[
  {
    "start": 23.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Moin Joshua",
    "end": 25.0
  },
  {
    "start": 25.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Guten Morgen, Philipp.",
    "end": 27.0
  },
  {
    "start": 27.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Grüß dich.",
    "end": 28.0
  },
  {
    "start": 28.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja und ein herzliches Willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern da draußen. Endlich mal wieder eine neue Episode vom Treecorder. Es hat lang gedauert, aber jetzt geht's weiter. Und heute wollen wir uns mit einem Thema beschäftigen, das du ja so in den Ring geworfen hast, Joshua, K-Shaped Economy. Und als du das vorgeschlagen hast, habe ich gesagt, bitte was?",
    "end": 57.0
  },
  {
    "start": 57.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Und bei K-Shaped irgendwie erstmal an Kellogg's Special K gedacht. Eine frühe Frühstückssünde unsererseits und unseres Vaters. Langes Zehr. Aber...",
    "end": 70.0
  },
  {
    "start": 70.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "die Fun Facts",
    "end": 72.0
  },
  {
    "start": 72.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "dem Spruch erfunden haben, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit wäre.",
    "end": 77.0
  },
  {
    "start": 77.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Das war noch Kellogg's Cornflakes, glaube ich. Das war noch vor Special K. Aber es",
    "end": 79.0
  },
  {
    "start": 79.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, aber es war Kellogg's.",
    "end": 81.0
  },
  {
    "start": 81.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "war Kellogg's, ja. True that. Ja, aber es soll gar nicht Frühstück gehen, sondern Ökonomie heute Morgen übermorgen, sozusagen. Und ja, ich könnte mir vorstellen, dass es da draußen noch mehr Menschen, so wie mich, gibt, die erst mal mit dem Begriff Nix anfangen können.",
    "end": 104.0
  },
  {
    "start": 104.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Vielleicht kannst du mal so bisschen einführen in das Thema.",
    "end": 107.0
  },
  {
    "start": 107.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Das erste Mal begegnet bin ich dem Begriff tatsächlich, als ich den Film Elysium gesehen habe mit Matt Damon. Ich weiß nicht, ob ich an den einen erinnern kannst. Das war Matt",
    "end": 117.0
  },
  {
    "start": 117.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "mit demen.",
    "end": 118.0
  },
  {
    "start": 118.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Damon. Das war von Neil Blomkamp, der auch District 9 gemacht hat. Und Elysium hatte den gleichen Look damals und war eine richtig coole Geschichte. Und da ging es darum, für alle, die den Film jetzt nicht mehr präsent haben,",
    "end": 137.0
  },
  {
    "start": 137.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "dass die ganz Reichen auf so einer Art Mercedes-Stern im Orbit leben und die Armen auf der Erde und dann als so ultra niedriglohn Arbeiter in Fabriken schuften schrägstrich sterben und von so Supervisoren, die da sind, quasi angeleitet werden, ohne die wirklich häufig zu sehen, die dann so in ihren Büros sind und die Menschen müssen halt mit den Robotern und so da arbeiten.",
    "end": 166.0
  },
  {
    "start": 166.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "für die paar Sachen, die die Roboter nicht können und leben halt in totaler Armut, während die Reichen oben in diesem Orbitalring, also, weiß ich nicht, in einer ringförmigen Raumstation ein super luxuriöses Leben haben, krasse Technologien besitzen, sehr, sehr lange leben und im Prinzip komplett detached, also abgeschnitten sind von dem Leben und dem Leiden der",
    "end": 194.0
  },
  {
    "start": 194.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Massenbevölkerung unten auf der Erde, die dann natürlich auch noch vom Klimawandel zerrötet ist und so weiter und so fort. Matt Damon zeigt den natürlich dann zum Ende.",
    "end": 204.0
  },
  {
    "start": 204.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Mit Damon.",
    "end": 208.0
  },
  {
    "start": 208.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Aber ja, das hat mich da das erste Mal, da ist mir das erste Mal begegnet, weil das stand in einer Film Review von einem Ivan Irgendwas, der hätte mal über K-Shape Economy gesprochen und das hätte Neil Blomkamp.",
    "end": 224.0
  },
  {
    "start": 224.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "inspiriert diesen Film zu machen und das so bisschen in Zukunft zu denken, wohin sich das entwickeln könnte. Und dann kam das wieder während der Corona-Pandemie. Und da kam der Begriff dann auf einmal in die Breite des ganzen Finanzmarktthemas. Weil ja, während Covid als das anfing, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, da ging es ja immer darum, okay, wie wird jetzt der Markt darauf reagieren auf diese Pandemie?",
    "end": 251.0
  },
  {
    "start": 251.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Wird das so eine v-förmige Erholung? Also es kracht super weit runter und geht dann super schnell wieder hoch. Wird es das wehe, dass es hoch runtergeht und einfach volatil wird? Oder wird es eine ganz, ganz lange Rezession? Und das wusste halt keiner so richtig. Und da hat sich dann ja gezeigt, wenn man jetzt die Covid-Jahre bis heute anschaut, dass das viel, für viel Verwerfung gesorgt hat. Also",
    "end": 279.0
  },
  {
    "start": 279.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Menschen mit Kapital am Aktienmarkt, die haben im Schnitt sehr stark profitiert von der Corona-Pandemie, weil sie einfach an den Tiefpunkten massiv einkaufen konnten und viele Qualitätsunternehmen einsammeln konnten zu sehr, sehr günstigen Preisen. Und jemand, der dieses Kapital nicht hatte und auf Erwerbstätigkeit angewiesen ist zur Vermehrung des Vermögens.",
    "end": 308.0
  },
  {
    "start": 308.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "hat im Prinzip in die Röhre geguckt. Also alles sehr vereinfacht und es kommt jetzt natürlich darauf an, welcher Branche man gearbeitet hat und so weiter und so fort, klar. Aber wir haben sehr viel arbeitsmarktechnisch und vermögenstechnisch viel, Rauchaufsteigen sehen während der Corona-Pandemie. Sinnbildlich sind natürlich immer die Gastronomen und die Kleinbetriebe.",
    "end": 335.0
  },
  {
    "start": 335.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Jahre lang die Meldung rum, wie viel Pleite gemacht haben und nicht mehr weitermachen konnten und so weiter. Aber das geht natürlich durch mehrere Schichten durch, weil während Covid natürlich auch viel umgestellt wurde auf Homeoffice. Also Berufe, die ins Homeoffice gehen konnten, haben natürlich deutlich bessere Chancen und einen deutlich besseren Ausblick auch heute noch als Berufe, die das nicht können. Wenn sie nicht",
    "end": 360.0
  },
  {
    "start": 360.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Hm.",
    "end": 361.0
  },
  {
    "start": 361.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "extrem umkämpft sind, weil es zu wenig Leute gibt. Und",
    "end": 365.0
  },
  {
    "start": 365.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Dann habe ich mich wieder damit beschäftigt und habe gesagt, wenn es immer weiter auseinanderdriftet, wofür das denn überhaupt hin? Dann habe ich mir das ein bisschen genauer angeschaut. K-Ship Economy heißt es deshalb, das ich vielleicht zu Anfang sagen können, dass durch diese aufgehende Schere zwischen Arm und Reich, sich ein Teil der Bevölkerung, also das ist quasi der aufsteigende Ast vom K,",
    "end": 395.0
  },
  {
    "start": 395.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "immer weiter also am Snowballen ist, wie man heute so schön sagt, und immer reicher wird, weil sie viel Kapital haben und die Wirtschaft immer kapitalintensiver wird und Kapital der größte Motor für Vermögenswachstum wird und Lohntätigkeit immer weniger. Und dass die Leute, die dieses Kapital haben, zum Beispiel in Rechenzentren zu investieren über ETFs oder was auch immer, also es müssen noch nicht mal irgendwie krasse Finanzmarktprodukte sein, dass",
    "end": 425.0
  },
  {
    "start": 425.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Das vermehrt sich dann tendenziell und wenn man das nicht hat, wird es immer schwieriger, Kapital überhaupt aufzubauen, dass man dann investieren kann. Das heißt, der absteigende Teil des Ks steigt dann immer weiter ab, ohne eine Chance zu haben, dem aufsteigenden K zusammenzukommen wieder.",
    "end": 444.0
  },
  {
    "start": 444.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Da habe ich mich gefragt, als ich das dann so recherchiert habe, ob nicht sozusagen da mit k-shaped im Grunde genommen das Gleiche bezeichnet wird, was wir so im deutschsprachigen Sprachraum immer mit dieser Schere verbildlichen zwischen Arm und Reich, die weiter auseinanderklappt. Ob das nicht im Grunde genommen der gleiche Gedanke dahinter ist.",
    "end": 472.0
  },
  {
    "start": 472.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, also habe ich mir jetzt noch keine Gedanken drüber gemacht, weil ich immer englische Quellen nutze. Aber macht natürlich Sinn, was das gleiche Sinnbild, eine Schere, die weiter aufgeht. Beide Klingen entfernen sich weiter voneinander. das wichtigste Bild, also warum diese Metapher oder das Bild gewählt wird, ist halt, dass die auseinandergehen und sich nicht mehr berühren können. Dass wir quasi zwei voneinander unabhängige Teile des",
    "end": 503.0
  },
  {
    "start": 503.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "der Wirtschaft haben, die sich in ganz anderen Trajektorien entwickeln. wie das weitergedacht ist, und da kommen wir zu dem Elysiumgedanken, ist, dass wir auch den Trend sehen, dass die, da gibt es auch Daten zu tatsächlich, also Erhebung, dass Leute, die im oberen Teil leben, also die Top 10 Prozent, die wissen tatsächlich gar nicht,",
    "end": 531.0
  },
  {
    "start": 531.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "wie problematisch das Leben für die unteren 50 Prozent ist. Und die haben komplett, also die geben komplett andere Antworten, wenn es darum geht, wie ist denn die Wirtschaftslage? Wie optimistisch schaut ihr in die Zukunft? Und das sind dann zwei komplett andere Antworten. Also daran sieht man schon, dass es einfach andere Lebenswelten sind. Die einen sagen, joa, tendenziell sieht es gut aus. Die, auch was jetzt Inflation angeht, den Konsumentenpreisindex",
    "end": 559.0
  },
  {
    "start": 559.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "sagen die ja es ist gar nicht so viel teurer geworden. Während die unteren 50 Prozent sagen ja es ist alles unfassbar teuer geworden und Miete, Strom, Nahrungsmittel nehmen immer mehr von meinem Einkommen weg und ich weiß gar nicht wie ich das bezahlen soll. Das heißt so ganz einfache Fragen wie was kostet jetzt die Butter, wie viel ist die teurer geworden, können die unteren 50 Prozent in den USA, das sind alles USA Daten, muss man dazu sagen.",
    "end": 585.0
  },
  {
    "start": 585.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "sehr schnell beantworten und die Oberen, die geben falsche Angaben. sagen ja, ist so vielleicht 5 % teurer geworden oder so. Und ehrlich, waren es dann 40.",
    "end": 593.0
  },
  {
    "start": 593.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja gut, hat auch schon vor, weiß ich nicht, 15 Jahren oder so Paris Hilton geschafft, auf die Frage, was ein Liter Milch kostet, zu sagen, ja weiß ich auch nicht, 100 Dollar. Ja, oder also, so erinnere ich das",
    "end": 602.0
  },
  {
    "start": 602.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, ja, ja, unvergessen.",
    "end": 605.0
  },
  {
    "start": 605.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "gerade, ob das Zitat so ganz korrekt ist, aber es war auf jeden Fall Paris Hilton.",
    "end": 609.0
  },
  {
    "start": 609.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, ja, hab ich auch. Ja.",
    "end": 611.0
  },
  {
    "start": 611.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja, guter Punkt. Ich glaube auch, das ist sehr USA-zentriert, Konzept. Aber die Grundidee dahinter, dass die",
    "end": 622.0
  },
  {
    "start": 622.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Lebensrealität der oberen 10 % weltweit, glaube ich, gesehen, von denen darunter immer mehr auseinanderdriftet, vor allen Dingen von den unteren 50%, das ist oder erscheint mir tatsächlich eine Realität zu sein, die sich immer mehr verfestigt und die ja wahrscheinlich auch, zumindest wenn man so ein bisschen",
    "end": 650.0
  },
  {
    "start": 650.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "das Ganze weiter spinnt. du hast ja gesagt, Teil dieses Gedanken der K-shaped Economy ist, dass die sich gar nicht mehr berühren können. Also dass die so weit auseinandergehen, dass es zwei voneinander getrennte Systeme sind. Wobei sich dann ja auch immer die Frage stellt, wenn sich das so weit voneinander trennt, wie lange kann das gut gehen, bevor das zu so massiven",
    "end": 678.0
  },
  {
    "start": 678.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "gesellschaftlichen Spannungen führt, das Gesellschaften darunter zerbrechen.",
    "end": 684.0
  },
  {
    "start": 684.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, das ist die Preisfrage. Und einige Beobachter sagen, dass das ganze System der Magerbewegung und der Trump-Administration darauf abzielt, den oberen Teil der K-Shaped Economy abzusichern gegenüber dem unteren. Und dass die ganze Strategie darauf beruht, den unteren Teil irgendwie mitzunehmen, damit er die Politik mitträgt, die den obersten paar Prozent zugute kommt. Was wir zum Beispiel gesehen haben an diesen",
    "end": 714.0
  },
  {
    "start": 714.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Steuerpaket von Trump, was umstritten war, es darum ging, ein Teil davon war, das ging so durch die Medien, dass die Überstunden steuerfrei sein sollen, ist aus dem Gesetz geflogen. Am Ende waren Steuererleichterungen für die Reichsten. Im Prinzip der Kern des Pakets. Und wurde in der Trump-Anhängerschaft trotzdem gefeiert als Riesendurchbruch und super für die Wirtschaft, weil sie es irgendwie auch hinbekommen haben.",
    "end": 743.0
  },
  {
    "start": 743.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "die, dass die Wählerschaft den Kurs des S &P 500 als Erfolgsindikator für seine Politik sieht. Was natürlich Quatsch ist. Klar, also einige haben diesen 401k-Sparplan in USA. Sie haben ja eine viel höhere Investmentquote als bei uns. Aber",
    "end": 763.0
  },
  {
    "start": 763.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Quote in der Rente.",
    "end": 768.0
  },
  {
    "start": 768.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "die, also es ist halt kein Indikator dafür, wie gut es dir geht.",
    "end": 773.0
  },
  {
    "start": 773.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "wie hoch jetzt der Aktienmarkt steht. Und das war früher tatsächlich mal so, das hat sich aber geändert. Weil jetzt haben wir 1 % der Bevölkerung die 32 % des gesamten Kapitals halten. Und das war vor 10, 20 Jahren noch nicht mal ansatzweise so. Obwohl es da natürlich auch schon diese Schere zwischen Arm und Reich gab.",
    "end": 794.0
  },
  {
    "start": 794.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Und dann habe ich dann mich an der Stelle eine Frage, das habe ich leider nicht recherchiert, aber das fällt mir in diesem Kontext gerade ein. Umweist du, wie viel Prozent der Steuern die zahlen?",
    "end": 807.0
  },
  {
    "start": 807.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Das weiß ich tatsächlich nicht. Dazu habe ich keine Erhebung gefunden.",
    "end": 811.0
  },
  {
    "start": 811.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Weil das wäre ja super interessant, weil wenn wir jetzt an so Zukunftsszenarien denken, bei einer vollkommen losgelösten Wirtschaft der oberen 10 % oder wahrscheinlich sind es ja realistisch auf die Welt gesehen viel, weniger. Vom Rest der Welt denke ich ja gleich an so Sachen wie bei Shadowrun oder so, wo dann gewisse Megakonzerne, die halt einzelnen Superreichen gehören.",
    "end": 840.0
  },
  {
    "start": 840.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "im Grunde genommen ihre eigenen Staaten sind, weil sie mehr Macht auf sich vereinen, als das ein Staat kann, weil sie ein Budget haben, das jeden Staat übersteigt. Und das wäre ja so ein Punkt, wo es lohnen würde, mal hinzugucken. Weil wenn dann die restlichen 90 Prozent der Bevölkerung oder 95 Prozent immer weniger haben,",
    "end": 869.0
  },
  {
    "start": 869.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "sind die natürlich auch immer weniger in der Lage, Geld als Steuern abzugeben, das staatliche Strukturen stärkt, die wiederum in der Lage wären, irgendetwas den Konzernen entgegenzusetzen.",
    "end": 882.0
  },
  {
    "start": 882.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Also ist die K-shaped Economy schon so ein Weg in Richtung Shared Run?",
    "end": 887.0
  },
  {
    "start": 887.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Absolut. Das ist der Weg zu Shadrun auf Crack quasi. Weil momentan zumindest sich das beschleunigt und über den größten Brandbeschleuniger haben wir noch nicht gesprochen, das ist KI und Robotik. Also die Änderung des Kapitalmarkts im Sinne von Lohnarbeit wird immer unwichtiger für den Anteil am BIP.",
    "end": 917.0
  },
  {
    "start": 917.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "und Kapital halten wird immer wichtiger. Und das heißt, alles bewegt sich darauf hin, dass wir eine reine Kapitalwirtschaft bekommen. Weil die großen Firmen im Prinzip immer weniger in die Zukunft geschaut, Mitarbeiter brauchen. Und man kann das ja in Echtzeit mitverfolgen, wie der Plan vor unseren Augen geschmiedet und umgesetzt wird.",
    "end": 943.0
  },
  {
    "start": 943.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "immer neue Modelle zu entwickeln, die immer mehr können, was eigentlich Menschen machen müssen. Und bisher ist es ja so, okay, alles, was Arbeit mit den Händen braucht, Koordination, komplexe Aufgaben, wird immer schwieriger. Und die Lücke soll natürlich die Robotik schließen, die tatsächlich nicht so sehr im Fokus der Berichterstattung steht, obwohl die ja extrem weit gekommen ist in den letzten Jahren. Und",
    "end": 970.0
  },
  {
    "start": 970.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Wenn man sich die Experten anschaut, sagen, es sind noch ein paar Jahre, dann sind das alles Massenmarktprodukte. Und interessanterweise reden da aber die Tech Bros gar nicht so viel drüber, sondern es geht immer nur KI, KI. Und dann haben wir diesen Punkt, dass ganz viele Leute sagen, KI ist in aller Munde, aber ich sehe das ja nicht und die sind ja noch so dumm und denken sich so viel Quatsch aus. Und es ist ja ein nettes Tool, aber eigentlich macht es keinen so großen Unterschied.",
    "end": 1000.0
  },
  {
    "start": 1000.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Aber das kann sich halt total schnell ändern, wenn die Robotik aufgeschlossen hat.",
    "end": 1005.0
  },
  {
    "start": 1005.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Mh.",
    "end": 1007.0
  },
  {
    "start": 1007.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "das Ding ist, momentan sehen wir ja widersprüchliche Daten. Das heißt, wir sehen, okay, in USA gab es 191.000 weniger Jobs, also diese Joblücke bei den neuesten Arbeitsmarktzahlen. Und das Spannende daran ist aber, das bezieht sich, also die Zahlen kommen größtenteils von jungen Menschen.",
    "end": 1027.0
  },
  {
    "start": 1027.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "die in ihren ersten, also entweder gerade ihren Abschluss gemacht haben oder in ersten vier bis fünf Jahren, also in ihrem Berufsanfang quasi sind. Das heißt, die Wirtschaft fängt jetzt schon an, auf Mitarbeiter zu verzichten, die eingearbeitet werden müssen. Weil die meistens Tätigkeiten vollführen, wie, keine Ahnung, Protokolle schreiben, Sachen zusammenfassen, das Ganze in ein Spreadsheet eintragen, Daten aufbereiten. Also alles, was man halt so macht, wenn man gerade ein Junior ist.",
    "end": 1057.0
  },
  {
    "start": 1057.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "und was man leichter KI abgeben kann.",
    "end": 1059.0
  },
  {
    "start": 1059.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Und",
    "end": 1059.0
  },
  {
    "start": 1059.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "genau, genau. Und da sind die Zahlen tatsächlich massiv. Und das täuscht ein bisschen darüber hinweg, dass die Gesamtdaten nicht so schlimm sind wie angenommen. Weil Leute in Senior-Positionen brauchst du immer noch und die bekommen auch noch easy einen Job. Also Leute, dann",
    "end": 1077.0
  },
  {
    "start": 1077.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja.",
    "end": 1077.0
  },
  {
    "start": 1077.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "35 plus sind mit viel Erfahrung.",
    "end": 1080.0
  },
  {
    "start": 1080.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ich kurbel jetzt aber mal die Zeit vor, weil Robotik und KI, finde ich, ist einfach noch mal ein extra Thema. Da müssen wir noch mal einige Updates machen, zumal unsere KI-Folge, wie wir hier schon mehrfach festgestellt haben, ja nicht so gut gealtert ist. Wenn diese K-shaped Economy so kommt und wir uns jetzt vorstellen, okay, die oberen Prozente immer mehr vereinen nicht nur immer mehr Kapital auf sich, sondern auch immer mehr Wirtschaft.",
    "end": 1110.0
  },
  {
    "start": 1110.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wirtschaftskraft. Eigentlich brauche ich aber doch Konsum. Also ich muss doch etwas, irgendjemandem muss ich doch irgendwas verkaufen, weil ohne Wachstum unser System nicht funktioniert.",
    "end": 1127.0
  },
  {
    "start": 1127.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wo generiert die K-shaped economy denn dann irgendwann ihr Wachstum her?",
    "end": 1134.0
  },
  {
    "start": 1134.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Also ja nicht von den 95",
    "end": 1134.0
  },
  {
    "start": 1134.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Also, hm, hm, hm.",
    "end": 1136.0
  },
  {
    "start": 1136.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "% oder 90 % die zum unteren Schenkel des Cars gehören, weil die haben ja nichts.",
    "end": 1143.0
  },
  {
    "start": 1143.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, also da wird es auf jeden Fall einen Paradigmenwechsel geben, weil das erklärte Ziel, das sagt ja auch ein Elon Musk ganz offen und Sam Altman und Amodei, das Ziel ist ja, dass wir eine Wirtschaft haben, die keinen Menschen mehr braucht, der daran teilnimmt. das klingt eigentlich total dystopisch, ist es auch.",
    "end": 1171.0
  },
  {
    "start": 1171.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Aber das wird ja immer verkauft als die große Utopie, dass wir dann KI's haben, die alles für uns regeln und wir müssen denen nur sagen, was wir brauchen und dann kriegen wir das, weil wir durch KI und Robotik immer kürzere Iterationsprozesse haben bei der Entwicklung von Produkten. dann hast du halt, weil KI das viel schneller kann, nicht mehr jeden November die Show mit den neuen iPhones, sondern irgendwann jeden Monat. Und dann hast du die jede Woche und dann jeden Tag.",
    "end": 1199.0
  },
  {
    "start": 1199.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Und dann kommt im Prinzip jede Stunde neues iPhone raus. Und kann ja keiner mehr dran teilnehmen. Das heißt, wahrscheinlich, wenn das so aufgeht, werden wir eine Wirtschaft haben, die rein von KI und Robotik getragen wird. Und dann wir einen kompletten Überfluss an allen möglichen Produkten haben. Und das ist tatsächlich ein Systemwechsel, weil",
    "end": 1228.0
  },
  {
    "start": 1228.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "wir diesen Fall noch nie hatten. Also Wirtschaft basiert ja auf dauerhaften Wachstum, genau wie du es gesagt hast, mit Unterbrechung durch Rezession, wo dann Kurse wieder ausgeglichen werden auf Normalwerte. Aber im Prinzip ist es immer Wachstum. Also Produktivität nimmt zu, Margen nimmt zu und die Konsumentenschaft nimmt zu. Und das sind alles Sachen, die sich komplett ändern werden, wenn die Produktivität",
    "end": 1257.0
  },
  {
    "start": 1257.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "komplett enteilt. Und darauf hat tatsächlich niemand eine Antwort. Wir haben einen Elon Musk, der schon seit zehn Jahren ständig davon spricht, dass wir ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen, weil wir später einfach keine arbeitende Bevölkerung mehr brauchen. Und trotzdem müssen die Produkte ja irgendwo hin. Das heißt, wir wahrscheinlich auf ein komplettes Umverteilungssystem wechseln.",
    "end": 1286.0
  },
  {
    "start": 1286.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Und wie das funktioniert, wie das gestaltet werden kann, weiß niemand. Weil das, wie gesagt, ein Systemwechsel ist. Was nur bei der K-Ship-Economie festzustehen scheint, wenn wir an diesen Endpunkt kommen, ist, dass diese Neugestaltung des neuen Systems komplett von den oberen 1 % bzw. den Techbossen durchgeführt werden wird.",
    "end": 1311.0
  },
  {
    "start": 1311.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Das heißt, ist eigentlich K-shaped economy, ist das Ende der economy an ihrem Ende, aber auch im Grunde das Ende demokratischer Systeme. Also es ist eigentlich der Weg in die Totaliterität, totaliterität, naja, also, ja, genau,",
    "end": 1334.0
  },
  {
    "start": 1334.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Totaliterität, ja, glaube ich.",
    "end": 1336.0
  },
  {
    "start": 1336.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "ein bisschen viel Tät, aber",
    "end": 1338.0
  },
  {
    "start": 1338.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Nur dass es dann nicht irgendein Politiker ist, der in Trumpschen, Orbanschen oder sonstigen populistischen Stile sich an die Macht platziert, putzt oder wie auch immer, sondern dass es ein paar wenige Techbosse sind. Und dann reden wir ja nicht mehr von 10 Prozent.",
    "end": 1358.0
  },
  {
    "start": 1358.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Also dann reden wir ja auf... Also dann sind wir ja noch nicht mal mehr im Promille-Bereich. Dann kann man die Menschen, die dazugehören, ja wahrscheinlich an wenigen Händen abzählen.",
    "end": 1371.0
  },
  {
    "start": 1371.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Wahrscheinlich. Wahrscheinlich. Also, wir wissen es einfach nicht. Was sich ganz gut prognostizieren lässt, ist tatsächlich die Trajektorie. man sieht jetzt schon, dass die oberen 10 Prozent immer mehr auf private Leistung setzen. Also private Schulen, private Krankenhäuser, gated communities.",
    "end": 1400.0
  },
  {
    "start": 1400.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "nehmen überall auf der Welt zu tatsächlich und sich immer mehr auch im ganz im normalen sozialen gesellschaftlichen Alltag entkoppeln vom Rest. Das heißt oberes Teil des K, mehr Sicherheit, bessere Gesundheit und Lebenserwartung, komplett andere Realitätswahrnehmung. Wie sieht die Welt aus? Wie sieht die Zukunft aus? Wie sieht mein Leben aus? Und das sehen wir jetzt schon. Das wird sich wahrscheinlich noch",
    "end": 1430.0
  },
  {
    "start": 1430.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "noch deutlich schneller entwickeln. Und das ist dann natürlich auch der Zugang zu neuen Technologien. Also das wird dann auch immer schneller sein bei dem oberen Teil des GAS, also die Implementation neuer Technologien, das Nutzen neuer Technologien, während das im unteren Teil unwahrscheinlicher wird, weil es sich kaum jemand leisten kann.",
    "end": 1454.0
  },
  {
    "start": 1454.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Da sind wir wieder bei Shadowrun dann.",
    "end": 1456.0
  },
  {
    "start": 1456.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja.",
    "end": 1457.0
  },
  {
    "start": 1457.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wobei, also ich mich frage, wenn man dann so ganz am Ende ist und wir dann an den Punkt kommen, den wir gerade besprochen hatten, wo dann niemand weiß, was macht das denn dann mit der Wirtschaft, dann spielt ja sich leisten können ja eigentlich auch keine Rolle mehr, weil welche Bedeutung hat dann Geld?",
    "end": 1476.0
  },
  {
    "start": 1476.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, das ist auch spannend. Wenn man sich Untersuchungen anguckt zur K-shaped Economy, ist einer der besten Indikatoren dafür, dass wir auf einer Trajekturie sind, die zu einer K-shaped Economy führt oder sie zusammenspitzt, ist die Erosion des Leistungsversprechens. Also dass immer weniger Menschen glauben, dass sich Leistung auszahlt. Und das haben wir ja maximal aktuell.",
    "end": 1504.0
  },
  {
    "start": 1504.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Also in USA sind es, ich meine, bin 68 % gerade, die die Frage mit Ja beantworten. Und ich weiß jetzt nicht, wie es bei euch in Deutschland ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es ähnlich ist. Vielleicht nicht so krass, aber es ist ja immer ein bisschen hinter den USA.",
    "end": 1524.0
  },
  {
    "start": 1524.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wobei das natürlich für die USA noch viel krasser ist, weil diesen American Dream, von dem ist ja nun ganz zentraler Bestandteil, dass wenn ich nur genug leiste, ich es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffe. Das ist ja in kaum einer Kultur so sehr das Narrativ wie dort.",
    "end": 1545.0
  },
  {
    "start": 1545.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Das stimmt. Allerdings ist die Armutsquote ein bisschen niedriger als in Deutschland. Ich weiß nicht, ob das ein Faktor ist für diese Daten, aber könnte es sein.",
    "end": 1557.0
  },
  {
    "start": 1557.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Weiß ich nicht, da hab ich... Ja. Ähm... Lass uns doch noch mal vielleicht abschließen mit so einem Zukunftsblick Kshape Economy ganz am Ende ein dystopisches, ein utopisches Bild. Dann spannt sich der Rahmen dazwischen ganz von alleine. Ich glaube, das dystopische haben wir ganz einfach erstellt, weil das haben wir schon ausgesprochen.",
    "end": 1586.0
  },
  {
    "start": 1586.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ein paar ganz wenige haben einfach aufgrund ihrer finanziellen Macht die Gesamtkontrolle über die relevante Wirtschaft, die irgendetwas produziert und macht. Also dann gibt es tatsächlich sowas wie eine Weltregierung, nur nicht so wie wir es uns bei Star Trek vorstellen, im positiven Sinne, sondern eher im Shadowrun-Konzernratssinn.",
    "end": 1616.0
  },
  {
    "start": 1616.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Da wird entschieden, was wirklich passiert auf der Weltpunkt. Was dazu führen könnte, dass Staaten im Grunde genommen nutzlos werden und eigentlich keine Rolle mehr spielen, weil staatliche Gewalt nicht mehr angebracht werden kann. Herausfordernder finde ich das utopische Bild. Ein Teil der Utopie könnte aber sein, das habe ich zumindest schon mal so jetzt mit rausgehört,",
    "end": 1647.0
  },
  {
    "start": 1647.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "dass",
    "end": 1648.0
  },
  {
    "start": 1648.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "ein Überfluss entstehen könnte, im Sinne von was man braucht, da, im Grunde genommen in dem Moment, wo man es braucht.",
    "end": 1659.0
  },
  {
    "start": 1659.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wobei das nicht so sehr Ergebnis der K-shaped economy ist, als der damit eng verwobenen Technik, nämlich KI und Robotik.",
    "end": 1669.0
  },
  {
    "start": 1669.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ich persönlich glaube tatsächlich auch nicht, dass sich die K-Shape-Economy so realisieren wird. Wir haben natürlich dieses große Risiko, dass KI das neue Soma ist und die Leute dann alle weisen cool ein Chatbot haben und alle möglichen Produkte kriegen, quasi als Schlafschafe ruhig gestellt werden.",
    "end": 1697.0
  },
  {
    "start": 1697.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "klar sich das Risiko, aber ich glaube, dass wir an einem Punkt sind, wo die Menschen so frustriert sind, dass es gut möglich ist, dass wir starke gesellschaftliche Veränderungen sehen, zum Positiven in dem Sinne, dass sich das noch aufhalten lässt, also in der Menge sind die Leute ja auch nicht doof. Und wenn es wirklich zu Massenarbeitslosigkeit kommt, bevor ein neues System",
    "end": 1725.0
  },
  {
    "start": 1725.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "etabliert ist und aufgezeigt wird, wo die Leute sagen, da wollen wir mitmachen. Ich glaube, da überwiegt dann einfach der Frust. da könnte ich mir vorstellen, dass wir auch in USA, wir sehen das ja jetzt schon, dass bei den Demokraten der sozialistische Flügel immer erfolgreicher wird, weil doch viele Menschen sehen, okay, das ist doch nicht so, wie ich mir vorgestellt habe. Und eigentlich machen die keine Politik für mich.",
    "end": 1754.0
  },
  {
    "start": 1754.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Und es kann ja auch gut sein, dass wir dann nach den Midterms einen gelehmten Trump sehen, dass die Demokraten mit dem sozialistischen Flügel, also bei denen, ich weiß das ist, Socialist, also bei uns sozialdemokratisch, schrägstrich Mitte, dass die gewinnen und dass dann sich ganz anders entwickeln wird, das wissen wir nicht. Und was auch in den Daten steht, ist diese",
    "end": 1783.0
  },
  {
    "start": 1783.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Erosion des Leistungsversprechens und der Frust darüber, dass sich Leistung nicht mehr auszahlt, ist tatsächlich kein Indikator für das Wählverhalten der Menschen. Es gibt ja oft diesen Glauben, ja die wählen dann alle AfD oder Trump, wenn sie frustriert sind, dass das halt quasi der Nährboden für Populismus ist. Das stimmt aber tatsächlich nicht. Das hat sich in vielen Untersuchungen als als eine falsche Kausalität herausgestellt.",
    "end": 1810.0
  },
  {
    "start": 1810.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Die Leute suchen einfach nach anderen Antworten und das kann sich und das tut es auch in jedem Land anders ausdrücken. Und da habe ich halt die Hoffnung, dass doch genug Leute sagen, das wollen wir so nicht und frustriert sind mit der Entwicklung. Und noch ist es halt so, dass wir viele Erwerbstätige unbedingt brauchen. Vor allem in ganz, ganz vielen Berufen wie Handwerk, wo es auch nicht mehr genug gibt.",
    "end": 1839.0
  },
  {
    "start": 1839.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Also wir sind halt noch nicht da, dass du alle ersetzen kannst.",
    "end": 1842.0
  },
  {
    "start": 1842.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja, aber da wäre allerdings meine Frage, wie viel Einfluss hat die, also wie weit sind wir auf diesem K schon vorangeschritten? Sind wir wirklich noch an einem Punkt, wo veränderte Politik das aufhalten könnte? Oder haben wir den schon überschritten, weil insbesondere die großen Tech-Unternehmen im Grunde genommen",
    "end": 1870.0
  },
  {
    "start": 1870.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "die Informationsvorheit haben.",
    "end": 1872.0
  },
  {
    "start": 1872.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Das ist eine gute Frage. Das weiß ich natürlich nicht. Das wird die Zukunft zeigen. Was aber in den Daten zu sehen ist, ist, die... Also es ist noch nicht so... Also der Anteil am BIP durch Arbeitnehmerentgelt ist auf dem niedrigsten Stand seit, ich glaube, knapp 100 Jahren. Also in 80 bis 100 Jahren. Das ist alarmierend, klar. Aber was sich auch zeigt...",
    "end": 1897.0
  },
  {
    "start": 1897.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Die obersten 10 % haben Reallohnwachstum von knapp 4 % in USA und die unteren immer noch von 1,5%. Das heißt, wir sind noch nicht da, dass das Real sinkt. Es ist nur so, dass es langsamer wächst als bei den top 10%. Und das ist halt nicht das Zeichen von einer K-Shaped Economy. Wenn es eine reine K-Shaped Economy wäre, der Anteil der Reallohnanteil von den unteren 50 % im Minus sein.",
    "end": 1925.0
  },
  {
    "start": 1925.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "und auch dahindeuten. Und in den letzten sechs Monaten zum Beispiel hat es das leicht entspannt. Also, da der Wert natürlich auf kleinem Niveau, aber er ist leicht gestiegen. Und das andere ist Populismusunterstützung ist vor vier Jahren war irgendwie noch 5 Prozent gewachsen, jetzt in den USA 2,7 Prozent. Also, da sehen wir auch schon, dass das leicht runtergeht. Und die, also die",
    "end": 1954.0
  },
  {
    "start": 1954.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Arbeitsmarkt und Finanzmarktdaten geben das tatsächlich noch nicht her, dass wir auf so einem Hyper Speed K-Shape sind. Da ist es eher so, wir haben eine Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten, aber die zeigen beide noch leicht nach oben.",
    "end": 1969.0
  },
  {
    "start": 1969.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Nur halt unterschiedlich steil. Und das ist halt kein K.",
    "end": 1973.0
  },
  {
    "start": 1973.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Ja, spannend. Bleibt spannend abzuwarten, wie sich das entwickelt. Und sollte es sich in die K-shaped Economy in Gänze entwickeln? Wobei vielleicht sogar ohne die K-shaped Economy. Aber sollten Robotik und KI sich so ausspielen, wie das Optimisten sehen, dass sie alles übernehmen?",
    "end": 2002.0
  },
  {
    "start": 2002.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "dann zu sehen, was wird da raus, weil noch niemand ein Konzept dafür hat. Aber, habe ich vorhin schon gesagt, das ist eigentlich Inhalt für ein ganz eigener Episode. Mal zu gucken. Das fände ich spannend, das sollten wir mal als Episode machen. Zu gucken, welche Ideen gibt es denn da für Modelle. Also, ich könnte mir schon vorstellen, dass man da, dass man da was findet. Und wenn nicht, dann müssen wir uns einfach, dann müssen wir mal kreativ sein, dann müssen wir den",
    "end": 2032.0
  },
  {
    "start": 2032.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Science Fiction, den Fiction Teil mal anschmeißen, überlegen, wie es aussehen könnte. Okay, also K-Shape Economy, mögliches Ding mit hoher Tendenz für nicht nur sozialen Sprengstoff, sondern auch für eine absolute Loslösung, Entkopplung der obersten",
    "end": 2061.0
  },
  {
    "start": 2061.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Prozent vom ganzen Rest der Welt was die Wirtschaftskraft angeht. Schauen wir mal was draus wird.",
    "end": 2069.0
  },
  {
    "start": 2069.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ja, wir werden sehen.",
    "end": 2071.0
  },
  {
    "start": 2071.0,
    "speaker": "Philipp",
    "text": "Wir werden es sehen, in diesem Sinne. allen da draußen vielen Dank fürs zuhören. Macht's gut und bis zum nächsten Mal. Ciao ciao.",
    "end": 2081.0
  },
  {
    "start": 2081.0,
    "speaker": "Joshua",
    "text": "Ciao.",
    "end": 2136.334
  }
]