[
  {
    "start": 1.0,
    "text": "wo stehen wir, was können wir, wo wollen wir hin, wo entwickelt sich vielleicht ein Markt hin und",
    "end": 5.0
  },
  {
    "start": 5.0,
    "text": "wo",
    "end": 5.0
  },
  {
    "start": 5.0,
    "text": "wir jetzt an uns arbeiten, um dieser neuen Marktanforderung gerecht zu werden. Das ist immer Glasgow gelesen, aber am Ende des Tages, heute mehr als",
    "end": 13.0
  },
  {
    "start": 13.0,
    "text": "zuvor, muss man einfach das Bewusstsein haben, dass man sich weiterentwickeln muss",
    "end": 17.0
  },
  {
    "start": 22.0,
    "text": "Inside Packaging. Ein Podcast von Thomas Schmidt",
    "end": 25.0
  },
  {
    "start": 32.0,
    "text": "bei Inside Packaging, dem Podcast für Entscheiderin und Entscheider aus der Verpackungsindustrie. Mein Name ist Thomas Schmidt und heute bin ich zu Gast bei Tim O'Pitz von O'Pitz Packaging Systems in Nordheim. Wir sprechen heute über die Frage, warum Wachstum und Veränderung untrennbar miteinander verbunden sind und wie mittelständische Familienunternehmen den Spagat zwischen Tradition und Transformation meistern können. Wir sprechen darüber, wie es gelingt, ein Unternehmen weiterzuentwickeln, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren, welche Chancen und Herausforderungen ein Generationswechsel mit sich bringt und warum Veränderungsbereitschaft heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im Mittelstand gehört. Außerdem interessiert mich, welche rollistrategische Partnerschaften für die Entwicklung eines Familienunternehmens spielen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um auch in einem wettbewerbsintensiven Markt nachhaltig und profitabel zu wachsen. Und natürlich möchte ich mit Tim O'Pitz darüber sprechen, welche Erfahrungen er persönlich seit seinem Einstieg in die Geschäftsführung gesammelt hat, welche Veränderungen er angestoßen hat und welche Learnings er anderen Unternehmerinnen und Unternehmern mit auf den Weg geben würde. Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch, sage herzlich willkommen bei Inside Packaging, Herr O'Pitz, und vielen Dank, dass Sie mich heute hier bei sich in Nordheim begrüßen.",
    "end": 101.0
  },
  {
    "start": 101.0,
    "text": "Wollt grad sagen, herzlich willkommen bei uns, danke, dass ich da sein darf.",
    "end": 103.0
  },
  {
    "start": 103.0,
    "text": "sehr gerne,",
    "end": 104.0
  },
  {
    "start": 104.0,
    "text": "O'Pitz. Ich würde vorschlagen, Sie sagen am Anfang gerne mal ein paar Sätze zu sich als Person, dass wir die Chance haben zu beginnen, den Menschen sozusagen auch etwas besser kennen zu lernen und dann gerne auch den",
    "end": 114.0
  },
  {
    "start": 114.0,
    "text": "Werbeblock fürs",
    "end": 115.0
  },
  {
    "start": 115.0,
    "text": "Unternehmerreichchen, dieser darf",
    "end": 117.0
  },
  {
    "start": 117.0,
    "text": "hier sein.",
    "end": 117.0
  },
  {
    "start": 117.0,
    "text": "Ich habe",
    "end": 118.0
  },
  {
    "start": 118.0,
    "text": "eine Führung bekommen, fand wirklich beeindruckend, was ich bisher gesehen habe. Und darf Sie deswegen bitten, teilen Sie davon auch ein bisschen was mit den Hörern und Hörern, dass auch die noch ein besseres Gefühl für Sie als Mensch, aber auch fürs Unternehmen O'Pitz Packaging Systems bekommen.",
    "end": 130.0
  },
  {
    "start": 130.0,
    "text": "Ja, gerne, also fange ich einfach mal mit dem Unternehmen an.",
    "end": 133.0
  },
  {
    "start": 133.0,
    "text": "wir sind halt ein Verpackungsmaschinenbauunternehmen im klassischen Sinne, wenn man so sagen darf.",
    "end": 139.0
  },
  {
    "start": 139.0,
    "text": "Wir bauen einfach Automatisierungslösungen zur Verarbeitung von Webhub-Kartons als Umverpackung. Ja, also es klingt erstmal kryptisch. Was machen wir? Wir bauen Maschinen zum aufrichten, zum verschließen, zum Volumen reduzieren, von Webhub-Kartons zum Verschicken von Gütern für potenziell alle versendenden Unternehmen oder Industrien. Haben uns da so ein bisschen auf die fahngeschrieben nachhaltige Lösungen zu entwickeln, also alles ganz im Sinne der PPWR beispielsweise, was",
    "end": 164.0
  },
  {
    "start": 164.0,
    "text": "Verarbeitung von nachhaltigen Verpackungsmaterialien angeht, Wellpappe, Klebebänder, Nassklebebänder und so weiter.",
    "end": 171.0
  },
  {
    "start": 171.0,
    "text": "Aber auch Volumen reduzieren hatte ich gerade schon angesprochen, also Einsparen von Luft im Karton, Einsparen von Filmmaterialien und so weiter. Wir verstehen uns als Sondermaschinenbauer, da kommen wir her.",
    "end": 183.0
  },
  {
    "start": 183.0,
    "text": "Das bedeutet, wir haben eine relativ hohe Fertigungs-Tiefe. Wir haben klar Standardprodukte, die wir an unsere Kunden anbieten können, aber immer mit einem hohen Grad der Individualisierung, weil wir einfach von Haus aus in der Lage sind, über unser eigenes Engineering, über eine eigene zersparende Fertigung und dann am Ende die Montage elektrisch, mechanisch",
    "end": 202.0
  },
  {
    "start": 202.0,
    "text": "Sonderwünsche von Kunden in unsere Produkte mit einfließen zu lassen. Ja und daher kommen wir eigentlich, wir sind jetzt 35 Jahre alt, das Unternehmen gegründet hat, mein Vater Günther Opitz",
    "end": 212.0
  },
  {
    "start": 212.0,
    "text": "sind jetzt hier heute am Standort 70 Mitarbeitende und haben natürlich noch vor ein bisschen was zu machen in den nächsten Jahren, hier an unserem Standort in Nordheim, Nordheim in Süden Niedersachsen, Unwald von",
    "end": 222.0
  },
  {
    "start": 222.0,
    "text": "Ja und kurz zu mir, ich bin Tim Opitz, ich bin jetzt in zweiter Generation hier Geschäftsführer, ich habe 2010 Abi gemacht,",
    "end": 230.0
  },
  {
    "start": 230.0,
    "text": "anschließend eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen und dann auch in dem Unternehmen, auch aus der Verpackungsbranche",
    "end": 238.0
  },
  {
    "start": 238.0,
    "text": "bevor ich dann 2014 war, es glaube ich noch BWL und Unternehmensführung in Magdeburg und Göttingen studiert habe und parallel natürlich durch die familiäre Nähe natürlich immer was mit dem Unternehmen zu tun gehabt, bin dann aber 2019 fest eingestiegen und habe als allererstes eine Qualitätsmanagement Abteilung gegründet, hier die Prozessoptimierung übernommen",
    "end": 261.0
  },
  {
    "start": 261.0,
    "text": "das jahrelang weiter aufgebaut und bin dann in 2021",
    "end": 266.0
  },
  {
    "start": 266.0,
    "text": "die Geschäftsführung aufgerückt, habe das bis Anfang 2025 mit meinem Vater zusammengemacht und mache es jetzt eben alleine.",
    "end": 273.0
  },
  {
    "start": 273.0,
    "text": "Fantastisch, vielen Dank.",
    "end": 275.0
  },
  {
    "start": 275.0,
    "text": "Bevor wir gleich in die Fragen einsteigen, noch eine kurze Rückfrage. Sie haben gesagt, natürlich, sie waren eigentlich klar familiär bedingt, auch immer schon im Kontakt mit dem Unternehmen",
    "end": 284.0
  },
  {
    "start": 284.0,
    "text": "war von Anfang an klar, dass sie diesen Weg so beschreiten wollen, dass klar ist, sie sind derjenige, der sozusagen dann auch in die Geschäftsführung eintritt und das Perspektivisch von ihrem Vater mit übernimmt oder war das für sie auch so ein Prozess,",
    "end": 296.0
  },
  {
    "start": 296.0,
    "text": "sie vielleicht für sich auch erst nochmal richtig herausfinden mussten, ist das das, was ich wirklich",
    "end": 301.0
  },
  {
    "start": 301.0,
    "text": "will? Ja, total, also meine Eltern haben ja nie eine Pistole auf den Brust gesetzt, ehrlicherweise. Ich habe auch noch drei weitere Geschwister, also es war jetzt auch nie so, dass gesagt wurde hier, älteste Sohn, du machst das auf jeden Fall,",
    "end": 312.0
  },
  {
    "start": 312.0,
    "text": "es war immer so die Freiheit gegeben, reinzuschauen, mitzumachen, aber am Ende des Tages auch zu sagen, möchtest du das oder möchtest du das nicht, weil ich muss zu dem Hintergrund auch sagen, habe ich gerade beschrieben, mein Vater hat das Unternehmen gegründet,",
    "end": 323.0
  },
  {
    "start": 323.0,
    "text": "eben über die 35 Jahre auch geführt und wachsen lassen. Meine Mutter war auch mit im Unternehmen, hatte also mein Vater einfach so als technisches Mastermind natürlich hinter allen Entwicklungen und dem Vertrieb. Meine Mutter eher so auf der Seite der kaufmännischen Geschäftsführung, also",
    "end": 340.0
  },
  {
    "start": 340.0,
    "text": "ganz klar natürlich auch die Finanzen im Auge gehabt, das über Jahre hin aufgebaut und stabilisiert",
    "end": 345.0
  },
  {
    "start": 345.0,
    "text": "trotzdem haben sie mir nie gesagt, wir müssen das als Familie weiterführen, sondern mir eben immer die Freiheit gegeben reinzuschauen und dann zu sagen, ich mache es weiter oder ich lass es eben bleiben und es hat sich tatsächlich dann eben schön entwickelt, dass ich hier gesehen habe, man kann hier wirklich viel gestalten, man kann hier viel machen.",
    "end": 359.0
  },
  {
    "start": 359.0,
    "text": "hatte auch durch meine Ausbildung schon den Einblick in größere Unternehmen, habe auch da Vorteile und Nachteile klar kennengelernt, habe mich aber dann klar dafür entschieden zu sagen, ich gehe ein mittelständisches kleines Unternehmen, lebe mich hier halt aus.",
    "end": 371.0
  },
  {
    "start": 371.0,
    "text": "Mein Bruder ist mittlerweile auch noch mit dazugekommen, meine Frau ist mittlerweile mit im Unternehmen, haben den Bereich Personal und Finanzen von meiner Mutter übernommen",
    "end": 379.0
  },
  {
    "start": 379.0,
    "text": "bringen sich da ein. Also wir leben auch nach wie vor diesen Spirit eines Familienunternehmens eigentlich im wahrsten Sinne und das ist super schön und macht total viel Spaß. Hat halt aber natürlich, so muss man auch sagen, hat halt auch Herausforderungen und die habe ich halt eben mein ganzes Leben lang aus nächstes Jahr irgendwie mit beobachten können. Insofern weiß ich schon oder wusste ich schon, worauf man sich einlässt, meine Eltern wussten das auch und haben da offen immer darüber gesprochen.",
    "end": 403.0
  },
  {
    "start": 403.0,
    "text": "Ja, spannend, klassisches Familienunternehmen, ganz toll und ja, ich denke immer,",
    "end": 407.0
  },
  {
    "start": 407.0,
    "text": "Tatsache, dass das Unternehmen mit am",
    "end": 409.0
  },
  {
    "start": 409.0,
    "text": "Küchen- oder Kaffeetisch sitzt,",
    "end": 411.0
  },
  {
    "start": 411.0,
    "text": "manchmal sehr gut sein und wahrscheinlich manchmal auch belastend,",
    "end": 414.0
  },
  {
    "start": 414.0,
    "text": "weil natürlich das Unternehmen irgendwo auch immer mit dabei ist. Ganz toll, vielen Dank Herr Opitz. Lassen Sie uns einsteigen, Sie haben es gesagt, 2019 ins Unternehmen sozusagen dann reingekommen, 221 in die Geschäftsführung mit eingestiegen,",
    "end": 425.0
  },
  {
    "start": 425.0,
    "text": "das war ja auch eine Phase, in der",
    "end": 427.0
  },
  {
    "start": 427.0,
    "text": "im Unternehmen stattgefunden hat.",
    "end": 429.0
  },
  {
    "start": 429.0,
    "text": "Wenn Sie sich mal so zurück erinnern, 19, 21, 1 Stück in die Geschäftsführung, wir haben Sie den Einstieg persönlich erlebt und gab es Dinge, wo Sie von Anfang an gesagt haben, das ist mir wichtig. Also wenn ich in die Geschäftsführung gehe, will ich hier oder da besondere",
    "end": 442.0
  },
  {
    "start": 442.0,
    "text": "setzen. Also ehrlicherweise, es war nie so, dass ich jetzt einen krassen Bruch oder so erlebt habe, weil ich habe es beschrieben, ich bin ja ins Unternehmen gekommen, habe erst mal schon eine eigene Abteilung sozusagen gegründet, mit dem Qualitätsmanagement hat mich auch der internen Prozesse angenommen und hatte dann natürlich dann immer irgendwo auch eine Rolle, wo ich gesagt habe, ich nehme mir selber auch Verantwortung und die Mitarbeitenden haben das natürlich auch gemerkt. Also es war nicht so von einem Tag auf dem nächsten, okay jetzt ist eine Geschäftsführung, jetzt hat eine andere Rolle, das nicht. Es war eher so, dass ich nach und nach eher so reinwachsen musste, auch Aufgaben natürlich abgeben musste aus den Abteilungen, die ich vorher hatte, die ich dann ganz konkret wirklich an andere Personen wieder abgeben musste, die die Abteilung übernommen haben",
    "end": 482.0
  },
  {
    "start": 482.0,
    "text": "so. Da arbeite ich ja immer noch dran, mich mehr und mehr in diese Rolle wirklich des sage ich mal Geschäftsführers in seiner eigentlichen Form halt reinfinde und da ist man ja auch in so mittelständischen Unternehmen nie am Ende, weil man hat natürlich auch immer mal mit Themen links und rechts zu tun, wo man sich dann trotzdem irgendwie darum kümmern muss.",
    "end": 502.0
  },
  {
    "start": 502.0,
    "text": "Also so ist eigentlich der Prozess, was mir von Anfang an wichtig war und das war es aber auch schon davor, ist, dass wir uns hier einfach ein Team aufbauen, mit dem wir langfristig zusammenarbeiten können, weil ich glaube in mittelständischen Unternehmen mehr als in anderen sogar, es ist wichtig einfach eine Nau-Haupt-Bindung auch zu betreiben und eine Talentbindung zu betreiben",
    "end": 519.0
  },
  {
    "start": 519.0,
    "text": "so haben wir halt wirklich oder ich mir von Anfang an irgendwie gesagt, wir müssen die Jungs und Mädels mit denen wir hier wo wir sehen, das sind High Potentials, mit denen müssen wir langfristig zusammenarbeiten wollen können und so müssen wir einen Arbeitsumfeld schaffen, wo die auch Spaß dran haben ist, weil nicht so, dass das vorher nicht gegeben wäre, die waren auch alle schon hier, weil sie Spaß an der Arbeit hatten und weil sie gesehen haben, dass man sich hier verwirklichen kann, aber dass das einfach so die Nummer-Eins-Aufgabe sein wird, Potenziale zu gewinnen, zu binden und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten, langfristig, weil dann kriegt man auch Erfolge irgendwo ein.",
    "end": 552.0
  },
  {
    "start": 552.0,
    "text": "Ja, ganz spannend. Wir kommen später noch ein bisschen stärker auf das Thema Kultur, Nähe zu Mitarbeitenden und Kunden. Was ich schon sagen kann jetzt auch aus den persönlichen Eindrücken.",
    "end": 560.0
  },
  {
    "start": 560.0,
    "text": "Sie haben mich ja dankenswetterweise hier auch",
    "end": 562.0
  },
  {
    "start": 562.0,
    "text": "ihr Unternehmen durchgeführt. Das muss man schon sagen. Also man spürt das, finde ich. Wenn man als Außenstehender zum ersten Mal reinkommt, dass hier ein guter Spirit ist, so haben sie es gesagt und",
    "end": 571.0
  },
  {
    "start": 571.0,
    "text": "sehr neue Gebäude, indem sie sich hier in Nordheim sitzen, muss ich sagen, auch absolut zeitgemäßes Arbeitsumfeld so",
    "end": 577.0
  },
  {
    "start": 577.0,
    "text": "Außenstehenden betrachtet. Ja, von dem her, ich glaube, das kommt sehr, sehr gut rüber. Das, was sie sagen, sehe ich zumindest",
    "end": 583.0
  },
  {
    "start": 583.0,
    "text": "hier gespiegelt, an dem wie ich das Unternehmen nach wenigen Minuten und nur ganz oberflächlichen Eindrücken irgendwo aber auch wahrnehmen. Jetzt ist es so, viele",
    "end": 593.0
  },
  {
    "start": 593.0,
    "text": "Familienunternehmen stehen ja dann bei so einem Generationenwechsel vor der Herausforderung, dass sie auf der einen Seite bewährt es erhalten wollen und auf der anderen Seite Veränderungen vorantreiben. Eine junge Generation hat immer hier und da auch mal andere Vorstellungen, wie sie die eigene Rolle lebt, wo sie Schwerpunkte setzen möchte. Das ist ja ganz normal",
    "end": 610.0
  },
  {
    "start": 610.0,
    "text": "und ist auch rechtlich gut",
    "end": 611.0
  },
  {
    "start": 611.0,
    "text": "so.",
    "end": 612.0
  },
  {
    "start": 612.0,
    "text": "Sie jetzt mal auf Ihre eigene Historie der letzten vier, fünf Jahre zurück schauen, wie gelingt es denn diesen Balance-Sack zwischen Tradition und Transformation, wenn ich es mal so griffig nennen darf, hinzubekommen? Was ist da wichtig, dass man eben vielleicht auch altbewertete Mitarbeiter, die 35 oder 30 oder 25 Jahre auch ihren Vater, ihre Mutter den Umgang gewohnt waren, die nicht zu verlieren? Worauf haben Sie wertgelegt? Was ist aus Ihrer Sicht da wichtig, um diesen Spagat hinzubekommen?",
    "end": 638.0
  },
  {
    "start": 638.0,
    "text": "Also was ich zumindest gelernt hab, kann ich mal sagen, ist eine Offenheit bei dem Gegenüber, weil Sie hatten es gerade schon gesagt, man kommt halt als junger Mensch, ich glaube ich bin in so ein Unternehmen dann",
    "end": 646.0
  },
  {
    "start": 646.0,
    "text": "eingestiegen irgendwie mit Mitte, Ende 20 so die Ecke und dann ist man natürlich so, ja alles was traditionell ist, ist für mich outdated und ich mach das jetzt neu, jetzt reiß ich irgendwie alles ein. Ich habe letztens Ihre Folge gehört mit Janik Leser von Leser-Packaging, fand ich super interessant, weil ich mich dann ganz ganz vielen Punkten auch wieder erkannt habe. Man ist dann so erstmal okay,",
    "end": 665.0
  },
  {
    "start": 665.0,
    "text": "mach das jetzt neu, ist mir egal, was die andern dazu sagen, weil ich bin ja hier von außen grad reingekommen, ich bin eh schlauer als alle anderen",
    "end": 670.0
  },
  {
    "start": 670.0,
    "text": "da lernt man dann relativ schnell, dass man da vielleicht erst mal ein bisschen naiv ist und das oft dann auch schlauer ist, mal einen Schritt zurückzumachen und das ganze zu reflektieren und zu erkennen, dass es traditionelle, also traditionell, ich weiß jetzt nicht unbedingt negativ behafteter Begriff, aber man verbindet es ja im Unternehmenskontext auch immer irgendwo mit diesem irgendwo staubig Altbacken oder so, aber es hat ja auch durchaus Vorteile oder den Daseinsberechtigungen, ganz vielen Hinsichten, Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplinqualität, das sind ja auch so Assoziationen, die man damit irgendwo hat und das muss man erkennen und entsprechend eben mal wie gesagt Schritt zurückmachen und dann sehen, warum bestehen bestimmte Prozesse, warum wird das so gemacht, warum haben bestimmte Mitarbeitenden die und die Sicht auf verschiedene Dinge und dann so sagen alles klar, aber wir wollen auch irgendwo neue Wege gehen und wir haben das und das Ziel in den nächsten Jahren, lass uns das Gute nehmen und irgendwie was Neues einbringen, irgendwie also bestes Beispiel, ich nehme jetzt einfach mal diesen Personal und Finanzbereich, den ich eben beschrieben habe, mein Bruder Niklas und meine Frau Erika leiten das mittlerweile eben, haben es für meine Mutter in einem super stabilen Umfeld übernommen, also super gut aufgebaut, weil sie einfach sich Partner gesucht hatte, Partnerschaften aufgebaut hatte, eine Struktur aufgebaut hat, die super stabil war und das nimmt man dann natürlich, guckt sich das an, schießt nicht alle Partner mit dem ersten Tag, wo man es übernommen hat ab und sucht sich neue, weil die was weiß ich günstiger sind oder so, sondern man nimmt das, baut darauf auf und bringt dann halt seine eigenen Aspekte ein, ja in unserem Fall beispielsweise, wir sind ein Maschinenmaulunternehmen, wir sind High-Tech hier, lass uns das mal cool nach außen promoten und auch so sexy darstellen, wie es halt ist, um Mitarbeiter zu gewinnen, warum immer so klein halten als mittelständisches Unternehmen, dass man ein bisschen Gas machen so",
    "end": 770.0
  },
  {
    "start": 770.0,
    "text": "so muss man beides ein bisschen miteinander verbinden und",
    "end": 773.0
  },
  {
    "start": 773.0,
    "text": "wie gesagt so einen Schritt zurückmachen, wenn man immer so jung und wild gewillt ist irgendwie alles einzureißen.",
    "end": 779.0
  },
  {
    "start": 779.0,
    "text": "Ganz spannend, vielen Dank. Ich glaube, das was Sie jetzt zuletzt angesprochen haben, dieses stärkeren die Öffentlichkeit gehen, stärkeren die Sichtbarkeit gehen, ist was, was nach meiner Beobachtung gerade eine jüngere Unternehmergeneration auch auszeichnet, erlebe ich an ganz vielen Stellen, Sie haben den einen oder anderen, der auch hier im Podcast schon zu Gast war, auch",
    "end": 793.0
  },
  {
    "start": 793.0,
    "text": "gerade angesprochen.",
    "end": 794.0
  },
  {
    "start": 794.0,
    "text": "Wir kommen da aber gleich nochmal dazu, vielleicht auch, wo so eine jüngere Unternehmergeneration ein Stück weit auch anders tickt und was daran vielleicht auch positiv ist.",
    "end": 802.0
  },
  {
    "start": 802.0,
    "text": "will nochmal ein bisschen auf der Unternehmensentwicklung verbleiben, weil ich hatte es gesagt, Sie sind eingestiegen, es hat sich ja ungeheuer viel",
    "end": 807.0
  },
  {
    "start": 807.0,
    "text": "getan. Sie haben einen externen Partner mit ins Unternehmen eingebunden, sie haben in Nordheim neu gebaut, sie sind nach meiner Beobachtung in den letzten Jahren doch auch sehr, sehr stark irgendwo gewachsen. Gab es irgendwo in den vier, fünf",
    "end": 823.0
  },
  {
    "start": 823.0,
    "text": "Jahren, seit sie in der Geschäftsführung sind, so Momente, wo sie bewusst festgestellt haben, jetzt verändert sich bei uns im Unternehmen irgendwas grundlegend, weil ich glaube, das sind ja so Evolutionsstufen",
    "end": 834.0
  },
  {
    "start": 834.0,
    "text": "in dem Unternehmen und",
    "end": 835.0
  },
  {
    "start": 835.0,
    "text": "je nachdem auf welcher Stufe man ist, braucht es auch wieder andere Dinge in der Unternehmensführung, in der Frage, wo setzt sich Schwerpunkte. Haben Sie so, ich sag mal, Milestones gehabt, wo Sie gemerkt haben, okay, jetzt erreichen wir eine andere Stufe oder war das eher so, das kam halt, wie es kam?",
    "end": 851.0
  },
  {
    "start": 851.0,
    "text": "Ja, ich glaube also den richtig dicken Milestone glaube ich, da müsste ich jetzt wirklich nachdenken, ob es den gab, ich glaube erst ist es wirklich so immer permanent irgendwie Bewegung und das ist ja auch gut, also Stillstand ist halt irgendwie, will man ja nicht erreichen, bleibt alles anders, wie Herr Abad Grönemeyer glaube ich schon gesagt,",
    "end": 868.0
  },
  {
    "start": 868.0,
    "text": "du willst ja immer Bewegung haben, es kann ja auch mal sich zum Schlechteren entwickeln, musst du halt erkennen, kannst dann wieder, weiß weiß ich, Schritt zurück doch wieder alten Weg gehen oder so,",
    "end": 876.0
  },
  {
    "start": 876.0,
    "text": "glaube aber nicht, dass wir wirklich so diesen dicken Milestone hatten, sondern es war eher so, dass wir wirklich immer im kleinen Schritt für Schritt irgendwie Ziele erreicht haben, die wir uns gesetzt haben, beispielsweise Kundengruppen für uns gewonnen haben, an denen wir einfach über Jahre gearbeitet haben, weil wir uns das als Ziel gesetzt haben und an solchen kleinen Schritten merkt man dann schon, okay du kommst voran, es geht voran, es geht immer weiter und ich bin selber vom Typ, das muss ich auch offen sagen, jemand, der sich da wirklich immer mal so ganz kurz wieder zurücklehnen muss, muss mal das große Ganze sehen, weil ich bin, ich sehe halt oft das negative so ein bisschen, also ich bin jemand, der hängt sich viel am negative auf, was gut ist sage ich immer, weil das treibt mich ein bisschen an, weil ich das negative wegarbeiten will sozusagen und wegentwickeln will",
    "end": 916.0
  },
  {
    "start": 916.0,
    "text": "das schlägt natürlich aber ein bisschen auf die Psyche und dann muss ich mich ein bisschen zurücknehmen, muss man sagen, okay guck mal, was haben wir jetzt erreicht, das letzte halbe Jahr, die letzten zwei, drei Jahre, wo kommen wir her, wo sind wir jetzt schon geil, die Entwicklung ist gut, lassen wir so weiter diesen Pace beibehalten und uns nicht unterkriegen lassen",
    "end": 930.0
  },
  {
    "start": 930.0,
    "text": "das ist es eigentlich, also wie gesagt immer Dynamik beibehalten.",
    "end": 934.0
  },
  {
    "start": 934.0,
    "text": "Spannend. Dynamik ist ein gutes Stichwort, da will ich nochmal eine Rückfrage stellen.",
    "end": 938.0
  },
  {
    "start": 938.0,
    "text": "ein Unternehmen sich entwickelt, weiter entwickelt, dynamisch ist,",
    "end": 941.0
  },
  {
    "start": 941.0,
    "text": "merken das ja auch die Mitarbeiter. Und auf der anderen Seite stelle ich fest",
    "end": 944.0
  },
  {
    "start": 944.0,
    "text": "vielen Fällen, dass ich sage mal, je weiter runter man auf der Hierarchieebene kommt, bis auf den Schöpflohr, diese Dynamik und diese Transformationen für viele auch immer erst mal",
    "end": 953.0
  },
  {
    "start": 953.0,
    "text": "bisschen so eine Abwehrreaktion erzeugt, weil man will vielleicht, dass die Dinge doch so bleiben, wie sie sind, weil sie sind ja eigentlich auch gut.",
    "end": 961.0
  },
  {
    "start": 961.0,
    "text": "Haben Sie das auch erlebt? Wie haben denn die Mitarbeitenden auf diese, ich finde, recht rasante Entwicklung und Schritt für Schritt,",
    "end": 967.0
  },
  {
    "start": 967.0,
    "text": "reagieren die Mitarbeiter da drauf?",
    "end": 969.0
  },
  {
    "start": 969.0,
    "text": "Wo gab es da vielleicht auch mal Themen, wo Sie sagen,",
    "end": 971.0
  },
  {
    "start": 971.0,
    "text": "mussten wir hier und da vielleicht auch mal ein bisschen mehr kommunizieren oder mal Widerstände überwinden?",
    "end": 975.0
  },
  {
    "start": 975.0,
    "text": "Sie da ein, zwei Beispiele im Kopf oder hatten Sie das Glück, dass Sie die Belegschaft haben, die",
    "end": 980.0
  },
  {
    "start": 980.0,
    "text": "Ihrer Gänze dem Thema Entwicklung und Veränderung total auf dem Gegenüber steht?",
    "end": 984.0
  },
  {
    "start": 984.0,
    "text": "Also im Großen und Ganzen würde ich das auf jeden Fall sagen, dass unser Team schon Bock darauf hat zu wachsen, weil unsere Herausforderungen groß sind und wenn man die parkt, dann kriegt man gutes Feedback vom Markt irgendwie. Wir suchen das auch immer",
    "end": 995.0
  },
  {
    "start": 995.0,
    "text": "teilen im Team über, keine Ahnung, Betriebsversammlungen und so, dass wirklich die Projektleiter sagen, hier wir haben das Projekt abgeschlossen, ist gut gelaufen, die sind echt zufrieden, ist geil, dann kriegt das Team das so ein bisschen auch mit und die haben da meine Wahrnehmung wirklich auch Spaß dran und wir suchen unsere Teammitglieder danach auch ein Stück weit aus. Wollen die hier mitwachsen, wollen die was reißen oder wollen die Leute eher so 08, 15 oder wie sagt man 9 to 5 Job irgendwo machen?",
    "end": 1018.0
  },
  {
    "start": 1018.0,
    "text": "Eine große Veränderung auf dem Weg war beispielsweise, dass wir ja hier in dieses neue Gebäude gezogen sind. Also das war in 2023, sind wir von unserem alten Standort, wo wir hätten Brownfield mäßig noch anbauen können, haben wir die Entscheidung getroffen, okay wir bauen wirklich auf der Grünwiese ein neues Gebäude hin, wir schauen, dass wirklich die mitarbeitende",
    "end": 1036.0
  },
  {
    "start": 1036.0,
    "text": "Büros haben, schöne Büros haben, dass es einen großen Pausenraum gibt und so weiter und so fort und haben uns darauf gefreut und haben dann aber gemerkt, okay wir ziehen jetzt in dem Moment, als wir umgezogen sind, haben wir wirklich krass gemerkt, das war so unser stimmungstechnischer Tiefpunkt der letzten Jahre einfach, weil genau wie sie es gerade gesagt haben, es hat sich was verändert einfach und Menschen sind ja extrem an ihr gewohntes Umfeld irgendwie geknüpft und",
    "end": 1060.0
  },
  {
    "start": 1060.0,
    "text": "wenn sich da was verändert, das ist egal ob es irgendwie besser oder schlechter ist, es ist Unsicherheit irgendwo im Spiel und Unsicherheit führt zu Unzufriedenheit",
    "end": 1067.0
  },
  {
    "start": 1067.0,
    "text": "und da mussten wir ganz viel gegenarbeiten, mussten mit Leuten sprechen, haben tatsächlich dann auch Leute verloren einfach, weil da irgendwie dann Sachen aufgelaufen sind oder so, dass es dann einfach passiert ist und daraus habe ich auf jeden Fall gelernt, dass man noch viel mehr einfach kommunizieren muss, noch viel mehr die Leute mitnehmen muss, also wir hätten das dann anders machen können, indem wir die Leute noch früher in den gesamten Umzugsprozess, in den gesamten Bauprozess irgendwo einbinden auch und die Vorteile, die Nachteile auch einfach offen aufzeigen, damit man sich daran gewöhnt irgendwie, also das hat mich wirklich damals dieser menschliche Faktor,",
    "end": 1100.0
  },
  {
    "start": 1100.0,
    "text": "ich sagen überrascht, aber doch die Tragweite davon ein bisschen abgeholt.",
    "end": 1106.0
  },
  {
    "start": 1106.0,
    "text": "Ja, ich kann mir das",
    "end": 1108.0
  },
  {
    "start": 1108.0,
    "text": "vorstellen, weil das natürlich ja erstmal kontra-intuitiv ist,",
    "end": 1110.0
  },
  {
    "start": 1110.0,
    "text": "der eigene Arbeitgeber baut neu, ist ja ein total tolles Zeichen, schafft ein total zeitgemäßes Arbeitsumfeld und die Stimmung ist dann gleichzeitig erst mal auf dem Tiefpunkt,",
    "end": 1119.0
  },
  {
    "start": 1119.0,
    "text": "ja ist klar,",
    "end": 1120.0
  },
  {
    "start": 1120.0,
    "text": "schließt sich einem wahrscheinlich auch nicht, wenn man nicht selber mal in so einer Situation auch drin war.",
    "end": 1124.0
  },
  {
    "start": 1124.0,
    "text": "wenn man Wachstum hört, klingt es von außen natürlich im ersten Mal total positiv, da läuft es richtig gut,",
    "end": 1129.0
  },
  {
    "start": 1129.0,
    "text": "Wachsen, die gehen nach vorne. Jetzt ist es ja so, aber das Wachstum intern manchmal auch Schwierigkeiten macht, höhere Komplexität, sie brauchen neue andere Strukturen, andere Prozesse, es gibt neue Anforderungen, Anführungen an Mitarbeiter.",
    "end": 1143.0
  },
  {
    "start": 1143.0,
    "text": "es Herausforderungen, die aus ihrer Sicht im Mittelstand",
    "end": 1147.0
  },
  {
    "start": 1148.0,
    "text": "da unterschätzt werden, wenn man wächst oder haben sie vielleicht auch die ein oder andere Herausforderung oder das ein oder andere Thema, das mit dem Wachstum einherging, selbst auch unterschätzt?",
    "end": 1157.0
  },
  {
    "start": 1157.0,
    "text": "Ja, also diesen menschlichen Faktor, wie ich eben gesagt habe, ein Stück weit schon unterschätzt. Ich glaube, das ist auch einfach der wichtigste Punkt dabei. Jeder stellt sich darauf ein, dass man seine Prozesse anpassen muss. Ich finde, das ist so no-brainer, jeder weiß, dass okay, ich muss Prozesse vorbereiten, um Wachstum skalieren zu können. Ich muss dafür vielleicht sogar investieren, finanzielle Mittel beisteuern, dass das funktioniert. Aber dieser menschliche Faktor wird einfach ein Stück weit einfach unterschätzt und ausgeblendet und ich muss da einfach anders und mehr kommunizieren und mal bezogen auf dem Mittelstand. Also ich kenne es halt auch, das ist vielleicht auch ein bisschen aus den Generationen heraus entstanden, dass man im Mittelstand immer das Gefühl hat, man muss so auch vielleicht so ein Stück weit ein Mikromanagement betreiben. Und",
    "end": 1198.0
  },
  {
    "start": 1198.0,
    "text": "Chefzüger, der Chef muss alles wissen oder die Chefin muss alles wissen und muss über alles in Bild sein. Und ein Stück weit, glaube ich, muss man diesen Gedanken natürlich aufgeben, umso größer es wird und kann gar nicht mehr über alles in Bild sein. Muss ich stattdessen einfach ein Team aufbauen, ich sage mal Leading by Objectives klassischerweise, dass man sich ein Team aufbaut, das weiß, woran man gemeinsam arbeitet und mit einer intrinsischen Motivation für das Unternehmen arbeitet, statt dass immer",
    "end": 1224.0
  },
  {
    "start": 1224.0,
    "text": "Abteilungsleitenden oder die Geschäftsführer dahinter stehen müssen und gucken müssen, dass alles in die richtigen Wege geht.",
    "end": 1230.0
  },
  {
    "start": 1230.0,
    "text": "Jetzt haben Sie zwei Sätze gesagt, das eine ist nicht Mikromanagement machen und das andere ist Leading",
    "end": 1237.0
  },
  {
    "start": 1237.0,
    "text": "Bio-Objectives. Jetzt stelle",
    "end": 1241.0
  },
  {
    "start": 1241.0,
    "text": "ich mir mal vor, Sie haben Mitarbeiter, die sind vielleicht 15, 20 Jahre hier.",
    "end": 1244.0
  },
  {
    "start": 1244.0,
    "text": "Jetzt kenne ich Ihren Vater nicht, aber viele der älteren Generationen haben dieses Thema, dass sie sehr tief in sehr vielen Details drinstecken",
    "end": 1251.0
  },
  {
    "start": 1252.0,
    "text": "und Leading Bio-Objectives ist ja auch so eine Thematik, die jetzt so, ich sage mal, erst in den letzten Jahren so wirklich ins Bewusstsein der modernen Führung stärker gerückt ist.",
    "end": 1261.0
  },
  {
    "start": 1261.0,
    "text": "ist ja eine kulturelle Veränderung und eine kulturelle Transformation, die man dann auch als Unternehmen durchmacht.",
    "end": 1266.0
  },
  {
    "start": 1266.0,
    "text": "Wie erleben Sie das?",
    "end": 1268.0
  },
  {
    "start": 1268.0,
    "text": "Was muss man tun, damit das gelingt? Weil",
    "end": 1270.0
  },
  {
    "start": 1270.0,
    "text": "wenn es dann so an die Kultur geht, finde ich, ist es eine der schwersten Veränderungen.",
    "end": 1276.0
  },
  {
    "start": 1276.0,
    "text": "Prozesse anzupassen",
    "end": 1277.0
  },
  {
    "start": 1277.0,
    "text": "ist auch nicht einfach,",
    "end": 1278.0
  },
  {
    "start": 1278.0,
    "text": "auch Zeit und Mühe, aber Kultur zu verändern und auch vielleicht ein anderes Führungsverständnis zu verändern, ist ja noch mal viel komplexer. Wie haben Sie das in den letzten fünf, sechs Jahren erlebt? Was ist da entscheidend, dass so was gelingen",
    "end": 1290.0
  },
  {
    "start": 1290.0,
    "text": "Das ist tatsächlich ein Prozess, also das ist ja nichts, dass ich morgen jemandem sage hier, ab morgen führen wir anders und dann wird das so laufen und die Leute haben sich sofort darauf eingestellt. Es ist eben, wie Sie sagen, es ist ein Prozess, an dem ich die ganze Zeit irgendwo arbeite und",
    "end": 1305.0
  },
  {
    "start": 1305.0,
    "text": "ich auch nur über eine gemeinsame Zielsetzung irgendwo in den Köpfen verankern kann.",
    "end": 1310.0
  },
  {
    "start": 1311.0,
    "text": "Ich",
    "end": 1311.0
  },
  {
    "start": 1311.0,
    "text": "irgendwo, die Kultur ist natürlich irgendwo im Unternehmen verankert, die muss ich ja irgendwo mal definieren können, was ist das eigentlich, was uns hier zusammenschweißt, das wollen wir eigentlich gemeinsam machen und dann muss ich da den kleinsten gemeinsamen Nenner eigentlich finden. Also ich bezieh's mal auf unser Beispiel, wir wollten unausgesprochener Konsens war hier immer, wir wollen einfach gute, qualitativ hochwertige Maschinen bauen. So, wir wollen dem Kunden eine geile Maschine liefern, die seine Verpackungsprozesse so automatisiert, dass er keine Probleme mehr hat und der soll nicht ständig bei vorne stillstehenden Maschinen stehen. Und das mal gemeinsam,",
    "end": 1345.0
  },
  {
    "start": 1345.0,
    "text": "an diesem gemeinsamen",
    "end": 1347.0
  },
  {
    "start": 1347.0,
    "text": "eigentlich",
    "end": 1348.0
  },
  {
    "start": 1348.0,
    "text": "der Mitarbeitenden aufzuhängen. Also warum machst du dein Job eigentlich? Wir wollen das und das doch erreichen. Also tu es in dem besten Wissen und Gewissen, damit wir das gemeinsame Ziel eine richtig geile Maschine zu bauen erreichen können. Das muss man vielleicht mal so klar sagen an der einen oder anderen Stelle oder es einfach die Leute über subtile Kommunikation spüren lassen und so bekommt man das dann glaube ich irgendwie rein. Also wie gesagt, gemeinsam, gemeinsam Nenner finden, was wollen wir eigentlich und dann daran zu arbeiten. Aber es ist natürlich eine riesige Herausforderung, Leute die 20 Jahre auf Führungsweise A gelebt haben innerhalb weniger Wochen auf Führungsweise B irgendwo umzustellen. Muss aber sagen, es steht und fällt halt natürlich alles mit dem Team, mit den einzelnen Leuten. Merkt man, dass da Dynamik drin ist, kommen neue Leute rein, die diese neue Kultur auch leben oder verharren wir im Alten und das ist halt auch wichtig. Leute reinholen die",
    "end": 1399.0
  },
  {
    "start": 1399.0,
    "text": "neue Kultur leben.",
    "end": 1402.0
  },
  {
    "start": 1402.0,
    "text": "Super, vielen Dank. Jetzt",
    "end": 1404.0
  },
  {
    "start": 1404.0,
    "text": "wir es vorher schon kurz angerissen, Sie vertreten eine jüngere Unternehmergeneration. Das darf man mit Fug und Recht",
    "end": 1411.0
  },
  {
    "start": 1411.0,
    "text": "vergleicht sich immer nicht mit der vorherigen Generation, weil daher auch ungeheuer vieles richtig gemacht wurde, sonst wäre man nicht an dem Punkt, an dem man heute",
    "end": 1421.0
  },
  {
    "start": 1421.0,
    "text": "ist.",
    "end": 1421.0
  },
  {
    "start": 1421.0,
    "text": "Und trotzdem gibt es natürlich Unterschiede in den Generationen. Wo erleben denn Sie ganz persönlich vielleicht auch die größten Unterschiede im Denken, in der Führung, in der Veränderungsbereitschaft oder in anderen Bereichen, weil Sie nicht Sichtbarkeit haben, wir angesprochen, Social Media haben wir",
    "end": 1436.0
  },
  {
    "start": 1436.0,
    "text": "angesprochen.",
    "end": 1436.0
  },
  {
    "start": 1436.0,
    "text": "entdecken Sie da für sich ganz persönlich die größten Unterschiede",
    "end": 1440.0
  },
  {
    "start": 1440.0,
    "text": "zwischen einer jüngeren Generation und einer, ich sage mal, alt bewährten, altgedienten und auch sehr verdienten Unternehmen Generationen, die häufig diese Unternehmen, mit denen auch ich ja da im Gespräch bin, zu dem gemacht haben, was",
    "end": 1453.0
  },
  {
    "start": 1453.0,
    "text": "sie heute sind.",
    "end": 1453.0
  },
  {
    "start": 1453.0,
    "text": "Wo sind da für Sie die markantesten Unterschiede?",
    "end": 1456.0
  },
  {
    "start": 1456.0,
    "text": "Also, habe ich eben schon angesprochen. Für mich dieser markantes Unterschiede ist einfach dieses Führungsverständnis, welches man hat. Das kann bei mir jetzt im Speziellen vielleicht auch ein bisschen darüber gekommen sein, dass ich in einem",
    "end": 1465.0
  },
  {
    "start": 1465.0,
    "text": "gelandet bin, obwohl ich selbst kein Techniker bin, sondern wie beschrieben Kaufmanage und BWL mäßig ausgebildet wurde. Das heißt, ich habe sowieso erstmal per se keine Ahnung von dem, was da unten einfach auf dem Shop floor passiert. Das heißt, ich muss mir einfach einen Vertrauensfeld schaffen, vertraute Mitarbeitende schaffen, die ihre",
    "end": 1482.0
  },
  {
    "start": 1482.0,
    "text": "Abteilungen leiten, wo ich wirklich weiß, die tun das im Sinne des Unternehmens.",
    "end": 1487.0
  },
  {
    "start": 1487.0,
    "text": "Das geht ein bisschen wieder auch in die Richtung Leading bei Objectives. Es geht gar nicht, dass ich da Micromanagement betreibe, weil ich kann bei vielen technischen Dingen gar nicht beurteilen, ob die das, wie sie es machen, das Richtige ist. Das müssen die im Prinzip selber machen. Und ich muss einfach wissen, dass es in die Richtung geht, die für das Unternehmensziel zuträglich ist. Und das ist, finde ich, der frappierendste Unterschied, weil viele",
    "end": 1511.0
  },
  {
    "start": 1511.0,
    "text": "der vorherigen Generationen kommen halt einfach aus",
    "end": 1514.0
  },
  {
    "start": 1514.0,
    "text": "fachlichen Know-how natürlich und können dann auch dieses Micromanagement betreiben, weil sie wissen, wovon sie reden.",
    "end": 1518.0
  },
  {
    "start": 1518.0,
    "text": "Und in ganz vielen neueren Generationen ist es einfach, dass man vier Quereinsteig, viele Disziplinen irgendwo in einer Position vereinen muss. Und dann muss ich einfach mir einen Umfeld schaffen, von dem ich weiß, ich kann den vertrauen und die arbeiten für mich respektiv für das Unternehmen, einfach für uns alle zusammen.",
    "end": 1535.0
  },
  {
    "start": 1535.0,
    "text": "vielen Dank, Herr Hupitz.",
    "end": 1537.0
  },
  {
    "start": 1537.0,
    "text": "haben wir ganz oft schon angerissen auch in diesem Gespräch Kultur, Team,",
    "end": 1542.0
  },
  {
    "start": 1542.0,
    "text": "die Ihnen sehr wichtig sind. Das hört man raus. Das finde ich richtig stark.",
    "end": 1546.0
  },
  {
    "start": 1546.0,
    "text": "Meine Beobachtung ist, dass gerade viele mittelständische Familienunternehmen davon leben, von dieser Kultur, die sie auszeichnet. Jedes Unternehmen hat auch seine ganz eigene Kultur und",
    "end": 1556.0
  },
  {
    "start": 1556.0,
    "text": "eine hohe Nähe zum einen, zum eigenen Team, zum anderen aber auch zu den Kunden und Märkten, die man bedient.",
    "end": 1562.0
  },
  {
    "start": 1562.0,
    "text": "Wachstum geht ja dann auch häufig damit einher, dass man einfach eine Vielzahl an Themen als Geschäftsführer, als Unternehmer auf dem Tisch liegen hat. Wie gelingt es denn in diesen Phasen des Wachstums, wo man sehr viele Bälle in der Luft halten muss, diese Nähe und diese Kultur auch zu bewahren, weil Kultur zu pflegen kostet ja auch Zeit, Kommunikation, immer wieder Themen erklären, nah an den Leuten dran sein Bedenken spüren, aufgreifen,",
    "end": 1586.0
  },
  {
    "start": 1586.0,
    "text": "All das sind",
    "end": 1586.0
  },
  {
    "start": 1586.0,
    "text": "Facetten von Kultur. Und dann hat man aber zehn Bälle in der Luft, weil man expandiert, man baut neue, man will vielleicht noch einen neuen Ländermarkt erschließen oder was auch immer an Themen dann da so liegt.",
    "end": 1596.0
  },
  {
    "start": 1596.0,
    "text": "Wie gelingt es Ihnen oder wie gelingt es generell, vielleicht auch aus Ihrer Perspektive, Nähe und Kultur in Phasen des Wachstums nicht schleifen zu lassen,",
    "end": 1607.0
  },
  {
    "start": 1607.0,
    "text": "sagen.",
    "end": 1608.0
  },
  {
    "start": 1608.0,
    "text": "Ja ganz konkret, indem man es einfach mit einer hohen Priorität verankert. Also ich hatte das Problem auch, dass ich mich irgendwann gefragt habe, okay du musst ja jetzt eigentlich, guck mal, du willst in den Märkte reinwachsen, du willst die Prozesse optimieren, du willst das und das und dies und das alles noch machen",
    "end": 1622.0
  },
  {
    "start": 1622.0,
    "text": "gleichzeitig deine Mitarbeitenden halten, ja die Bindung zum Unternehmen schaffen über eine gute Kultur. Wie willst du das alles machen? Du, ein Tag hat am Ende des Tages auch noch 24 Stunden und",
    "end": 1633.0
  },
  {
    "start": 1633.0,
    "text": "dann habe ich mir",
    "end": 1633.0
  },
  {
    "start": 1633.0,
    "text": "überlegt, was meine Hauptrolle hier im Unternehmen ist und die ist halt einfach irgendwo auch ein Botschafter für das ja zu sein, am Ende des Tages, was wir hier tun für potenzielle neue Mitarbeiter, aber auch natürlich für die, die hier sind und ein offenes Ort zu haben, wenn die Probleme haben und so weiter. Deswegen nehme ich mir tatsächlich relativ viel Zeit am Tag wirklich für diese Sache, die ich an Prio 1 gesetzt habe",
    "end": 1655.0
  },
  {
    "start": 1655.0,
    "text": "dafür auch den Trade-off ein, dass dann vielleicht mal E-Mails zwei Tage liegen bleiben, weil das eben vielleicht bei mir dann nicht die Prio 1 hat, sondern vor allem diesen Kit hier zu schaffen, dass die Leute hier gerne arbeiten, hier lange arbeiten und auch vielleicht der eine oder andere neue Mitarbeiter, die hier gerne reinkommen. Das ist der Schlüssel, wenn ich natürlich andere Prioritäten, da kann ich jetzt nur für mich sprechen, wenn ich als Unternehmer aber andere Prioritäten setze, dann muss ich die natürlich auch entsprechend ausfüllen. Und wenn bei mir das Leben der Kultur nur an Prio 3 oder 4 ist, dann muss das eben auch",
    "end": 1686.0
  },
  {
    "start": 1687.0,
    "text": "Reihenfolge 3 oder 4 in meinem Tageskalender sozusagen einnehmen.",
    "end": 1691.0
  },
  {
    "start": 1691.0,
    "text": "Gibt es denn",
    "end": 1692.0
  },
  {
    "start": 1692.0,
    "text": "Interesse die Frage, gibt es, ich sage mal, Rituale oder spezifische Verhaltensweisen,",
    "end": 1696.0
  },
  {
    "start": 1696.0,
    "text": "die für Sie so Leitplanken sind, wo Sie sagen und komme, was wolle in der Woche, habe ich immer das oder",
    "end": 1707.0
  },
  {
    "start": 1707.0,
    "text": "was passiert, ich muss morgens als erstes, keine Ahnung, durch die Produktion laufen. Also",
    "end": 1712.0
  },
  {
    "start": 1712.0,
    "text": "gestituale",
    "end": 1713.0
  },
  {
    "start": 1713.0,
    "text": "Rituale Verhaltensweisen, wo Sie sagen,",
    "end": 1715.0
  },
  {
    "start": 1715.0,
    "text": "das sind so Ankerpunkte in meinem Tag, in meiner Woche, die auch in Anführungsstrichen unantastbar sind, egal was da kommt.",
    "end": 1721.0
  },
  {
    "start": 1721.0,
    "text": "Ja, genau so was zum Beispiel. Also, das erste, was ich morgens mache, ist, ich bringe meine Klamotten in mein Büro sozusagen, richte mich kurz mal ein, gucke meine E-Mails an, was alles angefallen",
    "end": 1731.0
  },
  {
    "start": 1731.0,
    "text": "dann drehe ich tatsächlich eine Runde einfach so durchs Unternehmen und höre mal rein und sage, hallo und wenn da jemand irgendwie Stein im Schuh hat, dann kann er mir das gerne sagen, ob er es macht oder nicht, weiß ich nicht, kann den Leuten nicht hinter die Stirn gucken, aber dass man zumindest mal durchschaut, wer ist so da, wer ist so nicht da, also ich habe es gesagt, 70 Mitarbeitende, ich kann auch nicht so den Terminkalender von jedem Blick haben, aber dass man einfach zumindest sich gegenseitig sieht, ist mir halt wichtig oder wir machen alle zwei Wochen, machen wir Betriebsversammlung hier bei uns. Alle zwei Wochen. Ja, da holen wir alle Mitarbeitenden zusammen. Enge Taktung. Enge Taktung",
    "end": 1767.0
  },
  {
    "start": 1767.0,
    "text": "hat halt den Hintergrund, dass wir einfach relativ nah über die Entwicklungen in Anführungszeichen der vergangenen zwei Wochen und der kommenden zwei Wochen berichten wollen. Also was ist passiert, welche Projekte haben wir ausgeliefert, wie ist das Kundenfeedback, was kommt in den nächsten paar Tagen, wer kommt zu Besuch und wo läuft es gerade? Vertrieblich ist ja auch interessant, haben wir Projekte im Bestand oder laufen wir nächsten Monat leer oder so,",
    "end": 1790.0
  },
  {
    "start": 1790.0,
    "text": "die Mitarbeiter das wissen wollen, ist schon klar und in den Runden kann man dann auch immer, also der letzte Satz, den ich immer sage, da drin ist dann so, gibt es von euch aktuell Probleme oder Fragen oder so, sodass man da einfach spürt, okay, ich kann da auch einfach Sachen platzieren, wenn ich irgendwie Themen habe und",
    "end": 1808.0
  },
  {
    "start": 1808.0,
    "text": "sind Kanäle alles, die schafft man, um Kommunikation aufrecht zu erhalten und die weiß ich nicht, will ich mir auch beibehalten, wie gesagt, das ist mir ganz, ganz wichtig, auch wenn es halt immer mehr Zeit wird. Wenn neue Mitarbeiter da anfangen, egal wo die, in welche Abteilung die kommen, setze ich mich mal eine Stunde oder anderthalb mit denen hin und quatsch einfach mit denen und hole die ein bisschen ab. So, lass ich mir halt auch nicht verdammt viel Zeit irgendwie, aber ist halt auch super wichtig, macht total viel Spaß.",
    "end": 1832.0
  },
  {
    "start": 1832.0,
    "text": "Faszinierend, vielen Dank, vor allem diese zweiröchenlichen Betriebsversammlung finde ich total spannend, bei 70 Leuten, da",
    "end": 1838.0
  },
  {
    "start": 1838.0,
    "text": "ist ja auch immer",
    "end": 1838.0
  },
  {
    "start": 1838.0,
    "text": "ein Aufwand in der Zeit in Anführungsstrichen arbeiten, die Leute nicht produktiv",
    "end": 1842.0
  },
  {
    "start": 1842.0,
    "text": "in dem Sinne,",
    "end": 1843.0
  },
  {
    "start": 1843.0,
    "text": "dem her merkt man, dass Kommunikation, Transparenz",
    "end": 1847.0
  },
  {
    "start": 1847.0,
    "text": "Mitnehmen der Leute da",
    "end": 1848.0
  },
  {
    "start": 1848.0,
    "text": "Kann ich auch, ja, kann ich auch nur empfehlen, so was einzuführen, muss ich ehrlich sagen, weil wenn man das in der Taktung von allen zwei Wochen macht, dann ist das höchstens, sind das 15 Minuten bis halbe Stunde, wo man wirklich mal so ein paar Sachen aufarbeiten kann, wo man Sachen ins Team breit reintragen kann. Wir haben gerade aktuell das und das, ihr müsst das und jetzt mal beachten und hier und da neue Mitarbeiter vorstellen, auch schön in einer großen Runde, so was. Also wirklich kann ich nur empfehlen, ist ein total",
    "end": 1872.0
  },
  {
    "start": 1872.0,
    "text": "niedrigschwelliger Kanal, um eine gute Connection zwischen Management-Ebenen und wirklich dem breiten Team aufzubauen.",
    "end": 1879.0
  },
  {
    "start": 1879.0,
    "text": "eine Rückfrage,",
    "end": 1880.0
  },
  {
    "start": 1880.0,
    "text": "sagen ganz zum Schluss, sagen Sie mal stellen Sie auch die Frage in den Raum, hat jemand von Euchenthema",
    "end": 1885.0
  },
  {
    "start": 1885.0,
    "text": "nur aus Interesse,",
    "end": 1886.0
  },
  {
    "start": 1886.0,
    "text": "oft meldet sich da denn jemand, weil aus eigener berufliche Erfahrung, als ich jetzt noch nicht in der Tätigkeit unternehmerisch war, in der ich jetzt heute",
    "end": 1893.0
  },
  {
    "start": 1893.0,
    "text": "habe ich das immer so erlebt, wenn die Frage kam, haben alle ganz betreten zu",
    "end": 1896.0
  },
  {
    "start": 1896.0,
    "text": "Boden.",
    "end": 1898.0
  },
  {
    "start": 1898.0,
    "text": "wenn es dann schnell vorbei war, ist es bei Ihnen anders?",
    "end": 1900.0
  },
  {
    "start": 1900.0,
    "text": "Also unterschiedlich, es kommt ab und zu tatsächlich mal eine Rückfrage, aber super selten, muss man wirklich sagen, weil klar, Menschen haben dann vielleicht irgendwo auch ein Hemdis vor, so 70 Mitarbeitenden dann irgendwas zu sagen oder zu fragen. Aber auf der anderen Seite, die wissen auch, dass es auch Alternativkanäle gibt. Also wir haben auch anonyme",
    "end": 1915.0
  },
  {
    "start": 1915.0,
    "text": "wo man sich mitteilen kann, wo man Fragen stellen kann, keine Ahnung. Und",
    "end": 1919.0
  },
  {
    "start": 1919.0,
    "text": "haben tatsächlich eben auch dieses, weiß ich nicht, Open Door Mentalität, nenne ich es einfach mal, also die wissen alle, wo mein Büro ist und wo das Büro von unserer Personalabteilung ist, von meinem Bruder und meiner Frau und können da hingehen. Und wenn die Probleme haben, dann, also das ist mir das allerwichtigste, wenn die wissen, dass die ein Problem haben, dann sollen sie es einfach sagen. Wenn wir wissen, dass wir ein Problem haben, können wir es auch einfach sagen. So, wenn man sich nicht mitteilt, dann hat man irgendwann schlechte Laune und so.",
    "end": 1945.0
  },
  {
    "start": 1945.0,
    "text": "Klasse, super, vielen Dank,",
    "end": 1947.0
  },
  {
    "start": 1947.0,
    "text": "toller, detaillierte Einblick. Jetzt gucken wir noch ein bisschen auf den Markt, in dem sie sich bewegen, ich glaube, man kann sagen, der Verpackungsmaschinenbau, der Verpackungsmarkt insgesamt ist durchaus wettbewerbsintensiv und gleichzeitig starker wandelt, sie haben PPWR angesprochen, ein riesiger Treiber für Transformation in der Industrie auf ganz unterschiedlichen Ebenen.",
    "end": 1966.0
  },
  {
    "start": 1966.0,
    "text": "Was braucht denn so ein klassischer Mittelständler, wie sie einer sind, im positiven Sinne, aus ihrer Sicht, um in solchen Zeiten Wettbewerbsintensität, Transformation nicht nur mithalten zu können, sondern auch profitabel zu wachsen. Was sind aus ihrer Sicht so Erfolgskriterien von einem Mittelständler,",
    "end": 1984.0
  },
  {
    "start": 1984.0,
    "text": "in diesem Marktumfeld bestehen zu",
    "end": 1986.0
  },
  {
    "start": 1986.0,
    "text": "können? Das ist ja",
    "end": 1987.0
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "text": "alles andere als",
    "end": 1987.0
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "text": "Das ist auch eine Königsfrage eigentlich. Wenn ich darauf eine Antwort habe, dann gehe ich vor nass hin.",
    "end": 1992.0
  },
  {
    "start": 1992.0,
    "text": "Aber sie",
    "end": 1993.0
  },
  {
    "start": 1993.0,
    "text": "scheinen die Frage",
    "end": 1993.0
  },
  {
    "start": 1993.0,
    "text": "beantwortet zu haben, weil wenn man jetzt hier ist, spürt man ja, da ist eine positive Unternehmensentwicklung,",
    "end": 1999.0
  },
  {
    "start": 1999.0,
    "text": "von dem ja offensichtlich scheinen sie mehr richtig als falsch zu",
    "end": 2003.0
  },
  {
    "start": 2003.0,
    "text": "Also was man, und das haben ja viele mittelständische Unternehmen, glücklicherweise,",
    "end": 2008.0
  },
  {
    "start": 2008.0,
    "text": "was man braucht ist einfach Dynamik und das Bewusstsein dafür, dass man Dynamik braucht. Ich glaube, wir sehen das vor allem jetzt zum Beispiel bei großen Konzernen der Automobile Industrie. Wenn man sich auf dem Ausrout, was man erreicht hat, dann kommt schnell einer von links und rechts und überholt ein, mit dem man eigentlich gar nicht so richtig gerechnet hat.",
    "end": 2024.0
  },
  {
    "start": 2024.0,
    "text": "Das heißt, man muss sowohl die Möglichkeit haben,",
    "end": 2027.0
  },
  {
    "start": 2027.0,
    "text": "ohne großartige Entscheidungszyklen drehen zu müssen, auch einfach mal Sachen umzusetzen, schneller, einmal hoch und los. Also, weiß ich jetzt auch mal auf unser Beispiel bezogen, wenn wir sehen, wir brauchen irgendwo eine Software-Lösung, weil wir dann effizienter und automatisierter arbeiten können, ja dann los, dann suchen wir jetzt Anbieter und dann holen wir die rein. Klar ist auch immer eine Kostenfrage, aber am Ende des Tages irgendwelche Mittel kriegt man schon los gemacht, damit man Sachen umsetzen kann. Das ist das eine,",
    "end": 2052.0
  },
  {
    "start": 2052.0,
    "text": "das andere ist",
    "end": 2053.0
  },
  {
    "start": 2053.0,
    "text": "eine gewisse Weitsicht, also man muss sich vielleicht wirklich mal hinsetzen, wo stehen wir, was können wir, wo wollen wir hin, wo entwickelt sich vielleicht ein Markt hin und warum müssen wir jetzt an uns arbeiten, um dieser neuen Marktanforderung gerecht zu werden.",
    "end": 2067.0
  },
  {
    "start": 2067.0,
    "text": "Das ist immer Glasgow gelesen, aber am Ende des Tages, heute mehr als je zuvor, muss man einfach das Bewusstsein haben, dass man sich weiterentwickeln muss und dass man sich nicht auf dem ausruhen kann, was man aktuell irgendwo hat.",
    "end": 2078.0
  },
  {
    "start": 2078.0,
    "text": "Und Frage Richtung Profitabilität, das ist natürlich also schwierig, weil in Wachstum Phasen muss man sich auch ein Stück weit einfach damit arrangieren, dass die",
    "end": 2089.0
  },
  {
    "start": 2089.0,
    "text": "natürlich nicht so gegeben ist wie in Konsolidierungsphasen beispielsweise. Also das muss man einfach wissen und dass auch die Messbarkeit schwieriger wird, weil wenn ich in einem stetigen Wachstumsprozess bin, verändern sich ja immer die Umgebungsgegebenheiten, sei es Umsatz oder Mitarbeiteranzahl oder Working Capital wie auch immer, verändern sich ja ständig und gleichzeitig muss ich irgendwie beurteilen können, bin ich profitabel, wie profitabel bin ich, wenn ich jetzt an Stellschrauber X drehe, wie wirkt sich das in ein paar Monaten auf meine Profitabilität aus und das ist schwierig. Also damit muss man sich auch arrangieren, dass man da irgendwo so ein Stück weit auch ja sich die richtigen KPIs raussucht, anhand derer man sein Erfolg, wenn man so will, dann auch messen können muss.",
    "end": 2133.0
  },
  {
    "start": 2133.0,
    "text": "Okay, spannend.",
    "end": 2136.0
  },
  {
    "start": 2136.0,
    "text": "Thema, um sich auch, ich sag mal, weiterentwickeln zu können und in diesem Wettbewerb zu bestehen ist, dass man sich Partner sucht,",
    "end": 2144.0
  },
  {
    "start": 2144.0,
    "text": "Kooperationen bildet,",
    "end": 2146.0
  },
  {
    "start": 2146.0,
    "text": "welcher Ausgestaltung auch immer,",
    "end": 2147.0
  },
  {
    "start": 2147.0,
    "text": "dass",
    "end": 2148.0
  },
  {
    "start": 2148.0,
    "text": "man bewusst sagt, man geht an der einen oder anderen Stelle intensivere, engere Partnerschaft, nein, um,",
    "end": 2153.0
  },
  {
    "start": 2153.0,
    "text": "ich mal, im besten Fall 1 plus 1 größer 2 zu",
    "end": 2156.0
  },
  {
    "start": 2156.0,
    "text": "erheben.",
    "end": 2157.0
  },
  {
    "start": 2157.0,
    "text": "Und auf der anderen Seite, nach meiner Beobachtung der familiengeführte Mittelstand ist da immer äußerst zurückhaltend.",
    "end": 2163.0
  },
  {
    "start": 2164.0,
    "text": "weiß ich nicht, eigentlich will ich mein Wissen bei mir behalten, muss ich das jetzt teilen, was will der alles von mir wissen, will ich dem das alles sagen. Also",
    "end": 2173.0
  },
  {
    "start": 2173.0,
    "text": "gibt es Vorbehalt, ich glaube, das darf man festhalten.",
    "end": 2175.0
  },
  {
    "start": 2175.0,
    "text": "Wenn Sie jetzt mal auf Ihre Erfahrung zurückblicken, wo sehen Sie denn konkret Vorteile von externen Partnerschaften, Kooperationen und wo entstehen möglicherweise auch Spannungsfelder, die",
    "end": 2188.0
  },
  {
    "start": 2188.0,
    "text": "man im Blick haben muss.",
    "end": 2189.0
  },
  {
    "start": 2189.0,
    "text": "Vorteil auf jeden Fall",
    "end": 2191.0
  },
  {
    "start": 2191.0,
    "text": "der Entwicklungsfähigkeit. Also vor allem mittelständische kleine Unternehmen haben ja nicht endlos viele Ressourcen zur Verfügung, sodass ich sagen kann, ich hab erkannt, ich muss mich in dem und dem Bereich weiterentwickeln, vielleicht technisch neue Produkte anbieten können, dann habe ich natürlich nicht alle Ressourcen, um das",
    "end": 2208.0
  },
  {
    "start": 2208.0,
    "text": "8 Stunden eines Tages entwickeln zu können. Und da muss ich mir dann einfach passende Partner suchen, mit denen ich Partnerschaften schließen kann, wo ich sagen kann, ich hole mir das Know-How ein Stück weit rein, ich profitiere voneinander, weil der Markt dann vielleicht für den entsprechenden Partner auch einfach größer wird",
    "end": 2223.0
  },
  {
    "start": 2223.0,
    "text": "hol mir darüber das Know-How, die Entwicklung und kann dann schnellere Schritte machen, in welcher Form man dann die Partnerschaft auch immer ausgestaltet. Aber das ist ein Riesenvorteil vor allem in unserem Bereich, wo der halt sehr technologisch einfach ist.",
    "end": 2236.0
  },
  {
    "start": 2236.0,
    "text": "Was halt ein Helmnis dabei einfach sein kann, ist eben genau dieses Commitment, dass man sagt, okay, ich lass mich auf eine Partnerschaft wirklich vollends ein, ich teile auch Informationen, auch wenn ich im ersten Moment Vorbehalter habe, weil normalerweise teilen wir diese Information ja nicht mit jedem,",
    "end": 2251.0
  },
  {
    "start": 2251.0,
    "text": "wenn ich das ein Stück weit weiter treiben will, dann muss ich das natürlich tun. Aber was dazu gehört, ist, dass man einfach auch Vertrauen aufgebaut hat. Das heißt, ich muss natürlich erkennen, ist die Kultur in dem Unternehmen bei dem Partner, ist die ähnlich oder gibt es da Brüche drinnen? Und wenn ich das natürlich, wenn ich da merke, dass sie diesen ganz anders gesettelt irgendwo, die haben eine ganz andere Unternehmenskultur, dann muss man auch vielleicht so offen sein und sagen, dann passt das halt einfach nicht. Auch wenn es technologisch vielleicht ein Wurf für beide Unternehmen wäre, aber wir kriegen es kulturell vom Mindset, vom Herangehensweise, von der kulten Kommunikation, was auch immer nicht gemeinsam in den Markt, dann muss man das auch erkennen und",
    "end": 2286.0
  },
  {
    "start": 2286.0,
    "text": "dann auch dann vielleicht auch die Finger von lassen.",
    "end": 2289.0
  },
  {
    "start": 2289.0,
    "text": "Spannend, weil",
    "end": 2290.0
  },
  {
    "start": 2290.0,
    "text": "ihren Ausführungen merkt man, oder das nehme ich für mich jetzt auch nochmal ganz bewusst mit. Auch da spielt das kulturelle Thema wieder eine ganz, ganz große Rolle.",
    "end": 2299.0
  },
  {
    "start": 2299.0,
    "text": "Häufig, wenn man so auf Kooperationen guckt, dann",
    "end": 2301.0
  },
  {
    "start": 2301.0,
    "text": "das häufig, ich sag mal, eher so ein technischer Prozess.",
    "end": 2304.0
  },
  {
    "start": 2304.0,
    "text": "der hat was,",
    "end": 2305.0
  },
  {
    "start": 2305.0,
    "text": "was ich nicht habe und ich habe was, was der nicht hat und wir machen zusammen und dann passt das schon.",
    "end": 2308.0
  },
  {
    "start": 2308.0,
    "text": "die Frage, ob es klappt oder nicht, hat dann sehr viel mit Kultur zu",
    "end": 2311.0
  },
  {
    "start": 2311.0,
    "text": "tun. Ja, also ich finde, Kultur steht ja auch dahinter. Was will ich halt anbieten? Was soll mein Image im Markt irgendwo sein? Also will ich beispielsweise mal,",
    "end": 2320.0
  },
  {
    "start": 2320.0,
    "text": "will ich Qualitätsführer oder will ich",
    "end": 2322.0
  },
  {
    "start": 2322.0,
    "text": "Kostenführer irgendwo sein? Und wenn das natürlich zwei unterschiedliche",
    "end": 2326.0
  },
  {
    "start": 2326.0,
    "text": "Strategien der Unternehmen sind, dann wird es schwer, die miteinander in",
    "end": 2328.0
  },
  {
    "start": 2328.0,
    "text": "zu bringen.",
    "end": 2329.0
  },
  {
    "start": 2329.0,
    "text": "Wir schauen jetzt",
    "end": 2331.0
  },
  {
    "start": 2331.0,
    "text": "zum Ende des Gesprächs kommt",
    "end": 2333.0
  },
  {
    "start": 2333.0,
    "text": "mal",
    "end": 2333.0
  },
  {
    "start": 2333.0,
    "text": "kurzen Moment",
    "end": 2335.0
  },
  {
    "start": 2335.0,
    "text": "eigenes Unternehmen.",
    "end": 2336.0
  },
  {
    "start": 2336.0,
    "text": "Sie jetzt heute so auf die letzten Jahre zurückblicken, gab es eine Entscheidung, wo Sie sagen, die war besonders wichtig, um die Entwicklung zu nehmen, die wir jetzt genommen haben.",
    "end": 2348.0
  },
  {
    "start": 2348.0,
    "text": "Erste Frage, zweite Frage, gibt es da irgendwas, was Sie vielleicht heute im Rückblick betrachtet anders machen würden?",
    "end": 2353.0
  },
  {
    "start": 2353.0,
    "text": "Boah, da muss ich jetzt mal kurz überlegen.",
    "end": 2357.0
  },
  {
    "start": 2357.0,
    "text": "Gab es irgendwie so einen Punkt, wo Sie sagen, das war total, also wenn es dir nicht gab, ist auch nicht schlimm, aber es interessiert mich, ob es irgendwie so ein Punkt ist, wo",
    "end": 2366.0
  },
  {
    "start": 2366.0,
    "text": "ob es",
    "end": 2367.0
  },
  {
    "start": 2367.0,
    "text": "man sagt, beim Fußball, und da ist das Spiel gekippt",
    "end": 2373.0
  },
  {
    "start": 2373.0,
    "text": "oder",
    "end": 2374.0
  },
  {
    "start": 2374.0,
    "text": "da hat sich die Stimmung gedreht.",
    "end": 2377.0
  },
  {
    "start": 2377.0,
    "text": "kann man häufig erst im Nachgang irgendwo auch feststellen,",
    "end": 2380.0
  },
  {
    "start": 2380.0,
    "text": "dass das so der",
    "end": 2381.0
  },
  {
    "start": 2381.0,
    "text": "Kipppunkt war, Wendepunkt war, wie auch immer man das nennen will.",
    "end": 2384.0
  },
  {
    "start": 2384.0,
    "text": "Und ich hatte mich gefragt, ob es das in der Unternehmensentwicklung jetzt in ihrem Fall auch gab. Es klingt jetzt ein bisschen so, dass es in der Unternehmensentwicklung auch so etwas in der Unternehmensentwicklung jetzt in ihrem Fall auch gab.",
    "end": 2390.0
  },
  {
    "start": 2390.0,
    "text": "Also es klingt jetzt ein bisschen unkonkret, aber ich glaube einfach wirklich, das Bewusstsein zu gewinnen, wir wollen wachsen, wir können auch wachsen und wir gehen das jetzt halt an. So diese konkrete Entscheidung zu treffen und zu sagen, okay, dann müssen wir jetzt eben an vielen Stellschrauben drehen oder uns auch da in bestimmten Abteilungen dahingehend weiterentwickeln, dass wir das abbilden können. Das ist ja irgendwo auch eine bewusste Entscheidung. Ich könnte mich auch dagegen entschieden haben, ich hätte auch sagen können wir bleiben erstmal bei der Größe, in der wir sind und arbeiten an unserer Profitabilität in erster Linie. Das wäre ja eine andere Entscheidung, aber diesen bewussten Weg zu gehen, dass es eigentlich so erstmal, dass man sich das vor Augen führt, dass man das machen möchte und dann mit einem Konsequenzen, die dahinter kommen. Ja also ich muss mich hinsetzen, ich muss das irgendwo mal für mich den Status quo erfassen und das Ziel bildet und dahin möchte ich mich entwickeln. Also habe ich das in meinem Kopf und dann gehe ich die einzelnen Schritte bewusst oder unbewusst.",
    "end": 2447.0
  },
  {
    "start": 2447.0,
    "text": "etwas, was wir, wie war die Frage, ob wir etwas, was wir anders hätten machen?",
    "end": 2452.0
  },
  {
    "start": 2452.0,
    "text": "wir heute anders machen würden, wer zu dem Rückblick betrachtet, im Nachhinein ist man immer schlauer,",
    "end": 2456.0
  },
  {
    "start": 2456.0,
    "text": "klar",
    "end": 2456.0
  },
  {
    "start": 2456.0,
    "text": "Und man entscheidet natürlich auch immer im Lichte der jeweiligen Ausgangslage.",
    "end": 2460.0
  },
  {
    "start": 2460.0,
    "text": "Aber wenn Sie zurückblicken, gibt es was, wo Sie sagen, das hätte ich heute wahrscheinlich anders entschieden?",
    "end": 2464.0
  },
  {
    "start": 2465.0,
    "text": "hätte das eine oder andere Patent wahrscheinlich eher angemeldet. Unser Patentarbeit sagt, wenn sie auch nur eine Idee haben, wie man irgendwas anders machen kann, dann kommen sie zu mir und sagen, wir können was übersprechen.",
    "end": 2474.0
  },
  {
    "start": 2474.0,
    "text": "offensichtlich scheint das nicht nur aus eigenem Profitgedanken zu machen, sondern scheint auch tatsächlich recht zu haben, wenn man so",
    "end": 2481.0
  },
  {
    "start": 2481.0,
    "text": "Es ist so, ja, also da einfach schnell sein, agil sein, wenn man die Idee hat, das ganze irgendwie auch, man muss es nicht perfekt umsetzen, aber zumindest mal drüber nachdenken, das mit einem Patentanwalt durchzusprechen, weil es kann am Ende des Tages ein entscheidender Wurf sein.",
    "end": 2494.0
  },
  {
    "start": 2494.0,
    "text": "Gerade bei Ihnen, in diesem technologisch sehr anspruchsvollen Umfeld, klar, da spielt das Thema",
    "end": 2498.0
  },
  {
    "start": 2498.0,
    "text": "Patentschutz und",
    "end": 2499.0
  },
  {
    "start": 2499.0,
    "text": "sage mal Schutz des eigenen geistigen Eigentums,",
    "end": 2501.0
  },
  {
    "start": 2501.0,
    "text": "natürlich eine relativ große Rolle.",
    "end": 2503.0
  },
  {
    "start": 2503.0,
    "text": "Ja, ich glaube, das ist aber auch vielleicht,",
    "end": 2505.0
  },
  {
    "start": 2505.0,
    "text": "den Übergreifen der Fall, dass einfach Märkte sich oder Unternehmen sich auch zusammenschließen, zentralisieren. Vieles wird irgendwie übersichtlicher, wenn man so will. Viele große Marktbegleiter schließen sich irgendwo zusammen, um mehr Wettbewerbsstärke zu haben.",
    "end": 2519.0
  },
  {
    "start": 2519.0,
    "text": "Und da ist es, glaube ich, brauche einen Übergreifen einfach so, wenn ich mich irgendwie durchsetzen will, dann muss ich mich auch gegen große behaupten und was ist dabei mein großer Vorteil, Agilität, Dynamik und das mir auch irgendwo schützen zu lassen. Ansonsten ist es, glaube ich, heutzutage egal in welchem Markt, schwierig am Leben zu bleiben.",
    "end": 2535.0
  },
  {
    "start": 2535.0,
    "text": "Ja, vielen Dank. Eine allerletzte Frage möchte ich Ihnen stellen, Herr Opitz.",
    "end": 2539.0
  },
  {
    "start": 2539.0,
    "text": "Jetzt glaube ich, dass ganz viele Mittelständler wissen, dass Veränderung notwendig",
    "end": 2543.0
  },
  {
    "start": 2543.0,
    "text": "ist",
    "end": 2543.0
  },
  {
    "start": 2543.0,
    "text": "tun sich dann aber mit der Umsetzung ungeheuer schwer und",
    "end": 2548.0
  },
  {
    "start": 2548.0,
    "text": "hadern und stolpern und machen vielleicht auch manchmal eine halbe oder eine ganze Rolle rückwärts.",
    "end": 2553.0
  },
  {
    "start": 2553.0,
    "text": "die ich glaube,",
    "end": 2553.0
  },
  {
    "start": 2553.0,
    "text": "glaube ich, gibt es auch zu Hauf. Was würden Sie denn anderen Unternehmerinnen oder Unternehmern raten,",
    "end": 2559.0
  },
  {
    "start": 2559.0,
    "text": "die auf der einen Seite Wachstum wollen und Sie haben das ja selber gesagt, Wachstum war in erster Linie erstmal eine Entscheidung.",
    "end": 2564.0
  },
  {
    "start": 2564.0,
    "text": "Also die auch entscheiden, ich will wachsen und gleichzeitig aber ein bisschen die Sorge auch haben, Kultur, Identität zu verlieren, wenn sie wachsen.",
    "end": 2574.0
  },
  {
    "start": 2574.0,
    "text": "Was wäre Ihr Ratschlag an solche Unternehmerinnen und Unternehmer, die ein Stück weit sich im Moment vielleicht mit dieser Frage beschäftigen?",
    "end": 2581.0
  },
  {
    "start": 2581.0,
    "text": "gleich mal einsteigen, Erwartungshaltungsmanagement. Ich bin jetzt, ich habe ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Ich weiß auch nicht, ob wir hier alles richtig machen, aber was mir auf jeden Fall geholfen hat dabei ist,",
    "end": 2591.0
  },
  {
    "start": 2591.0,
    "text": "man sich eben wirklich mal hinsetzt und sich klar darüber wird, wo man hin will. Und mal im Kleinen, meinetwegen für die nächsten fünf Jahre, wo sehe ich dieses Unternehmen in den nächsten fünf Jahren, wo wollen wir uns hin entwickeln? Und in der Schlussfolgerung dann auch gleich, wo stehen wir jetzt? Was sind unsere Stärken? Was können wir? Was ist vielleicht etwas, was wir erhalten wollen? Also hinsichtlich beispielsweise Kultur. Was soll einfach weiter hinleben? Und dann habe ich eben diesen Status quo, dieses Jetztbild und ich habe das Zielbild",
    "end": 2623.0
  },
  {
    "start": 2624.0,
    "text": "und es wirkt dann erstmal okay, wie eine große Herausforderung dahin zu kommen. Aber wenn ich das dann zerstückele, also wenn ich das in kleine Teilziele, in kleine",
    "end": 2633.0
  },
  {
    "start": 2633.0,
    "text": "übersetze, dann ist es auf einmal gar nicht mehr so unüberwindbar, sondern es wirkt dann auf einmal wie ein Plan, wie ein Fahrplan. Und",
    "end": 2642.0
  },
  {
    "start": 2642.0,
    "text": "ist etwas, was mir persönlich zumindest sehr geholfen hatte bei einfach dieses, wie gesagt, dieses Spannungsfeld aus Wachstum und Profitabilität trotzdem aufrecht erhalten und so weiter. Was mir dabei einfach geholfen hat, weil man einfach dann gewisse Entwicklung auch von einem anderen Hintergrund einordnen kann. Also wenn wir beispielsweise jetzt mal ein schlechtes Monatsergebnis haben, dann kann ich das so einordnen, dass ich sage, ja, diesen Monat war es schlecht, weil wir da und da investiert haben, um das zukünftige Wachstum in Ressourcen, Assets und so weiter überhaupt managen zu können. Und dann ist das für mich irgendwie greifbar und klar, weil ich habe ein großes Ziel vor Augen. Und wie gesagt, das hat mir einfach geholfen und klingt so ein bisschen profan, aber das wirklich einfach mal zu manifestieren, mal runter zu schreiben und so seine Steps daraus zu schließen, was muss ich alles erreichen, was muss ich dafür machen, um das zu erreichen, vielleicht auch zu erhalten. Kann ja bei Kultur eben die Frage sein, was ist mir an der Kultur wichtig, was leben wir jetzt schon, was wollen wir erhalten und was müssen wir auch dann wieder die Frage, was müssen wir dafür tun, um das erhalten zu können und das nicht auf dem Weg zu verlieren.",
    "end": 2700.0
  },
  {
    "start": 2700.0,
    "text": "Super,",
    "end": 2700.0
  },
  {
    "start": 2700.0,
    "text": "fantastisch. Vielen, vielen Dank Herr Opitz für das offene und auch wirklich spannende Gespräch und",
    "end": 2706.0
  },
  {
    "start": 2706.0,
    "text": "all die Anhaltspunkte,",
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  {
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    "text": "ich",
    "end": 2708.0
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  {
    "start": 2708.0,
    "text": "nicken kann und sagen kann, ja Sie haben Recht, Sie haben die Weisheit nicht mit Löffeln geflessen, ja Sie haben auch Recht, Sie werden auch Fehler machen, wie jedes Unternehmen und jede Unternehmer macht, Fehler macht. Aber ich",
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  {
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    "text": "vieles von dem, was Sie sagen, ist zumindest mein persönlicher Eindruck,",
    "end": 2722.0
  },
  {
    "start": 2722.0,
    "text": "schon in die absolut richtige Richtung und auch das, wie ich viele dieser Fragen wahrscheinlich",
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  },
  {
    "start": 2726.0,
    "text": "beantworten würde, wenn ich in Ihrer Situation wäre. Von dem her, vielen, vielen Dank für die Einblicke, für das Teil in Ihrer Sichtweisen, vielen Dank auch,",
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  {
    "start": 2733.0,
    "text": "ich einen Einblick bekommen habe in Ihren Unternehmen,",
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    "start": 2735.0,
    "text": "Super, gerne. Mir",
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  {
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    "text": "spannend. Danke, vielen Dank.",
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  {
    "start": 2738.0,
    "text": "Super, gerne, super gerne wieder. Wir sitzen ja an A7 direkt, Autobahnabfahrt ist nicht so weit entfernt, also wenn man mal wieder vorbei kommen will, herzlichst eingeladen auf den Kaffee.",
    "end": 2747.0
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    "start": 2747.0,
    "text": "Das",
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    "text": "Sie nicht zweimal sagen,",
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    "text": "Ah nee, Kaffee nicht nur Wasser, aber...",
    "end": 2750.0
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  {
    "start": 2752.0,
    "text": "Ja, liebe Hörerinnen und liebe Hörer, ich hoffe, Sie konnten aus der Folge genauso viele Impulse mitnehmen wie ich. Ich will nochmal zwei, drei Dinge aufgreifen, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, ein paar Stichworte. Dynamik, Agilität, die Bedeutung von Kultur,",
    "end": 2764.0
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  {
    "start": 2764.0,
    "text": "Wichtigkeit eines guten Teams, welches sozusagen mit auf dieser Reise ist",
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    "start": 2768.0,
    "text": "alles beginnt mit dem Bewusstsein, dass man sich entwickeln muss und einer ganz bewussten Entscheidung für Wachstum. Und ich finde, der Satz Wachstum ist in erster Linie mal eine Entscheidung, ist ein wirklich ganz toller Satz. Und auf der anderen Seite dann auch die Frage, wie komme ich da hin, ein sehr klares Ziel und dann dieses Ziel in viele kleine Schritte",
    "end": 2787.0
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  {
    "start": 2787.0,
    "text": "runterbrechen. Ganz toll, ich habe viel mitgenommen, ich hoffe, Ihnen geht es ähnlich.",
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    "start": 2791.0,
    "text": "Und wenn Ihnen Inside Packaging gefällt, dann abonnieren Sie den Podcast gerne, empfehlen Sie ihn weiter. Über eine Bewertung, am liebsten natürlich mit fünf Sternen auf den gängigen Plattformen freue ich mich sehr. Sollten Sie kritisches Feedback haben, Themen oder Gastvorschläge einbringen wollen, schreiben Sie mir gerne. Über LinkedIn oder über meine Website bin ich jederzeit gerne für Sie erreichbar. Bis zur nächsten Folge von Inside Packaging und denken Sie daran, Inside Packaging war gute Verpackung, nur mit der Bereitschaft zur Veränderung Zukunft hat.",
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    "text": "",
    "end": 2842.0
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