[
  {
    "start": 0.3,
    "end": 10.68,
    "text": "Der einzige Weg, um Bluthochdrucks sicher und frühzeitig zu erkennen ist die regelmäßige Blutdruckmessung Zuhause in der Apotheke oder in der Arztpraxis."
  },
  {
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    "end": 11.58,
    "text": "PZ"
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    "start": 12.06,
    "end": 12.88,
    "text": "nachgefragt!"
  },
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    "end": 21.84,
    "text": "Herzlich Willkommen zu PZ Nachgefragt im wöchentlichen Podcast der pharmazeutschen Zeitung."
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    "text": "Mein Name ist Prof."
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    "text": "Theo Dingermann."
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    "end": 26.7,
    "text": "Ich bin Senior Editor bei der Pharmazeutsche Zeitung."
  },
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    "text": "Heute unterhalte ich mich mit Prof."
  },
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    "end": 45.6,
    "text": "Manfred Schubert-Zilowitz, er ist Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe Universität und Mitglied der Erweitertenchefredaktion der PZ über das Thema Bluthochdruck allgemein und im Besonderen über das thema resistente Hypertonie."
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    "text": "Denn gerade hier gibt es spannende Innovationen."
  },
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    "end": 60.1,
    "text": "Die neue Wirkstoffklasse der Aldosteron-Syntase-Inhibitoren lässt gerade bei der schwierig zu behandelenden, resistenten Hypertonie aufhorchen."
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    "text": "Guten Morgen Manfred!"
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    "text": "Guten"
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    "text": "Morgen Theo!"
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    "end": 65.82,
    "text": "Lass uns direkt in das Thema einsteigen."
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  {
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    "end": 72.54,
    "text": "Wie bedeutsam ist Bluthochdruck und wie häufig tritt diese Erkrankung in Deutschland auf?"
  },
  {
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    "end": 80.46,
    "text": "Bluthochdruck oder Hypertonie ist eine wichtige Volkskrankheit, deren Bedeutung nach wie vor extrem unterschätzt wird."
  },
  {
    "start": 81.16,
    "end": 86.22,
    "text": "Die deutsche Hochdruckliga geht davon aus dass fast jeder dritte Mensch in Deutschland Blut-Hochdruck hat."
  },
  {
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    "end": 89.9,
    "text": "Das sind in etwa zwanzig bis dreißig Millionen Menschen."
  },
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    "text": "damit ist Blut Hochtruck in Deutschland eindeutig die Volkskrankeit Nummer eins."
  },
  {
    "start": 95.18,
    "end": 104.86,
    "text": "Zwischen dem siebzigsten und im neunzebzigste Lebensjahr sind bei drei von vier Menschen die Blutdruckwerte zu hoch Bei den über-achtzigjährigen bei bis zu achtzig Prozent."
  },
  {
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    "end": 109.16,
    "text": "Auch bei Kindern tritt Bluthochdruck immerhin bei circa drei Prozent auf."
  },
  {
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    "end": 125.82,
    "text": "Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die pharmazeutischen Dienstleistungen sollten sich Apothekerinnen und Apothekater für einsetzen, dass möglichst viele Betroffene ihre Krankheit kennen und mit einer geeigneten Therapie und Therapiekontrolle passende Blutdruckwerte erreichen."
  },
  {
    "start": 127.16,
    "end": 129.199,
    "text": "Und das führt mich gleich zur nächsten Frage."
  },
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    "end": 131.7,
    "text": "Was genau ist Bluthochdruck und"
  },
  {
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    "end": 131.9,
    "text": "wie"
  },
  {
    "start": 132.4,
    "end": 135.02,
    "text": "müssen Blutdruckwerte eingeordnet werden?"
  },
  {
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    "end": 138.92,
    "text": "Blut-Hochdruck ist eine Erkrankung des arteriellen Gefäßsystems."
  },
  {
    "start": 139.5,
    "end": 144.48,
    "text": "Blut Hochdruck liegt dann vor, wenn der Blut druck in Ruhe ständig über bestimmten Grenzwerten liegt."
  },
  {
    "start": 145.22,
    "end": 149.22,
    "text": "Ärzte sprechen in diesem Fall von Hypertonie oder arterieller Hypertonie."
  },
  {
    "start": 150.08,
    "end": 155.36,
    "text": "Eine einmalige oder auch gelegentliche Überschreitung der Werte bedeutet noch keinen Blut hochdruck!"
  },
  {
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    "end": 160.4,
    "text": "Der Blutdruck schwankt im Verlauf des Tages und bei unterschiedlichen Aktivitäten."
  },
  {
    "start": 160.66,
    "end": 161.7,
    "text": "Das ist völlig normal!"
  },
  {
    "start": 162.58,
    "end": 169.36,
    "text": "Bei neunzig Prozent der Erkrankten, ist eine organische Ursache für den Bluthochdruck nicht erkennbar."
  },
  {
    "start": 170.0,
    "end": 174.92,
    "text": "Diese Art des Bluthauchdrucks wird primäre oder essenzielle Hypertonie genannt."
  },
  {
    "start": 175.8,
    "end": 180.62,
    "text": "Bei etwa zehn Prozent der Betroffenen sind bereits vorhandene Grunderkrankungen die Ursache."
  },
  {
    "start": 181.24,
    "end": 186.3,
    "text": "Man spricht dann von der sekundären Hypertonie, von der häufig jüngere Menschen betroffen sind."
  },
  {
    "start": 187.46,
    "end": 199.82,
    "text": "Die grundlegenden Ursachen können zum Beispiel chronische Entzündungen, gutartige Tumore der Nebenjahre, Niernerkrankungen, hormonelle Störungen oder das obstruktive Schlafabnösyndrom sein."
  },
  {
    "start": 200.84,
    "end": 205.28,
    "text": "Nach Behandlung dieser Erkrankung normalisieren sich in der Regel auch die Blutdruckwerte wieder."
  },
  {
    "start": 206.12,
    "end": 218.18,
    "text": "Ein Blutdruck mit Werten zwischen onehundertzwanzig bis einhundertneunundzwanzige Millimeter Quecksilversäule ist süßstolisch und Achtzig-bis viernachtzig Millimeter HG, diastolisch ist normal."
  },
  {
    "start": 219.08,
    "end": 225.2,
    "text": "Der optimale Blutdrück liegt bei Werten von unter hundertzwantig beziehungsweise achtzig Millimetern HG."
  },
  {
    "start": 226.18,
    "end": 237.88,
    "text": "Legt der Blut druck zwischen hundertdreißig Und hundertdreißig Millimeter HG süßdolisch und oder fünfundachtzig bis neunundachtzig Millimeter HK diastolisch, so gilt das als Hochnormal."
  },
  {
    "start": 238.5,
    "end": 242.22,
    "text": "Das heißt er ist zwar zu hoch aber noch tolerierbar."
  },
  {
    "start": 243.74,
    "end": 252.44,
    "text": "Erst ab in der Arztpraxis gemessenen Werten von hundertneinzig beziehungsweise Neunzig Millmeter HG und höher spricht ein Arzt von Hypertoni."
  },
  {
    "start": 253.32,
    "end": 265.14,
    "text": "Blutdruckwerte zwischen hundertvierzig Und hundertneunfünfzig Millimeter HG süßdolig und oder neunzig bis neunundneunzig Millmeter HG diastolisch werden als Hypertoniekrad eins bezeichnet."
  },
  {
    "start": 265.6,
    "end": 277.38,
    "text": "Ein Blutdruck zwischen einhundertsechzig und einhundredneunzebzig Millometer HG-süßdolisch, und ein hundert bis einhundundmmeter HG Diastolish wird als Hypatoni grad zwei bezeichnete."
  },
  {
    "start": 277.8,
    "end": 281.04,
    "text": "noch höhere Werte waren als Hypatonikrat drei eingestuft."
  },
  {
    "start": 281.4,
    "end": 284.94,
    "text": "Ja, das ist gut dass wir es jetzt mal so eingeordnet haben."
  },
  {
    "start": 285.3,
    "end": 290.34,
    "text": "Aber jetzt eine andere Frage wie macht sich hoher Blutdruck denn eigentlich nicht bemerkbar?"
  },
  {
    "start": 290.74,
    "end": 291.36,
    "text": "Gute Frage!"
  },
  {
    "start": 291.86,
    "end": 293.88,
    "text": "Das dückische an Bluthochdruck ist."
  },
  {
    "start": 294.48,
    "end": 296.92,
    "text": "in der Regel macht er sich gar nicht bemehrkbar."
  },
  {
    "start": 297.72,
    "end": 300.98,
    "text": "man kann sich auch mit erhöhten Blutduckwerten sauwohlfüllen."
  },
  {
    "start": 301.48,
    "end": 308.16,
    "text": "Beschwerden wie Spindelgefühl, Ohrensausen, Kopfschmerzen oder Nasenbluten können müssen aber nicht auftreten."
  },
  {
    "start": 308.56,
    "end": 318.94,
    "text": "Der einzige Weg um Bluthochdruck sicher und frühzeitig zu erkennen ist die regelmäßige Blutdruckmessung Zuhause in der Apotheke oder in der Arztpraxis."
  },
  {
    "start": 319.92,
    "end": 333.46,
    "text": "Nun bevor wir auf die medikamentöse Therapie des Bluthochdrucks eingehen und da gibt es ja einiges, würde ich von dir noch gerne wissen was denn die Folgen eines chronischen Blutdruck sind."
  },
  {
    "start": 334.12,
    "end": 339.74,
    "text": "Permanent erhöhte Blutduckwerte schädigen die Blutgefäße vor allem das Gefäß endotel."
  },
  {
    "start": 340.78,
    "end": 345.72,
    "text": "Die Gesundheit unserer Organe hängt sehr stark von der Integrität der Gefäße ab."
  },
  {
    "start": 346.48,
    "end": 350.72,
    "text": "Das ist auch der Grund, warum Bluthochdruck gefährliche Folgekrankheiten nach sich zieht."
  },
  {
    "start": 351.28,
    "end": 360.12,
    "text": "Im Laufe der Jahre schädigt Blut-Hochdruck so wichtige Organe wie das Herz-, die Herzkranzgefäße, das Gehirn-, den Nieren und die Augen."
  },
  {
    "start": 360.78,
    "end": 370.92,
    "text": "Die Folgen können lebensbedrohliche Erkrankungen wie unter anderem Herzinfarkt, coronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Nierenversagen oder Netzhautschäden sein."
  },
  {
    "start": 371.88,
    "end": 378.8,
    "text": "Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Bluthochdruck ist deshalb die dauerhafte Senkung des Blutdrucks auf einen normalen Wert."
  },
  {
    "start": 379.56,
    "end": 387.04,
    "text": "Das beugt der Schädigung der Organe vor und trägt dazu bei, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern."
  },
  {
    "start": 388.06,
    "end": 394.12,
    "text": "Nun glücklicherweise stehen seit vielen Jahrzehnten eine Reihe von Antihypertensiver zur Verfügung."
  },
  {
    "start": 394.58,
    "end": 401.1,
    "text": "Kannst du uns einen kurzen Überblick über die heute verfügbaren Arzneistoffklassen zur Behandelung?"
  },
  {
    "start": 403.38,
    "end": 411.44,
    "text": "für die Behandlung der Hypertonie stehen heute fünf Wirkstoffklassen zentral als bevorzugte Behandlungsoptionen zur Verfügung."
  },
  {
    "start": 412.46,
    "end": 419.74,
    "text": "Da sind zum einen die ACE-Hämmer zu nennen, die auch als Angiotensinkonversionsen Zymhämmer bezeichnet werden."
  },
  {
    "start": 420.5,
    "end": 431.24,
    "text": "Sie verhindern die Bildung der gefäßverengenden Substanz ein Oktapeptid mit dem Namen Angiotensin II und senken dadurch den Blutdruck."
  },
  {
    "start": 432.4,
    "end": 434.74,
    "text": "Sartane, RT-I Rezeptor."
  },
  {
    "start": 434.82,
    "end": 444.44,
    "text": "Antagonisten verhindern die Wirkung des gefäßveringerten Angiodensin II direkt durch kompetitive Blockade am RT- I Receptor."
  },
  {
    "start": 445.76,
    "end": 456.3,
    "text": "Calciumantagonisten hingegen senken den Blutdruck über eine Erweiterung kleiner Arterien durch gezielte Blockade spezieller Calciumkanäle."
  },
  {
    "start": 457.26,
    "end": 472.56,
    "text": "Diuretika Dem Volksmund auch als Wassertabletten bezeichnet werden, sind Arzneistoffe wie Hydrochlorozyt, HCT, Chlortalidon und Inderpamit oder die Schleifendlioretiker wie Furusimit oder Thoracimit."
  },
  {
    "start": 473.66,
    "end": 478.06,
    "text": "Diese Arzneistofe führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrimionen und Wasser!"
  },
  {
    "start": 479.4,
    "end": 481.88,
    "text": "Und Lastbutton und Leest möchte ich Gebetterblockern nennen."
  },
  {
    "start": 482.88,
    "end": 486.94,
    "text": "Sie inhibieren Betterezeptoren und sorgen so für eine Blutdrucksenkung."
  },
  {
    "start": 487.54,
    "end": 492.04,
    "text": "Darüber hinaus sorgen sie auch dafür, dass das Herz nicht unnötig schnell schlägt."
  },
  {
    "start": 492.44,
    "end": 498.2,
    "text": "Werden diese Arzneistoffe denn überwiegend als Monotherapeutiker oder in Kombination eingesetzt?"
  },
  {
    "start": 498.64,
    "end": 502.94,
    "text": "Die gerade genannten Antihypertensiven werden sehr häufig kombiniert."
  },
  {
    "start": 503.74,
    "end": 512.74,
    "text": "Bei einer Kombinationstherapie werden zwei bis drei Arzneistäfe gleichzeitig meist im Form einer Fixkombination und in relativ niedriger Tossierung eingenommen."
  },
  {
    "start": 513.64,
    "end": 519.659,
    "text": "Dadurch addieren sich die positiven Effekte der einzelnen Arzneistoffe, aber nicht deren Nebenwirkungen."
  },
  {
    "start": 520.419,
    "end": 529.46,
    "text": "Die Kombinationstherapie ist deshalb meist verträglicher als die Behandlung mit einem einzigen Antihypertensivum in einer entsprechend höheren Dosierung."
  },
  {
    "start": 530.3,
    "end": 539.0,
    "text": "Nun wie Blick auf deiner Ausführung könnte man ja meinen dass das Problem Bluthochdruck eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte."
  },
  {
    "start": 539.84,
    "end": 546.28,
    "text": "Bei sorgfältiger Diagnose und leitlinengerechter Therapie müssten doch eigentlich alle Probleme gelöst sein, oder?"
  },
  {
    "start": 546.98,
    "end": 547.68,
    "text": "Ich stimme dir zu."
  },
  {
    "start": 548.48,
    "end": 554.62,
    "text": "Wenn sorggefältig diagnostiziert und therapiert wird kann man Bluthochdruck heute extrem erfolgreich behandeln."
  },
  {
    "start": 555.66,
    "end": 566.62,
    "text": "Allerdings liegt bei fünf bis zehn Prozent der Hochdruckpatienten eine sogenannte resistente Hypertonie vor die mit den verfügbaren Therapieoptionen nur schwer zu behandeln ist."
  },
  {
    "start": 567.2,
    "end": 569.34,
    "text": "Was versteht man denn genau darunter?"
  },
  {
    "start": 570.34,
    "end": 575.94,
    "text": "Lässt sich der Zielblutdruck, trotz maximaler Dosierung von drei Antihypertensiven."
  },
  {
    "start": 576.84,
    "end": 589.18,
    "text": "Vorzugsweise eine Kombination aus einem ACE-Hämmer oder einem Satan mit einem Kalzumkanalblocker und einem Tiazithioretikum nicht erreichen, spricht man von terapierresistenter Hypotonie."
  },
  {
    "start": 589.68,
    "end": 594.42,
    "text": "Wie wurden denn die Patienten mit resistenter Hypotonie bisher behandelt?"
  },
  {
    "start": 595.12,
    "end": 603.78,
    "text": "Diese Patienten können zusätzlich zu Standardtherapie, entweder Spironolakton oder einen anderen Mineralokorticoid-Rezepter an der Chronisten."
  },
  {
    "start": 604.38,
    "end": 610.06,
    "text": "Einen Beta-Blocker, einen Alpha-Bocker oder eine zentral wirksame Substanz erhalten."
  },
  {
    "start": 610.76,
    "end": 617.64,
    "text": "Außerdem steht seit einiger Zeit die renale Denevation als nicht medikamentöse Option zur Verfügung."
  },
  {
    "start": 618.06,
    "end": 621.42,
    "text": "Lass mich an dieser Stelle ein kleines Zwischenfaziz ziehen!"
  },
  {
    "start": 622.22,
    "end": 639.04,
    "text": "In den letzten siebzig Jahren konnten zahlreiche medikamentöse Ansätze entwickelt werden, die es ermöglichen durch den Eingriff in die Komponenten des Renin-Angiotensinsystems eine nachhaltige Senkung des Blutdrucks zu induzieren."
  },
  {
    "start": 640.08,
    "end": 645.84,
    "text": "Am Anfang dieser Kaskase steht die Bildung von Angiotensinogen in der Leber."
  },
  {
    "start": 646.7,
    "end": 665.08,
    "text": "Durch Vermittlung welches im juxtaglobulären Apparat der Niere gebildet wird und auch des Angiotensinconvertingenzyms ACE aus der Lunge, entsteht das vasoaktive Peptidangiotensins II."
  },
  {
    "start": 665.88,
    "end": 676.32,
    "text": "Das unter anderem durch Aktivierung des Angiotensins Rezeptors I also AT-I eine Wasokonstruktion auslöst."
  },
  {
    "start": 676.74,
    "end": 683.9,
    "text": "Die Frage ist, kann das Octapeptid-Angiotensin zwei mehr als nur die Gefäße verengern?"
  },
  {
    "start": 684.86,
    "end": 685.16,
    "text": "Genau!"
  },
  {
    "start": 685.42,
    "end": 687.4,
    "text": "Das ist die zentrale Frage lieber Theo."
  },
  {
    "start": 688.24,
    "end": 695.2,
    "text": "Anirdensin II stimuliert außerdem die Bildung von Aldosteron in der Zoonat Lomerulosa, der Nebennierenrende."
  },
  {
    "start": 696.02,
    "end": 709.64,
    "text": "Aldosterone aktiviert dann den Mineralokorticoid-Receptor MR – ein nukleare Rezeptor, der unter anderem in der Niere über eine vermehrte Natriumretention auch zu einer Steigerung des Blutdrucks führt."
  },
  {
    "start": 710.62,
    "end": 717.36,
    "text": "Während man über Jahrzehnte sehr stark die Bildung von Aldosteron über Angiodensin II im Fokus hatte."
  },
  {
    "start": 717.92,
    "end": 729.32,
    "text": "So ist heute bekannt, dass es deutlich mehr Faktoren gibt, die die Aldosterone-Bildung in der Niere fördern wie zum Beispiel Leptin das bei Übergewicht deutlich erhöht ist."
  },
  {
    "start": 729.82,
    "end": 734.82,
    "text": "Leptine stimuliert wie AngiodensinII direkt die Aldosteronsynthese."
  },
  {
    "start": 735.22,
    "end": 736.44,
    "text": "Das klingt ja sehr spannend!"
  },
  {
    "start": 736.54,
    "end": 740.0,
    "text": "Kannst du uns die aktuellen Erkenntnisse bezüglich?"
  },
  {
    "start": 740.7,
    "end": 745.0,
    "text": "der pathophysiologischen Effekt des Aldosterons zusammenfassen?"
  },
  {
    "start": 745.3,
    "end": 746.3,
    "text": "Sehr gerne mache ich das."
  },
  {
    "start": 746.94,
    "end": 757.5,
    "text": "Heute weiß man, dass Aldosteron über seinen Rezeptor den Mineralokorticoid-Recepter deutlich mehr als nur eine vermehrte Natriumretention in der Niere bewirkt."
  },
  {
    "start": 758.12,
    "end": 763.98,
    "text": "Aldosterone hat auch umfangreiche direkte Wirkungen – in der Niere, in den Gefäßen und auch im Herz!"
  },
  {
    "start": 764.76,
    "end": 773.62,
    "text": "Vor allem entzündliche Prozesse werden befördert, die zu einer Schädigung und progressiven Fibrose von Blutgefäßen Herz- und Niere führen."
  },
  {
    "start": 774.48,
    "end": 789.08,
    "text": "Gleichzeitig konnte in den letzten Jahren auch gezeigt werden dass Aldosteron über weitere Rezeptoren wie den G-Protein gekoppelten Oestrogenrezeptor I GPERI direkt im Gefäßsystem den Gefästonos reguliert."
  },
  {
    "start": 789.88,
    "end": 799.32,
    "text": "Insofern haben wir mittlerweile ein sehr differenziertes und neues Bild der Wirkungen von Aldosteron auf verschiedene Rezeptoren, und damit auf verschiedene Organe."
  },
  {
    "start": 799.6,
    "end": 799.76,
    "text": "Aber"
  },
  {
    "start": 799.82,
    "end": 801.7,
    "text": "wo ist das pharmacologische Problem?"
  },
  {
    "start": 802.64,
    "end": 820.08,
    "text": "Die Wirkung von Alderon am Mineralokorticoid-Receptor kann doch durch Mineralrokorticoids Receptor Antagonisten – also die MRAS wie zum Beispiel Spironolaktone oder Eplerinonen Erfreuchreich blockiert werden."
  },
  {
    "start": 820.52,
    "end": 820.84,
    "text": "Stimmt!"
  },
  {
    "start": 821.5,
    "end": 830.74,
    "text": "Vor allem Spironolakton wird bei Therapieresistentem Hochdruck erfolgreich als Reservemedikament eingesetzt, aber auch zur Behandlung einer Herzinsuffizienz."
  },
  {
    "start": 831.58,
    "end": 837.96,
    "text": "Das Problem beinahe Dauertherapie sind die Nebenwirkungen der Mineralokoticoid Receptorantagonisten."
  },
  {
    "start": 838.98,
    "end": 845.22,
    "text": "Das Nebenwirkungsprofil von Eplerinonen und insbesondere Spirono-Lakton ist beachtlich."
  },
  {
    "start": 845.92,
    "end": 852.72,
    "text": "Aufgrund mangelnder Selektivität kann es zu einer Gynnekomastie, also zu einer verstärkten Brustbildung bei Männern kommen."
  },
  {
    "start": 853.5,
    "end": 859.1,
    "text": "Außerdem kann es zur Störung des Kaliumhaushaltes kommen im Sinne einer Hyperkaliemie."
  },
  {
    "start": 860.06,
    "end": 874.58,
    "text": "Aus diesen Gründen sind diese Arzneistoffe im Alltag nur begrenzt einsetzbar und stellen eigentlich keine wirklichen Option bei resistenter Hypertonita wo ja eine Dauertherapie und damit auch eine gute Verträglichkeit der Arzneistofe gefordert ist."
  },
  {
    "start": 875.46,
    "end": 877.56,
    "text": "Diese Argumente kann ich natürlich nachvollziehen."
  },
  {
    "start": 877.7,
    "end": 882.28,
    "text": "Aber wie konnten diese Hürden therapeutisch überwunden werden?"
  },
  {
    "start": 882.56,
    "end": 895.22,
    "text": "Das in den letzten Jahren deutlich gestiegene Interesse an Aldosteron und dessen zentrale Bedeutung bei der Entstehung von Hypertonie hat zur Entwicklung von Arzneistoffen geführt, die die Bildung von Aldosterone in der Nebenniere blockieren."
  },
  {
    "start": 895.84,
    "end": 900.02,
    "text": "Du sprichst von den Aldosteronsyntaseinhibitoren!"
  },
  {
    "start": 900.82,
    "end": 907.6,
    "text": "Warum hat deren Entwicklung so lange gedauert, welche objektiven Schwierigkeiten mussten überwunden werden?"
  },
  {
    "start": 908.14,
    "end": 913.64,
    "text": "Die Synthese von Aldosteron in der Nebenniere findet in der Zona glomerulosa statt."
  },
  {
    "start": 914.42,
    "end": 921.42,
    "text": "Aldosterone gehört zu den Steroidhormonen und hat chemisch eine sehr hohe Verwandtschaft mit Cortisol – auch die synthese."
  },
  {
    "start": 921.5,
    "end": 923.12,
    "text": "Wege sind einander sehr ähnlich!"
  },
  {
    "start": 923.94,
    "end": 936.16,
    "text": "Ausgehend von Corticosteron wird mit Hilfe des Zytokroms Zyp-Elfb II selektiv Aldosteron und über Zypp Elfb I selektif Cortisol gebildet."
  },
  {
    "start": 936.46,
    "end": 938.78,
    "text": "Und genau hier steckte das Problem."
  },
  {
    "start": 939.54,
    "end": 944.24,
    "text": "Jahrelang war es nicht möglich, die beiden Enzyme selektive zu blockieren."
  },
  {
    "start": 944.98,
    "end": 959.5,
    "text": "Mittlerweile konnten erfolgreich Wirkstoffe etabliert werden, die in der Lage sind hochselektiv gezielt die Bildung von Aldosteron über Zyp-Elfb II auszuschalten und dabei keinen bzw."
  },
  {
    "start": 959.76,
    "end": 964.22,
    "text": "nur einen marginalen Einfluss auf die Cortisol-Biosynthese auszuüben."
  },
  {
    "start": 964.92,
    "end": 973.26,
    "text": "Diese Wirkstoffe, wie du schon gesagt hast werden als Aldosteronsynthaseinhibitoren ASI bezeichnet."
  },
  {
    "start": 973.7,
    "end": 974.88,
    "text": "Lass uns auf den Punkt kommen!"
  },
  {
    "start": 975.28,
    "end": 980.18,
    "text": "Gibt es auch schon zugelassen Aldosteronsyntaseinhibitoren."
  },
  {
    "start": 980.94,
    "end": 983.2,
    "text": "Wir müssen schließlich langsam zum Ende kommen, würde ich"
  },
  {
    "start": 983.26,
    "end": 983.54,
    "text": "sagen.\"."
  },
  {
    "start": 983.8,
    "end": 993.62,
    "text": "Die am weitersten fortgeschrittenen Wirkstoffe aus der Gruppe der Trostate sind Baxtrostat, Lorontrostat und Vika-Trostat."
  },
  {
    "start": 994.36,
    "end": 1007.3,
    "text": "Baxtrostat wurde im Mai dieses Jahres wenige Tage vor dem Welthypertonietag von der FDA unter dem Namen Baxfendi zur Therapie der resistenten Hypertonie zugelassen."
  },
  {
    "start": 1008.12,
    "end": 1016.4,
    "text": "Ich gehe davon aus, dass Lorentrostat bald folgen wird und beide Wirkstoffe demnächst auch eine Zulassung in Europa haben werden."
  },
  {
    "start": 1016.96,
    "end": 1018.3,
    "text": "Das klingt ja sehr erfreulich!"
  },
  {
    "start": 1018.4,
    "end": 1026.66,
    "text": "Kannst du uns abschließend vielleicht noch zwei Sätze zur Wirksamkeit und Verträchtigkeit von Baxtrostat beziehungsweise Baxfendi sagen?"
  },
  {
    "start": 1027.14,
    "end": 1030.2,
    "text": "Die klinischen Daten sind mehr als überzeugend."
  },
  {
    "start": 1030.8,
    "end": 1042.44,
    "text": "Baxtrostat ist in der Lage bei einer Tossierung von zwei Milligramm pro Tag Add-on zu einer Standardtherapie, die systolischen Blutdruckwerte um fünfzehn Millimeter HG zu senken."
  },
  {
    "start": 1042.98,
    "end": 1048.7,
    "text": "Die Placebo Wirkung lag bei rund fünf Millimeter hg in den relevanten Zulassungsstudien."
  },
  {
    "start": 1049.6,
    "end": 1055.64,
    "text": "Die Daten wurden im letzten Jahr im New England Journal of Medicine publiziert und haben großes Aufsehen erregt."
  },
  {
    "start": 1056.18,
    "end": 1061.34,
    "text": "Dabei war es nicht nur die Wirksamkeit, die überzeugte – vielmehr auch die gute Verträglichkeit!"
  },
  {
    "start": 1061.88,
    "end": 1068.66,
    "text": "Im Vergleich zu Spironolakton- und Eplerinon sind die Nebenwirkungen von Baxtrostat de facto vernachlässigbar."
  },
  {
    "start": 1069.16,
    "end": 1074.28,
    "text": "Gleichwohl empfiehlt es sich den Kaliamspiel der Patienten in Auge zu behalten."
  },
  {
    "start": 1077.2,
    "end": 1084.46,
    "text": "Das war wie immer bei dir ein spannender Einblick in eine neue und, wie ich finde sehr wichtige Arzneistoffklasse."
  },
  {
    "start": 1085.42,
    "end": 1089.0,
    "text": "Wir bedanken uns auch bei Ihnen liebe Kolleginnen und Kollegen fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 1089.1,
    "end": 1092.0,
    "text": "Bleiben Sie diesem Podcast der PZ gewogen!"
  },
  {
    "start": 1092.52,
    "end": 1093.56,
    "text": "Bis zum nächsten Mal."
  },
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    "start": 1093.84,
    "end": 1094.02,
    "text": "Ciao"
  },
  {
    "start": 1099.62,
    "end": 1100.52,
    "text": "Manfred."
  }
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