[
  {
    "start": 1.0,
    "speaker": "Station Voice",
    "text": "Radikal und Reduziert. Wer Lebensmittel kauft, hört diesen Podcast.",
    "end": 8.0
  },
  {
    "start": 8.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Jawohl. Und die meisten von uns versuchen dabei natürlich den einen oder anderen Cent zu sparen, zum Beispiel über die Apps der Supermärkte und Discounter. Das soll sich ja richtig lohnen, wenn man sich mal die Angebote in den Prospekten oder direkt in der App anguckt. Punkte Bonus App, Rabatt. Wir entlarven heute diese Kunden Apps lohnen sich in Wahrheit kaum. Jedenfalls nicht annähernd so sehr, wie wir häufig meinen in dem Augenblick, wenn wir so ein Angebot sehen oder es dann an der Kasse scannen, unser Handy. Wir verraten auch, wieso du trotzdem nicht drauf verzichten solltest. Mein Name ist Martin Drosel, ich bin der Host von Radikal und Reduziert und ich freue mich, dass ich das heute alles besprechen kann mit einem Gast, der die dazugehörigen Zahlen wirklich täglich analysiert auf Basis von hunderttausenden Kassenbons, eben auch von Heavy App Nutzern wie mir. Hier ist der Erfinder der Preisvergleichs App Smeggle. Sven Reuter. Hallo Sven.",
    "end": 66.0
  },
  {
    "start": 66.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Guten Morgen Martin.",
    "end": 68.0
  },
  {
    "start": 68.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Guten Morgen. Wir haben mega viel zu besprechen. Eigentlich ist es ja ein Thema, über das man jede Woche reden könnte. Punkte Bonus App, Rabatt. Man könnte es ja auch ständig auf die eine oder andere Art und Weise auswerten, aber das Timing ist mal wieder gut. Kaufland startet in der kommenden Woche am 12.02. Neues Bonusprogramm. Jedenfalls geht die physische Karte verloren. Man braucht jetzt definitiv sein Smartphone. Das ist bei anderen Läden ja sowieso schon so. Hast du das schon mitbekommen, die Kaufland Card, die da erneuert wird?",
    "end": 100.0
  },
  {
    "start": 100.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, ich habe es gelesen. Bisher ist es ja nur im Ausland. Ich wusste gar nicht, dass es nächste Woche schon kommt, aber ich habe es kurz überflogen. Ja, ja, soll was kommen.",
    "end": 111.0
  },
  {
    "start": 111.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Viele erschrecken sich ja, wenn man sagt, wir müssen über Kaufland sprechen, sagen nein, nicht wieder eine tote Maus. Aber es geht diesmal um ein angeblich verbessertes Treueprogramm. Bislang war es zum Beispiel so, dass man einen Punkt sammeln konnte, doch einen Punkt für 5 Euro Umsatz, den man dagelassen hat. Jetzt ist es pro Euro ein Punkt. Was Kaufland dazu aber nicht verraten hat, ist, wie viel diese Punkte wiederum wert sind. Also es dürfte sich sehr wahrscheinlich nicht um eine Verfünffachung des Punktewertes handeln, weil sonst das wäre eine Sensation. Glaube ich aber nicht. Was glaubst du, was da kommt? Wird es das einfach eine Anpassung werden auf das, sagen wir mal, ein Update sozusagen, um es technisch einfach auf den neuesten Stand zu bringen, indem man jetzt nur noch eine App hat? Oder wird es da auch noch Anpassungen geben an die Mitbewerber, die ja auch Apps und Loyalty Programme haben, über die wir gleich sprechen.",
    "end": 161.0
  },
  {
    "start": 161.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Zum einen, denke ich mal, werden dadurch Kosten gespart, weil die physische Karte ist natürlich teurer, die überhaupt in Umlauf zu bringen. Dann wird man sich sicherlich auch an den Wettbewerbern orientiert haben und man sieht ja, dass das Niveau immer ähnlich bleibt, wobei ja in der Vergangenheit so war, dass Kaufland eben bei dem Verteilen der Punkte oder des Rabatts vorne lag. Mal gucken, ich bin gespannt, wie das jetzt sich entwickelt mit der neuen Karte.",
    "end": 191.0
  },
  {
    "start": 191.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, ich finde ja immer das Spannende, also wir beobachten das natürlich, da kann man auch demnächst dann mal eine Analyse zu machen. Ich finde ja immer sch spannend, dass die Läden, die als besonders billig gelten, wie Kaufland zum Beispiel, aber auch wenn es gute Sonderangebote irgendwo gibt, dann ist ja eigentlich rechnerisch jedes Kundenbindungsprogramm umso uninteressanter, weil ich ja pro Euro belohnt werde oder pro 2 Euro. Je weniger ich bezahle, desto weniger Punkte kriege ich. Ich habe das Gefühl, das geht manchmal so ein bisschen unter bei der Euphorie fürs Punkte sammeln.",
    "end": 219.0
  },
  {
    "start": 219.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja gut, ich glaube, das Thema Punkte sammeln ist so und so sehe ich das sehr, sehr kritisch. Das kann man eigentlich gar nicht richtig bewerten, aber ich denke, da kommen wir gleich auch noch mal dazu. Ja, ich bin eher so der Fan von was kriege ich wirklich an Euros zurück, was erarbeite ich mir da, wenn ich eben einem Laden treu bleibe. Das ist eben transparenter mit den Punkten. Da würde ich per se schon mal sehr vorsichtig sein, weil am Ende des Tages ist in der Regel sehr, sehr wenig, was ich bekomme.",
    "end": 250.0
  },
  {
    "start": 250.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, wir reden über die Punkte. Ich hab das aktuelle Netto Prospekt vor mir liegen. Da gibt es wieder eine Doppelseite mit ganz besonders vielen Punkten. Da sprechen wir gleich drüber, wie viel davon am Ende bei uns hängen bleibt. Dann lass uns doch mal starten mit der App, die sich ja zumindest wenn wir der Werbung glauben, ganz riesengroßer Beliebtheit erfreut. Lidl. Lidl ist in der App vertreten. Lidl wird in den Prospekten beworben. Es gibt Angebote die muss man speziell aktivieren, um den Rabatt zu bekommen. Es gibt Angebote, da kriegt man den Rabatt auch ohne, dass man speziell was aktiviert. Hauptsache man scannt die App. Jedenfalls ist die Wirkung, so nehme ich das war schon so. Zieh die App mal lieber am Ende über den Scanner. Das wird sich in jedem Fall lohnen. Und wer sich nach dem Lidl Einkauf mal seinen Kassenzettel dann, also die Quittung angeschaut hat, der wird darauf auch die ein oder andere Entdeckung gemacht haben. Da sprechen wir gleich drüber. Lass uns erst mal drüber sprechen, Sven, wie beliebt, wie häufig genutzt ist Lidl aktuell in Deutschland Und wie schätzt du erstmal grundsätzlich das Sparpotenzial ein, verglichen mit der Werbewirkung, die Lidl ja hat und dem Ruf, den Lidl und Lidl haben?",
    "end": 325.0
  },
  {
    "start": 325.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also grundsätzlich ist es so, dass das sehen wir ja sehr, sehr genau, über 50 Prozent, deutlich über 50 Prozent der Lidl Einkäufer eben auch Lidl Plus nutzen, weil sie sich dadurch einen Vorteil versprechen. Und weiter vorne ist nur noch eigentlich Payback, weil gut, Payback gibt es jetzt auch 25 Jahre. Also von daher ist das mit Lidl Plus schon sehr, sehr gut, die Akzeptanz und die Durchsetzung. Ob man dadurch viel spart oder einen Vorteil hat, das sei dahingestellt.",
    "end": 356.0
  },
  {
    "start": 356.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Okay. Ja, also ich habe es eben gesagt, wenn man sich den Kassenzettel anschaut, dann spart man jedes Mal was. Denn unter der Gesamtsumme, die man zu zahlen hat, ist auf diesem Dokument, was so ein Kassenzettel, ja, ist in so einem kleinen Kasten dargestellt, wie viel dank Lidl Plus jedes Mal gespart hat. Wie aussagekräftig. Also könnt ihr mal gucken, falls ihr gerade noch einen Lidl Kassenzettel rumliegen habt oder nachher einkaufen geht, testet es mal aus. Lidl präsentiert euch da eure Ersparnis. Aber Sven, wie aussagekräftig deiner Meinung nach ist diese Rechnung, die Lidl da aufmacht auf jedem Kassenzettel?",
    "end": 389.0
  },
  {
    "start": 389.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, also ich habe das vorher auch nicht so richtig wahrgenommen, wie das funktioniert, aber mir ist eben im Rahmen eines Drehs etwas Besonderes aufgehoben. Also wie du schon gesagt hast, unten gibt es eben mit Lidl Plus gespart und dann sehe ich da eine Summe. In meinem Fall war das den Kassenbon, den ich bei diesem Dreh oder der Protagonist eben generiert hat bei Fernsehdreharbeiten, muss man dazu sagen. Genau, und da hat also die Person 63 ausgegeben und hat 1,22 gespart. Das ist natürlich überschaubar wenig. Das war jetzt noch ein, oder es war ja eine Dame, das war ein absoluter Lidl Fan und Lidl Plus Fan. Die war ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht. 1, 2 ist ja nicht so viel bei 60 Euro Umsatz. Aber mir ist dann noch aufgefallen, dass sie ja einen Fehler gemacht hat, dachte ich erst, weil sie sollte ja ganz gezielt Produkte einkaufen. Und sie hatte noch zwei Produkte on top gekauft, nämlich einen Joghurt und einen Berliner, der aber nichts gekostet hat. Das heißt, es war plus minus null auf dem Kassenbon. Also erst wurde Preis genannt und dann wurde das auch wieder abgezogen. Deshalb hat die Protagonistin offensichtlich gedacht, naja, dann kaufe ich das eben mit ein, weil es beeinflusst Ja, und das war ja auch so den Kassenbon nicht. Aber ich habe dann im Nachhinein festgestellt, dass bei dem ausgewiesenen Lidl Plus Rabatt diese beiden Produkte, die sie kostenlos bekommen hat, natürlich auch dabei waren. Also natürlich in Anführungszeichen. Das heißt, die Person hat eigentlich, wenn sie normal eingekauft hätte, bei 63 nur 18 Cent Lidl plus Rabatt bekommen. Das war also eine zufällige Auswahl. Und das ist ja mehr als nichts. Also das ist ja Wahnsinn so, das heißt, ich gehe fast mal davon aus, dass diese Produkte, die man so mitnehmen kann, eingestreut werden. Und das war ja auch so. Die Person dachte dann, na ja, super, das kriege ich umsonst, das ist ja klasse und es wird unten eben summiert. Von daher dachte sie immer in der Vergangenheit, Mensch, was spare ich denn da alles? Das ist ja sensationell, da steht ja überall Preisvorteil drauf. Aber da kommen wir ja, glaube ich, auch gleich noch mal dazu. Also es ist sehr verwirrend. Und am Ende des Tages kann man einfach sagen, also gespart hat man im Verhältnis für das Geld, was man abgegeben hat, sehr, sehr wenig.",
    "end": 542.0
  },
  {
    "start": 542.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ich finde das total interessant, weil in dieser völlig zufälligen Beobachtung steckt ja ganz viel dr. Nur mal zur Einordnung. Du sagtest eben, sie sollte ja spezielle Dinge einkaufen. Es ging einfach darum, ihr hattet ja eine Einkaufsliste. Also dieser Einkauf war vorbereitet, aber natürlich habt ihr dadurch zufällig beobachten können, finde ich jedenfalls, auch wenn es nicht mein Dreh war, wie Menschen auf Lidl Plus reagieren, weil sie sagen, was ich auch verstehen kann, was komplett logisch ist, Lidl verschenkt da Produkte, warum sollte man die auch da lassen? Die sind ja umsonst, völlig klar. Aber gleichzeitig steckt da eben auch drin, Lidl macht sich da im Endeffekt eine komplett eigene Rechnung unten auf, was die Wertigkeit von Lidl angeht, die aber bestenfalls ja das Wohlgefühl nach dem Einkauf dieser Protagonistin oder von uns allen beeinflusst, aber eben ja nicht wirklich das, was wir, was unser Budget angeht, das wir für Lebensmittel haben, am Ende wirklich gespart haben. Und das finde ich dann schon etwas sportlich. Also noch man muss es ja nicht komplett negativ sehen, Lidl verschenkt Produkte dann, dann nimm sie halt mit. Aber es kann natürlich in die Richtung gehen, wenn man sich das nicht genau anschaut, dass man meint, man hätte bei Lidl mehr gespart, als man tatsächlich am Ende gespart hat, so verstehe ich das.",
    "end": 623.0
  },
  {
    "start": 623.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja oder hätte sparen können. Jetzt gehe ich das noch mal weiter, weil es ja eine ewige Diskussion mit wer ist der Preissieger?",
    "end": 633.0
  },
  {
    "start": 633.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Das kann ich mir schon bald gar.",
    "end": 634.0
  },
  {
    "start": 634.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Nicht mehr die Preisführerschaft, also wer ist der Preisführer? Das ist für mich unerträglich langsam. Also die Behauptungen und man ist es eben garantiert nicht, weil ich kann die meisten Produkte woanders eben auch dann noch mal günstiger kaufen. Das wird natürlich dadurch verschleiert, dass ich eben denke, ja, ich persönlich habe jetzt hier einen super Vorteil bekommen, insbesondere wenn da ständig Preisvorteil steht. Also das verstehe ich überhaupt gar nicht. Das ist kein Preisvorteil. Ja klar, vor 20 Jahren war ein Auto auch günstiger als jetzt. Also das muss man sich mal vorstellen, wenn VW wirbt mit einem Preis vor 20 Jahren, Sie haben einen Preisvorteil, wenn sie das Auto jetzt kaufen.",
    "end": 674.0
  },
  {
    "start": 674.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Also das ist doch, worauf du anspielst. Auch das kann jeder und jede mal selbst kontrollieren mit dem letzten Lidl Kassenzettel. Es gibt ja glücklicherweise Reduzierungen und auch häufig ja die stark Kommunizierten ab jetzt dauerhaft im Preis gesenkt, welches Produkt auch immer. Lidl schreibt aber nicht einfach auf den Kassenzettel dann den neuen Preis, wie jeder andere Markt macht eine Summe und hätte dann gerne das Geld von uns, sondern sie schreiben den alten Preis drauf und in eine Zeile darunter minus den jeweiligen Rabatt. Sieht total gut aus. Der Effekt ist derselbe. Am Ende zahle ich halt das, was ich zahle. Aber auch da, es ist so ein bisschen, wir machen uns diesen Kassenzettel so, wie er möglichst heftig auf die Gefühlswelt der Leute einzahlt, die bei uns einkaufen und meinen, wir seien tatsächlich die billigsten im Land, ob es nun stimmt oder nicht.",
    "end": 724.0
  },
  {
    "start": 724.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, ja, also das ist, ich kann das nicht beurteilen, aber für mich ist das absolut verwirrend. Also wenn ich was kaufe, steht doch der normale Preis bei jedem Unternehmen, bei jedem Händler steht doch der Preis drauf, den, den ich jetzt zahlen muss und nicht den, den. Also hier muss ich mir es ja ausrechnen. Eigentlich stimmt das überhaupt.",
    "end": 746.0
  },
  {
    "start": 746.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, man muss selber sozusagen den Kassenzettel nochmal kontrollieren. Das ist jetzt gar keine Unterstellung, dass daran irgendwas nicht stimmt. Darum geht es nicht. Aber man sollte genau hingucken, wie viel man wirklich gespart hat. Denn die Rechnung zur Ersparnis, die macht Lidl auf für den einzelnen Kunden. Und da lohnt es sich dann zweites Mal hinzugucken. Also buchstäblich, es lohnt sich. Ich stecke selber gerade in einer Recherche, die bezieht sich nicht nur auf Lidl. Da geht es darum, wie gut denn die App Rabatte an sich sind. Das geht also auch noch um andere Läden, weil wir ja häufig meinen, wir scannen die App. Das ist ja sozusagen nochmal ein Bonus obendrauf, vor allem, wenn es schon ein Sonderangebot ist, das jeder bekommt und dann nochmal die App scannen. Bei der Recherche kommt immer mehr raus, ladenübergreifend. Häufig kommen dabei, wenn ich meine App scanne, schlechtere Sonderangebote heraus, als es womöglich im selben Ort bei der Konkurrenz gerade gibt, also zum selben Produkt. Den Fall hatte ich. Da geht es, ich will da noch nicht zu viel verraten, aber ich habe mit Scannen der App trotzdem 50 Cent mehr bezahlt pro Packung als bei der unmittelbaren Konkurrenz. Das gilt aber, wie gesagt, nicht nur für Lidl. Sven, dann sag uns doch mal, ihr habt ja anhand von hunderttausenden Kassenbons ermitteln können, wie viel Lidl am Ende, ich sage jetzt mal am Ende des Monats, man könnte auch sagen, am Ende der gesammelten Einkäufe uns wirklich spart. Was ist dabei rausgekommen?",
    "end": 833.0
  },
  {
    "start": 833.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also ich muss das immer wieder erstmal erklären, wie wir das machen. Wir versuchen das ja eben sehr neutral anbieterübergreifend zu realisieren. Und wir schauen uns einfach was gibt ein Konsument im Monat, im Quartal oder im Jahr an Geld aus? Was hat er für ein Budget, das er eben ausgibt? Und dann referenzieren wir die Ersparnis des jeweiligen Programms auf diesen Gesamtumsatz, den man eben tätigt. Das ist dann eben sehr ernüchternd, weil logischerweise, also im Schnitt ist es so, dass die Konsumenten fünf Händler besuchen mittlerweile, also Tendenz steigend. Das war früher mal so vor ein paar Jahren bei drei, jetzt sind wir bei ungefähr fünf Besuchen. Also fünf Händler werden immer gewechselt, weil die Konsumenten eben immer versuchen, natürlich günstiger zu kaufen, Angebote zu kaufen. Und da haben wir festgestellt, dass eben die Konsumenten eingespart haben, nicht sparen können, sondern eingespart haben 1,37 Prozent auf das, was sie umgesetzt haben. Und das ist natürlich ernüchternd. Ich sage ja immer, das ist generell eben zwischen 1 und 2 Prozent, erfahrungsgemäß.",
    "end": 909.0
  },
  {
    "start": 909.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Aber bei Lidl 1,37 Prozent, also 1,37 Prozent. Und das Ganze ist eine Rechnung, die jeder und jede, die uns gerade zuhört, auf das eigene Lebensmittelbudget im Monat letztlich umlegen kann Noch Wir alle haben eine Summe X, die wir ausgeben für Lebensmittel. Diese Summe verteilt sich auf verschiedene Läden. Wir kaufen nicht nur normalerweise in einem Laden ein. Und wenn wir da dann noch unsere Kundenbindungskarte durchziehen, dann kommen wir auf eine gewisse Ersparnis. Und die ist bei Lidl nach euren Ermittlungen 1,37 Prozent. Und für mich jedenfalls ist das eine andere Zahl als die, die ich raten würde, wenn mich jemand fragt oder wenn ich als Reporter Menschen auf der Straße fragen würde, was glauben Sie, überall ist diese Lidl Werbung, Sie haben zig Angebote in der App, was sparen Sie damit im Monat? Ich denke, die Zahl, die dann genannt würde, wäre höher, käme aber auf den Versuch an, ehrlicherweise.",
    "end": 963.0
  },
  {
    "start": 963.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, das ist, ich weiß die Zahl jetzt nicht auswendig, aber Im letzten Heft zum Beispiel wurde auf der Titelseite geworben, mit, glaube ich, über 50 Prozent konnte man sparen. 50 Prozent auf der Titelseite.",
    "end": 978.0
  },
  {
    "start": 978.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ich glaube, ich glaube, Euro waren es. Mit Julian Nagelsmann.",
    "end": 981.0
  },
  {
    "start": 981.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, mit Julian Nagelsmann. Ich habe das Prospekt jetzt nicht im Kopf, dann wenn du es griffbereit hast.",
    "end": 986.0
  },
  {
    "start": 986.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Guck mal, ich habe es gerade auch nicht hier, Aber ich meine, dass man etwas über 50 Euro sparen kann, dank Lidl Plus. Julian Nagelsmann hat es vorgerechnet.",
    "end": 997.0
  },
  {
    "start": 997.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also und da sieht man ja klar, wenn ich allen Klimbim kaufe, der da angeboten wird, dann stimmt das garantiert. Also ich denke mal, dass sich da keiner verrechnet hat. Aber das ist doch total verrückt. Ich kaufe doch nicht den ganzen Mist in Summe. Das ist doch völlig unrealistisch. Ich kaufe meine Produkte, die ich brauche. Das sind im Durchschnitt bei Lidl 15, 16 Produkte, die dort eingekauft werden. Und eben ich kaufe nicht 30 oder 40, um dann diese Summe gespart zu haben, um dann das Fünffache ausgegeben zu haben. Also das ist meiner Ansicht nach unrealistisch.",
    "end": 1037.0
  },
  {
    "start": 1037.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, und lustigerweise kommen wir zu dieser Art Berechnung gleich auch noch mal, wenn wir über Payback sprechen, auch ganz aktuell in dieser Woche. Letztlich jedenfalls kann man sagen, die Händler insgesamt machen sich ihre eigenen Rechnungen auf, die dann ganz besonders gut aussehen. Man muss genauso dazu sagen, die müssen dann auch nicht falsch sein. Ich könnte diese Summe sparen, wenn ich die Produkte kaufe, die dort genannt sind. Aber wir kaufen eben normalerweise die Dinge, die wir brauchen und nicht die, jedenfalls nicht reihenweise, die irgendwie irgendwo genannt wurden. Und das sorgt dann im Endeffekt ja auch, was eingangs gesagt für den Ausreißer bei geschenkten Produkten. Die standen nicht auf unserer Einkaufsliste gespart. In dem Sinne haben wir dadurch also auch nichts. Sven Dann kommen wir doch mal zur Konkurrenz zu Rewe. Da wurden gerade ganz aktuelle Zahlen veröffentlicht, nämlich ein Ranking darüber, wie viel die einzelnen Händler für Werbung und Marketing ausgegeben haben. Und es wird viele überraschen, nachdem Lidl ja wirklich überall vertreten ist. Also wer die Handball EM beispielsweise gesehen hat, sieht schon vor Beginn des Finales, Lidl war dort definitiv Sieger, denn die Werbung war sowohl bei Dänemark als auch bei Deutschland zu sehen, Radrennen und so weiter. Lidl ist überall mit dabei. Aber dieses Ranking führt an Rewe. Rewe gibt mehr Geld aus für Werbung als alle anderen. Woran liegt das?",
    "end": 1128.0
  },
  {
    "start": 1128.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "SVEN Naja, also auch das ist natürlich spannend. Erstens mal vielleicht die Dimension, weil das kann sich, glaube ich, keiner vorstellen. Lidl gibt ungefähr 500 Millionen Euro in Deutschland pro Jahr aus. Das ist allerdings der Bruttowert. Also man kann davon ausgehen, dass man da 30 40, vielleicht sogar 50 Prozent abziehen muss, Aber Rewe, du hast es schon gesagt, gibt über 600 Millionen brutto aus. Also das ist schon wirklich eine Hausnummer. Das ist sehr, sehr viel. Und naja, also es wird erklärt, dass dadurch eben im Rahmen des Bonusprogramms, das muss ja erstmal unter die Leute gebracht werden, Das heißt, da muss viel geworben werden, aber man muss den Hintergrund auch noch sehen. Es wurde ja vorher geworben, dass man eben die Prospekte eingestellt hat, um dort eben die Umwelt zu schonen und so weiter. Aber der Werbeetat war, glaube ich ungefähr ein Drittel von dem ursprünglich oder die Hälfte ungefähr vorher. Das heißt, man gibt jetzt extrem viel mehr aus, um die Leute doch zu bewegen. Deshalb, ich glaube auch dadurch, dass das Prospekt weg, also seit zwei Jahren ja nicht mehr gibt, ist da natürlich auch eine Menge weggefallen, weil die Leute sich das doch anschauen, die Prospekte, und danach einkaufen gehen. Und deshalb musste garantiert eben auch mehr geworben werden.",
    "end": 1210.0
  },
  {
    "start": 1210.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Rewe hat da, wenn ich richtig informiert bin, als erster quasi komplett durchdigitalisiert und es gibt jetzt alles nur noch in der App. Immerhin das Oldschool Prospekt kann man ja in der App noch durchblättern. Ich persönlich mag das lieber als die aufgelisteten Prospekte. Ja, aber ein Großteil dieser Riesensumme, die du gerade genannt hast, entfällt höchstwahrscheinlich auf Werbung für das eigene Bonusprogramm Rewe Bonus, das ja Payback abgelöst hat zu Anfang 2025 hast du irgendwelche Infos und Zahlen darüber? Wie erfolgreich war es denn seit der Einführung? Also hat Rewe Bonus und haben die Ausgaben für das Marketing von Rewe Bonus, Rewe selbst irgendwas gebracht?",
    "end": 1253.0
  },
  {
    "start": 1253.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, also wir konzentrieren uns jetzt nicht den ganzen Tag drauf, um die Effizienz der Programme zu messen. Eins war nur klar, aber das geht jetzt sehr ins Detail. Ich gehe davon aus, oder wir haben es auch analysiert, dass eine Menge ehemalige Payback Nutzer, die früher bei Rewe eingekauft haben, jetzt bei Edeka und Netto einkaufen. Also das war ein brutaler Verlust, aber das ist naheliegend, weil die Läden nebeneinander liegen, also in den meisten Fällen, oder?",
    "end": 1287.0
  },
  {
    "start": 1287.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Und weil so Viele Menschen einfach Payback.",
    "end": 1289.0
  },
  {
    "start": 1289.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Fans sind ja Payback gibt es seit 25 Jahren, also warum sollte ich jetzt auf einmal das nicht mehr nutzen? Also ich lasse es ja nicht einfach stecken. Das heißt, ein paar Leute, substanziell viele Leute sind dann eben, haben den Anbieter gewechselt und sind zum Händler gegangen. Das wird natürlich nicht kommuniziert, aber wir sehen das ganz klar und das wird wahrscheinlich eben auch Rewe sehr wehgetan haben. Wie gesagt, das wird garantiert nicht gesagt, aber nicht umsonst wird auf einmal so viel Werbung gemacht. Man muss ja versuchen, das eben abzufangen. Und ich denke, das funktioniert eben auch mit der Werbung, dass eben Konsumenten dann eben auch Rewe Bonus nutzen. Aber wir kommen ja auch sicherlich da noch dazu. Auch da ist das Einsparpotenzial sehr überschaubar.",
    "end": 1338.0
  },
  {
    "start": 1338.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, immerhin wissen wir jetzt, wie hoch oder niedrig das Einsparpotenzial ist, denn Rewe hat ja von Anfang an auch Ärger gehabt wegen der Art und Weise, wie man für Rewe Bonus dort geworben hat, denn es wurde ja häufig und über einen langen Zeitraum lediglich das Produkt und der Bonus beworben, in den Prospekten beispielsweise, aber der Ausgangspreis fehlte. Das heißt, man hatte überhaupt keine Vergleichsmöglichkeit. Das ist mittlerweile, und ich meine erst seit wirklich kurzer Zeit angepasst worden, sodass ich jetzt wenigstens sehe, wenn ich 20 Cent spare auf XY, komme ich bei Summe so und so raus und dann weiß ich wenigstens, wie gut dieses Rewe Bonus, dieses App Angebot letztlich für mich ist. Auch da, ich habe es eben erwähnt, ich stecke in dieser Recherche, muss ich sagen, Rewe Bonus Angebote schwanken zwischen richtig, richtig gut, wenn man die Preise vergleicht und wirklich bestenfalls absolutem Durchschnitt. Sie sehen aber halt gleich aus im Prospekt, wenn man die Preise nicht auswendig weiß oder sie zum Beispiel mit eurer App vergleicht. Was weißt du denn über die Qualität von Rewe Bonus Angeboten? Ist die in etwa so ausgeglichen wie von mir gerade beschrieben und vergleichbar mit anderen Läden oder sticht da irgendwas besonders heraus?",
    "end": 1418.0
  },
  {
    "start": 1418.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, also es gibt, du hast es eigentlich sehr gut beschrieben, es gibt Angebote, die sind wirklich top und die gibt es nirgendwo günstiger. Insbesondere, das gilt aber für alle Anbieter, auf der Titelseite sind meistens immer sehr, sehr gute Angebote und die werden meistens eben nicht übertroffen von irgendeinem Anbieter, aber innerhalb der Prospekte schwankt das dann auch schon so und du hast es gesagt, meist ist es dann ein gewöhnlich gutes Angebot und das ist ja schon enttäuschend. Also wenn das jetzt nicht noch mal besser ist oder sogar substanziell schlechter. Und das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich und da sehe ich sogar eher auch einen Trend, dass die Angebote tendenziell eben schlechter werden.",
    "end": 1466.0
  },
  {
    "start": 1466.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, es gibt ja aus meiner Sicht das Problem, ohne es jetzt zu negativ darstellen zu wollen, darum geht es mir gar nicht, aber die unterschiedlichen Bonus und App Angebote und so weiter erschweren teilweise ja wirklich den Preisvergleich. Also ich nehme jetzt ein konstruiertes Beispiel. Wir wissen, Iglu Fischstäbchen mögen wahnsinnig viele Menschen in Deutschland. Eine Packung mit 15 Stück in einem richtig guten Sonderangebot liegt die bei 2,49. Ich glaube, der Verkaufspreis normalerweise ist 4,49 Euro, also der sogenannte Regalpreis. Das heißt, man kann in einem guten Sonderangebot 2 Euro sparen. Und dieses Sonderangebot gibt es andauernd auch. Also man kriegt diese Fischstäbchen andauernd für 2,49. Jetzt kann es aber passieren, ich nehme es nur mal als Beispiel, Rewe Bonus nicht, weil ich das jetzt gerade hätte. Wir können auch gerne sagen, es ist die Edeka App oder Lidl Plus. Es spielt keine Rolle. Es kann sein, dass ich ein Angebot dargestellt kriege, das mir zeigt, scan doch die App und dann gibt es die Iglu Fischstäbchen für 2,79. Die Darstellung, die visuelle ähnelt oder ist fast identisch mit der eines ganz normalen Sonderangebots. Was ich aber natürlich nicht sehe, ist ein Sternchen, wo darunter steht, du zahlst übrigens 30 Cent mehr, als wenn du einfach auf ein richtig gutes Sonderangebot warten würdest. Ich finde das ein bisschen problematisch und ich weiß nicht, wie viele Menschen wirklich in Anführungszeichen darauf hereinfallen, weil sie die Preise wirklich wissen oder vergleichen bzw. Wie viele Menschen wirklich sagen, das ist ja super. Also erstens ist Iglu im Sonderangebot und zweitens kann ich hier auch noch auf mein Kundenkonto einzahlen, denn diese Abstufung gibt es ja auch. Also dass man sagt, Normalpreis XY, wir packen es ins Sonderangebot und wenn du die App hast, gehen wir noch mal runter im Preis. Habt ihr schon ermitteln können oder seht ihr die Wirkung der Darstellung dieser Angebote? Also sprich, wird da mehr zugegriffen oder Läden sogar gewechselt?",
    "end": 1580.0
  },
  {
    "start": 1580.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also definitiv. Wir sehen immer mehr, die Konsumenten kaufen sensibler ein und versuchen das beste Angebot oder das bessere Angebot zu bekommen. Und generell gibt es natürlich da auch eine gewisse Treue oder Gutgläubigkeit, dass wenn da ein Angebot dargestellt wird, dass das dann auch bestimmt ein tolles Angebot sein muss. Aber deshalb gibt es ja auch unsere App, gibt es ja Smeggle, dass wir diese Transparenz eben herstellen. Und dieses Beispiel mit den Fischstäbchen gibt es auch aktuell diese Woche zum Beispiel bei Lidl. Da wird eben mit einem App Preis von 2,49 geworben und da muss ich dich korrigieren, das ist zwar der normale gute Preis, aber ich habe eben extra mal nachgeschaut, man kriegt die gleichen Fischstäbchen oder in dem Fall ist es das Bordele, das kostet gleich viel, gibt es auch für 2,22 Schlemmerfilet. Genau, oder eben für 2,15 sogar. Das heißt, es gibt also zwei Preise, die besser sind und die sind auch regelmäßig, also zumindest das 2,22 von einem Wettbewerber. Und von daher macht es meiner Ansicht nach bei, oder gut, es kann einem auch egal sein, wenn man eben 25 Cent oder 50 Cent zu viel zahlt. Mag sein, Aber ich überprüfe, gut, viele Preise kenne ich natürlich aus dem Kopf, aber ich überprüfe fast jedes Angebot, ob das wirklich ein attraktives Angebot ist, sonst kaufe ich das nicht.",
    "end": 1674.0
  },
  {
    "start": 1674.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Also du sprichst gerade wirklich, ich habe ja von Iglu Fischstäbchen, du sagst Iglu Schlemmerfilet, Bordelez, da hast du jetzt in dieser Woche drei unterschiedliche Preise schon entdeckt.",
    "end": 1685.0
  },
  {
    "start": 1685.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Nee, nee, nicht dieser Woche, sondern in den letzten, ich glaube, das war das eine Angebot war vom Dezember, also nicht in der gleichen Woche, sondern das ist.",
    "end": 1693.0
  },
  {
    "start": 1693.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Das ja, kommt ja auch vor.",
    "end": 1694.0
  },
  {
    "start": 1694.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ich wollte nur, also ich habe eben ganz kurz vor unserer Aufnahme noch mal nachgeschaut, ob ich jetzt in irgendeinem Heft gerade schnell was finde. Ich hatte noch zwei Minuten Zeit und habe dieses Produkt, weil ich das gesehen habe, 249 okay, das ist ein guter Preis, aber kein sehr guter Preis. Und da habe ich gesehen, dass eben in dem letzten halben Jahr, es war noch kürzer, es war im Dezember, gab es eben bei Aldi Süd das Produkt eben für 2,22 und das gibt es ganz regelmäßig bei Kaufland auch für 2,22.",
    "end": 1726.0
  },
  {
    "start": 1726.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja, da seid ihr jetzt gerade live dabei, um zu sehen, wie Sven arbeitet bei Smeggle hinter den Kulissen und wie sich das teilweise ergänzt mit meiner Arbeit. Ich war in der vergangenen Woche am Freitag noch einkaufen, auch zu diesem Thema und wo wir über dieses Produkt sprechen. Wer bei YouTube guckt, sieht, dass ich gerade in den Aufnahmen bin, die ich in einem Edeka gemacht habe. Ich hoffe, ich finde die jetzt in der Kürze der Zeit da. Jetzt habe ich es so, wer jetzt noch nicht YouTube abonniert hat, um da radikal und reduziert zu gucken, der sollte es machen. Ich habe hier ein, es ist leider nicht das Schlemmerfilet, macht aber nichts, sondern Iglu Backfischstäbchen und Iglu Fischstäbchen. Um es aber beispielhaft mal zu zeigen, Das ist ein Edeka Angebot für 2,99. Das heißt, es ist ganz klar reduziert, auch nicht zu knapp 1,50 pro Packung. Und daneben steht, wenn du die App durchziehst, sind es zwei neunundvierzig. So sehr können die sich unterscheiden. Und das, was du gerade gesagt hast, ist noch mal obendrauf die Unterscheidung in einem gewissen Zeitverlauf. Und plötzlich sieht man diese App Angebote, denen so viele Menschen vertrauen, auf die man ja auch im Zweifel nicht verzichten brauch oder sollte, die sind bei weitem häufig nicht so gut, wie wir meinen. Ganz einfach.",
    "end": 1804.0
  },
  {
    "start": 1804.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, definitiv. Also generell der Satz, es lohnt sich, würde ich schwer hinterfragen. Es lohnt sich zu vergleichen, sage ich da mal sehr gerne. Fast jedes Angebot kann man eben validieren und das ist ja auch ein gutes Beispiel. Ich kaufe mir auch gerne mal das Schlemmerfilet oder eben die Fischstäbchen, aber dann kaufe ich mir eben drei, vier Packungen, lege die ins Tiefkühlfach und dann zahle ich nicht 4,49. Das würde ich niemals tun. Also absolut verrückt.",
    "end": 1838.0
  },
  {
    "start": 1838.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Dann lass uns doch mal Sven, auch da habt ihr die Zahlen ermittelt. Über Rewe Bonus sprechen, dasselbe Prinzip. Wir haben alle Budget X pro Monat bei den meisten von uns verteilt auf ungefähr fünf Läden. Und wenn wir da jetzt auch Rewe Bonus zum Einsatz bringen bei unseren Rewe Einkäufen, was spart man da im Durchschnitt pro Monat?",
    "end": 1857.0
  },
  {
    "start": 1857.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Also 0,61 Prozent haben die Konsumenten gespart. 0,6 Prozent, ja genau. Also wir schauen, was die Konsumenten tatsächlich gespart haben. Das ist nicht eine Schönrechnung, das ist ist eben Fakt. Was haben tausende Menschen, zehntausende, hunderttausende Menschen im Schnitt gespart Und das heißt, die Zahlen sind auf die Nachkommastelle sehr genau und deshalb nenne ich auch eine zweite Nachkommastelle, weil es ist halt sehr genau. Punkt.",
    "end": 1893.0
  },
  {
    "start": 1893.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ja und ich weiß aus unseren vielen Gesprächen, wie sehr du dich schon aufregst über sowas wie 5 Prozent Rewe Bonus auf zum Beispiel Rewe beste Wahl. Da sagst du schon mal, was sind 5, wenn ich mit dem Wechsel der Straßenseite vielleicht 40, 50 Prozent sparen kann bei einzelnen Produkten Hier kommen wir nur knapp über 0,5 Prozent. Wie würdest du das bewerten? Also die tatsächliche Wirkung auf unser Portemonnaie von Rewe Bonus und das Gefühl, dass diese Werbung vermittelt und das ja wirklich Millionen Menschen so oder so anzieht, dort eben zu sammeln?",
    "end": 1930.0
  },
  {
    "start": 1930.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also ich sage immer, man sollte diese Programme mitnehmen. Ein halbes Prozent oder ein Prozent ist ja super schön, aber wenn man echt sparen will, sollte man eben gezielt da einkaufen gehen, wo man das beste Angebot bekommt und da spart man im Durchschnitt dreiig Prozent und dann kann man das noch als Zugabe on top nehmen, genauso wie wir einen Cent auf dem Boden aufheben. Aber wirklich relevant sind die Programme nicht.",
    "end": 1960.0
  },
  {
    "start": 1960.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Dann kommen wir doch jetzt mal zu den Läden, die ernst machen mit Punkte sammeln und App Rabatte verteilen. Man könnte nämlich meinen, gerade bei Edeka und Netto lohnt es sich ja doppelt, denn beide Läden haben ihre eigenen Apps, geben also Rabatte sowie Bonus bei Rewe oder Plus bei Lidl. Und dann gibt es aber noch die Payback Punkte obendrauf. Ich habe eben ja schon ein Beispiel hier gezeigt, wie das so ist. Also die App bei Edeka letzte Woche hat sich bezahlt gemacht, wenn man Fischstäbchen haben wollte und dann habe ich an der Kasse auch noch Payback Punkte obendrauf bekommen. In diesem einen Fall nehme ich dir jetzt mal vorweg, wenn man das hochrechnen würde, hat es sich sehr wahrscheinlich sehr gelohnt, wenn ich alles in allem dort sehe. Aber es gibt eben auch andere Payback Beispiele und auch da, wer noch nicht bei YouTube guckt, macht es jetzt bitte mal. Hier ist das aktuelle Prospekt von Netto, jedenfalls hier bei uns im Norden, wo ich sitze und da sieht man, dass man frühstücken kann und 690 Punkte extra sammelt also Payback Punkte bei Netto, wenn man sein Frühstück dort einkauft und da ist dann jetzt Konfitüre drauf abgebildet, joghurt, natürlich, Toast, Honig, Tee und Müsli und so weiter. Und man könnte sich 690 Punkte frühstücken muss ich auch jeden Tag. Das lohnt sich. Aber Sven, du weißt wahrscheinlich die Antwort. Ich zeige es dir trotzdem. Wie kommt man auf die 690 Punkte?",
    "end": 2053.0
  },
  {
    "start": 2053.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also ich habe dieses Prospekt noch nicht gesehen oder diese Werbung noch nicht gesehen, aber das ist eben die Addition sicherlich aller Punkte, wenn ich alle Produkte gekauft habe. Was da wahrscheinlich dabei fehlt, ist, man müsste auch nehmen 690 Punkte und so und so viel Euro Umsatz habe ich dann eben getätigt oder musste ich dann.",
    "end": 2073.0
  },
  {
    "start": 2073.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Tätigen, damit ich diese Komm, da mache ich die Auflösung. Also erstens mal klar, den Euro Umsatz habe ich nicht zusammengerechnet, aber der hält sich jetzt in Grenzen. Also wie gesagt, Joghurt, Grapefruits, Marmelade, das geht. Was man aber genau beachten sollte, ist, Netto meint damit durchaus auch, dass man sich noch diesen Kaffeevollautomaten kauft.",
    "end": 2094.0
  },
  {
    "start": 2094.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Achso, ja gut, wie gesagt, ich habe die Anzeige nicht gesehen.",
    "end": 2099.0
  },
  {
    "start": 2099.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "So, und für diesen Vollautomaten gibt es 400 Punkte. 400 von den versprochenen 690, also fürs Frühstück selbst gibt es dann 290 Punkte. Das sind wie viel Euro?",
    "end": 2111.0
  },
  {
    "start": 2111.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "2,90.",
    "end": 2112.0
  },
  {
    "start": 2112.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "2,90 wenn ich bei Netto die ganzen Sachen eingekauft habe. Wie exemplarisch nach allem, was du weißt über Payback, ist diese Werbung bei Netto in dieser Woche für Sinn und Unsinn dieses Payback Punkte Sammelns, jedenfalls im Lebensmitteleinzelhandel.",
    "end": 2129.0
  },
  {
    "start": 2129.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Also erstes Mal bei Payback haben wir beobachtet und ausgewertet, dass die Konsumenten im Schnitt 0,88 Prozent in Euro sparen.",
    "end": 2140.0
  },
  {
    "start": 2140.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "0,8 Prozent besser als Rewe.",
    "end": 2142.0
  },
  {
    "start": 2142.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Das sind ja besser als Rewe Bonus. Das ist schon eine Sensation, aber noch nicht mal ein Prozent. Also Punkt Nummer eins. Jetzt muss man sich das Aber vielleicht Prozent ist immer schwer sich zu überlegen. Ich habe mal das in zwei Arten versucht, mal mir bildhaft vorzustellen. Also ein Durchschnittshaushalt gibt im Jahr aus. Das heißt, wenn er diese gesamten umsetzen würde, würde er mit Payback Standard Punkten 33,50 an Gegenwert bekommen. Also jeder, der schon mal was gekauft hat und weiß, wenn er Euro ausgibt kriegt er nicht nur 0,5 Prozent Rabatt, sondern da kriegt er in der Regel mehr. Das ist das Erste, was für mich ganz logisch ist. Und 33,50 weiß jeder, das ist Humbug. Also das ist kein Deal, das ist Schrott. Das Zweite, was ich mir überlegt habe, ist, man muss sich überlegen, okay, ich habe einen Schein, den habe ich nicht so oft im Portemonnaie, aber manchmal. Und jetzt gebe ich dir zum Beispiel 100 Euro und du gibst mir 50 Cent als Dankeschön zurück, da würdest du dich freuen. Und ich würde eigentlich Martin, das war aber ein schlechter Deal. So und das ist ungefähr die Wertigkeit von Payback. Und das nutzen eben über 30 Millionen Menschen. Das macht es meiner Ansicht nach sehr einfach deutlich, dass das Punkte sammeln. Und auch das werden wir wahrscheinlich gleich noch besprechen. Mit x Fachpunkten wird da versucht eben das attraktiver zu machen. Aber das Standardprogramm ist maximal unattraktiv. Punkt.",
    "end": 2254.0
  },
  {
    "start": 2254.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Ich weiß, dass jetzt ganz viele Menschen sagen, ja aber DM und ja aber American Express und Business Class Flüge nach New York geistern ja auch immer irgendwie wieder durch Social Media, die man sich mit Payback ersparen kann. Ich finde, man sollte sich eher sparen, nur wegen Payback irgendwo einzukaufen, weil alles andere ist wirklich dann eine hohe Kunst. Ich denke, so ein Netto alleine so ein Netto Prospekt zeigt, es ist annähernd unmöglich, meine ich jedenfalls jedenfalls, wenn man es nicht professionell betreibt, Payback Punkte zu sammeln. Also mindestens. Ja und dann lass uns doch über diese zigfach Coupons mal sprechen, weil ich gebe zu, ich bin heavy Payback User bei DM. Also so wird es vielen wahrscheinlich gehen. Man geht hin, man weiß irgendwie mit zwei Kindern, man lässt eh viel mehr Geld da, als einem lieb ist und dann sagt Payback, komm, aber es gibt 33-fach auf, weiß ich nicht, Shampoo und dann noch mal 15-fach auf Zahnpasta, also all den Kram, den man eh braucht. Und erstmal logisch, natürlich nehme ich es dann mit, warum sollte ich es nicht mitnehmen? Aber ich gehe dann auch wirklich am Ende von so einem teuren Einkauf raus und denke, das waren jetzt aber auch wirklich viele Punkte. Also je nachdem, was man da kauft, kann es sich ja auch summieren. Was entgegnest du denn solchen Beobachtungen wie meiner bei dm mit diesen zig Fachpunkten gibt es ja auch bei Netto.",
    "end": 2335.0
  },
  {
    "start": 2335.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Also das habe ich bestimmt schon hundertmal gehört, dass das sensationell ist, was ich da alles bei DM sammeln kann und so weiter. Auch da sieht man natürlich, wie das funktioniert, dass die Leute da hinlaufen, das da machen. Und was man dann einfach nur mal versuchen sollte, ist zu überlegen. Und deshalb passt meine Rechnung, die ich da gerade eben aufgemacht habe, relativ gut dazu, dass man sagt, okay, wie viel Geld habe ich denn da gelassen? Und das wird in Summe eine Menge sein. Und wenn man das dann gegeneinander stellt, sieht man, dass das attraktiv war. Aber ich habe auch verdammt viel Geld bei dem Händler gelassen, was ja auch gut ist. Wenn das einem gefällt, kann man das ja machen. Aber ich bin mir in den meisten Fällen sehr sicher, dass man eben, wenn man gezielt auf Angebote schauen würde, man garantiert günstiger weggekommen würde.",
    "end": 2385.0
  },
  {
    "start": 2385.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Machen wir hier der Vollständigkeit halber noch den Vergleich, den auch jeder in Deutschland kennt, zumindest die, die nicht auf DM schwören, sondern auf rossmann. Der andauernde 10 Prozent Gutschein, da kommst du jetzt ja mit deinen Rechnungen nicht so weit, weil alle sagen, ha, aber ich habe hier auf dem Handy mehrfach im Monat 10 Prozent auf alles bei Rossmann.",
    "end": 2405.0
  },
  {
    "start": 2405.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also auch die Quote kenne ich natürlich. Ich sage jetzt mal grob 60 Prozent aller Umsätze werden getätigt mit dem 10 Prozent Voucher. Also erstmal sieht man, dass ein Händler locker im Durchschnitt zehn Prozent mal geben kann auf den Umsatz.",
    "end": 2424.0
  },
  {
    "start": 2424.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Also ist man vorher eingepreist.",
    "end": 2425.0
  },
  {
    "start": 2425.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Sie sind einfach eingepreist, das ist locker drin, auch wenn sie alle so arm sind, aber das ist locker drin. Und dann muss man eben wissen, Was sind denn 10 Prozent? Also ich habe es jetzt auch nicht 100 Prozent im Kopf, aber sagen wir mal knapp über 20, machen wir es mal einfach 20 ist der Durchschnittsbogen, der ist ein bisschen höher, aber 20 Euro, 10 Prozent sind 2 Rabatt. Also das ist eben überschaubar. Das ist für den einen Einkauf, den ich tätige. Und jetzt muss ich einfach mal hochrechnen, wenn ich halt im Durchschnitt gibt ein Haushalt in Deutschland 400 bis 600 Euro.",
    "end": 2465.0
  },
  {
    "start": 2465.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Aus im Monat für solche Artikel.",
    "end": 2469.0
  },
  {
    "start": 2469.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ne, nicht für solche Artikel, sondern für Lebensmittel. Und da zähle ich jetzt mal Drogeriebedarf eben auch dazu, weil ich bekomme das ja auch im supermarkt. Das heißt 20 versus 4 600 euro. Das ist ja sehr überschaubar, der Anteil, den ich da jetzt eben spare. Also von daher sollte man das mitnehmen, Aber groß relevant ist es für das Schonen meines Budgets garantiert.",
    "end": 2495.0
  },
  {
    "start": 2495.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Da haben wir, glaube ich, jetzt ganz gut auseinandergerechnet, wie man umgehen sollte mit den Angaben darüber, wie viel man sparen kann beim Einsatz der Apps. Wenn ihr alle ab 12. Februar neue Kaufland Stammkunden werdet, dann sagt mal Bescheid, wie sich da das Sparen anfühlt. Ich bin gespannt darauf. Aber vorher, Sven, kommen wir beide jetzt nach allem, was wir gerade besprochen haben, natürlich zu unserer Rubrik.",
    "end": 2519.0
  },
  {
    "start": 2519.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Tja, und was jetzt?",
    "end": 2522.0
  },
  {
    "start": 2522.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Wie kaufe ich denn dann jetzt weiterhin ein? Sven, du sagst, wir alle gehen zu ungefähr fünf Läden, um unsere Einkäufe zu tätigen. Wir haben Budget X. Jeder dieser Läden hat mindestens ein Angebot an Loyalty Programm. Netto und Edeka bieten mir zwei. Wie sollte ich denn einkaufen jetzt? Wo sollte ich einkaufen? Gibt es irgendwie eine Handreichung von dir, wo du sagst, wenn ihr schon Karten durchzieht, dann tut es folgendermaßen?",
    "end": 2549.0
  },
  {
    "start": 2549.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, also durchziehen sollten sie es auf jeden Fall, weil dann kriegen sie eben im Durchschnitt über alle Programme ein Prozent off und das sollte man mitnehmen. Das ist ja wunderbar. Aber man sollte sich, bevor man einkaufen geht, eben im Vorfeld informieren, was brauche ich denn und wo bekomme ich meine Angebote eben am günstigsten? Da kann ich locker 30 Prozent sparen und mit dem durchschnittlich ein Prozent komme ich dann eben auf 31 Prozent und das ist das Maximum, was ich eben sparen kann. Und da wir zweimal die Woche einkaufen gehen, kann man eben also im Durchschnitt zweimal 31 Prozent im Durchschnitt eben locker.",
    "end": 2586.0
  },
  {
    "start": 2586.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Sparen, ohne mehr Aufwand, weil wir alle es eh schon machen, immer häufiger die Läden wechseln aufgrund der vielen Sonderangebote und so weiter.",
    "end": 2594.0
  },
  {
    "start": 2594.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Ja, also im Durchschnitt sind auch die Läden nur 517 Meter voneinander entfernt. Also ich glaube, wir kennen das ja alle mit den Parkplätzen. Geht man auf die eine Parkplatzseite, geht man zu dem Händler oder die andere Tür ist der nächste Händler. Also das ist gar kein großer Aufwand. Man muss es sich nur im Vorfeld eben bewusst machen, dass es die Produkte überall bei jedem Händler tendenziell gibt, die ich so regelmäßig kaufe oder vom Gleichen auch noch hergestellt werden, die überall gleich viel kosten. Und dann sollte ich eben so clever sein, so smart sein, dass ich eben lieber das Produkt, was ich gerne hätte, eben zum günstigsten Preis oder zu einem sehr guten Preis kaufe und nicht eben zum normalen Preis, weil dann zahle ich eben deutlich zu viel.",
    "end": 2640.0
  },
  {
    "start": 2640.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Und dann sag du mir doch bitte jetzt mal zum Abschluss deine Einschätzung zu dieser Frage, die sich jetzt bestimmt viele stellen. Da streiten sich Lidl und Aldi über Preisführerschaft. Alle haben diese Karten, wir haben darüber gesprochen, alle geben extra Rabatte, aber Aldi, ich brauche keine App, ich brauche auch kein Kundenbindungsprogramm. Ich mache weiterhin den sogenannten Original Aldi Preis. Und in der Tat, also auch meine Recherchen ganz aktuell haben gezeigt, bei Aldi war es teilweise billiger ohne App als woanders mit App. Macht Aldi da zurzeit sozusagen alles richtig oder haben die einfach nicht die Kapazitäten oder den Bedarf, so eine App zu entwickeln? Was weißt du darüber?",
    "end": 2681.0
  },
  {
    "start": 2681.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Naja, also erstens hat Aldi eine sehr treue Kundschaft. Die kommen per se zu Aldi, weil die schon immer gute Produkte, gute Preise eben haben. Wir haben ganz aktuell auch ausgewertet für das letzte Jahr, Sie sind auch der Angebotsführer. Also wenn sie Angebote haben, sind das in der Regel die besten Angebote. Ich darf nur daran erinnern an das Schlemmerfilet, das war auch in diesem Fall hier von Aldi Süd besser als das Lidl Angebot im Ausland. Testet Aldi schon Kundenbindungsprogramme? Ich glaube, früher oder später wird es auch nach Deutschland kommen. Sie müssen eigentlich ihre Kunden kennen, um zukünftig da auch zu wissen und reagieren zu können, um die Kunden noch mehr zu binden. Aber eins ist Im Moment ist es so, dass Aldi eine Menge spart dadurch, dass sie eben kein Kundenbindungsprogramm haben und trotzdem die Kunden zu ihnen kommen. Das ist zumindest aktuell noch der Fall. Aber sie geben auch nicht so viel für Werbung aus, muss man auch sagen. Also Aldi macht da einen guten Job, würde ich sagen, aus deren Sicht. Aber trotzdem, ich bin davon überzeugt, früher oder später muss da auch ein Programm kommen, sonst kann man da schwer gegen ankommen.",
    "end": 2771.0
  },
  {
    "start": 2771.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Sven dann vielen Dank für heute. Unser Kundenbindungsprogramm ist unter anderem der Gratis Newsletter, den könnt ihr abonnieren. Der Link ist in den Shownotes, kommt immer montags und ich habe es eben schon mal gesagt, wer es noch nicht macht, sollte dem ganzen Kanal hier auch bei YouTube folgen, dann seht ihr auch, was ich ab und zu hochhalte oder sonst noch so reinschnippel in unsere Podcasts oder Videopodcast. Sven, vielen Dank für heute. Wir hören uns demnächst wieder, schlage ich vor.",
    "end": 2797.0
  },
  {
    "start": 2797.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Gerne, können wir jederzeit machen.",
    "end": 2799.0
  },
  {
    "start": 2799.0,
    "speaker": "Martin",
    "text": "Alles klar, danke. Bis dann.",
    "end": 2801.0
  },
  {
    "start": 2801.0,
    "speaker": "Sven Reuter",
    "text": "Mach's gut. Radikal und reduziert. Wer Lebensmittel kauft, hört diesen Podcast immer donnerstags, überall, wo es Podcasts gibt.",
    "end": 2814.166
  }
]