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    "end": 1.42,
    "text": "Die Partische Kunst."
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    "end": 13.34,
    "text": "Partische Kunst bezeichnet das Kunstschaffen im Parterreich sowie in den angrenzenden Gebieten, die kulturell von diesem Reich beeinflusst wurden."
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    "text": "Das Parterreich existierte im Zeitraum von etwa zweihundertfünfzig vor Christus bis zweihundertzwanzig nach Christus und war die dominierende vom Asakiden beherrschte Macht im iranischen Hochland und in Mesopotamien."
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    "end": 47.3,
    "text": "Es erstreckte sich über die Territorien des heutigen Iran-und Irak, auch nach dem Ende dieser Epoche – und über die Grenzen des Kerngebietes hinaus – entstanden Werke in dieser künstlerischen Tradition."
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    "text": "Das Wissen über die künstlärischen Hinterlassenschaften des Parterreichs entwickelte sich seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts kontinuierlich weiter."
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    "text": "In dieser Zeit gelangten erste Skulpturen aus der Stadt Palmyra nach Europa, die oft Männer in aufwendig verzierten Gewändern oder Frauen mit kostbarem Schmuck darstellten."
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    "end": 85.26,
    "text": "Die Ruinen dieser Stadt wurden in der Literatur häufig mit der Königin Zenobia verknüpft – wobei man die Funde zunächst lediglich als eine lokale Abwandlung der römischen Kunst betrachtete."
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    "text": "Eine systematische Einordnung erfolgte erst durch die Ausgrabungen in Dura-Europos, die insbesondere in den nineteenhundertzwanziger Jahren begannen."
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    "end": 112.7,
    "text": "Der Archäologe Michael Rostovcev stellte fest, dass die Kunstwerke der ersten Jahrhunderte nach Christus in Palmyra, Dura Europos im Iran und sogar in Teilen Indiens Gemeinsamkeiten aufwiesen."
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    "text": "Er prägte für diese Erscheinungen den Begriff der partischen Kunst."
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    "end": 130.3,
    "text": "In der wissenschaftlichen Diskussion wird die Bezeichnung heute weitgehend akzeptiert, da viele dieser Entwicklungen vermutlich auf die partische Hauptstadt Ctesiphon zurückzuführen sind."
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    "end": 141.16,
    "text": "Dennoch wird der Begriff oft vorsichtig verwendet und einige Autoren benennen das Kunstschaffen lieber nach den jeweiligen politischen oder kulturellen Räumen."
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    "end": 152.02,
    "text": "Daniel Schlumberger ordnete das Thema in seinem Werk über den hellenisierten Orient ein, wobei er auch die griechischen Einflüsse im Osten berücksichtigte."
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    "end": 164.18,
    "text": "Andere Forscher wie Hans-Erik Matisen konzentrierten sich in ihren Studien zur Plastik auf das Kerngebiet des Reiches und klammerten Städte wie Palmyra aus."
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    "text": "Trudy Eskavami untersuchte die monumentale Kunst im Iran während Malcolm College den Begriff in seinen Publikationen direkt verwendete."
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    "end": 194.3,
    "text": "Das Reich der Parter umfasste über einen Zeitraum von mehr als vierhundert Jahren ein weites Gebiet mit unterschiedlichen Völkern, aus dieser Vielfalt resultierten deutliche regionale Unterschiede und eine stetige Entwicklung der künstlerischen Formen über die Jahrhunderte hinweg."
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    "text": "Während aus manchen Epochen viele bedeutende Werke erhalten sind fehlen für andere Zeiträume fast jegliche Zeugnisse."
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    "text": "Funde in Syrien, Armenien, Bahrein und an der Grenze zu Indien belegen die weite Ausstrahlung dieses Stils."
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    "text": "In der älteren Forschung wurde die patische Kunst oft im Vergleich zur griechischen Klassik als minderwertig oder barbarisch eingestuft."
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    "text": "Die moderne Wissenschaft bewertet diese Epoche jedoch als eigenständige Schöpfung – die neue Impulse setzte."
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    "end": 241.28,
    "text": "Die Einführung der Frontalität im Flachbild war eine Neuerung für den vorderasiatischen Raum, die aus der Auseinandersetzung mit der hellenistischen Kunst hervorging."
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    "text": "Somit lässt sich das partische Kunstschaffen als eine eigenständige Antwort auf die griechischen Einflüsse verstehen – dass die spätere Kunstgeschichte maßgeblich prägte."
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    "text": "Stil-Epochen lässt sich grob in zwei Phasen unterteilen, die eine griechische und eine spezifisch-partische Stilrichtung umfassen."
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    "text": "Diese Epochen verliefen nicht streng nacheinander, sondern überschnitten sich zeitlich und regional erheblich."
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    "end": 288.74,
    "text": "In Städten wie Seleukea am Tigris blieb die griechesche Tradition noch lange lebendig – während in den östlichen Königsstätten wie Eckbatana bereits neue Formen dominierten."
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    "text": "Münzen aus der Zeit von Wunones dem Ersten zeigen diesen Kontrast deutlich."
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    "text": "Während die Prägungen aus Seleukea rein Griechisch wirken, weisen die Stücke aus Egbertana bereits einen eigenständigen Stil auf – Hellenistische Phase."
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    "end": 319.12,
    "text": "Besonders in der frühen Hauptstadt Nisa konnten Archäologen zahlreiche Belege für die griechische Tradition und die hellenistischen Prägung finden."
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    "end": 332.78,
    "text": "Die dortigen Funde stammen überwiegend aus den ersten drei vorchristlichen Jahrhunderten und umfassen unter anderem Marmor-Plastiken sowie fein gearbeitete Trinkgefäße aus Elfenbein."
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    "text": "Diese Gefäße, auch Rüter genannt sind mit figurelichen Darstellungen verziert die griechische Motive aufgreifen."
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    "end": 356.2,
    "text": "Die in Nisa entdeckten Marmorstatuen sind oft etwa fünfzig bis sechzig Zentimeter hoch und zeigen beispielsweise Darstellungen, die an das Motiv der Aphrodite erinnern."
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    "text": "Bei einer dieser Figuren wurde für den unteren Teil ein dunkler Stein verwendet um den Körper aus hellem Marmor deutlicher hervorzuheben."
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    "text": "Eine andere Skulptur zeigt eine Frau in einem griechischen Peplos und einem Chiton."
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    "text": "Es wird vermutet dass es sich bei diesen Werken um Importe handelt die den Geschmack der partischen Oberschicht widerspiegeln."
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    "text": "Die Verzierungen auf den Elfenbeingefäßen stellen Szenen der griechischen Mythologie dar, obwohl das Stil rein hellenistisch ist wirken manche Darstellungen etwas grob was darauf hindeuten könnte dass die Themen im lokalen Kontext nicht immer vollständig verstanden wurden."
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    "text": "es besteht die Möglichkeit ,dass diese Objekte aus dem benachbarten Bakterien stammten oder von baktrischen Griechen beeinflusst wurden."
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    "text": "Auch in der Architektur dieser frühen Zeit mischten sich griechische und iranische Elemente."
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    "text": "Während der Bauschmuck in Nisar mit ionischen-und korinthischen Kapitellen klassisch Grieches blieb, sind die dort gefundenen Stufenzinnen ein typisch Iranisches Merkmal."
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    "end": 440.28,
    "text": "Ein Beispiel für diese Mischung ist das Quadratische Haus in Nisa das eine Seitenlänge von etwa achtunddreißig Metern besitzt."
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    "end": 449.36,
    "text": "Es verfügt über einen großen Innenhof, der von Säulen gesäumt wird und erinnert in seinem Grundriss an griechische Sportstätten."
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    "end": 456.32,
    "text": "Die Bauweise aus ungebrannten Ziegeln entspricht hingegen den einheimischen Bautraditionen."
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    "end": 465.32,
    "text": "Nisa vermittelt insgesamt den Eindruck eines hellenistischen Königshofes, der nur durch wenige lokale Details ergänzt wurde."
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    "end": 476.74,
    "text": "Ähnliche Beobachtungen lassen sich auch in anderen Regionen machen, wie etwa bei einem Herrenhaus in Kourab, dessen Säulen Proportionen ungewöhnlich schlank ausfallen."
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    "text": "Auch die Münzprägung der frühen Parterkönige folgte griechischen Vorbildern."
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    "end": 491.1,
    "text": "Unter Mitridatest im Ersten erreichten die Münzen eine Qualität, die kaum von hellenistischen Prägungen zu unterscheiden war."
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    "text": "Interessanterweise konzentrierten sich die Parter fast ausschließlich auf die Herstellung von Silber- und Kupfermünzen."
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    "text": "Goldmünze waren äußerst selten, und dienten vermutlich eher als repräsentative Prestigeobjekte lokaler Fürsten innerhalb des partischen Einflussbereiches."
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    "text": "Partischer Stil Parallel zum griechischen Stil bestanden an vielen Orten im Reich ältere vorderasiatische Traditionen fort."
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    "text": "In Assur wurden Stelen entdeckt, auf denen Männer in partischer Kleidung im Profil dargestellt sind."
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    "text": "Was der Jahrtausende Alten Mesopotamischen Tradition entspricht."
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    "text": "Die Datierung dieser Werke ist komplex da verschiedene Zeitrechnungen parallel existierten."
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    "text": "Ein wichtiges Datum ist das Jahr einunddreißig nach Christus, in dem eine Stähle aus dura Europos entstand die den Gott Zeus Kyrios zeigt."
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    "text": "Hier sind Kopf und Oberkörper bereits frontal dargestellt während die Beine noch von der Seite zu sehen sind."
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    "text": "Der Tempel wurde im Jahr thirty-two nach Christus eingeweiht und zeigt Zähnen, die vermutlich lokale Mythen darstellen."
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    "text": "Die Figuren wenden sich hier konsequent dem Betracht dazu anstatt mit den anderen Personen in Bild zu interagieren."
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    "text": "Ab der Zeit um Christi Geburt etablierte sich dieser neue partische Stil, der durch strenge Frontalität betonte Linearität und eine feierliche Ausdrucksweise gekennzeichnet ist."
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    "text": "Diese Entwicklung stellte eine bewusste Abkehr von den griechischen Vorbildern dar, ohne jedoch einfach zu den altorientalischen Formen zurückzukehren."
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    "text": "Besonders deutlich wird dieser Wandel in der Münzkunst – wo die Porträts der Herrscher zunehmend stilisiert und eckiger wurden, obwohl das Profilbild auf Münzen meist beibehalten wurde."
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    "text": "Dieser Stilwechsel könnte auch eine Reaktion auf die politischen Spannungen mit dem römischen Reich gewesen sein."
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    "text": "Man besand sich verstärkt auf eigene kulturelle Werte und Traditionen."
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    "text": "Die bedeutendsten Zeugnisse dieses rein partischen Stils finden sich interessanterweise oft an den Rändern des Reiches, in Städten wie Hartra oder dem unabhängigen Palmyra In Mesopotamien scheint das Zentrum dieser stilistischen Erneuerung gelegen zu haben, von wo aus sie das Kunstschaffen in der gesamten Region prägte."
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    "end": 686.18,
    "text": "Malerei Die partische Wandmalerei stellt eines der anschaulichsten Beispiele für die künstlerische Ausdruckskraft dieser Epoche dar."
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    "text": "Besonders in der Stadt Dura Europos sind zahlreiche Wandmalereien erhalten geblieben während in Palmyra Hartra, Asur und Babylon lediglich Fragmente entdeckt wurden."
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    "text": "Ein Großteil dieser Kunstwerke schmückte sakrale Bauten wie Tempel, Synagogen oder christliche Hauskirchen."
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    "text": "In der Synagoge von Dura Europos finden sich umfangreiche biblische Szenen Und im dortigen Mieträum sind Darstellungen des Gottes Mitras zu sehen."
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    "text": "In anderen Tempeln wurden häufig wohlhabende Stifter und deren Familien beim rituellen Opfer dargestellt."
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    "end": 747.38,
    "text": "Im Gegensatz zu griechisch-römischen Welt war die Ausmalung von Privathäusern seltener, in den Wohnbauten des Adels dominieren Motive wie Bankette und Jagdszähnen, die den Lebensstil der Oberschicht verherrlichen sollten –."
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    "text": "ein markantes Merkmal der Malerei ist die konsequente Frontaldarstellung aller Personen."
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    "text": "Während diese Ansicht in der hellenistischen Kunst nur eine Option unter vielen war, wurde sie in der partischen Kunst zur festen Regel."
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    "text": "Die Figuren wirken oft isoliert und scheinen nur mit dem Betrachter zu kommunizieren."
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    "end": 779.62,
    "text": "Die räumliche Tiefe und Perspektive wie Sie in der griechischen Kunst üblich waren lösten sich weitgehend auf."
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    "end": 786.48,
    "text": "Schatten werden nur noch sparsam eingesetzt, um eine minimale Plastizität anzudeuten."
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    "text": "Auch die feste Standlinie der altorientalischen Kunst verlor an Bedeutung so dass die Figuren oft zu wirken als würden sie frei im Raum schweben."
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    "text": "Im Tempel der palmyrenischen Götter in Dura Europos befindet sich diese Szene des Opfers des Konon aus dem Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus."
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    "text": "Dieses Werk gilt als eines der qualitativ hochwertigsten Beispiele und zeigt bereits alle typischen Stilmerkmale wie die schwebenden Figuren, und die streng frontale Ausrichtung."
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    "end": 836.68,
    "text": "Ein weiteres bedeutendes Zeugnis ist die Synagoge von Dura Europos aus den Jahren twohundert vierundvierzig und zweihundert fünfundvierzig deren Wände mit zahlreichen kleinen Panelen bedeckt sind."
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    "text": "Hier wirken die Gestalten etwas gedrungener, folgen aber demselben Prinzip."
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    "text": "Solche Darstellogen fanden sich unter anderem im Palast von Assur und beeinflussten später maßgeblich die Kunst der Sassaniden."
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    "text": "Plastik!"
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    "text": "Die Bildhauerei der partischen Zeit folgt denselben stilistischen Prinzipien wie die Malerei, und ist durch eine ausgeprägte Frontalität charakterisiert."
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  {
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    "end": 896.22,
    "text": "Die Skulpturen, die aus Materialien wie Kalkstein, Marmor oder Bronze gefertigt wurden zeigen kaum Interaktion zwischen den Figuren."
  },
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    "text": "In Palmyra wurden zahlreiche Skulpturen in Grabbauten entdeckt, die die verstorbenen Mitglieder der städtischen Oberschicht darstellen."
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    "text": "Es lassen sich dabei verschiedene Typen unterscheiden wie etwa Reliefplatten, die den Grabeingang verschlossen oder verzierte Sakophage."
  },
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    "text": "Auf den Deckeln dieser Sakophague sind die Verstorbenden oft in einer liegenden Position beim Festmahl dargestellt."
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    "text": "Diese Bildnisse sind in der Regel keine realistischen Porträts, sondern zeigen stylisierte und idealisierte Gesichter."
  },
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    "text": "Die Dargestellten tragen häufig reichen Schmuck- und kostbare Gewänder."
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    "text": "Frauen sind meist in hellenistische Kleidung gehüllt."
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    "text": "Die Männer tragen Tuniken über Hosen oder die typisch partische Tracht was in der römischen Provinz Syrien eine Besonderheit darstellt sowie Dolche und Schwerte an ihren Gürteln."
  },
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    "end": 964.92,
    "text": "Die Könige sind an ihren Diademen oder Tiaras erkennbar, die manchmal mit Adlerfiguren geschmückt sind."
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    "text": "In den Straßen von Palmyra standen einst vermutlich zahlreiche Bronzestatuen zu Ehrenverdienter Bürger, die jedoch später eingeschmolzen wurden."
  },
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    "text": "Erhaltengeblieben sind lediglich die Steinsockel mit Inschriften, die von diesen Standbildern berichten."
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    "end": 993.56,
    "text": "Inschriften belegen, dass angesehene Persönlichkeiten wie ein gewisser Suadu mit mehreren Statuen auf öffentlichen Plätzen geehrt wurden."
  },
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    "text": "In der Stadt Hatra fanden Archäologen eine große Menge an Steinstatuen – die Götter, Herrscher und deren Familienmitglieder zeigen."
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    "text": "Diese Werke wurden von der lokalen Elite für die Tempel gestiftet und bieten durch ihre inschrifften wertvolle chronologische Informationen."
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    "text": "Gelegentlich sind sogar die Namen der Bildhauer überliefert."
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    "text": "Die Figuren aus Hatra werden meist stehend oder sitzend dargestellt."
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    "text": "Ein häufiges Motiv ist der Anbetungsgestos mit erhobener rechter Hand."
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    "text": "Besonders auffallend ist die detailgetreue Wiedergabe von Stoffmustern, Waffen und Schmuckstücken."
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    "text": "Ein berühmtes Werk aus Susar ist ein Überlebensgroßer Frauenkopf aus Marmor."
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    "text": "Das Gesicht ist breit mit einer schmalen Nase gestaltet und die Pupillen sind durch Punkte markiert."
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    "text": "Die Frau trägt eine schwere Zinnenkrone, die iranische Traditionen aufgreift während die Modellierung des Gesichts hellenistischer Einflüsse zeigt."
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    "end": 1065.16,
    "text": "Eine Inschrift nennt Antiochos als den Schöpfer des Werkes."
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    "start": 1066.38,
    "end": 1072.72,
    "text": "Die Rückseite des Kopfes ist nur grob bearbeitet was die Konzeption für die Vorderansicht bestätigt."
  },
  {
    "start": 1073.96,
    "end": 1081.62,
    "text": "Ein weiteres herausragendes Beispiel partischer Kunst ist die fast lebensgroße Bronze-Statue eines Fürsten aus Shami."
  },
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    "start": 1082.98,
    "end": 1092.62,
    "text": "Diese Figur wurde in den Überresten eines kleinen Heiligtums gefunden, der Kopf wurde separat gefertigt und später auf den Körper gesetzt."
  },
  {
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    "end": 1100.86,
    "text": "Der Fürst trägt partische Kleidung bestehend aus einer Tunica und langen Beinkleidern sowie einen Dolch."
  },
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    "end": 1108.66,
    "text": "Obwohl der Kopf im Verhältnis zum Körper etwas klein wirkt, strahlt die Statue große Autorität aus."
  },
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    "end": 1117.4,
    "text": "Es wird vermutet das hier ein idealer Typus eines partischen Adligen dargestellt wurde und kein individuelles Porträt."
  },
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    "end": 1124.38,
    "text": "Die genaue Datierung und die Identität des Dargestellten bleiben in der Forschung umstritten."
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    "text": "Neben diesen Werken im orientalischen Stil gab es im Reich weiterhin Skulpturen in rein hellenistischer Tradition."
  },
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    "end": 1140.86,
    "text": "Viele davon waren vermutlich Importe aus dem römischen Reich oder stammten aus älteren seloikidischen Beständen."
  },
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    "text": "In Seleukea am Tigris wurde eine fifty-sechzehntimeter große Göttinnenstatue, aus verschiedenen Materialien wie Marmor und Alabaster gefunden die klassisch Hellenistisch wirkt."
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    "text": "auch eine Bronzefigur des Herakles die ursprünglich aus der Karakene stammte und später als Beutegut nach Siloikeia gelangte, belegt das fortbestehende Interesse an griechischer Formgebung."
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    "end": 1179.7,
    "text": "Diese Werke existierten oft über Jahrhunderte hinweg neben den neuen partischen Schöpfungen und wurden in Tempeln- und öffentlichen Gebäuden wertgeschätzt."
  },
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    "text": "Relief In der partischen Reliefkunst lassen sich zwei unterschiedliche Techniken beobachten."
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    "text": "Zum einen gibt es Hochreliefs mit einer tragenden Rückenplatte, die eng mit der vollplastischen Bildhauerei verwandt sind."
  },
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    "text": "Zum anderen existieren Flachreliefes – bei denen die Figuren nur wenige Zentimeter aus dem Stein hervortreten."
  },
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    "text": "Diese flachen Arbeiten setzen die Traditionen der asyrischen und persischen Kunst fort und weisen eine große Nähe zum Malerei auf."
  },
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    "text": "Oft werden in diesen Reliefserzählen des Zähnen dargestellt wobei die Figuren dem Betrachter zugewandt sind."
  },
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    "end": 1233.56,
    "text": "Im Südwesten des heutigen Iran, in der Region Elümeis wurden zahlreiche solche Reliefs direkt in den Fels gehauen."
  },
  {
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    "text": "Die Ausführung dieser Felsreliefs wirkt oft eher schlicht und grob – während Relief aus Palmyra eine deutlich höhere handwerkliche Reife zeigen."
  },
  {
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    "text": "Ein bekanntes Beispiel ist das Relief von Hung-Inau Ruzi, das sechs Männer zeigt."
  },
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    "text": "In der Mitte steht eine große Figur in partischer Kleidung, während links ein Reiter im Profil zu sehen ist."
  },
  {
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    "text": "Aufgrund des stilistischen Unterschiede zwischen dem hellenistisch wirkenden Reiter und den typisch-partischen Figuren wird vermutet dass die Teile zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind."
  },
  {
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    "end": 1281.4,
    "text": "Der Reiter könnte den König Mitridates den ersten darstellen, der die Region um onehundertvierzig vor Christus eroberte."
  },
  {
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    "end": 1287.22,
    "text": "Eine andere Interpretation sieht in ihm einen lokalen Herrscher der Illymeis."
  },
  {
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    "text": "Weitere Reliefgruppen finden sich bei Tank Isarvak auf großen freistehenden Felsen."
  },
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    "end": 1303.18,
    "text": "Diese zeigen Reihen von Männern, Opferszähnen oder eine Person auf einem Liegesofer in Begleitung anderer Männer."
  },
  {
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    "end": 1318.5,
    "text": "Die zeitliche Einordnung dieser Werke ist oft schwierig da hellinistische und partische Stilelemente nebeneinander auftreten können was eine einfache chronologische Abfolge nach dem Grad der Stilisierung erschwert."
  },
  {
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    "end": 1332.72,
    "text": "Architektur Eine der bedeutendsten Neuerungen war der Iwan, eine große meist gewölbte Halle die zu einem Innenhof hin offengestaltet ist."
  },
  {
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    "end": 1338.96,
    "text": "Diese Bauform verbindet offene und geschlossene Räume zu einer neuen Einheit."
  },
  {
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    "end": 1344.92,
    "text": "Ein weiteres Merkmal ist die spielerische Abwandlung klassischer Baustrukturen."
  },
  {
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    "text": "In Asur wurde ein Palast ausgegraben, dessen Eingangsbereich einem griechischen Peristyl nachempfunden war."
  },
  {
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    "end": 1362.94,
    "text": "Während dieser Säulengang im griechen Haus meist im Zentrum lag, wurde er hier als repräsentativer Vorhof genutzt."
  },
  {
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    "end": 1371.26,
    "text": "Der eigentliche Kern des Palastes war ein quadratischer Hof an dessen vier Seiten jeweils ein Iwan lag."
  },
  {
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    "text": "Die Fassaden waren reich mit Ornamenten aus Stuck verziert."
  },
  {
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    "end": 1382.64,
    "text": "Ein Beispiel für die Umdeutung klassischer Tempelarchitektur ist der Tempel E in Hatra."
  },
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    "end": 1390.76,
    "text": "Er steht auf einem Podium und isst von Säulenreihen umgeben, was zunächst an römische Vorbilder erinnert."
  },
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    "end": 1395.72,
    "text": "Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch eine partische Struktur."
  },
  {
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    "end": 1406.84,
    "text": "Die äußere Säulereihe steht auf dem Boden und trägt aufwendige Kapitelle während die innere Reihe auf dem Podium ionische Kapitelle besitzt."
  },
  {
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    "end": 1414.62,
    "text": "Der Giebel der Frontseite wird durch einen Bogen unterbrochen und die Friese sind reich mit Reliefs geschmückt."
  },
  {
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    "end": 1424.6,
    "text": "In Assur fand sich ein Tempel, der in seinem Aufbau einem griechischen Peripteros ähnelt bei dem jedoch die Säulen an der Front Seite fehlen."
  },
  {
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    "text": "Dies widerspricht der klassischen Regel nach der die Eingangsseite stets besonders hervorgehoben wurde."
  },
  {
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    "end": 1440.16,
    "text": "Andere Sakralbauten folgen eher altorientalischen Mustern wie der zentrale Tempelkomplex in Hatra."
  },
  {
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    "end": 1454.78,
    "text": "Hier sind mehrere Ivane unterschiedlicher Größe nebeneinander auf einem Podium angeordnet, die Fassade ist durch Pilaster gegliedert und mit zahlreichen Köpfen von Menschen und Tieren dekoriert."
  },
  {
    "start": 1456.12,
    "end": 1462.64,
    "text": "Der Gareus-Tempel in Uruk besteht aus gebrannten Ziegeln und misst etwa zehn mal acht Meter."
  },
  {
    "start": 1463.98,
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    "text": "Sein Inneres mit Vorhalle und Zeller folgt Babylonischen Traditionen, während die Außenwand mit blinden Arkaden und ionischen Säulen geschmückt ist."
  },
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    "end": 1484.9,
    "text": "In Dura Europos sind die Tempel architektonisch schlichter – und bestehen oft aus Räumen, die um einen zentralen Hof gruppiert sind."
  },
  {
    "start": 1486.24,
    "end": 1491.42,
    "text": "Das Allerheiligste befand sich an der Rückseite und war häufig prachtvoll ausgemalt."
  },
  {
    "start": 1492.72,
    "end": 1498.56,
    "text": "Die Tempel von Palmyra wie der große Baultempel wirken auf den ersten Blick sehr römisch."
  },
  {
    "start": 1499.78,
    "end": 1506.9,
    "text": "Ungewöhnlich ist hier jedoch, dass der Haupteingang an der Längsseite liegt und das Dach mit Stufenzinnen verziert ist."
  },
  {
    "start": 1508.24,
    "end": 1514.7,
    "text": "In den Nikropolen von Palmyra und entlang des Euphrat finden sich zudem markante Grabtürme."
  },
  {
    "start": 1516.08,
    "end": 1522.04,
    "text": "Diese quadratischen bis zu fünf Stockwerke hohen Bauten boten Platz für hunderte Tote."
  },
  {
    "start": 1523.32,
    "end": 1528.44,
    "text": "Als dekoratives Element war Stuck in der partischen Architektur weit verbreitet."
  },
  {
    "start": 1529.52,
    "end": 1534.38,
    "text": "Er wurde genutzt, um Lehmziegelwände mit Säulen und Ornamenten zu verschönern."
  },
  {
    "start": 1535.56,
    "end": 1542.28,
    "text": "Diese Stuckelemente hatten oft keine tragende Funktion, sondern dienten rein der optischen Gliederung der Flächen."
  },
  {
    "start": 1543.56,
    "end": 1551.72,
    "text": "Je nach Region wurden lokale Baustoffe wie Ziegel in Mesopotamien oder Kalkstein in Hartra- und Palmyra bevorzugt."
  },
  {
    "start": 1551.74,
    "end": 1555.84,
    "text": "– Terakotten und Kleinkunst!"
  },
  {
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    "end": 1564.98,
    "text": "An fast allen Ausgrabungsstätten des Parterreiches wurden zahlreiche Figuren aus Terracotta und anderen Materialien entdeckt."
  },
  {
    "start": 1566.22,
    "end": 1571.38,
    "text": "Diese Kleinkunst lässt sich ebenfalls in zwei stilistische Hauptgruppen unterteilen."
  },
  {
    "start": 1572.64,
    "end": 1585.2,
    "text": "Einerseits gibt es etwa Werke mit Darstellungen von Heracles, dieser griechische Held war bei den Patern sehr beliebt da er mit der lokalen Gottheit Veretragna gleichgesetzt wurde."
  },
  {
    "start": 1586.58,
    "end": 1594.14,
    "text": "Auch nackte Frauenfiguren in griechischem Stil wurden häufig gefunden und dienten vermutlich als Symbole für Fruchtbarkeit."
  },
  {
    "start": 1595.5,
    "end": 1602.7,
    "text": "Andererseits existieren rein partische Typen, zu denen vor allem stehende oder liegende Männerfiguren gehören."
  },
  {
    "start": 1604.1,
    "end": 1609.5,
    "text": "In der Stadt Siloikeia am Tigris konnten diese Funde besonders genau untersucht werden."
  },
  {
    "start": 1610.7,
    "end": 1619.86,
    "text": "Dabei stellte sich heraus dass beide Stilrichtungen überfasst den gesamten Zeitraum der partischen Geschichte, gleichzeitig nebeneinander existierten."
  },
  {
    "start": 1621.28,
    "end": 1633.26,
    "text": "Ähnliche Beobachtungen machten Archäologen auch bei den Terracotta-Funden aus Susar was darauf hindeutet das die künstlerische Vielfalt ein beständiges Merkmal der Partischen Gesellschaft war."
  },
  {
    "start": 1635.5,
    "end": 1637.32,
    "text": "Deutung der Frontaldarstellung."
  },
  {
    "start": 1638.74,
    "end": 1646.6,
    "text": "Im Perserreich wurde diese Ansicht genutzt um Göttern oder Helden eine besondere Bedeutung und Präsenz zu verleihen."
  },
  {
    "start": 1647.96,
    "end": 1656.36,
    "text": "Daniel Schlumberger vertrat die Ansicht, dass diese Figuren für den Betrachter als real- und gegenwärtig empfunden wurden."
  },
  {
    "start": 1657.96,
    "end": 1663.08,
    "text": "Durch den direkten Blickkontakt konnten sie aktiv am Leben des Betrachters teilnehmen."
  },
  {
    "start": 1664.28,
    "end": 1674.64,
    "text": "Im Gegensatz dazu versuchte die griechische Kunst der Klassik die Illusion von Bewegung und Leben durch Zwischenstufen wie die Dreiviertelansicht zu erzeugen."
  },
  {
    "start": 1676.02,
    "end": 1682.2,
    "text": "In griechischen Darstellungen wirken die Figuren oft in sich gekehrt und ignorieren den Betrachter."
  },
  {
    "start": 1683.58,
    "end": 1693.12,
    "text": "Die partische Kunst hingegen strebte nicht danach, einen flüchtigen Moment festzuhalten sondern suchte nach Dauerhaftigkeit und Transzendenz."
  },
  {
    "start": 1694.42,
    "end": 1700.4,
    "text": "Man wollte den wahren Kern eines Wesens einfangen und ihm eine zeitlose Gültigkeit verleihen."
  },
  {
    "start": 1701.7,
    "end": 1710.36,
    "text": "Der starre Blick der den Betrechter zur Aufmerksamkeit zwingt verleiht den Werken eine erhabene und oft übernatürliche Wirkung."
  },
  {
    "start": 1711.68,
    "end": 1718.3,
    "text": "Diese Form der Darstellung betont die Würde, und den bleibenden Gehalt der abgebildeten Personen und Götter."
  },
  {
    "start": 1720.98,
    "end": 1733.34,
    "text": "Ende und Ausblick Im zweiten Jahrhundert nach Christus geriet das Partherreich durch innere Konflikte Kriege mit Rom und in Ausbruch der Pest zunehmend unter Druck."
  },
  {
    "start": 1734.54,
    "end": 1739.9,
    "text": "Diese Krisen spiegelten sich auch in einem allmählichen Rückgang der künstlerischen Qualität wieder."
  },
  {
    "start": 1741.26,
    "end": 1749.54,
    "text": "Späte Werke wirken oft ungenauer oder sogar verzeichnet, und die Inschriften auf Münzen wurden zunehmend unläserlich."
  },
  {
    "start": 1750.86,
    "end": 1759.5,
    "text": "Mit dem Machtantritt der Sassaniden um das Jahr zweihundertsechsundzwanzig endete die Herrschaft der Parter in Persien und Mesopotamien."
  },
  {
    "start": 1760.74,
    "end": 1770.38,
    "text": "Viele künstlarische Traditionen wie Die Stuckdekoration oder die Reiterszenen wurden jedoch von den Sassaniden übernommen und weitergeführt."
  },
  {
    "start": 1771.68,
    "end": 1778.28,
    "text": "In Syrien blieb der Partische Einfluss noch länger spürbar, da Städte wie Palmyra erst später untergingen."
  },
  {
    "start": 1779.56,
    "end": 1794.24,
    "text": "Nach dem Fall von Hartra um zweihundertvierzig, Dura Europos um zweihundertsechsundfünfzig und Palmyras im Jahr zweihundertzweihundsiebzig verschwand die partische Kunst weitgehend aus ihrem ursprünglichen Kontext."
  },
  {
    "start": 1795.54,
    "end": 1802.24,
    "text": "Dennoch lebten ihre Elemente in der armenischen und syrischen Buchmalerei bis in das zehnte Jahrhundert fort."
  },
  {
    "start": 1803.56,
    "end": 1818.32,
    "text": "Die Ansicht von vorne beeinflusste maßgeblich die büzantinische Kunst, und die Kunst des europäischen Mittelalters – wodurch partische Gestaltungsprinzipien über eintausend Jahre lang in der christlichen Kunst präsent blieben."
  },
  {
    "start": 1819.7,
    "end": 1824.44,
    "text": "In der Architektur prägte der Iwan nachhaltig die Baukunst der islamischen Welt."
  },
  {
    "start": 1825.74,
    "end": 1833.68,
    "text": "Auch nach Osten strahlte dieser Stil aus und hinterließ Spuren in der buddhistischen Kunst, die schließlich bis nach China reichten."
  }
]