[
  {
    "start": 1.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch bin der Meinung, dass viele Mittelständler bessere Geschichten haben als Konzerne beispielsweise. Es gibt ja gewisse Dinge, wo Leute hier auch schätzen, es steht nur links. Wir zeigen es nur nirgends. Und deswegen habe ich persönlich für mich überlegt okay, wie können wir das nach außen kommunizieren?",
    "end": 18.0
  },
  {
    "start": 18.0,
    "text": "Sprecher 2\nInside Packaging Ein Podcast von Thomas Schmidt.",
    "end": 28.0
  },
  {
    "start": 28.0,
    "text": "Sprecher 2\nHerzlich willkommen bei Ihnen! Seit Packaging, dem Podcast für Entscheiderinnen und Entscheider aus der Verpackungsindustrie. Mein Name ist Thomas Schmidt und heute bin ich zu Gast bei Janne Gläser von Leser in Lahr. Wir sprechen heute über die Frage, wie der Generationswechsel im Familienunternehmen wirklich gelingt und was es braucht, um Tradition und Transformation miteinander zu verbinden. Wir sprechen darüber, welche Veränderungen Yannick im Unternehmen anstößt, welche Rolle, Haltung, Kultur und Führung dabei spielen und wie es gelingt, bestehende Denkmuster zu hinterfragen, ohne die Identität des Unternehmens zu verlieren.",
    "end": 60.0
  },
  {
    "start": 60.0,
    "text": "Sprecher 2\nAußerdem interessiert mich im heutigen Gespräch, welche Verantwortung mit der Nachfolge einhergeht. Nicht nur operativ, sondern auch strukturell und ganz persönlich. Und welche Learnings Yannick bisher auf seinem Weg gemacht hat. Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch und sage Herzlich Willkommen bei Ihnen seit Packaging, lieber Yannick. Und vielen Dank, dass ich heute bei euch in LA zu Gast sein darf.",
    "end": 78.0
  },
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    "start": 78.0,
    "text": "Sprecher 1\nServus! Schön, dass du da bist.",
    "end": 80.0
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    "start": 80.0,
    "text": "Sprecher 2\nJa, ja, danke. Zum Einstieg würde ich dich bitten, dich, den Hörerinnen und Hörern kurz persönlich vorzustellen, dass wir ein bisschen mehr zum Menschen Yannick Gläser erfahren und dann aber gerne auch in aller Ausführlichkeit ein bisschen was zum Unternehmen der Historie. Dass die Hörerinnen und Hörer auch das ein bisschen einordnen können.",
    "end": 95.0
  },
  {
    "start": 96.0,
    "text": "Sprecher 1\nSehr gerne. Janne Gläser Mein Name 29 Jahre jung oder alt. Je nachdem. Wie man sieht, wird mehr oder weniger oft dran erinnert, dass jetzt bald die 30 anstehen.",
    "end": 104.0
  },
  {
    "start": 104.0,
    "text": "Sprecher 2\nDas Leben geht danach auch weiter. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.",
    "end": 107.0
  },
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    "start": 107.0,
    "text": "Sprecher 1\nHobbys habe ich schon. Rennradfahren sie Träger Maschine. Es kommt alles schon dazu. Habe ich schon seit ein paar Jahren. Aber ich stehe auf dazu. Macht ja auch Spaß. Genau. Ich bin jetzt seit knapp drei Jahren im eigenen Familienunternehmen mit drin, habe davor studiert, in Karlsruhe, internationales Management und Partnership, war dann noch zwischenzeitlich noch mal zwei Jahre in München bei einem jungen Unternehmen bei Polsterer.",
    "end": 130.0
  },
  {
    "start": 130.0,
    "text": "Sprecher 1\nHabe da sehr, sehr viel mitnehmen können. Genau. Und jetzt bin ich seit knapp drei Jahren hier, leitest Unternehmen Laser GmbH zusammen mit meinem Vater, meinem Onkel. Bin jetzt seit letztem Jahr auch einer der zwei Inhaber die Anteile meines Vaters übernommen. Geschäftsführer bin ich noch nicht. Das machen wir dann perspektivisch dann schrittweise. Genau. Wer sind wir eigentlich? Nicht als Unternehmen.",
    "end": 150.0
  },
  {
    "start": 150.0,
    "text": "Sprecher 1\nWir sind ein hochwertiger Verpackungshersteller. Uns gibt es jetzt seit über 88 Jahren. Es wurde gegründet von meinem Urgroßvater, dann immer weitergegeben den über Generationen hinweg. Ich bin jetzt die fünfte Generation. Wie gesagt, der Sohn eines der beiden. Einer der beiden Geschäftsführer. Genau. Und schau es an, wie wird es unternehmen? Die nächste Generation natürlich auch wieder mitbringen. Hingehen? Was machen wir hauptsächlich bekommen dann stark aus dem Thema Schmuck und uhren Verpackungen.",
    "end": 177.0
  },
  {
    "start": 177.0,
    "text": "Sprecher 1\nDamit haben wir angefangen, auch noch heute sage ich mal ein großer Kernmarkt. Wir können aber auch Verpackungen für andere Branchen machen. Also es geht von technischen Geräten hin bis zu 50 Implantaten. Tatsächlich, die haben wir auch schon verpackt, nehme ich mal gerne als Beispiel, dass wir da so ein bisschen die Bandbreite halt auch sieht. Und die Herausforderung, die wir eben haben, ist, dass wir sowohl hier in Deutschland produzieren, aber auch in Mit produzenten in Europa, aber auch Fernost zusammenarbeiten.",
    "end": 201.0
  },
  {
    "start": 201.0,
    "text": "Sprecher 1\nHaben hier in Fernost beispielsweise noch ein eigenes Mitarbeiterbüro mit drei Mitarbeitenden, die sich vor Ort um alles Mögliche kümmern, wo ich auch einmal im Jahr ungefähr vor Ort bin, was sehr spannend ist, weil wir da immer wieder aufs Neue sieht, hat China noch sehr starken Wandel, ist es technologischer Art vor allem auch, um man dann doch den einen oder anderen Impuls für daheim eben auch mitbringt.",
    "end": 221.0
  },
  {
    "start": 221.0,
    "text": "Sprecher 2\nSpannend. Vielen Dank. Dann noch eine Detailfrage Yannick, Wenn ich darf. Wie lange seid ihr schon in China präsent? Auch mit eigenem Büro? Und was war damals vielleicht auch der Beweggrund, diesen Schritt zu gehen, Weil das ist für einen Mittelständler eurer Größe jetzt würde ich sagen ja nicht der Regelfall, dass man mit einem eigenen Büro in Fernost präsent ist.",
    "end": 238.0
  },
  {
    "start": 238.0,
    "text": "Sprecher 2\nKannst du ein bisschen was sagen wie Wie kam das und wie lange ist das schon der Fall ist hochinteressant.",
    "end": 243.0
  },
  {
    "start": 243.0,
    "text": "Sprecher 1\nGanz genau, weiß ich nicht. Ich meine aber, das hat damit begonnen, als mein Vater hier eingetreten ist. Das war, glaube ich 1996, also genau mein Geburtsjahr. Er hat dann quasi den Schritt rüber gewagt. Den hat mein Opa dann nicht mehr gemacht. Das war der Wandel dann bei denen. Wir hatten tatsächlich früher Anteile einer sehr großen Fabrik vor Ort mit knapp 1500 Mitarbeitern, also eine sogenannte Mega Fabrik damals.",
    "end": 267.0
  },
  {
    "start": 267.0,
    "text": "Sprecher 1\nEs ist heute nicht mehr zeitgemäß. Das hat sich dann irgendwann zersplittert, wenn ich es richtig weiß. Und wir arbeiten mit sehr vielen, die damals aber auch schon das hat, mit dem wir damals schon zusammengearbeitet haben, noch zusammen. Eine Mitarbeiterin zum Beispiel war damals sie selbst Managerin, die in dieser Firma gearbeitet hat, ist heute quasi unsere rechte Hand vor Ort.",
    "end": 286.0
  },
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    "start": 286.0,
    "text": "Sprecher 1\nDann haben wir einen zweiten, sehr erfahrenen Mitarbeiter, der auch schon seit Jahrzehnten bei uns da ist noch eine dritte Person, die, die erst danach dazugekommen ist. Aber wir haben auch da gemerkt, das wären Koreaner. Beispielsweise waren wir vier Jahre lang nicht dort. Heiße müssen nicht zwingend vor Ort hingehen, weil die haben alles im Griff, die kennen die Lieferanten vor Ort persönlich, sind da regelmäßig dort in die Produktion rein, laufen da einfach rein, das echt beeindruckend zu sehen.",
    "end": 308.0
  },
  {
    "start": 308.0,
    "text": "Sprecher 1\nJa, aber damals war es halt einfach so, dass gewisse Dinge einfach nicht mehr in Deutschland wirtschaftlich abbildbar waren. Wir haben früher alles hier gemacht, teilweise der Wettbewerb auch gar nicht mehr in Deutschland vertreten, sondern macht nur noch Fernost. Zum Beispiel die Firma Dallinger, die hier auch in Lahr sitzt, beispielsweise auf dem Thema Verpackung, Spirituosen, Verpackungen. Die sehen wir zum Beispiel teilweise bei den gleichen Lieferanten vor Ort auch.",
    "end": 330.0
  },
  {
    "start": 330.0,
    "text": "Sprecher 1\nJa, aber es ist unabdingbar, sage ich mal, für diese Branche, weil einfach der Druck sehr stark ist in Deutschland und der immer größer wird zwischen deutscher Produktion und Fernostproduktion, wir diesen Schritt damals machen mussten und heute immer froh drum.",
    "end": 342.0
  },
  {
    "start": 342.0,
    "text": "Sprecher 2\nSuper, vielen Dank für diese Ergänzung, Janek. Jetzt wollen wir ein bisschen ins Thema einsteigen. Wir reden ja über über Nachfolger, über Transformation. Familienunternehmen. Jetzt bist du 29, wirst zeitnah 30 und hast gesagt hast jetzt Anteile von deinem Vater übernommen. Eintritt in die Geschäftsführung kommt dann perspektivisch dazu. Wusstest du denn schon von Anfang an, dass du die Nachfolge im Familienunternehmen einsteigen willst?",
    "end": 364.0
  },
  {
    "start": 364.0,
    "text": "Sprecher 2\nOder war das so ein Thema, was erst im Laufe der Zeit in dir gereift ist?",
    "end": 368.0
  },
  {
    "start": 368.0,
    "text": "Sprecher 1\nNicht von Anfang an, gebe ich ganz offen zu. Ich habe mit 17 damals Abi gemacht, war relativ schnell unterwegs. Es hat mir dann die Zeit gegeben, als ein halbes Jahr noch im Ausland war und andere ein halbes Jahr noch mal Zeit hatte. Vor dem Studium hier ins Unternehmen reinzuschnuppern. Habe da so eine Art Praktikum gemacht, durch alle Unternehmensbereich mal durch, dann war es okay, Was möchte ich studieren?",
    "end": 387.0
  },
  {
    "start": 388.0,
    "text": "Sprecher 1\nDa war es dann immer noch nicht so richtig klar. Was klar war Ich gehe in die wirtschaftliche Richtung, habe dann ein internationales Management Studium begonnen. Das habe ich dann auch abgeschlossen und da hat es dann schrittweise so ein bisschen der Wunsch gereift, dann auch hier zu sagen okay, ja, da hab ich Bock drauf, das mache ich. Ich bin von Grund auf ein sehr pragmatischer Mensch.",
    "end": 407.0
  },
  {
    "start": 407.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch glaube, das bestätigen oder können sehr viele bestätigen. Heiße ich gehe der Dinge an unkonventionell und lasse mir wenig sagen, was ich zu tun habe. Und das zeigt dann auch so ein bisschen okay, ich brauche irgendwas, wo ich mein eigenes Baby quasi nicht nur hochziehen kann, sondern auch weiterentwickeln kann. Kommen ja eigentlich nur zwei Sachen infrage. Ist eigentlich Gründer selber.",
    "end": 426.0
  },
  {
    "start": 426.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso ein Startup habe ich tatsächlich auch kennengelernt im Bereich Masterstudium. Da mit sehr vielen Gründern auch zusammen studiert und gesprochen oder eben der andere Bereich Unternehmensnachfolge und habe mich dann eben für den letzteren entschieden. Einfach auch mit vielen Gesprächen mit meinem Vater und meinem Onkel passt es. Die grenzen es dann auch ab, weil mal mit der Familie zusammenarbeiten ist auch noch mal so eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte.",
    "end": 449.0
  },
  {
    "start": 449.0,
    "text": "Sprecher 1\nMeiner Meinung nach aber nichtsdestotrotz das Thema Unternehmertum und Dinge nach vorne zu bewegen, ständig sich zu überlegen okay, passt das, was wir heute noch machen, in fünf Jahren auch noch? Was müssen wir tun? Und nach vorne zu kommen und eben das ganze Thema. Es sind so vielfältige Themen. Also ich habe eben nicht nur, ich bin nicht nur ein Marketingmitarbeiter oder jemand im Vertrieb, der irgendwelche Sachen verkauft, sondern ich bin überall irgendwo mit drin, kann über meinen Senf dazugeben, kann gestalten und es ist halt alles Dinge, wo ich halt Bock drauf hatte und dann irgendwann Stück für Stück gesagt hab Ja, ich mach's spannend.",
    "end": 482.0
  },
  {
    "start": 483.0,
    "text": "Sprecher 2\nJetzt hast du gesagt also für dich war dann auch klar, ich will irgendwie was haben, was ich begleiten kann. Gestaltungsspielraum. Lass mir auch nicht so viel reinreden. Und auf der anderen Seite sagst du natürlich zu retten. Arbeiten im Familienkreis birgt dann vielleicht auch noch mal spezielle Herausforderungen. Jetzt hast du deinen Vater, dein Onkel, beobachtet in ihre Rolle als Unternehmer, als Geschäftsführer.",
    "end": 503.0
  },
  {
    "start": 503.0,
    "text": "Sprecher 2\nGleichzeitig ist der Entschluss gereift, selber auch im Unternehmen stärker Fuß zu fassen, einzusteigen. Gibt es Dinge, wo du dir von Anfang an irgendwo auch gesagt hast, Die will oder vielleicht auch die muss ich im Unternehmen anders machen als die Generation deines Vaters oder deines Onkels.",
    "end": 519.0
  },
  {
    "start": 519.0,
    "text": "Sprecher 1\nEs gibt viele Dinge, also die Denkweise von meinem Vater ist eine ganz andere. Einer ist ein Babyboomer. Ich bin jemand aus der Generation Z. Einfach Dinge wie Kommunikationsmittel innerhalb des Unternehmens. Also ich möchte nicht alles über Email kommunizieren. Es ist da denkt er einfach anders. Beispielsweise Mitarbeitende im Unternehmen, die drucken jede E Mail aus ist für mich als die Generation Z leer.",
    "end": 541.0
  },
  {
    "start": 541.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnverständlich aber ist nun mal die Struktur, die sie kennengelernt haben. Damals in der eigenen Ausbildungstruktur. Die funktioniert ja erst mal, und das sind alles Dinge, die habe ich gelernt zu respektieren. Da bin ich am Anfang vielleicht ein bisschen zu sehr mit dem Kopf durch die Wand gegangen und dann halt sofort auf eine Blockade irgendwo auch gestoßen. Auf der anderen Seite beschäftigen mich aber auch viele Dinge wie zum Beispiel Fachkräftemangel, Digitalisierung, Employer Branding, die ich einfach ganz anders kenne, die ich auch ganz anders angehen möchte.",
    "end": 570.0
  },
  {
    "start": 570.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso früher hat man eine Stellenanzeige in die Zeitung gestellt. Am Sonntag kamen 25 Bewerbungen. Wenn man das heute macht, kommt null raus. Haben tatsächlich letzter noch mal probiert. Bei einer ganz speziellen Stelle, wo wir gezielt aktiv arbeitende Rentner zum Beispiel angesprochen haben, haben gesagt Vielleicht funktioniert es ja noch mal nein, Pustekuchen. Dann halt so Dinge, wo wir uns überlegen, wie können wir das zeitgemäß machen?",
    "end": 590.0
  },
  {
    "start": 591.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnd das verstehen Auch mein Vater und mein Onkel verstehen das auch, dass wir da anders hinkommen müssen. Wenn ich da aber mit Fachbegriffen natürlich um die Ecke komme, dann verstehen die teilweise Bahnhof. Aber gerade das Thema Employer Branding. Ich habe zum Beispiel seit einem Jahr angefangen aktiv. Was werden auf Links denn versucht, da so ein bisschen Reichweite aufzubauen?",
    "end": 608.0
  },
  {
    "start": 608.0,
    "text": "Sprecher 1\nDann das ganze Thema Mittelstand sexy machen. Was mir sehr stark auffällt ist, dass der Mittelstand sich zu sehr versteckt, zu wenig zeigt, was sie eigentlich können, was sie eigentlich alles machen. Das ist so ein Thema, was ich auf der Agenda habe. Für dieses Jahr, wo wir erwarten bisschen zeigen wollen wir was sind wir? Warum arbeiten Leute hier 30 Jahre?",
    "end": 626.0
  },
  {
    "start": 626.0,
    "text": "Sprecher 1\nWarum macht es auch Sinn hier zu arbeiten und nicht nur in einem coolen, hippen Startup Büro oder in einem großen Konzern, wo man vielleicht nur eine Nummer ist, aber vielleicht auch was gestalten kann, sondern es gibt auch den Mittelstand, gerade in Deutschland, der sehr, sehr stark ist. Also gerade das Thema Sichtbarkeit nach außen, da sind wir als Familienunternehmen auch noch sehr traditionell, sehr zurückhaltend.",
    "end": 647.0
  },
  {
    "start": 647.0,
    "text": "Sprecher 1\nAuch das Thema nach außen transparent sein. Es gibt Dinge, die möchte ich gerne kommunizieren, möchte es nach außen tragen. Nicht nur unsere Werte, sondern auch mehr darüber hinaus. Da stoße ich auch in die Diskussionen mit meinem Vater auf ein Onkel, wo sie dann aussagen, dass weiß nicht, ob er das kommunizieren soll und was es nach außen zeigen sollen.",
    "end": 665.0
  },
  {
    "start": 665.0,
    "text": "Sprecher 1\nAber ich bin der Meinung transparenter man ist auch wenn nicht alles perfekt ist, desto ehrlicher wirkt es ja auch. Und so haben wir auch den einen oder anderen Mitarbeiter schon gewinnen können, dem ich einfach ein Bewerbungsgespräch gezeigt habe. Ja, wir sind mittelständisch. Wir sind vielleicht nicht hier, die mit dem Obstkorb und den Tischkicker, wobei wir den Tischkicker sogar haben, Aber wir können andere Dinge.",
    "end": 686.0
  },
  {
    "start": 686.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso hier kann man gestalten, hier kann man gewisse Dinge bewegen, hier kann man Verantwortung auch bekommen. Man kann auch privat miteinander Dinge machen, wie ich sage, es ist ja ein Familienunternehmen. So verstehe ich auch das Unternehmen als Familie und so möchte ich es auch in den nächsten Generationen fortführen. Und es muss nicht immer nur das passive Startup sein oder eben der große Konzern, wo man quasi Karriere machen kann, sondern es geht.",
    "end": 707.0
  },
  {
    "start": 707.0,
    "text": "Sprecher 1\nAuch Im Mittelstand meint man.",
    "end": 709.0
  },
  {
    "start": 709.0,
    "text": "Sprecher 2\nSuper, da steckt ganz viel drin. Yannick Vielen Dank. Das Thema Den Mittelstand sichtbar machen, das eint uns. Das ist auch das Ziel dieses Podcast. Unter anderem deswegen führen wir das Gespräch und wir führen das Gespräch. Auch, weil ich unter anderem auf LinkedIn tatsächlich auch auf dich aufmerksam geworden bin. Und ich finde, da kann man sehr glaubhaft auch sehen, dass es dir ein echtes Anliegen ist, transparent zu sein, offen zu sein, Dinge zu kommentieren.",
    "end": 730.0
  },
  {
    "start": 730.0,
    "text": "Sprecher 2\nUnd der dritte Punkt Tatsächlich ist mir das auch aufgefallen, weil ich dich im Zuge eines Postings diesbezüglich auch angeschrieben hatte. Ich glaube, Authentizität ist am Ende das A und O. Ich glaube, das ist das, was Mitarbeiter sehen wollen, dass das Unternehmen, was sie anspricht, auch dem entspricht, wie es dann später in der Realität ist. Von dem ja, das was du da als Ziele hast, muss ich sagen, finde ich in dem Kontakt, den wir bisher hatten, total bestätigt.",
    "end": 752.0
  },
  {
    "start": 752.0,
    "text": "Sprecher 2\nWas du da beschreibst, ist ja trotzdem auch so eine kulturelle Veränderung. Also ein Stück weit altgediente Denkmuster aufbrechen, ein bisschen offener sein, ein bisschen transparenter sein und ein bisschen mehr kommunizieren. So eine kulturelle Veränderung ist ja auch eine Reise. Da ist man dann auch nicht so schnell fertig. Das wird bei euch auch der Fall sein. Aber wenn du jetzt einfach mal guckst, gibt es so Denkmuster, die besonders schwierig zu verändern waren, wo du sagst, also da stelle ich auch fest, da muss ich vielleicht geduldiger werden oder brauche ich einfach länger Zeit?",
    "end": 781.0
  },
  {
    "start": 781.0,
    "text": "Sprecher 2\nAlso was, was sind solche typischen Denkmuster, die du, die du erkennst, wo du sagst Oh, das sind dickes Brett zu bohren?",
    "end": 788.0
  },
  {
    "start": 788.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas habe ich schon immer so gemacht.",
    "end": 790.0
  },
  {
    "start": 790.0,
    "text": "Sprecher 2\nNa ja.",
    "end": 792.0
  },
  {
    "start": 792.0,
    "text": "Sprecher 1\nWas liebster Satz schon gehört habe. Also manchmal hinterfrage ich Dinge. Und das Schöne ist ja, wir haben ja es in der ISO 9001 zertifiziert und sind oft unter gewissen Arbeitsanweisungen oder Laufzetteln oder solche Geschichten Menschen schlecht fällt, sind immer die Daten und eingetragen wann es das letzte Mal geändert worden ist. Da steht dann teilweise das Jahr 2006 drauf und da weiß ich schon Bescheid.",
    "end": 815.0
  },
  {
    "start": 815.0,
    "text": "Sprecher 1\nSo, und was ich aber versuche zu tun, ist immer wieder zu hinterfragen, warum. Warum können wir nicht so machen? In kleinen Schritten, logischerweise. Am Anfang habe ich versucht, ein bisschen abrupter zu machen, zu viel verändern zu wollen. Aber ich hab vorhin schon so ein bisschen gesagt. Aber wenn man in kleinen Schritten quasi hinterfragt, warum trägt die Person diese Email aus?",
    "end": 836.0
  },
  {
    "start": 836.0,
    "text": "Sprecher 1\nGeht es nicht vielleicht auch anders? Was sind eigentlich der Hintergrund? Der Hintergrund ist ja nicht, dass sie es auf Papier haben will, sondern sie hat da eine gewisse Struktur. Sie hat gewisse Arbeitsabläufe und zwar dann sofort. Und da muss man ansetzen. Man muss den Leuten zeigen, es geht auch anders. Es geht vielleicht auch digitaler, aber nur vom Analogen ins Digitale zu wechseln, damit es digital ist.",
    "end": 853.0
  },
  {
    "start": 853.0,
    "text": "Sprecher 1\nEs bringt ja nichts, sondern es geht auch um den Prozess selber. Gutes Beispiel, was Sie eigentlich immer nennen, auch zum Thema Selbstverantwortung. Logischerweise wollen bei uns auch die Leute ins Homeoffice. Ich bin gegenüber Homeoffice eigentlich relativ offen. So langsam die Prozesse zulässt. Was ich nicht möchte ist, dass analoge Prozesse ausgedruckt werden und dann ein Papier mit nach Hause genommen werden, daheim alles abgearbeitet wird.",
    "end": 875.0
  },
  {
    "start": 875.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas ist für mich nicht nur Homeoffice. Es für mich abarbeiten an einem anderen Platz. Homeoffice bedeutet für mich, dass man auch an einem anderen Platz arbeiten kann, ohne dass man irgendwas vorbereiten muss. Kleinigkeiten gehen. Deswegen appelliere ich da immer so ein bisschen an die Selbstverantwortung. Fasst eure Prozesse an, überlegt euch gewisse Dinge, damit das auch von daheim aus machen könnten oder halt mobil von woanders arbeiten können.",
    "end": 896.0
  },
  {
    "start": 896.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas sind so einige, das sind so ein paar Punkte und das andere Thema, was mich auch sehr stark prägt mit Kombination meinem Vater und auch meinem Onkel, aber auch anderen Führungspersönlichkeiten. Hier ist. Wir haben relativ viele oder einige Mitarbeitende, die es gewohnt sind, dass ihnen Entscheidungen abgenommen werden. Und ich sehe mich jetzt in fünf bis zehn Jahren nicht in der Position, wo ich quasi jede Kleinigkeit mitentscheiden muss.",
    "end": 920.0
  },
  {
    "start": 920.0,
    "text": "Sprecher 1\nDafür hab ich gar nicht die Zeit und hab auch keinen Bock, ehrlich gesagt dafür. Das ist auch so ein Thema, wo es sehr herausfordernd ist, den Leuten klar zu machen, ich möchte das gewisse Dinge auch mal selbst erledigst, selbst mal nachdenkst, überlegst und nicht mich fragt okay, wie soll man da kalkulieren, sondern mir schon ne Kalkulation Vorschlag hinlegen.",
    "end": 938.0
  },
  {
    "start": 938.0,
    "text": "Sprecher 1\nOkay, dann kann man immer noch drüber sprechen. Das ist ja kein Problem. Aber das ist so ein Thema, wo ich kontinuierlich den Leuten angehe im Marketing. Habe es jetzt schon geschafft, aber jetzt ist ja schon komplett abgegeben. Spreche ich einmal in der Woche mit Martin Team, sprechen wir über die wichtigsten Kennzahlen Was steht an, was ist passiert? Was so der Plan für die nächsten paar Wochen und es funktioniert wunderbar.",
    "end": 956.0
  },
  {
    "start": 956.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnd es versuche sukzessive auch in den anderen Abteilungen auszuweiten. Aber ist natürlich ein ständiger Prozess. Der dauert auch noch ein paar Jahre.",
    "end": 964.0
  },
  {
    "start": 964.0,
    "text": "Sprecher 2\nWahrscheinlich wirst du da häufig auch mal auf Widerstände treffen. Was mich da immer noch interessiert, was gerade du hinterfragst viel. Wie gehst du denn mit Widerständen um? Also meine Beobachtung ist bei so Veränderungen gerade im familiengeführten, familiengehaltenen Mittelstand dieses das haben wir schon immer so gemacht ist halt sehr weitverbreitet und dementsprechend. Die Leute wehren sich dann auch häufig.",
    "end": 984.0
  },
  {
    "start": 984.0,
    "text": "Sprecher 2\nSie sind, wie ich sage mal, veränderungsresistent, weil sie ja eigentlich erst mal wollen, dass alles so bleibt, wie es immer war. Das ist, glaube ich, auch eine ganz menschliche Reaktion. Wenn ich ehrlich bin, haben wir wahrscheinlich ehrlicherweise ganz häufig im privaten Umfeld auch. Also wie gehst du mit Widerständen um? Viel Zuhören, Hinterfragen. Gibt vielleicht noch ein, zwei andere Dinge, die du tust, um solche Widerstände dann manchmal auch zu überwinden.",
    "end": 1006.0
  },
  {
    "start": 1006.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas Wichtigste ist, glaube ich meiner Meinung nach, die Leute einfach mitzunehmen. Also wenn man denen eine fertige Lösung hinlegt und sagt, ihr müsst das so machen, dann hätte ich persönlich aber auch keinen Bock, wahrscheinlich oder weniger Bock drauf, das zu machen. Egal wie cool die Lösung aussieht, wie viel Mehrwert es mehr bringt, vielleicht gerade auch ältere Mitarbeitende, die vielleicht nicht mehr ganz so versiert mit den neuesten digitalen Tools jetzt auch hier mit den ganzen ZG, BTS Modellen usw und so fort.",
    "end": 1033.0
  },
  {
    "start": 1033.0,
    "text": "Sprecher 1\nDa habe ich auch ein paar Leute, die sagen, KI sei kein Interesse. Ja, wenn man ihnen aber dann zeigt, okay, sie nutzen eigentlich ja eh schon tagtäglich in Form von Google Maps oder sonstigen Social Media. So steckt ja überall irgendwo Intelligenz hintendran oder künstliche Intelligenz. Dann gehen die Augen auf. Auch habe ich mal im internen Workshop zum Beispiel schon mal gemacht, einfach zu zeigen, was eigentlich möglich ist.",
    "end": 1055.0
  },
  {
    "start": 1055.0,
    "text": "Sprecher 1\nDiese Dinge sind nicht dafür da, um euch zu ersetzen, sondern diese Dinge sind dazu da, um euch zu helfen. Das ist einfach ein Arbeitsmittel. Früher war es die Email anstatt des Fax, jetzt ist es halt Model anstatt Google solche Geschichten und da was die Mitarbeitenden mitnehmen, gerade die Älteren. Insbesondere weil man muss am Ende ja auch sehen, das ist auch ein großes Thema hier.",
    "end": 1076.0
  },
  {
    "start": 1076.0,
    "text": "Sprecher 1\nDie älteren Mitarbeiter haben einfach das Wissen. Also es sind ja die Wissensdatenbank dieses Unternehmens. Es gibt auch ein paar Mitarbeitende, da wissen wir jetzt nicht, wenn die jetzt von heute auf morgen ausfallen. Wer lernt dann die neue Person ein, die quasi ersetzen soll? Das ist das schon so ein Thema, wo wir dran sind, wo wir überlegen, wie können wir das kompensieren?",
    "end": 1093.0
  },
  {
    "start": 1093.0,
    "text": "Sprecher 1\nAber ich denke, es wird nicht nur bei uns der Fall sein. Könnte es ja auch nicht hier die riesen Wissensdatenbank aufbauen in Form von schriftlicher Arbeit, sondern haben auch andere Themen noch nebenher zu tun, was nicht zu unterschätzen. Aber wenn wir da was die Leute mitnimmt und zeigt, okay, das ist das, wo wir hinwollen, dass die strategische Ausrichtung wir möchten euch aber an diesem Weg teilhaben und nicht nur die Jungen, die ja vielleicht ein bisschen fitter drin sind, sondern gerade dieser Mischmasch ist eigentlich ganz gut, weil wir einfach so ein bisschen auch so a Die Bremse auf der einen Seite, Achtung, ein bisschen auch da dran denken, aber auf der anderen Seite auch diese neuen",
    "end": 1125.0
  },
  {
    "start": 1125.0,
    "text": "Sprecher 1\nImpulse von neuen Leuten, die von außen reinkommen. Ich glaube, dieser Mix passt eigentlich ganz gut und funktioniert bisher auch ganz gut.",
    "end": 1131.0
  },
  {
    "start": 1131.0,
    "text": "Sprecher 2\nAlso viel kommunizieren, erklären, höre ich raus, ist ein Stück weit das Rezept, mit dem wir hier diese kulturelle Veränderung und die Mitnahme von von dann vielleicht auch erfahreneren Mitarbeitern anstrebt. Und du hast recht, ich glaube, das Thema Transfer des Wissens der erfahrenen Mitarbeiter ist wahrscheinlich bei jedem mittelständischen Unternehmen heute ein sehr, sehr großes Thema, gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.",
    "end": 1152.0
  },
  {
    "start": 1152.0,
    "text": "Sprecher 2\nJetzt wollen wir noch mal auf das Nachfolgethema zu sprechen kommen. Du hast jetzt deinen Onkel und dein Vater ja auch mehrfach erwähnt. Und Nachfolge ist ja also sowohl eine strukturelle Frage, aber natürlich auch immer eine vertragliche Frage Welche Rolle spielen in dem Übergabeprozess oder in dem prozess oder in dem Einstiegsprozess, wie auch immer man das nennen will? Welche Rolle spielen da so klare Regeln, Verantwortlichkeiten, langfristige Perspektiven?",
    "end": 1174.0
  },
  {
    "start": 1174.0,
    "text": "Sprecher 2\nWeil du hast es ja angesprochen Du kommst, man spürt, du hast den Veränderungswillen, du willst Dinge bewegen, hast auch ein bisschen durchklingen lassen. Ja, vielleicht manchmal in deinem Kopf dann auch vor die Wand gefahren, vielleicht etwas zu viel gewollt in kurzer Zeit. Also wie habt ihr euch untereinander da abgestimmt? Was habt ihr vereinbart und was habt ihr vielleicht auch bewusst nicht vereinbart, wo ihr gesagt habt Nee, das lassen wir jetzt einfach mal laufen und gucken, wie sie es entwickelt.",
    "end": 1198.0
  },
  {
    "start": 1198.0,
    "text": "Sprecher 2\nVielleicht kannst du uns ein bisschen mit reinnehmen in dieses detailliertere Nachfolgethema, weil auch das ja ein Thema ist, von dem ganz, ganz viele mittelständische Familienbetriebe stehen, die entweder in dem Nachfolgeprozess drin sind oder perspektivisch jetzt dann zeitnah in diesen Nachfolgeprozess reinkommen.",
    "end": 1214.0
  },
  {
    "start": 1214.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso wir sind alle drei große Pragmatiker, also wir gehen gewisse Dinge einfach mal an, bevor man da jetzt irgendwelche langen Verträge, Niederschriften oder sonst was ein Schwätzer Macher. Genau. Wir sind also am Ende war es bei uns so wir haben uns mehrfach getroffen, mehrfach überlegt, wie können wir es angehen, wie wollen wir es angehen in welcher Form, wann also oft.",
    "end": 1237.0
  },
  {
    "start": 1237.0,
    "text": "Sprecher 1\nDer Zeitpunkt ist glaube ich auch nicht so unwichtig. Wie gesagt, da war ich eben noch in einem anderen Unternehmen, habe da auch relativ viel kennengelernt, bin da auch eine Teamleiter rolle dann provisorisch reingewachsen aufgrund personeller Veränderungen, wo ich auch noch mal ein bisschen was mitgenommen habe. Und dann kam irgendwann der Zeitpunkt, wo wir gesagt haben, okay, jetzt könnte es ganz gut passen.",
    "end": 1254.0
  },
  {
    "start": 1254.0,
    "text": "Sprecher 1\nWas aber sehr wichtig ist und auch wichtig war es füllen betrachtet ist das Thema klare Rollenverteilung. Es ist nun mal so, ich habe meinen Vater hier, ich habe meinen Onkel hier und wenn wir da nicht klare Rollen hätten, wer für was zuständig ist und wer für was ins letzte Wort hat, dann könnte es öfters krachen als es tut.",
    "end": 1273.0
  },
  {
    "start": 1273.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnd dadurch klappt eigentlich sehr harmonischen sehr gut. Also ich habe meine klaren Verantwortlichkeiten. Mein Vater hat die klaren Verantwortlichkeiten und es ist auch klar, wer wann welche Verantwortlichkeit mir überträgt oder wie wir das ganze verteilen. Und es ist auch für die Mitarbeitenden dann klar, wer ist für was verantwortlich. Und ich glaube, das ist auch wichtig und es muss unbedingt sein.",
    "end": 1291.0
  },
  {
    "start": 1291.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnd sonst haben wir darüber hinaus eigentlich gar nicht so viel festgehalten, wie wir was machen. Eine oder andere Stelle hätte ich mir persönlich vielleicht bisschen mehr Ausblick in die Zukunft gewünscht. Da habe ich dann auch mal auf den Tisch gehauen und gesagt Wie sieht es eigentlich aus bei euch, wie lang wollt noch machen? Wie sieht euer Plan aus?",
    "end": 1308.0
  },
  {
    "start": 1308.0,
    "text": "Sprecher 1\nMein Vater hat mittlerweile reduziert auf dreieinhalb Tage die Woche, auch wenn er nicht jede Woche nimmt. Aber ist auch noch mal ein anderes Thema. Aber da ist dann auch ganz klar okay, mittlerweile klappt eigentlich auch ganz gut. Bei schönem Wetter kann er schön auf dem Golfplatz gehen beispielsweise. Aber auch da ist klar, okay, wenn er nicht da ist, dann kommen die Leute eben zu mir bei gewissen Fragen oder eben zu meinem Onkel, zu anderen Fragen bei meinem Onkel.",
    "end": 1330.0
  },
  {
    "start": 1330.0,
    "text": "Sprecher 1\nSieht nur ein bisschen anders aus, das ein bisschen jünger und hat eben auch andere Verantwortlichkeiten. Da muss man dann schauen, wie es dann da wird. Aber da hätte ich mir zum Beispiel nachträglich betrachtet gerade an die Überlebenden appelliert. Jetzt dies in diesem Sinne, dass man klar sagt okay, wie sieht der persönliche Plan aus? Kraft Wenn man so auf die 60 zugeht, 65 zugeht war da kenne ich auch den einen oder anderen Mittelständler, wo der Unternehmer teilweise mit über 80 noch da ist, obwohl schon die Nachfolgegeneration da ist, was dann aus Sicht der Nachfolgenden vielleicht gar nicht so schön ist.",
    "end": 1361.0
  },
  {
    "start": 1361.0,
    "text": "Sprecher 1\nGerade so diese Perspektive. Wenn man die weiß, dann ist ein bisschen anders, auch gerade hinsichtlich der Mitarbeitenden, dass sie einfach klar wissen, okay, wohin geht die Reise, wer ist wann für was zuständig? Aber ja, das Thema Rollen, um das jetzt noch mal abzuschließen, ist glaube ich das Allerwichtigste, was man besprechen sollte. Ob es runder geschrieben ist oder einfach nur mündlich vereinbart, ist erst mal egal, aber grad auch innerhalb der Familie, aber auch hinsichtlich der Mitarbeitenden.",
    "end": 1386.0
  },
  {
    "start": 1386.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas Thema Rollenverteilung sollte schon geklärt sein, auch kommuniziert. Ja.",
    "end": 1391.0
  },
  {
    "start": 1391.0,
    "text": "Sprecher 2\nEr ist ganz spannend. Ich glaube tatsächlich, das fällt vielen ab Gebenden sozusagen auch ungemein schwer, weil für die halt über viele Jahre und Jahrzehnte die Arbeit der absolute Mittelpunkt von allem war und das sich alles gedreht hat. Und dann gibt es vielleicht gar nicht so viele Dinge abseits der Arbeit, mit denen man sich beschäftigen kann. Wenn man abgibt.",
    "end": 1411.0
  },
  {
    "start": 1411.0,
    "text": "Sprecher 2\nUnd das trägt dann vielleicht häufig, manchmal auch dazu bei, dass es Abgeben schwerfällt, weil man gar nicht weiß, was mache ich jetzt mit meiner Zeit? Aber vielen Dank. Also klare Rollenverteilung, klare Absprachen notwendig. Das habe ich mitgenommen. Vielen Dank. Jetzt fällt auf Du hast gesagt, du bist öffentlicher, sichtbarer, transparenter. Und nach meinem Empfinden positionierst du dich auch relativ klar zu Themen wie Führung, Mitarbeiter, Benefits, Digitalisierung.",
    "end": 1437.0
  },
  {
    "start": 1437.0,
    "text": "Sprecher 2\nWarum ist das Thema Sichtbarkeit aus deiner Sicht für ein mittelständisches Unternehmen wie ihr eines seid, von so großer Bedeutung, dass du gesagt hast und da müssen wir als Unternehmen mehr machen, als wir das in der Vergangenheit gemacht haben.",
    "end": 1448.0
  },
  {
    "start": 1448.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch bin der Meinung, dass viele Mittelständler bessere Geschichten haben als Konzerne beispielsweise. Wir zeigen sie noch nicht. Wir kommunizieren sie nur nicht. Also ich sage mal, 88 Jahre ist ja schon mal noch mal ein Wort. Und 88 Jahre haben wir ja schon sehr viele Dinge richtig gemacht. Und wie gesagt, es gibt viele Mitarbeitenden. Ich glaube, vor zwei Wochen haben wir erst eine in den Ruhestand verabschiedet, wobei sie jetzt als als Rentnerin noch weiterhin da ist, nehmen wir nicht ganz weg.",
    "end": 1473.0
  },
  {
    "start": 1473.0,
    "text": "Sprecher 1\nDie 42 Jahre in unserem Unternehmen war und jetzt noch weiterhin uns erhalten ist. Heißt So viele Dinge können wir ja gar nicht falsch machen. Es gibt ja gewisse Dinge, wo Leute hier auch schätzen, es steht nur links, wir zeigen es noch nirgends und deswegen habe ich persönlich für mich überlegt, okay, wie können wir das nach außen kommunizieren hinsichtlich unserer Kunden?",
    "end": 1491.0
  },
  {
    "start": 1492.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch sage mal 88 Jahre ist ja nicht nur Tradition, sondern ist ja auch Beständigkeit. Es ist ja auch Zuverlässigkeit, solche Themen. Und ich arbeite gern zum Beispiel mit Lieferanten oder Partnern zusammen, wo ich weiß, okay, das funktioniert. Dieser Laden ist nicht nur ein Laden, der in zwei Jahren nicht mehr existiert. Wo ist man auf einen schnellen Halt? Irgendwo wartet?",
    "end": 1512.0
  },
  {
    "start": 1512.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas sind so Themen, die will ich mehr nach außen kommunizieren, weil das Thema Fachkräftemangel, auch wenn sich gerade zu. Meiner Meinung nach wieder ein bisschen wandelt, ist irgendwo auf einem Wahrnehmungsproblem. Wie gesagt, früher hat man eine Zeitungsannonce rausgeschrieben, hat 25 Bewerbungen bekommen, heute bewirbt sich keiner mehr bei dir, wenn man sich nicht kennt. Wir haben jetzt auch einige Bewerbungen bekommen über das Thema Social Recruiting, wo wir auch ein bisschen unser Gesicht gezeigt haben.",
    "end": 1534.0
  },
  {
    "start": 1534.0,
    "text": "Sprecher 1\nIst ja wohl immer stark an das Thema Karriere Seite auch gehen. Wo was, Wo wir einfach zeigen wollen, wer wir sind. Was sind die Gesichter hintendran? Wir haben teilweise Auszubildende da, die seit 30 Jahren jetzt im Unternehmen da sind oder 20 am Unternehmen. Da sind einer werden zum Beispiel IT Leiter. Perspektivisch sind sie also wir haben es mal vorgesehen und das sind so Geschichten, die kann der Mittelstand auch schreiben.",
    "end": 1555.0
  },
  {
    "start": 1555.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas passiert nicht nur im Konzern, es funktioniert hier auch. Und was ich halt auch mehr kommunizieren möchte, ist klar Wir können nicht mit den Gehältern und mit den Benefits eines Konzerns mithalten. Das dafür haben diese finanziellen Mittel einfach nicht. Das sage ich auch, gebe ich auch offen zu. Aber wir haben dafür andere Dinge, die vielleicht erst mal nicht auf dem Gehaltszettel stehen, die aber in der täglichen Arbeit da sind es Themen, wie ich vorhin schon genannt habe Verantwortung.",
    "end": 1580.0
  },
  {
    "start": 1580.0,
    "text": "Sprecher 1\nMan kann Verantwortung übernehmen, wenn man möchte. Man kann die gewisse Dinge vorantreiben, gestalten. Auch nicht nur in dem Startup, sondern auch in dem Mittelstandsunternehmen. Dann ist es wie gesagt für viele Leute hier auch einfach eine Familie. Wir unterstützen Mitarbeitende auch bei persönlichen Problemen. Was halt bei ich finde nicht gegen Konzerne gehen oder so wohl, aber hier ist man halt keine Nummer.",
    "end": 1602.0
  },
  {
    "start": 1602.0,
    "text": "Sprecher 1\nKlar, es gibt eine Mitarbeiternummer, aber hier ist man keine Nummer, sondern hier kann man wirklich eine Person sein. Man kennt sich, man tauscht sich auch privat über Dinge aus. Ich gehe mit Mitarbeitenden beispielsweise auch nach Freiburg ins Stadion. Solche Geschichten möchte ich auch beibehalten. Nur weil ich jetzt hier im Chefsessel sitze oder sitzen werde, heißt es ja nicht, dass ich mit den Leuten nichts machen kann.",
    "end": 1622.0
  },
  {
    "start": 1622.0,
    "text": "Sprecher 1\nMüssen also Dinge, die brauchen wir, um Vertrauen zu schaffen. Nicht nur gegenüber potenziellen neuen Bewerbern oder Mitarbeitenden, sondern auch bei Kunden, bei Lieferanten genauso. Und deswegen möchte ich nach außen kommunizieren. Also das Thema Führung, Benefits, Digitalisierung, was machen wir halt alles. Thema Transformation Wir sind zwar alt, wir wollen aber auch neu erwerben. Wir wollen auch mitwachsen, Wir wollen uns modernisieren.",
    "end": 1648.0
  },
  {
    "start": 1649.0,
    "text": "Sprecher 1\nIrgendwo dann, da auch ein Unterscheidungsmerkmal schaffen zu anderen Mittelständlern, die es vielleicht noch nicht machen.",
    "end": 1655.0
  },
  {
    "start": 1655.0,
    "text": "Sprecher 2\nVielen Dank. Ich will da noch mal nachfragen bei dieser konkreten Frage. Du hast schon angesprochen beim Thema Recruiting seht ihr schon, das hat positive Effekte, sieht es auf Kundenseite auch. Also realisieren die Kunden das, dass das ihr sichtbarer werdet? Oder werden vielleicht auch Unternehmen auf euch aufmerksam, die euch vielleicht vorher gar nicht kannten? Oder ist es bisher was, wo du vor allem im Bereich Mitarbeiter Recruiting bisher positive Effekte feststellen kannst?",
    "end": 1681.0
  },
  {
    "start": 1681.0,
    "text": "Sprecher 1\nDirekt feststellbar? Schwierig, weil bei Kunden, die sagen ja nicht, dass man uns dort und dort gesehen hat oder man mich gesehen hat auf Link, denn ich weiß von ein paar Kunden, wo das tatsächlich passiert ist. Von vor allem von Neukunden. Wir investieren auch relativ viel in unseren Onlineauftritt per se, also generell, wo wir schon starke Effekte auch hatten.",
    "end": 1704.0
  },
  {
    "start": 1704.0,
    "text": "Sprecher 1\nAber für mich ist gar nicht mal das entscheidende Thema, sondern das Thema, was ich damit bevorzugt behandeln möchte, ist das Thema Neue Mitarbeiter gewinnen, weil es doch sehr herausfordernd ist. Wir bekommen zwar Bewerbungen, wenn wir es ganz normal ausschreiben, aber ich will ja die richtigen Bewerbungen bekommen, schicke, qualifizierte Bewerbungen bekommen. Ich will Leute, die mit mir zusammen das Ding hier weiterbringen, aufbauen wollen.",
    "end": 1726.0
  },
  {
    "start": 1726.0,
    "text": "Sprecher 1\nUnd es ist nun mal diesen Standort nicht so einfach. Das in keiner Großstadt dessen LA. Das sind 50.000 Einwohner, die haben keine Hochschule, keine, keine Universität. Deswegen müssen wir mit dem arbeiten, was da ist. Und deswegen brauchen wir genau hier diesen Wettbewerbsvorteil zu anderen mittelständischen Unternehmen, die da eben nichts tun. Und deswegen setze ich daran Stadt drauf an und da haben wir tatsächlich schon einiges gehabt hier im Bewerbungsgespräch.",
    "end": 1749.0
  },
  {
    "start": 1750.0,
    "text": "Sprecher 1\nDie und deswegen erst mal sich bei uns beworben haben, aber auch im zweiten Schritt gesagt haben Hey, da habe ich Bock drauf, mit dem möchte ich zusammenarbeiten ist genau das, was ich dafür möchte.",
    "end": 1759.0
  },
  {
    "start": 1759.0,
    "text": "Sprecher 2\nJa, zumal ihr zwar im eher ländlichen Raum sitzt, hast du betont, aber auf der anderen Seite natürlich enorm wirtschaftsstarke Region. Also allein in Lahr fallen mir sowohl innerhalb der Verpackung als auch außerhalb der Verpackungen natürlich namenhafte Unternehmen ein. Der eine baut tolle Tunnelvortriebs, Maschinen usw usw. Also ihr seid ja auch in einem sehr umkämpften Arbeitsmarkt mit einer sehr hohen Beschäftigung.",
    "end": 1779.0
  },
  {
    "start": 1779.0,
    "text": "Sprecher 2\nEine Detailfrage da noch mal dazu. Man geht dann so in die öffentliche Sichtbarkeit hinein, man postet mehr auf LinkedIn. Gab es kritische Stimmen, weil ganz häufig sage ich mal, erntet man dann vielleicht auch im eigenen Unternehmen oder vielleicht auch außerhalb des eigenen Unternehmens auch ganz viel Kopfschütteln. Ja, Mensch, musst du jetzt da dazu auch noch was sagen? Da ist doch irgendwie gefühlt schon alles dazu gesagt, nur noch nicht von jedem.",
    "end": 1801.0
  },
  {
    "start": 1801.0,
    "text": "Sprecher 2\nAlso. Also gab es kritische Stimmen oder war dir das egal? Oder sagtest du Nein? Also kritische Stimme habe ich ehrlich gar keine gab es. Alle waren erstmal gut, dass da einer ist, der in dem Bereich jetzt mehr machen will.",
    "end": 1811.0
  },
  {
    "start": 1812.0,
    "text": "Sprecher 1\nNatürlich gab es kritische Stimmen, aber es mir auch ziemlich egal. Sie waren hauptsächlich eher scherzhaft gemeint aus dem Freundeskreis, wo dann die gesagt haben oder Posts fast schon wieder was gepostet. Zweimal die Woche bekomme ich hier Nachricht. Ja nicht Leser postet was sind meistens Leute, die mit Link nicht so viel machen. Da bin ich halt sehr sichtbar. Logischerweise habe ich zu denen auch gesagt dann schalte mich halt aus, es interessiert mich nicht, mache es ja auch nicht für dich.",
    "end": 1833.0
  },
  {
    "start": 1833.0,
    "text": "Sprecher 1\nHab es dann auch so ein bisschen erklärt, warum ich es mache und dann war meist so klar natürlich passt es auch die gesagt ich mache es ja nicht genau für diese Leute, sondern ich mache es ja vor allem für neue Leute, die mich nicht kennen. Auch das Thema Netzwerkaufbau, unser Kontakt zum Beispiel, kam ja auch erst darüber hier zustande.",
    "end": 1847.0
  },
  {
    "start": 1847.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas sind alles so Themen, die würden ja nicht kommen, wenn ich es nicht machen würde. Die mehr Kritik gab es aber sehr wenig, muss man schon dazu sagen, wenn sie kommen, ist mir auch ziemlich egal.",
    "end": 1857.0
  },
  {
    "start": 1857.0,
    "text": "Sprecher 2\nAlso ich finde es gut, muss ich sagen. Ich glaube, Sichtbarkeit ist heute eine der Disziplinen, die die Unternehmen bespielen müssen, weil klar, man muss gesehen werden, gerade in der heutigen Welt, die ja insgesamt sehr laut ist. Wenn du jetzt mal auf den bisherigen Weg in der Unternehmensnachfolge zurück schaust, um auf das Thema noch mal zurückzukommen nachdem jetzt viele über die Sichtbarkeit gesprochen haben welche Learnings hast du denn so gehabt?",
    "end": 1878.0
  },
  {
    "start": 1878.0,
    "text": "Sprecher 2\nEin paar hast du schon angedeutet Nicht mit dem Kopf durch die Wand und so, aber welche Learnings hattest du auf deinem Weg in der Nachfolge, die vielleicht besonders prägend waren und dich auch ein Stück weit besonders geformt haben? Vielleicht.",
    "end": 1893.0
  },
  {
    "start": 1893.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch glaube, das wichtigste Learning ist eigentlich, für sich selbst klar zu werden. Wer möchte man sein? Welchen richtige Richtung möchte man einschlagen? Und dass die Leute dann auch okay, okay, ich bin hier, um wie mein Vater zu sein. Das Gespräch hatte ich auch schon öfters mal, ich bin nicht mein Vater. Ich entscheide anders, weil ich meinen eigenen Kopf habe.",
    "end": 1914.0
  },
  {
    "start": 1914.0,
    "text": "Sprecher 1\nSonst wäre ich ja nicht hier. Und bis wir da hinkommen, für sich selbst herauszufinden, was ist der eigene Weg, Was sind so die eigenen Prinzipien? Da bin ich noch nicht durch, logischerweise bis nach drei Jahren. Ich bin schon auf dem richtigen Weg, meiner Meinung nach. Ich glaube, die Leute erkennen auch, das einen ganz anderen Führungsstil habe, manchmal vielleicht zu freundlich bin, aber das sind alles so Learnings, die halt dazukommen.",
    "end": 1935.0
  },
  {
    "start": 1935.0,
    "text": "Sprecher 1\nAber auch das ist so ein Lernprozess, wo man hinkommen muss. Aber am Ende, wie gesagt, bin ich einfach fanatischer Mensch. Ich überlege mir, was ist so das Thema, was mich die nächsten 5 bis 10 Jahre beschäftigen soll? Wo sehe ich dieses Unternehmen auch in zehn, 20 Jahren, wenn ich mit Vision 2035 um die Ecke komme? Das bespreche ich mit meinem Vater, dann sagt der das mit als solches damit, weil wie gesagt, zwei 35 ist ja ziemlich sicher nicht mehr da.",
    "end": 1963.0
  },
  {
    "start": 1963.0,
    "text": "Sprecher 1\nGenauso mit anderen langjährigen Mitarbeitern. Deswegen glaube es. Wichtigste Thema ist also das Thema Wer bin ich selber? Wo möchte ich hin, Wohin möchte ich mich auch entwickeln? Wo möchte ich das Unternehmen hin entwickeln, um das ganze dann auch zu kommunizieren, dass die Leute einfach wissen okay, der ist jetzt nicht nur da, um das Altbewährte weiter fortzuführen, sondern der möchte auch neue Impulse mit reinbringen.",
    "end": 1981.0
  },
  {
    "start": 1981.0,
    "text": "Sprecher 1\nHier bewegt sich auch etwas, weil ich glaube das auch was von so ein Thema, was viele Mitarbeitende auch haben wollen. Wir sind zwar Alteingesessene an der einen oder anderen Stelle, aber auf der anderen Seite bewegt sich hier auch was. KI ist ja kein Fremdwort mehr als 100 längst Teil unserer Arbeitsprozesse. Solche Geschichten. Es ist ja auch ein Wo was, was Mitarbeitende haben wollen, sich ständig weiterzuentwickeln, viel reden von Weiterbildungen usw und so fort.",
    "end": 2007.0
  },
  {
    "start": 2007.0,
    "text": "Sprecher 1\nAber das mal wirklich tatsächlich zu fabrizieren oder zu praktizieren ist glaube ich ein wichtiger Punkt.",
    "end": 2013.0
  },
  {
    "start": 2013.0,
    "text": "Sprecher 2\nSuper, da noch ne Detailfrage. Jetzt bist du mit den 29 Jahren nach wie vor relativ jung und viele der Dinge, die du tust in diesem unternehmerischen Kontext tust du dann ja auch irgendwie zum Ersten Mal, weil du noch nicht die Erfahrung deines Vaters oder deines Onkels haben kannst, was ja auch ganz logisch ist. Wie gehst du persönlich auch mit Unsicherheit oder Druck manchmal um?",
    "end": 2034.0
  },
  {
    "start": 2034.0,
    "text": "Sprecher 2\nWeil klar, als Unternehmer trifft man natürlich Entscheidungen, die unter Umständen auch Konsequenzen für für Mitarbeitende, für Lieferanten, für Kunden haben können. Also das interessiert mich ganz persönlich. Was ist so dein Ventil, um mit Unsicherheit und Druck umzugehen? Weil klar gibt es im Unternehmen Leben immer Unsicherheit und Druck sind gefühlt natürlich auch ständige Begleiter. Wie handelst du das?",
    "end": 2058.0
  },
  {
    "start": 2058.0,
    "text": "Sprecher 1\nGut, solche Sachen habe ich gefühlt jede Woche. Es kann ein schwieriges Mitarbeitergespräch sein. Da versuche ich natürlich viel zu lernen von meinem Vater, meinem Onkel, was sie halt machen, weil wie gesagt, sie machen es ja schon seit 30 Jahren oder mehr. Das sind Themen, die gehört halt dazu. Das war mir auch bewusst. Aber ich glaube das So richtig vorbereiten kann da einen keiner, auch kein externer Berater oder sonstige Gespräche mit anderen Personen.",
    "end": 2081.0
  },
  {
    "start": 2081.0,
    "text": "Sprecher 1\nWas mir viel hilft ist, dass ich mit meiner Freundin mich auszutauschen, der ich seit zehn Jahren fast schon zusammen bin, weil sie einfach ein bisschen nah dran ist und auch wissen will, was passiert hier. Da gewisse Dinge auch mal hinterfragen zu lassen, macht es Sinn. Wie würdest du da rangehen? Und zwar dann sofort. Auf der anderen Seite überwiegen tatsächlich aber auch die Erfolgserlebnisse.",
    "end": 2099.0
  },
  {
    "start": 2100.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso klar, schwierige Gespräche finden statt. Wir haben uns auch auf die Fahne geschrieben, keine Kompromisse mehr zu machen, sondern auch wirklich durchzudenken. Zu überlegen Macht diese Entscheidung Sinn, sowohl personell als auch technologisch als auch investitiongetrieben war dann sofort. Zur anderen Zeit überwiegen aber eher die Erfolgsgeschichten. Wie ein Mitarbeiter eingestellt, den ich haben wollte. Unbedingt solche Geschichten, wo ja auch nicht einfach sind.",
    "end": 2123.0
  },
  {
    "start": 2123.0,
    "text": "Sprecher 1\nAlso Vertragsverhandlungen, Angebote gibt ja immer zwei Perspektiven, grad wenn man neue Leute einstellt, beispielsweise bei dem mehr. Einfach learning by doing. Bisschen Vorbereitung tut glaube ich auch ganz gut. Dafür kann man auch zB BT, Cloud und Co nehmen. Einfach da wissen als Werbepartner. Ich glaube, das nutze ich auch tatsächlich tagtäglich. Wie würdest du rangehen, dass wir erst mal einen Ansatz haben?",
    "end": 2146.0
  },
  {
    "start": 2146.0,
    "text": "Sprecher 1\nEin Entwurf? Gib mir dazu Feedback, stellt mir Fragen am Ende kann aber niemand einen darauf vorbereiten. Auch nicht gerade, wenn man mit Personen spricht. Man weiß nie, wie die Reaktion sein wird, Egal welche Gespräch man macht. Aber ja, das gehört dazu und man lernt mit jedem Gespräch dazu.",
    "end": 2162.0
  },
  {
    "start": 2162.0,
    "text": "Sprecher 2\nSuper, vielen Dank! Besonders betonen und unterstreichen möchte ich die Erfolgserlebnisse, die du erwähnt hast, weil ganz häufig beobachte ich das in diesem unternehmerischen Kontext natürlich sehr viel auf Unsicherheit, Druck, schwierige Erlebnisse hingewiesen wird. Aber ich glaube nach wie vor, das ist so, wenn man das ganz nüchtern betrachtet. Mit etwas Abstand überwiegen die positiven Erfahrungen bei weitem. Wir wollen ganz langsam zum Schluss kommen.",
    "end": 2185.0
  },
  {
    "start": 2185.0,
    "text": "Sprecher 2\nYannick Wir haben viel über Nachfolge, über Veränderungen gesprochen. Welchen Rat würdest du denn Unternehmerinnen und Unternehmer geben, die vor einem Generationswechsel stehen und unsicher sind, wie viel Veränderung richtig ist? Also ganz bewusst auch den Fokus auf die nachfolgende Generation. Danach interessiert mich auch noch mal ein Tipp an die abgebende Generation. Aber jetzt erst mal auf die nachfolgende Generation geschaut.",
    "end": 2206.0
  },
  {
    "start": 2206.0,
    "text": "Sprecher 2\nWelchen Rat würdest du denen geben? Die sind kurz vor der Unternehmensnachfolge, beschäftigen sich damit und fragen sich ja mal wie viel kann, wie viel soll, wie viel muss sich denn verändern?",
    "end": 2217.0
  },
  {
    "start": 2217.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch glaube, der wichtigste Rat ist, dass man früher anfängt, als man denkt. Also gerade mit Gesprächen. Welche Rolle soll ich erfüllen? Was ist die Erwartungshaltung auch an einen selbst, dass man da einfach einen sauberen Übergang hat? Weil ich glaube, es ist nichts ist schlimmer, als wenn man es Unternehmen geht. Mit der eigenen Mutter, mit dem eigenen Vater jeden Tag irgendwie Krach hat und dann vielleicht sogar das private Umfeld auch noch darunter leidet.",
    "end": 2239.0
  },
  {
    "start": 2239.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch glaube, das ist ziemlich wichtig, da einfach ganz offen miteinander darüber zu reden. Was sind die Erwartungshaltungen auf beiden Seiten? Auf der anderen Seite muss man verstehen, dass Veränderung keine Kritik an der Vergangenheit ist. Es geht einfach nur darum, das aktiv zu kommunizieren. Also was möchte ich verändern? Warum möchte ich das verändern? Warum brauche ich dich als Mitarbeitenden oder dich als Geschäftsführer hier mit an Bord oder dich als Vater hier mit an Bord?",
    "end": 2266.0
  },
  {
    "start": 2266.0,
    "text": "Sprecher 1\nDa natürlich dann auch die Prioritäten zu setzen, weil wie gesagt, wenn man alles auf einmal macht, dann wird es nicht zum Erfolg führen. Zu 100 % nicht. Habe ich auch nicht getan, aber vielleicht auch ein bisschen zu viel am Anfang, sondern lieber in kleinen Schritten als sich überlegen okay, wo möchte ich in 20 Jahren hier stehen? Als Unternehmen möchte ich mal wirklich in die Zukunft denken.",
    "end": 2285.0
  },
  {
    "start": 2285.0,
    "text": "Sprecher 1\nMan braucht keine Vision runterschreiben meiner Meinung nach, sondern einfach nur überlegen okay, wer möchte ich sein? Wie möchte ich als Unternehmen wahrgenommen werden? Möchte ich als Geschäftsführer wahrgenommen werden oder als Eigentümer? Und dann in kleinen Schritten sich überlegen okay, wie kann ich auf diesen Weg hin etwas bewirken? Auf jedes Mal, wenn man über Maßnahmen nachdenkt, sich überlegen okay, zahl das auf diese 20 Jahres Vision mit ein und externe Perspektiven sind gut.",
    "end": 2309.0
  },
  {
    "start": 2309.0,
    "text": "Sprecher 1\nKann man machen, mit anderen Leuten drüber reden. Aber manchmal ist es einfach besser mit sich selbst zu diskutieren. Meiner Meinung nach oder einfach mit dem eigenem übergeben. Dann sag ich jetzt mal Vater, Onkel, Schwester, Mutter, wie auch immer, dann einfach auf die eigene Wahrnehmung hören und dann einfach sich überlegen, was sich die eigenen Erwartungen passt es mit mir zusammen Und wenn es halt nicht passt, dann passt halt nicht.",
    "end": 2329.0
  },
  {
    "start": 2329.0,
    "text": "Sprecher 1\nIch glaube ich besser, das lieber früher als später zu erkennen. Aber es sind schon Herausforderungen, die einem bewusst sein müssen, wo es sein sollten auch. Aber das ist nichts, wo man sich vor verstecken muss.",
    "end": 2341.0
  },
  {
    "start": 2341.0,
    "text": "Sprecher 2\nVielen Dank! Noch ein Tipp für die abgebende Generation. Ist natürlich schwieriger, klar, weil du natürlich die Position des Eintretenden sozusagen aus eigener Erfahrung sehr gut kennst, aber auch vielleicht aus der Beobachtung deines Onkels, deines Vaters. Worauf sollten aus deiner Sicht die Abgebenden achten?",
    "end": 2362.0
  },
  {
    "start": 2362.0,
    "text": "Sprecher 1\nIm Prinzip gar nicht so viel andere Sachen. Also auch das Thema Was ist die Erwartung und was ist was? Worin auch schon ein bisschen gesagt haben, was eigentlich eigene Plan? Weil viele denken schon über Rente nach. In fünf Jahren gebe ich ab, aber ohne mich läuft der Laden nicht. Deswegen muss ich erst mal ein bisschen weiter machen. Glaube, dass da finden sich wieder wieder in diesen Worten, da dem übernehmenden klar mitteilen okay, ich möchte dir bis dahin und da möchte ich dir das übergeben oder das muss erfüllt sein, damit ich dir das übergeben kann.",
    "end": 2391.0
  },
  {
    "start": 2392.0,
    "text": "Sprecher 1\nDas ist der Zeitpunkt, an dem ich dann aussteige. Bei meinem Opa zum Beispiel war es damals der Zeitpunkt, als er mit meinem Vater auf Geschäftsreise war und der gar nicht mehr wirklich verstanden hat, was der Kunde eigentlich wollte. Mein Vater eigentlich. Und durch die Blume durch er verstanden hat, was der Kunde wollte. Na dann sagt okay, das jetzt der Zeitpunkt.",
    "end": 2409.0
  },
  {
    "start": 2409.0,
    "text": "Sprecher 1\nEr kriegt es hin, das passt. Und für mich ist ein Schlussstrich das damals mit 58 in Rente gegangen, also relativ früh, aber hat halt gut gepasst. Genau. Also wie gesagt, auch wieder Thema Kommunikation. Was ist der eigene Plan? Wo möchte man hin, was die eigene Erwartungshaltung klappt? Dann klappt es ohne Probleme.",
    "end": 2427.0
  },
  {
    "start": 2427.0,
    "text": "Sprecher 2\nIch würde sagen, das sind hervorragende Schlussworte, lieber Yannick, und von dem er sage ich Vielen Dank für dieses offene, ehrliche, transparente und authentische Gespräch. Danke dir!",
    "end": 2435.0
  },
  {
    "start": 2435.0,
    "text": "Sprecher 1\nSehr gerne! Danke Dir auch.",
    "end": 2437.0
  },
  {
    "start": 2437.0,
    "text": "Sprecher 2\nJa, liebe Hörerinnen und Hörer, ich hoffe, Sie konnten aus dieser Folge ähnlich viele Impulse mitnehmen wie ich. Was ist mir hängengeblieben? Ganz wichtig und das wurde für mich wirklich ganz häufig deutlich Klarheit, Klarheit. Wo will ich hin? Klarheit über die eigene Rolle, Klarheit über die Rollen der abgebenden Generation und was man, glaube ich, in den Ausführungen von Yannick gehört hat.",
    "end": 2454.0
  },
  {
    "start": 2454.0,
    "text": "Sprecher 2\nAuch eine gewisse Entschlossenheit, also nach vorne zu gehen, nicht zu zweifeln, auch manchmal vielleicht Fehler in Kauf zu nehmen, aus denen man dann lernen kann. Aber mit Entschlossenheit und Klarheit nach vorne zu gehen. Und ganz zum Schluss ist ein Satz hängengeblieben, den ich mir notiert habe Veränderung ist keine Kritik an der Vergangenheit. Und das finde ich einen wirklich fantastischen Satz.",
    "end": 2474.0
  },
  {
    "start": 2474.0,
    "text": "Sprecher 2\nIch hoffe, dass auch Sie einiges mitnehmen konnten. Und wenn Ihnen in Zeit Packaging gefällt, dann abonnieren Sie den Podcast gerne und empfehlen Sie ihn weiter über eine positive Bewertung auf den gängigen Plattformen freue ich mich sehr. Wenn Sie Feedback haben, Themen oder Gast Vorschläge einbringen möchten, schreiben Sie mir gerne über LinkedIn oder meine Website bis zur nächsten Folge von Ihnen seit Packaging.",
    "end": 2494.0
  },
  {
    "start": 2494.0,
    "text": "Sprecher 2\nUnd denken Sie daran. Inside Packaging bei guter Verpackung ohne die richtigen Menschen und Entscheidungen keine Zukunft hat.",
    "end": 2501.0
  }
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