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    "text": "Jeden Morgen die gleiche Routine."
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    "text": "Aufstehen, ab ins Bad ein Blick in den Spiegel!"
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    "text": "Wir checken unser Gesicht, richten die Haare, tragen Creme auf machen uns fertig für den Tag und entscheiden dabei nicht nur wie wir aussehen wollen sondern auch wie wir der Welt begegnen möchten."
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    "text": "Heute ist diese Routine aus dem Badezimmer längst nicht mehr nur privat, sondern auch ein beliebtes Format auf Social Media."
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    "text": "Sogenannte Get Ready With Me."
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    "text": "Videos kommen auf TikTok, Instagram und YouTube besonders gut an."
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    "text": "Millionen schauen zu wie andere sich fertig für den Tag oder einen Event machen – Produkte testen und natürlich bewerben, Outfits anprobieren und sich perfekt inszenieren!"
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    "text": "Oder vor Ihren Followern präsentieren?"
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    "text": "Aus dem privaten Moment vor dem Spiegel wird somit eine öffentliche Inszenierung."
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    "text": "Auch auf unserem Gemälde in diesem Monat sehen wir eine junge Frau im Moment der Selbstbetrachtung im Spiegell, konzentriert auf sich selbst und das Bild, dass sie von sich entwirft."
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    "text": "Das Werk Russisches Mädchen mit Puderdose hat die Künstlerin Lotte Laserstein in den letzten Jahren gemalt."
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    "text": "Eine junge Frau betrachtet sich prüfend im Spiegel einer Puderdose Aber was verrät diese kleine Puderdose über die großen Umbrüche der neunzehntzwanziger Jahre?"
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    "text": "Was sagen uns den kurzen Haare über neue Frauenbilder und den Wunsch, sichtbarer zu werden."
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    "text": "Und wie passt die Malerin Lotte Larsestein selbst in dieses"
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    "text": "In dieser Folge schauen wir, was sich zwischen Spiegel- und Puderquaste wirklich verbirgt!"
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    "text": "Los geht's!"
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    "text": "erzählt No Doubt-Sängerin Gwen Stefani davon, dass Makeup nie nur Oberfläche ist."
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    "text": "Es hat auch immer mit Verwandlung, Gewirkung und Selbstbild zu tun – Make up kann schützen, stärken, verstecken oder sichtbar machen."
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    "text": "Genau in dieser Ambivalenz liegt seine Spannung!"
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    "text": "Und genau dort befinden wir uns auch wenn wir Lotte Larsersteins russisches Mädchen mit Puderdose betrachten…."
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    "text": "Und damit sage ich nochmal, hallo und herzlich willkommen hier."
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    "text": "zum Städel Mixtape."
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    "text": "Der Podcast in dem wir Kunst hörbar machen vom Städeln Museum in Frankfurt und dem Radiosender Byte FM."
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    "text": "Jeden Monat schauen wir uns ein Werk aus dem Städlenmuseum ganz genau an und bringen es mit Musik in Verbindung."
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    "text": "so bekommt jedes Bild seinen ganz eigenen Soundtrack."
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    "text": "auch ihr seid jeden Monat gefragt."
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    "text": "schickt mir eure Ideen gerne an."
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    "end": 194.22,
    "text": "mixtape at städelnmuseum.de."
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    "text": "Zum Beispiel auch für das nächste Werk im Juli schauen wir uns das Bild Bariya von Corinne Wasmuth an."
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    "text": "Ich bin gespannt auf eure Ideen, nun geht's aber ab achtzig Jahre zurück zur Lotte Laserstein und ihrem russischen Mädchen mit Puderdose!"
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    "text": "Eine junge Frau mit modischem Bubikopf, sorgfältig gezupften Augenbrauen und rot geschminkten Lippen betrachtet sich in Kleinspiegel ihrer Puderdose."
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    "text": "Sie trägt eine stilvolle Schleifenbluse."
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    "text": "Das kräftige Rot kontrastiert wirkungsvoll mit der hellen Haut und dem dunklen Haar, der jungen Frau."
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    "text": "Obwohl sie den Betrachter Frontal zugewandt ist, gilt ihre Aufmerksamkeit ganz ihrem eigenen Spiegelbild."
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    "text": "Umso einringlicher wirkt der große Wandspiegel hinter ihr."
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    "text": "Dort wird ihr Profil sichtbar und wir sehen die junge Frau aus einer zweiten seitlichen Perspektive – wie sehen Sie?"
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    "text": "Der russische Komponist Sergei Rachmaninov gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts und als eine der letzten großen Vertreter der Romantik in der russischen Musik."
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    "text": "Seine Werke sind geprägt von Melancholie, Weite und emotionaler Spannung."
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    "text": "Auch Leute Laserstein und das russische Mädchen auf unserem Bild könnten seine Musik gekannt oder sogar gehört haben – schließlich war Rachmaninov zur Entstehungszeit unseres Bildes weit über Russland hinaus bekannt!"
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    "text": "Geboren wurde Lotte Laserstein in Ostpreußen."
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    "text": "Schon früh zeigte sich ihr künstlerisches Talent, bereits mit elf Jahren erhielt sie privaten Kunstunterricht in der Mahlschule ihrer Tante."
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    "text": "Diese Genauigkeit und Einfühlsamkeit prägten später auch ihre Porträts."
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    "text": "Ninzehnundzwölf zog Lotte Larserstein mit ihrer Familie nach Berlin."
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    "text": "Dort studierte sie an der Akademischen Hochschule für bildende Künste."
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    "text": "Ninzeinundzwanzig gehörte sie damit zu den ersten Frauen, die zu dieser Ausbildung zugelassen wurden."
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    "text": "Obwohl viele moderne Künstlerinnen und Künstlern die akademische Kunst zu dieser Zeit kritisch sahen, blieb diese Ausbildung für Larser Stein besonders wichtig!"
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    "text": "Gerade für Frauen war ein offizielles Studium ein entscheidender Schritt."
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    "text": "Es bedeutete Anerkennung, Professionalität und die Möglichkeit sich gegenüber männlichen Künstlern als gleichwertig zu behaupten."
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    "text": "In den folgenden Jahren nahm Lottelaserstein an mehreren Ausstellungen- und Wettbewerbenteil und machte sich zunehmend einen Namen."
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    "text": "Etwas, dass dieses Werk mit der Debutsingel von Tori Amos teilt."
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    "text": "Die erste Single beginnt mit einem Wettbewerb."
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    "text": "Sie war damals noch Schülerin als sie an einem Wettebewerp der Baltimore Orioles teilnahm – dem Baseball-Team ihrer Heimatstadt."
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    "text": "Gewonnen hat sie nicht und doch wurde gerade dieser Song zu ihrer ersten Single."
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    "text": "Auch am Anfang von unserem Bild steht ein Wett Bewerb!"
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    "text": "Ausgeschrieben wurde er von der Kosmetikfirma Elida."
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    "text": "Gesucht war das schönste deutsche Frauenporträt."
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    "text": "Larserstein antwortet darauf mit dem Bild einer modernen Frau der zwanziger Jahre."
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    "text": "In einem Stillmoment prüft die junge Frau ihr Spiegelbild, schminkt sie selbstbestimmt und ist dabei ganz bei sich."
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    "text": "Gesichtspude ist dabei ein Produkt mit einer langen Geschichte, die zurückreicht bis in die Antike."
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    "text": "Im frühen zwanzigsten Jahrhundert hat es eine neue Popularität erlebt."
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    "text": "Besonders in den neunzehnundzwanziger Jahren ist Puder durch Film, Werbung und Mode wieder alltäglich geworden – bis heute steckt im Puder auch ein kleines Spiel mit Bedeutung!"
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    "text": "Sich die Nase pudern, ist nicht immer wörtlich gemeint."
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    "text": "Manchmal ist das auch einfach eine höfliche Floskel um kurz den Raum oder den Tisch zu verlassen."
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    "end": 586.56,
    "text": "Auch in der Musik gibt es solche Wortspieler aus dem Kosmetikbereich Zum Beispiel in powder your face with sunshine."
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    "end": 588.42,
    "text": "Hier gesungen von Doris Day."
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    "text": "Der Song powder your face with sunshine spielt mit der Bildsprache von Kosmetik, meint aber eigentlich eine emotionale Verwandlung."
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    "text": "Powder Your Face With Sunshine meint eher leg dir wärme Optimismus und Freundlichkeit ins Gesicht!"
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    "end": 651.84,
    "text": "Der Songtitel überträgt die alltägliche Handlung in einer Metapher für gute Laune, Sonnenschein statt Puder aufzutragen."
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    "text": "Etwas Künstliches wird durch etwas Warmes und Positives ersetzt – und wenn man in die Geschichte des Gesichtspuders schaut wäre das vielleicht keine schlechte Idee gewesen!"
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    "text": "Gesichtspuder hat nämlich eine lange und nicht immer harmlose Geschichte."
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    "text": "Schon in der Antike ist die Haut mit kosmetischen Pulvern aufgehält, gefärbt oder geglättet worden."
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    "text": "In Europa hat ein heller Marke-Losater über Jahrhunderte als Zeichen von gesellschaftlichem Stand Kontrolle und Zugehörigkeit gegäuten."
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    "text": "Besonders im Adel ist starke gepuderte Haut weit verbreitet gewesen Doch das auf Kosten der Gesundheit."
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    "text": "Oft wurden giftige Stoffe verwendet zum Beispiel bleihaltiger Puder."
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    "text": "Er konnte schwere gesundheitliche Schäden verursachen."
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    "text": "Die Haut ist mit der Zeit oft fahrgeltlich oder unrein geworden, trotzdem ist weitergepudert worden um dem Ideal zu entsprechen."
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    "text": "Nach der französischen Revolution hat dieses Schönheitsideal an Bedeutung verloren."
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    "text": "Starkes Puderan wurde zunehmend mit Adel und alter Ordnung verbunden."
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    "text": "In den zwanziger Jahren hat er eine ganz neue, moderne Bedeutung bekommen."
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    "text": "Durch Film-, Werbung-, Modezeitschriften- und die wachsende Kosmetikindustrie wird Schminke ein täglicher und moderner."
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    "text": "Die Puderdose passt in die Handtasche der Großstädterin."
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    "text": "Sie steht für Selbstbewusstsein, Mobilität und einen Blick in den Spiegel der nicht nur Eitelkeit bedeutet sondern auch Kontrolle über das eigene Erscheinungsbild."
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    "text": "Genau deshalb ist die Puderdose im Lasersteins Bild so wichtig!"
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    "text": "Die junge Frau erscheint nicht NUR ein schönes Motiv – sie schaut auf sich selbst und bestimmt ihr Auftreten mit."
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    "text": "Damit entspricht sie dem Bild der modernen Frau der neunzelnezwanziger Jahre."
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    "text": "Sichtbar, selbstbewusst und mit einem unabhängigen Blick aus sich selbst."
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    "text": "Genau darüber singt auch Billy Joel."
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    "text": "In Modern Woman singt Billy Joel über eine moderne Frau aus der Sicht eines verunsicherten, eher altmodischen Mannes."
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    "text": "Sie wird selbstbewusst stilvoll gebildet und unabhängig."
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    "text": "Make-up steht hier nicht nur für Schönheit, sondern auch für Kontrolle und Selbstbestimmung."
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    "text": "Der Mann merkt, dass er sie nicht mit alten Rollenmustern, Charme oder Taktik beeindruckend kann – der Song erzählt also von einem Mann, der mit weiblicher Autonomie erst umgehen lernen muss!"
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    "text": "Was Billie Joe im Mitte der Achtziger beschreibt ist auch schon sechzig Jahre früher aktuell gewesen."
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    "text": "Auch unser russisches Mädchen verkörpert eine moderne Frau allerdings in den neunzehnundzwanziger Jahren."
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  {
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    "text": "Der Bubikopf und der selbstverständliche Griff zur Schminke verweisen auf ein neues, emanzipiertes Selbstverständnis."
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    "text": "Noch im Kaiserreich war die Lebensrealität von Frauen durch traditionelle Geschlechterrollen stark eingeschränkt und weitgehend auf Ehe-, Haushalt- und Mutterschaft beschränkt."
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    "text": "Frauen erkämpften sich neue Rechte und Freiheiten indem sie zum Beispiel neue Berufe ausüben konnten."
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    "text": "Besonders sichtbar geworden ist dieser Wandel in der Großstadt."
  },
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    "end": 891.46,
    "text": "Ateliers und Hochschulen, Büros- und Kaufhäuser, Kinos, Tanzlokale und Großstadtluft – viele Frauen hatten die Hoffnung alte Rollenbilder hinter sich lassen zu können und das eigene Leben freier zu gestalten!"
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    "text": "Claire Waldorf ist eine der bekanntesten Sängerin dieser Zeit."
  },
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    "text": "In Raus mit den Männern von neunzehntzechsundzwanzig hat sie aus dem neuen weiblichen Selbstbewusstsein eine freche Kampfansage gemacht – Männer raus aus dem Reichstag, Landtag und Herrenhaus, Frauen hinein!"
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    "text": "Unter dem Witz liegt ein ernster Kern."
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    "text": "Frauen durften erst seit naunzehnundachzehn wählen."
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    "text": "In der Politik sind sie aber weiterhin deutlich unterrepräsentiert gewesen…."
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    "text": "In den letzten Jahren hatte sie nur noch ein paar Jahre alt."
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    "text": "Sie war eine Großstadtstimme mit Reibeisenklang."
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    "text": "In Berlin der neunzwanziger Jahre ist sie zur Kabarett-Ikone geworden."
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    "text": "Kurzen Hahn, Männerkleidung, Berliner Schnauze und politischen Witz hat sie perfekt zum Bild der neuen Frau gepasst."
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    "text": "Auch Werbung, Kosmetikindustrie und Zeitschriften haben dieses Bild aufgegriffen und weiterverbreitet."
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    "text": "Die moderne Frau wurde zur Projektionsfläche."
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    "text": "Sie wurde bewundert, vermarktet und bestaunt aber auch kritisch betrachtet."
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    "text": "Genau in diesem Spannungsfeld steht Lasersteins Gemälde."
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    "text": "Das russische Mädchen ist ganz mit sich beschäftigt."
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    "text": "Mithilfe von zwei Spiegeln prüft sie ihre Kurzhaarfrisur von allen Seiten!"
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    "text": "Der Bubikopf war damals auf der einen Seite eine praktische und pflegeleichte Frisur, stand aber auch für Unabhängigkeit und ein aktiven Lebensstil – gerade diese kurzen Haare waren vielen ein Dorn im Auge."
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    "text": "Der Bubi-Kopf galt nicht nur als Mode, er war das Zeichen eines neuen Selbstbewusstseins."
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    "text": "Genau diese Frisur trägt auch Larsersteins junge Frau."
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    "text": "Ebenso wie die Musikerin Jelly HaHa!"
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    "text": "Die Musikerin jellyhaHa trägt auf dem Kammer ihres Albums Switcheroo einen sogenannten Booby-Kopf."
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    "text": "Heute würden wir vielleicht einfach Bob dazu sagen, wenn Frauen heute ein Bob tragen, wirkt das oft einfach wie eine Typveränderung."
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    "text": "In den letzten Jahrzehnten ist diese Friseur immer wieder zurückgekehrt – mal elegant, mal streng, mal lässig…."
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    "text": "In den neunzehntzwanziger Jahren aber war der Bubikopf weit mehr als nur eine Frisur."
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    "text": "Zunächst wurde dieser Stil vor allem durch berühmte Persönlichkeiten bekannt."
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    "text": "Sie machten den kurzer Schnitt sichtbar und trugen dazu bei dass er immer weiter verbreitet wurde."
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    "text": "Er war ein Zeichen von Freiheit und Aufbruch, und er wurde oft mit typisch männlich konzentrierter Kleidung wie im Hemden und weiten Hosen getragen – dem sogenannten Garçon-Style."
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    "text": "Für konservative Kreise wirkte er dagegen provokant unweiblich oder moralisch verdächtig."
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    "text": "Der Bubikopf wurde so zum sichtbaren Symbol eines viel größeren Konflikts."
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    "text": "Wie modern, frei und unabhängig durfte eine Frau eigentlich sein?"
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    "text": "Besonders deutlich zeigte sich dieses neue Frauenbild in der Berliner Girl-Kultur."
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    "text": "Eine wichtige Rolle bei ihrer Verbreitung hat der Film gespielt."
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    "text": "Filme wie der blaue Engel mit Marlene Dietrich."
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    "text": "Ich bin die Fische Lola, der lefigt der Saison!"
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    "text": "Ich hab ein Pianolat zu Hause in meinem Salon Doch will mich wer begleiten Da unten aus dem Saal?"
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    "text": "Dem hau ich in den Seiten Und trete ihm aufs Pedal."
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    "text": "Ich hab ein Tianola zu Hause in meinem Salon."
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    "text": "Doch will mich wer begleiten da unten aus dem Saal, dem Hauien und dreht den aus"
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    "text": "Bädalen.\"."
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    "text": "Der Blaue Engel – eine deutsche Tragekomödie aus dem Jahr neunzigzehnt."
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    "text": "Dort begegnet er der Sängerin Lola."
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    "text": "Der Film führt mitten hinein in die Welt der Bühne, der Revue und des Varietés – also genau dorthin wo die moderne Großstadtkultur der neunzehntzwanziger Jahre besonders sichtbar wurde."
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    "text": "Malene Dietrich verkörperte als Lola genau diesen Typ – faszinierend kühl, provokant und frei!"
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    "text": "Ihre Figur steht für eine Weiblichkeit, die nicht mehr still im Hintergrund bleibt sondern die Bühne beherrscht…."
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    "text": "Gegen Ende der neunzehntzwanziger Jahre geriet das moderne Frauenbild zunehmend unter Druck und wurde gesellschaftlich unpolitisch in Frage gestellt."
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    "text": "Genau mit diesem Vorwurf spielt auch Rina Sawayama in ihrem Song Come the Gasson Like The Boys."
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    "text": "Rina sawayama singt in diesen Song über Selbstbewusstsein, und über die Frage, wem es zugestanden wird?"
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    "text": "Ihre Werke waren in Ausstellung zu sehen, wurden in Zeitschriften abgebildet."
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    "text": "Als unser Gemälde entstanden ist war sie seit etwa einem Jahr als freischaffende Künstlerin tätig – für eine Frau dieser Zeit war das alles andere als selbstverständlich."
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    "text": "Eine künstlerische Laufbahn lag Frauen in den neunzehntzwanziger und reißiger Jahren nicht einfach offen vor den Füßen."
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    "text": "Man hat ihnen große künstlerische und intellektuelle Fähigkeiten oft abgesprochen, auf vermeintlich typische Rollenbilder reduziert."
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    "text": "The Slids spielen in ihrem Song Typical Girls mit Vorurteilen die Frauen bis heute oft entgegen gebracht werden."
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    "text": "Sie seien nicht kreativ, würden nicht schaffen, könnten sich nicht entscheiden, würden sich zu schnell aufregen und nicht klar denken!"
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    "text": "Sie seien unberechenbar oder, wenn es gerade passt auch völlig berechenbar."
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    "text": "Auch Lotte Larserstein hat solche Vorurteile aus der männerdominierten Kunstwelt gekannt."
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    "text": "Hier arbeitet keine Amateuren, sondern eine professionell ausgebildete akademische Künstlerin."
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    "text": "Ihre Malerei passt gut in die späte Weimarer Republik – moderne Motive, klare Form, genaue Beobachtung!"
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    "text": "Sie steht der neuen Sachlichkeit nahe, bleibt aber unverwechselbar ihrer eigenen Bildsprache treu."
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    "text": "All das waren wichtige Wege, um es in die Öffentlichkeit zu schaffen."
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    "text": "Im Fall unseres Werks wurde bei einem Wettbewerb der schönste deutsche Frauenporträt gesucht."
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    "text": "Sie hat die Selbstbestimmtheit der neuen Frau direkt ins Bild geholt und ihr Modell in einer modernen Nahansicht gezeigt, fast wie auf einem Werbeplakat."
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    "text": "Das Gemälde kam in die Endauswahl, war Teil einer Wanderausstellung und wurde in der Presse positiv besprochen."
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    "text": "Doch ihr erfolgreicher Karriere-Staat ist durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten abrupt unterbrochen worden – so war es auch für den österreichischen Komponisten Hans Hollever."
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    "text": "Hans Holliver hatte Wien nicht verlassen weil er wollte sondern weil er dort nicht mehr arbeiten konnte!"
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    "text": "Der Wienerkomponist und Pianist sind in einer jüdischen Familie geboren worden."
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    "text": "Jahrelang hat er für die sozialdemokratische Kulturbewegung gearbeitet."
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    "text": "Als die Sozialdemokratie Partei in den letzten Jahren verboten wurde, ist ihm diese Welt weggebrochen."
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    "text": "Er nahm Gelegenheitsjobs an und hielt sich mit Kabarett auftritten über Wasser."
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    "text": "Mit der Machtübernahme des Nationalsozialisten in die NDR, galt sie – obwohl sie christlich getauft war – wegen ihrer jüdischen Herkunft als Jüdin."
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    "text": "Sie musste ihre private Mahlschule aufgeben."
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    "text": "Wurde aus dem Verein der Berliner Künstler ausgeschlossen und durfte keine Mahlutensilien mehr kaufen."
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  {
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    "end": 1775.9,
    "text": "Zuletzt arbeitete sie als Kunstlehrerin an der jüdischen Privatschule, um künstlerisch sichtbar zu bleiben richtete Lazar Stein den Blick ins Ausland.�nzehnundvierundreißig nach London, neunzehntseinundsiemundreißig nach Paris – eine Einladung der Stockheumagalerie Moderne."
  },
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    "text": "gab es schließlich die Möglichkeit zur Flucht."
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    "text": "Auch das russische Mädchen mit Puderdose nahmen sie dorthin mit."
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    "end": 1788.68,
    "text": "Die Immigration ist eine tiefe Zäsur gewesen, Familie und Freunde musste sie in Berlin zurücklassen."
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    "end": 1796.02,
    "text": "In Schweden hat sie weiter als Malerin gearbeitet An ihre frühen Berliner Erfolge konnte sie aber nicht mehr anknüpfen."
  },
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    "end": 1801.56,
    "text": "Ab hier lebte sie in Kalmar, nahe Nibro und blieb dort bis zu ihrem Tod."
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    "end": 1809.94,
    "text": "Das russische Mädchen mit Puderdose hat Naserstein erst in den Siebzigerjahren verkauft an ein Altersheim in NibRO."
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  {
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    "end": 1813.08,
    "text": "Später ist es in dem Besitz der Gemeinde übergegangen."
  },
  {
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    "end": 1816.56,
    "text": "Das Städelmuseum hat das Gemälde erworben."
  },
  {
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    "end": 1822.78,
    "text": "Damit war es das erste Museum außerhalb Berlins, dass ein Werk von Lotte Larserstein in seine Sammlung aufnahm."
  },
  {
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    "end": 1831.6,
    "text": "Der erlöse aus dem Verkauffluss in den Kultur-Etaar der Gemeinde Nipro und hat dort die Errichtung eines Mahnmalz gegen Rassismus ermöglicht."
  },
  {
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    "end": 1842.18,
    "text": "Es wurde im Jahr ist der Künstlerin im Frankfurter Städle zudem eine umfassende Einzelausstellung mit dem Titel Lotte Larser Stein von Angesicht zu Angesichts gewidmet."
  },
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    "end": 1846.22,
    "text": "Naja, women got the melanin drippin'."
  },
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    "end": 1851.6,
    "text": "L-O-N-D O-N city girl livin', in the back lookin like fire Chili pepper."
  },
  {
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    "end": 1854.32,
    "text": "you rub by girls tougher than imperial leather."
  },
  {
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    "end": 1857.139,
    "text": "He was gettin bitter while she was getting better."
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    "end": 1859.12,
    "text": "Diamonds all forever."
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    "end": 1864.6,
    "text": "Miss Sierra Leone looking like a gem works hard In the week party on the weekend."
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    "end": 1867.379,
    "text": "Know ya wanna live with no one watchin' like it's spendin."
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    "end": 1870.12,
    "text": "Got her thing for the finer things and the finer men."
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    "end": 1873.76,
    "text": "Miss Tanzania she'll do what I said."
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    "end": 1876.08,
    "text": "you wanna know more about the Sokoma Tribe."
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    "end": 1879.06,
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    "end": 1884.6,
    "text": "Got a notion for the knowledge he was scuba dive Miss ETO PR can play so jazzy."
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    "end": 1886.76,
    "text": "They see u down at school, U on Selassie."
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  {
    "start": 1887.06,
    "end": 1888.98,
    "text": "Tell em your not in without a woman."
  },
  {
    "start": 1889.12,
    "end": 1890.8,
    "text": "No Woman to women."
  },
  {
    "start": 1890.92,
    "end": 1892.24,
    "text": "i just want to see you glow."
  },
  {
    "start": 1892.56,
    "end": 1906.72,
    "text": "Tell them what's up."
  },
  {
    "start": 1909.96,
    "end": 1915.5,
    "text": "In Woman blickt Little Sims auf Frauen aus verschiedenen Ländern und auf ihre unterschiedlichen Lebenswege."
  },
  {
    "start": 1916.16,
    "end": 1919.46,
    "text": "Ein Song geschrieben, um Frauen zu danken die sie inspiriert haben."
  },
  {
    "start": 1919.82,
    "end": 1926.96,
    "text": "Es geht um Stärke Erfahrung und Vorbilder Um Frauen, die ihren eigenen Weg gegangen sind Und anderen damit Räume geöffnet haben."
  },
  {
    "start": 1927.6,
    "end": 1933.28,
    "text": "Eine Frau wie auch die Künstlerin Lotte Lazarstein war Und damit endet dieses Städelmixtape."
  },
  {
    "start": 1933.48,
    "end": 1941.76,
    "text": "Ein Mixtape über eine moderne Frau, eine selbstbewusste Künstlerin die Umbrüche der neunzehntzwanziger Jahre und ein Bild das bis heute Fragen stellt."
  },
  {
    "start": 1942.2,
    "end": 1943.16,
    "text": "Wie sehe ich mich?"
  },
  {
    "start": 1943.5,
    "end": 1944.8,
    "text": "Wie möchte ich gesehen werden?"
  },
  {
    "start": 1945.16,
    "end": 1949.62,
    "text": "Und wie sehr bestimmt andere was als schön weiblich oder selbstbewusst gilt?"
  },
  {
    "start": 1950.3,
    "end": 1952.84,
    "text": "Diese Fragen haben nichts von ihrer Aktualität verloren."
  },
  {
    "start": 1953.18,
    "end": 1957.92,
    "text": "Vielleicht ist genau das der Grund warum uns dieses Bild auch heute noch so nah erscheint!"
  },
  {
    "start": 1958.86,
    "end": 1966.1,
    "text": "Eingangs habe ich es schon erwähnt, im nächsten Monat geht's ins Jahr zu dem Werk Barrier von Corinne Wassmuth."
  },
  {
    "start": 1966.44,
    "end": 1967.639,
    "text": "Ich bin gespannt auf eure Ideen!"
  },
  {
    "start": 1968.06,
    "end": 1969.32,
    "text": "Schickt mir eure Wünsche gerne an."
  },
  {
    "start": 1969.4,
    "end": 1971.62,
    "text": "mixtape at städelmuseum.de."
  },
  {
    "start": 1972.04,
    "end": 1972.82,
    "text": "Damit sage ich tschüss."
  },
  {
    "start": 1973.02,
    "end": 1976.68,
    "text": "mein Name ist Liss Remter und ich bin Autorin und Produzent in dieses Podcasts."
  },
  {
    "start": 1977.139,
    "end": 1984.0,
    "text": "Vielen Dank auch an Nazanine Raji, Anne Solzbach und Caroline Fuhr vom Städel-Museum für Recherche und Redaktion."
  },
  {
    "start": 1984.72,
    "end": 1989.68,
    "text": "Zum Abschluss widmen wir uns noch der Musikerin Girlhood mit It Might Take A Woman."
  },
  {
    "start": 1990.0,
    "end": 2036.36,
    "text": "Bis zum nächsten Mal, ciao!"
  }
]