[
  {
    "start": 1.1,
    "end": 7.359,
    "text": "Etwa zwanzig Prozent der Ärztinnen und Ärzte haben problematischen Alkoholkonsum."
  },
  {
    "start": 8.54,
    "end": 11.54,
    "text": "Der Ärzte haben erhöhtes Risiko für Suizide."
  },
  {
    "start": 12.72,
    "end": 14.18,
    "text": "Der AMBOS Podcast."
  },
  {
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    "end": 16.799,
    "text": "Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis."
  },
  {
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    "end": 24.56,
    "text": "Von AMBOS, der Wissensplattform, die jede vierte Ärztin, jeder vierte Arzt für klinische Entscheidungen und sofort und Weiterbildung nutzt."
  },
  {
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    "end": 30.04,
    "text": "Heute mit einer Folge zum Thema Substanzabhängigkeit bei ärztlichen Personal."
  },
  {
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    "end": 34.4,
    "text": "Am Mikrofon ist für euch Philipp Winghardt, Arzt aus der Amboss-Redaktion."
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    "end": 55.12,
    "text": "Was tun, wenn der Neue in der Praxis in regelmäßigen Abständen mit einer Alkoholfahne zur Arbeit kommt oder eine langjährige Kollegin plötzlich irgendwie seltsam überdreht und mit weiten Pupillen amopetisch steht oder man vielleicht auch bei sich selbst bemerkt, dass es ohne Benzos irgendwie nicht mehr so richtig geht?"
  },
  {
    "start": 56.26,
    "end": 61.339,
    "text": "Suchtkrankheiten können Ärztinnen und Ärzte genauso erwischen wie alle anderen Menschen auch."
  },
  {
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    "end": 70.179,
    "text": "Wie man dann am besten reagiert, wo man Hilfe bekommt und wann man sich mit einem Verdacht an die Landesärztekammer wenden sollte, das besprechen wir heute."
  },
  {
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    "end": 71.5,
    "text": "Und zwar mit Dr."
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  {
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    "text": "Matthias Luderer."
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  {
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    "end": 76.3,
    "text": "Er leitet den Bereich Suchtmedizin an der Uniklinik Frankfurt."
  },
  {
    "start": 76.56,
    "end": 84.2,
    "text": "Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und er ist Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen."
  },
  {
    "start": 84.6,
    "end": 88.32,
    "text": "In dieser Funktion ist er auch für Suchtkranke, Kolleginnen und Kollegen zuständig."
  },
  {
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    "text": "Matthias, herzlich willkommen."
  },
  {
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    "end": 92.84,
    "text": "Vielen Dank, dass du heute zu Gast im Amboss Podcast bist."
  },
  {
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    "text": "Ja, hallo Philipp, freut mich auch sehr."
  },
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    "end": 96.92,
    "text": "Wir haben es gerade schon gehört."
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  {
    "start": 97.1,
    "end": 101.24,
    "text": "Du bist unter anderem Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen."
  },
  {
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    "end": 102.66,
    "text": "Was ist das für ein Job?"
  },
  {
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    "end": 113.1,
    "text": "Ja, als Drogen- und Suchtbeauftragter bei der Landesärztekammer in Hessen arbeite ich vor allem mit Kolleginnen und Kollegen, die selbst ein Problem haben."
  },
  {
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    "end": 118.48,
    "text": "verschiedenen Substanzen beispielsweise, Alkohol oder Medikamente."
  },
  {
    "start": 119.039,
    "end": 133.22,
    "text": "Und die werden uns auf unterschiedliche Arten gemeldet und dann müssen wir gucken, dass wir den Kolleginnen und Kollegen helfen, dass die gesünder leben können und damit dann auch die Patienten besser behandeln können und langfristiger auch behandeln können."
  },
  {
    "start": 133.56,
    "end": 137.68,
    "text": "Okay, also es heißt, die kommen gar nicht immer selbst zu dir, sondern die werden auch manchmal gemeldet."
  },
  {
    "start": 138.44,
    "end": 143.58,
    "text": "Genau, also manche melden sich selbst, manche werden gemeldet von verschiedenen Stellen."
  },
  {
    "start": 144.06,
    "end": 147.8,
    "text": "Teilweise sind es angehörige Kollegen, die sich Sorgen machen, Vorgesetzte."
  },
  {
    "start": 148.34,
    "end": 153.8,
    "text": "Dann gibt es auch Patienten, die sich melden und sagen, ich glaube, mein Arzt hat ein Problem mit."
  },
  {
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    "end": 156.12,
    "text": "Alkohol, der riecht immer so nach Alkohol."
  },
  {
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    "end": 174.7,
    "text": "Und manchmal ist es auch die Staatsanwaltschaft oder die Polizei, wenn jemand in einem Kammerberuf arbeitet und dann zum Beispiel alkoholisiert auffällig Auto fährt, wenn der Polizei rausgezogen wird, dann ist die Polizei eigentlich dazu angehalten, diese Kolleginnen und Kollegen uns zu melden."
  },
  {
    "start": 174.9,
    "end": 180.52,
    "text": "Weil man dann sagt, es könnte sein, dass da vielleicht auch das Patienten wohl gefährdet ist."
  },
  {
    "start": 180.56,
    "end": 182.54,
    "text": "Das ist jetzt nicht nur eine einmalige Sache vielleicht."
  },
  {
    "start": 182.98,
    "end": 186.3,
    "text": "oder vielleicht doch, aber das liegt dann an uns, das rauszufinden."
  },
  {
    "start": 186.78,
    "end": 193.16,
    "text": "Da geben wir nachher noch mal konkret drauf ein, auch, dass man vielleicht lernt, wie man das macht oder was es da für Red Flex gibt."
  },
  {
    "start": 193.56,
    "end": 195.48,
    "text": "Aber lass uns zunächst mal auf die Zahlen schauen."
  },
  {
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    "end": 196.92,
    "text": "Wie häufig ist das denn überhaupt?"
  },
  {
    "start": 197.0,
    "end": 199.08,
    "text": "Suchterkrankungen bei Ärztinnen und Ärzten?"
  },
  {
    "start": 200.0,
    "end": 203.2,
    "text": "Ja, das Problem ist, wir haben gar nicht so gute Zahlen."
  },
  {
    "start": 203.28,
    "end": 208.54,
    "text": "Wir wissen, dass Ärztinnen und Ärzte ein paar Risikofaktoren haben für Substanzkonsum."
  },
  {
    "start": 209.2,
    "end": 211.5,
    "text": "Andererseits auch ein paar protektive Faktoren."
  },
  {
    "start": 212.14,
    "end": 215.3,
    "text": "Etwa zwanzig Prozent der Ärztinnen und Ärzte."
  },
  {
    "start": 215.32,
    "end": 218.42,
    "text": "... haben problematischen Alkoholkonsum."
  },
  {
    "start": 218.66,
    "end": 219.1,
    "text": "Zwanzig."
  },
  {
    "start": 219.44,
    "end": 220.34,
    "text": "Zwanzig Prozent."
  },
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    "start": 220.54,
    "end": 235.44,
    "text": "Das heißt noch nicht eine Abhängigkeit, ... ... aber ein problematischen Konsum, ... ... wo sie vielleicht dann auch Emotionen regulieren, ... ... die im Privatleben oder im Job aufkommen ... ... und eben auch einen erhöhten Alkoholkonsum, ... ... wo dann das Risiko für Folgeerkrankungen ... ... dann auch eben höher ist."
  },
  {
    "start": 236.02,
    "end": 237.48,
    "text": "Bei Männern sind es sogar siebenundzwanzig"
  },
  {
    "start": 237.52,
    "end": 237.98,
    "text": "Prozent."
  },
  {
    "start": 238.3,
    "end": 240.7,
    "text": "Wie sind da die Zahlen in der Allgemeinbevölkerung?"
  },
  {
    "start": 241.34,
    "end": 242.06,
    "text": "Da ist es ähnlich."
  },
  {
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    "end": 246.12,
    "text": "Da sind es neunzehnt Prozent der Erwachsenen, die den problematischen Konsum haben."
  },
  {
    "start": 246.359,
    "end": 249.02,
    "text": "Bei den Männern sind es sechsundzwanzig, sechs Prozent."
  },
  {
    "start": 249.359,
    "end": 250.8,
    "text": "Also sind vergleichbare Zahlen."
  },
  {
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    "end": 253.54,
    "text": "Aber da geht es um den problematischen Konsum."
  },
  {
    "start": 253.62,
    "end": 258.88,
    "text": "Du hast gesagt, zur Abhängigkeit haben wir gar nicht so gute Zahlen, wie da die Abhängigkeitsraten sind."
  },
  {
    "start": 259.46,
    "end": 261.8,
    "text": "Wie kommt das denn, dass wir da so wenig darüber wissen?"
  },
  {
    "start": 262.44,
    "end": 267.02,
    "text": "Ja, also das eine ist ja, was eine Abhängigkeit ist und das andere, was problematischer Konsum ist."
  },
  {
    "start": 267.06,
    "end": 270.38,
    "text": "und der problematische Konsum kann natürlich dann zu einer Abhängigkeit führen."
  },
  {
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    "end": 278.38,
    "text": "Und ich denke, das Problem beim problematischen Konsum ist, dass man eigentlich immer denkt, so, mich trifft es nicht."
  },
  {
    "start": 279.24,
    "end": 281.2,
    "text": "Ich werde davon nicht betroffen sein."
  },
  {
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    "end": 284.14,
    "text": "Das Problem liegt sozusagen auf der anderen Seite."
  },
  {
    "start": 284.48,
    "end": 286.16,
    "text": "Das Schreibtisch der Untersuchungsliege."
  },
  {
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    "end": 288.9,
    "text": "Ich als Arzt bin erst mal gesund."
  },
  {
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    "end": 292.76,
    "text": "Und das ist genau das Gleiche, was alle Menschen denken."
  },
  {
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    "end": 296.52,
    "text": "Ich entwickle keine Abhängigkeit von Alkohol, von Drogen, von Medikamenten."
  },
  {
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    "text": "Ich kann damit umgehen."
  },
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    "text": "Ich probiere hier bloß."
  },
  {
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    "end": 306.04,
    "text": "Dann gibt es eben Leute, die probieren dann ein paar Mal und landen dann eben im problematischen und abhängigen Konsummuster."
  },
  {
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    "end": 308.98,
    "text": "Und warum wir es nicht wissen, das war ja so deine Frage."
  },
  {
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    "text": "Warum wissen wir gar nicht so, was eigentlich los ist mit den Ärzten?"
  },
  {
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    "end": 317.84,
    "text": "Ich glaube, das hat damit zu tun, dass Suchtmittel, Konsum und Suchterkrankungen stigmatisiert sind."
  },
  {
    "start": 319.24,
    "end": 324.2,
    "text": "Da wollen wir vielleicht auch oder wollten wir eine ganze Zeit dann gar nicht so genau hinkucken."
  },
  {
    "start": 324.82,
    "end": 336.38,
    "text": "Und da ist ja immer so das Risiko, wenn man geschmutzt dann so diesen weißen Kittel sozusagen, wenn man widert dann über eine Erkrankung, die nicht angesehen ist und damit."
  },
  {
    "start": 337.04,
    "end": 351.38,
    "text": "lenkt man vielleicht mediales Interesse dann auch noch auf einen Bereich und dann untergräbt man das Vertrauen der Patienten, wenn es plötzlich heißt, weil sie nicht vier Prozent, fünf Prozent der Ärzte haben eine Alkoholabhängigkeit, wobei das ja in der allgemeinen Bevölkerung genauso ist."
  },
  {
    "start": 351.8,
    "end": 353.04,
    "text": "Also warum sollten wir da besser sein?"
  },
  {
    "start": 353.48,
    "end": 359.06,
    "text": "Na ja, man hätte jetzt schon denken können, protektive Faktoren, man ist besser informiert, vielleicht dadurch auch besser geschützt?"
  },
  {
    "start": 360.08,
    "end": 362.66,
    "text": "Auf alle Fälle, das ist ein protektiver Faktor auch."
  },
  {
    "start": 363.0,
    "end": 367.26,
    "text": "Die finanzielle Sicherheit, die mit dem Arztberuf meistens einhergeht, ist ein produktiver Faktor."
  },
  {
    "start": 367.74,
    "end": 369.06,
    "text": "Wir verdienen eigentlich alle ganz gut."
  },
  {
    "start": 369.5,
    "end": 375.84,
    "text": "Auf der anderen Seite ist es so, dass wir, das kommt ja auch schon so durch die Auswahl mit hohen Nummeres, Klausus und so."
  },
  {
    "start": 376.3,
    "end": 388.84,
    "text": "Das ist ja so eine Selektion von Leuten, die sehr ehrgeizig und diszipliniert sind und gleichzeitig aber auch vielleicht ein bisschen perfektionistisch und perfektionistisch."
  },
  {
    "start": 389.2,
    "end": 398.8,
    "text": "zu sein als Arzt mit diesem Krankenhaussystem, Krankenversicherungssystem ist schwierig, weil wir immer wieder scheitern, weil wir können nicht allen Patienten helfen."
  },
  {
    "start": 398.86,
    "end": 408.7,
    "text": "Dann gibt es immer wieder Probleme in der Patientenbehandlung, Konflikte mit Vorgesetzten und das sind dann wieder so schädliche Faktoren, schädliche Einflussfaktoren."
  },
  {
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    "text": "Inwiefern spielen die schweren Schicksale, mit denen man konfrontiert ist, eine Rolle?"
  },
  {
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    "text": "Viele haben sich dran gewöhnt, aber nichtsdestoweniger sind es ja schwere Schicksale, die man da Tag für Tag miterlebt."
  },
  {
    "start": 421.9,
    "end": 424.8,
    "text": "Das ist mit Sicherheit ein ganz großer Risikofaktor."
  },
  {
    "start": 425.9,
    "end": 432.08,
    "text": "Wir haben viel Verantwortung in unserem Beruf und auf der anderen Seite auch immer mit sehr viel menschlichen Leid zu tun."
  },
  {
    "start": 432.66,
    "end": 438.28,
    "text": "Und das muss man auch im ... im Rahmen der Ausbildung des Studiums und der Weiterbildung danach immer wieder lernen."
  },
  {
    "start": 438.62,
    "end": 443.26,
    "text": "Und trotzdem ist es so, dass uns einzelne Schicksale dann noch verfolgen."
  },
  {
    "start": 443.82,
    "end": 458.38,
    "text": "Und allein, wenn ich mit meinen Freunden aus dem Studium auch darüber spreche, was denen alles passiert ist, was im gynäkologischen OP, wenn Mutter und Kind irgendwie gestorben sind, unter den Händen weggestorben und und und."
  },
  {
    "start": 458.48,
    "end": 469.1,
    "text": "Ich glaube, es ist jeder Berufsgruppe auf jeder Fachrichtung, gibt es da ganz Schlimme Schicksale, die man schon erlebt hat, die man da berichten kann und das kann einem einfach auch nachgehen."
  },
  {
    "start": 469.18,
    "end": 480.34,
    "text": "und das Polytrauma, das vielleicht auch noch in einem ähnlichen Alter ist, das in einem ähnlichen Club war, in dem ich gestern war und auf einmal kommt das Polytrauma in die ZNA und das könnte jemand wie ich sein."
  },
  {
    "start": 480.84,
    "end": 482.66,
    "text": "Das geht einem nach, das beschäftigt einen."
  },
  {
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    "end": 485.68,
    "text": "Man hat vielleicht Fehler gemacht und dann macht man sich Vorwürfe."
  },
  {
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    "end": 508.56,
    "text": "Und dieses Phänomen, das traumatisches Erlebnis von einer anderen Person bei den Helfenden auch zu einer Traumatisierung führen kann, dieses Second Victim Phänomen, das finde ich auch ganz wichtig, damit zu berücksichtigen, weil oft fällt dieses Nachbesprechen und dieses Aufeinanderaufpassen im Team nach solchen schweren Vorfällen, das kommt zu kurz, das fällt hinten runter."
  },
  {
    "start": 509.28,
    "end": 513.98,
    "text": "Und oft nehmen wir selbst uns auch nicht die Zeit, sondern machen weiter, weil es gibt weitere Patienten, die müssen versorgt werden."
  },
  {
    "start": 514.04,
    "end": 516.04,
    "text": "Und hier ist noch ein anderer Notfall und da auch."
  },
  {
    "start": 516.12,
    "end": 519.3,
    "text": "Und dann denkt man nicht darüber nach und dann will ich nach Hause und nur schlafen, aber es geht nicht."
  },
  {
    "start": 520.66,
    "end": 525.28,
    "text": "Und das kann dann auch der Einstieg in so problematischen Substanzkonstruen sein."
  },
  {
    "start": 525.56,
    "end": 536.62,
    "text": "Und da müssen wir auch eben verbesserte Strukturen schaffen, dass wir solche Dinge erstens nachbesprechen können auf eine gute Art und zweitens auf frühzeitig Leuten Hilfe anbieten."
  },
  {
    "start": 537.42,
    "end": 542.8,
    "text": "Egal, ob wir persönlich jetzt die Betroffenheit und die Probleme mit diesem Fall nachvollziehen können."
  },
  {
    "start": 543.38,
    "end": 545.42,
    "text": "Jetzt hast du gesagt, das kann auch traumatisieren."
  },
  {
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    "end": 551.86,
    "text": "Ich habe damals noch gelernt, ein Trauma, das wird ausgelöst durch ein Ereignis von katastrophalem Ausmaß."
  },
  {
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    "end": 559.22,
    "text": "Ich frage mich jetzt manchmal so ein bisschen der Trauma Begriff, ist der überhaupt noch so eng gefasst, wie das früher der Fall war?"
  },
  {
    "start": 560.42,
    "end": 590.22,
    "text": "Ja, der ist schon noch ähnlich eng gefasst, aber... Also wenn man jetzt über die Eingangskriterien der posttraumatischen Belastungsstörung spricht, dann kann es sein, dass auch wiederholte Traumatisierungen, die da nicht so schlimm sind, aber vor allem die Häufigkeit der Traumatisierung dann zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen kann und außerdem Zeuge zu werden, wie jemand stirbt oder erzählt zu bekommen, wie weiß ich nicht, jemand schwerst mishandelt wird oder vergewaltigt wird."
  },
  {
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    "end": 594.66,
    "text": "Das kann traumatisieren, je nach eigene Verfassung, eigenen Erlebnissen auch."
  },
  {
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    "end": 600.18,
    "text": "Und da muss man ja auch gar nicht immer nur an posttraumatische Belastungsstörungen denken."
  },
  {
    "start": 600.24,
    "end": 606.58,
    "text": "Das kann ja auch einfach ein... mitnehmen, ohne dass es richtig so als psychiatrische Erkrankung zu fassen ist."
  },
  {
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    "end": 617.92,
    "text": "Und trotzdem ist man belastet und dann kann es eben sein, dass diese Belastung vielleicht auch die Schlafstürungen, die dann erst mal kommen, damit man da dann anfängt, Medikamente zu nehmen, die abhängig machen können oder mehr Alkohol trinken."
  },
  {
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    "end": 628.7,
    "text": "Jetzt haben wir vor allem über Alkohol gesprochen, aber natürlich gibt es einfach auch durch den Zugang zu Medikamenten, natürlich wahrscheinlich auch in anderen Substanzklassen einfach durch die Zugänglichkeiten höheres Risiko."
  },
  {
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    "text": "Absolut."
  },
  {
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    "end": 637.2,
    "text": "Mit dem Arztausweis kommt man irrsinnig leicht an die häufigsten Medikamente ran, die abhängig machen."
  },
  {
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    "end": 653.68,
    "text": "Wenn zu dir zu viele Z-Substanzen, da kommt man irrsinnig leicht ran, wenn man überhaupt ein Arztausweis nehmen muss und nicht irgendwie sich aus dem Praxisbedarf bedient oder aus dem, was auf Station irgendwie oder in der Notaufnahme gerade vorräthig ist, weil man gerade schlecht schlafen kann, sich was mit."
  },
  {
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    "end": 655.44,
    "text": "Das ist einfach super leicht."
  },
  {
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    "end": 663.62,
    "text": "Ein ähnliches Risiko, nicht ganz so groß, ein ähnliches Risiko haben dann auch so Mitarbeitende aus dem Wettungsdienst zum Beispiel, die auch leicht an Substanzen rankommen."
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  {
    "start": 664.66,
    "end": 670.22,
    "text": "Und dann ist es auch so, wenn wir unseren Patienten immer wieder solche Medikamente, die abhängig machen, verschreiben."
  },
  {
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    "end": 675.48,
    "text": "dann fällt ja auch so ein bisschen die Angst und die Distanz zu diesen Medikamenten."
  },
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    "start": 676.06,
    "end": 680.66,
    "text": "Die wird dann weniger und dann steigt damit das Risiko, dass man selber auch mal ausprobieren könnte."
  },
  {
    "start": 680.72,
    "end": 687.28,
    "text": "Und also, wenn ich mich so umhöre, viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben irgendwann im Leben schon mal, wenn zu dir zu Dine genommen."
  },
  {
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    "end": 701.3,
    "text": "Ja, und gerade die Z-Substanzen, das kennt man, finde ich schon auch von Kolleginnen und Kollegen, gerade so zu Beginn der Nachtdienstwoche, wenn man noch nicht den Schlafrhythmus umgestellt hat, dass dann irgendwie in der ersten Nacht schon auch mal irgendwie dann zur Peclon eingenommen wird, weil man ja schlafen muss."
  },
  {
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    "text": "Man braucht ja den Schlaf, um in der Nacht wieder fit zu sein."
  },
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    "text": "Ja, genau."
  },
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    "end": 715.08,
    "text": "Das ist im Prinzip ja auch so eine andere Art von Raindoping sozusagen, um noch effektiver bei der Arbeit sein zu können, wenn man dann den Schlaf reguliert."
  },
  {
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    "text": "Ist das mit Alkohol wahrscheinlich dann auch so?"
  },
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    "text": "als Einschlaffilfer."
  },
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    "text": "Genau, das ist ein wichtiger Faktor."
  },
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    "end": 726.04,
    "text": "Aber dazu kommt, und das dürfen wir nicht vergessen, wir Ärzte und Ärztinnen auch, wir sind ja Menschen."
  },
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    "end": 731.98,
    "text": "Also... Da darf man wirklich nicht vergessen, wir sind Menschen und wir haben auch private Probleme."
  },
  {
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    "text": "Viele von uns haben genauso wie die Allgemeinbevölkerung auch vor dem Studium schon psychische Erkrankungen gehabt oder während des Studiums psychische Erkrankungen entwickelt."
  },
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    "end": 748.42,
    "text": "Dann haben wir private Probleme, wir haben Beziehungsprobleme, wir haben Konflikte mit Vorgesetzten, mit Kollegen und Kollegen."
  },
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    "end": 750.12,
    "text": "Das betrifft uns ja genauso."
  },
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    "end": 759.02,
    "text": "Und diese privaten Probleme, da kann man eben auch dazu neigen, die dann eben mit Substanzen so zu zu behandeln oder erträglicher zu machen."
  },
  {
    "start": 759.62,
    "end": 764.48,
    "text": "Weiß man denn, welche Substanzen vorwiegend konsumiert werden von ärztlichen Personal?"
  },
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    "end": 765.38,
    "text": "Ist das untersucht?"
  },
  {
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    "end": 767.84,
    "text": "Nicht so richtig gut untersucht."
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  {
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    "end": 786.46,
    "text": "Das, was wir sehen, unserer Arbeit als Drogensuchtbeauftragte bei der Landesärzte Kammer Hessen sind vorwiegend... die zwei Substanzen, über die wir gerade gesprochen haben, Alkohol und Medikamente im weitesten Sinne vorwiegend, wenn zu dir zu viele Z-Substanzen, aber auch Opioide."
  },
  {
    "start": 787.06,
    "end": 788.06,
    "text": "Das ist so das häufigste."
  },
  {
    "start": 788.12,
    "end": 796.38,
    "text": "Und dann gibt es natürlich... unter Ärztinnen und Ärzten genauso Leute, die auch andere Substanzen ausprobieren und damit auch vielleicht Probleme entwickeln können."
  },
  {
    "start": 796.44,
    "end": 802.68,
    "text": "Bis hatten wir jetzt weniger, aber wird natürlich auch konsumiert, aber auch Stimulanz in Kokain am Phytermine."
  },
  {
    "start": 803.22,
    "end": 813.6,
    "text": "Und immer wieder, das ist vielleicht eine Spezialität von Ärzten, auch Propofol oder so richtig harte Optioide wie Fentanyl, Sufentanyl oder sowas."
  },
  {
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    "end": 816.24,
    "text": "Da haben die Ärzte einen besseren Zugang zu."
  },
  {
    "start": 816.68,
    "end": 818.72,
    "text": "Kann man das dann auch nach Fachrichtungen aufgliedern?"
  },
  {
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    "end": 822.8,
    "text": "Also da hätten jetzt, würde ich sagen, vor allem Anästhesistinnen und Anästhesisten Zugang."
  },
  {
    "start": 822.84,
    "end": 827.72,
    "text": "Die haben ja wahrscheinlich auch guten Zugang als beide Schmerzvisite irgendwie zu BTM-Schrank."
  },
  {
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    "end": 829.18,
    "text": "Sind die besonders gefährdet?"
  },
  {
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    "text": "Oder kann man sagen, diese Fachrichtung nimmt jenes, die andere eine andere Substanz?"
  },
  {
    "start": 833.9,
    "end": 840.72,
    "text": "Das kann man nicht so ganz sagen, weil wir wissen ja noch gar nicht so... genau was für Substanzen überhaupt am weitesten verbreitet sind."
  },
  {
    "start": 840.76,
    "end": 842.96,
    "text": "Das war eher so aus der Praxis rausgesprochen."
  },
  {
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    "end": 870.78,
    "text": "Bei den Fachrichtungen, die am ehesten betroffen sind von Problemen mit Substanzen, da gibt es so Hinweise darauf, dass es die Chirurischen Fächer sind, die Anästhesiologie und die Psychiatrie oder Psychosomatik sind so die drei, wo es für Hinweise gibt, dass da vielleicht ein höheres Risiko bestehen könnte, wobei die Daten insgesamt nicht so gut sind, dass man sagen kann, wenn du Kardiologe wirst oder Kardiologin, dann wirst du keinen Substanzproblem entwickeln."
  },
  {
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    "end": 872.2,
    "text": "Die Sicherheit gibt es nicht."
  },
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    "end": 876.18,
    "text": "Da haben wir auch einfach nicht die Daten, um das so unterscheiden zu können."
  },
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    "end": 878.16,
    "text": "Aber was sind das dann für Daten?"
  },
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    "text": "Sind das Frageböden?"
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    "text": "Oder ja, okay."
  },
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    "text": "Und dann anonymisiert."
  },
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    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 884.42,
    "end": 887.92,
    "text": "Und die Rücklaufquote ist relativ gering gewesen immer."
  },
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    "text": "Die Teilnahmequote war relativ gering."
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    "end": 896.92,
    "text": "Also da ist es nie gelungen irgendwie, achtzig Prozent der Kolleginnen und Kollegen irgendwie zu untersuchen."
  },
  {
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    "end": 900.7,
    "text": "Und das macht natürlich die ganze Ausdeigekraft so ein bisschen schwierig."
  },
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    "end": 917.06,
    "text": "Weil dann könnte es sein, dass chirurgische Fächer Anästhesiologie, Psychiatrie, dass die Kolleginnen und Kollegen dann, ja, fleißiger und besser die Fragebögen ausfüllen und die anderen, weiß ich nicht, haben anderes zu tun oder weniger Interesse an Fragebögen und machen einfach nicht mit bei den Umfragen."
  },
  {
    "start": 917.7,
    "end": 918.24,
    "text": "Kann auch sein."
  },
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    "end": 925.68,
    "text": "Dann ist ja wahrscheinlich noch ein Riesenhemdes die Sorge, dass es einen dann irgendwie erwischt oder so und dass man dann zu dir muss."
  },
  {
    "start": 925.72,
    "end": 926.0,
    "text": "Genau,"
  },
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    "text": "genau, genau."
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    "end": 933.52,
    "text": "Dann mache ich ein falsches Kreuz und dann singelt die Erstekammer bei mir an der Tür, macht die Praxis zu und meine Approbation ist weg."
  },
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    "end": 935.18,
    "text": "So, das sind dann Befürchtungen, die."
  },
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    "end": 940.18,
    "text": "Also, wir haben keinen Grund, aber verstehe schon, warum die Kolleginnen dann manchmal Sorge haben."
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    "text": "Okay, aber das heißt insgesamt die Datenlage eher so mittel?"
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    "text": "Ja."
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    "text": "Ihr wisst nicht so besonders viel."
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    "text": "Wie ist es denn gerade jetzt bei euch in Hessen?"
  },
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    "start": 949.44,
    "end": 954.6,
    "text": "Du bist ja als Drogen- und Suchtbeauftragter, hast du ja Kolleginnen und Kollegen, die eben bei dir in Behandlung sind."
  },
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    "start": 955.26,
    "end": 958.34,
    "text": "Kannst du darüber sprechen, wie viele sind das in so einem Flächenland?"
  },
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    "start": 958.84,
    "end": 966.94,
    "text": "Ja, also... Wir haben pro Jahr etwa so fünfzehn bis zwanzig neue Kolleginnen und Kollegen, die zu uns in die Betreuung kommen."
  },
  {
    "start": 967.56,
    "end": 972.68,
    "text": "Das heißt, wir haben dann so aktive Fälle, so in etwa zwischen zwanzig und dreißig."
  },
  {
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    "end": 981.8,
    "text": "Wir können immer wieder nach einem Jahr auf Fälle abschließen, erfolgreich in den allermeisten Fällen und die Fachrichtungen sind also sehr unterschiedlich."
  },
  {
    "start": 981.86,
    "end": 988.5,
    "text": "Und bei dieser vergleichsweise geringen Fallzahl, also man müsste davon ausgehen, dass allein in Hessen."
  },
  {
    "start": 989.22,
    "end": 992.62,
    "text": "über tausend Ärztinnen und Ärzte eine Alkoholabhängigkeit haben."
  },
  {
    "start": 993.38,
    "end": 1004.66,
    "text": "Und wir sehen jetzt fünfzehn bis zwanzig Leute pro Jahr, die uns gemeldet werden oder die sich selbst melden mit verschiedenen Substanzen, also dass die Dunkelziffer, die wir quasi nicht überblicken können, ist enorm groß."
  },
  {
    "start": 1005.28,
    "end": 1007.62,
    "text": "Ich hoffe mal, dass sich da einige trotzdem Hilfe suchen."
  },
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    "end": 1013.72,
    "text": "Aber da kann man jetzt ganz schlecht so ein Muster ableiten oder sagen, diese Fachrichtung ist mehr oder weniger getroffen."
  },
  {
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    "end": 1027.319,
    "text": "Grundsätzlich... Da haben wir ein bisschen mehr Anästhesistinnen und Anästhesisten, ein bisschen mehr aus der Allgemeinmedizin und aus der Psychiatrie, aus den chirurgischen Fächer ein bisschen weniger."
  },
  {
    "start": 1027.98,
    "end": 1033.079,
    "text": "und so richtige klassische Internisten, Neurologen hatten wir bis jetzt kaum."
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    "end": 1036.44,
    "text": "Aber vielleicht lassen die sich woanders beraten."
  },
  {
    "start": 1037.0,
    "end": 1043.68,
    "text": "Und das jetzt schon runtergerechnet auf die Menge an, sagen wir jetzt mal, Psychiaterinnen und Psychiater, die es gibt oder in absoluten Zahlen?"
  },
  {
    "start": 1043.9,
    "end": 1044.98,
    "text": "In absoluten Zahlen."
  },
  {
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    "end": 1047.94,
    "text": "Okay, das ist ja ein recht kleines Fach, die Psychiatrie eigentlich."
  },
  {
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    "end": 1053.74,
    "text": "Also da sieht man dann schon, da ist dann anscheinend ein höherer Konsum oder zumindest eine höhere Problematik."
  },
  {
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    "text": "oder melden die sich eher oder?"
  },
  {
    "start": 1055.48,
    "end": 1057.9,
    "text": "Oder die melden sich eher oder die werden eher gemeldet."
  },
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    "end": 1069.42,
    "text": "Da gibt es dann vielleicht einen Umfeld, dass da sensibel ist und sagt so hier, ich glaube, du hast ein Problem oder Kollege möchte nichts ändern und wird dann von Vorgesetzten gemeldet, wo vielleicht in anderen Fächern eher weggeguckt wird."
  },
  {
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    "text": "Das ist auch eine Möglichkeit."
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    "text": "Das schauen wir uns ja auch noch gleich an."
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    "end": 1079.14,
    "text": "Ich kann mir vorstellen, dass die Hemmschwelle wahnsinnig hoch ist, einen Kollegen oder eine Kollegin dann zu melden oder überhaupt das erst mal anzusprechen."
  },
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    "text": "Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt."
  },
  {
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    "end": 1099.98,
    "text": "Und jetzt kann man natürlich sagen, so ein Warnsignal ist, wenn ein Kollege nach Alkohol riecht oder eine Kollegin bei der Arbeit oder wenn besonders oft Alkohol auch oder Medikamenten oder Drogenkonsum Thema ist in so privaten Gesprächen."
  },
  {
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    "end": 1102.14,
    "text": "das wären Wahnsignale."
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    "end": 1111.14,
    "text": "Aber ganz grundsätzlich gibt es jetzt nicht diese eine Red Flag, die jetzt dafür spricht, da hat jemand ein Substanzproblem, sondern häufige Krankheitsausfälle."
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    "text": "oder man sieht das den Leuten an, das geht ihnen irgendwie nicht gut."
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    "text": "Die Kolleginnen und Kollegen sehen übernächtigt aus."
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    "text": "All das würde ich mir eigentlich wünschen, dass man es bei Kolleginnen und Kollegen mal anspricht und sagt gemerkt, hier geht es nicht gut oder irgendwie wirkst du so fertig in der letzten Zeit ist irgendwas und das ganz allgemein zu halten."
  },
  {
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    "end": 1145.4,
    "text": "Das kann sein, dass es da um Alkohol, um Medikamente, um Drogen geht, aber es kann auch um was ganz anderes gehen oder beides."
  },
  {
    "start": 1145.92,
    "end": 1159.74,
    "text": "Ich glaube, es wäre gut, wenn wir mehr aufeinander achten und mehr aufeinander aufpassen würden, gerade in so einem stressigen Job mit einem hohen Durchsatz und viel Verantwortung, dass wir da so ein bisschen auf uns gegenseitig achten."
  },
  {
    "start": 1159.96,
    "end": 1184.78,
    "text": "Also finde ich kollegial auf der gleichen Ebene total wichtig, aber auch von Vorgesetzten, dass sie nicht nur die fachliche Leistungen und die fachliche Weiterbildung im Blick behalten, sondern ich denke, das kommt auch immer mehr an in der Medizin, dass Vorgesetzte auch sich um das psychische Wohlergehen ihrer Mitarbeitenden kümmern müssen und so ein bisschen schon auch vorsichtig nachfragen sollen, so ist irgendwas."
  },
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    "text": "Kann ich dir helfen?"
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    "text": "Jetzt hast du die verschiedenen hierarchischen Ebenen angesprochen."
  },
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    "text": "Ich kann mir vorstellen, dass man das als Chefarzt oder Chefärztin gut machen kann."
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    "end": 1197.3,
    "text": "Du als Oberarzt auch noch, vielleicht sogar beim Chefarzt oder Chefärztin."
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    "text": "Aber wenn du jetzt Pflegeassistenz bist oder Assistenzarzt oder, ich weiß nicht, im Pflegepraktikum als Medizin Studierender und dir fällt das auf, sagst du doch nix."
  },
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    "text": "Das ist genau das Problem."
  },
  {
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    "end": 1211.34,
    "text": "Das ist genau das Problem."
  },
  {
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    "end": 1218.52,
    "text": "Wir haben so eine ... Hierarchie in der Medizin, gerade in Krankenhäusern, aber in manchen Praxen auch."
  },
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    "end": 1222.74,
    "text": "Wir trauen uns gar nicht mehr von unten nach oben, was zurückzumelden."
  },
  {
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    "text": "Das ist total schwer auch zu verändern."
  },
  {
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    "end": 1230.54,
    "text": "Aber das muss sich verändern, weil dadurch gibt es keine Fehlerkultur auf der einen Seite."
  },
  {
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    "end": 1239.46,
    "text": "Je weiter oben man ist, desto mehr schmort man in seinem eigenen Saft und kriegt gar keine negativen Rückmeldungen mehr, aber eben auch... wenn es einem nicht gut geht."
  },
  {
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    "end": 1256.02,
    "text": "Dann finde ich es durchaus angebracht, wenn man denjenigen so ein bisschen kennt, dann so zu fragen, Mensch, ich habe mitgekriegt irgendwie so oder letzte Woche war es irgendwie besser, diese Woche irgendwie nicht so gut ist irgendwas, kann derjenige Vorgesetzte dann ja darauf eingehen oder nicht?"
  },
  {
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    "end": 1267.08,
    "text": "kann dann sagen, nö, bin krank oder Frau und Kind sind krank oder wir bauen ein Haus und das ist irgendwie gerade stressig oder ne, mir geht es einfach nicht gut und depressiv."
  },
  {
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    "text": "Also, es klingt gut."
  },
  {
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    "text": "Ich kann mir aber vorstellen, dass das oft auch weiterhin nicht passieren wird, weil du willst ja auch keine Karrierechancen verbauen."
  },
  {
    "start": 1275.44,
    "end": 1280.28,
    "text": "Also, wenn du jetzt drauf spekulierst, du bist an der Uniklinik, Oberärztliche Stellen sind ragesäht."
  },
  {
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    "text": "Weiß ich nicht, ob du da als Assistenzärztin jetzt den Chef ansprichst, ob er ein Alkoholproblem hat."
  },
  {
    "start": 1287.62,
    "end": 1295.22,
    "text": "Nee, nee, ich glaub, das wär wahrscheinlich nicht so ... günstig, dann müsste man sich dann eher überlegen, wer könnte denn dem Chef darauf ansprechen?"
  },
  {
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    "text": "Und vielleicht dem Chefsekretariat jemand, sodass man da mal so ein bisschen dafür sorgt, da gibt es jemanden, der hat irgendwie ein gutes Verhältnis zum Chef, ich mache mir Gedanken, sprich, du ihn doch mal drauf an oder wie Chefin."
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  {
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    "end": 1309.86,
    "text": "Ich glaube, der erste Schritt sollte auf gar keinen Fall sein."
  },
  {
    "start": 1309.9,
    "end": 1312.18,
    "text": "Jetzt sind wir schon ein bisschen dabei, so was macht man, wie spricht man es an."
  },
  {
    "start": 1312.58,
    "end": 1314.62,
    "text": "Aber der erste Schritt sollte auf gar keinen Fall sein."
  },
  {
    "start": 1314.68,
    "end": 1317.6,
    "text": "Ich glaube, du hast ein Problem mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten."
  },
  {
    "start": 1318.26,
    "end": 1326.7,
    "text": "Das ist zu konfrontativ, sondern erst mal geht es ja darum, ich beobachte, dass es einer Person nicht gut geht und ich signalisiere so, wir können drüber sprechen."
  },
  {
    "start": 1327.06,
    "end": 1328.42,
    "text": "Das wäre, glaube ich, so der erste Schritt."
  },
  {
    "start": 1329.36,
    "end": 1331.44,
    "text": "Gibt es irgendwie ein Best Practice Beispiel?"
  },
  {
    "start": 1331.68,
    "end": 1345.4,
    "text": "Gibt es Kliniken, die da ... institutionalisiert irgendwas etabliert haben, einen Kasten, wo man sich anonym melden kann, wo man anonym E-Mails schreiben kann und dann vielleicht die betreffende Person auch erst mal kontaktiert, ohne dass klar ist, wer man ist oder so."
  },
  {
    "start": 1345.68,
    "end": 1346.24,
    "text": "Kennst du da was?"
  },
  {
    "start": 1347.58,
    "end": 1348.44,
    "text": "So was gibt's?"
  },
  {
    "start": 1348.78,
    "end": 1352.3,
    "text": "Allgemeine Whistleblower-Programme quasi, wenn was schiefläuft."
  },
  {
    "start": 1352.46,
    "end": 1355.7,
    "text": "Das gibt's gerade auch, wenn es kritische Vorfälle sind."
  },
  {
    "start": 1355.78,
    "end": 1358.38,
    "text": "Dann gibt's das eigentlich an fast allen Kliniken."
  },
  {
    "start": 1359.26,
    "end": 1362.26,
    "text": "Da werden aber meistens zu Patienten bezogene Vorfälle."
  },
  {
    "start": 1362.74,
    "end": 1364.4,
    "text": "berichtet oder damit gemeint."
  },
  {
    "start": 1364.84,
    "end": 1373.66,
    "text": "Was weniger berichtet wird, sind so Sachen, ein Kollegen geht es nicht gut oder der Kollege hat vielleicht ein Problem mit Substanzen."
  },
  {
    "start": 1374.04,
    "end": 1389.12,
    "text": "Das passiert fast nie, weil man dann immer denkt, oh nee, ich möchte jetzt nicht irgendwie Probleme verursachen und dann am Ende verliert er seine Approbation oder so, was überhaupt nicht gerechtwert ist, aber das sind dann die Sorgen und deswegen wird das eher dann totgeschwiegen."
  },
  {
    "start": 1389.66,
    "end": 1396.68,
    "text": "oder vielleicht sogar im Kollegenkreis drüber gelästert, aber niemand ergreift die Initiative und spricht den Kollegen an."
  },
  {
    "start": 1397.1,
    "end": 1399.72,
    "text": "Aber meintest du jetzt Zirs, was du angesprochen hast oder?"
  },
  {
    "start": 1399.94,
    "end": 1400.02,
    "text": "Zum"
  },
  {
    "start": 1400.08,
    "end": 1400.84,
    "text": "Beispiel genau."
  },
  {
    "start": 1401.38,
    "end": 1403.9,
    "text": "Also könnte man sowas über Zirs dann melden oder wie?"
  },
  {
    "start": 1404.4,
    "end": 1406.4,
    "text": "Aber dann ist das ja sehr bloßstellend dann."
  },
  {
    "start": 1406.66,
    "end": 1406.76,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 1406.82,
    "end": 1417.6,
    "text": "ist total bloßstellend und das ist auch glaube ich nicht die richtige Richtung, außer es ist tatsächlich was Dramatisches vorgefallen und ich habe das Gefühl, ich kann jetzt auch das nicht so richtig persönlich an Vorgesetzten melden."
  },
  {
    "start": 1418.02,
    "end": 1427.58,
    "text": "aus kirächischen Gründen zum Beispiel, Oberarzt kommt getrunken zur OP, dann ist sowas eine Zürs-Meldung wert auf alle Fälle, aber vorher sollten eigentlich andere Mechanismen greifen."
  },
  {
    "start": 1427.96,
    "end": 1431.6,
    "text": "Kannst du sowas vielleicht so als erste Take-Home-Message irgendwie was formulieren?"
  },
  {
    "start": 1432.24,
    "end": 1437.6,
    "text": "Wie geht man als Team professionell damit um, wenn der Verdacht aufkommt, hier nimmt jemand Drogen?"
  },
  {
    "start": 1437.86,
    "end": 1438.72,
    "text": "Irgendwelche Substanzen?"
  },
  {
    "start": 1439.26,
    "end": 1444.24,
    "text": "Also wenn im Team der Verdacht aufkommt, bedeutet ja, dass mindestens zwei Leute im Team miteinander sprechen."
  },
  {
    "start": 1444.94,
    "end": 1448.16,
    "text": "Und dann würde ich denken, Gut, dass ihr miteinander sprecht."
  },
  {
    "start": 1448.56,
    "end": 1451.62,
    "text": "Jetzt müsst ihr euch überlegen, wer spricht dann mal mit diesem einen Kollegen?"
  },
  {
    "start": 1452.06,
    "end": 1453.62,
    "text": "Wer fragt ihn denn jetzt mal so?"
  },
  {
    "start": 1454.46,
    "end": 1455.12,
    "text": "Geht es dir gut?"
  },
  {
    "start": 1455.68,
    "end": 1456.16,
    "text": "Ist irgendwas?"
  },
  {
    "start": 1456.26,
    "end": 1463.06,
    "text": "Ich habe festgestellt, dass du in der letzten Zeit immer unkonzentriert bist zur Spättschicht kommst oder dich krank meldet."
  },
  {
    "start": 1463.1,
    "end": 1463.82,
    "text": "Das ist irgendwas."
  },
  {
    "start": 1464.4,
    "end": 1471.46,
    "text": "Das wäre der richtige Schritt, weil man weiß es ja ganz selten eigentlich, dass es wirklich was ist, dass es wirklich in einer Substanz liegt."
  },
  {
    "start": 1471.8,
    "end": 1475.2,
    "text": "Und wie geht dann der nächste Schritt weiter, dass man Richtung Substanz geht?"
  },
  {
    "start": 1476.18,
    "end": 1479.88,
    "text": "Dann sagt er, ja, ich schlafe schlecht und kann mal fragen, was machst du dagegen?"
  },
  {
    "start": 1480.04,
    "end": 1485.06,
    "text": "Ja, ich trink jeden Tag zwei Gläserwein oder eine Flaschewein und dann kann ich irgendwie einschlafen."
  },
  {
    "start": 1485.1,
    "end": 1488.92,
    "text": "Dann kann man sagen, okay, das ist eine Möglichkeit."
  },
  {
    "start": 1489.28,
    "end": 1495.92,
    "text": "Aber klingt ja so, wenn nur der Wein dir hilft, als ob es irgendwie, ja, als ob du noch eine andere Alternative bräuchst."
  },
  {
    "start": 1495.96,
    "end": 1498.78,
    "text": "Das hast du dir mal überlegt, dir Hilfe zu holen, zusätzlich."
  },
  {
    "start": 1499.5,
    "end": 1501.74,
    "text": "Oder kann ich dir irgendwie dabei helfen?"
  },
  {
    "start": 1501.98,
    "end": 1503.64,
    "text": "Meinst du, Alpol ist so eine gute Idee."
  },
  {
    "start": 1504.6,
    "end": 1526.78,
    "text": "einfach ins Gespräch gehen, am besten wenig Vorschriften machen, Vorschläge machen, EF nachfragen und vor allem auch nicht bewerten, nicht moralisch argumentieren, weil das ist den Kollegen, der dann auch peinlich, vor uns ja auch besser machen, haben vielleicht selbst schon das Gefühl, da läuft irgendwas schief, also nicht bewerten, sondern Gott, das will eine Flasche Wein am Tag, bis zu verrückt."
  },
  {
    "start": 1527.14,
    "end": 1529.72,
    "text": "Und dann gibt's vielleicht die Chance, dass sich jemand Hilfe sucht."
  },
  {
    "start": 1529.86,
    "end": 1535.8,
    "text": "Du hast ja gesagt, es kommen durchaus auch Kolleginnen und Kollegen von selbst zu euch, um da Hilfe in Anspruch zu nehmen."
  },
  {
    "start": 1536.52,
    "end": 1539.56,
    "text": "Von denen, die ihr behandelt, die ihr betreut."
  },
  {
    "start": 1539.94,
    "end": 1540.96,
    "text": "Wie viele sind das ungefähr?"
  },
  {
    "start": 1541.6,
    "end": 1543.18,
    "text": "Ich würd sagen, ein Drittel etwa."
  },
  {
    "start": 1543.48,
    "end": 1544.14,
    "text": "Ach doch, so viele."
  },
  {
    "start": 1544.4,
    "end": 1562.74,
    "text": "Weil ... man könnte ja jetzt meinen, wenn man regelmäßig Ecstasy nimmt oder ... auch schon bemerkt, dass man vielleicht ein Alkoholproblem hat oder ... wenn zu Diazipinabhängigkeitskriterien erfüllt oder so, dann ... würde man ja vermutlich denken, wenn ich mich jetzt melde bei der Landesärztekammer, könnt es vorkommen, dass man nicht mehr praktizieren darf."
  },
  {
    "start": 1562.88,
    "end": 1562.94,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 1563.62,
    "end": 1567.1,
    "text": "Was muss man denn befürchten, wenn man sich an euch wendet mit einem Drogenproblem?"
  },
  {
    "start": 1567.36,
    "end": 1568.2,
    "text": "Gar nichts erst mal."
  },
  {
    "start": 1568.54,
    "end": 1570.32,
    "text": "Also vor allem, wenn man sich selber meldet, nicht."
  },
  {
    "start": 1570.82,
    "end": 1571.46,
    "text": "Aber auch sonst."
  },
  {
    "start": 1571.76,
    "end": 1581.5,
    "text": "Also unsere Aufgabe ist es, die Kollegen gesund zu machen und so zu begleiten, dass sie auch wieder gesund werden und in die Patientenversorgung zurückkehren können."
  },
  {
    "start": 1581.62,
    "end": 1586.36,
    "text": "Und da stabil ... zur Verfügung stehen und möglichst vielen anderen Menschen helfen."
  },
  {
    "start": 1587.34,
    "end": 1594.4,
    "text": "Unser Ziel ist es nicht, zu sagen, hier ist das Patienten wohl gefährdet, deswegen müssen wir dich aus dem Beruf für immer entfernen."
  },
  {
    "start": 1595.34,
    "end": 1596.18,
    "text": "Auf gar keinen Fall."
  },
  {
    "start": 1596.6,
    "end": 1602.74,
    "text": "Es gibt zu wenig Ärzte, es gibt zu viele Patienten, die Bevölkerung wird älter."
  },
  {
    "start": 1603.16,
    "end": 1611.08,
    "text": "Wir müssen sicherstellen, dass die Ärzte, die wir haben, dass die gesund leiden oder gesund werden oder wenigstens etwas gesünder werden."
  },
  {
    "start": 1611.8,
    "end": 1622.62,
    "text": "Und da geht es dann erstmal darum, dass wir ein Problembewusstsein schaffen bei den Kollegen und Kollegen, dass die Substanzen vielleicht auch im Leben und in der Patientenversorgung problematisch sind."
  },
  {
    "start": 1623.16,
    "end": 1625.78,
    "text": "Und da muss man entscheiden, wie stark ist der Konsum?"
  },
  {
    "start": 1626.28,
    "end": 1631.02,
    "text": "Findet das nur am Wochenende statt oder ist das auch quasi in der Patientenversorgung?"
  },
  {
    "start": 1631.62,
    "end": 1636.62,
    "text": "Wenn jemand irgendwie in der Mittagspause provost, ist das was anderes, als wenn er es nur am Wochenende macht."
  },
  {
    "start": 1637.4,
    "end": 1641.36,
    "text": "Und dann ist es so, dass wir dann eine Strategie festlegen."
  },
  {
    "start": 1641.68,
    "end": 1654.12,
    "text": "Wenn das jetzt die Patientenversorgung beeinflusst, dann würden wir sagen, vielleicht ist es besser mal, sich krank zu melden, Axis mal zuzumachen und eine Therapie zu machen, um abstinent wiederzuwerden."
  },
  {
    "start": 1654.8,
    "end": 1659.36,
    "text": "Wenn das die Patientenversorgung nicht beeinflusst, dann kann man die Therapie vielleicht berufsbegleitend auch machen."
  },
  {
    "start": 1659.88,
    "end": 1663.68,
    "text": "Aber wir unterstützen da auch schnellen Zugang zur Therapie zu finden."
  },
  {
    "start": 1664.06,
    "end": 1666.02,
    "text": "Das ist dann so unsere Vermittlungsaufgabe."
  },
  {
    "start": 1666.74,
    "end": 1672.58,
    "text": "Und gleichzeitig ist es so, dass wir dann auch schon auch Kontrollen fordern."
  },
  {
    "start": 1673.4,
    "end": 1680.94,
    "text": "Und das macht diese Kombination aus so einer Kontrolle und einer Autorität auf der einen Seite, aber vor allem eine Unterstützung, wieder gesund zu werden."
  },
  {
    "start": 1681.46,
    "end": 1685.6,
    "text": "Das macht dann wirklich einen sehr guten Erfolg unserer Betreuung aus."
  },
  {
    "start": 1686.04,
    "end": 1693.02,
    "text": "Na, ihr habt dann natürlich schon sehr mächtigen Hebel, wenn es dann um die Zulassung geht, um die Berechtigung zu arbeiten oder um die Approbation am Ende."
  },
  {
    "start": 1693.74,
    "end": 1696.36,
    "text": "Dann macht man natürlich schon eher bei der Therapie mit."
  },
  {
    "start": 1697.22,
    "end": 1699.4,
    "text": "Ja, aber das ist wirklich im Extremfall."
  },
  {
    "start": 1699.6,
    "end": 1706.12,
    "text": "Aber da muss schon wirklich viel passieren, dass wir überhaupt daran denken, jetzt an die Appropriationsbehörde ranzutreten."
  },
  {
    "start": 1706.2,
    "end": 1712.6,
    "text": "Also da muss ein Kollege dann sagen, ich weiß gar nicht, was sie wollen und alle Analysen sind voll mit Substanzen."
  },
  {
    "start": 1713.32,
    "end": 1717.94,
    "text": "Und er sagt, nein, ich habe nichts genommen und ich möchte auch keine Therapie machen und ich brauche irgendwie keine Unterstützung."
  },
  {
    "start": 1718.34,
    "end": 1720.24,
    "text": "Aber alle Beweise sprechen die."
  },
  {
    "start": 1720.84,
    "end": 1722.18,
    "text": "Oder es gibt immer wieder."
  },
  {
    "start": 1722.74,
    "end": 1737.32,
    "text": "Täuschungsversuche, jemand versucht irgendwie, weiß ich nicht, Urin-Kontrollen, Haareinalysen zu fälschen oder erfindet Ausreden, warum das nicht möglich ist, wenn das sich über einen längeren Zeitraum hinzieht und da keine Veränderungsbereitschaft zu erzielen, das muss man irgendwann sagen so."
  },
  {
    "start": 1737.98,
    "end": 1746.66,
    "text": "Es geht um Patienten wohl auch, da sind andere Menschen auch getroffen und da muss man dann sagen, jetzt brauchen wir eine Pause, aber selbst dann ist es ja nicht eine dauerhafte Entzug der Apparition."
  },
  {
    "start": 1746.72,
    "end": 1764.3,
    "text": "Das machen wir ganz, ganz selten, dass die Apparition dann wirklich abgenommen wird, aber auch dann hat der Kollege ja die Möglichkeit, eine Therapie zu machen, abstinenznachweise zu bringen und dann zu sagen, hier, ich bin stabiler, mir geht es jetzt wieder gesundheitlich gut, ich würde gerne wieder zurück in die Patienten versorgen und dann machen wir das auch."
  },
  {
    "start": 1764.68,
    "end": 1767.28,
    "text": "Wenn es tatsächlich so ist und nachgewiesen werden kann, dann machen wir das auch."
  },
  {
    "start": 1767.32,
    "end": 1769.46,
    "text": "Aber das ist wirklich so ein ganz, ganz kleiner Teil."
  },
  {
    "start": 1770.14,
    "end": 1771.34,
    "text": "Eigentlich geht es um was ganz anderes."
  },
  {
    "start": 1771.58,
    "end": 1771.78,
    "text": "Okay."
  },
  {
    "start": 1772.64,
    "end": 1777.66,
    "text": "Jetzt hast du gerade gesagt, wenn dann jemand sagt, nee, ich nehme gar nichts und in den Kontrollen ist es auffällig."
  },
  {
    "start": 1778.06,
    "end": 1783.34,
    "text": "Das ist ja dann wahrscheinlich jemand von diesen zwei Dritteln, die sich nicht freiwillig bei euch melden, sondern irgendwie gemeldet werden."
  },
  {
    "start": 1783.44,
    "end": 1792.36,
    "text": "Keine Ahnung, Trunkenheitsfahrt und die Staatsanwaltschaft kommt dann und sagt, hier, Kollege Klöppel, irgendwo aus einem hessischen Land, der ist betrunken, Auto gefahren."
  },
  {
    "start": 1792.96,
    "end": 1793.72,
    "text": "dann muss der zu euch."
  },
  {
    "start": 1793.8,
    "end": 1799.06,
    "text": "oder wie kannst du das mal schildern was passiert, wenn jemand bei euch aufschlägt wie läuft das dann konkret ab?"
  },
  {
    "start": 1800.12,
    "end": 1809.6,
    "text": "Also die Kollegen die sich melden die melden sich meistens per e-mail und die sagen ich habe ein Problem mit xy und ich bräuchte Hilfe und dann sagen wir super."
  },
  {
    "start": 1810.24,
    "end": 1816.12,
    "text": "kriegen Sie innerhalb der nächsten Wochen Termin mit einem von uns und dann besprechen wir das, wie wir weiter vorgehen."
  },
  {
    "start": 1816.52,
    "end": 1829.6,
    "text": "Dann sagen wir, diese Therapie wäre vielleicht sinnvoll, können da Tipps geben, können auch selber so ein bisschen mit Gesprächsführung arbeiten und die Kollegen da motivieren, noch was zu verändern und gucken auch so ein bisschen, wie relevant ist das Problem jetzt auch für die Patientenversorgung."
  },
  {
    "start": 1830.12,
    "end": 1831.34,
    "text": "Und das ist das eine."
  },
  {
    "start": 1831.84,
    "end": 1836.88,
    "text": "Und dann die anderen, die gemeldet werden, zum Beispiel von Aktusmitarbeitern."
  },
  {
    "start": 1837.5,
    "end": 1849.74,
    "text": "der schreiben die Praxismitarbeiter dann eine E-Mail oder einen Fax oder einen Brief und sagen, mir ist aufgefallen, mein Chef, und ich möchte meinen Namen vielleicht auch gar nicht nennen, aber ich arbeite in der Praxis und mein Chef torkelt immer wieder betrunken durch die Praxis."
  },
  {
    "start": 1850.32,
    "end": 1852.38,
    "text": "Bitte sprechen Sie den mal an und dann machen wir das."
  },
  {
    "start": 1852.78,
    "end": 1855.08,
    "text": "und laden die Kollegen dann mal zum Gespräch ein."
  },
  {
    "start": 1855.58,
    "end": 1862.58,
    "text": "Und wenn die Staatsanwaltschaft die meldet oder die Polizei, dann ist es so, weil irgendwelche anderen Ermittlungen durchgeführt wurden."
  },
  {
    "start": 1862.82,
    "end": 1867.76,
    "text": "und dabei stellt sich raus, der Arzt hat irgendwie Betäubungsmittel bei sich, die er nicht haben sollte."
  },
  {
    "start": 1868.44,
    "end": 1872.36,
    "text": "oder es stellt sich raus, Arzt, Ärztin ist altpolisiert."
  },
  {
    "start": 1872.78,
    "end": 1876.5,
    "text": "in der Praxis angetroffen worden oder ist eben alkoholisiert Auto gefahren."
  },
  {
    "start": 1876.56,
    "end": 1883.44,
    "text": "Und dann gibt es mit so ein bisschen Zeitverzug oft eine Meldung an uns, offizielles Fax meistens."
  },
  {
    "start": 1884.18,
    "end": 1897.66,
    "text": "Hier, das ist ein Arzt oder eine Ärztin mit Sohn so aufgefallen, mit eins, zwei, eins, vier Promille, Alkohol im Brot am Steuer gesessen, Schlangenlinien gefahren und einfach nur eine Mitteilung an die Ärztekammer."
  },
  {
    "start": 1897.72,
    "end": 1903.1,
    "text": "Und dann bestellen wir den Kollegen ein und sagen, Der ist was vorgefallen, was hast du dazu?"
  },
  {
    "start": 1903.46,
    "end": 1904.24,
    "text": "Dann besprechen wir das."
  },
  {
    "start": 1904.62,
    "end": 1906.3,
    "text": "Und wie würde das konkret aussehen?"
  },
  {
    "start": 1906.36,
    "end": 1910.26,
    "text": "Also vielleicht können wir mal dieses Beispiel mit der Trunkenheitsfahrt fortspinnen."
  },
  {
    "start": 1910.32,
    "end": 1915.58,
    "text": "Ihr habt jetzt dann Fax gekriegt von der Staatsanwaltschaft, weil er eben betrunken unterwegs war, dieser Herr Klöppel, der Kollege."
  },
  {
    "start": 1916.22,
    "end": 1917.54,
    "text": "Was machst du dann, wenn der vor dir sitzt?"
  },
  {
    "start": 1918.32,
    "end": 1921.74,
    "text": "Dann ist es so, dass ich erstmal so ganz allgemein erzähle."
  },
  {
    "start": 1922.34,
    "end": 1927.6,
    "text": "dass zum einen diese ganzen Sachen, die wir besprechen, der Schweigepflicht unterliegen."
  },
  {
    "start": 1928.06,
    "end": 1938.1,
    "text": "Das heißt, das trinkt jetzt nicht irgendwie automatisch an alle Bereiche in der Ärztekammer und dort, wo man selbst irgendwie als Prüfer eingesetzt wird oder man möchte noch eine Prüfung machen."
  },
  {
    "start": 1938.94,
    "end": 1945.94,
    "text": "An diese Stellen trinkt das nicht, sondern das bleibt quasi in unserem kleinen Bereich und dass die Gespräche auch kostenlos sind."
  },
  {
    "start": 1946.0,
    "end": 1954.44,
    "text": "Über die Mitgliedsbeiträge sind die gedeckt und dass es uns eben darum geht, dass wir Kolleginnen und Kollegen unterstützen, wieder gesund zu werden und stabil zu werden."
  },
  {
    "start": 1955.1,
    "end": 1964.14,
    "text": "Was es eben viel zu viele gibt, die sich mit Substanzen versuchen irgendwie zu behelfen, weil der Arztberuf stressig ist und das Privatleben auch."
  },
  {
    "start": 1964.98,
    "end": 1968.9,
    "text": "Dann gibt es Kolleginnen und Kollegen, die sich dann so pü-a-pü öffnen."
  },
  {
    "start": 1969.02,
    "end": 1971.9,
    "text": "Das heißt nicht, dass sie von Anfang an dann alles erzählen müssen."
  },
  {
    "start": 1971.96,
    "end": 1973.12,
    "text": "Das ist viel verlangt."
  },
  {
    "start": 1973.54,
    "end": 1986.42,
    "text": "Aber wenn man dann so feststellt, so, ah, das geht so in die richtige Richtung, wir können da uns dem Problem nähern, sag ich mal, und das Problem zumindest mal so beginnen, besprechen, dann bestellt man die Kollegen noch mal ein, trifft sich noch mal zum Gespräch."
  },
  {
    "start": 1987.22,
    "end": 1989.56,
    "text": "Und dann trifft man sich noch mal zum Gespräch."
  },
  {
    "start": 1990.28,
    "end": 1991.78,
    "text": "arbeitet sich so Stück für Stück vor."
  },
  {
    "start": 1991.82,
    "end": 2007.82,
    "text": "Und wenn die Kollegen dann bereit sind, zum Beispiel eine Therapie zu machen, wenn es notwendig ist, eine Therapie zu machen, dann können wir sagen, diese oder jene Klinik oder dieser oder jene Therapeutkollegin wäre geeignet, wer bei ihnen in der Nähe, da könnten sie sich mal hinwenden."
  },
  {
    "start": 2008.5,
    "end": 2011.46,
    "text": "Und wenn das Substanzproblem ein bisschen größer war."
  },
  {
    "start": 2015.08,
    "end": 2023.78,
    "text": "Wenn wir jetzt nicht ganz ohne, dann würden wir sagen, wir vereinbaren noch, dass sie, weiß ich nicht, alle zwei Monate, alle drei Monate Haaranalyse abgeben."
  },
  {
    "start": 2024.16,
    "end": 2031.52,
    "text": "Oder wenn keine Haare mehr ausgewachsen, dann muss man halt andere Bio Probe nehmen, dann Urinproben meistens."
  },
  {
    "start": 2032.08,
    "end": 2034.1,
    "text": "Und dann wollen wir halt zur Abstinenz nachweise."
  },
  {
    "start": 2034.44,
    "end": 2036.88,
    "text": "Und ein Problem entsteht nicht dadurch, dass die Kollegen."
  },
  {
    "start": 2037.28,
    "end": 2043.16,
    "text": "dann nicht abstinent bleiben können, sondern das Problem würde dann entstehen, wenn die nicht abstinent bleiben und weiterarbeiten."
  },
  {
    "start": 2043.88,
    "end": 2061.319,
    "text": "Wenn jemand eine Erkrankung hat, die sucht er sich nicht aus, wenn jemand eine Erkrankung hat und dann hat diese Erkrankung wie bei der Alkoholabhängigkeit wieder Symptome, dann sagen wir gut, muss halt erstmal dich krank melden, damit kein anderer gefährdet ist und vielleicht, wenn du es selber nicht hinkriegst, dann eine Therapie machen."
  },
  {
    "start": 2061.719,
    "end": 2062.459,
    "text": "Und das stützen wir dann"
  },
  {
    "start": 2062.6,
    "end": 2062.779,
    "text": "auch."
  },
  {
    "start": 2063.199,
    "end": 2069.219,
    "text": "Und was macht ihr, wenn jemand dann einfach nicht mehr kommt oder diese Proben nicht abgibt oder sich in der Therapie entzieht?"
  },
  {
    "start": 2070.48,
    "end": 2077.5,
    "text": "Dann telefonieren wir hinterher, schreiben E-Mails und schicken zur Not offizielle Briefe von der Landesärztekammer."
  },
  {
    "start": 2078.04,
    "end": 2080.879,
    "text": "Da gibt es wirklich sehr, sehr wenige, die dann nicht reagieren."
  },
  {
    "start": 2081.139,
    "end": 2088.899,
    "text": "Die meisten reagieren schon und dann kann man auch wieder eine gemeinsame Basis finden, ohne dass man da irgendwelche Schreckensszenarien aufführen muss."
  },
  {
    "start": 2089.459,
    "end": 2102.299,
    "text": "Dann gibt es die Möglichkeit, dass wir Kollegen einladen und wenn die dann nicht kommen, dann können wir auch sozusagen eine kleine Strafe verhängen, die dann bezahlt werden muss von, weiß ich nicht genau, ich glaube, hundert oder hundertfünfzig Euro."
  },
  {
    "start": 2103.14,
    "end": 2129.58,
    "text": "Und wenn jetzt die Informationen, die wir haben, eindeutig belegen, dass dann größeres Problem besteht und die Kollegen aber nicht zum Gespräch kommen und sich unsere Intervention, unsere Betreuung komplett entziehen, dann haben wir keine andere Wahl als zu sagen, versucht, aber dann müssen wir es jetzt an die Approbationsbehörde weitergeben, die dann ihre Schritte dann unabhängig von uns einleiten wird."
  },
  {
    "start": 2129.819,
    "end": 2132.459,
    "text": "Okay, das ist dann eurerseits die höchste Eskalationsstufe?"
  },
  {
    "start": 2133.12,
    "end": 2133.459,
    "text": "Genau."
  },
  {
    "start": 2133.899,
    "end": 2152.98,
    "text": "Vorher passiert ja viel, wir schreiben Briefe, wir schreiben E-Mails, wir rufen an und wenn da jemand einfach gar nichts zu erreichen ist und es auch kein... Wenn jemand jetzt in Therapie ist und sagt, gut, E-Mails check ich nicht und faxte auch nicht, die kommen in der Praxis an, Es ist ja auch ein Grund, aber dann müsst ihr ja wenigstens das Handy rangehen."
  },
  {
    "start": 2153.919,
    "end": 2161.319,
    "text": "Okay, aber dann hast du auch gesagt, selbst wenn die Approbationsbehörde die Approbation entzieht, ist das noch nicht das Ende der Karriere zwangsläufig?"
  },
  {
    "start": 2162.14,
    "end": 2164.799,
    "text": "Genau, also es gibt zwei Möglichkeiten."
  },
  {
    "start": 2164.939,
    "end": 2175.62,
    "text": "Das eine ist, dass die Kollegen selbst auf die Approbationen zumindest zeitweise verzichten und es gibt die Möglichkeit, dass die Approbationsbehörde die Approbation... wegnimmt."
  },
  {
    "start": 2175.879,
    "end": 2178.299,
    "text": "Und das Letztere hat ganz, ganz hohe Hürden."
  },
  {
    "start": 2178.859,
    "end": 2181.899,
    "text": "Da muss wirklich viel vorgefallen sein, damit das passiert."
  },
  {
    "start": 2182.459,
    "end": 2186.48,
    "text": "Und da muss auch wenig Mitarbeit sein vom Kollegen, damit sowas passiert."
  },
  {
    "start": 2187.299,
    "end": 2193.0,
    "text": "Und wenn die Kollegen selbst die Approbationen abgeben, dann ist das erst mal deutlich günstiger."
  },
  {
    "start": 2193.399,
    "end": 2210.939,
    "text": "Und dann kann man sagen, so jetzt machen wir Therapie und Abstinenznachweise und nach einem Jahr, wenn alles stabil ist, dann kann man die Approbationen auch nochmal quasi wieder beantragen und Dann stellen wir ein Schreiben aus, dass das gut verlaufen ist bisher und dass wir die Nachweise auch gesehen haben."
  },
  {
    "start": 2211.14,
    "end": 2218.279,
    "text": "Und dann kann die Approbationsbehörde, der ihre eigenständige Entscheidung treffen, aber in den allermeisten Fällen richtet die sich nach unseren Empfehlungen."
  },
  {
    "start": 2218.58,
    "end": 2220.24,
    "text": "Da gibt es eine gute Zusammenarbeit."
  },
  {
    "start": 2220.859,
    "end": 2236.779,
    "text": "Und dann ist es so, dann gibt es die Möglichkeit, wenn viel vorgefallen ist und die Patientenversorgung sehr massiv gefährdet war, dann gibt es die Möglichkeit, dass die Approbationsbehörde nicht eine Approbation ausstellt, sondern eine Berufserlaubnis, die dann an bestimmte Bedingungen gepoppelt ist."
  },
  {
    "start": 2236.839,
    "end": 2241.299,
    "text": "Also zum Beispiel abstinenznachweise regelmäßig erbringen."
  },
  {
    "start": 2242.08,
    "end": 2247.319,
    "text": "Und wenn die dann nicht erbracht werden, dann kann sie die Berufserlaubnis sofort entziehen."
  },
  {
    "start": 2247.879,
    "end": 2248.379,
    "text": "Man kann sagen so."
  },
  {
    "start": 2249.2,
    "end": 2254.16,
    "text": "Jetzt haben wir irgendwie zwei Wochen gewartet, überfällig, Hochserlaubnis wird entzogen, du darfst nicht mehr als Arzt arbeiten."
  },
  {
    "start": 2254.459,
    "end": 2256.339,
    "text": "Das geht bei der Approbation nicht so einfach."
  },
  {
    "start": 2256.72,
    "end": 2259.24,
    "text": "Da gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, aber auch da."
  },
  {
    "start": 2259.54,
    "end": 2265.859,
    "text": "Das Ziel ist, dass alle möglichst wieder arbeiten können und so stabil sind, dass in der Patientenversorgung eingesetzt"
  },
  {
    "start": 2265.919,
    "end": 2266.319,
    "text": "werden können."
  },
  {
    "start": 2266.779,
    "end": 2271.279,
    "text": "An dieser Stelle vielleicht ein kurzer Hinweis auf unsere ausgezeichneten Inhalte bei Amboss."
  },
  {
    "start": 2271.48,
    "end": 2273.379,
    "text": "zu Substanzgebrauch."
  },
  {
    "start": 2273.759,
    "end": 2280.919,
    "text": "Egal ob jetzt Alkohol, da haben wir zur Akutenintox auch übers Alkoholentzugsyndrom, wie man da genau vorgehen sollte."
  },
  {
    "start": 2281.04,
    "end": 2283.56,
    "text": "Opioide, was mache ich da bei einer Akutenintox?"
  },
  {
    "start": 2283.799,
    "end": 2286.799,
    "text": "Wie gehe ich in der Substitutionsbehandlung vor?"
  },
  {
    "start": 2287.06,
    "end": 2289.819,
    "text": "Wir sprechen über Verhaltenssüchte in unseren Kapiteln."
  },
  {
    "start": 2290.279,
    "end": 2291.98,
    "text": "Auch das wirklich sehr interessant."
  },
  {
    "start": 2292.02,
    "end": 2294.2,
    "text": "Da setze ich euch mal links in die Show Notes."
  },
  {
    "start": 2294.7,
    "end": 2299.16,
    "text": "Es ist ja meistens so, dass dass das in ganz vielen Fachrichtungen relevant ist."
  },
  {
    "start": 2299.899,
    "end": 2304.72,
    "text": "Ich hätte jetzt mal eine Frage zu den Rückfallquoten bei Ärztinnen und Ärzten."
  },
  {
    "start": 2305.24,
    "end": 2308.439,
    "text": "Vermutlich ist das ja ähnlich wie in der Allgemeinbevölkerung."
  },
  {
    "start": 2308.64,
    "end": 2309.64,
    "text": "Oder wie sieht das aus?"
  },
  {
    "start": 2309.72,
    "end": 2310.6,
    "text": "Sind da Zahlen bekannt?"
  },
  {
    "start": 2311.419,
    "end": 2314.779,
    "text": "Das ist was, was man nicht richtig weiß, weil man es nicht gut untersucht hat."
  },
  {
    "start": 2315.02,
    "end": 2319.16,
    "text": "Was man aber weiß, ist, dass diese strukturierten Programme ähnlich wie wir sie in Hessen machen."
  },
  {
    "start": 2319.7,
    "end": 2321.56,
    "text": "Die haben eine extrem hohe Erfolgsquote."
  },
  {
    "start": 2321.899,
    "end": 2328.959,
    "text": "Also wir können achtzig, neunzig Prozent der Kollegen und Kollegen, die wir in der Betreuung haben, langfristig helfen."
  },
  {
    "start": 2329.359,
    "end": 2334.399,
    "text": "Da gibt es Daten aus Kanada, wo Kollegen dann über fünf Jahre nachbeobachtet wurden."
  },
  {
    "start": 2334.859,
    "end": 2341.879,
    "text": "Und da sind achtzig bis neunzig Prozent der Kollegen und Kollegen weiterhin abstinent und in der Patientenversorgung tätig."
  },
  {
    "start": 2341.959,
    "end": 2343.72,
    "text": "Und wenn man davon ausgeht, dass das."
  },
  {
    "start": 2344.299,
    "end": 2353.779,
    "text": "Die Leute, die zu uns in die Betreuung kommen, ja die Spitze des Aspeks sind vielleicht auch die, die besonders relevante Probleme haben, weil sie aufgefallen sind bei Polizeikontrollen zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 2354.56,
    "end": 2356.72,
    "text": "Dann ist das eine extrem gute Erfolgsquote."
  },
  {
    "start": 2356.779,
    "end": 2361.72,
    "text": "Das haben wir sonst bei der normalen Feldwald-Wiesensuchtherapie nicht."
  },
  {
    "start": 2362.299,
    "end": 2363.22,
    "text": "Weißt du, woran das liegt?"
  },
  {
    "start": 2363.279,
    "end": 2366.16,
    "text": "Liegt das an der Persönlichkeit der Betroffenen?"
  },
  {
    "start": 2366.319,
    "end": 2368.14,
    "text": "Liegt das an dem spezialisierten Angebot?"
  },
  {
    "start": 2368.319,
    "end": 2372.299,
    "text": "Liegt das an dem Druckmittel, das man vielleicht auch in der Hinterhand hat?"
  },
  {
    "start": 2372.899,
    "end": 2373.18,
    "text": "Ich denke."
  },
  {
    "start": 2373.5,
    "end": 2374.379,
    "text": "eine Mischung aus allem."
  },
  {
    "start": 2374.7,
    "end": 2384.72,
    "text": "Ist ja eingangs schon gesagt, die meisten Ärztinnen und Ärzte sind ja ehrlich gesagt alle, sind ja eher so ein bisschen perfektionistisch und ehrgeizig unterwegs."
  },
  {
    "start": 2384.98,
    "end": 2391.58,
    "text": "Sonst hätte man sich dieses Studium nicht gewählt und auch den Zugang zum Studium vielleicht gar nicht erst hinbekommen."
  },
  {
    "start": 2392.06,
    "end": 2399.22,
    "text": "Also da ist schon ein hoher Anspruch und mit gewisser Disziplin auch da, um das Studium abzuschließen muss da sein."
  },
  {
    "start": 2399.74,
    "end": 2401.899,
    "text": "Das ist sicherlich eine günstige Voraussetzung."
  },
  {
    "start": 2402.14,
    "end": 2407.68,
    "text": "und dann Der Arztberuf ist für viele ja schon so eine Berufung, nicht nur ein Beruf."
  },
  {
    "start": 2407.98,
    "end": 2413.259,
    "text": "Das ist was, was man gerne macht, wo man sehr viel auch für sich persönlich rauszieht, anderen Menschen zu helfen."
  },
  {
    "start": 2413.319,
    "end": 2419.339,
    "text": "Und wenn das in Gefahr ist, dann sind Leute nochmal ganz anders bereit, was zu verändern."
  },
  {
    "start": 2419.6,
    "end": 2428.52,
    "text": "Also diese Persönlichkeitseigenschaften, die viele Medizinerinnen haben und dann noch die Kontrollfunktion, die wir ausüben, das kann schon gut helfen."
  },
  {
    "start": 2428.56,
    "end": 2434.64,
    "text": "Und dann ist es natürlich so, dass wir eine intensivere individuellere Betreuung anbieten können."
  },
  {
    "start": 2434.759,
    "end": 2438.299,
    "text": "Also ich habe eine Handynummer unter der ich dann auch erreichbar bin."
  },
  {
    "start": 2438.399,
    "end": 2448.359,
    "text": "und dann ist es auch so, dass wir dann, wenn die Praxis zu hat, abends um neun irgendwie nochmal mit den Kolleginnen telefonieren, das ist was, was man in der normalen Psychotherapie nicht hat."
  },
  {
    "start": 2448.899,
    "end": 2452.279,
    "text": "Und man muss dann keine Sorge haben, dass da irgendwas nach außen dringt."
  },
  {
    "start": 2452.7,
    "end": 2457.439,
    "text": "Also, wenn jetzt eine Meldung reingegangen ist, beispielsweise aus einer Praxis, eine MFA ist aufgefallen."
  },
  {
    "start": 2457.48,
    "end": 2460.58,
    "text": "Hey, der Kollege, die Kollegin riecht immer nach Alkohol."
  },
  {
    "start": 2461.6,
    "end": 2463.379,
    "text": "Und meldet das bei euch in der Ärztekammer."
  },
  {
    "start": 2463.74,
    "end": 2469.66,
    "text": "Da müsste man dann keine Sorge haben, wenn man dann die Therapie startet als betroffene Person, dass dann irgendeine Meldung rausgeht an die Praxis."
  },
  {
    "start": 2470.379,
    "end": 2471.48,
    "text": "Vielen Dank fürs melden."
  },
  {
    "start": 2472.0,
    "end": 2473.279,
    "text": "Therapie ist jetzt gestartet."
  },
  {
    "start": 2474.04,
    "end": 2474.879,
    "text": "Nee, genau."
  },
  {
    "start": 2475.2,
    "end": 2483.939,
    "text": "Also ... Wenn es die gleiche Praxis ist und die MFA da immer noch in der Praxis arbeitet, dann würde die die Verbesserung sicherlich mitkriegen."
  },
  {
    "start": 2484.58,
    "end": 2490.2,
    "text": "oder dass der Kollege dann oder die Kollegin dann mal für drei Wochen oder sechs Wochen krank ist."
  },
  {
    "start": 2490.7,
    "end": 2495.74,
    "text": "Das würde sie mitbekommen, aber von uns kriegen jetzt keine Info, dass hier ein Suchtproblem vorliegt."
  },
  {
    "start": 2495.959,
    "end": 2498.52,
    "text": "Wir antworten auf die E-Mails und sagen danke für die Info."
  },
  {
    "start": 2498.68,
    "end": 2500.859,
    "text": "Kann sie uns vielleicht nur ein, zwei weitere Infos geben?"
  },
  {
    "start": 2501.399,
    "end": 2503.419,
    "text": "oder wir sagen danke für die Info."
  },
  {
    "start": 2503.98,
    "end": 2505.279,
    "text": "Wir kümmern uns."
  },
  {
    "start": 2506.12,
    "end": 2509.419,
    "text": "Und was dann aber weiter passiert, das dürfen wir nicht erzählen."
  },
  {
    "start": 2509.459,
    "end": 2510.2,
    "text": "Das bleibt dann bei uns."
  },
  {
    "start": 2510.74,
    "end": 2519.919,
    "text": "Das heißt, du kannst jetzt aber auch nicht Personen, die gemeldet haben oder sich das jetzt vielleicht überlegen, nachdem sie diesen Podcast hören, Tipps geben, was nach so einer Meldung zu tun ist."
  },
  {
    "start": 2520.48,
    "end": 2522.14,
    "text": "Wenn gemeldet wurde, dann schon."
  },
  {
    "start": 2522.439,
    "end": 2531.54,
    "text": "Also wenn gemeldet wurde und man merkt, es passiert nichts, dann sollte man nochmal nachfragen und sagen hier, das Problem ist immer noch da oder ist stärker geworden, dann sollte man das nochmal machen."
  },
  {
    "start": 2531.72,
    "end": 2534.48,
    "text": "Wenn man jetzt aber mitkriegt, so da hat sich was verändert, dann ist ja gut."
  },
  {
    "start": 2535.52,
    "end": 2537.799,
    "text": "Jetzt ist das Feld natürlich total sensibel."
  },
  {
    "start": 2537.879,
    "end": 2545.439,
    "text": "Ich weiß nicht, ist es möglich anonymisiert, irgendwie über den gelungenen Beratungen besonders positiver Verlauf mal zu sprechen, geht das?"
  },
  {
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    "end": 2546.68,
    "text": "Doch, auf alle Fälle."
  },
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    "end": 2558.6,
    "text": "Wir hatten vor ein paar Jahren eine Kollegin, die große Mengen Alkohol getrunken hat und große Mengen, die er zu Parme eingenommen hat."
  },
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    "end": 2568.759,
    "text": "Und da kam dann aus zwei Richtungen dann am Ende Meldung, das eine war von... eine Apotheke, wo diese Kollegin seit Jahren ein- und ausgeht."
  },
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    "end": 2575.2,
    "text": "Und die dann gesagt hat, Mensch, die sagt immer, sie kauft für ihre Familie oder für ihre Patienten, die jetzt haben."
  },
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    "end": 2578.5,
    "text": "Aber jetzt konnte die irgendwie gar nicht mehr so richtig stehen."
  },
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    "end": 2582.279,
    "text": "talkte in der Apotheke und jetzt machen wir uns Sorgen."
  },
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    "end": 2597.959,
    "text": "Und das andere war, dass die Vorgesetzten der Klinik, in der sie gearbeitet hat, sich auch gemeldet haben und gesagt haben, Mensch, jetzt müssen wir total geschätzte Kolleginnen seit Jahren schon bei uns und wirklich gut und die würden wir gerne behalten."
  },
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    "end": 2607.339,
    "text": "Aber jetzt ist das Problem gewesen, dass sie irgendwie mit zwei Komma fünf Promille vom Rettungswagen hier eingeliefert wurde in die eigene Notausnahme."
  },
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    "text": "Und jetzt haben alle das mitgekriegt."
  },
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    "end": 2611.98,
    "text": "und jetzt müssen wir was tun."
  },
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    "text": "Einerseits, um die Kollegin vor sich selbst zu schützen, aber wir können sie natürlich so auch nicht weiter bei uns arbeiten lassen."
  },
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    "end": 2623.839,
    "text": "Und die Kollegin war dann so, dass sie am Anfang so gesagt, nee, das Problem ist gar nicht da."
  },
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    "start": 2624.2,
    "end": 2632.52,
    "text": "und Gottes Willen, ich schlafe halt ab und zu schlecht und dann nehme ich was, aber ich würde nie und nimmer das täglich nehmen und ich weiß gar nicht, wie sie drauf kommen."
  },
  {
    "start": 2633.04,
    "end": 2640.339,
    "text": "Und Stück für Stück... konnten wir dann auch über sozusagen so so freiwillig verpflichtende H-Analysen dann rausfinden."
  },
  {
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    "end": 2643.859,
    "text": "Ja, der Konsum ist schon deutlich gewesen in den letzten Monaten."
  },
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    "end": 2646.64,
    "text": "Und dann konnten wir darüber sprechen."
  },
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    "text": "Ja, stimmt."
  },
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    "text": "Okay, der Konsum war vielleicht doch mehr."
  },
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    "end": 2652.259,
    "text": "Vielleicht auch darüber nachgedacht."
  },
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    "text": "Vielleicht sollte ich ja was tun."
  },
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    "end": 2656.14,
    "text": "Und das war ja schon irgendwie peinlich, als ich da in der Notaufnahme war."
  },
  {
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    "end": 2659.98,
    "text": "Und dann konnten wir so Schritt für Schritt dann eine Therapie planen."
  },
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    "end": 2663.56,
    "text": "Und dann hat die Kollegin eine Therapie gemacht, insgesamt über sechs Monate."
  },
  {
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    "end": 2681.859,
    "text": "Und war danach noch zu Hause, hat in der Zeit ganz viel auch so Beziehungskonflikte gelöst, hat sich von ihrem Partner getrennt, der auch poliärisch und teilweise gewalttätig war, hat eine Psychotherapie gemacht mit dieser Trennung und dem, was vorher vorgefallen ist, besser umgehen zu können."
  },
  {
    "start": 2682.379,
    "end": 2687.7,
    "text": "Und dadurch konnten wir insgesamt eine deutlich bessere Lebensqualität erreichen für die Kolleginnen."
  },
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    "end": 2696.66,
    "text": "Und die ist dann nach noch einem halben Jahr später, also ein Jahr insgesamt, war die dann stabil und konnte dann wieder anfangen zu arbeiten."
  },
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    "start": 2696.779,
    "end": 2715.859,
    "text": "Erst in Teilzeit, dann in Vollzeit und arbeitet seitdem, meldet sich immer noch ab und zu und wir haben danach auch die Kontrollen weitergeführt über ein Jahr noch, um sicher zu sein, dass jetzt nicht nach einem halben Jahr Therapie und einem halben Jahr Abstinenz dann die Arbeit anfängt und dann plötzlich wieder das ganze Problem von vorne los geht."
  },
  {
    "start": 2715.899,
    "end": 2719.24,
    "text": "Aber dann haben wir die Kontrollen noch über ein Jahr fortgeführt, dann irgendwann beendet."
  },
  {
    "start": 2719.899,
    "end": 2724.459,
    "text": "Und die Kollegin meldet sich immer noch ab und zu und sagt übrigens, wollt nur sagen, mir geht's gut."
  },
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    "end": 2725.819,
    "text": "Vielen Dank für die Unterstützung."
  },
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    "text": "Super."
  },
  {
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    "end": 2736.339,
    "text": "Ich hab natürlich kein Feedback von den Vorgesetzten, aber nachdem sie immer noch in der gleichen Klinik ist, gehe ich davon aus, dass das so in Ordnung ist, dass sie da gut Arbeit leistet."
  },
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    "start": 2737.24,
    "end": 2738.0,
    "text": "Ein schöner Fall, ja."
  },
  {
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    "end": 2740.879,
    "text": "Also auf jeden Fall was was ein Optimistisch stimmen kann."
  },
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    "end": 2748.459,
    "text": "Was könnte sich denn die ganz allgemeine Suchtbehandlung von der Suchtbehandlung bei Ärztinnen und Ärzten abschauen?"
  },
  {
    "start": 2748.759,
    "end": 2748.879,
    "text": "Boah,"
  },
  {
    "start": 2749.339,
    "end": 2750.379,
    "text": "das ist eine schwere Frage."
  },
  {
    "start": 2751.1,
    "end": 2758.06,
    "text": "Ich glaube, dass es wirkt ja so, als ob wir so so Kontrollettis sind, als ob wir eigentlich so die Polizisten von der Ärztekammer sind."
  },
  {
    "start": 2758.1,
    "end": 2759.1,
    "text": "Und das sind wir eigentlich nicht."
  },
  {
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    "end": 2770.939,
    "text": "Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass unsere Betreuung deswegen so effektiv ist, weil wir so viel kontrollieren, sondern die Ärzte haben dann, wenn sie mit uns Kontakt haben, ein Ziel vor Augen."
  },
  {
    "start": 2771.299,
    "end": 2774.16,
    "text": "Sie wollen die Approbationen auf alle Fälle behalten."
  },
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    "start": 2774.22,
    "end": 2780.5,
    "text": "Sie wollen in der Patientenversorgung tätig sein, egal ob das jetzt überhaupt zur Diskussion steht, dass das gefährdet ist."
  },
  {
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    "end": 2782.08,
    "text": "Aber das ist das Ziel."
  },
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    "end": 2790.66,
    "text": "Und ich glaube, wir müssen unseren Patientinnen und Patienten, die Suchterkrankungen haben, für die muss es sich ja lohnen, irgendwie was zu verändern am Konsum."
  },
  {
    "start": 2791.1,
    "end": 2794.02,
    "text": "Wir müssen da einen Lohnen des Ziel aufbauen."
  },
  {
    "start": 2794.08,
    "end": 2798.879,
    "text": "Und das kann was sein, was dann weniger problematisch ist oder vielleicht auch was sein."
  },
  {
    "start": 2799.62,
    "end": 2800.16,
    "text": "viel besser ist."
  },
  {
    "start": 2800.2,
    "end": 2802.419,
    "text": "Mehr Lebensqualität bedeutet am Ende."
  },
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    "end": 2805.24,
    "text": "Gibt es einen Trend, den man ableiten kann?"
  },
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    "start": 2805.5,
    "end": 2810.819,
    "text": "Werden es eher mehr Suchterkrankungen oder eher weniger Suchterkrankungen bei Ärztinnen und Ärzten?"
  },
  {
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    "end": 2813.299,
    "text": "Das wissen wir einfach nicht."
  },
  {
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    "end": 2828.68,
    "text": "Und jetzt ist es so, dass die World Medical Association hat im Oktober, zwei Tausendfünfundzwanzig nochmal ein Statement rausgegeben, dass wir auf alle Fälle uns mehr um die psychische Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten kümmern müssen."
  },
  {
    "start": 2829.2,
    "end": 2839.58,
    "text": "Und da hat er ganz explizit auch gesagt, gerade auch um substanzbezogene Störungen müssen wir uns mehr widmen und da müssen wir unbedingt Barrieren abbauen."
  },
  {
    "start": 2840.48,
    "end": 2842.62,
    "text": "Was die Behandlung betrifft, müssen wir Barrieren abbauen."
  },
  {
    "start": 2842.919,
    "end": 2853.359,
    "text": "Auf der anderen Seite wissen wir einfach gar nicht, wie viele Kolleginnen und Kollegen tatsächlich ein Problem haben und wo jetzt vielleicht, wo wir Angebote verbessern müssten."
  },
  {
    "start": 2854.04,
    "end": 2859.06,
    "text": "wie viele Kolleginnen in Behandlung sind, in Behandlung kommen oder gar nicht wissen, wo sie sich hinwenden können."
  },
  {
    "start": 2859.56,
    "end": 2869.959,
    "text": "Und das heißt, eigentlich bräuchten wir erstmal eine solide Datenbasis, um zu sagen, hier liegt ein Problem vor und dieses Problem können wir auf diese oder jener Art vielleicht lösen."
  },
  {
    "start": 2870.52,
    "end": 2873.459,
    "text": "Wahrscheinlich liegt ein Problem vor, aber wir haben keine Zahlen dafür."
  },
  {
    "start": 2873.5,
    "end": 2875.24,
    "text": "Und das müssen wir als erstes mal schaffen."
  },
  {
    "start": 2875.68,
    "end": 2879.939,
    "text": "Ja, jetzt bist du ja Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie."
  },
  {
    "start": 2880.14,
    "end": 2880.98,
    "text": "Kannst du das nicht machen?"
  },
  {
    "start": 2882.759,
    "end": 2884.24,
    "text": "Ich weiß nicht, ob ich es machen kann."
  },
  {
    "start": 2884.64,
    "end": 2885.72,
    "text": "Ich würde es gerne versuchen."
  },
  {
    "start": 2886.759,
    "end": 2898.64,
    "text": "Ich würde es gerne versuchen, wir planen eine Umfrage bei Ärztinnen und Ärzten durchzuführen, um eben die mentale Gesundheit, die psychische Gesundheit da erfassen zu können."
  },
  {
    "start": 2898.72,
    "end": 2901.459,
    "text": "Und das geht es auch um Substanzkonsum, aber nicht nur."
  },
  {
    "start": 2901.54,
    "end": 2907.48,
    "text": "Da geht es auch um Belastung durch fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf."
  },
  {
    "start": 2909.959,
    "end": 2914.48,
    "text": "die Pendel-Lie, die Pendelwege, da geht es auch um Suizidalität."
  },
  {
    "start": 2915.14,
    "end": 2919.12,
    "text": "Ärzte haben erhöhtes Risiko für Suizide zum Beispiel, haben wir noch gar nicht darüber gesprochen."
  },
  {
    "start": 2919.5,
    "end": 2946.5,
    "text": "Aber diese Umfrage bereiten wir derzeit vor, die wird hoffentlich demnächst dann live gehen und da würde ich mich total freuen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen teilnehmen würden, weil damit können wir dann zeigen, so, das gibt Probleme vielleicht auch bei manchen nur und die allermeisten denen gehen es gut, aber Bei denen, bei denen es ein Problem gibt, da müssen wir was tun, weil wir immer mehr das Problem haben, dass wir zu viele Patienten und zu wenig Ärztinnen und Ärzte haben."
  },
  {
    "start": 2946.54,
    "end": 2948.919,
    "text": "Wir müssen also schauen, dass alle möglichst gesund sind."
  },
  {
    "start": 2949.54,
    "end": 2954.64,
    "text": "Und gerade die, die anderen helfen, also den Helfenden zu helfen, ist glaube ich ganz, ganz richtig."
  },
  {
    "start": 2955.24,
    "end": 2962.66,
    "text": "Und da brauchen wir erstmal gute Argumente, die wir dann in die Politik bringen können und sagen, guckt mal her, so groß ist das Problem tatsächlich."
  },
  {
    "start": 2963.0,
    "end": 2969.7,
    "text": "Und werdet ihr dann nur bestimmte Gruppen, vielleicht die, die wir auch eingangs angesprochen haben, als Risikogruppen befragen oder einfach alle alle?"
  },
  {
    "start": 2970.439,
    "end": 2973.399,
    "text": "Wir wollen alle Fragen und auch Medizinstudierende befragen."
  },
  {
    "start": 2973.98,
    "end": 2978.12,
    "text": "Aber ich denke, die Medizinstudierende sind ja die Ärztinnen und Ärzte von morgen."
  },
  {
    "start": 2978.379,
    "end": 2984.12,
    "text": "Zum einen, zum anderen fangen die meisten psychischen Erkrankungen so im Jugendalter, jungen Erwachsenenalter an."
  },
  {
    "start": 2984.58,
    "end": 2992.399,
    "text": "Und wenn man da rechtzeitig, frühzeitig Behandlungsangebote macht, die attraktiv genug sind, dass die Kolleginnen und Kollegen da auch drauf sind."
  },
  {
    "start": 2992.6,
    "end": 2999.859,
    "text": "zugreifen, dann kann man da eine Chronifizierung vorbeugen und eben auch in so einer Art Selbstmedikation mit Substanzen."
  },
  {
    "start": 3000.259,
    "end": 3016.48,
    "text": "Ich würde sagen, gib mir doch einfach Bescheid, wenn diese Umfrage online ist, dann setze ich einen Link in die Show Notes und dann können wir alle zusammen dafür sorgen, dass sich die Datenlage vielleicht ein bisschen bessert und man dann auf dieser Grundlage vielleicht auch politische Entscheidungen anregen kann."
  },
  {
    "start": 3017.0,
    "end": 3020.48,
    "text": "Was müsste sich denn politisch tun, um die Situation zu verbessern?"
  },
  {
    "start": 3021.22,
    "end": 3026.02,
    "text": "Zum einen müssen wir Suchterkrankungen generell besser behandeln."
  },
  {
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    "end": 3034.399,
    "text": "Wir behandeln jetzt mal weg von Ärztinnen und Ärzten bei den Personen mit Alkoholabhängigkeit zehn bis zwanzig Prozent bloß."
  },
  {
    "start": 3034.52,
    "end": 3039.74,
    "text": "Der Rest leidet Folgeerkrankungen, stirbt irgendwann an den Folgeerkrankten."
  },
  {
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    "end": 3040.18,
    "text": "Früher."
  },
  {
    "start": 3040.5,
    "end": 3046.08,
    "text": "im Schnitt sterben Menschen mit Alkoholabhängigkeit im Vierteljahrhundert früher als die ohne."
  },
  {
    "start": 3046.66,
    "end": 3049.839,
    "text": "Und das ist ein enormer Verlust an Lebensqualität."
  },
  {
    "start": 3050.48,
    "end": 3053.08,
    "text": "nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die ganze Umfeld."
  },
  {
    "start": 3053.68,
    "end": 3056.879,
    "text": "Das kostet einfach wahnsinnig viel Geld auch für die gesamte Gesellschaft."
  },
  {
    "start": 3057.379,
    "end": 3061.54,
    "text": "Und das müssen wir unbedingt verbessern, dass sich mehr Leute in Behandlung trauen."
  },
  {
    "start": 3061.839,
    "end": 3067.819,
    "text": "Dafür müssen wir bessere Behandlungsangebote schaffen, die niederschwelliger sind, müssen genügend Kapazitäten haben."
  },
  {
    "start": 3068.68,
    "end": 3075.5,
    "text": "Und wir müssen auch gucken, dass wir unsere Sprache als Ärztinnen und Ärzte da verändern."
  },
  {
    "start": 3076.12,
    "end": 3077.859,
    "text": "Und ja, vielleicht auch ein bisschen mehr."
  },
  {
    "start": 3078.62,
    "end": 3091.72,
    "text": "Soft Skills lernen in der Begleitung von Patientinnen und Patienten und aber auch in der Begleitung und Führung von Mitarbeitern, weil da können wir ganz, ganz viel noch dazulernen."
  },
  {
    "start": 3093.04,
    "end": 3102.959,
    "text": "Und wenn wir das schaffen, da einen Umdenken hinzukriegen, ich glaube, dass es unter den Kolleginnen und Kollegen auch die Bereitschaft, dann größer sich in Behandlung zu begeben."
  },
  {
    "start": 3103.14,
    "end": 3120.54,
    "text": "und dafür müssen wir dann auch niedrigschwellige Behandlungsangebote schaffen, die nicht stigmatisieren sind, die nicht mit schlimmen Konsequenzen drohen, sondern die einfach sagen, so hier, wenn du ein Problem hast, melde dich doch, wir helfen dir und verschaffen dir zeitnah auf Unterstützung."
  },
  {
    "start": 3121.339,
    "end": 3129.819,
    "text": "Das alles kostet natürlich irgendwie auch Geld und Ressourcen und das ist das, was die Politik uns zur Verfügung stellen müsste."
  },
  {
    "start": 3130.299,
    "end": 3134.299,
    "text": "Das muss gewährleistet sein, aus welchem Topf auch immer."
  },
  {
    "start": 3134.919,
    "end": 3144.879,
    "text": "Am Ende ist es so, Ärzte, die ausgebrannt sind und sich in den Substanzkonsum flüchten, haben die Möglichkeit zu konsumieren, weiterzumachen und sich zu verstecken."
  },
  {
    "start": 3145.06,
    "end": 3149.779,
    "text": "Dadurch wird die Patientenversorgung schlechter, kriegen dann irgendwann Folgeerkrankungen und fallen aus."
  },
  {
    "start": 3150.58,
    "end": 3155.799,
    "text": "Oder sie wechseln den Job, weil sie sagen, der Arztberuf, so wie er jetzt ist, ist nicht gut."
  },
  {
    "start": 3155.98,
    "end": 3164.799,
    "text": "Also da müssen wir auch gucken, dass wir die Kolleginnen unterstützen und auch den Arztberuf ein Stück weit attraktiver und angenehmer machen, weniger durchgetaktet."
  },
  {
    "start": 3165.08,
    "end": 3166.7,
    "text": "Das wäre so mein Wunsch."
  },
  {
    "start": 3167.14,
    "end": 3172.64,
    "text": "Leisten sich denn alle Landesärztekammern einen Drogen- und Suchtbeauftragten oder eine Drogen- und Suchtbeauftragte?"
  },
  {
    "start": 3172.7,
    "end": 3176.08,
    "text": "Also kann man dieses Angebot überall wahrnehmen in Deutschland?"
  },
  {
    "start": 3176.839,
    "end": 3178.56,
    "text": "Das ist sehr unterschiedlich."
  },
  {
    "start": 3178.6,
    "end": 3183.819,
    "text": "Es hängt von den einzelnen Kammersatzungen ab, wie das ausgestaltet wird."
  },
  {
    "start": 3184.18,
    "end": 3191.6,
    "text": "Soweit ich weiß, haben alle Bundesländer, alle Landesärztekammern Drogensuchtbeauftragte, die... Teilweise unterschiedlich benannt werden."
  },
  {
    "start": 3192.339,
    "end": 3193.459,
    "text": "Aber das gibt es überall."
  },
  {
    "start": 3193.98,
    "end": 3201.2,
    "text": "Nur in manchen Ländern ist es so, dass die Drogensuchtbeauftragten tatsächlich eine reine Kontrollfunktion ausüben."
  },
  {
    "start": 3201.419,
    "end": 3206.2,
    "text": "In manchen Bundesländern ist es so, dass automatische Meldungen an die Apparationsbehörde erfolgen muss."
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    "end": 3208.74,
    "text": "Und das ist in Hessen zum Glück nicht so."
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    "text": "Wir haben das schon ein Stück weit selbst in der Hand."
  },
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    "text": "zu sagen, hier bei diesen Kollegen ist es ein Problem, da müssen wir eine Meldung machen."
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    "text": "Und bei den Großteilen ist es eben kein Problem und da händeln wir das gemeinsam mit den Kollegen."
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    "text": "Und das ist vielleicht auch so was, wo wir schauen müssen, dass wir das bundesweit ein Stück weit einheitlicher gestalten können und mehr die Unterstützung in die Vordergrundstellen auch in die Kammer"
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    "text": "zu machen."
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    "text": "Das ist ein ganz wichtiger Punkt an der Stelle."
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    "text": "Es gibt Länder, wo direkt gemeldet wird, an die Approbationsbehörde."
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    "text": "Das ist natürlich jetzt, wenn man zuhört und sich vielleicht denkt, ach Mensch, vielleicht... hab ich ein Problem und vielleicht gerade auch so ein Entschluss gefasst hat, vielleicht auch mal sich Hilfe zu holen, kann das erstmal entmutigend klingen oder auch so, dass man das lieber nicht macht."
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    "text": "Aber dann ganz wichtiger Punkt, da wird gemeldet, aber das bedeutet dann eigentlich nicht, dass mehr passiert als jetzt in Hessen."
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    "text": "Also es wird dann vermerkt gemacht in der Approbationsbehörde, aber dann läuft die Therapie und wenn dann auch erfolgreich therapiert wird, ist ja auch alles gut."
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    "text": "Also eine Meldung heißt dann nicht, dass die Approbation direkt weg ist."
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    "text": "Wenn jetzt aber jemand zuhört und sich total Sorgen macht, könnte man sich dann auch, wenn man aus einem anderen Bundesland kommt, erstmal bei euch melden?"
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    "text": "Wir machen nur Hessen, aber natürlich kann man uns schreiben."
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    "text": "Und dann kann man sagen so, ich möchte jetzt vielleicht erst mal nicht sagen, wer ich bin."
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    "text": "Ich schreibe jetzt von der anonymen E-Mail-Adresse aus und möchte mich jetzt einfach mal erkundigen, wie das so ist."
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    "text": "Und wir haben ein therapeutisches Netzwerk sozusagen."
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    "text": "Da können wir natürlich auch sagen, wir empfehlen, ihn sich hierhin oder dahin zu wenden."
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    "text": "kann man natürlich machen."
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    "text": "Aber in erster Linie sind die Kammern vor Ort zuständig und da geht es schon auch darum, dass man tatsächlich auch in den einzelnen Kammern da jetzt endlich mal eine andere Haltung dazu haben muss, weil wir können, das ist natürlich für die Kammern total einfach zu sagen, wir haben nur einen Arzt oder zwei Ärzte pro Jahr, die sich bei uns melden oder die gemeldet werden, dann müssen wir uns nicht drum kümmern."
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    "text": "Aber den Kollegen geht es ja trotzdem schlecht."
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    "text": "Also irgendwie muss man ja was tun und der kann natürlich ein Konzept sein."
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    "text": "wir strecken ab und schauen weg."
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    "text": "Ich denke dass unser Konzept mit geschauen hin und unterstützen sinnvoll"
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    "text": "ist."
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    "text": "ich hoffe da haben wir durch diese Episode vielleicht auch ein klein wenig für sensibilisiert."
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    "end": 3347.399,
    "text": "gibt es sonst noch etwas dass du unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben möchtest."
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    "text": "Ich würde mich bei dir auf alle Fälle bedanken."
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    "text": "Ich fand es ein total tolles Gespräch."
  },
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    "end": 3357.66,
    "text": "Aber noch viel mehr bedanke ich mich bei allen Hörerinnen und Hörer, die bei der Umfrage mitmachen werden."
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    "text": "Das wäre fantastisch, wenn da möglichst viele mitmachen würden."
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    "text": "Sagt Dr."
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    "text": "Matthias Luderer, Oberarzt aus Frankfurt von der Uniklinik."
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    "end": 3374.56,
    "text": "Dort leitet er den Bereich Suchtmedizin, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen."
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    "start": 3374.66,
    "end": 3377.06,
    "text": "Vielen Dank, dass du heute zu Gast im Ambers Podcast warst."
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    "text": "Vielen Dank dir auch."
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    "text": "Und euch zu Hause allen."
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    "end": 3381.66,
    "text": "Herzlichen Dank fürs Zuhören."
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    "text": "Wir hatten ein schwieriges Thema heute, wie ich fand."
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    "text": "Ein Thema, über das nicht viel gesprochen wird."
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    "text": "Aber wir haben auch gehört, wenn man darüber spricht, wenn man da mal mit dem Scheinwerfer drauf leuchtet und vielleicht auf die eigenen Probleme oder die der Kolleginnen und Kollegen achtet, dass man da tolle Ergebnisse erzielen kann."
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    "text": "Ich hoffe, ihr seid beim nächsten Mal wieder mit dabei."
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    "text": "Vielen Dank, dass ihr den Amboss Podcast abonniert, dass ihr darüber sprecht, dass ihr euch austauscht darüber."
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    "text": "Wenn ihr Amboss noch nicht kennen solltet, guckt einfach mal drauf, go.amboss.com slash amboss minus entdecken."
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    "text": "Da kommt ihr auf unsere Homepage und da kann man dann kostenlos auch einen Monat Amboss ausprobieren auf dem Desktop oder in der App."
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    "text": "Und ich kann euch nur empfehlen, das mal zu machen."
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    "text": "Vielleicht ist es ja was für euch."
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    "text": "Macht es gut."
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    "text": "Bis zum nächsten Mal."
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    "text": "Ciao."
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]