[
  {
    "start": 1.855,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Guten Abend Philipp.",
    "end": 3.973
  },
  {
    "start": 3.973,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin, jaschur und herzlich willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zum nächsten Atzwins Türchen in unserem Kalender hier. Und heute haben wir uns überlegt, wollen wir mal so richtig in ein klassisches Trope der Science Fiction springen und uns mal dem Weltall zuwenden und da aber auch im Hier und Jetzt starten mit dem Blick nach vorne.\nmit dem Bereich New Space und uns mal anschauen, wo stehen wir gerade, was den Zugang zum Weltall angeht und wie verändert sich das vielleicht so in den nächsten fünf, zehn, zwanzig Jahren. Und was war denn für dich, Joshua, der erste Moment, wo du wahrgenommen hast, krass, jetzt verändert sich was grundsätzlich in puncto Raumfahrt.",
    "end": 65.069
  },
  {
    "start": 65.069,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, ganz klar. Der ich glaube 2016 war es der erste erfolgreiche Wiedereintritt mit Landung von SpaceX. Ich habe so viele Leute sagen hören, es ist unmöglich. Und Mask ist nur ein Schwätzer mit vielen Ideen, also ein Unternehmer, aber kein Ingenieur. Und das wäre alles Quatsch. Und dann zu sehen, wie diese beiden Booster nebeneinander landen, das war für mich vollkommen abgefahrene.\nScience Fiction. Und da dachte ich, ok, krass, da ist tatsächlich jetzt was möglich geworden, was vorher als unmöglich galt. Bei vielen zumindest, offenbar nicht bei Musk und den Ingenieuren, die mit ihm gearbeitet haben. Das war so eindringlich, also noch mehr sogar als der Catch von diesem Riesenbooster vom Starship mit den beiden Chopsticks, was ja auch vollkommen geisteskrank war, wenn man drüber nachdenkt.\nJa, aber das hat sich bei mir so eingebrannt. Da dachte ich, okay, jetzt ist ein neues Kapitel aufgeschlagen, definitiv.",
    "end": 131.752
  },
  {
    "start": 131.752,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Bei mir war das noch einen kleinen Tick vorher, nämlich als die erste Falcon 9, glaube ich, erfolgreich gestartet ist. Da sah man noch so ein Bild von irgendeiner kleinen tropisch anmutenden Insel. Ich weiß tatsächlich gar nicht mehr, von wo die genau gestartet sind. Und alles sah so nach Hinterhofgarage zusammengeschustert aus und plötzlich\nstarten die erfolgreich eine riesengroße Rakete, wo ich so dachte, okay krass, ist irgendwie sowas, das habe ich bisher irgendwie NASA, ESA, Roscosmos und was weiß ich, JAXA oder irgendwie so zugeordnet und plötzlich schußt dann die da so in Hinterhof man hier eine Rakete zusammen.\nIch weiß, das war nicht wirklich Hinterhof manier, da steckt auch schon einiges an Kapital hinter, aber so wirken die Bilder einfach, weil es halt nicht so der klassische große Startplatz war. Na ja klar, und dann diese Boosterlandung. Weiß ich noch da. Ich war da, glaube ich, gerade im Skiurlaub und\nKeine Ahnung, wo du gerade in der Welt rumtingeltest, aber ich weiß, dass WhatsApp zwischen uns beiden heiß gelaufen ist und wir beide hart am Feiern waren, was da so gerade passiert. Ja. Und von dort...",
    "end": 211.566
  },
  {
    "start": 211.566,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich war da in Malaysia gerade. Ist so bisschen wie 9-11. Man weiß irgendwie noch, wo man war, als das passiert ist. Impositiv.",
    "end": 220.393
  },
  {
    "start": 220.393,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Glücklicherweise viel positiver. Seitdem sind jetzt irgendwie 10 Jahre vergangen. Zumindest seit diesem oder neun bis zehn Jahre. In der Zeit hat sich unglaublich viel beschleunigt.\nJetzt könnte die ein oder andere sagen, das gilt für alle Dinge in den letzten zehn Jahren. Aber bleiben wir beim Raketenthema. Du bist ja schon so bisschen vorgesprungen zum Auffangen in der Starship mit den Chopsticks und dergleichen. Aber was gibt es denn sozusagen als wichtige Meilensteine, die wir ausmachen können?\ndie zu dieser Beschleunigung geführt haben.",
    "end": 281.306
  },
  {
    "start": 281.306,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also die zu der Beschleunigung geführt haben im Sinne von dem Startschuss mit der Reusability oder danach? Das danach gesnubbelt ist, okay. Also einmal gezeigt zu haben, es geht. Ich glaube, das hat dafür gesorgt, dass sie wirklich die Großaufträge bekommen haben von der NASA, die sie unbedingt brauchten, weil SpaceX Haupteinnahmequelle war und ist ja zu großen Teilen sind die staatlichen Aufträge.",
    "end": 286.98
  },
  {
    "start": 286.98,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da nach.",
    "end": 311.08
  },
  {
    "start": 311.08,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und dann kam eins nach dem anderen, dann wurde gezeigt, okay, es ist deutlich günstiger, als die eigenen Raketen hochzuschießen, Sie SpaceX nehmen. Dann kam die Aussicht, dass Sie die ISS versorgen können mit Ihren Dragon Cubs. Und das war dann der nächste, das hat den Schneeball noch mal deutlich größer gemacht. Und ironischerweise, ich glaube, was das weiter beschleunigte, ist auch die Konkurrenz mit zum Beispiel Blue Origin.\ndie jetzt ja noch nicht auf sich aufmerksam gemacht haben durch die riesengroßen Leistungen, außer dass sie das, SpaceX machen, ein paar Jahre später dann auch machen und sagen, sie wären im Orbit gewesen, obwohl es nicht der offizielle Orbit ist. Aber das hat, glaube ich, gezeigt, okay, SpaceX kann sich nicht ausruhen auf seinem Erfolg und auf der Tatsache, dass sie natürlich immer die besten Absolventen kriegen von den Unis, dass es eventuell nicht immer so sein wird. Und deswegen\nUnd natürlich gepaart mit der Tatsache, dass Elon Musk, ob man ihn mag oder nicht, definitiv ein Visionär ist. Und auch immer neue, in Anführungsstrichen, verrückte Ideen vorantreibt. Und das hat man dann als die ersten Pläne gesehen vom Starship, wo ich dachte, okay, das ist der nächste Schritt. Krass. Das ist ein riesengroßes Raumschiff, das einen Skydive hinlegt beim Landen. Wo ich dachte, hä? Ich bin ja bei weitem kein Ingenieur, aber ich dachte ...\nnicht sein. Das kann auch nicht gehen. Und mit Ralf habe ich auch darüber gesprochen. Damals Ralf Edenhofer, unser Dauergast, der meinte, ist Ingenieurs-Porn. Hat er ausgedrückt zu sehen, wie die Raptor-Triebwerke unten komplett schwenkbar sind und dadurch die Rakete austarieren. Er meinte, das ist so unfassbar krasse Ingenieurs-Leistung. Und ich habe halt immer noch auf diese\nauf diese Gridfins geguckt, denen das Starship dann den Skydive quasi macht, so wie ich das ja auch mit meinen Händen mache, wenn ich aus dem Flugzeug springe. Und dachte, das ist vollkommen abgefahren. Aber da scheinen so viele Aspekte dran zu sein, die wirklich revolutionär sind in der Ingenieurstechnik, in der Raumfahrtechnik, dass man gesehen hat, okay, die haben sich wirklich nicht darauf ausgeruht, sondern die haben den nächsten Schritt gemacht und haben gesagt, okay, erster Schritt fürs Kostensenken, weil das ist ja der große Antrieb, Kostensenken, damit man",
    "end": 458.984
  },
  {
    "start": 458.984,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "möglichst viel Masse in den Orbit bringen kann, war die Reusability so schnell gezeigt. Und dann ist es die Erhöhung der Mass to Orbit. Also wie viel Masse ich in den Orbit bringen kann. ist Starship natürlich der nächste Schritt. Und das Langzeitziel ist ja, von Musk den Mars zu besiedeln. Und ich glaube, da ist das Starship der große Schritt hin. Und der Zwischenschritt wird der Mond sein, die haben ja mit dem Auftrag von der NASA",
    "end": 469.86
  },
  {
    "start": 469.86,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mmh.",
    "end": 488.433
  },
  {
    "start": 488.433,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "damit möglichst viel Masse auf den Mond zu bringen, dann da eine Station haben zu können.",
    "end": 495.472
  },
  {
    "start": 495.472,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das neue Moon Race, ist auch nochmal ein cooles Thema. ich bin da ganz bei dir, ich würde noch zwei Punkte ergänzen. Ich glaube, das eine, so einen Riesenschritt nach vorne gebracht hat, ist, dass SpaceX die ersten waren, die bereit waren, Raketenentwicklung\nnach einem ganz neuen Modell zu machen, nämlich sich zu erlauben, einfach schnell zu scheitern, also ganz viele Iterationen einer Rakete zu produzieren. Im klassischen Raketenbau, der staatlich gelenkt war, war das ja überhaupt nicht der Fall. Da sollte ja im Idealfall schon der Erstflug funktionieren und man hat jahrelang getestet und gemacht und getan.\nUnd SpaceX ist einfach den Ansatz gegangen, den man auch heutzutage in vielen anderen Wirtschaftsbereichen verfolgt, zu sagen, ja komm, wir brauchen so ein Minimal Viable Product. Das muss irgendwie abheben. Lass erst mal damit starten. Und dann sind die halt erst mal irgendwie abgehoben und haben sich halt erlaubt zu scheitern.\ndaraus zu lernen, so schneller voranzukommen. Und ich glaube, dieser Mindshift, der da stattgefunden hat, der natürlich nur möglich war, weil das mit entsprechend viel Kapital hinterlegt war, ich glaube, der hat diese ganze New Space Bewegung richtig vorangebracht. Und der zweite Punkt ist aus meiner Sicht auch noch ein Mindshift und das war...\nsich zu überlegen, was kann man eigentlich an Geschäftsmodellen im Weltall machen, außer Satelliten, die Telekommunikation oder Wetter oder Militärüberwachung oder irgendwie so was sind, indem sie Starlink konzipiert haben. Und damit es geschafft haben, eigenes Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen, mit dem sie",
    "end": 618.67
  },
  {
    "start": 618.67,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Gute Punkte.",
    "end": 626.142
  },
  {
    "start": 626.142,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "sozusagen die eigene Entwicklung gegenfinanzieren können. Das fand ich noch zwei. Ja, also ich meine, das System brummt ohne Ende und",
    "end": 632.767
  },
  {
    "start": 632.767,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Sterling läuft ja richtig. Sprummt.",
    "end": 642.518
  },
  {
    "start": 642.518,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau, das halte ich noch für zwei ganz wichtige Punkte und das finde ich spannend, weil gerade dieser erste Punkt schneller scheitern sich, also sich das zu erlauben. Das ist ja etwas, was wir jetzt bei ganz vielen anderen New Space Unternehmen auch sehen. nehmen wir ESA Aerospace, die ja Anfang diesen Jahres ihren Erststart in Norwegen hatten und nach 30 Sekunden\nkam es zum Rapid Disassembly, einem großen schicken Feuerball und man hat es selbst im deutschen Bereich geschafft, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern zu sagen, ja, war ein Test, wir haben viel gelernt, Attacke und jetzt sind die nächsten Testfenster offen und irgendwann, Ende diesen Anfang nächsten Jahres werden wir schon den nächsten Testflug sehen. Das ist irgendwie etwas,\nDas finde ich prägend für diese neue Weltraumwirtschaft, die sich da gerade entwickelt.",
    "end": 709.838
  },
  {
    "start": 709.838,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das stimmt und ist super spannend, wie das so zwei unterschiedliche Paradigmen zeigt. Also der Westen, beziehungsweise die USA, weil sie in der Raumfahrt einfach die größte Rolle spielen im Westen, setzt super stark auf private Raumfahrt, während China ähnliche Ziele anstrebt, also auch die Reusability von der neuen Langermarsch.\nRakete als auch die Menge des Payloads. Also sie orientieren sich da sehr stark an den SpaceX Entwicklung, aber komplett staatlich gelenkt. Da dürfen Zulieferer der Privatwirtschaft mitspielen, aber die MCSA, das ist der Name, die ist komplett staatlich. Und da wird dann vorgegeben, dann und dann wollen wir da und dahin. Und das wird ganz spannend sein zu sehen, weil ja die\nEntscheidungen der US-Regierung sehr volatil sind, ich mal, je nachdem wer jetzt gerade an der Macht ist und wen als Naseadministrator hinsetzt und jetzt wie viel Geld er dafür freimachen will oder nicht. Und da bin ich sehr gespannt. Also die Chinesen sind definitiv hinterher technologisch, aber nicht so weit, wie man vielleicht denken würde. Und da wird halt konsequent das Programm weitergepusht. Da bin ich sehr gespannt, was sich durchsetzen wird.",
    "end": 795.46
  },
  {
    "start": 795.46,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich gucke ja jeden Sonntagmorgen Senkrechtstarter, sehr cooler YouTube-Channel zum Raumfahrtthemen. Und da war gerade, das muss ich gerade noch mal schnell nachgucken, jetzt in der letzten Folge am Sonntag haben die den Start von LANDSPACE, einer, kann ich nicht aussprechen, drei Rakete aus China, haben sie gezeigt.\ndie in ihrem zweiten Start den Booster, der exakt, will ich vielleicht nicht sagen, aber äußerst viele Ähnlichkeiten mit denen von SpaceX hat, was die Optik untergleichen angeht, mit den gleichen Gridfins und allem, der erfolgreich auch sozusagen wieder eingetreten ist und dann aber irgendwie die Kontrolle verloren hat.\nAber so präzise war im Landeanflug, dass er ganz knapp neben dem Landepad aufgeschlagen ist, beim zweiten Flug. Und der Laden, der das macht, heißt Landspace. Und deswegen frage ich mich gerade, ist das wirklich so, dass das in China alles nur staatlich ist? Weil das klingt nach privatem Unternehmen. Oder ist privat in China nicht wirklich privat?",
    "end": 878.906
  },
  {
    "start": 878.906,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nee, also ich ein, es ist, das ist ja dieser gelengte Kapitalismus. Du hast Unternehmen, die erst mal mit einem Ziel drauf losgelassen werden und es wird aber die Kontrolle über die Firmenleitung ausgeübt. Also ein gutes Beispiel ist ja der Jack Ma von Alibaba. Der hat sich ein paar Mal kritisch geäußert zur kommunistischen Führung und dann war der weg vom Fenster. Das also ganz kurze Zeit später.\nUnd seitdem ist er nur noch ganz handsam. Und Alibaba macht im Prinzip alles, was der Staat vorgibt. Dann gibt es öfter auch mal solche Kontrolleure, die dann in das Unternehmen gehen und dann offiziell die Zahlen durchgehen und so oder nach Korruption suchen und man weiß, okay, eigentlich ist der da, die an die Leine zu nehmen. Und die kontrollieren das Konkurrenzumfeld.\nDas ist tatsächlich die Strategie der kommunistischen Partei. Also zu gucken, was brauchen wir, wie viele Player haben wir und dann werden die gefördert und dann wird auch die Konkurrenz tatsächlich gewollt, bis er das Ziel erreicht ist und solange die alle das machen, was die Führung vorgibt. Und so wird dann quasi ein autoritärer Kapitalismus geführt. Und das gilt, soweit ich weiß, auch für die private Raumfahrt dort. Und da ist die\nDa ist meines Wissens nach die chinesische Raumfahrt Agentur in kompletter Kontrolle von allem.",
    "end": 976.553
  },
  {
    "start": 976.553,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, spannend. Ich habe mal geguckt, hier Landspace ist ein nicht börsengeführtes Unternehmen, das es seit 2015 glaube ich gibt. Und das ist die Firma, die mit ihrer, kann ich nicht aussprechen, zwei Rakete weltweit das als erste methane-getriebene Rakete ins All gebracht hat.",
    "end": 1001.274
  },
  {
    "start": 1001.274,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nicht schlecht.",
    "end": 1002.053
  },
  {
    "start": 1002.053,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wenn ich sowas so lese, dann denke ich, ok krass, wie viel wissen wir nicht, was so passiert im chinesischen Raum. Also du kennst dich da ja viel, besser aus mit China als ich, aber ja, spannend, was sich da noch alles tut. Bevor wir bei einzelnen Unternehmen hängen bleiben, blicken wir doch nochmal in die Zukunft. Was würdest du sagen oder was vermutest du ist so in puncto\nRaketenentwicklung, New Space, the next big thing. Wo werden wir uns da hinbewegen und entwickeln?",
    "end": 1041.038
  },
  {
    "start": 1041.038,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich glaube zu Massenstaats von Starship, dass dann auch genutzt werden wird für Suborbitalflüge zwischen den großen Hauptstädten der Welt. Ich glaube, das wird ein weiterer Income Stream für SpaceX werden. Dass du dann in einer Stunde halt von London nach New York oder von London nach Shanghai oder wie auch immer fliegen kannst. Und die Besiedlung in Anführungsstrichen des Mondes.\nDas wird, glaube ich, so der nächste Schritt. Dass es da dauerhafte Präsenzen geben wird. Weil es braucht ja jetzt nicht mehr viel beim Starship. Ich denke, nächstes, übernächstes Jahr kann das losgehen mit der Produktion von größeren Stückzahlen. Und dann, wie gesagt, man kann 100 Personen transportieren oder 100 Tonnen Material. Das ist ganz schön viel.\nUnd wenn sie das erst mal hingekriegt haben, dann wird es, glaube ich, schnell gehen auf den Mond. Mit dem Master bin ich noch bisschen skeptisch, weil das wird erst mal mehrere Flüge brauchen, wo sie einfach noch Material hinschicken, damit wenn die Astronauten kommen, dass sie dann alles haben, was sie brauchen. Und da sehe ich noch nicht die Großinvestition da rein. Weil das ist ein so krasses Risiko ohne einen echten Use Case.\nIch sehe zumindest keinen, der Industrievertreter dazu bringen würde, Hunderte von Milliarden, muss man sagen, da reinzubuttern, ohne zu wissen, was kriege ich überhaupt zurück, wenn die Leute auf dem Mars rumlaufen, vielleicht einen coolen Livestream wollte ich schon sagen. Aber einen Livestream wird es ja auch nicht geben, des Zeitunterschieds, wegen des Zeitversatzes. Deswegen bin ich da noch bisschen skeptisch und glaube, der Mond wird kurz bis mittelfristig erst mal der nächste Schritt sein.",
    "end": 1146.789
  },
  {
    "start": 1146.789,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Zeitversatz.",
    "end": 1159.013
  },
  {
    "start": 1159.013,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wobei da ja so bisschen die Frage ist, was wollen wir auf dem Mond, also was ist da der Use Case außer schneller sein als China oder schneller sein als die USA, je nachdem welche Perspektive man da einnimmt, wenn nicht das sozusagen als Basis zur Weiterreise zum Mars verstanden wird.",
    "end": 1187.407
  },
  {
    "start": 1187.407,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Wenn die Kernfusion jetzt doch nochmal aus dem Puschen kommt, dann könnte man das Helium-3 halt gut gebrauchen vom Mond. Weil das meines Wissens nach kaum auf der Erde vorkommt. Das könnte ein Use-Case für den Mond sein.\nVielleicht sogar Energiegewinnung, wenn man es mal hinkriegt über Mikrowellenstrahlung oder so von Solarfarben auf den Mond, die ja super effizient werden auf die Erde zu schießen oder so, das weiß ich nicht. Obwohl dann wäre es wahrscheinlich einfacher, ins Weltall zu packen.",
    "end": 1222.714
  },
  {
    "start": 1222.714,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "vermute ich mal auch.",
    "end": 1225.07
  },
  {
    "start": 1225.07,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Aber noch ein Use Case wäre tatsächlich Trainingszwecke. Also wenn du es schaffst, da mit Elektrolyse Wasser herzustellen, Wasser und Sauerstoff, wenn es wirklich dann im Shackleton oder so die Wasservorräte gibt, wovor man ja ausgeht, beziehungsweise man mittlerweile sogar weiß, dann kann man das Überleben einfach trainieren im lebensfeindlichen Gebiet. Wie baut man Solarpanels,\nimmun sind gegen das Regolith. Das ist ja schnell statisch aufgeladen und super fein und macht alles kaputt.",
    "end": 1260.841
  },
  {
    "start": 1260.841,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das wäre für den Mars natürlich auch eine gute Technik, wegen dem Marsstaub. Okay, ja, Trainingsgrund, das kann ich gut sehen. Ich finde, so ein nächster spannender Schritt ist auch die Frage Asteroidenbergbau. Man sieht jetzt ja schon erste Unternehmen, die daran arbeiten, Probenrückgewinnung aus dem All zu konzipieren.",
    "end": 1264.142
  },
  {
    "start": 1264.142,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Total.",
    "end": 1291.278
  },
  {
    "start": 1291.278,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und ich glaube, dann fehlt noch einiges. Aber da sehe ich zumindest eine starke Triebkraft. Weil da ist genau das, was du gesagt hast. Was ist der Return on Investment für die Industrie, wenn es zum Mars geht? Müsste man tatsächlich suchen, glaube ich. Aber beim Asteroidenbergbau",
    "end": 1293.806
  },
  {
    "start": 1293.806,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das sehe ich jetzt eher langfristig, aber spannend ist es.",
    "end": 1320.064
  },
  {
    "start": 1320.064,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da, glaube ich, ziemlich viele diesen Return on Investment sehen. Und ich glaube, das könnte einfach nochmal dazu führen, dass das mehr finanziert wird und dass das eine stärkere Triebkraft ist. Dafür ist da aber natürlich auch, wobei für den Mars sind auch noch so viele Hürden zu nehmen. das könnte ich mir in gleicher Zeit vorstellen.\nAlso ich glaube, wenn wir es tatsächlich schaffen, eine Kolonie auf dem Mars zu gründen, dann ist Asteroidenbergbau ebenfalls ein beherrschbares Problem.",
    "end": 1360.51
  },
  {
    "start": 1360.51,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, wird die Frage sein, wer von den großen Playern da viel drauf setzt und was Innovationskraft und Massenproduktion angeht, sehe ich halt niemanden auf dem Level von SpaceX aktuell, die daran offenbar weniger Interesse haben als an der Besiegelung Mars. Deswegen bin ich da sehr gespannt, ob noch ein potenter Kandidat aus dem Schatten tritt und das ein bisschen beschleunigt. Zukunft wird's zeigen.",
    "end": 1386.501
  },
  {
    "start": 1386.501,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, wir mal. glaube, ist ja... Ich finde, da kann man so bisschen am E-Automarkt absehen, wie schnell sich da die Karten neu mischen. Wie lange war Tesla absolut leading edge und viele dachten, Mensch, das ist quasi nicht mehr einzuholen. Und siehe da, es ist doch. Also, können wir gespannt bleiben.",
    "end": 1408.046
  },
  {
    "start": 1408.046,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Jetzt ist BYD.",
    "end": 1413.829
  },
  {
    "start": 1413.829,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aber Mond und Asteroiden und dergleichen heben wir uns mal für später auf. Ich denke für heute haben wir es geschafft. Oder haben wir was vergessen? meinste? Passt. Ja dann, an dieser Stelle euch erstmal allen wieder vielen vielen Dank fürs Zuhören und dabei sein. Seid auch morgen wieder dabei, wenn wir das nächste Türchen öffnen.",
    "end": 1425.87
  },
  {
    "start": 1425.87,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "denke ich auch.",
    "end": 1440.277
  },
  {
    "start": 1440.277,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und natürlich wollen wir auch hier nicht vergessen, unseren kleinen Werbeblock einzuschieben. Wenn ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für euch braucht, weil ihr schon immer mal ein Buch schreiben wolltet oder jemanden kennt, der das schon immer mal wollte, dann schaut euch doch mal das Autorenpaket an www.autorenpaket.de. Da gibt es alle Infos, richtig durchzustarten beim Schreiben und Veröffentlichen. So, Werbeblock Ende.\nLiebe Grüße und bis morgen!",
    "end": 1471.16
  },
  {
    "start": 1471.16,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen.",
    "end": 1525.8
  }
]