[
  {
    "start": 1.0,
    "speaker": "Outro",
    "text": "Unterwegs für die Gesundheit. GESUNDNAH – der Podcast der AOK Baden-Württemberg.",
    "end": 7.0
  },
  {
    "start": 7.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Kennt ihr HYROX? Das ist so eine Art Wettbewerb, bei dem die Teilnehmenden einen Fitnessparcours absolvieren. Ist gerade extrem angesagt, genauso wie Fitnessbootcamps und Running Clubs. All diese Dinge haben gemeinsam, dass man hier nicht alleine Sport treibt, sondern in der Gruppe schwitzt. Mit mir hat es erst mal relativ wenig zu tun. Wenn ich im Fitnessstudio bin und Krafttraining mache, dann mache ich das einfach alleine. Also ich schirme mich ab und mache da mein Ding. Ich will es einfach durchziehen, weil so richtig Spaß macht es mir nicht und ich muss ja da trotzdem irgendwie durch. Immer klappt es aber natürlich nicht, und vielleicht kennt ihr das auch, ab und an ist da einfach dieser innere Schweinehund, der dir sagt, nee, keine Lust, heute wird nicht trainiert, heute bleibe ich lieber auf dem gemütlichen Sofa sitzen, und ich kann mir gut vorstellen, dass Sport in der Gemeinschaft in so einer Situation hilft. Wenn dir andere sprichwörtlich in den allerwertesten treten, dann rafft man sich wahrscheinlich auch mal auf, wenn man keine Lust hat, und dann ist da natürlich auch immer noch dieser Wettkampfgedanke bei HYROX und Co. Dieses kompetitive Element würde mich wahrscheinlich auch motivieren. Genauso wie die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, also Menschen zu treffen, die mindestens mal die Leidenschaft für Sport mit mir teilen. Ich bin Martin Hoffmann und in dieser Folge dreht sich alles um Community-Sport. So nennt man das heute, wenn man sich in der Gruppe organisiert, um gemeinsam Sport zu treiben. Warum boomen HYROX und Co. Gerade jetzt und welche Rolle spielen die sozialen Medien? Alles Fragen, die ich mit Professorin Jana Strahler besprechen möchte. Sie ist als Sportpsychologin an der Uni Freiburg Expertin auf dem Gebiet. Danach treffe ich mich mit Nina Ludwig und ihrem Freund Lukas Gerber. Lukas kenne ich vom Basketball, wir spielen seit drei Jahren in einer Mannschaft und er ist definitiv einer der fittesten bei uns. Vor ein paar Wochen hat er beim Training mal erzählt, dass er gemeinsam mit Nina HYROX macht und jetzt will ich natürlich mehr darüber erfahren. So, ich bin mal wieder im wunderschönen Freiburg und die Sportuni, die liegt hier direkt an der Dreisar mit einem tollen Blick auf den Hochschwarzwald. Kürzlich wurde hier die gesamte Außenanlage komplett erneuert und ich meine, klar, das ist immer noch eine Uni, aber der neue Sportcampus, der verströmt schon eine ganz besondere, lebendige Atmosphäre. Ich bin jetzt am sportwissenschaftlichen Institut hier an der Uni in Freiburg, hoch im dritten Stock. Und jetzt muss ich mal kurz gucken, das Büro von Professorin Jana Strahler ist hier an der Ecke und hier ist auch ein kleines Schildchen an der Tür. Bin da, unterwegs, Labor oder nicht stören. Das Pfeilchen steht auf bin da, dann klopfe ich doch mal. Hallo? So, hallo Jana, hallo.",
    "end": 156.0
  },
  {
    "start": 156.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Hi, grüß euch!",
    "end": 161.0
  },
  {
    "start": 161.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Jana, was verstehst du unter Community-Sport und was ist vielleicht auch so der Unterschied zum klassischen Vereinssport oder sich einfach mal so zusammen treffen und gemeinsam Sport machen?",
    "end": 173.0
  },
  {
    "start": 173.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Community-Sport bedeutet für mich mehr als nur gemeinsam Sport machen. Im Zentrum steht das Gefühl von Zugehörigkeit. Menschen treffen sich regelmäßig, teilen Werte, motivieren sich gegenseitig und erleben sich als Teil einer Gruppe. Vielleicht auch im Unterschied zum klassischen Vereinssport ist Community-Sport weniger formal organisiert, weniger feste Strukturen oder auch an Wettkämpfe gebunden. Und im Vergleich zu, in Anführungszeichen, wir trainieren einfach zusammen, geht es hier auch nochmal mehr um Identität, soziale Verbindung. Also nicht nur wir trainierens zusammen, sondern wir gehören zusammen.",
    "end": 212.0
  },
  {
    "start": 212.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie lässt sich das historisch einordnen? Ist das jetzt ein komplett neues Phänomen oder ist das einfach, ich sage es mal, ein altes Phänomen und ein bisschen durch Marketing ein bisschen schöner eingepackt?",
    "end": 223.0
  },
  {
    "start": 223.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Ein bisschen steckt die Antwort in deiner Frage drin, weil so erscheint es mir zumindest. Manchmal ganz neu ist das nicht. Menschen haben sich schon immer in Gruppen bewegt. Denken wir an die Turnbewegungen, an Laufgruppen, an den Betriebssport in den 50er und 60er Jahren. Was neu ist, ist die Art der Inszenierung und die Sichtbarkeit dieser Formate. Social Media, Markenformate wie HYROX, bekommt das Ganze eine neue Dynamik. Also wir haben es an der Stelle, meine Interpretation, eher eine moderne Weiterentwicklung, allerdings eines alten menschlichen Bedürfnisses. Gemeinsam aktiv sein, gemeinsam stark sein, gesehen werden und sich als wirksam erleben.",
    "end": 263.0
  },
  {
    "start": 263.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Stimmt eigentlich, die Lauftreffs, die kenne ich auch noch von ganz früher, von wirklich alten Bildern. Und jetzt sieht es halt einfach ein bisschen hipper aus. Also wenn das jetzt, dann haben alle das gleiche T-Shirt an und dann wird es noch verbunden mit viel Musik und noch Event-Charakter. Warum ist denn jetzt zum Beispiel, wenn wir jetzt mal HYROX rausnehmen als Community-Sport, warum ist das gerade so richtig im Trend? Trifft das gerade absolut den Zeitgeist oder was ist das?",
    "end": 288.0
  },
  {
    "start": 288.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Viele Menschen suchen heute einen Ausgleich zu ihrem stark individualisierten Alltag. Wir arbeiten viel alleine, sind digital vernetzt, aber nicht unbedingt sozial eingebunden. Das heißt, das nicht automatisch. Community-Sport bietet eine einfache Möglichkeit, echte Verbindungen zu erleben. Gleichzeitig, wie du gerade gefragt hast, hat der Event-Charakter Ziele, eine Challenge-Komponente, so eine Herausforderung. Das spricht einfach viele Personen an.",
    "end": 317.0
  },
  {
    "start": 317.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Welche psychologischen Grundbedürfnisse erfüllt denn Community-Sport?",
    "end": 322.0
  },
  {
    "start": 322.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Ich glaube, da lassen sich drei zentrale Bedürfnisse nennen, die wir im Community-Sport wirklich auch adressieren können. Das erste ist Zugehörigkeit, das heißt, das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein. Zweitens Kompetenz. Wir erleben Fortschritt, bekommen Rückmeldungen zu unseren Fähigkeiten, Fertigkeiten. Und drittens, und das ist, glaube ich, da auch die entscheidende Komponente, was Motivation beispielsweise zum Sport- und Bewegungsverhalten angeht, Autonomie, also sich selber erleben, dass ich Entscheidungen treffen kann und darf. Viele Formate sind freiwillig und selbstbestimmt. Ich kann mir auswählen, wie intensiv ich trainiere, ob ich an Wettkämpfen teilnehme oder eben nicht. Und zusätzlich kommt dann noch die Anerkennung dazu, sowohl innerhalb der Gruppe als auch über Social Media.",
    "end": 370.0
  },
  {
    "start": 370.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Ich würde noch mal gerne erst mal drauf gucken, welche psychologischen oder welche Vorteile hat es jetzt psychologisch gesehen, dass ich in der Gruppe trainiere, im Gegensatz zu ich gehe alleine trainieren.",
    "end": 381.0
  },
  {
    "start": 381.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Da wissen wir aus der psychologischen und sportpsychologischen Forschung ganz klar, dass Gruppentraining die Motivation deutlich erhöhen kann. Wir erscheinen eher zum Training, wenn andere auf uns warten, wenn es im Kalender steht. Dabei entsteht so eine Art positive Verbindlichkeit. Nicht als Zwang oder Druck jetzt erst mal verstehen, sondern wirklich positive Verbindlichkeit. Außerdem profitieren viele Personen von sozialer Unterstützung. Ich erlebe emotionale Unterstützung, vielleicht Unterstützung durch Informationen und ganz wichtig auch das Modelllernen. Wir orientieren uns an anderen, lassen uns vielleicht auch mitziehen, sowohl körperlich als auch emotional und motivational und nicht zuletzt macht es einfach mehr Spaß.",
    "end": 428.0
  },
  {
    "start": 428.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Aber wenn du jetzt sagst, naja, also die Motivation ist deutlich gesteigert, ist das langfristig oder ist das nur so ein kurzer Push?",
    "end": 436.0
  },
  {
    "start": 436.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Die Studienlage dazu ist noch nicht eindeutig beziehungsweise da haben wir einfach noch Lücken. Wir wissen aber aus anderen Formaten, dass Sport in Gemeinschaft ein sehr stabiler Motivationsfaktor sein kann. Vor allem durch die soziale Bindung, die viele Personen da erleben können. Allerdings hängt es auch stark davon ab, wie sehr sich jemand auch mit einer Gruppe identifiziert. Also was ist meine Identität in dieser Gruppe, wenn Motivation nur von außen kommt? Druckvergleich kann das auch schnell wieder abflachen, gerade langfristig gesehen.",
    "end": 471.0
  },
  {
    "start": 471.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Jetzt hast du gerade gesagt, also dieser Wunsch nach Zugehörigkeit, wir sind alle sehr, sehr individuell. Es gibt diese Selbstoptimierungstrends alle. Welche Rolle spielt bei Community-Sport, bei diesen Lauftreffs, bei Bootcamps, bei HYROX, Social Media gerade?",
    "end": 488.0
  },
  {
    "start": 488.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Sicherlich über Social Media die Information bekommen, dass es sowas überhaupt gibt. Eine Idee bekommen, vielleicht auch Vorbildwirkung von Personen und überhaupt erst mal auch den Anlass bekommen, das mal auszuprobieren. Das ist an der einen Stelle, Social Media hilft oder gibt mir eine Idee, was alles möglich ist. Das ist das eine. Sicherlich müssen wir was Social Media angeht, aber auch für mögliche Nachteile mit bedenken, weil da natürlich der Vergleich besonders hervorzuheben ist, sozialer Druck, der ausgelöst werden kann und vielleicht auch Bilder präsentiert und repräsentiert werden, wo man einen Realitäts-Check vielleicht mal drüber legen sollte.",
    "end": 535.0
  },
  {
    "start": 535.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Gerade diesen Realitäts-Check, den finde ich total spannend, weil jetzt klingt das ja erst mal, also das klingt ja alles erst mal wenn man das, was du gesagt hast, also Community-Sport, HYROX, klingt total positiv. Also es gibt eine gewisse Unverbindlichkeit, aber doch ein Motivationssteigerung und alles. Kann das auch Nachteile haben? Also diesen Leistungsdruck, den du gerade angesprochen hast, das macht ja auch was mit uns. Also dieses ständige sich Vergleichen, ob das jetzt über Social Media auch noch ist oder nur in einer Trainingsgruppe bei HYROX. Was macht es mit uns?",
    "end": 567.0
  },
  {
    "start": 567.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Absolut Nachteile müssen wir auch thematisieren, denn wo Gemeinschaft ist, da gibt es auch automatisch Vergleiche. Das kann motivierend sein auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch Druck erzeugen. Manche fühlen sich beobachtet oder wir haben das Gefühl, mithalten zu müssen und da vielleicht auch mal über unsere eigenen Grenzen hinauszugehen. Und gerade wenn dieser Leistungsaspekt stark im Vordergrund steht, dann kann das auch belastend sein.",
    "end": 594.0
  },
  {
    "start": 594.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Woran merkt man, dass es kippt, also dass es zu viel ist, dass dieses exzessive Training vielleicht, naja, dass ich sage es mal, dass eine Pause sehr sinnvoll wäre.",
    "end": 606.0
  },
  {
    "start": 606.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Das ist eine spannende Frage, da beschäftigen wir uns auch viel in unseren eigenen Forschungsthemen damit. Was sind denn Warnsignale, die irgendwie auch so ein ungesundes Verhältnis zum Sport vielleicht andeuten. Und das ist ganz eindeutig, wenn Sport zur Pflicht wird und wie du jetzt auch gerade schon gefragt hast, keinen Raum mehr für Erholung auch lässt. Zweiter Aspekt ist, wenn unsere Stimmung stark davon abhängt, ob wir trainiert haben, wie intensiv trainiert haben, wie wir uns dabei gefühlt haben. Oder wenn Verletzungen ignoriert werden. Trotzdem ganz klar ein Signal, ich brauche eine Pause, trotzdem weiter trainiert wird. Ein weiterer Aspekt, den wir sehen, ist sozialer Rückzug. Das mag jetzt erst mal kurz ein bisschen kognitive Dissonanz auslösen. Haben wir nicht gerade über Community-Sport geredet, das ist doch eine soziale Möglichkeit zum sozialen Kontakt. Da geht es darum, sozialer Rückzug. Außerhalb der Sportgruppe, also dass man sich nur noch in der Sportbubble trifft, das hat den Vorteil, dass man da natürlich auf Personen gleichgesinnte trifft, die ähnliche Ziele haben, ähnlichen Werte und Haltungen. Allerdings fehlt dann der Realitäts-Check. Und das ist auch ein Aspekt, wo Personen vielleicht außerhalb auch hellhörig werden können, beziehungsweise wo man dann auch mal in Reflektion geht, ist es das noch? Ist es vielleicht nicht zu viel? Ist das noch ein gesundes Verhältnis zu dem, was du tust?",
    "end": 696.0
  },
  {
    "start": 696.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Total spannend, dass man diesen Bubbles, so habe ich da noch nie darüber nachgedacht. Also, dass man, wie du sagst, eigentlich, weil es ist ja was Soziales, aber es ist halt wirklich sehr abgeschirmt. Also man ist ja in seiner eigenen Gruppe und alle sind sehr sehr ähnlich, weil dieses verbindende Element Sport ja so einen großen Teil des Lebens oder im Leben spielt. Jetzt ist es ja oft so, also ich nehme noch mal HYROX einfach als Beispiel, dass das Leistungslevel sich ja auch manchmal extrem unterscheidet. Also man hat da Leute dabei, die sind unglaublich fit. Die machen das schon seit Jahren und kommen vielleicht vom CrossFit oder von anderen Disziplinen. Und dann haben wir viele dabei, die jetzt da erst mal so neu reinstarten. Aber es sind eigentlich dann doch in der gleichen Gruppe. Wie bleibt so was wie HYROX trotzdem sicher, auch wenn ich so große Unterschiede zwischen dem dem Leistungsvermögen habe?",
    "end": 746.0
  },
  {
    "start": 746.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Hier ist meine persönliche Meinung, dass Coaches eine zentrale Rolle spielen. Gute Angebote schaffen eine Kultur, in der auch individuelle Anpassung normal wird. Das heißt, es sollte klar kommuniziert werden. Es geht nicht darum, immer maximal zu performen, sondern passend zum eigenen Level zu trainieren. Und das ist aber auch das Schöne, was die Formate bieten können. Sie sind skalierbar, das heißt auf das individuelle Niveau anpassbar und da aber ganz, ganz wichtig, dass da auch eine professionelle Begleitung in Anspruch genommen wird in der Stelle. An der Stelle sind das eben die Coaches und wir wissen ja auch, wie wichtig Coach-Atletin-Beziehungen sind für die Bindung an den Sport, für die Identität mit dem Sport.",
    "end": 795.0
  },
  {
    "start": 795.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Aber, also, verstehe ich total, aber ich kann mir schon auch vorstellen, wenn ich jetzt neu in so einer Gruppe bin und ich sehe dann halt einfach Leute, die unglaubliche Leistung da vollbringen, dass mich das vielleicht pusht, was ja im ersten Sinne gar nicht schlecht ist, aber auf der nächsten Seite vielleicht dann auch zu sehr da rein zieht. Und diese ganzen Gefahren, die du vorhin gesagt hast, dass das dann schon auch so ein bisschen ein bisschen triggern könnte. Also könnte ich mir schon gut vorstellen.",
    "end": 822.0
  },
  {
    "start": 822.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Absolut. Vielleicht kann man es zwei Seiten auch sehen. Auf der einen Seite haben wir Personen, die brauchen einfach Motivation, weil sie sich schwer alleine aufraffen können. Und die profitieren definitiv stark von solchen Angeboten. Personen, die eher wettbewerbsorientiert ist, vielleicht auch ein gewisses Perfektionismusstreben an der Stelle haben, wenn die sich ständig vergleichen oder Personen, die sich schnell auch unter Druck setzen. Das ist sicherlich so ein Moment, wo ein Coach auch selber in die Reflexionen gehen sollte, lass uns mal sprechen. Aus welchen Gründen tust du das jetzt gerade? Warum und wozu, frag ich dann gerne. Warum, was sind die Gründe, wo kommst du her? Und wozu tust das? Was ist das Ziel, auf das du hinarbeitest? Und mit diesen beiden Klärungen bin ich mir ziemlich sicher, lässt sich viel erklären. Auch bzw. diese Skalierung und Anpassung vornehmen.",
    "end": 883.0
  },
  {
    "start": 883.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Also gute Coaches sind einfach das A und O quasi.",
    "end": 889.0
  },
  {
    "start": 889.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Die setzen vielleicht die Leitplanken. Die Person muss natürlich immer noch selber die Entscheidung treffen. Wir hatten ja vorhin, was sind die psychologischen Grundbedürfnisse, die diese Art des Sporttreibens auch stillen kann. Soziale Einbindungen haben wir besprochen, Kompetenzerleben haben wir besprochen und an der Stelle ist es das Autonomie erleben. Also Coaches, die Entscheidungen begleiten, aber die Entscheidung immer noch dem Athleten, der Athletin überlassen. Da gibt es auch ein Fachbegriff des Empowerments dafür. Befähigen zu eigenen Entscheidungen, die zu den eigenen Zielen passen.",
    "end": 925.0
  },
  {
    "start": 925.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Und ich find, man muss auch dazu sagen, also das gibt's ja dann auch, ich sag es mal, wenn ich alleine laufen gehe, alleine joggen gehe und da überholt mich jemand, dann hab ich ja auch dieses Gefühl, oder im Vereinssport ist es ja dann auch so, dass ich höhere Liegen, die irgendwas machen und da hab ich das ja auch, also deswegen, man kann's jetzt nicht nur auf Community-Sport schieben, sondern ich glaub, das ist so ein Phänomen im Sport, oder?",
    "end": 948.0
  },
  {
    "start": 948.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Richtig. Das sind ganz klassische Phänomene der so genannten extrinsischen Motivation, der Motivations von außen, dass es um den Vergleich geht, dass die Bezugsnorm bin ich dann nicht selber, dass ich selber besser bin als letzte Woche oder beim Training vorgestern, sondern im Vergleich mit anderen Personen. Das ist prinzipiell erstmal gut, wenn ich einen Sport beginne bzw. mich entschieden habe, ich will mich jetzt mehr bewegen. Wichtig für die Nachhaltigkeit, was das Sport- und Bewegungsverhalten angeht, ist aber, dass diese Motivation intrinsisch wird. Das heißt, aus dem Inneren heraus kommt, dass ich Sport des Sportes oder des Spaßes an der Bewegung eher treibe.",
    "end": 992.0
  },
  {
    "start": 992.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie finde ich denn jetzt eine Gruppe, die zu mir passt, also die zu meiner Persönlichkeit passt, weil Persönlichkei ja, hast du gesagt, ist auch ein großer Teil von Community-Sport, aber auch zu meinem Leistungslevel und dann natürlich auch nochmal, es gibt ja so unglaublich verschiedene Arten, aber wie finde ich da was, was passt?",
    "end": 1009.0
  },
  {
    "start": 1009.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Leistungslevel ist ein gutes Stichwort. Allerdings würde ich da eher die Trainingswissenschaft zu befragen, was Leistungslevels angeht. Ich bin Sportpsychologin und deshalb aus der Kompetenz heraus wäre da mal meine Antwort, wichtig ist aufs eigene Bauchgefühl zu hören. Fühle ich mich willkommen, ist der Umgang in der Gruppe unterstützend, erlebe ich den unterstützenden, erlebe ich Respekt auch mir und meiner Person und meinen Leistungen gegenüber. Und da lohnt es sich ganz klar, verschiedene Angebote auszuprobieren und nicht erst beim ersten Eindruck zu bleiben. Also wirklich, wenn das Gefühl habe, irgendwas passt da nicht, du musst da nicht bleiben, probier was anderes aus.",
    "end": 1055.0
  },
  {
    "start": 1055.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Was würdest du jetzt Leuten raten, die jetzt den Podcast anhören, die sagen, ich hab jetzt total Lust, jetzt irgendwie dieses Gemeinschaftsgefühl, Lifestyle, das passt alles, gemeinsam fit werden, das klingt alles total toll, ich würde das gerne ausprobieren, aber die fühlen sich selbst noch nicht so weit, dass sie sagen, okay, fühlen sie sich da vielleicht ein bisschen schlecht, Schamgefühl ist dabei, weil eben lange keinen Sport oder noch nie Sport gemacht haben und die möchten jetzt aber anfangen mit Community-Sport. Was würdest du denen mitgeben?",
    "end": 1081.0
  },
  {
    "start": 1081.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Zuerst würde ich validieren diese Aussage, die Sorge ist sehr verbreitet, kann ich absolut nachvollziehen, aber gleichzeitig, das ist meistens unbegründet diese Sorge, gute Communities holen Menschen genau dort ab, wo sie stehen. Mein Rat wäre, geht hin, probiert aus, vergleicht euch nicht mit anderen, sondern wie ihr euch vorher gefühlt habt, wie ihr dem Tag vorher gefühlt habt. Und das ist ganz klar, der Einstieg ist oft die größte Hürde, danach nimmt einen auch die Gruppe irgendwie mit.",
    "end": 1115.0
  },
  {
    "start": 1115.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Es ist halt auch schwierig, dieses Nicht-Vergleichen. Wir haben es jetzt ja so gelernt, die ganze Zeit, und alles ist immer auf diesen Vergleich angelegt. Aber ich finde es einen guten Punkt, dass du sagst, vergleich dich mit vor dem Sport, wie es dir geht. Und vielleicht denk nicht direkt nach dem Sport. Sondern zwei, drei Tage, wenn der Muskelkater weg ist, dann nochmal.",
    "end": 1135.0
  },
  {
    "start": 1135.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Muskelkater sind die kleinen Trophäen.",
    "end": 1138.0
  },
  {
    "start": 1138.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Das nehme ich für mich mit. Ich glaube, Jens Vogt hat mal gesagt, Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt. Das fand ich auch sehr schön. Also als Rennradfahrer ist nochmal ein anderes...",
    "end": 1149.0
  },
  {
    "start": 1149.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Für mich ist Schmerz definitiv ein Signal, dass irgendwas gerade nicht gut war. Ein guter Sport sollte nicht wehtun. Er sollte Spannung produzieren, Spannungen im Muskel, Spannunge im Körper.",
    "end": 1162.0
  },
  {
    "start": 1162.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Aber beim Profisport sind wir nochmal wo ganz woanders.",
    "end": 1165.0
  },
  {
    "start": 1165.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Richtig, kommen wir wo ganz anders her.",
    "end": 1167.0
  },
  {
    "start": 1167.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Jetzt sag noch kurz, Community-Sport, hast du persönliche Erfahrungen gemacht? Machst du das selbst auch, oder?",
    "end": 1175.0
  },
  {
    "start": 1175.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Tatsächlich selber bin ich nicht im Community-Sport involviert. Ich habe lange Vereinssport betrieben, bin Handballerin, hab das gespielt und trainiert, bin dann zum Klettern gekommen, was auch noch mal eine eigene Community, eine eigene Bubble ist. Aber jetzt die klassischen aktuellen wie CrossFit oder HYROX da bin ich ich nicht aktiv, verfolge das auch aus vielleicht ein bisschen beruflichen Interesse diese Aspekte im Social Media.",
    "end": 1205.0
  },
  {
    "start": 1205.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Jana, vielen, vielen Dank. Total spannend. Und als wir als wir hergelaufen sind, haben wir auch viele Sportstudies schon gesehen, die überall Sport machen. Ich finde, das inspiriert total, sich einfach mehr zu bewegen. Danke dir, Jana. Danke.",
    "end": 1217.0
  },
  {
    "start": 1217.0,
    "speaker": "Prof. Jana Strahler",
    "text": "Danke, ebenso.",
    "end": 1227.0
  },
  {
    "start": 1227.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Community-Sport, wie Jana sagt, sowas gab es eigentlich schon immer. Es passt aber aktuell absolut gut in den Zeitgeist rein. Vielleicht ist einfach der Lifestyle-Gedanke jetzt ein bisschen ausgeprägter. Von Freiburg geht es für mich zurück nach Stuttgart. Hier bin ich mit Lukas Gerber und Nina Ludwig verabredet. Vor knapp zwei Jahren haben sie mit HYROX angefangen. HYROX ist übrigens eine Wortkreation. HY steht für hybrid, also die Kombination aus Ausdauer und Kraft-Elementen. Und rocks steht für rockstars. Ich glaube, das ist selbsteklärend. Warum es diese Wortkreation gibt? Ich glaube, da müsste man jetzt einfach eine Marketingabteilung fragen. Ich bin jetzt in Stuttgart-Mitte bei Nina und Lukas, hoch in den vierten Stock, fühlt sich aber eigentlich eher an wie der fünfte Stock, muss ich sagen und jetzt gucke ich mal kurz, hier ist die Klingel.",
    "end": 1280.0
  },
  {
    "start": 1280.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Hi Martin, hi! Schön, dich zu sehen!",
    "end": 1282.0
  },
  {
    "start": 1282.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Hallo ihr beiden, schön habt ihr's hier.",
    "end": 1284.0
  },
  {
    "start": 1284.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ja, komm rein!",
    "end": 1291.0
  },
  {
    "start": 1291.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Nina, Lukas, wie war das bei euch? Wart ihr eigentlich schon immer sportlich? Also wenn man euch jetzt so sieht, ihr seid topfit, würde ich jetzt mal so von der Außenperspektive sagen. Aber wart ihr schon immer so, dass er gesagt hat, Sport ist genau mein Ding?",
    "end": 1305.0
  },
  {
    "start": 1305.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ich würde sagen, dass ich schon immer sehr sportinteressiert war und sehr sportlich war. Also ich hab als Kind auch relativ früh dann mit Kinderturnen, erstmal bin ich eingestiegen und dann ab so sechs, sieben Jahren hab ich dann eben angefangen Rollkunstlauf zu machen und da das auch relativ regelmäßig, also ich bin dann viermal die Woche ins Training gegangen, meistens sogar fünfmal dann am Ende und hatte dann im Sommer auch immer sehr viele Wettkämpfe, hab Sport-Abi gemacht auch, also hatte dann Leistungskurs und habe ja dann auch Sport studiert. Also ich würde sagen, der Sport hat immer sehr einen großen Teil meines Lebens eingenommen.",
    "end": 1336.0
  },
  {
    "start": 1336.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Das klingt aber fünfmal die Woche, das klingt schon nach Leistungssport eigentlich.",
    "end": 1341.0
  },
  {
    "start": 1341.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Genau, das war schon auch Leistungssport. Also ich war dann auch teilweise so ein bisschen mit dem Kader dabei. Hab das dann irgendwann sein gelassen, weil für mich dann doch eher der Leistungsgedanke so ein bisschen nachrangig war und es bei mir eher so ein bisschen um den Spaß am Sport ging. Und das hat für mich immer so ein bisschen geschmälert dann, weil ich einfach kein Wettkampftyp war. Und deswegen hatte ich dann mit dem Kader-Training eigentlich relativ schnell wieder aufgehört. Bin trotzdem noch zu Wettkämpfen gegangen, weil mir das Training dafür sehr Spaß gemacht hat. Aber für mich war Sport immer vor allem so für Meine mentale und körperliche Gesundheit einfach ein großer Teil.",
    "end": 1375.0
  },
  {
    "start": 1375.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie ist es bei dir, Lukas?",
    "end": 1376.0
  },
  {
    "start": 1376.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ja, ganz so leistungsmäßig war ich nie unterwegs, aber ich habe immer Sport gemacht. Also auch das Kinderturnen, dann erst Fußball, leicht Athletik. Ich habe dann irgendwann mit Basketball so mit elf angefangen, würde ich sagen. Und das dann wirklich war dann der Hauptsport für mich und ist irgendwo lange geblieben. Aber ich habe auch immer vielfältig Sport gemacht, Hauptsache Bewegung, Fahrradfahren, manchmal Joggen, dann auch mal Klettern oder Hauptsachen irgendwas bewegt ist, ehrlich gesagt.",
    "end": 1402.0
  },
  {
    "start": 1402.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Also seit elf Basketball, wir kennen uns ja auch vom Basketball. Also deswegen, ich habe es vorhin schon mal kurz gesagt, du bist einer der Fittesten bei uns im Team.",
    "end": 1410.0
  },
  {
    "start": 1410.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Und ich bin ja auch einer der Jüngsten, das sollte auch so sein.",
    "end": 1413.0
  },
  {
    "start": 1413.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wenn du sagst, ja, ist definitiv so. Jetzt macht ihr beiden HYROX. So seit eineinhalb Jahren, glaube ich, ungefähr.",
    "end": 1421.0
  },
  {
    "start": 1421.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ja, ein gutes Jahr, ja.",
    "end": 1423.0
  },
  {
    "start": 1423.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie würdet ihr HYROX erklären, jemanden, der es vielleicht nicht kennt, oder anders gefragt, wie habt ihr euren Eltern erklärt, was ihr jetzt gerade macht, oder den Großeltern vielleicht?",
    "end": 1434.0
  },
  {
    "start": 1434.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ich hab's heute einem Kollegen erklärt, als ich vom Podcast erzählt habe. Es ist ein sehr intensives Training und es ist eine Mischung aus Kardiotraining und Krafttraining. Es gibt acht verschiedene Übungen, die drankommen in so einem HYROX-Wettkampf. Das sind z.B. Wall-Balls, dass man eine Kniebeuge macht und einen schweren Ball an die Wand werfen muss auf eine Zielscheibe. Burpee-Box-Jumps gibt's, wo man Burpee macht, auf eine Box draufspringt. Dann Lunges mit Sandbag Lunges, also mit Gewicht.",
    "end": 1465.0
  },
  {
    "start": 1465.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Das sind solche Ausfallschritte.",
    "end": 1466.0
  },
  {
    "start": 1466.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "So, Ausfallschritte mit Gewichten, genau. Genau, und Rudern, Ruderergometer, Skiergometers mit dabei. Und das alles wird immer unterbrochen durch eine Runde laufen, die aus einem Kilometer besteht. Im Training machen wir das meistens weniger. Aber so ein Wettkampf würde dann so aussehen, dass man immer einen Kilometer läuft, eine Übung macht und danach wieder einen Kilometern läuft. Also sehr intensiv und spricht dann sowohl die Ausdauer an, als auch die Kraft.",
    "end": 1492.0
  },
  {
    "start": 1492.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Was hat euch da dran so richtig gepackt? Also warum sagt ihr, das ist ein Hobby von euch?",
    "end": 1497.0
  },
  {
    "start": 1497.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ich glaube, wir hatten uns interessiert für so eine Sportart, die eben Kraft und Ausdauer kombiniert und hatten noch erst CrossFit angeschaut, was ja Ähnlichkeit hat, vielleicht noch ein bisschen intensiver ist in höheren Spitzen, aber nicht diese ähnliche lange Belastung hat, sage ich mal. Und natürlich ist es auch irgendwo, warum wir heute hier sind, der Community-Gedanke dahinter, aber wir dachten, da sind eigentlich immer coole Leute. In unserem Alter ungefähr und das heißt diese sportliche Betätigung dieses super Ausbrauern zusammen eben mit der menschlichen Komponente ist das was uns eigentlich interessiert hat.",
    "end": 1527.0
  },
  {
    "start": 1527.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Was macht am meisten Spaß? Du sprichst gerade diesen Community-Gedanken an. Ist es das oder ist es das Training oder ist das nachher so ein Gesamtpaket?",
    "end": 1536.0
  },
  {
    "start": 1536.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ich würde sagen, es ist das Gesamtpaket, also vor allem dieses wirklich ausgepowert sein am Ende und sich wirklich auspowern können, macht auf der einen Seite richtig viel Spaß und man fühlt sich einfach gut. Auf der anderen Seite gehen wir dann doch auch an manchen Tagen, wenn wir ein bisschen müde sind, auch wegen der Community hin. Und wie Lukas eben schon sagte, sind viele Leute, die ähnliche Interessen haben da, die relativ nah an uns sind. Und da haben wir echt schon liebe, nette Leute kennengelernt. Und dann geht man manchmal doch auch eher um die Leute zu sehen hin. Wenn man gerade einen anstrengenden Tag hatte und schafft es dann trotzdem, sich zu bewegen, einfach aufgrund der Community auch. Und das ist ganz schön.",
    "end": 1573.0
  },
  {
    "start": 1573.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wenn ihr das seit eineinhalb Jahren macht, habt ihr schon einen richtigen Fortschritt auch gemerkt? Also seid ihr noch fitter geworden oder technisch noch besser geworden, oder wie sieht das aus?",
    "end": 1582.0
  },
  {
    "start": 1582.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ich würde sagen, technisch merke ich, dass ich besser geworden bin. Es gab auch am Anfang eine Fitnesssteigerung, aber ich glaube, ich habe dann irgendwann das Level erreicht, wo ich jetzt bin. Und da müsste ich jetzt nochmal einen extra Effort machen, um da reinzukommen. Ich glaube, das ist so ein bisschen das, wir gehen jetzt regelmäßig einmal die Woche. Das heißt, wir haben jetzt nicht diese super krassen Trainingserfolge im Moment, weil wir sehr viel Sport machen, alles gemixt und das HYROX ist trotzdem eben so ein Element, was da regelmäßig dabei ist.",
    "end": 1609.0
  },
  {
    "start": 1609.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Genau, das würde ich auch ergänzen. Ich meine, wir machen auch sonst viele andere Sport noch. Also HYROX ist ein Teil, aber dann gehen wir auch eben noch ins Fitnessstudio und haben generell diese Urban Sports Mitgliedschaft, wo man ja viel Verschiedenes auch machen kann. Das heißt, wir haben relativ viel, denn es ist wahrscheinlich schwierig zu sagen, was kommt jetzt vom HYROX, was kommt aus dem Fitnessstudios, was kommt vom Laufengehen an Ausdauer zum Beispiel. Aber grundsätzlich würde ich schon sagen, dass wir uns seit letztem Jahr schon auch gesteigert haben, was unser Fitnesslevel angeht.",
    "end": 1632.0
  },
  {
    "start": 1632.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Es ist eigentlich, also jetzt mal blöd gefragt, ist es normal, dass man so einmal die Woche zum HYROX geht oder in der Community ist es dann eher so ein bisschen verpönt, so die gehen auch noch ins Fitnessstudio oder die gehen noch irgendwie laufen. Vielleicht ist es in Ordnung, du spielst noch Basketball. Also ist das in Ordnungen so, nur einmal die Woche da zu sein? Oder ist es eigentlich vom Gedanken her so zwei, drei mal die Woche in dieser Community, dass man sich da trifft?",
    "end": 1655.0
  },
  {
    "start": 1655.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ich würde sagen, das ist völlig in Ordnung, nicht oft da zu sein. Also da gibt es keine Regeln, da sind alle willkommen, egal wie oft sie dabei sind. Natürlich die, die auch regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, da sind ja auch ein paar dabei, die super Zeiten in Wettkämpfen erzielen und die sind schon regelmäßig da. Die haben meistens dann Trainingseinheiten und auch so Simulationseinheiten, wo sie dann wirklich fast jede Woche so ein HYROX simulieren. Aber trotzdem machen die auch andere Kraftsportarten, gehen ins Fitnessstudio. Die eine, die macht Triathlon noch nebenbei, ist krass im HYROX, also ich glaube, dass HYROX sich auch anbietet, deswegen, weil es so vielfältig ist und so eine, sage ich mal, ganzkörperliche Betätigung ist, dass man auch aus vielen anderen Sportarten profitieren kann in dieser Sportart.",
    "end": 1696.0
  },
  {
    "start": 1696.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Was würdet ihr denn sagen, oder vielleicht Nina, weil du noch diesen Leistungssport-Hintergrund auch noch ein bisschen hast, wo liegt der größte Unterschied zwischen HYROX, also Community-Sport, und alleine trainieren oder in so einer sehr besonderen, leistungsorientierten Trainingsgruppe?",
    "end": 1711.0
  },
  {
    "start": 1711.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ich muss sagen, ich finde auch nichts unbedingt besser. Es ist natürlich was anderes, wenn man in einer Gruppe trainiert, wenn man sich gegenseitig motivieren und pushen kann. Das ist auf jeden Fall ein großer Faktor, der da ist. Dass ich auch merke, zum Beispiel, wenn ich für mich selber trainiere, wenn ich mal nicht so guten Tag habe, dann mache ich ein bisschen langsamer. In der Gruppe ist es dann häufig so, ich habe nicht so einen guten Tag, komme aber hin und alle sind total offen und nett und motivieren mich dann tatsächlich auch, dann doch wieder mehr zu geben. Gerade wenn die fitte Partnerin da von uns uns überrundet, dann ist es für mich schon so, okay, jetzt muss ich auch mal Gas geben. Und also ich merke total, dass es mich pusht, wenn andere Leute mit mir trainieren, einfach noch weiter an meine Leistungsgrenze zu gehen. Und gut, ich habe auch immer, auch wenn ich Sportarten jetzt eben aus dem Rollkurs laufe, komme ich ja als eine Individualsportart, aber ich habe trotzdem in meiner Gruppe trainiert. Also das war dann schon auch so, dass ich dann kam und meine Freunde da gesehen hab und so weiter. Das war schon auch damals für mich so ein großer Aspekt, der mir sehr wichtig war und der jetzt im HYROX auch wieder so ist. Klar mach ich jetzt auch viel so für mich, dass ich manchmal alleine ins Fitnessstudio gehe oder alleine laufen gehe oder so. Das gefällt mir auch total gut. Das ist dann für mich eher so ein bisschen Kopf abschalten, vielleicht auch ein bisschen langsamer machen. Wenn's um Leistung und mich auspowern geht, mach ich da tatsächlich mehr, wenn noch andere Leute um mich rum sind.",
    "end": 1790.0
  },
  {
    "start": 1790.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Über diesen Motivationsaspekt müssen wir gleich noch sprechen. Ich hab mich grad noch gefragt, du hast in der Jugend auch mit Trainerinnen und Trainern zusammengearbeitet. Wie ist das beim HYROX? Habt ihr da auch spezielle Leute, die sich gezielt die Technik angucken und sagen, zum Beispiel Lukas, deine tiefe Kniebeuge, da musst du ein bisschen mit dem Rücken aufpassen, mach das lieber mal ein bisschen anders, oder geh da mit dem Gewicht mal ein wenig anders, oder arbeite eher mal daran? Gibt's das auch?",
    "end": 1817.0
  },
  {
    "start": 1817.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Das gibt's ja auch, ja. Also das sind Leute, die Ahnung davon haben, das sind meistens die, die auch wirklich regelmäßig Wettkämpfe machen oder gemacht haben und da leitet immer eine Person das Training. Egal, wir sind bei verschiedenen Leuten gewesen, die das angeboten haben, es war immer so, dass jemand das Training geleitet hat und da auch wirklich drauf achtet, dass eben Technik eingehalten wird.",
    "end": 1835.0
  },
  {
    "start": 1835.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Dass ich dann mein Rücken gerade habe.",
    "end": 1836.0
  },
  {
    "start": 1836.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Dass du den Rücken gerade hast, dass ich richtig in die Kniebeuge gehe, solche Dinge. Also es wird darauf geachtet und es ist auch wichtig, weil natürlich Verletzungsvorsorge, sag ich mal, das ist schon ein großer Punkt.",
    "end": 1847.0
  },
  {
    "start": 1847.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Jetzt hast du gerade Motivation angesprochen, hast du auch gesagt, naja, das ist schon ganz gut, wenn die eine Triathlon-Freundin da ist, die dann so wahrscheinlich im Laufen ziemlich weit vorne ist, die euch dann noch mal so ein bisschen pusht merkt ihr dann wirklich, okay, da könnt ihr mehr aus euch noch mal rausholen, als wenn du jetzt zum Beispiel alleine laufen gehen würdest oder alleine im Fitnessstudio seid oder so.",
    "end": 1871.0
  },
  {
    "start": 1871.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Auf jeden Fall. Und ich habe aber auch schon zu Lukas gesagt, meistens motivieren mich die Leute am meisten, die so knapp über meinem Leistungsniveau sind, wo ich immer das Gefühl habe, ich kann noch mithalten. Also es ist nicht so völlig, oh Gott, ich bin viel schlechter, weil das kann, finde ich, auch demotivierend sein. Bei uns in der Gruppe ist es zum Glück so, dass wir, glaube ich, so gut im Mittelfeld sind und dass dann auch immer so ein paar dabei sind. Die sind vielleicht einen kleinen Tick schneller und dann den orientiert man sich dann und die sind die, die mich dann auch ziemlich antreiben können, wo ich sage, okay, heute kriege ich sie, heute bin ich mal genauso schnell. Und das ist was, was mich schon auch sehr motiviert, über meine Grenzen zu gehen quasi oder zumindest bis zu meinen Grenzen.",
    "end": 1906.0
  },
  {
    "start": 1906.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie sieht es aus mit Druck, den man sich vielleicht auch selbst macht? Also gerade da ist jemand, der ist deutlich besser oder die ist deutlich besser und ihr wollt die eigentlich irgendwie auch im Training mal hinter euch lassen. Und wie ist das in so einer Gruppe? Man möchte nicht immer Letzter sein oder Letzte oder sowas. Oder wie geht ihr da mit Druck um und gibt es das überhaupt?",
    "end": 1928.0
  },
  {
    "start": 1928.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Gibt's schon, würd ich sagen. Also ich bin froh, dass wir schon dazu kamen und doch eigentlich auch relativ fit waren durch den Sport, den wir vorher gemacht haben. Und solange wir uns irgendwo im Mittelfeld bewegen, sind wir, glaube ich, zufrieden. Und dann ist das auch nicht so eine Art großer Druck für uns. Ich merk schon, dass wenn ich mal irgendwie so ein bisschen gesundheitlich eingeschlagen bin oder wenn ich gerade das Gefühl habe, ich bin einfach nicht so fit, nicht ausgeschlafen. Dann mache ich mir schon immer selber ein bisschen mehr Druck, als wenn ich jetzt alleine trainieren würde, dass ich trotzdem so gut es geht das Maximum aus mir raushole, weil man eben nicht als Letzter dastehen möchte. Das ist schon so.",
    "end": 1964.0
  },
  {
    "start": 1964.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Für mich ist es aber eher Motivation. Ich glaube, das ist auch eine Typ-Sache, aber ich kann da auch viel Motivationsbrauch ziehen, wenn jemand da ist, der besser ist. Und das macht mir Druck. Und wie du sagst, man ist mal nicht so fit und dann geht man doch hin, weil man halt immer hingeht. Und dann macht man auch mehr, als man eigentlich geplant hätte und viel mehr, als man alleine machen würde. Wenn ich ins Fitnessstudio gehen würde, würde ich niemals an die Grenze gehen in der Art. Und das ist für mich eigentlich sehr gut. Das ist eine super Motivatinsquelle eigentlich.",
    "end": 1992.0
  },
  {
    "start": 1992.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ein Tag weiß ich auf jeden Fall, wo ich so ein bisschen angeschlagen war und dachte ich mach langsam und dann habe ich mich doch nicht getraut, langsam zu machen, weil ich eben nicht die Letzte sein wollte. Und ich glaube, gerade wenn es einem gesundheitlich nicht so gut geht, ist das vielleicht auch nicht unbedingt das Beste, da nicht auf seinen Körper zu hören und dann doch über das hinaus zu gehen, was sich richtig anfühlt.",
    "end": 2009.0
  },
  {
    "start": 2009.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Das heißt, in so einem Fall besser gar nicht hingehen. Bevor man dort dann diesen Anreiz hat dann doch. Weil ich hab jetzt direkt an, ich sag es mal, an Überforderung gedacht, an Verletzungsrisiko auch. Grad wenn man sehr, sehr ermüdet ist oder noch angeschlagen ist, dann passiert halt auch mal schneller was. Ich find immer, wenn man gerade über diese Grenze hinausgeht, dann halt noch mal schneller. Dann hat man diesen Trog und dann sieht man das bei den anderen. Habt ihr euch schon mal verletzt beim HYROX oder kam das eher von anderen Sportarten?",
    "end": 2041.0
  },
  {
    "start": 2041.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Am HYROX gar nicht, nee.",
    "end": 2042.0
  },
  {
    "start": 2042.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Nee, verletzt noch gar nicht und ich hab auch das Gefühl, dass HYROX daher relativ verletzungsarm ist, weil es eben kein Teamsport ist, keine andere Einwirkung von Mitspielern oder ähnlichem und dass man eher mit Körpergewicht oder wenn dann mit so einem Sandsack oder mal Medizin arbeitet, sage ich mal, das ist jetzt kein. Ich mach jetzt Snatch and Jerk oder so von Gewichtsheben oder so was.",
    "end": 2069.0
  },
  {
    "start": 2069.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Erklär noch ganz kurz, was ist Snatch und Jerk?",
    "end": 2071.0
  },
  {
    "start": 2071.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ja, das bedeutet, ich sag mal, wenn man mit viele Gewichte vom Boden hochreißt oder so und dann mit größeren Gewichten arbeitet, da ist es natürlich super wichtig, dass man die richtige Technik hat, dass man den Rücken gerade hält. Und das hat man ja am HYROX in der Art nicht. Und ich glaube, dadurch ist das Versetzungsrisiko einfach geringer, weil man eher aufgrund der Ausdauer aufgibt und nicht die Sehne oder der Knochen nachgibt.",
    "end": 2093.0
  },
  {
    "start": 2093.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Habt ihr irgendwie gemerkt, dass das HYROX euren Alltag verändert hat? Oder geben wir da diesem Sport so ein bisschen zu viel Bedeutung mit rein?",
    "end": 2102.0
  },
  {
    "start": 2102.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Ich denke, unseren Alltag hat es nicht verändert, aber das sind auch vielleicht zwei Dinge. Erstens, wir sind sehr sportlich gewesen und das heißt, Sport hat schon immer einen riesigen Teil unseres Leben... Also ich würde sagen, nach der Arbeit kommt der Sport mit Freunden zusammen.",
    "end": 2117.0
  },
  {
    "start": 2117.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Also Sport hat eine größere Bedeutung für uns, aber klar, Arbeit muss auch sein.",
    "end": 2123.0
  },
  {
    "start": 2123.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Deswegen glaube ich, dadurch gab es nicht die Veränderung und wir sind auch jetzt nicht so tief in diesem HYROX-Game, sage ich mal, drin, dass wir auf jeden Wettkampf zum Zuschauen gehen oder da uns super austauschen. Ich denke schon, dass es, genau wie jeder andere Sportart oder Hobby, das Potenzial hat, sich da richtig reinzugehen aufgrund des Community-Faktors. Ich denke nur, dass wir halt aufgrund der Umstände noch nicht so tief da drin sind.",
    "end": 2147.0
  },
  {
    "start": 2147.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Ich glaub, wir haben so ein bisschen den Fokus dann von irgendwie, wir gehen irgendwie gemeinsam ins Fitnessstudio zu, wir gehen dann einmal die Woche zusammen ins HYROX verändert. Was ich schon glaube, was Potenzial hat, ist einfach die Leute, die da sind, dass die auch wirklich zu Freunden werden können, was total schön ist, weil man eben Freundschaften knüpft mit Leuten, die einfach das gleiche Hobby haben. Und das ist schon was, was, glaub ich, das Leben positiv beeinflussen kann. Und sonst, würd ich sagen, sind wir aktiv wie vorher.",
    "end": 2176.0
  },
  {
    "start": 2176.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Wie wichtig ist euch, dass ihr das zusammen machen könnt, HYROX?",
    "end": 2179.0
  },
  {
    "start": 2179.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Tatsächlich ist es so, dass man im Training oft als Team auch trainiert. Also dass dann einer zum Beispiel eine Runde rennt, der andere fängt so lang mit den Übungen an, dann übernimmt der Rennende die Übung und der andere Partner rennt. Und das machen wir dann häufig auch zusammen. Und ich glaube, das ist was, das uns auch eigentlich dann schon auch nochmal sehr zusammenschweißt, dass wir dann eben als Team arbeiten können und gemeinsam dann unsere Zeit erreichen oder merken, hey, gemeinsam schaffen wir es, die anderen zu überrunden oder so. Ich glaube schon, dass es auch etwas ist, was uns bestärken kann.",
    "end": 2211.0
  },
  {
    "start": 2211.0,
    "speaker": "Lukas Gerber",
    "text": "Absolut. Und dieser Faktor, dass wir den Sport machen und ihn gemeinsam machen und uns im Alltag die Zeit herausnehmen, um auch gemeinsam Zeit zu verbringen, ist ja auch ein großer Vorteil. Und wie du sagst, es ist nicht nur, dass man geht, man kann auch zwischendurch trainieren im Fitnessstudio oder anderes, aber dieses gemeinsamen Ziel zu erreichen, hat schon für mich, schweißt vielleicht mehr zusammen als dann eine andere Sportart.",
    "end": 2231.0
  },
  {
    "start": 2231.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Vielleicht noch ganz kurz, wenn jemand neu anfangen möchte mit HYROX, was wäre so ein Tipp, den ihr da auf jeden Fall mitgeben würdet?",
    "end": 2239.0
  },
  {
    "start": 2239.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Vielleicht vorher andere sportliche Erfahrungen gemacht zu haben, weil ich glaube, HYROX ist schon was sehr sehr Intensives und ich glaube, wenn man vorher nie Sport gemacht hat und von der Couch Potato zum HYROXy so wird, ist es etwas zu vieles Guten vielleicht am Anfang, weil, ich gerade auch, wie ich meinte, es kann auch demotivierend sein, wenn man dann immer als Letzter hinterher hängt. Deswegen würde ich glaube ich erstmal mit ein bisschen Lauftraining und Krafttraining anfangen, bevor ich mich dann dem HYROXx widmen würde. Wenn man aber schon so ein bisschen Erfahrung mitbringt, irgendwie so ein bißchen Sport vorher gemacht hat, dann spricht da glaube ich nichts dagegen und dann einfach hingehen. Die Leute sind total nett. Ich glaube, das sind immer Leute, die dann ein relativ ähnliches Mindset haben, wie wir dann zum Beispiel in dem Fall. Und hingehen, die sind superherzlich. Also ich kann jetzt nur für unsere HYROX-Gruppe sprechen, aber ich glaube, da wird jeder gut aufgenommen.",
    "end": 2292.0
  },
  {
    "start": 2292.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Dann danke ich euch. Hab total viel mitgenommen.",
    "end": 2295.0
  },
  {
    "start": 2295.0,
    "speaker": "Nina Ludwig",
    "text": "Danke dir.",
    "end": 2297.0
  },
  {
    "start": 2297.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "So, das waren jetzt zwei wirklich interessante Gespräche über Community-Sport aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven. Und von Jana Strahler nehme ich mit, dass man wirklich auf sein Bauchgefühl hören sollte. Also, passe ich überhaupt in diese Gruppe, in der ich da trainiere? Und wie sieht es aus mit der Trainingsintensität, da wirklich auf sich selbst hören. Das Thema Motivation in der Gruppe auch nochmal ganz wichtig. Innere Schweinehund ist ja immer ein Thema. Und gute Trainerinnen und Trainer sind einfach unglaublich wichtig. Und von Lukas und Nina nehme ich damit mit, dass Sport in der Gemeinschaft und Sport in einer Partnerschaft natürlich auch nochmal wirklich Benefits hat.  Und zum Beispiel dieser soziale Aspekt, also den Freundeskreis erweitern, Leute treffen, die gleiche oder sehr ähnlich Interessen haben, ist natürlich eine sehr spannende Sache. Zum Beispiel auch wenn man in eine neue Stadt zieht, könnte das eine erste Anlaufstelle sein. Wie geht's euch denn nach der Folge? Habt ihr jetzt direkt Lust bekommen euch mal für HYROX anzumelden? Oder wollt ihr mal nachschauen, wo der nächste Running Club stattfindet? Oder ihr sagt, nee nee, Sport, das mach ich lieber alleine oder im guten alten Sportverein? Schreibt eure Gedanken gerne mal in die Kommentare und tauscht euch aus. In den Shownotes haben wir natürlich für euch wieder Links und weitergehende Infos zusammengetragen. Hier findet ihr auch Adressen und Anlaufstellen für den Fall das Community-Sport, dass ihr das einfach mal ausprobieren möchtet. Wenn euch der Podcast gefällt, gerne abonnieren, teilen, weitersagen. Wir freuen uns natürlich auch über Themenvorschläge, Anregungen und Ideen eurerseits. Schickt uns da gerne eine Nachricht bei Instagram, @gesundnah, oder ihr kommentiert hier direkt unter den Podcast. Das gilt natürlich auch, wenn ihr Fragen habt, immer gerne her damit. Ich glaube, ich gehe jetzt noch ein Ründchen laufen und vielleicht kann ich ja auch das Podcast-Team überzeugen. Nikolai hat gerade noch den Fotoapparat in der Hand und Sirius schön die Angel zum Ton aufnehmen. Wie sieht es aus bei euch?",
    "end": 2401.0
  },
  {
    "start": 2401.0,
    "speaker": "Nikolai",
    "text": "Nee du, morgen vielleicht.",
    "end": 2404.0
  },
  {
    "start": 2404.0,
    "speaker": "Sirius",
    "text": "Ja morgen!",
    "end": 2405.0
  },
  {
    "start": 2405.0,
    "speaker": "Martin Hoffmann",
    "text": "Also morgen, mal gucken. Ich glaube das wird nicht stattfinden. Ich würde mich freuen, wenn ihr das nächste Mal mit dabei seid wieder. Ich bin Martin Hoffmann. Wir hören uns.",
    "end": 2413.0
  },
  {
    "start": 2413.0,
    "speaker": "Outro",
    "text": "GESUNDNAH – der Gesundheitspodcast der AOK Baden-Württemberg.",
    "end": 2423.566
  }
]