[
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    "end": 0.9,
    "text": "Sternbilder."
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  {
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    "end": 8.7,
    "text": "Ein Sternbild ist nach verbreiteter Vorstellung eine Gruppe von freiäugig sichtbaren Sternen."
  },
  {
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    "end": 13.96,
    "text": "Durch das Erkennen von Mustern entsteht dabei der Eindruck einer Figur."
  },
  {
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    "end": 26.74,
    "text": "Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden in der Sphärischen Astronomie durch eine internationale Übereinkunft die Grenzen von achtundachtzig Sternbildern festgelegt."
  },
  {
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    "end": 34.48,
    "text": "so ist die Himmelskugel vollständig aufgeteilt und die Bezeichnungen von Himmelskörpern werden erleichtert."
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    "text": "Nach heutiger Auffassung beschreibt die internationale Astronomische Union ein Sternbild als eine genau nach Koordinaten festgelegte Fläche am Himmel."
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    "text": "Die Namen dieser Flächen gehen auf alte Kulturen des Nahen Ostens, des Nordöstlichen Afrikas und wahrscheinlich einiger südosteuropäischer Regionen zurück."
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    "text": "Dazu gehören das alte Mesopotamien, das alte Ägypten, dass den heutigen Sudan, Libyen und weitere Gebiete umfasste sowie das alte Griechenland."
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    "text": "Funktionen und Ursprung Sternbilder dienten in vielen Kulturen vor allem der Orientierung im Zeit- und Raum."
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    "text": "Ihre Namen gehen oft auf alte Zeitrechnungen und kulturelle Kalender zurück."
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    "text": "Auch bei langen Reisen an Land und auf dem Meer waren sie eine wichtige Hilfe, um sich zu orientieren."
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    "text": "Heute nutzt man Sternbilder, um den Himmel zu kartieren – und astronomische Objekte bestimmten Orten zuzuordnen."
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    "end": 110.1,
    "text": "Die Internationale Astronomische Union hat ihre Grenzen nach Himmelskoordinaten festgelegt."
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    "text": "Damit lassen sich Sterne und vorübergehende Himmelserscheinungen wie Meteore oder Novae genau verorten."
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    "text": "Sterne- und Sternbilder sind in vielen Kulturen auch mit Glaubensvorstellungen zum Tod, zur Seele und zur Geburt verknüpft."
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    "text": "An vielen Orten der Erde nahmen an, dass die Seele bei der Geburt von oben herab steigt oder beim Tod wieder aufsteigt."
  },
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    "text": "Die Milchstraße sowie bestimmte Gruppen und Figuren am Himmel erhielten eine symbolische Bedeutung."
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    "text": "Diese spirituellen Vorstellungen bereiteten schließlich den Weg für astrologische Lehren, von der Erde aus betrachtet stehen Sterne innerhalb eines Sternbildes scheinbar nah beieinander weil sie am Himmel ähnliche Koordinaten haben."
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    "text": "in Wirklichkeit können ihre Entfernungen sehr unterschiedlich sein."
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    "text": "Mithilfe der Parallaxe lässt sich bestimmen, wie weit jeder Stern von unserem Sonnensystem entfernt ist."
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    "text": "Manche Sterne eines einzelnen Sternbildes liegen tatsächlich viel weiter auseinander als es zunächst aussieht."
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    "text": "Gleichzeitig kann es vorkommen dass zwei Sterne die zu unterschiedlichen Sternbildern gehören einander im All näher sind als Sterne, die demselben Sternbild zugeordnet werden."
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    "end": 209.42,
    "text": "Historische Entwicklung der Sternbilder Mit dem bloßen Auge sind am Sternenhimmel fast nur Himmelskörper zu sehen, die zu unserer Milchstraße gehören."
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    "text": "Eine seltene Ausnahme ist zum Beispiel der Andromeda-Nebel – alle dauerhaft sichtbaren Sterne sind daher Teil der Milchstrasse!"
  },
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    "text": "Nur Supernovae können manchmal so hell leuchten dass sie vorübergehend als extragalaktische Sterne erkennbar."
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    "text": "Ein Beispiel dafür ist die Supernova SN-Ninzehnhundertsiebenundachtzig A, in der großen magilanischen Wolke erschien."
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    "end": 248.64,
    "text": "Ihre scheinbare Helligkeit betrug rund zwei Komma acht Magnituden so dass sie mit bloßem Auge sichtbar war."
  },
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    "end": 256.079,
    "text": "Helle Sterne nutzten Menschen vermutlich schon in der Jungsteinzeit zur Orientierung."
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    "text": "Dabei wurden sie zu Gruppen zusammengestellt und als Figuren interpretiert."
  },
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    "end": 272.3,
    "text": "Da es keine schriftlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt, lässt sich dies nur schwer belegen – bestimmte Sternbilder dienten als Grundlage früher Kalender."
  },
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    "text": "In verschiedenen Naturreligionen ist noch heute zu erkennen wie Himmel-und-Natur"
  },
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    "text": "zusammenhängen.\"."
  },
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    "text": "Später integrierten Kulturen in Eurasien, die Gestirne in neue Religionen und deuteten sie um."
  },
  {
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    "end": 294.1,
    "text": "Mit der Bildung großer Reiche gingen viele ursprüngliche Bedeutungen verloren."
  },
  {
    "start": 295.2,
    "end": 302.36,
    "text": "Seit der Antike ordnet man Sternmuster vor allem mythologischen Figuren, Tieren oder Gegenständen zu."
  },
  {
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    "end": 309.72,
    "text": "Ein bekanntes Beispiel ist der große Beer, dessen Sieben hellste Sterne auch Großer Wagen genannt werden."
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  {
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    "end": 318.08,
    "text": "Sternbilder spielen in vielen Kulturen eine Rolle und lassen sich bis in frühe Hochkulturen zurückverfolgen."
  },
  {
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    "end": 328.28,
    "text": "Menschenähnliche Gestalten wie Orion, verschiedene geometrische Formen und lange Sternreihen hatten oft eine besondere Bedeutung."
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    "text": "Die heutigen Sternbilders stammen ursprünglich aus dem vorderen Orient und Nordafrika."
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    "end": 344.16,
    "text": "Schon im antiken Griechenland waren zahlreiche Konstellationen bekannt, die von der griechischen Mythologie geprägt wurden."
  },
  {
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    "end": 353.7,
    "text": "Claudius Ptolemaeus listete im zweiten Jahrhundert nach Christus in seinem Werk Alma-Gäst «Achtundvierzig Sternbilder» auf."
  },
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    "text": "Sie bilden bis heute die Grundlage für Bezeichnungen und Zuordnungen."
  },
  {
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    "end": 369.66,
    "text": "Während der großen Entdeckungsreisen zwischen sixteenhundert und achtzinhundert kamen weitere Sternbilder für bislang unbekannte Regionen des Südhimmels hinzu."
  },
  {
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    "end": 376.56,
    "text": "Seit nineteenhundertzweiundzwanzig sind offiziell standardisierte Sternbildern festgelegt."
  },
  {
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    "end": 389.16,
    "text": "Ninzehnhundert achtundzwantzig definierte man ihre Grenzlinien endgültig, insgesamt gibt es achtundachzig Sternggebiete jedoch neunundachtzig Namen."
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    "end": 395.62,
    "text": "Das liegt am historischen Übernamen Argo, der mehrere Teilbereiche eines Schiffes umfasste."
  },
  {
    "start": 397.6,
    "end": 404.24,
    "text": "Die Astrognozie ist der Teil der Astronomie, der sich mit Sternbildern und Sternzügen beschäftigt."
  },
  {
    "start": 405.08,
    "end": 410.34,
    "text": "Die Namen der Sternbilder sind wichtig für die systematische Benennung einzelner Sterne!"
  },
  {
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    "end": 420.92,
    "text": "Dabei kommt jeweils ein griechischer Buchstabe zusammen mit der lateinischen Bezeichnung des zugehörigen Sternbilds zum Einsatz, wie bei Alpha Centauri."
  },
  {
    "start": 422.6,
    "end": 429.6,
    "text": "Bedeutung der Sternbilder Sternbilderspielten früher eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Kalenders."
  },
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    "end": 440.34,
    "text": "In der Inkartradition sowie bei mehreren Aborigines in Australien zeigt ihre Form welche Tiere gerade brüten oder Junge säugen."
  },
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    "text": "Außerdem lassen sie erkennen, wann Regen oder Trockenzeit beginnt."
  },
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    "end": 454.34,
    "text": "In der chinesischen Kultur sowie in Korea und Japan fasst man sehr kleine Sternbilder zu größeren Gruppen zusammen."
  },
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    "end": 464.2,
    "text": "Ähnlich wie das Sommerdreieck und das Wintersex-Eck veranschaulichen Sie den wechselnden Blick auf den Himmel im Lauf der Jahreszeiten."
  },
  {
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    "end": 474.64,
    "text": "Sternbilder und Asterismen tauchen auch in alten griechischen und lateinischen Lehrgedichten auf, in denen sie zur Einteilung der Jahreszeiten dienten."
  },
  {
    "start": 476.64,
    "end": 489.18,
    "text": "Die Figuren der Sternbilderselbst sind nur aus der Sicht des Beobachters erkennbar – dass die Sterne eines Sternbilds nahe beieinander zu stehen scheinen, beruht auf dem Projektionseffekt!"
  },
  {
    "start": 491.2,
    "end": 500.92,
    "text": "Die zwölf Tierkreiszeichen, die auf babilonische Sternbilder der Ägyptik zurückgehen bildeten einst einen alten Mondkalender für die Zeitrechnung."
  },
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    "text": "Später wurden sie eine Grundlage der griechisch-römischen Astrologie."
  },
  {
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    "end": 517.12,
    "text": "Durch die Präzession verschoben sich die Sternbildern jedoch um etwa dreißig Grad im Vergleich zu den Tierkreistzeichen so dass sie nicht mehr übereinstimmen."
  },
  {
    "start": 518.179,
    "end": 524.76,
    "text": "Die westliche Astrologie lehnt deshalb Deutungen ab, die sich auf die tatsächlichen Sternbilder beziehen."
  },
  {
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    "end": 534.44,
    "text": "In der Astronomie nutzte man Sternbildern schon in der Antike – um in Sternkatalogen Positionen am Himmel anzugeben."
  },
  {
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    "end": 547.04,
    "text": "Noch um eighteenhundert ordnete man Himmelsobjekte nach Sternbilderen, wechselte aber kurz darauf zu Koordinatenangaben mit Rektors Zension und Deklination."
  },
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    "end": 559.98,
    "text": "Die Benennung sichtbarer Sterne im Bayer-Flamsdie-System aus dem frühen siebzehnten und dem frün achzehnten Jahrhundert stützt sich weiterhin auf diese Einteilungen des Sternhimmels."
  },
  {
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    "end": 576.1,
    "text": "Obwohl Sternbilder heute weniger praktische Bedeutung haben, üben Sie bis heute eine große Faszination auf Menschen unter einem dunklen Nachthimmel aus – sie tragen wesentlich zur Popularisierung der Astronomie bei!"
  },
  {
    "start": 577.04,
    "end": 589.46,
    "text": "Die Didaktik der Astronomie nutzt sie, oft zusammen mit alten Erzählungen um junge Menschen für den Sternenhimmel zu begeistern und ihnen den Weg zur modernen Astronomie zu ebnen."
  },
  {
    "start": 591.16,
    "end": 602.52,
    "text": "Ursprung der Sternbilder Sternbildern waren vermutlich schon in prähistorischer Zeit bekannt – auch zahlreiche frühzeitliche Kulturen ohne Schrift kannten Sternbilders."
  },
  {
    "start": 603.5,
    "end": 610.56,
    "text": "Dazu gehören zum Beispiel die nordamerikanischen Indianer, die Aborigines und die Sun im südlichen Afrika."
  },
  {
    "start": 612.62,
    "end": 626.4,
    "text": "Wie weit erste Sternbilder in die europäische Frühgeschichte zurückreichen ist unklar – es gibt die Vermutung dass im Stiersaal der Höhle von Lascaux ein vollständiger Tierkreis dargestellt sein könnte!"
  },
  {
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    "end": 633.84,
    "text": "Eine Gruppe von Punkten oberhalb eines Auerochsen lässt sich möglicherweise als die Pleiaden deuten."
  },
  {
    "start": 635.2,
    "end": 647.02,
    "text": "Ihre Anordnung entspricht ungefähr den Abständen der Pleiaten am Himmel, allerdings sind Überlieferung und Zusammenhang der Sternbilder dieser Zeit mit anderen Traditionen ungewiss."
  },
  {
    "start": 647.98,
    "end": 654.58,
    "text": "Um die Pleiadens so zu erkennen müsste der Auerokse außerdem als eigenes Sternbild betrachtet werden!"
  },
  {
    "start": 656.5,
    "end": 664.84,
    "text": "In alt-Egyptischen Grabanlagen finden sich ebenfalls Darstellungen von Sternbildern, etwa im Grab von Setos dem Ersten."
  },
  {
    "start": 665.8,
    "end": 676.88,
    "text": "Im Tempel von Dendera aus dem ersten Jahrhundert vor Christus sind vorwiegend babilonische und griechische Sternbilder zu sehen – allerdings in egyptischer Bildsprache."
  },
  {
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    "end": 680.32,
    "text": "Sternbilders des Alterthums."
  },
  {
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    "end": 687.86,
    "text": "Die ältesten heute bekannten Sternbilden gehen auf die alten Ägypter und die Babylonier zurück."
  },
  {
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    "end": 697.96,
    "text": "In seiner griechischen Form übernahmen Fachleute den Tierkreis als Koordinatensystem aus Babylon im Rahmen mathematischer Astronomie."
  },
  {
    "start": 699.3,
    "end": 710.94,
    "text": "Erste Sternbilder des Tierkreises wurden bereits im dritten Jahrtausend vor Christus erwähnt, ein vollständiger Tierkreise entstand ungefähr vierhundertzehn vor Christos."
  },
  {
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    "end": 718.82,
    "text": "Damals beobachteten Forscher das scheinbare Zusammentreffen von Planeten und Sternen in bestimmten Sternbildern."
  },
  {
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    "end": 727.16,
    "text": "Aristoteles berichtete im vierten Jahrhundert vor Christus, in seiner Schrift Meteorologiker über diese Beobachtungen."
  },
  {
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    "end": 735.96,
    "text": "Heutige Tierkreiszeichen stimmten vor ungefähr zwei tausend einhundert Jahren mit den gleichnamigen Sternbilder überein."
  },
  {
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    "end": 739.78,
    "text": "Durch die Präzession haben sie sich jedoch verschoben."
  },
  {
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    "end": 747.6,
    "text": "Die Ekliptik führt zudem teilweise durch den Schlangenträger, ein Sternbild das bereits in der Antike bekannt war."
  },
  {
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    "end": 750.96,
    "text": "Dennoch zählt es nicht zu den Tierkreiszeichen."
  },
  {
    "start": 752.82,
    "end": 758.9,
    "text": "Erathostinis beschrieb die Entstehung von vierundvierzig Sternbildern in seinen Katasterismen."
  },
  {
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    "end": 774.64,
    "text": "Einige Jahrhundertes später nannte Ptolemeus achtundvierzig Sternbilder – die meisten tragen Namen aus der griechischen Mythologie doch manche gehen auch auf alte Wetterregeln in der Egeis oder auf barbilonische Wurzeln zurück."
  },
  {
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    "end": 794.62,
    "text": "Die mathematische Astronomie des antiken Griechenlands gehört zu einer literarischen Tradition, die vor allem durch die Lehrgedichte Feinomena von Arathos von Soloi und das Poetikon-Astronomicon von Hyginus bis ins Mittelalter weitergegeben wurde."
  },
  {
    "start": 795.54,
    "end": 803.98,
    "text": "Der Ptolemeische Sternkatalog im Almagest, in dem die Sterne der Bilder aufgelistet sind war zuerst nur in der arabischen Welt bekannt."
  },
  {
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    "end": 814.32,
    "text": "Seit dem zwölften Jahrhundert fand er durch Übersetzungen aus dem griechischen und arabischen schließlich auch Verbreitung in der lateinischen Welt."
  },
  {
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    "end": 820.72,
    "text": "Viele bis heute verwendete Sternnahmen basieren auf Überlieferungen arabischer Gelehrter."
  },
  {
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    "end": 827.52,
    "text": "eigene neue Sternbilder schufen sie jedoch nicht, sondern übernahmen jene aus der Antike."
  },
  {
    "start": 828.52,
    "end": 842.86,
    "text": "Ältere preislamische Sternbildern gingen verloren und sind nur in wenigen bildhaften Überlieferungen festgehalten – als Sufi zeigte zum Beispiel die Kasiopeia gemeinsam mit dem Bedouinen-Sternbild Kamel."
  },
  {
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    "end": 853.02,
    "text": "Das heutige Sternbild Haar der Berenike war in der Antike nur als kleiner Sternhaufen bekannt und zählte damals zum Löwen."
  },
  {
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    "end": 861.7,
    "text": "Augustus führte einst einen sogenannten Thron des Zäser am Himmel ein, der aber später nicht mehr benutzt wurde."
  },
  {
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    "end": 870.94,
    "text": "Das alte Sternbild Antinos entstand, als der römische Kaiser Hadrian seinen im Niel umgekommenen Favoriten verehren wollte."
  },
  {
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    "end": 882.72,
    "text": "Der Überlieferung nach opferte sich Antinus, um Hadrians Leben zu verlängern und das Sternbild geht vermutlich auf eine barbilonische Vorlage zurück."
  },
  {
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    "end": 888.92,
    "text": "Zunächst galt es als Teil des Adlers – und war kein eigenes Sternbild!"
  },
  {
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    "end": 897.72,
    "text": "In der Neuzeit wurde Antinous kurzzeitig als eigenständiges Sternbild eingeführt ist aber heute nicht mehr in Gebrauch."
  },
  {
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    "end": 908.0,
    "text": "Da AntinUS in den Klauen des Adlas dargestellt wurde er gelegentlich mit Ghanimet gleichgesetzt, was sich gut in dessen Mythos einfügt."
  },
  {
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    "end": 917.8,
    "text": "Neuzeitliche Erweiterungen Weitere Sternbilder wurden in der Neuzei zuerst am Südhimmel eingeführt."
  },
  {
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    "text": "Dieser Teil des Himmels war den Europäern in der Antike unbekannt."
  },
  {
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    "end": 931.52,
    "text": "Johann Bayer übernahm in seiner Uranometria aus sixteenhundert drei einige Sternbilders von Petrus Plantius."
  },
  {
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    "end": 941.76,
    "text": "Plantius stützte sich dabei auf Beschreibungen niederländischer See-Navigatoren wie Peter Dirkszohn Kaiser und Frederikte Hautmann."
  },
  {
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    "text": "Er stellte sie als erster auf Himmelsgloben dar, oft wird dennoch Bayer als Einführer dieser Sternbilder genannt."
  },
  {
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    "text": "Allerdings übernahm er nur dreizehn Sternbildern von Plantius – und ließ dabei das Kreuz aus!"
  },
  {
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    "text": "Die heute bekannten Sternbilder Giraffe und Einhorn wurden erst sixteenhundertzwölf, ebenfalls von Plantius veröffentlicht."
  },
  {
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    "end": 981.08,
    "text": "Drei dieser neuen Sternbildern tauchten zusammen mit weiteren von Plantios die heute nicht mehr benutzt werden – zuerst im Werk von Jakob Bartsch aus sechzehnhundertvierundzwanzig auf!"
  },
  {
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    "end": 994.22,
    "text": "Einige davon übernahm später Johannes Hevelius für seinen Atlas firmamentum Sobiesianium, der sechzehnhundertsiebenundachtzig erschien und noch weitere Bilder festlegte."
  },
  {
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    "text": "Weil das Werk von Plantius damals nicht bekannt war werden Giraffe, Kreuz- und Einhorn manchmal Hevelios, Barch oder dem weniger bekannten Astronomen Augustin Reue zugeschrieben."
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    "end": 1016.06,
    "text": "Hevelius widmete seinen Sternatlas seinem König, Jan III Sobieski."
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    "text": "Er platzierte dessen Wappenschild als Sternbildschild an den Sommerhimmel."
  },
  {
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    "end": 1030.119,
    "text": "Das Frontispitz zeigt Hevelios mit dem neuen Sternbild vor der Muse Urania im Kreis berühmter Astronomen."
  },
  {
    "start": 1032.04,
    "end": 1044.74,
    "text": "Nikolas Louis de Lacai ergänzte um siebzehntundfünfzig nach einer Beobachtungsreise zum Kap der guten Hoffnung in Südafrika weitere Sternbilder des Südhimmels."
  },
  {
    "start": 1045.859,
    "end": 1051.6,
    "text": "Er schuf thematische Darstellungen, die den technischen Fortschritt symbolisieren sollten – z.B."
  },
  {
    "start": 1052.04,
    "end": 1054.4,
    "text": "den chemischen Ofen oder die Luftpumpe."
  },
  {
    "start": 1056.32,
    "end": 1065.82,
    "text": "Neben zwölf neuen Sternbildern geht auch die Aufteilung des Schiffes Argo in Segel des Schiffs Achterdeck und Kiel auf Lakel zurück."
  },
  {
    "start": 1066.7,
    "end": 1076.84,
    "text": "Das war nötig, weil die Niederländer dieses Sternbild vergrößert hatten und der Sternenkatalog in dieser Himmelsgegend sonst zu umfangreich geworden wäre."
  },
  {
    "start": 1077.76,
    "end": 1080.56,
    "text": "Das heißt es brauchte Zwischenüberschriften!"
  },
  {
    "start": 1081.54,
    "end": 1088.0,
    "text": "In diesem Gebiet führte Lacai außerdem ein weiteres nautisches Sternbild ein – den Kompass."
  },
  {
    "start": 1090.08,
    "end": 1091.62,
    "text": "Nicht mehr benutzte Sternbilder."
  },
  {
    "start": 1093.2,
    "end": 1101.52,
    "text": "Julius Schiller versuchte sixteenhundertsiebenundzwanzig, die heidnischen Sternbilder durch biblische Gestalten und Heilige zu ersetzen."
  },
  {
    "start": 1102.52,
    "end": 1110.66,
    "text": "Dafür gab er den christianisierten Sternatlas mit dem Titel Coelum stellatum cristianum heraus."
  },
  {
    "start": 1111.8,
    "end": 1117.8,
    "text": "Er stützte sich dabei auf die Katalogkoordinaten von Bayer und verbesserte sie zusammen mit diesem."
  },
  {
    "start": 1118.84,
    "end": 1121.24,
    "text": "Aus den Tierkreisbildern wurden zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 1123.48,
    "end": 1126.1,
    "text": "Schillers Vorhaben fand nur geringe Zustimmung."
  },
  {
    "start": 1127.06,
    "end": 1140.82,
    "text": "Seine Konstellation erschienen jedoch in zwei Tafeln des künstlerischen Werks Harmonia Macrocosmica von Andreas Celarius, dort ergänzten sie die traditionellen Sternbilder auf weiteren Tafelen."
  },
  {
    "start": 1141.92,
    "end": 1148.24,
    "text": "Bayer ließ allerdings das Kreuz und das Einhorn weg – die einzigen ursprünglich christlichen Sternbildern."
  },
  {
    "start": 1149.26,
    "end": 1153.96,
    "text": "Schiller bezog sich auf ihn und folgte damit seine Adaption von Plantius."
  },
  {
    "start": 1155.06,
    "end": 1161.02,
    "text": "Einen weniger radikalen Versuch, die Himmelsfiguren zu Christianisieren unternahm Jakob Bartsch."
  },
  {
    "start": 1161.98,
    "end": 1170.22,
    "text": "Er stellte sixteenhundertzwanzig in seinem Buch Usus Astronomicus biblische Bezüge zu den bekannten Sternbildern."
  },
  {
    "start": 1170.32,
    "end": 1170.48,
    "text": "her."
  },
  {
    "start": 1172.52,
    "end": 1176.84,
    "text": "Hevelius schuf mit dem Schild ein neues politisch motiviertes Sternbild."
  },
  {
    "start": 1177.82,
    "end": 1177.92,
    "text": "Auf."
  },
  {
    "start": 1178.1,
    "end": 1186.04,
    "text": "ihn folgten in den nächsten einhundertfünfzig Jahren viele Hofastronomen, die die Embleme ihrer Herrscher an den Himmel setzten."
  },
  {
    "start": 1186.94,
    "end": 1194.64,
    "text": "Bekannte Sternbilder dieser Art waren zum Beispiel das brandenburgisches Zepter und der königliche Stier von Poniatowski."
  },
  {
    "start": 1195.84,
    "end": 1202.74,
    "text": "Einige andere Vorschläge gelangten nie-engängige Sternkarten – und dienten vor allem der eigenen Karriere!"
  },
  {
    "start": 1203.84,
    "end": 1209.66,
    "text": "Das Sternbildschild ist das einzige dieser politischen Sternbilder, dass noch anerkannt wird."
  },
  {
    "start": 1211.22,
    "end": 1216.18,
    "text": "Seventeenhundertvierundfünfzig schlug John Hill weitere Sternbilders vor."
  },
  {
    "start": 1217.06,
    "end": 1222.16,
    "text": "Er tat dies vermutlich aus Spott über die vielen neu eingeführten Himmelsfiguren."
  },
  {
    "start": 1223.1,
    "end": 1230.56,
    "text": "Diese Sternbildern trugen Namen von vermeintlich niederen Lebewesen wie Kröte, Erdwurm oder Spinne."
  },
  {
    "start": 1231.5,
    "end": 1233.42,
    "text": "Niemand nahm diese Ideen ernst."
  },
  {
    "start": 1236.6,
    "end": 1241.22,
    "text": "Nach der Entdeckung des Uranus wollte Maximilian Held den Entdecker ehren."
  },
  {
    "start": 1243.42,
    "end": 1250.44,
    "text": "Er führte dafür gleich zwei neue Sternbilder ein, das Große und das kleine Teleskop Herrschilds."
  },
  {
    "start": 1251.58,
    "end": 1259.68,
    "text": "Auf den meisten Karten setzte sich allerdings nur das große Teleskop Herzschild durch, dass man zwischen den Zwillingen und dem Fuhrmann fand."
  },
  {
    "start": 1260.76,
    "end": 1263.26,
    "text": "Manche Sternbildern entstanden schlicht aus Spaß."
  },
  {
    "start": 1264.16,
    "end": 1265.18,
    "text": "Jérôme de la Lente."
  },
  {
    "start": 1265.28,
    "end": 1273.6,
    "text": "er fand, siebzehnhundertneunundneunzig das Sternbild Phyllis weil er Katzen mochte und damit zugleich Voltaire widersprechen wollte."
  },
  {
    "start": 1274.24,
    "end": 1275.46,
    "text": "Der Katzen ablehnte!"
  },
  {
    "start": 1277.6,
    "end": 1282.22,
    "text": "Seit der Erfindung des Teleskops entdeckten Forscher immer mehr Sterne und Nebel."
  },
  {
    "start": 1283.18,
    "end": 1292.28,
    "text": "Sie brauchten neue Sternbilder um den Überblick zu behalten Weil die antiken Figuren manche weniger auffälligen Himmelsbereiche einfach ausließen."
  },
  {
    "start": 1293.44,
    "end": 1302.18,
    "text": "Doch die Zahl der vorgeschlagenen Sternbilder wurde so groß, dass sich viele neue Ideen als unpraktisch erwiesen und wieder verschwanden."
  },
  {
    "start": 1304.36,
    "end": 1313.3,
    "text": "Ein erster Versuch, die Sternbildern zu vereinheitlichen, fand auf einem europäischen Astronomenkongress seventeenhundert achtundneunzig statt."
  },
  {
    "start": 1314.4,
    "end": 1320.2,
    "text": "Dabei verwarf man zahlreiche zuvor eingebrachte Vorschläge und stellte neue Ideien vor."
  },
  {
    "start": 1321.12,
    "end": 1330.32,
    "text": "In einem Sternatlas von Johann Elad Bode aus dem Jahr eighteenhundert eins tauchten trotzdem noch insgesamt neunundneunzig Sternbilder auf."
  },
  {
    "start": 1331.26,
    "end": 1338.16,
    "text": "Darunter waren zum Beispiel der Heißluftballon, die Buchdruckerwerkstatt, die nördliche Fliege oder die Katze."
  },
  {
    "start": 1340.1,
    "end": 1347.96,
    "text": "Auch nach der Festlegung der Sternbildern neunzehntundzwanzig gab es noch Ideen zu neuen Namen für Sterne und Sternbilders."
  },
  {
    "start": 1348.9,
    "end": 1360.24,
    "text": "Im Buch A Better Sky aus dem Jahr nineteenhundertvierundvierzig schlug Alan Patrick Herbert vor, viele Konstellationen und fast dreihundert Sterne umzubenennen."
  },
  {
    "start": 1361.06,
    "end": 1366.38,
    "text": "Seine Begründung lautete, die Menschen könnten sich zeitgemäße Namen leichter merken."
  },
  {
    "start": 1368.8,
    "end": 1374.12,
    "text": "So wollte er Orion in den Seemann verwandeln und die Sterne nach bekannten Seefahrern"
  },
  {
    "start": 1374.2,
    "end": 1374.6,
    "text": "benennen.\"."
  },
  {
    "start": 1375.7,
    "end": 1385.9,
    "text": "Ein anderes Sternbild namens Draco, sollte zu einer Figur namens die Tyrannen werden, deren Sterne die Namen berühmter Herrscher und Diktatoren tragen sollten."
  },
  {
    "start": 1386.98,
    "end": 1395.54,
    "text": "Otto Siegfried Reuter propagierte nineteenhundertvierunddreißig angeblich germanische Sternbilder, die sich aber nicht durchsetzten."
  },
  {
    "start": 1397.84,
    "end": 1410.36,
    "text": "«Ninzehnhundertzweiundzwanzig» stellte Henry Norris Russell eine Liste mit drei buchstabigen Abkürzungen für neunundachtzig Sternbilder zusammen."
  },
  {
    "start": 1411.14,
    "end": 1429.98,
    "text": "Darin tauchten sowohl das Schiff Argo als auch seine Teile auf, die Gründe für Russells Auswahl sind nicht überliefert – er orientierte sich vermutlich an Sternbildern, deren Sternnamen im Harvard Revised Catalog einem damaligen Standardwerk verzeichnet waren."
  },
  {
    "start": 1431.62,
    "end": 1450.42,
    "text": "Auf einer Versammlung der Internationalen Astronomischen Union in Rom stellte Russell seine Liste anderen Astronomen vor, sie nahmen sie positiv auf und nach und nach wurde sie immer geläufiger – zwei-und vierbuchstabige Alternativen konnten sich dagegen nicht durchsetzen."
  },
  {
    "start": 1451.46,
    "end": 1465.92,
    "text": "Bis heute werden die Sternbilder oft mit den drei Buchstaben abgekürzt, Zum Beispiel wird der Hauptstern im Sternbild Schwahn, Alpha-Zügni als Alpha Zück bezeichnet."
  },
  {
    "start": 1467.92,
    "end": 1479.36,
    "text": "Festlegung der Grenzen Bei der ersten Generalversammlung, nineteenhundertzweiundzwanzig legte man die Anzahl der Sternbilder auf acht und achzig fest."
  },
  {
    "start": 1480.46,
    "end": 1493.38,
    "text": "Bei der zweiten Versammlung neunzehnhundertfünfundzwantig in Cambridge beauftragte man den belgischen Astronom Eugène Del Porte die exakten Grenzen dieser Sternbilder festzulegen."
  },
  {
    "start": 1494.28,
    "end": 1499.38,
    "text": "Dadurch sollte jede Himmelskoordinate eindeutig einem Sternbild zugeordnet"
  },
  {
    "start": 1499.46,
    "end": 1499.74,
    "text": "werden.\"."
  },
  {
    "start": 1501.68,
    "end": 1510.38,
    "text": "Eugène Del Porte definierte die Grenzen anhand der Koordinatenkreise der Epoche vom ersten Januar, eighteenhundertfünfundsiebzig."
  },
  {
    "start": 1511.64,
    "end": 1519.24,
    "text": "Benachbarte Punkte dieser Linien lagen entweder auf gleicher Declination oder auf gleicha Rektas-Zension."
  },
  {
    "start": 1520.34,
    "end": 1524.64,
    "text": "Er konnte dabei auf die Vorarbeit von Benjamin Abthorpe Gull zurückgreifen."
  },
  {
    "start": 1525.48,
    "end": 1533.08,
    "text": "Dieser hatte die Sternbilder rund um den Himmels Südpol schon nach den Koordinaten von eighteenhundert fünfundsiebzig abgesteckt."
  },
  {
    "start": 1535.18,
    "end": 1545.76,
    "text": "Bei der dritten Generalversammlung, nineteenhundert achtundzwanzig in Leiden wurde alles von der internationalen Astronomischen Union genehmigt und endgültig festgelegt."
  },
  {
    "start": 1546.78,
    "end": 1557.02,
    "text": "Damit sich die Zuordnung von Objekten zu den Sternbildern nicht durch die Präzession ändert, müssen die Koordinaten der Grenzen für jede Epoche berechnet werden."
  },
  {
    "start": 1558.06,
    "end": 1566.04,
    "text": "Die Grenzlinien verlaufen heute nicht mehr genau auf den Koordinatengreisen so dass man die Punkte zwischen den Ecken interpolieren muss."
  },
  {
    "start": 1567.72,
    "end": 1569.88,
    "text": "Asterismen und Sternbilder anderer Kulturen."
  },
  {
    "start": 1571.34,
    "end": 1577.1,
    "text": "Ein Asterismus ist ein beobachtetes Muster oder eine Gruppe von Sternen am Himmel."
  },
  {
    "start": 1578.2,
    "end": 1582.42,
    "text": "Der bekannteste Asterismus der westlichen Welt ist der große Wagen."
  },
  {
    "start": 1583.3,
    "end": 1590.94,
    "text": "Seine Sterne sind Teil des großen Bären, in einigen westlichen Kulturen wird er Big Dipper genannt."
  },
  {
    "start": 1591.82,
    "end": 1597.18,
    "text": "Auch das Sommerdreieck und das Wintersex-Eck zählen zu den bekannten Asterismen."
  },
  {
    "start": 1598.34,
    "end": 1607.62,
    "text": "ist seit unzähligen Generationen weltweit bekannt und wird nahezu überall als eigene Gruppe betrachtet."
  },
  {
    "start": 1608.52,
    "end": 1619.58,
    "text": "Asterismen können mit der Zeit zu Sternbildern werden wie beim Haar der Berenike, die alten Ägypter legten weniger Wert auf Sternbilder."
  },
  {
    "start": 1620.52,
    "end": 1626.5,
    "text": "nur wenige sind überliefert und sie stimmen nicht mit den modernen westlichen Darstellungen überein."
  },
  {
    "start": 1627.58,
    "end": 1634.18,
    "text": "in China folgte man einer anderen Tradition, bei der die Sternkonstellationen kleiner sind."
  },
  {
    "start": 1635.04,
    "end": 1642.4,
    "text": "Alleine die Ägyptik wird in achtundzwanzig Abschnitte eingeteilt, was dem täglichen Lauf des Mondes entspricht."
  },
  {
    "start": 1644.24,
    "end": 1652.14,
    "text": "Ähnliche Einteilungen finden sich in Indien und im islamischen Raum jedoch ohne figureliche Darstellung wie bei den Sternbildern."
  },
  {
    "start": 1653.14,
    "end": 1660.54,
    "text": "In chinesischen Sternkarten verbindet man die Sterne ebenfalls nur durch Linien ähnlich wie in moderneren westlichen Karten."
  },
  {
    "start": 1661.4,
    "end": 1664.14,
    "text": "Zudem gab es dort auch Karten zur Seenavigation."
  },
  {
    "start": 1666.04,
    "end": 1678.7,
    "text": "Bei den Azteken hatte das Sternbild des Feuerbohrers eine große Bedeutung, alle zweiundfünfzig Jahre fand damit eine Erneuerungszeremonie statt, deren genaue Sterne bis heute umstritten sind."
  },
  {
    "start": 1679.44,
    "end": 1685.56,
    "text": "Nur wenige aztekische Sternbilder sind überliefert und nur wenige davon lassen sich am Himmel sicher"
  },
  {
    "start": 1685.66,
    "end": 1686.3,
    "text": "zuordnen.\"."
  },
  {
    "start": 1687.94,
    "end": 1697.42,
    "text": "Auch die vorislamischen Bedouinen-Sternbilder Arabiens sind meist nur bruchstückhaft bekannt und lassen sich nur in Ausnahmefällen am Himmel bestimmen."
  },
  {
    "start": 1699.12,
    "end": 1711.86,
    "text": "Schriftlose Kulturen Die australischen Aborigines, und die Zahn im südlichen Afrika kennen neben den Sternfiguren, die aus leuchtenden Sternen gebildet werden noch andere Bilder."
  },
  {
    "start": 1713.02,
    "end": 1718.68,
    "text": "Sie deuten die dunklen Staubwolken vor dem hellen Band der Milchstraße auf verschiedene Weise."
  },
  {
    "start": 1719.82,
    "end": 1724.94,
    "text": "Die Aborigines sehen darin einen Emu, die Sunn erkennen darin ein Strauß."
  },
  {
    "start": 1727.14,
    "end": 1733.34,
    "text": "Der Kohlensack wird als Kopf angesehen, während die Staubbänder im Sternbild Schütze als Körper dienen."
  },
  {
    "start": 1734.2,
    "end": 1742.02,
    "text": "Diese Dunkelbilder zählen zu den größten Sternfiguren am Himmel – die Aboriginis kennen außerdem noch weitere Dunkelsternbilder!"
  },
  {
    "start": 1743.92,
    "end": 1748.38,
    "text": "Die Völker des Pazifiks haben nur wenige Sterne und Konstellationen benannt."
  },
  {
    "start": 1749.36,
    "end": 1756.42,
    "text": "Zu ihnen gehören die Pleiaden, deren Sichtbarkeit am östlichen Abendhimmel den Beginn des Jahres markiert."
  },
  {
    "start": 1757.4,
    "end": 1764.06,
    "text": "Darüber hinaus wurden vor allem Alltagsgegenstände und Meerestiere als Sternbilder verewigt."
  },
  {
    "start": 1765.02,
    "end": 1770.74,
    "text": "Einige ihrer Sternbilders stimmen mit Westlichen überein doch die meisten haben andere Grenzen."
  },
  {
    "start": 1772.76,
    "end": 1779.14,
    "text": "Die Bewohner der Insel Manus nördlich von Papua Neuginea kennen bis heute verschiedene Sternbilder."
  },
  {
    "start": 1780.16,
    "end": 1790.7,
    "text": "Die Gürtelsterne des Orion stehen für Kanuinsassen, die südliche Krone gilt als Netz und das Sternbild Eridanus wird als Fischnetz gesehen."
  },
  {
    "start": 1791.74,
    "end": 1799.14,
    "text": "Ein besonders großes Sternbild ist der Vogel, der aus den Sternen Sirius, Canopus und Prochion besteht."
  },
  {
    "start": 1801.2,
    "end": 1807.6,
    "text": "Zu den Meeres Tieren zählt die Krabbe und als Fische gelten unter anderem der Hai- und der Stachelrochen."
  },
  {
    "start": 1808.72,
    "end": 1814.3,
    "text": "Weitere Fischsternbilder erkennen sie zum Beispiel im Delfin oder in Sternen des Zirkels."
  },
  {
    "start": 1815.4,
    "end": 1823.62,
    "text": "Diese Sternbilder sind nicht mit großen Sagen verbunden, sondern mit kurzen Geschichten die sich in wenigen Worten erzählen lassen."
  },
  {
    "start": 1825.3,
    "end": 1827.62,
    "text": "Vor allem die Fische spielen eine wichtige Rolle."
  },
  {
    "start": 1828.36,
    "end": 1832.32,
    "text": "In der Hauptfangssaison erscheint kein einziges Fischsternbild am Himmel."
  },
  {
    "start": 1833.12,
    "end": 1837.16,
    "text": "Sie zeigen sich nur in Zeiten, in denen es sich nicht lohnt zu fischen."
  },
  {
    "start": 1838.0,
    "end": 1841.78,
    "text": "Dadurch symbolisieren die Fischsterne die Abwesenheit der Fische im Meer."
  },
  {
    "start": 1842.54,
    "end": 1847.16,
    "text": "Auch der Beginn des Monsoons wird mit dem gerade aufgehenden Vogel-Sternbild verknüpft."
  },
  {
    "start": 1848.18,
    "end": 1859.14,
    "text": "Anders als in vielen anderen Kulturen nutzen die Manus ihre Sternbilder nicht zur Navigation – sie sagen, dass jeder Stern geeignet ist, weil alle gleichziehen!"
  }
]