[
  {
    "start": 0.7,
    "end": 1.48,
    "text": "Kohlmeise."
  },
  {
    "start": 2.699,
    "end": 12.8,
    "text": "Die Kohl-Meise ist ein Mitglied der Familie der Meisen und gilt als die größte sowie am weitesten verbreitete Art dieser Gruppe innerhalb Europas."
  },
  {
    "start": 13.98,
    "end": 23.939,
    "text": "Über den europäischen Kontinent hinaus erstreckt sich ihr Vorkommen über den Nahen Osten, und die gemäßigten Zonen Asiens bis in den fernen Osten."
  },
  {
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    "end": 31.759,
    "text": "Ursprünglich bewohnte dieser Vogel vor allem Laubwälder mit einem Bestand an alten Bäumen."
  },
  {
    "start": 32.86,
    "end": 44.1,
    "text": "Dank einer ausgeprägten Anpassungsfähigkeit findet man die Tiere heute jedoch in fast allen Lebensräumen, sofern dort geeignete Höhlen für die Aufzucht der Jungen vorhanden sind."
  },
  {
    "start": 45.339,
    "end": 49.86,
    "text": "In vielen Gebieten zählt die Art zu den am häufigsten vorkommenden Vögeln."
  },
  {
    "start": 50.94,
    "end": 62.08,
    "text": "Ihr Speiseplan ist abwechslungsreich und setzt sich vorwiegend aus Insekten sowie deren Larven zusammen wird aber durch pflanzliche Kost wie Samen und Nüsse ergänzt."
  },
  {
    "start": 63.18,
    "end": 71.78,
    "text": "Die Nester werden in Baumhöhlen oder künstlichen Nistkästen errichtet, wobei ein Gelegemeist zwischen sechs und zwölf Eier umfasst."
  },
  {
    "start": 72.96,
    "end": 80.66,
    "text": "Während der kalten Jahreszeit bleiben die meisten Individuen in ihren Brutgebieten und ziehen oft in kleinen Gruppen umher."
  },
  {
    "start": 81.8,
    "end": 87.04,
    "text": "In nördlicheren Regionen lebende Vögel wandern hingegen teilweise in südlichere Gefilde ab."
  },
  {
    "start": 88.28,
    "end": 93.96,
    "text": "Bereits im späten Winter beginnt der Gesang, der durch seine metallischen und hellen Töne auffällt."
  },
  {
    "start": 95.14,
    "end": 101.38,
    "text": "In der Systematik unterscheidet man heute etwa fünfzehn Unterarten – Beschreibung!"
  },
  {
    "start": 102.58,
    "end": 114.72,
    "text": "Mit einer Körperlänge zwischen drei Zehn-und fünfzehnt Zentimetern gehört dieser Vogel zu den stattlicheren Vertretern seiner Familie und stellt die größte Meise auf dem europäischen Kontinent dar."
  },
  {
    "start": 115.9,
    "end": 131.0,
    "text": "Die Spannweite der Flügel variiert je nach Geschlecht leicht Wobei die Maße bei den Männchen meist zwischen einundsiebzig und zwei-undachtzig Millimetern liegen, während sie bei dem Weibchen etwa neunundsechzig bis einundachzig Millimeter betragen."
  },
  {
    "start": 132.28,
    "end": 139.62,
    "text": "Auch in der Länge des Schwanzes zeigen sich Unterschiede, die sich zwischen fünfundfünfzig und sechsundsechszig Millimitern bewegen."
  },
  {
    "start": 140.8,
    "end": 145.66,
    "text": "Das Körpergewicht liegt üblicherweise im Bereich von vierzehn bis zwanzig Gramm."
  },
  {
    "start": 146.84,
    "end": 153.14,
    "text": "Der kräftige Schnabel weist eine schwarzliche Färbung auf wobei die Kanten etwas heller erscheinen können."
  },
  {
    "start": 154.46,
    "end": 158.02,
    "text": "Die Augen besitzen eine dunkelbraune bis fast schwarze Iris."
  },
  {
    "start": 159.24,
    "end": 165.88,
    "text": "An den Beinen und Füßen zeigt sich eine blaugraue-bisschiefergraue Tönung, adulte Vögel."
  },
  {
    "start": 166.96,
    "end": 177.02,
    "text": "Bei den ausgewachsenen Männchen der weitverbreiteten Nominatform zeigen der Oberkopf, der Nacken sowie die Haltseiten eine glänzende Blauschwarze Färbung."
  },
  {
    "start": 178.08,
    "end": 184.92,
    "text": "Auch die Kehle und ein markantes Band das über die Mitte der Brust verläuft, sind in diesem dunklen Ton gehalten."
  },
  {
    "start": 186.06,
    "end": 194.06,
    "text": "Die weißen Wangen und Ohrdecken bilden dazu einen deutlichen Kontrast und werden von den schwarzen Gefiederpartien scharf abgegrenzt."
  },
  {
    "start": 195.24,
    "end": 202.78,
    "text": "An den Seiten der Brüst- und am Bauch dominiert ein gelber Farbton, der von Schwefelgelb bis Zitronengelbreichen kann."
  },
  {
    "start": 203.86,
    "end": 209.06,
    "text": "Das schwarze Längsband verbreitet sich zwischen den Beinen zu einem gut sichtbaren dunklen Fleck."
  },
  {
    "start": 210.42,
    "end": 217.96,
    "text": "Ein heller Streifen im Nacken trennt den dunklen Hinterkopf vom Rücken ab, wobei die Färbung dort in ein grünliches Gelb übergeht."
  },
  {
    "start": 219.26,
    "end": 225.16,
    "text": "Die Federn auf dem Rücken und an den Schultern sind olivgrün gefärbt – oft mit einem grauen Schimmer!"
  },
  {
    "start": 226.36,
    "end": 230.62,
    "text": "Der Bürzel-und die Oberschwanzdecken präsentieren sich in einem bläulichen Grau."
  },
  {
    "start": 231.74,
    "end": 240.96,
    "text": "Die Schwanzfedern sind überwiegend dunkelgrau, wo bei äußeren Federn weiße Ränder aufweisen was den Schwanz an den Außenseiten hell erscheinen lässt."
  },
  {
    "start": 242.18,
    "end": 249.14,
    "text": "Die Flügeldecken zeigen eine grau-blaue Tönung, und an den großen Armdecken bilden weiße Spitzen eine Flüglbinde."
  },
  {
    "start": 250.38,
    "end": 254.94,
    "text": "Die Schwingen sind größtenteils schwarz-grau mit schmalen bläulichen Säumen."
  },
  {
    "start": 256.099,
    "end": 262.979,
    "text": "Die Weibchen ähneln den Männchen in ihrem äußeren Erscheinungsbild sehr stark – wirken jedoch insgesamt etwas matter."
  },
  {
    "start": 264.179,
    "end": 270.82,
    "text": "Ihr Gefieder auf der Kopfplatte glänzt weniger intensiv und der dunkle Kehlfleck ist nicht so kräftig ausgeprägt."
  },
  {
    "start": 271.979,
    "end": 281.56,
    "text": "Auch das schwarze Band auf der Unterseite ist bei den Weibchen schmaler, und manchmal an den Rändern unregelmäßig geformt oder mit weißen Federn durchsetzt."
  },
  {
    "start": 282.799,
    "end": 288.659,
    "text": "Zudem fällt der dunkLE Fleck am Bauch bei ihnen deutlich kleiner aus als bei den männlichen Vögeln."
  },
  {
    "start": 290.359,
    "end": 301.32,
    "text": "Jugendkleid Vögel im JugendkleID ähnen bereits den erwachsenen Tieren sind jedoch insgesamt deutlich blassergefärbt."
  },
  {
    "start": 302.5,
    "end": 312.26,
    "text": "Die hellen Bereiche an den Kopfseiten, das Band im Nacken sowie die Flügelbinden weisen eine gelbliche oder schmutzig weiße Tönung auf."
  },
  {
    "start": 313.7,
    "end": 322.299,
    "text": "Die Kopfplatte und der Nackung zeigen ein mattes Dunkelgrau- oder Olivbraun ohne den typischen Glanz der Altvögel."
  },
  {
    "start": 323.799,
    "end": 331.5,
    "text": "Das dunkle Band auf der Brust ist bei den Jungvögeln noch nicht vollentwickelt und läuft im hinteren Bereich meist aus."
  },
  {
    "start": 332.979,
    "end": 338.12,
    "text": "Die großen Federn der Flügel und des Schwanzes sind eher dunkelbraun als schwarz."
  },
  {
    "start": 339.64,
    "end": 346.0,
    "text": "An den Rändern der Flügeldecken zeigt sich ein mattes Olifgrün anstelle des bläulichen Graus."
  },
  {
    "start": 347.58,
    "end": 351.659,
    "text": "Der Schnabel ist bei jungen Vögeln Hornfarben mit gelblichen Rändern."
  },
  {
    "start": 352.919,
    "end": 362.9,
    "text": "die Geschlechter lassen sich in diesem Alter nur schwer unterscheiden Wobei junge Männchen oft schon etwas deutlichere Säume an den Handdecken aufweisen als junge Weibchen."
  },
  {
    "start": 364.26,
    "end": 376.08,
    "text": "Mauser Die jungen Vögel unterziehen sich einer Teilmauser, bei der weite Teile des Kleingefieders sowie bestimmte Federn der Flügel und des Schwanzes erneuert werden."
  },
  {
    "start": 377.58,
    "end": 382.219,
    "text": "Der Umfang dieser Mauser hängt stark von der geografischen Lage der Population ab."
  },
  {
    "start": 383.419,
    "end": 392.32,
    "text": "In Nordeuropa fällt sie meist geringer aus Während sie bei Vögeln in West- und Mitteleuropa oft fast vollständig ist."
  },
  {
    "start": 393.679,
    "end": 400.44,
    "text": "Jungvögel aus einer zweiten Brut, Mausern in der Regel weniger umfassend als ihre Geschwister aus der ersten Brut."
  },
  {
    "start": 401.799,
    "end": 410.4,
    "text": "Die jährliche Vollmauser der erwachsenen Tiere beginnt meist kurz nach der Aufzucht der Jungen und dauert zwischen siebzig und einhundert Tagen."
  },
  {
    "start": 411.739,
    "end": 416.62,
    "text": "In Mittele Europa findet dieser Prozess normalerweise zwischen Juni und Oktober statt."
  },
  {
    "start": 418.0,
    "end": 425.28,
    "text": "Der genaue Zeitpunkt kann innerhalb einer Gruppe variieren, wobei Weibchen oft eine kürzere Mausadauer haben als Männchen."
  },
  {
    "start": 426.7,
    "end": 433.38,
    "text": "In sehr nördlichen Gebieten beginnt die Mauser manchmal schon während der Fütterungsphase – Stimme!"
  },
  {
    "start": 434.719,
    "end": 441.06,
    "text": "Dieser Vogel verfügt über ein außergewöhnlich vielfältiges und wandelbares Repertoire an Lautäußerungen."
  },
  {
    "start": 442.28,
    "end": 450.96,
    "text": "Diese akustische Kommunikation ist sehr differenziert und wurde in der Fachliteratur bereits sehr detailliert, dokumentiert und analysiert."
  },
  {
    "start": 452.46,
    "end": 461.299,
    "text": "Gesang Der Gesang der Männchen zur Markierung ihres Reviers besteht aus einer Abfolge von metallisch klingenden hohen Motiven."
  },
  {
    "start": 462.46,
    "end": 468.88,
    "text": "Diese setzen sich meist aus zwei oder drei Silben zusammen die unterschiedliche Tonhöhen aufweisen können."
  },
  {
    "start": 470.099,
    "end": 478.38,
    "text": "Typische Lautfolgen werden oft als zweisilbige Rhythmen wahrgenommen bei denen die Motive bis zu zehn Mal hintereinander wiederholt werden."
  },
  {
    "start": 479.64,
    "end": 487.78,
    "text": "Nach einer Pause beginnt die Reihe erneut, wobei intensive Phasen des Singens im Frühjahr fast ununterbrochen andauern können."
  },
  {
    "start": 489.14,
    "end": 500.82,
    "text": "Jedes Männchen besitzt ein individuelles Repertoir das gewöhnlich zwischen drei und sieben verschiedene Strophentypen umfasst in seltenen Fällen aber bis zu achtzehn Varianten erreichen kann."
  },
  {
    "start": 502.12,
    "end": 507.02,
    "text": "Die Strophen unterscheiden sich in Tempo, Rhythmus Lautstärke und Betonung."
  },
  {
    "start": 508.26,
    "end": 517.0,
    "text": "Für das menschliche Ohr klingen manche Variationen vielleicht nur unrein, doch dienen sie vermutlich der individuellen Erkennung unter den Vögeln."
  },
  {
    "start": 518.36,
    "end": 527.0,
    "text": "Technisch gesehen sind die Strophen oft komplexer aufgebaut als sie wirken – und bestehen aus mehreren schnell aufeinander folgenden Silden."
  },
  {
    "start": 528.38,
    "end": 530.9,
    "text": "Der Gesang erfüllt wichtige soziale Funktionen."
  },
  {
    "start": 531.959,
    "end": 538.06,
    "text": "Männchen können anhand der Lieder ihrer Konkurrenten die Dichte der Population in einem Gebiet einschätzen."
  },
  {
    "start": 539.34,
    "end": 545.18,
    "text": "Zudem lässt die Komplexität und Länge des Gesangs Rückschlüsse auf die Stärke eines Rivalen zu."
  },
  {
    "start": 546.52,
    "end": 550.819,
    "text": "Individuen mit einem größeren Repertoire gelten oft als dominanter."
  },
  {
    "start": 552.12,
    "end": 558.14,
    "text": "Interessanterweise reagieren Revierinhaber kaum auf Gesänge, die ihrem eigenen sehr ähnlich sind."
  },
  {
    "start": 559.18,
    "end": 562.26,
    "text": "Dafür umso stärker auf die Rufe fremder Eindringlinge!"
  },
  {
    "start": 563.579,
    "end": 570.699,
    "text": "Weibchen bevorzugen bei der Partnerwahl häufig Männchen, deren Gesang sich deutlich von dem des eigenen Vaters unterscheidet."
  },
  {
    "start": 572.12,
    "end": 583.92,
    "text": "Rufe Außerhalb der Zeit der Fortpflanzung hört man besonders häufig einen metallischen Ruf, der dem des Buchfinken ähnelt."
  },
  {
    "start": 585.38,
    "end": 592.34,
    "text": "Dieser Laut wird oft mehrfach wiederholt oder mit anderen Elementen zu einer längeren Folge kombiniert."
  },
  {
    "start": 593.78,
    "end": 600.54,
    "text": "Er dient in verschiedenen Situationen als Alarm, Warnung oder zum Anlocken von Artgenossen."
  },
  {
    "start": 602.04,
    "end": 619.04,
    "text": "In den Wintermonaten übernimmt dieser Ruf teilweise die Funktion des Reviergesangs – bei Erregung oder wenn sich Feinde am Boden nähern äußern die Vögel einen schnarrenden oder gereiten Laut der wenig melodisch wirkt."
  },
  {
    "start": 620.319,
    "end": 622.8,
    "text": "Dieser wird oft zur Abschreckung eingesetzt."
  },
  {
    "start": 624.26,
    "end": 630.459,
    "text": "Für die Verständigung zwischen Partnern auf kurze Distanz werden leise und weiche Töne genutzt."
  },
  {
    "start": 631.76,
    "end": 640.3,
    "text": "Müssen größere Entfernungen überbrückt werden, kommen flötende Laute zum Einsatz – die am Ende oft in der Tonhöhe ansteigen."
  },
  {
    "start": 641.819,
    "end": 647.54,
    "text": "Wenn sich Partner aus den Augen verloren haben rufen sie einander mit rhythmischen Folgen an."
  },
  {
    "start": 648.98,
    "end": 657.699,
    "text": "In sozialen Gruppen etwa wenn Altvögel mit ihren Jungen unterwegs sind sorgen spezielle Kontaktrufe für den Zusammenhalt."
  },
  {
    "start": 659.079,
    "end": 670.52,
    "text": "Diese Laute sind meist kürzer und weniger laut als die Alarmrufe, sichern aber die Koordination innerhalb des Trupps bei der Nahrungssuche oder auf Wanderungen."
  },
  {
    "start": 672.199,
    "end": 678.76,
    "text": "Namensgebung Der deutsche Name bezieht sich auf die kol-schwarzen Partien am Kopf des Vogels."
  },
  {
    "start": 680.38,
    "end": 692.64,
    "text": "In der Vergangenheit waren auch Bezeichnungen wie Brandmeise oder Schwarzmeise üblich, die ebenfalls auf die dunkle Färbung anspielten."
  },
  {
    "start": 694.04,
    "end": 704.04,
    "text": "Der Bezug zur Größe findet sich nicht nur im englischen Namen sondern war früher auch im deutschen durch Begriffe wie Großmeise und Waldmeise verbreitet."
  },
  {
    "start": 705.34,
    "end": 711.76,
    "text": "Dies diente vor allem der Unterscheidung von kleineren Tannenmeise, die der Art oberflächlich ähnelt."
  },
  {
    "start": 713.24,
    "end": 726.34,
    "text": "Karl von Liné wählte bei seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung im Jahr seventeenhundertachtundfünfzig den lateinischen Namen Parus Major, wobei das Wort Major für groß steht."
  },
  {
    "start": 727.68,
    "end": 736.34,
    "text": "Andere historische Namen wie Finkmeise oder Pinkmeise leiten sich von den Rufen ab die denen von Finken sehr nahekommen."
  },
  {
    "start": 737.76,
    "end": 746.52,
    "text": "Bezeichnungen wie Speckmeise und Talkmeise entstanden durch die Beobachtung, dass die Vögel gerne fethaltige Nahrung fressen."
  },
  {
    "start": 747.78,
    "end": 756.48,
    "text": "Früher konnte man sie oft dabei beobachten wie Sie bei Hausschlachtungen nach Resten suchten oder Vorräte aus Speisekammern stiebitsten."
  },
  {
    "start": 758.02,
    "end": 766.68,
    "text": "Der Name Pickmeise beschreibt die Art und Weise wie die Tiere ihre Nahrungen mit den Füßen festhalten und mit dem Schnabel bearbeiten."
  },
  {
    "start": 768.1,
    "end": 774.14,
    "text": "In Sachsen war zudem der Name Spiegelmeise bekannt was auf die weißen Wangenfelder hindeutete."
  },
  {
    "start": 775.579,
    "end": 782.88,
    "text": "Der weniger gebräuchliche Begriff Grasmeise bezog sich vermutlich auf die grünliche Färbung des Rückengefieders."
  },
  {
    "start": 784.42,
    "end": 797.78,
    "text": "Verbreitung Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Eurasiens und umfasst die gemäßigten sowie subtropischen Zonen von Portugal im Westen bis nach Ostasien."
  },
  {
    "start": 799.1,
    "end": 810.48,
    "text": "Fast ganz Europa ist besiedelt, wobei lediglich Island einige Inselgruppen im Norden Schottlands sowie die nördlichsten Regionen Russlands und Skandinaviens ausgenommen sind."
  },
  {
    "start": 811.92,
    "end": 816.439,
    "text": "Die nördeliche Grenze des Vorkommens verläuft in Russland entlang der Taiga-Zone."
  },
  {
    "start": 817.52,
    "end": 823.22,
    "text": "Im Süden reicht das Areal bis nach Nordwestafrika, in die Region des Atlasgebirges."
  },
  {
    "start": 824.579,
    "end": 831.199,
    "text": "Im Mittelmeerraum sind zahlreiche Inseln wie Sardinien, Sizilien, Kräter und Zypern besiedelt."
  },
  {
    "start": 832.5,
    "end": 838.079,
    "text": "Entlang der östlichen Mittelmeerküste erreicht das Vorkommen den Sinai und Jordanien."
  },
  {
    "start": 839.48,
    "end": 848.12,
    "text": "In Asien verläuft die südliche Grenze durch Anatolien, den Iran – und weiter über die Gebirge Mittelasiens bis nach Afghanistan."
  },
  {
    "start": 849.579,
    "end": 859.64,
    "text": "Große Trockengebiete werden dabei meist gemieden, sodass sich die Populationen auf Oasen, Flusttäler- und bewaldete Gebirgsregionen konzentrieren."
  },
  {
    "start": 861.02,
    "end": 867.4,
    "text": "Weiteröstlich erstreckt sich das Gebiet über den Altei und die Mongolei bis in die Region am Amur."
  },
  {
    "start": 868.8,
    "end": 877.72,
    "text": "Die in Zentralasien lebenden Gruppen wurden zeitweise als eigenständige Art betrachtet, werden heute jedoch meist wieder dieser Art zugerechnet."
  },
  {
    "start": 879.1,
    "end": 891.8,
    "text": "Die weite geografische Ausdehnung führt zu einer großen Vielfalt an regionalen Anpassungen innerhalb des gesamten Bestandes – Systematik-und Geographische Variation."
  },
  {
    "start": 893.16,
    "end": 903.68,
    "text": "In der klassischen Systematik wurden diesem Vogel bis zu drei und dreißig Unterarten zugeordnet, die in drei oder vier Hauptgruppen unterteilt waren."
  },
  {
    "start": 904.439,
    "end": 914.5,
    "text": "Moderne Untersuchungen der DNA haben jedoch dazu geführt dass die Ost-und Südasiatischen Gruppen heute meist als eigenständige Arten anerkannt werden."
  },
  {
    "start": 915.699,
    "end": 923.3,
    "text": "Diese bilden zusammen mit der hier beschriebenen Art eine übergeordnete Gruppe Eine sogenannte Superspezies."
  },
  {
    "start": 924.62,
    "end": 929.52,
    "text": "Der eigentlichen Art werden nach dieser Trennung noch etwa fünfzehn Unterarten zugerechnet."
  },
  {
    "start": 930.8,
    "end": 940.959,
    "text": "Die geografische Variation zeigt sich vor allem in der Intensität der Gelbfärbung, der Ausdehnung des weißen Musters am Schwanz sowie in der Körpergröße."
  },
  {
    "start": 942.16,
    "end": 952.1,
    "text": "Generell lässt sich ein leichtes Gefälle der Körper-Größe von Norden nach Süden feststellen Wobei die Unterschiede in der Flügellänge meist nur wenige Millimeter betragen."
  },
  {
    "start": 953.319,
    "end": 960.28,
    "text": "In Nordafrika und Europa nimmt zudem die Menge an Weiß in den äußeren Schwanzfedern von Norden in Richtung Süden ab."
  },
  {
    "start": 961.38,
    "end": 969.66,
    "text": "Bei Vögeln in Tunesien ist dieser Anteil am geringsten, in Richtung Iran nimmt die Größe dieser weißen Stellen dann wieder zu."
  },
  {
    "start": 970.88,
    "end": 979.319,
    "text": "Die Gelbfärbung des Gefiders ist bei den meisten südeuropäischen Formen etwas blasser als bei der im Norden vorkommende Nominatform."
  },
  {
    "start": 980.56,
    "end": 986.4,
    "text": "Eine Ausnahme bildet eine nordafrikanische Unterart, die besonders kräftige Farben zeigt."
  },
  {
    "start": 987.56,
    "end": 992.8,
    "text": "Weiteröstlich in Richtung Nahe Osten nimmt die Intensität des Gelbs allmählich ab."
  },
  {
    "start": 994.02,
    "end": 1001.36,
    "text": "In Zentralasien existiert eine Gruppe von Unterarten, bei denen die gelben Farbpigmente im Gefieder fast völlig fehlen."
  },
  {
    "start": 1002.439,
    "end": 1006.56,
    "text": "Diese Vögel erscheinen auf der Unterseite nahezu weiß oder hellgrau."
  },
  {
    "start": 1007.64,
    "end": 1012.819,
    "text": "Ihr Schwanz ist proportional länger und weist deutlich mehr Weiß an den Außenseiten auf."
  },
  {
    "start": 1013.959,
    "end": 1018.24,
    "text": "Zudem besitzen diese zentralasiatischen Vögel kräftigere Schnäbel."
  },
  {
    "start": 1019.38,
    "end": 1032.36,
    "text": "Innerhalb der heute anerkannten Hauptgruppe unterscheidet man unter anderem die Unterart Aphrodite im Mittelmeerraum, Corsus auf der iberischen Halbinsel und Corsica sowie Newtonie auf den britischen Inseln."
  },
  {
    "start": 1033.62,
    "end": 1038.56,
    "text": "Die Nominatform Major besiedelt den größten Teil Europas und Sibiriens."
  },
  {
    "start": 1039.74,
    "end": 1047.4,
    "text": "Weitere Formen wie Mallorca-E auf den Balearen oder Nithameri auf Kreta sind auf bestimmte Inseln beschränkt."
  },
  {
    "start": 1048.64,
    "end": 1051.78,
    "text": "Im Nahen Osten findet man die Unterart Terrae Sanctae."
  },
  {
    "start": 1053.04,
    "end": 1063.16,
    "text": "Die zentralasiatische Gruppe umfasst Formen, wie Bokarensis oder Ferganensis, die in Regionen von Kasachstan bis Afghanistan und Kyrgysistan vorkommen."
  },
  {
    "start": 1064.26,
    "end": 1074.38,
    "text": "Diese feinen Unterschiede in Färbung und Gestalt sind das Ergebnis von Anpassungen an die jeweiligen klimatischen Bedingungen, und die Vegetation der besiedelten Regionen."
  },
  {
    "start": 1075.98,
    "end": 1084.28,
    "text": "Wanderungen Das Zugverhalten dieser Art ist komplex und variiert stark von Jahr zu Jahr sowie je nach Region."
  },
  {
    "start": 1085.6,
    "end": 1092.02,
    "text": "In den südlichen und gemäßigten Breiten sind die Vögel meist Standvögel, die ihr Brutrevier kaum verlassen."
  },
  {
    "start": 1093.28,
    "end": 1101.56,
    "text": "Untersuchungen haben gezeigt dass viele Individuen in Großbritannien ihr gesamtes Leben in einem Radius von etwa zehn Kilometern verbringen."
  },
  {
    "start": 1102.7,
    "end": 1111.14,
    "text": "Sogar nördlich des Polarkreises bleiben viele Tiere während des Winters vor Ort, wobei sie dann oft die nähe menschlicher Siedlungen suchen."
  },
  {
    "start": 1112.42,
    "end": 1117.44,
    "text": "Die Winterfütterung durch den Menschen beeinflusst das Wanderverhalten in vielen Gebieten erheblich."
  },
  {
    "start": 1118.7,
    "end": 1124.28,
    "text": "In Osteuropa und Russland konzentriert sich das winterliche Vorkommen auffällig auf größere Städte."
  },
  {
    "start": 1125.48,
    "end": 1134.86,
    "text": "In höher gelegenen Regionen oder im hohen Norden ziehen jedoch Teile der Population regelmäßig ab, um der Kälte und dem Nahrungsmangel zu entkommen."
  },
  {
    "start": 1136.16,
    "end": 1144.56,
    "text": "In manchen Jahren kommt es zu massenhaften Wanderbewegungen die oft mit einem geringen Angebot an Bucheckern in den heimischen Wäldern zusammenhängen."
  },
  {
    "start": 1145.86,
    "end": 1151.84,
    "text": "Diese Invasionen bestehen meist aus jungen Vögeln, die in Richtung Westen- oder Südwesten ziehen."
  },
  {
    "start": 1153.16,
    "end": 1160.8,
    "text": "Während einige dieser Wanderer in den neuen Gebieten bleiben, kehren viele im folgenden Frühjahr wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurück."
  },
  {
    "start": 1162.32,
    "end": 1173.08,
    "text": "Lebensraum Ihr bevorzugte Lebensraum für die Fortpflanzung sind Laub- und Mischwälder mit einem hohen Anteil an alten Bäumen."
  },
  {
    "start": 1174.34,
    "end": 1183.34,
    "text": "Ein Alter des Baumbestandes von mindestens sechzig Jahren ist vorteilhaft da erst dann ausreichend natürliche Höhlen vorhanden sind."
  },
  {
    "start": 1184.8,
    "end": 1191.6,
    "text": "Auffallend ist, dass die Vögel lieber in morschen Baumstimpfen nisten als in verlassenen Spechthöhlen."
  },
  {
    "start": 1193.0,
    "end": 1201.56,
    "text": "In geschlossenen Waldgebieten werden vor allem die Randbereiche besiedelt – während die Dichte im Inneren großer Wälder oft geringer ist."
  },
  {
    "start": 1202.94,
    "end": 1207.18,
    "text": "Die genaue Zusammensetzung des Waldes spielt regional eine Rolle."
  },
  {
    "start": 1208.5,
    "end": 1217.12,
    "text": "In Mitteleuropa findet man die höchsten Bestandsdichten in Eichenwäldern Während in Osteuropa Nadelmischwälder bevorzugt werden."
  },
  {
    "start": 1218.54,
    "end": 1224.02,
    "text": "Reine Nadelwälden aus Fichten oder Kiefern bieten hingegen weniger gute Bedingungen."
  },
  {
    "start": 1225.24,
    "end": 1235.8,
    "text": "Dank ihrer Flexibilität besiedelt die Art jedoch auch viele andere Orte mit Bäumen wie Parks, Friedhöfe, Gärten und Obstplantagen."
  },
  {
    "start": 1237.12,
    "end": 1245.04,
    "text": "Sogar in den Zentren großer Städte findet man sie überall dort wo einzelne Bäume oder künstliche Nisthilfen vorhanden sind."
  },
  {
    "start": 1246.42,
    "end": 1254.96,
    "text": "In Gebirgsregionen reicht das Vorkommen bis zur Baumgrenze, in Asien sogar bis in Höhen von etwa dreitausend Metern."
  },
  {
    "start": 1256.34,
    "end": 1264.02,
    "text": "Außerhalb der Brutzeit sind die Tiere noch weniger wählerisch und halten sich in fast jedem Gelände auf, dass Deckung bietet."
  },
  {
    "start": 1265.38,
    "end": 1269.68,
    "text": "Der Klimawandel führt in manchen Regionen zu Konflikten mit dem Trauerschnepper."
  },
  {
    "start": 1270.98,
    "end": 1279.8,
    "text": "Da die Meisen früher mit dem Brutgeschäft beginnen, besetzen sie die besten Höhlen bereits bevor die Zugvögel aus dem Süden zurückkehren."
  },
  {
    "start": 1281.26,
    "end": 1294.66,
    "text": "In der Vergangenheit war eine zeitlich versetzte Nutzung der Nistplätze möglich doch durch die Erwärmung verschieben sich diese Abläufe was zu einer verstärkten Konkurrenz zwischen den beiden Vogelarten führt."
  },
  {
    "start": 1296.02,
    "end": 1305.88,
    "text": "Ernährung in Bezug auf ihre Nahrung gilt die Art als wenig spezialisiert was ihr das Überleben in unterschiedlichen Lebensräumen ermöglicht."
  },
  {
    "start": 1307.16,
    "end": 1315.96,
    "text": "Den Hauptteil der Kost bilden Insekten sowie deren Larven und Eier, ergänzt durch Spinnen- und andere kleine wirbellose Tiere."
  },
  {
    "start": 1317.28,
    "end": 1323.68,
    "text": "Je nach Jahreszeit und Angebot werden jedoch auch Sämereien, Früchte und Nüsse genutzt."
  },
  {
    "start": 1325.06,
    "end": 1331.44,
    "text": "In den nördlichen Regionen stellen Bucheckern und Haselnüsse im Winter eine entscheidende Energiequelle dar."
  },
  {
    "start": 1332.78,
    "end": 1343.1,
    "text": "Um den notwendigen Bedarf an Kalsium zu decken, fressen die Vögel zudem kleine Stücke von Schneckenhäusern oder Eierschalen, die sie auch an ihren Nachwuchs verfüttern."
  },
  {
    "start": 1344.56,
    "end": 1352.0,
    "text": "Während der Aufzucht der Jungen werden vor allem Raupen von Schmetterlingen gesucht, die in den Baumkronen reichlich vorhanden sind."
  },
  {
    "start": 1353.46,
    "end": 1358.82,
    "text": "In Mitteleuropa sind dies häufig Raupend des Eichenwicklers oder des Frostspanners."
  },
  {
    "start": 1360.16,
    "end": 1367.0,
    "text": "Stehen nicht genügend Raupens zur Verfügung weichen die Eltern auf Spinnen oder Larven von Käfern und Fliegen aus."
  },
  {
    "start": 1368.54,
    "end": 1376.04,
    "text": "Im Winter suchen die Vögel vermehrt am Boden nach Nahrung, und fressen dort Samen von Pflanzen wie Feilchen- oder Sauerklee."
  },
  {
    "start": 1377.34,
    "end": 1382.64,
    "text": "Fleisch und Fett werden ebenfalls angenommen, was man an Futterstellen gut beobachten kann."
  },
  {
    "start": 1384.1,
    "end": 1391.42,
    "text": "Die Art ist bekannt dafür, Nahrungen mit den Füßen auf einem Ast festzuhalten um sie mit dem Schnabel zu bearbeiten."
  },
  {
    "start": 1392.76,
    "end": 1399.42,
    "text": "Größere Beutesstücke werden vor dem Verzehr vorbereitet, in dem etwa ungenießbare Teile entfernt werden."
  },
  {
    "start": 1400.9,
    "end": 1406.74,
    "text": "Sogar Haselnüsse können die Vögel mit Ausdauer aufhacken um an den nahhaften Kern zu gelangen."
  },
  {
    "start": 1408.12,
    "end": 1417.74,
    "text": "Berühmt wurde eine Verhaltensweise aus Großbritannien bei der die Tiere lernten die Aluminiumverschlüsse von Milchflaschen zu öffnen um an Den Rahmen zu kommen."
  },
  {
    "start": 1419.16,
    "end": 1423.28,
    "text": "Diese Fähigkeit verbreitete sich durch Nachahmung schnell unter den Vögeln."
  },
  {
    "start": 1424.72,
    "end": 1428.8,
    "text": "Die Bedeutung der Winterfütterung durch den Menschen ist regional unterschiedlich."
  },
  {
    "start": 1430.1,
    "end": 1439.42,
    "text": "Während sie in kalten Regionen mit viel Schnee eine wichtige Hilfe darstellt, dient sie in Gebieten mit mildem Klima eher als zusätzliche Nahrungsquelle."
  },
  {
    "start": 1440.86,
    "end": 1448.64,
    "text": "Insgesamt zeigt sich das Tier als äußerst lernfähig und geschickt darin neue Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme zu erschließen."
  },
  {
    "start": 1450.32,
    "end": 1458.12,
    "text": "Verhalten Das Verhalten wirkt meist lebhaft und wenig Scheu gegenüber dem Menschen."
  },
  {
    "start": 1459.66,
    "end": 1469.0,
    "text": "Im Geäst oder am Boden bewegen sich die Tiere überwiegend hüpfend vorwärts, wobei sie kurze Flugphasen zur Unterstützung nutzen."
  },
  {
    "start": 1470.44,
    "end": 1481.74,
    "text": "Im Gegensatz zu manchen kleineren Verwandten hängen Sie seltener Kopfüber an dünnen Zweigen – sind aber durchaus in der Lage geschickt an Stämmen auf- und abzuklettern."
  },
  {
    "start": 1482.98,
    "end": 1493.94,
    "text": "Durch ihre kurzen, abgerundeten Flügel und den verhältnismäßig langen Schwanz sind sie in der Lage, wendig durch dichtes Unterholz oder Baumkronen zu steuern."
  },
  {
    "start": 1495.18,
    "end": 1500.72,
    "text": "Offenes Gelände wird eher zögerlich und meist im bogenförmigen Flug überquert."
  },
  {
    "start": 1502.06,
    "end": 1511.6,
    "text": "Die Vögel sind ausschließlich am Tag aktiv wobei die höchste Aktivität in den frühen Morgenstunden kurz nach Sonnenaufgang zu beobachten ist."
  },
  {
    "start": 1512.86,
    "end": 1517.24,
    "text": "Im Winter gibt es oft ein zweites Aktivitätshoch am späten Nachmittag."
  },
  {
    "start": 1518.62,
    "end": 1524.88,
    "text": "In den kalten Monaten nutzen die Tiere Höhlen als Schlafplatz, wobei sie oft sehr fest schlafen."
  },
  {
    "start": 1526.22,
    "end": 1531.84,
    "text": "Um Energie zu sparen können Sie in sehr kalten Nächten Ihre Körpertemperatur absenken."
  },
  {
    "start": 1533.02,
    "end": 1538.14,
    "text": "Diese Fähigkeit hilft Ihnen, Phasen mit extremem Frost besser zu überstehen!"
  },
  {
    "start": 1539.42,
    "end": 1545.86,
    "text": "Mit Beginn des Frühlings verbringen Sie weniger Zeit in den Schlafhöhlen und halten sich vermehrt im Freien auf."
  },
  {
    "start": 1547.44,
    "end": 1548.46,
    "text": "Sozialverhalten."
  },
  {
    "start": 1549.78,
    "end": 1556.5,
    "text": "Nachdem die jungen Vögel das Nest verlassen haben, schließen sie sich oft mit Gleichaltrigen zu kleinen Trupps zusammen."
  },
  {
    "start": 1557.72,
    "end": 1561.16,
    "text": "Diese Gruppen umfassen meist weniger als dreißig Individuen."
  },
  {
    "start": 1562.42,
    "end": 1568.42,
    "text": "Innerhalb dieser Schwärme herrscht eine klare Hierarchie, die durch Rangstreitigkeiten festgelegt wird."
  },
  {
    "start": 1569.62,
    "end": 1574.26,
    "text": "Männchen dominieren dabei über Weibchen und ältere Tiere über die Jüngeren."
  },
  {
    "start": 1575.6,
    "end": 1579.22,
    "text": "Im Herbst versuchen die jungen Männchen eigene Reviere zu besetzen."
  },
  {
    "start": 1580.46,
    "end": 1589.54,
    "text": "Die Sterblichkeit unter den Jungvögeln ist in dieser Phase hoch, Individuen, die sich im Schwarm nicht behaupten können wandern oft ab."
  },
  {
    "start": 1590.92,
    "end": 1597.74,
    "text": "Im Winter durchstreifen die Trupps größere Gebiete, die auch mit den revieren anderer Gruppen überschneiden können."
  },
  {
    "start": 1599.04,
    "end": 1604.44,
    "text": "Territoriale Männche dulden die Schwärme in ihrem Gebiet solange keine Brutzeit ist."
  },
  {
    "start": 1605.66,
    "end": 1613.36,
    "text": "Oft schließen sich auch andere Vogelarten wie Kleiber, Baumläufer oder verschiedene andere Meisen diesen Gruppen an."
  },
  {
    "start": 1614.68,
    "end": 1621.74,
    "text": "Solche gemischten Trupps basieren vor allem auf dem gemeinsamen Vorteil bei der Nahrungssuche und dem Schutz vor Feinden."
  },
  {
    "start": 1623.16,
    "end": 1629.2,
    "text": "Innerhalb dieser Gemeinschaften nehmen die größeren Vertreter dieser Art meist eine dominante Stellung ein."
  },
  {
    "start": 1630.44,
    "end": 1637.2,
    "text": "Die soziale Struktur bietet Schutz da mehr Augen potentielle Gefahren wie Greifvögel früher entdecken können."
  },
  {
    "start": 1638.56,
    "end": 1647.62,
    "text": "Am Nachmittag lösen sich die Schwärme oft zeitweise auf, bevor sie sich am nächsten Morgen wieder sammeln – Fortpflanzung!"
  },
  {
    "start": 1649.42,
    "end": 1653.64,
    "text": "Die Geschlechtsreife wird gegen Ende des ersten Lebensjahres erreicht."
  },
  {
    "start": 1654.32,
    "end": 1657.58,
    "text": "Doch nicht jedes Tier beginnt sofort mit einer eigenen Brut."
  },
  {
    "start": 1658.88,
    "end": 1667.04,
    "text": "Da in vielen Populationen mehr Männchen als Weibchen leben bleiben besonders junge Männchen im ersten Jahr oft ohne Partnerin."
  },
  {
    "start": 1668.38,
    "end": 1671.38,
    "text": "In der Regel wird eine monogame Saison-Ehe geführt."
  },
  {
    "start": 1672.46,
    "end": 1679.92,
    "text": "Wenn ein Paar bei einer zweiten Brut im selben Jahr neue Partner hat, liegt das meist am Verlust des ursprünglichen Gefährten."
  },
  {
    "start": 1681.14,
    "end": 1689.66,
    "text": "Da die Vögel jedoch sehr ortstreu sind kommt es häufig dazu dass dieselben Partner in aufeinander folgenden Jahren erneut zusammenfinden."
  },
  {
    "start": 1691.02,
    "end": 1695.46,
    "text": "Es wurden sogar Dauerehen nachgewiesen die über mehrere Jahre hielten."
  },
  {
    "start": 1696.82,
    "end": 1702.98,
    "text": "Außerhalb der Fortpflanzungsperiode besteht zwischen den Partnern allerdings kaum eine soziale Bindung."
  },
  {
    "start": 1704.22,
    "end": 1711.34,
    "text": "Zwei Bruten pro Jahr sind in vielen Regionen die Regel, besonders in Wäldern mit einem dauerhaften Nahrungsangebot."
  },
  {
    "start": 1712.56,
    "end": 1720.5,
    "text": "In reinen Eichenwälder, wo die Nahrung im Sommer nach einem frühen Maximum stark abnimmt wird oft nur einmal gebrütet."
  },
  {
    "start": 1721.78,
    "end": 1726.06,
    "text": "Die Zeit der Eiablage erstreckt sich je nach Klima von März bis Juli."
  },
  {
    "start": 1727.24,
    "end": 1731.06,
    "text": "In Mitteleuropa liegt der Schwerpunkt meist in der zweiten Aprilhälfte."
  },
  {
    "start": 1732.24,
    "end": 1740.76,
    "text": "In südlicheren Regionen wie Israel kann das Brutgeschäft bereits im Januar beginnen, während es im kühl Norden erst im Mai startet."
  },
  {
    "start": 1742.1,
    "end": 1746.22,
    "text": "Sehr selten wurden auch Bruten im Herbst oder sogar im Winter beobachtet."
  },
  {
    "start": 1746.24,
    "end": 1749.1,
    "text": "– Paarbildung und Balls!"
  },
  {
    "start": 1750.58,
    "end": 1754.68,
    "text": "Die Bildung der Paare beginnt in Mitteleuropa meist im Februar oder März."
  },
  {
    "start": 1755.94,
    "end": 1761.42,
    "text": "Sobald die Männchen beginnen, ihre Reviere zu verteidigen lösen sich die Winterschwärme auf."
  },
  {
    "start": 1762.8,
    "end": 1766.52,
    "text": "Ein wichtiger Teil der Balz ist die gemeinsame Inspektion von Höhlen."
  },
  {
    "start": 1767.66,
    "end": 1775.36,
    "text": "Das Männchel lockt das Weibchen zu einem potenziellen Nistplatz und zeigt diesen durch auffälliges Picken am Rand des Einfluglochs an."
  },
  {
    "start": 1776.66,
    "end": 1780.64,
    "text": "Dabei werden die kontrastreichen Farben des Gefieders besonders gut sichtbar."
  },
  {
    "start": 1781.92,
    "end": 1785.44,
    "text": "Während dieser Zeit ist der Zusammenhalt zwischen den Partnern sehr eng."
  },
  {
    "start": 1786.68,
    "end": 1791.32,
    "text": "Das Männchen begleitet das Weibchen morgens oft direkt nach dem Verlassen des Schlafplatzes."
  },
  {
    "start": 1792.62,
    "end": 1800.42,
    "text": "Trotz der festen Paarbindung zeigen genetische Untersuchungen, dass in vielen Nestern auch Junge von fremden Väter zu finden sind."
  },
  {
    "start": 1801.72,
    "end": 1805.92,
    "text": "Die Paarung findet meist in den frühen Morgenstunden indicht im Gezweig statt."
  },
  {
    "start": 1807.12,
    "end": 1812.04,
    "text": "Beide Partner leiten dies durch zitternde Flügelbewegungen und leise Rufe ein."
  },
  {
    "start": 1813.42,
    "end": 1817.02,
    "text": "Ein weiteres typisches Verhalten ist das sogenannte Balzfüttern."
  },
  {
    "start": 1818.2,
    "end": 1825.44,
    "text": "Dabei überreicht das Männchen dem Weibchen kleine Beutesstücke, was besonders in der Phase der Eiablage sehr häufig vorkommt."
  },
  {
    "start": 1826.68,
    "end": 1838.9,
    "text": "Dieses Verhalten dient vermutlich nicht nur der Ernährung sondern stärkt auch die Bindung zwischen den Partnern und signalisiert dem Weubchen die Fähigkeit des Männchens später die Jungen mit Futter zu versorgen."
  },
  {
    "start": 1840.4,
    "end": 1851.86,
    "text": "Nistplatz-und Nestbau Das Weibchen trifft die endgültige Entscheidung über den Nistplatz, wobei es aus einer Auswahl wählt, die das Männchen zuvor präsentiert hat."
  },
  {
    "start": 1853.02,
    "end": 1860.04,
    "text": "In der Natur werden meist Baumhöhlen genutzt, die durch Vollnis entstanden sind oder von Spechten angelegt wurden."
  },
  {
    "start": 1861.32,
    "end": 1865.04,
    "text": "Diese befinden sich häufig in einer Höhe von drei bis sechs Metern."
  },
  {
    "start": 1866.3,
    "end": 1872.7,
    "text": "Wenn Konkurrenz durch größere Vögel wie Stare herrscht, weichen die Meisen oft auf niedrigere Höhlen aus."
  },
  {
    "start": 1873.96,
    "end": 1879.5,
    "text": "In Regionen ohne solche Konkurrenten nisten sie jedoch auch in über fünfzehn Metern Höhe."
  },
  {
    "start": 1880.82,
    "end": 1886.54,
    "text": "Die Tiere sind auch in der Lage, Morsche-Holzteile selbst zu entfernen um eine Höhle zu vergrößern."
  },
  {
    "start": 1887.9,
    "end": 1891.22,
    "text": "In der Nähe des Menschen werden Nistkästen sehr gerne angenommen."
  },
  {
    "start": 1892.16,
    "end": 1898.3,
    "text": "Es finden sich aber auch Nester im Mauerspalten Briefkästen oder anderen ungewöhnlichen Holräumen."
  },
  {
    "start": 1899.56,
    "end": 1902.8,
    "text": "Den Bau des Nestes übernimmt fast ausschließlich das Weibchen."
  },
  {
    "start": 1903.96,
    "end": 1905.98,
    "text": "Die Dauer der Bauzeit variiert stark."
  },
  {
    "start": 1907.12,
    "end": 1913.82,
    "text": "Während bei der ersten Brut im Frühjahr bis zu einem Monat gearbeitet wird, geht es bei späteren Bruten deutlich schneller."
  },
  {
    "start": 1915.24,
    "end": 1922.2,
    "text": "Die Basis des Nestes besteht oft aus Moos das in dicken Schichten eingebracht wird um die Höhle auszupolstern."
  },
  {
    "start": 1923.54,
    "end": 1928.12,
    "text": "Darüber wird eine Mulde aus feinen Gräsern, Wurzeln und Flechten geformt."
  },
  {
    "start": 1929.32,
    "end": 1937.74,
    "text": "Zum Schluss wird das Nest weich mit Tierhaaren, Wolle oder Federn ausgekleidet um den Eiern und jungen Wärme und Schutz zu bieten."
  },
  {
    "start": 1939.22,
    "end": 1950.96,
    "text": "Gelege- und Bebrütung Ein Gelege umfasst üblicherweise sechs bis zwölf Eier, die eine weiße Grundfarbe mit rötlich braunen Flecken aufweisen."
  },
  {
    "start": 1952.28,
    "end": 1954.98,
    "text": "Die Eier werden täglich am frühen Morgen gelegt."
  },
  {
    "start": 1956.0,
    "end": 1962.0,
    "text": "Während dieser Zeit schläft das Weibchen bereits auf dem Nest, um die Eier vor dem Auskühlen zu schützen."
  },
  {
    "start": 1963.24,
    "end": 1971.98,
    "text": "Mit der festen Bebrüdung wird meist erst begonnen wenn das Gelege vollständig ist, damit alle Jungen etwa zur gleichen Zeit schlüpfen."
  },
  {
    "start": 1973.2,
    "end": 1981.54,
    "text": "Das Weibchen brütet allein und wird während dieser zehn bis siebzehn Tage dauernden Phase vom Männchen mit Nahrung versorgt."
  },
  {
    "start": 1982.76,
    "end": 1986.8,
    "text": "In Mitteleuropa dauert die Brutzeit im Durchschnitt etwa zwei Wochen."
  },
  {
    "start": 1987.88,
    "end": 1992.2,
    "text": "Bei einer zweiten Brut im Jahr ist diese Zeitspanne oft etwas kürzer."
  },
  {
    "start": 1993.44,
    "end": 2000.98,
    "text": "Die Eier sind oval und weisen einen leichten Glanz auf wobei die Verteilung der roten Flecken sehr unterschiedlich sein kann."
  },
  {
    "start": 2002.16,
    "end": 2009.26,
    "text": "Manche Eier sind fast rein weiß, während andere am stumpfen Ende einen dichten Kranz aus Punkten tragen."
  },
  {
    "start": 2010.66,
    "end": 2021.44,
    "text": "Das Männchen ist während der gesamten Brutzeit sehr aufmerksam und warnt das Weibchen vor herannahenden Gefahren durch spezielle Rufe – Aufzucht der Jungen!"
  },
  {
    "start": 2022.86,
    "end": 2026.64,
    "text": "Die Jungen schlüpfen oft über mehrere Tage verteilt aus ihren Eiern."
  },
  {
    "start": 2027.86,
    "end": 2032.76,
    "text": "In der ersten Zeit werden sie ausschließlich vom Weibchen gehudert, also gewärmt."
  },
  {
    "start": 2033.56,
    "end": 2035.72,
    "text": "Während das Männchen die Nahrung heranschaft."
  },
  {
    "start": 2036.88,
    "end": 2041.12,
    "text": "Nach etwa einer Woche beteiligt sich auch das Weibjen intensiv an der Fütterung."
  },
  {
    "start": 2042.48,
    "end": 2047.12,
    "text": "Die Eltern bringen meist einzelne relativ große Beutesstücke zum Nest."
  },
  {
    "start": 2048.3,
    "end": 2052.5,
    "text": "Sie achten genau darauf dass die Jungen die Nährung richtig schlucken können."
  },
  {
    "start": 2053.84,
    "end": 2063.88,
    "text": "Auch die Hygiene im Nest ist wichtig weshalb die Ausscheidungen der Jungvögel in den ersten Tagen von den Eltern gefressen und später aus der Höhle davongetragen werden."
  },
  {
    "start": 2065.2,
    "end": 2073.66,
    "text": "Die Nestlingszeit dauert im Durchschnitt siebzehn bis zwanzig Tage, nach dem Ausfliegen sind die jungen Vögel noch nicht sofort selbstständig."
  },
  {
    "start": 2074.7,
    "end": 2083.62,
    "text": "Sie werden noch etwa zwei bis drei Wochen lang von den Eltern mit Futter versorgt und erlernen in dieser Zeit die notwendigen Fähigkeiten für die Nahrungssuche."
  },
  {
    "start": 2084.98,
    "end": 2093.96,
    "text": "Bei Zweitbruten kann sich diese Phase der Nachbetreuung etwas verkürzen, da die Eltern oft schon mit den Vorbereitungen für die nächste Brut beschäftigt sind."
  },
  {
    "start": 2095.4,
    "end": 2102.82,
    "text": "Die Kommunikation zwischen den Flügen Jungen und den Eltern erfolgt über laute Bettelrufe, die weit hinhörbar sind."
  },
  {
    "start": 2104.06,
    "end": 2111.9,
    "text": "Sobald die Jungen sicher fliegen und selbst Beute machen können, bricht die Bindung zur Familie langsam ab – Bestand!"
  },
  {
    "start": 2113.36,
    "end": 2116.32,
    "text": "Die Bestandszahlen dieser Art sind sehr stabil und hoch."
  },
  {
    "start": 2117.44,
    "end": 2123.52,
    "text": "In Deutschland gilt sie mit etwa fünf bis sieben Millionen Brutpaaren als einer der häufigsten Vögel."
  },
  {
    "start": 2124.76,
    "end": 2131.82,
    "text": "In ganz Europa schätzt man die Zahl der Paare auf bis zu einhundert Millionen, Vogel des Jahres!"
  },
  {
    "start": 2133.22,
    "end": 2139.42,
    "text": "Aufgrund ihrer Bekanntheit und Beliebtheit wurde die Art in verschiedenen Ländern zum Vogel-des-Jahres ernannt."
  },
  {
    "start": 2140.64,
    "end": 2148.18,
    "text": "Diese Auszeichnung erhielt sie beispielsweise im Jahr zehntausend elf in Armenien und zweitausend sechzehn in Estland."
  }
]