kommunikation zwischen"
  },
  {
    "start": 3255.59,
    "end": 3263.55,
    "text": " einem bewegenden und einem anderen sich bewegenden Objekt, sehr, sehr komplexe Geschichte. Und die"
  },
  {
    "start": 3263.55,
    "end": 3267.91,
    "text": " Geschichte mit Herrn Göbel, bei dem ich dann diese Filmrolle entdecke und die Fernsehbombe,"
  },
  {
    "start": 3267.91,
    "end": 3276.55,
    "text": " also so was ist ja unglaublich, geht noch weiter, weil am nächsten Tag bin ich bei der Fernseh GmbH."
  },
  {
    "start": 3276.55,
    "end": 3282.91,
    "text": " Die Fernseh GmbH ist mittlerweile eine der größten weltweit agierenden Ausrüstern von Fernsehstudios"
  },
  {
    "start": 3282.91,
    "end": 3289.83,
    "text": " und besichtige deren historisches Archiv und was entdecke ich in einer Vitrine, das komplette"
  },
  {
    "start": 3289.83,
    "end": 3295.71,
    "text": " System dieser Fernsehbombe, also die Videoeinheit, die Verstärkereinheit, die Sendeinheit und die"
  },
  {
    "start": 3295.71,
    "end": 3302.55,
    "text": " Empfänger-Einheit. Das ist so einer dieser Momente, wo du als Kurator denkst, wie kann man nur so"
  },
  {
    "start": 3302.55,
    "end": 3307.95,
    "text": " viel Glück haben? Ja, bis vor zwei Tagen wusste ich noch gar nichts davon und jetzt habe ich alles,"
  },
  {
    "start": 3307.95,
    "end": 3313.11,
    "text": " ich habe die Fernsehbilder, die Dokumentation, ich habe die Geräte. Und das war natürlich ein großer"
  },
  {
    "start": 3313.11,
    "end": 3317.79,
    "text": " Ärger, jetzt das ins Technikmuseum zu kriegen, ist natürlich im Technikmuseum gelandet und ist"
  },
  {
    "start": 3317.79,
    "end": 3326.43,
    "text": " auch dort ausgestellt. Das sind unscheinbare kleine Kästen oder Kisten, aber wir haben es ja jetzt so"
  },
  {
    "start": 3326.43,
    "end": 3331.19,
    "text": " ein bisschen entfaltet, der dahinterstehende technologische und auch militärische Kosmos ist"
  },
  {
    "start": 3331.19,
    "end": 3338.87,
    "text": " einfach unglaublich. Jedenfalls, das war ein richtig großes Ding, man kann sich das heute kaum noch"
  },
  {
    "start": 3338.87,
    "end": 3343.71,
    "text": " vorstellen, der haben 100 von Ingenieuren dran gearbeitet und man hat dann tatsächlich auch"
  },
  {
    "start": 3343.71,
    "end": 3350.67,
    "text": " noch während des Krieges eine eigene Produktion aufgezogen in einer Textilfabrik in Tannwald,"
  },
  {
    "start": 3350.67,
    "end": 3356.47,
    "text": " das ist im Isargebirge, im heutigen Tschechien, weil man dachte, da kommen die Bomber nicht hin und"
  },
  {
    "start": 3356.47,
    "end": 3363.79,
    "text": " diese Fabrik kann dort aber. Dort wurden wirklich hunderte, wenn nicht tausende von diesen Videoreinheiten"
  },
  {
    "start": 3363.79,
    "end": 3369.99,
    "text": " hergestellt und man hatte tatsächlich die Hoffnung, dass man eine neue Wunderwaffe damit"
  },
  {
    "start": 3369.99,
    "end": 3377.35,
    "text": " kreieren könnte, mit der es möglich wäre, vor allen Dingen Schlachtschiffe, die im Mittelmeer eine"
  },
  {
    "start": 3377.35,
    "end": 3384.51,
    "text": " große große Rolle gespielt haben, sehr gezielt und punktuell anzugreifen. Und parallel zu der"
  },
  {
    "start": 3384.51,
    "end": 3393.67,
    "text": " Produktion fanden dann in diesen Jahren 43/44 die großen Tests statt in der Ostsee, von der ich"
  },
  {
    "start": 3393.67,
    "end": 3399.23,
    "text": " den ich schon kurz erzählt habe und es zeigte sich, dass sozusagen jede Komponente für sich"
  },
  {
    "start": 3399.23,
    "end": 3403.87,
    "text": " auch super funktionierte, die Fernsehbilder waren klasse, die Kameras haben stabil funktionieren."
  },
  {
    "start": 3403.87,
    "end": 3413.27,
    "text": " Also das System war wirklich gut, aber die Hauptleistung, nämlich anhand des Fernsehbildes,"
  },
  {
    "start": 3413.27,
    "end": 3418.63,
    "text": " dann auch diese Gleitbomben ins Ziel steuern zu können, hat sich als fast unüberwindbare"
  },
  {
    "start": 3418.63,
    "end": 3425.51,
    "text": " Schwierigkeit herausgestellt. Das gelangt viel zu selten. Also von zehn war es dann im Glücksfall,"
  },
  {
    "start": 3425.51,
    "end": 3430.63,
    "text": " wenn einer mal das Ziel getroffen hat. Man hat dann versucht, diese Dinger wirklich auch einzusetzen,"
  },
  {
    "start": 3430.63,
    "end": 3436.67,
    "text": " diese Gleitbomben, auch zunächst ohne Fernsehlesteuerung. Und dann stellt sich als nächstes großes Problem"
  },
  {
    "start": 3436.67,
    "end": 3444.99,
    "text": " heraus, die Trägerflugzeuge waren auch noch zu verletzbar. Man hatte die Idee, dass man aus"
  },
  {
    "start": 3444.99,
    "end": 3453.79,
    "text": " einer Entfernung von 40 Kilometern, das ist immens viel, so eine Fernsehbombe ins Ziel bringen kann."
  },
  {
    "start": 3453.79,
    "end": 3458.79,
    "text": " Aber diese 40 Kilometer waren natürlich für amerikanische oder englische Abfangjäger im"
  },
  {
    "start": 3458.79,
    "end": 3464.79,
    "text": " Mittelmeerraum auch kein so großes Problem. Dann haben die Trägerflugzeuge ein bisschen weiter"
  },
  {
    "start": 3464.79,
    "end": 3470.51,
    "text": " draußen über Mittelmeer abgeschossen. Also es hat sich dann tatsächlich auch als sehr sehr riskant"
  },
  {
    "start": 3470.51,
    "end": 3481.27,
    "text": " herausgestellt. Aber immerhin, rein von der technologischen Seite her, hat das System"
  },
  {
    "start": 3481.27,
    "end": 3487.35,
    "text": " wirklich funktioniert, hat aber überhaupt nichts gebracht militärisch. Also diese Träume sind"
  },
  {
    "start": 3487.35,
    "end": 3493.43,
    "text": " überhaupt nicht aufgegangen. So. Und es gab sozusagen nach dem Ende des Krieges so ein paar Themen,"
  },
  {
    "start": 3493.43,
    "end": 3499.67,
    "text": " die die Adierten unglaublich interessiert haben. Unter anderem dieses Thema. Also die"
  },
  {
    "start": 3499.67,
    "end": 3505.31,
    "text": " gesamte Fabrik in Tannwald wurde von den Russen abgeräumt und nach Russland gebracht."
  },
  {
    "start": 3505.31,
    "end": 3510.59,
    "text": " Die haben auch eine ganze Reihe von Ingenieuren mitverfragtet, in der Hoffnung, dass da irgendwie"
  },
  {
    "start": 3510.59,
    "end": 3522.31,
    "text": " in Russland irgendwie einen Gewinn daraus zu ziehen ist. Gut. Und die Amerikaner waren da ähnlich"
  },
  {
    "start": 3522.31,
    "end": 3527.79,
    "text": " drauf. Die waren auch sehr interessiert daran, dieses Wissen abzuschöpfen. Wobei tatsächlich"
  },
  {
    "start": 3527.79,
    "end": 3532.67,
    "text": " gab es ein ähnliches Projekt auf amerikanischer Seite auch, das aber auch keine große Rolle"
  },
  {
    "start": 3532.67,
    "end": 3542.63,
    "text": " gespielt hat. Aber die Idee waren die auch gekommen. Aber diese Idee von solchen fernsteuerbaren Objekten"
  },
  {
    "start": 3542.63,
    "end": 3552.63,
    "text": " hat dann auch tatsächlich als der karte Kriegs-Richtig-Ausbrach noch die frühe NATO interessiert."
  },
  {
    "start": 3552.63,
    "end": 3561.99,
    "text": " Und 1956 gibt es eine Tagung, wo hohe Offiziere aus Amerika, aus England und ehemalige Mitarbeiter"
  },
  {
    "start": 3561.99,
    "end": 3569.83,
    "text": " von der Fernseh-AG, bzw. Fernseh-GMBH dann und ein paar deutsche Militärs in München zusammenkommen"
  },
  {
    "start": 3569.83,
    "end": 3574.99,
    "text": " und nochmal dieses ganze Thema \"Guided Missiles\" von dem Hintergrund der Erkenntnisse des Zweiten"
  },
  {
    "start": 3574.99,
    "end": 3582.79,
    "text": " Weltkriegs aufarbeiten. Das ist sozusagen das große Geheimnis, warum in Deutschland auf einmal"
  },
  {
    "start": 3582.79,
    "end": 3588.71,
    "text": " unglaublich viel Geld ins Fernsehen gesteckt wird. Und wieso \"Namen Krieg\" plötzlich Kameratechnik"
  },
  {
    "start": 3588.71,
    "end": 3600.15,
    "text": " in verfügbar war? Das ist der nächste Punkt. Die leitenden Ingenieure dieses Fernseh-Gleitbrunnenprojektes"
  },
  {
    "start": 3600.15,
    "end": 3604.11,
    "text": " machen dann erst nach dem Krieg was anderes, weil sie gar nicht wussten, ob Fernsehen überhaupt"
  },
  {
    "start": 3604.11,
    "end": 3608.71,
    "text": " zulässig ist. Genau, darf man nicht vergessen. Also da wurden die Karten komplett neu gemischt."
  },
  {
    "start": 3608.71,
    "end": 3612.99,
    "text": " Ja, komplett neu gemischt. Und in den 40er Jahren wusste keiner, dass man in Deutschland"
  },
  {
    "start": 3612.99,
    "end": 3616.79,
    "text": " überhaupt jemals wieder Fernsehen machen. Natürlich, die hatten alle auch, sagt jetzt"
  },
  {
    "start": 3616.79,
    "end": 3623.39,
    "text": " ein schlechtes Gewissen, wie auch immer. Obwohl dann auch schon Ende der 40er Jahre wieder"
  },
  {
    "start": 3623.39,
    "end": 3627.75,
    "text": " Testbetriebe beginnen in Berlin, also in Ostberlin und in Hamburg vor allen Dingen."
  },
  {
    "start": 3627.75,
    "end": 3638.63,
    "text": " Ich habe eine Zahl 52, 300 Teilhähmende. Ja, das war der Beginn des Fernsehbetriebes in"
  },
  {
    "start": 3638.63,
    "end": 3647.19,
    "text": " der DDR und in der Bundesrepublik. In der DDR passenderweise zum Geburtstag von Stalin."
  },
  {
    "start": 3647.19,
    "end": 3652.63,
    "text": " War er der letzte? Und in der Bundesrepublik war der Start der erste Weihnachtsfeiertag."
  },
  {
    "start": 3652.63,
    "end": 3657.79,
    "text": " So sind die Prioritäten? Ja. Das hat auch das Programm mit Stückvertrag sein."
  },
  {
    "start": 3657.79,
    "end": 3661.31,
    "text": " Das ist das Programm bei einfachem. Das kann ich mir gut vorstellen."
  },
  {
    "start": 3661.31,
    "end": 3667.91,
    "text": " In diesen ersten Jahren traut man sich dann auch wieder zu publizieren und es gibt dann"
  },
  {
    "start": 3667.91,
    "end": 3673.35,
    "text": " einen Aufsatz von den maßgeblichen Ingenieuren dieses Fernseh-Gleitbomben-Projektes, wo ein"
  },
  {
    "start": 3673.35,
    "end": 3679.19,
    "text": " neuer Typ von Kamera im Kleinen Format vorgestellt wird als Reportagekamera. Das ist eins zu"
  },
  {
    "start": 3679.19,
    "end": 3685.55,
    "text": " eins das System, was die für diese Gleitbombengeschichte gebaut haben, von der es überhaupt nicht"
  },
  {
    "start": 3685.55,
    "end": 3691.99,
    "text": " in einem einzigen Wort die Rede ist. Aber man muss sagen, dass was die an Wissen und"
  },
  {
    "start": 3691.99,
    "end": 3697.51,
    "text": " an Auao und an technologischen Qualitäten über dieses Projekt erzeugt haben, ist eins"
  },
  {
    "start": 3697.51,
    "end": 3704.63,
    "text": " zu eins die Basis dafür, dass dann die Fernseh-GmbH als Bosch-Unternehmen zum führenden Ausrüster"
  },
  {
    "start": 3704.63,
    "end": 3710.67,
    "text": " von Fernsehstudios mit Kameras, mit allem, was noch dazugehört, in Europa und sogar teilweise"
  },
  {
    "start": 3710.67,
    "end": 3717.11,
    "text": " weltweit werden. Und das Fernsehstudio, worüber wir eben gesprochen haben im Technik-Busin,"
  },
  {
    "start": 3717.11,
    "end": 3724.31,
    "text": " ist reine Bosch bzw. Fernseh-GmbH-Technik. Es gab nichts anderes ernstzunehmendes, bis"
  },
  {
    "start": 3724.31,
    "end": 3729.55,
    "text": " dann irgendwann die großen japanischen Unternehmen. Aber selbst dann, ich meine mich erinnern"
  },
  {
    "start": 3729.55,
    "end": 3738.51,
    "text": " zu können, dass ich damals noch Ende der 90er, zumindest was die Live-Kameras betrifft,"
  },
  {
    "start": 3738.51,
    "end": 3743.23,
    "text": " also nicht die E-B-Kameras, also die Schulter-Kameras, die mit einem Akku- und Bandlaufwerk und allem"
  },
  {
    "start": 3743.23,
    "end": 3748.79,
    "text": " ausgesucht haben. Das war alles fest in Japanisch, also von Sony, Ikegami und wie sie alle hießen."
  },
  {
    "start": 3748.79,
    "end": 3752.79,
    "text": " Aber zumindest bei den Studiokameras stand oft noch Bosch drauf."
  },
  {
    "start": 3752.79,
    "end": 3759.11,
    "text": " Jetzt sind wir also nach dem Krieg und in Deutschland, wie gesagt, sehr, sehr wenig Leute, die Fernseh-Gucken"
  },
  {
    "start": 3759.11,
    "end": 3764.95,
    "text": " in Großbritannien schon mehr in den USA. Da verstehe ich die Frage nicht. Also da haben"
  },
  {
    "start": 3764.95,
    "end": 3774.39,
    "text": " die alle, das Fernsehen ist da gesetzt in den 50er an und so, wie die hatten, die müssen"
  },
  {
    "start": 3774.39,
    "end": 3778.47,
    "text": " ja dann schon ein Standard gehabt haben. Also wir hatten das ja schon mal gesagt, das nützt"
  },
  {
    "start": 3778.47,
    "end": 3784.39,
    "text": " ja nichts, wenn jeder Fernseh-Ausstrahlungsanstalt plötzlich beschließt, sie macht jetzt so"
  },
  {
    "start": 3784.39,
    "end": 3789.31,
    "text": " und so viele Zeilen in dem Sync-Modus und dann funktioniert das mit den einen Geräten,"
  },
  {
    "start": 3789.31,
    "end": 3791.91,
    "text": " mit den anderen aber nicht, da werden die Leute ja verrückt. Und das wollen die ja auch nicht"
  },
  {
    "start": 3791.91,
    "end": 3796.67,
    "text": " bezahlen, zumal so ein Fernseh damals ja wirklich erbarmungslos teuer war. Wie haben die USA"
  },
  {
    "start": 3796.67,
    "end": 3802.51,
    "text": " das gewünscht? Die USA haben die ganze Zeit ihren eigenen"
  },
  {
    "start": 3802.51,
    "end": 3807.19,
    "text": " Standard mit 60 Bildwechseln zum Beispiel weiterverfolgt, während man im ganz Europa und im Rest der"
  },
  {
    "start": 3807.19,
    "end": 3813.87,
    "text": " Welt mit 50 Bildwechseln pro Sekunde gearbeitet hat. Und wie gesagt, in der Nachgigszeit gab"
  },
  {
    "start": 3813.87,
    "end": 3824.83,
    "text": " es noch unterschiedliche Auflösungen, also Zeilen in England und in Frankreich und in"
  },
  {
    "start": 3824.83,
    "end": 3834.59,
    "text": " Deutschland. Und das war schon ganz interessant, dass sozusagen auch ein Teil der frühen Umsetzung"
  },
  {
    "start": 3834.59,
    "end": 3841.83,
    "text": " eines gedankungs-europäischer Kooperationen innerhalb der EU, European Broadcasting Union"
  },
  {
    "start": 3841.83,
    "end": 3846.71,
    "text": " war, sich darüber gering zu machen, wie kriegen wir das mal vereinheitlich, weil wir reden"
  },
  {
    "start": 3846.71,
    "end": 3850.91,
    "text": " ja auch über gemeinsame Märkte, wir wollen ja auch, dass dann Fernsehprogramme ausgetauscht"
  },
  {
    "start": 3850.91,
    "end": 3856.59,
    "text": " werden und so weiter und so weiter. Und dann hat man sich tatsächlich relativ früh, 52"
  },
  {
    "start": 3856.59,
    "end": 3863.15,
    "text": " glaube ich war das auch, auf die sogenannte Gerbernorm geeinigt, die vorsieht 50 Bildwechseln"
  },
  {
    "start": 3863.15,
    "end": 3868.87,
    "text": " pro Sekunde und 625 Zahlen. Und das ist der Standard gewesen, der bis zur Einführung"
  },
  {
    "start": 3868.87,
    "end": 3874.11,
    "text": " vom HGTV wirklich sich dann auch beinahe weltweit durchgesetzt hat, bis auf die USA, die da"
  },
  {
    "start": 3874.11,
    "end": 3879.35,
    "text": " immer noch ihre eigene Kiste gefahren haben. Japan hatte auch NTSC glaube ich, oder? Die"
  },
  {
    "start": 3879.35,
    "end": 3884.07,
    "text": " hatten auch 60 Hertz. NTSC ist ja das Kuloff-Format. Ach so, stimmt, das wäre ja schon beim"
  },
  {
    "start": 3884.07,
    "end": 3889.59,
    "text": " Fahrfernsehen. Ja. Nee, hat Japan auch Paar gehabt, ja? Also die hatten auch irgendwie 60"
  },
  {
    "start": 3889.59,
    "end": 3895.11,
    "text": " Hertz als Stromriffel. Aber das stimmt auch nicht ganz, nicht ganz Japan. Es gibt, das"
  },
  {
    "start": 3895.11,
    "end": 3898.63,
    "text": " ist auch ganz schräg, Japan hat irgendwie Stromnetz, wo die Erhälfte ist, 50 Hertz,"
  },
  {
    "start": 3898.63,
    "end": 3903.47,
    "text": " in die andere Seite, okay, wir begeben uns auf dünnes Eis, wir reichen das in den Showmutz,"
  },
  {
    "start": 3903.47,
    "end": 3909.79,
    "text": " nach welches Fernsehsystem Japan hat. Also es gab Paar, es gab, bzw. nein, Entschuldigung,"
  },
  {
    "start": 3909.79,
    "end": 3915.11,
    "text": " wir sind schon wieder beim Fahrfernsehen, ich greife, wir machen nicht das Fahrfernsehen"
  },
  {
    "start": 3915.11,
    "end": 3920.03,
    "text": " heute. Es gab diese eine Norm und es gab die andere Norm der Amerikaner und die sind nicht"
  },
  {
    "start": 3920.03,
    "end": 3924.19,
    "text": " miteinander. Die waren natürlich erstmal nicht miteinander kompatibel, aber man muss"
  },
  {
    "start": 3924.19,
    "end": 3929.43,
    "text": " natürlich auch sich überlegen, wann war das dann mal der Fall, dass Fernsehprogramme aus"
  },
  {
    "start": 3929.43,
    "end": 3933.99,
    "text": " den USA in irgendeiner Form in Europa sich bewahren. Das beginnt mit den ersten Satelliten"
  },
  {
    "start": 3933.99,
    "end": 3940.31,
    "text": " in den 60er Jahren. Telstar ist der erste Satellit, über den Fernsehsignalen auch mal über den"
  },
  {
    "start": 3940.31,
    "end": 3945.11,
    "text": " Atlantik geschickt werden können. Schon eine Riesensensation und nochmal ein richtig großer"
  },
  {
    "start": 3945.11,
    "end": 3952.83,
    "text": " Schritt. Aber zunächst mal muss ich ja sozusagen auch wieder ein System in den europäischen Ländern"
  },
  {
    "start": 3952.83,
    "end": 3960.23,
    "text": " herausbilden und wie sich in Großbritannien haben die nahtlos angeknüpft, die haben mit"
  },
  {
    "start": 3960.23,
    "end": 3964.91,
    "text": " Beginn des Krieges den Gesamtprogramm-Betrieb eingestellt, in Deutschland hat man das noch"
  },
  {
    "start": 3964.91,
    "end": 3971.71,
    "text": " bis 44 in irgendeiner rudimentären Art und Weise weitergeführt und haben da auch in Umfang"
  },
  {
    "start": 3971.71,
    "end": 3976.11,
    "text": " und Qualität sofort wieder anschließen können. In Deutschland gab es aus verschiedensten Gründen"
  },
  {
    "start": 3976.11,
    "end": 3984.39,
    "text": " lange Diskussionen und was ich irgendwie auch gerade nochmal gelesen habe. In Deutschland gab es sogar"
  },
  {
    "start": 3984.39,
    "end": 3991.19,
    "text": " eine Diskussion innerhalb der federal organisierten Rundfunklandschaft, die ja auch sehr von Bildungsgedanken"
  },
  {
    "start": 3991.19,
    "end": 3997.95,
    "text": " geprägt war, ob das Fernsehen der nicht gegen den Bildungsauftrag per se verstößt. Es gab"
  },
  {
    "start": 3997.95,
    "end": 4005.83,
    "text": " finde sehr valide Diskussionen. Es gab tatsächlich im Kreise der Rundfunkverantwortlichen in Deutschland"
  },
  {
    "start": 4005.83,
    "end": 4015.99,
    "text": " eine heiße Diskussion darüber Anfang der 50er Jahre, ob man sich auf diesen doch sehr unsicheren"
  },
  {
    "start": 4015.99,
    "end": 4025.27,
    "text": " und gefahrenvollen Weg des Fernsehens einlassen sollte, weil man vor dem Hintergrund der Erfahrung"
  },
  {
    "start": 4025.27,
    "end": 4030.63,
    "text": " des Zweiten Weltkrieges und des Auftrages des federale Rundfunksystems jetzt auch voll akzeptiert"
  },
  {
    "start": 4030.63,
    "end": 4039.91,
    "text": " hatte, möglicherweise dann auch Dinge machen müsste, machen könnte, die den Ehrenprinzipien"
  },
  {
    "start": 4039.91,
    "end": 4045.51,
    "text": " eines Bildungsauftrags widersprechen würden. Gabs ganz ernsthaft. Und tatsächlich ist auch das"
  },
  {
    "start": 4045.51,
    "end": 4052.47,
    "text": " Fernsehprogramm in Deutschland in den ersten Jahren, als man damit wirklich beginnt zu arbeiten,"
  },
  {
    "start": 4052.47,
    "end": 4058.55,
    "text": " ziemlich gravitätisch. Und es ist so ein bisschen Volkshochschule in schwarz-weiß,"
  },
  {
    "start": 4058.55,
    "end": 4064.23,
    "text": " bis dann natürlich auch die Unterhaltungsaspekte mehr und mehr eine große Rolle spielen. Und"
  },
  {
    "start": 4064.23,
    "end": 4071.35,
    "text": " dann natürlich 54 Fußball-Weltmasterschaft, sich zeigt, hey, Fernsehen ist das Medium,"
  },
  {
    "start": 4071.35,
    "end": 4079.07,
    "text": " mit dem eine ganze Nation zusammen fiebern kann. Jeder kennt diese Bilder, wie die Leute sich da"
  },
  {
    "start": 4079.07,
    "end": 4084.83,
    "text": " in Horden auf den Bürgersteigen versammeln vor den Rundfunkfachgeschäften, die Fernseher in den"
  },
  {
    "start": 4084.83,
    "end": 4091.79,
    "text": " Schaufenstern aufgestellt hatten und die Fernsehspiele verfolgt werden, also die Fußballspiele im Fernsehen"
  },
  {
    "start": 4091.79,
    "end": 4098.75,
    "text": " verfolgt werden. Das waren mental, das waren, wie so, das ich wieder auch beim Public View"
  },
  {
    "start": 4098.75,
    "end": 4106.11,
    "text": " irgendwann nochmal eine andere Qualität gehabt habe, das waren sozusagen große Umbrüche und"
  },
  {
    "start": 4106.11,
    "end": 4113.39,
    "text": " Einschnitte in so etwas wie einer sensuellen Erfahrungswelt, im Hinblick auf Gleichzeitigkeit,"
  },
  {
    "start": 4113.39,
    "end": 4122.11,
    "text": " Gemeinschaftlichkeit und Herstellung auch von Big Moments in Zusammenhang mit Fußball oder auch"
  },
  {
    "start": 4122.11,
    "end": 4127.71,
    "text": " dann zum Teil mit politischen Ereignissen. Auch das Begräbnis von Adenauer, das ja den ganzen"
  },
  {
    "start": 4127.71,
    "end": 4132.31,
    "text": " Tag im Fernsehen übertragen wurde, hat ganz Deutschland vor die Fernseherberate getrieben."
  },
  {
    "start": 4132.31,
    "end": 4137.67,
    "text": " Da wurde halt der Sack den Rhein runtergefahren, alle Leute haben zugeguckt. Also das meine ich"
  },
  {
    "start": 4137.67,
    "end": 4143.43,
    "text": " sind dann so Momente, in denen tatsächlich über das Fernsehen auch so etwas wie eine schaune,"
  },
  {
    "start": 4143.43,
    "end": 4150.03,
    "text": " mitfühlende Nationen und regelt wird. Weil es ja auch jetzt nicht irgendwie 12.000 Sender gab,"
  },
  {
    "start": 4150.03,
    "end": 4154.79,
    "text": " die da irgendwie um die Aufmerksamkeit bewülten, galt dann tatsächlich das, was man später immer"
  },
  {
    "start": 4154.79,
    "end": 4160.99,
    "text": " gesagt hat, dass das Fernsehen dann das Lagerfeuer der Nation. Absolut. Die Familie sitzt zusammen"
  },
  {
    "start": 4160.99,
    "end": 4166.19,
    "text": " nicht vor dem Feuer, sondern vor dem kleinen schwarz-weiß Kästchen, wenn sie denn einen hatten."
  },
  {
    "start": 4166.19,
    "end": 4170.51,
    "text": " Und jetzt, wenn wir über das Ende der 50er reden, wenn wir vorhin gesagt, 52 300 Stück,"
  },
  {
    "start": 4170.51,
    "end": 4177.91,
    "text": " Ende der 50er, zwei Millionen Teilnehmer allein in Deutschland. Also da, was da passiert ist,"
  },
  {
    "start": 4177.91,
    "end": 4182.71,
    "text": " ist eben, dass das Medium sich komplett durchsagt, da wird auch nicht mehr diskutiert. Das ist was,"
  },
  {
    "start": 4182.71,
    "end": 4189.07,
    "text": " was man hat, man guckt das und was, was sie auch gerade meint mit der Gleichzeitigkeit ist. Im"
  },
  {
    "start": 4189.07,
    "end": 4191.87,
    "text": " Gegensatz zu heute, wir können ja sagen, ja, wir gucken ja auch heute irgendwie ständig,"
  },
  {
    "start": 4191.87,
    "end": 4197.51,
    "text": " ich gucke mir ein Bildschirm, ja, aber jeder was anderes. Und damals, wenn eine Sache im Fernsehen"
  },
  {
    "start": 4197.51,
    "end": 4202.95,
    "text": " passiert war, wenn da eben unterhaltungsmäßig ein Krimi lief, alle wussten davon, dass das Thema"
  },
  {
    "start": 4202.95,
    "end": 4209.79,
    "text": " war, auf dem nächsten Tag auf Arbeit und überall wurde das durchgehächelt bis hin zu diesem ganz,"
  },
  {
    "start": 4209.79,
    "end": 4214.71,
    "text": " diesem ganz furchtbaren Vorfall, wo ein Journalist das Ende eines..."
  },
  {
    "start": 4214.71,
    "end": 4220.39,
    "text": " Das ist der berühmten Derbrenn, die ist ja, glaube ich, der Derbridge, Francis Derbridge,"
  },
  {
    "start": 4220.39,
    "end": 4225.79,
    "text": " der ganz großen Autoren der mehrteiligen Krimi-Große-Ereignisse im deutschen Fernsehen."
  },
  {
    "start": 4225.79,
    "end": 4226.79,
    "text": " Ja, aber..."
  },
  {
    "start": 4226.79,
    "end": 4229.71,
    "text": " Der hat das also nur um das zu Ende für die Zuhörende, die das nicht kennen, muss ich das kurz"
  },
  {
    "start": 4229.71,
    "end": 4235.79,
    "text": " zu Ende führen. Es wurde dann verraten, wie das ausgeht und das hat einen mittelgroßen Skandal"
  },
  {
    "start": 4235.79,
    "end": 4239.75,
    "text": " ausgelöst, weil die Leute waren fertig, das kann man ja nicht machen. Man kann nicht"
  },
  {
    "start": 4239.75,
    "end": 4249.75,
    "text": " verfeuerfachen, wie dieser Fernseh-Krimi ausgeht. Man hat sozusagen dem gigantisch großen Publikum"
  },
  {
    "start": 4249.75,
    "end": 4255.99,
    "text": " das Element des gemeinsamen Fieberns genommen und die öffentliche Reaktion war entsprechend."
  },
  {
    "start": 4255.99,
    "end": 4262.55,
    "text": " So, was ich dann noch kurz sagen wollte, genau diese Diskussion, dass man mit dem Fernsehen"
  },
  {
    "start": 4262.55,
    "end": 4267.35,
    "text": " tatsächlich auch einen Massenmarkt erreicht, das war ja in den 30er Jahren auch für die"
  },
  {
    "start": 4267.35,
    "end": 4272.71,
    "text": " Industrie schon ein großer, großer Treiber und man hatte irgendwie immer die Idee, das"
  },
  {
    "start": 4272.71,
    "end": 4277.07,
    "text": " wird mal was, ja, und es hat sich nichts davon realisieren lassen und es ist wirklich"
  },
  {
    "start": 4277.07,
    "end": 4283.75,
    "text": " beeindruckend zu sehen, wie dann in den 50er Jahren mit einem Wahnsinnstempo und das muss"
  },
  {
    "start": 4283.75,
    "end": 4290.31,
    "text": " man auch dazu sagen, mit einer großen Beteiligung von vielen deutschen Firmen, die sowohl von"
  },
  {
    "start": 4290.31,
    "end": 4299.51,
    "text": " der Fernsehproduktionsseite bis hin zur Empfängerseite europaweit flächendeckend Marktführer sind,"
  },
  {
    "start": 4299.51,
    "end": 4304.03,
    "text": " dieses Massen-Phänomen Fernsehen umgesetzt wird. Es gibt ja viele Firmen, die haben damals"
  },
  {
    "start": 4304.03,
    "end": 4310.03,
    "text": " Fernseher gebaut und zwar in riesigen Stückzahlen, an die kann sich heute kein Mensch mehr erinnern,"
  },
  {
    "start": 4310.03,
    "end": 4316.63,
    "text": " Nordmende, Becurting, Schaub, Telefonken, der eine oder andere Flächbekleidung."
  },
  {
    "start": 4316.63,
    "end": 4321.95,
    "text": " Der Saberschaunsland, ein fantastischer Name für Fernseher. Anders können die gar nicht"
  },
  {
    "start": 4321.95,
    "end": 4323.35,
    "text": " heißen, der Saberschaunsland."
  },
  {
    "start": 4323.35,
    "end": 4329.67,
    "text": " Genau, diese Träume der deutschen Industrie sind dann sozusagen in den 50er Jahren voll"
  },
  {
    "start": 4329.67,
    "end": 4330.67,
    "text": " aufgegangen."
  },
  {
    "start": 4330.67,
    "end": 4333.87,
    "text": " Da kann man das Wirt auch so nehmen. Wir müssen uns dem Ende des Podcasts entgegen,"
  },
  {
    "start": 4333.87,
    "end": 4337.87,
    "text": " so sehe ich das auch bedauere, weil wir können das Farbfernsehen nicht abdecken. Ich weiß,"
  },
  {
    "start": 4337.87,
    "end": 4341.35,
    "text": " aber ich habe mir noch zwei Sachen zum Farbfernsehen trotzdem zu sagen. Das eine ist, Sie haben es"
  },
  {
    "start": 4341.35,
    "end": 4347.47,
    "text": " schon angesprochen, die BBC hat von Anfang an Fernsehgebühren erhoben. Als das Farbfernsehen"
  },
  {
    "start": 4347.47,
    "end": 4352.95,
    "text": " eingeführt hat, haben Sie dafür eine andere Gebühr erhoben. Es gibt angeblich noch immer"
  },
  {
    "start": 4352.95,
    "end": 4358.03,
    "text": " 13.000, ich weiß nicht von wann die Nachricht ist, aber die ist von, oh Gott, das sehe"
  },
  {
    "start": 4358.03,
    "end": 4362.71,
    "text": " ich gar nicht, doch von 2013, mindestens 2013 muss es wohl noch mindestens 13.000 Haushalte"
  },
  {
    "start": 4362.71,
    "end": 4366.71,
    "text": " gegeben haben, die vorgeglich nur schwarz-weiß Fernsehen gucken, weil das viel billiger ist"
  },
  {
    "start": 4366.71,
    "end": 4372.07,
    "text": " in Großbritannien. Und dann gibt es die schöne Geschichte, dass in Israel eine Diskussion"
  },
  {
    "start": 4372.07,
    "end": 4378.71,
    "text": " über Wohl- und Wehe des Fernsehs bis in die 80er topte, die wollten kein Farbfernsehen."
  },
  {
    "start": 4378.71,
    "end": 4384.07,
    "text": " Die wollten diese Immersion und dieses ganze, was Sie gesagt haben, dieser Abkehr von Bildung"
  },
  {
    "start": 4384.07,
    "end": 4387.43,
    "text": " und alles Unterhaltung, das ist der Untergang des Abendlandes. Das ist, was Sie befürchtet"
  },
  {
    "start": 4387.43,
    "end": 4396.19,
    "text": " haben und es gab offiziell kein Farbfernsehen. Es gab einen Regenschwarzmarkt mit Farbgeräten,"
  },
  {
    "start": 4396.19,
    "end": 4400.03,
    "text": " die alle der Steuer der israelischen entgingen, weil die einfach eingeführt wurden, aber"
  },
  {
    "start": 4400.03,
    "end": 4404.91,
    "text": " man hat sich geweigert eigentlich das einzuführen, mit genau auch diesem Hintergrund. Also das"
  },
  {
    "start": 4404.91,
    "end": 4411.11,
    "text": " Fernsehen war, hatte dann auch schnell einen sehr negativen Ruch und dann wahrscheinlich"
  },
  {
    "start": 4411.11,
    "end": 4416.35,
    "text": " auch nicht so unrecht. Also letztendlich ist es wie mit allen neuen Medien, da finden"
  },
  {
    "start": 4416.35,
    "end": 4420.39,
    "text": " sich sofort dann die Leute, die die negativen Seiten sehen und die dann auch ausgeloten,"
  },
  {
    "start": 4420.39,
    "end": 4425.27,
    "text": " was geht denn damit? Das können wir heute alles nicht mehr machen. Vielen, vielen Dank,"
  },
  {
    "start": 4425.27,
    "end": 4429.55,
    "text": " dass Sie mir, also dass Sie die schönen Geschichten erzählt haben, die auch die Berliner, die"
  },
  {
    "start": 4429.55,
    "end": 4435.17,
    "text": " Berliner Komponente hatten und die eine Komponente des Technikmuseums hatten. Ich kann allen"
  },
  {
    "start": 4435.17,
    "end": 4440.11,
    "text": " nur anraten, mal hierher zu kommen, auch wenn Sie sie, Herr Hoppe, jetzt hier sicherlich"
  },
  {
    "start": 4440.11,
    "end": 4443.63,
    "text": " nicht mehr im Technikmuseum antreffen werden. Was ist die nächste Reise, was steht an?"
  },
  {
    "start": 4443.63,
    "end": 4449.15,
    "text": " Wir hatten es vorhin, die Hortlichruhten, wo geht es als nächstes hin? Nur in Deutschland,"
  },
  {
    "start": 4449.15,
    "end": 4456.35,
    "text": " sondern Portugal. Ja, okay. Bis dahin haben wir noch einen schönen Sommer und zwar,"
  },
  {
    "start": 4456.35,
    "end": 4460.75,
    "text": " obwohl wir in Berlin sind, hoffe ich, dass er schön wird und vielen Dank fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 4460.75,
    "end": 4467.15,
    "text": " Anregungen für weitere Themen, Danksagungen, Blumenstreuze, alles weitere an podcast@golm.de"
  },
  {
    "start": 4467.15,
    "end": 4470.43,
    "text": " und bis zum nächsten Mal. Danke auch."
  }
]