[
  {
    "start": 1.549,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin Moin Joshua!",
    "end": 2.926
  },
  {
    "start": 2.926,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Moin Philipp und herzlich willkommen alle unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zu unserem nächsten Adventskalendertürchen. Heute soll es das Thema autonomes Fahren gehen. Denn als wir über die humanoiden Roboter gesprochen haben, haben wir schon im Vorfeld gesagt, was da wohl jetzt alles rein gehört und dass da ja eigentlich auch autonomes Fahren zugehören würde, weil das sind ja Roboter auf vier Rädern. Deswegen wollen wir jetzt wie gesagt über autonomes Fahren sprechen.\nHast du denn selber Philipp schon Erfahrung gemacht mit autonomem Fahren?",
    "end": 36.465
  },
  {
    "start": 36.465,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Nur teilautonom, dem was, also beim Probefahren von einem Tesla innerhalb der Einschränkungen, die hier in Deutschland gelten, die ja doch sehr massiv sind. Und mein aktuelles Auto fährt insofern autonom, wenn ich ihm sage, da ist eine Parklücke, dann sagt er, okay, Hände weg, Füße weg, ich mach das. Und manchmal klappt das.",
    "end": 62.566
  },
  {
    "start": 62.566,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das gibt es ja, also den Einpackassistenten gibt es ja auch schon ganz schön lange.",
    "end": 68.049
  },
  {
    "start": 68.049,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, aber der ist jetzt anders. ich hatte ihn auch vorher in dem Auto. Da musste man noch so selbstätig bremsen und Gas geben und so. Und jetzt ist wirklich alles weg. Ich mach das. Also das ist schon nochmal next level, aber es ist kein autonomes Fahren. Also ist die Antwort auf deine Frage so richtig nein. Und du?",
    "end": 90.638
  },
  {
    "start": 90.638,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also ich habe auch nur Tesla Probefahrtmage und das ist auch schon echt lange her. Das war noch vor Covid. Also schon relativ lange her und halt Level 2. Also vielleicht muss man zu diesen SAE Leveln sagen, es gibt fünf Level. Über Level 1 wird nicht mehr gesprochen und Level 2 ist jetzt so das Unterste, was in den Tabellen auftaucht, falls das mal jemand googeln möchte.\nDas ist quasi Teil Automation, wo der Fahrer aufpassen muss. Das ist dieses immer mal wieder Hand ans Lenkrad legen, Augen geradeaus. Es gibt ja jetzt in den ganzen Neuwagen diese Kameras, die anständig beobachten, was ich übrigens gruselig finde, aber da kann man vielleicht was anderes drüber sprechen. Die dann sagen Ja, jetzt bitte geradeaus gucken, Lenkrad, Steuerung übernehmen. Ja, die Ader ist nicht wirklich autonom. Das ist halt nette Assistenz und Level 3 ist dann bedingte Automation. Das heißt\nMan kann schon quasi die Augen wegnehmen. Und das ist sehr, sehr begrenzt. Das sind meistens dann auch Teststrecken, selbst wenn die das schon können. Und dann gibt es Level 4. Das ist dann die nächst höhere Automation, wo kein Fahrer mehr nötig ist, was aber wie gesagt auch wie bei Level 3, was jetzt bei Level 4 ist, nur in bestimmten Zonen ist. Also zum Beispiel in San Francisco oder LA fahren die Waymo's rum.\nUnd da ist das dann legal in diesem Bereich, weil die genau darauf trainiert sind. Das sind dann quasi die Robotaxis, wie man das aus Total Recall kennt, nur ohne die creepy Puppe, vorne setzt. Und ja, also das kann man sich mal angucken, wenn man selber nicht nach San Francisco will, kann man sich das mal bei YouTube anschauen. Da sind, ich meine, über 100.000 Waymo im Einsatz in San Francisco allein. Das ist so mein letzter Stand.",
    "end": 191.569
  },
  {
    "start": 191.569,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Besser, besser als du.",
    "end": 210.958
  },
  {
    "start": 210.958,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "kann aber auch mittlerweile schon mehr sein. Der Kollege Brendan Q. Morris, der auch bei uns schon öfter mal Gast war, der hat das auch schon gemacht in San Francisco, hat da auch einen längeren Post drüber gemacht. Und das ist da halt ganz normal im Stadtbild. Und Level 5 ist dann quasi so das Endziel, sage ich mal, für alle Unternehmen, die aktuell daran forschen. Also fallen mir jetzt als erstes die drei größten ein, Alphabet, also die Google Mutter.\nTesla und BYD. Das ist dann die volle Automation, wo kein Fahrer nötig ist und also quasi wie das Level 4 nur überall und unbegrenzt. Das ist dann das Auto, was quasi von Ostküste zur Westküste oder bei uns oder bei euch, muss man ja sagen, von Schleswig-Holstein nach Bayern fährt und das Ganze komplett alleine machen kann. Und da sind wir halt noch nicht. Das ist",
    "end": 261.936
  },
  {
    "start": 261.936,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 267.342
  },
  {
    "start": 267.342,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Level 4 ist das, wir schon sind. Und was das Ganze auch so ein bisschen einschränkt, ist ironischerweise der Kampf um die Technologie. Tesla hat sich ja entschieden, das Ganze nur über Kameras zu machen und das leider komplett abzuschaffen. Also es ist quasi so ein Leserradar, kann man das sehr vereinfacht sagen. Und Google setzt weiterhin darauf. Aber es funktioniert deutlich besser, muss man einfach sagen.\nTesla hat mittlerweile auch zugegeben, dass sie hinter Waymo sind technisch. Allerdings ist bei Waymo das Problem, dass sie immer noch mit diesen HD-Karten arbeiten. Und mit Leider ist es teurer und geht nur bei gut gemappten Orten. Und das macht das Ganze so schwierig, weil dafür musst du eigentlich dann die gesamte Welt mappen und dich darauf trainieren. Das ist halt eher unwahrscheinlich, sagen wir mal so.\nkann möglich sein, weiß nicht, aber das ist auf jeden Fall nichts, was jetzt ganz, schnell kommen kann. Dementsprechend ist das ein ganz spannendes Technologieren, weil ich beide Seiten verstehen kann. Also ich verstehe den Ansatz zu sagen, wir gehen nur auf Kameras. Also gute Roboter, Autos, die müssen im Prinzip die die Sehleistung von Menschen und die Verarbeitungsleistung dieser Daten genau wie Menschen machen können, dann auch wie Menschen im Straßenverkehr zu reagieren.\nwas super schwierig ist. Also da sieht man dann auch ganz gut, was für eine krasse Leistung das menschliche Gehirn so bringt. der Vorteil, den ich auch noch bei Tesla dabei sehe, ist, dass sie diesen Shadow Mode haben. Ich weiß nicht, ob du das schon mal gehört hast, Philipp. ist, Tesla hat so ein Modus aktiviert, also bei allen Teslas ab 2000.",
    "end": 378.641
  },
  {
    "start": 378.641,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Nee.",
    "end": 385.038
  },
  {
    "start": 385.038,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "16 oder 17, wo das System quasi leise vorhersagt, was es getan hätte, sein, also wenn es selber reagiert hätte und nicht der menschliche Fahrer. Also die gucken dann, was macht der menschliche Fahrer in Situation A und wie hätte in der gleichen Situation die KI reagiert. Und daraus zieht Tesla super viele Daten und das sind ungefähr 50 Milliarden Meilen pro Jahr, wenn ich mich richtig erinnere. Also das ist ein riesen",
    "end": 397.424
  },
  {
    "start": 397.424,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay.",
    "end": 413.616
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  {
    "start": 413.616,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, Ansatz,",
    "end": 416.002
  },
  {
    "start": 416.002,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Datensatz, den es halt für sein Dojo nutzen kann. bei Waymo ist es halt noch die Sensor Fusion und HD-Karten. Hab ich ja eben schon kurz drüber gesprochen. Und da ist ganz spannend, dass es halt super funktioniert. Das ganze Kamera-Lider- und Radar-Set kostet um die 13 bis 15.000 Dollar. Also ist nicht wenig. Aber ist bei Tesla halt nur 400.",
    "end": 442.032
  },
  {
    "start": 442.032,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 444.974
  },
  {
    "start": 444.974,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "400 Dollar die Kameras oder zeigt sich schon Unterschied. Aber was da auch noch für Waymo spricht, muss man einfach sagen, es gab 2024 eine Studie von der Swiss Re. Also große Versicherung. Und da hat Waymo halt eine Reduzierung von Schadensansprüchen und Personenschadensansprüchen von 90 Prozent erreicht gegenüber menschlich gefahrenen Fahrzeugen. Und das ist halt das ist echt krass.\nUnd das ist auch, glaube ich, so das Hauptargument von Befürwortern des autonomen Fahrens, dass es deutlich sicherer wird. Und die Daten scheinen das auch herzugeben, zumindest bei den bei den Waymo-Fahrzeugen. Bei Tesla gibt es da auch Daten zu, die allerdings von Tesla selbst stammen. Deswegen, da ist mir keine externen Studie bekannt. Genau, da könnte ein Bias dran liegen.",
    "end": 496.816
  },
  {
    "start": 496.816,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "könnte ein Bias drin liegen. Ja ich glaube die spannende Frage ist ja auch noch, wenn man so ein bisschen guckt, was für Szenarien gab es und gibt es für autonomes Fahren. Will man autonomes Fahren in einem Umfeld gemischt mit nicht autonomem Fahren? Ja oder nein? Und sozusagen, wie geht man dann mit Störungen da Hätte man jetzt\nein System, das durchgängig nur autonom fahren würde, hätte das ja enorme Vorteile, was die Effizienz des Verkehrs angeht. Wenn alle autonom fahren, können alle miteinander kommunizieren und Daten austauschen, sodass im Grunde genommen in einer idealen Welt ein, brauchst du gar nicht AGI für, reicht ja schon eine spezifische KI, optimal den Verkehrsfluss.\nsteuern könnte, sodass alle Beteiligten schnellstmöglich an ihr Ziel kommen. Funktioniert aber natürlich nur, wenn alle mitmachen. Und da kommt glaube ich dann so eine Frage auf uns zu, wenn die Technik erstmal bei Level 5 ist, dann ist man natürlich auch schnell dabei zu sagen, ja gut, dann müssen wir alles andere verbieten, weil es ja viel unsicherer. Und dann",
    "end": 579.82
  },
  {
    "start": 579.82,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und das nimmt uns dann wieder die Autonomie weg, worüber wir auch schon in der letzten Episode gesprochen haben.",
    "end": 585.233
  },
  {
    "start": 585.233,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Richtig. Und dann kommen so Menschen wie ich, auch noch leidenschaftlich gerne Motorrad fahren und denken sich, wie passen wir denn in dieses Szenario von Zukunftsfahren? Aber muss man gar nicht Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sein, reicht schon Fahrradfahrer zu sein. Also wenn ich sage, der gesamte Verkehr soll autonom funktionieren, dann kann ich ja auch...\nauf Ampeln und all so ein Gedöns verzichten. Aber dann kann ich da nicht mehr als Fahrradfahrer einfach so drin mitfahren. Dann brauche ich eigentlich einen separaten Fahrweg, der komplett getrennt ist von dem anderen. Das macht ja vielleicht in Großstädten sowieso Sinn. Aber da kämen dann, glaube ich, große Veränderungen auf uns zu, wenn man so ein Modell nehmen würde. Und da sehe ich tatsächlich den Vorteil,\nbei einem Ansatz wie Tesla, fair zu sagen, wir brauchen eigentlich ein Auto, das von der Wahrnehmung her so funktioniert wie der Mensch und auch Dinge sehen kann und dann anhand des Bildes interpretiert und das kann leider ja nicht. Obwohl, nee, nicht ist falsch. Dafür hat man wahrscheinlich nicht den gleichen Datensatz, es zu trainieren. Also, ich mein...",
    "end": 660.526
  },
  {
    "start": 660.526,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, und",
    "end": 672.368
  },
  {
    "start": 672.368,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "nennen wir es einfach mal Radar, auch wenn es technisch ja was anderes ist. ich meine, Fledermäuse können auch nur mit Ultraschall alles Mögliche in dieser Welt identifizieren. Also wird man wahrscheinlich auch eine KI trainieren können, mittels Slider, Radar oder weiß nicht was alles zu erkennen. Aber man hat bestimmt nicht den Datensatz, den es dafür bräuchte, die sicher zu trainieren. Und Bildmaterial haben wir von allen Dingen dieser Welt in quasi unendlicher Menge.\nUnd der Datensatz, der jetzt schon gehoben wird, was du gesagt hast mit dem Shadow Mode, ist natürlich fürs Training der Hammer.",
    "end": 712.654
  },
  {
    "start": 712.654,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Absolut. Und trotzdem sieht man halt an diesen Edge-Cases, dass selbst dieser riesen Datensatz an Grenzen kommt. Du hast ja diesen Longtail an schwierigen Situationen, die wir im Alltag sehen können. Also nasser Zement auf dem Boden ist halt für Kamera superschwierig. Und ein Fahrrad, was oben auf dem Auto befestigt ist zum Beispiel oder hinten drauf.",
    "end": 725.936
  },
  {
    "start": 725.936,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 742.374
  },
  {
    "start": 742.374,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "sieht dann die Kamera vom Tesla ein Fahrrad, das den Weg kreuzt, zum Beispiel, anstatt dass es einfach quer hinten drauf ist oder ein Baum auf der Lkw-Ladefläche oder eine Frau im Rollstuhl, die irgendwie einen Hund hinterherrollt. Das all solche Sachen. Das macht es super schwierig, es ist für unser Gehirn aber sehr, schnell in einen Zusammenhang zu setzen und dann darauf zu reagieren. Und das also",
    "end": 767.984
  },
  {
    "start": 767.984,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das ist vielleicht nämlich ein spannender Punkt, gerade was du da ansprichst. Vielleicht macht die aktuell, macht das autonome Fahren eigentlich wahrscheinlich gar nicht unbedingt viel weniger Fehler, nur komplett andere. Es macht halt nicht die üblichen, die wir machen. Dafür macht es halt andere, die wir nicht machen würden.",
    "end": 771.417
  },
  {
    "start": 771.417,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und dann...",
    "end": 785.358
  },
  {
    "start": 785.358,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, also es macht halt definitiv deutlich weniger Fehler mit Schäden. Das das zeigt ja dieses Swiss Re Studio zumindest bei dem Level 4 von Waymo. Und da gibt es auch noch ein paar ein paar andere Cases, wo sie gezeigt, also wo Google zeigen konnte, dass sie haben sie quasi den Kamera Ansatz mit ihrem Ansatz verglichen in verschiedenen Situationen. Das waren auch tatsächlich praktische Beispiele.\nwo dann zum Beispiel Waymo durch das Slider einen Fußgang erkannt hat in einem Staubsturm, der mit der Kamera nicht sichtbar gewesen wäre. Ja, und das zeigt halt, es ist gerade in die Richtung besser. Aber du weißt halt gerade nicht mit den Fortschritten in der künstlichen Intelligenz, ob der Kameraansatz, der jetzt so hinterherhinkt, irgendwann es überholt.",
    "end": 823.339
  },
  {
    "start": 823.339,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "zu sehen gewesen wäre.",
    "end": 845.44
  },
  {
    "start": 845.44,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "weil es einfach einen Durchbruch braucht bei der Datenverarbeitung oder dem Thinking der KI. Das wird ganz spannend sein zu sehen.",
    "end": 851.536
  },
  {
    "start": 851.536,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Zumal wenn zwei Systeme konkurriert weiterentwickelt werden, wie jetzt, kann es ja auch immer die Chance geben, dass man am Ende beides kombiniert. Und wenn du den Gesamtverkehr jedes Fahrzeug mit so einem Leiter ausrüstest, wirst du ja durch Skaleneffekte die Kosten dafür auch nochmal enorm senken können. Es wird nie so billig sein wie nur Kamera, gar keine Frage, aber\nWenn man feststellen sollte, haben einen riesen Mehrgewinn dadurch, dass wir beides haben, wird wahrscheinlich auch das eine Option sein.",
    "end": 889.582
  },
  {
    "start": 889.582,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 891.152
  },
  {
    "start": 891.152,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Autonomes Fahren ist ja sonst auch noch ein Ding jenseits des Individualverkehrs für den öffentlichen Verkehr. Also autonome Busse. Da würde ich mal sagen, die haben ähnliche Hürden wie der PKW-Verkehr. Abgesehen davon, dass wenn du weißt, ich setze diesen Bus A immer auf Linie A ein,\nDann könnte ich natürlich auch eher sagen, okay, ich benutze halt noch mal hochauflösende Karten etc. pp. das System vielleicht noch mehr zu optimieren. Schwierig wird es dann nur, wenn es Baustellen gibt und Umleitungen und plötzlich muss das Ding irgendwo fahren, wo es sonst nicht fahren konnte. Und ich weiß nicht, ob du da mehr weißt. Ich wundere mich ja, warum nicht die Bahn schon viel, viel länger autonom fährt, weil\nIn meiner Welt, und ich fahre weder viel Bahn noch bin ich jemals selber Bahn gefahren im Sinne von ich bin Lokführer. In meiner Welt wäre das doch viel einfacher, ein System darauf zu trainieren als im Pkw-Verkehr. Der hat doch keine Ahnung, wie viel mehr Variablen als so ein Zug, der immer auf der Schiene fährt, oder?",
    "end": 976.494
  },
  {
    "start": 976.494,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "würde ich auch tatsächlich denken. Jetzt gut bei der Bahn, würde ich einfach sagen, die sind halt noch in den 90ern. Aber jetzt in anderen Ländern, die ja sehr bahnfreundlich sind, da wundert es mich dann schon, weil das ist ja sehr berechenbar. Und das Ganze wird ja hundertprozentig sowieso schon von Algorithmen berechnet. die Fahrpläne, wann was geschaltet wird und so weiter, sitzt ja auch keiner mehr im Schalthäuschen.\nDeswegen wundert mich das tatsächlich auch. Das müsste eigentlich der einfachste Case sein für autonomes Fahren.",
    "end": 1013.552
  },
  {
    "start": 1013.552,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Spannende Frage hier, geht mal raus an die Community. Falls sich irgendjemand von euch mit dem Thema Bahn auskennt, kommt bitte mal im Discord vorbei und schreibt uns, ob ihr da irgendwas zu wissen. Dann nehmen wir das gerne in eine der nächsten Episoden auf und ergänzen das nochmal. Das wäre echt cool zu wissen, warum das nicht schon voller Standard ist.\nUnd autonomes Fahren führt ja irgendwie auch zu autonomem Fliegen in meiner Welt. Es gab doch jetzt so jede Menge Berichte über Volocopter und keine Ahnung wie die ganzen Dinge alle hießen, die Lufttaxen, die schon eigentlich alle unterwegs sein sollten, aber es so richtig doch nicht sind.\nIst auch so eine Geschichte, ich denke, also will man das? Wollen wir sozusagen den Luftraum jetzt auch noch vollkleistern mit so was? Aber gut, die wollen wir, das Frage ist ja eine schwierige, wie wir festgestellt haben in diversen Episoden.",
    "end": 1079.436
  },
  {
    "start": 1079.436,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja,",
    "end": 1084.552
  },
  {
    "start": 1084.552,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Flugzeuge sind ja schon größtenteils autonom. Der Pilot muss ja so gut wie gar nichts mehr machen, wenn er nicht will. Also die machen Starts und Landungen meistens selbst, weil das ist, wo Piloten Spaß daran haben. Aber das kann auch, kann die KI halt auch schon. Also kann der Boardrechner alles machen und der Flug selbst, Nachstart und Landung, also Zwischenstart und Landung ist fast immer voll autonom.\nUnd da ist dann der Pilot quasi nur noch zur Überwachung der Systeme da. Aber die Steuersoftware ist halt auch zur Überwachung der Piloten da, weil es sind tatsächlich viel mehr Fälle, wo die die Steuersoftware eingreift wegen Pilotenfehler als andersrum. Muss man einfach dazu sagen.",
    "end": 1134.028
  },
  {
    "start": 1134.028,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, jetzt denken wir nur noch mal an die Boeing. Welche war das? Max irgendwas? Da war es ein bisschen umgekehrt.",
    "end": 1137.729
  },
  {
    "start": 1137.729,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Die Max.",
    "end": 1141.27
  },
  {
    "start": 1141.27,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Die 737 MAX, genau, das waren zwei Abstürze, aber das waren halt auch Fehler, wenn ich es richtig verstanden habe, durch das Pilotenhandbuch. Also da wurden die Piloten quasi nicht richtig gebrieft mit diesem System.",
    "end": 1155.152
  },
  {
    "start": 1155.152,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich dachte, wäre in der Steuerung selber sogar ein Fehler gewesen.",
    "end": 1159.8
  },
  {
    "start": 1159.8,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Vielleicht war das auch ein Mix. Also ich weiß, dass es Klagen gab, weil das Training wohl falsch war oder das Manual. Dass die Piloten da quasi richtig reagiert haben, so wie sie es gelernt haben im Training, aber das dann nichts genützt hat und das dann umgeschrieben werden muss. Also ja, gruselig. Aber klar, solche Fälle sind dann natürlich auch deutlich bekannter als andersrum, weil sie so bisschen die Angst vor den Technologienäuerungen auch widerspiegeln, die ja auch.",
    "end": 1165.584
  },
  {
    "start": 1165.584,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Hm?",
    "end": 1189.198
  },
  {
    "start": 1189.198,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "zu Recht da ist. Wenn Tesla in Brand gerät, dann ist das überall in Nachrichten. dass die Quote, wie oft Benziner brennen im Vergleich zu E-Autos viel, viel, viel höher ist, da redet halt irgendwie keiner drüber. Das kommt dann halt nicht so in die Nachrichten. Da sieht man halt, wie Aufmerksamkeit gesteuert wird.",
    "end": 1208.644
  },
  {
    "start": 1208.644,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das kann ich aus praktischer Erfahrung bestätigen. Die Aufnahme hier hat sich jetzt verzögert, weil als wir starten wollten, mein Feuerwehrmelder ging und ich los musste. Wenn ich die letzten zwei Jahre zurückgucke hier bei uns auf der Autobahn, es hat ein E-Auto gebrannt und mehrere Benziner. die fahren jetzt auch viel mehr Benziner über die Autobahn als E-Autos. Aber E-Autos holen auf.\nEine Sache, die mir noch einfällt zum Thema autonomes Fahren. Ich glaube für unsere Generation und alle anderen, die noch so richtig Führerschein gemacht haben und viel gefahren sind, wird das eine krasse Nummer, in so Auto zu sitzen und einfach nur zuzugucken, wie das fährt.\nAndererseits bieten sich natürlich auch komplett neue Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn das Auto wirklich komplett autonom fährt, dann kann ich mir auch diesen ganzen Platz mit Lenkrad und einem Pipapo sparen und hätte einfach viel mehr Raum in dem Auto. Und ich könnte mir auch überlegen, ob sowas wie Carsharing nicht plötzlich viel, viel besser funktioniert, weil viel weniger Autos rumstehen müssen. Weil die können ja\nDas Problem beim Carsharing für mich jetzt zum Beispiel ist, so ein Carsharing-Auto zu bekommen, muss ich 40 bis 50 Kilometer fahren, weil da ist die nächste Stadt, die sowas hat. Aber wenn das Ding selber zu mir fahren könnte, ja super.",
    "end": 1312.072
  },
  {
    "start": 1312.072,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, ich glaube, Auto als Besitztum wird dann enden, langsam. Es wird in ländlichen Regionen halt länger dauern als in Städten, klar. Aber das wird gehen, also in Richtung Null gehen, nie ganz auf Null. Dafür leben Leute zu abgeschieden. Aber es wird in die Richtung gehen, weil es sich nicht mehr lohnt, so lange Downtimes zu haben.",
    "end": 1333.77
  },
  {
    "start": 1333.77,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Insofern doch spannend, dass alle Autohersteller daran arbeiten, weil im Grunde genommen arbeiten sie damit vielleicht nicht an ihrem Sargnagel, den letzten da reinzuschlagen, aber immerhin daran, ihre Produktionsmengen definitiv ein Vielfaches zu reduzieren. ich meine, klar, gibt es hier Moja oder so, sind ja auch erste Versuche von, ich glaube VW ist das,\nin so Bereich zu kommen, dass die so ein Fahrsystem gleich noch anbieten, aber das wird ja nicht die gleichen Umsätze schaffen. Also da müssen die echt an was Neues denken, wenn die Marktbedeutung behalten wollen. Ja, wann werden wir Level 5 erreichen? Was meinst du?",
    "end": 1388.029
  },
  {
    "start": 1388.029,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also ich glaube, großflächig Level 4 2030 und Level 5. Es ist so schwer alles zu sagen mit der Ackselration durch KI, aber fünf Jahre später, fünf bis zehn Jahre später, würde ich schätzen.",
    "end": 1409.578
  },
  {
    "start": 1409.578,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube tatsächlich, also ich könnte mich da im Fahrplan jetzt komplett anschließen, würde aber sagen, ich habe eigentlich null Ahnung, denn ich glaube der entscheidendste Faktor wird tatsächlich KI sein. Schaffen wir es, KI-Systeme so entweder so klein zu machen und so effizient, dass die im Auto mitfahren können oder schaffen wir es ein System zu etablieren und so gute Netzabdeckung zu haben, dass das remote geht.",
    "end": 1438.587
  },
  {
    "start": 1438.587,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Es war definitiv noch nie so schwer Predictions zu machen wie jetzt.",
    "end": 1443.6
  },
  {
    "start": 1443.6,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Krasser Punkt. Ich würde aber sagen, wenn ich so auf die Zeit gucke, müssen wir mal schon wieder einen Deckel drauf machen zum Thema autonomes Fahren. Und ja, wie gesagt, wenn irgendjemand hier aus der Community eine Idee hat bezüglich Bahn und warum das da nicht schon Stand der Technik ist, schreibt es uns gern.",
    "end": 1445.358
  },
  {
    "start": 1445.358,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "So.",
    "end": 1454.867
  },
  {
    "start": 1454.867,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Viel Bonus Content.",
    "end": 1470.428
  },
  {
    "start": 1470.428,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "in den Channel im Discord zu dieser Episode und dann ergänzen wir das hier nochmal bei Gelegenheit. Genau. In diesem Sinne kommt hier nochmal unser kleiner Werbeblock mit unserem Hinweis auf das Autorenpaket www.autorenpaket.de und vielen vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen. Ciao ciao.",
    "end": 1495.272
  },
  {
    "start": 1495.272,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen!",
    "end": 1496.272
  }
]