[
  {
    "start": 1.744,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Hallo Philipp!",
    "end": 3.15
  },
  {
    "start": 3.15,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Moin, jaschur und ein herzliches willkommen all unseren Zuhörerinnen und Zuhörern und ein frohes Weihnachten euch alle, denn das hier ist das 24. und damit letzte Türchen unseres Trikorder Adventskalenders. Und wir hatten ja schon in der vorherigen Folge gesagt, wir wollen uns auch heute mit dem Thema Resilienz beschäftigen. Dieses Mal aber\nmit dem Fokus auf die psychische Resilienz. Joshua, wie resilient bist du denn?",
    "end": 42.443
  },
  {
    "start": 42.443,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ich drücke das mal diplomatisch aus, immer resilienter, würde ich sagen. Und mir würde es jetzt sehr schwer fallen, mich auf einer Skala irgendwie einzuordnen. Sei sie auch nur eine innere Skala. Aber was ich schon beobachte, ist, dass viele Dinge, die mir früher schwergefallen sind, mir jetzt deutlich leichter fallen. Weil ich seit ein paar Jahren jetzt, würde ich sagen, intensiver\nIch versuche, damit auseinanderzusetzen, was so die Knackpunkte bei mir sind, wo ich meine Resilienz verbessern kann. Von dem Punkt aus, wo ich herkomme. Und das haben, ich denke mal, viele Leserinnen und Leser in meinen Büchern auch gemerkt, weil ich versuche, die Dinge, die ich so für mich erkenne, die für mich hilfreich sind beim Thema Resilienz, auch in den Büchern zu verarbeiten in Form meiner Protagonisten.\nUnd da habe ich mir sehr, viele Gedanken darüber gemacht. In den letzten\n20 Jahren eigentlich schon, das so ein Thema, das mich begleitet. Und intensiver in den letzten vier, fünf Jahren, weil ich merke, dass es für mich immer relevanter wird.",
    "end": 126.259
  },
  {
    "start": 126.259,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, damit haben wir nämlich gleich einen super wichtigen Punkt fürs Thema Resilienz auf dem Tisch. Und das ist nämlich, dass es etwas ist, was sich entwickelt. Also Resilienz ist nichts, was irgendwie ein Stein gemeißelt ist. Das ist nichts, mit dem wir, ja, was ich wie unsere Augenfarbe fix zur Welt kommen. Und dann ist es halt so. Sondern Resilienz ist etwas, das einer Entwicklung unterliegt und Alter.\nist tatsächlich ein relevanter Faktor für psychische Resilienz. In der Regel ist eine zunehmende Lebenserfahrung der Resilienz eher zuträglich. Wobei das, was du gesagt hast, ja noch darüber hinausgeht, nämlich die ganz gezielte eigene Entwicklung. Sei das nun, ich fokussiere mich auf mich und Selbsterfahrung oder ich sehe gewisse\npersönliche Entwicklungsaufgaben für mich und arbeite da dran. Aber das sind sicherlich auch ganz relevante Punkte für die Resilienz.",
    "end": 194.023
  },
  {
    "start": 194.023,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mir ist, ich, also wenn ich jetzt nochmal drüber nachdenke über deine Eingangsfrage, also der krasseste Impact für mich in meiner Erfahrung war tatsächlich während der Weltreise 2016, 2017, dass ich für mich gemerkt habe, okay, also ich war schon immer, also was ja schon immer, aber schon sehr, lange spirituell interessiert und hab mit\nIch glaube, mit 15 habe ich von Eckhart Tolle jetzt die Kraft der Gegenwart das erste Mal gelesen. Und das war transformierend für mich auf jeden Fall. Und bei der Weltreise musste ich immer wieder daran denken, weil ich auf dieser Reise, das war ja keine leichte Reise, also mit dem Motorrad in die Mongolei über die harte Route, sage ich mal, im Süden und die alte Seitenstraße, das war schon tough, sage ich mal. Und da habe ich gemerkt,\nbei den ganzen Problemen, Anführungsstrichen, die es immer wieder gab. wir hatten ja von kaputte Wasserpumpe über Reifen geplatzt bei Tempo 100 in Kyrgyzien, nachts von Schmugglern eingekreist, im Knast im Iran. waren ja wirklich viele Sachen dabei, dass ich für mich gemerkt habe, okay, das ist ... Also, die Dinge, die sich jetzt, im Jetzt vor mir abspielen, sind nie so groß.\nwie ich sie in Gedanken mache. Und selbst wenn das schlimme Dinge sind, also im Gefängnis sitzen im Iran, das war nicht lustig, aber ich war halt in Anführungsstrichen nur im Gefängnis und nicht in zwei Wochen beim Schafrichter und dann erhängt und meine Familie weiß nicht, was mit mir passiert ist und so weiter, weil das sich alles nur in Gedanken abspielt. In dem Moment ist einfach Fakt, dass ich in einer Zelle sitze und da hatte ich, also als ich in dieser Zelle saß,\nhatte ich gerade keinen Hunger, hatte gerade keinen Durst, weil man hat mir Wasser gegeben. Und ich saß halt in einem Raum, wo ich halt nicht raus konnte. Das ist der Fakt. Und als ich dann, das habe ich auf der Reise immer wieder gemerkt, wenn ich mir einfach nur den Fakt angucke, was jetzt gerade ist, dann ist es vielleicht eine Situation, wo ich was tun muss, die zum Besseren zu verändern für mich. Und das kann ich am besten, wenn ich mich auf das Problem fokussiere, was ich jetzt gerade sehe.",
    "end": 339.295
  },
  {
    "start": 339.295,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "für mich und nicht, indem ich in Gedanken daraus eine schlimme Zukunft stricke oder eine überhöhte Vergangenheit. denke, ach, das war alles so toll und jetzt ist alles so schlimm. Weil das ist nicht hilfreich. Aber wenn ich einfach ein Problem nach dem anderen angehe, immer nur das, was direkt vor mir ist, dann wirkt alles bewältigbar. Und so war es dann auch. So habe ich jedes Mal gemerkt, okay, das Problem habe ich jetzt bewältigt und wenn das nächste kommt, dann ist das was für den Zeitpunkt.\nfür den gegenwärtigen Zeitpunkt in der nächsten Gegenwart und dann kümmere ich mich darum mit den Ressourcen, die ich dann zur Verfügung habe. Und mir darüber jetzt Gedanken zu machen, macht gar keinen Sinn, weil ich weiß ja gar nicht, was das sein wird. Das ist das eine und ich weiß zum zweiten nicht, was mir dann zur Verfügung stehen wird, mit diesem Problem umzugehen. Und das hat bei mir tatsächlich so einen Shift erzeugt.\nUnd das ist ja was, was ich in meinem Roman auch immer wieder verarbeite. Es können die schlimmsten Dinge sein, aber die Protagonisten haben immer nur diese eine Sache vor sich und dann kommt halt die nächste, wenn es soweit ist. Und das ist, glaube ich, also es ist für mich ein guter Weg, die Ressourcen, die ich dann habe, bestmöglich einzusetzen, damit umzugehen.",
    "end": 412.728
  },
  {
    "start": 412.728,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und das tatsächlich auch über die Forschung gut belegt, dass Erfahrungen, die wir machen, von bewältigten Problemen und Herausforderungen unsere psychische Resilienz deutlich steigern. Und das Akzeptanz, und das ist ja sozusagen der Oberbegriff dessen, was du beschreibst von ich bin in einer Situation,\nUnd dann ist diese Situation und ich gebe mir Mühe – nicht den Gedanken, die Zukunft zu enteilen, sondern ganz in dem Hier und Jetzt zu sein, dass auch das ein relevanter Faktor ist fürs Bewältigen solcher Situation und für die Resilienz. Und ich finde das so spannend, denn wir haben ja in mehreren der Adventskalender-Türchen Episoden auch besprochen, dass so ein Punkt, den wir sehen,\nfür die Zukunft das eine so eine gewisse Komfortfalle ist. Ich glaube, in der sind wir schon total drin. Wir sind eine Gesellschaft geworden, wenn ich das so im Großen attestieren darf, die Störungen als viel, störender wahrnimmt, als das die Generationen vor uns wahrgenommen haben, weil wir eine Welt gebaut haben, in der Störungen einfach viel weniger geworden sind.\nDadurch wirken die aber auf uns gleich viel, viel schlimmer. Und wenn wir dann noch für uns persönlich den Weg gehen, unser Leben so auszurichten, dass es da möglichst wenig Störungen drin gibt, auch indem wir zum Beispiel sozial mehr zurückziehen oder dergleichen, dann verlieren wir eine ganz, ganz wichtige Resilienz, nämlich die im Umgang mit Störungen sein, die auf einer lebenspraktischen Ebene oder auch im Miteinander.\nUnd deswegen finde ich das einen total wichtigen Punkt, den du da ansprichst. Wir müssen rausgehen ins Leben, gerade dann, wenn wir vor irgendetwas uns fürchten oder wenn wir irgendetwas als besonders schwierig und herausfordernd ansehen. Gerade dann sollten wir es machen, denn dann können wir die Erfahrung machen, dass die Dinge nicht so schlimm sind, wie wir denken. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, sagt man ja im Deutschen.",
    "end": 555.134
  },
  {
    "start": 555.134,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und in Wahrheit ist es so, ist die Aussage, nichts ist so schlimm, wie wir denken, dass es schlimm wäre. Unser Denken ist immer schlimmer als die Realität.",
    "end": 572.903
  },
  {
    "start": 572.903,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, fällt mir dieser Satz von, ich glaube Shakespeare, nichts ist weder gut noch schlecht, unsere Gedanken machen es erst dazu. Und da ist was dran und das braucht halt immer Zeit, also immer die in die Zukunft blicken, also entweder die Zukunft total überhöhen oder ganz schrecklich ausmalen. Und in Science Fiction sind wir einfach immer mit dem Blick nach vorne gerichtet.\nUnd da ist es glaube ich auch gut, wir haben da mal drüber gesprochen, auch in Finnland tatsächlich, auf dem Boot, das ja das legendäre Boot, dass unser Angel-Cruiser, ja, dass wir unterschiedliche Blicke haben können. Also manche Menschen sind sehr in der Vergangenheit behaftet. Also häufig ist dann, dass sie Dinge nachtrauern oder bestimmte Sachen, die sie erlebt haben, immer noch mit sich herumtragen.",
    "end": 608.142
  },
  {
    "start": 608.142,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Unser Angel Cruiser.",
    "end": 628.967
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  {
    "start": 628.967,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "weil sie die Vergangenheit immer lebendig halten im Kopf. Und manche blicken eher ständig in die Zukunft. Und häufig ist dann, dass die Zukunft irgendwie überhöht wird. Man hofft, ich muss erst das und das erreichen oder schaffen oder machen, dann glücklich zu sein und so weiter. Was natürlich gar nicht geht. Aber wo uns auch beiden aufgefallen war, dass wir beide eher die Tendenz haben, die Zukunft zu schauen.\nUnd nicht so sehr in die Vergangenheit, also immer zu gucken, was passiert als Nächstes und auf was kann ich hinarbeiten und so weiter. ich glaube, dass es tatsächlich super hilfreich für die eigene Residenz zu schauen, wohin man da tendiert. Also einfach bewusster zu werden und wahrzunehmen, wohin gehen meine Gedanken überhaupt gewohnheitsmäßig. Ist das eher in die Zukunft oder in die Vergangenheit? Und das macht es dann nämlich auch leichter, da herauszutreten und sich mehr auf das zu fokussieren, was gerade vor mir liegt.",
    "end": 685.422
  },
  {
    "start": 685.422,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, wenn ich im, ich bin ja nicht nur selber im Rahmen meiner Ausbildung viel in den Genuss von Selbsterfahrung gekommen, sondern mache das jetzt ja nun seit einigen Jahren auch beruflich, dass ich Menschen berufs-, also, dass ich Menschen durch Selbsterfahrungsprozesse leite. Und das ist tatsächlich ein ganz zentraler Wert, nicht mich zu verändern, sondern mich einfach erst mal zu kennen und wahrzunehmen und zu wissen.\nWie funktioniere ich denn? Und an diesem Punkt funktioniere ich eher vergangenheitsorientiert oder eher zukunftsorientiert. Nicht in einer werdenden Art und Weise, sondern in dem Moment, wo ich weiß, wie ich ticke, kann ich, wenn es notwendig ist, da auch raustreten. Wenn ich das nicht weiß, dann bin ich sehr, schnell so tief drin, dass ich nicht mehr raustreten kann.",
    "end": 744.18
  },
  {
    "start": 744.18,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Okay, jetzt haben wir als Resilienzfaktoren Erfahrungen. Gerne auch Erfahrungen sammeln in Dingen, die unbequem sind. Ein Punkt, warum ich es so sehr liebe, auch mit einer Frau zusammen irgendwie Wanderritte in der Mongolei oder sonst wo zu machen, wo der Komfort nahe Null ist, immer mal wieder mitzukriegen, das Leben geht auch da gut. Es muss nicht...\nAll der hier liebgewonnenen Standes sein, also sich selber in Situationen bringen. Und das muss kein Reisen sein. Das können wir auch alles in unserem Alltag machen. In denen man einfach Herausforderungen begegnet ist. Oder wie du in letzten Episode gesagt hast, auch mal irgendwas handwerkliches sich als Herausforderung zu nehmen, weil man weiß, ist halt eigentlich sonst nicht so mein Ding. Das sind, glaube ich, zwei ganz, ganz wichtige Punkte.\nUnd ich glaube, ein Punkt, auch noch sehr, sehr wichtig ist, wenn es Resilienz geht, den haben wir auch schon häufiger angeschnitten, aber den müssen wir, ich, in dieser Episode bringen, zu gucken, worauf fokussiere ich mich in meinem Leben. energy goes where focus... Nee, where focus goes, energy flows. So ist es, ich, richtig. Und da spielen einfach Medien...",
    "end": 827.463
  },
  {
    "start": 827.463,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 831.631
  },
  {
    "start": 831.631,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Riesenrolle. Und die häufigste Plattform, über die wir Medien nun mal konsumieren, ist in der Regel mittlerweile das Smartphone. Und ich glaube, da kann man grundsätzlich erst mal attestieren, wenn man ein Smartphone besitzt, dann ist es im Zweifelsfall immer besser, weniger damit zu machen als mehr.",
    "end": 857.799
  },
  {
    "start": 857.799,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja. Und da gibt es ganz gute Sachen, man machen kann. Also sei es den Smart, also das ganz brachiale Smartphone locker, wo man das Smartphone mit einem Zeitschloss tatsächlich physisch einschließt. Und dann geht das halt nur auf 14 Uhr. Dann nur für eine Stunde. Dann macht man es wieder rein und dann kann man sich so entwöhnen oder dass man das Smartphone auf schwarz-weiß stellt.\ndamit man nicht so schnell gefangen ist von den vielen Dingen, die auf einen einprasseln. Und so weiter und so fort. Das ist, ich... Also je nachdem natürlich, wie stark man von seinem Telefon abhängig ist. Im Sinne von süchtig, mache ich das schon. Gibt es da halt mehrere Sachen, die man machen kann, einfach diesen starken Sog, diese starke Sogwirkung vom Smartphone etwas zu reduzieren. Ich glaube, das sind so ganz gute Ansatzpunkte.\nUnd ich glaube, es ist auch, du hast es ja schon angesprochen, der letzten Episode gut, einfach die Jugend vor allem vorzuschützen. Ich würde ja sogar so weit gehen, dass man alle davor schützen sollte, dass man Social Media super krass reguliert oder sogar verbietet. Aber wohl wissend, dass das nicht passieren wird, denke ich mal, dass es zumindest so sein sollte, dass man Minderjährige davor schützt. Und ich lasse auch diese Argumente nicht gelten für mich.",
    "end": 930.798
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  {
    "start": 930.798,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mhm.",
    "end": 947.967
  },
  {
    "start": 947.967,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "dieses Jahr gesunder Umgang, du hast es ja schon angesprochen. wenn, also in den meisten Fällen können ja die Eltern noch nicht mal gesund damit umgehen. Wie wollen die dann den Kindern beibringen, gesund damit umzugehen? Und oft ist es ja auch so, dass die Inhalte, die konsumiert werden, sich so unterscheiden zwischen den Kindern und den Eltern, dass da gar kein richtiges Verständnis dafür besteht, was für Gefahren die Kinder ausgesetzt sind. Und wir wissen nun mal aus der Forschung, was für negative Effekte das hat, gerade in der frühkindlichen Zeit.\nwenn Kinder dann schon mit Bildschirmen konfrontiert sind. Das ist enorm, gerade in ersten vier Lebensjahren. Das ist enorm schädlich. Und ich finde, sollte der Gesetzgeber, also jetzt gerade nach 25 Jahren Social Media, doch endlich mal einen Weg finden, das zu regulieren.",
    "end": 996.216
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  {
    "start": 996.216,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und man muss einfach sagen, und das meine ich über Social Media hinaus, ich halte algorithmenbasierte Informationsvermittlung für eines der größten Übel unserer Zeit. Und wenn wir gut für uns sorgen wollen, und darum geht es ja heute hier in der Episode, dann ist ein ganz wichtiger Faktor, so wenig Algorithmen\nbasiert, mir Informationen zuspielen zu lassen, wie irgendwie möglich. Denn die Algorithmen haben im Großen und Ganzen nur ein Ziel, meine Aufmerksamkeit sicherzustellen. Unabhängig davon, wie ihnen das gelingt. es geht ja nicht die Qualität dessen, was sie mir zu senden. Das filtern die ja nicht, sondern die filtern nur die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir auch das nächste angucke. Und\nWir Menschen haben an diesem Punkt den Kampf gegen die Maschine schon verloren, weil wir der Maschine gesagt haben, besieg uns.",
    "end": 1062.81
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  {
    "start": 1062.81,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "ausgedrückt.",
    "end": 1063.147
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  {
    "start": 1063.147,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und das hat sie getan. Sie hat uns in dem Punkt besiegt. Und das möchte ich allen Hörerinnen und Hörern an dieser Stelle mitgeben. Ich sage das hier so und will aber damit nicht behaupten, dass ich darüber stehen würde. Wenn mir das nicht rechtzeitig genug gelingt, mein Handy an die Seite zu legen, dann merke ich auch, wie mich das Ganze packt und ich auch das nächste mir noch angucken will und dergleichen.\nAlso es ist eine tagtägliche Arbeit. Ich kann nun auf das Smartphone in meiner Arbeit nicht ganz verzichten. Und zugleich merke ich aber, man braucht es viel weniger als man denkt.\nAber da bin ich ganz bei dir. glaube, es macht sehr, Sinn zu gucken, dass wir gerade bei Social Media, aber halt auch in allen anderen Bereichen, wo Informationen algorithmenbasiert vermittelt werden, dass wir da regulatorisch eingreifen oder es am besten verbieten. Also so was, was Australien jetzt gemacht hat, Social Media ab 16 oder bis 16 zu verbieten. Großartig.\nstreicht die 1 da vorne, eine 0 dahinter. Wer mit 60 meint, das noch zu brauchen. Aber ich habe das einfach zu sagen, ich bin weder bei Instagram noch bei Facebook aktiv. Ich habe bei beiden Accounts aus Uhrzeiten, von Instagram noch aus Zeiten, bevor die zu Meta gehörten. Aber falls mich da irgendwer anschreibt und auf eine Reaktion wartet, ich kann mich da auch nicht mehr einloggen.\nJa, gut, aber den Punkt haben wir, glaube ich, ganz gut gemacht.",
    "end": 1176.782
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  {
    "start": 1176.782,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Grundsatz... ja.",
    "end": 1176.931
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  {
    "start": 1176.931,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mich würde jetzt mal auf der persönlichen Ebene interessieren, wie wir das so machen im Alltag. wie du das so machst im Alltag. Wie lebst du Resilienz im Alltag?",
    "end": 1198.639
  },
  {
    "start": 1198.639,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "nicht jeden Tag bewusst. für mich hat das viele Bausteine. Für mich hat das zum einen den Baustein. Der wichtigste, glaube ich, für mich ist das Thema Schlaf. Weil wenn ich gucke, was ist das Allerbasalste für mich und mein Wohlempfinden und je mehr ich mein Wohlempfinden in den Fokus nehme, umso reserienter bin ich den Tag über auch für potenzielle Störungen.\nUnd da merke ich, für mich der wichtigste Punkt überhaupt das Thema Schlaf. Dass ich dafür sorge, dass ich, wenn es irgendwie geht, es hinkriege, zu relativ festen Zeiten zu schlafen. Ich bin da nicht so straight wie du, aber ich versuche das immer so in einem plus-minus-dreißig-Minuten-Fenster zu halten. Und dass ich auf mindestens sieben, besser acht oder achteinhalb Stunden Schlaf komme. Ich glaube, das ist der allerentscheidenste Punkt für mich.\nweil ich merke, dann bin ich tatsächlich wirklich gut erholt. Alles unter sieben Stunden funktioniert gar nicht. Und alles ab acht Stunden ist okay. Jenseits der neun Stunden funktioniert allerdings auch nicht für mich, habe ich gemerkt. ist irgendwie... So, da ist irgendwie so mein Sweet Spot. Draußen sein. Ich bin nun berufsbedingt immer wieder viel in Räumen unterwegs.\nUnd ich merke, ich brauch's aber für meine Resilienz, jeden Tag draußen in der Natur zu sein. Die ist glücklicherweise jetzt aber, wie du ja weißt, hier von unserem Zuhause nicht weit weg.\nJa dann kommt tatsächlich schon zu gucken, was führe ich mir und meinem Körper so zu. Sowohl auf der rein physischen Ebene ernährungstechnisch. Da bin ich glaube ich genauso verführend und verlockbar wie die meisten anderen Menschen auch. Aber ich freue mich über jeden Tag, wo ich da einen möglichst gesunden Ernährungsplan folge, weil ich merke, es geht mir damit besser. Und das andere ist die Frage, was konsumiere ich an Medien?",
    "end": 1338.656
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  {
    "start": 1338.656,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und je mehr ich es schaffe, Yoga und Meditation in meinen Alltag einfließen zu lassen, umso tiefenentspannter bin ich.",
    "end": 1352.654
  },
  {
    "start": 1352.654,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ich glaube, das sind so meine Daily Basics. Und die anderen Punkte hatte ich ja in letzten Episode schon gesagt. Gucken, möglichst viel Quality Time mit anderen Menschen zu verbringen.",
    "end": 1371.687
  },
  {
    "start": 1371.687,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das klingt nach einem guten Plan.\ndie also ich würde ziemlich alles davon unterschreiben nur ich bin ja noch zwanghafter beim schlafen hast du ja schon gesagt ich merke das tatsächlich auch und deswegen track ich meinen schlaf ja auch gerne zu sehen also das ist tatsächlich viele stellschrauben an denen ich gedreht habe bis mein schlaf wirklich exzellent geworden ist und ich jetzt mittlerweile bei 20 25 prozent tief schlaf bin regelmäßig weil ich merke das ist\nso einen Unterschied in der Lebensqualität. Das ist tatsächlich irre. Und dann reichen tatsächlich auch siebeneinhalb Stunden bei mir, wenn ich zwei Stunden plus Tiefschlaf hatte. dazu kommen, also es ist genauso, also Sport für mich sehr wichtig, weil es für mich auch so ein Anker im Hier und Jetzt ist. Und viel draußen sein, viel mit Freunden verbringen. Und ich habe gar keinen Streaming Service mehr abonniert. Also\nIch hatte noch Amazon Prime, weil ich in Europa halt den kostenlosen Versand brauchte. Und das ist ja jetzt nicht mehr so. Nur sehr lang gibt es keinen Amazon. Und deswegen habe ich gar keinen Streaming Service mehr und das fehlt mir auch gar nicht. die ganzen Serien. Also ich erinnere mich noch bei Anthony Robbins damals. Er hat den Fernseher Time Stealing Machine genannt.\nDas ist irgendwie bei mir hängen geblieben, weil ich immer dachte, okay, wenn ich jetzt so eine Serie durchbinge oder so, dass es super krass viel Lebenszeit hier weg ist. Und ...",
    "end": 1464.318
  },
  {
    "start": 1464.318,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "der an Zeitstehungsklickmaschine",
    "end": 1467.431
  },
  {
    "start": 1467.431,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Genau, das war das volle Zitat. Das fehlt mir tatsächlich auch gar nicht. Also auch aus diesem ... aus diesem Hype-Kreislauf raus zu sein. Oh, die neue Serie, ist die neue Staffel da, das müssen wir gucken. Das ist einfach gut. Und ... ist ... das ist was, was mir tatsächlich gut tut. Ich guck jetzt nur noch bewusst Sachen auf YouTube. Ich hab auch dieses Plug-In, dass mir nichts vorgeschlagen wird.\nda einfach rauszutreten und meinen Alltag zu entschleunigen. Also ich mache jeden Tag 20 Minuten Yoga. Das mache ich dann meistens abends und ich lese dann. Also die Stunde, mindestens die Stunde vorm Schlafen lese ich. Auf dem Sofa. Wir haben auch kein Fernseher oder so. haben tatsächlich nur das Sofa. Ist auch irre, wie sich im ersten Moment das Wohnzimmer so unkomplett anfühlt. Weil kein Fernseher da ist. Da dachte ich, wie krass ist das denn? Weil... Ja, das ist total verrückt.",
    "end": 1519.124
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  {
    "start": 1519.124,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, so sind es gehört irgendwie schon dazu.",
    "end": 1523.651
  },
  {
    "start": 1523.651,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Aber das ist schön, weil das ist auch gar nicht der Gedanke an Fernseher. Dann lese ich einfach, das entschleunigt, und das ist wirklich gut. Und der andere Punkt, der mir super wichtig ist für Resilienz, ist der spirituelle Aspekt. Ich bin ja seit sehr, sehr langer Zeit spirituell interessiert. viele der Dinge, die mir wichtig sind, dieses ... Also wirklich mich auf den Moment fokussieren und gucken, was ist jetzt gerade geboten in diesem Bereich.\nDas habe ich so entwickelt, weil ich mich halt früh mit spiritueller Lektüre auseinandergesetzt habe und da einfach für mich sehr, sehr viel Wertvolles mitgenommen habe. Und das ist halt dieses, also gerade durch Eckhart Tolle damals, aber ich habe auch von Buddha die Schriften gelesen, Lao Tse habe ich gelesen, viele von den indischen Meistern, also Ramana Maharshi ist mir da sehr im Kopf geblieben.\nDa gibt es dieses kleine Büchlein, wer bin ich, heißt das. Und das lese ich tatsächlich einmal im Monat. Das klingt jetzt verrückt, aber das ist ziemlich kurz. Also es ist im Prinzip eine ganz kurze Anleitung zur Selbsterforschung. Und so beschreibt er das auch, also der direkte Weg zur Selbsterforschung. Also einfach nach innen zu schauen und gucken, was ist für mich gerade wahr. Und dann auch zu schauen,\nWer ist das, Gedanken denkt? Also mittlerweile, wir haben im Vorgespräch darüber gesprochen, sind Psychologie und Spiritualität ziemlich vernetzt, weil viele Dinge, die heute in der Psychologie angewendet werden, wie das Mindfulness-based Stress Reduction, fällt mir als erstes ein, ist ja sehr, gut erforscht. Ich glaube, ist die beste, best erforschte Meditationspraxis. Hat einfach super Ergebnisse auch mit Depressionspatienten. Und\nkommt aus der spirituellen Praxis. Ganz klar. Das ist also Achtsamkeitstraining, was ja nichts anderes macht als ... Genau. Also es ist nichts anderes, als sich auf den Moment zu fokussieren. Passend zu diesem Zen-Wort, was du mal erwähnt hattest, wo ich bin, da bin ich dann. Was ja auch nur ein Fingerzeig in dieses Gegenwertigsein ist. Und das ist was, was mir sehr, sehr viel hilft.",
    "end": 1647.63
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  {
    "start": 1647.63,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, hat viele Anleitungen aus dem Sinn.",
    "end": 1670.251
  },
  {
    "start": 1670.251,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "im Alltag. Also ich versuche in ganz vielen Momenten einfach aus dem Gedankenstrom rauszutreten und es einfach mir anzuschauen. Einfach zu gucken, okay, was denke ich gerade? Und wenn jemand was sagt, was mich ärgert, weil er irgendwie eine andere politische Meinung hat oder sowas, dann bringe ich mich immer öfter dazu, nicht zu reagieren oder zu sagen, aha, okay, oder interessant oder ja, kann man so sehen oder wenn ich was nicht genau weiß zu sagen, das weiß ich nicht, da kenne ich mich nicht gut aus.\nUnd da einfach rauszutreten aus diesen Automatismen, die es gibt, also die sofort zu reagieren oder meine Meinung kund zu tun. Es ist tatsächlich super wohltuend, da rauszutreten und einfach nur zu schauen, okay, das sind gerade Gedanken in meinem Kopf. Zum Beispiel, der sollte so nicht denken oder ich muss dem jetzt sagen, wie das wirklich ist und daraus nichts Persönliches zu machen. Und deswegen bin ich auf dieses Büchlein gekommen.\nWer bin ich? Was ja im Prinzip die gleiche Lehre ist, auch das Gleiche was Eckhart Tolle sagt, oder Byron Katie, oder ein Buddha gesagt, oder Jesus. Und das ist wirklich schön zu sehen, okay, da sind meine Gedanken, hier bin ich, wer bin ich dann, der diese Gedanken denkt? Und darauf kann ich jetzt natürlich keine Antwort geben. Das ist aber eine Praxis, die mir im Alltag tatsächlich dabei hilft, Schritt zurückzugehen.\nUnd zu merken, okay, das ist nichts Persönliches. Und wenn ich Gedanken habe, wir alle kennen das ja, wenn wir morgens aufwachen, dann haben wir Gedanken. Es ist nicht so, dass wir uns vorm Aufwachen im Schlafzustand gedacht haben, wenn ich aufwache, dann denke ich auf jeden Fall das und das und das. Und dann lege ich mir schon mal die Gedanken zurecht, die so am ganzen Tag kommen. Und das ist natürlich, Gedanken passieren einfach genauso wie wir automatisch atmen und verdauen und so weiter. Und das ist, glaube ich, ein, also wenn nicht aus meiner Sicht der beste Weg,\nfür Resilienz aus diesem Gedankenstrom bewusst immer wieder mal herauszutreten und dann bisschen Abstand vonzunehmen, sich das anzuschauen und zu merken, okay, auch wenn ich jetzt meinen Gedanken nicht nachgehe und die nicht festlamme, also zwanghaft in der Vergangenheit oder Zukunft bin oder mich über was ärgere und merke, okay, das sind Gedanken, die kann man auch einfach ziehen lassen. Und nichts anderes trainiert ja das MBSR auch, die Mindfulness-Based Stress Reduction, die anderen Achtsamkeitsübungen.",
    "end": 1817.827
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  {
    "start": 1817.827,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Das ist glaube ich sehr, sehr wohltuend, heisam und entspannend im Alltag. Und das versuche ich tatsächlich so oft wie möglich einzubauen im täglichen Leben.",
    "end": 1831.982
  },
  {
    "start": 1831.982,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, bin ich ganz bei dir. Ich finde so Punkt, der vielleicht einfach weil heute ja der 24. ist und das hier die Weihnachtsepisode ist, als Ergänzung da noch schön zu passt neben dem Aufruf mehr im Hier und Jetzt zu sein und einfach\nDinge primär wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Das ist ja der Kern, dahinter ist. Also mein Gegenüber macht dies oder das, in mir ist dies oder das. nicht in die Bewertung zu gehen, dass es anders sein sollte oder müsste. Find ich so ein Thema von Weihnachten ist ja immer Friede. Und ich finde, diese Techniken, die führen schon zu einem großen Potenzial inneren Friedens und einen anderen\nden ich da auch noch wichtig finde, ist ein gutes sowohl als auch und ein gutes, wo ist denn die Mitte? Also ich erlebe unsere Welt so, dass sie sehr zu Extremen tendiert und wenn ich so durch meinen Alltag gehe, erlebe ich überall Einladungen auch in Extreme zu gehen. Seien das Nachrichten, die irgendwas clickbaitiges an\nÜberschriften hat oder seien das Menschen, die sich gerade sehr aufregen über irgendetwas oder die gerade mit irgendeiner Idee die Ecke kommen, alles muss jetzt genau so oder so und nicht anders. Und es ist meine Wahrnehmung, dass es sehr, sehr hilfreich ist zu sehen, naja, es gibt sowohl diese Sicht auf die Welt als auch die andere. Und das, was sich leicht anfühlt und leicht lebt, ist meistens\ndann der gesunde Mittelweg. Und ich glaube, da liegt eine große Kraft drin, wenn wir gucken, was macht denn trotz all der Herausforderungen, die die Zukunft mitbringt, das Leben für uns als Menschen friedlicher. Das ist zu gucken, wo ist denn der Mittelweg und wo ist Raum für sowohl als auch. Mehr als entweder oder. Entweder oder ist meistens eher",
    "end": 1977.01
  },
  {
    "start": 1977.01,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "destabilisieren, sowohl als auch, darin liegt viel mehr Entspannung und Frieden.",
    "end": 1985.382
  },
  {
    "start": 1985.382,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Da fällt mir noch ein Punkt ein, der tatsächlich auch ein guter Fingerzeig sein kann, ist, sich anzuschauen, wie viel wir die Welt zuflastern mit mentalen Abstraktionen. Von gut und schlecht, nützlich, nicht nützlich, nett, nicht nett, schön, hässlich. das einfach mal, vielleicht ist das ja ein guter Vorsatz für die Feiertage.\neinfach zu schauen, wie schnell das geht. Also, wie schnell so Bewertungen im Kopf losgehen und ob man dann wirklich noch die Sache selbst neutral für sich sehen kann. Da fehlt mir dieses, du musst mich jetzt korrigieren, aber ich glaube, ist von Krishnamurti dieses, you teach a child the name of a bird, it will never see the bird again. Was so ein bisschen veranschaulicht, sobald wir anfangen, die Dinge zu benennen.\nMit einer mentalen Abstraktion sehen wir das Ding selbst gar nicht mehr. das ist was, ich glaube, Weihnachten ist ja so eine gute Zeit, zu schauen, wo so die eigenen Knöpfe liegen. Weil es ist ja leider irgendwie die Konfliktzeit, wo häufig Konflikte im Familienumfeld entstehen. Und Weihnachten ist ja irgendwie schön, aber auch bisschen stressig. Und dann kommen alle zusammen und ...\nDann prallen die vielen Egos aufeinander und das ist, ich, eine super Zeit, sich das bewusst zu machen und einfach mal in sich hinein zu horchen. Vielleicht ist ja das alljährliche Foodkoma dafür eine gute Zeit. Und dann einfach zu schauen, was kommt da so hoch. Und da ist mir noch was aufgefallen, wenn man wissen will, wie krass dieser Einfluss von dem mentalen Strom an Gedanken und so weiter ist.\nAls ich diesen Lauf gemacht habe, diesen Trail Run, vielleicht ihr es nicht mitbekommen habt, ich habe vor zwei Wochen einen Trail Run über 22 Kilometer gemacht, mit 650 Höhenmetern, also das hat alle Kerzen ausgeblasen, wie man hier so schön sagt. Und ich habe mich den ganzen Tag danach und die ganzen Tage danach noch so super friedlich gefühlt.",
    "end": 2125.187
  },
  {
    "start": 2125.187,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Also ich war wirklich super entspannt und egal was war, ich war immer nur, alles gut und ich lag so rum und das ist einfach zu merken, wenn man ultra müde und erschöpft ist, einfach mal in sich rein zu heuchen, was das mit einem ändert. Also wenn man gar nicht mehr so viel Energie hat, sich mit seinen Gedanken irgendwie auseinanderzusetzen oder sich in so mentale Konstrukte zu begeben, wie friedlich das macht. Das finde ich, also wenn man dafür so ein bisschen die Wahrnehmung gespitzt hat, einfach zu merken, wie viel Energie das auch fordert, ständig\ndiesen Gedankenstrom vor sich zu sehen und daran festzuhalten, einfach mal was machen, was richtig müde macht und dann zu merken, okay, wie fühlt sich das jetzt an, wenn ich da zwangsweise raustrete, weil da gar nicht mehr so viel Energie für da ist. Das kann ganz schön zeigen, was da normalerweise so im Kopf stattfindet und wie das auch schlaucht.",
    "end": 2176.302
  },
  {
    "start": 2176.302,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja, es ist tatsächlich spannend, wenn man mal beobachtet, wie viel denken wir und wie viel von dem Denken, was wir so tagtäglich, was uns so widerfährt, ist wirklich zielorientiert. Also, weil ja ein häufiger Vorwand ist, das kenne ich auch, wenn ich in irgendwelchen Kursen was zum Thema Achtsamkeit sage oder so, die Leute sagen, ja, aber ich will ja nicht aufhören zu denken, das brauche ich doch, Probleme zu bewältigen oder so.\nKlar, Denken ist super hilfreich, Herausforderungen zu bewältigen, aber wenn man mal kritisch überprüft, wie viel meiner Gedankenaktivität am Tag ist denn wirklich auf das Bewältigen einer realen Herausforderung, die wirklich hier und jetzt und im Moment besteht, die also echt ist, ausgerichtet. Das ist ein erschreckend kleiner Teil. Und der ganze Rest ist eigentlich\nmehr mentaler Lärm. Meistens entweder welche aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft. Und weil du Weihnachten ansprachst als Übungsfeld, Weihnachten treffen ja dann die Erwartungen aller Beteiligten aufeinander, wie es sein sollte. Und die wenigsten sind offen dafür zu gucken, wie es denn gerade einfach ist. Daraus entsteht ein\nKonflikt, einfach weil unsere Vorstellungen so unterschiedlich sind und es halt auch total bedeutungsüberladen ist, das Weihnachtsfest. Was aber jetzt nicht heißen soll für die Weihnachtsepisode heute, dass es nicht viele gute Gründe gibt, den heutigen Weihnachtstag und die morgigen Weihnachtstage wirklich schön und positiv zu gestalten. Denn das finde ich, ist ja der Zauber der Weihnacht ist, dass es\nWir Menschen hustlen das ganze Jahr, also von einem Tag zum nächsten und alle Dinge sind groß und wichtig und Drama und so. Aber wenn man mal guckt die Weihnachtszeit rum, zumindest in all den Hemisphären unseres Raumschiffs Erde, in denen Weihnachten gefeiert wird, da wird die Welt plötzlich ganz langsam, ganz ruhig. Und Dinge, die noch ein paar Tage vorher unaufschiebbar",
    "end": 2322.254
  },
  {
    "start": 2322.254,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Wirkten oder die ganz dringend meinten, jetzt erledigt werden zu müssen, können plötzlich warten, weil alle sind in der Weihnachtszeit. Das finde ich ist ein schöner Fingerzeit. Das ist ja kein physisches, also kein physikalisches Gesetz. Das ist kein Naturgesetz, sondern das ist etwas, weil wir Menschen uns die Geschichte erzählen, dass es in dieser Zeit anders ist. Ist es in dieser Zeit anders? Und das finde ich\nist ein schöner Finger, darauf, wie mächtig die Geschichten sind, die wir uns erzählen und wie schön und ruhig die Welt ist, wenn wir alle gemeinsam uns die Geschichte von einer schönen und ruhigen Welt erzählen. Moment hält diese Erzählung nur meistens so ein, zwei Wochen über diese Weihnachtsfeiertage. Aber es spricht nicht sonderlich viel dagegen, dass diese Geschichten nicht auch gerne länger oder häufiger im Jahr.\nwirken dürfen.",
    "end": 2383.011
  },
  {
    "start": 2383.011,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Mir fällt da gerade dieses Beispiel ein, wo du das erzählt hast von Eckhart Tolle mit dem Vogel, wo er sagt, ne, mit dem Vogel, der auf den Ast fliegt. Und er sagt, Vogel fliegt auf den Ast, und dann sitzt er halt auf dem Ast, und dann fliegt er halt weiter, wenn es Zeit ist. Und beim Mensch wär's so, der würde sagen, jetzt sitz ich auf diesem Ast, soll ich jetzt abfliegen oder nicht? Und",
    "end": 2390.388
  },
  {
    "start": 2390.388,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Mit den Enden.",
    "end": 2394.665
  },
  {
    "start": 2394.665,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ach ja.",
    "end": 2410.255
  },
  {
    "start": 2410.255,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Vielleicht ist der Ast da drüber, der ist ja ein bisschen dicker und schöner, aber da sitzt ja ein anderer Vogel. Wann fliegt der denn endlich mal weg? Dann kann ich da hin. Und das veranschaulich so schön, absurd, also so bisschen komödiantisch, wie absurd das Denken eigentlich sein kann. Und auch zu sehen, ich muss den Gedanken nicht unbedingt glauben. Und das ist ja, glaub ich, auch so ein typisches Missverständnis, wenn wir darüber sprechen, dass ...\nWiderstandslosigkeit sehr heilsam ist, da geht es ja nicht darum, dass man einfach alles über sich ergehen lässt, sondern es geht darum zu schauen, was ist gerade wirklich angesagt und meine Gedanken, denen muss ich nicht widerstehen. Es ist ja nicht das Ziel, dass ich die Gedanken vertreibe wie beim Frühjahrsputz, sondern dass ich einfach sehe, okay, da kommen Gedanken und das ist okay. Und ich muss mich von denen nicht versklaven lassen. Ich kann da raus treten, die beobachten.\nUnd das ist eine Form von gesunder Widerstandslosigkeit, zu akzeptieren. Akzeptanz, da sind gerade die Gedanken, hier ist die Situation. Und das gibt dann auch die Klarheit zu wissen, was gerade erforderlich ist, damit das für mich eine gute Situation ist oder gut weitergeht.",
    "end": 2485.642
  },
  {
    "start": 2485.642,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Denn das nicht bewerten als eine der Techniken zu inneren Frieden gilt ja nicht nur in Bezug auf andere, sondern gerne auch auf die Dinge, die in mir passieren. Sie einfach wahrzunehmen. Und das vielleicht noch, jetzt haben wir so viel Eckart Tolle zitiert, dann erlaube ich mir das jetzt noch einmal, nämlich die Aussage von ihm und die finde ich\nauch an Weihnachten sicherlich sehr hilfreich oder kann sie sehr hilfreich sein. Wenn man im gleichen Körper das gleiche Leben gelebt hätte wie es gegenüber, dann würde man genauso fühlen, denken und handeln wie es gegenüber. Und wenn ich mir das vor Augen führe und ich halte das für eine sehr, sehr tiefe Wahrheit, dann\nbrauche ich plötzlich nicht mehr mit Vorwürfen meinem Gegenüber zu treten. Heißt nicht, dass ich alle Sichtweisen teile, weil ich habe ja mein Leben in meinem Körper und mit meinen Erfahrungen gelebt. Aber das nimmt jeden Druck, das Handeln des anderen irgendwie bewerten zu müssen.",
    "end": 2562.19
  },
  {
    "start": 2562.19,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja.",
    "end": 2562.489
  },
  {
    "start": 2562.489,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "kann man sich auch dann fragen, ob das jemals einem geholfen hat, andere zu bewerten.",
    "end": 2568.75
  },
  {
    "start": 2568.75,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Nein. Also kann man sich fragen, aber die Antwort ist sehr fix. Tja, ich guck mal. Das ist jetzt unsere längste Episode im Adventskalender geworden. Und ich bin sehr, sehr gespannt auf die Rückmeldungen aus der Community zu dieser Episode, denn man kann ja auf das, was wir heute so besprochen haben, durchaus auch mit der Frage blicken, ist das in einem",
    "end": 2569.991
  },
  {
    "start": 2569.991,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Nein. Genau.",
    "end": 2598.578
  },
  {
    "start": 2598.578,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Science & Fiction Podcast ein relevantes Thema. Aber ich finde, wenn wir in die Zukunft blicken, so viel nach vorne schauen, dann halte ich das tatsächlich für ein sehr, sehr relevantes Thema auch mal, einfach in uns zu schauen. Denn wir sind ja die, die die Zukunft erdenken, gestalten, mitprägen. Und dann ist es einfach sinnvoll, auch mal zu gucken, wo kommt das Ganze denn her?\nSprich aus unserem Inneren und wie sieht es da aus? Oder wie siehst du das Joshua?",
    "end": 2632.577
  },
  {
    "start": 2632.577,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Ja, sehr gut. Kommt auf Discord, lasst uns eure Meinung da, an euren Gedanken teilhaben. Und bin ich sehr gespannt.",
    "end": 2641.071
  },
  {
    "start": 2641.071,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Ja und ihr könnt uns ja entweder die Rückmeldung geben, klasse, könnt ihr einmal im Jahr wieder machen, aber häufiger bitte nicht oder mehr davon. Let's see. Ich bin sehr, gespannt, was da kommt. So oder so wünsche ich aber euch allen ein frohes, besinnliches, angenehmes, schönes Weihnachtsfest. Lasst es euch gut gehen, sorgt gut für euch und die Menschen in eurer Umgebung.\nkommt gut rüber ins neue Jahr, denn ich glaube, das wird unsere letzte Episode 2025 sein und weiter geht es dann im nächsten Jahr.",
    "end": 2684.715
  },
  {
    "start": 2684.715,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießt es!",
    "end": 2691.178
  },
  {
    "start": 2691.178,
    "speaker": "Philipp Tree",
    "text": "Und das war's für heute. Vielen Dank fürs dabei sein und bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao!",
    "end": 2697.447
  },
  {
    "start": 2697.447,
    "speaker": "Joshua Tree",
    "text": "Tschüss!",
    "end": 2670.408
  }
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