[
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    "end": 1.38,
    "text": "Jörg."
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  {
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    "text": "Mönchen."
  },
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    "text": "Der Ältere Bruder des entführten Richard Ötger hat soeben am Bahnhof Karlsplatz, einundzwanzig Millionen D-Mark, an dessen Kidnapper übergeben."
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    "end": 31.18,
    "text": "August Ötger schaut den Polizeibeamten am Schreibtisch erwartungsvoll an."
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    "text": "Haben Sie den Schweinehund?"
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    "text": "Er ist durch die Lieferantengänge des Bahnhofs entkommen."
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    "text": "Erklären Sie mir noch einmal genau alles, was passiert ist."
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    "text": "Um kurz nach Elf habe ich bei der Zentralbank das Geld in zwei Koffern übernommen."
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    "text": "Von da ging es zum Hotel Sheraton, wo der Entführer mich anrief und zum Hotel Arabella schickte, wo er mich erneut anrief."
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    "text": "Haben Sie die Gespräche mitgeschnitten?"
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    "text": "Selbstverständlich."
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    "text": "Möchte Ihnen sagen, Herr Ötka, wie leid uns dieser ganze Vorfall tut."
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    "text": "Ihr Bruder hat einen starken Stromschlag bekommen und sich mehrere Knochen gebrochen."
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    "text": "Wenn Sie ihn abholen, bringen Sie einen Neurologen mit."
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    "text": "Wundern Sie sich nicht, falls er bewusstlos ist."
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    "text": "Ich werde ihn leicht betäuben."
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    "text": "Wir wollen ihm doch die Schmerzen ersparen."
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    "text": "Herr Ötger, kommt Ihnen die Stimme bekannt vor?"
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    "text": "Was passiert denn nach dem Anruf?"
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    "text": "Ich sollte eine Nachricht im Hotel Bayerischer Hof abholen."
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    "text": "In einem Schließfach war dort ein großer Lehrerkoffer."
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    "text": "Da sollte das Geld rein."
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    "text": "Dann ging es zum Bahnhof Karlsplatz, wo ich unter dem Schild einer Apotheke vor einer Tür mit dem Koffer warten sollte."
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    "text": "Dann ging die Tür hinter mir auf."
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    "text": "Eine Stimme sagte, nicht herschauen, dann war der Koffer weg und die Tür wieder zu."
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    "text": "Er hat sich seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen."
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    "text": "Ich habe nur eine Brille und seinen langen, dünnen Schnurwart gesehen, aber er sah irgendwie angeklebt aus."
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    "text": "So wie dieser hier."
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    "text": "Schauen Sie mal auf das Foto."
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    "text": "Das könnte er sein."
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    "end": 135.16,
    "text": "Wer ist das?"
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    "end": 139.8,
    "text": "Ein Verdächtiger, den wir in der Nähe eines der Hotels in einem Kastenwagen gesehen haben."
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    "text": "Er sprach über Funk mit jemandem."
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    "text": "Er ist bisher unsere heißeste Spur."
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    "text": "Und hat er sich noch mal gemeldet?"
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    "text": "Wo können wir Richard denn jetzt abholen?"
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    "text": "Wir warten auf seine Kontaktaufnahme."
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    "text": "August Ötger wischt sich den Schweiß von der Stirn."
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    "text": "Der Entführer hat ihn heute Kreuz und Quer durch München geschickt und dabei kaum verwertbare Spuren hinterlassen."
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    "text": "Noch am selben Abend wird Richard Ötger nach einem weiteren Anruf des Entführers gefunden."
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    "text": "In einem im Wald geparkten Auto wartet er auf seine Rettung."
  },
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    "text": "Der Fall erregt sofort internationales Aufsehen und zerrt die Familie Ötger ins Blitzlichtgewitter der Presse."
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    "text": "Die Polizei setzt eine Sonderkommission ein, durch."
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    "text": "die Ermittlungen kommen nur langsam voran."
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    "text": "Eine öffentliche Hotline wird eingerichtet, unter der man sich die Stimme des Entführers anhören kann."
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    "text": "Doch es kommen keine sachdienlichen Hinweise."
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    "text": "Unternehmenschef Rudolf August Ötger will sich mit über sechzig Jahren langsam zurückziehen."
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    "text": "Als Nachfolger kommt der von der Entführung gezeichnete Richard nicht in Betracht."
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    "text": "Er und sein älterer Bruder Christian sind außerdem zu unerfahren."
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    "text": "Eigentlich kommt nur der älteste Sohn August Oetker infrage."
  },
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    "end": 231.88,
    "text": "Doch der hat sich nach der Entführung von seinem Heimatland, seinem Vater und der Aufmerksamkeit der Presse distanziert."
  },
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    "end": 236.18,
    "text": "Er arbeitet in den USA erfolgreich als Investmentbänker."
  },
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    "text": "Und denkt gar nicht daran, nach Hause zurückzukehren."
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    "text": "Ich bin Marc Ben-Puch und das ist Imperium, die Dr."
  },
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    "end": 277.08,
    "text": "Oetker Story von Studio J. Die Familie Ötka ist inzwischen in unzähligen Branchen zu finden."
  },
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    "text": "Sie beschäftigt über zwanzigtausend Menschen und hat über hundertfünfzig Unternehmensbeteiligungen."
  },
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    "text": "Ihnen gehören neuen Banken und Versicherungen, Bauunternehmen, Import-Exportfirmen und Speditionen."
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    "text": "Sie sorgen traditionell dafür, dass Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen ausgeglichen werden können."
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    "text": "Doch dieses Prinzip funktioniert mit den Jahren immer schlechter."
  },
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    "end": 304.96,
    "text": "Durch zu viele verschiedene Geschäftsbereiche wird die Ötgagruppe unübersichtlich."
  },
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    "text": "Einige Sparten benötigen mehr Ideen und Innovationen."
  },
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    "end": 312.159,
    "text": "In einigen Bereichen täuscht der Eindruck des vermeintlichen Erfolgs."
  },
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    "text": "Das Geschäft mit Tiefkühlpitzen boomt."
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    "text": "Ende der Siebziger hat sich der Umsatz seit der Einführung in den letzten Jahren verzehnfacht."
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    "text": "Und Dr."
  },
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    "text": "Ötgag ist hier klarer Marktführer."
  },
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    "text": "Aber betrachtet man Tiefkühlkost im Allgemeinen, Erreicht Dr."
  },
  {
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    "end": 335.799,
    "text": "Ötger in der BAD lediglich einen Marktanteil von gut zehn Prozent."
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    "end": 341.32,
    "text": "Unternehmenschef Rudolf August Ötger hat sich außerdem in mehreren Bereichen verkalkuliert."
  },
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    "text": "Vor allem das Brauereigeschäft läuft schlecht."
  },
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    "end": 347.44,
    "text": "Der Versuch, eine eigene Biermarke zu etablieren, scheitert."
  },
  {
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    "end": 353.28,
    "text": "Erfolglose Investitionen in Brauereien verschlingen Unsummen im zweistelligen Millionenbereich."
  },
  {
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    "end": 356.159,
    "text": "Der Einstieg in die Textilbranche misslinkt."
  },
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    "text": "Die Diversifizierung von Dr."
  },
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    "end": 360.52,
    "text": "Ötger wird zunehmend zum Problem."
  },
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    "end": 365.02,
    "text": "Drei Manager stehen dem Konzernchef zur Seite, um den Überblick zu behalten."
  },
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    "text": "Auch Familienintern hat Rudolf August Ötgar Ende der Siebziger keine ruhige Minute."
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    "text": "Ihm beschäftigt nicht nur die Jagd nach dem Entführer seines Sohnes Richard, sondern auch die Feindseligkeiten zwischen seinen mittlerweile acht Kindern von drei Müttern."
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    "text": "Und vor allem die Suche nach seinem Nachfolger auf dem Chefssessel."
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    "text": "Das ist Folge vier."
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    "end": 389.479,
    "text": "Dynastie und Erbfall."
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    "text": "New York City."
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    "text": "Sommer, neunzehntinhundert und siebzig."
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    "end": 408.38,
    "text": "Rudolf August Ötka verlässt über die Gangway einen großen imposanten Frachter seiner Flotte."
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    "end": 413.239,
    "text": "Am Kai erwartet ihn sein Sohn August, der angestrengt lächelt."
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    "text": "Alle Achtung, Vater."
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    "text": "Ein beeindruckender Auftritt."
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    "text": "Es wäre doch einfacher gewesen zu fliegen."
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    "text": "Ach August, meine Flugangst wird immer schlimmer."
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    "text": "Schön, dass du uns mal besuchst."
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    "text": "Das letzte Mal, als wir uns gesehen haben, da konntest du deine Abneigung gegen meine Frau kaum verbergen."
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    "text": "Das überrascht mich nicht."
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    "text": "August, die Pflicht ruft."
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    "text": "Ich werde bald fünfundsechzig."
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    "text": "Jemand muss den Laden übernehmen."
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    "text": "Die Familie ist doch groß genug."
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    "text": "Schau, was mein Cousin Ahrend macht."
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    "text": "Er pflegt das Erbe seiner Mutter und sitzt in spitzen Verbänden der Industrie."
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    "text": "Er will nicht."
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    "text": "Ich stehe vor einer Beförderung bei Lehman Brothers."
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    "text": "Rudolf August Ötger bleibt stehen."
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    "end": 492.859,
    "text": "und schaut seinem Ältesten tief in die Augen."
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    "text": "Ich will, dass du mein Nachfolger wirst."
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    "end": 498.039,
    "text": "Nein."
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    "end": 501.719,
    "text": "Nimm dir ein Jahr, um von den USA Abschied zu nehmen."
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    "text": "In drei Jahren übernimmst du dann eine leitende Position."
  },
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    "text": "Noch hast du zwar nicht die nötigen Führungsqualitäten, aber du ... Du weißt anscheinend, wie man mich um den Finger wickeln kann."
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    "text": "Hast du sonst noch Kompliment auf Lager?"
  },
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    "text": "August, wenn du es nicht übernimmst, wird das Geschäft bald von Familienfremden-Managern geleitet."
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    "end": 533.86,
    "text": "Wenn ich den Laden übernehme, glaubt mir."
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    "end": 535.819,
    "text": "Dann brechen andere Zeiten an."
  },
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    "end": 538.459,
    "text": "Ich werde nicht so ein Alleinhärscher sein wie du."
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    "text": "Und ich werde die Vergangenheit im Krieg nicht schönreden."
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    "text": "Wie du das Unternehmen führst, wirst du entscheiden."
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    "text": "Was das andere betrifft, kannst du machen, was du willst."
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    "text": "Aber erst, wenn ich nicht mehr bin."
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    "text": "Rudolf August Ötger streckt seinem Sohn die Hand hin."
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    "text": "August zögert, sie zu ergreifen."
  },
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    "text": "Neunzehntundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
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    "end": 608.8,
    "text": "Nach fünfzig Verhandlungstagen wird er im Juni-Nineteinundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
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    "text": "Bisher wurde das Unternehmen von seinem Vater als Einzelkaufmann geleitet."
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    "text": "Ihm allein gehörte die Ötgagruppe."
  },
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    "text": "Er haftete mit seinem gesamten Privatvermögen."
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    "end": 624.28,
    "text": "Es gibt weder einen Aufsichtsrat, noch eine Arbeitnehmervertretung, die mitbestimmen."
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    "end": 633.24,
    "text": "Anfang有一hundertundachtzig wird aus dem Unternehmen eine Kommanditgesellschaft, kurz KG."
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    "end": 646.72,
    "text": "Ab sofort liegt die Haftung für den Konzern nicht nur auf den Schultern des Patriarchen, der weiterhin mit einem dreistelligen Millionenvermögen haftet, sondern auch auf den der drei Top-Manager und das Firmenerben August Ötgers."
  },
  {
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    "end": 652.62,
    "text": "Auch wenn dieser noch unter der Beobachtung seines Vaters steht, beginnt er langsam, den Konzern umzubauen."
  },
  {
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    "end": 657.5,
    "text": "Und da August Ötgers wird das Unternehmen Weltmarktführer bei Tiefkühlpizza."
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    "end": 661.8,
    "text": "Aber er versucht auch, defizitäre Geschäftsbereiche abzustoßen."
  },
  {
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    "end": 665.9,
    "text": "Trotzdem hat sein Vater bei allen wichtigen Entscheidungen das letzte Wort."
  },
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    "end": 672.24,
    "text": "Er sieht es ungern, dass sein Sohn mit der Firmengruppe aus der Textilbranche und der Hochsäfischerei aussteigt."
  },
  {
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    "text": "Häufig geraten Vater und Sohn aneinander."
  },
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    "text": "Es folgen Zeiten der Konsolidierung und weitere Investitionen."
  },
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    "text": "Dresden."
  },
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    "text": "Frühjahr, nineteenhundertneunzig."
  },
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    "end": 696.74,
    "text": "August Ötger spaziert mit einer Journalistin durch die Altstadt der sächsischen Landeshauptstadt."
  },
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    "text": "Einige historische Gebäude sind gut gepflegt, andere seit Jahren vernachlässigt."
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    "text": "Überall wird gebaut."
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    "text": "Die Journalistin schaltet ihr Diktiergerät ein."
  },
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    "text": "Herr"
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    "text": "Dr."
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    "end": 711.66,
    "text": "Oetker, danke für die Gelegenheit eines persönlichen Gesprächs."
  },
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    "text": "Was führt sie momentan nach Dresden?"
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    "end": 716.28,
    "text": "Wir investieren hier."
  },
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    "end": 719.98,
    "text": "Da müssen wir auch Präsenz zeigen und uns mit der Gegend vertraut machen."
  },
  {
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    "end": 724.98,
    "text": "Sind die Nahrungsmittelkonzerne die großen Gewinner der Wiedervereinigung?"
  },
  {
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    "end": 729.62,
    "text": "Nun, zunächst ist wohl das deutsche Volk der große Gewinner."
  },
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    "end": 731.959,
    "text": "Aber wirtschaftlich gesehen haben sie recht."
  },
  {
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    "end": 735.699,
    "text": "Das gilt ja auch nicht nur für uns, sondern auch für die Konkurrenz."
  },
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    "end": 739.62,
    "text": "Wir haben ein zweistilliges Wachstum bei den Gewinnen zu verzeichnen."
  },
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    "end": 740.98,
    "text": "Das kann sich sehen lassen."
  },
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    "end": 744.26,
    "text": "Die Wiedervereinigung bietet ein enormes Potenzial."
  },
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    "end": 750.04,
    "text": "Wer im letzten Jahr nicht gutes Geld verdient hat, der muss sich fragen, wann er eigentlich Geld verdienen will."
  },
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    "text": "Es geht Ihnen also am Ende nur ums Geld."
  },
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    "end": 756.339,
    "text": "Ich bin Unternehmer, das kann ich schwer verleugnen."
  },
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    "text": "Aber als solcher habe ich selbstverständlich eine Verantwortung, die über Dr."
  },
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    "end": 761.64,
    "text": "Edgar hinausgeht."
  },
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    "end": 771.68,
    "text": "Und ich bin fest davon überzeugt, dass die Integration der neuen Länder nur zu Bewerkstelligen ist, wenn man Arbeitsplätze schafft und nicht nur Produkte dorthin liefert."
  },
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    "end": 776.9,
    "text": "Wir übernehmen jetzt drei Brauereien und sichern so langfristig Jobs."
  },
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    "end": 780.24,
    "text": "Was planen Sie noch in dieser Richtung?"
  },
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    "end": 789.939,
    "text": "Wir werden noch in diesem Jahr mit einem anderen Nahrungsmittelhersteller ein Joint Venture gründen und in Mecklenburg-Vorpommern ein Werk nur für die Pizza-Produktion bauen."
  },
  {
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    "end": 792.939,
    "text": "Wir investieren erst einmal sechzig Millionen Mark."
  },
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    "text": "Dann schauen wir weiter."
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    "end": 800.839,
    "text": "Was sagen Sie Kritikern, die Ihnen vorwerfen, das Auslandsgeschäft zu lange vernachlässigt zu haben?"
  },
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    "text": "Wir werden Westeuropa nicht vernachlässigen, aber die Märkte sind gut aufgeteilt."
  },
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    "end": 807.52,
    "text": "Da wartet niemand auf uns."
  },
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    "end": 810.66,
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  },
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    "end": 816.02,
    "text": "Wir schauen gerade, inwiefern wir in Ungarn, Polen und Russland Fuß fassen können."
  },
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    "text": "Auch mit dortigen Produktionsstätten."
  },
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    "text": "Und auch Asien haben wir im Blick."
  },
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    "end": 823.04,
    "text": "Aber das ist noch nicht spruchreif."
  },
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    "end": 829.459,
    "text": "August Ötger und die Reporterin biegen um eine Ecke und stehen vor der Semperu-Opa."
  },
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    "end": 833.88,
    "text": "Der Nihobarockebau wird in warmem Licht angestrahlt."
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    "text": "Sehen Sie nur, wahrlich eines der schönsten Theatergebäude, die es gibt."
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    "text": "Das wird das neue Symbol für unser Radeberger Pilsner."
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    "text": "Aber die Brauerei ist doch gar nicht in Dresden, sondern, naja, in Radeberg."
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    "text": "Und außerdem ist alles nur eine Frage des Marketings."
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    "text": "Wir drehen unsere Werbespots hier, wir sponsern Events, wir fördern vielleicht eines Tages den Nachwuchs der Semperoper."
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    "text": "Wer weiß?"
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    "text": "Sie werden sehen, schon bald stellt das niemand mehr in Frage."
  },
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    "end": 868.439,
    "text": "Die Kulisse ist einfach zu schön."
  },
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    "end": 872.62,
    "text": "Ein abschließendes Wort vielleicht noch, Herr Dr."
  },
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    "end": 872.98,
    "text": "Oetker."
  },
  {
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    "end": 877.16,
    "text": "Welchen Eindruck haben Sie vom jungen, wieder vereinten Deutschland?"
  },
  {
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    "end": 883.439,
    "text": "Ich glaube, die Bundesrepublik ist im Moment einfach eine Insel der Seligen."
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  {
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    "end": 895.3,
    "text": "August-Ötgers Initiativen, den Konzern zu verschlanken und die Investitionen in den Osten zahlen sich aus."
  },
  {
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    "end": 923.1,
    "text": "Das Pizza- und Pastawerk in Wittenburg, Mecklenburg-Vorpommern ist ein voller Erfolg."
  },
  {
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    "end": 929.76,
    "text": "Hier werden pro Stunde, ein-tausend-zwei-hundert Kilogramm Nudeln gekocht und zwei-tausend-drei-hundert Kilogramm Gemüse gemischt."
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    "end": 931.72,
    "text": "Pro Tag stellt Dr."
  },
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    "end": 934.459,
    "text": "Ötger hier mehr als hunderttausend Fertiggerichte her."
  },
  {
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    "end": 942.5,
    "text": "Zusammen mit einem zweiten Werk im Rheinland-Felsischen Wittlich fertigt das Unternehmen pro Tag zwei Komma drei Millionen Tiefkühlpizzen."
  },
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    "text": "Damit sind sie europaweit Marktführer."
  },
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    "end": 955.38,
    "text": "August Oetker profiliert sich als talentierter Chef, der das Unternehmen mit modernen Ideen in die Zukunft führt."
  },
  {
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    "end": 960.38,
    "text": "So wie er defizitäre Unternehmen abstößt, baut der andere Sparten aus."
  },
  {
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    "text": "Ganz besonders das Rederei-Geschäft."
  },
  {
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    "end": 967.54,
    "text": "Er übernimmt zahlreiche Schiffslinien aus aller Welt und die Flotte wächst."
  },
  {
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    "end": 979.839,
    "text": "Plötzlich verfällt der Dollar Anfang der neunziger Jahre nach der Golfkrise Und Rezessionen in Südamerika, Australien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten belasten die ötgarische Redereihe Hamburgs Süd."
  },
  {
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    "end": 982.079,
    "text": "Die Frachtraten sinken."
  },
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    "end": 986.36,
    "text": "Rutscht die Redereihe in die roten Zahlen."
  },
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    "end": 990.579,
    "text": "Seit Jahrzehnten macht ötgar mit Hamburgs Süd-Milliarden-Umsätze."
  },
  {
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    "end": 996.28,
    "text": "Das Unternehmen braucht schnell eine Lösung, um seine lukrativste Sparte nicht zu verlieren."
  },
  {
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    "end": 1020.16,
    "text": "August Ötger steht auf dem Rasen vor der Villa seines Vaters und sieht die Frachtschiffe vorbeiziehen."
  },
  {
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    "end": 1026.839,
    "text": "Kopf schüttelnd und mit einer Pfeife im Mundwinkel kommt sein Vater Rudolf August Ötger dazu."
  },
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    "end": 1030.44,
    "text": "Wie schnell es doch gehen kann, August."
  },
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    "end": 1033.819,
    "text": "Eben noch verdienen wir Milliarden mit unseren Frachtschiffen."
  },
  {
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    "end": 1036.399,
    "text": "Und nun schreiben wir rote Zahlen."
  },
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    "end": 1041.22,
    "text": "Ich bin ja der Meinung, wir könnten eine Fusion mit der Happer Kleut versuchen."
  },
  {
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    "text": "Mit unserem direkten Konkurrenten, die sind doppelt so groß wie wir."
  },
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    "text": "Was glaubst du, wie viel wir dann noch zu sagen haben?"
  },
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    "end": 1049.879,
    "text": "Das kann nicht die Lösung sein."
  },
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    "end": 1053.28,
    "text": "Dann bleiben uns nur zwei Möglichkeiten."
  },
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    "text": "Uns komplett zurückzuziehen und alles verkaufen."
  },
  {
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    "text": "Niemals."
  },
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    "end": 1059.42,
    "text": "Weißt du, wie lange es gedauert hat, das alles aufzubauen?"
  },
  {
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    "text": "Wir sind nicht über Nacht der größte Privaträder Deutschlands geworden."
  },
  {
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    "end": 1066.46,
    "text": "Die andere Möglichkeit wäre, eiskalt zu expandieren."
  },
  {
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    "end": 1067.68,
    "text": "Mit welchem Geld denn?"
  },
  {
    "start": 1069.22,
    "end": 1072.42,
    "text": "Wir verkaufen ein paar Schiffe und verschlanken die Verwaltung."
  },
  {
    "start": 1073.639,
    "end": 1075.26,
    "text": "Dann hätten wir schon mal einen besseren Cashflow."
  },
  {
    "start": 1076.44,
    "end": 1084.94,
    "text": "Ja, wenn nur die Finanzkrisen in Asien und Südamerika nicht wären, die Haushaltsdefizite in Brasilien, die Mexikokrise und die Wirtschaft in Argentinien gefällt mir auch nicht."
  },
  {
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    "end": 1092.18,
    "text": "Was in Thailand abgeht mit den Auslandsschulden und den absurden Investitionen, das zieht noch den ganzen Kontinent nach unten."
  },
  {
    "start": 1093.22,
    "end": 1099.16,
    "text": "Gut, aber vielleicht ist das auch eine Gelegenheit, hier und da jemanden günstig aufzukaufen."
  },
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    "end": 1105.58,
    "text": "Vater und Sohn setzen sich an den Tisch auf der Terrasche und überlegen einen moment schweigend."
  },
  {
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    "text": "Ja, falls wir... Wir müssten... Du zuerst, Vater."
  },
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    "text": "Na dann, schauen wir doch erst einmal auf das Stammgeschäft von Hamburg Süd."
  },
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    "text": "Die Verbindung nach Südamerika."
  },
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    "text": "Allianza ist in Schwierigkeiten, habe ich gehört."
  },
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    "text": "Die haben immerhin um die Fünfzig Schiffe."
  },
  {
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    "text": "Damit könnte man vielleicht Mexiko, die Karibik und Asien mit Brasilien verbinden."
  },
  {
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    "text": "Das könnte riskant werden."
  },
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    "end": 1135.84,
    "text": "Also wenn mir etwas anhängt, dann dass ich zu vorsichtig bin und höchstens konsolidierer."
  },
  {
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    "end": 1137.56,
    "text": "Also gut."
  },
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    "end": 1139.639,
    "text": "Jetzt gehen wir in die Offensive."
  },
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    "end": 1142.98,
    "text": "August Ötger sieht seinen Vater nachdenklich nicken."
  },
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    "end": 1149.2,
    "text": "Ob er ihm zustimmt oder an den Erfolgschancen der Expansion zweifelt, ist nicht klar."
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    "text": "Zwei Jahre später kauft Dr."
  },
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    "text": "Ötgers Rederei Hamburg Süd die brasilianische Allianza für fünfzig Millionen D-Mark auf heute gerechnet gut vierzig Millionen Euro."
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    "text": "Dazu kommen bis zur Jahrtausendwende noch drei weitere kleinere ausländische Frachtredereien."
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    "text": "Ob sich die Investitionen langfristig lohnen, ist angesichts anhaltender internationaler Wirtschaftskrisen noch nicht absehbar."
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    "text": "In anderen Bereichen stärkt August Ötger seinen Ruf als moderner Konzernchef."
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  {
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    "text": "Schon in den letzten Jahren engagiert er im Management des Unternehmens einen Umweltbeauftragten, der die Produktion auf Nachhaltigkeit prüft."
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    "text": "Dieser hat das Recht, Vetos bei Investitionen einzulegen."
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    "text": "Außerdem legt er Regeln für den betriebsinternen Umweltschutz fest, darunter Mülltrennung und biologische Kläranlagen und gibt Seminare für die Belegschaft."
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  {
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    "text": "August Ötger sieht nach eigener Aussage keinen Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie."
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    "text": "Ab Ende der Achtziger werden bei Dr."
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    "end": 1217.24,
    "text": "Ötger jährlich Umweltprüfungen durchgeführt."
  },
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    "end": 1232.68,
    "text": "als Ökomanager des Jahres ausgezeichnet."
  },
  {
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    "end": 1240.12,
    "text": "So wie seine Urgroßeltern sich bei sozialen Maßnahmen für Angestellte einsetzten, engagiert August Ötga sich für Umweltschutz."
  },
  {
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    "text": "Neben den positiven Meldungen treten immer wieder die alten Schwierigkeiten zutage."
  },
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    "end": 1256.06,
    "text": "Sie übernimmt ein neuer Leiter die Kunsthalle in Bielefeld und rückt deren offiziellen Namen Richard Kaselowski-Halle wieder in den Mittelpunkt."
  },
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    "end": 1260.46,
    "text": "Es folgen Protestaktionen zum dreißigsten Jubiläum der Kunsthalle."
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    "end": 1268.22,
    "text": "Bielefeld, Ninzehundertneunzig."
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    "end": 1276.06,
    "text": "Im Vorraum der Kunsthalle Bielefeld stehen zwei junge Mitarbeiterin des Museums und beobachten besorgt die Vorgänge vor dem Fenster."
  },
  {
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    "end": 1279.399,
    "text": "Da ist wieder dieser Typ mit seinem Stand."
  },
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    "text": "Welcher Typ?"
  },
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    "end": 1281.72,
    "text": "Was meinst du?"
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    "end": 1284.22,
    "text": "Stimmt, du warst ja im Urlaub."
  },
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    "start": 1284.74,
    "end": 1286.68,
    "text": "Pass auf, hier brennt gerade echt die Luft."
  },
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    "start": 1287.379,
    "end": 1289.5,
    "text": "Es ist eine richtige Bürgerbewegung geworden."
  },
  {
    "start": 1290.42,
    "end": 1294.02,
    "text": "Hier, dieses Flugblatt wird überall verteilt, ließ mal."
  },
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    "start": 1295.56,
    "end": 1298.899,
    "text": "Der Rad der Stadt Bielefeld wird aufgefordert zu beschließen."
  },
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    "end": 1303.68,
    "text": "Die Bielefelder Kunsthalle heißt in Zukunft nur noch Kunsthalle Bielefeld."
  },
  {
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    "end": 1307.84,
    "text": "Der Namenszusatz Richard Kasselowski Haus wird gestrichen."
  },
  {
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    "end": 1309.92,
    "text": "Warum eigentlich?"
  },
  {
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    "end": 1312.399,
    "text": "Wie es da auf dem Flugblatt steht."
  },
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    "start": 1313.12,
    "end": 1315.36,
    "text": "Der war wohl Förderer des Nazi-Regimes."
  },
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    "end": 1318.16,
    "text": "Aber keine Ahnung, ich hab da auch nur halb wissen."
  },
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    "end": 1321.12,
    "text": "Und was macht jetzt dieser Typ da draußen?"
  },
  {
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    "end": 1326.84,
    "text": "Ich glaube, er verkauft Kunstdrucker von einer Grafik, die sehen aus wie kleine Pizzakartons."
  },
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    "end": 1335.46,
    "text": "Die Pizza auf dem Bild hat die Form von einem Hakenkreuz und du kannst sie entweder in der Geschmacksrichtung Ida oder Richard Kasselowski haben."
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    "text": "Ist"
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    "end": 1338.139,
    "text": "keine dumme Idee."
  },
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    "text": "Ich glaube, ich hätte so eine gerne."
  },
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    "end": 1341.92,
    "text": "Ist ja ein Zeitdokument."
  },
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    "text": "Ja, dann hol dir die mal heimlich, so dass der Chef dich nicht sieht."
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    "text": "Gespannt beobachten die beiden, wie immer mehr Menschen zusammenkommen und dem Künstler für Acht-D-Mark einen Karton der Pizza-Kasselowski abkaufen."
  },
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    "end": 1365.08,
    "text": "Ich habe gehört, dass der alte Ötka damit droht, die Werke aus seiner Privatsammlung zurückzunehmen, die er dem Haus als Leihgabe gegeben hat."
  },
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    "end": 1369.66,
    "text": "Oh nein, aber hoffentlich nicht die russische Tänzerin von Kirchner."
  },
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    "end": 1371.6,
    "text": "Das ist mein Lieblingsbild."
  },
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    "end": 1372.82,
    "text": "Oh doch."
  },
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    "end": 1379.48,
    "text": "Absurd, dass das eins von den Werken ist, die die Nazis als entartete Kunst bezeichnet haben."
  },
  {
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    "text": "Aber ich meine, kann die Stadt das einfach so machen?"
  },
  {
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    "end": 1385.879,
    "text": "Er hat das Museum doch gestiftet?"
  },
  {
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    "text": "Naja, ganz so ist es nicht."
  },
  {
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    "end": 1393.58,
    "text": "Richard August Ötger hat damals ein Drittel der Baukosten bezahlt."
  },
  {
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    "text": "Der Rest kam aus Steuergeldern."
  },
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    "end": 1399.0,
    "text": "Dafür durfte er dann aber den Architekten bestimmen?"
  },
  {
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    "end": 1404.28,
    "text": "die Halle nach seinem Stiefvater benennen und eine Gedenktafel im Eingangsbereich aufhängen."
  },
  {
    "start": 1405.04,
    "end": 1412.94,
    "text": "Jetzt wollten sie die Halle erst nach Kasselowski's Frau umbenennen, aber dann kam heraus, dass sie auch seit nineteenhundertsiebenunddreißig in der NSDAP war."
  },
  {
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    "end": 1416.1,
    "text": "Dann mal sehen, wie lange der Name noch bleibt."
  },
  {
    "start": 1417.139,
    "end": 1428.54,
    "text": "Die beiden Museumsmitarbeiterinnen zucken mit den Schultern und widmen sich wieder den Vorbereitungen für die Feiern zum dreißigsten Jubiläum der Kunsthalle, während sich der Vorplatz weiter mit Protestierenden füllt."
  },
  {
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    "end": 1437.96,
    "text": "Einen Monat später beschließt die Stadt Bielefeld die Streichung von Kasselowski aus dem Namen der Kunsthalle."
  },
  {
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    "end": 1444.16,
    "text": "Rudolf August Ötger macht daraufhin seine Drohung wahr und zieht seine Leihgaben aus dem Museum ab."
  },
  {
    "start": 1444.96,
    "end": 1447.36,
    "text": "Seine Frau Maya und er sehen sich als Opfer."
  },
  {
    "start": 1448.139,
    "end": 1458.92,
    "text": "Sie sprechen von linkem Meinungsterror aus dem grünen Umkreis der Uni Bielefeld und finden, dass Ideologie, Dummheit und Feigheit gesiegt haben."
  },
  {
    "start": 1459.96,
    "end": 1463.12,
    "text": "August Ötger ist das Verhalten seines Vaters ein Dorn im Auge."
  },
  {
    "start": 1463.92,
    "end": 1466.46,
    "text": "Sein Wunsch, die NS-Zeit im Unternehmen Dr."
  },
  {
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    "end": 1470.5,
    "text": "Ötger endlich aufzuarbeiten, scheitert am Veto seines Vaters."
  },
  {
    "start": 1471.24,
    "end": 1476.08,
    "text": "Der Umgang mit der Vergangenheit spaltet auch die Nachkommen und zukünftigen Abend des Konzerns."
  },
  {
    "start": 1476.8,
    "end": 1482.74,
    "text": "Die älteren Geschwister aus der ersten und zweiten Ehe von Rudolf August Ötger befürworten die Aufarbeitung."
  },
  {
    "start": 1483.42,
    "end": 1487.72,
    "text": "Die drei Jüngeren aus der Dritten Ehe sind laut Aussagen August Ötgers dagegen."
  },
  {
    "start": 1490.7,
    "end": 1493.86,
    "text": "Geschäftlich fährt der Firmenerbe unbeirrt seinen Kurs."
  },
  {
    "start": 1495.3,
    "end": 1497.22,
    "text": "Das Redereigeschäft liegt ihm am Herzen."
  },
  {
    "start": 1498.1,
    "end": 1504.94,
    "text": "Durch die Expansion und eine sich erholende Weltwirtschaftslage, generiert die Spate über fünf Milliarden Euro."
  },
  {
    "start": 1505.52,
    "end": 1508.04,
    "text": "In etwa die Hälfte des gesamten Konzernumsatzes."
  },
  {
    "start": 1508.82,
    "end": 1515.96,
    "text": "Ötger wird auch deutscher Marktführer im Biergeschäft, nachdem das Unternehmen eine weitere Brauereigruppe übernimmt."
  },
  {
    "start": 1516.94,
    "end": 1523.84,
    "text": "August Ötger stärkt weiterhin die funktionierenden Geschäftsbereiche, stößt andere ab und treibt die Nachhaltigkeit weiter voran."
  },
  {
    "start": 1524.84,
    "end": 1529.94,
    "text": "Der Sechzigjährige digitalisiert das Unternehmen und öffnet ein Forschungs- und Entwicklungszentrum."
  },
  {
    "start": 1530.86,
    "end": 1543.62,
    "text": "Zwei-tausend-sieben stirbt sein Vater Richard August Ötger, der das Unternehmen seit Mitte der vierziger Jahre erst als Chef und später als veto-berechtigter, persönlich haftener Gesellschafta über Sechzig Jahre geprägt hatte."
  },
  {
    "start": 1545.16,
    "end": 1552.46,
    "text": "Er hinterlässt seinen acht Kindern jeweils zwölf, fünf Prozent der Ötgar-Gruppe, welche inzwischen aus vierhundert Unternehmen besteht."
  },
  {
    "start": 1553.26,
    "end": 1553.78,
    "text": "Sein Wunsch?"
  },
  {
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    "end": 1559.34,
    "text": "Die Nachkommen sollen das Erbe in Harmonie und Eintracht verwalten."
  },
  {
    "start": 1566.78,
    "end": 1570.48,
    "text": "Schloss Johannesberg im Rheingau, September, Zwei-Tausend-Elf."
  },
  {
    "start": 1571.66,
    "end": 1578.639,
    "text": "Auf einem Weingut treten die Jüngste der Ötgar-Erben Julia Ötgar und ihr frisch angetrauter Mann aus einer Basilika."
  },
  {
    "start": 1579.78,
    "end": 1582.06,
    "text": "Kinder streuen Blumen, und Gäste jubeln."
  },
  {
    "start": 1585.44,
    "end": 1591.04,
    "text": "Etwas abseits stehen zwei Boulevardreporter und registrieren jedes Detail der Veranstaltung."
  },
  {
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    "end": 1595.26,
    "text": "Edelsteine in der Frisur, fünf Meter lange Schleppe."
  },
  {
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    "end": 1596.18,
    "text": "So"
  },
  {
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    "end": 1598.36,
    "text": "heiratet man einen spanischen Grafen."
  },
  {
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    "end": 1601.96,
    "text": "Aber hast du ihre beiden älteren Brüder schon gesehen?"
  },
  {
    "start": 1602.78,
    "end": 1605.18,
    "text": "Ich bitte dich, die werden sich ja hier nun nicht blicken lassen."
  },
  {
    "start": 1605.86,
    "end": 1609.26,
    "text": "In diesen gesellschaftlichen Sphären ist jeder öffentliche Auftritt Politik."
  },
  {
    "start": 1609.94,
    "end": 1612.72,
    "text": "Und was denkst du, soll uns deren Abwesenheit sagen?"
  },
  {
    "start": 1613.66,
    "end": 1617.24,
    "text": "Da brot als Gewalt dich hinter den Kulissen, es geht um den Chefssessel."
  },
  {
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    "end": 1621.16,
    "text": "Ich habe gehört, dass sie gewisse Abmachungen getroffen haben."
  },
  {
    "start": 1621.82,
    "end": 1626.8,
    "text": "Nachdem August ja letztes Jahr aufgehört hat, dachte sein kleiner Halbbruder Alfred, er wäre dran."
  },
  {
    "start": 1627.66,
    "end": 1633.96,
    "text": "Aber dann hat doch Augusts Bruder Richard den Chefssessel übernommen und zack, hing der Aussegen wieder schief."
  },
  {
    "start": 1634.94,
    "end": 1637.68,
    "text": "Warum hat der August dann eigentlich nicht weitergemacht?"
  },
  {
    "start": 1638.74,
    "end": 1640.139,
    "text": "Die haben intern eine Regelung."
  },
  {
    "start": 1640.74,
    "end": 1642.94,
    "text": "Mit fünfundsechzig ist man raus als Chef."
  },
  {
    "start": 1643.899,
    "end": 1647.84,
    "text": "Aber sein Vater, Richard August, war doch damals viel länger am Ruder."
  },
  {
    "start": 1648.46,
    "end": 1651.22,
    "text": "Naja, der hat immer seine eigenen Regeln gemacht."
  },
  {
    "start": 1651.86,
    "end": 1656.16,
    "text": "Ich glaube, auch sein Sohn hätte gerne noch ein paar Jahre als Chef dran gehangen."
  },
  {
    "start": 1656.899,
    "end": 1658.78,
    "text": "Aber da hatten seine jüngeren Halbgeschwister."
  },
  {
    "start": 1658.82,
    "end": 1659.42,
    "text": "was dagegen."
  },
  {
    "start": 1660.32,
    "end": 1667.5,
    "text": "Ob das wohl etwas damit zu tun hat, dass er jetzt Historiker in die Familienarchive gelassen hat, um die Nazizeit aufzuarbeiten?"
  },
  {
    "start": 1668.48,
    "end": 1669.82,
    "text": "Reine Spekulation."
  },
  {
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    "end": 1671.2,
    "text": "Stesschen?"
  },
  {
    "start": 1673.52,
    "end": 1673.58,
    "text": "Ja."
  },
  {
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    "end": 1675.32,
    "text": "Und wie geht's jetzt weiter?"
  },
  {
    "start": 1675.36,
    "end": 1679.86,
    "text": "Wenn die Historiker ihr Buch veröffentlichen, brennt doch bei denen schon wieder die Luft."
  },
  {
    "start": 1680.62,
    "end": 1681.68,
    "text": "Du, ganz ehrlich."
  },
  {
    "start": 1682.26,
    "end": 1686.92,
    "text": "Ich glaube, die Zeiten, dass jemand aus der Familie die Unternehmensgruppe leitet, sind vorbei."
  },
  {
    "start": 1687.58,
    "end": 1691.54,
    "text": "Die laden sich ja schon jetzt, anscheinend, nicht mehr gegenseitig zu ihren Hochzeiten ein."
  },
  {
    "start": 1692.399,
    "end": 1695.1,
    "text": "Ob der Alfred da überhaupt noch auf den Chefsessel kommt?"
  },
  {
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    "end": 1696.26,
    "text": "Ganz ehrlich?"
  },
  {
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    "text": "Wer als Chef?"
  },
  {
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    "text": "Ich weiß nicht."
  },
  {
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    "text": "Es ist kein Chefmaterial."
  },
  {
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    "end": 1701.2,
    "text": "Meine Meinung."
  },
  {
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    "end": 1702.44,
    "text": "Nur ganz allein."
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  {
    "start": 1702.84,
    "end": 1703.52,
    "text": "Meine Meinung."
  },
  {
    "start": 1703.56,
    "end": 1716.18,
    "text": "Die Konflikte bei den Ötgers reißen nicht ab."
  },
  {
    "start": 1716.96,
    "end": 1720.06,
    "text": "Die jüngeren Geschwister wollen den Mischkonzern neu ausrichten."
  },
  {
    "start": 1721.0,
    "end": 1724.639,
    "text": "Im Jahr two-tausendneun leidet das Unternehmen stark unter der Finanzkrise."
  },
  {
    "start": 1725.399,
    "end": 1727.48,
    "text": "Der Umsatz bricht um vierzehn Prozent ein."
  },
  {
    "start": 1728.24,
    "end": 1731.399,
    "text": "Die Jüngeren wollen das Geschäft nun krisensicherer aufstellen."
  },
  {
    "start": 1731.879,
    "end": 1739.28,
    "text": "Sie hängen kaum an den Redereien, obwohl diese zwei-tausendzehn mit über vier Milliarden Euro die Hälfte des gesamten Ötgerumsatzes ausmachen."
  },
  {
    "start": 1742.0,
    "end": 1746.32,
    "text": "Auch die Recherchen der Historiker zur NS-Vergangenheit der Familie sorgen für Zwist."
  },
  {
    "start": 1747.02,
    "end": 1754.34,
    "text": "Vor allem, als diese die ersten Ergebnisse vorlegen, das Unternehmen war direkt und indirekt in die Kriegswirtschaft verstrickt."
  },
  {
    "start": 1755.26,
    "end": 1762.379,
    "text": "Der damalige Ötgalschef Kaselowski hat nach ihren Recherchen von den Machenschaften der Nazis gewusst und profitiert."
  },
  {
    "start": 1763.26,
    "end": 1767.48,
    "text": "Für die Veröffentlichung wird die Veröffentlichung in Buchform angekündigt."
  },
  {
    "start": 1767.94,
    "end": 1770.66,
    "text": "Die Reaktionen darauf sind schwer vorherzusehen."
  },
  {
    "start": 1771.56,
    "end": 1773.58,
    "text": "Shitstorm oder Schulterzucken?"
  },
  {
    "start": 1774.52,
    "end": 1776.2,
    "text": "Das ist hier die Frage."
  },
  {
    "start": 1791.62,
    "end": 1792.139,
    "text": "Bielefelds."
  },
  {
    "start": 1794.32,
    "end": 1800.68,
    "text": "In seinem Büro im Filmensitz empfängt August Ötger einen Journalisten und eine Reporterin der Zeitung die Zeit."
  },
  {
    "start": 1801.28,
    "end": 1806.04,
    "text": "Anlass ist die Veröffentlichung der Rechercheergebnisse zu NS-Zeit in Buchform."
  },
  {
    "start": 1807.68,
    "end": 1812.78,
    "text": "Herr Ötger, warum kam es so lange Zeit nicht zu einer Aufarbeitung dieser kritischen Jahre?"
  },
  {
    "start": 1814.08,
    "end": 1814.68,
    "text": "Ganz einfach."
  },
  {
    "start": 1815.06,
    "end": 1817.24,
    "text": "Mein Vater wollte über diese Zeit nicht sprechen."
  },
  {
    "start": 1818.0,
    "end": 1822.26,
    "text": "Er hat gesagt, das war eine schlimme Zeitkinder, lasst mich damit in Ruhe."
  },
  {
    "start": 1822.94,
    "end": 1824.8,
    "text": "Und dann war das Thema wieder vom Tisch."
  },
  {
    "start": 1825.74,
    "end": 1828.8,
    "text": "Er hat gesagt, dass wir das ja schließlich nach seinem Tod machen können."
  },
  {
    "start": 1829.86,
    "end": 1831.52,
    "text": "Ich fand das schon lange schwer erträglich."
  },
  {
    "start": 1836.92,
    "end": 1839.74,
    "text": "Vielleicht wollte er nicht der gewesen sein, der er war."
  },
  {
    "start": 1840.56,
    "end": 1843.08,
    "text": "Vielleicht wollte er einen Teil seines Lebens redigieren."
  },
  {
    "start": 1843.72,
    "end": 1846.7,
    "text": "Das kann ich zwar nachvollziehen, aber... Das macht es nicht besser."
  },
  {
    "start": 1848.3,
    "end": 1854.34,
    "text": "Hatten Sie denn den Eindruck, dass Ihr Vater auch nach nineteenhundertfünfundvierzig noch empfänglich war für rechtes Gedankengut?"
  },
  {
    "start": 1855.52,
    "end": 1856.639,
    "text": "Das sind die Menschen bis heute."
  },
  {
    "start": 1857.42,
    "end": 1858.26,
    "text": "Und er war es auch."
  },
  {
    "start": 1859.16,
    "end": 1863.48,
    "text": "Deswegen war es mir so wichtig, eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag zu geben."
  },
  {
    "start": 1864.16,
    "end": 1866.2,
    "text": "Wir müssen uns der Vergangenheit stellen."
  },
  {
    "start": 1868.2,
    "end": 1870.44,
    "text": "Das sehen ja nicht alle Familienmitglieder so."
  },
  {
    "start": 1871.3,
    "end": 1871.7,
    "text": "Das stimmt."
  },
  {
    "start": 1872.32,
    "end": 1875.98,
    "text": "Die jüngeren Geschwister sind meinem Vater noch nicht so entwachsen."
  },
  {
    "start": 1876.74,
    "end": 1880.56,
    "text": "Die haben sich gefragt, tun wir unserem Vater da etwas Böses an?"
  },
  {
    "start": 1881.48,
    "end": 1884.58,
    "text": "Sorgen wir dafür, dass sein sonst so guter Ruf befleckt wird?"
  },
  {
    "start": 1885.98,
    "end": 1887.18,
    "text": "Bei mir war das anders."
  },
  {
    "start": 1887.92,
    "end": 1890.86,
    "text": "Ich hatte das Gefühl, jetzt geht es an die Fakten."
  },
  {
    "start": 1891.34,
    "end": 1893.12,
    "text": "Jetzt wird der Nebel gelichtet."
  },
  {
    "start": 1894.98,
    "end": 1897.86,
    "text": "Die Reporterin nickt ihrem Kollegen zu, der übernehmen soll."
  },
  {
    "start": 1898.86,
    "end": 1904.139,
    "text": "Herr Oetker, einmal wurde es ja wirklich offensichtlich, wie ihr Vater zur Vergangenheit stand."
  },
  {
    "start": 1904.92,
    "end": 1908.3,
    "text": "Das war, als es um die Umbedennung der Kunsthalle Bielefeld ging."
  },
  {
    "start": 1908.98,
    "end": 1912.6,
    "text": "Er sah sich und seinen Stiefvater einer Kampagne ausgesetzt."
  },
  {
    "start": 1912.7,
    "end": 1915.86,
    "text": "Seine Frau sah nachträgliche Diluzianzen am Werk."
  },
  {
    "start": 1916.399,
    "end": 1919.32,
    "text": "Am Ende ließ ihr Vater seine Bilder aus dem Museum abholen."
  },
  {
    "start": 1920.02,
    "end": 1921.1,
    "text": "Wie haben sie das empfunden?"
  },
  {
    "start": 1921.899,
    "end": 1927.7,
    "text": "Ja, es waren ja nur sieben von fünfhundert Werken aus dem Depot und vier davon wurden fast nie ausgestellt."
  },
  {
    "start": 1928.399,
    "end": 1930.04,
    "text": "Trotzdem ist es schade."
  },
  {
    "start": 1930.58,
    "end": 1933.46,
    "text": "Und ich habe damals die Rücknahme der Bilder als trotz empfunden."
  },
  {
    "start": 1934.56,
    "end": 1935.5,
    "text": "Ich hätte es nicht gemacht."
  },
  {
    "start": 1936.98,
    "end": 1938.56,
    "text": "Auch mit der Stadt Bielefeld."
  },
  {
    "start": 1938.74,
    "end": 1941.5,
    "text": "an sich schien ihr Vater dann ja abzurechnen."
  },
  {
    "start": 1942.18,
    "end": 1947.42,
    "text": "Eine Stadt, die ja nun untrennbar mit der Erfolgsgeschichte des Hauses Ötger verbunden ist."
  },
  {
    "start": 1948.2,
    "end": 1948.8,
    "text": "Das ist richtig."
  },
  {
    "start": 1949.0,
    "end": 1952.22,
    "text": "Mein Vater hat gesagt, mit dieser Stadt machen wir nichts mehr."
  },
  {
    "start": 1953.06,
    "end": 1956.66,
    "text": "Er sah in dem Beschluss Unzuverlässigkeit und Illoialität."
  },
  {
    "start": 1957.44,
    "end": 1960.08,
    "text": "In dieser Frage hat er sich bis zu seinem Tod nicht beruhigt."
  },
  {
    "start": 1961.3,
    "end": 1965.36,
    "text": "Würden Sie selbst Ihren Vater als... Nazi bezeichnen?"
  },
  {
    "start": 1966.94,
    "end": 1968.84,
    "text": "Mein Vater war ein Nationalsozialist."
  },
  {
    "start": 1972.1,
    "end": 1974.879,
    "text": "Herr Ötger, vielen Dank für dieses Gespräch."
  },
  {
    "start": 1978.8,
    "end": 1982.62,
    "text": "Die Veröffentlichung des Buches trifft in der Öffentlichkeit auf großes Interesse."
  },
  {
    "start": 1983.44,
    "end": 1986.639,
    "text": "Viele loben die Transparenz, auch wenn sie sehr spät einsetzt."
  },
  {
    "start": 1987.44,
    "end": 1991.84,
    "text": "Innerhalb der Familie vertiefen sich durch das Buch die Gräben zwischen den Erben des Konzerns."
  },
  {
    "start": 1992.56,
    "end": 1998.62,
    "text": "Rudolf August Ötgers dritte Frau Maja wehrt sich vehement gegen die Aussagen ihres Stiefsohnes August."
  },
  {
    "start": 1999.42,
    "end": 2004.06,
    "text": "Auf ihrer Seite hat sie die gemeinsamen Kinder aus der letzten Ehe des verstorbenen Patriarchen."
  },
  {
    "start": 2005.06,
    "end": 2007.72,
    "text": "Dem Erfolg des Unternehmens schadet das Buch jedoch nicht."
  },
  {
    "start": 2008.56,
    "end": 2013.84,
    "text": "Zwei Tausend Dreizehn macht die Ötgagruppe einen weltweiten Jahresumsatz von fast elf Milliarden Euro."
  },
  {
    "start": 2014.54,
    "end": 2016.0,
    "text": "Zwei Drittel davon im Ausland."
  },
  {
    "start": 2016.639,
    "end": 2020.899,
    "text": "Die Redereitsparte hat mit gut siebenundvierzig Prozent den größten Anteil am Geschäft."
  },
  {
    "start": 2021.48,
    "end": 2024.379,
    "text": "Die Nahrungsmittel machen nur noch vierundzwanzig Prozent aus."
  },
  {
    "start": 2025.02,
    "end": 2026.84,
    "text": "Die Getränkesparte fast genauso viel."
  },
  {
    "start": 2027.46,
    "end": 2031.18,
    "text": "Die Anzahl der verkauften Päckchen Backpulver zählt schon lange niemand mehr."
  },
  {
    "start": 2034.72,
    "end": 2038.82,
    "text": "In dieser Zeit laufen seit einigen Jahren Gespräche über eine Großfusion."
  },
  {
    "start": 2039.7,
    "end": 2044.42,
    "text": "Die deutsche Linienrederei Hapakleut und die ötgereigene Hamburg Süd prüfen eine Fusion."
  },
  {
    "start": 2045.2,
    "end": 2048.12,
    "text": "Es würde so die viertgrößte Rederei der Welt entstehen."
  },
  {
    "start": 2048.96,
    "end": 2054.26,
    "text": "August Ötgar würde dies gern sehen, um in der ötgarschen Traditionsbranche weiter tätig zu sein."
  },
  {
    "start": 2054.78,
    "end": 2057.62,
    "text": "Doch die Gespräche platzen auf Wunsch der Ötgarseite."
  },
  {
    "start": 2058.54,
    "end": 2068.7,
    "text": "Stattdessen wird Hamburg Süd, zwei Tausend Siebzehn, nach Achtzig Jahren in Familienbesitz, an die dänischen Marktführer Mersk für drei Komma sieben Milliarden Euro verkauft."
  },
  {
    "start": 2069.34,
    "end": 2075.64,
    "text": "Auch das Bankhaus Lampe wechselt zwei Tausend Zwanzig den Besitzer für geschätzte Zwei Hundert Fünfzig Millionen Euro."
  },
  {
    "start": 2076.66,
    "end": 2078.32,
    "text": "Es ist das Ende einer Ära."
  },
  {
    "start": 2079.2,
    "end": 2079.44,
    "text": "Dr."
  },
  {
    "start": 2079.54,
    "end": 2087.1,
    "text": "Ötger stößt diverse traditionelle Geschäftszweige ab und kurz darauf kommt es zu einer Zeitenwende im Familienunternehmen."
  },
  {
    "start": 2096.18,
    "end": 2099.14,
    "text": "Bielefeld, November, zwei-tausend-einundzwanzig."
  },
  {
    "start": 2100.08,
    "end": 2104.06,
    "text": "In einem Konferenzraum ist soeben das Ende des Familienunternehmens Dr."
  },
  {
    "start": 2104.16,
    "end": 2105.22,
    "text": "Ötgabe schlossen worden."
  },
  {
    "start": 2106.0,
    "end": 2111.54,
    "text": "Zurück bleiben eine Anwältin und eine Anwalt, die bei dem abschließenden Treffen dabei waren."
  },
  {
    "start": 2112.56,
    "end": 2114.36,
    "text": "Hundertdreißig Jahre haben sie es geschafft."
  },
  {
    "start": 2115.1,
    "end": 2117.38,
    "text": "Eigentlich nicht schlecht für ein Familienunternehmen."
  },
  {
    "start": 2118.48,
    "end": 2121.34,
    "text": "Schade ist es trotzdem, aber es ging ja nicht weiter."
  },
  {
    "start": 2122.16,
    "end": 2125.78,
    "text": "Für Entscheidungen braucht es ja immer eine Mehrheit von fünf und siebzig Prozent."
  },
  {
    "start": 2126.4,
    "end": 2131.4,
    "text": "Die älteren Kinder aus den ersten zwei Ehen hatten nur zweiundsechzig Komma fünf Prozent der Anteile."
  },
  {
    "start": 2131.86,
    "end": 2134.22,
    "text": "Die Jüngeren, sieben und dreißig Komma fünf Prozent."
  },
  {
    "start": 2134.8,
    "end": 2136.06,
    "text": "Die haben sich nur noch blockiert."
  },
  {
    "start": 2136.86,
    "end": 2140.1,
    "text": "Für die Beschlussfähigkeit hätten die Älteren einen Jüngeren auf ihrer Seite gebraucht."
  },
  {
    "start": 2140.78,
    "end": 2144.22,
    "text": "Erstaunlich, dass da so eine Lagerbildung stattgefunden hat."
  },
  {
    "start": 2145.28,
    "end": 2148.62,
    "text": "Naja, das war am Ende nur noch ein, wie du mir, so ich dir."
  },
  {
    "start": 2149.56,
    "end": 2156.5,
    "text": "Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Jüngeren die Fusion der Redereien verhindert haben, einfach um gegen die Älteren zu sein."
  },
  {
    "start": 2157.1,
    "end": 2158.82,
    "text": "Jetzt haben sie jetzt zwei Unternehmensgruppen."
  },
  {
    "start": 2159.46,
    "end": 2161.24,
    "text": "Eine für die Jüngeren, eine für die Älteren."
  },
  {
    "start": 2162.06,
    "end": 2164.52,
    "text": "Jetzt darf jeder und jede mal Geschäftsführer sein."
  },
  {
    "start": 2165.24,
    "end": 2175.24,
    "text": "Meinst du, Julia Özker interessiert sich dafür, allein ihre Ankündigung als Gesellschafterin an der Strategie mitzuwirken, aber nicht in die Geschäftsführung zu wollen?"
  },
  {
    "start": 2175.86,
    "end": 2177.28,
    "text": "Mal sehen, wie lange sie das macht."
  },
  {
    "start": 2178.32,
    "end": 2182.94,
    "text": "Weißt du, ob die zwei Unternehmensgruppen dann hier unter einem Dach in Bielefeld bleiben?"
  },
  {
    "start": 2183.6,
    "end": 2185.12,
    "text": "Die Jüngeren haben schon neue Räume."
  },
  {
    "start": 2185.66,
    "end": 2187.24,
    "text": "Hier irgendwo um die Ecke in Bielefeld."
  },
  {
    "start": 2188.06,
    "end": 2189.98,
    "text": "Aber wenigstens ist dieser Streit nun zu Ende."
  },
  {
    "start": 2190.32,
    "end": 2192.54,
    "text": "Sonst wäre das alles bald in Bach runtergegangen."
  },
  {
    "start": 2194.68,
    "end": 2196.86,
    "text": "Eine Reinigungskraft betritt den Konferenzraum."
  },
  {
    "start": 2197.64,
    "end": 2201.08,
    "text": "Der Anwalt und seine Kollegen verstehen das als Signal zum Aufbruch."
  },
  {
    "start": 2202.12,
    "end": 2206.28,
    "text": "Sie räumen ihre Unterlagen zusammen und verabschieden sich mit einem Handschlag."
  },
  {
    "start": 2211.92,
    "end": 2222.3,
    "text": "Seit der Zerschlagung der Ötgar-Gruppe im Herbst, sind die acht Erben von Rudolf August Ötgar in zwei voneinander unabhängige Unternehmensgruppen getrennt worden."
  },
  {
    "start": 2223.26,
    "end": 2225.9,
    "text": "Die älteren operieren unter dem Namen Dr."
  },
  {
    "start": 2226.1,
    "end": 2227.06,
    "text": "August Ötgar KG."
  },
  {
    "start": 2228.1,
    "end": 2231.98,
    "text": "Ihnen untersteht unter anderem die Lebensmittelsparte und das Biergeschäft."
  },
  {
    "start": 2232.92,
    "end": 2236.22,
    "text": "Sie erwirtschaften einen Umsatz von über sieben Milliarden Euro jährlich."
  },
  {
    "start": 2237.18,
    "end": 2244.94,
    "text": "Seit Mai, twenty-fünfundzwanzig, führt mit Karl Ötgar Ein Ur-Urenkel des Unternehmensgründers, die Firmengruppe in Bielefeld."
  },
  {
    "start": 2245.76,
    "end": 2249.0,
    "text": "Die Jüngeren machen weiter als die Ötgar-Collection-KG."
  },
  {
    "start": 2249.96,
    "end": 2254.44,
    "text": "Alfred und Ferdinand Ötgar funktionieren hier als persönlich Haftene-Gesellschafter."
  },
  {
    "start": 2255.16,
    "end": 2266.58,
    "text": "Ihnen gehören unter anderem die Sektkellerai Henkel, die chemische Fabrik Budenheim und die Ötgar-Hotelmanagement Company, zu der auch das Brenners Park Hotel und Spa in Baden-Baden gehört."
  },
  {
    "start": 2267.74,
    "end": 2271.3,
    "text": "Ihre Unternehmensgruppe macht ihr ehrlich zwei Komma fünf Milliarden Euro Umsatz."
  },
  {
    "start": 2272.64,
    "end": 2278.36,
    "text": "Julia Ötger hat sich zwei Tausend vierundzwanzig schließlich auszahlen lassen und geht ihre eigenen Wege."
  },
  {
    "start": 2279.48,
    "end": 2281.42,
    "text": "Mit einem geschätzten Privatvermögen von ca."
  },
  {
    "start": 2281.58,
    "end": 2284.62,
    "text": "drei Milliarden Euro stehen ihr alle Türen offen."
  },
  {
    "start": 2289.16,
    "end": 2293.16,
    "text": "Die einheitliche strategische Ausrichtung der Familie ist nicht mehr gegeben."
  },
  {
    "start": 2294.24,
    "end": 2300.84,
    "text": "Acht gleichberechtigte Erben aus drei verschiedenen Ehen bringen unterschiedliche Prioritäten und Interessen ein."
  },
  {
    "start": 2302.12,
    "end": 2315.28,
    "text": "Unter der Leitung von Rudolf August Ötger, Enkel des Firmengründers, erfolgte kein rechtzeitiger Übergang der Verantwortung und keine Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, was die Abstimmung innerhalb der Familie erschwerte."
  },
  {
    "start": 2316.84,
    "end": 2320.24,
    "text": "Der Großteil der Kundschaft bekommt davon nicht viel mit."
  },
  {
    "start": 2321.28,
    "end": 2321.52,
    "text": "Dr."
  },
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    "start": 2321.62,
    "end": 2326.32,
    "text": "Ötger Pitzer ist weiterhin europaweit Marktführer."
  },
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    "start": 2331.06,
    "end": 2332.82,
    "text": "Das ist die vierte und letzte Folge."
  },
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    "start": 2333.62,
    "end": 2335.1,
    "text": "Dynastie und Erbfeil."
  },
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    "start": 2335.16,
    "end": 2337.94,
    "text": "Ein Hinweis zu den Dialogen, die du gehört hast."
  },
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    "start": 2337.98,
    "end": 2340.38,
    "text": "Wir wissen natürlich nicht genau, was gesprochen wurde."
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    "start": 2341.02,
    "end": 2344.12,
    "text": "Alle Dialoge basieren nach Bestumwissen auf unseren Recherchen."
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    "start": 2345.12,
    "end": 2349.46,
    "text": "In der nächsten Staffel von Imperium öffnen wir ein fast bayerischer Wirtschaftsgeschichte."
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    "text": "Paulana."
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  {
    "start": 2351.38,
    "end": 2357.02,
    "text": "Vom verbotenen Klosterbier des siebzehnten Jahrhunderts bis zu den legendären Weißbierduschen im Fußballstadion."
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    "start": 2357.76,
    "end": 2360.52,
    "text": "Vom Oktoberfest Original zum Spezi-Schwergewicht."
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    "end": 2364.9,
    "text": "Wir erzählen die Geschichte einer Münchner Marke, die längst mehr ist als Bier."
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    "end": 2370.34,
    "text": "Ein bayerisches Kulturgut, deutscher Pop-Mythos und ein globales Internet-Phänomen."
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    "start": 2371.36,
    "end": 2375.46,
    "text": "Folge Imperium jetzt in deiner Podcast-App, um die neue Staffel nicht zu verpassen."
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  {
    "start": 2376.44,
    "end": 2379.14,
    "text": "Höre Imperium überall, wo es Podcasts gibt."
  },
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    "end": 2381.68,
    "text": "Ich bin Marc-Mann Puch"
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    "end": 2383.62,
    "text": "und ich bin Aline Staskowiak."
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  {
    "start": 2384.24,
    "end": 2388.82,
    "text": "Für Studio J Producerin Helene Feldmayer und Alexander Hemsen."
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    "end": 2393.34,
    "text": "Executive Producer Janis Gebhardt."
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    "end": 2395.7,
    "text": "Tonassistenz Axinia Dorn."
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    "end": 2398.9,
    "text": "Der Sounddesign hat Fanny Huda gemacht."
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    "end": 2401.24,
    "text": "Gemischt von Fabian Klinke."
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    "end": 2418.34,
    "text": "Wenn ihr euch nach Imperium für die politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Abgründe des Nationalsozialismus interessiert, dann solltet ihr unbedingt in den Podcast Stalingrad und der Nationalsozialismus vom Primero-Verlag reinhören."
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    "end": 2423.98,
    "text": "Horst Christoph Fromm und sein Team beleuchten dort die unterschiedlichsten Aspekte des Zweiten Weltkriegs."
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    "start": 2424.6,
    "end": 2435.32,
    "text": "Von philosophischen und literarischen Texten über prägende Persönlichkeiten, Kriegsverläufe und Entscheidungsschlachten bis hin zum Alltag der Soldaten an der Front und dem Leben der Zivilbevölkerung in der Heimat."
  },
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    "start": 2436.18,
    "end": 2439.04,
    "text": "Jede Folge setzt einen neuen Schwerpunkt, keine gleich der anderen."
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    "end": 2448.54,
    "text": "Seit über vier Jahren beschäftigt sich der Podcast intensiv mit den Ereignissen und Figuren des Nationalsozialismus und erreicht pro Folge rund viertausend Hörerinnen und Hörer."
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    "end": 2451.84,
    "text": "Insgesamt mit über eineinhalb Millionen Followerinnen."
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    "start": 2452.78,
    "end": 2455.04,
    "text": "Stalingrad und der Nationalsozialismus."
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    "start": 2455.52,
    "end": 2456.96,
    "text": "Jeden Freitag eine neue Folge."
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    "start": 2457.62,
    "end": 2459.46,
    "text": "Überall, wo es Podcasts gibt."
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