[
  {
    "start": 1.58,
    "end": 3.61,
    "text": "Und jetzt bittet die Polizei wieder um deine Mithilfe."
  },
  {
    "start": 4.51,
    "end": 5.069,
    "text": "Licht ins"
  },
  {
    "start": 5.13,
    "end": 6.83,
    "text": "Dunkel, Cold Cases und"
  },
  {
    "start": 6.949,
    "end": 7.55,
    "text": "ungeklärte"
  },
  {
    "start": 7.63,
    "end": 8.45,
    "text": "Vermisstenfälle."
  },
  {
    "start": 9.09,
    "end": 12.969,
    "text": "Ein Podcast von Mike Mattis unterstützt von der Podcastpaprik."
  },
  {
    "start": 16.61,
    "end": 18.31,
    "text": "Einen wunderschönen Montag zusammen."
  },
  {
    "start": 18.41,
    "end": 20.23,
    "text": "Herzlich willkommen zur Lichtendstonkel."
  },
  {
    "start": 20.77,
    "end": 27.67,
    "text": "Wir sprechen über ungeklärte Morte und vermissten Fälle, bei denen das Schicksal von Menschen teilweise schon seit Jahrzehnten unaufgeklärt ist."
  },
  {
    "start": 28.27,
    "end": 45.47,
    "text": "So eben auch im Fall Maria O., die junge Mutter aus am Städten in Niederösterreich, ist zweiundzwanzig Jahre alt, als sie irgendwann im Zeitraum zwischen Dezember nineteenhundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
  {
    "start": 45.51,
    "end": 47.51,
    "text": "Wir haben im ersten Teil schon gesehen, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint."
  },
  {
    "start": 47.55,
    "end": 52.33,
    "text": "Und genau das stellt Christian Mader vom Verein Österreich findet euch auch relativ schnell fest."
  },
  {
    "start": 52.87,
    "end": 78.949,
    "text": "Er kommt im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, im April, Christian Marder hört sich die Geschichte an, die Andreas ihm erzählt und er fängt an, sich tiefer und tiefer einzuarbeiten."
  },
  {
    "start": 79.589,
    "end": 93.41,
    "text": "Wie Andreas G. seinen Dunklen Verdacht begründet, das schauen wir uns heute genauer an, denn klar ist natürlich auch so schwere Anschuldigungen erhebt man nicht einfach so, ohne gründlich drüber nachzudenken und ohne sich absolut sicher zu sein."
  },
  {
    "start": 94.25,
    "end": 101.85,
    "text": "Damit wir das alles vernünftig einordnen können, müssen wir uns die Familienverhältnisse dieses sogenannten Familienclans nochmal ein bisschen genauer anschauen."
  },
  {
    "start": 102.309,
    "end": 105.649,
    "text": "Gerichtsreporterin Ilse Probst hat das ausführlichst getan."
  },
  {
    "start": 106.13,
    "end": 112.89,
    "text": "Sie hat eine Matrix angefertigt mit der Konstellation dieser Familie mit den Verflechtungen und den Beziehungen untereinander."
  },
  {
    "start": 113.669,
    "end": 120.729,
    "text": "Sie sieht Artur B zum ersten Mal, als er seit Jahrzehnteinundzwanzig in einem Missbrauchs- und Vergewaltigungsfall angeklagt ist."
  },
  {
    "start": 121.21,
    "end": 124.49,
    "text": "Der hat ausdrücklich nichts mit dem Fall Mariao zu tun."
  },
  {
    "start": 124.949,
    "end": 132.65,
    "text": "Ich erwähne diesen Prozess aber trotzdem hier, weil die Taten im Zuge der Ermittlungen zum Verschwinden von Mariao ans Licht gekommen sind."
  },
  {
    "start": 133.489,
    "end": 139.81,
    "text": "Die rechtskräftige Verurteilung zeigt sehr, sehr deutlich, was für ein Mensch dieser Artur B ganz offensichtlich gewesen ist."
  },
  {
    "start": 140.51,
    "end": 147.329,
    "text": "Die Verbrechen wegen den Artur B- Twenty-one-Zwanzig angeklagt ist, springen sämtliche Vorstellungen, sagt Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 147.57,
    "end": 157.35,
    "text": "Also, ich bin... ...von zwanzig Jahre lang Gerichtsrebot darin und habe natürlich ganze Menge an schlimmen Geschichten erfahren."
  },
  {
    "start": 158.29,
    "end": 179.13,
    "text": "Und dieser Fall war für mich... unfassbar und herausragend, dass ich also mittlerweile habe ich es mir eben vorgenommen, dass ich soweit in meiner Möglichkeit liegt, helfen werde, diese verschrundende Mariao zu finden."
  },
  {
    "start": 180.329,
    "end": 182.03,
    "text": "Zum ersten Mal ist er mal begegnet."
  },
  {
    "start": 182.15,
    "end": 190.609,
    "text": "bei seinem Prozess im Jahr zwanzig, einundzwanzig und Rein."
  },
  {
    "start": 190.73,
    "end": 192.829,
    "text": "von seiner Optik bzw."
  },
  {
    "start": 193.65,
    "end": 205.43,
    "text": "von seinem Auftreten her hat er mich sehr stark an den sogenannten Inzestvater von Amstetten erinnert, an den Herrn Josef Ritzl."
  },
  {
    "start": 206.63,
    "end": 210.59,
    "text": "Später habe ich dann erfahren, dass sich die beiden sogar gekannt haben."
  },
  {
    "start": 212.23,
    "end": 217.329,
    "text": "und Ja, also Seelenverwandtschaft kann ich mir durchaus vorstellen."
  },
  {
    "start": 217.63,
    "end": 223.59,
    "text": "Vielleicht einfach mal kurz für alle, die sich mit der österreichischen Kriminalgeschichte bisher nicht so auseinandergesetzt haben."
  },
  {
    "start": 224.15,
    "end": 230.73,
    "text": "Den Fall Joseph Fritzl bezeichnet Else Probst als einen der heftigsten Kriminalfälle aller Zeiten in ganz Österreich."
  },
  {
    "start": 231.25,
    "end": 236.07,
    "text": "Fast fünfundzwanzig Jahre lang hat er seine Tochter in einer unterirdischen Wohnung eingesperrt."
  },
  {
    "start": 236.53,
    "end": 240.47,
    "text": "Sie unzählige Male gequält, sexuell missbraucht und vergewaltigt."
  },
  {
    "start": 240.95,
    "end": 243.89,
    "text": "Und dadurch hat er hier insgesamt sieben Kinder aufgezwungen."
  },
  {
    "start": 244.47,
    "end": 256.79,
    "text": "Auch diesen Prozess hat Ilse Probst damals vor Gerichten mitverfolgt, das war das, und sie sagt, die Brutalität und die Gnerdenlosigkeit der Taten von Josef Fritzl und von Arthur B. sind vergleichbar."
  },
  {
    "start": 257.59,
    "end": 259.53,
    "text": "Kurze Anmerkung von mir an dieser Stelle."
  },
  {
    "start": 259.99,
    "end": 265.05,
    "text": "Warum habe ich mich dazu entschieden, bei Fritzl den Klarnamen zu verwenden und bei Artur B nicht?"
  },
  {
    "start": 265.67,
    "end": 269.59,
    "text": "Das liegt ganz einfach daran, dass Josef Fritzl in Haft sein Namen geändert hat."
  },
  {
    "start": 269.77,
    "end": 274.73,
    "text": "Sollte er also jemals wieder aus dem Gefängnis freikommen, würde er unter anderem Namen weiterleben."
  },
  {
    "start": 275.25,
    "end": 278.41,
    "text": "Artur B hat sein Namen bis zuletzt nicht geändert."
  },
  {
    "start": 279.97,
    "end": 284.25,
    "text": "Die Familienverhältnisse der Familie von Arthur B. sind ein bisschen verwochen."
  },
  {
    "start": 284.45,
    "end": 289.47,
    "text": "Elsa Probst sagt, sie wollte einen Stammbaum erstellen, um das alles besser zu verstehen."
  },
  {
    "start": 289.75,
    "end": 294.47,
    "text": "Was dabei allerdings letzten Endes herausgekommen ist, sei ein Stammgestrüpp gewesen."
  },
  {
    "start": 295.15,
    "end": 297.07,
    "text": "Hier vielleicht einfach mal ein kleines Beispiel."
  },
  {
    "start": 303.35,
    "end": 313.61,
    "text": "Josefa hat fünf Söhne gehabt."
  },
  {
    "start": 314.03,
    "end": 317.81,
    "text": "Einer davon war der Arthur, der andere war der Stefan."
  },
  {
    "start": 318.31,
    "end": 325.59,
    "text": "Ein Bruder von ihm war der Ehemann von der späteren Lebensgefährtin vom Arthur."
  },
  {
    "start": 326.99,
    "end": 335.97,
    "text": "Und diese Lebensgefährtin, die Apollonia, war gleichzeitig die Cousine, nämlich die Tochter von der Stefanie."
  },
  {
    "start": 336.35,
    "end": 338.85,
    "text": "Heute wäre das so übrigens nicht mehr möglich."
  },
  {
    "start": 338.99,
    "end": 345.23,
    "text": "Seit August, im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig sind in Österreich Beziehungen zwischen Verwandten bis zum vierten Grad verboten."
  },
  {
    "start": 345.81,
    "end": 348.31,
    "text": "Darunter fallen dann eben auch Kurser und Kusine."
  },
  {
    "start": 348.87,
    "end": 351.99,
    "text": "Damals Anfang der achtziger Jahre ist das aber kein Problem."
  },
  {
    "start": 352.81,
    "end": 355.29,
    "text": "Und vielleicht einfach mal der Vollständigkeit halber."
  },
  {
    "start": 355.77,
    "end": 357.37,
    "text": "Arthur B. hat vier Brüder."
  },
  {
    "start": 357.65,
    "end": 362.69,
    "text": "Das eine ist Stefan, das andere ist Helmut, dann haben wir noch Friedrich und Eduard."
  },
  {
    "start": 363.27,
    "end": 365.57,
    "text": "Eduard könnt ihr an dieser Stelle gleich wieder vergessen."
  },
  {
    "start": 365.69,
    "end": 372.25,
    "text": "Zudem müsst ihr nur wissen, dass er immer Oktober, zwei tausendfünfundzwanzig der einzige der Brüder ist, der noch lebt."
  },
  {
    "start": 372.87,
    "end": 375.91,
    "text": "Friedrich spielt in diesem Fall auch keine aktive Rolle."
  },
  {
    "start": 376.21,
    "end": 380.33,
    "text": "Hier müsst ihr aber wissen, dass er der erste Ehemann von Apollonia gewesen ist."
  },
  {
    "start": 380.97,
    "end": 383.05,
    "text": "Mit ihr hatte er damals fünf Kinder."
  },
  {
    "start": 383.67,
    "end": 390.23,
    "text": "Weil Friedrich allerdings bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, kann er nichts mit dem Verschwinden von Mariao zu tun haben."
  },
  {
    "start": 390.85,
    "end": 397.93,
    "text": "An seine Stelle tritt später Artur B. Auch das zeigt, wie unübersichtlich die Familienverhältnisse sind, sagt Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 398.27,
    "end": 410.87,
    "text": "Es ist, wie gesagt, eine weitverzweigte Großfamilie, wo vor dem Artur, glaube ich, seine Mutter, die Josefa, so als klaren Chef fungiert hat."
  },
  {
    "start": 411.59,
    "end": 414.79,
    "text": "Es mussten alle tun, was sie sagt."
  },
  {
    "start": 414.95,
    "end": 425.19,
    "text": "Und die Kinder haben dann diese Frau sogar als Hitler bezeichnet, in ihrer Art, wie sie mit den Kindern umgegangen ist."
  },
  {
    "start": 425.91,
    "end": 438.09,
    "text": "Und der Arthur ist so voll und ganz in ihre Fußstapfen getreten und hat sich also alles an Rausamkeiten erlaubt, was man sich so vorstellen kann."
  },
  {
    "start": 439.61,
    "end": 452.79,
    "text": "Mir ist damals aufgefallen, dass die Staatsanwältin ganz zu Beginn des Prozesses gesagt hat, dass die angeklagten Delikte eigentlich nur die Spitze eines Eisberges sind."
  },
  {
    "start": 453.83,
    "end": 457.85,
    "text": "Damit war klar, also da muss noch ganze Menge dahinter sein."
  },
  {
    "start": 458.35,
    "end": 460.19,
    "text": "Da sprechen wir gleich noch ausführlicher drüber."
  },
  {
    "start": 460.43,
    "end": 464.13,
    "text": "Über die Grausamkeit des Arthur B. gibt es nämlich einige Geschichten."
  },
  {
    "start": 464.67,
    "end": 467.97,
    "text": "Die meisten davon sind übrigens nie zur Anzeige gebracht worden."
  },
  {
    "start": 468.77,
    "end": 478.93,
    "text": "Der Prozess, über den Ilse Probster gerade gesprochen hat, ist der besagte Missbrauchsprozess gegen Arthur B. Außerdem spielt eine Tante von Andreas G. in diesem Fall noch eine Rolle."
  },
  {
    "start": 479.45,
    "end": 485.19,
    "text": "Diese Tante Mitzi ist für Andreas eine der wenigen Verwandten, die ihm wirklich was bedeuten, hat er mir gesagt."
  },
  {
    "start": 485.81,
    "end": 491.67,
    "text": "Und natürlich steht auch diese Tante Mitzi in den Aufzeichnungen von Gerichtsreporterin Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 492.03,
    "end": 501.07,
    "text": "Die Tante Mitzi war auch eine Tochter von der Stefanie, damit also die Schwester von der Apollonia."
  },
  {
    "start": 501.63,
    "end": 509.77,
    "text": "Heißt also, der Vater von Andreas und Sandra ist auch ein Sohn der Stefanie und damit auch ein Bruder von Apollonia und Mitzi."
  },
  {
    "start": 510.35,
    "end": 517.11,
    "text": "Dementsprechend ist Apollonia, die ja mit Arthur Bailey erte ist, auch eine Tante von Andreas und Sandra."
  },
  {
    "start": 517.77,
    "end": 519.85,
    "text": "Das nun mal so der Vollständigkeit halber."
  },
  {
    "start": 520.03,
    "end": 524.19,
    "text": "Ich hab's mir tatsächlich auch aufmalen müssen, sonst hätte ich's wahrscheinlich nicht verstanden."
  },
  {
    "start": 525.09,
    "end": 529.93,
    "text": "Sandra erinnert sich jedenfalls noch sehr genau an ihre erste Begegnung mit Maria O."
  },
  {
    "start": 530.31,
    "end": 536.09,
    "text": "Ich habe die Maria O persönlich am Tag meiner Firmung gesehen."
  },
  {
    "start": 537.45,
    "end": 541.45,
    "text": "Wir sind nach der Firmung, das war irgendwo in Maria Zell."
  },
  {
    "start": 542.91,
    "end": 548.35,
    "text": "Da ist der Artur mit Maria und mit seinem Bruder, den Stefan."
  },
  {
    "start": 549.61,
    "end": 555.69,
    "text": "Da war ein Bach und ein Zelt aufgeschlagen, also die dürften dort gezeltet haben."
  },
  {
    "start": 556.97,
    "end": 565.21,
    "text": "Ich sehe heute noch, wie die Maria O. am Feuer ein Fläschchen gemacht hat für den Arthur, für den Sohn."
  },
  {
    "start": 566.45,
    "end": 567.63,
    "text": "Schätz und motiv."
  },
  {
    "start": 568.31,
    "end": 570.83,
    "text": "Arthur war noch ein ganz kleines Baby."
  },
  {
    "start": 571.85,
    "end": 575.93,
    "text": "Ich weiß noch ganz weiß angezogen."
  },
  {
    "start": 577.81,
    "end": 583.01,
    "text": "Und ... Ich habe ihn auch gehalten, wie das so bei jugendlichen Mädels ist."
  },
  {
    "start": 584.35,
    "end": 589.05,
    "text": "Wie gesagt, da habe ich dem Rehao das erste Mal in Natur gesehen."
  },
  {
    "start": 589.61,
    "end": 593.39,
    "text": "Das muss also irgendwann im Jahr nineteenhundert und achtzig gewesen sein."
  },
  {
    "start": 593.71,
    "end": 598.81,
    "text": "Viele Jahre später gibt es da noch eine zweite Situation an, die sich Sandra P. sehr lebhafte erinnert."
  },
  {
    "start": 599.13,
    "end": 599.33,
    "text": "Was"
  },
  {
    "start": 599.43,
    "end": 606.33,
    "text": "mich da auch sehr traurig gemacht hat, da war ich einmal irgendwo in Hubertentorf oben beim Ahtur."
  },
  {
    "start": 607.93,
    "end": 611.79,
    "text": "Und da war auch der Arthur dort, schon im Erwachsenen sein."
  },
  {
    "start": 613.19,
    "end": 615.93,
    "text": "Die Apollonia war da schon verstorben."
  },
  {
    "start": 616.59,
    "end": 618.97,
    "text": "Und Arthur kam mir irgendwie nachdenklich froh."
  },
  {
    "start": 620.39,
    "end": 632.81,
    "text": "Und ich habe ihn angesprochen wegen seiner Mutter, wegen der Maria O. Und da hat Arthur zu mir gesagt, er hat schon alles Mögliche probiert über die Caritas und das rote Kreuz."
  },
  {
    "start": 634.33,
    "end": 645.03,
    "text": "Und natürlich hat der Arthur gleich mitgemischt, wie aus der Pistole geschossen, die ist abgehoben nach Kanada zu ihrem Bruder."
  },
  {
    "start": 645.41,
    "end": 652.57,
    "text": "Dass diese Geschichte so nicht stimmen kann und mittlerweile ja auch schon von der Polizei ausgeschlossen worden ist, das haben wir beim letzten Mal ja schon geklärt."
  },
  {
    "start": 653.11,
    "end": 659.73,
    "text": "Aber nochmal zurück zur Großfamilie B. In dieser Familie werden Sandra P. und Andreas G. groß."
  },
  {
    "start": 660.07,
    "end": 666.85,
    "text": "Nicht unmittelbar im Zentrum des Clans, aber zumindest so, dass sie immer wieder mitbekommen, was für Strukturen es hier gibt."
  },
  {
    "start": 667.47,
    "end": 671.15,
    "text": "Und von daher kennt Andreas A. Tour B. auch schon von klein auf."
  },
  {
    "start": 671.59,
    "end": 674.11,
    "text": "Ich kenne Nato, da war er kein Dano."
  },
  {
    "start": 674.71,
    "end": 679.75,
    "text": "Ich bin in einem Heim aufgewachsen, aber war nicht auf Ferien gehabt oder was, weil ich raus war, da habe ich Nato schon gesehen."
  },
  {
    "start": 679.95,
    "end": 684.05,
    "text": "Wenn er also nicht im Heim ist, ist Andreas damals bei seiner Großmutter Stefanie."
  },
  {
    "start": 684.47,
    "end": 689.69,
    "text": "Deren Tochter Apollonia ist erst mit Friedrich verheiratet, der ist gleichzeitig ihr Cousin."
  },
  {
    "start": 690.21,
    "end": 697.93,
    "text": "Er stirbt allerdings noch vor dem Verschwinden von Maria O. und Friedrichs Bruder Arthur B. nimmt seinen Platz an Apollonia Seite ein."
  },
  {
    "start": 698.71,
    "end": 706.09,
    "text": "In dieser Großfamilie, die eben immer wieder als klaren bezeichnet wird, ist Gewalt quasi an der Tagesordnung, sagt Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 706.61,
    "end": 711.67,
    "text": "Das sei schon so gewesen, als Atubes Mutter Josefa noch Klangchefin war, sagt sie."
  },
  {
    "start": 711.99,
    "end": 716.53,
    "text": "Die Josefa war selbst nicht so zart besetzt."
  },
  {
    "start": 717.51,
    "end": 723.39,
    "text": "In der Familie gab es jede Menge auch kriminelle Vorfälle."
  },
  {
    "start": 724.39,
    "end": 731.61,
    "text": "Es gab sehr viele körperliche Auseinandersetzungen, massive körperliche Auseinandersetzungen."
  },
  {
    "start": 732.89,
    "end": 745.71,
    "text": "Die Brüder zum Beispiel haben sich auch aus Mutprobe gegenseitig die Pulsadern aufgeschnitten und da ist halt das Blut geflossen."
  },
  {
    "start": 746.67,
    "end": 758.21,
    "text": "Ein Bruder wurde ja mal mit einer Schutzwaffe getroffen, abgesehen von dem was die Kinder und Frauen so an täglichen Gewalt."
  },
  {
    "start": 761.21,
    "end": 769.03,
    "text": "Und als Arthur B. dann Oberhaupt dieser Großfamilie wird, nimmt die Eskalation der Gewalt gegen Kinder und Frauen offensichtlich noch weiter zu."
  },
  {
    "start": 769.73,
    "end": 774.43,
    "text": "Das erzählen mir jedenfalls viele Menschen, mit denen ich im Laufe meiner Recherche gesprochen habe."
  },
  {
    "start": 775.11,
    "end": 778.63,
    "text": "Ich würde sagen, die Josefer war ursprünglich die klaren Schäfin."
  },
  {
    "start": 779.25,
    "end": 789.03,
    "text": "Und die hat dann, ob ein gewisser Alter, die Leitung der Großfamilie an ihren Sohn Arthur, übergeben."
  },
  {
    "start": 789.57,
    "end": 796.87,
    "text": "Es hat sich herausgestellt, dass der Artur nicht nur an sich ein brutales Monster war."
  },
  {
    "start": 798.05,
    "end": 811.69,
    "text": "Das hat schon bei seinen Haustürn begonnen, seine Hunde hießen sattern, alle auf Schaf abgerichtet und wenn sie ihm zu schaf wurden, dann hat er sie erschlagen."
  },
  {
    "start": 812.17,
    "end": 822.07,
    "text": "Das hat er angeblich nicht nur bei Hunden gemacht, sondern auch andere Tiere, aber er ist auch entsprechend brutal gegen Menschen vorgegangen."
  },
  {
    "start": 822.59,
    "end": 825.09,
    "text": "Im Speziellen wie gesagt gegen Frauen und Kinder."
  },
  {
    "start": 826.25,
    "end": 829.85,
    "text": "Vor einem Innern sowieso, da hat er dann Fersengeld gegeben."
  },
  {
    "start": 830.19,
    "end": 833.53,
    "text": "Andreas G. kann dazu auch einige Schauergeschichten erzählen."
  },
  {
    "start": 834.05,
    "end": 838.87,
    "text": "Vieles davon ist allerdings so finster, dass ich hier wirklich nicht ins Detail gehen will."
  },
  {
    "start": 839.49,
    "end": 844.15,
    "text": "Er bezeichnet Arthur Beder her auch immer wieder als eine unmenschliche Kreatur."
  },
  {
    "start": 844.53,
    "end": 850.51,
    "text": "Mittlerweile gibt es Aussagen sogar von einer Hebamme nur das Bild vom Auto ein bisschen herauszuheben."
  },
  {
    "start": 851.07,
    "end": 857.65,
    "text": "Bis in den Wehen gelegen ist vom Auto Junio, ist sie sogar im Wochenbett misshandelt worden feiern."
  },
  {
    "start": 859.51,
    "end": 862.71,
    "text": "Man hat auch ständig gehört, dass er es mithandelt."
  },
  {
    "start": 862.93,
    "end": 868.53,
    "text": "Er hat auch später noch Frauen und Kinder mithandelt, die so zu ärgern durchs Leben durchzogen."
  },
  {
    "start": 869.55,
    "end": 875.91,
    "text": "Aber da kann man dann auch noch sehr rechtskräftig verwurteilt werden wegen einem schweren sexuellen Missbrauch an Kindern."
  },
  {
    "start": 875.97,
    "end": 880.73,
    "text": "Aber das hat jetzt mit der Maria O. nicht zu tun, aber noch fürs Bild einmal."
  },
  {
    "start": 881.01,
    "end": 882.85,
    "text": "Das muss man sich wirklich mal vorstellen."
  },
  {
    "start": 883.01,
    "end": 893.81,
    "text": "Maria O. liegt Anfang in den Wien und ist kurz davor ihr erstes Kind zu bekommen und Arthur B. mishandelt sie offensichtlich vor den Augen ihrer Hebamme."
  },
  {
    "start": 894.41,
    "end": 909.91,
    "text": "Maria O. erträgt diese Demütigung trotzdem und bleibt zumindest vorerst bei Arthur B. Warum die Zweiundzwanzigjährige nicht spätestens hier schon das Weite sucht, dafür hat Ilse Probst eine relativ einfache, aber doch ziemlich einleuchtende Erklärung."
  },
  {
    "start": 910.21,
    "end": 920.77,
    "text": "meiner Meinung nach war die Maria eine Nachzüglerin in der Familie und ist dann irgendwie so auch alleine übrig geblieben."
  },
  {
    "start": 920.95,
    "end": 921.99,
    "text": "Die Geschwister waren"
  },
  {
    "start": 922.47,
    "end": 922.71,
    "text": "weg,"
  },
  {
    "start": 923.93,
    "end": 931.27,
    "text": "die Eltern sind verstorben und ich glaube, dass sie einfach für den Arthur eine leichte Beute war."
  },
  {
    "start": 931.81,
    "end": 934.17,
    "text": "Da hat er sie umgarnt, hat er ihr was geschenkt."
  },
  {
    "start": 934.31,
    "end": 935.01,
    "text": "Ich weiß es nicht."
  },
  {
    "start": 935.39,
    "end": 939.01,
    "text": "Jedenfalls hat er sich halt mit ihm eingelassen."
  },
  {
    "start": 939.81,
    "end": 944.03,
    "text": "Wie freiwillig, weiß ich nicht, aber jedenfalls hat er sich mit ihm eingelassen."
  },
  {
    "start": 944.89,
    "end": 952.79,
    "text": "Und er hat dann sofort seine Art, mit Frauen umzugehen, auch bei ihr angewandt."
  },
  {
    "start": 953.27,
    "end": 955.75,
    "text": "Das heißt Schläge, Drohungen."
  },
  {
    "start": 956.49,
    "end": 969.31,
    "text": "Und wenn jemand eine Frau, die in den Wehen liegt, noch an den Hahn reißt und schlägt, sagte sie schon sehr viel und die Maria hat sich sicher sehr vor ihm gefürchtet."
  },
  {
    "start": 970.13,
    "end": 990.23,
    "text": "Es gab da eine Szene, da war der Streit um den Sohn bereits in vollem Gang und da hat sie der Artur besucht, möchte ich aber unter Anführungszeichen setzen und ist dort ziemlich brutal gegen sie vorgegangen."
  },
  {
    "start": 990.73,
    "end": 993.21,
    "text": "Sie hat die Polizei verständigt."
  },
  {
    "start": 993.81,
    "end": 1000.91,
    "text": "In der Hoffnung, die Polizei kommt bald, hat sich irgendwer da zu eingesperrt oder so in der Küche."
  },
  {
    "start": 1001.65,
    "end": 1005.99,
    "text": "Und er ist dann gegangen mit Wüstendrohungen."
  },
  {
    "start": 1006.57,
    "end": 1007.99,
    "text": "Nur die Polizei kam nie."
  },
  {
    "start": 1008.53,
    "end": 1012.99,
    "text": "Später hat dann geheißen, sie haben noch einen anderen Fall gehabt."
  },
  {
    "start": 1013.43,
    "end": 1017.87,
    "text": "Diese Geschichte erzählt sie offenbar mehreren Menschen, aber es passiert einfach nichts."
  },
  {
    "start": 1018.45,
    "end": 1021.53,
    "text": "Niemand hilft Maria O. in dieser fürchterlichen Situation."
  },
  {
    "start": 1022.13,
    "end": 1029.829,
    "text": "Die Eltern sind tot, zwei der drei Geschwister leben im Ausland und der einzige Bruder, der noch in Österreich lebt, zudem hat sie keinen Kontakt."
  },
  {
    "start": 1030.27,
    "end": 1036.949,
    "text": "Die Polizei greift nicht ein und die Verwandten von Arthur B. schauen offensichtlich einfach weg und unternehmen nichts."
  },
  {
    "start": 1037.869,
    "end": 1043.069,
    "text": "Und so dauert es dann eben auch relativ lang bis Maria O. sich von Artur B. trennt."
  },
  {
    "start": 1043.79,
    "end": 1047.25,
    "text": "Vorher erträgt sie seine Misshandlungen und Demütigungen irgendwie."
  },
  {
    "start": 1047.949,
    "end": 1057.409,
    "text": "Denn Maria O., die Anfang nineteenunachtachzig ihren Sohn Artur Junior zur Welt gebracht hat, ist nicht die einzige Frau, mit der Artur B. liiert ist."
  },
  {
    "start": 1057.709,
    "end": 1061.49,
    "text": "Die Apollonia war ja die ursprüngliche Frau seines Bruders."
  },
  {
    "start": 1062.07,
    "end": 1063.11,
    "text": "Der ist verunglückt."
  },
  {
    "start": 1064.129,
    "end": 1073.709,
    "text": "Und ... In dem Haus, wo die Apollonia da mit den Kindern gelebt hat, da ist der Arthur zunächst, glaube ich, nur so sporadisch hingefahren."
  },
  {
    "start": 1074.709,
    "end": 1082.01,
    "text": "Ja, und dann war er eben mit Maria liert, die dann eben auch schwanger wurde und so weiter."
  },
  {
    "start": 1082.75,
    "end": 1094.909,
    "text": "Und wenn er dann zur Apollonia gefahren ist oder dort wieder mal gewohnt hat, musste die Maria in einem Zelt im Garten wohnen."
  },
  {
    "start": 1095.31,
    "end": 1096.689,
    "text": "Das wussten alle."
  },
  {
    "start": 1097.189,
    "end": 1100.929,
    "text": "Also das war bekannt in der Familie."
  },
  {
    "start": 1101.25,
    "end": 1105.649,
    "text": "Die fünf Kinder von der Apollonia haben das sowieso gewusst."
  },
  {
    "start": 1106.55,
    "end": 1110.75,
    "text": "Natürlich auch die Nachbarn und eben auch die Angehörigen."
  },
  {
    "start": 1111.169,
    "end": 1117.909,
    "text": "Und er hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er da sozusagen doppelgeizig fährt."
  },
  {
    "start": 1118.35,
    "end": 1121.469,
    "text": "Diese Geschichte erzählen auch Andreas G. und Sandra Peh."
  },
  {
    "start": 1122.09,
    "end": 1129.01,
    "text": "Sie sprechen davon, dass Maria O. dem nicht mal einjährigen Arthur Junior selbst das Fläschchen im Zelt machen musste."
  },
  {
    "start": 1129.83,
    "end": 1141.53,
    "text": "Was das mit einer zwanzigjährigen Frau macht, die ohnehin sozial extremst isoliert ist und die keine richtige Bezugsperson hat, das können sich wahrscheinlich nur die allerwenigsten von uns vorstellen."
  },
  {
    "start": 1142.209,
    "end": 1146.209,
    "text": "Irgendwann bekommt das Jugendamter beoffensichtlich doch Wind von der Sache."
  },
  {
    "start": 1146.77,
    "end": 1163.709,
    "text": "Aber statt Maria O. und ihrem Sohn zu helfen, sie aus dieser katastrophalen Situation zu holen, sie zu betreuen und ja einen Platz in einer Mutter-Kind-Einrichtung zu besorgen, nimmt das Jugendamt Maria O. den kleinen Artur einfach weg und bringt ihn in einer Pflegefamilie unter."
  },
  {
    "start": 1164.689,
    "end": 1170.77,
    "text": "Auch die Kinder, die mit Apollonia unter Artur B im Haus leben dürfen, werden vom Jugendamt in Oprud genommen."
  },
  {
    "start": 1171.33,
    "end": 1176.709,
    "text": "Sie dürfen allerdings kurze Zeit später wieder in die Familie, erzählt Gerichtsreporterin Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 1176.969,
    "end": 1184.99,
    "text": "Also, man hat jedenfalls die Kinder der Apollonia und den kleinen Artur zunächst einmal abgenommen."
  },
  {
    "start": 1185.629,
    "end": 1200.53,
    "text": "Und den Artur hat man dann zu Pflegeeltern gegeben, wo ... die aber dann auch ziemlich bald verzweifelt waren, weil der Arthur sie angeblich massiv bedroht haben soll."
  },
  {
    "start": 1201.189,
    "end": 1205.55,
    "text": "Diese Pflegeeltern, die haben wir auch bei der Polizei ausgesagt."
  },
  {
    "start": 1206.11,
    "end": 1209.83,
    "text": "Konsequenzen für Arthur B. hat aber auch offensichtlich das nicht."
  },
  {
    "start": 1210.57,
    "end": 1216.99,
    "text": "Für Maria O. scheint das Eingreifen des Jugendamts aber den Leidensdruck ins absolut unermessliche zu steigern."
  },
  {
    "start": 1217.51,
    "end": 1221.709,
    "text": "Dass man ihr den kleinen Sohn wegnimmt, das scheint bei ihr etwas ausgelöst zu haben."
  },
  {
    "start": 1222.35,
    "end": 1225.75,
    "text": "So bewerten es jedenfalls viele Menschen, mit denen ich gesprochen habe."
  },
  {
    "start": 1226.409,
    "end": 1232.669,
    "text": "Maria O. trennt sich daraufhin jedenfalls von Arthur B. Sie sucht sich eine kleine Wohnung und findet einen neuen Job."
  },
  {
    "start": 1233.29,
    "end": 1239.949,
    "text": "Sie will dem Jugendamt damit offensichtlich zeigen, dass sie durchaus in der Lage ist, ein geregeltes Leben zu führen."
  },
  {
    "start": 1240.11,
    "end": 1244.389,
    "text": "auf eigenen Beinen zu stehen und sich gut um den kleinen Artur-Unior zu kümmern."
  },
  {
    "start": 1245.429,
    "end": 1251.49,
    "text": "Nach der Trennung geht sie sogar noch einen Schritt weiter und beantragt das alleinige Sorgerecht, erzählt Andreas G."
  },
  {
    "start": 1252.09,
    "end": 1262.149,
    "text": "In dem Zeitpunkt war ein Rechtsstreit zwischen Artur und der Maria O. Wer das Sorgerecht kriegt, wie das kein Kind was miteinander gekauft haben."
  },
  {
    "start": 1262.75,
    "end": 1267.669,
    "text": "Der Artur-Unior hat zudem Zeitpunkt bei Pflegeeltern."
  },
  {
    "start": 1268.189,
    "end": 1271.669,
    "text": "klippt im Nährstaub, das ist ungefähr zehn Kilometer vom Stitten weg."
  },
  {
    "start": 1272.53,
    "end": 1272.81,
    "text": "Und"
  },
  {
    "start": 1273.649,
    "end": 1281.77,
    "text": "sie hat im Dezember eine Anhörung gehabt auf der BH wegen dem Sorgerecht."
  },
  {
    "start": 1282.169,
    "end": 1293.83,
    "text": "Und sie hat relativ gute Chancen gehabt, was man so nach außen geliesen oder nachgekehrt hat, weil sie hat bei einer alten Frau klippt in der Friedenstrasse in einem Stitten und hat einen Job."
  },
  {
    "start": 1294.29,
    "end": 1299.709,
    "text": "Angeboten gekriegt vom Krankenhaus am Städten in der Küche zum Helfen, als Küchenhilfe."
  },
  {
    "start": 1300.37,
    "end": 1308.03,
    "text": "Und im März, wo er die Verhandlung angesetzt hat, wird es sorggerecht gekriegt und das wird dem Maria auch nicht mehr erschienen."
  },
  {
    "start": 1308.429,
    "end": 1312.49,
    "text": "Erst hier fällt auf, dass die zwanzigjährige offenbar verschwunden ist."
  },
  {
    "start": 1313.07,
    "end": 1321.57,
    "text": "Warum ihrem neuen Arbeitgeber das nicht aufgefallen ist und warum auch hier niemand eine vermissten Anzeige aufgegeben hat, das lässt sich heute nicht mehr klären."
  },
  {
    "start": 1322.189,
    "end": 1326.29,
    "text": "Möglicherweise waren die Gespräche über einen neuen Job aber auch einfach noch nicht beendet."
  },
  {
    "start": 1326.55,
    "end": 1328.85,
    "text": "Aber das ist reine Spekulation."
  },
  {
    "start": 1329.59,
    "end": 1335.99,
    "text": "Fakt ist, dass Maria O. im März, bei der Verhandlung über das Sorgerechten nicht erscheint."
  },
  {
    "start": 1336.649,
    "end": 1341.449,
    "text": "Auf Nachfrage verbreitet der Vater des kleinen Kinds Arthur B. die Kanada-Geschichte."
  },
  {
    "start": 1342.05,
    "end": 1347.709,
    "text": "Maria O. sei nach Kanada zu ihrem Bruder ausgewandert und habe ihr Kind einfach zurückgelassen, sagt er."
  },
  {
    "start": 1348.409,
    "end": 1355.73,
    "text": "Dass das so nicht stimmt, ist ja mittlerweile bewiesen, aber das wäre auch damals schon höchst unwahrscheinlich gewesen, betont Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 1356.05,
    "end": 1359.23,
    "text": "Sie hat natürlich panische Angst vor ihm gehabt."
  },
  {
    "start": 1360.37,
    "end": 1364.409,
    "text": "Und gleichzeitig wollte sie, glaube ich, um jeden Preis ihr Kind."
  },
  {
    "start": 1364.969,
    "end": 1373.37,
    "text": "Und daher auch schwer nachvollziehbar, dass sie das Kind bei ihm zurücklässt."
  },
  {
    "start": 1373.909,
    "end": 1375.11,
    "text": "Weil sie kannte ihn ja."
  },
  {
    "start": 1375.629,
    "end": 1380.77,
    "text": "Sie hat ja gesehen, was er mit Frauen, vor allem auch mit Kindern, aufgeführt hat."
  },
  {
    "start": 1381.149,
    "end": 1387.77,
    "text": "Innerhalb dieses Familienklans ist das Verschwinden von Maria Oh, aber zumindest nach außen hin kein Thema, sagt Andreas G."
  },
  {
    "start": 1388.389,
    "end": 1392.689,
    "text": "Bei uns in der Familie waren immer zwei Szenen."
  },
  {
    "start": 1393.59,
    "end": 1397.449,
    "text": "Teilweise war es schon komisch, dass der Fahre mal verschwindet."
  },
  {
    "start": 1397.949,
    "end": 1401.83,
    "text": "Den Buben zurücklöst, zuerst kämpft sie dann an den Buben, dann lässt sie einfach zurück."
  },
  {
    "start": 1402.37,
    "end": 1411.389,
    "text": "Aber in dem Sinn war es auch wieder komisch, weil es ist nie wieder gekommen, dass ihre Eltern nicht mehr geblieben haben, das hat er von uns so in dem Sinn keiner gewusst."
  },
  {
    "start": 1411.449,
    "end": 1413.669,
    "text": "Aber es hat nie wieder nachgefragt, wo die Maria ist."
  },
  {
    "start": 1414.29,
    "end": 1415.99,
    "text": "Weder Behörde, weder Polizei."
  },
  {
    "start": 1416.669,
    "end": 1417.53,
    "text": "Es hat niemand gefragt."
  },
  {
    "start": 1418.169,
    "end": 1423.01,
    "text": "Jetzt haben wir ein großer Schad, die glauben gehabt, okay, Angst vielleicht ist O.K."
  },
  {
    "start": 1423.25,
    "end": 1423.79,
    "text": "zu ihrem Bruder."
  },
  {
    "start": 1424.669,
    "end": 1425.09,
    "text": "Kann sein."
  },
  {
    "start": 1425.37,
    "end": 1430.669,
    "text": "Aber in dem Sinn hat sie noch außer geschnitten, die ist da nie drüben gewesen, nie."
  },
  {
    "start": 1431.49,
    "end": 1439.949,
    "text": "Weil, was die polizeilichen Ermittlungen gegeben haben, es ist sogar in der Gölmkanto gewesen und das verheiratet auf morgen verschwanden gewesen."
  },
  {
    "start": 1440.35,
    "end": 1443.29,
    "text": "Aber da stellt sich natürlich eine Frage ganz besonders."
  },
  {
    "start": 1443.59,
    "end": 1445.03,
    "text": "Warum hat da niemand gefragt?"
  },
  {
    "start": 1445.649,
    "end": 1465.129,
    "text": "Und es war mir so ein Denk, das hat aber ihr Schwester bestätigt in Deutschland, das habe ich selber gesehen in unserem Fernsehasschnitt, weil die Marielle O. hat ihrer Schwester zwischen Dezember und, weiß ich nicht, Februar, hat sie einen Brief geschrieben nach Deutschland, sie soll ihr ein Schänskleid schicken."
  },
  {
    "start": 1465.449,
    "end": 1467.909,
    "text": "Das hat die Schwester sogar bestätigt nach der langen Zeit noch."
  },
  {
    "start": 1468.79,
    "end": 1472.27,
    "text": "Und ihr Schwester hat ihr ein Schänskleid geschickt, weil sie braucht ein Schänskleid."
  },
  {
    "start": 1472.889,
    "end": 1475.949,
    "text": "Und mir vermuten alle, dass die Schäne gleich für die Verhandlung gebraucht hat."
  },
  {
    "start": 1476.33,
    "end": 1482.85,
    "text": "Und die Schwester, das kann ich auch noch jetzt wiederholen, weil sie da gehört hat bei der Nachschnitt, hat gesagt, sie hat das Karel geschickt."
  },
  {
    "start": 1483.689,
    "end": 1486.05,
    "text": "Sie hat das nicht mehr zurückgekriegt, wie es ausgemacht wurde."
  },
  {
    "start": 1486.61,
    "end": 1488.709,
    "text": "Und die Maria hat sie nie mehr gemeldet."
  },
  {
    "start": 1489.05,
    "end": 1493.209,
    "text": "Und sie, ihre Schwester, hat glaubt, dass sie mit dem Untergegangen ist irgendwo."
  },
  {
    "start": 1493.73,
    "end": 1496.23,
    "text": "Und da waren halt immer die Zweifel."
  },
  {
    "start": 1496.37,
    "end": 1499.61,
    "text": "Amesu, Amesu, wie mein Oma gesagt hat, er hat die auch da umgebracht."
  },
  {
    "start": 1500.27,
    "end": 1502.33,
    "text": "Dann haben sie aber gedacht, warum fragt da keiner noch?"
  },
  {
    "start": 1502.649,
    "end": 1506.01,
    "text": "Aber mittlerweile wissen wir ja, dass das gar nicht sein hat keiner."
  },
  {
    "start": 1506.53,
    "end": 1508.33,
    "text": "Weil ihre Eltern haben nicht mehr gelebt."
  },
  {
    "start": 1508.709,
    "end": 1511.07,
    "text": "Die Brüder waren verstraht in dem ganzen Welt."
  },
  {
    "start": 1511.59,
    "end": 1512.79,
    "text": "Also wer hat danach gefragt?"
  },
  {
    "start": 1513.189,
    "end": 1514.87,
    "text": "Das Schweineglick hat auch gehabt, sonst gar nix."
  },
  {
    "start": 1515.31,
    "end": 1544.05,
    "text": "Diese Geschichte, dass ihre Schwester ihr ein Kleid geschickt hat und danach nie wieder irgendwas von Maria O. gehört hat, kommt aus einer ORF-Dokumentation aus dem Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im."
  },
  {
    "start": 1544.27,
    "end": 1547.909,
    "text": "Arthurs Bruder Stefan, so berichten es Andreas und Sandra."
  },
  {
    "start": 1548.61,
    "end": 1552.83,
    "text": "Arthurs Bruder Stefan kommt in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Rolle zu."
  },
  {
    "start": 1553.25,
    "end": 1561.31,
    "text": "Die Sorgerecht hat gekriegt vom Arthur der Bruder und der hat sogar zwei oder drei Jahre später den"
  },
  {
    "start": 1562.189,
    "end": 1562.51,
    "text": "Buben"
  },
  {
    "start": 1562.99,
    "end": 1563.59,
    "text": "adoptiert."
  },
  {
    "start": 1564.209,
    "end": 1570.429,
    "text": "Wo sie aber jetzt herausgestellt hat, eine Einwilligung von der Mutter, die haben wieder die Mutter gefragt oder gesucht."
  },
  {
    "start": 1570.99,
    "end": 1572.35,
    "text": "Da hat keiner mehr nachgefragt."
  },
  {
    "start": 1572.629,
    "end": 1583.25,
    "text": "Auch das ist aus heutiger Sicht natürlich ein ganz ganz schwerer Fehler der Behörden, weil spätestens hier hätte auffallen müssen, dass Maria O eben nicht in Kanada bei ihrem Bruder ist."
  },
  {
    "start": 1583.909,
    "end": 1597.01,
    "text": "Natürlich war die Polizei damals Anfang der achtziger noch nicht so gut vernetzt wie heute, aber ich unterstelle einfach mal, dass es durchaus möglich gewesen wäre, Marias Bruder in Kanada ausfindig zu machen und mit ihm zu sprechen."
  },
  {
    "start": 1597.649,
    "end": 1604.449,
    "text": "und wenn es eben über eine Amtshilfeanfrage der zuständigen Polizei in Amstetten an die Polizei in Kanada gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 1605.469,
    "end": 1620.59,
    "text": "Während die Polizei aber nichts in diese Richtung übernimmt, dass Jugendamt nichts gegen eine Adoption einzuwenden hat und die zuständige Behörde ohne Zustimmung der Mutter grünes Licht für eine Adoption gibt, machen erste Gerüchte in der Großfamilie B. die Runde."
  },
  {
    "start": 1621.25,
    "end": 1625.05,
    "text": "Offenbar wissen einzelne Personen doch mehr, als sie nach außen zugeben."
  },
  {
    "start": 1625.969,
    "end": 1631.03,
    "text": "Wenn diese Gerüchte stimmen, hat Arthur B. doch was mit dem Verschwinden von Maria O. zu tun."
  },
  {
    "start": 1631.81,
    "end": 1635.83,
    "text": "Andreas G. hört diese Gerüchte zum ersten Mal bei seiner Großmutter Stefanie."
  },
  {
    "start": 1636.389,
    "end": 1639.85,
    "text": "Wenn er allerdings nachfragt, stößt er auf eine Mauer des Schweigens."
  },
  {
    "start": 1641.709,
    "end": 1669.189,
    "text": "Er war zu dieser Zeit der Chef von der Krippo und er sagt, was er mit der Maria O. gemacht hat, dass er es in Vierschnitzern schlagen hat, in einem Morgk einbetaniert, ob er nachher auch noch immer so stark ist."
  },
  {
    "start": 1669.81,
    "end": 1683.189,
    "text": "Und da sind die ersten Gerüchte so aufgekommen, das kann praktisch eh gewinnt sein, dass er es, wie die Oma gesagt hat, im Vierschnitz schlagen und in einem Morgk beim Gartenzaum, einbetaniert hat."
  },
  {
    "start": 1683.689,
    "end": 1686.27,
    "text": "Das sind natürlich heftige Anschuldigungen."
  },
  {
    "start": 1686.79,
    "end": 1694.11,
    "text": "Andreas Oma Stefanie wirft ihrem neffen Arthur B vor, dass er Maria O. erschlagen und einbetoniert haben soll."
  },
  {
    "start": 1694.75,
    "end": 1696.11,
    "text": "Möglich wäre das."
  },
  {
    "start": 1696.689,
    "end": 1698.83,
    "text": "Wo Maria O. ist, weiß niemand."
  },
  {
    "start": 1699.09,
    "end": 1700.969,
    "text": "Arthur B. ist gelernter Maurer."
  },
  {
    "start": 1701.51,
    "end": 1707.31,
    "text": "Außerdem haben Arthur B. und einige seiner Brüder wohl schon Übung darin, etwas einzubetonieren."
  },
  {
    "start": 1707.949,
    "end": 1711.07,
    "text": "Meistens nach irgendwelchen krumm Dingern, die sie gedreht haben."
  },
  {
    "start": 1711.35,
    "end": 1730.449,
    "text": "Das jedenfalls sagt Andreas... Als er später im Jahr zwei tausend achtzehn erfährt, dass Maria O. nie nach ihrem Sohn Arthur Junior gesucht hat und dass sie auch nachweislich nie nach Kanada ausgewandert ist, erinnert sich Andreas an eine merkwürdige Situation im Winter neunzehnhunderteinundachtzig zweiundachtzig."
  },
  {
    "start": 1731.129,
    "end": 1737.649,
    "text": "Die habe ja in all den Jahren nach dem Verschwinden von Maria O. allerdings nicht mit dem Verschwinden in Verbindung gebracht."
  },
  {
    "start": 1738.35,
    "end": 1744.29,
    "text": "Jetzt aber, so sagt er, ist er sich absolut sicher, dass die damals Zweiundzwanzigjährige nicht mehr lebt."
  },
  {
    "start": 1744.889,
    "end": 1748.77,
    "text": "Und er ist sich auch sogar sicher, dass er weiß, wo sie vergraben sein könnte."
  },
  {
    "start": 1750.73,
    "end": 1758.149,
    "text": "Bevor wir uns gleich anschauen, warum Andreas G. sich da so sicher ist, schauen wir uns die wichtigsten Orte dieser Geschichte einfach mal kurz an."
  },
  {
    "start": 1758.77,
    "end": 1761.73,
    "text": "Gerichtsreporterin Ilse Probst fasst uns das zusammen."
  },
  {
    "start": 1762.09,
    "end": 1764.51,
    "text": "Im Wesentlichen geht es um zwei Orte."
  },
  {
    "start": 1765.61,
    "end": 1776.57,
    "text": "Das eine ist der Wohnort von der Apollonia und das war in Verschnitz, wo der Arthur immer wieder mal gewohnt hat."
  },
  {
    "start": 1777.49,
    "end": 1781.689,
    "text": "Und der zweite Ort, das ist dann Neumarkt."
  },
  {
    "start": 1782.889,
    "end": 1787.409,
    "text": "Das ist das Haus vom Bruder, vom Arthur, vom Stefan."
  },
  {
    "start": 1788.389,
    "end": 1791.449,
    "text": "Der dort mit seiner Mutter, der Josefa."
  },
  {
    "start": 1792.33,
    "end": 1796.889,
    "text": "und mit seiner eigenen Familie gewohnt hat."
  },
  {
    "start": 1797.389,
    "end": 1803.11,
    "text": "Die Marktgemeinde Ferschnitz liegt im Mostviertel in Niederösterreich und gehört noch zum Bezirk am Städten."
  },
  {
    "start": 1803.649,
    "end": 1806.889,
    "text": "Die Autobahn I liegt nur ein paar hundert Meter von hier entfernt."
  },
  {
    "start": 1807.49,
    "end": 1818.73,
    "text": "Die Marktgemeinde Neumarkt an der Ips ist ein bisschen größer als Ferschnitz, liegt nicht ganz auf halber Strecke zwischen Ferschnitz und Ips an der Donau und gehört zum Bezirk Melk."
  },
  {
    "start": 1819.35,
    "end": 1823.81,
    "text": "Zwischen den beiden mutmaßlichen Handlungsorten liegen keine zehn Kilometer."
  },
  {
    "start": 1824.37,
    "end": 1827.61,
    "text": "Die Fahrstrecke mit dem Auto wäre in etwa zwölf Kilometer lang."
  },
  {
    "start": 1828.429,
    "end": 1836.87,
    "text": "Die Gerüchte, die innerhalb des Familienklans die Runde machen, besagen, dass Arthur B. seine Ex-Freundin Maria O. in Fährschnitts im Streit erschlagen haben soll."
  },
  {
    "start": 1837.35,
    "end": 1840.11,
    "text": "Höchstwahrscheinlich irgendwann im Januar zweiundachtzig."
  },
  {
    "start": 1840.55,
    "end": 1846.429,
    "text": "Davon ist Andreas G. überzeugt und damit konfrontiert er Arthur B. auch, als der in Wien vor Gericht steht."
  },
  {
    "start": 1846.889,
    "end": 1854.149,
    "text": "Hab ich zu einem Herrn gesagt, das war das Einzige, wo wir noch mal kurz gereden haben."
  },
  {
    "start": 1854.27,
    "end": 1856.27,
    "text": "Ich ging an und hab zu einem Gang heraßen gesagt."
  },
  {
    "start": 1858.77,
    "end": 1860.77,
    "text": "Und da hat er zu mir gesagt, was hab ich dir da?"
  },
  {
    "start": 1861.209,
    "end": 1862.25,
    "text": "Sag ich mir ist gar nichts da."
  },
  {
    "start": 1862.889,
    "end": 1865.449,
    "text": "Aber die Kinder und was mit der Maria war."
  },
  {
    "start": 1865.59,
    "end": 1874.49,
    "text": "Ich hab gesagt, Arthur, sag ich dein Pech war, dass ich in der Zeit, wo sie es betaniert hab, dass ich da dazukammer bin in der Frau."
  },
  {
    "start": 1874.57,
    "end": 1883.59,
    "text": "Weil die Geschichte ist nämlich so, es war ausgemacht, dass man Auf einem Samstag, unten in einem Werk, die Gartenmauer betonieren."
  },
  {
    "start": 1884.149,
    "end": 1889.709,
    "text": "Und ich bin mit Artur, seinem Bruder, mit Helmut, in der Vorabekammer."
  },
  {
    "start": 1890.03,
    "end": 1891.53,
    "text": "Sie haben mich in der Vorabekammer ausgemacht."
  },
  {
    "start": 1892.31,
    "end": 1895.409,
    "text": "Und wie mir abekammer sind, war alles schon betoniert."
  },
  {
    "start": 1895.81,
    "end": 1898.77,
    "text": "Das muss ich an dieser Stelle vielleicht einfach mal kurz einordnen."
  },
  {
    "start": 1899.31,
    "end": 1908.83,
    "text": "Fakt ist, dass Stefan, also der Bruder von Artur B, im Winter, in Neumarkt, an der Ips gerade sein Haus gebaut hat."
  },
  {
    "start": 1909.51,
    "end": 1913.169,
    "text": "Unten ist Josefa, die Mutter der beiden Männer, eingezogen."
  },
  {
    "start": 1913.709,
    "end": 1915.929,
    "text": "Oben drüber wohnt Stefan mit seiner Familie."
  },
  {
    "start": 1916.31,
    "end": 1919.649,
    "text": "Die Außenanlagen sind zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht fertig."
  },
  {
    "start": 1920.469,
    "end": 1923.449,
    "text": "Die Situation, die Andreas hier beschreibt, ist folgende."
  },
  {
    "start": 1923.99,
    "end": 1933.29,
    "text": "Er sagt, er wollte an diesem besagten Samstag zusammen mit Artur B und dessen Brüdern Helmut und Stefan das Fundament für den Gartenzaun und die Mauer betonieren."
  },
  {
    "start": 1933.85,
    "end": 1936.629,
    "text": "Verabredet ist dafür demnach sieben Uhr morgens."
  },
  {
    "start": 1937.23,
    "end": 1941.889,
    "text": "Als er zusammen mit Helmut auf der Baustelle ankommt, ist die Grundfeste aber schon fertig."
  },
  {
    "start": 1942.51,
    "end": 1949.35,
    "text": "Händisch betoniert in einer Nacht- und Nibelaktion, und das, obwohl der Mischwagen für den Samstagmorgen bestellt ist."
  },
  {
    "start": 1949.57,
    "end": 1952.33,
    "text": "Da hat sich der Helmut Bruder zum Stiefeln gesagt."
  },
  {
    "start": 1952.37,
    "end": 1954.75,
    "text": "Der Stiefeln ist der, was das Hass baut."
  },
  {
    "start": 1955.01,
    "end": 1957.51,
    "text": "Ah, Bruder von Helmut."
  },
  {
    "start": 1958.149,
    "end": 1963.09,
    "text": "Und der Helmut hat zum Stiefeln gesagt, wo sie sind, leicht hier los."
  },
  {
    "start": 1963.23,
    "end": 1967.889,
    "text": "Und dann hat sich der Stiefeln darauf gesagt, das haben wir in der Nacht schon betoniert."
  },
  {
    "start": 1968.429,
    "end": 1970.909,
    "text": "Und dann hat der Helmut gesagt, wie er hat da in der Nacht betoniert."
  },
  {
    "start": 1972.189,
    "end": 1977.07,
    "text": "Ich, so praktisch eher der Stefan, der Arthur am Plaune, die Lebensgefährtin."
  },
  {
    "start": 1977.669,
    "end": 1981.25,
    "text": "Und der Helmut hat dann gesagt, was habt ihr da wieder draht in der Nacht?"
  },
  {
    "start": 1981.29,
    "end": 1982.75,
    "text": "Was habt ihr da wieder verschwenden lassen?"
  },
  {
    "start": 1982.79,
    "end": 1986.209,
    "text": "Da war aber für Maria Ohno keine mehr Gedanke."
  },
  {
    "start": 1986.75,
    "end": 1988.23,
    "text": "Weil verschwenden lassen haben sie immer was."
  },
  {
    "start": 1988.29,
    "end": 1990.23,
    "text": "Die haben ja von Rabenstellen gebt."
  },
  {
    "start": 1990.49,
    "end": 1991.889,
    "text": "Das ist ja kein Geheimnis."
  },
  {
    "start": 1992.51,
    "end": 2003.469,
    "text": "Über die Gründe, warum die besagte Stelle mitten in der Nacht betoniert werden musste und warum das nicht Zeit bis zum nächsten Morgen hatte, Auch da gibt's heftige Meinungsverschiedenheiten."
  },
  {
    "start": 2004.01,
    "end": 2009.99,
    "text": "Stefan liefert eine Begründung, die Helmut allerdings für absoluten Blödsinn hält, sagt Andreas G. Das"
  },
  {
    "start": 2029.73,
    "end": 2033.11,
    "text": "letzte Stickel Asse dann, das hat jeder mich schon gemacht in der Früh."
  },
  {
    "start": 2033.149,
    "end": 2035.689,
    "text": "Und in Helmut hat das jahrelang beschäftigt."
  },
  {
    "start": 2035.73,
    "end": 2041.909,
    "text": "Er hat in seinen Brüdern immer auch praktisch gestessen, geimpft, was ist da verschwanden in dieser Nacht."
  },
  {
    "start": 2042.23,
    "end": 2046.85,
    "text": "Mit Maria O. bringt das aber angeblich niemand der Außenstehenden in Verbindung."
  },
  {
    "start": 2047.37,
    "end": 2052.79,
    "text": "Ob das wirklich so ist oder ob das nur die offizielle Version ist, lässt sich heute natürlich nicht mehr sagen."
  },
  {
    "start": 2053.469,
    "end": 2069.969,
    "text": "Fakt ist aber, dass außenstehende diese Situation zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht mit dem Verschwinden von Maria O. in Verbindung bringen können, weil an diesem Samstag eben noch niemand weiß, dass die Zweiundzwanzigjährige bei der Sorgerechtsverhandlung im März zweiundachtzig nicht erscheinen wird."
  },
  {
    "start": 2070.909,
    "end": 2079.13,
    "text": "Warum im Nachhinein hier keiner Misstrauisch wird, als klar ist, dass Maria O. verschwunden ist, auch das ist nur schwer nachzuvollziehen."
  },
  {
    "start": 2079.79,
    "end": 2082.969,
    "text": "Aber das ist nicht die einzige offene Frage in diesem Zusammenhang."
  },
  {
    "start": 2083.37,
    "end": 2084.009,
    "text": "Warum"
  },
  {
    "start": 2085.029,
    "end": 2088.69,
    "text": "betaniere mitten in der Nacht ein Fundament,"
  },
  {
    "start": 2089.35,
    "end": 2089.409,
    "text": "wo"
  },
  {
    "start": 2090.35,
    "end": 2099.27,
    "text": "die zwei Brüder dabei sind und die Lebensgefährtin von Ahtur und die Lebensgefährtin, was tut die in der Nacht beim Betanieren dabei?"
  },
  {
    "start": 2099.95,
    "end": 2103.029,
    "text": "Die hat Kinder gehabt, eins davon aber schwer behindert."
  },
  {
    "start": 2103.509,
    "end": 2110.69,
    "text": "Die ganze Nacht alleine in einem kleinen Häusel, in den Nähe von einem Wald und tut da mithöpfen beim Betanieren in der Nacht."
  },
  {
    "start": 2111.089,
    "end": 2112.029,
    "text": "Man, das ist eine Geschichte."
  },
  {
    "start": 2112.41,
    "end": 2115.93,
    "text": "Es folgt sich mal, warum machen die zwei Bräder das mitten in der Nacht?"
  },
  {
    "start": 2116.45,
    "end": 2127.85,
    "text": "Und warum lasst die Lebensgefährten von den Armbrüdern die Kinder, Kleinkinder, die ganze Nacht allein, wo ein Schwerbehinder des Kindes dabei ist und ist bei den Betonieren dabei?"
  },
  {
    "start": 2128.049,
    "end": 2128.97,
    "text": "Was hat die da verloren?"
  },
  {
    "start": 2129.37,
    "end": 2132.77,
    "text": "Fragen, auf die es bis heute tatsächlich keine Antworten gibt."
  },
  {
    "start": 2133.35,
    "end": 2139.11,
    "text": "Offen ist bis heute auch, ob diese Situation überhaupt irgendwas mit dem Verschwinden von Mariao zu tun hat."
  },
  {
    "start": 2139.69,
    "end": 2141.99,
    "text": "Dieses Gerücht hält sich allerdings hartnäckig."
  },
  {
    "start": 2142.49,
    "end": 2148.31,
    "text": "Und die ehemalige Klangchefin Josefa befeuert dieses Gerücht immer wieder, sagt Ilse Probst."
  },
  {
    "start": 2148.61,
    "end": 2183.73,
    "text": "Josefa hat als Mutter vom Arthur dahingehend angebrankert, dass sie ihre Schwester ... und ihrer Nichte, also der Schwester Stefanie und der Dante Mitzi, anvertraut hat, dass ihr eigener Sohn, noch dazu der Lieblingssohn, die Maria in Ferschnitz erschlagen habe und dann mithilfe vom Stefan nach Neumarkt transportiert haben und eben dort einbetoniert hätten."
  },
  {
    "start": 2184.79,
    "end": 2195.39,
    "text": "Die Aussage kommt von der Josefa, also von der Mutter, das Verdächtigen und gerichtet eben an ihre Schwester"
  },
  {
    "start": 2196.15,
    "end": 2196.37,
    "text": "und"
  },
  {
    "start": 2196.87,
    "end": 2198.029,
    "text": "an die Tante Mitzi."
  },
  {
    "start": 2198.47,
    "end": 2203.81,
    "text": "Und von dieser Tante Mitzi bekommt Andreas G. die Geschichte dann später so auch nochmal bestätigt."
  },
  {
    "start": 2204.27,
    "end": 2206.83,
    "text": "Genau das sagt sie so auch bei der Polizei aus."
  },
  {
    "start": 2207.43,
    "end": 2212.85,
    "text": "Zu einem Ortstermin, bei dem sich die Polizei die Stelle genauer zeigen lässt, kommt es allerdings nicht."
  },
  {
    "start": 2213.45,
    "end": 2218.569,
    "text": "Tante Mitzi stirbt, ohne den Ermittlerinnen und Ermittlern den genauen Ort gezeigt zu haben."
  },
  {
    "start": 2219.21,
    "end": 2222.049,
    "text": "Was bleibt, sind also dunkle Erzählungen."
  },
  {
    "start": 2222.47,
    "end": 2222.77,
    "text": "Wobei"
  },
  {
    "start": 2222.83,
    "end": 2233.11,
    "text": "man sagen muss, dass man ja von der Mutter vom Autor, also von der Josefer, auch die konkrete Information bekommen hat."
  },
  {
    "start": 2233.75,
    "end": 2236.29,
    "text": "dass sie dort einbetoniert wurde."
  },
  {
    "start": 2236.93,
    "end": 2241.75,
    "text": "Und diese Josefa hat ja damals im Erdgeschoss von diesem Haus gewohnt."
  },
  {
    "start": 2242.35,
    "end": 2246.11,
    "text": "Das heißt, die hat das ja unmittelbar mitbekommen."
  },
  {
    "start": 2246.93,
    "end": 2249.95,
    "text": "Und die Josefa hat das"
  },
  {
    "start": 2250.029,
    "end": 2250.27,
    "text": "dann"
  },
  {
    "start": 2251.13,
    "end": 2253.71,
    "text": "ihrer Schwester, der Stefanie, anvertraut."
  },
  {
    "start": 2254.549,
    "end": 2259.37,
    "text": "Und die Stefanie hat vermutlich eher deshalb geschwiegen."
  },
  {
    "start": 2260.009,
    "end": 2268.45,
    "text": "weil der Ato ja mit ihrer Tochter der Apollonia zusammen war, hier auch bei diesen Betonieren dabei gewesen sein soll."
  },
  {
    "start": 2269.529,
    "end": 2273.29,
    "text": "Und die Josefa hat die ganze Geschichte auch erzählt."
  },
  {
    "start": 2274.19,
    "end": 2283.75,
    "text": "Kurz bevor sie verstorben ist, hat sie diese Geschichte der Schwester von der Apollonia, der Dante Mitzi, erzählt."
  },
  {
    "start": 2284.49,
    "end": 2303.11,
    "text": "Die letzten Endes dann eine Aussage, dahingehend vor der Polizei gemacht hat, weil die Josefa gesagt hat, dass die Maria dort liegt, wo die Mitze früher mit dem Wohnwagen gestanden sei."
  },
  {
    "start": 2303.67,
    "end": 2314.069,
    "text": "Für mich klingt das wie ein ganz ganz übler Horrorfilm, gerade weil es eben zu den Aussagen auch einfach reinweise Situationen gibt, in denen man sich denkt, das kann doch einfach kein Zufall sein."
  },
  {
    "start": 2314.67,
    "end": 2326.19,
    "text": "Diese Erzählungen sprechen eben auch aus Sicht von Andreas, Sandra und dem Verein Österreich findet euch dafür, dass es eben keine fiktive Geschichte ist, sondern das Verdecken eines Tötungsdelikts."
  },
  {
    "start": 2326.81,
    "end": 2335.95,
    "text": "Ich spreche bewusst von Tötungsdelikt, weil selbst wenn Arthur B. Maria O. tatsächlich umgebracht hätte, ist nicht klar, ob es Mord oder Totschlag wäre."
  },
  {
    "start": 2336.81,
    "end": 2351.049,
    "text": "Diese Erzählungen schauen wir uns in zwei Wochen noch mal im Detail an und dann sprechen wir auch noch mal über dieses vermeintliche Leichentuch, das bei einer polizeilichen Grabung genau auf diesem Grundstück in Neumarkt an der Ips gefunden worden ist."
  },
  {
    "start": 2351.73,
    "end": 2356.19,
    "text": "Bis dahin bleibt sicher und gesund, ihr Lieben, alles alles Gute euch."
  },
  {
    "start": 2356.69,
    "end": 2357.21,
    "text": "Glück auf."
  },
  {
    "start": 2359.549,
    "end": 2359.99,
    "text": "Das war"
  },
  {
    "start": 2360.49,
    "end": 2360.81,
    "text": "Licht"
  },
  {
    "start": 2361.009,
    "end": 2361.569,
    "text": "ins Dunkel."
  },
  {
    "start": 2361.99,
    "end": 2362.569,
    "text": "Coldcase ist"
  },
  {
    "start": 2362.61,
    "end": 2362.85,
    "text": "ein"
  },
  {
    "start": 2362.99,
    "end": 2364.43,
    "text": "ungeklärter Vermisstenfell."
  },
  {
    "start": 2365.97,
    "end": 2366.49,
    "text": "Wir bedanken"
  },
  {
    "start": 2366.589,
    "end": 2368.75,
    "text": "uns bei den Ermittlerinnen und Ermittlern von"
  },
  {
    "start": 2369.029,
    "end": 2369.23,
    "text": "BKA,"
  },
  {
    "start": 2370.15,
    "end": 2370.33,
    "text": "LKA,"
  },
  {
    "start": 2370.99,
    "end": 2373.069,
    "text": "Polizei und Staatsanwaltschaft."
  },
  {
    "start": 2374.17,
    "end": 2376.23,
    "text": "Licht ins Dunkel ist eine Produktion von"
  },
  {
    "start": 2376.39,
    "end": 2377.11,
    "text": "Mike Mattis"
  },
  {
    "start": 2377.41,
    "end": 2379.67,
    "text": "mit Unterstützung von der Podcastfabrik"
  },
  {
    "start": 2380.009,
    "end": 2381.13,
    "text": "und Matthias Millberg."
  },
  {
    "start": 2382.35,
    "end": 2383.85,
    "text": "Empfehle uns weiter und"
  },
  {
    "start": 2384.049,
    "end": 2387.15,
    "text": "abonnier diesen Podcast, um keine Folge mehr zu verpassen."
  },
  {
    "start": 2387.93,
    "end": 2388.67,
    "text": "Licht ins Dunkel"
  },
  {
    "start": 2388.91,
    "end": 2389.089,
    "text": "hast"
  },
  {
    "start": 2389.15,
    "end": 2394.029,
    "text": "du überall wo es Podcast gibt und auf podcastfabrik.de."
  }
]