[
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    "end": 6.83,
    "text": "Das Arbeitsscheue Glück, eine Einschlafgeschichte aus dem Balkan."
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  {
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    "end": 22.07,
    "text": "Ein armer Tagelöhner schuftete von früh bis spät und musste trotzdem oft mit leerem Magen schlafen gehen."
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    "text": "In der Erntezeit ging er mit den anderen Tagelönern hinaus."
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    "text": "Sie stellten sich am Rhein in einer Reihe auf Und zogen beend übers Feld Aber jedes Mal Wenn sie am anderen Ende angelangt waren, mussten die übrigen auf den Armen warten."
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    "text": "Er schämte sich, dass er hinter ihnen zurückblieb und sie ihn wegen seiner Schwäche verspotteten – aber er konnte nichts dagegen machen!"
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    "text": "Denn der ständige Hunger hatte ihm alle Kraft geraubt."
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    "end": 88.57,
    "text": "Am Abend als die Schnitte heimgingen merkte er auf halben Wege dass er seine Sense auf dem Feld vergessen hatte und kehrte um, um sie zu holen."
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    "text": "Denn ohne Sense konnte er am nächsten Tag doch nicht arbeiten – und mithin auch kein Geld verdienen!"
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    "text": "Es war schon fast dunkel als er zu Tode erschöpft auf den Feld anlangte."
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    "text": "Aber er konnte noch erkennen, daß ein Unbekannter und die Ehren auflas."
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    "text": "Dabei murmelte dieser etwas vor sich hin, der arme Tagelühner spitzte die Uhren."
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    "text": "Ich habe für meinen eigenen Herrn genug zu tun – nun muss ich noch obendrein die Ehre auflesen, die der Schnitter mit dem Arbeitsscheun Glück fallen ließ."
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    "text": "Als der Arme das hörte, lief er hinzu und hielt den Unbekannten an."
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    "text": "fragte er."
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    "text": "Das Glück des Feldbesitzers, gab dieser zur Antwort."
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    "text": "Ich lese die Ehren auf, die du fallen diessest."
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    "text": "Alle ehrsamen Leute sitzen augenblicklich daheim beim Abendessen."
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    "text": "Erwiderte der Arme."
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    "text": "Ich habe meine Sense vergessen und will sie holen."
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    "text": "Deine Sense?"
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    "text": "Die trägst Du doch an das Schulter."
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    "text": "In der Tat, faul ist dein Glück."
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    "end": 210.53,
    "text": "Wenn es dich nicht einmal an die Sense an deiner Schulter aufmerksam macht... Mein Glück?"
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    "text": "Natürlich!"
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    "text": "Weißt du nicht dass jeder Mensch ein Glück besitzt das mit ihm auf die Welt kommt?"
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    "text": "Du hast zufällig eine Arbeitsscheuess erwischt."
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    "text": "Es sitzt den ganzen Tag hinter deinen breiten Gürtel und spielt auf seiner Schellentrommel."
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    "text": "Daher kommt es auch, dass du mit leerem Magen zu Bett gehen musst."
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    "text": "Und ich werde dir noch etwas"
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    "text": "verraten.\"."
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    "text": "Dein Glück hat vor, dir einen schlimmen Schabanack zu spielen!"
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    "text": "Morgen früh wenn du zum Mann beginnst will er sich in einen aufgescheuchten Hasen verwandeln und dir zwischen den Beinen hindurchlaufen damit du stolperst und nicht mehr arbeiten kannst."
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    "text": "Deshalb mache ist so."
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    "text": "Nimm einen langen Sack und binde ihn dir der Gestalt an den Gürtel, dass sich die Öffnung zwischen den Knien befindet."
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    "text": "Wenn ein Glück dir zwischen dem Beinen hindurch flitzen will wird es in den Sack geraten."
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    "text": "Du wirst sehen das er sich bessert und dich zu einem reichen Manne macht."
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    "text": "Er fing sein Glück ein, loot den Sack auf die Schultern und machte sich auf den Heimweg."
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    "text": "alle Zeit hinter meinem Gürtel zu hocken und auf der Schellentrommel zu spielen."
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    "text": "Und was ist das für ein Schabernack, den du mir heute spielen wolltest?"
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    "text": "Stürzen sollte ich, Elend zugrunde gehen!"
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    "text": "Das Glück bat ihn jammern um Verzeihung – und es schwor, ihn in kürzester Zeit zu einem reichen Manne zu machen, wenn er es am Leben ließe."
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    "text": "Der arme Mann liest den Sack mit dem Glück nicht"
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    "text": "und sagte, sag mir sofort was ich machen soll um reich zu werden."
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    "text": "Denn solange ich arm bin wirst du ebenfalls darben Wenn ich sterbe wirst Du immer ein armer Mann bleiben."
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    "text": "Lässt Du mich aber am Leben dann führe Ich Dich morgen früh auf einen hohen Berg Zu einem Nussbaum unter dem eine Quelle entspringt."
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    "text": "Mit dem Wasser das Du außer Quelle schöpfst Gehst du dann zum König und empfiehlst dich ihm als Arzt, der alle Krankheiten heilt."
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    "text": "Der König hat eine kranke Tochter – wenn Du die mit dem Wasser bespritzt wird sie sogleich gesund werden und Du erhältst vom König eine Menge Geld!"
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    "text": "Mit jenem Wunderwasser kannst Du auch die Krankheiten anderer Menschen heilen und Sie werden Dich ebenfalls reichlich"
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    "text": "Falls du meinen Worten keinen Glauben schenkst, brauchst du mich erst frei zu geben, nachdem du auf jenen Berge und bei der Tochter des Königs gewesen bist."
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    "text": "Unterdessen trug die Frau das Kageessen auf Roggenbrot Salz- und Wassersuppe mit Zwiebeln."
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    "text": "Herr segne unser Mal betete der arme Mann wenn es auch ein Bettler essen ist Aber Hunger ist der beste Koch und uns würden sogar Holz- und Kieselsteine schmecken."
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    "text": "Er begann zu essen und er achtete darauf dass seine Kinder nicht allzu viel Salz nahmen, hat er doch kein Geld um Neues zu kaufen wenn sie alles aufgegessen hatten."
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    "text": "fragte das arme Weib."
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    "end": 552.829,
    "text": "antwortete das Glück."
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    "text": "Das Elend liegt hinter Euch."
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    "end": 560.25,
    "text": "Das Wohlergehen liegt vor euch."
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    "end": 566.869,
    "text": "Wenn die Nacht vorbei ist, wirst du morgen viel Geld schäffeln."
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    "end": 578.369,
    "text": "Und ich will mein Faulenzer da sein aufgeben und meine Schellentrommel zerbrechen – denn sie isst die Ursache eures Elends!"
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    "text": "Und so gingen sie alle ins Bett und schliefen tief und fest als am nächsten Morgen der Tagkraute ging ne arme Mann in die Berge."
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    "end": 614.229,
    "text": "Er füllte seinen Krug mit dem Wunderwasser und brachte es in die Stadt."
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    "text": "– Hey, wo wird ein Arzt gebraucht?"
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    "end": 622.829,
    "text": "Der alle Krankheiten heilt!"
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    "end": 627.01,
    "text": "rief er vor dem Königspalast."
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    "text": "Das hörte der König ließ ihn holen und fragte ob er vielleicht auch seine Tochter vor ihrer schlimmen Krankheit heilen könnte."
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    "text": "Freilich antwortete der arme Mann und bespritzte sie mit dem Wunderwasser."
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    "text": "Da war ihre Krankheit wie fort geblasen, sie strahlte vor Glück und ihr Vater gab ihm zwei Säcke voll Geld zur Belohnung – diese schleppte der arme Mann nach Hause."
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    "text": "Zu Ehren seines Glücks ein üppiges Festessen wurde überall bekannt, dass der arme Mann im Stande war sämtliche Krankheiten zu heilen und er verdiente so viel Geld das seine Familie in Wohlstand leben konnte."
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    "text": "es zerbrach tatsächlich seine Schellentrommel ein nützliches und glücksspenden des Dasein."
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    "text": "Wenn sie nicht gestorben sind, so leben Sie auch heute noch!"
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