[
  {
    "start": 20.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin moin Joshua!",
    "end": 22.0
  },
  {
    "start": 22.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Moin Philipp und herzlich willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zu unserer heutigen Episode im Trequarter. ja, haben, ⁓ euch jetzt mal direkt mit abzuholen dahin, wo wir gerade stehen, wir haben uns heute Morgen, als ich versucht habe, zum Markt zu fahren, ich sage auch gleich, warum ich sage, versucht habe, haben wir darüber gesprochen, was wir nächstes aufnehmen und haben gesagt, ja, wir können ja mal gucken, ob das heute Abend klappt und dann nehmen wir gleich eine auf.\nUnd da kam mir dann auch gleich eine Idee, über was wir heute sprechen könnten und eigentlich sprechen müssten. zwar meine Social Media Follower haben das schon mitbekommen. Ich habe mich am Freitag aus Facebook und Instagram zurückgezogen. Ich habe quasi den roten Knopf gedrückt und alles ist weg und wollte einfach",
    "end": 75.0
  },
  {
    "start": 75.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Freitag der 13. übrigens. Fällt mir nur gerade so auf.",
    "end": 78.0
  },
  {
    "start": 78.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Genau, war natürlich alles von Langehand geplant. Da wollen wir heute mal drüber sprechen. Das ist ein großes Thema und wir haben ja Social Media und die Gefahren von zu großer Datenoffenheit, sage ich mal, haben wir schon häufig hingewiesen. Und das passt, glaube ich, auch ganz gut zu der Cybersecurity-Episode vom letzten Mal. bevor wir da jetzt einsteigen, Philipp ist, ich, ich hatte es schon in unserem einminütigen Vorgespräch angesprochen,\ndass es Sinn macht, wenn ich euch darüber informiere, dass es ab und zu mal knarzen kann bei mir, weil ich meine Position hier auf meinem Stuhl, der jetzt in so einem 20 Grad Winkel abgestellt ist, weil ich mir ein paar Rippen gebrochen habe und die Lunge geprellt und so bei einem Mountainbike-Unfall.",
    "end": 126.0
  },
  {
    "start": 126.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Der Joshua ist kaputt.",
    "end": 128.0
  },
  {
    "start": 128.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Der Joshua ist kaputt. Das kann man, glaube ich, ganz gut so sagen. Ja, dafür, dass ich mit Tempo 30 beim Downhill fahren auf so einem Rand vom Abhang geknallt bin, habe ich noch Glück gehabt. Also es ist zwar super schmerzhaft, aber keine bleibenden Schäden. Kopf sitzt noch da, wo er sollte. alle, die meine Bücher hassen, muss ich leider enttäuschen. Da kommt noch mehr in Zukunft.",
    "end": 153.0
  },
  {
    "start": 153.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Aber da merken wir wieder, wie ein guter Freund von uns beiden sagen würden, du bist halt keine 6 mehr.",
    "end": 160.0
  },
  {
    "start": 160.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das ist richtig.\nLachen ist eigentlich auch nicht so gut. Das fühlt sich nicht gut an. Das zieht dann einmal gut durch den Rücken. Naja, das nur der kurze Disclaimer. Wenn es heute mal ab und zu so kleine Zwischengeräuschen kommt, dann könnt ihr euch mich vorstellen, wie ich mich hier auf meinem schon zurückgedrehten Stuhl, ich habe auch eine komische Sprechlage heute, sehr ungewohnt, dann liegt das daran.\nUnd also ich kann auch sagen, der Ausstieg aus Social Media, ⁓ jetzt mal in das Thema reinzugehen, ist schon was. Philipp, wenn du dich erinnerst, habe ich das beim vorletzten Weihnachten angesprochen. Bei uns ist ja Familientradition geworden, dass wir immer sagen, wieso das Jahr für uns war, was uns so besonders bewegt hat in dem vergangenen Jahr, dass man als Familie so einen kleinen Jahresrückblick macht und jeder so ein\nkleinen Einblick hat, was bei dem anderen so bewegend war in dem Jahr. Und da hatte ich schon gesagt, dass ich mit diesem Gedanken spiele, aus Social Media zurückzuziehen und ich einfach mehr die Nachteile davon sehe als die Vorteile. Und ja, jetzt hat es über ein Jahr gedauert, bis ich das Ganze dann doch gewagt habe. der letzte Tropfen war tatsächlich nicht nur, dass ich\nDadurch, dass ich jetzt nicht arbeiten kann und auch nicht viel gehen und sowieso nicht viel machen kann, nach unserer Cybersecurity-Episode einfach nochmal mir genau angeguckt habe, was denn da so an Studien da ist zu Social Media, den Gefahren und wo vor Datenschützer waren, was da auf uns zukommen könnte, hat mich am meisten abgefuckt, muss man eigentlich schon sagen, dass ich dieses Zögern hatte, dass ich dachte,\n⁓ nee, das kannst du jetzt ja nicht löschen, weil das sind ja... Wie lange bin ich jetzt bei Facebook? In 15 Jahren oder so? Ich habe über beide Plattformen über 4000 Follower über die verschiedenen Profile. Hunderte Gespräche im Facebook-Messenger. Tausende Posts, was mich selber erschreckt, weil ich immer sage, ich nutze Social Media eigentlich fast gar nicht. Aber dann kommt doch ganz schön viel zusammen.\nUnd dann habe ich gedacht, okay, dass ich jetzt zöger, obwohl das Ganze nur eine digitale Welt ist. Klar, die Akteure sind noch, sag ich dazu, andere Menschen. Das heißt, es hat eine gewisse soziale Komponente, gar keine Frage. Aber es spielt sich doch im digitalen Raum ab. Und wenn ich dann noch schaue, wie viel Social-Media-Nutzung eigentlich vom Real-Life ablenkt und dich aus dem Real-Life in dieses digitale Leben hineinzieht.\nJa, das fand ich dann schon krass. Also, dass ich da dann wirklich zöger, obwohl es in Anführungsstrichen eine Scheinwelt ist. Und das war dann der Tropfen, der das zum Überlaufen gebracht hat. Ich dachte, okay, dass ich da jetzt so zöger, das ist eigentlich ein krasses Zeichen. Und dann habe ich einen längeren Post abgesetzt, wo ich erklärt habe, was das für Gründe hat. Und wir können den...\nfällt mir das gerade ein. kann ihn mal vorlesen. Der ist nicht super lang, aber bevor ich meinen Account gelöscht habe, habe ich den abfotografiert. Aus einem besonderen Grund. zwar...",
    "end": 372.0
  },
  {
    "start": 372.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Bitte sag\nmir, dass du es nicht mit dem Handy vom Bildschirm abfotografiert hast, sondern dass du einen Screenshot gemacht hast. Okay.",
    "end": 379.0
  },
  {
    "start": 379.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hab ich.\nSoweit bin ich dann doch schon.",
    "end": 382.0
  },
  {
    "start": 382.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das\nberuhigt mich jetzt gerade so bisschen.",
    "end": 384.0
  },
  {
    "start": 384.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nee, also ich hab den deshalb abfotografiert, weil es mein letzter Poster ist und ich nochmal gucken wollte, was ich genau geschrieben hab und wie das dann altert. Und ich hatte noch nie so viel Reichweite, ironischerweise, mit einem Post. Ich kann mal grad in die Zahlen gucken. Es ist wirklich verrückt. Also wenn ich was gepostet hab, dann hatte ich normalerweise, keine Ahnung, irgendwie so zwischen bei schlecht 20 und 100 Likes oder sowas. Das ist so...\nDas ist so der Standard gewesen. Und dann immer mal ein paar Kommentare, also je nachdem, wie hoch das Engagement natürlich ist. Und vielleicht so ein-, zwei-mal geteilt das Ganze. Und bei dem Post jetzt sind es 600 Likes, 100 Kommentare, 101 und 133-mal geteilt.\nWUICH",
    "end": 438.0
  },
  {
    "start": 438.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Bleibt\ndas denn da jetzt, nachdem du alles gelöscht hast?",
    "end": 441.0
  },
  {
    "start": 441.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nee, ist alles weg. Ich hab witzigerweise auch viele E-Mails bekommen jetzt im Nachgang, wo mich ehemalige Follower, muss ich jetzt ja sagen, gefragt haben, ob ich den Post noch hätte. Sie würden den gern weiter schicken an Freunde und Familie. Und dann hab ich gesagt, nee, geht halt nicht, weg. Ich hab jetzt ja alles gelöscht. Und ich hatte den, ich glaub, an einem Dienstag oder Mittwoch verfasst und hab gesagt, dass ich Freitag meinen Account lösche.\nDas hatte den Hintergrund, dass ich ein Mastodon-Profil aufgesetzt habe. Also das cleane Twitter aus Deutschland, kann man das auch nennen. Also dezentral und nicht von Algorithmen gesteuert. Man kann einfach wie bei Twitter früher Nachricht absetzen. Und es gibt keinen Algorithmus, sortiert, also der nach Engagement filtert. Sondern du kannst einfach jemandem followen, dann siehst du das und wenn du alles gesehen hast, dann kommt da auch nichts mehr. Da wird dir nichts eingespielt, keine Werbung und so.\nUnd das fand ich ganz charmant. Also da gehe ich erstmal hin. Das ist auch datenschutzfreundlich. Und deswegen habe ich ein paar Tage Zeit gegeben, dass die Leute da drauf gucken können.",
    "end": 511.0
  },
  {
    "start": 511.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Weil, ja, Mastodon, aber da können wir auch später zu kommen, nochmal was über Mastodon zu erzählen. Ich kann das total verstehen, dass du gezögert hast, da wegzugehen. Nicht wegen des Digitalen, sondern wegen der Geschichte. ich finde ja, dass das Problem von Social Media nicht ist, dass es digital und virtuell ist.\nDenn das, was du da an Content und Erinnerungen hast, ist, ob das nun auf Papier in einem Fotoalbum ist oder ob das digital ist. Das finde ich ist erstmal für die emotionale Verbundenheit nicht so relevant. Deswegen kann ich dieses Zögern tatsächlich gut verstehen. Weil ich glaube, das, was man da an Austausch gehabt hat, hat ja trotzdem eine Realität.\nWenn ich jetzt eine alte Briefsammlung hätte, die würde ich ja auch mir überlegen, tue ich sie wirklich weg oder nicht. Das kann ich gut nachvollziehen, dass das eine echte Hürde war, die sich mir so nie gestellt hat, weil ich da ja nie wirklich irgendwie aktiv war.",
    "end": 589.0
  },
  {
    "start": 589.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es hat sich tatsächlich so ein bisschen wie eine Notwendigkeit angefühlt, auch was die Zukunft angeht. Also spätestens im Adventskalender, im Adventskalender, sorry, ich das für immer, das muss ich für immer sagen jetzt, was mich angesteckt. Ja, Adventssetter. Das hat sich ja schon rauskristallisiert.",
    "end": 606.0
  },
  {
    "start": 606.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich hab dich angesteckt. Ich bin Trendsetter was das angeht.\nMmh.",
    "end": 618.0
  },
  {
    "start": 618.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "also eine digitale Dystopie in Zukunft eine große Sorge von mir ist. Und ich hab dann ja, wie gesagt, im Vorfeld, also nach meinem Sturz konnte ich ja viel rumsiechen, rumsiechen, würde ich schon sagen, und hab dann noch mal genau geguckt, wie das überhaupt aussieht. Also wie ist überhaupt der aktuelle Stand? Was die das Daten abgreifen durch Meta in dem Fall, wie das aussieht.\nUnd wenn wir da mal einsteigen wollen, vielleicht erinnerst du dich an die Cambridge-Studie von 2015, die... Ja, ich weiß nicht, ob es die gleiche Studie war oder das war eine ähnliche Studie, da ging es ja diesen Skandal bei Facebook. Es gibt aber noch eine, die...",
    "end": 655.0
  },
  {
    "start": 655.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Cambridge Analytica.\nOla.\nwelchen der\nvielen.",
    "end": 669.0
  },
  {
    "start": 669.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Es gibt einen, der geschaut hat, wie der Algorithmus dich kennenlernt. da haben sie geguckt. Damals war das noch so, 2015, dass Facebook mit seinen Algorithmen anhand deiner Likes, die du hinterlässt, ein Profil über dich erstellt. Und da haben sie in dieser Studie herausgefunden, dass der Algorithmus dich nach zehn Likes bereits besser kennt als dein Arbeitskollege. Die haben das nämlich tatsächlich abgeglichen mit Freunden, Arbeitskollegen, Ehepaaren und so.\n70 Likes haben gereicht, damit er dich besser kennt als ein enger Freund. 150 Likes kennt dich besser als ein enges Familienmitglied, also Eltern oder Geschwister. Und 300 Likes kannte der Algorithmus dich besser als der Ehepartner.",
    "end": 711.0
  },
  {
    "start": 711.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Krass.",
    "end": 713.0
  },
  {
    "start": 713.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und 300 Likes bei einem Standardprofil. Wenige Tage.",
    "end": 718.0
  },
  {
    "start": 718.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Echt?",
    "end": 719.0
  },
  {
    "start": 719.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "300 Likes sind in wenigen Tagen verteilt.\nrichtig irre. Und das ist ja schon gruselig. Also da kann es Zusammenhänge ziehen, die ziemlich verrückt sind. Also sowas wie Leute, die Cheerios essen, sind intelligenter als Leute, die keine Cheerios essen. Klingt total verrückt, aber es hat halt gesehen, dass mehr Leute in dieser Gruppe sind, die einen höheren IQ haben, was es daraus berechnet, dass sie andere Sachen geliked haben. Was erstmal total absurd klingt.\nin der Gesamtheit der analysierten Daten aber dann wieder hinkommt, was total verrückt ist und auch wieder zeigt, das haben wir auch schon mehrfach angesprochen, wie unterschiedlich das Interpretieren von Daten funktioniert zwischen dem menschlichen Gehirn und einem Algorithmus.",
    "end": 769.0
  },
  {
    "start": 769.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, und das war 2015.",
    "end": 772.0
  },
  {
    "start": 772.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das war 2015 und",
    "end": 774.0
  },
  {
    "start": 774.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Also das ist jetzt\netwas über zehn Jahre her. Nur mal so einen Blick für die Entwicklung zu schärfen. Das ist bevor wir LLMs auf Informationssachen geworfen haben.",
    "end": 778.0
  },
  {
    "start": 778.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Genau.\nDas ist nämlich genau der Punkt. Also damals ging es ja ⁓ in Anführungsstrichen simple Korrelationen. Und heute haben wir viel tiefgreifendere KI's, die sich ganz andere Metriken anschauen. Das zum Beispiel, das Behavioral Blueprints genannt. Also jetzt gucken sie auf passives Tracking. Wie lange ist deine Verweildauer auf einem bestimmten Post? Wie bewegen sich deine Augen beim Lesen? Stichwort Frontkamera von deinem Handy.\nAlso wissen viele gar nicht, wie oft die Frontkamera aktiv ist. es ist jetzt nicht nur, worüber immer die Witze im Internet kursieren, ja, Masturbation-Face, klemmer lieber dein Telefon ab, wenn du dir Pornos anguckst. Nee, es ist tatsächlich Standard-Apps, die du nutzt, die dein Eye-Tracking sich anschauen, ⁓ deine Nutzung als User in ihrer App zu tracken.",
    "end": 848.0
  },
  {
    "start": 848.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da muss ich mal kurz einhaken. das, also die neuen Systeme sowohl iOS als auch Android haben doch eigentlich schon vor einem Jahr oder zwei oder so eingeführt, dass neben der Frontkamera so ein Licht leuchtet oder so ein Symbol angezeigt wird, wenn die aktiv ist. Ist das auch, wenn die Kamera nur in Anführungsstrichen für Eye-Tracking verwendet wird? Weißt du das?",
    "end": 875.0
  },
  {
    "start": 875.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nein, das ist nur, die Kamera aktiv genutzt wird für einen Video-Call oder für ein Online-Meeting.",
    "end": 883.0
  },
  {
    "start": 883.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das heißt für so by the way mal Augenbewegungen tracken wird das gar nicht angezeigt.",
    "end": 891.0
  },
  {
    "start": 891.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ne, also es gibt dafür, also da kann man jetzt, da könnten wir eine eigene Episode drüber machen. Da gibt es ganz, ganz viele Forscher, die sich dazu Gedanken gemacht haben und geguckt haben, okay, was davon kann man öffentlich überhaupt einsehen, was die App macht und was nicht. Und bei Apple ist es ein bisschen besser geworden, weil du jetzt ja, und das hat Meta ja richtig viel Geld gekostet, seit einiger Zeit Apps komplett verbieten darfst, dich zu tracken.\nUnd das war ein Riesenproblem für Werbetreibende. ich habe ja auch früher Facebook geschaltet. Werbung auf Facebook, da konntest du gar keine... Also für ganz viele iOS-User musstest du ausklammern in der Zielgruppe, womit halt irgendwie 40 Prozent oder so weg waren.",
    "end": 928.0
  },
  {
    "start": 928.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich weiß.\nOkay, aber ich wollte ich wollte nicht unterbrechen, nur weil ich ja auch mitbekommen habe, dass beide Betriebssysteme das eingeführt haben, dass man individuelle Rechte freigibt für Apps und man Kamerazugriff ja auch individuell blockieren kann. Und ich wusste nicht, ob das sozusagen nur für Recordings geht oder ob Eye-Tracking sozusagen was gesondertes davon ist.",
    "end": 965.0
  },
  {
    "start": 965.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Er ist super komplex.\nkönnen wir nochmal, wenn wir eine Folge über Datenschutz oder so machen, können wir da nochmal bisschen tiefer reingehen, weil es gibt ja in den meisten modernen Handys auch mittlerweile drei Kameras oder sogar vier. Und also eine, dann nur dafür da ist, zum Beispiel dein Face ID und sowas zu machen. Deswegen muss man auch jetzt immer gucken, wie viel man abklebt und welche von diesen Schaltern man sich kauft. Aber wie gesagt, das ist eine ganz große Kiste, die man separat aufmachen könnte. ⁓\nWenn wir davon erstmal weggehen, es dann so was wie die Duell-Time, also wie lange gucke ich auf einen Beitrag, wie lange scrolle ich, wie schnell scrolle ich. Und das geht dann ein bisschen in die Millisekunden. Wie viele Millisekunden du auf dem Beitrag bleibst und so. ist verrückt. Und dann kommt so was wie Cross-Platform-Daten, also Meter, WhatsApp und Instagram werden die ganzen Daten mitbenutzt. Klar, WhatsApp",
    "end": 1006.0
  },
  {
    "start": 1006.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 1022.0
  },
  {
    "start": 1022.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "heißt nicht, dass Facebook mitliest, können sie auch nicht wegen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Also höchstwahrscheinlich muss man dazu sagen, wenn man der Aussage von Meta traut, dass das Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist, muss man aber dazu sagen. Aber selbst wenn es Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist, weiß Meta immer über WhatsApp, wem du schreibst und wie oft, wann du mit denen telefonierst und wie lange.",
    "end": 1045.0
  },
  {
    "start": 1045.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und das ist glaube ich das, was ganz viele gar nicht so auf dem Schirm haben, dass die Metadaten alleine schon, die du mit WhatsApp produzierst, unabhängig vom Inhalt schon unglaublich viel aussagen.",
    "end": 1058.0
  },
  {
    "start": 1058.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Und das Krasse ist, gab es auch eine Studie aus 2025, aus dem letzten Jahr, dass das Lama, das LLM von Meta, Muster finden kann in deiner Nutzung in diesem Meta-Universum, nicht Meta, wirst du sagen, und vorhersagen kann, wie wahrscheinlich es ist, dass du innerhalb des nächsten Jahres eine Depression entwickelst oder Suizidal wirst.",
    "end": 1070.0
  },
  {
    "start": 1070.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Meter.",
    "end": 1088.0
  },
  {
    "start": 1088.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "oder Schwangerwürst oder dich politisch radikalisierst.\nist super krass. Anhand dieser Daten unterreichen schon mehrere Wochen, diese Muster zu erkennen. Und wenn man sich jetzt überlegt, dass Firmen wie Palantir, die ja ein ganz großer Börsenliebling sind, aber auch ein bisschen gruselig, die holen sich Zugriff darauf und versuchen darüber zu predikten, ob du eine Gefahr bist.",
    "end": 1112.0
  },
  {
    "start": 1112.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das reicht ja ein bisschen.",
    "end": 1121.0
  },
  {
    "start": 1121.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "für die Gesellschaft oder die Regierung. Je nachdem, gerade am Hebel sitzt, also im Fall der USA, bist du dann halt ein Gefährder, wenn du ein Elixpretty bist, zum Beispiel, der erschossen wurde. Der war nämlich vorher auf einer Terrorliste vom Heimatschutzministerium, weil Palantir bestimmte Daten ausgewertet hat und die zu einem falschen Schluss gekommen sind. Und",
    "end": 1147.0
  },
  {
    "start": 1147.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und\ndas darf man nämlich nicht vergessen. Die Systeme aktuell, so viel wie sie schon können, so viel können sie halt auch nicht, beziehungsweise so fehlerinfällig sind sie. Und das ist ja auch was, was in anderen so Massen-Daten-Überwachungssachen wie jetzt diese Chat-Kontrolle, ein Riesenthema war. Da musste man nur mal gucken, selbst wenn das System in 99 Prozent der Fälle richtig liegt, wenn du so und so viel\nMillionen Interaktionen pro Stunde hast, dann ist 1 % Fehler, sind trotzdem schon unglaublich viele Falschpositivmeldungen. Das sieht man jetzt auch bei Palantir, wenn die dann auf so was zugreifen.",
    "end": 1189.0
  },
  {
    "start": 1189.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es erinnert total an Minority Report mit Tom Cruise. Also schon Vorhersagen, wann du ein Verbrechen begehen wirst und dann dich vorher ausschalten.",
    "end": 1201.0
  },
  {
    "start": 1201.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und wo du den Minority Report ansprichst, das ist ein Szenario, von dem ich damals, als ich den Film gesehen habe, als der rauskam, dachte, ja super unrealistisch, dass so was mal kommt.",
    "end": 1215.0
  },
  {
    "start": 1215.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "coole\nPrämisse, aber irgendwie bisschen unglaubwürdig.",
    "end": 1217.0
  },
  {
    "start": 1217.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja genau. Und jetzt sind wir an einem Punkt, wo tatsächlich ja die ersten politischen Kräfte auf der Welt überlegen, genau so was einzuführen oder einsatzweise schon eingeführt haben.",
    "end": 1232.0
  },
  {
    "start": 1232.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Palanti ist das Tool dafür definitiv und wird auch schon in Deutschland eingesetzt. Das ist nicht jetzt etwas, nur in USA stattfindet. Das ist schon krass.",
    "end": 1240.0
  },
  {
    "start": 1240.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, ich weiß, ich Das\nist schon ein Exportschlager.",
    "end": 1245.0
  },
  {
    "start": 1245.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, und das ist das Geschäftsmodell von Meta. Also was Meta macht, ist, dass in der Forschung wird das als digitaler Zwilling bezeichnet. Die haben ein extrem präzises mathematisches Modell von dir als User, das sie an die Werbetreibenden verkaufen. Und was sie machen damit, also Werbetreibende oder politische Akteure, die da aktiv sind, können dann an deinem digitalen Zwilling deine Reaktionen testen. Also die können gucken, okay, wie gut reagiert dieser digitale Zwilling auf bestimmte Werbung.\noder auf politische Botschaften oder Lügen. Und je nachdem, welcher Anreiz am besten funktioniert, wird es dann für dich eingespielt. Und deswegen haben wir dieses Phänomen, dass Leute immer mehr in so Blasen verschwinden, darin aufgehen, sich radikalisieren, immer krassere Ansichten kriegen, weil sie ironischerweise durch ihren eigenen digitalen Zwilling, den sie durch ihr Verhalten trainiert haben, immer tiefer\nin sich selbst, wenn man so will, hineingezogen werden und dadurch immer mehr mit Sachen beschossen werden, die sie da reinziehen in Teile von sich, wo sie, also wenn wir als Persönlichkeit irgendwie ausgewogene Dinge in uns haben, dann wird halt das eine schwerer gewichtet und man taucht dann in einen Teil von sich ab, wenn man so will, durch diesen digitalen Zwilling.",
    "end": 1312.0
  },
  {
    "start": 1312.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja.\nJetzt müssen wir mal über ganz kurz überlegen, wenn du sagst 2015 war diese Studie, die gesagt hat, schon ab 300 Likes kennt dich das System besser als dein Ehepaar.\nJetzt sind zehn Jahre ins Land gegangen. Und jetzt sagst du, das System lernt anhand eines digitalen Zwillings. Den wird es jetzt ja, also nach 300 Likes oder Interaktionen oder so, noch perfekter haben als vor zehn Jahren. Und wir Menschen sind ja nun mal in unserer Persönlichkeit relativ weit gefasst. Es ist ja nicht so, dass wir denken, wir sind ja nicht eine stabile Persönlichkeit, sondern\nWir haben Wochen, da haben wir ein Fokus mehr hier, dann haben wir Wochen, da haben wir ein Fokus mehr da. Das würde aber ja bedeuten, dass in dem Moment, also je nachdem in welcher Verfassung ich mit Social Media anfange, dass die ersten Stunden und vielleicht Tage in meiner Social Media Karriere darüber entscheiden, wie meine ganze restliche weitere Interaktion und Prägung\nablaufen wird.",
    "end": 1397.0
  },
  {
    "start": 1397.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, das das Bittere. zumindest der Grundstein. Also keiner weiß natürlich wie exakt das funktioniert, aber...",
    "end": 1402.0
  },
  {
    "start": 1402.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, klar, das ist ja keine\nEisenbahn, aber ich glaube, nach dem, was du jetzt gerade auch nochmal so dargestellt hast und was man heutzutage weiß, ist das auf jeden Fall ein Kriterium und das hat ja niemand auf dem Schirm. Und wie viel krasser dann ist der Einfluss von Social Media auf Kinder und Jugendliche, die ja noch in der Persönlichkeitsfindung sind.\nOkay, wollte ich nur mal an dieser Stelle kurz zusammenfassen.",
    "end": 1432.0
  },
  {
    "start": 1432.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich...\nJa, ich habe auch dann mal geschaut, wie das überhaupt aussieht und habe mir die Daten runtergeladen von Facebook und Instagram.",
    "end": 1444.0
  },
  {
    "start": 1444.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Also deine Daten bevor du... Ja. Da kann man mal übrigens herzlichen Dank sagen bei der EU. Das haben wir der im positiven Sinne zu verdanken, dass wir das überhaupt können.",
    "end": 1446.0
  },
  {
    "start": 1446.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, habe ich mir runtergeladen. Ja.\nDefinitiv.\nUnd ich habe mir dann tatsächlich mehrere Stunden Zeit genommen, ⁓ da durchzugucken und habe dann Claude, also das LLM von Anthropic, das war ganz gut, mich da durchzuführen. Also ich habe das nicht hochgeladen, sondern gesagt, wenn ich Daten von Facebook runterlade, wo sollte ich gucken? In welchen Ordnern verstecken sich die Delikaten-Dinge?\nUnd das hat auch ganz gut funktioniert. Das hat mich dann da durchgeführt. einmal habe ich gesehen, die ganze Kommunikationshistorie war erstaunlich. Also alle privaten Nachrichten, die ich jemals versendet habe über den Messenger. Im Klartext, ja. Kannst du sogar gelöschte sehen. Das ist alles HTML. Das sind immer noch keine riesen Dateien. Es zwar SIP-Dateien, das recht groß, aber es ist ein unfassbarer Datenberg. Und das ist erschreckend.",
    "end": 1498.0
  },
  {
    "start": 1498.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "im Klartext?",
    "end": 1513.0
  },
  {
    "start": 1513.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "das zu sehen. Also keine schlimmen Nachrichten, ich habe die nicht alle gelesen, aber zu sehen, alles was ich jemals davon mir gegeben habe, wissen die.\nist ein gruseliger Gedanke, das dann auch so schwarz auf weiß zu sehen. Also alle Privatnachrichten, auch die gelöschten, alle Sprachnachrichten, alle gesendeten Bilder, die jemals dabei waren. Alle Interaktionen, jeder Like, Kommentar, jede Storyreaktion seit der Erstellung meines Kontos. Wo habe ich mein Herzchen hingeschickt? Wo habe ich einen Daumen hingemacht? Alles. Der komplette Suchverlauf, nach welchen Personen Hashtags Orten ich gesucht habe.\ndie Kontaktlisten natürlich. Und dann kommt Metadaten und Tracking. war das, ich am meisten drauf geschielt habe. Also alle Standortprofile und also alles, was zum Beispiel in Bilddateien an Standortprofilen angelegt wurde. Also wenn ich jetzt was hochgeladen habe hier aus dem Abel-Tasman-Nationalpark, erkennt die KI, das ist der Abel-Tasman-Nationalpark wahrscheinlich.",
    "end": 1579.0
  },
  {
    "start": 1579.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das muss noch nicht mal, glaube ich, die KI mal... In den meisten Fällen wird das nicht mal die KI erkennen, sondern das sind die Metadaten, die deinen JPEGs angehängt sind. Also wenn wir Bilddateien versenden, können ja in den Metadaten Geolokalisationen und dergleichen drin sein. Ja, genau. Aber standardmäßig ist das sowohl bei Android als auch bei iOS aktiviert, dass das dahinterlegt wird und dann...",
    "end": 1594.0
  },
  {
    "start": 1594.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "können. Kann die KI von ihm, also kann die Meta-KI aber auch feststellen.",
    "end": 1607.0
  },
  {
    "start": 1607.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "geht es noch schneller.",
    "end": 1610.0
  },
  {
    "start": 1610.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, also wenn du ein Bild hochlädst, weiß Meta höchstwahrscheinlich, wo das aufgenommen wurde. Dazu natürlich alle GPS-Koordinaten von den Punkten, wo du dich eingeloggt hast. Also je immer, wenn du deine App aufgemacht hast, wussten die per GPS, er ist grad da. Und das erschafft dann ein riesen Bewegungsprofil, in meinem Fall über den Globus, weil ich ja viel gereist bin. Dann der schockierendste Teil waren die Off-Facebook-Aktivitäten.\neine Riesenliste von externen Apps und Websites, die Daten über mich an Mieter gesendet haben.\nUnd Metapixel ist ja ein Riesenthema gerade. Früher Facebook Pixel. Also da steht dann so was wie, Joshua hat hier dann und dann nach Schulen gesucht in der und der Farbe. Und davon eine riesenlange Liste. Richtig gruselig. Und da steht dann aber auch so was wie, der User hat die und die Meditations-App geöffnet. Dann und dann da und da so und so viel Uhr.",
    "end": 1649.0
  },
  {
    "start": 1649.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau, früher Facebook Pixel,",
    "end": 1674.0
  },
  {
    "start": 1674.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also, mal zu verdeutlichen, wie leicht wir denen das auch machen, ein Profil über uns zu erstellen. Da dachte ich, da brauchst du ja noch nicht mal eine besonders clevere KI irgendwann, weil das so viele Daten sind. Dann kommen natürlich alles, Interessen. Die haben ein riesen Interessensprofil über mich erstellt für das Werbeprofil. Also zum Beispiel frisch verlobt, politische Einstellung,\nInteresse an XY, also an Science Fiction, an Skydiving und das ist so eine riesen Blase an verschiedenen Interessen und in welchen Lebensphasen man sich quasi befindet. Dann natürlich mit welchen Werbeanzeigen ich jemals interagiert habe. Und dann habe ich mir angeschaut, wie dieser ganze Wust und ich habe jetzt wirklich nur einen kleinen Teil angesprochen, weil sonst auch die Episode irgendwie zehn Stunden dauern würde.\nFacebook kann daraus, also aus der Kombination dieser Daten, die ich mir angeschaut habe, ein detailliertes psychologisches Profil erstellen. Und das können sie nicht nur, machen sie auch. Das ist bekannt, da gibt es mehrere Forschungsarbeiten drüber. Und das geht dann weit über die Fakten hinaus. Sie können zum Beispiel gucken, Lebensereignisse, Trennung, Schwangerschaften, Jobwechsel werden schon erkannt, bevor das passiert durch das Klickverhalten. Es ist also ein prädiktives Modell, wenn man so wählt.",
    "end": 1761.0
  },
  {
    "start": 1761.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 1762.0
  },
  {
    "start": 1762.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "dass darin viel, besser ist als eben der Ehepartner oder enge Familienmitglieder und Freunde. Bonität und Wohlstand, also wie viel Geld hat der Nutzer wahrscheinlich? Steht auch drin.",
    "end": 1775.0
  },
  {
    "start": 1775.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "War die Einschätzung bei dir zulässig?",
    "end": 1777.0
  },
  {
    "start": 1777.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "ziemlich exakt.\nUnd halt auch, also nicht nur der Wohlstand selbst, sondern die Bonität. Also wahrscheinlich kreditwürdig oder nicht. dann natürlich ein Psychogramm, wie schnell ich scrolle, auf welche Farben ich besonders gut reagiere und daraus dann Rückschlüsse über meine, über Werte wie Impulsivität und Anfälligkeit für bestimmte Reize.",
    "end": 1800.0
  },
  {
    "start": 1800.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Jetzt muss man dazu noch überlegen, wo du gerade das mit Bonität und Skrullgeschwindigkeit und Farben und so ansprichst. Wenn wir Online-Shops öffnen, gerade der großen Plattform, kriegen wir ja unterschiedliche Preise und teilweise auch Informationen zugespielt. Und wenn ich das miteinander verknüpfe, dann wird schon ersichtlich, warum diese Datengrundlage für Händlerinnen und Händler so\nist. Dann wissen die einfach. Wir können beim Joshua wahrscheinlich davon ausgehen, dass der für dieses Teil auch nochmal ein paar Euro mehr bezahlt oder so. Und vielleicht passen wir die Farbe der Überschrift nochmal an, damit es besser triggert und wir selber merken gar nicht, was da mit uns passiert. Denn wir sind in solchen Kontext nicht so rational, wie wir immer von uns selbst vermuten.",
    "end": 1840.0
  },
  {
    "start": 1840.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Beispiel.\nWarum ich jetzt diese Daten, ich mir angeschaut habe, Wenn ihr euch das jetzt alles angehört habt, dann wisst ihr, was die Grundlage seit exakt einem Jahr ist für META's KI-Training. Das sind nämlich exakt diese Archive. Diese Archive, laut META, exklusiv der Privatnachrichten, die man verschickt hat, nutzt es nämlich als Grundlage für das Training seiner LLL-Modelle.\nUnd als ich das gelesen habe, dachte ich, okay, das sollte eigentlich jedem gruseln.\nSo und, kommen jetzt noch Sachen wie In-App-Verhalten, also ganz viele andere Apps, die gucken auch genau, wie ist das Hover-Verhalten, worauf klickt er, wie schnell schreibe ich in einem Chat. Dann Metapixel, da haben wir jetzt ja schon drüber gesprochen, also ganz, ganz viele Online-Shops. Ich glaube, waren irgendwie 30 oder 40 Prozent der meistgeklickten Websites der Welt nutzen schon Metapixel. Also senden immer standardmäßig dein Verhalten an.\nFacebook weiter. Und was Facebook damit macht, ist natürlich das Geschäftsmodell. die, das ist die Monetarisierung, das ist auch warum die Aktie so beliebt ist. Facebook macht mit seinen Usern, also seinen Produkten, der User ist das Produkt, macht es richtig viel Geld, weil Werbetreibende dafür bezahlen, anzeigen,\nperfekt zugeschnitten, auf den jeweiligen User auszuspielen. Also das ist das, was am offensichtlichsten ist und wahrscheinlich auch keinen überraschen dürfte.",
    "end": 1957.0
  },
  {
    "start": 1957.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da kommt wieder diese\nalte, diese Weisheit, wenn das Produkt Gewinn macht, aber nichts kostet, dann bist du das Produkt.",
    "end": 1966.0
  },
  {
    "start": 1966.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Genau. Und was vielleicht nicht allen bekannt ist, ist das sogenannte Predictive, die Predictive Analytics. Facebook verkauft Vorhersagen über dein Verhalten.\nUnd das sind jetzt nicht nur Firmen, die dir was verkaufen wollen. Das können zum Beispiel auch staatliche Akteure sein. Und das ist was, was weniger bekannt ist. Die zahlen Meta viel Geld dafür, damit Meta mit seinen Algorithmen ihn berechnet, was wird Philip Tree als nächstes tun? Höchstwahrscheinlich. Und da kommt dann auch Palantir ins Spiel. Einer von diesen Kunden ist Palantir.\nfür dieses, bei dem ist dann nicht predictive analytics, sondern predictive targeting.\nUnd die Nutzer, die ihre Daten...\nAnbieter geben, so wie ich das in meinem Archiv gesehen habe. Diese Daten kann man im Prinzip als Währung sehen. Da gibt es auch ein paar Berechnungen darüber, dass die ungefähr 700 Dollar im Jahr wert sind pro User. Und Facebook hatte knapp zwei Milliarden User. Da kann man sich ja überlegen, wie viel Geld gemacht wird.",
    "end": 2029.0
  },
  {
    "start": 2029.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Pro User.",
    "end": 2045.0
  },
  {
    "start": 2045.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Wir haben natürlich, da sie kostenlos erscheinen, akzeptieren Nutzer komplexe AGBs, die wir alle nicht verstehen. Gibt es eine gute Southpark Folge übrigens drüber, müssen wir in die Show Notes packen. Und deswegen hat Meta weitreichende bis fast komplette Rechte an den Inhalten, die wir da für sie generieren, für ihr Training. Und also vor den\nRisiken wird ja auch schon lange gewarnt. Das wird irgendwie, finde ich, viel zu wenig ernst genommen, weil das so eine Alltags-App ist, die so unscheinbar ist, vielleicht so ungefährlich daherkommt. Weil man sagt, okay, man spricht ein bisschen mit Freunden, guckt sich so bisschen News an. Aber es ist ein totales Profiling, das im Prinzip die Grundlage für ein Gläser an ein Bürger schon lange hat.\nAlso eigentlich ist der Gläserne Bürger schon lange da, nur halt in der Hand in dem Fall von einem großen Konzern. Und wenn wir jetzt mal an Datenlacks denken, die es ja immer wieder gibt, also muss ich nur die Zeitung mal anschauen, immer wieder steht hier war ein Datenlack, eventuell war ihre E-Mail-Adresse betroffen oder Kreditkartendaten oder ihre Adresse und man soll da mal nachgucken, ob betroffen ist. Wenn jetzt dieses Datenarchiv, was sich von\nMeter runter geladen habe. Wenn das irgendwer in die Finger kriegen würde, wüssten die halt alles über mich.\nUnd da muss man wirklich sagen, alles.",
    "end": 2137.0
  },
  {
    "start": 2137.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und ich mein, das war irgendwann, ich wollte es gerade suchen, aber ich habe es nicht so schnell gefunden. Ich glaube, das muss so 2010, 2011 gewesen sein oder so. Da ist Mark Zuckerberg schon darauf hingewiesen worden, dass es ja, also, Datenlacks gibt, kann und dass diese ganze Datenerhebung ja auch dazu führt, dass wenn ich online Dinge mache, die ich für privat halte und die dann …",
    "end": 2138.0
  },
  {
    "start": 2138.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "und",
    "end": 2167.0
  },
  {
    "start": 2167.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "jemand anders bekommt, dass das ein Problem darstellt, woraufhin er sinngemäß ja geantwortet hat. Ja, Dinge, von denen man nicht will, dass sie andere erfahren, sollte man online halt nicht machen.\nSo und das finde ich so aussagekräftig, weil das zeigt, welchen Stellenwert Datenschutz und Privatsphäre so von der Grundhaltung her bei diesem Konzern hat. Und das passt dann ja auch acht, neun Jahre später als, ich weiß nicht mehr, wie diese Mitarbeiterin hieß, die dann an die Öffentlichkeit gegangen ist und diese ganzen Problematiken.\nUmgang mit Daten und Datenschutz bei Meta öffentlich gemacht hat. Da hat sich das ja alles bewahrheitet, Meta halt mit diesen Daten genau das macht, was du gerade beschreibst, nämlich sie zu Geld macht mit 700 Dollar oder so pro Jahr und keine inneren Korrekturmechanismen hat.",
    "end": 2216.0
  },
  {
    "start": 2216.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "weiß ich auch nicht mehr.",
    "end": 2236.0
  },
  {
    "start": 2236.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "die irgendwie sinnvoll regulieren, das, was wir mit den Daten tun, ethisch, gesellschaftlich vertretbar oder nicht.",
    "end": 2243.0
  },
  {
    "start": 2243.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja. Und also ich hab dann auch überlegt vor diesem Hintergrund, wie würde denn meine Zukunft bei Facebook aussehen? Und wir sehen ja jetzt schon, dass es super viele Fake-Profile gibt, wo es sich einfach Bots handelt. es gibt ja diese berühmten Russland-Trolle, wo halt die Kreml-Truppen im Internet, sag ich mal, mit riesen Botschwermen versuchen, die Meinung zu verändern und dann...\nDonald Trump zum Beispiel zur Wahl zu verhelfen. Und wenn wir das jetzt kombinieren mit so hoch entwickelten künstlichen Intelligenzen, die menschliche Nuancen nachahmen können. Und wir sehen ja jetzt schon, wenn man sich mit einem der größeren LLMs wie Gemini oder so unterhält, wie menschenähnlich das schon klingt. Also auch diese kleinen Amps und Pausen eingebaut und Betonung bestimmter Wörter.\nwird es ja immer schwerer, das zu unterscheiden. Und wenn wir jetzt diese vielen Bots, die unterwegs sind in den sozialen Medien, einfach ein bisschen weiter denken, dass wir solche LLMs, die schon so gut menschliches Verhalten nachahmen können, in einem textbasierten Setting, wie es ja bei Facebook noch der Fall ist, wenn davon jetzt Tausende aktiv sind, wie leicht es dann ist, den Mehrheitsglauben zu verändern.\ndass dann Leute sagen, ja, auf Facebook, sieht jeder so. Also oft ist es ja schon so, dass, wenn man einen Beitrag gesehen hat bei Facebook und die Kommentare darunter, dachte man, was ist denn hier los? Also was da für einen Hass abgeht mit auch total wirren Argumenten teilweise, dann bekommt man sofort den Eindruck, die meisten Leute finden XY kacke und haben total abstruse Gedanken dazu. Aber das muss gar nicht der Wahrheit entsprechen.",
    "end": 2351.0
  },
  {
    "start": 2351.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 2357.0
  },
  {
    "start": 2357.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Weil wir gar nicht mehr sehen können, ist das überhaupt eine echte Person. Wir können es halt einfach nicht mehr unterscheiden. Und wenn diese Unterscheidungsfähigkeit nicht da ist, dann werden natürlich durch diese künstlichen Meinungen, Meinung, echte Meinung unterdrückt. Und dann entsteht eine ganz komische Welt ohne objektive Wahrheit. Und dann sind wir wieder bei der Leipziger Buchmesse und unserer Podiumsdiskussion, dass die KI-Apokalypse wahrscheinlich mit Beginn der Social Media begonnen hat. Nämlich...\nals da schon die Saat dafür gesehen wurde, dass wir unseren Glauben eine objektive Wahrheit verlieren.",
    "end": 2394.0
  },
  {
    "start": 2394.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und ich glaube tatsächlich, da sind wir schon. Also ich glaube nicht, dass das passieren wird, sondern das ist was, was schon lange passiert ist. Und die Zuspitzung nimmt aber rasant zu. Und ich glaube, die nimmt in der rasant zu, in der die technischen Möglichkeiten zunehmen und in der die allgemeine Empörung der Menschen zunimmt.\nDas, was du gerade beschrieben hast, sieht man ja auch im Alltag. Warum wird es denn immer polarisierter in den Gesellschaften? Und das ja, so wie wir das mitkriegen, weltweit, zumindest überall da, wo das nicht staatlich reguliert wird. Ich glaube, da sind wir schon vollkommen drin.",
    "end": 2444.0
  },
  {
    "start": 2444.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, ich weiß nicht, ob du schon mal von dem Begriff von Drivel gehört hast, die bei Facebook und auch YouTube in diesen Shorts, also bei Facebook sind ja auch diese Shorts, die, also Reels hieß es, ich, Instagram, wo ich damit angefangen, ist mittlerweile die Hälfte KI generiert. Und das nur drassand zu. Das ist, also jetzt in den letzten ein, zwei Jahren hat sich das so hochgeschraubt. Das führt dann zu so einem gewissen Zynismus, da gibt es auch\nda gibt es ganz gute Studien drüber, dass die Leute durch diese Informationsflut an Fakes, also an KI-Videos, wo sie auch verstehen, okay, das ist ein Fake, dass sie gar nichts mehr glauben. Dass sie irgendwann sagen, jedes Video, was ich sehe, stimmt halt nicht, weil es ist ja nur KI-Quatsch. Und dann ist es im Prinzip egal, was für eine Information sie vorgesetzt bekommen, dass sie sagen, ja,\nDas ist alles, also ich glaub, weder der Regierung, wenn die ein Video rausbringen, ist wahrscheinlich auch nur mit KI gemacht. Amerikanische Präsidenten teilen ja sowas mittlerweile auch gerne. Dann hast du halt diesen, Cynicism by Design, wird das in den Studien genannt. Gibt's ne gute Studie aus dem Journal of Democracy, die können wir auch in die Show Notes packen. Die haben das Ganze mal seziert, wie User aus sowas tatsächlich reagieren. Und das ist tatsächlich so ne Wahrheitsermüdung. Dass sie am Ende sagen, okay, ich glaub halt gar nichts mehr, was da passiert.",
    "end": 2533.0
  },
  {
    "start": 2533.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und wenn wir jetzt mal, also ich gucke mal so ein bisschen auf die Uhr und glaube wir haben einen ganz guten Abriss jetzt darüber, was das Problem aktuell ist und dass es gute Gründe gibt sich aus dem System zurückzuziehen, es nicht weiter zu füttern.",
    "end": 2559.0
  },
  {
    "start": 2559.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Auch wenn es sich schwer anfühlt. Es ist möglich.",
    "end": 2559.0
  },
  {
    "start": 2559.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Jetzt\nJa,\ngenau, das kannst du gut sagen. Ich war da ja nie wirklich aktiv und komme da auch gerade irgendwie nicht mehr rein, noch nicht mal ums zu löschen.",
    "end": 2576.0
  },
  {
    "start": 2576.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich sag's\nauch bewusst, weil in diesen 101 Kommentaren unter dem Post waren die meisten, die gesagt haben, ja, Respekt will ich eigentlich auch machen.",
    "end": 2585.0
  },
  {
    "start": 2585.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Genau, und das ist jetzt der nächste Schritt. Ich glaube, wenn man überlegt, was kann gemacht werden, ⁓ die Menschheit diesbezüglich zu retten. Das klingt jetzt vielleicht übertrieben, aber wenn ich in die Zukunft gucke, dann ist das ganze System von heute aus weitergedacht einfach eine Einladung für die Entwicklung krasser Dystopien.\nDa brauchen wir uns jetzt nicht zu bemühen, ⁓ zu sehen, wie das in ein Setting von Dystopien verfällt, und da wenig Utopisches drin ist. Und die Idee, dass Social Media uns Menschen irgendwie näher zueinander bringt, da muss man einfach mal sagen, das ist ja wohl mal gescheitert.\nUnd ich glaube, wir müssen uns trotzdem überlegen, wie geht man jetzt damit ⁓ Denn genau, rausgehen und dann.",
    "end": 2647.0
  },
  {
    "start": 2647.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "rausgehen.\nEs gibt auch keine Alternative. Also\nich hab da ja lange drüber nachgedacht. Und ich weige mich jetzt auch, falls du in die Richtung gehen wolltest, ich weige mich auch, jetzt ein utopisches Szenario zu entwickeln oder zu sagen, ja, das und das können wir jetzt als Gesellschaft tun, damit aufzuhören. Weil da glaube ich einfach nicht mehr dran. Also da wird schon so lange auch gemahnt und das\npassiert einfach nichts, weil die meisten User in dieser Convenience-Falle festsitzen. Es ist halt einfach ein Netzwerk, mit dem wir einige groß geworden sind, die haben sich daran gewöhnt und viel von ihrem Sozialleben auch dahin verlagert, dass tatsächlich sich das anfühlt, als würde ein Teil des eigenen Lebens wegbrechen, da rauszugehen. Bei mir war das jetzt noch nicht so, deswegen konnte ich das machen, jetzt, dass ich denke, mir fehlt total viel im Leben oder sowas. Aber ich war auch",
    "end": 2701.0
  },
  {
    "start": 2701.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Prüht ihr?",
    "end": 2709.0
  },
  {
    "start": 2709.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "muss man dazu sagen, kein krasser Social Media User. Und ich kann mir vorstellen, dass es ein superschwieriger Schritt ist für den Großteil der Leute, die das mehr nutzen. Und wir dürfen nicht vergessen, 74 Prozent aller unter 30-Jährigen beziehen ihre Informationen, auch Nachrichten, hauptsächlich aus Social Media. Nicht über Nachrichtenseiten oder gedruckte, sogar gedruckte Zeitungen oder so. Nee, aus Social Media. Da spielt sich das Leben ab.",
    "end": 2735.0
  },
  {
    "start": 2735.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich wollte tatsächlich\nauch nicht auf eine Utopie hinaus, sondern, sorry, leider genau das Gegenteil. Ich glaube, rausgehen aus Social Media ist tatsächlich nur der erste Schritt. das Netz, also das Internet nicht zu benutzen, halte ich für keine sonderlich realistische Option. Das Internet ist gekommen, ⁓ zu bleiben.\nWir müssen uns aber auch bei unserer restlichen Internetnutzung überlegen, wie wirkt sich das aus. Und ich wäre nicht überrascht, wir entweder es schon wüssten und nur ich weiß es nicht oder es kommt noch, dass das Tracking von Joshua Tree nicht aufhört, nachdem er Facebook verlassen hat. Also Facebook Pixel auf Websites gibt es weiterhin als Profile.\nApple vorgeprescht ist und Google so bisschen halbherzig hinterher. Was so Werbetracking angeht, hat man ja auch ganz viel diskutiert. Ja, wie kann man den User überhaupt noch tracken ohne individuelle Session-Cookies oder dergleichen? Und dann werden System-IDs ausgelesen, Browser-Auflösungen bzw. Bildschirmauflösungen.\nBrowser IDs, Fingerprinting und so weiter und so fort. Also es macht einfach Sinn, auch da noch hin zu gucken. Das wird dann eine extra Episode sein. Genau, und da laden wir uns auch nochmal Datenschutzexpertinnen oder Experten zu ein, würde ich sagen. Aber es ist halt damit nicht getan und ich glaube, es ist schon viel erreicht, wenn man das macht.",
    "end": 2832.0
  },
  {
    "start": 2832.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Die müssen wir auf jeden Fall machen.",
    "end": 2849.0
  },
  {
    "start": 2849.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und wenn man guckt, wo habe ich Menschen in meiner Nähe, die ich darauf ansprechen kann und die motivieren kann, diesen Schritt vielleicht auch mitzugehen.",
    "end": 2858.0
  },
  {
    "start": 2858.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, und das finde ich einen super Punkt, den du ansprichst, weil ich glaube, jetzt ist es eine Möglichkeit, jemanden hat, da auszusteigen. Und vielleicht in ein oder zwei Jahren ist es nur Notwendigkeit. wir haben also stellen wir uns nur mal vor. Also, lieber Zuhörer, liebe Zuhörerinnen, ihr seid ihr müsst morgen auf eine Geschäftsreise gehen. So, und ich gehe jetzt mal von einem einfach von einem männlichen.\nBeispiel aus, wir haben etwas mehr männliche Hörer, soll keine Diskriminierung sein, ich nehme jetzt einfach mal einen männlichen Geschäftsmann, so nur für das Beispiel, hat morgen eine Dienstreise von Frankfurt nach London und ist in London für eine Woche, hat sich schön von seiner Frau und seinen Kindern verabschiedet und den nächsten Tag kriegt dann die Frau eine Nachricht aufs Handy und\nOder nee, der Mann kriegt eine Nachricht aufs Handy und wird gesagt, 100.000 Dollar dahinter hin überweisen. Typisch Ransomware-mäßig, nur dass das Handy nicht gesperrt ist, sondern dass ein Videoanhang mit dabei ist, wo man sieht, wie er mit einer Frau händchenhaltend durch die Straßen von London geht und Sex im Hotel hat und so weiter. Alles deepfake. Aber es sieht 100 % echt aus.\nUnd in dem Video hören wir die Originalstimme von diesem Geschäftsmann. Das ist heute schon technisch möglich. Heute technisch möglich.",
    "end": 2952.0
  },
  {
    "start": 2952.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Absolut.\nNiemand unserer Zuhörerinnen und Zuhörer kann wissen, ob wir das hier gerade persönlich einsprechen oder ob wir nicht einem KI-Modell drei, vier Sätze unserer Stimme gegeben haben, beziehungsweise könnten einfach durch unser Podcast-Portfolio durchhören und es wäre kein Unterschied hörbar.",
    "end": 2978.0
  },
  {
    "start": 2978.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, und wenn wir jetzt, wir haben ja über diesen digitalen Zwilling gesprochen, den Meta von uns hat. Wenn dieser digitale Zwilling uns viel besser kennt als unser Ehepartner, vielleicht sogar als wir uns selbst, dann kann man sich vorstellen, wenn diese Sachen zusammenkommen, dass die Frau zu Hause das definitiv glauben wird, dass das echt ist.\nUnd da angeknüpft an unsere letzte Episode, wie wichtig es ist, ein Oklahoma zu haben. Das Codewort. Also wir sehen, es gibt definitiv real Welt Anwendungsfälle für diese dystopischen Szenarien, die jetzt schon möglich sind. Deswegen, ich glaube, es ist tatsächlich eigentlich jetzt eine Notwendigkeit, diesen Ausstieg zu machen.\nsich einfach zu fragen, wie wichtig ist mir die Sicherheit meines Privatlebens und mein Erleben der realen Welt im Vergleich zu dieser digitalen Welt, von der ich ein Teil bin, im Social Media. Was ja seine Berechtigung hat, wie du schon anfangs gesagt hast. Aber wie viel Risiko ist mir das wirklich wert?",
    "end": 3044.0
  },
  {
    "start": 3044.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und wie viel Zutrauen habe, kann ich noch haben in meine persönlichen Entscheidungen, wenn ich weiß, dass die Informationen, die ich über die Welt erhalte, durch Algorithmen ganz spezifisch für mich ausgewählt wurden. Also sollte man sich einfach mal so bei der nächsten Wahl, zu der man so gehen möchte, mal überlegen, wo habe ich denn eigentlich meine Informationen her. Und wenn ich\ndie aus einer Zeitung habe zum Beispiel, dann ist das natürlich auch gefiltert, gar keine Frage. Und dann kriege ich das durch die grobe Brille der Zeitung. Aber die Zeitung, von der weiß ich, wie ist die orientiert. Bei Social Media weiß ich das nicht. Obwohl das stimmt nicht, bei Social Media weiß ich, da kriege ich genau die Informationen, von denen Social Media glaubt, dass ich damit das meiste Engagement habe.\nEngagement haben wir meistens da, wo wir emotional betroffen sind und im Negativen mehr als im Positiven. Wir sind verleiteter, ein Review zu schreiben, wenn wir unzufrieden sind, als wenn wir zufrieden sind. Weil wir im Negativen ein höheres Engagement haben. Also kriege ich natürlich online mehr Sachen gezeigt, die mich aufwühlen. Und das ist nicht die beste Grundlage für Entscheidungsfindung.\nUnd da sind wir wieder an dem Punkt, das führt zur Dystopie. Denn wenn wir immer mehr zu Extremen tendieren, dann gehen wir weg aus der gesunden Mitte. Und Social Media raubt uns als Individuum und als Gesellschaft die gesunde, ausgleichende Mitte. Und da kommt jetzt der Psychiater und Psychotherapeut in mir durch.\nWenn ich merke, dass es mir persönlich schwerfällt, in meiner Mitte zu ruhen, also ausgeglichen zu sein, dann ist ein Baustein der Lösung, zu gucken, womit füttere ich denn mein Gehirn. Denn Social Media, Informationen sind Futter fürs Gehirn.\nDas sollte man sich einfach nochmal so überlegen, denn es gibt ja nicht nur",
    "end": 3193.0
  },
  {
    "start": 3193.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "digitale Adipositas.",
    "end": 3195.0
  },
  {
    "start": 3195.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, mehr als das. Also ich glaube tatsächlich, dass wir unterschätzen, wie groß der Einfluss von Social Media und digitalen, algorithmbasierten Informationsvermittlungen auf unsere psychische Gesundheit bzw. Erkrankung ist. Ich glaube nicht, dass wir das überschätzen. Ich glaube, wir unterschätzen das gewaltig.",
    "end": 3222.0
  },
  {
    "start": 3222.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Obwohl\nda schon viel vorgewarnt wird, muss man ja sagen. Das ist irre. Ja, ich finde es schön, dass du diese Ebene noch mal ansprichst. Wir haben jetzt nur über die harten Datenschutz- dystopischen Szenarien gesprochen, die das Ganze haben kann. Aber auf der ganz persönlichen Ebene, und das ist ein großer Teil der Entscheidung, nimmt natürlich diese Zeit weg von Familie, von Freunden.",
    "end": 3224.0
  },
  {
    "start": 3224.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Obwohl da viel vorgewandt wird. Absolut.",
    "end": 3249.0
  },
  {
    "start": 3249.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "von rausgehen, von in der Natur sein, einfach mit sich selbst auf dem Sofa sitzen oder das gute alte Nichtstun. Und das nimmt halt alles Zeit von sich selbst weg, die halt absorbiert wird vom Smartphone in was anderes rein und in Content, Content, Content und diese ständigen Dopamin-Spritzen.\nIronischerweise ist das ja total der Hashtag. Also Dopamin-Detox. Es gibt 1000 Videos drüber und Shorts und alles Mögliche. Das ist ja die Ironie des Ganzen. Das liegt ja alles vor unseren Füßen.",
    "end": 3291.0
  },
  {
    "start": 3291.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und zugleich muss man sich ja aber auch die Frage stellen, also ich glaube, die Dystopie jetzt weiter auszumalen, brauchen wir gerade an dem Punkt nicht. Aber es ist absehbar, dass das in fünf, zehn, 15 Jahren einfach immer weiter zunimmt und dass die gefühlten Zwänge, diese Daten zu nutzen, gerade für staatliche Akteure und solche, die es werden wollen, einfach",
    "end": 3303.0
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  {
    "start": 3303.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "haben wir erschöpfend getan.",
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  {
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    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "so krass sind, dass das passieren wird. Zugleich muss man sich ja aber auch überlegen, und das fände ich jetzt eine praktische Frage an dich und uns alle, wie würde man denn sinnvollerweise Informationsvermittlung gestalten? Und meine Forderung wäre ja, alle algorithmbasierte Informationsvermittlung zu verbieten.",
    "end": 3350.0
  },
  {
    "start": 3350.0,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "geht zu Mastodon,\nLeute. Also ich möchte es nochmal ansprechen. Geht zu Mastodon, wenn ihr in Social Media wollt. Es gibt auch PixelFed, das ist die Instagram in diesem Fediverse, die Instagram-Alternative, nicht algorithmengesteuert, dezentral. Googelt mal, geht dahin. Lasst euch nicht abschrecken, weil es ein bisschen weniger User gibt als bei Facebook. Wenn mehrere Leute das machen, ja, dak dakot das mal, genau. Also wenn mehr Leute den Schritt gehen,",
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    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Da geht es mal.",
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    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "wird es immer einfacher. So bisschen der Schneeballeffekt.",
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    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Das glaube ich nämlich auch oder wenn ich daran denke, merkt man, da kommt das Alter durch. Vor Social Media war das große Ding Foren. Und in Foren gab es auch schon jede Menge Probleme mit Rollen und allem Möglichen. Aber in Foren konnte ich wählen, welche Informationen möchte ich, also wie fokussieren.\nDa habe ich mir meine Favoriten-Channel rausgesucht, da habe ich das alles gemacht und da habe ich auch tatsächlich alle Informationen bekommen. Denn das ist ja ein Aspekt, den wir uns noch gar nicht angeguckt haben. Der Algorithmus entscheidet ja, welche Informationen ich bekomme, damit entscheidet er ja aber auch, welche ich nicht bekomme. Und wenn du was bei Facebook gepostet hast, war ja überhaupt nicht sichergestellt, dass deine Follower das auch alle kriegen. Das kriegt ja nur einen Bruchteil deiner Follower.\nWeil Facebook ja vorher entschieden hat, die Interaktion wird nur bei denen irgendwie groß genug sein oder so. Und ich glaube, wir müssen uns überlegen, gibt es nicht ältere, etabliertere Mittel, die geeigneter sind? Sind wir nicht bereit, einen Schritt zurückzugehen anstelle einen Schritt vor? Also anstelle der Convenience, der fraglichen\nWir lassen alles automatisieren, noch mal einen Schritt zurückzugehen und zu sagen, nee, ich selektiere meine Information für mich. Kann ich immer noch in einer Blase landen, kann ich mir ja bauen, aber dann ist zumindest die Kontrolle eine andere.",
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    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, es ist, ich, wirklich wichtig, da sprichst einen guten Punkt an, sich diese Selbstermächtigung wiederzuholen. Ich habe zum Beispiel angefangen, ich Kart-, also Navigation im Auto nur noch beim ersten Mal benutze, wenn ich wohin fahre. Und beim zweiten Mal fahre ich immer ohne. Und ich versuche mich dann einfach an den Weg zu erinnern, den ich beim ersten Mal gefahren bin. Und erst wenn ich gar nicht mehr weiterkomme, dann gucke ich auf die Karte.\nund schaue wo ich bin, wo ich hin muss und fahre dann immer noch nicht mit der Routenführung. Sondern gucke einfach, habe auf die Karte geguckt und versuche dann so zu fahren, wie ich auf der Karte gesehen habe. Das ist natürlich, kostet das ein bisschen mehr Minuten, aber das ist so gut, dass A fühlt sich das gut an und B, also einfach einen Schritt zurück aus diesem Komfort. Ich gebe auch Passwörter jetzt, also ich gehe immer in den Passwortmanager und kopiere das dann rein. Also ich nutze dieses Autofill nicht mehr.\nAlso so ganz viele so kleinere Sachen, die ich einfach aus Komfort gemacht habe, die baue ich nach und nach ab. Und das tut wirklich tatsächlich gut, weil ich die ganzen verschiedenen Handlungen, die ich mache, viel bewusster mache. Und das entschleunigt gleichzeitig jede meiner Handlungen. Weil ich dieses ständige Optimieren aller Prozesse des Komforts will, ich merke, dass das nicht gut tut. Also mir tut das nicht gut.\nDas fühlt sich zwar gut an im ersten Schritt, das ist es aber gar nicht. Weil ich nur hektischer werde dadurch.",
    "end": 3581.0
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    "start": 3581.0,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "mit den Karten hat ja meine Erfahrung nach einem ganz anderen oder einem weiteren großen Vorteil. Ich bin ja beim Motorradfahren ein riesengroßer Fan, bei allen Motorradreisen immer die Papierkarten, die guten alten, dabei zu haben. Denn nur damit gelingt es mir zumindest, relativ guten Überblick über die Gesamtregion zu bekommen. Wenn ich einfach nur der Navigation folge,\ndann fahre ich gefühlt an allem vorbei. Wenn ich eine Karte habe, erschließt sich mir mehr vom gesamten Gebiet. Das finde ich einen relativ positiven Effekt. Okay, also genau, wir müssen ein paar Schritte zurückgehen. Wir müssen uns tatsächlich eher frei machen von diesen Strukturen.\nJoshua Tree (1:00:23)\nAbsolut. Absolut. Weniger ist manchmal mehr. Gilt auch für Social Media.\nPhilipp Tree (1:00:36)\ngar nicht berücksichtigt haben, wo sitzen denn die ganzen großen Social Media Konzerne und wo fallen diese Daten hin? Aber in Zeiten des Digital Independence Days ist das auch nochmal ein Aspekt, der relevant ist. Und ansonsten sehe ich uns tatsächlich in so einer Dystopie wie in Cyberpunk-Welten, wo wir sozusagen einfach in unserer eigenen\nWelt aneinander vorbeileben. Wenn alle ihre eigene von Social Media und KI gesteuerte virtuelle Realität haben, denken wir an sowas wie jetzt hier Metabrille oder AR-Brillen, die wir im Alltag tragen, dann dividiert uns das noch weiter auseinander, weil meine Alltagsrealität eine andere ist als deine. Wenn wir noch einen Schritt weiter in die Zukunft gehen und\nmal davon ausgehen Neuralink oder wer auch immer baut uns irgendwann die Chips ins Gehirn und ich kann gar nicht mehr trennen oder trenne gar nicht mehr zwischen physischer Welt und digitaler, weil es immer mehr in einem ist, dann gehen unsere Alltagswahrnehmungen ja noch mehr auseinander. der Einfluss des Digitalen\nauf unsere Alltagsrealität ist von Jahr zu Jahr größer geworden. Im Jahr kam das iPhone, sind Smartphones durch die Decke gegangen und wenn man sich nur diesen Zeitraum anschaut, ist es wirklich Jahr für Jahr mehr geworden. Und wenn wir nicht wollen, dass uns das auch in Zukunft Jahr für Jahr mehr kontrolliert und mehr beeinflusst.\nDann müssen wir anfangen, die Weichen in eine andere Richtung zu stellen. Und das eine müssen wir auf unserer eigenen individuellen Seite tun und das andere müssen wir versuchen, Einfluss zu nehmen auf einer politischen Ebene. Deswegen, ich finde ja, so Social Media-Verbot für Jugendliche ist nicht unproblematisch und dennoch alternativlos.\nJoshua Tree (1:02:59)\nDas ist die Minimalslösung.\nPhilipp Tree (1:03:02)\nUnd der nächste Schritt wäre aus meiner Sicht, wie gesagt, diese algorithmenbasierte Informationsverarbeitung zu, oder Vermittlung zumindest, zu verbieten. Da sehe ich aber nicht, dass das jemand umsetzt. Also wer wäre bereit, das zu tun? Aber jeder Schritt, der in die Richtung geht, ist das Richtige. Und jeder Schritt, der in die Gegenrichtung geht,\nauch so Dinge wie Chatkontrolle oder so, sind einfach der maximal falsche Weg.\nJoshua Tree (1:03:36)\nlöst halt das Problem nicht, macht's noch schlimmer.\nPhilipp Tree (1:03:39)\nAbsolut, absolut. Und die Argumente, die für sowas wie Chatkontrolle sprechen, sind alle vergiftet.\nJoshua Tree (1:03:48)\nJa, da möchte ich auch eins ansprechen, was ich immer wieder höre. Dieses Jahr, ich habe ja nichts zu verbergen. Das finde ich ganz, ganz schlimm, weil man hat ja jetzt gesehen, dieser digitale Zwilling, wenn wir nur mal bei diesem Beispiel bleiben, was META hat. Du musst kein Krimineller sein, der was zu verbergen, der irgendwie eine Leiche im Keller hat. Darum geht es gar nicht. Der digitale Zwilling wird benutzt, dich zu steuern. Punkt. Da geht es nicht darum, und du was zu verbergen hast,\nkannst gar nichts verbergen und dieser digitale Zwilling wird genutzt, ob du willst oder nicht. Und dann kann man auch nicht sagen, Facebook ist das Produkt, das ist kaputt. Ja, Facebook ist doof, weiß, Social Media manipuliert uns alle. Nee, wir sind das Produkt. Wir sind das kaputte Produkt. Und wenn man das Produkt abschaffen will, dann muss man eben da rausgehen, weil man selbst das Produkt ist.\nPhilipp Tree (1:04:36)\nUnd\nUnd es beeinflusst halt nicht nur dich, sondern auch all die Menschen, mit denen du da vernetzt bist und die dir wichtig und nah und teuer sind.\nwas aber natürlich viele praktische Fragen aufwirft. Du hast es dann angesprochen als Alternative. Das Feld ist ja viel, viel größer. Denken wir an unsere Messenger, die wir verwenden, WhatsApp war ein Thema. Aber auch wir beide selber sind ja mit unserem Trecorder bei Discord und Discord ist ja auch nicht datenschutzfreundlich.\nnicht ansatzweise. Also da müssen wir uns, finde ich, in absehbarer Zukunft tatsächlich auch nach einer Alternative umschauen. Denn ich habe das noch mal recherchiert, bei Discord sind ja noch nicht mal die Private Messages Ende zu Ende verschlüsselt. Also Discord hat einfach freien Zugriff auf alles auf der Plattform. Ja, also\nPunkt. Ich will nur sagen, wir sind offen und transparent damit hier an dieser Stelle, dass Social Media den Rücken zukehren, also zumindest den algorithmbasierten Plattformen den Rücken zukehren, ist ein Prozess, der schrittweise verläuft. Man muss sich Stück für Stück die Sachen angucken. Und ich habe immer mehr Leute, mit denen ich mich jetzt\nprimär über Signal oder ThreeMir austausche, nicht mehr über WhatsApp, aber auch mir ist es noch nicht gelungen, ganz bei WhatsApp rauszugehen, weil es ein paar Gruppen gibt, die da sind und in denen ich nicht den Einfluss habe, sagen zu können, wir wechseln.\nJoshua Tree (1:06:33)\nJa, das ist schwierig, aber ich arbeite auch schon dran.\nPhilipp Tree (1:06:38)\nJa, genau. liebe Community, da kommt noch was auf euch zu. Ich glaube, es ist absehbar, dass unsere Zeit bei Discord auch früher oder später enden wird.\nUnd zugleich wollen wir aber natürlich weiterhin eine Plattform haben, wo wir miteinander in den Austausch gehen und gut erreichbar sind. Das Future Project. Ja, so ist das, genau. Und nehmt gerne noch an unserer Umfrage teil. Die ist auch, die haben wir so datenschutzfreundlich gestaltet, wie wir das können. Ihr müsst nichts Privates von euch da eingeben. Es gibt\nJoshua Tree (1:07:00)\nGenau, also kommt dahin, weil wenn wir umziehen, sagen wir es auch da.\nPhilipp Tree (1:07:21)\nauf erhebungen.de machen wir das, gibt es kein Tracking zu Facebook, soweit wir das recherchieren und feststellen konnten. Genau, es gibt keine personenbezogenen Daten, die zur Identifikation zumindest reichen würden.\nJoshua Tree (1:07:37)\nUnd...\nPhilipp Tree (1:07:38)\nLink\ndazu ist in den Show Notes.\nJoshua Tree (1:07:40)\nsteigt aus.\nPhilipp Tree (1:07:41)\nAussteigen aus Social Media, einsteigen in freiere Plattformen. Links zu den Studien und Dergleichen packen wir in die Show Notes. Und Mastodon wäre nochmal so ein ganz eigenes Thema das Fediverse.\nJoshua Tree (1:07:44)\nIhr habt's in der Hand.\nJa,\nverlinken wir auch. Vielleicht kriegen wir es auch hin, meinen Abschiedstext aus Social Media in die Show Notes zu packen oder zu verlinken. Kriegen wir irgendwie vielleicht hin, weil mehrere Anfragen dazu kamen. Also wenn ihr das möchtet, schaut mal nach dem Hörn der Episode in die Show Notes.\nPhilipp Tree (1:08:24)\nSo machen wir das.\nJoshua Tree (1:08:25)\nHaut euch!\nPhilipp Tree (1:08:26)\nVertraut euch, es ist für eine bessere Zukunft. Und das ist das Utopischste, was wir an dem Punkt, glaube ich, sagen können.\nJoshua Tree (1:08:38)\nUnd das Leben geht weiter und es geht besser weiter.\nPhilipp Tree (1:08:40)\nJa, da ist tatsächlich für mich der Unterschied wenig groß, weil ich es nie benutzt habe so richtig. ja, viele Baustellen, an denen man was Gutes tun kann. In diesem Sinne, vielen, vielen Dank fürs Zuhören, Dabeisein und bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao!\nJoshua Tree (1:09:01)\nCiao",
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