[
  {
    "start": 0.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Weil du sagtest, Guilty pleasure. Ich sag mal jetzt mal, es gibt in der Science Fiction nichts, wofür man sich schämen muss.",
    "end": 17.0
  },
  {
    "start": 17.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin Moin Joshua! Und alle Hörerinnen und Hörer des Treecorders erwarten jetzt eigentlich Joshuas Antwort mit Moin Moin Philipp. Aber ich muss kundtun. Wir haben heute hier das erste Mal, dass ich ohne Joshua da vor dem Mikrofon sitze. Dafür mit drei spannenden Gästen. löse ich gleich auf. Denn Joshua zieht gerade nach Neuseeland\nhängt gerade irgendwo, glaube ich, in Singapur herum und ist deswegen nicht abkömmlich. Aber wir haben ein spannendes Thema heute und das sollte nicht länger warten. Und für dieses spannende Thema, Science Fiction für Anfänger, ist erstmal der Arbeitstil, mal gucken, ob wir es auch so veröffentlichen, habe ich drei Gäste da. Und alle Hörerinnen und Hörer des Street Chor, das kennen sie schon.\nAber was vielleicht noch nicht alle wissen, alle drei sind dieses Jahr platziert gewesen und das auf den ersten drei Plätzen des Deutschen Science Fiction Preises. Ich fange mal das Feld auch von vorne an mit dem Gewinner des Deutschen Science Fiction Preises an Platz 1. Aus Wien quasi live dabei Ralph Alexander Neumüller. Moin Ralph. Hallo. Und dann haben wir",
    "end": 97.0
  },
  {
    "start": 97.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "freue mich sehr dabei zu sein.",
    "end": 101.0
  },
  {
    "start": 101.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "noch einen Ralph dabei, den Ralph Stammgast im Tricorder, Ralph Edenhofer, der den zweiten Platz dieses Jahr belegt hat beim Deutschen Science Fiction Preis. Und wenn ihr euch jetzt schon fragt, warum sage ich die Bücher nicht dazu? Naja, das machen natürlich die Autoren gleich selber. Und auf dem dritten Platz und sonst immer hier unsere rettende und helfende Hand, Hirn und Ohr hinter dem Mikrofon, Tom van Allen. Moin Tom.",
    "end": 129.0
  },
  {
    "start": 129.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja, es ist schön mal auf dieser Seite des Mikrophones zu sitzen. Das hat sonst immer so wehgetan am Hinterkopf, wenn ich so dagegen gestoßen bin.",
    "end": 138.0
  },
  {
    "start": 138.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wunderbar. Ihr drei habt abgesahnt dieses Jahr mit euren coolen Büchern beim Deutschen Science Fiction Preis. Habt da auch die Jury überzeugt und damit seid ihr natürlich die perfekten Kandidaten, ⁓ die Begeisterung vom und für Science Fiction zu vermitteln. Bevor wir damit aber einsteigen, jetzt meine Bitte an euch, gibt doch mal unseren Zuhörerinnen und Zuhörern\nEinblick in eure jeweils ausgezeichneten Werke und wer immer anfangen will, möge anfangen.",
    "end": 174.0
  },
  {
    "start": 174.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Sagen die Nummer 1, oder?",
    "end": 176.0
  },
  {
    "start": 176.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Gut, dann starte ich durch. Das Buch ist das Zweigeteilte All. Es geht darin ⁓ künstliche Intelligenz und Genetik und Ökologie. Betracht das Buch als Hard Science Fiction, sprich sämtliche Themen, die darin aufgegriffen wurden, sind sehr genau recherchiert, grundsätzlich wissenschaftlich plausibel. Und es ist nicht nur das All zweigeteilt, sondern auch das Buch. Es besteht aus einem Roman und aus einem Roman in zehn Kurzgeschichten.",
    "end": 206.0
  },
  {
    "start": 206.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Nice. Hard Science Fiction ist ein Begriff für alle Science Fiction Einsteigerinnen und Einsteiger. Zudem kommen wir noch. Ein kleinen Moment Geduld. Ralph Edenhofer, willst du dann gleich weitermachen?",
    "end": 219.0
  },
  {
    "start": 219.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "nicht gerne tun. Erst mal danke an den anderen Ralph, an Ralph Neumüller, dass du nicht gespoilert hast. Ich lese das Buch nämlich gerade und die ersten 20 Prozent sind auf jeden Fall schon mal gut, so viel kann ich sagen. Ja, mein zweitplatziertes Buch ist Antara, Besuch aus dem All und der Untertitel sagt eigentlich schon ziemlich deutlich worum es geht. Da kommt was zur Erde von weit weit weg.",
    "end": 220.0
  },
  {
    "start": 220.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das du präsentiert und...",
    "end": 244.0
  },
  {
    "start": 244.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Sehr viel mehr möchte ich eigentlich auch gar nicht mehr verraten dazu, es ist ein relativ klassisches Erstkontakt-Szenario, relativ häufiger Strobe in der Science-Fiction. Allerdings leg ich, wenn ich schon Außerirdische in meine Bücher reinpacke, was ich sehr selten tue, dann leg ich Wert darauf, dass die ganz ganz anders sind, als man sie so aus der üblichen Science-Fiction, Star Trek, Star Wars oder sowas kennt. Und nach der bisherigen Rückmeldung zu dem Buch ist mir das halbwegs gut gelungen, so viel zur Eigenwerbung.",
    "end": 274.0
  },
  {
    "start": 274.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Will ich jetzt ganz kurz erwähnen, nur für alle, die sich für dieses Buch interessieren, ist eines der besten Beispiele dafür, dass man sich in der Science-Fiction nicht von der Cover-Art abschrecken lassen sollte, wenn es den Buch-Hinhalt geht. Bäh. Ein großartiges Buch. Das Cover dafür gibt es zweigeteilte Meinungen, wenn ich das so formulieren darf, oder?",
    "end": 293.0
  },
  {
    "start": 293.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Es gab auch einige sehr sehr positive Rückmeldungen. Naja, ich weiß.",
    "end": 295.0
  },
  {
    "start": 295.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Sag ich ja. Zwei Gitter.\nDanke, Ralph. Tom, du bist gleich mit deinem Erstlingswerk vertreten.",
    "end": 304.0
  },
  {
    "start": 304.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja, sagen wir mal so mit dem Erstlingswerk, was ich als Tom Van Allen geschrieben habe. Das ist ja ein Pseudonym. Und ich habe vorher schon eine Reihe Sachbücher veröffentlicht. Und ich glaube, die meisten von uns hier, schreibe ich halt auch schon seit Teenager-Tagen. Es ist halt allerdings der erste Science-Fiction-Roman, den ich veröffentlicht habe, aber der hat eine lange Genese hinter sich. Also ich habe mir halt genau überlegt, wenn ich schon Science-Fiction schreibe, wie soll das aussehen? Es ist in meinem Fall auch, den Begriff hatten wir schon, Hard Science-Fiction. Das heißt,\nIch habe genau recherchiert, dass alles, was in dem Roman möglich ist, auch in echt möglich wäre. Und es spielt halt in 300 Jahren. Und das sind halt eben Technologien am Start, die wir heute in Ansätzen haben, wo ich mir überlegt habe, wie könnte das weitergehen.\nUnd eine ganz konkrete Folge dieser Medizintechnologie-Weiterentwicklung ist, dass die Lebenserwartung steigt. Das ist ja auch was, was wir jetzt schon sehen, dass sie sich in 200 Jahren nahezu verdoppelt hat. Das wird weitergehen. Und in meinem Buch werden die Leute halt 220 Jahre alt. Und das hat natürlich gesellschaftliche Konsequenzen. Und deshalb habe ich halt versucht, einen Mix zu schreiben. Also in meinem Buch geht es sowohl um diese Technologien, aber halt eben auch, was macht es mit der Menschheit?\nWie könnte sich die Politik bis dahin weiterentwickelt haben und auch die Technologien wie Raumfahrt und so weiter kommt alles vor. Und es ist immer so, dass man auch Anknüpfung an heute hat. Also es geht auch darum, dass wir heutigen Leser sagen können, ja Mensch, wenn wir uns das angucken, das ist gar nicht so weit weg sozusagen.",
    "end": 393.0
  },
  {
    "start": 393.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, sehr, schön. Wir packen natürlich die Links zu all diesen ausgezeichneten Büchern im doppelten Wortsinne in die Show Notes. Also wer sie noch nicht gelesen hat, der findet den Weg zu den Büchern in den Show Notes. Okay, Science Fiction für Anfänger ist ja ein Titel, der gar nicht so leicht mit Inhalt zu füllen ist, wenn man selber schon so lange\nmit diesem Thema bewandert ist. Ich finde es ja immer gar nicht so leicht, die Begeisterung dafür zu vermitteln, weil sie mir selbst so offensichtlich erscheint. Ich würde einfach mal einen sanften Einstieg wagen wollen und mal die Frage in die Runde stellen, was würdet ihr sagen, welche Dinge, früher Science Fiction waren, aber heute schon\nTeil unserer Realität sind, kennen wir alle. Sprich, wo gibt es gelebte Science Fiction in unserem Alltag, ohne dass wir es vielleicht wissen?",
    "end": 459.0
  },
  {
    "start": 459.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "kann ich gerne mal anfangen, weil mir sofort was einfällt. Es war einer meiner absoluten Lieblings-Science-Fiction Autoren aus meiner Jugend und bis heute ist Isaac Asimov. Mittlerweile leider seit vielen vielen Jahren tot, aber im 20. Jahrhundert einer der ganz ganz großen amerikanischen Science-Fiction Autoren. Mein erstes Buch, das ich von ihm gelesen habe, war eine Kurzgeschichtensammlung Best of Asimov. Großartige Sachen drin. Unter anderem auch meine Lieblings-Science-Fiction Kurzgeschichte für alle Zeiten.\nUnd im Vorwort dazu hat Asimov eine kleine Anekdote reingeschrieben. Er ist auch unter anderem berühmt für seine Robotergeschichte. Das heißt, eine große Sammlung von Kurzgeschichten, ich geschrieben habe zum Thema Künstliche Intelligenz und Robotik und wie sich das alles entwickeln könnte und war damit einer der Vorreiter auch in diesem Subgenre. Und er hat mal viele Jahre, nachdem er das viele davon veröffentlicht hat, Anruf bekommen und hat jemanden getroffen, einen Industriellen, der\ntatsächlich eine Firma aufgebaut hat, die Industrieroboter herstellt. Und der hat ihm wohl verraten, dass er durch seine, also durch Asimovs Geschichten dazu inspiriert worden ist. besser kann man es nicht darstellen aus meiner Sicht, Science Fiction, wie Science Fiction Realität werden kann und das nicht nur zufällig, sondern wirklich auch mit einer gewissen Kausalität dahinter. Weil es wirklich Leute inspiriert, beeinflusst und sagt, hey,\nDas ist zwar vielleicht utopisch, aber möglicherweise doch machbar. Oder wo jemand sagt, ja klar, so muss es werden oder was auch immer. Ist das erste, was mir dazu einfällt.",
    "end": 555.0
  },
  {
    "start": 555.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Industrieroboter und Asimov. Reif Neumüller.",
    "end": 561.0
  },
  {
    "start": 561.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Ja, bei Asimov kann man vielleicht gleich noch erwähnen, falsch korrigiert. Eine Geschichte, wo es meinen Roboter geht, der an eine Universität eingesetzt wird und dort eigentlich das macht, was momentan Large-Language-Modelle überall machen. Das ist quasi eine Vorwegnahme der LLMs. Großartige Geschichte, die mich ...\nwirklich hin und weg gerissen hat, die ich das erste Mal gehört habe. Also da ist tatsächlich etwas eingetreten, was ein Stück weit in einem Buch verbetteln und weiter. Nein leider, die Jahreszahl habe nicht.",
    "end": 593.0
  },
  {
    "start": 593.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Weißt du wann er die veröffentlicht hat?",
    "end": 597.0
  },
  {
    "start": 597.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja, ein Isaac Asimov hat auch mal gesagt, wir leben schon in einer Science-Fiction-Welt. Und das hat er gesagt, das ist ja dann schon Jahrzehnte her. Und wo wir heute sind, also auch ein bekanntes Beispiel, ein anderer berühmter Autor Arthur C. Clarke, der hat ja mit Stanley Kubrick zusammen den berühmten Film 2001 Odyssey im Weltraum gemacht. Da kommt eine Szene vor, da haben die ein flaches Tablet auf dem\nliegen und gucken darauf Nachrichten. Und es gab einen Fall, wo Samsung ein Tablet gebaut hat, nachdem Apple schon das iPad draußen hatte. Und dann hat Apple gesagt, ihr habt uns das Design geklaut. Und dann haben die allen Ernstes die Szene aus dem Film gezeigt und haben gesagt, Moment mal, die Idee ist doch schon, gab's doch schon. Das heißt, es hat wirklich eine konkrete Auswirkung, was sich irgendjemand mal vor, von wann ist der Film? 68.\nAlso vor mehr als einem halben Jahrhundert hatten die ein iPad auf dem Tisch liegen und das finde ich ist auch so ein gutes Beispiel dafür, dass Science Fiction eigentlich was sich ausdenkt, was aber irgendwann mal möglich sein könnte.",
    "end": 660.0
  },
  {
    "start": 660.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Wo wir jetzt schon noch weiter in die Vergangenheit zurückgehen, fällt mir noch Jules Verne ein. 20.000 Meilen unter dem Meer, zu einer Zeit, als es noch keine U-Boote gab, zumindest nichts wirklich techniktaugliches. Auch das ist mittlerweile Standard seit Jahrzehnten, weit über 100 Jahren. Also schon im ersten Weltkrieg haben die ja für Kriegszwecke ihren großen Einsatz gefunden. Und das hat Jules Verne schon Jahrzehnte vorher in seinem Roman genommen, zu dem Zeitpunkt ja auch Science-Fiction war.\nUnd mittlerweile ist das einfach so Stand der Technik, dass glaube ich keiner mehr drüber nachdenkt.",
    "end": 690.0
  },
  {
    "start": 690.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja und last but not least natürlich ist Thema Raumfahrt, wo wir heute sind. Also dass man sagt, man hat ein Internet, überhaupt Internet, das ist so etwas, das haben die wenigsten, ich weiß gar nicht in welchem Science-Fiction-Roman was Vergleichbares geschildert wird. Ich glaube, das war zu krass, sich das vorzustellen. Aber das haben wir jetzt einfach. Und jetzt wird es durch Satelliten im All auf die ganze Erde verteilt. Also ich meine, wenn das nicht Science-Fiction ist, dann weiß ich auch nicht weiter.",
    "end": 715.0
  },
  {
    "start": 715.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da würde mir auch noch einfallen, ne? Klassiker Star Trek, der sprechende Computer. Heute ist es für uns alle selbstverständlich, dass wir irgendwo anrufen bei irgendeiner Hotline oder so und Computer, nicht nur irgendwelche Texte vom Band da laufen, sondern wirklich einen Computer in Echtzeit Sprache und Stimme generiert, wenn wir mit einem LLM kommunizieren, Chatchipiti oder ...\nDergleichen antwortet uns das, wenn wir wollen, in gesprochener Sprache. Science-Fiction, die uns im Alltag schon begegnet.",
    "end": 749.0
  },
  {
    "start": 749.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "ein schönes Beispiel zum Thema Raumfahrt, was mir gerade in den Sinn kommt. ich glaube, 1920er Jahren gab es einen Science-Fiction-Film von, wenn ich mich recht erinnere, Fritz Lang. Ich weiß leider nicht mehr den Titel, Reise zum Mond oder sowas, wo zum ersten Mal in der Science-Fiction auch ein Raketenstart dargestellt worden ist. Und in diesem Film wurde der Countdown eingeführt, den tatsächlich nachher NASA und Konsorten eins zu eins übernommen haben für ihre wirklichen Starts. Das ist also auch eine Erfindung aus der Science-Fiction.",
    "end": 777.0
  },
  {
    "start": 777.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das ist ein Nerd-Know-How,",
    "end": 781.0
  },
  {
    "start": 781.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Wir sind ja hier im Treacorder, sehr eindeutig ein Star Trek Zitat Treacorder. Oder? meine, wenn man mal ganz Eine Anspielung würde ich sagen. Eine Anspielung auf euren Namen, aber auch kleiner Bezug auf Star Trek. Und da hatten wir jetzt ja schon den sprechenden Computer. Aber was die ersten, diese Raumschiff Enterprise Folgen auch schon vorweg genommen haben, ist, wenn man das mal großzügig sieht, das Handy.\nAlso Kirk hat doch ständig so ein Ding, was er aufklappt und dann da rein spricht und dann denke ich so an diese Aufklapp-Handys der 90er Jahre. Das war ja auch damals nicht selbstverständlich davon auszugehen, dass man so eine Kommunikationsmöglichkeit hat.",
    "end": 813.0
  },
  {
    "start": 813.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Generell die sehr nahtlose Integration von Kommunikationstechnologie, von Computern ins alltägliche Leben, in vielen Büchern und Serien aufgegriffen, die im Prinzip ein gewisses Lebensgefühl fast vorweg nehmen, das hat mich immer sehr fasziniert. Also speziell natürlich auch bei Star Trek, da zu sehen, wie gut diese Technologie integriert ist. Türen, die sich von selbst öffnen, wenn man hingeht.",
    "end": 840.0
  },
  {
    "start": 840.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "auch. Denkt niemand mehr darüber nach, dass das vor einem halben Jahrhundert noch Science Fiction war. Okay, ich glaube, damit haben wir doch schon mal für alle Science Fiction Einsteigerinnen und Einsteiger einen guten Beleg, ob man nun Science Fiction spannend, cool, interessant, wie auch immer findet oder nicht. Daran vorbei kommt man tatsächlich nicht. Weil unser Alltag einfach schon\nvoll davon ist. Wovon der Alltag meiner Wahrnehmung nach allerdings auch voll ist, ist eine bisschen billige Überleitung, aber fiel mir gerade so ein, sind jede Menge Vorurteile gegenüber Science Fiction. Am deutlichsten wird mir das immer auf der Buchmesse, wenn man da so am Stand steht und mein Standardspruch, kennt ihr ja, ne? Hallo, darf ich Sie für Science Fiction begeistern? Und dann kommt häufig so was wie, nee, das ist nichts für mich oder so. Wenn man dann mal nachfragt,\ndann kriegt man irgendeines der vielen Vorurteile. Das ist doch nur rumgeballert im Weltall, das sind doch nur komische grüne Männchen und fliegende Untertassen oder dergleichen. Dabei würde ich ja mal sagen, Science Fiction ist so viel mehr. Und jetzt hoffe ich, dass ihr mich da nicht hängen lasst, sondern mich unterstützt bei der Frage.\nScience Fiction ist halt nicht nur Raumschiffe und Aliens. Was ist Science Fiction darüber hinaus? noch. Tom hatte sich schon als erster...",
    "end": 931.0
  },
  {
    "start": 931.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Wenn ich da mal einsteigen darf, ich diese Vorurteile haben sehr viel, damit nun das Science Fiction und Fantasy oft in einen Topf geschmissen werden. Also ich war zum Beispiel hier in Hamburg in der Bücherhalle und hab erst mal verzweifelt und nach Science Fiction gesucht. Es gab dann ein kleines Schränkchen irgendwo und das war dann aber Fantasy und Science Fiction. Und auch in Buchhandlungen steht es sehr oft direkt nebeneinander. In meinem Verständnis von Science Fiction ist Science Fiction was fundamental anderes als Fantasy, weil es eben nicht\nkomplett frei erfunden ist. Also selbst Science Fiction, die jetzt nicht so viel Wert legt auf diesen harten wissenschaftlichen Kern, ist ja trotzdem an irgendwas gekoppelt, was in der Real... also was mit uns resoniert. Während bei Fantasy gibt's halt Magie. Und ich glaube, dadurch gibt's gewisse Vorurteile gegen Science Fiction, wo ich erstmal sagen würde, im Moment, bevor du über Science Fiction allgemein urteilst, erstmal...\nIch rede nicht von Fantasy. Also das ist nicht selbstverständlich. Viele Leute, mit denen ich zu tun hatte, haben gesagt, du schreibst Science-Fiction. ja, mein Enkel liest auch gern Fantasy-Romanen. Also mein Buch hat mit Fantasy wirklich 0,0 zu tun. Und ich glaube, wenn man da schon mal anfängt, das einmal zu trennen, okay, Fantasy ist frei erfunden, da gibt es auch Magie und so weiter. Science-Fiction hat immer irgendeinen gewissen Anteil von Realitätsbezug, würde ich sagen, in meiner Definition von Science-Fiction.\nOder gibt's da andere Meinungen?",
    "end": 1016.0
  },
  {
    "start": 1016.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Das\nist aus meiner Sicht eine Problematik, die uns unter anderem George Lucas eingebracht hat. Ich habe es glaube ich hier an der Stelle schon öfters gesagt im Trikorder, ich mag Star Wars, ich liebe Star Wars, ich gucke das gern, aber es ist für mich Fantasy im Weltall. Ich lese auch und gucke auch gerne klassische Fantasy-Filme, mittelaltermäßig oder sowas, gar keine Frage. Insofern kann ich auch mit Fantasy im Weltall durchaus was anfangen.\ntrotzdem noch in die Science Fiction rein, in das Genre Science Fiction reingeworfen wird, Star Wars und viele andere Sachen, die darauf gefolgt sind. ist da sehr viel von dem, was früher Science Fiction war, bis in die 70er Jahre hinein. Wir haben Asimov gehört, wir Clark, wurde schon genannt und viele andere. Da war das halt noch ein bisschen anders. Da war dieser Realitätsbezug noch deutlich stärker in der Science Fiction verwurzelt. Aber spätestens mit diesen Action-Spektakelen\nist das ziemlich verwässert und ist dieser Unterschied zwischen Science-Fiction und Fantasy auch wirklich aufgeweicht worden, was es jetzt halt sehr schwierig macht, eine klare Definition zu setzen und das eine vom anderen zu trennen. Und da wirklich noch harte Science-Fiction trennen von halt, wie auch immer man das, ich Fantasy im Weltall nennen halt bezeichnen mag. Aber für den Lion, den Einsteiger, ist das definitiv nicht ersichtlich und wer von Star Wars geprägt ist, der wird mit Science-Fiction automatisch geballert im Weltall verbinden.",
    "end": 1097.0
  },
  {
    "start": 1097.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Also ich kenne dieses Vorteil natürlich auch, höre das auch immer wieder auf Buchmessen oder wenn man mit jemandem spricht, wie entgegne ich dem? Für mich momentan das wichtigste literarische Genre, das es gibt. Punkt, ja, aus meiner persönlichen Sichtweise, weil es den Menschen verortet in einer hoch technologisierten Welt und Zukunftsmöglichkeiten als Experiment quasi ausloten lässt. Es ist eine extrem diverses Genre.\nwas quasi den sprachlichen Stil betrifft, was die Themen betrifft, was auch die Ausrichtung in der Zeit betrifft. Das muss nicht nur der Zukunftsroman sein, es kann auch in die Vergangenheit sogar gehen. Es ist ein sehr diverses Genre, das momentan sehr wichtig ist. Leuten glaube ich, das zu vermitteln und auch gewisse Affinität zu Wissenschaftsthemen darüber herstellen zu können. Die Aufgabe kann die Science-Fiction vielleicht.\nbesser als andere literarische Genres momentan testen.",
    "end": 1156.0
  },
  {
    "start": 1156.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Wenn ich kurz zwischendurch darf an Ralph Neumüller, du bist ja auch durch die Science Fiction eigentlich zur Wissenschaft gekommen, wenn ich es richtig sehe.",
    "end": 1165.0
  },
  {
    "start": 1165.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Ja, das\nhaben wir eben schon mal besprochen. Das ist ein Nebenschauplatz der Science Fiction, dass sie für junge Leute gewisse Affinität zur Wissenschaft herstellen kann. Also ich habe es damals erwähnt, ich bin in einem kleinen Ort aufgewachsen, es hat in Familie, Bekanntenkreis keine Naturwissenschaften gegeben. Diese Aufgabe hat die Science Fiction übernommen, diese Begeisterung auslösen zu können, Leute zur Wissenschaft zu bringen.\nDas ist extrem wichtig momentan, weil wir die Probleme von morgen auch über Wissenschaft lösen müssen. Nicht nur, aber auch.",
    "end": 1200.0
  },
  {
    "start": 1200.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "war bei mir nicht recht viel anders. ich kann es echt nicht mehr sagen, ob meine Begeisterung für Wissenschaft, die letztendlich zu einem Physikstudium geführt hat oder die Science Fiction zuerst in Leben getreten ist. Beides war einfach parallel immer da und hat sich gegenseitig befruchtet. Dass ich dann in dem Physikstudium Astronomie noch als Nebenfach gewählt habe, das war dann eigentlich nur noch die logische Konsequenz. Aber das war eindeutig dann durch meine Begeisterung für Science Fiction und Weltallfragen verursacht.\nJa, kann ich so sagen, die Science-Fiction kann der echten Türöffner sein.",
    "end": 1232.0
  },
  {
    "start": 1232.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Dann würde ich mal auf diese Frage, ist Science Fiction nicht nur Raumschiffe und Aliens, sondern viel mehr? Würden wir sagen, erst ist es viel, mehr. Und ich fände den einen Punkt sehr, sehr spannend. Abgrenzung zur Fantasy und so. Absolut, das ist im Moment schwierig, weil auf dem Buchmarkt Science Fiction zurzeit nur kleinen Bereich einnimmt. Deswegen sind wir in den meisten Buchhandlungen mit unseren Werken auch nur schmal vertreten.\nDieser Aspekt von Science Fiction ist ein wirklich für Menschen relevantes Gedankenexperiment. Ist sozusagen das Vorwegnehmen von möglichen Szenarien, die man betrachtet. Und das im Idealfall Raumschiffe und Aliens dann einfach Stilmittel sind, ⁓ verschiedene Gedanken mit einer anderen Form.\nRalph Edenhoff hat ja zu Eingangs gesagt, wenn bei mir Aliens vorkommen, was ganz selten ist, dann müssen die ganz, ganz anders sein. Naja, welchen Raum gibt mir das in meinem Gedankenexperiment, einfach mal ganz andere Möglichkeiten darzustellen und wo sie hinführen könnten, als wir das auf unserer Erde haben. Würdet ihr dem so unterm Strich zustimmen oder gibt es da einen Spruch?",
    "end": 1313.0
  },
  {
    "start": 1313.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "In Fall. Science fiction ist weit, weit mehr als Weltraum und so weiter. Wo ich hier gerade den Herrn Neumüller sehe, kann ich gleich ein Beispiel bringen, nämlich sein Buch, das letztes Jahr den deutschen Science Fiction Preis gewonnen hat. Das Stoffuniversum, das ich mir schon komplett zu Gemüte geführt habe. Und das hat überhaupt nichts mit Weltraum zu tun. Ganz im Gegenteil, geht es ganz, ganz andere Aspekte, nämlich die Entwicklung unserer Gesellschaft.\nWunderbarerweise, ich will es nicht spoilern für alle, es noch lesen wollen, was ich übrigens sehr empfehlen kann. Das spielt wirklich ausschließlich auf der Erde und ist eine unheimlich spannende Geschichte. Nicht durch Action, sondern nur durch die Gedankenspiele, drin immer wieder aufgeworfen werden. Was wäre, wenn, was hätte sein können? Und das ist für mich wirklich ein Paradebeispiel für gute Science Fiction, solche Fragen aufzuwerfen und den\nLeser dann halt auch zum Nachdenken zu bringen, was es bei mir eindeutig geschafft hat. Der Autor, bitte!",
    "end": 1378.0
  },
  {
    "start": 1378.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Hahaha",
    "end": 1378.0
  },
  {
    "start": 1378.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Zuerst einmal vielen, Dank. Freut mich sehr, dass das Buch gut gefallen hat. Ich wollte noch sagen, eine ganz konkrete Anwendung dieser Gedankenspiele momentan auch in der Climate Fiction, wo Zukunftsszenarien, Klimawandel, wie wir uns der Klimawandel betreffen, das ist auch Science Fiction, auf der Erde verortet ist. Und hier werden einfach mögliche Szenarien ausgelotert oder auch Lösungsansätze teilweise vermittelt. Denke an das Ministerium der Zukunft, Kim Stanley Robinson.\nEs ist ein Buch, wo Teilaspekte hoffentlich auch so implementiert werden in der Politik in der Folge. Also da gibt es durchaus Beispiele, in denen die Science Fiction sehr nah an dem ist, was momentan passiert, die auf der Erde verhaftet ist. Und selbst wenn sie darüber hinausgeht, sind es oft Teilbereiche unseres Lebens, die quasi herausgelöst werden, isoliert werden und dann wirmsiziertisch relativ klar vor einem liegen und man kann sich dem Thema dann anders widmen.\nWenn ich ein gesellschaftliches Phänomen herausgreife und das ins Weltall verpflanze, habe ich die Möglichkeit, das ganz isoliert zu betrachten und darzustellen. Das hat mir an Science-Fiction, quasi in den Space-Operas, also Reisen im All, immer sehr gefallen, dass Teilaspekte unseres Lebens hier in einem anderen Kontext eine neue Färbung erfahren.",
    "end": 1459.0
  },
  {
    "start": 1459.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja, und ich würde mal Christian Stöcker zitieren. Das ist ein Dozent, Journalist und Sachbuchautor. Der hat unter anderem zwei Sachbücher geschrieben. Eins, wo es exponentielle Entwicklung geht, wo er drin rausarbeitet. leben in einer Welt, wo sich so viele Sachen exponentiell entwickeln, dass wir es überhaupt nicht, also dafür ist unser Bewusstsein gar nicht geschaffen. Das heißt, glaube ich, das Experiment sind wir. Und ein Buch, das heißt Männer, die die Welt verbrennen. Da geht es darum, die Lobby, die versucht zu verhindern, dass elektro-\nMobilität und so weiter sich durchsetzt, ja weiter Öl verkaufen zu können, was wir ja jetzt auch aktuell erleben, dass die Politik dagegen rudert. Und der hat mal gesagt, eigentlich sollte jeder Science Fiction lesen, weil es ist das einzige Genre, was sich konkret damit befasst, wie die Zukunft der Menschheit aussehen könnte. Und weil diese Zukunft ja vor uns liegt, müssen wir ja jetzt natürlich auch Entscheidungen treffen, die diese Zukunft prägen. Also\nDeswegen, bin auch voll bei Ralph Neumüller, ist für mich auch eigentlich das wichtigste Genre, womit ich nicht sagen will, dass andere Genres unwichtig sind. Aber wenn wir wirklich gucken, wo die Reise hingeht für die Menschheit, dann muss man Science-Fiction lesen.",
    "end": 1528.0
  },
  {
    "start": 1528.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da würde ich an der Stelle dann sagen, haben wir diesen Aspekt schon mal gut beleuchtet. Eine Sache würde ich gerne noch ergänzen wollen. Das sind spannende Gedankenexperimente. Das ist jetzt keine trockene Wissenschaftsvorlesung, sondern Science Fiction darf und muss auch unterhalten und Spaß machen und Freude machen beim Lesen. Weil nur dann sind wir Menschen ja auch bereit, uns darauf einzulassen und das auch zu machen.\nScience Fiction entwirft super viele spannende, wichtige Perspektiven für die Zukunft, ohne die Zukunft vorauszusagen. Das kann natürlich auch Science Fiction nicht. Ich glaube, Aspekte vieler Science Fiction findet man irgendwann auch in der Zukunft, aber kein einziges Science Fiction Szenario hat sich jemals genauso entwickelt. Da sei mir eine interne Referenz erlaubt. Wir haben zu Beginn des Tricorders mal eine ganze Serie gemacht.\ndie Welt im Jahr 2050 mit lauter verschiedenen Science-Fiction Autoren, die so ihre Ideen wie Kunst 2050 aussehen, veröffentlicht haben. Mit ein bisschen gesunder Lebensführung kann ich das ja vielleicht noch erreichen. Und ich bin gespannt, ob unsere Welt dann, also was davon zutrifft und was nicht. Jetzt haben wir ja schon mal eine Grundlage gelegt für",
    "end": 1615.0
  },
  {
    "start": 1615.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Noch an einer Stelle dir widersprochen. Ein Science-Fiction-Film, der sich fast zu 100 % in der Wirklichkeit wiederfindet. You're Chris.",
    "end": 1616.0
  },
  {
    "start": 1616.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, hau raus.",
    "end": 1623.0
  },
  {
    "start": 1623.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja,\ndas stimmt.",
    "end": 1626.0
  },
  {
    "start": 1626.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Der Film ist leider viel zu weit in der Zukunft verortet, dass das so schnell gehen würde, dass die Gesellschaft sich exakt dahin bewegt.",
    "end": 1635.0
  },
  {
    "start": 1635.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, das können jetzt nur die witzig finden, die den Film kennen. Wir verlinken das als Referenz mit in den Show Notes, wer ihn nicht kennt und zumindest ein bisschen Klamauk ertragen kann. Unbedingt angucken. Manchmal bleibt einen, wenn man das vergleicht mit der heutigen Situation, leider das Lachen ein bisschen im Hals stecken, aber eigentlich ist es ein ziemlich witziger Film.\nJetzt haben wir schon beleuchtet, Science Fiction geht uns alle an, weil unser Alltag ist von lauter Dingen durchdrungen, die früher noch Science Fiction waren. Das wird auch weiterhin so gehen. Unser zukünftiger Alltag wird auch Dinge enthalten, die heute noch Science Fiction sind. Und das, was die Science Fiction so sehr abhebt von den anderen Dingen, das ist die einzige Richtung, die sich mit der Zukunft oder möglichen Zukunft beschäftigt. Und in angespannten, spannenden Zeiten wie unseren heute ist das umso wichtiger.\nWenn ich das jetzt so alles gehört habe und mir jetzt denke, ja, Science Fiction, wie konnte ich das bloß so lange an mir vorbeiziehen lassen? Ich will loslegen. Was ist eurer Meinung nach die perfekte Einstiegsdroge? Welche drei Werke empfehlt ihr absoluten Neulingen? Also wir können auf neun beziehungsweise zwölf Werke kommen. Aber was sind eure Top drei für Science Fiction Einsteigerinnen und Einsteiger?",
    "end": 1718.0
  },
  {
    "start": 1718.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Ich bin mir nicht sicher, ob mir jetzt gleich drei einfallen. Aber eins kann ich aus eigener Erfahrung schon mal empfehlen, auch wenn es Eigenwerbung ist. Das ist das Antara, was eben gerade eben den zweiten Platz im Deutschen Science-Fiction-Preis gewonnen hat. Aber die Erfahrung, die ich daraus gelernt habe, ist sicherlich auch auf viele, andere Werke erweiterbar. Und zwar ist es, das ist eine gute Einstiegsdroge, ist Science-Fiction, die sehr nah am Jetzt beginnt. Also quasi die Geschichte, die übermorgen spielt.\nsich der klassische Leser von Gegenwart, Literatur, Krimis oder was auch immer einfach in dieser Welt wiederfindet. Und wenn dann irgendwelche Science-Fiction-Elemente da reinbrechen, wie halt im Fall von Antare irgendwelche Außerirdischen, die sich dann plötzlich der Erde nähern, kommt ein Leser aber trotzdem erstmal viel leichter in diese Welt hinein, als wenn die hunderte Jahre in der Zukunft spielt und mit unserer Realität von erstmal gar nichts mehr zu tun hat. Die Erfahrung habe ich selbst gemacht, als ich das Buch unter anderem meiner Nachbarin, die unter mir wohnt, die ist ⁓ die 80 Jahre,\nIch Fan von Krimis und solchen Sachen. da habe ich es einfach mal, als sie mitgekriegt hat, dass ich selber schreibe, habe ich ihr ein Buch in die Hand gedrückt, nämlich Antara. Und das hat ihr total super gefallen, hat sie mehr Bücher gebeten. Dann habe ich ihr Ex Vitro gegeben, das zwar in die Jahre in der Zukunft spielt. Und dann hat sie mir dann nach wenigen Tagen zurückgegeben mit Danke, aber ist nichts. Also daraus nehme ich schon mal die Erfahrung mit. diese nahe Zukunftsszenarien, damit kann man nicht Science-Fiction erfahren, Sehr viel leichter zuerst mal in das Thema heranführen. Ob sie sich danach ja auch noch für abgehobene Sachen\ndann begeistern lassen muss ich zeigen, aber das ist schon mal so eine grundsätzliche Tenor, den ich festgestellt habe, ohne jetzt gleich drei Werke komplett nennen zu können.",
    "end": 1817.0
  },
  {
    "start": 1817.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "können ja immer eins nehmen und dann machen wir einfach die Runde rum bis wir es voll haben.",
    "end": 1821.0
  },
  {
    "start": 1821.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Aber das sind wie gesagt persönliche Erfahrungen. Bin gespannt, was die anderen dazu sagen.",
    "end": 1827.0
  },
  {
    "start": 1827.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Neumüller möchtest du gleich weitermachen.",
    "end": 1829.0
  },
  {
    "start": 1829.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Ja, naja. Ich glaube auch, ein Buch, das sehr gut an Gegenwart-Literatur Also Menschen, die momentan noch nicht Science-Fiction gelesen haben, Werde linke Hand der Dunkelheit. Le Guin hat das geschrieben. Ursula K. Le Guin. Da geht es einen Planeten, dem eine andere Gesellschaft realisiert wurde, in der es Mann und Frau nicht gibt, sondern sie die Geschlechter quasi kurzzeitig zur Fortpflanzung ausdifferenzieren. Und das ist eben genauso ein Spiel,\nScience-Fiction, es wird etwas aus unserer Welt herausgenommen, auf einen anderen Planeten verfrachtet und dort seziert und nochmal quasi isoliert dargestellt. Welche Implikationen ergeben Sie aus diesem Gedankenspiel heraus? Großartiges Buch, sehr schön geschrieben, kann ich vollumfänglich empfehlen.",
    "end": 1879.0
  },
  {
    "start": 1879.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielen Dank, Herr Tom.",
    "end": 1880.0
  },
  {
    "start": 1880.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Was ich vielleicht generell nochmal vorwegschicken würde, ist, dass Science Fiction ein unglaublich großes Feld ist und dass ich natürlich innerhalb von Science Fiction ganz, ganz viele Subgenres finde. manche Science Fiction Romane sind Krimis, manche Science Fiction Romane sind Gesellschafts-Romane und so weiter.\nDas heißt, wenn ich jetzt mit Science Fiction einsteigen will, sollte ich mir vielleicht erst mal überlegen, will ich jetzt was total Spannendes lesen, einen richtigen Thriller? Also es gibt auch sehr viele Science Fiction Thriller. Ich würde jetzt zum Beispiel meinen Roman, die Sphäre, auch eigentlich ein Thriller nennen. Und da war es zum Beispiel so gewesen, dass die Lektorin, mit der ich zusammengearbeitet habe, die hat mit mir drei Sachbücher gemacht unter meinem echten Namen, hat mir dann gesagt, ich habe noch nie einen Science Fiction Roman gelesen. Ich so, what?\nPass auf, dann gebe ich dir den jetzt mal und wenn du das verstehst, was da passiert und so weiter, dann habe ich es geschafft, weil ich will ja ein breites Publikum erreichen. Und dann war sie plötzlich auch total angefixt. Das heißt, das basiert darauf, dass die Handlung einfach spannend ist. Und deswegen ist es schwierig für mich jetzt zu sagen, nenn mal drei Bücher, weil es kommt ja immer drauf an, was ist jetzt eigentlich die Aufgabe des Buchs? Soll es mich primär unterhalten? Soll es ein Thriller sein oder so? Aber ich habe jetzt mal so ein Buch, was vielleicht viele nicht so auf dem Schirm haben.\nvon Ken Grimwood Replay, Das zweite Spiel. ist ein Buch aus Mitte der 80er Jahre. Da geht es darum, dass ein Mann mit 50 stirbt und dann sein Bewusstsein in seinen Körper mit 16 Jahren zurückfliegt. Und er sich dann wieder dieses ganze Leben vor sich hat und uns überlegt, was mache ich denn diesmal anders? Also da gibt es eine gewisse Parallele zu dem Buch von Ralph Neumüller, der vom letzten Jahr, das Stoffuniversum.\nIch will da jetzt nicht zu viel spoilern, aber das ist auf jeden Fall so ein Buch, das liest sich weg wie geschnitten Brot, weil es einfach so ein faszinierendes Szenario ist, weil er dieses Leben mehrfach lebt und dann immer wieder Sachen anders macht und dann kommt immer wieder so ein Bezug zur realen Welt, wenn man sich so bisschen auskennt, was passiert ist in 80er Jahren. Zum Beispiel kommt er dann in einem Leben auf die Idee, jetzt kaufe ich Apple-Aktien, ja? Weil dann muss er nie wieder arbeiten, kann sich auf andere Sachen konzentrieren und so.\nAlso das ist zum Beispiel auch ein schönes Ding, wo man sagen kann, das ist Science Fiction, die jetzt gar nichts mit Weltraum zu tun hat und jetzt auch nicht so abgehoben ist, die man einfach richtig schön lesen kann.",
    "end": 2019.0
  },
  {
    "start": 2019.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich würde mal Peter F. Hamilton und den Armageddon-Zyklus raushauen. Das ist schon ein bisschen das, was man klassisch unter Science-Fiction sich so vielleicht vorstellt. Es gibt das Weltall, gibt Raumschöpfe, aber wo ich es super spannend finde, er hat ganz, verschiedene Entwicklungswege, die seiner Meinung nach sozusagen die Menschheit nehmen könnte, nebeneinander gestellt. Und die Art und Weise, wie er das aus\ngebaut hat, finde ich super spannend. Gleichzeitig ist es halt ein großes, umfangreiches Werk, das im Grunde genommen finde ich so ein bisschen wie Game of Thrones, nur im Weltall ist. Bevor Game of Thrones ein Ding war, waren die Bücher schon da, ich an dieser Stelle nur sagen. Genau, nur halt im Weltall mit dem Grundlagen der Science Fictions. Peter F. Hamilton kann ich an der Stelle nur empfehlen für alle.\ndie gerne auch was Größeres lesen. Weil da hat man was zu tun. Ist einem erstmal ein paar Wochen lang nicht langweilig. Dicke Bücher und davon, glaube, neun Stück oder so. Ja, Ralph, Edenhofer, bist du wieder dran.",
    "end": 2090.0
  },
  {
    "start": 2090.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "der beide schon, also Tom und Philipp, schon ein Thema angesprochen. In meinen Augen ist Science Fiction eigentlich primär das Szenario, in dem eine Geschichte spielt. Aber die Geschichten, die dort erzählt werden, das sind, wie ihr gerade schon gesagt habt, Friller, sind Krimis, das können Liebesgeschichten sein, alles Mögliche. eigentlich zu großen Teilen Geschichten oder Geschichtstypen, die auch in klassischer Gegenwartsliteratur sehr verbreitet sind, bloß sie spielen das in einem anderen Szenario.\nin einer alternativen Welt oder im Weltall oder auf einem anderen Planeten oder was auch immer. Und wenn man jemanden für Science Fiction begeistern will und einen Krimi-Fan, dann wirft man einfach was hin. Hey, hier, das ist auch ein Krimi, der spielt halt 50 Jahre in der Zukunft oder sowas. Aber damit kann man zum Krimi-Fan sicherlich ganz gute Gewinne, könnte ich mir vorstellen.",
    "end": 2139.0
  },
  {
    "start": 2139.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Welchen würdest du dir empfehlen? Du kannst dich hier nicht drücken davor noch einen Titel zu nennen, das funktioniert so nicht.",
    "end": 2148.0
  },
  {
    "start": 2148.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Bei Krimis fällt mir gleich ein Drohnenland von, wie heißt er nochmal, deutscher Autor? Hillebrandt. Hillebrandt, genau. Oder auch sein anderes Buch, wie hieß das nochmal? Hoola Grammatiker. Danke schön, Tom, bist mein Lexikon.\nAlso das sind beides wunderbare Science-Fiction-Krimis, die auch nicht allzu weit in der Zukunft spielen. Natürlich spielen die Science-Fiction-Aspekte, die dann eine sehr große Rolle bei der Geschichte selber. Aber im Prinzip sind es Krimis, so würde ich es definieren. Und auch, ich weiß, spielen auch Polizisten die Hauptrollen, wenn ich mich recht erinnere. Also das passt ganz gut in diese Schub.",
    "end": 2194.0
  },
  {
    "start": 2194.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielen Dank für die Empfehlung. Ralph Neumüller",
    "end": 2198.0
  },
  {
    "start": 2198.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Ich habe erst schon erwähnt, dass Science Fiction sehr diverse Genre ist. Also ich muss jetzt zum Klassiker zurückgehen und auch zum Klassiker, der den großen Wurf macht, vielleicht sogar das Ende der Menschheit ziniert. Das hat mich damals vollkommen schockiert, das Buch. Ich habe mir über Star Trek begonnen, Science Fiction zu befassen, habe dann im Freundeskreis herumgefragt, was kann man denn so lesen? Dann hat es geheißen, ja, vom H.G. Wells, Die Zeitmaschine. Das Buch habe ich dann gelesen.\nAlso eines der ersten Science-Fiction-Bücher und tatsächlich wird dann dort beschrieben, wie es mit der Menschheit weitergehen könnte. Und die hat das damals als mehr oder weniger statische Spezies konzipiert, uns ja, uns gibt es schon lange, uns wird es immer geben. Und dann entwirft der, das Buch ist schon alt, kann jetzt spoilern, ein Szenario, in dem die Menschen sich weiter evolvieren und irgendwann einmal zu einer Art wabernden Lebewesen werden, quasi das Ende der Zeit.\nDas Buch hat mich vollkommen schockiert und in den Bann gezogen. kann es recht gut, recht schnell wegläsend, ist auch eine Empfehlung, ich ihm geben kann. Absoluter Klassiker natürlich.",
    "end": 2263.0
  },
  {
    "start": 2263.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielen\nDank! Tom, ist dein nächstes Buch?",
    "end": 2265.0
  },
  {
    "start": 2265.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ja, ich finde, wir sollten mal einen Subgenre erwähnen, was auch schon oft im Three Quarter genannt wurde, nämlich Military Science Fiction. Das ist so grob gesagt, es ist eine Form von Science Fiction, wo militär eine Rolle spielt. Und jetzt kann man natürlich sofort sagen, wir leben doch schon in Zeiten, Krieg und so was nicht noch lesen und so weiter. Aber ich bin der Meinung, es gibt von jedem Genre etwas, was...\nvielen Menschen gefallen kann. Und meine Frau hat so gar nichts mit Military Science Fiction zu tun. Es gibt aber einen Roman, den hab ich ihr gegeben, fang einfach mal an zu lesen. Und sie war dann auch total geflecht. Und zwar ist es von Joe Haldeman, der ewige Krieg. Joe Haldeman, der Autor, war selbst in Vietnam und ist sozusagen von Vietnam zurückgekommen. Und in dem Buch geht es eigentlich den Krieg gegen eine Alien.\nRasse sozusagen, aber der Gag bei der Sache ist, die wissen gar nicht, wie die aussehen, weil die sind erstmal super lange unterwegs und dadurch, dass sie in einer Form mit den Raumschiffen reisen, sozusagen, wofür sie die Zeit langsamer vergeht als für den Rest der Menschheit, man kennt das sowas ähnlich, ist ja aus der Relativitätstheorie, kommen die dann zur Erde zurück und das sind dann halt Tausende von Jahren vergangen und das ist eine völlig andere Gesellschaft plötzlich und das ist glaube ich das Gefühl, was\nviele Vietnam- oder Kriegsheim-Kerre real hatten. Die kommen aus so einem total schlimmen Szenario zurück und sind dann in einer Welt, die sie nicht mehr verstehen. Und das hat er aber übertragen auf Science Fiction. Und es macht total Spaß, das zu lesen. Also, will jetzt... Es soll jetzt nicht so klingen, als wäre das so ein total hartes so, ⁓ Mensch, das ist ja alles so schlimm und so, sondern diese, was der sich hat einfallen lassen, auf was für Aliens die dann da treffen und so. Also, es macht Spaß zu lesen, es nimmt einen in Bann, aber es hat trotzdem so eine gewisse...\nEmotionale Kraft, wo man sagen kann, da sind auch schon Aspekte drin, die kann ich auch ernst nehmen und die berühren mich auch. Das ist keine reine Unterhaltung, aber es ist sehr unterhaltsam.",
    "end": 2383.0
  },
  {
    "start": 2383.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich würde als nächstes die Kinder der Zeit ins Rennen werfen. Ein bisschen andockend an das, was Ralph Neumüller gesagt hatte, mit nämlich dem Entwurf einer ganz anderen Gesellschaftsform, indem man einfach eine andere Lebensform nimmt. Mehr will ich dazu nicht spoilern, aber die Kinder der Zeit, geschrieben von Adrian Tchaikovsky,\nIch hoffe, ich spreche das richtig aus. Der schreibt sich irgendwie CZAJK. Aber ich glaube ungefähr so. Ein großartiges Buch hat mich richtig begeistert. Habe ich auch schon Menschen empfohlen, die eigentlich mit Science Fiction sonst nichts am Hut haben und fanden die richtig gut. Alf Edenhofer, willst du weitermachen? Eins haste noch. Ich habe auch.",
    "end": 2436.0
  },
  {
    "start": 2436.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Einhaben!\nDanke. Was vielleicht auch noch als Einstiegsdroge in die Science-Fiction hilfreich sein könnte, sind Kurzgeschichten. Für alle Leute, die sich nämlich davon abschrecken lassen, jetzt gleich in so ein 3-, 4-, 5-, 600-Seiten-Monster einzusteigen, ohne zu wissen, ob da überhaupt was für sie ist, ist irgendwas, was in ein, zwei oder wenige Stunden runterzulesen ist vielleicht auch mal ein guter Test. Ich das mal als Gegenwurf zu deinem Hamilton, Philipp, den du vorhin empfohlen hast.\nDenen so könnte ich mir vorstellen, der eine oder andere doch schon als abschreckend empfindet. Und was Kurzgeschichten betrifft, es gibt in der Science Fiction so ein seit jeher großartige Kurzgeschichten. Ich habe mal ein Zitat irgendwo gefunden aus dem Mitte des 20. Jahrhunderts, wo jemand sagte, die Kurzgeschichte sei eigentlich das Kern der Science Fiction, weil da eben sich auf ein einziges Thema konzentriert wird, irgendwas Theoretisches.\nhypothetisches futuristisches und das dann halt wirklich in den Fokus genommen wird in kurzer knackiger präziser Form. Und natürlich muss ich jetzt auch, wo ich schon davon rede, eine Kurzgeschichte empfehlen und da komme ich dann auf die zurück, die ich an der Stelle immer empfehle, auf die ich, die ich gerade schon mal am Rande in Aussicht gestellt habe, nämlich von Isaac Asimov auf Englisch The Last Question auf Deutsch Wenn die Sterne verlöschen. Das ist in wenigen, ist in ein, zwei Stunden durchgelesen und ist so\nMindblowing, sorry, es in anglisch ist, das das erste Wort, was mir jetzt einfällt dazu. Asimov schafft es einfach grandios, der zweiten Hälfte des letzten Satzes einen noch mal komplett aus den Latschen zu hauen. Diese Kurzgeschichte ist ein fantastisches Beispiel dafür, dass ich jede Mal an das Herz legen möchte.",
    "end": 2541.0
  },
  {
    "start": 2541.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielen Dank, als Neumüller.",
    "end": 2544.0
  },
  {
    "start": 2544.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Buch, das ich schon einmal hier erwähnt habe, ist Die Möglichkeit einer Insel, Michel-Ole Beck. Sehr bekannter Autor, französischer Autor, der grundsätzlich eher Gegenwart-Literatur schreibt. Der hat sich zum Science-Fiction-Roman hinreißen lassen. In dem Buch geht es das Thema Klonen, das wir auch hier im Podcast schon hatten. Er entwirft dort eine Welt, in der Klonen Realität wird und es zeigt auch eine ...\nWeitere Facette der Science Fiction, es geht auch die Genese, also die Schaffung und Entstehung einer neuen Religion auf dem Planeten, ist auch ein Gedankenexperiment, das ich sehr interessant gefunden habe. Also das neue Buch und dann auch noch auf zeitgenössische, deutschsprachige Science Fiction muss ich auch immer Aikimira nennen, die mir sprachlich sehr, sehr gut gefällt. ist wirklich eine Freude, zu lesen. Kann ich eigentlich das Gesamtwerk empfehlen.",
    "end": 2598.0
  },
  {
    "start": 2598.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Vielen Dank, Tom!",
    "end": 2600.0
  },
  {
    "start": 2600.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Da wir hier drei Autoren sitzen, die für sich Hard Science Fiction proklamieren, ich will das nochmal kurz definieren. Hard Science Fiction bedeutet eigentlich, dass das, was passiert, theoretisch möglich ist. Also sind meine Möglichkeiten, was ich mir ausdenken kann, einerseits eingeschränkt, auf der anderen Seite kann ich mir aber auch sehr viel mit dem Möglichen ausdenken. Das macht das Genre für mich...\npersönlich zum spannendsten Science-Fiction-Genre. Und da ist natürlich in letzten Jahren einer hervorgeprescht, nämlich Andy Weir. Ich denke mal, jeder kennt der Masyianer, zumindest die Verfilmung. Ein page-turner, Buch, sag ich mal. Aber auch sein aktuelleres Buch, Der Astronaut, ist großartig und das wird gerade verfilmt mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, ich glaube. Also nachdem, was ich von Vorschaubildern von dem Film gesehen habe, der wird auch ein Brett. Da freue ich mich schon richtig auf den Film.\nUnd ich denke, das, was mir auszeichnend ist und deswegen hat er auch so einen Erfolg, er hat es eben auch geschafft, die Science Fiction so zu erzählen, dass es jeder verstehen kann. Also auch einer, der kein Science Fiction Fan ist, weil seine Helden was sehr Nahbares haben, was sehr Menschliches. Bei der Marziane ist es ein Ich-Erzähler, auch mit noch einer anderen Perspektive gemischt. Also das kann ich auch wärmstens empfehlen. Der Astronaut macht einfach mega Spaß, das Buch.",
    "end": 2680.0
  },
  {
    "start": 2680.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wäre tatsächlich mein abschließendes Buch auch gewesen?",
    "end": 2684.0
  },
  {
    "start": 2684.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ich jetzt leider, dass ich das vorbeikomme.",
    "end": 2686.0
  },
  {
    "start": 2686.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das ist okay. Deswegen haue ich jetzt nochmal was raus, was so ein bisschen meine Guilty Pleasure der Science Fiction ist und viele Hörerinnen Hörer wissen das schon, dass ich ja ein Riesenfan von Cyberpunk und vor allen Dingen Shadowrun bin. Da mache ich dann einfach mal Werbung für die sechs Romane von Markus Heitz im Shadowrun-Universum, die er sozusagen in seiner Anfangszeiten geschrieben hat.\nSchattenläufer hieß glaube ich das erste und die fand ich aber alle großartig und ich finde die ganze Shadowrun Welt, die macht zwar eine Sache, die Tom vorhin angesprochen hat, die manchmal problematisch ist, die bringt die Magie in ein Science Fiction Szenario, aber wenn man die Magie rausrechnet bei Shadowrun, dann muss man sagen, die haben schon Ende der 70er, als sie das Ganze\nWorldbuilding gemacht haben, so viel vorweggenommen, was heute für uns relevant ist. Und deswegen ist dann mein Roman, anders als geplant, Markus Heitz und Schattenläufer oder die anderen Shadowrun-Romane von ihm. Genau, die die Welt zeigen, wenn Mensch und Maschine miteinander verschmelzen, sprich Cyberware, Augmentationen und dergleichen Internet überall.\nauch in uns und in unserem Kopf machen.",
    "end": 2773.0
  },
  {
    "start": 2773.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Da mal rein, Kritch, und auf alle Fälle sagt das Guilty pleasure. Ich sag mal jetzt mal, es gibt in der Science Fiction nichts wofür man sich schämen muss.",
    "end": 2779.0
  },
  {
    "start": 2779.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das wird ein Outtake für den Anfang des Podcasts. Und das ist eine steile These, der ich noch nicht mal weiß, ob ich mich der anschließen würde, aber ich mag sie. Da müsste ich drüber nachdenken, ob ich mich der anschließen würde.",
    "end": 2796.0
  },
  {
    "start": 2796.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Wobei man mit Cyberpunk vorsichtig sein muss, die Inspiration für Shadowrun in Richtung Cyberpunk, also für allen Cyberpunk, weil ja, gibt's das Neuromancer Trilogie, würde ich mal sagen. Das ist jetzt zum Beispiel ein Werk, mit dem ich keinen Science-Fiction-Anfänger maltratieren würde.",
    "end": 2814.0
  },
  {
    "start": 2814.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Kein Fall. Ich\nwürde sogar nicht selber aussprechen, was dieses Werk angeht und Science-Fiction-Anfänger, das ich fand persönlich beim Lesen, obwohl ich die Welt total spannend finde, echt zäh.",
    "end": 2826.0
  },
  {
    "start": 2826.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "ist furchtbar anstrengend. Es ist ein grandioser genialer Weltentwurf, der die Science Fiction durch die wirklich endgültige Etablierung des Cyberpunks wirklich nachhaltig geprägt hat. Aber es ist verdammt harte Kost, da vor allen Dingen erstmal reinzukommen, weil er einen wirklich auch sprachlich komplett ausgearbeitet in diese Welt reinschmeißt, ohne irgendwas zu erklären. Das ist echt starker Turbog. Aber gut, jetzt haben wir auch noch ein Antiwerk, das man nicht für anfängt.",
    "end": 2850.0
  },
  {
    "start": 2850.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Ich würde es nicht Anti-Werk nennen, sondern das ist halt, sagen wir es so, ist was für Fortgeschrittene. Wenn man Science Fiction schon mag und sagt so, jetzt will ich aber mal einen, der wirklich krass konsequent ist und auch den Science Fiction auf die Sprache mit erweitert und mal kurz für die Anfänger zu erläutern, was Cyberpunk bedeutet. würde sagen, am ehesten dran, wenn man was auch jeder kennt, ist Matrix vielleicht. Also es geht die\nEinsatz von Technik, ⁓ sein Bewusstsein mit Technik zu verschmelzen, ist ein zentrales Thema im Cyberpunk. Bloß halt eben die Sache, dass das auch weitere Technik in Körper eingebaut wird. Das ist, ich, so ein zentrales Strobe, oder? Würdet ihr das anders sehen?",
    "end": 2891.0
  },
  {
    "start": 2891.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "ist es auch sehr dystopisch durch Konzernherrschaft und weiß, extreme materielle Welten und so weiter. Also ja, Antiwerk bezog es jetzt nur wirklich nur für Anfänger.",
    "end": 2903.0
  },
  {
    "start": 2903.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Das ist",
    "end": 2905.0
  },
  {
    "start": 2905.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, das waren unsere Buchempfehlungen. Meine vierte Frage, die ich gerne in die Runde werfen will, wir haben ja schon dargestellt, Science Fiction ist im Idealfall ein spannendes, interessierendes, begeisterndes Zukunftslabor. Was sind denn, und die zentrale Frage des Science Fictions ist ja ganz häufig, was wäre wenn? Was wäre wenn sich irgendetwas dahingehend entwickelt oder?\ngenau nicht entwickelt. Oder was wäre, wenn XY die Erde besucht oder dergleichen. Also was ist aus eurer Sicht, was ist die zentrale Frage, die Science Fiction als Zukunftslabor im Moment stellen sollte? Und da das nicht nur eine sein wird, kommen wir am Ende auf vier, aber eine pro Person. Und wer anfängt, kann\nein Thema belegen, was die anderen halt nicht mehr belegen können.",
    "end": 2968.0
  },
  {
    "start": 2968.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "kann ich dann anfangen? Obwohl ich eben schon mal geredet habe. Aber es ist einfach so naheliegend KI. Also wir müssen uns jetzt damit befassen, wie wir mit KI umgehen wollen, wo die hingelassen werden sollen, wo sie nicht hingelassen werden sollen. Und letzten Endes ist KI als Subgenre in fast allen Science-Fiction-Filmen und Büchern enthalten. Was wir vorhin sagten, 2001, da haben wir den Bordcomputer Halder durchdreht. Selbst Star Wars, intelligente Roboter.\nbei Star Trek, Bordcomputer. Also KI ist eigentlich überall irgendwo drin. Nur jetzt kommen wir halt in die Phase, wo aus dieser Science-Fiction Wirklichkeit wird. Und jetzt müssen wir uns wirklich überlegen, was wir damit machen wollen. Und da ist die Frage sinnvoll, wie soll die Welt in 30 Jahren aussehen und wie vielleicht besser nicht.",
    "end": 3015.0
  },
  {
    "start": 3015.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Dein Punkt wäre, was wäre, wenn KI sich … entwickelt?",
    "end": 3021.0
  },
  {
    "start": 3021.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Genau, wenn zum Beispiel KI ein Bewusstsein entwickelt, da hat doch auch Joshua einen Roman dazu geschrieben. Singularity. Ja, Singularity, genau. Das ist, ich, ein großes Thema, was wir heute in der Science-Fiction, wo man auch fast gar nicht mehr drum herumkommt, ist zumindest mitzuerwähnen.",
    "end": 3039.0
  },
  {
    "start": 3039.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "live in Ufa.",
    "end": 3041.0
  },
  {
    "start": 3041.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Wenn man aktueller Science-Fiction, die jetzt geschrieben wird, man sich, die in der Zukunft spielt, muss man sich schon, wenn man KI raushaben will, aus dem Szenario richtig was einfallen lassen, wie man das irgendwie umgeht, weil es ist einfach so nah dran oder wir sind schon mittendrin. Also da muss man sich dann einen Butler's Jihad wie bei Dune oder sowas schon einfallen lassen oder solche Sachen. Das ist so die einzige Szenario, KI irgendwie aus einer Zukunftsgeschichte rauszuhalten. Worauf das, ja...",
    "end": 3067.0
  },
  {
    "start": 3067.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das ist deine Was-wär-wen-Frau.",
    "end": 3070.0
  },
  {
    "start": 3070.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Das erste, mir eingefallen ist, wobei das auch leider keine Science-Fiction-Genrealität ist, ist halt der Klimawandel. Und ich denke, wenn man einfach das, was dann aus der Erde wird, wenn es so weitergeht, wie es aktuell sich leider abzeichnet, wenn man das den Lesern, Filmzuschauern oder wem auch immer halt mal plastisch vor Augen führt, indem man halt solche Szenarien darstellt, wo der Meeresspiegel ⁓ weiß ich, wie viele Meter gestiegen ist.\nwo es nur noch Dürren gibt, wo Milliarden Menschen im Zweifelsfall dazu gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, kann man vielleicht auch da den ein oder anderen doch ein bisschen von der Dringlichkeit des Themas überzeugen. Wobei die Wissenschaft da ja schon trotz sehr eindeutiger Szenarien mäßig erfolgreich ist. Ob die Science-Fictioner viel bewirken kann, aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert aus meiner Sicht.\nSowohl im Positiven wie auch im Negativen. Es gibt auch hier die ganze Climate Fiction, die schon genannt worden ist, Solar Punk oder was auch immer. Das sind halt positive Szenarien, ja zeigen, wie wir die Welt vielleicht noch retten könnten. Aber es gibt dann auch sehr viel Dystopien, ja sagen, wo es hingeht, wenn wir es nicht tun.",
    "end": 3137.0
  },
  {
    "start": 3137.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Also deine Frage wäre, was wäre Klimawandel?",
    "end": 3143.0
  },
  {
    "start": 3143.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Es wird passieren, wenn wir nichts dagegen tun.",
    "end": 3147.0
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    "start": 3147.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Reis Neumüller",
    "end": 3148.0
  },
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    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Vielen Dank. Die zwei Themen werden ganz oben auf meiner Liste gewesen. So muss man jetzt dritte Thema überlegen. Als Genetiker natürlich Gentechnologie, aber vielleicht noch mehr Ökologie. Interessiert mich sehr. Gibt es einige Science-Fiction-Romane in diesem Genre?\nauch Menschen Ökologieverständnis in unterhaltsamer Form nahebringen. Was heißt es, ein Ökosystem zu verändern global? Was hieße es für den Menschen, ein anderes Ökosystem zu kommen? Ganz radikal gedacht, Terraformen. Ja, könnte das überhaupt funktionieren? Es gibt auch das Ökosystem Raumschiff. Kann das da funktionieren? Wie lange könnten wir in so was überleben und sind wir im\nBezug auf das All Generalisten oder Spezialisten, sprich, können wir nur hier leben auf dem Planeten wohl angepasst über Jamelionen bis zu dem Punkt jetzt, oder können wir auch einen radikalen Ökosystemwechsel standhalten und uns anpassen? Das finde ich unglaublich spannend und auf der Erde natürlich das Ganze mit der Team-Mathematik eingeflochten.\nWie können wir Maßnahmen setzen, ⁓ dieses Ökosystem in der Form zu erhalten, tut sich sehr, viel in der Science-Fiction momentan. ist Thema, das mich sehr interessiert und worauf viel geschrieben wird.",
    "end": 3233.0
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  {
    "start": 3233.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "dürfte ich dem Ganzen einen theoretischen Überbaunamen geben? Ethik, oder? Also ich meine, müssen uns ja, also die Frage stellen, wenn wir schon ein Szenario entfalten, wo vieles möglich ist, dann müssen wir uns ja fragen, was wollen wir davon zulassen? Und letzten Endes ist es am Ende immer eine ethische Entscheidung. Gut, die kann auch religiös zum Beispiel geprägt sein oder so.\nDie Gründe, warum wir zu dieser ethischen Entscheidung kommen, können sehr unterschiedlich sein, aber letzten Endes geht es darum, dass wir gucken müssen, was wollen wir zulassen an möglichen und was nicht.",
    "end": 3265.0
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  {
    "start": 3265.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Und in der Science-Fiction kann man halt wunderbar, ohne auf aktuelle Themen, die gerade in den Tagesnachrichten unterwegs sind, Bezug zu nehmen, mal die Gedanken ein bisschen schweifen lassen und vielleicht auch Leuten, die aus irgendwelchen Befindlichkeiten nicht ansprechbar sind, das mal auf einer etwas hypothetischer und übergeordneten Ebene mal ein Sachen vor Augen führen.",
    "end": 3265.0
  },
  {
    "start": 3265.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Fertig.",
    "end": 3290.0
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  {
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    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "dafür ist Science Fiction auch sehr geeignet. Das würde auch ethische Fragen haben, auch in der Fantasy ganz gut mal, abstrakter betrachten. Aber wir sind jetzt hier natürlich bei Science Fiction und da ist das ein sehr gutes Mittel.",
    "end": 3304.0
  },
  {
    "start": 3304.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Meine spannendste Frage wäre tatsächlich, was wäre, wenn sich Gesellschaften wie auch immer entwickeln? Ich finde all die Technikfragen auch super spannend. was wäre, wenn Mensch und Maschine miteinander verschmelzen und so weiter. Aber so aus der Jetzt-Perspektive heraus und die Frage, was ist so die spannendste Frage im Punkt der Zukunftslabor, dann wäre meine, was wäre, wenn sich die Gesellschaft der Menschheit hier auf der Erde\nwo und wie hin entwickelt. Wenn es verschiedene Lager gibt, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln oder wenn es zu einer Gemeinschaft hin entwickelt und so weiter. Das finde ich gerade eine sehr, sehr spannende Frage, vor allen Dingen auch unter dem Aspekt, was sind eigentlich so die Stellschrauben, die beeinflussen, wohin sich Gesellschaften entwickeln. Da freue ich mich immer, wenn es sowas auch in der Science-Fiction gibt und es nicht nur ⁓ technische Weiterentwicklung und dergleichen geht.",
    "end": 3363.0
  },
  {
    "start": 3363.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Ich wieder dazwischenfragen stellen. Du meinst das auch im Kontext der von Technologie lebensverlängernde Maßnahmen. Was hätte das für einen Einfluss auf eine Gesellschaft? Ist das Inklusion?",
    "end": 3373.0
  },
  {
    "start": 3373.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau, und ich halte Technik aber tatsächlich nur für einen Einflussfaktor. Also Tom hat vorhin auch schon bei seinem Buch auch schon gesagt, in der Zukunft geht er davon aus, Technologie wird dafür sorgen, dass wir länger leben. Das hat Auswirkungen auf die Gesellschaft. Technologie wie KI wird Einfluss auf die Gesellschaft haben. Ich finde es aber vor allen Dingen spannend zu gucken.\nAngenommen das, was wir heute so beobachten, dass es immer wieder in so einen Auseinanderdriften auf der Welt geht, in verschiedene Systeme. Wohin könnte sich denn welches System entwickeln und was steht da am Ende? Das ist etwas, was mich zurzeit einfach sehr beschäftigt und was ich für die Science Fiction auch eine sehr, sehr spannende Frage finde.\nIch habe ja schon gesagt, wir werden so viele spannende Was-wäre-wenn-Fragen haben, aber für Anfängerinnen und Anfänger lassen wir es erstmal bei unseren Empfehlungen einverstanden.",
    "end": 3436.0
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  {
    "start": 3436.0,
    "speaker": "Speaker 3",
    "text": "Wobei man das Thema gesellschaftliche Entwicklung leider nicht nur aus der Science-Fiction, sondern auch im Geschichtsbuch teilweise recht gut nachvollziehen kann. Das ist das wirklich tragische an vielen aktuellen Entwicklungen. Aber lass ich mal so stehen.",
    "end": 3450.0
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  {
    "start": 3450.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Stimmte.",
    "end": 3451.0
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  {
    "start": 3451.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Philipp, was du jetzt gesagt hast, Gesellschaft, das ist übrigens auch ein Thema, was eigentlich praktisch alles Subgenres von Science Fiction durchzieht. Das sind immer ja Gesellschaften, die von anderen Prämissen ausgehen als wir jetzt hier. Und sagen wir mal, du hast sowas wie Raumschiff Enterprise, die fliegen irgendwo hin und da ist eine ganz andere Kultur. Und dann gucken die, was machen die und warum machen die das und so,\nDas ist im Prinzip auch wirklich, das zieht die gesamte Science-Fiction und sicherlich auch was, das Genre so interessant macht, weil du da natürlich Gesellschaften zeigen kannst, die aktuell nicht existieren, aber du kannst durchspielen, was wäre denn, wenn eine Gesellschaft so drauf wäre, dass sie zum Beispiel, sagen wir mal Spock bei Raum 5 Enterprise, der so eigentlich scheinbar keine Gefühle hat, aber irgendwie muss er ja welche haben, sonst wäre er ja gar nicht handlungsfähig und so,\nDas sind dann schon spannende Fragen, die da so auftauchen. Warum macht ein Vulkanier etwas, warum macht ein Erdling etwas? Völlig andere Motive halt auch.",
    "end": 3510.0
  },
  {
    "start": 3510.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "zugleich finde ich ist da aber auch, da ist das der Punkt, also ich die Frage super spannend und zugleich merkt man da wo dann auch die Begrenzung, finde ich, der Science Fiction sind. Nämlich wenn man zu weit in die Zukunft denkt und Entwicklung immer weiter, immer weiter, immer weiter denkt, irgendwann kommt man an einen Punkt, dass die Anschlussfähigkeit für Menschen von heute nicht mehr gegeben ist und dann funktioniert die Geschichte nicht mehr, so dass sie spannend ist und die Leute mitnehmen.\nDas wäre zum Beispiel, finde ich, ein relativ valider Kritikpunkt an Raumschiff Enterprise. Das spielt so weit in der Zukunft und trotzdem sind die Parallelitäten und die Ähnlichkeiten zu unserem heute immer noch so deutlich, dass wir da was reintransportieren können. Da, finde ich, muss man immer ja so eine Abwägung finden zwischen, was ist auch noch als Unterhaltung nutzbar für Leserinnen und Leser, weil Science Fiction ist ja kein\nveröffentlichtes Paper von Zukunftsforscherinnen oder Zukunftsforschern, denen total egal ist, ob das Lesen Spaß macht oder nicht. Das ist sozusagen eine Grenze, über die man, glaube ich, aus der Science-Fiction nicht rüberkommt. Zumindest wenn man will, dass es jemand lest.",
    "end": 3581.0
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  {
    "start": 3581.0,
    "speaker": "Ralph Alexander Neumüller",
    "text": "Das ist\nder Anknüpfungspunkt an alle fremden Planeten in Star Trek. sieht aus wie in Kalifornien.",
    "end": 3590.0
  },
  {
    "start": 3590.0,
    "speaker": "Tom van Allen",
    "text": "Wo es gedreht wurde. Da hätte ich noch eine kleine Frage an die anderen beiden, an die beiden Ralfs als Autoren, worüber wir jetzt noch nicht so richtig gesprochen haben ist. hast gerade gesagt, Philipp, schwer vorstellbar, wenn die Entwicklung von der Zivilisation so weit voranschreitet. Aber wir arbeiten ja mit Sprache. Wie geht ihr damit um, wenn ihr in der Zukunft Sprache denkt? Weil ich gehe davon aus, also...",
    "end": 3593.0
  },
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    "start": 3593.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay.\nTom van Allen (1:00:16)\nBei meinem Roman, der spielt ja in 300 Jahren, ich bin aber davon ausgegangen, wenn ich mir vorstelle, wie die Menschen 300 Jahre sprechen, dann versteht es heute kein Leser mehr. Da wird es Worte geben, die wir nicht verstehen, da wird es Technologiebegriffe geben, da wird aber vielleicht auch zum Beispiel, vielleicht sprechen die viel schneller, vielleicht lassen die Worte weg, ja, wir wissen ja gar nicht, wie sich die Sprache entwickelt und deshalb habe ich eigentlich heutige Sprache verwendet, stelle es mir in meinem Kopf aber so vor, dass ich praktisch futuristische Sprache auf heute übersetzt habe. Wie macht ihr das bei euren Büchern?\nSpeaker 3 (1:00:46)\nGenau so. ich nehme heutige Alltagssprache weitestgehend, denn das Negativbeispiel wurde schon genannt. New Romancer von William Gibson, der das nicht gemacht hat, was großartige Science Fiction ist, aber irrsinnig schwierig, da reinzukommen erst mal. Der hat halt wirklich eine zugläufige Sprache entworfen, Begriffe und wie gesagt nichts erklärt. Und wenn man halt nicht drum herum kommt, neue Begrifflichkeiten einzuführen, dann würde ich immer ein Glossar empfehlen.\nIch habe einen einzigen Zukunftsroman in weit entfernter Zukunft, also ich weiß nicht, Zehntausend Jahre in der Zukunft mal geschrieben. Auch der ist sprachlich natürlich nah am Heute, weil der Leser soll es verstehen und alles, da an neuen Begriffen reingekommen hat, habe ich in Glossar gepackt. Im E-Book kann man das auch wunderbar schon direkt dann aber den im Text für die erste Erwendung verlinken. Klappt wunderbar, kann ich empfehlen. Aber ansonsten ja, genauso wie du es auch gemacht hast.\nPhilipp Tree (1:01:41)\nDann würde ich an der Stelle aber für die Frage von, was sind die spannenden Fragen sozusagen zur letzten Frage hier in der Runde kommen, bevor ich so ein paar Bonus Sachen noch raushauen möchte. Aber jetzt haben wir ganz viel sozusagen theoretisch aus unserer Erfahrung über Science Fiction erzählt.\nAber jetzt möchte ich noch mal so bisschen gucken, was ist denn so ganz persönlich für euch? Was war euer persönlicher Aha-Wow-Großartig-Begeisterungsfüllender-Moment mit Science Fiction? Also was ist euer Wow-Moment in der Science Fiction, den ihr teilen mögt, ⁓ damit vielleicht auch Einsteigerinnen, Einsteiger, Anfänger in der Science Fiction zu begeistern?\nSpeaker 3 (1:02:33)\nAlso der größte Wow-Moment an den ich mich erinnere ist der erste Star Wars Film. Wo wir gerade bei Guilty Pleasures vorhin schon waren, es ist nur bedingt Science Fiction, es ist eher Fantasy-lastig, auch wenn es im Weltall spielt, aber ich werde nie vergessen, ich mit, ich weiß nicht wie alt ich war, auf jeden Fall deutlich unter zehn Jahren zum ersten Mal den ersten Krieg der Sterne-Film angeguckt habe und\nDas war definitiv die finale Erweckung. Auch wenn Captain Future schon Vorarbeit geleistet hat, Krieg der Sterne war der ganz große Einstieg. Von dem Augenblick an hat es mich definitiv nicht mehr losgelassen. Wenn wir es eher in Richtung harte Science-Fiction denken, das kam dann ein paar Jahre später. Asimov ist schon genannt worden. Aber da auch war das eine der großen Erweckungen für mich, Arthur C. Clarke.\nUnd zwar ein Buch, das ich hier, glaube ich, auch schon mal als mein Lieblingsbuch genannt habe in Entrecorder, das Lied der fernen Erde, das zum ersten Mal ein wirklich fantastisches interstellares Kolonisationsszenario dargestellt hat, verbunden mit harter Science-Fiction, großartig. Und auch diese Planetum, auf denen der Roman größtenteils spielt, auch da sind halt die schon genannten gesellschaftlichen Experimente, das hat einiges anders gemacht worden auf der Erde und so weiter.\nAuch das ist unheimlich interessant. Und das war wie gesagt für die harte Science-Fiction so ein Erweckungserlebnis für mich. Damit habe ich meine beiden durch, die anderen bitte.\nPhilipp Tree (1:04:02)\nOkay?\nRalph Alexander Neumüller (1:04:05)\nIch kann wieder nur auf das Buch referenzieren, das ich erst schon erwähnt habe, die Zeitmaschine von Wales. muss das nochmal erzählen. Also im Teenageralter gelesen, ein Bild von der Menschheit, das da komplett entzaubert wurde und das erste Mal damit konfrontiert, dass wir eine Spezies sind und so wie jede andere Spezies eine gewisse Zeit zur Verfügung haben und wahrscheinlich irgendwann aussterben werden.\nPhilipp Tree (1:04:12)\nJa,\nRalph Alexander Neumüller (1:04:32)\nDas zu lesen in einem Buch, das war eine existenzielle Krise, die dann natürlich überwunden habe, aber dass ein Buch so etwas auslösen kann, ein Thema überhaupt in einem Roman zu lesen, das war zumindest in dem Alter vollkommener Schock und hat sich von allem abgeschüttet.\nwas ich vorher gelesen habe, von der Gegenwartsliteratur, also von dem, was man damals im Fernsehen gesehen hat. Und kann mich noch sehr gut erinnern, an den Momenten, wie ich das quasi gelesen habe, da quasi im Zimmer gesessen und dann eröffnet sich auf einmal so eine Zukunftsszenario oder Prognose und hat dann einen Gedankenprozess in Gang gesetzt und getriggert, der mich vielleicht auch ein Stück weit Richtung Biologie\nmotiviert hat, mit solchen Themen zu beschäftigen. Das war wirklich ein Buch, das mich im Kern berührt hat.\nTom van Allen (1:05:32)\nJa, meine Erweckungsmomente waren tatsächlich weniger intellektuell und mehr so aus der Paltrichtung in jeglicher Hinsicht, nämlich einmal Captain Future, also für die jüngeren Hörerinnen und Hörer, die das nicht so kennen, eine Science-Fiction-Serie der 80er Jahre, die allerdings tatsächlich auf Groschenromanen basiert, die sozusagen als Zeichentrick verfilmt wurden, so im Manga-Stil. Aber das hat mich als Kind so, also wenn schon diese Musik kam, dann hat mich nix mehr vom Fernseher weggekriegt.\nUnd literarisch war es auch in gewisser Weise palp. Es gibt nämlich eine große deutsche Science-Fiction-Serie und die heißt Perry Rodan. Oder Perry Rodan, auch immer man es ausspricht. Und da lagen bei uns auf dem Dachboden, ich weiß gar nicht, wer die alle gekauft hat, ich glaube, mein Bruder, etliche von diesen Romanheftchen rum. Und da habe ich halt angefangen, Science-Fiction zu lesen. Damals habe ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, ist das realistisch oder sonst was.\nDas hat mich einfach fasziniert. ich glaube, von da aus ging es dann weiter und dann halt später auch als Filme sich weiterentwickeln haben. Star Wars war natürlich für mich auch so, das war einfach so, ich hoffe, was Star Wars einfach auszeichnet ist, dass es so eine komplett eigene Welt geschaffen hat, die so mit den Soundeffekten mit allem wieder alles designt ist und so. Und das hat einen, hat mich auch als Kind schon sehr geflasht, aber davor war tatsächlich Captain Future angesagt.\nPhilipp Tree (1:06:52)\nAlso ich finde es auch superschwierig mich für einen Wow-Moment zu entscheiden, weil es so viele gibt und will ich einfach noch was nennen, was noch nicht genannt wurde, obwohl ich die anderen Dinge auch alle sehr gut nachvollziehen kann. Außer das mit der Time Machine, weil das habe ich tatsächlich noch nicht gelesen und ich merke gerade da habe ich etwas verpasst. Aber Star Trek, Star Wars so...\nGroßartige Sachen auch aus der Kindheit. Aber was mich richtig auch nochmal geflasht hat, war 2016 der Film Arrival von Danny Villeneuve. Den fand ich einfach total großartig. Was so die Idee angeht von wie kommuniziert man in einem First-Context-Szenario. Wow. Also fand ich einen richtigen Wow-Moment.\nOkay, haben wir auch das als Empfehlung und zum Ende würde ich gerne mit euch nochmal so ein paar Missverständnisse, die ich häufig höre, über Science Fiction ausräumen oder so ein paar Vorurteile und euch bitten, eine kurze Antwort auf das, also eine kurze Erwiderung zu geben. Ja, keine langen Erklärungen, einfach eine kurze Erwiderung. Und die erste ist gleich was für\nfür Ralph Edenhofer, aber natürlich auch für euch alle anderen danach. Also ein häufiges Vorteil ist Science Fiction, das Konsumieren, Lesen, genießen zu können. Da muss man doch Physik verstehen, oder?\nSpeaker 3 (1:08:30)\nNein, muss man nicht, denn wenn sie gut geschrieben ist, führt sie den Leser so behutsam an eventuell im Roman vorhandene Physik heran, dass er es entweder gar nicht merkt oder sich fragt, warum hat mir das mein Physiklehrer vor 20 Jahren nicht auch schon so erklären können.\nPhilipp Tree (1:08:49)\nJawoll. Hau ich die nächste Frage raus, mal gucken, wer die beantworten möchte. Science Fiction, das ist doch immer irgendwie so Krieg im Weltall, düster, depressiv, da gibt es doch keine Hoffnung.\nRalph Alexander Neumüller (1:09:04)\nEinfach diesen Podcast, diese Folge nochmal anhören und ich glaube die Bücher, die hier genannt wurden, zeigen die Diversität des Genres sehr sehr gut.\nPhilipp Tree (1:09:17)\ndas auch Hoffnung im Genre.\nTom van Allen (1:09:19)\nWir müssen ein Wort mal nennen, was ja Science Fiction auch beinhaltet. Utopie. Es gibt auch Science Fiction Utopien und letzten Endes, wenn man sich Raumschiff Enterprise bzw. Star Trek anguckt, kann man sagen, das ist eine Utopie, weil das ist eine Welt, in der gibt es keine Armut. Die Technologie ist weit entwickelt. Natürlich gibt es da Konflikte, weil sonst wäre es sehr langweilig, aber Science Fiction muss nicht negativ und düster sein.\nSpeaker 3 (1:09:43)\nsein. Ganz gut gar nicht. Und wer wirklich Science Fiction zum Wohlfühlen mal lesen will, den empfehle ich Becky Chambers. Die Stargazer-Reihe, ne, Wayfarer-Reihe ist einfach nur großartig. ist auch wirklich nicht Stargazer, da anderes ist. Das ist Erdloff auch gut. Aber ganz anders. Ne, Wayfarer. Also das ist auch nicht unbedingt ein besonders...\nPhilipp Tree (1:09:59)\nGut, erlauben!\nSpeaker 3 (1:10:05)\nSchöne Szenario, den man leben will, aber Becky Jammer schafft das einfach so hoffnungsvoll, ihre Figuren darin zu beschreiben, wie sie sich trotzdem da durchbeißen und das alles irgendwie hinkriegen durch Gemeinschaft, durch Freundschaft. Wunderbare Bücher.\nPhilipp Tree (1:10:22)\nnächstes Vorurteil und das ist jetzt in unserer Runde vielleicht auch gar nicht so schwer oder gar nicht so leichter was zu sagen. Science Fiction, ist doch nur was für Männer, nur Männer mögen Science Fiction.\nTom van Allen (1:10:37)\nNein, kann ich absolut nicht bestätigen, denn es geht ja immer darum, wie sind die Figuren? Und wenn mich diese Figuren, seien es Menschen oder Aliens oder Roboter oder sonst irgendwas interessieren, ist es ja eigentlich egal, ob das Science Fiction ist oder was anderes. Und wenn das gut gemacht ist, wenn tolle Figuren sind, eine spannende Geschichte, dann ist es definitiv auch was für Frauen und es gibt natürlich auch Romantik im Weltraum.\nSpeaker 3 (1:11:01)\nIch glaube, ich habe gerade Becky Chambers genannt. Das ist eine Frau, die nicht nur Science-Fiction liest, sondern sogar welche schreibt und zwar richtig gut.\nPhilipp Tree (1:11:09)\nGenau, das Science Fiction wird auch nicht nur von Männern geschrieben, überhaupt nicht. Es gibt auch viele gute Autorinnen. Doch die hatten wir auch schon hier im Podcast.\nRalph Alexander Neumüller (1:11:17)\nUnd vielleicht…\nDie Geburtsstunde der Science-Fiction mit Frankenstein von Mary Shelley, also auch eine Autorin, steht quasi ganz vorne an diesem Schaure.\nPhilipp Tree (1:11:32)\nUnd gibt es noch ein typisches Vorurteil, das ihr gerne ausräumen wollen würdet?\nTom van Allen (1:11:40)\nAlso ich würde mal mit dem Vorurteil aufräumen wollen, was ja oft so gesagt wird, wenn diese so kommt, ach, Science Fiction ist doch nur so was für Nerds und so weiter, dass es reine Unterhaltung ist. es gibt ganz viel Science Fiction, die ist reine Unterhaltung, da ging es auch überhaupt nichts einzuwenden, wenn ich einfach nur eine gute Zeit haben will beim Lesen, was Spannendes lesen will. Warum nicht?\nAber es gibt ja eben auch Science-Fiction, die wirklich Kunst ist und die was bei einem hinterlässt. Ich denke mal, warum du, diesen Film von Denis Villeneuve genannt hast, hat sicher was damit zu tun, dass der etwas berührt und auf die Art wie er gefilmt ist und so weiter. Ich würde sagen, das ist halt ein Kunstwerk. Das ist halt kein 0815 Science-Fiction-Film, wo es nur Unterhaltung geht. Also er unterhält auch, aber er hinterlässt etwas, worüber man nachdenken kann. Und das ist, glaube ich, das Entscheidende. Wenn man es schafft, dass ein Buch oder ein Film so ist,\ndass es spannend ist, ich guck das gerne, ich lese es gerne, aber ich hab danach noch was nachzudenken, für mich so das Optimum, was Science Fiction schaffen kann.\nPhilipp Tree (1:12:39)\nJa, reif.\nRalph Alexander Neumüller (1:12:42)\nMein Vorteil, mit dem ich gerne aufräumen würde, wäre, man Fiction nur im Kino schauen Es gibt fantastische, großartige Science Fiction-Filme. Aber ein Science Fiction-Buch zu lesen, sich über Monate oder Wochen mit einer Materie zu beschäftigen, da einzutauchen, das vermittelt ein ganz anderes Gefühl. Meist näher bei den Protagonisten, näher in der Geschichte. Und es ist vielleicht sogar bunter als im Kino, weil die eigene Fantasie das ausschmückt.\nAlso wir eine Lanze brechen, tatsächlich Science Fiction auch zu lesen.\nPhilipp Tree (1:13:14)\nIch glaube, da bist du\nin der Runde. Sie sehen jetzt alle nicken nur mit den Köpfen. Okay, dann würde ich sagen, haben wir doch alle wichtigen Aspekte mal beleuchtet. Wir hoffen auf viele neue begeisterte Science-Fiction-interessierte Menschen.\nDa möchte ich an dieser Stelle jetzt mich erstmal ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr hier dabei wart. Alle Links zu den empfohlenen Büchern, zu den auch beim Deutschen Science Fiction Preis von allen dreien hier ausgezeichneten Büchern gibt's in den Show Notes. Und nun meine Bitte an alle Tricorder-Hörerinnen und Hörer. Wir wissen, wir haben gerade eine Episode gemacht, wo wir ganz viel erzählen zu Menschen, die das größtenteils schon wissen.\nAber diese Episode ist besonders natürlich für die Leute, die mit der Science-Fiction noch nichts am Hut haben. Also, empfehlt die Episode gerne weiter an Freundinnen und Freunde, von denen ihr denkt, Science-Fiction, das wär doch was für die. Die brauchen nur den Einstieg da rein finden. Und dafür haben wir die Episode gemacht. Schauen wir mal, wie gut es funktioniert.\nEmpfehlt sie also gerne weiter, gibt ihr gerne auch 5 Sterne bei der Podcastplattform eurer Wahl, hinterlasst da eine Rezension. Wenn es denn geht, geht ja nicht bei allen Plattformen. Und ansonsten sage ich, schönen Dank in die Runde und tschüss bis zum nächsten Mal.\nDas war eine weitere Episode von TreeCorder, dem Science-Fiction-Podcast von Joshua und Philip Tree. Alle Infos zu dieser Episode findest du in unseren Show-Notes unter treecorder.de. Schön, dass du dabei warst und wir würden uns sehr freuen, dich auch bei der nächsten Episode wieder begrüßen zu dürfen.",
    "end": 4523.016
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