[
  {
    "start": 1.014,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Moin Philipp",
    "end": 2.987
  },
  {
    "start": 2.987,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Joshua und herzlich willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern da draußen zum zwölften Türchen des Streetcorder Adventskalenders und in unserer wie immer sehr sehr umfangreichen Vorbesprechung zu dieser Episode, die auch überhaupt nicht durch technische Schwierigkeiten meinerseits verzögert wurde, haben wir uns überlegt heute noch mal ein Thema aufzugreifen\nüber das wir immer mal so bisschen stiefmütterlich meiner Meinung nach hinweggegangen sind und zwar das Thema Datenschutz. Jetzt könnte man argumentieren, ist das überhaupt ein Science Fiction relevantes Thema? Ich glaube ja, weil ich glaube, man kann kaum irgendeine der absehbaren near future technology Entwicklung, nahe Zukunftstechnik, die auf uns zukommt, ohne\nden Aspekt Datenschutz sinnvoll betrachten und begreifen. Und du hast zwar eingangs gesagt, dass das nicht gerade dein tiefst fundiertestes Thema ist, Joshua, aber ich weiß, dass du dich richtig tief damit beschäftigt hast, als du Hararis Nexus gelesen hast. Und vielleicht auch noch darüber hinaus. Was sind so die Punkte, die dir daher als erstes\nin den Sinn kommen, wenn es ums Thema Datenschutz geht.",
    "end": 93.37
  },
  {
    "start": 93.37,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "als Allererstes, dass wir in einer Datenökonomie leben, ob wir das wollen oder nicht, und sich die ganze, was heißt die ganze, aber einen Großteil der Industrie und der Wertschöpfung auf Datenkapitalismus quasi verschoben hat. Und wir als Nutzer von Social Media, vor allem, dass es erst was einfällt, aber auch allem anderen, also alles, was wir digital\nAlso sei es unser E-Mail-Verkehr, unser Browser-Verhalten, unsere Social-Media-Posts, unsere Standortbestimmung über die Nutzung von Google Maps oder auch so ziemlich allen anderen Apps, wenn wir das nicht explizit verbieten. Und natürlich denjenigen, die uns die Türen in diese Datenökonomie\nzur Verührung stellen, wie jetzt in meinem Fall Apple mit dem iPhone oder mit dem MacBook, dass wir überall diese Fußabdrücke hinterlassen, ob wir das wollen oder nicht. Und das finde ich schon erschreckend, weil ich auch wirklich nicht nur im Kopf weiß, dass ich das Produkt bin, sondern ich fühle mich tatsächlich auch so. Klar, ist\nkein Gefühl in dem Sinne, sondern ein Gedanke, weil ich weiß, alles was ich mache wird getrackt und wird verarbeitet in einem großen Datenwus und dann wird ein Profil erstellt, mir vielleicht die beste Werbung anzuzeigen, beziehungsweise die angeblich für mich passendste Werbung. Und das gruselt mich einfach sehr, zumal wir jetzt mit dem Dawn of AI quasi den nächsten\nden nächsten Behemoth vor der Tür haben, der diese Datenökonomie perfekt ausnutzen könnte. Und das macht mir einfach große Sorgen.",
    "end": 216.043
  },
  {
    "start": 216.043,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, und das finde ich ist nämlich der Aspekt, uns sozusagen auch aus einer Science-Fiction-Perspektive, ohne jetzt die Datenschutzexpertinnen und Experten zu sein, berechtigt und vielleicht auch ein bisschen verpflichtet, dieses Thema mit nachzudenken. Denn je mehr die Technik uns nahe kommt oder je näher uns die Technik kommt, je intensiver wir mit ihr interagieren.\ndesto relevanter wird meiner Meinung nach das Thema. wenn ich an Zeiten vor dem Internet denke und ein Standardinformationsmittel wie eine Zeitschrift nehme, da konnte man die Performance der Anzeige ja im Grunde genommen nur durch eine Veränderung der Verkäufe bewerten.\nund durch Umfragen, also dadurch, dass man gezielt die Leute befragt hat. Hieß aber, man hat immer auch eine Anzeige irgendwie gehabt, die musste zwar für die Zielgruppe passen, aber war immer noch weiter geschnitten. Je mehr wir dann angefangen haben, individuelle Spuren zu hinterlassen, umso näher rückt uns die Werbung.\nUnd umso mehr verleitet sie uns, ob wir das wollen oder nicht. Und wir alle halten uns ja für sehr reflektiert und gut kontrollierte Wesen, aber die Forschung belegt eindeutig, dass wir selbst, wenn wir uns ganz große Mühe geben, das nur bedingt sind. Wir können uns gar nicht ganz davon frei machen.\nUnd wenn ich mir jetzt überlege, wenn wir an unsere KI-Episode denken und wir haben unsere KI-Beraterinnen und Berater, mit denen wir alles besprechen, dann sind wir einfach... Also viel näher kann man Technik gar nicht an sich heranlassen. Der nächste Schritt ist dann wirklich nur noch Gehirn-Computer-Schnittstelle und das Auslesen auch der unterbewusstesten Reaktion.",
    "end": 359.243
  },
  {
    "start": 359.243,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mich würde ja nicht wundern, wenn dann auch irgendwann demnächst herauskommt, dass all die Hersteller von Smartphones und Smartwatches irgendwann dazu übergegangen sind, ohne dass wir das so richtig mitbekommen haben, unsere Biodaten mit der Werbung zu verlinken. Was passiert mit unserer Herzfrequenz, wenn wir Werbung XY ausgespielt bekommen? Oder\nDatenbrille haben wir ja darüber gesprochen in der VR-AR Folge. Was tut sich mit unserer Pupillen? Augen-Tracking ist jetzt schon so Thema. Und das ist so das, was ich als große Gefahr sehe, je näher uns die Technik rückt und in je mehr Lebensbereichen sie uns beobachten kann, umso gläserner werden wir.\nUnd jetzt gibt es ja ziemlich viele Menschen, denen begegne ich auch immer mal wieder, die sagen, na ja, ich bin so unwichtig, ich habe ja nichts zu verbergen.",
    "end": 430.571
  },
  {
    "start": 430.571,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das hat man immer.",
    "end": 432.266
  },
  {
    "start": 432.266,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja und ich finde das ist so ein bisschen wie im Kontext Ernährung, das hat meinen Großeltern oder Urgroßeltern auch nicht geschadet. Dann ist nämlich immer meine erste Erwiderung, das waren ganz andere Zeiten und ich glaube auch jetzt sind andere Zeiten zu beurteilen wie relevant\nsind sozusagen meine Daten und meine Informationssphäre, die ich so mich herum hinterzeuge und mein digitaler Fußabdruck. Wie siehst du das?",
    "end": 472.232
  },
  {
    "start": 472.232,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, also das Ding ist ja wieder der rote Faden unserer Episoden, dass die Schwierigkeit Langzeitfolgen abzuschätzen. also jetzt mag das ja noch alles in Ordnung sein und die Leute machen sich vielleicht so ein Kameranöpel auf ihr Telefon, weil sie nicht wollen, dass irgendwer ihr Masturbation-Face kennt und dann lachen alle drüber und sagen, haha, stimmt. Aber darum geht es ja nicht. Also wenn ich jetzt einen Staubsauger-Roboter habe,\nder meine ganze Wohnung kennt. Wenn ich Google Maps nutze, weiß Google auf jeden Fall, wo ich wohne und wo ich arbeite, wo ich immer mein Auto parke, wo ich am liebsten einkaufe. Und das zieht sich ja durch alle Sachen. Und das Face Tracking ist, natürlich geht es nicht den Masturbation Face. Das weiß auch jeder. Es geht darum, dass dein ganzes Gesicht ausgelesen wird und du darüber super viele Daten generiert, generieren kannst und Rückschlüsse ziehen.\nUnd wenn wir jetzt noch in dem Genuss leben, in einer freiheitlichen Demokratie zu leben, das kann sich schnell ändern. Und wenn sich das ändert und wir vielleicht in einem System, also in einem autoritären System leben wie in China, das sich die KI-Revolution zu Nutze macht, dann kann das ganz schnell anders aussehen. Weil dann steht man plötzlich vor dem Problem, dass man in einem System lebt.\nwas alles über einen weiß und daraus vielleicht seine Schlüsse zieht. Vielleicht zahle ich dann mehr für meinen Krankenkassenbeitrag, weil sie halt meine ganzen Biodaten kennen, wie du es schon angesprochen hast. Vielleicht zahle ich krassere Versicherungsbeiträge, weil dann rausgekommen ist, da wo ich wohne oder den Weg, den ich fahre jeden Tag zur Arbeit, dass der halt gefährlicher ist als ein anderer und so weiter und so fort. Also wir wissen einfach nicht, was dieser digitale Fußabdruck in ein paar Jahren\nwenn sich vielleicht die Dinge ändern und wir leben in Zeiten, sich die Dinge schnell ändern, für mich für eine Bedrohung darstellen können. Vielleicht nicht direkt für Leib und Leben, das weiß man nicht, aber kann auch sein. Also wenn, sagen wir, wir hätten eine KI, die über Drohenschwärme irgendwie, keine Ahnung, hat vielleicht Agrardrohnen, die bestimmte Sachen ausmessen und irgendeinen Hacker benutzt, die irgendwelche Attentate zu begehen.",
    "end": 619.622
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  {
    "start": 619.622,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das ist ja kein verrücktes Zukunftsszenario. Das ist ja durchaus im Bereich des Möglichen. Und durch einen Programmierfehler werden halt alle getroffen, die keine Ahnung, grüne Augen haben oder was weiß ich was. Wär's halt nicht so cool, mein Telefon ständig mein Gesicht auslässt und auf jeden Fall bewusst ist, also irgendwo die Daten liegen, dass ich grüne Augen hab. Das ist ein blödes Beispiel, aber verdeutlicht glaube ich, dass es Sachen sein können, die wir vielleicht gar nicht als so besonders...\nschädlich oder problematisch wahrnehmen in Zukunft. wir wissen auf jeden Fall, dass sich gesellschaftlich und politisch gerade sehr viel ändert. Und ich weiß nicht, ob es so gut ist, so einen riesen Datenfußabdruck zu haben in einer Zukunft, die vielleicht nicht ganz so freiheitlich, demokratisch und rechtssicher aussieht wie jetzt.",
    "end": 670.31
  },
  {
    "start": 670.31,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da würde ich mich sogar ein bisschen weiter noch aus dem Fenster lehnen und sagen, ich bilde mir ein zu wissen, dass es nicht gut ist. Denn wenn wir Chancen und Risiken dieses Datenabdrucks, den wir hinterlassen, abwägen, dann muss man doch sagen, die Chancen, da drin stecken, die sind schon fast schwer zu finden, wohin die Risiken sehr offensichtlich und gigantisch groß sind.\nWir haben ja nicht umsonst so was wie ein Briefgeheimnis irgendwann mal eingeführt. Das, so wie ich weiß, immer noch Bestand hat. Es ist immer noch nicht legal, die Briefe zu lesen, die wir uns hin und her schicken. Die unterliegen dem Postgeheimnis. Aber mit viel, viel Nachdruck arbeitet man darin, so was wie eine Chatkontrolle einzuführen.\nJa, Briefe spielen aber überhaupt keine Rolle mehr. gut, andererseits packen wir alles in E-Mails und E-Mails waren nie verschlüsselt und werden auch in der Großmehrzahl der Fälle nie verschlüsselt sein. Man kann sie verschlüsseln, ich weiß, ich weiß, aber hat sich nie durchgesetzt. Genau das, was du sagst, noch bauen wir auf einen Rechtsstaat, aber ...\nwie schnell sich das auch ändern kann. Das, glaube ich, unterschätzen wir meistens. Und der andere Aspekt ist, alle die sagen, ja, Thema Datenschutz, ich habe ja nichts zu verbergen, zur Not heckt man mich oder dergleichen. Man muss gar nicht an staatliche Akteure und Unterdrückung denken.",
    "end": 780.81
  },
  {
    "start": 780.81,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Entschuldigung, muss ich mal kurz wussen. Sondern man muss auch einfach überlegen, was man so im Moment an Sicherheitsbedenken hat mit Ransomware. Das ist nicht mehr nur was, was große Unternehmen betrifft, bei denen plötzlich alle Daten verschlüsselt sind. Immer mehr wird das auch für kleine, mittelständische Unternehmen bis hin zu Privatpersonen Thema, das sie erpresst werden mit ihren Daten. Das ist jetzt...\nnochmal was anderes ist jetzt Datensicherheit, so sehr der Datenschutz von dem wir bisher geredet haben, aber finde ich auch immer noch einen wichtigen Aspekt.\nUnd solange wir nichts für irgendeine digitale Dienstleistung zahlen, sind wir, genau wie du gesagt hast, das Produkt. Und wir sind das Produkt, weil man uns Dinge verkaufen will. Oder weil man das, was wir an Daten liefern, an andere verkauft, die dann damit irgendwas verkaufen wollen.\nUnd ich glaube, das sollte man nicht wollen. Denn personalisierte Werbung hört sich ja erstmal total klasse an. So nach dem Motto, ja, kriege ich ja auch nur Sachen, die für mich relevant sind. Aber das, also es kann ja nicht unser Ziel sein in unserer Gesellschaft, immer mehr Dinge zu kaufen, von denen wir nach kurzer Zeit feststellen, dass wir sie doch nicht brauchen.\nbis dann die nächste Werbung kommt, die uns suggeriert, dass und das bräuchten wir, endlich glücklich zu werden, dann wieder festzustellen, dass es nicht funktioniert. So rennen wir ja in das Vermölen unseres Planeten.",
    "end": 886.346
  },
  {
    "start": 886.346,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wir sind einfach nicht dafür gemacht, ständig mit Dingen beschallt, beschossen zu werden, die uns als verlockend dargestellt werden und denen dann zu widerstehen. Früher oder später knicken wir ein. Du lachst aber.",
    "end": 904.878
  },
  {
    "start": 904.878,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, musste gerade, früher oder später trinkt jeder Wurzelpeter. Das ist ganz schlimm. Mein Gehirn. Ja, das ist ein guter Punkt, du ansprichst. Da fällt mir noch ein, wenn ich mir angucke, wie viele Leute Alexa in ihrer Wohnung haben. Das ist eigentlich richtig gruselig, wenn du überlegst, dass du ein Gerät hast, was die ganze Zeit zuhört.",
    "end": 910.218
  },
  {
    "start": 910.218,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay.",
    "end": 934.366
  },
  {
    "start": 934.366,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "was du sagst, welchen Streit du hast, was auch immer. Wenn ich mir jetzt überlege, sagen wir mal, düsteres Szenario in drei, vier Jahren ist in Deutschland die AfD an der Macht und dann geht es Richtung Autoritarismus. Das wird nicht über Nacht gehen, klar, aber dann gehen wir halt einfach mal zehn Jahre in die Zukunft. Und dann hat jemand alle diese Daten über dich. Alles, du in der Zeit, wo du das in deiner Wohnung hattest,\ngesagt hast, für Geräusche gemacht hast, für Streits geführt hast, für politische Diskussionen geführt hast. Und dann wird über eine KI herausgefiltert, wer vielleicht unliebsam ist. Ein Staatsfeind oder so, das gab es ja schon mal. Muss ich mir nur vorstellen, wenn die früher solche Möglichkeiten gehabt hätten. Ganz gruselig. Ganz, ganz, ganz gruselig. Und da ist, ich glaube, man muss sich einfach die Frage stellen, wie viel\nIst mir der Komfort wirklich wert? Und wie viel Komfort ist es wirklich? Und wie viel Autonomie im Alltag nimmt mir das weg? Das Thema hatten wir ja auch schon. Also jedes Komfort-Tool ist ein zweischneidiges Schwert und kann in der Zukunft ein sehr sehr scharfes Schwert werden, das ich nicht in der Hand habe.",
    "end": 1016.392
  },
  {
    "start": 1016.392,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und jetzt müssen wir uns dann nämlich auch noch überlegen, wo liegen all diese Daten? Und die liegen zu 90 Prozent, das ist jetzt eine vermutete Zahl, wahrscheinlich ist sie nicht ganz korrekt, liegen die in den Händen von US-amerikanischen Unternehmen. Wir haben uns damit in eine sehr, sehr krasse Abhängigkeit begeben.\nUnd wenn man sich anschaut, wie sich die Rechtsstaatlichkeit gerade in den USA entwickelt und man dann deren aktuelle neue Sicherheitsstrategie liest, die sie ja gerade veröffentlicht haben, in denen sie feststellen, Europa würde sich von den liberalen und rechtsstaatlichen Werten entfernen und man müsse Europa jetzt helfen, indem man",
    "end": 1070.07
  },
  {
    "start": 1070.07,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "kann man sich nicht ausdenken.",
    "end": 1071.435
  },
  {
    "start": 1071.435,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "gezielt die rechtsnationalen Kräfte unterstützt. Und das dann jetzt mal kombiniert mit einer ganz spannenden anderen Sache, nämlich als der internationale Strafgerichtshof den Haftbefehl für Netanyahu erlassen hat, haben die Amerikaner gesagt, wir machen zwar nicht mit bei diesem Gerichtshof, aber wir finden das kacke. Also sanktionieren wir jetzt mal alle Richterinnen und Richter.\nund Staatsanwälte, die daran beteiligt waren. Was war das Ende vom Lied, dass all diese Damen und plötzlich ihr Telefon nicht mehr benutzen können, keine Kreditkarten mehr fürs Zahlen benutzen können und alle Online-Techniken im Grunde genommen, die irgendwie mit einem amerikanischen Unternehmen zusammenhängen, nicht mehr verwenden können. Und das ist nicht nur ein Datenschutzproblem. Bitte mich nicht falsch verstehen, das ist noch ein viel, größeres Problem.\nAber es ist auch ein Datenschutzproblem, denn das macht deutlich, dass die Daten so präzise gesammelt sind, dass die auch all diese Dinge eindeutig diesen Personen zuordnen können und in ganz, ganz vielen Prozessen, die gar nicht direkt mit amerikanischen Unternehmen zu tun haben, sondern wo nur irgendwo in der Kette ein amerikanisches Unternehmen ist, sie trotzdem auffallen.",
    "end": 1158.124
  },
  {
    "start": 1158.124,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "gruselig",
    "end": 1159.87
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  {
    "start": 1159.87,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "So und jetzt sind wir nicht alle irgendwie in so exponierter Position. Aber wie du schon gesagt hast, Politik kann sich schnell ändern und man stelle sich nur vor, eine Diktatur wie das Dritte Reich hätte die Mittel von heute gehabt. Wohin führt das? So und diesen Gedanken einfach mal einsacken lassen und sich dann überlegen, wie viel Komfort brauche ich wirklich?",
    "end": 1191.596
  },
  {
    "start": 1191.596,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "war so ein Gedanke, der mir heute bei der Autofahrt kam, nachdem ich angekommen bin, habe ich meinen Kalender geöffnet und für den 23.12., mein erster so richtig freier Tag, eingetragen Schritt 1, digitale Souveränität. Ich will mal ausmisten, was ich so alles an digitalen Diensten benutze und gucken, kann ich mich da ein bisschen diverser aufstellen, um nicht so viel\nrein in den Händen von den großen Tech-Unternehmen zu haben.",
    "end": 1227.54
  },
  {
    "start": 1227.54,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das glaube ich eine sinnvolle, was, also es ist sehr, sehr sinnvoll, das zu tun, glaube ich. Also wir sehen ja auch in der Legislatur in der EU, dass immer mehr gemacht wird, den Bürger gläsern zu machen. Das heißt, wir müssen nicht immer nur in die USA gucken. Das ist also, wenn ich auf Vermögensregister schaue, Bankengeheimnis ist ja in der EU auch quasi nicht mehr existent. Und dann die Krypto.\nRegulierung aktuell. Es geht immer mehr in Richtung gläserner Bürger und riesen Datenfußabdruck sind ganz, ganz, ganz schlechte Kombination.",
    "end": 1272.613
  },
  {
    "start": 1272.613,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, in diesem Sinne. ich werde mal gucken, wie weit ich da so am 23. komme. Ich bin jetzt ja nicht der größte IT- und Tech-Nerd, aber das ist Projekt, da freue ich mich drauf, mich noch ein bisschen rein zu vertiefen. Und das ist, ich, schon so ein vorgezogener, guter Vorsatz fürs nächste Jahr. Mal gucken, was ich alles halbwegs gut über Bord werfen kann, beziehungsweise nicht über Bord werfen, sondern durch eine\nvielleicht Open Source Alternative oder irgendwas datenschutzfreundlicheres ersetzen kann. Schauen wir mal. Genau.",
    "end": 1309.347
  },
  {
    "start": 1309.347,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mich auch gespannt. Da sollten wir vielleicht mal eine lange Episode drüber machen. Vielleicht sogar auch mit einem Datenschutzexperten.",
    "end": 1316.299
  },
  {
    "start": 1316.299,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das fände ich ziemlich klasse. Das nehmen wir mal mit und laden euch natürlich alle herzlich ein. Kommt im Discord vorbei, teilt eure Sicht auf das Thema Datenschutz und falls ihr Tipps habt für mein Projekt am 23. Nämlich mein Tag 1, Datensouveränität. Ein bisschen hochgegriffen der Begriff, weiß, aber also für Tipps und Empfehlungen bin ich offen und freue mich drauf.\nSo, machen wir den Deckel drauf für heute. Packen wir's. In diesem Sinne, wieder herzlichen Dank fürs Zuhören. Wenn ihr noch ein Geschenk sucht oder ein Buch schreiben wollt, beziehungsweise die Techniken und Hinweise dafür haben wollt, denkt an unser Autorenpaket www.autorenpaket.de und schaut im Discord vorbei. Und dann hören wir uns morgen wieder. Ciao, ciao.",
    "end": 1348.27
  },
  {
    "start": 1348.27,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Packmas!",
    "end": 1373.091
  },
  {
    "start": 1373.091,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen.",
    "end": 1374.091
  }
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