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    "end": 3.84,
    "text": "Hallo und herzlich willkommen bei unserem Wissenschaftspodcast Pandemia."
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    "text": "Dem True-Kind-Podcast."
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    "text": "Ich bin Kai Kupfer-Schmidt und bin in Berlin."
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    "text": "Und"
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    "text": "ich bin Laura-Sahm-Reiferscheid und begrüße euch aus Wien."
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    "text": "Ja, und heute haben wir eine besondere Folge für euch."
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    "text": "Pandemia macht nämlich mit beim Adventskalender von wissenschaftspodcast.de, bei dem jeden Tag ein anderer Podcast ein Türchen öffnet."
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    "text": "Und wenn ihr auch die anderen Folgen des Adventskalenders hören wollt, schaut vorbei unter dem Link in den Show-Notes."
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    "text": "Ihr wisst, dass wir manchmal ein bisschen anders ticken als andere Menschen, Laura."
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    "text": "Ja, wir wollen keine Grinch sein und euch Weihnachten mies machen, aber wir haben uns Eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte für euch ausgedacht."
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    "text": "Naja eben nicht ausgedacht, weil es ja ein Wissenschaftspodcast, aber für euch recherchiert."
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    "text": "Auf jeden Fall haben wir das Thema Weihnachtenrechte breit ausgelegt, würde ich sagen."
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    "text": "Denn natürlich geht es uns auch an Weihnachten letztlich um tödliche Keime und unglaubliche Geschichte."
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    "text": "Und dieses Mal eben um Corona, Kollera und Kunst."
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    "text": "Genau vor fünfzig Jahren, also am achtzehnten Dezember, da kam Steven Spielbergs, der weiße High in die Kinos in Westdeutschland."
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    "text": "Und das war ein Riesenschrecken, aber eben auch ein Riesenerfolg."
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    "text": "Sieben Millionen Zuschauer in Deutschland, einer der erfolgreichsten Filme des Jahrzehnts damals."
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    "text": "Und ich kenne ein paar Leute, die bis heute Angst haben, tatsächlich ins Meer zu gehen oder sogar in den Wörtersee."
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    "text": "Also das hat tiefen Eindruck hinterlassen."
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    "text": "Der Film war eben vorher in den USA ja im Sommer in die Kinos gekommen und da wird er quasi gesehen, als der Anfang der großen Sommerblockbuster, die es ja bis heute gibt."
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    "text": "Das ist witzig, weil in Deutschland war das so zwischen Glühwein und Geschenken."
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    "text": "Wer sich nicht an den Film erinnert oder wer ihn nie gesehen hat, letztlich terrorisiert da eben dieser riesige weiße Hai, dieses kleine Städtchen namens Amity."
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    "text": "Und da wird am Anfang eine junge Frau von dem Hai getötet und dann später in einer ziemlich grausamen Szene noch ein Kind."
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    "text": "Und dann gibt es aber so einen zentralen Konflikt, weil der Polizist Brody und auch ein Wissenschaftler, der eben in die Stadt kommt, Hooper, die wollen eigentlich die Strände geschlossen halten, solange dieser Hai nicht mit Sicherheit... gefangen oder getötet wurde."
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    "end": 166.26,
    "text": "Und der Bürgermeister möchte aber die Strände unbedingt öffnen, weil er eben Angst hat um die Wirtschaft der Stadt, weil es wie gesagt ein Badestädtchen ist, da kommen die Touristen und es ist da gerade kurz vor dem Nationalfeiertag vom vierten Juli, also großes Wochenende."
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    "text": "Und das ist im Grunde in der ersten Hälfte des Films der zentrale Konflikt."
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    "text": "In der zweiten Hälfte gehen sie dann raus und... Jagen den Hai."
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    "text": "In den USA wurde derweise Hai damals häufig als Allegorie auf den Vietnamkrieg oder auch auf die Watergate-Affäre und der Richard Nixon ausgelegt."
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    "text": "Aber"
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    "text": "während der Pandemie kommt dann eigentlich eine andere Allegorie, denn da wird dann Trump immer wieder mit dem Bürgermeister verglichen, der die Strände offenhalten will."
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    "text": "Also es war online wirklich allgegenwärtig, so als Meme."
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    "end": 199.02,
    "text": "Jim Carrey, der Komiker, hat sogar eine Karriktur gemalt in der Trump, in diesem hässlichen Anzug von dem Bürgermeister."
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    "text": "Da ist CNN."
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    "text": "viele andere haben berichtet und diese Parallele sozusagen aufgemacht."
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    "end": 216.78,
    "text": "Und es war so häufig, dass tatsächlich ein Magazin McSweeney sogar ein fiktives Interview mit dem Bürgermeister von Amity sich ausgedacht hat, wo er sich quasi verteidigt und sagt, so schlimm wie Donald Trump bin ich ja nicht."
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    "text": "Ja, und wenn man den Film so sieht unter dieser Prämisse, dann ist der Weißer High natürlich das tödliche Virus in diesem Vergleich."
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    "text": "Das Interessante ist, dass der Weißer High indirekt auf einer Geschichte basiert."
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    "text": "die gar nicht so weit entfernt ist davon und die tatsächlich nicht so weit von hier stattgefunden hat in der tschechischen Republik."
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    "text": "Und es geht dabei nicht um Corona, sondern um Cholera."
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    "text": "Und die Cholera ist tatsächlich im Neunzehn-Jahrhundert."
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    "text": "Wir haben da ja in anderen Folgen schon mal ein bisschen darüber gesprochen, aber man muss sich immer klarmachen, dass es im Neunzehn-Jahrhundert das Schreckgespenst schlechthin."
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    "text": "Ich habe da mit dem Medizinhistoriker Heiner Fangerau drüber gesprochen, der an der Universität Düsseldorf zu Krankheiten, wie der Kolarer forscht."
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    "text": "Das Spannende"
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    "text": "bei Kolarer ist, wenn man auf die Todesursachenstatistiken guckt, die auch im Jahrhundert schon erstellt worden sind, dass Kolarer gar nicht die Krankheit war, an der die meisten Leute gestorben sind."
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    "end": 280.2,
    "text": "Gleichzeitig ist Kolarer... Die Erkrankungen gewesen, über die alle geredet haben, vor der alle Angst hatten, das war die solche des neunzehn Jahrhunderts."
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    "text": "Ja, und das lag unter anderem daran, dass jemand das eben morgens bekommen und dann am Abend tot sein konnte."
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    "text": "Und im Volksmund gibt es dann auch eine besondere Zeichnung eben für diese Krankheit."
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    "text": "Durch dieses Erbrechen und den Durchfall, das einfach nicht aufhört, verlieren die Leute Körperflüssigkeit."
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    "text": "Sie werden unterkühlt."
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    "text": "Damit erscheint die Haut auch blaulich und sie sterben."
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    "text": "Und da gibt es aus dem neunzehn Jahrhundert auch sehr schöne zeichnerische Darstellungen."
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    "text": "Dieser blaue Tod war Anfang des neunzehn Jahrhunderts bereits ausgebrochen."
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    "text": "Und dann kommt aber die zweite Cholera-Pandemie und das ist die erste, die Europa wirklich voll erfasst."
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    "text": "Und das ist eben damals, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh,"
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    "text": "äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh."
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    "text": "Das ist ein Muster, das sich immer wiederholt bei vielen kundlnialen Mächten, auch eben bei Russland, dass nicht die Kernbevölkerung oder die vom Zaren als die wichtige Bevölkerung begriffen wird, zusammengezogen wird, sondern aus der Peripherie des Reiches werden die Truppen zusammengezogen."
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    "text": "Und da werden eben Truppen auch aus der indischen Grenze verlegt nach Zentral Europa."
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    "text": "und die Vorstellung ist rekonstruiert natürlich auf Daten."
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    "text": "Das Wasser bleibt nicht isoliert."
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    "text": "Und da lebt damals der Arzt Edward Meisner, das ist ein weit gereister Mann, der viele Sprachen sprach und deshalb auch perfekt in diesen berühmten Kurort aufgehoben war, eben um Gästers aller Welt zu behandeln."
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    "text": "Und erst schien die Kollere den Ort auch zu verschonen."
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    "end": 445.28,
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    "text": "Patientenuntersuchung hat festgestellt, dass der Kollerer hat."
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    "text": "Und er wollte auch das Haus dann karantinieren und bis alles desinfiziert wird, damit nicht andere Leute sich anstecken."
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    "text": "Er will das."
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    "text": "Meißner sagt, er hat sich in der Diagnose geirrt, dass das nicht cholerer ist, sondern etwas anderes, weniger ansteckendes."
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    "text": "Und dann wird Meißner bei einer aristokratischen Familie zum Essen eingeladen."
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    "text": "Die ist mit ihrer ganzen Entourage zu Gast im Kurort."
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    "text": "Und die wollen von ihm natürlich wissen, was los ist, weil man hat schon Gerüchte gehört."
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    "text": "Und das ist natürlich eine Katastrophe, weil ganz viele andere Gäste reisen dann auch ab."
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    "text": "Der bis dato sehr respektierte Meißner wird dann zur Personenongrater."
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    "text": "Eines Abends versammeln sich dann lauter Leute aus der Stadt vor seinem Haus und werfen Steine und sagen, er soll abhauen und versuchen, das Haus einzudringen."
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    "text": "Und dann taucht der Bürgermeister als Mediator auf, obwohl er ein Zücher aufs Seiten der Bürger ist."
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    "text": "Die Leute sagen, sie wollen erst aufhören, wenn der Meisner die Stadt verlassen hat und er verlässt dann Tablets."
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    "end": 531.98,
    "text": "Und er lässt sich dann anscheinend den Karlsbad nieder und baut dann dort eine Praxis auf."
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    "end": 534.84,
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    "text": "Also mit dem Bürgermeister, der die Wirtschaft des Ortes schützen will, versus einer Person, die letztlich aus Gesundheitsgründen etwas anderes machen will."
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    "text": "Aber die Frage ist natürlich, wie kommt nun die Geschichte des Arztes Edward Meisner?"
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    "text": "zu Spielbergs Traumfabrik."
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    "text": "Das ist natürlich über Umwege."
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    "text": "Und zwar erscheint, fünfzig Jahre nach diesen Ereignissen in Teplitz, das großartige Theaterstück, ein Volksfeind von Henrik Ibsen."
  },
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    "text": "Ja, ich fasse das mal kurz zusammen für diejenigen, die das Stück nicht kennen, dass Ibsen im Achtzehn zwei und achtzig geschrieben hat."
  },
  {
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    "text": "Im Grunde geht es in dem Stück um ein Whistleblower, eben auch ein Arzt, der heißt Dr."
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  {
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    "text": "Thomas Stockmann und lebt genau wie Meisner in einem Kurort mit heilenden Quellen."
  },
  {
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    "text": "der Stockmann entdeckt, dass das Wasser des Kurbades eben verseucht ist."
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    "text": "Und auch dieses Staat ist natürlich auf die Gäste angewiesen."
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    "end": 590.16,
    "text": "Stockmann will die Öffentlichkeit warnen, aber sein Bruder ist der Bürgermeister."
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    "text": "Und der will natürlich die Wahrheit unterdrücken, um den finanziellen Ruinen des Ortes zu vermeiden."
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  {
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    "end": 608.16,
    "text": "Und als Stockmann trotzdem dann an die Presse geht, wenden sich dann auch die Bürger und die lokale Zeitung gegen ihn und erklären ihn eben zum Volksfeind und in einer Versammlung."
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    "text": "wird er dann verleumnet und isoliert und seine Familie verliert das ansehen."
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    "text": "und am Ende schmeißen auch hier die Leute, Steine und Stockmann, flieht aus der Stadt."
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  {
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    "end": 621.98,
    "text": "Ja, tatsächlich wird im Volksfeind nie erwähnt, interessanterweise, um welche Krankheit es geht."
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    "end": 626.62,
    "text": "Also da wird dann mehr so abstrakt gesprochen von winzigen Lebewesen und dem verseuchten Wasser."
  },
  {
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    "text": "Aber damals in Teplitz ist es eben die Kollerer und wir wissen natürlich auch, dass zu der damaligen Zeit, das muss man sich immer klarmachen, die Ursache der Kollerei ja noch gar nicht festgestellt ist."
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    "text": "Robert Kochs arbeiten zu Vibrio Colleret, zu dem Erreger."
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    "end": 649.14,
    "text": "Der Collerer finden ja genau, dass es in der Stütze im Grunde direkt nach dem Ipsens Stück erscheint."
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    "text": "Das heißt, dass alles passiert, sozusagen, vorher."
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    "text": "egal, ob da in dem Stück Collerer vorkommt, jetzt mit dem Namen oder nicht, es ist ziemlich eindeutig, dass Ipsen sehr inspiriert war von der Teplitz Geschichte."
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    "start": 663.56,
    "end": 672.24,
    "text": "Ibsen war wohl immer sehr zurückhaltend seine Quellenpreis zu geben, aber tatsächlich wissen wir, dass Ibsen den Sohn von Edward Meisner mal getroffen hat."
  },
  {
    "start": 672.32,
    "end": 673.58,
    "text": "Das war der Alfred Meisner."
  },
  {
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    "end": 681.04,
    "text": "Ellen Rees, eine Ibsenexpertin und Professorin für skandinavische Literatur an der Uni von Oslo in Norwegen."
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    "text": "Hat das erzählt?"
  },
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    "end": 700.18,
    "text": "Es ist sehr, sehr typisch von Ibsen, dass er nicht will, dass er seine Sources revealed hat."
  },
  {
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    "end": 710.3,
    "text": "Er hat über seine Arbeit gegründet und seine eigene Lebenserhöhung und seine lebende und seine geheimnisvolle Erhöhung."
  },
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    "end": 715.44,
    "text": "Er ist extrem rettisch, über die Erhöhung aller Literarisch-Antiszenen."
  },
  {
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    "text": "In einem bestimmten Respekt denkst du,"
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    "text": "dass er ein Beispiel von der romantischen Idee der Autor"
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    "start": 738.98,
    "end": 745.06,
    "text": "ist, wie divanisch inspiriert und nicht umdrehen will."
  },
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    "text": "Buch basiert, der weiße High von Peter Benchley."
  },
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    "start": 749.08,
    "end": 750.98,
    "text": "Peter Benchley hat auch an dem Drehbuch mitgeschrieben."
  },
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    "text": "dann für den Film."
  },
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    "end": 757.4,
    "text": "Aber da gab es eben noch einen Drehbuchautor Karl Gottlieb und Spielberg hat sich natürlich auch eingebracht."
  },
  {
    "start": 758.18,
    "end": 769.12,
    "text": "und Gottlieb und Spielberg zumindest haben ganz explizit Ipsen und dieses Stück, das sie offenbar gut kannten, als eine Inspiration für den weißen High verstanden und das auch gesagt."
  },
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    "end": 796.68,
    "text": "dass sie als Kombination von Melville-Novell und Moby Dick gedacht haben, dass sie sich als Spielberg die Platte von Jaws zu verbreiten, oder die Platte von den Leuten zu folgen, und sie erzählen den Moment, in dem die Hauptcharacters auf dem Schiff oder auf dem Boot gehen, wo sie starten zu hunten für den Shark."
  },
  {
    "start": 799.04,
    "end": 805.62,
    "text": "Und in so einem Moment, als sie auf dem Boot gehen, um für den Shark zu hunten, beginnt ein weiterer Mimikmobi-Dick von Melville."
  },
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    "end": 808.96,
    "text": "Wobei die Parts, die es umgehen, sehr viele Parallel"
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    "end": 818.0,
    "text": "zu enthalten sind."
  },
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    "end": 843.1,
    "text": "inspiriert, aber im ersten Teil gibt es eben unzählige Beispiele, also es gibt im Weißen Heiß eine Szene im Klassenzimmer, wo alle offiziellen der Stadt zusammenkommen und im Volksfeind ist ein ganzer Akt, der darauf auf seinem Treffen basiert."
  },
  {
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    "end": 847.5,
    "text": "Und Ries und ihr Kollege eben haben geschlossen, dass Dr."
  },
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    "end": 851.98,
    "text": "Stockmann aus dem Volksfeind im Weißen Heiß reigeteilt ist, fast."
  },
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    "end": 858.02,
    "text": "Polizist, der Haifischjäger und eben der Meeresbiologe, der da anreist, um zu helfen."
  },
  {
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    "end": 861.52,
    "text": "Und die drei zusammen sind der Dr."
  },
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    "end": 863.84,
    "text": "Stockmann in Personalunion."
  },
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    "start": 864.32,
    "end": 870.38,
    "text": "Und dann gibt es natürlich diesen Bürgermeister in beiden, der Stockmanns Bruder und der Bürgermeister von Amity."
  },
  {
    "start": 871.08,
    "end": 876.04,
    "text": "Im Grunde geht es halt um dieses Gegenspiel von die Wirtschaft und die Gesundheit der Leute."
  },
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    "text": "Und"
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    "end": 904.2,
    "text": "in diesem Artikel von den beiden ist ganz interessant, weil sie ja sehr in die Tiefe gehen, also wo spricht man jetzt davon, dass etwas inspiriert wurde, dass es quasi eine Neuauflage ist, eine Adaption, also das ist ja immer sehr, sehr schwer zu sagen, aber sie weisen eben sehr gut nach, dass das Stück von Ibsen zumindest ein Teil dessen ist, was... eben einfließt in diesen film der weiße hi mit dem kleinen unterschied natürlich dass es statt eines kleinen bakteriums ein riesiger killer hi ist."
  },
  {
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    "end": 924.04,
    "text": "Aber du hast den seltenen Mechanismus und den seltenen Feier, weil der Fall ist, dass der Herr und die Jäu ist, der Angst des Schärfes ist, dass er nicht wirklich die Menschen, die getötet werden, kürzt, dass die Menschen nicht in die Bedeutung kommen."
  },
  {
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    "end": 928.42,
    "text": "Und deshalb wird die Stadt nicht mehr Geld machen."
  },
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    "end": 933.96,
    "text": "Also ist er auch nach dem Thema Kapitalismus."
  },
  {
    "start": 934.22,
    "end": 946.02,
    "text": "Sein Problem ist der Kapitalist-Street, nicht necessarily der Schreit für die Menschenreise."
  },
  {
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    "end": 951.16,
    "text": "In Volkfern sind es kleine mikroskopische Kreaturen, die gefährlich sind im weißen Heiß."
  },
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    "text": "Es ist natürlich dieses riesige Monster, ein gestaltes Heiß."
  },
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    "end": 965.14,
    "text": "Beides macht Angst, aber im Grunde zeigt beides, dass es da einfach ganz grundsätzliche Muster gibt, wie Menschen reagieren."
  },
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    "end": 975.56,
    "text": "Ja, interessanterweise hat das auch Heiler Fangerau gesagt und er hat gesagt, dass man als Historiker natürlich immer eher vorsichtig ist, aber dass man eben schon so ein Muster erkennen kann in der Geschichte."
  },
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    "end": 985.32,
    "text": "Als Medizin-Historiker war man immer davor, Geschichte so ein bisschen als dauerhaft und anthropologisch konstant zu begreifen."
  },
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    "start": 985.74,
    "end": 991.72,
    "text": "Weil jede Gesellschaft ist anders, jede Epoche ist anders und viele solchen unterscheiden sich eben auch."
  },
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    "end": 1003.98,
    "text": "Trotzdem gibt es, wenn Sie so möchten, ein Verhaltensmuster, das sich nicht nur bei Ibsen wiedergespiegelt findet, sondern auch in anderen Literaten, die fast jede Seuche in Europa betrifft."
  },
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    "text": "Und die Phase eins ist, es gibt Berichte über eine Seuche."
  },
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    "end": 1012.36,
    "text": "Nehmen Sie eine Hansestadt wie Bremen oder Hamburg, gibt Berichte über eine Seuche."
  },
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    "end": 1014.8,
    "text": "Meistens wird erst mal der Boote beschimpft."
  },
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    "text": "Das ist doch alles Quatsch."
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    "text": "Aber Fangerau sagt, das geht dann eben noch weiter."
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    "end": 1019.98,
    "text": "Da kommt dann noch eine zweite Phase."
  },
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    "end": 1023.2,
    "text": "Da treten dann die ersten Todesfälle auf und die werden unter der Decke gehalten."
  },
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    "end": 1032.94,
    "text": "Also sehr ähnlich wie bei Teplitz im Grunde genommen, weil eben diese Todesfälle sonst die Wirtschaft gefährden würden oder weil der Hafen sonst geschlossen werden müsste und unter Quarantäne gestellt würde."
  },
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    "end": 1033.26,
    "text": "Wenn"
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    "end": 1041.7,
    "text": "die es unter dem Deckel halten, so einzelne Fälle, nicht mehr funktioniert, dann greift auch da wieder, dass das die andere Seite der Gesellschaft sein muss."
  },
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    "end": 1042.96,
    "text": "Das sind die Armen."
  },
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    "end": 1047.18,
    "text": "Das sind die Prostituierten, das sind die Verbrecher, die trifft es."
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    "end": 1057.2,
    "text": "Ironischerweise sind es oft die armen Viertel, die zuerst betroffen sind, weil hier viel mehr Menschen eng zusammenleben, die Lebensverhältnisse dreckiger sind."
  },
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    "end": 1060.6,
    "text": "Das greift dann eben auch die soziale Ungleichheit vor Krankheit und Tod."
  },
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    "text": "Da werden jetzt sozusagen die Außenseiter beschuldigt dann auch."
  },
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    "end": 1070.82,
    "text": "Auch etwas, was man immer wieder sieht, obwohl sie ja eigentlich die Opfer sind, weil sie einfach besonders gefährdet sind wegen ihrer Lebensumstände, werden sie dann eben beschuldigt."
  },
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    "end": 1073.48,
    "text": "Und dann sagt er, kommt die dritte Phase."
  },
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    "end": 1075.76,
    "text": "und das ist dann in der Regel, wenn jemand sagt, okay, läuft."
  },
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    "end": 1082.6,
    "text": "Also im Grunde, um die reichen Leute packen ihre Sachen, verlassen die Stadt, fahren aufs Land oder wir suchen sonst irgendwie vor der Seuche zu fliehen."
  },
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    "end": 1096.54,
    "text": "Das hat ein Kollege von ihm in Historiker auch sehr schön in Hamburg zum Beispiel gezeigt, wo er wirklich die Fahrkartenverkäufer am Hamburger Hauptbahnhof gezählt hat und eben zeigen konnte, wie rasanter sind die Höhe schnell ab einem gewissen Zeitpunkt in einem dieser Kohlerausbrüche."
  },
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    "end": 1100.54,
    "text": "Phase vier ist, dass die Städter zurückkommen."
  },
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    "end": 1102.9,
    "text": "Und dann muss ein Schuldiger gesucht werden."
  },
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    "end": 1118.52,
    "text": "Das sind dann wieder die anderen und das sind in der deutschen Geschichte dann fast immer ein imaginiertes Judentum oder die Juden oder dann in späteren Zeiten die Sozialisten, Sozialdemokraten oder Kommunisten."
  },
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    "end": 1123.62,
    "text": "Also immer eine Gruppe, die man ausgrenzen möchte, die wird als Schuldiger markiert."
  },
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    "end": 1130.04,
    "text": "Und dieses Muster, das eignet sich natürlich auch sehr, sehr schön für romane Theaterstücke."
  },
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    "end": 1131.62,
    "text": "Warum eignet sich das?"
  },
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    "end": 1152.1,
    "text": "Weil dieses Muster so einfach ist, dass es nie eins zu eins stimmt, aber gleichzeitig so regelhaft ist, dass man es immer findet und gleichzeitig Ungleichheit und Ungerechtigkeit markiert, über die man sich beschweren kann oder über die man sich am anderen Ende lustig machen kann."
  },
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    "end": 1163.18,
    "text": "Also es spricht eine Wahrnehmung von Wirklichkeit an, die nah genug ist, dass jeder Mensch das versteht und deswegen sind diese ist so ein Stück wie der Volksfeind auch so gut."
  },
  {
    "start": 1163.54,
    "end": 1174.28,
    "text": "Also wenn er so das erzählt, ist es natürlich wenig überraschend, dass wir in der Corona-Pandemie plötzlich weiße High-Memes online hatten und eben auch das Ipsenstück."
  },
  {
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    "end": 1176.66,
    "text": "tatsächlich so beliebt ist zurzeit."
  },
  {
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    "end": 1179.62,
    "text": "Ja und es ist tatsächlich mit der Zeit immer beliebter geworden."
  },
  {
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    "end": 1181.9,
    "text": "in dem Arteke von der R&R steht das."
  },
  {
    "start": 1182.48,
    "end": 1193.68,
    "text": "Es insgesamt knapp, achtzehnhundert offiziell registrierte Inszenierung von diesem Stück vom Volksfeind eben gab seit achtzehnhundertdreiundachtzig, aber fünfhundertsechsundsechzig davon."
  },
  {
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    "end": 1197.7,
    "text": "wurden zwischen zwei tausend zehn und zwei tausend neunzehn auf die bühne gebracht."
  },
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    "start": 1197.98,
    "end": 1203.84,
    "text": "Das zeigt natürlich auch, wie sehr wir uns offensichtlich mit diesen Themen, die da drin behandelt werden, immer noch identifizieren."
  },
  {
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    "end": 1206.16,
    "text": "Und das war natürlich kurz vor der Pandemie."
  },
  {
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    "end": 1208.32,
    "text": "Und es wurde in der Pandemie dann ja nur."
  },
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    "end": 1214.1,
    "text": "Ich habe tatsächlich das Stück schon ein paar Mal gesehen, aber das letzte Mal war im vergangenen Jahr in New York."
  },
  {
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    "end": 1219.86,
    "text": "Da hat Jeremy Strong, ein ganz toller Schauspieler, der in Succession auch mitspielt, den Arzt Stockmann gespielt."
  },
  {
    "start": 1220.14,
    "end": 1226.74,
    "text": "Der war in seinem ganzen Habitus und auch in seinem Aussehen war der relativ eindeutig an Tony Fauci angelegt."
  },
  {
    "start": 1226.88,
    "end": 1232.6,
    "text": "Also so, dass das Stück da ganz explizit dann auch auf die Pandemie natürlich irgendwie zurückgreift."
  },
  {
    "start": 1233.18,
    "end": 1247.7,
    "text": "Und in der Kritik wurde dann durchaus auch hervorgehoben, dass der Charakter eben auch nicht... So richtig positiv rüber kommt, sondern eigentlich eher auch den negativen Seiten, die manche dann an jemanden wie Fauci eben immer festgemacht haben, sehr zur Schau stellt."
  },
  {
    "start": 1247.98,
    "end": 1255.06,
    "text": "Ja, und das ist jetzt nicht so, dass Leute denken, okay, Anthony Fauci, das ist der Held, das ist bei Ibsen eben viel komplizierter."
  },
  {
    "start": 1255.16,
    "end": 1257.82,
    "text": "Es gibt da eigentlich keine eindeutigen Helden."
  },
  {
    "start": 1258.02,
    "end": 1260.74,
    "text": "Die haben alle Fehler, die sind alle unvollkommen."
  },
  {
    "start": 1265.78,
    "end": 1269.96,
    "text": "unambiguously identify or hold up as a hero."
  },
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    "end": 1271.54,
    "text": "They're all flawed."
  },
  {
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    "end": 1283.84,
    "text": "The sort of classic Ibsen character, at least from the Norwegian perspective, is Per Gint, from the Dramatic Poem from eighteen sixty seven, where he is not true to himself, but he's true enough to himself."
  },
  {
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    "end": 1290.12,
    "text": "So the sort of self-serving delusional character is very, very typical of Ibsen."
  },
  {
    "start": 1290.3,
    "end": 1292.96,
    "text": "And that's one of the things that's so interesting about Dr."
  },
  {
    "start": 1293.04,
    "end": 1304.58,
    "text": "Stockman in als man mit ihm identifiziert oder ihm supportiert, als Reiter oder Zuschauer, weil er das Recht macht, aber er ist so eine tolle Person."
  },
  {
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    "end": 1313.04,
    "text": "Er ist so voll von sich, er ist so egotistisch und verletzt von anderen Menschen's Nehmen."
  },
  {
    "start": 1313.46,
    "end": 1329.82,
    "text": "Ich meine, der Fall, dass die Stadt ökonomisch gestorben wird, zumindest temporär, wenn sie den Spauland aufhören,"
  },
  {
    "start": 1329.86,
    "end": 1342.96,
    "text": "um die Pollution-Probleme zu verhindern, Das hat einen realen ökonomischen Impact auf die Zitzen der Stadt."
  },
  {
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    "end": 1351.72,
    "text": "Und er drückt das auf, ist komplett irrelevant."
  },
  {
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    "end": 1356.76,
    "text": "Bei Ibsen kommt am Ende beim Volkswagen auch niemand so richtig gut raus aus dem Stück."
  },
  {
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    "end": 1361.08,
    "text": "Im echten Leben ist der Bürgermeister wiedergewählt worden."
  },
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    "end": 1370.78,
    "text": "Also Trump hat seine zweite Amtszeit bekommen und jetzt zusammen noch mit RFK Junior, über den wir ja schon in den vergangenen Folgen bei Pandemie gesprochen haben."
  },
  {
    "start": 1371.6,
    "end": 1375.24,
    "text": "Ja, also sie sind dann vielleicht doch ganz gut davon gekommen."
  },
  {
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    "text": "Stimmt natürlich."
  },
  {
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    "end": 1393.02,
    "text": "Man kann es natürlich auch so sehen, dass wir im Stück, wo Stockmann am Ende verjagt wird, in gewisser Weise, wir uns jetzt ja eigentlich in der Diskussion sehr viel damit beschäftigen, was Stockmann hätte anders machen müssen oder was die Wissenschaft oder die Gesundheitsbehörden in der Pandemie hätten anders machen sollen."
  },
  {
    "start": 1393.82,
    "end": 1406.98,
    "text": "Aber dass die Diskussion jetzt jedenfalls in den USA eigentlich beherrscht wird von den Leuten, die auf der Seite des Bürgermeisters standen, also in gewisser Weise wurde Stockmann auch da von der öffentlichen Bühne verjagt, könnte man jedenfalls auch so sehen."
  },
  {
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    "end": 1414.46,
    "text": "Genau, also das war unsere... Weihnachtsgeschichte für euch, Kollera, Weißer, Heil und Trump."
  },
  {
    "start": 1415.22,
    "end": 1416.94,
    "text": "Ich hoffe, das hat euch in Weihnachtsstimmung gebracht."
  },
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    "end": 1426.04,
    "text": "Für diejenigen, die uns noch nicht kennen und mehr über Kollera, Pest und Covid erfahren wollen, hört mal bei Pandemia rein."
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    "end": 1428.24,
    "text": "Wir haben ganz viele Krankheiten für euch im Angebot."
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    "text": "Das ist das tolle an Pandemia."
  },
  {
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    "end": 1431.94,
    "text": "Ihr müsst euch nicht zwischen Pest und Kollera entscheiden"
  },
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    "text": "bei uns."
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    "text": "Ciao."
  },
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    "start": 1437.68,
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    "text": "Tschüss."
  }
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