[
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    "text": "Und ich sage, es ist eigentlich total einfach."
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    "text": "Du musst Denk nicht übersterben nach."
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    "text": "Und das deklinier mal durch."
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    "text": "Und dann bist du ganz schnell da, dass du weißt, um was muss ich mich eigentlich kümmern."
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    "text": "Den Tod ins Leben holen und all dieses Gefasel, wo ich sage, das hat nichts mit der Realität der neunundneinzig Prozent da draußen zu tun."
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    "text": "Und die Übersetzung immer wieder hinzubekommen, nämlich in welcher Realität ist mein Gegenüber."
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    "text": "Sondern den muss ich abholen."
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    "text": "Und das ist, glaube ich, was, wo wir uns immer wieder zwingen, nicht in Automatismen zu fallen."
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    "text": "Dann komme ich nach Hause zu meiner damaligen Freundin und kriege so ein Spät und sag so, was ist denn, wenn ich bestatter werde?"
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    "text": "Und die hat so im Halbschlaf wirklich so, bist du behämmert?"
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    "text": "Herzlich willkommen."
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    "text": "Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Genant Talk begrüßen zu dürfen."
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    "text": "Mein heutiger Gast ist Erik Friede."
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    "text": "Er war früher erfolgreicher Musikmanager, heute ist er einer der bekanntesten Bestatter Deutschlands."
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    "text": "In seinem Bestattungshaus in Berlin begleitet er Menschen in den schwersten Momenten ihres Lebens, spricht über Trauer, Verantwortung und die Frage, wie wir mit dem Tod umgehen."
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    "text": "In unserem Gespräch geht es um Rituale, um Emotionen, um den Verlust geliebter Menschen und um den Kinodokumentarfilm, der Tod ist ein Arschloch der Friedesarbeit und Haltung eindrucksvoll porträtiert."
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    "text": "Wenn dir diese Episode von General Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcast hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung."
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    "text": "Diese und viele weitere Episoden findest du auch als Videopodcast auf unserem YouTube-Kanal."
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    "text": "Herzlich willkommen an unseren Bartresen."
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    "text": "Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gin"
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    "text": "Der Tod ist ein Arschloch sprechen zu können, um über Trauer zu sprechen, um über den Tod zu sprechen und vielleicht auch ein bisschen über Angst."
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    "text": "Herzlich willkommen."
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    "text": "Ich bin signifikant noch hypochondrischer geworden als vorher, weil ich bei der Arbeit ja nie gute geschichten zu hören bekommen immer geschichten die mir in der kleinigkeit anfingen und die dann mit dem ultimativen indem ich dem sterben geendet sind."
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    "text": "und die andere eben ist dass ich weniger angst habe weil ich ganz viel erlebe und immer wieder auch so versuche in relation zu setzen."
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    "text": "das ist gar nicht so schlimm."
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    "text": "also sachen die da muss man auch aufpassen."
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    "end": 272.42,
    "text": "im umgang mit freunden das hatte ich gerade so Als ich angefangen habe zu arbeiten, wenn dir ein Freund oder ein Freund von Liebeskummer erzählt und du kommst grad aus einer Familie, wo zwei Zwillinge gerade gestorben sind, dann nicht darauf reinzufallen zu denken, ah, deine Probleme sind weniger wert."
  },
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    "text": "Und dennoch macht mir das weniger Angst, weil ich ganz häufig sehe oder so mit so einem Grundgefühl ran gehe, ey, was soll eigentlich passieren?"
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    "text": "Aus einer ganz anderen Perspektive, ich fand es interessant, dass du es gerade gesagt hast, dass man aufpassen muss mit Freunden."
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    "text": "Ich habe ganz oft die Situation, ich beschäftige mich natürlich gefühlt, mit Krisen, Politik, mit allem was auf dieser Welt irgendwie so passiert."
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    "text": "Und ich muss echt zugeben, ich tue mir manchmal schwer, wenn andere Menschen mit so für sie in dem Moment riesigen Problemen auf mich zukommen, Wo ich mir manchmal denke, ja, ja, kann ich irgendwie verstehen, dass das für dich gerade ganz schlimm ist."
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    "text": "Aber a, sterben Menschen auf der Welt wegen unnötiger Gewalt und Ähnlichem und oder verhungern und du möchtest mir gerade erzählen,"
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    "text": "Ich habe mich auch im Bezug auf meinen Beruf natürlich viel so mit Glücksforschung beschäftigt."
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    "text": "Es ist das häufig gar nicht mit vermeintlichen Realitäten zu tun."
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    "text": "Es gibt Menschen mit einem hohen Problembewusstsein, die immer oder einem Problem leiden."
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    "text": "Aber auch zurück zu dem, was wir machen, eine Sache, die ich aber gelernt habe."
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    "text": "Und das ist, glaube ich, was sich am deutsten verändert hat."
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    "text": "Ich schaffe das mittlerweile sehr... Urteils frei mit Sachen umzugehen, egal wie absurd die sind."
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    "text": "Und das ist was, wo ich merke, da hat sich viel verändert."
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    "text": "Also, bis ich Neudeutsch anfange zu judging über das und ich erlebe Menschen ja zumindest beruflich in einer, wenn nicht der extremsten Situation überhaupt."
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    "text": "Und das holt natürlich Urinstinkte raus, Urengste."
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    "text": "Und da gewünschst du dir sehr schnell ab über irgendwas zu urteilen."
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    "text": "Das finde ich was, was mir im normalen Leben er hilft."
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    "text": "Sich sehr da in der Wahrnehmung zurückzunehmen und erstmal zu gucken, wo steht mein Gegenüber gerade."
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    "text": "Und das kann teilweise natürlich bestimmt lustig werden, wenn du Menschen hast, die angesichts des, dass sie sterben müssen oder dass sie jemanden im Sterben erleben, in sehr spirituelle Kreise abdriften."
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    "text": "Und das viel mir am Anfang schwerer dann nicht zu urteilen."
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    "text": "Da musste ich dann schon auch mich zurücknehmen und Sachen vielleicht mal nicht lächerlich finden."
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    "text": "Und das hat sich doll verändert."
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    "text": "Wir verlassen uns, wenn's um den Tod und das Sterben geht ja eigentlich fast unser ganzes Leben auf."
  },
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    "text": "Statistik und richten es ein bisschen nach Statistik aus."
  },
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    "text": "Also die durchschnittliche Lebenserwartung ist so und so hoch und wir haben so das Gefühl, ich habe noch so und so viele Jahre zu leben und richte mich danach aus."
  },
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    "text": "Ich planen ganz weit in die Zukunft und baue für die Rente vor und die Altersvorsorge und all diese Dinge."
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    "text": "Und eigentlich kann ja jederzeit alles passieren."
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    "text": "umfallen und dann könntest du mich gleich quasi weiter bearbeiten."
  },
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    "text": "juristisch wird es schwierig, wenn du dir vor der Tür umfällst, so wahrscheinlich erst mal die Polizei kommt."
  },
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    "text": "Aber alles, was du beschreibst, ist ja in meiner Welt oder soweit ich es auch gelernt habe, gesund."
  },
  {
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    "text": "Das zu verdrängen, ist das also zwei spannende Sachen."
  },
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  },
  {
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    "text": "der aber auch nur leben kann, weil er das verdrängen kann."
  },
  {
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    "text": "Ja, also dieses Paradoxon ist ja was, was uns irgendwie trägt."
  },
  {
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    "text": "Und ich muss auch sagen, ich geb dir denn gerade so von Journalisten immer wieder diese Frage, hast du mehr Angst vom Sterben, hast du weniger Angst vom Sterben?"
  },
  {
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    "text": "Ich glaube, ich verdränge das genauso wie alle anderen auch."
  },
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    "text": "Und das ist auch was, wie ich finde, sehr gesundes."
  },
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    "text": "Weil das, was du beschreibst, ich würde das als was anderes oder eine andere Überschrift setzen."
  },
  {
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    "text": "Verantwortung zu übernehmen."
  },
  {
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    "text": "Ja, also zu gucken, du sagst jetzt, Altersvorsorge wäre jetzt nicht mein Obersystem, aber ist okay, wie verantwortungsvoll bin ich in mir gegenüber und ist reicht das, was ich da am Ende habe?"
  },
  {
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    "text": "oder ich hatte es in Gesprächen mit Freunden, die dann kommen und sagen, was muss ich denn eigentlich machen?"
  },
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    "text": "So, gibt's was?"
  },
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    "text": "Und ich sage, es ist eigentlich total einfach."
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  {
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    "text": "Du musst denkt nicht über sterben nach, das ist total... Also in dem Moment irrelevant."
  },
  {
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    "text": "Denkt darüber nach, wer von dir abhängig ist."
  },
  {
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    "text": "Und das deklinier mal durch."
  },
  {
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    "text": "Und dann bist du ganz schnell da, dass du weißt, um was muss ich mich eigentlich kümmern."
  },
  {
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    "end": 594.92,
    "text": "Okay, meine Mutter ist jetzt nicht so, aber ist krank, die ist von mir abhängig."
  },
  {
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  {
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    "text": "Du fährst mit der Bahn und hast einen Unfall und kannst für acht Wochen nichts machen."
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  {
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    "text": "Und ich glaube, deswegen ist dieser Begriff der Verantwortung, die ich übernehme, mir da fast viel wichtigerer."
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    "text": "Obwohl mit ich Menschen aber gut bekommen ist, du kannst über diese Verantwortung ja auch die Frage stellen, wie möchtest du, dass dich an dich erinnert wird?"
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    "text": "Ja, also bist du nachher der Typ, wo sie entdecken, ah, der hat aber in den letzten drei Jahren jetzt die Briefe vom Finanzamt nicht aufgemacht, ne?"
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    "text": "Also, so."
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    "text": "Das zweite Handy, was wir bei dem Daniel gefunden haben, ist mit den Mädchen drin."
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    "text": "Und das meine ich mit Verantwortung übernehmen."
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    "end": 646.52,
    "text": "Und da muss man sich aber auch nichts ausdenken."
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    "start": 647.06,
    "end": 653.9,
    "text": "Und das finde ich schwierig, immer so dieses Damokless-Schwer, dass wir werden alle sterben."
  },
  {
    "start": 654.64,
    "end": 656.88,
    "text": "Nee, Bullshit, wir haben jetzt ein Leben, das ist schon richtig."
  },
  {
    "start": 656.94,
    "end": 661.06,
    "text": "Und es ist auch okay, sich bewusst zu sein, dass wir irgendwann sterben werden."
  },
  {
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    "end": 663.2,
    "text": "Aber das ist ja was in meiner Welt."
  },
  {
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    "end": 665.22,
    "text": "unglaublich positiv ist."
  },
  {
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    "end": 671.3,
    "text": "Und weil du über Statistiken sprachst, musst dich lachen, weil dich ein großer Statistik finden."
  },
  {
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    "end": 690.72,
    "text": "Und auch ein großer Fan von wissenschaftlichen Untersuchungen, vor allen Dingen, weil ich mich natürlich in einem Feld bewege, wo es ganz viel um Gefühle geht und wo Menschen den Gefühl zu haben und ich das dann umso wichtiger finde, Sachen von dir zu wissen."
  },
  {
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    "end": 708.42,
    "text": "Ja, also ich kann natürlich viel über Erleben hier aus meiner Arbeit erzählen, aber ich finde so richtig tragend wird es erst dann, wenn ich sagen kann, komme, ich habe das hier in meiner Arbeitsrealität erlebt, aber das ist mittlerweile auch wissenschaftlich gut untersucht."
  },
  {
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    "end": 710.72,
    "text": "Und ich mach dir ein Beispiel auf."
  },
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    "end": 715.56,
    "text": "Es gibt über die red ich gerne, es gibt eine Studie der Universburg."
  },
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    "text": "Die haben folgendes gemacht."
  },
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    "text": "Die haben gesagt, wir nehmen mal zwei Gruppen."
  },
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    "text": "Eine Gruppe sind Menschen, die an Depression leiden und eine Gruppe sind Traumante."
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    "text": "Die Symptome ähnen sich häufig ganz doll."
  },
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    "text": "Und jetzt wollen wir mal gucken, was bei diesen Menschen eigentlich unterschiedlich ist."
  },
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    "text": "Wir lassen mal die depressionsgeschichte beiseite und die haben dann wirklich gesehen."
  },
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    "start": 737.54,
    "end": 748.24,
    "text": "Und das ist für mich eine ganz wichtige Erkenntnis, die ich einfach auch gerne in solchen Formaten wie hier erzähle, weil das für jeden als Unterstützung eigentlich dasteht."
  },
  {
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    "end": 754.24,
    "text": "dass Menschen, die einen gesunden Trauerprozess durchlaufen sind, menschlich wachsen."
  },
  {
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    "end": 756.64,
    "text": "Das klingt erstmal sehr weich in der Formulierung."
  },
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    "text": "Was meinen die damit?"
  },
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    "text": "Menschen, die einen Trauerprozess, der ist ja auch nie so richtig zu Ende, aber die den gut durchlebt haben, sagen, sie sind empathischer."
  },
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    "text": "Sie wissen mehr über sich."
  },
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    "text": "Sie haben andere Wertigkeiten vielleicht im Leben gefunden und sprechen alle wirklich von einem weichen Begriff von menschlichem Wachstum."
  },
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    "end": 779.14,
    "text": "Und das geht so weit."
  },
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    "end": 795.38,
    "text": "Und du sagst, du beschäftigst dich mit Politik, dass wir mittlerweile davon ausgehen können, dass schlechtes Trauerverhalten oder nicht erfolgreiches Trauerverhalten Auswirkungen auf unser Wahlverhalten hat."
  },
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    "end": 798.5,
    "text": "Also sehr großer Kosmos, den ich gerade aufmache."
  },
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    "end": 802.88,
    "text": "Das gibt ein Berliner Soziologen Andreas Reckwitz, der das wirklich gut untersucht hat."
  },
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    "text": "Und wenn man darüber nachdenkt, versteht man das."
  },
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    "text": "Wenn man sich trauer."
  },
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    "end": 813.16,
    "text": "als etwas vorstellt, im neuen Leben passiert was, dass ich nicht möchte, dass ich aber auch nicht ändern kann."
  },
  {
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    "end": 826.62,
    "text": "Und gesund zu trauern heißt zu lernen, ich gehe durch diese Tür dahinten durch, weiß nicht was hinter dieser Tür kommt, aber ich bin mir meiner Fähigkeiten bewusst, dass das weitergehen wird."
  },
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    "end": 828.58,
    "text": "Ja, das ist ein gesunder Trauerprozess."
  },
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    "end": 837.3,
    "text": "Menschen, die das nicht gelernt haben, natürlich werden die auf Stimmen hören, die denen versprechen, Das wird wieder so gut wie früher."
  },
  {
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    "end": 849.96,
    "text": "Ja, und wir leben ja gerade, also lassen wir auch den Tod beiseite, wir leben ja gerade in einer Zeit des permanenten Trauerns oder des permanenten, vermeintlichen Trauerns."
  },
  {
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    "end": 854.0,
    "text": "Es heißt an Dauern, unser Wurst an geht verloren, müssen wir uns von abschämen."
  },
  {
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    "end": 854.84,
    "text": "B-Dauern."
  },
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    "end": 856.46,
    "text": "Und das B-Dauerns."
  },
  {
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    "end": 859.32,
    "text": "So, die Umwelt müssen wir uns von verabschieden."
  },
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    "end": 862.56,
    "text": "Friedliche Zeiten, die, ich meine, wie alt bist du?"
  },
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    "text": "Sechs"
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    "end": 864.26,
    "text": "und dreißig."
  },
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    "end": 865.86,
    "text": "So, ich bin fünfundvierzig."
  },
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    "end": 872.62,
    "text": "Ich habe meine einzige Erinnerung an Krieg, war Konflikt, ich sag mal, im ehemaligen Jugoslawien."
  },
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    "end": 876.14,
    "text": "Und auf einmal kommen so Zeiten von meiner Tür."
  },
  {
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    "end": 880.08,
    "text": "Also ich muss mich gerade verabschieden von dem Glauben."
  },
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    "end": 882.14,
    "text": "In Europa gibt es keinen Krieg mehr."
  },
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    "text": "Auch das sind Trauerprozesse, ja."
  },
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    "end": 886.62,
    "text": "Und deswegen finde ich das so wichtig."
  },
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    "end": 892.14,
    "text": "Und vielleicht ist das auch eine gute Erklärung, wie ich meinen Beruf oder auch meine Berufung verstehe."
  },
  {
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    "end": 894.56,
    "text": "Für mich ist eine Bestattung."
  },
  {
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    "end": 912.94,
    "text": "Wenn die gut gemacht ist, mittels zum Zweck, nämlich um Trauer herauszulassen und Menschen dabei zu helfen, zu trauern und ihre Bedürfnisse zu erkennen, die sie in dem Moment haben, weil ich eben fest davon überzeugt bin und dir auch von diesen Studien erzählen kann, dass das was ist, was uns allen hilft."
  },
  {
    "start": 913.26,
    "end": 928.54,
    "text": "So und das nächste was ich dir mitgeben kann und das ist eigentlich für mich immer die schönste Zahl, wir können heute davon ausgehen, dass die Masse aller Menschen und wir reden weit über in der Lage sind, bei den richtigen Rahmenbedingungen einen gesunden Trauerprozess zu haben."
  },
  {
    "start": 929.14,
    "end": 934.3,
    "text": "Und das ist was, das bringt dir nicht viel, wenn du gerade heulen da sitzt, weil deine Frau gestorben ist."
  },
  {
    "start": 934.96,
    "end": 952.16,
    "text": "Aber in einem Bildungsmoment, wo du versuchst, Rüstzeug nach draußen zu geben, was ja auch ein Grund ist, weswegen wir uns zum Beispiel auf den Kinodokumentarfilm von dem Michael Schwarz eingelassen haben, zu sagen, Und das war echt eine lange Debatte auch intern."
  },
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    "end": 953.08,
    "text": "Wollen wir das?"
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    "end": 956.58,
    "text": "Wollen wir jemanden so nah ranlassen?"
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    "end": 966.42,
    "text": "Der hat uns ja über oder fast zwei Jahre begleitet und der hat natürlich Szenen gesehen, wo auch wir an unsere Grenzen kamen."
  },
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    "end": 971.94,
    "text": "Ich will jetzt dem Film gar nicht so viel vorwegnemen, aber da sterben dann plötzlich Menschen, die für uns wichtig sind."
  },
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    "text": "Und der hat so eine, ich weiß gar nicht, wie ich das sage, so eine ganz schöne Balance des... Weglassens gefunden."
  },
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    "text": "Das kann ich vielleicht erzählen."
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    "text": "In der Dokumentation stirbt eine wirklich eingefrorenen von mir."
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    "text": "Und es gibt ein paar Szenen, die nicht im Film sind."
  },
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    "text": "Und ich bin dem dankbar."
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    "text": "Das sind die Szenen, wo ich wirklich zusammenbreche und weine."
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    "text": "Aber das Schöne ist, der Film ist so schlau gemacht, dass er das gar nicht braucht."
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    "text": "Also, weißt du, dieses voyeuristische Draufgucken."
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    "end": 1004.64,
    "text": "Also, es ist manchmal das Implizite, was dann ausreicht."
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    "end": 1015.3,
    "text": "Wenn wir mal kurz nochmal eine eine kurze fachliche Nachfrage zu dem verantwortung auch für seinen Ableben übernehmen und das das danach was danach passiert."
  },
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    "text": "Wie ist denn da eigentlich dein Eindruck wenn du heute auch dir mal allein eure vielleicht internen Statistik anschaust."
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    "end": 1029.42,
    "text": "Sind es mehr Leute die sich darüber Gedanken gemacht haben die sich darum gekümmert haben dass alles geregelt ist?"
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    "end": 1033.599,
    "text": "oder sind es mehr Leute die da immer noch sagen mir doch egal."
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    "end": 1039.839,
    "text": "Also A. glaube ich nicht, dass ich demnächst sterbe und B. will ich mich damit erst recht nicht beschäftigen."
  },
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    "end": 1049.2,
    "text": "Es ist eine total spannende Frage, weil die sich, wir machen das jetzt ja so knapp zehn Jahre, weil wir sehen, dass sich das in diesen zehn Jahren verändert hat."
  },
  {
    "start": 1049.28,
    "end": 1062.32,
    "text": "Ich kann heute sagen, dass wir mit sechzig bis siebzig Prozent der Familien, und bei Familie heißt für mich gerade alles, also das heißt auch Freunde, die zu uns kommen, weil jemand stirbt."
  },
  {
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    "text": "vorher Kontakt hatten."
  },
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    "text": "Das heißt, es gibt jemanden, der gesagt hat, ich gehe diesen Schritt schon mal nach vorne."
  },
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    "text": "Was nicht immer heißt, dass das der Mensch ist, der stirbt."
  },
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    "text": "Denn gerade, und wir sprechen mittlerweile bei allen, die unter sixty-fünf sind, dass die eigentlich zu Unzeit versterben."
  },
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    "text": "Das vorher Kontakt da war mit, sagen wir mal, was werden wir denn vielleicht brauchen?"
  },
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    "end": 1088.82,
    "text": "Was wollen wir vielleicht machen?"
  },
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    "end": 1093.22,
    "text": "Und ich hab viel auch überlegt, auch wie im Team, so woran Licht ist."
  },
  {
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    "end": 1103.62,
    "text": "Und zum einen sehen wir natürlich, wie sich so nach zehn Jahren einfach auch in der Stadt Sachen herumsprechen und du einfach merkst, Menschen haben verstanden, es ist nicht schlimm, vorherzukommen."
  },
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    "end": 1113.36,
    "text": "Weil lange auch ein Gefühl davon war, weißt du, wenn ich zu einem Trauerbegleiter und für Stadt gehe und sage, du meine Mutter wird sterben, ist es ja auch ein bisschen ein Verrat an meiner Mutter."
  },
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    "text": "Ich sag nämlich, die wird sterben."
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    "text": "Und das zweite ... dass wir das Gefühl haben, dass das nicht so ist."
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    "text": "Und das andere, was wir natürlich probieren, massiv, ist die Schwelle so niedrig wie möglich zu halten."
  },
  {
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    "end": 1139.22,
    "text": "Also wir machen ja wirklich, wirklich viele Sachen, wo wir versuchen, mit Menschen in Kommunikation zu gehen, ohne dass es denen schwer fällt, ohne dass es diese künstlich erzeugte Schwere mit sich bringt."
  },
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    "end": 1148.7,
    "text": "Also wir gehen jetzt, haben Formate entwickelt, wo wir für Kinder Ausstellungen bauen, um sich diese Welt anzugucken auf eine sehr spielerische Art und Weise."
  },
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    "text": "Ich versuche mit vielen Sachen mit einer Sprache rauszugehen und ich glaube, dass das eigentlich so häufig die größte Hürde ist, überhaupt sich zu melden."
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    "text": "Angst zu haben, vielleicht finde ich nicht die richtige Sprache."
  },
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    "text": "Bin ich seriös, um dieses Gespräch zu führen?"
  },
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    "text": "Bin ich traurig genug?"
  },
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    "end": 1163.96,
    "text": "Mache ich zu viel Witze?"
  },
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    "end": 1168.68,
    "text": "Und das ist was, wo wir sehen, dass sich viel verändert."
  },
  {
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    "text": "Und da kommen aber, das ist jetzt meine Beobachtung, zwei Sachen, die so ineinandergreifen."
  },
  {
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    "end": 1179.08,
    "text": "Das ist zum einen, manchmal weiß ich nicht, ist das Angebot oder das Bedürfnis zuerst da."
  },
  {
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    "end": 1203.34,
    "text": "Wir haben jetzt die Generation der Babyboomer vor uns, die sterben, die im Vergleich, das werden alle kennen, wo die Großeltern noch miterlebt wurden, also so die letzte Kriegsgeneration, die sowas wie, ich versuche das sehr vorsichtig, der Selbstwert, den die ging, Die sich auch in der Wertschätzung von anderen einfordern, ist da häufig sehr gering."
  },
  {
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    "end": 1206.98,
    "text": "Also meine Oma hat immer das Gefühl, dass sie allen nur zur Last fällt."
  },
  {
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    "text": "Meine Wahrnehmung ist, es ist leider bis jetzt noch nicht untersucht, ist, dass die Generation, die da jetzt kommt, die ist sich selber etwas wert."
  },
  {
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    "text": "Und sie selber etwas wert sein heißt auch, nämlich schiebt ihr nicht ins Heim ab."
  },
  {
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    "end": 1222.3,
    "text": "Ich möchte eine andere Betreuung."
  },
  {
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    "end": 1226.72,
    "text": "Nee, ich möchte nicht so ein anonymes kleines Grab, sondern... Ich hab was gerissen."
  },
  {
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    "end": 1230.5,
    "text": "Und dass die beiden Sachen kommen, da glaube ich, gerade zusammen."
  },
  {
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    "end": 1240.14,
    "text": "Ich hab ein, zwei gute Freunde, genau als die Generationen, die sicherlich auch das nötige Kleinheit haben, in die mir ihre Pläne für ihre Bestattung erzählen, denke ich so, holla die Waldfee."
  },
  {
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    "end": 1242.06,
    "text": "Dafür kaufen andere ein großes Auto."
  },
  {
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    "end": 1247.18,
    "text": "Aber es hat, glaube ich, was mit selbst sich selber wertschätzen auch zu tun."
  },
  {
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    "end": 1249.9,
    "text": "Und da kommt jetzt noch mal eine Generation."
  },
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    "text": "Und ich glaube, dass die beiden Sachen, also es ist nicht immer nur Verantwortung, es ist auch, ich glaube auch, Eitelkeit, die da mitspielt."
  },
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    "text": "Mag eine dufe Frage sein, aber ich finde, man muss die mal diskutieren."
  },
  {
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    "text": "Warum ist Sterben eigentlich so teuer?"
  },
  {
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    "end": 1268.86,
    "text": "Ich glaube, dass Sterben gar nicht so teuer ist."
  },
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    "end": 1271.72,
    "text": "Also ich kann das dir offen erzählen."
  },
  {
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    "end": 1273.06,
    "text": "Ich kann unsere Kalkulation."
  },
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    "end": 1279.08,
    "text": "Ich rechne mit achtzig bis neunzig Euro pro Mitarbeiterstunde."
  },
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    "text": "Du wirst, wenn du mit deinem Auto zuvor weg ist."
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    "text": "Also das ist so das, wo wir stehen."
  },
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  },
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    "text": "Also mach's mal klassisch, mit einem Stein, den jemand macht."
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    "text": "Ich glaube so im Einzelnen genommen ist das alles nachzuvollziehen."
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    "text": "Aber zu jemanden zu sagen so, nee, du kannst, wenn du möchtest, entspannen."
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    "start": 1300.34,
    "end": 1304.36,
    "text": "Zehntausend Euro für eine richtig, also für eine gute Beerdigung ausgeben."
  },
  {
    "start": 1304.82,
    "end": 1308.92,
    "text": "Aber und das war ja auch ein Ansatz, den wir relativ früh versucht haben zu verfolgen."
  },
  {
    "start": 1309.68,
    "end": 1311.46,
    "text": "Das ist nicht das Spielentscheidende."
  },
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    "text": "So."
  },
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    "text": "sondern das wie können wir jemanden integrieren?"
  },
  {
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    "end": 1339.24,
    "text": "ja und natürlich verschwindet gerade eine generation die da sehr ritualisiert dran gegangen ist und wenn ich dir sage eine wirklich gute trauer rät und jetzt wenn wahrscheinlich unter deinem post trauer rät nach meckern es gibt viel weniger als zu denkst aber die wirklich guten den würde ich gerne lieber achten hat euro geben dass die diese rede machen und dann ist die auch perfekt."
  },
  {
    "start": 1339.28,
    "end": 1345.9,
    "text": "und wenn du hast mal alles so einzeln zusammen addiers kommen Teilweise utopische Beträge zusammen, bin ich total bei dir, ja."
  },
  {
    "start": 1346.8,
    "end": 1350.82,
    "text": "Aber es ist am Ende auch eine Dienstleistung, die ich mir hole."
  },
  {
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    "text": "Und wenn ich wachen, auges bin, und das zum Beispiel eine Thematik für mich ist, ist meine Rückfrage immer, was denkst du, wofür brauchst du eigentlich ein Bestatter?"
  },
  {
    "start": 1361.06,
    "end": 1369.44,
    "text": "Also, aha, wahrscheinlich um jemand zu haben, der sich um alles kümmert, um die ganzen, auch die ganzen... Abläufe, Prozesse, Genehmigungen, Dokumente."
  },
  {
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    "end": 1370.54,
    "text": "Das ist natürlich eine Dorfangfrage."
  },
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    "end": 1373.8,
    "text": "Es gibt eine Sache, die du nicht alleine kannst."
  },
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    "text": "Das ist Oma durch die Gegend fahren."
  },
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    "end": 1384.9,
    "text": "Alles andere dürftest du in der Theorie, das haut selten hin, weil du hast gerne mal Friedrichsverwaltung, die sagen, ne, mit dir als Angehörige sprechen nicht."
  },
  {
    "start": 1385.42,
    "end": 1388.36,
    "text": "Aber in der Theorie dürftest du alles andere allein."
  },
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    "text": "Und das finde ich so wichtig."
  },
  {
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    "end": 1395.46,
    "text": "Und ich erzähl's nicht, weil ich arbeitslos werden möchte, sondern weil ich das für so ein Mindset wichtig finde."
  },
  {
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    "end": 1400.42,
    "text": "Nichts von dem, was ich mache, könntest du nicht."
  },
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    "start": 1401.32,
    "end": 1414.26,
    "text": "Also, auf der technischen Seite, ob das immer diese psychologische Betreuung, die ich eigentlich für die Kunst halte, immer gewährleistet werden kann, aber an schuldige Sterbeurkunden beim Amt beantragen, das ist keine Raketenwissenschaft."
  },
  {
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    "end": 1418.38,
    "text": "Und das finde ich wichtig, Familien in was reinzuholen."
  },
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    "end": 1420.56,
    "text": "Und das weiß man mittlerweile sehr gut."
  },
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    "end": 1422.2,
    "text": "Der Tod."
  },
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    "end": 1425.76,
    "text": "ist so das letzte große Unmachtsgefühl, das wir kennen."
  },
  {
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    "end": 1431.56,
    "text": "Egal wie Schlaut Daniel ist, egal wie reich Eric ist, das Ding werden wir bis jetzt nicht aufhalten."
  },
  {
    "start": 1432.34,
    "end": 1441.36,
    "text": "Und das hinterlässt uns heteronormative weiße Männer im Westen mit einem und das kennen wir nicht, nämlich mit einem Unmachtsgefühl."
  },
  {
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    "end": 1442.68,
    "text": "Das ist ein Problem, das kann ich nicht lösen."
  },
  {
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    "end": 1452.72,
    "text": "Und meine Aufgabe ist es oder unsere Aufgabe als Team, Menschen wieder in der Aktivität zu bringen und denen das Gefühl von Doverzügelung wird eine Selbstwirksamkeit."
  },
  {
    "start": 1452.94,
    "end": 1455.16,
    "text": "So Sachen, die du machst, verändern was."
  },
  {
    "start": 1457.04,
    "end": 1460.18,
    "text": "Und dann sind die Sachen auch nicht so teuer, wie du sagst."
  },
  {
    "start": 1460.4,
    "end": 1466.98,
    "text": "Und eine Sache, die ich festgestellt hat, das finde ich total interessant, wann Menschen das Gefühl haben, dass was teuer ist."
  },
  {
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    "end": 1468.76,
    "text": "Ich gebe dir ein Beispiel."
  },
  {
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    "end": 1476.58,
    "text": "Die meisten Menschen, die zu uns kommen, kommen zum Glück irgendwann an den Punkt, dass sie nicht mehr über den Sarg nachdenken."
  },
  {
    "start": 1476.96,
    "end": 1478.64,
    "text": "Den braucht man an vielen Stellen."
  },
  {
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    "end": 1482.58,
    "text": "Und wir haben einen, der ist nachhaltig produziert, das ist nicht ihre Frage."
  },
  {
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    "end": 1487.76,
    "text": "Ich verstehe, dass jemand sagt, für ein Stück Holz, viertausend Euro verstehe ich nicht."
  },
  {
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    "end": 1499.26,
    "text": "Was ich gelernt habe ist, aber wenn ich zu dir sage, hey Daniel, für die Abschiedsfeier von deinem besten Freund, wenn wir die einem Samstagabend um acht machen, da kriegen meine Kollegen einen Aufschlag für."
  },
  {
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    "text": "Sagt Daniel sofort, na klar, es ist total verständlich in meiner Welt."
  },
  {
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    "end": 1507.86,
    "text": "Also teuer entsteht aus dem Gefühl, Das, was ich bezahlt habe, hat mir nichts gebracht."
  },
  {
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    "text": "Also das ist so meine Wahrnehmung, ja."
  },
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    "end": 1516.64,
    "text": "Und deswegen habe ich bis jetzt seltenst die Rückmeldungen bekommen und das ist wichtig."
  },
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    "text": "Wir sind wahrscheinlich sogar unterdurchschnittlich teuer, aber nicht, dass ich immer gucke."
  },
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    "end": 1528.78,
    "text": "Aber dieses Gefühl, was du beschreibst, was Menschen aus den Herrenbeschleitungen sind, teuer, weil ich nicht das Gefühl habe, dass es mir etwas bringt."
  },
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    "end": 1534.48,
    "text": "Das gibt im amerikanischen den Begriff der unwanted services, kennst du das?"
  },
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    "end": 1537.28,
    "text": "Also, ich musste das auch lernen."
  },
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    "end": 1539.98,
    "text": "Das sind nicht nur Dienstleistungen, die du nicht willst."
  },
  {
    "start": 1540.92,
    "end": 1543.58,
    "text": "Das sind Dienstleistungen, von denen du nicht wusstest, dass sie dir gut tun."
  },
  {
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    "end": 1554.96,
    "text": "Und das ist so das häufigste Gefühl, wo ich immer wieder rausgehe aus Begleitungen mit Familien, die ... Darf ich das sagen?"
  },
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    "text": "Das war schön."
  },
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    "text": "Ja, so."
  },
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    "end": 1559.9,
    "text": "Und dann ist die Wertigkeit da."
  },
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    "end": 1562.96,
    "text": "Und dann fragt da auch keiner mehr nach."
  },
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    "end": 1565.96,
    "text": "Und andersrum ... Wir haben noch was geändert."
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    "text": "Wir waren, glaube ich, mittlerweile machen das einige mit die ersten, die gesagt haben, weißt du was?"
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    "text": "Hier sind meine Preise."
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    "text": "Die sind öffentlich, kannst du sehen."
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    "text": "Überhaupt kein Geheimnis."
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    "end": 1583.7,
    "text": "Und das zweite, was ich immer mache, und das finde ich wichtig, wir haben einen Modell geschaffen, in dem ich dir nichts verkaufen muss."
  },
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    "end": 1589.92,
    "text": "Also, du weißt, wenn du sagst, du willst fünfhundert rote Rosen haben, dann verdiene ich daran nichts."
  },
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    "text": "Und das ist wichtig für einen Vertrauensverhältnis, weil du musst mir in einer Extremsituation vertrauen."
  },
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    "end": 1599.9,
    "text": "Und ich glaube, dass wir deswegen nicht diese Rückmeldung bekommen."
  },
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    "end": 1611.72,
    "text": "Das wird, glaube ich, anderen in dem Bereich anders gehen, weil sie auch aus historischen Gründen, also Bestatter kommen eigentlich aus der Schreinerei, die haben davon gelebt, dass sie Holz verkaufen, was sie zusammenzimmern."
  },
  {
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    "end": 1614.96,
    "text": "Und da hat sich eine Wertigkeit nach klar verschoben."
  },
  {
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    "end": 1619.16,
    "text": "Das interessiert, also heute möchte ich was emotional von der Situation."
  },
  {
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    "end": 1640.72,
    "text": "Also das, was du gerade gesagt hast, da kommt dann noch so viel und hier und da und dort dazu, also A gebe ich dir natürlich vollkommen recht, wenn man es hinbekommt, dass jeder auch von so einer Beerdigung, von so einer Trauerfeier dann weggeht und irgendwie ein gutes Gefühl hat, weil es auch der Person würdig war, von der man sich da verabschiedet hat."
  },
  {
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    "text": "Vielleicht auch noch mal schöne Erinnerungen"
  },
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    "text": "hoch."
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    "text": "Und mir selbst, warte mal, das finde ich, das Trauer ist ein sehr egoistisches Gefühl, ich selber auch einen Mehrwert mitgenommen habe."
  },
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    "text": "Und ich wollte jetzt nicht unterbrechen."
  },
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    "text": "Eine Sache zum Beispiel, die wir sehen und das finde ich sehr faszinierend."
  },
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    "text": "Wir arbeiten sehr prozesshaft mit den Familien."
  },
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    "text": "Das heißt, die sind wirklich die ganze Zeit, wo sie das können und wollen mit dabei."
  },
  {
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    "text": "Für die nimmt auf einmal die Wichtigkeit dieser Abschiedsfeier ab."
  },
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    "text": "Da ganz häufig das Gefühl da ist, ich habe meinen Moment woanders gehabt."
  },
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    "end": 1679.92,
    "text": "Und das finde ich wichtig, weil das ist schon was mit dem wir medial zu tun haben."
  },
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    "end": 1681.94,
    "text": "Also wie erleben wir sterben?"
  },
  {
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    "end": 1685.8,
    "text": "Wir sehen eine Szene, theatralisch jemand verstirbt."
  },
  {
    "start": 1686.56,
    "end": 1689.66,
    "text": "Danach besaufen wir uns beide Abend und dann gibt es die Trauerfeier."
  },
  {
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    "end": 1700.06,
    "text": "Aber was dort an vielen... um dich auch zu aktivieren, Zwischenschritten da ist, die gemacht werden müssen oder wichtiger noch Schritte, die davor gemacht werden müssen."
  },
  {
    "start": 1700.56,
    "end": 1710.06,
    "text": "Und das kannst du mittlerweile relativ gut beschreiben, die die Zuhörer und Zuschauer, die das erlebt haben, sieh mal jemanden, der an einem Krebs stirbt."
  },
  {
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    "end": 1716.68,
    "text": "Das ist, wenn du dich traust und dir das zulässt, ran zu gehen, das wird irgendwann so folgerichtig."
  },
  {
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    "text": "Also, weil der wird ja auch weniger und du merkst, da ist niemand weniger traurig."
  },
  {
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    "text": "Ganz im Gegenteil, Aber die sind weniger schockiert."
  },
  {
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    "text": "Und das sehe ich bei, ich kann mittlerweile meine Uhr danach stellen, ob jemand bei Abschiedsfeiern zusammenbricht."
  },
  {
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    "end": 1734.88,
    "text": "Das sind selten die, die diese Prozesse mitgegangen sind."
  },
  {
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    "end": 1738.24,
    "text": "Ja, für die ist das so, okay, das ist der nächste Schritt, den ich mache."
  },
  {
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    "end": 1739.76,
    "text": "Und er fühlt sich gut an für mich."
  },
  {
    "start": 1740.18,
    "end": 1747.18,
    "text": "Und da kommt es zum Beispiel dann schnell auch in politische Dimensionen in Deutschland, das häufig einer der wichtigsten Aufgaben, die ich habe."
  },
  {
    "start": 1747.28,
    "end": 1748.6,
    "text": "Ich bin ein Zeitbesorger."
  },
  {
    "start": 1749.56,
    "end": 1753.8,
    "text": "Zeitbesorger, damit du nachdenken kannst und der Nächste stritt sich für dich richtig anführt."
  },
  {
    "start": 1754.3,
    "end": 1756.78,
    "text": "Viele kennen das von denen, die uns zuhören."
  },
  {
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    "end": 1758.72,
    "text": "Wir kennen so die großen Verbote."
  },
  {
    "start": 1758.94,
    "end": 1762.78,
    "text": "Uhren ändert sich gerade in Rheinland-Pfalz, müssen auf den Friedhof."
  },
  {
    "start": 1763.4,
    "end": 1768.4,
    "text": "Das Spannende ist in den Ländern, wo das so eine Pflicht nicht gibt, wie in Holland und in der Schweiz."
  },
  {
    "start": 1769.16,
    "end": 1777.92,
    "text": "Da passiert Folgendes, da landen die meisten Uhren am Ende des Tages auch an einem institutionellen Ort, sei das auf dem Meer, sei das Friedhof."
  },
  {
    "start": 1778.62,
    "end": 1781.9,
    "text": "Der große Unterschied, der Zeitraum bis dahin ist viel länger."
  },
  {
    "start": 1782.36,
    "end": 1784.66,
    "text": "Also die Menschen fühlen sich bereit, das zu machen."
  },
  {
    "start": 1785.62,
    "end": 1789.0,
    "text": "Und das ist was so elementar für meine Arbeit ist."
  },
  {
    "start": 1789.04,
    "end": 1795.94,
    "text": "und wir tun so Bundesländer, also Stadtungsrecht ist Ländersache, wie du dich teilweise beeilen musst."
  },
  {
    "start": 1796.58,
    "end": 1805.62,
    "text": "Also wo du wirklich saerst, wieder für uns Statistiker, der Deutsche kauft, glaube ich, alle sechs Jahre ein Auto, alle achtzehn Jahre verlierst du jemanden."
  },
  {
    "start": 1806.38,
    "end": 1809.54,
    "text": "Woher soll dann mein Gegenüber Daniel mit Mitte dreißig?"
  },
  {
    "start": 1810.4,
    "end": 1812.92,
    "text": "Weil jetzt, ich bin mal mal, deine Mutter verstirbt überraschen."
  },
  {
    "start": 1813.42,
    "end": 1816.82,
    "text": "Woher sollst du denn wissen, was du brauchst und was du möchtest?"
  },
  {
    "start": 1817.3,
    "end": 1825.34,
    "text": "Und das Schlimmste, was dann passiert ist, aus Zeitdruck und weil Tante Trude dir das sagt, verfälzt du in Liturgien, die jeder kennt."
  },
  {
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    "end": 1828.22,
    "text": "Und am Ende merkst du echt scheiße, das hat mir überhaupt nichts zu tun gehabt."
  },
  {
    "start": 1828.6,
    "end": 1829.68,
    "text": "Und wenn da Mutter schon gar nicht."
  },
  {
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    "end": 1830.1,
    "text": "Ich"
  },
  {
    "start": 1830.38,
    "end": 1836.3,
    "text": "seh... Hab ganz oft so ein Bild im Kopf gehabt, als ich den Film angeschaut hab und mich mit dir beschäftigt hab."
  },
  {
    "start": 1836.92,
    "end": 1841.18,
    "text": "Mir kam irgendwann so ein Bild von so einer Art Reiseveranstalter."
  },
  {
    "start": 1843.74,
    "end": 1844.6,
    "text": "Okay, ja, ja, mal weiter."
  },
  {
    "start": 1845.44,
    "end": 1849.58,
    "text": "Klingt vielleicht doof, aber man redet ja immer über die letzte Reise."
  },
  {
    "start": 1850.92,
    "end": 1859.16,
    "text": "eben an die hand genommen zu werden, da wo es nötig ist und dann aber auch quasi freigelassen werden, da wo es möglich"
  },
  {
    "start": 1859.32,
    "end": 1859.38,
    "text": "ist."
  },
  {
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    "end": 1864.76,
    "text": "Es ist ein Bild, was ich bis jetzt, also ich habe so schlechte Leute, die sagen, es ist ein Weddingplaner fürs andere Ende."
  },
  {
    "start": 1866.44,
    "end": 1878.6,
    "text": "Ich finde das mit dem Reiseding gut, weil da drinnen ist, ein guter Reiseführer lässt dich mal machen und sagt, okay, ich habe das vielleicht schon zum hundertsten Mal gesehen, dieses wunderschöne Gemälde."
  },
  {
    "start": 1879.38,
    "end": 1880.28,
    "text": "Du brauchst ein bisschen."
  },
  {
    "start": 1881.02,
    "end": 1889.58,
    "text": "Und es ist so, wenn neue Kolleginnen bei uns anfangen, so eine der wichtigsten Sätze, die ich mitgebe, ist fast immer, die Kunst ist es weggehen."
  },
  {
    "start": 1890.34,
    "end": 1892.86,
    "text": "Also jemanden allein lassen, weil man will immer mit dabei sein."
  },
  {
    "start": 1893.08,
    "end": 1897.66,
    "text": "Das ist ja auch was, was, wenn du jetzt mal kritisch bist, was diese Beruf mit sich bringt."
  },
  {
    "start": 1898.42,
    "end": 1900.88,
    "text": "Man ist die ganze Zeit in extremen Situationen."
  },
  {
    "start": 1900.96,
    "end": 1902.9,
    "text": "Und natürlich triggert das auch was."
  },
  {
    "start": 1903.28,
    "end": 1904.72,
    "text": "Man muss auch mit sich kritisch sein."
  },
  {
    "start": 1904.8,
    "end": 1910.22,
    "text": "Natürlich macht das was mit dir, das... alles immer auf dem Level stattfindet."
  },
  {
    "start": 1910.96,
    "end": 1918.9,
    "text": "Und dann irgendwann, das habe ich am Ende vom ersten Buch, also wenig schlaue Sachen geschrieben, das fand ich schlau."
  },
  {
    "start": 1919.5,
    "end": 1927.74,
    "text": "Ich zähle so alle Berufe auf, die mit dem ganzen Schüssel zu tun haben und Ende sage, weißt du was, die haben ihren Job dann gebucht gemacht, wenn sie überflüssig sind."
  },
  {
    "start": 1928.58,
    "end": 1937.5,
    "text": "Und das, ich glaube nicht, dass man überflüssig wird, aber mit dem Ansatz zu arbeiten, mein Gegenüber kann, ich kann dir helfen."
  },
  {
    "start": 1938.42,
    "end": 1940.0,
    "text": "Aber eigentlich musst du was machen."
  },
  {
    "start": 1940.66,
    "end": 1941.46,
    "text": "Und das ist wichtig."
  },
  {
    "start": 1942.68,
    "end": 1946.02,
    "text": "Wenn wir noch mal so ein bisschen in deine eigene Vergangenheit zurückgehen."
  },
  {
    "start": 1947.36,
    "end": 1954.9,
    "text": "Ich würde jetzt mal ohne die Statistik dazu zu kennen, aber ich würde wahrscheinlich vermuten, dass die allermeisten Bestatter den Job recht früh angefangen haben."
  },
  {
    "start": 1954.96,
    "end": 1962.38,
    "text": "Also so Quereinsteiger wie du es warst, gibt's wahrscheinlich ein paar, aber eher weniger, könnte ich mir vorstellen."
  },
  {
    "start": 1962.94,
    "end": 1969.6,
    "text": "Also ich kenne da auch keine Zahlen zu, weiß aber... dass die Masse sicherlich eher aus dem familiären Kontext da reinwachsen."
  },
  {
    "start": 1970.4,
    "end": 1977.54,
    "text": "Das Spannende ist, wahrscheinlich müsste, hallo lieber BDB, er mag mich sonst nicht so, der Bund der deutschen Bestatter."
  },
  {
    "start": 1978.8,
    "end": 1986.58,
    "text": "Ich habe keine Ahnung, wahrscheinlich könnte ich dir jetzt dreißigvierzig Betriebe sagen, die in Deutschland angefangen zu arbeiten haben, weil sie gesehen haben, was wir hier machen."
  },
  {
    "start": 1986.92,
    "end": 1987.24,
    "text": "Und es ist"
  },
  {
    "start": 1987.48,
    "end": 1987.78,
    "text": "gut so."
  },
  {
    "start": 1987.88,
    "end": 1988.76,
    "text": "Was"
  },
  {
    "start": 1988.88,
    "end": 1994.36,
    "text": "ich viel interessanter finde, ist die Innovation, die das die letzten dreißigvierzig Jahre gab."
  },
  {
    "start": 1994.86,
    "end": 2003.2,
    "text": "kam fast immer von Personen, die von der Seite gekommen sind, die gesehen haben oder die sich getraut haben, Sachen in Frage zu stellen."
  },
  {
    "start": 2004.16,
    "end": 2011.66,
    "text": "Was nicht heißt, die meisten Kollegen, die ich kenne, egal ob sie konservativ sind, progressiv, machen ihren Job total toll."
  },
  {
    "start": 2012.32,
    "end": 2016.5,
    "text": "Aber Betriebsblindheit entsteht irgendwann."
  },
  {
    "start": 2017.18,
    "end": 2026.96,
    "text": "Und gerade bei solchen, wir haben angefangen über diese großen auch gesellschaftlichen Veränderungen zu sprechen, Das ist zu neunzig Prozent nicht mehr zeitgemäß."
  },
  {
    "start": 2027.04,
    "end": 2033.7,
    "text": "Und man muss es einmal hart sagen, ich beobachte das ja auch, sich nur einen bunten Sarg hinzustellen, ist nicht die Antwort auf die Zeit."
  },
  {
    "start": 2034.1,
    "end": 2041.76,
    "text": "Also das ist so ein bisschen wie Aldi, die plötzlich auch ein Bioregal haben und ist das trotzdem beschämend finde."
  },
  {
    "start": 2042.48,
    "end": 2047.84,
    "text": "Nichtsdestotrotz habe ich ganz viele Kollegen, die aus einem Familienkosmos kommen und die das total toll machen."
  },
  {
    "start": 2047.9,
    "end": 2060.639,
    "text": "Aber ich glaube, wie dieses mit einem offenen Visier an Sachen rangehen, wo ich mich gerade auch mit wir als Team uns immer wieder jetzt nach zehn Jahren zwingen müssen, fangen wir an irgendwo auch erst Betriebsblind zu werden."
  },
  {
    "start": 2060.679,
    "end": 2063.86,
    "text": "Wie komme ich denn da wieder raus und wie behalte ich den Blick dafür?"
  },
  {
    "start": 2064.4,
    "end": 2075.8,
    "text": "Deswegen zum Beispiel gehe ich so gerne raus wie auf Kinotour, auch mit dem Film, um genau in die Kommunikation zu gehen und immer wieder festzustellen ein Beispiel, wo wir Betriebsblind geworden sind."
  },
  {
    "start": 2077.06,
    "end": 2082.48,
    "text": "Es gibt mittlerweile so ein... Mikrokosmos von Trauerbegleitern und modernen Bestattern."
  },
  {
    "start": 2083.08,
    "end": 2090.26,
    "text": "Und immer wenn ich dazuhöre, habe ich das Gefühl, Alter, ihr seid, ihr habt, also das hat nichts mit der Realität da draußen zu tun."
  },
  {
    "start": 2092.0,
    "end": 2105.3,
    "text": "Man hat das Gefühl, dass da so ein bisschen so ein Wolkenkuckusheim herrscht, über das, also den Tod ins Leben holen und all dieses Gefasel, würde ich sagen, das hat nichts mit der Realität der neun und neunzig Prozent da draußen zu tun."
  },
  {
    "start": 2105.64,
    "end": 2109.28,
    "text": "Wenn ich das Daniel erzähle, Ich dachte mir, was willst du von mir?"
  },
  {
    "start": 2110.12,
    "end": 2115.42,
    "text": "Und die Übersetzung, immer wieder hinzubekommen, nämlich in welcher Realität ist mein Gegenüber."
  },
  {
    "start": 2115.5,
    "end": 2122.68,
    "text": "Und nee, der hat sich nicht seit fünf Jahren damit beschäftigt, dass er seine Mutter mit ankleiden darf, sondern den muss ich abholen."
  },
  {
    "start": 2122.9,
    "end": 2128.12,
    "text": "Und das ist, glaube ich, was, wo wir uns immer wieder zwingen, nicht in Automatismen zu fallen."
  },
  {
    "start": 2128.38,
    "end": 2134.5,
    "text": "Ja, und ich finde es erstaunlich, wie häufig wir Momente erleben, wo so Augen aufgehen."
  },
  {
    "start": 2136.3,
    "end": 2137.54,
    "text": "Das dürfte ich, okay."
  },
  {
    "start": 2137.64,
    "end": 2141.58,
    "text": "Wir reden bei dem über, über Menschen, die hohen Bildungsstand haben."
  },
  {
    "start": 2142.28,
    "end": 2144.88,
    "text": "Das ist nicht ihre Thematik und ich verstehe das."
  },
  {
    "start": 2145.44,
    "end": 2149.72,
    "text": "Was ich ja auch so spannend fand, weil fast betriebswirtschaftliche Frage."
  },
  {
    "start": 2152.32,
    "end": 2152.66,
    "text": "Versuch's."
  },
  {
    "start": 2153.12,
    "end": 2156.58,
    "text": "Ich überlege gerade, ob ich Katja, die bei uns für so eine Frage zuständig ist dazu."
  },
  {
    "start": 2156.8,
    "end": 2157.92,
    "text": "Nein, ich kann schon bechnen, alles gut."
  },
  {
    "start": 2158.28,
    "end": 2159.18,
    "text": "Nee, gar nicht mal deshalb."
  },
  {
    "start": 2159.34,
    "end": 2169.44,
    "text": "Aber was ich so verrückt fand, ich habe mir das dann so ein bisschen angeschaut und selbst die Also du hast ja so gut wie in jeder Industrie hast du irgendwann so eine, so eine Konsolidierung."
  },
  {
    "start": 2170.22,
    "end": 2173.72,
    "text": "Also ganz große Betriebe, die irgendwie große Teile machen."
  },
  {
    "start": 2174.62,
    "end": 2183.62,
    "text": "Wenn ich mir den Markt der Bestatter anschau, dann haben ja selbst die größten Player sozusagen in Deutschland irgendwie einen Einstelligen."
  },
  {
    "start": 2183.68,
    "end": 2195.48,
    "text": "Nee, das sind dann die Zahlen, also da erinnern sich leider Sachen, aber... die größten player sind klein zweistellig so das ist dann sicherlich es gibt."
  },
  {
    "start": 2196.62,
    "end": 2204.7,
    "text": "Wenn wir Ärger bekommen wollen sage ich das ist addendum von einem Versicherungskonzern die sich da quasi aufkaufen die auch wachsen vor allen Dingen über kaufen."
  },
  {
    "start": 2204.78,
    "end": 2207.16,
    "text": "aber ja ich weiß gar nicht wo die jetzt sind laut bei drei zehn Prozent."
  },
  {
    "start": 2207.2,
    "end": 2211.9,
    "text": "das ist ein sehr heterogener Markt und ich finde das auch gut so."
  },
  {
    "start": 2212.36,
    "end": 2212.98,
    "text": "ich weiß dass."
  },
  {
    "start": 2214.0,
    "end": 2224.08,
    "text": "Zum Glück gerade jüngst Bestrebungen, also die Abwehrmaßnahme gegen Sachen, wie die, die wir hier machen, war, dass sie die Meisterpflicht wieder einführen wollten für den Beruf."
  },
  {
    "start": 2224.6,
    "end": 2229.08,
    "text": "Nichts gegen Qualitätsmaßnahmen, was aber gescheitert ist."
  },
  {
    "start": 2229.6,
    "end": 2233.08,
    "text": "Und dennoch hast du zwei, drei Konzerne, die aufkaufen ohne Ende."
  },
  {
    "start": 2233.66,
    "end": 2237.74,
    "text": "Ja, aber ich finde den Markt schon gut."
  },
  {
    "start": 2237.92,
    "end": 2240.68,
    "text": "Also wirklich, du hast sehr viele Gesichter, die da unterwegs sind."
  },
  {
    "start": 2241.9,
    "end": 2246.56,
    "text": "Wir sind aber dennoch bei Weitem noch nicht da, wo wir hinwollen."
  },
  {
    "start": 2246.92,
    "end": 2252.72,
    "text": "Ich habe eher Bammel davor, dass diese Konzentration mehr werden wird, oder wenn ich mir so andere europäische Länder angucke."
  },
  {
    "start": 2253.78,
    "end": 2260.06,
    "text": "Also Bestattungen in England und so sind signifikant noch teurer als hier, weil du einfach noch zwei, drei große Player im Markt hast."
  },
  {
    "start": 2260.12,
    "end": 2263.28,
    "text": "Geh mal in so ein Land, alle sprechen immer sehr positiv von den Niederlanden."
  },
  {
    "start": 2263.8,
    "end": 2265.84,
    "text": "Dagegen ist das hier schuldiger ein Hosenschiss."
  },
  {
    "start": 2266.04,
    "end": 2269.82,
    "text": "Da haben die großen Konzernen nämlich was anderes gemacht, die haben die Krimaturchen gekauft."
  },
  {
    "start": 2270.12,
    "end": 2283.28,
    "text": "Also so ein bisschen, wie ich weiß nicht, die jungen sind Mädchen, die mal Betriebswirtschaft erstes Semester gemacht haben, wo der Professor fragt, sag mal, wer hat eigentlich im Goldrausch am meisten Geld verdient und du irgendwann auf den Schaufelhersteller kommst?"
  },
  {
    "start": 2283.62,
    "end": 2288.14,
    "text": "Und da entstehen gerade so Sachen, die ich beängstigend finde."
  },
  {
    "start": 2289.96,
    "end": 2294.4,
    "text": "Aber da gibt es zum Glück einige Instanzen, die sich dagegen wehren."
  },
  {
    "start": 2294.5,
    "end": 2301.64,
    "text": "Und ich glaube, dass eine liberale Zugangsbeschränkung zu einem Beruf sicherlich hilft Konkurrenz aufrecht zu erhalten."
  },
  {
    "start": 2302.24,
    "end": 2311.74,
    "text": "Du hast ja um die Kurve mal kurz zu Ende zu machen, eigentlich mal was völlig anderes gemacht und bist dann von der Musik abgebogen in die Bestattung."
  },
  {
    "start": 2312.48,
    "end": 2316.88,
    "text": "und es klingt auch strange, wenn man es so sagt, aber ist ja so."
  },
  {
    "start": 2317.54,
    "end": 2318.14,
    "text": "Auf jeden Fall."
  },
  {
    "start": 2318.18,
    "end": 2318.4,
    "text": "Ich glaube"
  },
  {
    "start": 2318.44,
    "end": 2320.68,
    "text": "der Schritt war gar nicht so weit, das muss man einfach sagen."
  },
  {
    "start": 2322.02,
    "end": 2323.44,
    "text": "Aber wie kommt man denn da rein?"
  },
  {
    "start": 2323.74,
    "end": 2331.12,
    "text": "Also du bist ja, das war ja wohl wirklich wie so ein... Fast schon Erweckungsmoment, wo du auf einmal für dich festgestellt hast."
  },
  {
    "start": 2331.16,
    "end": 2331.34,
    "text": "Ich kann"
  },
  {
    "start": 2331.38,
    "end": 2333.28,
    "text": "versuchen die Geschichte, weil sie auch schon ein paar Mal erzählt habe."
  },
  {
    "start": 2333.34,
    "end": 2334.74,
    "text": "Ich versuche sie kurz zu erzählen."
  },
  {
    "start": 2335.32,
    "end": 2337.78,
    "text": "Ich bin eigentlich von Hause aus Germanist und Historiker."
  },
  {
    "start": 2340.24,
    "end": 2342.68,
    "text": "Hallo Mama, ich habe das wirklich studiert."
  },
  {
    "start": 2343.26,
    "end": 2350.0,
    "text": "Ich hatte dann das große Glück, weil ich neben meinem Studium immer aufgelegt habe, in die Musikindustrie reinzurutschen."
  },
  {
    "start": 2350.1,
    "end": 2352.24,
    "text": "Wir haben dort tolle Sachen gemacht."
  },
  {
    "start": 2353.64,
    "end": 2355.1,
    "text": "mit Selig gearbeitet."
  },
  {
    "start": 2355.18,
    "end": 2360.22,
    "text": "Ich habe mit Flagge von Rammstein Sachen, also tolle Sachen machen dürfen."
  },
  {
    "start": 2361.22,
    "end": 2371.9,
    "text": "Und dann kam mit so dreißig, Anfang dreißig, ich habe nie einen Burnout gehabt, aber das Gefühl so, irgendwie ist dieses Story jetzt auch auserzählt."
  },
  {
    "start": 2373.34,
    "end": 2377.44,
    "text": "Also wir hatten Nummer eins, also es ist dann so eine gewisse Redundanz, die entsteht."
  },
  {
    "start": 2377.7,
    "end": 2380.56,
    "text": "Und da dachte ich immer, okay, da hatte ich noch keine Familie."
  },
  {
    "start": 2381.38,
    "end": 2385.32,
    "text": "Wenn ich nochmal umsattle, dann jetzt, so, ich hatte ein bisschen was gespart."
  },
  {
    "start": 2386.5,
    "end": 2389.02,
    "text": "Und hat mich natürlich nicht getraut, ich habe einen gut bezahlten Job gehabt."
  },
  {
    "start": 2390.04,
    "end": 2395.12,
    "text": "Und habe aber so angefangen, so nebenbei wirklich Listen zu machen, so, was kann denn der Erik eigentlich?"
  },
  {
    "start": 2395.16,
    "end": 2396.24,
    "text": "Was kann er denn überhaupt nicht?"
  },
  {
    "start": 2396.28,
    "end": 2396.98,
    "text": "Was möchte er?"
  },
  {
    "start": 2397.96,
    "end": 2400.92,
    "text": "Und unter uns, es hat nichts gepasst."
  },
  {
    "start": 2401.0,
    "end": 2404.26,
    "text": "Ich habe wirklich so gedacht, ja, Psychologie nochmal studieren, okay."
  },
  {
    "start": 2405.0,
    "end": 2406.46,
    "text": "Boah, das dauert mir viel zu lange."
  },
  {
    "start": 2406.82,
    "end": 2411.8,
    "text": "Ja, mein Schwager ist Tischler und der, der mir auch möchte, ich jetzt mal die Tischler so beizudringen."
  },
  {
    "start": 2412.62,
    "end": 2416.04,
    "text": "Und alles so, nicht so, dass mein Herz aufging."
  },
  {
    "start": 2416.1,
    "end": 2419.86,
    "text": "Und dann hast du Recht, dann gab's Erweckungserlebnis, das ist zu viel gesagt."
  },
  {
    "start": 2419.92,
    "end": 2430.8,
    "text": "Aber das gartenden Interview mit so einem, also aus heute Perspektive auch schon wieder Konservativen, aber einem Pionier, einer etwas anderen Bestattungskultur, der heißt Fritz Roth."
  },
  {
    "start": 2430.84,
    "end": 2433.44,
    "text": "Und dann hab ich nachts gehört im Auto."
  },
  {
    "start": 2434.3,
    "end": 2437.3,
    "text": "Und ich merkte, wie es in dieser Checkliste durchgesogen ist."
  },
  {
    "start": 2437.34,
    "end": 2437.82,
    "text": "Okay."
  },
  {
    "start": 2439.28,
    "end": 2445.7,
    "text": "Dann komme ich nach Hause zu meiner damaligen Freundin und kriege so ein Spät und sag so, du, was ist denn, wenn ich Bestatter werde?"
  },
  {
    "start": 2445.74,
    "end": 2448.98,
    "text": "Und die hat so im Halbschlaf wirklich so, bist du behämmert?"
  },
  {
    "start": 2450.28,
    "end": 2451.56,
    "text": "Ich habe mich erst mal nicht getraut."
  },
  {
    "start": 2452.12,
    "end": 2454.46,
    "text": "Dann habe ich mir gemerkt, ey, ich gucke, wie werde ich ein Bestatter?"
  },
  {
    "start": 2454.5,
    "end": 2455.52,
    "text": "Wo gibt es eine Weiterbildung?"
  },
  {
    "start": 2456.24,
    "end": 2457.28,
    "text": "Was muss ich denn machen dafür?"
  },
  {
    "start": 2458.22,
    "end": 2461.38,
    "text": "Und ich will gar keine tränenreichen Geschichten erzählen."
  },
  {
    "start": 2462.12,
    "end": 2468.94,
    "text": "Das, was mir am Ende den Mut gegeben hat, das zu machen, war die Erkrankung von einem engen Freund."
  },
  {
    "start": 2470.16,
    "end": 2475.52,
    "text": "Der, bei dem ist ein Krips zurückgekehrt und so schizofreend das klingen."
  },
  {
    "start": 2475.68,
    "end": 2481.3,
    "text": "Das hat dafür gesorgt, dass ich da gesagt habe, ey, fuck you, worauf wartest du, Erik?"
  },
  {
    "start": 2481.48,
    "end": 2485.64,
    "text": "Also, da gibt's was, von dem denkst, dass das sein sein könnte."
  },
  {
    "start": 2486.44,
    "end": 2488.4,
    "text": "Dann teste das doch jetzt mal, mach das doch mal."
  },
  {
    "start": 2489.22,
    "end": 2490.32,
    "text": "Und dann war das echt schwierig."
  },
  {
    "start": 2490.36,
    "end": 2492.36,
    "text": "Du hast gerade über Strukturen gesprochen."
  },
  {
    "start": 2492.54,
    "end": 2497.96,
    "text": "Also, find mal einen Betrieb, der... Und ich war damals, glaube ich, steffvertretender Geschäftsführer mit."
  },
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    "text": "Husi, weißt du das noch?"
  },
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    "text": "Und die dachten, ich verarscht die, ne?"
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    "text": "Habe dann einen Betrieb gefunden und durfte dann dort, und das war echt eine harte Zeit, also irgendwann zum gesetzlichen Mindestlohn, wirklich schrubben."
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    "text": "Und das war aber gut, weil ich... Weißt du, wenn du über Sachen meckerst, Und die du nicht kennst, kannst du immer so als Schnagger abgetan werden."
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    "text": "Ich hatte dann irgendwie das Gefühl, okay, ich bin jetzt tief genug drin, als dass ich sagen kann, das finde ich wirklich doof, wie ihr das macht."
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    "text": "Und es war auch unter uns gesagt, am Ende muss es immer alles wie ein Plan klingen."
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    "text": "Das war auch nicht immer die Idee, in eigenen Laden aufzumachen."
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    "text": "Ich habe auch immer gedacht, naja, lässt du dich anstellen in dem Bereich?"
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    "text": "Vielleicht kannst du Impulse setzen und vielleicht darfst du irgendwann eine Viale machen."
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    "text": "Und habe aber ... relativ schnell lernen müssen, dass das in keinster Weise gefolgt ist."
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    "text": "Ich weiß, die Telekom hat es mal so schön gesagt, die Telekom meinte mal, wir können keine Innovation, wir müssen die kaufen."
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    "end": 2573.06,
    "text": "Und du merkst einfach, okay, Bestattungshäuser können keine Innovation, weil die haben ein Geschäftsmodell, das funktioniert und ein bestehendes Geschäftsmodell in Frage zu stellen, da brauche ich jetzt gar nicht nur über Bestattung zu sprechen, das machst du nicht von alleine."
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    "text": "Gab's dann im Moment wo du dir mal gedacht hast so scheiße?"
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    "text": "ich habe mir das natürlich."
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    "text": "Ganz viele wenige wo ich dachte bist du bescheuert."
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    "text": "Ja also als es losging mit der Selbstständigkeit habe ich nebenbei in einem veganen café gejobbt."
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    "text": "Ich habe abends da."
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    "text": "eigentlich bist du bekloppt also so."
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    "text": "Aber das gute unter uns war dass das relativ schnell."
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    "text": "auf so eine Resonanz gestoßen ist, dass ich mir nicht mehr bescheuert vorkam."
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    "text": "Ja, das ist vielleicht auch ein Glück, was da war."
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    "text": "Und an ein paar Stellen, die meisten wissen, wie Medien funktionieren, war es dann auch so, dass Leute, der Friede ist jetzt Bestatter, dann haben wir auch relativ schnell mediale Aufmerksamkeit bekommen, ob die jetzt immer verdient, natürlich war die immer verdient, aber du weißt, wie das funktioniert."
  },
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    "text": "Wir müssen was zum Thema Tod machen."
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    "text": "Ach guck mal, da ist jemand, den können wir fragen, weil der sieht nicht ganz so altbacken aus."
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    "text": "Und die Nische haben wir schnell bekommen."
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    "text": "Aber, und das war dann so ein bisschen der Punkt, was mich am Anfang doll genervt hat, dass immer dieses Narrativ war, der Typ aus der Musikprobe, der jetzt Bestatter ist."
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    "text": "Und dass ich das immer pissfalt habe, mein Neni, das ist nicht die Geschichte, wir wollen das anders machen."
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    "text": "Also... Scheiß oft, ich hätte vorher auch Fleisch ... Fleisch ... hätte vorher auch was, was ich Lehrer sein können."
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    "text": "Ich möchte darüber reden, das haben wir aber auch geschafft mittlerweile, was wir anders machen wollen."
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    "text": "Aber letztendlich war das, glaub ich, ein Glück, was da war, was entweder auch dafür für eine Aufmerksamkeit gesorgt hat."
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    "text": "Gewöhnt man sich irgendwann an den Tod?"
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    "text": "Also an den Anblick von auch toten Menschen an das Anfassen toter Menschen, den Umgang mit toten Menschen, oder bleibt das immer was?"
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    "text": "Eigenartiges."
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    "text": "Man gewöhnt sich dran, aber es gibt bei jedem Kollegen und Kollegen, die wir haben, jeder hat neuralgische Punkte."
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    "text": "Und es gibt Sachen, an denen ich mich nicht gewöhnen möchte."
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    "text": "Vielleicht ist das der richtige Begriff."
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    "text": "Ich merke zum Beispiel, wenn wir im Team die meisten haben Kinder, ich möchte nicht, dass sich das für mich normal anfühlt, dass ich ein totes Kind vor mir habe, das so alt ist wie meine Tochter."
  },
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    "text": "Aber ja, natürlich an das gewöhn ich mich."
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    "text": "Es gibt aber Sachen."
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    "text": "und immer wenn ich anders, immer wenn ich denke, ich habe mich gewöhnt oder wenn ich denke, boah, wisst ihr jetzt gerade abgestumpft, kommt von irgendwo was her, was dafür sorgt, dass ich denke, ah nee, doch nicht, zum Glück."
  },
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    "text": "Also wo ich irgendwie plötzlich miterheulen muss, wann irgendwas passiert."
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    "text": "Wir haben gerade für diese Dokumentationen, haben wir gerade so Filmfestivals auf die du fährst."
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    "text": "Und wir waren gerade in Deiner Heimat in München bei einem Fünfsehenfestival."
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    "text": "Und bei einem der beiden Screenings steht ein Mann auf."
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    "text": "Dazu was sagt er jetzt?"
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    "text": "Man sagt, da meine Frau ist vor zwei Tagen gestorben."
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    "text": "Ich merkte, wie sie ... Und dann hat er erzählt, na ja, die hat man bei gestern eine Erinnerungsmehl bekommen, dass die vor heute Abend diese Karten gekauft hat."
  },
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    "end": 2772.8,
    "text": "Und es hat mich so ... Und dann hat er erzählt, wie doll ihm dieser Film ... Wobei ich jetzt immer gar nicht weiß, warum, aber ihm hat dieser Film total geholfen."
  },
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    "text": "Und es hat mir so die Schuhe weggezogen."
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    "text": "Also eine Frage zu beantworten an die Emotionen gewöhn ich mich nicht an den Umgang mit einem verstorbenen Körper schon."
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    "end": 2793.72,
    "text": "Und ich merke aber, ich habe halt so ein paar Regularien für mich, die aber auch meine Kolleginnen haben, ich schaff es irgendwie, dass dieser Körper keine Sache wird."
  },
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    "end": 2796.3,
    "text": "Und dadurch kann ich damit umgehen."
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    "end": 2830.38,
    "text": "Ja, es gibt da so die eine Weg ist, meine Mutter ist Ärztin, du wirst irgendwann eine Maschine und denkst darüber nicht nach, was wir ja machen, ich gebe dir ein Beispiel, der lachen immer, bei uns wird jeder Verstorbene angezogen, es gibt es nichts anderes und das heißt, er wird menschlich behandelt und ich habe Kontakt mit einem verstorbenen Körper, wenn ich was für diesen Menschen und aber auch seine Angehörigen, deswegen kann ich das und dennoch kann ich dir sagen, habe auch ich Grenzen, meine Grenze zum Beispiel wird immer kalter Kot bleiben, Irik und Kacke, Safi-Dö."
  },
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    "text": "So."
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    "text": "Meine Schwester hat das mit Fuß negeln."
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    "text": "Und das hat sich normalisiert."
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    "text": "Aber und es kommt ein entscheidender Punkt im Arbeitskontext."
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    "text": "Wenn ich jemanden verstorbenes sehe, mit dem ich eng bin, ey, wenn ich genauso opfer der Trauer wie jeder andere auch, also da gibt es keine Professionalisierung."
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    "end": 2869.24,
    "text": "Wenn man den... ganzen tag mit dem thema zu tun hat und auch mit angehörigen und überhaupt wie gut ist man denn selbst auf den tot vorbereitet also auf den eigen?"
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    "end": 2870.76,
    "text": "ja ja ja null."
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    "text": "also ich bin."
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    "text": "vielleicht habe ich ein kestermin gemacht als ich geheiratet habe aber ich bin ich habe so ich habe so eine schiss zu sterben ich habe da so keine lust drauf."
  },
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    "text": "ich werde also."
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    "end": 2888.76,
    "text": "ich würde sagen ich bin noch nicht fertig so und ich bin mir auch ehrlicherweise."
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    "text": "Da hab ich gerade was Spannendes entdeckt, ich hoff, dass die mal in den Podcast zu uns kommt."
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    "text": "Das gibt eine Münchner Wissenschaftlerin."
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    "text": "Deren Namen möchte ich jetzt nicht verrate, weil sonst legst du die ein, die sich z.B."
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    "text": "sehr damit beschäftigt hat, ob es die Illusion des guten Todes gibt."
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    "text": "Also wie uns vielleicht Hospize oder auch eine Instagramisierung des Sterbens vormacht, das kann leicht werden."
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    "text": "Und ob wir sagen, es ist, es wird genau das Gegenteil."
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    "text": "Und wenn es gut ist, wird es noch schwerer."
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    "text": "Also, deine Frage war, nein, ich bin darauf nicht vorbereitet."
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    "text": "Und vielleicht weiß ich, aber es wird auch jeder andere lernen, ich glaube, ich weiß mittlerweile, was ich brauche, wenn extreme Sachen passieren."
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    "text": "Aber das sollte mit, vielleicht auch ein Erfahrungshorizont sein, den du hast."
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    "text": "Zum Beispiel durfte ich feststellen, in der Todes-Ein-Arschloch stirbt ja diese enge Freundin."
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    "text": "die Bestatterin war."
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    "text": "Und das heißt, das ganze Umfeld, von der man alles so traurig begleitet hat."
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    "text": "Und ich merkte, wie diese ganzen Mechanismen, die dann alle reden wollten, bei mir nicht funktionieren."
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    "text": "Ich musste merken, ich irre rede, ich will Ruhe."
  },
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    "text": "Ich möchte einfach da sitzen, weinen."
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    "text": "Aber bitte quatscht mich nicht voll."
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    "end": 2974.62,
    "text": "Und das fand ich für mich interessant, dass ich gar nicht so, weil ich sonst eher dazu neige, Drei Sätze zu viel zu sagen, dass ich in den Momenten genau das Gegenteil mache."
  },
  {
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    "end": 2991.18,
    "text": "Aber vielleicht ist es auch genau so ein bisschen diese Schutzwand, die man sich im Daily Business aufbaut, wo man genau diese Distanz hat, die Dinge nicht zu nahe an sich rankommen zu lassen, weil man sonst vielleicht auch damit überfordert wäre mit der Frequenz."
  },
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    "text": "Ich"
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    "text": "habe das Gespräch gerade mit jemandem gehabt und fand was ganz... Ich habe für mich was gelernt."
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    "text": "weil du in sehr viele intensive Gespräche mit Menschen gehst."
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    "text": "Das, was mich daran, das habe ich auch so bei Liese-Weisen gemerkt, warum ich da so kaputt bin danach."
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    "text": "Und das ist was, das ist so eine Einbahnstraße."
  },
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    "text": "Und ich höre gerne mir die Geschichten, dann habe ich merke, wenn du jetzt hier sähst, weil bei dir was passiert ist, habe ich ein Instrumentarium."
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    "text": "Mit dem ich, mit dem Gefühl."
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    "text": "Und das ist also die Frage, die da ein bisschen hintersteht."
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  {
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    "end": 3041.22,
    "text": "Ich kann damit umgehen, weil ich weiß, ich helf dir."
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    "text": "Ja, ich kann das mit dem Sterbenstand jetzt nicht aufhalten."
  },
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    "text": "Aber ich kann im besten Falle dafür sorgen, dass du mit dem, was da passiert, einen gesünderen Umgang finden kannst."
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    "text": "Und das ist das, weswegen ich rausgehe und relativ entspannt rausgehe."
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    "text": "Und ich glaube, dass ich ein guter Umschalter bin."
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    "text": "Also, ich kann ganz doll bei dir sein und kann das spüren."
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    "text": "Und das ist nicht... Also, ich kann dann nicht unauthentisch sein."
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    "text": "Aber ich kann rausgehen und setze mich mit meiner Tochter hin und wir gehen segeln."
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    "text": "Und das ist weg aus meinem Kopf."
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    "text": "Aber eben, weil ich das Gefühl habe, ich habe meine... gute Tat getan."
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    "text": "Also zum Thema Selbstwirksamkeit."
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    "end": 3112.08,
    "text": "Ich fühle meine Wirksamkeit und deswegen strengt mich das zum Beispiel, oder erzähle ich häufig, also mittlerweile wissen viele, was ich mache, aber ich merke, wie ich das bewusst nicht erzähle, weil du zu neunzig Prozent zu hören bekommst, wenn bei irgendjemandem was wirklich doof gelaufen ist und ich dann immer dann muss, ich kann daran nichts ändern."
  },
  {
    "start": 3112.18,
    "end": 3115.76,
    "text": "Ich würde gerne, ich wäre so fort da gewesen, aber ich kann es gerade nicht."
  },
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    "start": 3116.4,
    "end": 3119.14,
    "text": "Und das ist... Das Gefühl, mit dem ich nicht zurechtkomme."
  },
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    "start": 3119.28,
    "end": 3121.62,
    "text": "Also, wir waren bei Unmachtsgefühlen so."
  },
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    "end": 3123.24,
    "text": "Ich dank dir sehr."
  },
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    "text": "Ich hatte sehr, sehr viele spannende Momente, als ich den Film angeschaut habe."
  },
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    "end": 3135.62,
    "text": "Deshalb hoffe ich, dass viele, die jetzt uns zugehört haben, vielleicht auch noch neugieriger auf den Film gewonnen sind und den auch anschauen."
  },
  {
    "start": 3136.52,
    "end": 3147.48,
    "text": "Aber danke dir für deine Arbeit, für auch die Aufklärungsarbeit, die du ja machst, mit all den Formaten, die du auch zusätzlich zu einem normalen Job auch noch machst."
  },
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    "start": 3148.22,
    "end": 3150.32,
    "text": "Und danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast."
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    "end": 3151.48,
    "text": "Hey, total gerne."
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    "text": "Das war's leider schon."
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    "text": "Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende."
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    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören."
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    "text": "Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar verlässt."
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    "text": "Aber vergiss auf keinen Fall, den abonnieren Button zu klicken."
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