[
  {
    "start": 0.334,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "bin so matsche zwischendurch, frag nicht nach Sonnenschein. Das kostet so viel Energie teilweise, wenn man sich diese leckeren Nüdelchen und Kartoffelchen nicht rein zieht. Da muss man erstmal sich dran gewöhnen.",
    "end": 2.127
  },
  {
    "start": 2.127,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wow.",
    "end": 12.471
  },
  {
    "start": 12.471,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wow, das stelle ich mir auch als Herausforderung vor.",
    "end": 19.593
  },
  {
    "start": 19.593,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Okay, gut.",
    "end": 35.114
  },
  {
    "start": 35.114,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Hallo und herzlich willkommen im Küchenerheerle Podcast. Ja, heute sprechen wir über ein Thema, das die Branche grundlegend verändert. Also nicht nur erst jetzt, sondern schon seit einigen Jahren und vermutlich wird das auch noch einige Jahre so andauern. In puncto Konzept, Angebot, Kalkulation, Mitarbeiterinnen, also egal ob qualitativ oder quantitativ und ich spreche von pflanzlicher Ernährung.\nEntweder als Wachstumstreiber, entweder als Wachstumstreiber oder als Bremsplot im Unternehmen. Mein Gast heute ist Kathleen Hefele von ProVeg. Okay, das machen wir nochmal.",
    "end": 82.954
  },
  {
    "start": 82.954,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Das Tolle ist, dass mit dem Schneiden das gilt ja auch für mich.",
    "end": 85.871
  },
  {
    "start": 85.871,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Hervorragend, ich sehe das schon, ich finde es großartig.",
    "end": 91.976
  },
  {
    "start": 91.976,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "pflanzliche Ernährung\nDas gehört.",
    "end": 96.527
  },
  {
    "start": 96.527,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Selbstverständlich, es geht gerade alles so, es sein soll.",
    "end": 100.648
  },
  {
    "start": 100.648,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ach das ja. Aber ich lasse dir gesagt sein, da gab es wesentlich schlimmere Dinge, die während eines Podcast-Interviews passiert sind. Okay, jetzt muss die Farbe wieder weggehen.",
    "end": 117.364
  },
  {
    "start": 117.364,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "pflanzliche Ernährung als Wachstumstreiber oder aber auch als Bremsklotz im Unternehmen. Mein Gast heute ist Kathleen Häfele von ProVeg, einer internationalen Organisation mit 14 Büros auf fünf Kontinenten, die sich für eine pflanzlichere Ernährung einsetzt und eng mit der Lebensmittelindustrie und Gastronomie zusammenarbeitet. Kathleen ist seit 2016\nLeitung der Abteilung Food Service bei ProVeg und seit Ende 2023 Direktion des Bereichs Corporate and Institutional Engagement. Ja, dass dieses Thema wichtig ist, brauchen wir nicht sprechen heute und das tun wir auch nicht. Wir sprechen heute darüber, was können wir tun? Wie können wir umsetzen? Müssen wir überhaupt etwas umsetzen? Was kommt am Ende des Tages auch dabei heraus?\nverlassen uns die Schnitzelliebhaber und kommen dafür die überzeugten Pflanzenesser mit ihren Familien. Und darauf suchen wir heute eine Antwort. Kathleen, herzlich willkommen im Küchenherde Podcast. Schön, dass du da bist.",
    "end": 186.569
  },
  {
    "start": 186.569,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja, Markus, vielen herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, dabei zu sein.",
    "end": 192.81
  },
  {
    "start": 192.81,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Okay, legen wir direkt los mit dem Thema. Finde ich hochspannend, weil ich bin der festen Überzeugung, dass das Thema pflanzliche Ernährung und insgesamt das Thema Nachhaltigkeit als ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Gastgewerbe ist. Das ich glaube, erstens ist es lange lange kein USP mehr, sondern ein Must-Have. Wir müssen uns mit diesem Thema beschäftigen. Pflanzliche Ernährung hat einen riesen Impact, nicht nur für, ich will gar nicht so weit vorwegnehmen, aber einen riesen Impact für\nuns und für das Klima, aber auch für unsere Gäste. Und ich glaube auch später dann ein Beitrag oder einen Impact für unser Betriebsergebnis. Aber bevor ich zu viel erzähle, einmal zu dir. Für die Hörer, Hörerinnen, dich noch nicht so gut kennen, erst mal vielleicht die Frage, ihr habt ja die Entwicklung auf der ganzen Welt, habt ihr soweit im Blick und wo geht die Reise mit pflanzlicher Ernährung hin und was\nmacht man so den ganzen Tag als Direktion, ... ... Corporate and Institutional Engagement.",
    "end": 258.127
  },
  {
    "start": 258.127,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja, spannende Fragen. Mal gucken, ob ich einfache Antworten darauf finde. Ich selbst bin ja seit neun Jahren mittlerweile bei ProVeg. Damals waren wir noch der kleine Vegetarierbund und haben uns in den Jahren in der Internationalisierung aufgestellt. Und das ist auch eine Entwicklung, die ich begleiten durfte, auch wenn ich natürlich für den deutschen Markt verantwortlich bin.\nUnd wir merken in Europa natürlich wirklich, da haben wir die meisten Länderdependanzen, eine starke Entwicklung hin zu einer pflänzlichen Ernährung. Wir gucken in die Märkte, wer wo besonders stark ist und schauen so jeweils uns das Beste voneinander ab. Du hast mich gefragt, was ich mache. Ich bin...\nWenn man es vielleicht in zwei Sätzen zusammenfassen will, mittlerweile im deutschen Bereich, zuständig für die Programme, die wir in Deutschland fahren, zusammen mit der Lebensmittelindustrie. Das stiehlt sich auf den Lebensmitteleinzelhandel, aber auch stark auf den Außerhausmarkt. Aber auch alle Eckfeier, die wir sonst noch setzen müssen, sei es im politischen Kontext, die wir vorantreiben müssen, damit einfach eine pflanzenbasierte Ernährung",
    "end": 311.758
  },
  {
    "start": 311.758,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Mhm.",
    "end": 328.847
  },
  {
    "start": 328.847,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "umsetzbar wird und vor allen Dingen auch gestaltbar für alle Segmente.",
    "end": 335.406
  },
  {
    "start": 335.406,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Und was ich wichtig finde und deswegen finde ich das, was du tust, deine Aufgabe auch so wichtig. Ihr seid ja sehr eng verzahnt. Einmal mit, hatte ich in der Anmoderation gesagt, mit der Lebensmittelindustrie auf der einen Seite, aber auch mit der Gastronomie. Und ihr habt auf eurer Webseite, glaube ich, irgendwo geschrieben, dass halt ein ganz, ganz wichtiger zentraler Pfeiler ist, die Gastronomie. Und deswegen fand ich es auch toll und deswegen habe ich\nauch gefragt, ob du Lust hast, den Küchenherde-Podcast als Gast zu besuchen. Weil ich glaube, der Gastronomie, wenn wir es schaffen, dieses Thema in die Gastronomie hineinzutragen und dort werden ja die Emotionen erzeugt. Dort haben wir tolle Abende mit der Familie, mit Freunden, mit unseren Lieben und wenn wir das verbinden mit einem",
    "end": 380.936
  },
  {
    "start": 380.936,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "absolut.",
    "end": 387.758
  },
  {
    "start": 387.758,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "tollen Essen, was jetzt nicht zwingend das Schnitzel sein muss, sondern vielleicht etwas pflanzliches, das ist toll gemacht, hochwertig, lecker. Ja, so bringen wir das ja auch in die Haushalte rein. So bringen wir das dann auch an den Endverbraucher, der vorher unser Gast ist, dann der Endverbraucher, der dann beim Einzelhandel einkaufen geht und dann vielleicht eher mal vom Schnitzel, ich will da Schnitzeln nicht verteufeln, ich liebe Schnitzel, aber dass der dann vielleicht erst mal zu einer pflanzlichen Alternative oder was anderem greift. Und deswegen finde ich das toll, dass wir hier heute\nKlau dann!",
    "end": 418.857
  },
  {
    "start": 418.857,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Sehr schön. Du hast ja schon sehr viel vorweggenommen. Genau, die Gastronomie nimmt eine Schlüsselrolle ein.",
    "end": 425.842
  },
  {
    "start": 425.842,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Okay, und hast du einen Plan, wenn wir jetzt mal so bisschen in die Zukunft schauen, wo die Reise so hingeht mit der pflanzlichen Ernährung?",
    "end": 438.079
  },
  {
    "start": 438.079,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wir können ja erst mal so bisschen gucken, denn so aktuelle Trends Und dann ist meine Antwort ganz schnell darauf, pflanzliche Ernährung ist kein Trend mehr, sondern es ist sehr, sehr mainstream geworden. Pflanzliche Gerichte spiegeln und das sehen wir in sämtlichen Ernährungstrends eine Rolle wieder. Und das liegt sicherlich daran, dass, und das sagt das BMLEH, das neue Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, mehr als die Hälfte der Bevölkerung sich mittlerweile flexitarisch ernährt. Und das ist auch die große\nZielgruppe, also alle Menschen, sich flexitarisch ernähren, also teilweise reduzieren, immer mehr reduzieren oder sich auch vegan und vegetarisch ernähren. An der Stelle einmal gleich gesagt, für den Gastronom ist die Gruppe der Flexitarier entscheidend und weniger die Zielgruppe der Veganer, sondern die Flexitarier machen quasi den großen Shift, gerade den gesellschaftlichen Shift in Deutschland aus.",
    "end": 475.118
  },
  {
    "start": 475.118,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Mh.",
    "end": 490.703
  },
  {
    "start": 490.703,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich habe ja gesagt, wir haben das in verschiedenen Trends, sehen wir das. Ich will da nur ein paar beispielhafte Trends rausklicken. Das eine ist dieser Trend zur Natürlichkeit. Da sind wir in diesem Dreiklang Wellness, Fitness, Gesundheit. Dann spielen plötzlich pflanzliche Suppefoods eine ganz große Rolle. Am besten regional. Plötzlich wird die Hirse und werden Bären wieder unfassbar lukrativ. Das sollte man ...",
    "end": 491.182
  },
  {
    "start": 491.182,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Mmh.",
    "end": 516.975
  },
  {
    "start": 516.975,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "bedenken. Dann gibt es so dieses kosmopolitische Fusionsküche, wo wir quasi Gewürze der mediterranen Küche plötzlich sehr multifunktional einsetzen und damit auf kulinarische Entdeckungsreisen einladen, Hülsenfrüchte plötzlich attraktiv machen. Was wir aber auch feststellen, ist so ein Trend zur Veganisierung. Das heißt, wir machen die alte Hausmannskoch wieder unfassbar beliebt.\nBeispiel, die Kartoffelsuppe von Oma, die pflanzlich genauso gut ist, gewohnte Geschmacksnuancen trifft, aber einfach ein bisschen.\nbesser fürs Klima und vielleicht auch eigene Gesundheit ist. Das macht selbst vor Rührei usw. keinen Halt. Das heißt, wir gehen so bisschen in die pflanzliche Adaption. Dann lass mich gerne noch nennen, der Bereich der Produktinnovation, die gerade voranschreitet und wo wir auch in den nächsten Jahren noch ganz, ganz viel zu erwarten haben. Ich will da einmal die Pilze nennen, so ein bisschen unser Geheimwunder, was wir jahrelang gar nicht so erkannt haben. Es sind wahre Helden der Biomassefermentation, weil dieses Myzel,\nwas die Pilze enthalten. ist ein Wurzelgeflecht, das kann innerhalb weniger Stunden heranwachsen und ist damit ein ganz beliebter Rohstoff mit einem sehr fleischigen Biss. Das lässt sich wunderbar in der Gastronomie in den Küchen umsetzen und verwenden.",
    "end": 605.294
  },
  {
    "start": 605.294,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Welche Rolle spielen dabei so pflanzliche Alternativprodukte? Wie jetzt zum Beispiel, ich habe auf der Internauer gar ganz ganz viele Produkte probiert pflanzliche Steaks und so weiter oder auch Austauschprodukte die aus dem Drucker kommen. Also ich weiß nicht ob man die irgendwo gleich setzen kann oder ähnlich setzen kann, wahrscheinlich eher nicht, aber welche Rolle spielen diese Produkte? Vielleicht magst das auch differenzieren.",
    "end": 617.263
  },
  {
    "start": 617.263,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja.",
    "end": 632.153
  },
  {
    "start": 632.153,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Es sind halt unterschiedliche Technologien. 3D ist natürlich auch so eine Zukunftstechnologie. Da war ja Redefine die Ersten, die das quasi mit auf die Internorga gebracht haben. Der Vorteil ist, wir das war super. Das Ding ist, dass man dadurch so bisschen die Textur und die Faserigkeit herstellen kann. Warum pflanzliche Alternativprodukte eine ganz",
    "end": 642.094
  },
  {
    "start": 642.094,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Genau, die habe ich auch probiert und das war gar nicht so verkehrt.",
    "end": 656.903
  },
  {
    "start": 656.903,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wichtige Technologie sind, sie sind so ein bisschen eine Brückenlösung und eine Hürdenlösung. Also auf der einen Seite sind die Produkte praktisch leicht anwendbar und sind relativ einfach in der Handhabung. Man kann auch Produktschulungen kurz übernehmen und man weiß dann, wie diese Produkte anzuwenden sind. Und auf der anderen Seite sind die bei Tischgästen\nhat man einen vertrauten Geschmack, vertraute Textur und man kennt das so bisschen. Das ist einfach manchmal sehr viel einfacher. Und dann haben wir noch eine Zielgruppe, die ja den Geschmack einfach mag von tierischen\naber darauf gerne trotzdem verzichten möchte aus diesen diversen Gründen. glaube, da müssen wir gar nicht so sehr ins Detail reingehen. Und Studien zeigen einfach, dass zwei von fünf Verbrauchern mittlerweile sich öfter mal für pflanzliche Produkte entscheiden und mehr als die Hälfte der Bevölkerung mittlerweile pflanzliche Alternativen auch mal probiert. Und da sehen wir aus meiner Sicht, welche Produktentwicklung da in den letzten Jahren einfach vorangetrieben ist, gerade im Bereich Fleisch-Milch-Alternativen. Ich wir sind auf einem guten Weg,\nNorge angesprochen. hat man das gesehen und kürzlich hat gerade das Statistische Bundesamt neue Zahlen veröffentlicht und da sagt man die Fleischalternativen haben einen neuen Höchstwert 2024 erreicht und der Wert hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt.\nFür Gastronom spielen neben Fleisch, Milch, Alternativen vor allen Dingen Molkereiprodukte eine große Rolle. Und wir brauchen diese Produkte dann im Großgebinde für die Küchenteams. Das bedeutet vor allen Dingen, ein Alternativprodukt, ein Convenience-Produkt anzuwenden. Die Zubereitung geht leicht, die geht schnell. Das ist effizient für die Küchenprozesse und Tischgäste nehmen das dankend an. Also sind die einfach supergut, gerade in der Gemeinschaftsgastronomie.",
    "end": 764.106
  },
  {
    "start": 764.106,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, da würde ich gleich noch mal kurz darauf zu sprechen kommen, was die Gastronomie betrifft. Auch die Nutzung. Ich habe noch eine Frage vorher, du hattest gerade gesagt, seit 2019 hat sich die Zahl verdoppelt. Gibt es da eine Differenzierung zwischen dem, was im Einzelhandel eingekauft wird und zwischen dem, was in der Gastronomie konsumiert wird? Kann man sowas überhaupt messen?",
    "end": 789.663
  },
  {
    "start": 789.663,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich kann dir nicht direkt sagen, ob es da eine passende Studie weiß nicht, ob wir das rausschreien. Wir machen seit Deutschland, ich glaube, das war jetzt blöd, jetzt habe ich mich selber aus dem Konzept gebracht. Deine Frage war, ob es das messbar ist.",
    "end": 804.942
  },
  {
    "start": 804.942,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Kein Problem. Wie gesagt, es kann alles geschnitten werden. Einfach, ob es da einen Unterschied gibt, dem man irgendwo auch gefühlstechnisch nur sagen kann. Einmal diese 50 Prozent, jetzt da, oder das, sich verdoppelt hat, könnte ja auf der einen Seite sein, dass es nur im Einzelhandel ist, das, was die Leute aus dem Regal holen und in der Gastro zum Beispiel gar nicht.",
    "end": 817.327
  },
  {
    "start": 817.327,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja.",
    "end": 830.224
  },
  {
    "start": 830.224,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Es gibt definitiv Parallelen und gibt Unterschiede zwischen Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie. Ich sehe das immer so, dass wir im Lebensmitteleinzelhandel natürlichen Markt haben, der auf wenige Retailer sehr verteilt ist und wo gerade ganz, ganz, ganz viel passiert. Wir können da auch gerne noch mal reingucken. fangen an, Proteinverhältnisse zu messen, sich Nachhaltigkeitsziele sehr stark zu setzen und in den Regalen auch immer mehr zu platzieren an pflanzlichen Alternativen.\ndie Gastronomie ein ganz wichtiger auf der einen Seite.\nTestmarkt, weil, wie du es eingangs gesagt hast, Menschen gehen jederzeit essen und wollen dort Geschmackserlebnisse haben. Das heißt, die Gastronomie kann zum einen so ein bisschen eine Vorbildrolle auch einnehmen, indem wir Produkte dort reinbringen, die erstmalig verkostet werden und dann im Lebensmittel einzelt getestet werden und zeigt gleich, und das sagt auch die Ernährungsstrategie, die ja 2021 ver...\n21 oder 22. Auch die Ernährungsstrategie, die verabschiedet wurde, sieht ja gerade die Gemeinschaftsgastronomie als ein der Schlüsselmärkte. Weil dort Menschen, sehr viele Menschen täglich essen gehen und versorgt werden wollen und auch dann natürlich gerne auch die bessere Wahl zur Verfügung gestellt bekommen haben. Da ist auch eine gesellschaftliche Verantwortung der Gastronomen, die damit einhergeht.",
    "end": 922.388
  },
  {
    "start": 922.388,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Wenn ich jetzt mich betrachte, jetzt nicht als Gastronomie Markus, sondern als Endverbraucher und Gast Markus, dann ist mir... Ich verhalte mich anders, also ich versuche dieses Thema zu lernen und in mein Leben zu integrieren. Und es gibt für mich zwei Motivationspunkte. Und das ist zum einen, ist es natürlich das Klima, weil ich weiß, weniger Fleisch ist klimabewusster. Klar.\nund das Tierwohl, was mir wirklich manchmal unheimlich ans Herz geht und das sind so die zwei Motivationen, weswegen ich versuche zu reduzieren oder aber auch auf Alternativprodukte einzugehen, egal ob es jetzt pflanzlich alternativ ist oder aus dem Drucker. Und ich finde es ganz toll, wie du das gerade gesagt hast oder verglichen hast, dass es die Brücke ist, weil, nehme mal wieder mich,\nIch bin jemand, der isst eigentlich sehr, sehr gerne Fleisch. Ob es das Schnitzel ist, ob ich mir was auf den Grill lege. Die Wurst ist für mich ein ganz großes Thema. Bratwurst oder Bockwurst in allen sämtlichen Farben und Formen. Und für mich wäre es ein sehr großer Schritt, komplett zu verzichten. Aber wenn ich solche Produkte habe und so langsam über diese Brücke gehe und mich dann da ran tasten kann und geschmacklich kommt es ja...\nhäufig schon wirklich ganz stark in die Richtung, in die ich mir das dann auch wünsche, dann kann ich erst mal diese Brücke gehen, bis ich dann irgendwann die Brücke überschritten habe und dann vielleicht komplett mich pflanzlich ernähre. da bin ich kein Einzelfall, da gibt es wahrscheinlich viele Millionen andere Menschen, die diese Brücke einfach brauchen.",
    "end": 1023.379
  },
  {
    "start": 1023.379,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Absolut und du hast gerade auch noch mal einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, der mir ganz ganz wichtig ist. Wichtig ist der Geschmack. In erster Linie möchten wir, also wir werden schlecht nur an CO2 Einsparungen in unserem Leben denken, sondern wir wollen natürlich, Essen ist etwas sehr individuelles, Essen ist immer was kulturell geprägtes und irgendwie auch hat was mit Wohlfühlen zu tun. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir immer darauf achten, dass die Gerichte gut sind oder auch die Produkte\ngut sind, egal in welchem Segment wir gerade sind, also Produktentwicklung vorangetrieben wird, Gastronomen quasi auch lernen mit diesen Produkten umzugehen, sich gegebenenfalls auch Unterstützung zu suchen, wie beispielsweise bieten ja auch Schulungen an. Also erstmal Geschmack ist ganz ganz fundamental wichtig. Der zweite wichtige Faktor, den wir aber auch immer nicht aus dem Augenblick verlieren dürfen, ist der Preis.\nUnd auch da empfehle ich immer, da wo es möglich ist, durch geschickte Kalkulation, kalkulatorische Maßnahmen die Preise so anzupassen, dass man die pflanzliche Alternative auch attraktiv macht. Ich mache ein Beispiel, das haben wir in unseren Rankings in den letzten Jahren auch oft festgestellt. Das ist sehr, viel besser geworden. Aber noch vor ein paar Jahren war dann oft die Pizza, wenn ich die mit pflanzlichen Käse bestelle, bis zu 3 Euro teurer. Und dann kann man sich vorstellen, da überlegt man dreimal, ob man mal den pflanzlichen Käse bestellen will oder ob man\nlieber doch bei dem Kuhmilchkäse bleiben will. Das heißt da wo es möglich ist wirklich auf Preisgleichheit achten, weil dann mache ich es zeitgleich attraktiv. Gerade jetzt aktuell ist natürlich auch das Preis für viele Menschen auch noch mal ein wichtiger Indikator ist.",
    "end": 1125.342
  },
  {
    "start": 1125.342,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Absolut. Ich glaube Preissteigerungen von 22 Prozent im Bereich der Lebensmittel insgesamt und da muss man schon jeden Tag schön umdrehen und sich genau anschauen was man einkauft. zur Preisfrage. Ich habe ja in der Anmoderation kurz gesagt, dass es ein Thema ist, was uns auch\nvom Angebot, aber auch von unseren Mitarbeitern her beeinflusst und dann natürlich auch kalkulatorisch. Ich bin gelernter Koch und wenn ich an pflanzliche Ernährung denke und daran denke, dass ich in meiner Gastronomie, egal ob Gemeinschaftsgastronomie oder Individualgastronomie pflanzliche Gerichte anbiete und die dann zaubere, so dass die dann halt wirklich auch toll lecker sind und dass die Leute begeistert sind, wenn sie es essen. Aber ich habe als Koch immer so den Eindruck, dass ich dann im Wareneinsatz",
    "end": 1167.887
  },
  {
    "start": 1167.887,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Mhm.",
    "end": 1180.946
  },
  {
    "start": 1180.946,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "günstige Einkauf. Allerdings, ich habe dann im Umkehrschluss mehr Personalkosten und ich brauche andere Skills bei meinem Personal, was wieder deutlich teurer ist. Wie gleicht sich das aus und wie ist das Ergebnis später, wenn ich an den Preis denke oder an die Kalkulation?",
    "end": 1202.507
  },
  {
    "start": 1202.507,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Natürlich, du hast es gerade gesagt, mitunter müssen erst mal neue Kompetenzen aufgebaut werden. Das ist aber, glaube ich, immer so, dass wir uns mit neuen Technologien oder mit neuen Anforderungen an die Gesellschaft stellen müssen, unsere Mitarbeiter weiter qualifizieren müssen. Das machen wir nicht ständig und das machen wir nicht stetig, sondern irgendwann hat man neue Skills erlernt. Und insofern ist es so, dass das quasi eine einmalige Investition in die Zukunft ist, wenn ich an die Kompetenz auf Bau der Teams achte.",
    "end": 1207.726
  },
  {
    "start": 1207.726,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja.",
    "end": 1230.671
  },
  {
    "start": 1230.671,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Insgesamt muss man schon, denke ich, zwei Faktoren betrachten. Das eine ist natürlich der Waren-Einkauf der Produkte. Und es ist mitunter noch ein Thema, an dem wir als ProVage auch versuchen zu arbeiten, diese Preisgleichheit ranzukommen. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Produkte, die im Einkauf relativ preiswert sind. Und zeitgleich aber auch eine sehr gute Komponente in den Gerichten sind. Also ich denke da an Proteine wie Hülsenfrüchte oder auch Vollkornprodukte.\nin hohen Ballaststoffgehalt haben und damit ein langes Sättigungsgefühl haben. Bei einem langen Sättigungsgefühl wissen wir selber, wir gehen natürlich ein bisschen zufriedener aus der Küche heraus, als wenn wir nach einer halben Stunde wieder Hunger haben. Und insofern ist das, glaube ich, schon mal so ein Schlüssel. Langes Sättigungsgefühl bei guten ausgewählten Waren, Wir machen seit 2023 eine Bedarfsanalyse, was eigentlich in den Küchen gebraucht wird. Aktuell läuft\nNeuerhebung. Die Ergebnisse sind gerade, ich glaube die Umfrage ist gerade abgeschlossen. Wir werden das in den nächsten Wochen, Monaten auswerten und dann Ende des Jahres vermutlich veröffentlichen, weil es geht auch darum, welche Produkte werden denn eigentlich gerade auch in den Küchen benötigt, damit wir effiziente Küchenprozesse auch gestalten können. Und da sehen wir schon, dass teilweise noch nicht alle Produkte in den möglichen Gebindegrößen, die wir eigentlich brauchen, verfügbar sind. Das heißt auch, das ist eine Brücke, die wir gerade schlagen, dass wir zum Beispiel sagen, wir brauchen Molkereiprodukte, Milchprodukte in 5 Litern.\ngebinden. Da kann kein Koch freiwillig 500 Gramm Joghurtbecher aufmachen, wenn er für 10.000 Personen kocht. Also so eine Kleinigkeit. Und dann, und jetzt schließt man ganz anderen Bogen, weil die Themen sind ja immer ein bisschen komplexer, als man vielleicht bedenkt, geht es ja auch darum, wie wir wieder Anreizstrukturen schaffen. Das heißt, wenn ich dann schon die tollen neuen Gerichte produziert habe, die aber in die letzte Hinterecke packe und vielleicht auch nicht positiv vermarkte und kommuniziere,\ndann habe ich natürlich einen schlechten Abverkauf und denke mir am Ende, das hat sich gar nicht gelohnt. Das heißt, es geht auch noch mal darum, wie können wir Anreizstrukturen schaffen, die Gerichte platzieren, benennen, bewerben, damit sie dann auch gekauft werden. Da ist eine ganz normale Verkaufspsychologie und Marketing steckt dann dahinter.",
    "end": 1362.126
  },
  {
    "start": 1362.126,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Hm.",
    "end": 1367.694
  },
  {
    "start": 1367.694,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja.\nlustige Geschichte dazu. Nee, voll nicht dazu. Das hat eigentlich gar nichts mit unserem Thema zu tun, aber ich komme jetzt gerade darauf und ich möchte diese Geschichte möchte ich niemandem vorenthalten und ich glaube ich habe sie im Podcast noch nie erzählt. Also ich habe mir gerade vorgestellt, als du das erzählt hattest mit den Gebindegrößen ist ein Thema, was ich nicht auf dem Schirm hatte, aber was definitiv ein relevantes Thema ist. Ich habe mir jetzt gerade vorgestellt bei einer Großversorgung, dass ich dann anfange diese 500 Becher Joghurt da alle aufzumachen und irgendwo rauszukratzen.\nUnd jetzt, liebe Leute, alle die dabei gewesen sind und unter wegen mir leiden mussten, bitte schreibt mir doch mal. Wir haben, wann war das? 2016, 2017 muss das gewesen sein. Da haben, gab's in Köln großen Aufruhr, da gab's die AfD-Parteitagssitzung und\nDa war richtig viel los hier in Köln, auch mit Gegendemonstrationen. Wir haben damals als Caterer die Polizei versorgt. Die Polizei war dort mit, keine Ahnung, 12.000, 15.000 Kräften. Und die haben dann von uns drei bis vier Mahlzeiten pro Tag bekommen. Und ich war verantwortlich für die Warmverpflegung der Polizisten. Und die haben eine Mittagsmahlzeit jeweils bekommen.\ndurften dann immer aussuchen zwischen zwei verschiedenen Gerichten und wir haben dann natürlich für ja wie viele Polizisten kamen dann immer die acht bis zehntausend Polizisten kamen und die haben halt sehr großen Wert darauf gelegt, dass die halt nicht irgendwelche Fertigsaußen und irgendwelche Convenience kriegen, sondern die wollten es vor Ort frisch gekocht haben. Haben natürlich auch dementsprechend dafür bezahlt. Wir haben auch ordentlich Kalkulation gemacht. Lange Rede kurzer Sinn. So war die Situation und die haben sich auch Bolognese gewünscht.",
    "end": 1472.334
  },
  {
    "start": 1472.334,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Und dann habe ich kalkuliert, wir haben eine Küche in Containern dahingestellt, wo wir auch Bolognese kochen konnten für 8000 Leute, mit genug Kessel, kommen weg Tomaten und so weiter und so fort. Ich hatte ein Küchenteam jeweils pro Tag mit, ich weiß gar nicht mehr, wie viele Köche da waren, ich glaube 10, 12 Köche waren das dann, die dann dort Salate und Co. und warme Gerichte zubereitet haben. Und du kennst doch die großen Dosen Tomatenmark. Die brauchten wir natürlich auch. Wenn wir für 10.000 Leute\nBolognese herstellen, dann brauchen wir auch die großen Dosen Tomatenmark. Die habe ich dann auch bestellt, palettenweise. dann ging es dann in die Küche, dass das Hackfleisch angebraten wurde. Und dann muss natürlich irgendwann das Tomatenmark da rein. Und dann ist uns aufgefallen, dass ich den Dosenöffner vergessen habe. Und es gibt ja dann für so große Dosen nicht diese kleinen Dosenöffner, die ich habe, sondern die großen Dosenöffner, die ich an dem Tisch montiert habe, wo ich dann rucki zucki mal eben so eine Dose dadurch schleuse und offen mache.",
    "end": 1521.568
  },
  {
    "start": 1521.568,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Hey!",
    "end": 1532.41
  },
  {
    "start": 1532.41,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Den hatte ich vergessen zu bestellen. Die Küche hatte ich perfekt geplant, von der Auslastung, allerdings hatte ich diesen Dosenliegen Dosenöffner vergessen. Das heißt, ich musste jetzt ruckizucki, musste ich los in die Stadt und musste gucken, wo ich Dosenöffner kriege, damit die Jungs und Mädels in der Küche die Dosenöffner, die Dosen öffnen können. Und dann war ich, ich war echt verzweifelt, es musste schnell gehen, weil die Bolognese, die musste ja auch irgendwann raus. Ich war dann in so einem 1-Euro-Shop und hab dann irgendwie mir drei Dosenöffner gegriffen, die noch irgendwie da hingen, musste schnell wieder zurück.\nIch kann es dir vorstellen, dass es nicht die beste Qualität war. Und dann kam ich wieder zu... Oh ja, nicht nur das. Die Köche haben mich gehasst. Die Köche und Köcheinnen haben mich gehasst. die mussten dann mit diesen kleinen 1-Euro-Dosen öffnen. Da mussten die diese großen Dosen aufmachen. Und nicht nur eine, sondern einige. Und das war natürlich dann große Herausforderung. Und die Geschichte erzählen sie sich heute noch. Christoph an dieser Stelle, schöne Grüße. Es tut mir leid. Ich hoffe, du verzeihst mir irgendwann. Und das war...",
    "end": 1564.89
  },
  {
    "start": 1564.89,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "es hat wahrscheinlich viel zu lange gedauert.",
    "end": 1591.797
  },
  {
    "start": 1591.797,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja, dieses...",
    "end": 1591.84
  },
  {
    "start": 1591.84,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Vielleicht jetzt bisschen lang die Geschichte, aber die hat sich denke ich mal richtig gelohnt.",
    "end": 1595.151
  },
  {
    "start": 1595.151,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Dieses Problem hätte sich nicht mehr gelöst. habe als du Hackfleisch gesagt hast noch daran gedacht, hättest du mal den Chili-Zin-Kane gemacht. Das wäre wahrscheinlich für 225 auch die bessere Lösung. Aber das Problem mit den Dosen Tomaten hättest du dort auch gehabt.",
    "end": 1608.606
  },
  {
    "start": 1608.606,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Das hätte ich auch gehabt. Den Dosenöffner hätte ich trotzdem vergessen. Okay, lass uns zurück ins Thema kommen. Wir haben ja gerade gesprochen. Einmal Waren-Einsatz geht im besten Falle so aus meiner Idee her runter. Personal-Einsatz, je nachdem, was ich dann halt mache und wie hoch der Convenience-Grad ist natürlich, geht vielleicht hoch, weil ich mehr Zutaten irgendwo verarbeiten muss. Und das ist ja für viele Köche dann auch eine Herausforderung.",
    "end": 1613.487
  },
  {
    "start": 1613.487,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja.",
    "end": 1637.682
  },
  {
    "start": 1637.682,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "das zu wissen nicht, aber dann daraus geschmackvolle pflanzliche Gerichte zu zaubern. Ich muss ja erstmal das Rüstzeug, das Handwerkszeug an die Hand kriegen, dass ich dann, ich sag mal, geiles Zeug kochen kann. Und welche Tipps kommen von ProVeg zum Beispiel, dass man da tolle Gerichte überzeugt, Fleischesser zu überzeugen?",
    "end": 1660.072
  },
  {
    "start": 1660.072,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich finde eigentlich war dieses Bolognese Beispiel gerade prima, ich glaube wir wissen alle und das wissen auch die meisten Köche, wenn nicht sogar alle mittlerweile, dass wir einen Chili Sin Kane genauso gut hinbekommen wie einen Chili Corn Kane und woran liegt es? Es liegt an diesen Gewürzaromen. Deswegen ist es einmal so ein bisschen, welche Gewürze verwende ich, wie würze ich, geräuchertes Paprikapulver, Rauchsalz und so weiter ist natürlich total wichtig.",
    "end": 1674.71
  },
  {
    "start": 1674.71,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Das stimmt.",
    "end": 1688.023
  },
  {
    "start": 1688.023,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wir Menschen lieben, ja es gibt auch Menschen, lieben Süßes, ich gehöre in die Herzhaft-Fraktion und deswegen an der Stelle auch nochmal betont, wir lieben einfach herzhaft würzige, deftige Geschmack. Umami.\nGerade Pilze und Algen sind da so ein super Träger, aber auch Fermentiertes wie beispielsweise Tempeh oder auch Hülsenfrüchte. Deswegen Empfehlung, diese Produkte in die Küche integrieren und dann mit der richtigen Würze bekommen wir auch ähnliche Röstaromen hin und ähnliche Geschmäcker und wir merken keinen Unterschied.\nDann geht es weiter in der Kommunikation dann aber wiederum eher das Wirding auf herzhaft würzig legen und nicht auf hier ist die vegane Alternative, weil dann rennen uns gleich erstmal 30 Prozent oder vielleicht mehr davon. Und wenn wir dann noch die Möglichkeit haben, dann geht es es auch noch darum, so bunt, so kreativ, wie so vielfältig wie möglich zu sein. Das ist das Schöne an der pflanzlichen Küche, die bietet all das. Eine wahnsinnige Abwechslung und damit haben wir natürlich auch eine wahnsinnige Bandbreite für den Tischkasten.\nund er ist super zufrieden, gerade wenn wir vielleicht auch vielfältige Toppings anbieten. Auch das habe ich eingangs gesagt, wenn man keine Erfahrung hat, dann ist es nämlich manchmal nur diese Handgriffe lernen. es sind Köche in den Küchen, können kochen, aber ja, französisch ist kochen ist manchmal ein bisschen anders. Es geht darum, wie kann ich Tofu zubereiten?\nSich Hilfe einfach suchen, mal eine Schulung buchen. Weil das Schöne ist, man hat Praxistipps direkt, man kocht direkt mit jemandem, der dort Profi ist. Man kann Fragen stellen, man kann es verkosten. Und was passiert, weil das ist, glaube ich, der Knackpunkt. Hemmnisse und Vorbehalte werden abgebaut. Weil ich glaube, das ist der Schlüssel für diejenigen, quasi noch denken, das kann nicht schmecken, das muss ja gesund sein.",
    "end": 1771.406
  },
  {
    "start": 1771.406,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Hm.",
    "end": 1793.804
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  {
    "start": 1793.804,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Da ist es wichtig, wir mit Praxistipps einfach mal reingehen und überzeugen, dass wir alle auf der Internorga machen, uns den ganzen Tag einmal durchfuttern und dann feststellen, wow, krass, da passiert eine ganze Menge, das ist ja sogar lecker. Und dann will man es ja auch anwenden. Also ich glaube, wir müssen immer in diesen Shift kommen, wow, das ist lecker, das schmeckt.",
    "end": 1803.278
  },
  {
    "start": 1803.278,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Hm.",
    "end": 1812.782
  },
  {
    "start": 1812.782,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ihr bietet mit ProVeg noch auch Schulungen an. Wie sieht so eine Schulung aus und was muss ich mitbringen oder muss ich eben was vorher wissen, Grundkenntnis oder so. Wie läuft das ab?",
    "end": 1827.823
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  {
    "start": 1827.823,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wenn wir Schulungsanfragen haben, dann reden wir erstmal mit den, in der Regel sind es die Küchenleiter nach dem Vorkenntnisstand. Man muss gar keinen Kenntnisstand mitbringen, man kann ganz viel Kenntnisstand haben mitbringen. Unsere Köche, die wir in die Küchen schicken, die sind großküchenerfahren, sehr großküchenerfahren und vor allen Dingen sehr erfahren im Plant-based-Bereich. Und je nach Wünsche und Herausforderungen der Küche passen wir dann die Küchenschulungen an die jeweilige Küche an.\nverschiedenen Stufen. Einmal wie hoch ist schon der Grad der Kenntnisse, in welchem Segment ist man unterwegs. Kochen wir für Kinder oder kochen wir im Herzklärbereich oder kochen wir für Erwachsene in der Betriebsverpflegung. Das sind natürlich große Unterschiede. Es geht, das hatte ich schon gesagt, immer das Kochen auch vor Ort und das Testen dann noch. wir in der Regel gehen die Köche dann selber an die Herde, probieren sich aus, hinterher wird alles verkostet.\nDie Module sind dann auch sehr unterschiedlich. Es kann Proteine im Fokus gehen, 4-Jahreszeiten, alle möglichen Themen innerhalb des Themenspektrums pflanzliches Kochen.",
    "end": 1901.23
  },
  {
    "start": 1901.23,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Das passiert dann ausschließlich, dass die Schulungsleiter dann in die Küchen gehen und dort dann vor Ort, als Heimspiel für die dortigen Köche, dort die Schulungen machen.",
    "end": 1915.596
  },
  {
    "start": 1915.596,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Das ist unser Fokus. Wir haben natürlich auch mal was anderes, dass wir auch mal Leute zu uns in die Inkubator einladen. haben so eine kleine Testküche, aber eigentlich auch eher für, also muss man sich jetzt nicht vorstellen, wie eine große Testküche.\nwo wir auch mal Köche hineinladen. Aber die Erfahrung zeigt, in die Küche reingehen ist in der Regel die bessere Wahl. Weil wir können dort wirklich jegliches Vorbehalt abbauen, weil wir mit den Gerätschaften, mit den Herausforderungen der Küche agieren. Direkt mit dem Waren, die die auch haben. In der Regel ist es auch so, dass die Küchen dann selber die Produkte beziehen und bestellen und wir somit mit dem leben, was die Küche hergibt und dort einfach zeigen.",
    "end": 1937.23
  },
  {
    "start": 1937.23,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Hm.",
    "end": 1958.335
  },
  {
    "start": 1958.335,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Die Grundvoraussetzungen sind überall alle da. Gewürze sind überall da, Küchengeräte sind da. Sie unterscheiden sich aber unterschiedlich und wir nutzen direkt alles, was vor Ort ist und holen auch das ganze Personal ab, als wenn wir quasi, und das ist ja dann oft was passiert, wenn man nur eine Person in eine Schulung schickt. Wir holen nicht nur eine Person ab des Teams, sondern wir versuchen das gesamte Team abzuholen.",
    "end": 1980.306
  },
  {
    "start": 1980.306,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, das macht Sinn. Ich finde das auch gut, ich glaube, kann ich wieder mich nehmen. Ich bin gelernter Koch, ich koche gerne, aber was ich wirklich nicht so gut kann und wo ich so einen blinden Fleck habe, ist wirklich beim gut kochen von pflanzenbasierten Gerichten. Und da ist so eine gewisse...\nUnsicherheit würde ich jetzt mal sagen, aber wenn das bei mir in der eigenen Küche passiert, egal ob jetzt im Betrieb oder bei mir zu Hause, dann weiß ich wo alles ist, dann ist schon mal ein bisschen Sicherheit da, dann habe ich nur einen Unsicherheitsfaktor, dass da jetzt mir was beigebracht wird, was ich als Koch gar nicht gut kann und aber ich weiß wo alles steht, ich bin in meiner gewohnten Umgebung. Ich glaube das macht durchaus Sinn, Okay, Lieblingsthema von mir. Digitalisierung und Digitalisierung ist ja für mich",
    "end": 2024.047
  },
  {
    "start": 2024.047,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Absolut genau.",
    "end": 2033.198
  },
  {
    "start": 2033.198,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Viele denken immer der Heilige Gral, nein das ist es nicht. Digitalisierung, KI, das sind Werkzeuge, die wir nutzen können und es gibt doch sicherlich auch Werkzeuge, digitale Helferlein beim Thema Optimierung pflanzlicher Menüs oder irgendwas, was in dem Bereich weiterhelfen kann. Habt ihr welche im Einsatz oder gibt es auch welche, die ihr Gastronom empfehlt?",
    "end": 2055.443
  },
  {
    "start": 2055.443,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Definitiv. Digitalisierung macht, glaube ich, nirgends halt und ist einfach ein unfassbar wichtiger Unterstützer, würde ich fast sagen, wenn du da mitgehst. Also zum einen haben wir natürlich, und damit würde ich einfach mal anfangen, kostenpflichtige Tools, also die nicht nur von uns kommen, die zur Nährstoffberechnung sind, zum Beispiel der DG-Expert oder auch zur CO2-Speisenbilanzierung, wie beispielsweise Eternity.",
    "end": 2067.054
  },
  {
    "start": 2067.054,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "absolut.",
    "end": 2081.641
  },
  {
    "start": 2081.641,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich finde, diese Tools ermöglichen so einen eins zu eins Vergleich von tierischen zu pflanzlichen Varianten eines Gerichts. Und wir können einen Blick auf die Nährwerte legen oder halt auf die CO2-Äquivalente. dann können wir aber also einmal können wir das Gericht und dann sind wir in dem eins zu eins Vergleich Spaghetti, wir hatten es vorhin Spaghetti Bolognese zur\npflanzlichen Alternative und sehen dort Unterschiede. Zeitgleich können wir aber Gerichte auch optimieren und quasi die Nährstoffe optimieren, was gerade in der Schulverpflegung und auch im Heizkernbereich natürlich eine unfassbare Rolle spielt. Dazu haben wir beispielsweise auch bei ProVeg eine große Datenbank, Großküchentäugliche Rezepturen, die wir danach filtern können, für welches Segment sind gerade diese Rezepturen nachgefragt. Die sind bei uns auch alle ernährungswissenschaftlich geprüft, entsprechen den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.",
    "end": 2134.126
  },
  {
    "start": 2134.126,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Mhm.",
    "end": 2135.5
  },
  {
    "start": 2135.5,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Und quasi da können wir halt auch filtern, hey, für welches Segment ist gerade diese Rezeptur gebraucht. Kann man sich gerne an uns wenden? Wie gesagt, das haben wir. Und ich hatte das vorhin eingangs schon gesagt, ein auch digitales Tool, was so kommt, künftig kann man im Außerhausmarkt halt auch damit rechnen, dass wir dort auch anfangen werden, die Verhältnisse von tierischen zu pflanzlichen Proteinen zu messen. Und in Deutschland haben, wie gesagt, schon erste Einzelländer damit angefangen, in den Niederlanden\nDa ist ja auch ein Land von uns, von ProVeg, da fängt man schon an in der Gemeinschaftsverpflegung auch das Proteinverhältnis sich anzuschauen. Warum ist das so wichtig? Weil wir so dann quasi auch die Wirksamkeit von Maßnahmen wirklich quantifizieren und berechnen und sehen können, wie es halt hilft, den pflanzlichen Anteil zu steigern und damit auch für die CO2-Berichterstattung, also für die Nachhaltigkeitsreportings, welchen Beitrag können wir eigentlich über eine stärkere Pflegeverpflegung\nbasierte Ernährung leisten. Das sind nur so mal zwei Beispiele, wo mir sofort Digitalisierung einfällt, die für uns auch sehr wichtig ist.",
    "end": 2206.356
  },
  {
    "start": 2206.356,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Aber grundsätzlich, ich jetzt Anliegen habe oder so, dass ihr habt ja wahrscheinlich eine ganz gute Übersicht, welche Lösungen es da geben könnte, dann könnte ich mich auch an euch wenn anrufen kurz eine Mail schreiben und dann könntet ihr sagen, okay, guck mal da oder guck mal da. Packen wir Kontaktadresse packen wir mit in die Show Notes vom Podcast.",
    "end": 2221.796
  },
  {
    "start": 2221.796,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Genau, super gerne.",
    "end": 2230.554
  },
  {
    "start": 2230.554,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Und du hattest es gerade schon mal angesprochen, man sollte es dann nicht veganes irgendwas nennen. Thema Marketing. Wie kommuniziere ich das Thema pflanzliche Ernährung am besten nach außen als Gastronom?",
    "end": 2244.329
  },
  {
    "start": 2244.329,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wir sind mittlerweile 20, 25 und deswegen als erstes die Botschaft pflanzliche Angebote sind völlig selbstverständlich, pflanzliche Angebote sind Mainstream und gehören damit auf das Standardmenü jeder Speisekarte und müssen attraktiv vermarktet werden.\nIch hatte anfangs gesagt, wir haben einen hohen Anteil an Flexitarian und die wollen angesprochen werden. Und wenn ich jetzt einmal noch mal nachdenke, ich versuche einem Gericht einen attraktiven Namen zu geben, wo ich vielleicht Geschmack so bisschen hervorhebe, dann ist glaube ich relativ schnell offensichtlich klar, wenn ich etwas nenne, mein Ding, Pulit Mushroom Burger mit karamellisierten Zwiebeln, dann werden sicherlich\nFlexitarier darauf zurückgreifen wollen, aber wenn auf der Speisekarte steht veganer Burger, stelle ich das in Frage, wie viele wollen dieses Gericht werden. Und deswegen ist das glaube ich einmal so bisschen, wie bezeichne ich das Gericht, wie auffällig und prominent packe ich das in die Speisekarten rein. Eine Kennzeichnung macht Sinn, aber da reicht wirklich ein unauffälliges Piktogramm, ob das ein Herz ist oder ein Blatt, das sei mal dahingestellt.",
    "end": 2291.307
  },
  {
    "start": 2291.307,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Prüchtig.",
    "end": 2311.573
  },
  {
    "start": 2311.573,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich hatte das auch angesprochen mit den Preisen. ist schon darauf zu achten, oder es wäre gut darauf zu achten, dass die pflanzlichen Gerichte nicht unbedingt mehr kosten, sondern preislich mit den anderen Gerichten mitschwingen, dort einfach auch eine Attraktivität zu erhöhen und auch\nDie Möglichkeit zu geben, ich will das jetzt einfach mal testen, obwohl ich gar keinen festgelegten Ernährungsstil habe. Das sind ja der Großteil. Aktionszeiträume, deswegen ist ja Veganuary so beliebt, sind natürlich immer gut. Auf beiden Seiten, weil es ist für beide Seiten die Möglichkeit, etwas mal zu testen und dann zu gucken, wie kommt es denn eigentlich an. Und man kann es notfalls auch wieder runternehmen von der Speisekarte, wieder optimieren. Viele Gerichte bleiben aber dauerhaft drin. Und dann sind wir wieder schon im Digitalisierungsbereich. So ein bisschen ist natürlich auch die Sichtbarkeit.\nich glaube keiner kommt mir so richtig an Social Media vorbei, irgendwelchen Influencer Marketing. Das heißt es ist natürlich auch eine Frage, welchen Raum gebe ich den pflanzlichen Gerichtungen in der Vermarktung in den Social Media Kanälen?",
    "end": 2372.718
  },
  {
    "start": 2372.718,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja.",
    "end": 2374.921
  },
  {
    "start": 2374.921,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Da haben wir eine ganz große Wirkung, gerade auf junge Leute. Ich sehe das an meinen Kindern, wie die soziale Medien konsumieren. Ich will das nicht negativ reden, ganz im Gegenteil, wir machen das alle. Das ist eine große Bereicherung, aber wir werden indirekt beeinflusst.",
    "end": 2392.366
  },
  {
    "start": 2392.366,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Also das muss man am besten so hinkriegen. Social Media ist ja nochmal ein ganz großes Thema, dass man Relevanz bei seinen Gästen erzeugt, dass man nicht diese Kanäle irgendwie als Werbeplattform missbraucht, weil das interessiert keinen Menschen. Aber es gibt viele Gastronomen, die machen das wirklich richtig toll und\ndie haben eine Relevanz bei ihren Gästen. Wenn ich dann diese Relevanz habe und die Leute sich dann noch angucken, was ich dort publiziere, und dann habe ich ein Foto, ein richtig schönes, liebevoll gestaltetes Foto, ein liebevoll gestalteter Post von einem Essen, was",
    "end": 2419.951
  },
  {
    "start": 2419.951,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja.",
    "end": 2430.83
  },
  {
    "start": 2430.83,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "vegan vegetarisch ist eine pflanzliche alternative dass die leute sehen ok genau deswegen gehe ich jetzt in dieses restaurant weil ich genau das essen möchte ist mir scheißegal ob das jetzt irgendwo mit fleisch oder ohne fleisch ist sondern ich habe das jetzt gesehen das auge will das jetzt haben also das muss ich halt erreichen",
    "end": 2445.432
  },
  {
    "start": 2445.432,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Absolut!\nDas Auge ist immer mit und deswegen ist es so wichtig, dass wir das attraktiv einfach gestalten und das auf allen Ebenen. Sowohl im Namen als auch in der Gestaltung des Gerichtes, als auch in dem positiven Wording. Das ist ja auch etwas, was wir hier schon die ganze Zeit sagen. Es geht darum, dass ich etwas positiv vermarkte, positiv kommuniziere, Angebote schaffe und es geht nicht darum und ich glaube, das ist klar, das haben wir glaube ich schon seit Donnerstag ist Veggie Tag. Da haben wir uns\nselber etwas kaputt gemacht. Mit Verboten kommen wir nicht weiter, das ist nicht das Ziel, darum soll es nicht gehen. Es geht immer darum, ein Angebot zu schaffen, worauf die Leute Lust haben und dann die Entscheidungswahl zu lassen. Aber, und das ist die Macht, auch ein Gastronom hat, wir können Kaufentscheidungen ein Stück weit mit beeinflussen.",
    "end": 2498.094
  },
  {
    "start": 2498.094,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, genau. Und da kommt dann wieder dieses Verkaufstalent, was ein Gastgeber, Gastgeberin dann auch manchmal mehr oder weniger mitbringt. Aber wenn ich das dann halt auch nochmal im Laden, in Person so verkaufe und anbiete, dass der Gast gar nicht nein sagen kann und dann später feststellt, der hätte sich vielleicht nie bestellt, aber dann später feststellt, boah, was habe ich da für tolles Zeug gerade gegessen? Was war denn das? Das ist ja auch nochmal so ein Ding, was ich dann machen sollte als Gastronom.",
    "end": 2524.098
  },
  {
    "start": 2524.098,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "absolut.",
    "end": 2529.358
  },
  {
    "start": 2529.358,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Eine Sache, mir öfters mal aufstößt oder ja, aufstößt würde ich es gar nicht nennen, sondern ich zuck dann immer so bisschen zusammen. Wenn ich auf der Speisekarte lese, Chili Sin Carne, denke ich mir, boah, lecker, bestelle ich. Das würde ich dann auch...\nwürde ich auch einem Chili-Kong-Kane vorziehen und wenn ich aber dann auf einer Speisekarte und ich gehe gerne essen und ich gehe oft essen, wenn ich dann irgendwo so eine vegane vegetarische Abteilung sehe, dann zuckt es immer ganz kurz und dann überfliege ich das immer eher beim beim Essen gehen, gucke schon drauf, aber mich mich stört diese Kategorisierung. Genau, so kann ich es gut formulieren.",
    "end": 2567.231
  },
  {
    "start": 2567.231,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Und das ist genau das, was ich versucht habe zu sagen, das ist nicht separat, ist mehr integriert, sind die Speisekarten, da wo es möglich ist. Und wir haben ein sehr gutes Beispiel bei Speisekarten, wo das extrem gut funktioniert, sind in Regel die, jeder war, glaube ich, Matthei-Essen, da gibt es dann, da entscheide ich mich, ich eine Erdnusssoße oder will ich ein rotes Curry oder wie auch immer, oder will ich Udernudeln und dann ist deine Wahl plötzlich Gemüse, Tofu, manchmal\nwas auch dann immer kommt, Ente und so weiter. Und dann bin ich aber, habe ich einen ganz großen Switch, weil die große Entscheidung, die ich erstmal treffe, ist nicht, ich Ente essen oder vegetarisch essen, sondern die Entscheidung ist, will ich einen Curry essen oder eine Erdnusssoße. Und das ist ein Mindshift, den wir haben, warum ich auch plädiere, immer diese ...\nEs ist wie du sagst, die Flexitarier, die überspringen dann gerne die vegane Speisekarte und wenn ich einen Appell an die Gastronomen habe, macht keine Speisekarten für Veganer, die finden sich zu Recht, macht Speisekarten für die Flexitarier, die sind die große Zielgruppe.",
    "end": 2631.182
  },
  {
    "start": 2631.182,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, ganz genau. Ich will nicht mehr zucken, wenn ich ins Restaurant gehe. Nein, ist vielleicht auch ein persönliches Problem. ich habe eine letzte Frage. Ist eigentlich Blödsinn. Ich habe eigentlich noch ganz viele Fragen an dich, eine letzte Frage noch, damit wir den zeitlichen Rahmen hier nicht sprengen. Zukunft auf dem Teller. Was essen wir im Jahr 2030, also in fünf Jahren? Und worauf sollten sich Gastronomen jetzt schon vorbereiten?",
    "end": 2636.729
  },
  {
    "start": 2636.729,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Okay.",
    "end": 2660.367
  },
  {
    "start": 2660.367,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Sehr spannende Frage. das ist so bisschen der Blick gerade in die Glaskugel, aber das macht hier besonders Spaß. 2030 finden wieder erneut Fußballweltmeisterschaften statt. Wir haben Olympische Winterspiele. Das heißt, wir haben einige große Sportereignisse und Großveranstaltungen. Und wir wissen auch schon aus der Vergangenheit, dass Großveranstaltungen, große Events auch gerne so ein Treiber sind, mal Neues zu probieren. Deswegen, ich erwarte pflanzliche Snacks, ich erwarte pflanzliche Bratwürste beim Public Viewing.\nweil gerade solche Events für Gastronome, aber auch die Produktentwicklung Ideale, wir haben darüber gesprochen Marketing-Anlässe sind, das Portfolio auszuprobieren und Neues zu integrieren. Zeitgleich und das würde ich gerne auch schon nochmal loswerden, weil das ist so ein Herzensthema auch von mir, erwarten wir natürlich noch ganz viel technologische Neuerungen. Wir haben noch Produktkategorien, wo wir quasi noch in der Entwicklung sind, wo viel passiert, aber wir noch Luft nach oben haben.\nUnd gerade im Bereich der Präzisionsfermentation können wir dann über quasi\nmit Mikroorganismen Milcheiweiß, wie das Kasein oder das Molkeprotein herstellen. Das ist der Hoffnungsschimmer für die absolute Revolution des Käsemarktes und der Molkereiprodukte. Auf die bin ich extrem gespannt. Aktuell ist es so, dass in den Niederlanden dazu schon Verkostungen stattfinden. Schweiz, Vereinigtes Königreich, da sind die ersten Zulassungsverfahren der Produkte angestoßen. Insofern gehen wir davon aus, dass auch in der EU und in Deutschland\ndas alles nachziehen wird. Das kann eine entscheidende Schlüsseltechnologie sein. 2030, wir haben fünf Jahre Zeit. Ich bin Optimist.",
    "end": 2765.614
  },
  {
    "start": 2765.614,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ich aber auch und die Entwicklung so wie sich das die letzten Jahre in die richtige Richtung entwickelt hat, die lässt auch Grund für Optimismus und wenn ich mir vorstelle so ein großes Ereignis, wo alle irgendwie auf den Straßen sind, es ist Sommer und dann kriege ich eine ganz tolle pflanzliche Bratwurst. Ja, wie viele Menschen wir dafür begeistern können mit einem tollen Erlebnis, tollen Produkt, das dann auch später als\nKonsument bei Rewe, Edeka und Co. einzukaufen. Ja, ich bin grundsätzlich optimistisch und bin gespannt. Wir sprechen uns in fünf Jahren wieder. Okay, liebe Kathleen, du bist Gast im Küchenerde Podcast. Der Podcast ist jetzt so langsam zu Ende und mein Gast im Küchenerde Podcast hat immer die Möglichkeit, von den Hörern und Hörerinnen zu verabschieden. Deswegen hast du das letzte Wort heute im Küchenerde Podcast. Ich möchte mich",
    "end": 2799.567
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    "start": 2799.567,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Auf jeden Fall.",
    "end": 2819.678
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    "start": 2819.678,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Bei dir ganz herzlich bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast und ich habe wieder viel gelernt und ich hoffe euch da draußen hat es auch gefallen und ihr habt auch viel mitgenommen von dieser Folge von Katleen und wenn euch da je die Folge gefallen hat, dann würde ich mich über eine tolle Bewertung freuen und jetzt liebe Katleen verabschiede ich mich schon mal und überlasse dir das letzte Wort.",
    "end": 2842.143
  },
  {
    "start": 2842.143,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Vielen Dank, Markus. Danke nochmal für das tolle Interview. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, dir über all die Themen zu sprechen. Mein letztes Wort, also ich bin weiterhin unglaublich gespannt auf alle Entwicklungen und Geschmackserlebnisse, die wir noch\nhaben werden. Es macht mir wahnsinnigen Spaß, seit so vielen Jahren und auch in den weiteren Jahren die Gastronomie dabei zu begleiten, Neues zu entdecken, weil dieses Berufsumfeld einfach so wahnsinnig ideenreich ist und Küchenteams, wenn sie wollen, so wahnsinnig viel Innovatives auch einfach ausprobieren. Wir können ganz viel bewegen. Das ist kein Geheimnis mehr. Das wird weitergehen. Ich finde es großartig, die Ideen jetzt schon umgesetzt werden und ich\nbin mir sicher, dass wir 2025 und weit darüber hinaus überall pflanzlich lecker essen können und das zu jeder Gelegenheit.",
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    "start": 2894.734,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Dankeschön!\nSubi, das muss ja eigentlich so gar nicht geschnitten werden, bis auf mein... Ja, mein... Also ich glaube, wir hatten ganz am Anfang mal ganz kurz meine Anmoderation und der Rest war so ein Start-Ziel-Sieg, würde ich jetzt mal so sagen. Oder? Wie hattest du den Eindruck?",
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    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Bis auf",
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    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Wir müssen noch mal gucken. Ich glaube, es war so bisschen Ernährungsstrategie. Da man notfalls die Zahn einfach rausschneiden, aber das ist ja egal. Es war überraschend eher plauderhaft, aber wir sind auch alle Fragen zurückgekommen. Es war gut.",
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    "start": 2922.03,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, ja.",
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    "start": 2933.102,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, aber so soll es ja eigentlich auch sein. Wenn man das Gefühl hat, ist ein Gespräch unter Freunden, wo man dann über ein Thema spricht und es ist jetzt nicht irgendwie so eine Litanei an Fragen, wo man alles irgendwie nur so stumpf abarbeitet, dann finde ich, ist es immer schöner auch anzuhören für Hörer und Hörerinnen.",
    "end": 2944.591
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    "start": 2944.591,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ja, ja.",
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    "start": 2950.747,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Ich bin sehr gespannt. ich meine, eigene Selbstkritik wird wahrscheinlich so an der einen oder anderen Stelle sagen, ach du Gott, grüne Neune, aber...",
    "end": 2959.146
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    "start": 2959.146,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ich fand es wirklich super. Es war sehr sympathisch, professionell und charmant. Da war alles mit bei. Wir haben das gut gemacht.",
    "end": 2966.639
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  {
    "start": 2966.639,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Sehr schön. freue mich sehr. Ich kriege vor dem 9. Juli ja von dir alles zu hören. Die Links sind soweit da. Ich notiere mir nochmal die Website, die E-Mail-Adresse ist glaube ich wichtig. Und dann kriegst du die Woche noch die Links, in die, na, Shortnotes heißen die, ich, reinpacken. Und du schickst mir wahrscheinlich den Podcast ein paar Tage vorher, wenn ich das richtig verstanden habe, bevor der online geht nochmal.",
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    "start": 2988.425,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Ja, genau.",
    "end": 2996.601
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    "start": 2996.601,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Irgendwas.",
    "end": 2996.91
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    "start": 2996.91,
    "speaker": "Markus Wessel",
    "text": "Wenn du das möchtest, kann ich das machen. Dann schicke ich dir eine Hörprobe zu. Okay. Mach ich. Dann...",
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    "start": 3000.8,
    "speaker": "Katleen Haefele",
    "text": "Das wäre toll. Und ich takte das bei uns ein.",
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