[
  {
    "start": 1.19,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Grüß dich, Philipp!",
    "end": 3.077
  },
  {
    "start": 3.077,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin Joshua und herzlich willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zum nächsten Türchen in unserem Adventskalender und in unserer zugegebenermaßen heute sehr sehr kurzen Abstimmung, was wollen wir eigentlich als Thema machen, sind wir beim Thema VR und AR gelandet und möchten heute mit euch gemeinsam mal beleuchten.\nWas können denn unter Umständen virtuelle Welten so für uns mitbringen und was sehen wir da an Chancen, Risiken oder auch nicht? In diesem Sinne, Joshua, was war deine erste Berührung mit VR-Technik?",
    "end": 48.482
  },
  {
    "start": 48.482,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das war in Bangkok 2016. Da gab es in der... Da fällt mir der Name der Mall nicht mehr ein, aber am Central Square. In der Mall gab es so ein VR-Ding, was man sich für ein paar Bards aufsetzen konnte, dann so ein Schießspiel oder so was anzuschauen. Das fand ich ziemlich cool damals und auch irgendwie ziemlich schrecklich. Also ich war dann auch froh, dass es nach fünf Minuten vorbei war.\nAber ich fand's irre, wie das so funktioniert. Und dann hab ich gedacht, cool. That's the next big thing. Und dann paar Jahre später so, ach nee, doch nicht. Es ist irgendwie so ein bisschen wie die 3D-Fernseher damals. Wo dann alle sich einen kaufen wollten, weil Avatar rauskam. Und dann haben die aber die Leute dann doch nicht mehr gekauft. Weil's da doch nicht cool war, mit einer Brille rumzusitzen. Und die 3D-Effekte dann doch nicht so\nwaren wie das lockere Ich lebe mich aufs Sofa, gucke auf meinem 2D-Fernseher. Ja, deswegen habe ich so ein bisschen das für so eine Technologie gehalten, die beerdigt wird, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Und erst im zweiten Schritt durch ein bisschen Recherche, weil ich auch Technologie interessiert bin, habe ich dann gesehen, in der Arbeitswelt ist es dann doch schon relevant, gerade mit Augmented Reality. Vielleicht nicht so in der Breite, aber halt doch gerade in so\nspeziellen Arbeitsszenarien definitiv relevant. Und dann hatte ich eine eigene VR-Brille mal ausprobiert. Die Meta Pro hieß die, glaube ich. Und das war schon cool. Ich finde auch Beat Saber richtig cool, weil ich, ich habe ja getanzt oft und finde Tanzen ziemlich cool. Ich finde Musik cool. Und wenn man mit Lichtschwert dann rhythmisch Sachen zerkloppen kann, das ist schon ziemlich cool. Muss man einfach sagen. Und\nDas hat mich dann aber nicht dauerhaft überzeugt. Ich hab sie dann wieder verkauft, weil ich gemerkt hab, irgendwie ist mir das unangenehm, so abgeschottet zu sein. Also, so vollkommen ... diese vollkommene Immersion. Das ist für mich tatsächlich unangenehm. Deswegen glaub ich, das ist auch irgendwie ne Typfrage.",
    "end": 165.147
  },
  {
    "start": 165.147,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "ein VR Evergreen.",
    "end": 185.057
  },
  {
    "start": 185.057,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aber jetzt nicht, weil du irgendwie ein Opfer von Motion Sickness bist.",
    "end": 190.578
  },
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    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nee, interessanterweise, die schlimmste Motion Sickness hatte ich bei Deep Rock Galactic, als sie das mal gespielt hatten. Da wurde mir kreuzübel beim Spielen. Also ganz normal in 2D. Und ... so ein Spiel, das hab ich mit Dominik gespielt, Dominik Ameyer, unser Autorenkollege. Raft hieß das, genau. Wo man so einen Floß bauen muss und dann auf Inseln hüpft, ...\nLooted und dann sich das Fluss erweitert, da wurde mir auch kreuzübel. Aber bei Frau Erbrillen irgendwie gar nicht. frage mich nicht wieso.",
    "end": 227.042
  },
  {
    "start": 227.042,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich finde ja, genau das ist der Punkt. Die VR-Brillen versprechen etwas, was sie nur bedingt einhalten können. Nämlich das, was du eben totale Immersion genannt hast. Und ich glaube, das ist der größte Schwachpunkt meiner Wahrnehmung nach, dass die Immersion halt eben nicht total ist. Also es ist nicht, ich setze mir das Ding auf und ich bin auf dem Holodeck wie auf der Enterprise.\nDenn das Thema Bewegung ist einfach noch nicht geklärt. für mich ist das größte Hemmnis, dass wenn ich mit dem Ding... Also Beat Saber funktioniert meiner Meinung nach deshalb so gut, weil ich dafür stehen bleiben kann. Also mein Bewegungsradius ist einfach sehr, sehr limitiert aufgrund der Spiellogik. Und es passt und deswegen ist die Immersion in diesem Spiel richtig, richtig gut.",
    "end": 274.349
  },
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    "start": 274.349,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hm.",
    "end": 286.535
  },
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    "start": 286.535,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aber wenn man dann so einen Adventure hat, wo man durch die Gegend laufen muss, dann muss ich ja immer irgendwie noch mit einer Handsteuerung dahin zeigen, wo ich hin will. Und dann habe ich meistens entweder so einen Teleport-Effekt oder bewege mich da virtuell langsam hin, aber mein Körper bewegt sich ja nicht. Das merkt er und das gilt für mich die Immersion tatsächlich ziemlich doll.",
    "end": 306.583
  },
  {
    "start": 306.583,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hm.",
    "end": 314.439
  },
  {
    "start": 314.439,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und da sehe ich auch noch nicht, dass es dafür in absehbarer Zeit eine Lösung gibt, die in irgendeiner Art und Weise easy alltagstauglich ist. Also man kann jetzt noch das tolle irgendwie omnidirektionale Laufband entwickeln. Das musste die halt auch erst mal irgendwo hinstellen. Und ich meine, Apple hat jetzt ja vor, ich glaube letztes Jahr oder so seine eigene VR-Brille rausgebracht.\nmit total cooler Technik, aber die Absatzzahlen davon sind extrem überschaubar. Und ich glaube, das hat einfach auch damit zu tun, dass die Anwendungsfälle gerade für Privatpersonen super überschaubar sind. klar, Filme auf einer virtuell gigantischen Leinwand zu gucken, ist total krass und richtig, richtig cool, vor allen Dingen, wenn es 360-Grad-Filme sind.\nWer in den Genuss einer VR-Brille kommt und sich so wie ich begeistern kann fürs Fliegen, also mal mit so einer 360°-Brille in so einem Jet durch die Gegend zu fliegen und man kann den Kopf drehen und guckt dann halt richtig aus dem Fenster und so, das ist schon super cool. Oder mal durch die ISS zu fliegen oder zu schweben in der Schwerelosigkeit. Auch das ist alles richtig cool.\nAber so die Idee, ich auch hatte, gigantisches Whiteboard. Ich stehe in meinem Zimmer und habe nicht nur mein kleines Whiteboard hier auf meiner Schrankfläche, sondern kann einfach endlos am Whiteboard gestalten. Sowas scheitert daran, dass es zu, also dass man sich a. dieses Ding immer aufsetzen muss und b. dass man dann so abgeschnitten ist vom Rest der Welt.\nUnd deswegen glaube ich, dass",
    "end": 437.191
  },
  {
    "start": 437.191,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Solange die Technik so ist, dass wir uns so klobige Dinge aufsetzen müssen, in so eine VR-Welt zu tauchen, wird das immer ein Hemmnis bleiben. Viel, viel wahrscheinlicher halte ich das Augmented Reality. Also, dass wir unserer Realität Dinge hinzufügen, einfach über eine Augmented Reality Brille, die ja heute schon nicht viel größer ist als eine normale Brille.\nDas halte ich für den viel, viel wahrscheinlicheren nächsten Schritt. Wie siehst du das?",
    "end": 472.714
  },
  {
    "start": 472.714,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Denkst du aber, dass es dann wirklich eine Brille sein wird oder glaubst du, eher ist, dass Brillen nicht angenommen werden und es dann Kontaktdänzen sind oder sowas, was halt so bisschen komfortabler ist?",
    "end": 486.029
  },
  {
    "start": 486.029,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, dass beides entwickelt wird. Und ich glaube, Brillen werden der erste Schritt sein. Und dann kommen die Kontaktlinsen. Auf der einen Seite, weil Kontaktlinsen, die das können, entwickeln, viel, viel aufwendiger ist. Alle Menschen, die schon mal Kontaktlinsen getragen haben, wissen dann auch noch, die Dinger verliert man auch gar nicht so schwierig. Beim Rausmachen oder so.",
    "end": 512.522
  },
  {
    "start": 512.522,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, beim Lab letztes oder vorletztes da hab ich dir das erste Mal reingemacht und war dann voll froh, weil ich finde ja beim Lab ganz schrecklich, Brille zu tragen. Totaler Immersionskiller. Und bisher bin ich halt immer wie ein Blindfisch rumgelaufen. Und jetzt hatte ich dann endlich mal die Kontaktinsel drin und war so voll happy, weil das hat super funktioniert. so eine Zeit lang. Und dann war die Anreise durch den Wald und dann habe ich eine einfach",
    "end": 526.113
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  {
    "start": 526.113,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 541.682
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  {
    "start": 541.682,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "ganz stumpf verloren, weil ich hab mich irgendwie am Auge gerieben, ganz normal, und dann war die einfach weg. Und das war ganz komisch, weil eins war dann unscharf und ein Auge scharf, und das war super unangenehm. Und dann taperte ich noch schlimmer durchs Dunkel als vorher, wo ich einfach die Brille weggelassen habe.",
    "end": 557.889
  },
  {
    "start": 557.889,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, genau. Und jetzt stell dir vor, du hast die Hightech AR Kontaktlinse für, weiß ich nicht, 500 Euro das Stück oder so. Die will man halt nicht einfach so verlieren. Und es gibt ja genug Menschen, die sich sowas eh nie schaffen, ins Auge zu packen. Und deswegen glaube ich, es wird beide Techniken geben und die werden nebeneinander existieren.",
    "end": 571.31
  },
  {
    "start": 571.31,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nee.",
    "end": 585.006
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  {
    "start": 585.006,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "guter Punkt. Unser gemeinsamer Vater zum Beispiel würde sich eher beide Hände abhaken lassen, als sich eine Kontaktlinsen ins Auge zu machen. Ich glaube, da gibt es gar nicht so wenige. Guter Punkt.",
    "end": 592.924
  },
  {
    "start": 592.924,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Korrekt. Ja. Und wenn ich jetzt überlegen müsste, was würde ich lieber machen, würde ich immer zur Brille greifen, weil die kann ich viel einfacher auf- absetzen. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich meine Meta und Ray-Ben haben ja schon so eine so eine Brille rausgebracht vor ein paar Monaten. Das ist alles meiner Meinung nach noch so...",
    "end": 606.318
  },
  {
    "start": 606.318,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 620.689
  },
  {
    "start": 620.689,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "in den Kinderschuhen, das sind alles eher noch Prototypen, die an den Early Adaptern getestet werden, das ist noch nicht...",
    "end": 627.946
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  {
    "start": 627.946,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nein, Philipp, das ist der Start ins Metaverse. Das ist das Ding der Zukunft. Das weiß nur keiner.",
    "end": 631.105
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  {
    "start": 631.105,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, muss man es noch mehr Leuten erzählen wahrscheinlich. Aber ich finde, da sieht man schon sozusagen, wo die Reise hingehen wird. für mich würde immer diesen Punkt haben wollen, das auch einfach absetzen zu können.",
    "end": 654.038
  },
  {
    "start": 654.038,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Aber glaubst du wirklich, dass kommt? Also ich gehöre eher zur Fraktion, ich glaube nicht, dass das kommt. Also ich glaube nicht, dass es den Massenmarkt dafür gibt.",
    "end": 663.347
  },
  {
    "start": 663.347,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aus meiner Sicht hängt das vor allen Dingen davon ab, wie konviniend die Benutzung wird.",
    "end": 673.804
  },
  {
    "start": 673.804,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Aber was ist denn der Use Case für den Privatanwender? Also was ist der Use Case, den du siehst für einen Massenmarkt, der das so, wie jetzt beim iPhone zum Beispiel bei der Einführung, so erstrebenswert macht, dass Leute sagen, das muss ich haben? Was denkst du ist das?",
    "end": 690.137
  },
  {
    "start": 690.137,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, die allein die Tatsache nicht mehr, dein Handy aus der Tasche holen zu müssen, drauf zu gucken, sondern alles, was dich interessiert und du irgendwie wissen willst, in dein Sichtfeld projiziert zu bekommen. Ich glaube, das ist schon etwas, das wird viele begeistern, genauso wie die Möglichkeit, wenn du, was ich stelle dir vor, du bist irgendwie unterwegs, willst einen Weg irgendwohin wissen.\nJetzt musst du immer aufs Handy gucken. Wenn du so eine Brille auf hast, leuchtet einfach der Pfeil auf dem Weg und du folgst dem. Du guckst dich und willst wissen, wer ist denn der oder die, mit dem ich hier gerade bei Event XY bin? Und es wird dir angezeigt. Du bist im Laden.\nkaufst irgendein Stück Technik, wissen, wie es funktioniert, hast es in der Hand und sofort siehst du neben dem Gebilde die Erläuterung, wie es funktioniert. Inklusive virtuelle Persönlichkeit, es dir vormacht. Du bist laufen und neben dir läuft dann deine virtuelle Lauftrainerin, Lauftrainer motiviert dich.",
    "end": 762.604
  },
  {
    "start": 762.604,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Reviewschnitt.",
    "end": 778.369
  },
  {
    "start": 778.369,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Dein Alexa, Siri oder hoffentlich die 500 Generationen intelligenteren Nachfolgerinnen und Nachfolger antworten dir nicht nur als gesichtslose Stimme, sondern halt sehbar.",
    "end": 794.879
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  {
    "start": 794.879,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich fand jetzt alles davon gruselig.",
    "end": 797.787
  },
  {
    "start": 797.787,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "da bin ich durchaus bei dir, aber ich glaube, dass wir, die wir das gruselig finden, in der absoluten Minderheit sind.",
    "end": 808.526
  },
  {
    "start": 808.526,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "möglich.",
    "end": 816.001
  },
  {
    "start": 816.001,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Also ich glaube, dass das für viele super verlockend klingt und wenn es erstmal da ist, genau der gleichen Logik folgen wird wie die Smartphones. Ja, ohne geht ja nicht mehr.",
    "end": 831.022
  },
  {
    "start": 831.022,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 833.478
  },
  {
    "start": 833.478,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und man darf nicht vergessen, welche Industrie dahinter steckt. Was ist die größte Triebkraft hinter der ganzen Smartphone-Entwicklung? Personalisierte Werbung. Letztendlich geht es alles unsere Aufmerksamkeit und uns möglichst gezielt anzusprechen, damit wir Konsum betreiben. Und darauf ist",
    "end": 860.234
  },
  {
    "start": 860.234,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also die Aufmerksamkeitsökonomie mit dem Turbokapitalismus gekreuzt.",
    "end": 864.949
  },
  {
    "start": 864.949,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau. Und aus der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie heraus ist das tatsächlich eine unglaublich attraktive Technik, weil ich das, was ich platzieren will, in die Lebensrealität meiner Kundinnen und einfließen lassen kann.",
    "end": 890.941
  },
  {
    "start": 890.941,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das macht es nicht weniger gruselig, ganz im Gegenteil. Aber ich glaube, das ist einer der Faktoren, die dafür sorgen werden, dass da einfach unglaublich viel Geld reinfließen wird. dann wird das schon, sobald das convenient genug ist in der Verwendung, wird sich das durchsetzen. Das ist, glaube ich, bisschen, heutige VR-Brillen oder AR-Brillen, die sind noch so ein bisschen so wie die Handhelds, es vor dem iPhone gab.",
    "end": 919.822
  },
  {
    "start": 919.822,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mmh.",
    "end": 919.937
  },
  {
    "start": 919.937,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Also Smartphones gab es ja in gewisser Weise auch schon vorm iPhone. Tablets auch. Aber erst als man es so gebaut hat, dass es einfach nur mit einem Finger auf einen Icon klicken war.",
    "end": 936.526
  },
  {
    "start": 936.526,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Scheiße, das klingt immer schlimmer wie Idiocracy.",
    "end": 940.453
  },
  {
    "start": 940.453,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Dann hat sich's durchgesetzt. Und das wird mit ARTEC auch so sein.",
    "end": 944.334
  },
  {
    "start": 944.334,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Erst als das F-Firn mit dem Stöckchen draufdrücken konnte. Oh. Ich hab, ähm ... Gestern war ich im Kino, im neuen Running Man. Lohnt sich nicht. Aber hab ich mit dem Freund, mit dem ich im Kino war, auch über Idiocracy wieder gesprochen und wie prophetisch es doch war. Da muss ich jetzt auch dran denken, wir haben durch Google Maps die Fähigkeit verloren, uns zu orientieren.\nund Menschen zu fragen, wenn man was nicht weiß. Ich kenne tatsächlich auch nicht wenige Leute, denen es unangenehm ist, andere Leute nach dem Weg zu fragen. Das ist super verrückt. Und wenn jetzt der nächste Schritt ist, ich habe dann eine AR-Brille auf und dann muss ich dann nur noch so einen blinkenden Pfeil folgen. Das ist ja... Also dann verlieren wir noch mehr von unserer Autonomie als Menschen und graben uns immer weiter das Wasser ab und...",
    "end": 981.991
  },
  {
    "start": 981.991,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Verrückt,",
    "end": 1001.506
  },
  {
    "start": 1001.506,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "nehmen uns quasi im Namen der Convenience, also des Komforts, die Fähigkeiten weg mit unserer Umwelt, für die wir eigentlich evolutionär optimiert sind, zu interagieren.",
    "end": 1015.161
  },
  {
    "start": 1015.161,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Korrekt. Und jetzt kommt das aus unserer KI-Folge. Ähm, nee, Psychotherapie der Zukunft. Da hatten wir ja auch drüber gesprochen, dass gerade so KI-basierte Therapeutinnen und Therapeuten dazu führen könnten, dass das Hemmnis auf Menschen zuzugehen und persönliche Dinge zu besprechen eher zunimmt, weil man es dann doch eher der Maschine anvertraut, weil das so was anonym Distanziertes ist.\nUnd wenn ich jetzt meine KI-Assistenten KI-Assistenten, muss ja noch nicht mal im therapeutischen Kontext sein, auch noch sehen kann durch meine AI-Brille, dann wird sich dieser Faktor noch mehr beschleunigen. Und dann kommen wir an den Punkt in Bezug auf unser Klimawandel-Thema, das eine der wichtigsten Faktoren, der Klimakrise zu begegnen.\nDarin besteht, dass wir Menschen verstehen, dass wir alle gemeinsam hier Astronautinnen und Astronauten auf dem Raumschiff Erde sind und dass wir zusammenstehen müssen und diese Verbindung stärken müssen. Das wird dann noch schwächer werden, weil uns die Technik noch mehr in die Isolation treibt. Verrückterweise mit dem Versprechen, uns besser zu vernetzen.",
    "end": 1096.638
  },
  {
    "start": 1096.638,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das ist wirklich crazy. ist, also wie das Smartphone mit dem Versprechen gemacht wurde, produktiver zu werden. Und es ist genau das Gegenteil eingetreten. Es ist nicht, dass die Leute das nutzen als Productivity Enhancer bei der Arbeit, sondern sie benutzen das, bei der Arbeit dann in der Pause Pornos zu gucken oder während der Arbeit am Tisch noch Facebook-Nachrichten zu checken und schnell mal Instagram Reads durchzudrücken. Und es ist",
    "end": 1096.833
  },
  {
    "start": 1096.833,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "crazy.",
    "end": 1121.889
  },
  {
    "start": 1121.889,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Richtig krass.",
    "end": 1125.622
  },
  {
    "start": 1125.622,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das ist richtig krass und mit der KI ist ja genauso. Wie oft habe ich einen Sam Altman sagen hören, wie toll das ist, dass wir jetzt diese Dinger haben und dass die Menschen immer intelligenter werden, weil sie halt intelligente Systeme nehmen können, bestimmte Aufgaben auszulagern. Aber es ist halt genau das Gegenteil der Fall. sind ja Studien rausgekommen, dass Leute, einen Essay schreiben mit Chagy Pt, 48 Prozent weniger Gehirn Nutzung vorweisen als Leute, die googeln.\ndie ja schon weniger haben als Leute, die wirklich mit Primärliteratur arbeiten, finde ich super gruselig. Und das ist halt dann wieder der nächste Schritt in die Richtung.",
    "end": 1167.757
  },
  {
    "start": 1167.757,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, also liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wie seht ihr das? Wird AR oder VR kommen und wenn, in welchem Gewand wird es kommen? Schreibt es uns gerne. Ja und wollt ihr das? ja, bitte, Schreibt es uns in den Discord hier zu dieser Episode und dann freuen wir uns, wenn wir euch auch",
    "end": 1180.896
  },
  {
    "start": 1180.896,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und wollt ihr das?\nBin ich wirklich sehr gespannt.",
    "end": 1194.075
  },
  {
    "start": 1194.075,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "wenn ihr euch für das Autorenpaket anmeldet. Ganz elegant diesmal, ganz elegant.",
    "end": 1197.054
  },
  {
    "start": 1197.054,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Richtig www.autorenpaket.de Jetzt hätte ich zum ende fast die werbung vergessen wir sind da immer noch nicht gut drin na gut aber ihr wisst es www.autorenpaket.de für alle die ein buch schreiben wollen in diesem sinne vielen dank fürs zuhören und bis morgen ciao",
    "end": 1213.944
  },
  {
    "start": 1213.944,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Bis morgen.\nTschüss!",
    "end": 1275.216
  }
]