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    "text": "Der Amboss-Podcast Medizin zum Hören."
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    "text": "Heute mit einer Folge zum Thema Insuline, ein Mikrofon ist für euch Philipp Winghardt Arzt aus der Amboss Redaktion."
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    "text": "Am vierzehnten November war Weltdiabetes Tag und dieses Datum ist kein Zufall."
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    "text": "Der vierzehnte November das war der Geburtstag von Frederick G. Banting Ein kanadischer Arzt denn die Geschichte eingegangen ist weil es ihm gelungen ist insulin zu isolieren."
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    "text": "Bis dahin war Diabetes eine tödliche Erkrankung."
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    "text": "Die Stationen waren voll von spindeldürren Kindern, die ausnahmslos alle gestorben sind – hundert Prozent Mortalität und Insulin hat das vollkommen verändert!"
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    "text": "Heutzutage kann man gut mit Diabetes leben."
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    "text": "Natürlich vorausgesetzt, man hat Zugang zu Insulin und zu entsprechenden Schulungen."
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    "text": "Das ist nicht selbstverständlich und bei Weiten nicht überall auf der Erde der Fall."
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    "text": "Aber wenn man Zugang zur Insulin hat dann wird man relativ schnell feststellen dass es ganz verschiedene Arten von Insulin gibt Und das die in verschiedenen Insulintherapieschemata eingesetzt werden."
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    "text": "Manchmal ist es gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten."
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    "text": "Manche Insulin wirken schnell, manche wirken langsam."
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    "text": "Manchmal spritzt man sie subkutan, manchmal gibt man sie über eine Spritzenpumpe."
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    "text": "Es gibt ganz verschiedene Wirkstoff und Markennamen Und die werden dann meistens auch noch wild durcheinander verwendet."
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    "text": "und weil dann auch noch die Fallhöhe entsprechend groß ist auf der einen Seite drohen Nierenversagen, Blindheit, Nervenschäden Auf der anderen Seite die potentiell tödliche Hypoglycemie Ist die Insulintherapie bei vielen wirklich nicht gerade beliebt."
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    "text": "Das ist schade, weil man mit sehr wenigen Kniffen viel für seine Patientinnen und Patienten tun kann – völlig unabhängig von der Fachrichtung!"
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    "text": "Und wie das funktioniert?"
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    "text": "Das besprechen wir heute."
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    "text": "Wer möchte, kann sich parallel dazu das Ambos Kapitel Diabetes Melitus aufmachen und auch das Kapitel Insuline kann heute helfen, bei so einem komplexen Thema auch ein bisschen visuellen Input zu bekommen Den auditiven Input, den liefert uns heute Frau Professor Susanne Regatan."
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    "text": "Sie leitet das Diabeteszentrum der Uniklinik Essen und weiß natürlich aus dem Austausch mit sehr vielen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachdisziplinen wo der Schuh in Sachen Insulin drückt."
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    "text": "Außerdem treibt sie in Essen die Digitalisierung nach vorne."
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    "text": "Sie kümmert sich da ums Diabetes-Management und wir werden heute auch noch erfahren, warum das fürs Outcome sehr wichtig sein kann."
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    "text": "Frau Prof."
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    "text": "Riga Tan, herzlich willkommen!"
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    "text": "Vielen Dank dass ihr heute zu Gast im Armboss Podcast sind."
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    "text": "Hallo ich freue mich sehr."
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    "text": "Frau Professor Riga tan, sie leiten ja das Diabeteszentrum der Uniklinik in Essen und da bekommen sie ja jeden Tag ziemlich viele Konzilereien nämlich an."
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    "text": "was wird denn von Kolleginnen und Kollegen am häufigsten in Bezug auf Insulin gefragt?"
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    "text": "Die Kolleginnen fragen schon in der Regel an, wenn sie bemerken das Patientinnen mit Diabetes."
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    "text": "Deutliche hyperglykeme Werte aufweisen und sie sich unsicher sind in den weiteren Prozedere also der weiteren Dosisanpassungsinsudienst"
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    "text": "Also vor allem Hyperglychemien?"
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    "text": "Werte bei denen man sich an Sie wendet?"
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    "text": "Die sind dann schon doch relativ hoch und häufig ist das auch so in Kombinationen kurz vor oder am Tag der Entlassung, was immer eine Herausforderung stellt."
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    "text": "Das Patient hat einen Blutzucker von vierhundert fünfhundert."
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    "text": "Sollte aber eigentlich heute entlassen werden."
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    "text": "können sie das eben noch mal optimieren?"
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    "end": 211.7,
    "text": "Und wenn Sie so auf Ihre eigene Abteilungen schauen – wenn da jetzt junge Kolleginnen und Kollegen anfangen – wo sind da die größten Fragezeichen im Bezug auf Insulinum?"
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    "end": 221.98,
    "text": "Also die Kolleginnen sind in unserer Abteilung in der Regel schon natürlich aufgrund des Faches erfahrener als die Kollegen, die quasi Diabetes-als-Nebendiagnose managen müssen."
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    "end": 237.26,
    "text": "Aber auch da ist es so, die Patientinnen kommen ja häufig zum Beispiel aus der Notaufnahme und wir fangen dann eigentlich mit einer intravenösen Insulin-Tap hier an und dann diskutieren wir schon häufig was ist der Zielbereich den wir erst festlegen?"
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    "text": "wie schnell gehen wir runter?"
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    "text": "Wie passen wir das Insulin zu den Mahlzeiten an Was für ein Korrekturfaktor wählen wir, solche Dinge."
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    "end": 249.98,
    "text": "Wir wollen ja heute auch einen Blick auf ein paar Fallbeispiele werfen und uns das dann ganz konkret anschauen."
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    "text": "Da können wir natürlich auch noch mal vielleicht darauf kommen wie das mit einer IV Insulin Gabel in der Notaufnahme läuft und worauf man da achten sollte."
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    "text": "Vielleicht eine Frage, dass interessiert mich jetzt was denn der höchste Blutzuckerwert den Sie je gesehen haben?"
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    "text": "Okay, das ist eine ganze Menge."
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    "text": "Wir wollen uns ja heute an solche Werte herantrauen natürlich aber auch an viel niedrigere."
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    "text": "Lassen Sie uns doch davor vielleicht einen kurzen Blick auf die Grundlagen werfen."
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    "text": "da gibt es ja Begriffe wie Insulin einheit coolen Hydrateinheit dann Ist der Tagesbedarf ja unterschiedlich basal brandial."
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    "text": "man muss Die insulinen mengen an die tageszeit Anpassen."
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    "text": "wenn man jetzt Vielleicht Keine Diabetes Experten kein Diabetes Expert Welche Stellgrüßen sollte man auf jeden Fall auf dem Schirm haben?"
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    "text": "Komplikationen hervorrufen können, die auch kurzfristig tödlich sein können."
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    "text": "Deswegen ist es schon gut dass wir uns damit auskennen vor allen Dingen weil dann doch im klinischen Setting viele Menschen mit Diabetes also sie kommen nicht wegen des Diabetes aber sie bringen ihnen halt mit so dass sie das eigentlich egal in welcher Fachabteilung Sie arbeiten sich damit aus kennen sollten."
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    "text": "Es hilft immer so ungefähr Rößenordnung zu kennen Damit man sich einfach in den absoluten Zahlen ein bisschen vertrauter fühlt."
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    "text": "Grundsätzlich kann man immer so davon ausgehen, dass jeder von uns und das gilt dann eben entsprechend für die Typ-I Diabetes Menschen also bei denen wir Insulin ersetzen müssen weil es ihnen fehlt."
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    "text": "Dass wir ungefähr eine Dreiviertel Einheit pro Stunde benötigen an Basalbedarf um eben Lukose aus der hepatischen Gluconeogenese abzufangen."
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    "text": "Und darüber hinaus essen wir ja noch und zu den Mahlzeiten ist es so ungefähr so eine Einheit pro zehn Gramm Kohlenhydrate, die wir aufnehmen verwenden."
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    "text": "Und dann gibt es wie Sie schon gesagt haben eben die unterschiedliche Insulinempfindlichkeit im Tagesverlauf."
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    "text": "Wir teilen das immer ein und sagen morgens ist der höchste Bedarf abends der zweithöchste und der geringste bedarf bis zur Mittagszeit."
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    "text": "Das spiegelt sich wieder in der Tatsache auch häufig dass Menschen mit Typ-I Diabetes einen unterschiedlichen sogenannten KE Faktor haben."
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    "end": 426.82,
    "text": "das auch zum Beispiel in der Umstellung von intravenös auf subkutane Gaben, dann entsprechend so ein, dass wir sagen, der Gesamtbedarf an Prandialinsulin wird aufgeteilt im Verhältnis drei zu eins zu zwei."
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    "text": "und Plandial das ist das Insulin, was wir eben brauchen wenn gegessen wird, was noch dazukommt."
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    "text": "Genau!"
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    "text": "Aber es auch ganz hilfreich ist, glaube ich."
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    "text": "Wenn man generell weiß, dass eine Einheit Insulin bei jemandem mit Typ II Diabetes ungefähr den lokose Spiegel um dreißig Milligramm pro Dezilitersenk, das sogenannte Korrektur-Faktor."
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    "text": "Ja, vierzig."
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    "text": "Bei steroidinduzierten Diabetes oder Hyperblyke mehr eher fünfzehn."
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    "end": 467.92,
    "text": "Oder bei jemanden der sehr insulinresistent ist auch eher fünfzentig."
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    "end": 474.539,
    "text": "Und wenn wir das jetzt zusammenrechnen – Basale und Prandial Auf wie viele Insulin-Einheiten kommen wir im Schnitt?"
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    "text": "Das ist dann individuelle wieder sehr, sehr unterschiedlich."
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    "end": 488.08,
    "text": "Aber wenn Sie jemanden mit einem Typ I Diabetes aufnehmen, haben sie ungefähr Basal so achtzehn bis vierundzwanzig Einheiten und Mahlzeiten abhängig kommt darauf an was er isst."
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    "end": 490.56,
    "text": "aber der Standard ist so ganz grob."
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    "end": 492.08,
    "text": "damit machen Sie meistens nichts falsch."
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    "end": 506.46,
    "text": "also achtzehnt bis zwanzig einheiten Basalinsolin plus ein BE oder KE Faktor von eins zu eins, das heißt also der oder die Patientin würde eine Einheit Insulin für zehn Gramm gegessene Kohlenhydrate."
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    "end": 524.96,
    "text": "Also angenommen Frühstück morgens ein Brötchen dann sind das bei uns standardmäßig zwei K.E.. Wenn man dieses Brötchen mit zwei Einheiten Insulin abfangen und einen Korrektur Faktor nehmen von vierzig, das heißt wenn ich über dem Zielbereich liege senke ich den Lokosespiegel nochmal mit einer Einheit pro vierzig die ich drüber liege."
  },
  {
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    "end": 531.06,
    "text": "Und im Krankenhaus hätten wir ein Ziel von hundertzwanzig bis hundertsechzig oder hundertfünfzig bis hundertachtzig."
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    "text": "Ich fasse das noch mal kurz zusammen weil ich es gar nicht so trivial finde."
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    "text": "sie korrigieren mich bitte wenn ich jetzt unsinn erzähle."
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    "text": "Wir haben einen Basalbedarf und wir haben einen Prandialbedarf."
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    "text": "Und den stellen wir schon mal sozusagen antizipatorisch ein, wir wollen das die Leute im Zielbereich bleiben."
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    "text": "deswegen geben wir einen Basalinselin um diesen Basal bedarf schon im Vorfeld zu adressieren und wir geben Insulin zum Essen um eben diesen Prandiall Bedarf abzufangen und dann klappt es manchmal nicht so gut."
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    "text": "der Blutzucker ist immer noch nicht im Ziel Bereich und dann wollen wir korrigieren Und je nachdem welche Art von Diabetes vorliegt, können wir unterschiedlich gut korrigieren."
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    "text": "Bei Typ I da senkt eine Einheit Insulin den Blutzucker um vierzig Milligramm pro D-Ziliter bei Typ II ein bisschen weniger."
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    "end": 575.76,
    "text": "Da liegt ja auch eine Insulinresistenz meistens vor."
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    "text": "Da sind es dreißig Millikramme pro D Ziliter."
  },
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    "end": 585.2,
    "text": "und dann wenigstens bei Steroid induzierten Diabetes und bei hoher Insulin Resistenz, da sind's nur fünfzehn Millikranme pro DCliter."
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    "end": 591.96,
    "text": "Und gleichzeitig gibt's im Krankenhaus, wenn man es damit Diabetikerinnen zu tun hat auch noch unterschiedliche Zielbereiche."
  },
  {
    "start": 592.56,
    "end": 606.22,
    "text": "Typ eins Diabetika-Innen die möchte man in einen Zielbereich bekommen von hundertzwanzig bis hundertsechzig Milligramm pro D-Ziliter und ein bisschen höher gefasst ist der für Typ zwei Diabetica Innen der ist Hundertfünfzig bis Hundertachtzig Millagramm pro Dezilitzer."
  },
  {
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    "text": "Ich finde, man kann sich das ganz gut merken."
  },
  {
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    "end": 612.9,
    "text": "Bei dem Typ I Diabetiker-Zielbereich hundertzwanzig bis hundertsechzig passt ja ganz gut."
  },
  {
    "start": 612.96,
    "end": 623.28,
    "text": "dieser Korrekturfaktor von vierzig rein also hundert zwanzig bislang sechszig gleich vierzig und in den von Typ II DiabetikaInnen Hundertfünfzig bis Hundertachtzig da passt gut die dreißig rein."
  },
  {
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    "end": 625.88,
    "text": "dass vielleicht so als kleine Eselsbrücke."
  },
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    "end": 629.94,
    "text": "Das ist soweit so verwirrend manchmal aber eigentlich ist es gar nicht so schwer."
  },
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    "end": 631.22,
    "text": "Man muss sich das ja nur klar machen."
  },
  {
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    "end": 636.78,
    "text": "könnten sie das vielleicht einfach mal An einem Beispiel uns vielleicht erklären, sagen wir bei Typ I."
  },
  {
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    "end": 646.7,
    "text": "Also erfahrungsgemäß ist es so dass eben bei den Typ I Diabetes Menschen wenn sie da eine Einheit applizieren der Glucose-Spiegel um vierzig Milligramm pro dl fällt."
  },
  {
    "start": 646.86,
    "end": 659.26,
    "text": "also Sie haben einen Blutzucker gemessen von zwei hundert möchten aber in dem Zielbereich von Hundertzwanzig bis Hundertsechzig dann würden sie rein theoretisch mindestens eine Einhalt spritzen weil sie dann von zwehundert auf Hundert sechzig fallen würden."
  },
  {
    "start": 659.54,
    "end": 660.96,
    "text": "Gut ich denke das ist klar."
  },
  {
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    "end": 665.76,
    "text": "Warum haben wir denn in der Klinik überhaupt andere Zielbereiche als im ambulanten Setting?"
  },
  {
    "start": 666.64,
    "end": 682.72,
    "text": "Also, in der Regel sind diese Zielbereiche höher als im ambulance setting und da geht es einfach darum dass wir im Krankenhaus ja krenkere Menschen haben die einer Stresssituation ausgesetzt sind also allein wegen der akuten Erkrankung die sie dahin geführt hat beispielsweise."
  },
  {
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    "end": 692.22,
    "text": "Und wir eben standardmäßig viel häufiger mit Insudin-Handtieren und das ja potenziell schädlich sein kann, wenn wir übertreiben und Hypoglykemin verursachen."
  },
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    "end": 718.04,
    "text": "Das ist der Tatsache geschuldet dass wir in einer Stresssituation sind und da Cortisol beispielsweise schon zu Hyperglykemin führt und das auch partiell quasi physiologisch ist auf der anderen Seite es immer noch sehr strittig ist ob ein niedriger Zielbereich tatsächlich zu einem Nutzen führt Und wir eben das Risiko haben, wenn wir nicht gut justieren dem Patienten akut Gefährten."
  },
  {
    "start": 718.5,
    "end": 723.3,
    "text": "In dieser Gemengelage ist der Zielbereich ein bisschen höher als im ambulanten Setting."
  },
  {
    "start": 723.56,
    "end": 729.38,
    "text": "Das heißt bei einem BZ von Hundertsechzig sind Sie jetzt auf Normalstation gar nicht so dahinter?"
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    "text": "Nicht so!"
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    "text": "gibt es denn da Zahlen zu also zur Gefahr durch iatrogene Hypoglykeminen?"
  },
  {
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    "text": "Gibt's das Studien?"
  },
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  },
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    "text": "Wie oft jetzt das tatsächlich passiert?"
  },
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    "end": 756.06,
    "text": "Was wir allerdings wissen ist dass eben Hypoglyke mi natürlich akut abgesehen davon dass man sich nicht gut fühlt dazu führen kann dass Herzrhythmusstörungen und oder Krampfernfälle auftreten können was den meisten aber nicht so klar ist."
  },
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    "end": 768.36,
    "text": "auch ist so eine Stresssituation eine Hypoglycemi zu erleben Das in der Zeit um die Hypoglycemie herum Die Menschen ein deutlich höheres Risiko aufweisen cardiovascular Ereignisse zu erleiden."
  },
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    "text": "Insofern sollte das sicherlich vermieden"
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    "text": "werden.\"."
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    "text": "Okay, also ist auf Normalstation der erste Gegner eigentlich die Hypo-Glychemie und nicht die Hyperglychemien?"
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    "text": "Genau!"
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    "end": 794.26,
    "text": "Das sollten wir auf keinen Fall einkaufen dieses Risiko wenn wir irgendwann mal im Diabetes Management unsere Versorgung so sicher gestalten können dass wir einen niedrigen Zielbereich anstreben ohne dieses Risico einzugehen dann glaube ich auch dass wir andere Zielwerte haben werden aber aktuell."
  },
  {
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    "end": 799.78,
    "text": "Und wie ist das dann, wenn Sie als Konziliarärztin durchs Krankenhaus gehen?"
  },
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    "end": 807.22,
    "text": "Liegen die Patientinnen da eher innerhalb des Zielbereichs hundertvierzig bis hundertsechzig oder wird der ihr die Hundertzwanzig angestrebt."
  },
  {
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    "end": 816.86,
    "text": "Ich glaube eher dass es häufig eher ist, dass in der Regel sogar eher über dem Zielbereich die Menschen liegen weil einfach Hyperblyke mit tut nicht weh."
  },
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    "text": "also da fehlt Awareness."
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    "text": "aber auf jeder Ebene."
  },
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    "text": "Der Patient ist gerade mit was anderem beschäftigt, für die Pflege ist Glukosemonitoring super anstrengend."
  },
  {
    "start": 824.94,
    "end": 841.58,
    "text": "Die Kollegen, die nicht aus diesem Bereich kommen sind auf andere Sachen spezialisiert und gucken auf andere Dinge und fühlen sich vielleicht auch nicht so sicher in diesem Diabetes Management, dass da häufiger eher Glukosewerte über dem Zielbereich toleriert werden oder... Man sieht den Diabetes erst gar nicht."
  },
  {
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    "end": 843.84,
    "text": "Wenn man nicht monitorent, dann sieht man auch kein"
  },
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    "text": "Problem.\"."
  },
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    "text": "Und sind dafür auch Daten bekannt?"
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    "text": "Also jetzt haben Sie gesagt die Hypoglychemie kann zu massiven kadiovaskulären Ereignissen führen."
  },
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    "text": "wie ist es bei der Hyperglychemie?"
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    "end": 857.22,
    "text": "nehmen wir jetzt mal an zum Beispiel bei einer operierten Person."
  },
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    "text": "Wie wirkt sich das auf die Gesundung"
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    "text": "aus?"
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    "end": 868.16,
    "text": "Es ist schon so dass sehr gute Daten dafür gibt, dass die Diagnose Diabetes mit einem höheren Risiko assoziiert ist, dass wir im Krankenhaus einen ungünstigen Verlauf haben."
  },
  {
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    "end": 875.12,
    "text": "Also die Patienten mit Diabetes im Vergleich ohne müssen im Durchschnitt zwei Tage länger im Krankenhaus bleiben."
  },
  {
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    "end": 892.06,
    "text": "Sie haben für einige krankenhausspezifische Komplikationen ein doppelt zu hohes Risiko, beispielsweise nosokamiale Infektion gerade in postoperativen Bereich also Wundinfektionen zum Beispiel aber auch höheres Risiko für akutes Nierenversagen, kardiovaskuläre Ereignisse und Notwendigkeit von Intensivstation."
  },
  {
    "start": 892.76,
    "end": 901.38,
    "text": "Das ist schon mit dem Diabetes-Status verbunden und man sieht auch, dass es nicht nur der Diabetes sein muss an und für sich sondern das auch lediglich hyperglykämie."
  },
  {
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    "end": 914.64,
    "text": "Wenn man jetzt noch gar nicht so sicher ist ob das Diabetes ist oder nicht eben in einem ungünstigen Verlauf bis hin höherem Risiko von Mortalität im Krankenhaus assoziiert ist also schon ein sehr wichtiges Thema das unbedingt eigentlich systematisch adressiert gehört."
  },
  {
    "start": 915.3,
    "end": 923.58,
    "text": "gleichzeitig wissen wir aber, weil wir nicht systematische Screenen Wir schätzen ja, wir haben so eine Prävalenz von Diabetes im Krankenhaus mindestens einer von vier."
  },
  {
    "start": 924.22,
    "end": 928.62,
    "text": "Manche Zahlen sagen sogar vier von zehn und wir sehen aber nur einen Bruchteil dieser Menschen."
  },
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    "text": "also wer kennen vielleicht drei von vier nicht?"
  },
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    "end": 940.18,
    "text": "Und in den wenigsten Fällen also gerade in zehn Prozent derjenigen die man erkennt wird der Diabetes auch durch entsprechend spezialisiertes Team betreut."
  },
  {
    "start": 941.1,
    "end": 944.36,
    "text": "Woran liegt es denn dass wir Diabetes so selten erkennen?"
  },
  {
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    "end": 957.04,
    "text": "Also es hat zum Teil natürlich was damit zu tun, dass es nicht mehr sehr viele Diabetologen oder Ausbildungsstätten für Diabetologen gibt und das Thema schon an einem Studium etwas untergeht oder vernachlässigt ist."
  },
  {
    "start": 957.08,
    "end": 961.98,
    "text": "So dass in den Köpfen der Ärzte quasi nicht sehr weit oben platziert ist."
  },
  {
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    "end": 967.92,
    "text": "Es hat glaube ich ein bisschen was damit zutun, dass wir tatsächlich systematisch nicht gucken und das einfach nicht wehtut."
  },
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    "text": "Also Hyperglychemie, wer meldet sich schon?"
  },
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    "end": 977.68,
    "text": "Der Patient wird mich nicht beschweren ist es erst immer unmittelbar möglicherweise mit mehr Aufwand verbunden."
  },
  {
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    "end": 996.24,
    "text": "Es ist schwer zu sagen, also wenn Sie zum Beispiel in die Notaufnahme kommen, irgendwie so eine ältere Frau der geht total schlecht weil sie irgendwie eine Lungenentzündung hat und quasi sceptisch ist und die Angehörigen machen sich Sorgen, weil sie quasi nur noch Zuhause im Bett gelegen hat und ringen Sie dann kümmern Sie sich vorwiegend erst um die Sepsis und stabilisieren Sie."
  },
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    "start": 996.76,
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    "text": "oder sehen Sie vielleicht in der BGA dass der Zuckervierhundert ist aber wird gar nicht so sehr wahrgenommen, weil alle anderen Sachen Prioritäten haben und dass der Diabetes dann aber eben den Verlauf dieser Lungenentzündung ungünstig beeinflusst."
  },
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    "end": 1013.42,
    "text": "Das wird häufig nicht so direkt gesehen also die Verbindung ist nicht unmittelbar offensichtlich."
  },
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    "text": "Aber nur das ich richtig verstehe!"
  },
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    "start": 1014.92,
    "end": 1018.34,
    "text": "Also wir sprechen jetzt von Leuten bei denen der Diabetis noch nicht bekannte es?"
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    "start": 1018.74,
    "end": 1028.78,
    "text": "Sowohl als auch viele wissen ja, dass sie ein Diabetes haben, aber ob das Krankenhaus das erkennt oder nein oder wahrnimmt und deswegen auch dementsprechend reagiert ist so eine Sache."
  },
  {
    "start": 1028.92,
    "end": 1047.68,
    "text": "Also frage ich danach, leite ich dann die entsprechenden Maßnahmen ein weil ich diese Diagnose kenne und dann muss man natürlich auch sagen das oft gesagt wird es hat in einigen Dimensionen einfach keine Relevanz fürs Krankenhausmanagement oder das Bewusstsein dass es relevant ist in unterschiedlichen Dimensiones noch optimierungsbedürftig."
  },
  {
    "start": 1048.22,
    "end": 1050.06,
    "text": "Das sind ja ganz erstaunliche Zahlen!"
  },
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    "start": 1050.62,
    "end": 1058.12,
    "text": "Bevor wir uns jetzt einzelne Insuline anschauen, jetzt sind wir schon eigentlich mittendrin in der Versorgung – wo sehen Sie denn die größten Probleme?"
  },
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    "start": 1059.36,
    "end": 1065.66,
    "text": "Also ich glaube tatsächlich dass es in der stationären Versorgungen das so ist, dass es multidimensionale Probleme gibt."
  },
  {
    "start": 1065.8,
    "end": 1077.26,
    "text": "also wenn die Patienten zu uns kommen mit Hauptsächlich neben Diagnose-Diabetes ist es so, dass wir am Anfang erst gar nicht systematisch gucken ob diese Diagnosis vorliegt oder nein."
  },
  {
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    "end": 1080.18,
    "text": "Wir kriegen auch wenig Informationen von draußen."
  },
  {
    "start": 1080.26,
    "end": 1092.6,
    "text": "also die Überleitung ambulant zu stationär ist hinsichtlich Diabetes Management auch nicht strukturiert geregelt und sie haben im Krankenhaus das Problem, dass Diabetes sehr schwer alleine schon zu dokumentieren ist."
  },
  {
    "start": 1092.66,
    "end": 1101.02,
    "text": "Also Sie können zum Beispiel in der Medikationssoftware Insulin nicht gut anordnen Und es läuft viel über Papier und mündliche Übergabe."
  },
  {
    "start": 1101.38,
    "end": 1119.58,
    "text": "Sie können sich vorstellen, der Patient kommt auf die Station, soll eigentlich operiert werden, haben sie das perioperative Setting, also Prämidikation, intra, innerhalb der OP im OP-Saal dann wieder Prämedikation oder Postmedikationsbereich, dann vielleicht Intensivstation, dann wieder Peripherastation und dann irgendwann Überleitung vom Krankenhaus ins ambulante Management."
  },
  {
    "start": 1119.64,
    "end": 1120.78,
    "text": "Das ist immer stille Post!"
  },
  {
    "start": 1121.54,
    "end": 1128.54,
    "text": "Dann geht viele Informationen verloren oder Information ändert sich Und dann geben sie am Ende, wenn der Patient entlassen wird zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 1128.58,
    "end": 1136.16,
    "text": "Das ist die Überleitung zum ambulanten Setting auch häufig Arztbriefe mit in denen die Diagnose-Diabetes nicht drinsteht oder die Medikationen nicht."
  },
  {
    "start": 1136.26,
    "end": 1143.7,
    "text": "Der Hausarzt und danach der Diabetologe kriegt ja auch nicht immer die Information das der Mensch überhaupt im Krankenhaus war und er weiß auch nicht was wir da gemacht haben."
  },
  {
    "start": 1144.72,
    "end": 1146.6,
    "text": "Gibt es denn Länder, die das besser machen?"
  },
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    "start": 1147.6,
    "end": 1154.3,
    "text": "Also wir versuchen das quasi tatsächlich alle jetzt schon zu ändern und unser Bestreben zum Beispiel ist innerhalb des Krankenhauses."
  },
  {
    "start": 1154.46,
    "end": 1158.76,
    "text": "Wir haben ein Screening eingeführt, wir monitoren anders also nicht mehr."
  },
  {
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    "end": 1178.7,
    "text": "Wir erproben gerade statt Kapi-Lehrer Glucoseüberwachung eben kontinuierliche Glucosensoren einzusetzen, wir haben Echtzeitdaten Teilungen, wir dokumentieren alles elektronisch damit es nicht verloren geht und arbeiten daran halt auch so Transitions Dokumente zu erstellen, um eben einfach den Informationsverlust zu minimieren."
  },
  {
    "start": 1178.94,
    "end": 1195.54,
    "text": "Das sind so Sachen die in unterschiedlichsten Ländern und aber auch hier in Deutschland passieren und wir arbeiten ja jetzt gerade an der elektronischen Patientenakte, an dem digitalen DMP Diabetes Und das ist glaube ich eine Chance wenn Krankenhaus mitgedacht wird dort dass wir die Kommunikation untereinander deutlich verbessern."
  },
  {
    "start": 1196.16,
    "end": 1200.34,
    "text": "Und Transitionsdokument das jetzt zum Beispiel in Verleger intensiv auf Normalstation?"
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  {
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    "end": 1208.54,
    "text": "Innerhalb unseres Krankenhauses sowieso, dass sie da eigentlich schon immer wissen wie waren die letzten Glukosewerte und wie ist die aktuelle Diabetestherapie?"
  },
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    "end": 1214.1,
    "text": "und dann darf da halt einfach nicht mehr draufstehen Insulin nach Plan, aber das hilft einem ja gar nicht!"
  },
  {
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    "end": 1217.72,
    "text": "Sondern es muss da tatsächlich drin stehen, welche Präparate sind das?"
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  {
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    "end": 1220.64,
    "text": "In welchen Tussierungen am besten auch eigentlich."
  },
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    "text": "Womit ist er ins Krankenhaus gekommen?"
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    "text": "Was haben wir hier verändert?"
  },
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    "end": 1225.28,
    "text": "und dann geht's so weiter."
  },
  {
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    "end": 1229.58,
    "text": "Das ist eine Sache die das Krankenhaus innerhalb seiner eigenen Organisation für sich lösen muss."
  },
  {
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    "end": 1242.6,
    "text": "aber das zweite ist natürlich auch dass sie dem Kollegen der im Anschluss den Diabetes behandelt oder die von ihm wahrscheinlich eingeleiteten Therapien ambulanten Setting einfach mit unseren Modifikationen weiter fortführt."
  },
  {
    "start": 1243.34,
    "end": 1251.48,
    "text": "Das heißt, sie brauchen auch eine Information aus dem Krankenhaus zu dem Hausarzt und dann eigentlich automatisiert an den betreuenen Diabetologen."
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    "end": 1252.6,
    "text": "Wenn er mit involviert ist."
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    "end": 1255.24,
    "text": "Das sind klare Punkte die man angehen kann."
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    "text": "aber wenn ich jetzt ganz akut was ändern will... Was würden Sie sagen?"
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    "end": 1262.58,
    "text": "Ist der klügste Weg, wenn ich das jetzt akut vielleicht verbessern möchte?"
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    "end": 1270.1,
    "text": "Ich glaube der klögste Weg für sich ist schon Menschen bei Aufnahme systematisch danach zu fragen ob ein Diabetes bekannt ist."
  },
  {
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    "end": 1276.36,
    "text": "ja oder nein dem Medikationsplan danach zu durchforsten, ob Diabetesmedikamente dabei sind."
  },
  {
    "start": 1277.2,
    "end": 1284.08,
    "text": "In manchen Fällen ist es ja möglicherweise für diese akute Aufnahme gar nicht so relevant was die für Medikamente nehmen und deswegen fragt man erst gar nicht nach."
  },
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    "start": 1284.14,
    "end": 1286.44,
    "text": "aber das kann einem natürlich einen Hinweis darauf geben."
  },
  {
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    "end": 1294.76,
    "text": "und es gibt ja durchaus auch Diabetes-Medikamente die nur einmal pro Woche zum Beispiel subkutan gespritzt werden, die fallen auf den Medikation Plan schon mal schnell runter."
  },
  {
    "start": 1295.84,
    "end": 1300.66,
    "text": "Insulin sind ja auch immer Medikationsplan häufig nicht aufgelistet, sondern dann gibt es einen extra Plan für."
  },
  {
    "start": 1301.24,
    "end": 1303.22,
    "text": "Dann geht das wieder unter solche Hinweise."
  },
  {
    "start": 1303.88,
    "end": 1311.9,
    "text": "Davor chemisch ist schon so dass es sehr geholfen hat haben wir gesehen, dass sie tatsächlich in die Aufnahmeroutine diabetes spezifische Marker aufnehmen."
  },
  {
    "start": 1312.0,
    "end": 1320.42,
    "text": "Sie können auch wenn sie sagen nüchtern ist zu kompliziert oder das ist in ihrer Organisationsplanung nicht drin am Aufnahmetag Nüchtern kommen."
  },
  {
    "start": 1320.94,
    "end": 1324.06,
    "text": "Dann nehmen Sie halt eine Gelegenheitsglucose, das ist immer noch besser als keine."
  },
  {
    "start": 1324.64,
    "end": 1338.5,
    "text": "Da müssen Sie nur darauf achten dass es nicht im Serum bestimmt wird weil deswegen das Glucoseabbau während des Röhrchen dann da so rum liegt natürlich immer gute Werte gibt sondern dass sie tatsächlich sich die Zeit nehmen einen Röhnchen zu nehmen das eine doppelte glucolyse Hemmung hat."
  },
  {
    "start": 1339.3,
    "end": 1341.46,
    "text": "Das ist relativ günstig, Glucosa Bestimmung."
  },
  {
    "start": 1341.62,
    "end": 1348.2,
    "text": "wenn Sie noch ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen dann bestimmen Sie den HB-Eins C Und daran können Sie ja auch schon die Diagnose-Diabetes stellen."
  },
  {
    "start": 1348.3,
    "end": 1352.72,
    "text": "Also Glucose über Zweihundert, Gelegenheitsglucose ist ein Diabetes."
  },
  {
    "start": 1353.36,
    "end": 1356.42,
    "text": "HBNC von sechs Komma Fünfem Höheer ist ein diabetes."
  },
  {
    "start": 1356.58,
    "end": 1363.24,
    "text": "Sie können Leute mit Diabetesrisiko dann quasi evaluieren weil sie bei einem HB&C vom fünf Komma Vier bis Sechs Komma Fiveem schon wissen."
  },
  {
    "start": 1364.12,
    "end": 1368.62,
    "text": "Das ist eine milde Form und die gehören wahrscheinlich auch eher zu denen das Risiko zumindest."
  },
  {
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    "end": 1371.96,
    "text": "leicht erhöht ist, dass der stationäre Aufenthalt nicht so gut läuft."
  },
  {
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    "end": 1382.6,
    "text": "Also bei uns im Screening ist es so wir nehmen Lukose HWNC und wir durchforsten die vorherigen Krankenhausaufenthalte auf diabetes-spezifische ECD-Codes."
  },
  {
    "start": 1382.66,
    "end": 1391.14,
    "text": "Und wenn einer dieser Funde positiv ist, dann werden die Patienten als Menschen mit Glykosostoffwechselstörung markiert und dementsprechend auch einem Management zugeführt."
  },
  {
    "start": 1391.44,
    "end": 1393.68,
    "text": "Das machen alle Stationen an der Uniklinik essen oder?"
  },
  {
    "start": 1394.1,
    "end": 1395.04,
    "text": "Ja, die das wollen."
  },
  {
    "start": 1395.14,
    "end": 1398.48,
    "text": "also wir haben mal so ein Projekt gemacht bei einigen nicht internistischen Stationen."
  },
  {
    "start": 1398.7,
    "end": 1401.84,
    "text": "ich hatte jetzt gestern noch einen Austausch mit den Kollegen in der Dermatologie zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 1401.88,
    "end": 1405.7,
    "text": "Die machen das noch so wie auf unserer Station in der Endocrinologie Diabetologie."
  },
  {
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    "end": 1412.72,
    "text": "auch da kommt die Hälfte ungefähr eigentlich nicht wegen eines Diabetes sondern wegen andere Erkrankungen und da prüfen wir das auch so."
  },
  {
    "start": 1413.26,
    "end": 1416.9,
    "text": "Wir haben das mal in der Neurologie gemacht, in der Unfallchirurgie-Autopädie."
  },
  {
    "start": 1417.56,
    "end": 1426.96,
    "text": "Das lief eigentlich echt gut und wir haben gesehen, wir dedikieren deutlich mehr Menschen mit diesen Screening was ja auch nicht perfekt ist weil es an am Nese zum Beispiel nicht berücksichtigt sind ja rein elektronische Dinge."
  },
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    "end": 1434.52,
    "text": "aber es ist ein Lerneffekt dabei je häufiger wir Diabetes kodieren umso häufiger kriegen wir's natürlich wieder mit wenn der Patient das nächste Mal kommt."
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  {
    "start": 1435.8,
    "end": 1438.18,
    "text": "Beim Screening ist also noch Luft nach oben."
  },
  {
    "start": 1438.8,
    "end": 1442.56,
    "text": "Bei der Ernährung ist das schon auch der Fall, vor allem auch im Krankenhaus."
  },
  {
    "start": 1443.06,
    "end": 1451.52,
    "text": "Wer sich da nochmal informieren möchte, wie man das Essen im eigenen Krankenhaus verbessern kann, ist herzlich eingeladen unseren Podcast zur Krankenhausernehrung anzuhören."
  },
  {
    "start": 1451.6,
    "end": 1452.42,
    "text": "Wir hatten damals Dr."
  },
  {
    "start": 1452.46,
    "end": 1458.52,
    "text": "Christine Hünning-Haus zu Gast die es ja wie sie von der Uniklinik essen und außerdem auch Niklas Oppenrieder."
  },
  {
    "start": 1459.04,
    "end": 1466.86,
    "text": "Der ist von der Physicians Association for Nutrition, kurz PAN und die starten gerade ein Projekt Das heißt Green Food Experience."
  },
  {
    "start": 1466.92,
    "end": 1481.06,
    "text": "Darauf möchte ich gerne einmal hinweisen, wer nämlich Medizin studiert und vollwertige Ernährung vorantreiben möchte kann dort zwei Hundert Euro beantragen und damit dann Ausgaben für Informations- und Bildungsveranstaltungen zu Ernährungsthemen wieder reinholen."
  },
  {
    "start": 1481.32,
    "end": 1485.12,
    "text": "Also da gibt es einen Link in den Show Notes, wer möchte kann ja hineinschauen."
  },
  {
    "start": 1485.32,
    "end": 1497.26,
    "text": "so und wir wenden uns jetzt wieder den Insulin zu wenn man jetzt zur Behandlung gehen möchte und eine Hyperglykemi mit Insulin therapieren will dann stehen einem ganz verschiedene Insuline zur Verfügung."
  },
  {
    "start": 1497.3,
    "end": 1499.1,
    "text": "Wir haben's im Introjahr gehört."
  },
  {
    "start": 1499.24,
    "end": 1501.18,
    "text": "die haben alle auch noch unterschiedliche Markennamen."
  },
  {
    "start": 1501.62,
    "end": 1504.62,
    "text": "können sie uns da vielleicht einen Rundumschlag geben?"
  },
  {
    "start": 1505.14,
    "end": 1512.22,
    "text": "Also generell ist es so, dass sie eigentlich grob unterscheiden sollen zwischen kurzwirksam Insulinien und langwirksam Insulinen."
  },
  {
    "start": 1513.02,
    "end": 1520.26,
    "text": "Die Langwirksam-Insule wirken so zwölf bis sechsunddreißig Stunden und die Kurzwirksam ebenso zwei bis vier."
  },
  {
    "start": 1521.52,
    "end": 1529.3,
    "text": "Dementsprechend würden Sie dann auch die kurzwirksame Insulate für die Mahlzeiten einsetzen also morgens mittagsabends und zur Korrektur."
  },
  {
    "start": 1530.64,
    "end": 1536.6,
    "text": "Und die langen wirksamen Insulin geben sie für den Basalbedarf und applizieren das ein bis zweimal pro Tag."
  },
  {
    "start": 1537.78,
    "end": 1542.92,
    "text": "Es ist tatsächlich so, dass es am einfachsten eigentlich ist wenn Sie sich den Wirkstoff merken."
  },
  {
    "start": 1543.68,
    "end": 1545.1,
    "text": "aber Sie haben natürlich recht!"
  },
  {
    "start": 1545.18,
    "end": 1556.78,
    "text": "Es gibt sehr viele Präparate und deswegen ist es von Krankenhaus zu Krankenhaus immer schwierig jetzt irgendwie immer sich alle zu merken bzw welches von diesen Präperaten in meinem Krankenhaus jetzt immer verfügbar."
  },
  {
    "start": 1557.58,
    "end": 1570.42,
    "text": "Tendenziell Es ist vielleicht am einfachsten, wenn man sich in seinem eigenen Haus mal anguckt was die gängigsten sind und merkt sich eben für Basalinselin eins und für Prandialinsulin Korrektur ein anderes."
  },
  {
    "start": 1570.58,
    "end": 1572.48,
    "text": "Also man sollte mindestens zwei Insulin im Kopf"
  },
  {
    "start": 1572.6,
    "end": 1572.8,
    "text": "haben.\"."
  },
  {
    "start": 1573.48,
    "end": 1576.74,
    "text": "So lässt sich ja dann zumindest ein vorläufiges Therapieschema festlegen."
  },
  {
    "start": 1577.62,
    "end": 1580.3,
    "text": "Ich glaube, die meisten zumindest kommen damit klar."
  },
  {
    "start": 1580.58,
    "end": 1590.9,
    "text": "Wenn sie anordnen in einem Mediazilsucker-Solv hundertfünfzig bis hundred achtzig sein, bitte korrigiert zumindest für die erste Zeit nach einer dreißiger Regel mit dem und dem kurzwirksamen Insulin."
  },
  {
    "start": 1591.0,
    "end": 1592.42,
    "text": "Das ist so der Standardstart."
  },
  {
    "start": 1593.22,
    "end": 1603.9,
    "text": "Bis man in den ersten ein zwei drei Tagen, bis man dann weiß, dass das der regelmäßige Insulin bedarf Und dann setze ich das in eine systematische Therapie um."
  },
  {
    "start": 1604.38,
    "end": 1610.68,
    "text": "Dann wollen wir uns jetzt einige Fallbeitspiele anschauen, wo es schwierig werden kann mit den verschiedenen Insulin-Arten."
  },
  {
    "start": 1610.76,
    "end": 1615.3,
    "text": "Natürlich könnte die Insulinarten, die es gibt auch noch mal im Ambos Kapitel Insuline nachlesen."
  },
  {
    "start": 1615.74,
    "end": 1624.1,
    "text": "Dort gibt's eine sehr schöne Grafik, wo man die verschiedenen Wirkdauern schön ansehen kann und ich finde das ganz gut wenn das auch nochmal visuell dargestellt ist."
  },
  {
    "start": 1624.22,
    "end": 1629.1,
    "text": "Da gibts ein Shortlink go.ambos.com slash insule den setzen aber auch in die Show Notes."
  },
  {
    "start": 1629.5,
    "end": 1640.4,
    "text": "Jetzt haben sie Eingangs angesprochen dass in der Notaufnahme häufig Leute hohen Blutzucker vorstellig werden und das dann zum Teil auch IV Insulin gegeben wird."
  },
  {
    "start": 1640.52,
    "end": 1642.68,
    "text": "Könnten wir vielleicht so einen Fall rekonstruieren?"
  },
  {
    "start": 1643.34,
    "end": 1650.08,
    "text": "Also es gibt so zwei typische Szenarien, das sind einmal die älteren Menschen mit Typ II Diabetes, die wegen z.B."
  },
  {
    "start": 1650.46,
    "end": 1667.76,
    "text": "einem schweren Infekt in die Notaufnahme kommen, z. B. Lungenentzündung, Grippe, Covid in dem Rahmen eben eine deutliche Hyperglychemie auffällt und da kann man sich so ungefähr merken, ein Blutzucker von sixhundert bezeichnen wir als hyperglückäme-hyperosmolarenstatus."
  },
  {
    "start": 1667.82,
    "end": 1674.92,
    "text": "Das ist ein Notfall bei dem wir sehr gerne erst intravenös in so den geben weil wir das so schön steuern können."
  },
  {
    "start": 1675.62,
    "end": 1696.86,
    "text": "Und die zweite klassische Konstellation sind die jungen Typ eins Diabetes-Patientinnen, die am Wochenende mit ihren Freunden unterwegs sind und aufgrund dieser Partysituation dann mit dem Zuckerstoffwechsel entgleisen inklusive einer diabetischen Ketoazidoso und dann meistens eher so muntas morgens falls nicht mehr anders geht vorstellig werden."
  },
  {
    "start": 1697.26,
    "end": 1697.4,
    "text": "Okay,"
  },
  {
    "start": 1697.76,
    "end": 1698.6,
    "text": "dann nehmen wir mal an."
  },
  {
    "start": 1698.68,
    "end": 1703.64,
    "text": "Wir haben eine siebenundsiebzigjährige Patientin mit einem Hustenauswurf."
  },
  {
    "start": 1704.04,
    "end": 1714.22,
    "text": "Erster Verdacht ist vielleicht ne Infektion, könnte ne Lungenentzündung sein und wir machen jetzt ne BGA und uns fällt ein Blutzucker von sechshundertzwanzig auf."
  },
  {
    "start": 1715.02,
    "end": 1720.62,
    "text": "Und jetzt sind wir Internist sagen wir mal in der Notaufnahme oder Internistinnen und keine Diabetes-Spezialisten."
  },
  {
    "start": 1720.66,
    "end": 1722.04,
    "text": "Was würden Sie jetzt machen?"
  },
  {
    "start": 1722.46,
    "end": 1726.26,
    "text": "Also abgesehen davon, dass sie sich natürlich vorbildlich um die Pneumonie kümmern."
  },
  {
    "start": 1726.46,
    "end": 1734.18,
    "text": "Würden Sie aus Diabetesversorgungssicht auch sagen, dass die Patientin unbedingt einem vernünftigen Monitoring zugeführt werden muss?"
  },
  {
    "start": 1734.26,
    "end": 1736.36,
    "text": "Das bedeutet auch, als sie bilanziert werden sollte."
  },
  {
    "start": 1736.52,
    "end": 1742.02,
    "text": "also Sie müssen dokumentieren wie viel Flüssigkeit reinkommt und wieviel sie an Diurese aufweist."
  },
  {
    "start": 1742.08,
    "end": 1745.42,
    "text": "Denken Sie daran das Hyperglück Chemie ausmotisch wirksam ist,"
  },
  {
    "start": 1745.54,
    "end": 1745.58,
    "text": "d.h.,"
  },
  {
    "start": 1745.86,
    "end": 1751.88,
    "text": "so die Glucose zieht viel Flüssigkeit auch in den Urin hinein und die Patienten sind in der Regel sehr exikiert."
  },
  {
    "start": 1752.28,
    "end": 1761.66,
    "text": "Im Rahmen des Infektes haben sie eh in Flüssigkeitsbedarf, das heißt also Sie würden dann sehr großzügig Flüssigkeiten substituieren muss man natürlich individuell vorsichtig sein je nachdem ob Herzinsuffizienz vorliegt."
  },
  {
    "start": 1762.16,
    "end": 1775.22,
    "text": "Sie würden intravenös mit einem Insulinperfusor starten, dass Kalium engmaschig überwachen weil Kalium eben dann in die Zellen geschiftet wird so dass sie relativ zügig wahrscheinlich auch eine Kaliumsubstitution einleiten müssen."
  },
  {
    "start": 1777.18,
    "end": 1781.28,
    "text": "wie Carbonat geben, wenn zum Beispiel irgendwelche Veränderungen sind."
  },
  {
    "start": 1781.88,
    "end": 1785.5,
    "text": "Das ist bei den Typ II Diabetes-Menschen aber zu Glück seltenst der Fall."
  },
  {
    "start": 1786.14,
    "end": 1794.5,
    "text": "Aber ich darf vielleicht nochmal kurz sagen achten Sie darauf, Typ II diabetes also einer der Diabetes Medikamente die wir sehr gerne geben sind SKLTII Indibitoren."
  },
  {
    "start": 1795.22,
    "end": 1803.34,
    "text": "Die können aber in seltenen Fällen eben diabetische Ketoazidosen auch bei Typ II-Diabetes machen sodass sie das ein bisschen mit auf dem Schirm haben sollten."
  },
  {
    "start": 1803.52,
    "end": 1817.16,
    "text": "Wenn Sie dann eben so eine ältere Frau sehen, die dann wieder erwarten, dann doch eine diabetesische Keto-Azidose aufweist, denken Sie daran, überlegen Sie ob sie ... eben ein Gliflozin in ihrer Medikation hat und setzen sie das ab."
  },
  {
    "start": 1817.34,
    "end": 1818.4,
    "text": "Und behandeln sie dann."
  },
  {
    "start": 1818.48,
    "end": 1828.2,
    "text": "oder haben auch die Korrektur der Acidosis auf dem Schirm, wobei sie Bi-Karbonat nur einsetzen würden schlimmen Fällen also wenn der pH unter sieben ist."
  },
  {
    "start": 1828.66,
    "end": 1830.66,
    "text": "Okay und was würden Sie jetzt ganz konkret machen?"
  },
  {
    "start": 1831.2,
    "end": 1840.08,
    "text": "Sie schätzen ungefähr dass sie hundert bis zu einer Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht verloren hat und würden ihr in der ersten Stunde fünfhundert bis tausend Millilitern."
  },
  {
    "start": 1840.12,
    "end": 1842.36,
    "text": "Wir nehmen Nahtsel eigentlich, so sagen die Leitlinien das."
  },
  {
    "start": 1842.42,
    "end": 1849.22,
    "text": "Ich weiß dass das in der Notfallversorgung auf der Intensivstation immer voll Elektrolytlösungen sind aber damit machen sie auch nichts falsch."
  },
  {
    "start": 1849.6,
    "end": 1860.36,
    "text": "Es steht in den Leitlingen nur immer noch mal neun Prozent Nahtel drin Und sie geben dann in Stunde zwei bis vier wieder fünfhundert bis tausend Milliliter und würden dann im weiteren Verlauf reduzieren."
  },
  {
    "start": 1860.58,
    "end": 1866.62,
    "text": "Aber es kann schon mal sein, dass die Patientinnen bis zu zehn Liter Flüssigkeitsbedarf haben was sie substituieren müssen."
  },
  {
    "start": 1866.76,
    "end": 1874.78,
    "text": "Das heißt, Sie sind dann bei zweieinfünfzig bis fünfundund Millilitern pro Stunde im Verlauf dabei einfach immer dran denken das ist sehr viel Flüssigkeit verloren gegangen."
  },
  {
    "start": 1875.78,
    "end": 1877.66,
    "text": "Darf ich da kurz noch mal eine Rückfrage stellen?"
  },
  {
    "start": 1877.78,
    "end": 1883.16,
    "text": "Also, Herz können wir uns ja schnell anschauen mit dem Ultraschall und grob abschätzen ob es funktioniert oder nicht."
  },
  {
    "start": 1883.22,
    "end": 1883.76,
    "text": "Oder wie gut!"
  },
  {
    "start": 1884.26,
    "end": 1887.8,
    "text": "Es kann aber auch sein dass die Niere schon einigermaßen in Knien ist."
  },
  {
    "start": 1888.0,
    "end": 1890.04,
    "text": "Kann ich da einfach so viel Flüssigkeit hineingeben?"
  },
  {
    "start": 1890.42,
    "end": 1906.5,
    "text": "Wenn das an Patienten in der Terminal Nieren insuffizient ist und Sie schon wissen, dass das ein dialysepflichtiger Patient oder Patientin ist dann muss man da wirklich eher zurückhalten sein und tatsächlich nochmal gucken und mit der Nefrologen sprechen, inwiefern die Fortführung der Dialyseterapie gewährleistet ist bei Ihnen im Haus."
  },
  {
    "start": 1906.7,
    "end": 1918.54,
    "text": "Aber Sie müssen noch daran denken, dass natürlich im Rahmen der Exikose eben prärenales Nierenversagen häufig dazu führt, dass sie an dieser Notaufnahmesituation ein hohes Kreler oder eine niedrige GFR sehen."
  },
  {
    "start": 1918.58,
    "end": 1927.44,
    "text": "Das heißt also da muss man irgendwie herausfinden über die Anamneso- oder Vorunterlagen wie schwer war die diabetese Nephropathie wenn denn deine da war?"
  },
  {
    "start": 1928.18,
    "end": 1928.94,
    "text": "Und was ist jetzt gerade?"
  },
  {
    "start": 1929.04,
    "end": 1931.7,
    "text": "Akute prärenades, ein V-Versagen?"
  },
  {
    "start": 1931.92,
    "end": 1933.06,
    "text": "Also akutes Nierenversagen."
  },
  {
    "start": 1933.96,
    "end": 1935.74,
    "text": "Gut also ein schwieriger Spagat!"
  },
  {
    "start": 1936.28,
    "end": 1938.3,
    "text": "Wie gehen Sie jetzt mit Insulin vor?"
  },
  {
    "start": 1938.94,
    "end": 1943.12,
    "text": "Wir würden intravenös, also einen Zugang legen und intravenous Insulin infundieren."
  },
  {
    "start": 1943.3,
    "end": 1952.08,
    "text": "Man kann darüber diskutieren ob man initial einen Bolus gibt und der Bolus ist so zero Komma eine Einheit pro Kilogramm Körpergewicht oder wenn wir vorsichtig sein wollen, null Komma Null Fünf."
  },
  {
    "start": 1952.72,
    "end": 1960.38,
    "text": "Gerade bei Menschen die vorher eigentlich keine Insulintherapie hatten sollte man darüber nachdenken, eher niedrig dosiert zu starten oder den Bolus wegzulassen."
  },
  {
    "start": 1961.0,
    "end": 1971.06,
    "text": "Und unsere Laufrate... also wir ziehen Fünfzig Einheiten auf fünfzig Milliliter Flüssigkeit auf und stellen dann ein Perfuso an und die Laufrate ist immer erst so eine Einheit pro Stunde ungefähr."
  },
  {
    "start": 1972.58,
    "end": 1986.64,
    "text": "Unser Ziel ist eigentlich wenn der Blutzucker so hoch war wie bei unserer Patientin heute dass wir dem Blutzucker auf keinen Fall unter zweihundertfünfzig Milligramm pro Dezilitern senken weil sie sonst das Risiko eines Hirnüdemes haben."
  },
  {
    "start": 1986.74,
    "end": 1987.78,
    "text": "und das wollen wir vermeiden."
  },
  {
    "start": 1988.86,
    "end": 2000.54,
    "text": "Ich kann das auch aus den Nachtdiensten sehr häufig, dass man angerufen wird und eine Pflegekraft sagt hier ich habe Herrn Meier der bekommt Insulin nach Stationsschema und ab einem BZ von fünfhundert soll ich ärztliche Rücksprache halten."
  },
  {
    "start": 2000.72,
    "end": 2008.06,
    "text": "und wenn jetzt unser Herr Meyer bei fünfundachzig wäre sagen wir das mal auf der Normalstation wie würden sie dann vorgehen?"
  },
  {
    "start": 2008.52,
    "end": 2009.44,
    "text": "Da ist es tatsächlich so."
  },
  {
    "start": 2009.6,
    "end": 2020.06,
    "text": "Also wenn die Pflege anruft und sie sagt, Sie hat eine Hyperglychemie, ist ja normalerweise das auch völlig legitim zu sagen dass ich nach einer Dreißigkör-Korrektur eben zusätzlich kurz wirksames Insulin gebe uns denke."
  },
  {
    "start": 2020.12,
    "end": 2029.74,
    "text": "Wenn ich aber schon so nahe an diesem HS Status quasi bin... Dann ist es tatsächlich eher ratsam, den Patienten einem Insulinperfuser zuzuführen."
  },
  {
    "start": 2029.84,
    "end": 2035.54,
    "text": "Und wenn ich das auf meiner Station nicht kann, dann sollte er halt in die entsprechende Station verlegt werden."
  },
  {
    "start": 2035.6,
    "end": 2043.24,
    "text": "Also bei uns ist unsere Endocrinologie und in anderen Krankenhaushettings möglicherweise dann die EMC oder die Intensivstationen."
  },
  {
    "start": 2043.42,
    "end": 2046.66,
    "text": "Und pardon Sie haben auch gerade eine Abkürzung genannt, HHS?"
  },
  {
    "start": 2046.92,
    "end": 2050.419,
    "text": "Genau, Hyper Osmolara-Hyperglykemasstatus Das ist dieser Notfall."
  },
  {
    "start": 2050.48,
    "end": 2057.02,
    "text": "Situation Blutzucker ab sixhundert Das glaube ich gehört nicht mehr auf eine peripheren, nicht internistische Station."
  },
  {
    "start": 2057.08,
    "end": 2063.199,
    "text": "Das ist zu komplex und meistens sind die Kollegen und die Pflege da vor Ort dafür nicht ausgerüstet."
  },
  {
    "start": 2063.339,
    "end": 2065.219,
    "text": "So unfallige Ruggestationen sind ja auch schon mal so."
  },
  {
    "start": 2065.339,
    "end": 2070.639,
    "text": "vierzig Menschen auf einer Station in der Nacht eine Pflegekraft oder so das können sie nicht leisten."
  },
  {
    "start": 2070.98,
    "end": 2071.639,
    "text": "Ja allein schon!"
  },
  {
    "start": 2071.679,
    "end": 2074.419,
    "text": "Die Blutzuckerkontrollen das ist ja wahnsinnig aufwendig."
  },
  {
    "start": 2074.679,
    "end": 2078.839,
    "text": "Dann Flüssigkeit Kaliummanagement Insulinperfusor das kriegen Sie nicht hin."
  },
  {
    "start": 2079.199,
    "end": 2080.359,
    "text": "Wo machen Sie denn den Cut-off?"
  },
  {
    "start": 2081.48,
    "end": 2084.08,
    "text": "Wo wechseln sie von Subcutan zu intravenös."
  },
  {
    "start": 2084.46,
    "end": 2086.339,
    "text": "Da gibt es keine festen Regeln, muss man sagen."
  },
  {
    "start": 2086.419,
    "end": 2091.819,
    "text": "aber wir sagen so alles bis vierhundert kann man noch darüber reden hängt auch immer darauf an."
  },
  {
    "start": 2091.879,
    "end": 2094.439,
    "text": "ist das jetzt chronisch gewesen oder akut aufgetreten?"
  },
  {
    "start": 2094.56,
    "end": 2101.66,
    "text": "Aber so bis Vierhundert und darüber denken wir eigentlich schon darüber nach dass die Lieber eigentlich mit ein paar Fusor gesteuert runtergehen."
  },
  {
    "start": 2101.7,
    "end": 2103.46,
    "text": "aber sechshundert ist die ganz klare Grenze."
  },
  {
    "start": 2103.52,
    "end": 2105.96,
    "text": "da sollte es nicht mehr subcutan laufen."
  },
  {
    "start": 2106.66,
    "end": 2112.339,
    "text": "Okay, dann würden wir jetzt bei unserem Herrn Meier mit einem BZ von fünfundundachtzig aber auch bei der Pneumonie Patientin."
  },
  {
    "start": 2112.399,
    "end": 2121.22,
    "text": "Mit dem sechsunterzwanziger bz eine Spritzenpumpe Insulin laufen lassen und schauen dass sie nicht unter zweihundertfünfzig Milligramm pro D-Ziliter fallen"
  },
  {
    "start": 2121.46,
    "end": 2122.5,
    "text": "innerhalb des Tages."
  },
  {
    "start": 2122.6,
    "end": 2127.24,
    "text": "Und wenn Sie so pro Stunde fünfzig Punkte Dann ist das glaube ich ne ganz gute Richtlinie."
  },
  {
    "start": 2127.96,
    "end": 2139.6,
    "text": "gut wenn man uns jetzt vielleicht mal Problemen im niedergelassenen Sektor widmen, da ist es ja oft schwierig zu entscheiden ob etwas noch ambulant geregelt werden kann oder ob man dann doch lieber in die Klinik einweist."
  },
  {
    "start": 2140.18,
    "end": 2144.279,
    "text": "Auch da gibt es nicht die eine Grenze sondern das ist multidimensional."
  },
  {
    "start": 2144.359,
    "end": 2150.6,
    "text": "also es hängt natürlich immer sehr davon ab auch wer den Patienten gerade im ambulanten Setting versorgt."
  },
  {
    "start": 2150.66,
    "end": 2160.56,
    "text": "also jemand aus der Diabetes-Schwerpunktpraxis traut sich sicherlich mehr im ambulanten Setting noch zu als ein Hausarzt, der zum Beispiel jetzt nicht unbedingt ein Diabetes-Schwerpunkt hat."
  },
  {
    "start": 2160.799,
    "end": 2164.14,
    "text": "Die gibt es ja auch also dass der Hausarzte sehr gut mit Diabetes auskennt."
  },
  {
    "start": 2164.759,
    "end": 2172.14,
    "text": "aber das muss ja nicht immer so sein und dann hängt es natürlich davon ab wie ist der Patient drum herum um den Zucker herum zurecht?"
  },
  {
    "start": 2172.58,
    "end": 2180.16,
    "text": "Also wie schwer ist gerade die zum Beispiel die Erkrankung die dazu führt, dass der Blutzucker ansteigt und ist jetzt gerade Wochenende oder nicht usw."
  },
  {
    "start": 2180.939,
    "end": 2183.74,
    "text": "Oder kurz vor Urlaubszeit sind so viele Faktoren."
  },
  {
    "start": 2184.339,
    "end": 2199.52,
    "text": "Generell kann man schon sagen das langfristige HBNC wird über zehn Prozent schon eine deutliche chronische Dekompensation anzeigt, dass es sich sicherlich auch mal lohnt darüber nachzudenken jemanden wegen des Diabetes stationär einzubestellen."
  },
  {
    "start": 2200.18,
    "end": 2201.819,
    "text": "um das einmal wieder gerade zu ziehen."
  },
  {
    "start": 2203.259,
    "end": 2214.48,
    "text": "Ausgeprägten Hyperglykemin von Vierhundert, Sechshundert sind so Situationen wo man sagt gerade wenn es so akut dekompensiert ist fangen wir das lieber unter stationären Bedingungen ein und dann kannst du auch schnell wieder nach Hause gehen."
  },
  {
    "start": 2214.56,
    "end": 2221.02,
    "text": "Und dann fahren wir den Rest der Therapie oder die Therapie Optimierung im ambulanten Setting beim betreuen Kollegen fort."
  },
  {
    "start": 2221.66,
    "end": 2224.0,
    "text": "Es gibt Situation eben Keto-Azidose."
  },
  {
    "start": 2224.819,
    "end": 2232.839,
    "text": "Es ist eine Situation wo man denkt dass sollte tatsächlich irgendwie auch unter stationären Bedingung überwacht werden Genau."
  },
  {
    "start": 2233.919,
    "end": 2242.04,
    "text": "Können Sie da vielleicht nochmal kurz auf die Klinik eingehen, dass wir das auch noch mal parat haben wie wir jetzt die Keto-Azidose wenn sie vor uns sitzt gut erkennen können?"
  },
  {
    "start": 2242.64,
    "end": 2249.819,
    "text": "Also bei Keto Azidosis ist es so, das ist typischerweise ja eigentlich die Typ eins Diabetes Patientin mit einem Insulin-Mangeldiabetes sind."
  },
  {
    "start": 2250.64,
    "end": 2257.439,
    "text": "Da geht man davon aus, dass das Keto Acidoze Risiko ja steigt, wenn der Blutzucker so ungefähr zweihundertfünfzig und höher ist."
  },
  {
    "start": 2257.52,
    "end": 2259.46,
    "text": "ab da beginnt Keto Azi Dose Risiko."
  },
  {
    "start": 2260.06,
    "end": 2272.0,
    "text": "Sie merken, dass klinisch schon eher erst mal an unspezifischen Symptomen also reduzierte Allgemeinzustand beginnt mit Übelkeit aber auch dann Erbrechen wegen der Ansorgung des Blutes."
  },
  {
    "start": 2272.14,
    "end": 2275.859,
    "text": "Es kann aber auch Bauchschmerzen sein so die Fuse."
  },
  {
    "start": 2276.939,
    "end": 2286.54,
    "text": "und in der Regel sollten eigentlich die Patientinnen mithilfe eines Diabetes wenn es jetzt nicht gerade eine neue Manifestation ist Monitoring Geräte haben die Ketone messen können."
  },
  {
    "start": 2287.279,
    "end": 2292.339,
    "text": "Das sollte auch vorzugsweise in Blut stattfinden und nicht mehr unbedingt semi-quantitativ im Urin."
  },
  {
    "start": 2292.52,
    "end": 2300.48,
    "text": "Dafür gibt es jetzt wirklich einfache Geräte, die das nachweisen können – auch Point of Care-Geräte beim Hausarzt vielleicht schon, die Ketone messen können."
  },
  {
    "start": 2300.7,
    "end": 2312.66,
    "text": "Und darüber hinaus muss man halt eben die neuen Patientinnen mit dem SGLT II-Inhibitor im Auge behalten, ob sie nicht eine Ketoazidoso aufweisen oder entwickeln können weil irgendeine Stresssituation ist."
  },
  {
    "start": 2314.1,
    "end": 2321.5,
    "text": "Da kann gefährlicherweise das noch gar nicht so offensichtlich apparent an eine Hyperglyke festgemacht werden, sondern die sind möglicherweise auch Euglück heben."
  },
  {
    "start": 2322.0,
    "end": 2322.68,
    "text": "Ach, das ist ja interessant!"
  },
  {
    "start": 2322.74,
    "end": 2327.1,
    "text": "Also sie sind in der Keto-Azidose in einer euglückemen Situation?"
  },
  {
    "start": 2327.62,
    "end": 2329.399,
    "text": "Genau und der Blutucker ist unter zwei Hundertfünfzig."
  },
  {
    "start": 2329.46,
    "end": 2338.66,
    "text": "aber die sind trotzdem sauer weil sie zum Beispiel... Das ist so ne Sache von der wir denken dass wir das alle noch glaube ich besser auf dem Schirm haben sollten, weil die zum Beispiel nicht gegessen haben."
  },
  {
    "start": 2338.899,
    "end": 2343.2,
    "text": "Also SKT-II-Inhibitoren führen zum Anstieg der Ketonkonzentration im Blut."
  },
  {
    "start": 2343.259,
    "end": 2351.98,
    "text": "zu einem gewissen Ausmaß ist das gewollt und zum Beispiel auch gut fürs Herz, weil es ein alternatives Substrat ist um die Pumpkraft quasi aufrechtzuerhalten."
  },
  {
    "start": 2352.02,
    "end": 2357.279,
    "text": "deswegen ist zb für Herzinsuffizienz ja einer der Standardtherapien jetzt aber auch für Nierenprotektion."
  },
  {
    "start": 2357.359,
    "end": 2364.0,
    "text": "also es kann durchaus auch mal ohne Diabetes eben eingesetzt werden und deswegen müssen wir darauf aufpassen."
  },
  {
    "start": 2364.08,
    "end": 2377.919,
    "text": "Und immer, wenn Situationen sind in denen mehr Glukagonen produziert wird also eine Stresssituation ist wie fieberhafte Infekte zum Beispiel Wenn die Patienten nicht essen oder wenn Alkohol im Spiel ist dann stark das Risiko für Ketoazidosen."
  },
  {
    "start": 2378.12,
    "end": 2379.1,
    "text": "Eine Standardsituation ist"
  },
  {
    "start": 2379.16,
    "end": 2379.259,
    "text": "z.B.,"
  },
  {
    "start": 2379.6,
    "end": 2386.339,
    "text": "dass sie nicht darauf achten, dass dieser SKLT-II-Inhibitor vor geplanten Operationen oder Eingriffen drei bis vier Tage pausiert wurde."
  },
  {
    "start": 2386.379,
    "end": 2402.68,
    "text": "Wenn sie eine Koloskopie zu einer reinen Vorsorgeuntersuchung durchführen, bei einem Menschen mit diabetesherzensuffizienz-Nierenerkrankungen, der einen SKLT II-Inhibitor an Bord hat, sollte eben der Patient darauf aufmerksam gemacht werden dass er dieses Medikament drei bis vier Tage vorher absetzt."
  },
  {
    "start": 2403.379,
    "end": 2406.66,
    "text": "Ja, die tauchen ja auch immer häufiger in den Medikationsplänen auf."
  },
  {
    "start": 2406.72,
    "end": 2408.48,
    "text": "Sind ja auch sehr spannende Medikamente!"
  },
  {
    "start": 2408.52,
    "end": 2417.1,
    "text": "Wir hatten da schon einige Studientelegramme zu zum Beispiel zu SGLT II-Inhibitoren bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz und z.B."
  },
  {
    "start": 2417.48,
    "end": 2426.64,
    "text": "auch welche Auswirkungen, die auf den Eisenstoffwechsel haben Die Links zu den Studientelegrahmen und auch ein Link zur Anmeldung am Studientelekram setze ich euch in die Show Notes."
  },
  {
    "start": 2426.759,
    "end": 2434.399,
    "text": "Da kann man sich kostenlos anmelden beim Studientelebrammen dann kriegt man da einfach immer Studienzusammenfassungen Zugemailt, immer Samstags kriegt man die."
  },
  {
    "start": 2434.66,
    "end": 2444.1,
    "text": "Ist sehr praktisch und man kann immer mitreden in der Kaffee-Küche zum Beispiel wenn es auch mal wieder um die schönen Effekte von SGLT II-Inhibitoren geht."
  },
  {
    "start": 2444.58,
    "end": 2447.04,
    "text": "Ja sie sind wirklich schön das sind tolle Medikamente."
  },
  {
    "start": 2447.16,
    "end": 2452.18,
    "text": "wir müssen nur einfach lernen damit umzugehen und wir können ja auch ganz viel an Notfallsituation vermeiden."
  },
  {
    "start": 2452.22,
    "end": 2456.839,
    "text": "wenn wir einfach nur mehr daran denken ist halt einfach auch schwierig aus Arztperspektive."
  },
  {
    "start": 2456.98,
    "end": 2465.779,
    "text": "aber wenn man so seine eigenen Patienten durch den Kopf gehen lässt Von wem weiß ich, ob der zwischendurch nicht irgendwelche Diäten macht?"
  },
  {
    "start": 2466.22,
    "end": 2467.68,
    "text": "In denen er zwischndurch mal nichts ist."
  },
  {
    "start": 2468.52,
    "end": 2469.0,
    "text": "Auf jeden Fall!"
  },
  {
    "start": 2469.2,
    "end": 2470.74,
    "text": "Diäte werden viel gemacht."
  },
  {
    "start": 2471.08,
    "end": 2473.24,
    "text": "Da ist Aufklärung auf jeden Fall wichtig."
  },
  {
    "start": 2473.319,
    "end": 2476.259,
    "text": "Vielleicht noch eine kurze Frage zur Keto-Azidose."
  },
  {
    "start": 2476.66,
    "end": 2482.54,
    "text": "Das absolute Schlagwort dazu ist ja der Acetonatem also der so richtig wie Nagelackentferner."
  },
  {
    "start": 2483.0,
    "end": 2485.06,
    "text": "Wie oft begegnet einem das denn klinisch?"
  },
  {
    "start": 2485.56,
    "end": 2490.68,
    "text": "Das mit dem Atem ist natürlich irgendwie so eine subjektive Wahrnehmung, die jetzt nicht alle von uns auch immer können müssen."
  },
  {
    "start": 2490.899,
    "end": 2498.6,
    "text": "Aber Sie sehen schon also Übelkeit erbrechen ist ein klassischer Hinweis natürlich dafür dass der Körper versucht das irgendwie zu kompensieren."
  },
  {
    "start": 2498.74,
    "end": 2502.14,
    "text": "aber eben diese Kussmahlordnung sieht man schon häufig"
  },
  {
    "start": 2503.64,
    "end": 2507.259,
    "text": "sehr tiefe Atenzüge bei normaler Atemfrequenz."
  },
  {
    "start": 2507.64,
    "end": 2511.58,
    "text": "Das ist ja meines Wissens pathoknomonisch für die Keto-Azidose."
  },
  {
    "start": 2512.96,
    "end": 2522.339,
    "text": "Gut, wenn wir uns jetzt mal vor Augen halten dass das Insulin erst etwa hundert Jahre alt ist als Medikament und bis dahin Typ eins Diabetikerinnen Kinder."
  },
  {
    "start": 2522.419,
    "end": 2531.72,
    "text": "Wir haben es ja im Intro gehört in Hundert Prozent der Fälle gestorben sind dann sehen wir Ja Dass sich da wirklich wahnsinnig viel getan hat in relativ kurzer Zeit."
  },
  {
    "start": 2532.279,
    "end": 2535.66,
    "text": "Mittlerweile kann man bei adäquater Einstellung sehr gut und lange leben."
  },
  {
    "start": 2536.24,
    "end": 2537.359,
    "text": "Wo geht die Reise hin?"
  },
  {
    "start": 2537.56,
    "end": 2539.62,
    "text": "Wie behandeln wir künftig Diabetes?"
  },
  {
    "start": 2540.64,
    "end": 2547.879,
    "text": "Es hat sich super viel getan und neben den schönen neuen Medikamenten, die wir jetzt gerade alle in der raschen Entwicklung sehen."
  },
  {
    "start": 2548.359,
    "end": 2558.98,
    "text": "Der GLP-Ins oder Inkretinanaloga und der SGLT II-Inhibitoren ist es so dass der Bereich Digitalisierung halt sehr viel Spaß macht uns eines von den spannenden Themen des Diabetes Management sind."
  },
  {
    "start": 2559.66,
    "end": 2563.96,
    "text": "Glucose Monitoring können wir ja statt Kapiläer eben schon kontinuierlich machen."
  },
  {
    "start": 2564.419,
    "end": 2571.299,
    "text": "Es werden neue Sensoren kommen, die zusätzlich zu Glucosen auch andere Metabolite wie zum Beispiel Ketone erfassen können."
  },
  {
    "start": 2571.98,
    "end": 2586.819,
    "text": "Die Insoline selber haben sich in den letzten Jahren immer stetig weiterentwickelt, also wir haben ja die sogenannten Insolinenanaloga, die im Kurz- oder Prandialbereich immer kürzer wirksam sind schnell rein, schnell raus so dass sie die besser steuern können."
  },
  {
    "start": 2587.66,
    "end": 2596.74,
    "text": "Lange wirksame Insoline sind immer länger wirksam und es wird im nächsten Jahr wahrscheinlich ein Insolin geben, ein Basalinsollin was nur einmal pro Woche appliziert werden muss."
  },
  {
    "start": 2596.939,
    "end": 2612.899,
    "text": "Die Pens der Insulin werden schlauer, also es gibt Pens die quasi schon selber dokumentieren oder Kappen für Insulinpens, die dazu führen dass sie sehen wann wurde eine Insulindosis appliziert und wie viel Insulin ist noch aktiv an Bord."
  },
  {
    "start": 2613.08,
    "end": 2615.299,
    "text": "diese Dokumentation können dann geteilt werden."
  },
  {
    "start": 2615.379,
    "end": 2620.6,
    "text": "optimalerweise werden Sie dann irgendwann mal auch in der Regelversorgung kombiniert mit den Glucosewerten."
  },
  {
    "start": 2621.14,
    "end": 2628.52,
    "text": "Dann wird es sicherlich da auch Software geben, die einem vorschlägt wie viel Insulin man dann applizieren muss so dass das alles einfacher wird."
  },
  {
    "start": 2628.74,
    "end": 2643.04,
    "text": "und es gibt natürlich jetzt schon Insulin-Pumpen, die zusammen mit diesen kontinuierlichen Glucosemonitoringsystem unter Zwischen geschaltet einem Algorithmus quasi vollständig Insulinsubstitution übernehmen können."
  },
  {
    "start": 2643.56,
    "end": 2647.96,
    "text": "Das heißt eigentlich fast ein externes Pankreas, das da installiert ist."
  },
  {
    "start": 2648.0,
    "end": 2648.18,
    "text": "Genau!"
  },
  {
    "start": 2648.299,
    "end": 2649.6,
    "text": "Ein geschlossener Kreislauf, ne?"
  },
  {
    "start": 2650.419,
    "end": 2651.359,
    "text": "Also Algorithmus,"
  },
  {
    "start": 2651.48,
    "end": 2651.52,
    "text": "d.h.,"
  },
  {
    "start": 2651.68,
    "end": 2653.62,
    "text": "dass es dann eine KI, die das über..."
  },
  {
    "start": 2653.939,
    "end": 2654.46,
    "text": "Ja genau."
  },
  {
    "start": 2654.58,
    "end": 2655.419,
    "text": "Okay spannend also."
  },
  {
    "start": 2655.5,
    "end": 2662.18,
    "text": "das ist natürlich ein ganz interessanter Punkt und insgesamt haben wir natürlich sehr viele spannende Punkte."
  },
  {
    "start": 2662.319,
    "end": 2667.04,
    "text": "heute gehört hier nochmal die Take-Home-Messages des heutigen Podcasts."
  },
  {
    "start": 2668.16,
    "end": 2674.66,
    "text": "Im klinischen Setting begegnen uns viele Menschen mit Diabetes, bis zu vier von zehn Patientinnen im Krankenhaus leiden daran."
  },
  {
    "start": 2675.14,
    "end": 2679.64,
    "text": "Wir erkennen den Diabetes oder die Hyperglykemin allerdings nicht sehr häufig – in ca."
  },
  {
    "start": 2679.859,
    "end": 2682.68,
    "text": "seventy-fünf Prozent der Fälle erkennen wir ihn nicht!"
  },
  {
    "start": 2683.2,
    "end": 2690.24,
    "text": "Das liegt unter anderem an mangelndem Screening und an Problemen in den Übergaben, denn Diabetes ist schwer zu dokumentieren."
  },
  {
    "start": 2693.899,
    "end": 2698.419,
    "text": "Insulin ist im Krankenhaus das Mittel der Wahl, um auffällige Glukosespiegel zu kontrollieren."
  },
  {
    "start": 2698.799,
    "end": 2705.2,
    "text": "Insulin gehört aber gleichzeitig zu den Hochalarmmedikationen und kann zu schweren und auch tödlichen Komplikation führen."
  },
  {
    "start": 2705.6,
    "end": 2708.759,
    "text": "Das sollten wir uns immer vor Augen halten wenn man mit Insulin therapiert."
  },
  {
    "start": 2709.339,
    "end": 2715.779,
    "text": "Grundsätzlich gilt bei allen Arten von Diabetes dass die Einstellung anhand des Einzelfalls getroffen werden muss."
  },
  {
    "start": 2716.48,
    "end": 2720.74,
    "text": "So, es gibt aber Leitfäden an denen man sich orientieren kann."
  },
  {
    "start": 2721.24,
    "end": 2727.64,
    "text": "Zum Beispiel der Basalbedarf, der ergibt sich aus der Glukose die in der hepatischen Gluconeogenese gebildet wird."
  },
  {
    "start": 2728.259,
    "end": 2736.98,
    "text": "und um diesen Basal-Bedarf an Insulin zu decken rechnen wir mit Nullkommasieben fünf Einheiten basalinselin pro Stunde auf einen Tag also vierundzwanzig Stunden."
  },
  {
    "start": 2737.02,
    "end": 2740.859,
    "text": "gerechnet sind das dann ungefähr zwischen achtzehn und vierund zwanzig Einheiten."
  },
  {
    "start": 2741.52,
    "end": 2749.16,
    "text": "Zucker kommt aber nicht nur aus der Leber, sondern auch aus dem zugeführten Essen und das wird durch den sogenannten Brandialbedarf abgefangen."
  },
  {
    "start": 2749.799,
    "end": 2753.96,
    "text": "Dafür braucht man grob einer Einheit Insulin pro zehn Gramm Kohlenhydrate."
  },
  {
    "start": 2754.52,
    "end": 2758.16,
    "text": "Zehn Gramm Kohlenhydrate entspricht einer Kohlenhydrateinheit."
  },
  {
    "start": 2758.919,
    "end": 2763.54,
    "text": "Was dabei wichtig ist im Tagesverlauf verändert sich die Insulinempfindlichkeit."
  },
  {
    "start": 2764.16,
    "end": 2770.16,
    "text": "Morgens ist der Insulinbedarf am höchsten Abends ist er am zweithöchsten und mittags am geringsten."
  },
  {
    "start": 2770.68,
    "end": 2770.98,
    "text": "Frau Prof."
  },
  {
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    "end": 2774.72,
    "text": "Riga Tan nannte hier das Verhältnis drei zu eins, zwei."
  },
  {
    "start": 2775.48,
    "end": 2780.46,
    "text": "Natürlich müssen die Insulin-Gaben aber auch immer auf den Einzelfall abgestimmt sein."
  },
  {
    "start": 2781.379,
    "end": 2785.779,
    "text": "Bei unterschiedlichen Arten von Diabetes schlägt Insulin gut an!"
  },
  {
    "start": 2786.24,
    "end": 2788.799,
    "text": "Das spiegelt sich im sogenannten Korrekturfaktor wieder."
  },
  {
    "start": 2789.379,
    "end": 2803.779,
    "text": "Bei Typ I Diabetes senkt eine Insulin-Einheit den Blutzucker um ungefähr vierzig Milligramm pro D-Ziliter, bei Typ II um dreißig und bei hoher Insulinresistenz oder steroidinduzierten Diabetes ungefähr um fünfzehn Milligramme pro D Ziliter."
  },
  {
    "start": 2804.839,
    "end": 2813.66,
    "text": "Je nachdem, welche Art von Diabetes vorliegt rechnen wir also mit unterschiedlichen Senkungen pro Einheit Insulin und davon hängt dann auch der Zielbereich ab in den wir kommen wollen."
  },
  {
    "start": 2814.16,
    "end": 2823.439,
    "text": "Die Zielbereiche sind im Krankenhaus höher als im ambulanten Setting weil dort sehr kranke Menschen in Stresssituationen sind und Hypoglykemin vermieden werden sollen."
  },
  {
    "start": 2824.2,
    "end": 2830.1,
    "text": "Was das Blutzuckermonitoring und die Einstellung von Hyperglykemin angeht, lohnt es sich auf jeden Fall aufmerksam zu sein."
  },
  {
    "start": 2830.56,
    "end": 2835.0,
    "text": "Denn die Diagnose-Diabetes geht mit einem ungünstigen Krankheitsverlauf einher!"
  },
  {
    "start": 2835.7,
    "end": 2841.439,
    "text": "Im Schnitt bleiben Diabetikerinnen zwei Tage länger im Krankenhaus als Menschen ohne Diabetes."
  },
  {
    "start": 2842.52,
    "end": 2843.08,
    "text": "Zur Therapie?"
  },
  {
    "start": 2843.66,
    "end": 2849.12,
    "text": "Wenn wir Insulin einsetzen, dann sollte uns klar sein dass manche sehr lange wirken und manche kurz."
  },
  {
    "start": 2849.52,
    "end": 2855.319,
    "text": "Kurzwirksame Insulin sind im Schnitt zwei bis vier Stunden aktiv, lang wirksame zwölf bis sechsunddreißig Stunden."
  },
  {
    "start": 2855.66,
    "end": 2860.919,
    "text": "Die Kurzwirksammen eignen sich daher für die Mahlzeiten morgens Mittagsabend und zur Korrektur."
  },
  {
    "start": 2861.72,
    "end": 2867.799,
    "text": "Und lang wirkame Insuline decken den Basalbedarf und werden in der Regel dann ein bis zweimal am Tag gegeben."
  },
  {
    "start": 2868.54,
    "end": 2875.899,
    "text": "Es gibt viele verschiedene Präparate und weil das so ist es sinnvoll sich zumindest mit den gängigsten Insulinen im eigenen Haus auseinanderzusetzen."
  },
  {
    "start": 2876.879,
    "end": 2885.319,
    "text": "In den Notaufnahmen gibt es völlig verschiedene Notfälle, aber typisch sind zum Beispiel junge Typ-I Patientinnen die am Wochenende feiern waren und dann mit ihrem Blutzucker entgleisen."
  },
  {
    "start": 2885.759,
    "end": 2889.859,
    "text": "Und montags dann mehr schlecht als recht – mit Ketoazidoso vorstellig werden!"
  },
  {
    "start": 2890.439,
    "end": 2897.08,
    "text": "Auch typische in der Notaufnahme sind Typ II DiabetikerInnen mit HHS also Hyperglucamen hyperosmolaren Status."
  },
  {
    "start": 2897.58,
    "end": 2906.46,
    "text": "So ein Status kann bei Bluzuckerwerten über sixhundert Milligramm pro Dietzilliter auftreten und dort ist dann eine intravenöse Insulingabe angezeigt."
  },
  {
    "start": 2906.5,
    "end": 2914.919,
    "text": "Hier sollte der Blutzucker keinesfalls zu schnell gesenkt werden, auch nicht unter zweieinhalb Milligrammen pro Dietziliter, sonst droht ein Hirn-Ödem!"
  },
  {
    "start": 2916.259,
    "end": 2917.319,
    "text": "Im ambulanten Setting."
  },
  {
    "start": 2917.6,
    "end": 2931.399,
    "text": "Da gibt es keinen klaren Cutoff für eine Krankenhauseinweisung, generell kann man bei einem HWA-Ic über zehn stationäre Diabeteseinstellungen in Erwägung ziehen – natürlich hängt das aber auch vom Schwerpunkt der eigenen Praxis ab!"
  },
  {
    "start": 2931.939,
    "end": 2935.46,
    "text": "Eine Ketoazidose sollte auf jeden Fall stationär behandelt werden."
  },
  {
    "start": 2936.259,
    "end": 2948.399,
    "text": "Auch bei älteren Patientinnen kommt es zu Ketoacidosen und zwar unter anderem wegen SGLT II Inhibituren in der Medikation Kave auch bei Blutzuckerwerten unter Zweihundertfünfzig Milligramm pro DZ Liter."
  },
  {
    "start": 2948.799,
    "end": 2961.299,
    "text": "Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es neben der SGLT-II-Inhibition zu Hungerperioden kommt, zu Alkoholkonsum oder zu Stress und Stress – das liegt auf vor, wenn geplante Eingriffe durchgeführt werden."
  },
  {
    "start": 2961.68,
    "end": 2966.68,
    "text": "deswegen SGLTI-II Inhibitoren drei bis vier Tage vorher pausieren!"
  },
  {
    "start": 2967.46,
    "end": 2971.259,
    "text": "So, und dann können wir noch einen Blick darauf werfen was wir konkret besser machen können."
  },
  {
    "start": 2971.74,
    "end": 2993.379,
    "text": "Beim Diabetes Management ist noch Luft nach oben unter anderem in den Bereichen Digitalisierung, Kommunikation und Dokumentation und wer außerdem Screenings durchführt zum Beispiel jeden Patienten jede Patientin nach Diabetes befragt auf Diabetes Medikamente achtet den Nüchtern oder spontanen Blutzucker misst, oder zum Beispiel den HBA-Ic überprüft."
  },
  {
    "start": 2993.779,
    "end": 2998.359,
    "text": "Der oder die erkennt dann einfach mehr Diabetikerinnen und kann entsprechend besser behandeln."
  },
  {
    "start": 2998.919,
    "end": 3005.14,
    "text": "Künftig werden wir neben dem kontinuierlichen Glucose Monitoring auch noch weitere Metabolite überprüfen können wie z.B."
  },
  {
    "start": 3005.799,
    "end": 3006.22,
    "text": "Ketone."
  },
  {
    "start": 3006.779,
    "end": 3022.0,
    "text": "Kontinuerliches Glucosemonitoring zusammen mit Insulinpumpen und zwischengeschalteten künstlichen Intelligenzen werden dann zukünftig so als eine Art externes Pankreas operieren und autonom, den Blutzucker von Betroffenen messen und anpassen."
  },
  {
    "start": 3022.04,
    "end": 3024.24,
    "text": "Im Moment klingt das noch wie Zukunftsmusik."
  },
  {
    "start": 3024.439,
    "end": 3027.74,
    "text": "so schnell wie es aber geht – sehen wir das vielleicht schon bald in der Praxis!"
  },
  {
    "start": 3028.72,
    "end": 3034.439,
    "text": "Frau Professor Rigatan gibt es denn noch etwas, dass Sie unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben wollen?"
  },
  {
    "start": 3035.1,
    "end": 3038.299,
    "text": "Ich freue mich sehr, dass dieses Thema adressiert wird bei Ihnen."
  },
  {
    "start": 3038.58,
    "end": 3047.779,
    "text": "Weil es einfach viele Menschen mit Diabetes gibt und das Thema Diabetes in der medizinischen Versorgung sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit erlangen darf."
  },
  {
    "start": 3048.56,
    "end": 3068.839,
    "text": "Und ich würde mich freuen wenn alle quasi im Hinterkopf behalten, dass tatsächlich Hyperglychemie – und das ist ein kontinuierliches Ansteigen von Risiko sich multidimensional eben auf die Gesundheit unserer Patientin auswirkt und dass das sowohl kurz als auch langfristig sehr sinnvoll sein kann, wenn man sich dem Ganzen widmen und den Glucosehaushalt quasi kontrolliert."
  },
  {
    "start": 3068.98,
    "end": 3075.64,
    "text": "Und dann können wir da alle gemeinsam sehr viel Gutes tun, wenn wir das nicht mehr ignorieren sondern tatsächlich auch adressieren."
  },
  {
    "start": 3075.879,
    "end": 3076.7,
    "text": "Das würde mich sehr freuen!"
  },
  {
    "start": 3077.1,
    "end": 3079.48,
    "text": "Zumindest so lange bis die KI alles übernimmt."
  },
  {
    "start": 3080.859,
    "end": 3083.6,
    "text": "Ich denke ja zu guter medizinischer Versorgung."
  },
  {
    "start": 3083.779,
    "end": 3088.0,
    "text": "Der Arzt gehört, der dann mithilfe der KI seine Versorgungen noch verbessern"
  },
  {
    "start": 3088.08,
    "end": 3088.22,
    "text": "kann."
  },
  {
    "start": 3088.54,
    "end": 3089.08,
    "text": "Alles klar!"
  },
  {
    "start": 3089.399,
    "end": 3092.48,
    "text": "Dann bedanke ich mich ganz herzlich dass ihr heute zu Gast im Amboss Podcast waren."
  },
  {
    "start": 3092.68,
    "end": 3094.46,
    "text": "Ich bedanque mich auch sehr für diese Einladung."
  },
  {
    "start": 3094.52,
    "end": 3094.939,
    "text": "vielen Dank"
  },
  {
    "start": 3095.68,
    "end": 3098.359,
    "text": "und euch Zuhause wie immer vielen dank fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 3098.72,
    "end": 3103.859,
    "text": "alle Infos zum Ambus Podcasts und der Amboss Wissensplattform gibt es unter go.amboss.com."
  },
  {
    "start": 3104.14,
    "end": 3105.12,
    "text": "slash podcast."
  },
  {
    "start": 3105.419,
    "end": 3107.24,
    "text": "macht's gut bis zum nächsten mal."
  }
]