[
  {
    "start": 1.513,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Grüß dich, Philipp!",
    "end": 2.902
  },
  {
    "start": 2.902,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin Joshua und herzlich willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zur nächsten Episode unseres Adventskalenders. Und wie wir in der letzten Episode schon angeteasert haben, wollen wir heute über die Tiefsee sprechen. Denn immer wenn wir übers Weltall reden, komme ich ja mit dem Asteroidenbergbau die Ecke. Irgendwann kann ich das ja immer mal platzieren, genauso wie meinen heiß hochgeliebten Weltraumfahrstuhl. Und\nWenn man aber an Asteroidenbergbau denkt, kann man in der Science Fiction eigentlich noch viel eher an Bergbau in der Tiefsee denken. Das tat man auch schon in der Science Fiction Serie, über die wir gerade noch kurz vorher gequatscht haben, nämlich SeaQuest DSV aus den 90ern. Da hatte man nämlich die Idee,\ndass schon 2018 die Menschheit die ganze Welt erobert hat, auch die Tiefsee und der Bergbau betreibt. Zumindest erinnere ich das noch. Was fällt dir gleich ein, wenn es um Tiefsee geht, Joshua?",
    "end": 71.171
  },
  {
    "start": 71.171,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mir fallen tatsächlich als erstes diese Manganknollen ein. Da hatten wir vor, ich glaube es jetzt auch schon wieder, zwei, drei Monate her, haben wir schon mal darüber gesprochen. Ich meine, das war tatsächlich im Sommer, als wir zusammen in Finnland waren, da haben wir über diese Manganknollen gesprochen. Und ich glaube, das war, als wir gerade mit unserem kleinen Fischerbötchen auf dem See rumhumpelten, muss man sagen, mit der einen kaputten Ruderpinne.\nAber das nur am Rande, also das war gar nicht Tiefsee. Aber Manganknollen sind dann ein ganz spannendes Thema. Also es gibt auf dem Meeresboden solche Knollen, die sind so ungefähr so groß wie Kartoffeln und wie Mini-Asturiden, genau. Und wenn man sich den Tiefseegoden in, also ab so 4000, 6000 Metern, ich glaube, ist so die Tiefseeregion, wo es die gibt, anschaut, dann ist das meistens ein sehr schlammiger Boden und da drauf liegen überall diese dunklen Knollen.",
    "end": 112.008
  },
  {
    "start": 112.008,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mini-Asteroiden.",
    "end": 130.683
  },
  {
    "start": 130.683,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und das sieht tatsächlich aus wie so riesige Felder aus schwarzen Kartoffeln, die da auf dem Meeresboden rumliegen. Und interessanterweise gelten die quasi als Schatz. man nennt die zwar Mangan-Knollen, aber die bestehen jetzt nicht nur aus Mangan, sondern ihr halt einen Nickel, Kobalt, Kupfer und seltener Erden. Also genau den Cocktail quasi, den wir heute für unsere modernen Batteriezellen benötigen.",
    "end": 153.879
  },
  {
    "start": 153.879,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "wieder sieht, dass die seltenen Erden gar nicht so selten sind.",
    "end": 157.379
  },
  {
    "start": 157.379,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, und spannend ist ja, dass man dachte, dass die Tiefsee wäre so eine leblose Wüste, weil einfach zu viel Druck herrscht. Und mittlerweile weiß man aber, dass das gar nicht so ist, sondern dass diese Knollen, die man gefunden hat, selbst der Lebensraum sind, den es dort unten gibt. Also die sind quasi die Plätze, an denen sich da unten zum Beispiel Schwämme festhalten können. Und...\nDeswegen muss man sich jetzt nicht vorstellen, dass es jetzt diese Schlammwüste ist mit diesen paar Rohstoffknollen, sage ich mal, sondern dass diese Knollen quasi die Felsen darstellen, an denen sich Kleinstleberwesen, Schwämerkorallen, Mikroorganismen festhalten. Und das ist einmal ganz spannend, dass man einmal gemerkt, okay, krass, da unten liegen richtig viele Ressourcen rum. B, krass, da ist ein riesen Lebensraum, von dem wir gar nicht gedacht haben.\nexistiert. Und C. Diese Knollen sind uralt, also sie wachsen irgendwie ein, ich glaube, ein Millimeter pro eine Million Jahre. Also super krass langsam. Und man kann sich natürlich gut vorstellen, dass heute große Konzerne großes Interesse daran haben, diese Knollen alle zu ernten, weil man damit die Rohstoffknappheit und vor allem auch das Monopol\ndas mittlerweile noch Monopol von China brechen könnte. Was, und da ist ein Hinweis nochmal wichtig, nicht daran liegt, dass es nirgendwo seltene Erden geben würde, sondern dass China einfach das einzige Land ist, was sich nicht zu schade ist, extremen giftigen Prozesse anzustoßen, die seltenen Erden zu fördern und zu prozessieren. Das muss nochmal dazu gesagt werden. Wir kaufen das alle gerne, wir wollen aber nicht unseren Hinterhof vergiften. Das ist quasi...",
    "end": 266.065
  },
  {
    "start": 266.065,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, das ist tatsächlich der Punkt.",
    "end": 273.271
  },
  {
    "start": 273.271,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "der Grund. Und zu diesen Mangan-Knollen gibt es ja große Pläne, die zu ernten. Du hast dich da ja auch schon mit beschäftigt, Philipp.",
    "end": 283.85
  },
  {
    "start": 283.85,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, tatsächlich ist mein Stand, dass man immer noch eigentlich in der Forschung diesbezüglich ist, weil man jetzt zwar weiß, die gibt es, man weiß auch ungefähr, wo es welche gibt, sicherlich nicht alle vorkommen, aber man kennt schon einige. Wo aber ein Riesen-Forschungsbedarf besteht, ist bei der Frage der Folgenabschätzung. Da die Tiefsee\nvollkommen unerforscht ist im Vergleich zu fast allen anderen Ökosystemen. Wie du schon gesagt hast, bis vor kurzem dachte man, dass da kaum was lebt. Und wenn man sich mal anguckt, welche Wesen man so kennt aus der Tiefsee, muss man sagen, abgesehen von ein paar Tauchgängen mit ein paar Spezial-Tauchschiffen, die dann Videoaufnahmen gemacht haben, hat man\nmal irgendetwas da unten beobachten können. Das meiste sind angespülte tote Tiefseebewohner und aufgrund des Druckunterschiedes zwischen deren normalen Habitat und unserem kommen die entsprechend deformiert an der Oberfläche an, weil die einfach unten von dem ganzen Druck geformt und zusammengehalten werden und wenn die dann in den Bereich von so wenig Druck kommen wie unserem, dann passiert dem halt\nDas Gegenteil von dem, uns passiert, wenn wir da runter gehen würden, ohne weiteren Schutz.",
    "end": 374.445
  },
  {
    "start": 374.445,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also wir würden da unten eher als Lego-Männchen ankommen wahrscheinlich.",
    "end": 377.102
  },
  {
    "start": 377.102,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ziemlich komprimiert und 0,0 funktionstüchtig. Und wahrscheinlich wäre es für die da unten dann auch schwer, konkrete Rückschlüsse darauf zu treffen, was wir denn so für Wesen sind bzw. waren. Genau, und der größte Forschungspunkt ist tatsächlich die Folgenabschätzung. Denn im Moment sind die verfügbaren Abbaumethoden, es so im Entwicklungsstadium gibt,\nIm Grunde genommen nichts anderes als wir lassen da eine Maschine runter, die irgendwie diesen Druck aushält und dann buddeln wir da einfach die oberste Schicht, die kratzen wir einfach weg und holen das nach oben. Und damit würde man halt nicht einfach dahin gehen und die schwarzen Kartoffeln, wie du gesagt hast, aufsammeln und mitnehmen, was ja für sich schon ein Problem darstellen.\nwürde und könnte, sondern man würde halt auch einfach alles rings herum wegnehmen. Und da wir die Zusammenhänge nicht begreifen, können wir halt keine gute Folgenabschätzung machen. Deswegen wollte man sich eigentlich international auf Regeln dafür einigen, da das ja aber in großen Teilen, da wo es zumindest nicht in der ausschließlich Wirtschaftszone liegt, relativ rechtsfreier Raum ist.\nmuss man sich nicht darauf einigen, was dann einige Akteure, wie zum Beispiel die aktuelle US-Regierung, dazu motiviert zu sagen, wir machen das einfach mal.",
    "end": 475.287
  },
  {
    "start": 475.287,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Dazu muss man auch sagen, es gibt ja eine Organisation, diese ISA, International Seabed Authority, mit Sitz in Jamaika, glaube ich. Das war so ein kurioser Sitz, ich glaube, es war Jamaika, die dieses Erbe der Menschheit, also offiziell gilt hat der Meeresbund als Erbe der Menschheit und gehört keinem, die das verwalten soll. Und das Spannende daran ist, dass diese ISA einen Doppelauftrag hat. Also sie soll einmal\ndafür sorgen, also quasi ein Doppelauftrag mit Interessenkonflikt, dass die Meeresumwelt geschützt wird und sie soll aber auch Lizenzen verkaufen, für zum Beispiel Rohstofflizenzen, Geld zu verdienen. Tatsächlich. Und dieses Geld, das ist international geregelt, soll dann Entwicklungsländern zukommen, quasi einen Gerechtigkeitsausgleich herzustellen. Das heißt, wenn wir Staaten haben, die das Geld und die technischen Mittel haben,\ndie Ozeane auszubeuten, dann soll ein guter Teil dieses gewonnen Erlöses umgeschichtet werden an Entwicklungsländer, zum Beispiel Nahrungsmittelknappheiten auszugleichen, den Umweltschutz voranzubringen, die Wirtschaft usw. usf. Also eigentlich ein System, wo man denken würde, das klingt doch gut. Aber es sorgt halt wie gesagt für diesen Interessenskonflikt. Einerseits will man ja dieses Geld haben, es den Entwicklungsländern zukommen zu lassen und man will auch gleichzeitig die Umwelt schützen.\nUnd was da passieren kann, da gibt es ein ganz spannendes Beispiel mit dem Inselstaat Nauru. Das ist so eine kleine Insel, die mal ganz, ganz, ganz reich geworden ist. Durch den Verkauf von Phosphor war es, glaube ich. Da bestand quasi die halbe Insel aus Phosphor. Und das sind dann wie so kleine Türmchen, ich glaube, aus den Droppings von Möwen und so was, was dann über die Jahrtausende entsteht.",
    "end": 574.446
  },
  {
    "start": 574.446,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 588.83
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  {
    "start": 588.83,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Die sind eigentlich durch Vogelscheiße reich geworden.",
    "end": 592.105
  },
  {
    "start": 592.105,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das kann man auch so ausdrücken, Reich geworden, danach war das alles weg und dann ist es superarm geworden. Und jetzt, wo halt diese Mangan-Knollen gerade auch in der Nähe von Inselstädten wie Nauro oder Vanuatu oder die Kuk-Inseln, also alles, es gibt in der Pazifikregion, haben die sich gedacht, vielleicht haben wir da unsere zweite Phosphor-Welle, indem wir Lizenzen für den Mangan-Knollenabbau verkaufen. Und ...\nDie haben dafür quasi ein Schlupfloch genutzt in dem ISA-Regelwerk. Das, wenn ein Staat beantragt, etwas abzubauen, dass innerhalb von zwei Jahren Regeln von der ISA aufgestellt werden müssen, nach welchem dieser Abbau stattfinden kann oder eben nicht stattfinden kann. da hat man sich natürlich auch gefragt, woher weiß Nauro das eigentlich alles? Und es liegt da tatsächlich mit daran, dass sie eine Partnerfirma haben, nämlich TMC aus Kanada.\ndie sich diesem, also The Metal Company, ausgeschrieben, die sich dem Abbau von diesen Mangan-Knollen verschrieben haben. Und die haben natürlich genau recherchiert, was es da für Schlupflöcher gibt, haben das dann weitergegeben an Nauro, die kriegen dann Anteile von diesem potenziellen Gewinn. Und dieser Frist ist halt schon vor zwei oder drei Jahren verstrichen. Und deswegen haben die einfach gesagt, jetzt machen wir das einfach mal. Und warum das so lang gedauert hat, ist natürlich auch nicht, dass die\nbei ISA, dass die besonders irgendwie lazy wären oder so, sondern es ist einfach so ein Riesenthema, was so viele potenzielle Staaten betrifft. Also Deutschland hat übrigens auch solche Explorationslizenzen über die BGR oder BRG. Da sind halt ganz, ganz viele Akteure. Und wenn man sich das mal als Karte anguckt, dann ist das ein bunter Flickenteppich. Sieht so bisschen aus wie bei so einem Strategiespiel mit so verschiedenen Einflusssphären, die sich bunt überlappen.\nDas ist halt wie gesagt abgelaufen, hat TMC der erste Versuche gestartet und bei einem der Versuche, das zeigt auch gleichzeitig das Problem, man hat zwar die Technik, diese riesigen Erntemaschinen, die darunter geschickt werden und das wie du schon sagtest abkratzen bzw. einsaugen und dann den Schlamm quasi rauspusten, damit sie gefiltert diese Mangan-Knollen haben.",
    "end": 729.088
  },
  {
    "start": 729.088,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Die Harvester.",
    "end": 730.973
  },
  {
    "start": 730.973,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Die Harvester, genau. Und diese Harkonnen, die sind dann mit ihren Harvestern über den Meeresboden und bei diesem Filtern ist halt eine riesige Sedimentwolke in den Ozean entlassen worden, was dazu geführt hat, dass super viele Fische erstickt sind. Und das zeigt so eine der Folgen, die man vorher halt nicht so richtig auf dem Schirm hatte, wenn du zu viel Sediment im Wasser hast, was sich dann ja auch noch schnell ausbreitet, sind halt einfach ganz, ganz viele Lebewesen.\ngestorben. das zeigt halt so ein bisschen das Problem. Wir wissen zwar, dass wir den Lebensraum selbst zerstören, diese Knollen, die sind ja das Lebensraum selbst, aber wir wissen nicht, was die Förderung dauerhaft mit anderen Lebenslebewesen macht, die sich halt in der Nähe befinden. Und Nähe könnte heißen, vom Meeresboden bis oben zu den Schiffen, wo die Mangan-Knollen geerntet werden.",
    "end": 786.558
  },
  {
    "start": 786.558,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und was man finde ich nicht vergessen darf, wenn die Mangan-Knollen selbst Lebensraum sind und du ja gerade beschrieben hast, wie langsam diese Knollen wachsen. Wie lange hat es gedauert, bis der Lebensraum, so wie er da jetzt ist, sich als stabiler Lebensraum entwickelt hat? Das ist ja ein System, das so langsam entsteht. Ist höchstwahrscheinlich, das behaupte ich jetzt mal.\nWer sich jetzt besser damit auskennt, möge uns Kommentare hinterlassen und uns verbessern. Dann tragen wir das in die nächste Episode. Aber ein System, was so langsam sich entwickelt, wird sich auf Veränderungen auch nur extrem langsam einstellen und anpassen können. Und da sind einfach Millionen Jahre irgendwie, finde ich, menschlicher Perspektive unverantwortlich.",
    "end": 844.835
  },
  {
    "start": 844.835,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, im Prinzip ist es wieder das gleiche Thema wie bei den fossilen Brennstoffen. wir denken ja immer, wir leben in so einer krassen Hightech-Gesellschaft, aber wie es ein guter Freund von mir ausgetan hat, eigentlich sind wir immer noch Barbaren, die ums Feuer tanzen, weil wir ja dieses Erdöl zum Beispiel, ja über Millionen Jahre entstanden ist und Kohlenstoffspeicher einfach aus der Erde ziehen und anzünden. Also eigentlich ziemlich krude, wenn man sich das überlegt. Und das schon seit sehr\nsehr, sehr lange Zeit und da haben wir gesehen, was das macht. Also das zerstört gerade den ganzen Planeten. Und jetzt haben wir diese Mangan-Knollen, die sind zwar nicht flüssig, aber haben zumindest auch die gleiche Farbe und die gleiche Idee dahinter, dass wir diesen Ressourcen-Hunger einfach weiter stillen, indem wir mehr ausbeuten. Also die Suche nach anderen Wegen heißt nicht, okay, wir suchen nach Wegen, die nicht so schädlich sind, sondern\nWir suchen nach Wegen, wie wir einfach so weitermachen können. Das ist, ich, so grundlegend das Problem.",
    "end": 910.474
  },
  {
    "start": 910.474,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "wobei er im Grunde genommen zu Anfang zumindest TMC ja damit geworben hatte, dass das viel umweltfreundlicher sei, diese Knollen vom Meeresboden aufzusammeln, als irgendwo in China mit ganz viel Chemie und allem die Sachen aus der Erde rauszunehmen. Jetzt hat dieser Vorfall ja...",
    "end": 933.024
  },
  {
    "start": 933.024,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Kleiner Hinweis, das war bevor dieses Video geleakt wurde, wo sie diese Sedimentwolken in den Ozean entlassen haben.",
    "end": 935.822
  },
  {
    "start": 935.822,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Richtig, richtig, Und jetzt ist diese Aussage halt nicht mehr haltbar.\nAber vorher war das natürlich so ein aus den Augen, aus dem Sinn Werbeversprechen. Also wenn China in großen Mengen oder irgendwer anders in großen Mengen irgendwo was abbaut und sei es nur in einem Bergwerk, die Abbauprodukte kommen alle ja dann irgendwie an die Oberfläche und wir sehen dann die Folgen von Chemie durch Grundwasservergiftung etc. pp. In der Tiefsege\nDa kommt halt nie jemand vorbei, abgesehen von ein paar wenigen Forschungsschiffen, die vielleicht irgendein Equipment haben, da unten mal vorbeizugucken. Aber du hast ja noch nicht mal eine ausreichend große Menge an NGOs, Reporterinnen, Reportern oder irgendwie andere Korrektive, die es sonst so in unserer Welt gibt, denen da auf die Finger zu schauen.",
    "end": 1000.227
  },
  {
    "start": 1000.227,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "nicht accessible ist. Aber wir haben ja noch andere Themen als die Mangan-Knollen. Deswegen würde ich gerne das vielleicht abschließen, wenn du einverstanden bist, mit einer hoffnungsvollen Note. Ich habe nämlich noch mal nachgeschaut heute in Vorbereitung auf diese Folge. Es gibt ganz ganz viele potenzielle Kunden dieser Mangan-Knollen, die ein Moratorium unterzeichnet haben. Dazu gehören BMW, Volkswagen, Google, Samsung und Volvo, die ich schnell gefunden habe.",
    "end": 1001.294
  },
  {
    "start": 1001.294,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau.",
    "end": 1030.739
  },
  {
    "start": 1030.739,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Die haben dieses Oratorium unterzeichnet und erklärt, dass sie das vorerst, bis diese Umweltfragen geklärt sind, keine Metalle aus der Tiefsee kaufen werden. Und das ist doch ein ganz schönes Zeichen.",
    "end": 1042.734
  },
  {
    "start": 1042.734,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, guter Hinweis und finde ich dann auch gleich eine Überleitung, warum sozusagen dieses Thema für uns her auch spannend ist mit der Tiefsee. Ist nicht nur die Parallelitäten, die wir da gerade aufgezeigt haben, Asteroidenbergbau zu Manganknollen abbauen.\nsondern was ich auch noch wirklich spannend finde an der Tiefsee, was wir eben schon mal angerissen haben, Tiefseebewohner und wie unterschiedlich die aussehen, wenn die an die Oberfläche kommen und angespült werden. Und wie wenig wir darüber wissen, was da unten eigentlich lebt. Wir wissen zwar anders als jetzt auf fremden Planeten, dass hier auf jeden Fall was da unten in der Tiefsee lebt, aber die\nDie Nähe dessen, was wir da so finden zu dem, was wir sonst so kennen, ist unglaublich fern. Also ich finde, wenn man mal Bilder sieht von so Wesen aus der Tiefsee, das bisschen, was es gibt, die Dinger sehen doch aus wie Aliens. Ja? Und insofern finde ich,",
    "end": 1116.419
  },
  {
    "start": 1116.419,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "voll.",
    "end": 1120.095
  },
  {
    "start": 1120.095,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Deswegen haben wir bei XCOM ja auch Aquanauten darunter geschickt. da aufzuräumen.",
    "end": 1122.861
  },
  {
    "start": 1122.861,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Richtig, Aquanauten, genau. Und das ist tatsächlich ein wirklich spannender Punkt. Man muss halt im puncto Science-Fiction und Entdeckung unbekannten Lebens muss man noch nicht mal den Planeten verlassen. Man kann auch sich der Tiefsee zuwenden. Und wenn man die weiter erforschen will, hat man zwar andere technische Herausforderungen als im Weltall, aber man hat dennoch\nsuperkrasse und noch immer nicht komplett gelöste Herausforderungen. Und tatsächlich stellt man auch da fest, dass es für uns Menschen nahezu unmöglich ist, darunter zu kommen. Und wenn man es dennoch versucht, muss man halt U-Boote bauen, wo der Aufwand für alle 100 oder paar hundert Meter tiefer einfach exorbitant zunimmt.\nda dann immer noch Menschen runterzubringen. Deswegen ist Stand der Technik heute, dass man an die wirklich, die Tiefe Tiefsee, wo die Manganknollen sind oder dergleichen, primär Roboter-basierte, möglichst autonome Systeme schickt. Federführend sind auch da aktuell mal wieder die Chinesen, die unglaublich viel in die Tiefsee-Forschung investieren.\nund mit Roboter-Schiffen, also Booten, da runtertauchen. Und ich finde, da kann man auch wieder eine schöne Parallele zum Weltall sehen. Ich glaube nämlich auch, dass es viel realistischer ist, dass wir zu weiter entfernten Planeten als dem Mars, vielleicht aber auch erst mal nur zum Mars, wahrscheinlich erst mal rein KI- und Roboter-basiert fliegen werden. Weil die Hürde, das zu bewältigen, einfach\nviel kleiner ist, weil man nicht so ein relativ fragiles, an einen sehr spezifischen Lebensraum angepasstes Gebilde wie uns Menschen noch mitbedenken und transportieren muss.",
    "end": 1253.331
  },
  {
    "start": 1253.331,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "zeigt wieder, wie wichtig Klimaschutz ist, weil wir doch sehr auf eine spezifische, in sehr engen Bahnen verlaufende Biosphäre optimiert sind.",
    "end": 1266.455
  },
  {
    "start": 1266.455,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Absolut.",
    "end": 1267.113
  },
  {
    "start": 1267.113,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "wo kleinste Abweichungen große Probleme versuchten können.",
    "end": 1271.725
  },
  {
    "start": 1271.725,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und einfach weil ich, das habe ich in letzten Episode schon gesagt, einfach weil ich ja das Meer total klasse finde und die Seefahrt und U-Boote auch total großartig finde, möchte ich ja Werbung dafür machen, mehr Science Fiction im Meer und der Tiefsee spielen zu lassen. Vielleicht zeigt das Spielberg mal\nzeitgemäße Adaption von Sequest DSV rausbringen.",
    "end": 1304.451
  },
  {
    "start": 1304.451,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Da wäre ich dabei. Ich habe mir nochmal die cheesy Poster angeguckt von der Serie und dachte, ach, die 90er. Das war so gut.",
    "end": 1310.926
  },
  {
    "start": 1310.926,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, und da war die Perspektive 2018. Wir haben also die Zukunft schon hinter uns gelassen in diesem Kontext.",
    "end": 1327.632
  },
  {
    "start": 1327.632,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Es konnte ja nicht jedes Science-Fiction-Vehikel so prophetisch sein wie Idiocracy.\nsind eher immer die, wo es keiner gedacht hätte.",
    "end": 1338.093
  },
  {
    "start": 1338.093,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das ist korrekt. Ja, das war nun mal so ein Punkt, ich nochmal gerne mit reinbringen wollte zum Thema Tiefsee. Jenseits der Manganknollen gibt es da einfach noch richtig viel spannende Forschung und da gibt es, ich, auch noch richtig was zu entdecken. Wir müssen also in der Science-Fiction nicht nur den Blick hoch zu den Sternen werfen, wir können ihn auch gerne mal in die Tiefen des Meeres wandern lassen.",
    "end": 1369.513
  },
  {
    "start": 1369.513,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Solange es noch geht. Ich will ja immer hoffnungsvoll enden, aber ich möchte noch mal sagen, die große Teile des Meeresbodens, die jetzt also bis in ein paar Tausend Meter Tiefe, wenn ich die ganze Tiefe werden systematisch von Schleppnetzen zerstört, die teilweise bis zum Meeresgrund runtergehen und die wie so eine Art Rechen über den Meeresboden flügen. Das kann man sich bei YouTube mal anschauen, da gibt es da gibt es Grafiken dazu.\nwie das vonstatten geht und wenn das so weiter geht, dann gibt es gar keinen Meeresboden mehr bald. Nur noch in der krassen Tiefsee.",
    "end": 1405.097
  },
  {
    "start": 1405.097,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, auch das gibt es ja teilweise, gerade von dieser chinesischen Schattenfischerflotte, die wir besprochen hatten, in so einem Ausmaß, dass man es tatsächlich auch aus dem Weltall sehen kann, weil die halt auch so unglaublich viel Sediment aufwirbeln.\nJa, wenn man sich so alles anguckt, muss man tatsächlich überlegen, ob man noch Fisch konsumieren sollte. Wobei, da muss ich jetzt sagen, das fällt mir total leicht zu sagen, weil ich keinen Fisch mag. Es ist total einfach für mich, darauf zu verzichten. es ist schon ein krasses Problem.",
    "end": 1452.557
  },
  {
    "start": 1452.557,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Toll. Wollte ich auf so einer schönen Science-Fiction-Note mal ganz positiv enden? Danke Joshua. Das hast du nur gemacht, weil das jetzt die letzte Folge ist, in der wir nicht nur utopisch hoffnungsvoll sind, weil jetzt ja unsere sieben Folgen kommen, die hoffnungsvoll sind. Gib's zu. Du wolltest nochmal den Dystopen in dir rauslassen.",
    "end": 1475.199
  },
  {
    "start": 1475.199,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Naja, wir haben uns da jetzt schon rangearbeitet. Ich hab schon von diesem Moratorium erzählt. Hallo? Ich... Ich batere meine Hände in Unschuld. Ich kann ja auch dafür, dass die Welt sich so entwickelt, wie sie sich entwickelt.",
    "end": 1490.673
  },
  {
    "start": 1490.673,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Na gut, lassen wir es an dieser Stelle, sonst verlieren wir das Momentum. In diesem Sinne, euch allen wieder mal vielen herzlichen Dank fürs Zuhören. Wenn ihr noch spannende Infos habt, Fakten habt zum Thema Tiefsee, schaut gerne im Discord vorbei und ergänzt sie, dann nehmen wir das in die Kommentare mit auf. Und Stand heute suchen wir auch immer noch eine Antwort auf die Frage, warum",
    "end": 1494.082
  },
  {
    "start": 1494.082,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Jawoll.",
    "end": 1520.429
  },
  {
    "start": 1520.429,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "nicht alle Züge schon lange autonom fahren. Wir warten noch auf die Bahnexpertinnen und Bahnexperten hier aus den Reihen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Wir haben schon so paar ganz gute Hinweise bekommen, dass Stellwerktechniken noch irgendwie aus dem letzten Jahrhundert und so oder vorletzten sogar noch in Nutzung sind. Aber das kann ja nicht alleine der Grund sein, so ein Stellwerk\nman wahrscheinlich updaten können, wenn man das wollte. Also insofern, wenn ihr Bahn-Expertinnen oder Experten seid, ich weiß nicht mehr, welchen Nummer, welches Türchen war das? Irgendwie so eines der einstelligen Türchen auf jeden Fall. Dann hört euch das gerne noch mal an und kommt im Discord vorbei und dann würden wir das gerne nämlich hier noch mal vortragen. vielen Dank fürs dabei sein und bis zum nächsten Mal. Tschüss!",
    "end": 1561.155
  },
  {
    "start": 1561.155,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "6 oder 7 glaube ich oder 5.",
    "end": 1580.125
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  {
    "start": 1580.125,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen, ciao.",
    "end": 1581.125
  }
]