[
  {
    "start": 1.028,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Reinochua.",
    "end": 2.784
  },
  {
    "start": 2.784,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hallo Philipp und herzlich willkommen alle unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zu einer neuen Adventskalender 3-Quarter-Episode. Und ja, heute soll es mal das Thema Klimakrise gehen. Ich hätte schon fast gesagt Klimawandel, aber das ist ja ein Begriff aus der Industrie, den man sich eigentlich ja gar nicht zu eigen machen will. Womit wir vielleicht schon so ein bisschen mitten im Thema sind.\nIch meine, das kommt aus den 80er Jahren von Exxon Mobil oder Anfang der 90er. Da dürfen mich jetzt aber unsere gescheiten Zuhörerinnen und Zuhörer gerne korrigieren. Das habe ich jetzt quasi aus der hintersten Ecke meiner Erinnerung gegriffen. Wohlwissend, dass es aus der Industrie kommt, aber ich bin nicht mehr ganz sicher, ob es Exxon Mobil war und ob die Zeit stimmt. Aber ich meine, das war ungefähr die Zeit.\nDer Adventskalender soll sich ja Zukunftsthemen drehen, also das Leben in der Zukunft. Und alles, was wir bisher gemacht haben, also Thema KI, Robotik, alles, was da so auf uns zukommt, können wir natürlich nicht einfach so in den Raum stellen, über die große Schlucht zu sprechen, auf die wir zufahren. Klimawande, Klimakrise, jetzt habe ich es schon wieder gesagt, irre, wie das sitzt.",
    "end": 87.492
  },
  {
    "start": 87.492,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aber gutes Marketing.",
    "end": 88.675
  },
  {
    "start": 88.675,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Gibt's da einen Punkt, da gleich mal hart einzusteigen, wir wollen ja mit mehr Hoffnung enden, der dich besonders sorgt?",
    "end": 99.332
  },
  {
    "start": 99.332,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich habe vor drei, vier Tagen oder so gelesen, hat irgendwer irgendwo, aber so groß, dass es es in die Nachrichten geschafft hat, die ich ja eigentlich nicht gucke, aber irgendwo, ich glaube, weil ich jetzt mit der Bahn unterwegs war, war das in irgendeinem Bildschirm oder so, hat jemand einen Bericht vorgelegt, wie es denn wird, wenn wir das 1,5 Grad Ziel nicht erreichen, sondern stattdessen bei 3 Grad landen.\nUnd weil jetzt schon klar ist, dass das Ziel mit den 1,5 Grad und Pariser Klimaabkommen wahrscheinlich nichts wird. Und das wundert mich nicht, weil wenn man sich anguckt, was ist gerade so alles los in unserer Welt, dann haben gerade ganz, ganz viele Dinge Top Priorität. Aber irgendwie ist es uns in den letzten, ich würde mal so sagen, vier, fünf Jahren durch die Lappen gegangen, dass das Thema\nKlima und Klimakrise und wie wird sich das Leben, also wie erhalten wir Leben, so wie wir es aktuell so kennen und schätzen auf unserem Raumschiff Erde, das ist irgendwie krass aus dem Fokus gelangt. Das ist das, mich am größten sorgt.",
    "end": 179.252
  },
  {
    "start": 179.252,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das sprichst du einen guten Punkt an. Das ist tatsächlich auch das, was mich am meisten sorgt, dass wir darüber reden, wie wir unseren Lebensstandard erhalten können. Das heißt, mit super viel Komfort, super viel Reisen, Fleisch essen bis zum Abwinken, Fast Fashion günstig, Next Day Delivery oder Same Day Delivery. Also all so diese Dinge, an die wir uns gewöhnt haben, weil sie komfortabel sind und so dieses\nmoderne Leben widerspiegeln, auf die wir nicht verzichten wollen. Und ich finde es immer auch total irre, dass im Prinzip gar nicht darüber nachgedacht wird, wie können wir weniger machen, also den Fußabdruck verkleinern, gerade auch in der Industrie. Also ich verstehe auch die Argumente, dass man gesamtgesellschaftliche Lösungen braucht, weil die Privatnutzer halt nicht zu den, also mit ihrem Lebensstil nicht zu den allergrößten Faktoren gehören. Klar ist ein großer Faktor.\nAber man kann jetzt nicht einfach sagen, okay, alle müssen sich beschneiden und die Industrie geht dann volle Pulle weiter, so wie es jetzt ist. Und da wird irgendwie gar nicht so richtig darüber gesprochen. Und das Interessante daran ist, dass es uns ja alle betrifft. Aber irgendwie trotzdem viele sagen, ja, man kann ja die Industrie zunächst zwingen und dann kommt diese freie Marktdebatte und so auf. Aber ich frage mich immer, ob das nicht eine veraltete Debatte ist, ob wir die immer noch so führen können heute.",
    "end": 269.428
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  {
    "start": 269.428,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, müssten mehrere Dinge zusammenkommen. Also ich glaube, die Industrie wird sich nicht von sich selbst oder aus sich selbst heraus ausreichend regulieren. Das kann sie aber auch gar nicht. Weil, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre Chef von irgendeinem großen Industrieunternehmen, ich wäre ja primär erstmal denen gegenüber verpflichtet, die für mein Unternehmen arbeiten. dafür zu sorgen, dass die irgendwie\ngut weiterarbeiten können, dass das Ganze läuft und all den Aktieninhaberinnen und Inhabern im Rahmen des ganzen Marktgeschehens. Da kann ich also nur sehr, sehr bedingt mich aus so einer gewissen Logik herausziehen. Und und Gas geben in die Richtung kann ich nur, wenn die Rahmenbedingungen so sind, dass wenn ich das mache, das nicht zum Nachteil für mein Unternehmen ist.\nUnd das kann nur Politik sicherstellen. Und Politik ist ja gerade dabei, sich im Rahmen der ganzen internationalen Spannungen eher wieder auseinander zu bewegen als zueinander. Also alles, was wir so in der Nachkriegsordnung geschaffen haben an globalen Strukturen zerbröckelt ja gerade. Und ich glaube, das reduziert die Chance, dass es da\neine greifende Regulierung gibt, nochmal deutlich.",
    "end": 362.868
  },
  {
    "start": 362.868,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das befürchte ich auch.",
    "end": 366.292
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  {
    "start": 366.292,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, das sind aber Dinge, die sind total im... Also, die sind sehr, sehr offensichtlich. Nur, weil wir es erkennen, ändert es aber nichts. Also ich eine spannende Frage gerade für uns hier und auch, ich, im Rahmen unserer Community, weil ich unterstelle jetzt uns mal und auch vielen unserer Zuhörerinnen und Zuhörer, dass wir als Science-Fiction-Fans ja doch eher zukunfts- vielleicht auch so bisschen technikaffin und begeistert sind.\nUnd im Rahmen der ganzen Debatte kommt ja immer wieder das Thema auf, wenn erstmal und jetzt hier coole Technik einfügen entwickelt ist, dann lösen wir die ganze Problematik dann damit. Wie stehst du zu solchen Überlegungen?",
    "end": 419.174
  },
  {
    "start": 419.174,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "sehr skeptisch. Das erinnert mich immer so ein bisschen an die, was du als Arzt vielleicht gut kennen, dieses Leute sind krank und dann sagen sie, Herr Doktor, gib mir eine Pille, damit das weg ist. Aber so den Lebensstil zu ändern, der vielleicht auch maßgeblich dazu beigetragen hat, bestimmte Krankheit zu entwickeln, das steht auf einem ganz anderen Papier. Und das ist für viele Ärzte, glaube ich, viel, viel schwieriger zu erreichen als zu sagen, ja,\ndas und das Medikament gegen die und die Krankheit. Also es geht immer diese schnellen Lösungen und es soll bitte eine Lösung von außen her, damit ich nichts ändern muss. Und genauso kommt mir das auch mit dem Klimawandel vor. Das ist dieses, okay, Technologie muss uns retten, weil dann müssen wir unseren Lebensstandard nicht ändern, wir müssen auf keinen Komfort verzichten und wir machen einfach weiter so und dann gibt es die magische Lösung aus der magischen Box namens KI. Und ich\nDas glaube ich einfach nicht. Also ich glaube, ist die vollkommen falsche Debatte. Wir müssen glaube ich eher darüber sprechen, können, also wie können wir einen Transformationsprozess anstoßen, der einen möglichst guten Lebensstandard ermöglicht in Bezug auf unsere Umwelt? Weil was nützt uns die beste Wirtschaft, der tollste Kapitalismus, der ja auch definitiv seine tollen Seiten hat, wenn wir dann draußen nicht mehr atmen können?\nOder wenn dauernd Stürme sind, dauernd Waldbrände. Also immer wieder Gründe, warum man irgendwie nicht raus kann oder vor einem Katastrophenszenario steht. das finde ich eigentlich das Gruselige. die Gefeiz mit dem Atmen zum Beispiel ist ja nicht, dass wir keinen Sauerstoff mehr haben. Der wird für Zehntausende Jahre reichen. Auch wenn jetzt alle Bäume tot sind. der verflüchtigt sich ja nicht. Aber der Anstieg\nKohlendioxid, also die ppm in der Atmosphäre. Das ist das, was mich am meisten gruselt, fällt mir jetzt ein, weil wenn man überlegt, vor der Industriellen Revolution waren wir eben bei 200 ppm, jetzt sind wir bei knapp unter 500 und das heißt, die frische Luft, die die damals gar mit haben, kennen wir gar nicht. Die können wir gar nicht kennen. Das heißt, wenn wir jetzt lüften, dann ist die",
    "end": 559.14
  },
  {
    "start": 559.14,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 564.858
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  {
    "start": 564.858,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "einfach viel, viel, viel mehr Kohlendioxid belastet als vorher. Und wenn wir das jetzt einfach mal weiter denken, also wenn es so weitergeht wie jetzt, also auf der Traktorien, wir momentan sind, wären das dann 1000 ppm in, ich glaube, 50 Jahren. Und wenn ich mir das überlege, also wenn ich sehr alt werde, würde ich das noch überleben, erleben, das würde dann bedeuten, ich mache das Fenster auf zum Lüften und dann sind es immer 1000 ppm, das ist wo mein\nmein Homesensor hier sagt, bitte lüften, Kopfschmerz und Schwindelgefahr. Und das finde ich eine ganz, ganz gruselige Vorstellung. Ganz, ganz gruselig.",
    "end": 604.938
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  {
    "start": 604.938,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und ich glaube, da kommt so was zum Tragen. Wir Menschen sind einfach schlecht in Folgenabschätzung. Und wir können, also es ist ja für uns als Individuum schon total schwer, die Folgen abzuschätzen dessen, was wir gerade tun. Nicht nur in Bezug auf uns selbst, das kriegen wir meistens noch halbwegs hin, aber in Bezug auf die Umwelt, der wir leben.\nUnd ich glaube, was du gerade gesagt hast, 50 Jahre, noch mal einen Anstieg im CO2 zu haben, so wie wir ihn von der industriellen Revolution bis heute hatten.",
    "end": 649.832
  },
  {
    "start": 649.832,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Genau genommen sogar fast doppelt so viel.",
    "end": 651.232
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  {
    "start": 651.232,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, und wir wissen das, wir können das lesen und wir verstehen das. Aber wenn ich, weiß ich nicht, so in vier Stunden oder so hier wieder in mein Büro komme und dann das Fenster aufmache und lüfte, dann merke ich das nicht. Und die Wahrscheinlichkeit, dass mir dann gerade was anderes durch den Kopf geht, ist ziemlich hoch. das, also...\nIch weiß das Ganze, aber deswegen ist es halt doch nicht so präsent, dass es mein tägliches Handeln beeinflusst. So, und wenn uns das auf individueller Ebene schon so geht, wie soll das dann für uns als Menschheit sein?\nUnd da finde ich, da fehlt ganz vielen Menschen was, was ich finde, was wir bei uns im Science-Fiction-Bereich viel, einfacher entwickeln. Nämlich, dass als wir zusammen beim Parabellflug waren, hat doch der französische Astronaut diesen Namen, ich leider immer wieder Jean...",
    "end": 723.118
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  {
    "start": 723.118,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Jean-François Clairvoy.",
    "end": 724.477
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  {
    "start": 724.477,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, danke schön. Gut, du mit Namen gut bist. Genre wusste ich noch.",
    "end": 729.854
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  {
    "start": 729.854,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Der war ja noch im Space Shuttle, das habe ich mir gemerkt. Das ist ziemlich cool.",
    "end": 733.034
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    "start": 733.034,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, der war überhaupt echt ein spannender Typ. Und der hat ja erzählt, das Wichtigste als Eindruck war für ihn zu verstehen, dass wir eigentlich alle Astronauten sind. Weil er gesagt hat, die Aufgabe eines Astronauten ist es primär in einer lebensfeindlichen Umgebung, eine Hülle am Leben zu halten, die ihn und alle anderen am Leben hält. In seinem Kontext war das halt das Base Shuttle.\nUnd dass der Blick auf die Erde ihm sehr verdeutlicht hat, im Grunde genommen ist es für uns Menschen, die wir auf der Erde leben, genau das Gleiche, denn die Erde ist unser Raumschiff. Und wenn wir das Ding nicht in Schuss halten, dann treiben wir auf einem gigantischen Raumschiff in einer maximal lebensfeindlichen Umgebung.\nUnd das finde ich war eine Abstraktion, die ich klasse fand, weil sie ist so logisch, aber halt so weit weg von unserem täglichen Erleben, dass wir Astronautinnen und Astronauten brauchen, die uns diesen Blick mal zur Verfügung stellen.",
    "end": 804.736
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  {
    "start": 804.736,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das war ein eindrückliches Bild. Das fand ich auch sehr gut.\nIch finde es ja auch, als ich das letzte Mal geflogen bin hier nach New Zealand für den Umzug, da habe ich mit einem, mit dem Kapitän gesprochen von dem Flug von Doha nach Singapur war das, ganz ganz netter Bulgare. Mit dem habe ich über diese Clear Air Turbulence gesprochen. Ganz kurz für die Zürcher und Zürcherer, die das vielleicht nicht kennen. Das sind starke Turbulenzen in\nFreier Luft, das heißt ohne Bewölkung und die ist nicht messbar, stand jetzt, da wird es daran geforscht. Aber das heißt freier Himmel, es gibt keine Warnung vom Wetterdienst und dann rumpelt es auf einmal und das kennt man vielleicht aus den Nachrichten, da gab es mehrere Flüge, einer ging sogar nach Singapur, ich glaube letztes Jahr. Da gibt es dann Schwerverletzte mit gebrochenem Rücken, gebrochenem Schädel und all sowas, meistens Leute, die nicht angeschnallt sind. Und das ist richtig gruselig, also das sagt dann halt irgendwie\nIch glaube, nach Singapur hat irgendwie 300 Meter verloren in zwei Sekunden oder so. Also ziemlich gruselig. Und da fliegt dann Eis in der Kabine her. ist halt so mit die krassesten Turbulenzen, gibt. Es gibt halt einfach keine Vorwarnung. Deswegen immer schön angeschnallt bleiben im Flugzeug. Aber der Grund ist das Ausleiern des Jet Streams, der ja relativ vorhersehbar war, aber der sich jetzt beschleunigt und so wabert nach unten. Und",
    "end": 886.436
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    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 901.002
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    "start": 901.002,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das erzeugt halt diese Scher-Winde vor allem und Höhenwinde, die es vorher in der Form und der Häufigkeit einfach nicht gab. Und das ist wieder so eine kleine Veränderung, über die man vielleicht auch gar nicht so nachdenkt im Alltag. Im Alltag fliegen wird einfach gefährlicher auf Dauer. Muss man einfach wissen. Muss nicht unbedingt heißen, dass mehr Maschinen abstürzen. Weil die halten ja viel mehr aus als die Passagiere.\ndie da nicht angeschnallt sind. das Ding ist aber auch, wenn du einen Nachtflug hast und du hast vielleicht, du bist in der Premium-Economie und liegst so halbflach oder du bist in der Business Class, liegst ganz flach und hast dann irgendwie, da musst du deinen Gurt ja so irgendwie an der Hüfte so schräg festmachen. Willst halt auch nicht nach oben gerissen werden und dir dann die Hüfte brechen oder so. Also es ist schon gruselig, es sind so kleine Veränderungen und\nDa sieht man, wie diese Ketten entstehen. dieses Ausleihen des Jet Streams sorgt auch dafür, dass Europa mit am schwersten betroffen sein wird vom Klimawandel, weil die größten Schlaufen aktuell über Europa entstehen. Und deswegen gibt es immer mehr diese Extremwetterereignisse, die sich etwas länger halten. Deshalb man dann warme Luft in so einem Jet Stream, in so einem Jet Stream U, kann man sich das vorstellen, ist dann eingeklemmt quasi.\nund kann nicht raus, dann wird es extrem trocken, extrem heiß, Waldbrände, Dürren, alles mögliche. Oder halt extrem kalt. Und das muss man sich immer vor Augen führen, dass die Sachen so krass zusammenhängen. Und es ist halt nicht nur das Meer, ist nicht nur das Schmelzen der Polkappen, es ist nicht nur das CO2 in der Atmosphäre, es sind nicht nur die Waldbrände, es sind ganz, ganz, ganz viele einzelne Faktoren.",
    "end": 1015.012
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  {
    "start": 1015.012,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, das ist so. Das merkt man jetzt ja schon, dass ich bald brenne. ein Thema, in dem ich auch so bisschen mit drin bin, wie krass das zunimmt. Und das wir im Grunde genommen gegen die Ursachen gar nicht so viel tun können. Und weil alles so zusammenhängt,",
    "end": 1030.211
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  {
    "start": 1030.211,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hm.",
    "end": 1042.196
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  {
    "start": 1042.196,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "kann man nicht sagen, dann bekämpfen wir Waldbrände. Klar macht man das. Aber es ist ein Symptom von vielen. Weil unser Raumschiff Erde einfach an so ganz vielen untereinander eng vernetzten Systemen hängt.\nWas gibt es denn, das dir Hoffnung macht? Was gibt es denn im Kontext Klimakrise, von dem du sagst, Mensch, da sehe ich eine Chance oder da sehe ich eine positive Entwicklung oder da gibt es eine Möglichkeit?",
    "end": 1081.998
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  {
    "start": 1081.998,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ironischerweise China. Also so gefährlich ich China geopolitisch finde. So gut, in Anführungsstrichen, funktioniert in China der Umbau der Wirtschaft auf klimafreundlicher. Ich glaube, die haben einfach früh erkannt, dass es klug ist, in Zukunftstechnologien und Zukunftswirtschaft zu investieren. Wohl wissend\ndass das fossile Zeitalter einfach zu Ende gehen wird. Also, braucht man jetzt keine Raketenwissenschaftler zu sein, das zu verstehen. Und die haben natürlich auch den Vorteil, ... des Autoritarismus einfach solche Änderungen knallert, durchzuziehen. Da gibt's dann krasse Subventionierung, Strafen, wenn es nicht eingehalten wird, und ein krasser Innovationsdruck. Und ...\nAus China gibt es einfach gute Signale, man sagen. Also da funktioniert halt die Elektromobilitätswende äußerst gut. Da funktioniert der Ausbau der erneuerbaren Energien äußerst gut. Und das ist was, was mir tatsächlich Hoffnung gibt, dass sich zeigen wird, dass China das klug gemacht hat, klug macht und davon profitieren wird. Und die USA, ja aktuell wieder rückschrittig werden, weil sie wieder so leben wollen wie den 70ern.\nDass sie irgendwann sehen werden, also vielleicht, wenn sie aus dem Trump-Traum aufgewacht sind, den sie sich selbst eingebrockt haben, dass sie dann merken, okay, das war ziemlich dumm, China galoppiert uns davon, das sollten wir auch mal machen. Momentan ist ja ironischerweise so, dass die USA alles blockieren, überall aussteigen und wieder die Rückschritte machen.",
    "end": 1189.126
  },
  {
    "start": 1189.126,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, also Mobilität glaube ich ist tatsächlich auch einer der Bereiche, wo wir am weitesten sind, was die Veränderung angeht. Zumindest was so Individualverkehr angeht. Wenn ich mir angucke, wie die Zulassungszahlen auch hierzulande hochgehen für E-Autos. Ich halte die nicht für der Weisheit letzter Schluss.\nwas das Lösen der Klimakrise angeht, aber sie sind immerhin ein Baustein und irgendwo muss man ja anfangen. Ich glaube auch, der, also was wirklich einen großen Unterschied machen könnte, wäre, wenn wir das mit der Kernfusion hinbekommen und irgendwann der Standardsatz, dass die immer noch 40 Jahre entfernt ist, wenn der irgendwann nicht mehr gilt.\nIch glaube, da liegt eine wirklich große Chance drin. Zugleich glaube ich, darauf sollten wir nicht warten. Wir können auch so schon mit erneuerbaren Energien unglaublich viel machen. Man muss gar nicht so sehr auf eine Zukunftstechnologie hoffen. Aber das wäre eine, die würde ich noch als eine\nrelevante Hoffnung sehen, weil mehr dran geforscht wird als in den letzten 40 Jahren.",
    "end": 1280.91
  },
  {
    "start": 1280.91,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es gibt sie also die Hoffnung.",
    "end": 1286.789
  },
  {
    "start": 1286.789,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, doch, also auf jeden Fall. Die größte Hoffnung hätte ich allerdings, wenn es uns gelingen würde, uns als Menschheit zu begreifen. Also das ist, glaube ich, die größte Hoffnung, die ich hätte. Ich sehe die nur gerade nicht so. Okay, dann muss ich das anders formulieren, weil dann ist es eigentlich gar nicht so sehr eine Hoffnung, dass es der größte Wunsch, ich hätte.\nSo, ich glaube dann.",
    "end": 1320.756
  },
  {
    "start": 1320.756,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es ein globales Einsehen gibt, dass es das Problem gibt, das was passieren muss, das würde mir Hoffnung geben, weil ich weiß, wir haben das ja schon mit den FCKW-Gasen geschafft, mit dem Ozonloch. Also, dann können wir das auch nochmal.",
    "end": 1339.5
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  {
    "start": 1339.5,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "So jetzt müssen wir schnell aufhören, weil wir jetzt mit Hoffnung tatsächlich was geschafft haben zum Ende, bevor wir uns jetzt wieder schlecht reden.",
    "end": 1343.845
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  {
    "start": 1343.845,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, also liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, genießt das Gefühl, es gibt Hoffnung. Und wenn es coole Ideen, hoffnungsvolle Faktoren und dergleichen gibt, die wir in unseren kurzen 20 Minuten hier jetzt nicht beleuchtet haben, schreibt sie uns sehr, gerne in den Discord. Freuen wir uns darüber, uns mit euch auszutauschen. Wir würden uns auch immer noch freuen, wenn irgendjemand eine Antwort auf die",
    "end": 1351.307
  },
  {
    "start": 1351.307,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 1373.657
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  {
    "start": 1373.657,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Frage nach der Autonomie im Bahnverkehr beantworten könnte aus der vorletzten Episode. Hat sich bisher noch niemand gemeldet. Also liebe Bahnenthusiastinnen und Enthusiasten, meldet euch bei uns im Discord und erklärt uns, warum nicht schon alle Bahnen autonom fahren. Gut, machen wir den Deckel drauf? Super, dann verweise ich jetzt nochmal auf\ndie letzten zwei Tage, in denen unser Autorenpaket noch zum Vorverkaufspreis zu haben ist, bevor es in die eigentliche Verkaufsphase für 14 Tage geht. ihr habt noch Zeit bis heute und morgen, es zum Vorverkaufspreis zu kaufen. Der kommt nicht wieder. In diesem Sinne, wenn ihr ein Buch schreiben wollt oder jemanden kennt, der das machen möchte, dem ihr das schenken wollt,\nwww.autorenpaket.de\nHerzlichen Dank fürs Zuhören und bis morgen. Ciao ciao!",
    "end": 1436.974
  },
  {
    "start": 1436.974,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "morgen. Tschüss!",
    "end": 1432.424
  }
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