[
  {
    "start": 0.993,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Howdy Philipp!",
    "end": 3.088
  },
  {
    "start": 3.088,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin Joshua und herzlich willkommen alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer zu unserem nächsten Advent Türchen. Dieses Mal wollen wir über das Thema Recycling sprechen. Joshua meinte schon kurz im Vorgespräch, irgendwie ist das doch eine Überschrift, die ist echt nicht sexy. Ich habe schon vorgeschlagen, dann müssen wir daraus machen, Recycling ist nicht sexy. Oder doch?\nund",
    "end": 33.078
  },
  {
    "start": 33.078,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, ich habe auch so eine gespaltene Beziehung gerade dazu, weil eine der Sachen, die mir nicht so leicht gefallen ist hier in Neuseeland, ist tatsächlich zu verstehen, der Müllabtransport hier funktioniert. Was dazu führte, dass unsere Tonne als einzige an unserer US-Suburb-Straße nicht abgeholt wurde, mit einem dicken Sticker drauf, der mir dann beibragte, was da denn nun rein darf und was nicht.\nUnd das war dann ja so Cardboard, so, wie heißt das auf Deutsch, so Papierboxen und so was. Ja, Kartons, danke. Aber nicht, wenn die foliert sind. So, ich alles rausgeguckt, was daran foliert ist, rausgenommen. Dann darf da kein Tape mehr dran sein. Okay, dann dürfen Plastikflaschen da rein, aber nur ohne Deckel und nur diese Hartplastikflaschen. Dann dachte ich Leute, und dann hatte ich bei mir so eine",
    "end": 68.722
  },
  {
    "start": 68.722,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Kartons!",
    "end": 90.804
  },
  {
    "start": 90.804,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "so eine Müllsortiersammelstation im Garten und bis mir dann die Nachbarn sagten, ja ja, die oberste Schicht, die obersten 10 cm, die müssen voll konform sein. Alles andere musst du da drunter packen. Ich dachte, okay, alles klar, so läuft Recycling also. Verstehe. Und dann kaufen sich alle bei CanPlan, das ist so eine lokale Firma hier, die General Waste macht, kannst du dir einen Mülleimer kaufen mit so einem roten Deckel, der einmal die Woche abgultet und da darf alles rein.",
    "end": 102.336
  },
  {
    "start": 102.336,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 119.818
  },
  {
    "start": 119.818,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und rate, was vor jedem Haus steht.",
    "end": 121.632
  },
  {
    "start": 121.632,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich rate, was jetzt bei dir steht.",
    "end": 126.289
  },
  {
    "start": 126.289,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, auf jeden Fall.",
    "end": 129.664
  },
  {
    "start": 129.664,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, ist tatsächlich ein guter erster Punkt, warum bei der Assoziation zum Thema Recycling man erst mal so denkt, sexy, weil wir denken dann an grüner Punkt, sortieren im gelben Sack und weiß nicht was. Zugleich aber finde ich, ist das ein Thema mit sehr, sehr viel Zukunftspotenzial, weil Recycling der Einstieg in Kreislaufwirtschaft ist.\nUnd das wiederum ist etwas, was für uns und unsere Welt sicherlich eine der möglichen positiven Wege in die Zukunft sein könnte, wenn es darum geht, unser kleines Müllproblem, das wir hier auf unserem Raumschiff haben, zu lösen.\nGenau und ja, schönes Einstiegsbeispiel. Und wenn man so bei uns guckt, wo haben wir schon Recycling im Alltag, klar, dann in Deutschland gibt es dann irgendwie gelben Sack oder gelbe Tonne je nach Region, wo wir irgendwie Plastik und Metallverpackungen reinpacken. Wir sortieren Pappe irgendwo anders hin und haben dann noch so was wie Rest- und Biomüll in den meisten Regionen. Sprich beim Recycling denken wir immer erst mal an Müll und Glascontainer.\nUnd ich finde, anhand der Geschichte vom Glasrecycling kann man ganz gut sehen, warum das für die Zukunft durchaus auch eine Relevanz hat. Nämlich Glas recyceln wir seit der letzten Ölkrise. Weil es nämlich darum ging, diesen wertvollen Rohstoff, den man dann irgendwie schwerer bekam, bestmöglich zu nutzen. Und da hat man dann das Recycling eingeführt und seitdem lohnt sich das.\nerst, als der Rohstoff knapp wurde. Und durch das Recycling mit unserem Altglas kann man erhebliche Mengen vom Quarzsand einsparen in der Glasproduktion. Wobei dafür müssen wir sehr sehr sauber sortieren, denn eine kleine Menge Glas von der falschen Farbe sozusagen",
    "end": 241.961
  },
  {
    "start": 241.961,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "mit Glas.\nHätte ich jetzt gar nicht mit Rohöl zusammen gemacht.",
    "end": 264.276
  },
  {
    "start": 264.276,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "versaut die ganze Produktion oder Porzellan zum Beispiel macht die Produktion quasi unbrauchbar, weil dann das Glas nicht so stabil ist. Deswegen keine Porzellansachen in den Glas Altmüll oder in die Glassammlung. Und das finde ich bringt uns nämlich an den Punkt, wo ich gerne einsteigen würde in unseren Zukunftsfokus, nämlich die Frage von Recycling und Rohstoff\nund Rohstoffabhängigkeiten in unserer Welt. Was würde dir denn so als erstes einfallen, Joshua? Von welchen Rohstoffen sind wir denn abhängig und wo könnte vielleicht Recycling uns helfen? Hast du schon irgendeine Idee in die Richtung?",
    "end": 313.614
  },
  {
    "start": 313.614,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also als jemand, im Vorgespräch gesagt hat, hat keine Ahnung von Recycling, außer ein Erlebnis in der Schule, wo wir bei der Müllverbrennung eine Führung gemacht haben und ich gesehen habe, dass alles in das Feuer geworfen wird, egal was sortiert wurde. Das hat mich nachhaltig negativ beeindruckt. Ist aber auch schon 25 Jahre her, muss ich dazu sagen. Weil es natürlich, dass das Plastik nicht ohne Erdöl geht. Deswegen würde ich jetzt als erstes auf Erdöl tippen.\ndass man da so bisschen die Menge, die man verbraucht in der Plastikproduktion, weil ist ja alles aus Plastik. Das ist mir jetzt auch aufgefallen, als wir hierhergezogen sind, dass hier wirklich jedes alles Obst und Gemüse frei ist ohne Plastik und es nur diese Papiertüten gibt, indem man das sortieren kann. Und das auch bei Nüssen, also bei dieser ganzen Bulkware so ist. Deswegen würde ich jetzt als erstes sagen Erdöl.",
    "end": 371.168
  },
  {
    "start": 371.168,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Plastik ist vielleicht ein ganz guter erster Punkt. Vielleicht greifen wir den wirklich als erstes auf. Denn da hatten wir bei unserer Folge über die Hochsee auch schon drüber gesprochen, als es darum ging, dass wir von diesem erdölbasierten Produkt jede Menge eben nicht recycelt haben, sondern in die Meere gekippt haben, genauer genommen so viel, dass es die Größe Australiens, wie du meintest, annimmt. Und da ist halt wirklich der Punkt, Plastik\nist so omnipräsent in unserem Leben. würde wetten, dass 99 Prozent unserer Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn sie sich jetzt in diesem Moment, also wenn ihr das jetzt gerade hört und euch umguckt, ich bin mir sicher, dass ihr mindestens sofort drei Gegenstände seht, die Plastik enthalten oder von denen Plastik ein relevanter Bestandteil ist.\nJoshua guckt sich gerade und nickt ihm im Kopf.",
    "end": 428.791
  },
  {
    "start": 428.791,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Sch-\nIch frage mich gerade, was auf meinem Schreibtisch nicht aus Plastik ist. Ich glaube, es ist der Seraph. Das war es auch. Bitter. Bitter. Ja.",
    "end": 438.144
  },
  {
    "start": 438.144,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Endlich mal ein solider Preis. Es spricht noch viel mehr für den Seraph, aber ich schweife ab. Das macht, finde ich, aber mal deutlich, was für ein Riesenthema Plastik ist. Und bisher ist ja das große Problem, dass wir zwar sortenreine Kunststoffe ziemlich gut recyceln können, aber so wie ich das verstanden habe, also muss man jetzt hier bedenken, wir sind ja beide keine Experten für sowas, aber was ich auch so in\nden letzten Monaten dazu gelernt habe. Also sortenreine Kunststoffe kann man in der Regel ziemlich gut recyceln. Allerdings haben wir davon erstaunlich wenig. Die meisten Kunststoffe, die wir so verwenden, sind eben nicht sortenrein und dann wird es mit dem Recycling richtig schwierig. Und jetzt kommen schon gleich zwei Zukunftstechnologien, die diesbezüglich\noder Zukunftstechnikbereiche, die diesbezüglich Abhilfe schaffen. Erster Bereich ist tatsächlich KI und die verbesserte Bilderkennung. Denn ein ganz großes Problem ist, wenn wir all unseren Kram so in die gelbe Tonne schmeißen oder größere Kunststoffmengen irgendwie beim Entsorger landen, dann müssen die sortiert werden. Und das machen auch heutzutage noch in vielen Bereichen Menschen oder\nManches geht mit Maschinen, aber die Bilderkennung durch KI wird immer besser und die Möglichkeit Stoffe durch KI-Erkennung auch in Geschwindigkeiten zu sortieren, die für einen wirtschaftlich vernünftigen Prozess notwendig sind, sprich Geld zu sparen, da öffnet uns tatsächlich KI, in diesem Fall spezialisierte KI, durchaus die Tore hin zu ganz anderen\nMengen, die wir in einer vernünftigen Zeit auch sortieren können. Der nächste Bereich ist das, was wir in der Hochseefolge schon angesprochen haben, die Biotechnologie und zwar Enzyme, die man aus Tieren gewonnen hat, zum Beispiel aus Maden, von denen man festgestellt hat, die konnten sich durch Styropor futtern und konnten davon leben. Nicht sonderlich gesund, aber leben.",
    "end": 583.409
  },
  {
    "start": 583.409,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Sprich, die Natur gibt uns an einigen Stellen Fingerzeige, dass es Organismen gibt, die in der Lage sind, sich so anzupassen an die Umwelt, dass sie mittlerweile auch Kunststoff verdauen können. Das ist per se eher erschreckend als positiv. Aber da das Plastikproblem schon da ist, ist es sehr, positiv, denn es ist gelungen, dem Verdauungstrakt dieser Tierchen und einiger anderen Bakterien und dann wiederum Enzyme zu extrahieren.\nauf deren Grundlage es möglich ist, Kunststoffe zu verstoffwechseln, sprich abzubauen. Und das bringt einfach das Thema Recycling in eine ganz ganz andere Dimension.",
    "end": 630.572
  },
  {
    "start": 630.572,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also irgendwann wir Maden-Enzyme futtern, damit wir unser Mikroplastik loswerden.",
    "end": 636.614
  },
  {
    "start": 636.614,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Jetzt warst gerade leider abgehakt, deswegen müsstest du deine Frage bitte nochmal wiederholen.",
    "end": 640.558
  },
  {
    "start": 640.558,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich habe gesagt, ob wir denn irgendwann Matenenzyme futtern müssen, damit wir unser Mikroplastik abbauen können.",
    "end": 648.736
  },
  {
    "start": 648.736,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich weiß nicht, ob wir unser Mikroplastik aus uns noch vernünftig rauskriegen, weil das ist dann ja schon im Blut. Und ob wir irgendwann in unseren Darmbakterien angesiedelt haben werden, die das eindringende Mikroplastik verfuttern, weiß ich noch nicht. Da habe ich noch nichts von mitgekriegt.",
    "end": 669.934
  },
  {
    "start": 669.934,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Vielleicht brauchen wir die ganzen Maden, die das alles auffuttern, bevor es durch die Darmwand geht. Das wär's doch.\nAber ich habe gehört, positiv, Brian Johnson hat da eine Untersuchung von sich selbst rausgegeben, dass er das Mikroplastik in seinem Blut 80 Prozent reduzieren konnte durch tägliche Saunagänge. Also offenbar kann man das ausschwitzen, zumindest ein Gutteil davon.",
    "end": 704.266
  },
  {
    "start": 704.266,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, spannend, davon habe ich noch gar nichts mitbekommen. Also in die Sauna gehen.",
    "end": 706.89
  },
  {
    "start": 706.89,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also zumindest er, Endlich eins.",
    "end": 710.637
  },
  {
    "start": 710.637,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja gut. also in die Sauna gehen, Mikroplastik zu reduzieren. Wobei bei Brian Johnson müsste man natürlich gucken, der optimiert ja derart viel in seinem Alltag, wie glaube ich kaum ein anderer Mensch auf diesem Planeten. Und insofern könnten auch diverse andere Dinge unter Umständen das mitbegünstigen.",
    "end": 730.122
  },
  {
    "start": 730.122,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das haben die auch beachtet. Der lässt das ja regelmäßig testen, glaube einmal die Woche oder alle zwei Wochen. Und das ist tatsächlich 80 Prozent weniger in Bezug auf seinen Vorwert.",
    "end": 740.832
  },
  {
    "start": 740.832,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay. Krass.",
    "end": 742.766
  },
  {
    "start": 742.766,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ganz spannend.",
    "end": 745.376
  },
  {
    "start": 745.376,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Schade, dass ich keine Sauna mag. Na ja. Gut.",
    "end": 750.272
  },
  {
    "start": 750.272,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Jetzt hast du einen Grund sie zu mögen.",
    "end": 752.424
  },
  {
    "start": 752.424,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "erstmal auszuprobieren. das ist genauso wie Eisbaden. Ich verstehe bei beiden Dingen, dass es gesund ist, gefallen tut es mir trotzdem nicht. Aber wir schweifen ab. Zweiter Punkt, den ich total spannend finde, ist, wenn es uns gelingt, Rohstoffe schon, also Plastik mittels Biotechnologie abzubauen, mit welchen anderen Substanzen kann uns das vielleicht in Zukunft noch gelingen?\nstelle ich einfach mal so als hoffnungsvolle Frage in den Raum, denn ich könnte mir vorstellen, dass da einige andere Substanzen, die uns heute auch noch beunruhigen oder vor große Herausforderungen stellen, dass auch die über so einen Weg, der bisher noch viel, also kaum beschritten wurde, vielleicht auch noch abgebaut und oder einer neuen Nutzung zugeführt werden können.",
    "end": 808.638
  },
  {
    "start": 808.638,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Da gibt auch diese PFAS oder PFAS, weiß nicht, was ich meine. Im Plastik. Ja, genau. Das ist ja auch richtig bitter. Das haben wir alle schon im Kreislauf in Mengen und keiner weiß, was für schädliche Folgen das hat. Also wir wissen, dass es schädliche Folgen hat, aber es ist gar nicht klar wie viele. Und wirst du halt einfach gar nicht mehr los.",
    "end": 814.044
  },
  {
    "start": 814.044,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "eher diese Ewigkeitschemikalien.",
    "end": 835.067
  },
  {
    "start": 835.067,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Es ist auch schwierig, hoffnungsvollen Fokus zu behalten mit dir.",
    "end": 842.605
  },
  {
    "start": 842.605,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Sorry.",
    "end": 846.324
  },
  {
    "start": 846.324,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das ist einfach ein Thema. Aber vielleicht geht das ja durch Saunagänge auch raus. Hab ich die Hoffnung.",
    "end": 853.54
  },
  {
    "start": 853.54,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielleicht das oder aber wir finden halt tatsächlich eine Möglichkeit, die auf irgendeine Art und Weise unschädlich zu machen. Da ist mir allerdings überhaupt nichts zu bekannt und ich könnte mir vorstellen, dass es jetzt irgendwelche zugehörenden Chemikerinnen oder Chemiker, Materialwissenschaftler oder dergleichen gibt, die sich gerade schon die Haare sträuben. Wenn ihr da mehr wisst, meldet euch gerne im Discord und wir lassen das in einer der nächsten Episoden mit einfließen.\nGenau, nächster Punkt. Und als ich das gehört habe, da war ich richtig begeistert, weil wenn du dich erinnerst, ich hab dir schon mal vor ein paar Jahren gesagt, ich glaube, man sollte heutzutage anfangen, Müllkippen zu kaufen, also so alte, die jetzt schon wieder begrünt sind. Ich glaube, das sind die Goldgruben der Zukunft. Und siehe da, ganz soweit ist es noch nicht. Also mein Investment, wenn ich es getätigt hätte, würde sich gerade noch nicht ganz auszahlen. Aber...\nAls jetzt die Chip-Krise hier in Europa gerade mal Thema war, weil China gesagt hat, naja, seltene Erden, da legen wir jetzt mal einen Deckel drauf, hat man sich umgeguckt, was kann man denn eigentlich so machen. Und wie wir schon festgestellt haben, seltene Erden sind ja gar nicht so selten. Nur ist ihr Abbau relativ problematisch. Aber wir haben ja schon jede Menge seltener Erden abgebaut und sie in Produkten\nin Umlauf gebracht oder verarbeitet und dann in Umlauf gebracht, sodass es sich halt auch anbietet, in alten elektronischen Geräten und dergleichen nach seltenen Erden zu suchen und diese wieder zu extrahieren. Und da öffnet sich gerade ein auch durchaus staatlich, mit staatlicher Unterstützung ein ganzer Wirtschaftsbereich, der guckt, wie können wir denn\nAll das, was so seltene Erden sind und andere Substanzen, von denen wir abhängig sind, aus bestehenden Produkten wieder zurückgewinnen, uns auch da nochmal eine Quelle zu erschließen, die dann nicht mehr mit irgendwelchen Abhängigkeiten gegenüber China oder anderen Staaten verbunden ist. Und auch da tut sich technisch auf vielen Ebenen was und wird darin geforscht, was ich sehr, spannend finde.",
    "end": 992.204
  },
  {
    "start": 992.204,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Dann werden wir uns ja richtig in den Arsch beißen, dass wir jahrzehntelang unseren Müll exportiert haben nach Asien. Welch Ironie das wäre.",
    "end": 1001.516
  },
  {
    "start": 1001.516,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, aber stell dir vor, dass so ein Verfahren sich wirklich wirtschaftlich abbilden lässt. Das ist im Moment noch fern davon, aber das kann ja kommen. Und plötzlich hätten Firmen ein Interesse daran, in gewissen Regionen dieser Welt aufzuräumen, wo wir bisher billigend in Kauf genommen haben, dass da unser ganzer Elektroschrott einfach irgendwo in der Gegend rumliegt oder ganze...\nganze Hefen oder dergleichen zumüllt. Und das finde ich tatsächlich einen spannenden Punkt, dass all diese Unsicherheiten, die in der heutigen Zeit aufkommen, halt immer auch zu einer gewissen Gegenbewegung führen. Und eine dieser Gegenbewegungen ist halt zu gucken, wo können wir im Punkt Recycling und Kreislaufwirtschaft Schritte nach vorne gehen. Das finde ich tatsächlich sehr, sehr hoffnungsvoll und positiv.",
    "end": 1033.358
  },
  {
    "start": 1033.358,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hm.",
    "end": 1059.2
  },
  {
    "start": 1059.2,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es spannend. Also Menschen sind ja extrem gut in Problemen schaffen, aber auch extrem gut in Problemen lösen. Darauf ist unser Gehirn einfach gepolt. Und es ist schön zu sehen, dass es da immer wieder Ideen gibt. Da denke ich jetzt natürlich auch an Kabyos. Wir hatten das ja schon einmal angesprochen in einer Episode. Das ist französisches Start-up, in das ich während der Corona-Krise investiert habe, 2020.\nsuper spannend, die mittlerweile ja mit den ganzen Großkonzernen zusammenarbeiten bzw. Investments von denen bekommen haben. ich weiß nicht, ob du ein bisschen mehr darüber weißt, aber es geht darum, dass bestimmte Enzyme, die sie hergestellt haben, Plastik in seine organischen Grundbestandteile auflösen soll. Und das klappt im Labor bisher und in so noch überschaubaren Versuchen klappt das sehr, gut.\nDas ist ziemlich cool.",
    "end": 1116.506
  },
  {
    "start": 1116.506,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau, das ist das, was ich vorhin meinte, dieses Enzym-basierte Recycling. Da ist Carbius eine der Vorreiterfirmen hier in Europa und da gibt es aber auch diverse Forschung zu, auch in den USA und dergleichen. Aber Carbius sind tatsächlich, glaube ich, die ersten, zumindest die, von denen ich das auch mitbekommen habe, die das in wirklich groß skaliert denken und die vor allen Dingen die großen Firmen als Investoren gewonnen haben.\nihr Verfahren auch sozusagen schon mit denen gemeinsam weiterzuentwickeln, die Produktverpackungen von denen darüber recyceln zu können.",
    "end": 1158.71
  },
  {
    "start": 1158.71,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Dann könnte Greenwashing tatsächlich was Gutes werden. Dass man nämlich die Meere tatsächlich wieder grün wäscht.",
    "end": 1167.388
  },
  {
    "start": 1167.388,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich glaube Greenwashing ist da bestimmt auch zu teilen dabei und zugleich fällt trotzdem was Positives bei ab.",
    "end": 1167.669
  },
  {
    "start": 1167.669,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das wär's doch.",
    "end": 1178.56
  },
  {
    "start": 1178.56,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das meine ich ja tatsächlich auch so, dass aus dem negativen Begriff vielleicht ein positiver werden könnte, wenn man damit die Meere ein bisschen reinigt.",
    "end": 1188.967
  },
  {
    "start": 1188.967,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau. das finde ich in den beiden Bereichen tatsächlich super spannend. Und wenn wir das weiter denken und es schaffen, dass wir viel mehr Produkte vielleicht auch erst mal, bevor wir sie recyceln müssen, wieder reparierbar zu machen. Und da ist ja gerade auch die EU im internationalen Vergleich\ngar nicht so schlecht aufgestellt, auch Firmen dahin durch einen Gesetzesrahmen zu bringen, dass Produkte wieder reparierbar sein müssen in einem gewissen Maße. Auch das finde ich ist so zum Thema, wenn wir jetzt ein bisschen über Recycling hinausdenken und eher gucken, wie können wir denn überhaupt Müll vermeiden, finde ich auch das noch einen super spannenden Ansatz, nicht alles gleich durch was Neues zu ersetzen, sondern\nDinge, schon mal gut funktioniert haben, das Reparieren von Sachen wieder anzuknüpfen und Dinge zu produzieren, die wieder reparierbar sind.",
    "end": 1258.126
  },
  {
    "start": 1258.126,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "oder auch mal den Second Hand Shop zu gehen, wenn man was braucht. Preloved ist ja nicht schlecht.",
    "end": 1264.48
  },
  {
    "start": 1264.48,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau. da bringt uns natürlich schon allein heute das Internet mit den Möglichkeiten von Kleine Anzeigen und dergleichen ja auch schon eine große Chance, schnell herauszufinden, was gibt es denn überhaupt so in der Gegend, man, man ein zweites Leben einhauchen kann. Und es ist tatsächlich auch viel, leichter geworden, Anleitungen zu bekommen, wie man was repariert. Also hier mein\nMein Smartphone zum Beispiel, da war der USB-Stecker kaputt und ich habe keine Ahnung, wie man das repariert, aber via iFixit gab es eine Anleitung, gab es das passende Werkzeug plus Ersatzteil und zack, war das Handy auseinandergenommen, dieser USB-Stecker getauscht und es ging wieder. Also da gibt es schon Möglichkeiten, selbst für Leute, deren technischer Sachverstand so überschaubar ist wie meiner.",
    "end": 1320.948
  },
  {
    "start": 1320.948,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja und noch was gelernt, was mega ist. Und ich finde ja sowas sind schöne Momente im Alltag, weil man was geschafft hat, wo man dachte, das ist bestimmt schwierig. Das mega.",
    "end": 1329.658
  },
  {
    "start": 1329.658,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau. Es war super fummelig, aber es hat geklappt.",
    "end": 1333.835
  },
  {
    "start": 1333.835,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 1335.802
  },
  {
    "start": 1335.802,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau. Also an der Recycling-Front wollte ich einfach in dieser Episode mal gerne darauf hinweisen, da tut sich was und Recycling ist sehr viel mehr als unsere gelbe Tonne und die Frage wird das Ganze nicht verbrannt oder nicht. Da ist tatsächlich eine ganze Menge möglich, wenn wir uns angucken, was wir jetzt schon können. Ich finde, stimmt, dass hoffnungsvoll\nwas werden wir in Zukunft können? Und das gleiche gilt ja auch für so Sachen wie, was weiß ich, Batterietechnik jetzt im Rahmen der Elektromobilität oder so. Ist ja auch noch mal ein Riesenthema. Die Reusability, also kann man aus alten Autoakkus erstmal noch Heimspeicher machen, bevor man sie dann recycelt. Und wie kann man sie so bauen, dass sie gleich besser recycelbar sind? Da\nist glaube ich einiges zu tun, aber da können wir halt auch ganz realistisch Dinge tun, ohne dass wir dafür noch gigantische Entwicklungssprünge bräuchten.",
    "end": 1407.232
  },
  {
    "start": 1407.232,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das wäre so meine wichtigen Punkte. Fällt dir noch irgendwas ein? Willst du noch irgendwas anmerken? Oder gibt es noch was, wo du hinschauen wollen würdest zum Thema Recycling?",
    "end": 1627.155
  },
  {
    "start": 1627.155,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Nachdem es hier auch wieder gerade kleine technische Schwierigkeiten gab, wir entschieden, das war's mit dieser Episode. Wir wollen sie nicht recyceln, aber wir wollen sie auf jeden Fall veröffentlichen. In diesem Sinne, euch vielen vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen. Ciao ciao! und nicht vergessen, noch gibt es unter www.autorenpaket.de die Chance auf das Autorenpaket nur noch bis Weihnachten. Ciao ciao!",
    "end": 1647.899
  },
  {
    "start": 1647.899,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen. Tschüss.",
    "end": 1660.878
  },
  {
    "start": 1660.878,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "ist.",
    "end": 1661.878
  }
]