[
  {
    "start": 0.0,
    "text": "Veränderung bedeutet immer erst mal Unsicherheit,",
    "end": 3.0
  },
  {
    "start": 3.0,
    "text": "und ich glaube, es ist ganz wichtig,",
    "end": 5.0
  },
  {
    "start": 5.0,
    "text": "man durch eine Veränderung eben auch",
    "end": 9.0
  },
  {
    "start": 9.0,
    "text": "Mehrwert bei den Leuten schafft",
    "end": 11.0
  },
  {
    "start": 17.0,
    "text": "Inside Packaging. Ein Podcast von Thomas Schmidt",
    "end": 21.0
  },
  {
    "start": 27.0,
    "text": "bei Inside Packaging, dem Podcast für",
    "end": 29.0
  },
  {
    "start": 29.0,
    "text": "Entscheiderinnen und Entscheider aus der Verpackungsindustrie. Mein Name ist Thomas Schmidt und heute bin ich zu Gast bei Andrej und Ankatrin Walter von MK-Versuchsanlagen in Mückhe im wunderschönen Vogelsbergkreis. Wir wollen heute über die Frage sprechen, wie sich ein familiengeführtes Unternehmen weiter entwickeln kann, ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren. Denn viele mittelständische Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, bewährt es zu bewahren und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir sprechen darüber, wie Nachfolge und Generationswechsel in der Praxis gestaltet werden können, welche kulturellen Veränderungen mit Wachstum und Internationalisierung einhergehen und warum es manchmal Mut braucht, bestehende Denkweisen und Strukturen weiterzuentwickeln. Außerdem interessiert mich, wie MK-Versuchsanlagen den Spagat zwischen Tradition und Transformation meistert. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem international erfolgreichen Spezialisten entwickelt und verfolgt dabei einen Weg, der heute eher selten geworden ist, eine außergewöhnlich hohe Wertschöpfungstiefe und ein klares Bekenntnis zu technischer Kompetenz im eigenen Haus. Wir sprechen darüber, warum dieses Modell aus Sicht der Familie Walter auch heute noch ein strategischer Vorteil sein kann, welche Herausforderungen damit verbunden sind und welche Entscheidungen notwendig sind, um ein traditionsreiches Familienunternehmen erfolgreich in",
    "end": 104.0
  },
  {
    "start": 104.0,
    "text": "nächste Generation zu führen. Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch, sage herzlich willkommen bei Inside Packaging, Frau Walter, Herr Walter und vielen Dank, dass ich heute bei Ihnen in Mücke zu Gast sein darf.",
    "end": 114.0
  },
  {
    "start": 114.0,
    "text": "Ja,",
    "end": 115.0
  },
  {
    "start": 115.0,
    "text": "Dank auch",
    "end": 116.0
  },
  {
    "start": 116.0,
    "text": "Ihren Besuch heute hier. Und wir freuen uns natürlich, dass wir etwas über uns erzählen dürfen.",
    "end": 121.0
  },
  {
    "start": 121.0,
    "text": "Sie haben uns schon schön vorgestellt. Mein Name ist Anne-Kathrin Walter. Ich",
    "end": 126.0
  },
  {
    "start": 126.0,
    "text": "das Unternehmen seitdem ich auf der Welt bin. Das Unternehmen wurde 1988 von meinem Vater gegründet. Und",
    "end": 134.0
  },
  {
    "start": 134.0,
    "text": "natürlich wurde ich mein Leben lang immer wieder auch mit Aussagen oder der Frage gar nicht unbedingt aus der Familie intern konfrontiert, aber immer wieder damit in Verbindung gebracht und übernimmst du das mal vom Papa. Das ist so die typische Frage gewesen. Und",
    "end": 150.0
  },
  {
    "start": 150.0,
    "text": "tatsächlich war mein ursprünglicher Plan,",
    "end": 153.0
  },
  {
    "start": 153.0,
    "text": "Tierärztin zu werden, bis ich dann tatsächlich das Praktikum beim Tierärzt gemacht habe und gemerkt habe, dass ich sehr, sehr schnell sehr viele Tiere adoptieren würde. Und das wahrscheinlich sehr herausfordernd, unter anderem auch finanziell geworden wäre.",
    "end": 168.0
  },
  {
    "start": 168.0,
    "text": "Und habe mich dann naheliegend nach dem Abitur für ein BWL-Studium entschieden.",
    "end": 174.0
  },
  {
    "start": 174.0,
    "text": "habe",
    "end": 175.0
  },
  {
    "start": 175.0,
    "text": "dieser Zeit auch sehr schnell gemerkt, dass man sich Prozesse sehr interessieren, Optimierungen, Fragestellungen, Herausforderungen an sich.",
    "end": 187.0
  },
  {
    "start": 187.0,
    "text": "Und jemand, den er eben verändert. Es war schon immer was, was",
    "end": 189.0
  },
  {
    "start": 189.0,
    "text": "interessiert hat. Wenn jemand gesagt hat, irgendwas geht nicht, dann war das schon immer so, dass ich viel darüber",
    "end": 194.0
  },
  {
    "start": 194.0,
    "text": "habe, dass es eigentlich so nicht sein kann. Also man kann immer irgendwas verändern. Und",
    "end": 201.0
  },
  {
    "start": 201.0,
    "text": "bin dann",
    "end": 202.0
  },
  {
    "start": 202.0,
    "text": "ein Praktikum bei Fraport im Risikomanagement und Qualitätsmanagement",
    "end": 206.0
  },
  {
    "start": 206.0,
    "text": "mein Masterstudium gegangen, Wirtschaftsingenieurwesen. Hierfür musste ich erstmal",
    "end": 211.0
  },
  {
    "start": 211.0,
    "text": "technische Module nachholen, um mich später auch Wirtschaftsingenieurin nennen zu dürfen, da ich vor natürlich den Fokus auf die Wirtschaft hatte. Hab das innerhalb von dem ersten Semester dann gemacht und dann ja auch in der Regelstudienzeit den Master in Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen. Bin über einen",
    "end": 232.0
  },
  {
    "start": 232.0,
    "text": "der externe eigentlich war und immer für bestimmte Vorlesungen nur bei uns am Campus.",
    "end": 240.0
  },
  {
    "start": 240.0,
    "text": "HR tatsächlich, darauf gestoßen oder hab das Angebot bekommen, nach einem Persönlichkeitstest, den wir bei ihm machen durften und einem sehr langen Gespräch. Meine Masterarbeit über die Familiennachfolge",
    "end": 252.0
  },
  {
    "start": 252.0,
    "text": "schreiben und auch wirklich aus Sicht eines",
    "end": 255.0
  },
  {
    "start": 255.0,
    "text": "Kindes und wenn man vor der Entscheidung steht und hat mich in dieser Zeit sehr viel mit André auch aufgetauscht, selbst auch Unternehmerkind und was für Herausforderungen oder Gedanken damit einhergehen. Und",
    "end": 269.0
  },
  {
    "start": 269.0,
    "text": "bin dann irgendwann bei meinem Vater gewesen, hab gesagt hier,",
    "end": 275.0
  },
  {
    "start": 275.0,
    "text": "würde eigentlich gerne direkt nach dem Studium ins Unternehmen kommen, aber nur wenn du mich auch für geeignet hältst. Also ich will ja nicht einfach nur arbeiten, sondern ich möchte irgendwann das Unternehmen auch gerne führen und leiten. Und hab gesagt, du brauchst mir jetzt keine Antwort geben, aber denk drüber nach. Und ja, so war dann mein Einstieg. Prinzip dann hier.",
    "end": 294.0
  },
  {
    "start": 294.0,
    "text": "so sitzen Sie heute hier.",
    "end": 296.0
  },
  {
    "start": 296.0,
    "text": "Genau.",
    "end": 297.0
  },
  {
    "start": 297.0,
    "text": "Also erst mal",
    "end": 298.0
  },
  {
    "start": 298.0,
    "text": "Dank für das Teilen Ihrer Geschichte bis hierhin sozusagen und",
    "end": 302.0
  },
  {
    "start": 302.0,
    "text": "Industrieperspektive gesprochen kann ich sagen, Gott sei Dank sind Sie nicht Tierärztin",
    "end": 306.0
  },
  {
    "start": 306.0,
    "text": "geworden. Es geht an komponenten Frauen in der Industrie,",
    "end": 309.0
  },
  {
    "start": 309.0,
    "text": "dem er,",
    "end": 310.0
  },
  {
    "start": 310.0,
    "text": "bin ich ganz froh, dass ihr Lebensweg",
    "end": 311.0
  },
  {
    "start": 311.0,
    "text": "eine andere Richtung eingeschlagen hat, auch wenn es für die Tiere vielleicht besser gewesen",
    "end": 315.0
  },
  {
    "start": 315.0,
    "text": "wäre, die Ziele werden",
    "end": 316.0
  },
  {
    "start": 316.0,
    "text": "Medizinerin geworden. Ja, Herr Walter, vielleicht sagen Sie gerne ein paar Sätze noch zu sich.",
    "end": 321.0
  },
  {
    "start": 321.0,
    "text": "Ihre Frau hat schon ein bisschen Bezug darauf genommen,",
    "end": 323.0
  },
  {
    "start": 323.0,
    "text": "ich freue mich auch ein bisschen mehr von Ihnen zu erfahren.",
    "end": 326.0
  },
  {
    "start": 326.0,
    "text": "Ja genau, Herzlichen Willkommen erstmal bei uns in Mückge in Mittelhessen",
    "end": 329.0
  },
  {
    "start": 329.0,
    "text": "Vielen Dank.",
    "end": 329.0
  },
  {
    "start": 329.0,
    "text": "auch lieben Dank, dass Sie uns an Ihrem Podcast",
    "end": 332.0
  },
  {
    "start": 332.0,
    "text": "lassen.",
    "end": 333.0
  },
  {
    "start": 333.0,
    "text": "Sehr",
    "end": 333.0
  },
  {
    "start": 333.0,
    "text": "Chance bekommt man ja auch nicht jeden Tag.",
    "end": 335.0
  },
  {
    "start": 335.0,
    "text": "Von der ganz",
    "end": 336.0
  },
  {
    "start": 336.0,
    "text": "kurz zu mir, Andre Walter ist mein Name,",
    "end": 338.0
  },
  {
    "start": 338.0,
    "text": "hast ja schon kurz angesprochen, bin auch Unternehmerkind, bin also ähnlich aufgewachsen wie die Anne Katrin, meine Eltern waren selbstständig zu einer anderen Branche,",
    "end": 346.0
  },
  {
    "start": 346.0,
    "text": "dann nach dem Abitur studieren gegangen, bin Bewähler von Haus aus, habe dann noch ein Studium im Bereich Supply Chain Logistik nachgeholt und in dem Rahmen das erste Mal mit der Pharmaindustrie, was ja eine unserer Endkundenindustrie ist, in Berührung gekommen.",
    "end": 359.0
  },
  {
    "start": 359.0,
    "text": "Das fand ich dann so spannend,",
    "end": 362.0
  },
  {
    "start": 362.0,
    "text": "ich letztlich nach dem Studium den Weg in die Unternehmensberatung gewählt habe, aber immer mit dem Fokus der Zielindustrie Pharma, Biotechnologie, Life Science und so ein Stück weit auch Maschinenanlagenbau.",
    "end": 372.0
  },
  {
    "start": 372.0,
    "text": "Hab da viele unserer heutigen Kunden auch damals schon beraten im Bereich Prozessorganisation, Business-Transformation",
    "end": 379.0
  },
  {
    "start": 380.0,
    "text": "und",
    "end": 380.0
  },
  {
    "start": 380.0,
    "text": "dann über die Jahre eben",
    "end": 382.0
  },
  {
    "start": 382.0,
    "text": "verschiedene Beratungsprojekte gegangen, habe mich in der Zwischenzeit mit Anne Katrin, wie sie eben schon gesagt, immer wieder ausgetauscht, auch mit meinem Schwiegervater, der an gewissen Entscheidungspunkten immer meine Meinung",
    "end": 394.0
  },
  {
    "start": 394.0,
    "text": "hat und mir auch schon immer mitgegeben hat. Wenn die Beratung nichts mehr für dich ist, dann nehmen wir dich gerne ein Unternehmen auf",
    "end": 400.0
  },
  {
    "start": 400.0,
    "text": "so hat sich die Situation entwickelt bis zum gewissen Zeitpunkt, wo eine relativ große oder eine Transformation bevorstand und ich dann letztlich den Zeitpunkt gewählt habe, um in die Industrie zu wechseln, um das Ganze mal von der anderen Seite zu sehen, aber natürlich auch",
    "end": 416.0
  },
  {
    "start": 416.0,
    "text": "Familienunternehmen mitzubegleiten, um für die Zukunft aufzustellen.",
    "end": 420.0
  },
  {
    "start": 420.0,
    "text": "Vielen Dank, ganz spannend. Jetzt haben Sie schon ein bisschen auch das Unternehmen angerissen. Ich glaube, es ist gut, wenn einer von Ihnen beiden",
    "end": 427.0
  },
  {
    "start": 427.0,
    "text": "ganz kurz auch was zum Unternehmen sagt. Gründungsjahr haben wir gehört, Ihr Vater hat das Unternehmen gegründet, Frau Walter das haben wir gehört, aber Sie haben jetzt angerissen,",
    "end": 434.0
  },
  {
    "start": 434.0,
    "text": "es unter anderem Kunden im Bereich Pharma gibt, die sie betreuen, aber gerne auch nochmal ein bisschen,",
    "end": 439.0
  },
  {
    "start": 439.0,
    "text": "sage mal umfassenderen Überblick über das Unternehmen und",
    "end": 442.0
  },
  {
    "start": 442.0,
    "text": "auch schon mal angerissen, was aus Ihrer Sicht das Unternehmen",
    "end": 444.0
  },
  {
    "start": 444.0,
    "text": "dem Spezialisten",
    "end": 446.0
  },
  {
    "start": 446.0,
    "text": "der es heute ist.",
    "end": 447.0
  },
  {
    "start": 447.0,
    "text": "Ja, sehr gerne. Also im KfB ist 38 Jahre alt, wir sind 1988 gegründet worden mit dem Standort damals in Grünberg, also ein paar Kilometer von dem heutigen Hauptsitz entfernt.",
    "end": 462.0
  },
  {
    "start": 462.0,
    "text": "Wir sind prinzipiell",
    "end": 462.0
  },
  {
    "start": 462.0,
    "text": "zwei Divisionen unterwegs. Der eine im Bereich Rheinraum, Sonderanlagenbau, dort sind wir relativ spezialisiert. Wir haben Kunden, führende Kunden und Universitäten, Forschungseinrichtungen weltweit, also sowohl in Europa als auch USA,",
    "end": 478.0
  },
  {
    "start": 478.0,
    "text": "auch Unternehmen aus der Halbleitindustrie, wo wir Rheinraume anbauen, aber auch mit halbfreie Anlagen, sprich Nasswerkbänke.",
    "end": 483.0
  },
  {
    "start": 483.0,
    "text": "auf der anderen Seite haben wir die",
    "end": 486.0
  },
  {
    "start": 486.0,
    "text": "wir führende Pharma- und Live-Science-Unternehmen im Bereich der Handschuhe oder Integritätstestung begleiten, sprich überall dort, wo steril, aseptisch Medikamentenabfüllung stattfindet, gibt es gesetzliche Regularien, die sowohl den Mensch als auch den Impfstoff, die Medikamente vor Verunreinigung schützen und genau an der Schnittstelle",
    "end": 506.0
  },
  {
    "start": 506.0,
    "text": "wir unsere Produkte, sowohl in der Hardware als auch in der Software, sodass wir eigentlich eine Komplettlösung",
    "end": 514.0
  },
  {
    "start": 514.0,
    "text": "diesem Umfeld anbieten können.",
    "end": 517.0
  },
  {
    "start": 517.0,
    "text": "Eine Rückfrage oder eine andere Halbrückfrage,",
    "end": 520.0
  },
  {
    "start": 520.0,
    "text": "groß ist das Unternehmen heute, wie viele Mitarbeiter sind es und wenn ich es richtig sehe,",
    "end": 524.0
  },
  {
    "start": 524.0,
    "text": "aufgrund der Märkte, die sie bedienen, ja, ein enorm internationales Umfeld, in dem sie unterwegs sind, das sehe ich richtig.",
    "end": 530.0
  },
  {
    "start": 530.0,
    "text": "Absolut, das sehen sie richtig. Wir sind aktuell zwischen 230 und 250 Mitarbeiter mit",
    "end": 535.0
  },
  {
    "start": 535.0,
    "text": "Standorten, in Möcke, der Hauptsitz, in Dublin, in Erland und in Phoenix, Arizona, in den USA. Aktuell sind wir in der Gründung mit einem weiteren Standort in Indien, weil wir eine relativ klare, kundenzentrierte Strategie verfolgen, sodass wir die Kernmärkte mit eigenen Niederlassungen besetzen, um eben relativ nah am Kunden zu sein, auch von dem Serviceaspekt. Das heißt, wir folgen eigentlich der Philosophie nur, wenn wir den Kunden lokal verstehen, dann können wir ihn global betreuen. Und da unsere Pharma-Inkunden eben sehr global aufgestellt sind, hat uns das Konzept oder die Strategie",
    "end": 568.0
  },
  {
    "start": 568.0,
    "text": "letzten Jahre eigentlich sehr gut getan und das führen wir auch sofort.",
    "end": 571.0
  },
  {
    "start": 571.0,
    "text": "Super, vielen Dank.",
    "end": 572.0
  },
  {
    "start": 572.0,
    "text": "Internationalisierung in 38 Jahren zu einem Unternehmen mit 230, 240, 250 Menschen zu wachsen,",
    "end": 579.0
  },
  {
    "start": 579.0,
    "text": "darf schon sagen, das ist offensichtlich eine Erfolgsgeschichte, sonst wären sie nicht da, wo sie heute sind. Jetzt ist mit Ihnen die nächste Generation im Unternehmen mit dabei,",
    "end": 588.0
  },
  {
    "start": 588.0,
    "text": "und führt die Geschicke des Unternehmens, so ein Unternehmen ist ja sehr, sehr stark durch seine Geschichte und durch seine Wurzeln auch irgendwo geprägt. Ich bin sicher, Ihr Vater",
    "end": 598.0
  },
  {
    "start": 598.0,
    "text": "an vielen Stellen seine Fußspuren hinterlassen haben, im positiven Sinne Wurzeln gelegt haben, von denen das Unternehmen heute auch noch zehrt und wächst. Wie gelingt es Ihnen denn, diese Identität auf der einen Seite zu bewahren und gleichzeitig das Unternehmen weiter zu entwickeln, weil",
    "end": 614.0
  },
  {
    "start": 614.0,
    "text": "Ihre Märkte werden ja hochdynamisch sein?",
    "end": 617.0
  },
  {
    "start": 617.0,
    "text": "gelingt es? Wie machen Sie es?",
    "end": 618.0
  },
  {
    "start": 619.0,
    "text": "Ja genau, also das ist eines der Dinge, die uns würde ich auch sagen auszeichnet, es ist wirklich familiäre Werte,",
    "end": 627.0
  },
  {
    "start": 627.0,
    "text": "denen wir eben auch aufgewachsen sind, also sowohl André und seiner Familie als auch ich, Loyalität, Integrität, auch der Zusammenhalt",
    "end": 636.0
  },
  {
    "start": 636.0,
    "text": "natürlich bedeutet das aber auch immer Tradition. Das ist natürlich schön, dass wir gewisse traditionelle Werte haben. Ihr größte Herausforderung für viele Menschen ist, ich kenne ja gar nicht mehr jeden, mir begegnen Leute auf dem Flur, die habe ich jetzt vorher noch nicht gesehen und ich arbeite hier jetzt schon sehr lange",
    "end": 653.0
  },
  {
    "start": 653.0,
    "text": "das natürlich ein schmaler Grad, also dann auch diese Menschen eben mitzunehmen.",
    "end": 661.0
  },
  {
    "start": 661.0,
    "text": "gelingt uns, würde ich sagen, größtenteils sehr gut. Manchmal ist es natürlich auch so, dass man Menschen auf diesem Weg auch verliert",
    "end": 671.0
  },
  {
    "start": 671.0,
    "text": "und ich kann nicht nur, weil ich etwas immer so gemacht habe, auch zukünftig so weitermachen, wenn es einfach nicht mehr zu einem passt. Das ist auch was, was Familien ausmacht, man verändert sich und das ist das mit Unternehmen auch. Man muss sich verändern, man muss sich an neue Märkte, an neue Herausforderungen",
    "end": 690.0
  },
  {
    "start": 690.0,
    "text": "und eben auch gestalten und das ist eben so einer der Kernpunkte, die uns wichtig ist und uns hilft da hauptsächlich eben auch die Transparenz, also ehrlich Transparenz zu kommunizieren, Probleme offen und ehrlich anzusprechen und",
    "end": 707.0
  },
  {
    "start": 707.0,
    "text": "da eben auch zu sagen, das ist der Weg den wir gehen müssen und manchmal ist es dann auch so, wenn das bedeutet, dass sich Wege trennen, dann",
    "end": 718.0
  },
  {
    "start": 718.0,
    "text": "das auch dazu, weil wir letztendlich, das Hauptziel natürlich, alle Unternehmen",
    "end": 723.0
  },
  {
    "start": 723.0,
    "text": "Fokus haben.",
    "end": 724.0
  },
  {
    "start": 724.0,
    "text": "Klar, es geht im Grunde um das Unternehmen weiter zu",
    "end": 726.0
  },
  {
    "start": 726.0,
    "text": "und die Sicherheit und Prosperität des Unternehmens sicherzustellen.",
    "end": 730.0
  },
  {
    "start": 730.0,
    "text": "Jetzt mutmaße ich, dass",
    "end": 731.0
  },
  {
    "start": 731.0,
    "text": "den 230, 240 auch ganz viele wahrscheinlich schon sehr, sehr lange dabei sind.",
    "end": 736.0
  },
  {
    "start": 736.0,
    "text": "Ich finde immer, Kerne im Mittelstand ist ja eine sehr hohe Loyalität und Treue den Mitarbeitern gegenüber und auf der anderen Seite hat man in der Regel sehr loyale Mitarbeiter, die auch das Unternehmen über viele Jahre begleiten. Jetzt",
    "end": 748.0
  },
  {
    "start": 748.0,
    "text": "dann erst sie und dann sie zusätzlich noch mit ins Unternehmen hineingekommen. Die Mitarbeiter stellen dann irgendwie fest, okay, die sind nicht nur Jünger, sondern die wollen auch hier und da Dinge anders machen.",
    "end": 758.0
  },
  {
    "start": 758.0,
    "text": "haben sie diesen Einstieg ins Unternehmen vielleicht jeweils",
    "end": 762.0
  },
  {
    "start": 762.0,
    "text": "auch",
    "end": 762.0
  },
  {
    "start": 762.0,
    "text": "erlebt. Wie groß war die Offenheit im Unternehmen für neue Denkweisen, neue Sichtweisen? Sie haben ja gesagt, diese Werte, mit denen sie groß geworden sind, denen fühlen sie sich auch nach wie vor verpflichtet. Ich finde, das spürt man hier auch und trotzdem kommt man ja auch",
    "end": 776.0
  },
  {
    "start": 776.0,
    "text": "Idee, wie man die Dinge gestalten und vorantreiben möchte.",
    "end": 779.0
  },
  {
    "start": 779.0,
    "text": "Wie haben Sie den Einstieg wahrgenommen? Wie groß war die Offenheit? Wie groß waren vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle die Vorbehalte? Vielleicht können Sie da gerne beide auch noch mal ein bisschen was dazu sagen.",
    "end": 789.0
  },
  {
    "start": 789.0,
    "text": "anfangen, weil ich zuerst gekommen bin, wenn wir so ein bisschen das Zeitgeschehen uns angucken. Also wir sind tatsächlich sehr, sehr schnell gewachsen. Das heißt, viele Mitarbeitende sind definitiv,",
    "end": 802.0
  },
  {
    "start": 802.0,
    "text": "jetzt noch nicht seit 1988 bei uns im Unternehmen.",
    "end": 804.0
  },
  {
    "start": 804.0,
    "text": "haben in 2016, 17, 18 und auch 2019 sehr großen Wachstum erfahren und der ging auch mit Wachstumsschmerzen einher, weil wir eben",
    "end": 816.0
  },
  {
    "start": 817.0,
    "text": "hohes Auftragsaufkommen hatten, aber mit den Bestandsmitarbeitenden das gar nicht alles erfüllen konnten. Das heißt, es wurden sehr viele Mitarbeitende eingestellt. Wir haben aber zu diesen Zeitpunkten",
    "end": 833.0
  },
  {
    "start": 833.0,
    "text": "Prozesse erst mal außer Acht gelassen, weil man hauptsächlich eben mit diesem starken Wachstum sich beschäftigt hat und damit eben irgendwie auch den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Und ich bin dann Ende 2017, Anfang 2018,",
    "end": 848.0
  },
  {
    "start": 848.0,
    "text": "voll ins Unternehmen mit eingestiegen, erst mal im Bereich Qualitätsmanagement.",
    "end": 852.0
  },
  {
    "start": 852.0,
    "text": "sehr schöner Bereich, um sich eben im Überblick oder flächendeckend eben auch Eindrücke zu sammeln. Und",
    "end": 859.0
  },
  {
    "start": 859.0,
    "text": "dann haben wir in 2021",
    "end": 862.0
  },
  {
    "start": 862.0,
    "text": "externen Berater in zugezogen, tatsächlich hauptsächlich auf den Input von meinem Vater hin,",
    "end": 871.0
  },
  {
    "start": 871.0,
    "text": "gesagt hat, hier irgendwie wir müssen irgendwie was tun, irgendwas müssen schauen, wir müssen irgendwie was verändern. Und",
    "end": 879.0
  },
  {
    "start": 879.0,
    "text": "der ist zu uns ins Unternehmen gekommen und wir sind eher durch einen Zufall in Kontakt gekommen und er hat mich dann gefragt, ob ich Interesse habe mit ihm eben gemeinsam das zu gestalten. Wir haben dann sehr, sehr viele Interviews mit Mitarbeitenden geführt,",
    "end": 895.0
  },
  {
    "start": 895.0,
    "text": "in der Summe mittlerweile um die 50 Stück. Die letzten haben wir im letzten Jahr geführt, von dem letzten Bereich, den wir eben mit der Strukturierung angegangen sind und",
    "end": 906.0
  },
  {
    "start": 906.0,
    "text": "einfach mal die Leute erzählen lassen. Und",
    "end": 908.0
  },
  {
    "start": 908.0,
    "text": "merkt man, wenn Entscheidungswege nicht klar sind, Prozesse nicht klar sind, dass",
    "end": 914.0
  },
  {
    "start": 914.0,
    "text": "auch einfach zu Unzufriedenheit und Effizienz auch führt. Und das tut auch vielleicht manchmal weh, diese Ehrlichkeit zu hören, aber ich finde das als extrem wichtig, um auch etwas verändern zu können.",
    "end": 925.0
  },
  {
    "start": 925.0,
    "text": "Und es für mich so ein Schlüsselwort eben dann auch zuzuhören,",
    "end": 928.0
  },
  {
    "start": 928.0,
    "text": "auch Meinungen zuzulassen. Das heißt nicht, dass ich später auch so entscheiden muss, aber trotzdem gibt es mir eben die Möglichkeit, auch ganz anders Situationen zu sehen. Und",
    "end": 941.0
  },
  {
    "start": 941.0,
    "text": "und dann haben wir erst in Produktionsbereichen, die ich ja auch mittlerweile",
    "end": 945.0
  },
  {
    "start": 945.0,
    "text": "für Antworten angefangen, Prozesse effizient dazu gestalten und",
    "end": 950.0
  },
  {
    "start": 950.0,
    "text": "irgendwann sind wir in den Punkt gestoßen, wir haben gesagt, wir müssen auch unbedingt was im Vertrieb tun. Und dann hat sich das glücklicherweise mit Andréa geben. Und ich glaube an der Stelle kannst du ganz gut einsteigen und erzählen, wieso das bei dir war.",
    "end": 965.0
  },
  {
    "start": 965.0,
    "text": "ich glaube, prinzipiell gehen ja einige davon aus, dass Tradition und Veränderungen im Gegensatz mit sich bringt, was bei uns aber nicht der Fall ist, sondern wir sehen das eigentlich zusammen.",
    "end": 974.0
  },
  {
    "start": 974.0,
    "text": "Tradition und Veränderung gehen bei uns oder müssen bei uns, glaube ich, auch Hand in Hand gehen,",
    "end": 979.0
  },
  {
    "start": 979.0,
    "text": "sodass die Werte, die seit 38 Jahren im Unternehmen herrschen oder die Familienwerte, die Stabilität oder die Basis bilden für Qualität, für Zufallässigkeit, für langfristige Kundenbeziehungen.",
    "end": 991.0
  },
  {
    "start": 991.0,
    "text": "ist es aber auch so, dass ich die Märkte natürlich permanent ändern und die Kundenanforderungen steigen, hinsichtlich Digitalisierung, Servicekonzepten,",
    "end": 998.0
  },
  {
    "start": 998.0,
    "text": "auch Internationalisierung.",
    "end": 1000.0
  },
  {
    "start": 1002.0,
    "text": "Und es tatsächlich so ist, glaube ich, dass wir die Werte dafür als Grundlage nutzen, aber permanent eben Prozesse, Organisationsstrukturen und Produkte hinterfragen. Das heißt, der Grundgedanke, den behalten wir eigentlich bei",
    "end": 1016.0
  },
  {
    "start": 1016.0,
    "text": "transformieren uns aber immer ein Stück weit weiter unter den bestehenden",
    "end": 1021.0
  },
  {
    "start": 1021.0,
    "text": "und der bestehenden Kulturen.",
    "end": 1024.0
  },
  {
    "start": 1024.0,
    "text": "Bedeutet aber, weil Sie es auch angesprochen haben, wir haben natürlich viele erfahrene Mitarbeiter, auch etliche jüngere Mitarbeiter. Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass eine Vielzahl der erfahrenen Mitarbeiter offen sind für Veränderungen und sich genauso aktiv einbringen wie die jüngeren Mitarbeiter. Also da gibt es bei uns ganz wenige Ausnahmen, eigentlich fast keine, die nicht offen für die Veränderungen sind und ihre Ideen mit einbringen wollen und alle in die richtige Richtung gehen.",
    "end": 1050.0
  },
  {
    "start": 1050.0,
    "text": "Jetzt ist es ja so, vielen Dank, dass ja viele mittelständische Unternehmen vergleichbaren Herausforderungen auch stehen. Man ist technologisch getrieben, stark gewachsen, hat",
    "end": 1062.0
  },
  {
    "start": 1062.0,
    "text": "große Erfolge",
    "end": 1063.0
  },
  {
    "start": 1063.0,
    "text": "Markt und in den Branchen erzielt, die man hat. Und dann stellt man fest, wir müssen uns an der ein oder andere Stelle auf jeden Fall mal organisatorisch, Strukturen, Prozesse, vielleicht an der ein oder anderen Stelle auch kulturell, wenn die Internationalisierung noch mit reinkommt, ein bisschen anders aufstellen. Jetzt haben Sie schon angesprochen, Strukturen, Prozesse waren ein ganz wichtiger Punkt. Gab es denn darüber hinaus noch Veränderungen, wo Sie sagen, die waren eigentlich aus unserer Sicht zwingend notwendig,",
    "end": 1089.0
  },
  {
    "start": 1089.0,
    "text": "um das Unternehmen nach aktuellem Stand der Dinge, was man weiß, fit für die Zukunft zu machen? Oder war es nur in Anführungsstrichen immer noch ein riesiges Thema?",
    "end": 1098.0
  },
  {
    "start": 1098.0,
    "text": "waren es nur Strukturen und Prozesse oder gab es darüber hinaus weitergehende Veränderungen, wo Sie sagen,",
    "end": 1103.0
  },
  {
    "start": 1104.0,
    "text": "das wurde relativ schnell klar, dass wir an dem oder dem Punkt auch ein Hebel ansetzen müssen, wenn wir uns fit für die Zukunft machen wollen?",
    "end": 1111.0
  },
  {
    "start": 1111.0,
    "text": "Also ich glaube, eine Veränderung an sich",
    "end": 1113.0
  },
  {
    "start": 1113.0,
    "text": "ja schon eine gewisse Veränderungsbereitschaft mit, aber bei dem einen oder anderen Mitarbeiter natürlich auch in dem ersten Moment erst mal eine Unsicherheit, was völlig normal ist, was natürlich auch bei uns",
    "end": 1125.0
  },
  {
    "start": 1125.0,
    "text": "hat, weil man sagen muss, dass die Phase relativ kurz war von Verunsicherung. Und da war es, glaube ich, entscheidend, dass wir vor einigen Monaten die Rollen und Verantwortlichkeiten klar definiert haben, sowohl in der Geschäftsleitung als auch, was die Ebenen darunter angeht. Das heißt, das war, glaube ich, ein Kern in der Transformation zurückblickend, die ja schon im Moment länger läuft. Wir es aber dann geschafft haben, wirklich die Verantwortlichkeiten so zu regeln, dass die Mitarbeiter auch eine Sicherheit haben und das Ganze in einem neuen Organikram veröffentlicht haben, sodass es auch transparent wird.",
    "end": 1156.0
  },
  {
    "start": 1156.0,
    "text": "Wir hatten tatsächlich einen sehr starken Mindsetwechsel, also das muss man ganz klar sagen,",
    "end": 1162.0
  },
  {
    "start": 1162.0,
    "text": "wir angefangen haben mit der Umstrukturierung,",
    "end": 1165.0
  },
  {
    "start": 1165.0,
    "text": "mir sehr stark aufgefallen, dass",
    "end": 1167.0
  },
  {
    "start": 1167.0,
    "text": "Überlegungen, kann ich jetzt wirklich das sagen, was ich denke, Fehlerkultur, ein starkes Thema.",
    "end": 1173.0
  },
  {
    "start": 1173.0,
    "text": "Mein Vater hat sich",
    "end": 1174.0
  },
  {
    "start": 1174.0,
    "text": "2015, 2016 schon ziemlich zurückgezogen gehabt",
    "end": 1177.0
  },
  {
    "start": 1177.0,
    "text": "und eben auch, es gab eine andere Geschäftsleitung dann, die maßgeblich eben das Unternehmen geführt haben.",
    "end": 1184.0
  },
  {
    "start": 1184.0,
    "text": "Die Umstrukturierung haben eine externe Berater und ich hauptsächlich durchgeführt, auch ja mit meinem Vater im Hintergrund und",
    "end": 1193.0
  },
  {
    "start": 1193.0,
    "text": "ist eben auch stark aufgefallen, dass wir bei dem Wachstum einfach auch uns irgendwo ein Stück weit verloren haben, die Werte, die ich eigentlich kenne, mit denen ich auch aufgewachsen bin.",
    "end": 1202.0
  },
  {
    "start": 1202.0,
    "text": "das eine respektvolle Umgang,",
    "end": 1205.0
  },
  {
    "start": 1205.0,
    "text": "Integrität, habe ich von schon gesagt, Loyalität, also diese Themen. Und wenn es ist, ich habe Meeting und ich komme einfach pünktlich. Also das ist mir sehr stark aufgefallen, worauf ich besonders viel Wert lege, weil Pünktlichkeit auch ein Zeichen von Wertschätzung ist und wenn ich zum Beispiel merke, okay, ich schaffe irgendwas nicht rechtzeitig, dann gebe ich einfach Bescheid und lass nicht einfach jemanden warten oder schreib E-Mails, während jemand redet in einem Meeting. Das sind für mich alles solche Verhaltensweisen, die eben dazu führen, dass es auch so ein bisschen einreist. Und wenn man bei solchen Dingen nicht darauf achtet, dann hat man ganz schnell eine Organisation, die gewisse Werte einfach nicht mehr lebt, weil sie sie auch vielleicht nicht mehr so in der Intensität vorgelebt bekommen. Und",
    "end": 1251.0
  },
  {
    "start": 1251.0,
    "text": "ich dann angefangen habe, den Produktionsbereich eben auch zu übernehmen, ist mir dann auch aufgefallen, immer wenn ich frage, wie lange brauchen wir, was ist deine Einschätzung. Es hat sehr lange dauert, das Vertrauen aufzubauen, eine ehrliche Antwort zu erhalten. Also es war immer so eine Rückversicherung, wo ich dann gesagt habe, hey, ich frag euch was. Wenn ich dann einen Liefertermin festlege, dann ist es meine Entscheidung. Und ich komme hier nicht rein und reiß ich den Kopf ab. Also ich stehe vor euch, wenn es Ärger gibt. Das ist so was, das habe ich tatsächlich",
    "end": 1282.0
  },
  {
    "start": 1282.0,
    "text": "Fraport",
    "end": 1283.0
  },
  {
    "start": 1283.0,
    "text": "Ich",
    "end": 1285.0
  },
  {
    "start": 1285.0,
    "text": "stehe vor meinen Leuten, wenn ich irgendwie auch vielleicht mal Ärger abfangen muss, aber ich stehe auch hinter ihnen, wenn es Luft gibt, damit sie es empfangen können.",
    "end": 1293.0
  },
  {
    "start": 1293.0,
    "text": "Und",
    "end": 1294.0
  },
  {
    "start": 1294.0,
    "text": "selbst als Person zurückzunehmen und vielleicht auch mal zu schlucken und zu sagen, okay, ich als Person erfahre jetzt vielleicht eine Nachteil oder eine persönliche Niederlage in Anführungszeichen, aber leg einfach den Fokus aufs Gesamtbild. Und das hat für mich was ganz klar mit",
    "end": 1310.0
  },
  {
    "start": 1310.0,
    "text": "Team zu tun. Also wir sind eben auch einfach Teamplayer. Unser Mitglied und so weiter ist in der Geschäftsleitung, wie wir ja seit diesem Jahr neu aufgestellt haben.",
    "end": 1321.0
  },
  {
    "start": 1321.0,
    "text": "Wir kommen alle drei aus dem Handball. Und",
    "end": 1324.0
  },
  {
    "start": 1324.0,
    "text": "Antrene, ich habe uns auch beim Handball kennengelernt und ich glaube, dass es so was",
    "end": 1327.0
  },
  {
    "start": 1327.0,
    "text": "dieses Verständnis von der Mannschaft und das bedeutet",
    "end": 1330.0
  },
  {
    "start": 1330.0,
    "text": "mal für einer naheinzustehensicht, aber auch mal auf dem Platz zu sagen, hier so geht es nicht. Wir müssen es anders machen. Das ist jetzt dein Fehler, das ist mein Fehler gewesen. Wie kriegen wir es jetzt aber zusammen hin?",
    "end": 1340.0
  },
  {
    "start": 1340.0,
    "text": "Und ich glaube, dieses Verständnis ist ganz, ganz wichtig gewesen. Das merken wir auch jetzt. Also als wir angefangen haben, die Sachen zu verändern, gab es echt Leute, die gesagt haben, danke, ich habe auch nur drauf gewartet und die haben richtig, richtig Lust drauf gehabt. Und da Menschen sitzen, so haben die einfach mal zuhören oder die auch einfach wirklich mal eine Entscheidung treffen und dafür gerade stehen. Und Fehlerkultur auch ein ganz klares Thema. Das ist einfach, man Entscheidungen transparent erklärt, aber auch offen ehrlich zugeben kann. Ich habe Fehler gemacht. Tut mir leid, könnt ihr mir vielleicht helfen, dass wir das jetzt irgendwie gemeinsam hier ausbaden?",
    "end": 1381.0
  },
  {
    "start": 1381.0,
    "text": "Es ist ganz spannend, dass Sie das sagen, weil tatsächlich ich beobachte bei dem ein oder anderen Familienunternehmen,",
    "end": 1386.0
  },
  {
    "start": 1386.0,
    "text": "weiteren Branche, in der ich so unterwegs bin, dass tatsächlich in dem Moment, wo die Familie an externe Fremdgeschäftsführer vergeben, dieses Wertegerüst ins Wackeln kommt und das ganz häufig zu",
    "end": 1398.0
  },
  {
    "start": 1398.0,
    "text": "Verwerfungen und Schwierigkeiten führt, um so beachtlicher, dass Sie sozusagen den Turnaround dann da in die andere Richtung wieder hinbekommen haben. Jetzt haben Sie ein ganz spannendes Wort gesagt, Frau Walter.",
    "end": 1408.0
  },
  {
    "start": 1409.0,
    "text": "Mindset Veränderung, glaube ich, war die Wortwahl, die Sie hatten.",
    "end": 1411.0
  },
  {
    "start": 1413.0,
    "text": "Ich finde immer so, so Mindset, denkweise, ist ja wahrscheinlich das, was am allerschwersten ist,",
    "end": 1418.0
  },
  {
    "start": 1418.0,
    "text": "zu verändern bei einem Menschen.",
    "end": 1420.0
  },
  {
    "start": 1420.0,
    "text": "schafft man es, dieses Mindset zu verändern, ohne dabei eben diese Menschen zu verlieren? Also ist es nur, auch wieder nur in Anführungsstrichen, weil das ist eine große Aufgabe, dass aktive Vorleben dieser Werte oder welche Erfahrungen haben Sie auf dieser Transformationsreise gemacht? Was ist eigentlich wichtig, um die Menschen, die ja ein großes Kapital im Unternehmen sind, die das Know-how haben und so weiter und so weiter, auf dieser Reise nicht zu verlieren?",
    "end": 1450.0
  },
  {
    "start": 1450.0,
    "text": "Also ich glaube, es gibt verschiedene Säulen, die man da berücksichtigen muss. Das eine ist natürlich Gespräche und Kommunikation mit den Mitarbeitern bzw. Transparenz. Ich glaube, man muss ihn natürlich auch aufzeigen, warum wir das Ganze tun, was das Ziel will, ist, was dahinter steht.",
    "end": 1467.0
  },
  {
    "start": 1467.0,
    "text": "Und dann haben wir natürlich sowohl in Einzelgespräche, aber auch in diversen Workshops oder ganze Bereiche zusammengebracht, die sich so in der Vergangenheit vielleicht nicht ausgetauscht haben, also sprich über die Kommunikation, über Zusammenarbeitsmodelle, das Ganze gefördert, sodass man enger zusammenrutscht, auch jetzt sowohl innerhalb der beiden Divisionen, aber auch divisionsübergreifend. Wir sind aktuell in der Lage beispielsweise Kapazitätsspitzen von der einen Division mit Mitarbeitern aus der anderen Division auszugleichen. Das heißt, wir sind da wesentlich flexibler geworden. Und das Verständnis, glaube ich, zu schaffen bei den Mitarbeitern, warum diese Transformation notwendig ist und warum und umdenken notwendig ist, das ist, glaube ich, ein entscheidender Punkt davon, dass wir Prozesse standardisieren aus Qualitätsgesichtspunkten. Das ist, glaube ich, relativ schnell und auch aus Internationalisierungsgesichtspunkten relativ schnell klar geworden in der Zusammenarbeit mit den USA, mit Irland, zukünftig mit Indien, dass wir da, ich sage mal, Standardvorgehen brauchen, um die Qualitätssicherheit zu stellen. Aber ich glaube letztlich ist es doch die Kommunikation und die Mitarbeiter, die im Vordergrund stehen, um das Ganze erfolgreich zu gestalten.",
    "end": 1535.0
  },
  {
    "start": 1535.0,
    "text": "Ja, ich glaube, es ist auch so diese Sinnhaftigkeit, die jeder Mensch ja eigentlich irgendwie im Leben haben möchte. Also das finde ich ganz wichtig. Was macht meine Arbeit denn eigentlich für einen Sinn? Wie sinnbringend ist sie denn?",
    "end": 1553.0
  },
  {
    "start": 1553.0,
    "text": "Es ist auch eine Frage, die ich meinen Leuten auch gestellt habe. Was sind denn eure drei Aufgaben oder Tätigkeiten, die ihr macht, wo wirklich gar kein Tritt, was vor euch sinnlos ist? Manchmal kommen da Sachen, wo man",
    "end": 1565.0
  },
  {
    "start": 1565.0,
    "text": "auch gar nicht weiß, dass sie das überhaupt machen und sagt, ach echt, das macht ihr okay, gut, müssen wir uns mal angucken. Aber das für mich ein ganz wichtiger Punkt.",
    "end": 1572.0
  },
  {
    "start": 1572.0,
    "text": "Veränderung bedeutet immer erst mal Unsicherheit, André hat es gesagt und ich glaube, es ist ganz wichtig,",
    "end": 1578.0
  },
  {
    "start": 1578.0,
    "text": "man durch eine Veränderung eben auch",
    "end": 1583.0
  },
  {
    "start": 1583.0,
    "text": "Mehrwert bei den Leuten schafft",
    "end": 1585.0
  },
  {
    "start": 1585.0,
    "text": "und dann sind vielleicht die Kritiker, diejenigen, die sagen, oh wow, gut, jetzt haben die was verändert. Auf einmal muss ich vielleicht gar nicht mehr so viele Überstunden machen, aber wir schaffen genauso viel. Ich habe jetzt mehr Freizeit. Ich muss ja gar nicht mehr Samstags arbeiten, obwohl wir die gleiche Anzahl an Projekten vielleicht haben, einfach weil wir Prozesse umstrukturiert haben. Und ich glaube, wenn man dann selbst merkt, ich habe dadurch vielleicht auch einen Vorteil oder ich darf jetzt in meinen Bereichen auch eigenständig mal Entscheidungen treffen in gewissen Leitplanken, die ich bekomme. Aber ich kann wirklich was bewirken, auch bei mir mit meinen Leuten, also auch uns was unsere Führungskräfte betrifft. Die durften früher eigentlich kaum Entscheidungen treffen und da eben mitzunehmen, hey, ist jetzt dein Entscheidungsantrag. Was würdest du denn machen? Also ich",
    "end": 1631.0
  },
  {
    "start": 1631.0,
    "text": "glaube, dass das eigentlich das ist, was würde ich jetzt behaupten, die Mehrheit der Menschen eigentlich möchte,",
    "end": 1637.0
  },
  {
    "start": 1637.0,
    "text": "irgendwie einen Job dahin erfüllt und der einem auch einen Sinn gibt, dass man irgendwie nachmittags abends nach Hause kommt und sagt, hey, ich habe heute irgendwie was bewirkt.",
    "end": 1645.0
  },
  {
    "start": 1645.0,
    "text": "Und wir hatten das ganz oft am Anfang, wenn wir gesagt eine Veränderung vorgeschlagen oder auch mitgeteilt haben, ja, ja, das haben schon viele gesagt. Das gab auch schon andere. Aber vorher war es, ja genau, schauen wir mal, was wird. Lass die mal machen.",
    "end": 1662.0
  },
  {
    "start": 1662.0,
    "text": "auch ein Belächeln. Das kann aber auch ein Vorteil sein, wenn man da erstmal drauf trifft und sich dann auch nicht abbringen lässt. Und ich auch gesagt kann sein, das ist schon viele gesagt, aber es hat halt keiner gemacht. Lass uns doch jetzt mal machen und dann gucken wir weiter. Und das ist glaube ich so das Thema, wenn Leute einfach merken, sie haben selbst dadurch eben auch, ja, ihre Arbeit wird anders gestaltet, ein Vorteil. Und man hat auch die, die vielleicht einen Machtverlust haben. Das gibt es immer, diese interdisziplinäre Machtverhältnisse, die man so auflöst, die vielleicht auch dadurch zerstört werden, wenn man transparenter wird. Und es gibt auch Menschen, denen gefällt es natürlich nicht. Aber ja, das ist vielleicht auch einfach so, die von denen ich am Anfang geredet habe,",
    "end": 1711.0
  },
  {
    "start": 1711.0,
    "text": "ich werde es nie schaffen, alle mitzunehmen. Und es ist auch so hart, dass ich anhört, vielleicht auch gar nicht der Anspruch, den man haben sollte, weil es gibt einfach Menschen, die dann auch vielleicht nicht mehr so eine neuen Ausrichtungsstrategie passen.",
    "end": 1726.0
  },
  {
    "start": 1726.0,
    "text": "Und es ist auch in Ordnung, dann einfach zu sagen, hey, wir lassen jetzt einfach beide los und vielleicht passt es woanders. Und die, die aber Bock haben, die mitmachen wollen und die das auch gut machen, damit aber denen auch zu zeigen, hey, ist ein richtiger Weg, auf dem wir sind und wir machen aber weiter. Und da war André auch für uns nochmal, weil ich von Mindset gesagt habe,",
    "end": 1748.0
  },
  {
    "start": 1748.0,
    "text": "echt diese Kundenorientierung, die wir auf einmal hatten, Leute, lasst man nicht so viel mit uns selbst beschäftigen, sondern lasst mal gucken, was die da draußen vielleicht wollen, das so reinzutragen und das dann ein bisschen auszupreiten. Also da kannst du ja noch viel zu sagen.",
    "end": 1764.0
  },
  {
    "start": 1764.0,
    "text": "Aber letztlich kann man sich die beste Strategie ausdenken oder das beste Konzept, wenn es die Unternehmenskultur oder die Mitarbeiter nicht mittragen, dann wird man sie nicht um den Gesetz bekommen und da geht eben viel über Verantwortung, Kommunikation, aber auch Verantwortungsübergabe an die Mitarbeiter, dass sie sich abgeholt fühlen, involviert sind und auch sehen, wie sie einen Beitrag für die Umsetzung der Strategie im Beisteuern können.",
    "end": 1785.0
  },
  {
    "start": 1785.0,
    "text": "Da war jetzt ganz viel drin. Vielen Dank zu meinen,",
    "end": 1788.0
  },
  {
    "start": 1788.0,
    "text": "bei dem was Sie sagen, muss ich mich an den alten Spruch erinnern,",
    "end": 1791.0
  },
  {
    "start": 1791.0,
    "text": "machen ist wie wollen nur viel krasser.",
    "end": 1793.0
  },
  {
    "start": 1793.0,
    "text": "Das",
    "end": 1794.0
  },
  {
    "start": 1794.0,
    "text": "wird hier wieder deutlich. Und das zweite, was Sie gesagt haben, fand ich richtig schön, Veränderung muss ja irgendwo auch in Form eines Mehrwerts dann",
    "end": 1801.0
  },
  {
    "start": 1801.0,
    "text": "auch Widerspiegel nicht verändern, um Veränderung zu wollen, sondern warum",
    "end": 1805.0
  },
  {
    "start": 1805.0,
    "text": "veränder ich es und was ist danach besser wie vorher. Vielen Dank. Jetzt darf man sagen, wir haben uns",
    "end": 1810.0
  },
  {
    "start": 1810.0,
    "text": "kennengelernt über einen anderen Podcast, sozusagen, wo es sehr stark um das Thema Internationalisierung ging und so sind wir dann damals ins Gespräch gekommen. Und jetzt ist Internationalisierung bei Ihnen ja auch ein großes Thema. Sie haben gesagt, Phoenix, Dublin und jetzt",
    "end": 1823.0
  },
  {
    "start": 1823.0,
    "text": "Moment in der Entstehung des Thema Indien, das heißt Internationalisierung spielt hier ein großes",
    "end": 1828.0
  },
  {
    "start": 1828.0,
    "text": "eine große Rolle.",
    "end": 1830.0
  },
  {
    "start": 1831.0,
    "text": "Welche Auswirkungen hat denn der Punkt Internationalisierung auf solche Werte wie Kultur, Zusammenarbeit, auch Führungsverständnis in einer solch, ich sage mal mittelständisch geprägten Organisation. Was beobachten Sie da? Wie verändert diese Aspekt Ihrer Entwicklung auch wieder das Unternehmen? Weil meine Beobachtung ist, häufig wird unterschätzt, wie stark eigentlich die Internationalität auch in den Stammsitz eines Unternehmens zurückstrahlt und auch dort zu Veränderungen führt. Wie erleben Sie beide das?",
    "end": 1866.0
  },
  {
    "start": 1866.0,
    "text": "Also historisch gewachsen war die Firma eigentlich immer in der Dachregion unterwegs und vor 10 Jahren wurde in Standort in USA gegründet und aufgebaut, wobei man sagen musste, dass aber trotzdem noch die Musik hier in Mücke gespielt hat und auch die Mitarbeiter eigentlich bis dahin, obwohl man schon international mit Pharmakonzern zusammengearbeitet hat oder Universitäten, Forschungseinrichtungen, aber doch das Ganze immer noch relativ stark in Mücke zentriert war. Was die Kommunikation anging, was aber auch das Mindset anging",
    "end": 1899.0
  },
  {
    "start": 1899.0,
    "text": "ich glaube, es ist ein schmaler Spagat, den man für sich finden muss, auf der einen Seite natürlich die Werte des Unternehmens nach außen zu tragen, in die anderen Landesgesellschaften zu bringen, aber natürlich auch die Kultur des jeweiligen Landes aufzunehmen, weil man gerade im Vertrieb oder im Servicegeschäft natürlich nicht eins zu eins zu agieren kann, in den USA so agieren kann, wie wir das jetzt in Europa oder in Deutschland beispielsweise machen. Und da haben wir glaube ich mittlerweile einen ganz guten Mittelweg gefunden, um eben so ein Stück weit den Kollegen in Ausland Spielraum zu geben, um eben ihre Themen, ihre Vorstellung, ihre Kultur auch zu uns nach Deutschland zu bringen, aber eben auch im Austausch in die Gegenrichtung. Und",
    "end": 1942.0
  },
  {
    "start": 1942.0,
    "text": "holen alle Kollegen, die im internationalen Ausland arbeiten, regelmäßig zu uns nach Mücke, jetzt erst wieder im August, wenn das Sommerfest stattfindet, sind alle internationalen Kollegen hier für Trainings, aber natürlich auch für einen persönlichen Austausch,",
    "end": 1954.0
  },
  {
    "start": 1954.0,
    "text": "wir das schon forcieren und darauf achten, dass es jetzt über die Jahre eben ein Austausch ist und nicht mehr, ich sage mal, ein Wertesystem, was aus Deutschland raus in die Welt getragen wird, sondern eben ein offener Austausch ist und wir da relativ flexibel aufgestellt sind und uns auf die Länder einstellen, wo wir unterwegs sind.",
    "end": 1972.0
  },
  {
    "start": 1972.0,
    "text": "Spannend.",
    "end": 1974.0
  },
  {
    "start": 1974.0,
    "text": "Ja, wir haben auch, tatsächlich ist das für uns hier in der Metropole Vogelsberg schon echt viel, wir haben 16 Nationalitäten,",
    "end": 1981.0
  },
  {
    "start": 1981.0,
    "text": "Menschen, die aus, wenn wir es alles zusammenzählen, aus 16 unterschiedlichen Nationalitäten",
    "end": 1987.0
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "text": "und hier arbeiten, es ist tatsächlich was,",
    "end": 1990.0
  },
  {
    "start": 1990.0,
    "text": "auch mein Vater immer mit sehr viel Stolz sagt. Ich würde sagen, dass ich an sich mit diesen Werten eben auch groß geworden sind.",
    "end": 1998.0
  },
  {
    "start": 1998.0,
    "text": "Wir sind alle verschieden, das ist auch genau richtig und wichtig. Und trotzdem sind wir aber alle gleich, gleich viel wert.",
    "end": 2004.0
  },
  {
    "start": 2004.0,
    "text": "Meinung zählt gleich viel und das finde ich einfach total wichtig, dass man das eben auch als Führung so vorlebt.",
    "end": 2012.0
  },
  {
    "start": 2012.0,
    "text": "Also es bedeutet nicht, nur weil jemand woanders herkommt,",
    "end": 2016.0
  },
  {
    "start": 2016.0,
    "text": "dass man nicht auch zusammenarbeiten kann, diese Diversität gibt einem ja auch unfassbar viele Möglichkeiten. Und",
    "end": 2023.0
  },
  {
    "start": 2023.0,
    "text": "würde sagen, größere Herausforderung für uns ist dann auch oft das Sprachliche. Also wenn wir Audits von internationalen Kunden zum Beispiel haben, ist schon was, wo auch die Aufregung, gerade auch so bei meinen Produktionsleuten größer ist, weil das natürlich ein Thema ist. Gott, ich weiß gar nicht, was ich denen sagen soll, wie soll ich mich mit denen unterhalten?",
    "end": 2043.0
  },
  {
    "start": 2043.0,
    "text": "Zumal wir ja da im hoch regulierten",
    "end": 2045.0
  },
  {
    "start": 2045.0,
    "text": "genau, genau. Und führt auch manchmal zu der einen oder anderen lustigen Situation",
    "end": 2052.0
  },
  {
    "start": 2052.0,
    "text": "aufgrund, ja das, ich sag mal weniger ausgeprägten Englisch vielleicht auch,",
    "end": 2057.0
  },
  {
    "start": 2057.0,
    "text": "aber das ist auch vollkommen in Ordnung, das darf auch sein und ich erlebe es eher, sodass unsere Mitarbeiter wirklich sehr stolz darauf sind, wenn wir sie eben daran teilhaben lassen, dass wir zum Beispiel einen Standort in Indien gründen wollen. Es ist mit eigentlich erlebe ich keine Ablehnung oder ja die Angst vielleicht auch, dass wir irgendwas irgendwo hin verlagern und Arbeitsplätze gefährdet sind, sondern es ist eher so wow cool,",
    "end": 2085.0
  },
  {
    "start": 2085.0,
    "text": "wir überall auf der Welt sein können.",
    "end": 2088.0
  },
  {
    "start": 2088.0,
    "text": "spielt wahrscheinlich auch das Thema mit Transparenz, was Sie zu Beginn des Gesprächs angedeutet haben, wieder eine",
    "end": 2093.0
  },
  {
    "start": 2093.0,
    "text": "eine Rolle.",
    "end": 2093.0
  },
  {
    "start": 2093.0,
    "text": "Ich glaube, wenn man sehr offen kommuniziert, wieso machen wir das, was ist der Hintergrund, was haben vielleicht auch wir hier in Mücke davon, wenn wir einen Standort in Indien haben.",
    "end": 2102.0
  },
  {
    "start": 2102.0,
    "text": "Ich glaube, das spielt ja eine ganz große Rolle, damit Ängste erst gar nicht entstehen, von dem er mutmaße ich.",
    "end": 2106.0
  },
  {
    "start": 2106.0,
    "text": "habe ich sie beide auch kennengelernt, sie werden da sehr offen in der Kommunikation auch der Belegschaft gegenüber sein, was so die Pläne sind und wieso und weshalb man dann in die eine oder andere Richtung geht, oder?",
    "end": 2116.0
  },
  {
    "start": 2116.0,
    "text": "absolut, ja",
    "end": 2117.0
  },
  {
    "start": 2117.0,
    "text": "das ist schon länger bekannt, wurde auch offen",
    "end": 2119.0
  },
  {
    "start": 2119.0,
    "text": "kommuniziert.",
    "end": 2121.0
  },
  {
    "start": 2121.0,
    "text": "Ja.",
    "end": 2121.0
  },
  {
    "start": 2121.0,
    "text": "das ist auch was, was wir eben erfahren haben in den Interviews, dass sich die Mitarbeiter dann einfach einfach mehr Transparenz wünschen, vielleicht auch Entscheidungen erklärt bekommen. Das könnte man jetzt wieder negativ auffassen, sagen, wie das früher so war, ist meine Entscheidung, da habt ihr nichts mitzureden. Genau, sehe ich anders,",
    "end": 2143.0
  },
  {
    "start": 2143.0,
    "text": "ist es doch manchmal so, dass man Entscheidungen treffen muss, die einem selbst weh tut und das darf man auch sagen. Man darf auch sagen, hier mir fällt es schwer, mir tut es auch weh, aber es ist jetzt notwendig und wir müssen das so machen",
    "end": 2154.0
  },
  {
    "start": 2154.0,
    "text": "und da müssen wir jetzt zusammen durchgehen, ob uns das jetzt gerade gefällt oder nicht, aber aus denen und den Gründen ist es wichtig und ich glaube, wenn man das so offen kommuniziert, dass man auch bei der Mehrheit dann ein anderes Verständnis erreicht, das muss nicht jeder gut finden, aber ein Grundverständnis kann man damit glaube ich schon erreichen.",
    "end": 2175.0
  },
  {
    "start": 2175.0,
    "text": "Toll, vielen Dank. Jetzt hatten wir einen Punkt zu Beginn des Gesprächs schon angedeutet.",
    "end": 2181.0
  },
  {
    "start": 2182.0,
    "text": "Und das ist mir immer noch auch in großer Erinnerung. Als ich zum ersten Mal hier bei Ihnen in Mücke zu Gast war, haben Sie sich wirklich viel Zeit genommen. Vielen Dank dafür nochmal. Und wir haben einen sehr umfangreichen Rundgang",
    "end": 2192.0
  },
  {
    "start": 2192.0,
    "text": "Ihr",
    "end": 2193.0
  },
  {
    "start": 2193.0,
    "text": "gemacht. Und der erste Gedanke, den ich hatte, die Wertschöpfungstiefe ist so unglaublich. Ich werde nicht vergessen, nach Hause gekommen,",
    "end": 2203.0
  },
  {
    "start": 2203.0,
    "text": "ein paar Tage später. Und dann",
    "end": 2205.0
  },
  {
    "start": 2205.0,
    "text": "ich meiner Frau, was ich so die Woche übergemacht habe. Und dann sagte ich sinngemäß, das Wahnsinn, die machen fast alles selber. So war ganz,",
    "end": 2213.0
  },
  {
    "start": 2213.0,
    "text": "sage mal, flappsig damals meine Beschreibung. Und",
    "end": 2216.0
  },
  {
    "start": 2216.0,
    "text": "finde das immer noch außergewöhnlich, welche hohe Wertschöpfungstiefe",
    "end": 2220.0
  },
  {
    "start": 2220.0,
    "text": "Sie hier am Standort haben, eher ländlich geprägt, umso beachtlicher.",
    "end": 2224.0
  },
  {
    "start": 2224.0,
    "text": "es ist ja eigentlich etwas, was viele andere Unternehmen der produzierenden Industrie ganz anders haben, die sagen, ich konzentriere mich auf einen ganz engen Bereich, wo ich weiß, da bin ich wirklich total klasse und alles andere kaufe ich dann irgendwo zu im Näheren oder im weiteren Umfeld.",
    "end": 2238.0
  },
  {
    "start": 2239.0,
    "text": "Warum gehen Sie ganz bewusst, und ich finde offensichtlich ja auch erfolgreich,",
    "end": 2244.0
  },
  {
    "start": 2246.0,
    "text": "einen ganz gegenteiligen Weg? Was ist die Grundüberlegung, die dahinter steht, eine solche hohe Wertschöpfungstiefe und damit verbunden ja auch Komplexität zu",
    "end": 2258.0
  },
  {
    "start": 2258.0,
    "text": "bewahren?",
    "end": 2258.0
  },
  {
    "start": 2258.0,
    "text": "Also wer mir in beiden Bereichen die Anträge vorhin beschrieben hat,",
    "end": 2262.0
  },
  {
    "start": 2263.0,
    "text": "ja Nischenmärkte, die wir bedienen und diese hohe",
    "end": 2267.0
  },
  {
    "start": 2267.0,
    "text": "Wertschöpfungstiefe haben wir eben insbesondere",
    "end": 2269.0
  },
  {
    "start": 2270.0,
    "text": "im Bereich des Sonderanlagenbaus und ja dieses, wir machen alles selbst, ist damals 1988 auch vielleicht so ein bisschen aus der Not heraus entstanden, weil es einfach, dass so in der Art und Weise gar nicht gab, was mein Vater eben gemacht hat, metallfreie",
    "end": 2290.0
  },
  {
    "start": 2290.0,
    "text": "Sonderanlagen herzustellen, ist etwas, das man sonst eben weltweit nicht so oft vorfindet, natürlich auch da Wettbewerb nimmt zu, aber wir waren ganz lange",
    "end": 2300.0
  },
  {
    "start": 2300.0,
    "text": "allein in dem Geschäft und hatten natürlich auch nur eine kleine Kundengruppe, die das betrifft, aber es ist dann eben auch so, dass viele Dinge überhaupt nicht auf dem Markt",
    "end": 2311.0
  },
  {
    "start": 2311.0,
    "text": "sind, sondern dass man sich auch vieles erst mal selbst entwickeln muss, selbst ausdenkt und natürlich sowas wie pneumatische Bauteile, Motoren, das kaufen wir natürlich zu, aber trotzdem, wenn ich etwas zukauf, ist meistens mehr talent halten, es muss gekapselt werden, also diese Herausforderung, die wir da eben haben,",
    "end": 2335.0
  },
  {
    "start": 2335.0,
    "text": "gleichzeitig die Individualität auch nicht verlieren zu wollen, wir wollen eben auf unsere individuellen Kundenwünsche flexibel eingehen können,",
    "end": 2346.0
  },
  {
    "start": 2346.0,
    "text": "das natürlich auch in dem Bereich unser, ja, unser Wettbewerbsvorteil ist, unser Kernbestandteil unserer Produkte macht das eben aus und",
    "end": 2356.0
  },
  {
    "start": 2356.0,
    "text": "ist es eben stetig gewachsen, acht Ausbildungsberufe, die wir anbieten und",
    "end": 2362.0
  },
  {
    "start": 2362.0,
    "text": "eben einfach auch, weil so die Verfügbarkeit auf dem Markt gar nicht vorhanden war.",
    "end": 2367.0
  },
  {
    "start": 2367.0,
    "text": "Macht dann aber ja das, was Sie ganz zu Beginn ja, weil Sie beschrieben haben, dass man jetzt das Unternehmen so ausgerichtet hat, dass vielleicht dann eben auch mal der Kollege aus dem einen Bereich, im anderen Bereich, aushelfen kann,",
    "end": 2376.0
  },
  {
    "start": 2376.0,
    "text": "ja",
    "end": 2377.0
  },
  {
    "start": 2377.0,
    "text": "nicht unbedingt einfacher, weil ja die",
    "end": 2378.0
  },
  {
    "start": 2378.0,
    "text": "Fistation groß ist. Das stimmt ja absolut, aber es lässt uns dennoch aus Qualitätsgesichtspunkten und auch bei der Entwicklung und Bauteilverfügbarkeit schon ein bisschen mehr Spielraum, wie wenn wir jetzt ein Großteil extern beziehen.",
    "end": 2390.0
  },
  {
    "start": 2390.0,
    "text": "Ja, wir haben ein sehr großes Know-how im Unternehmen, das ist wirklich absolut spannend und selbst wenn es beim Kunststoffschweißen ist, wo wir",
    "end": 2399.0
  },
  {
    "start": 2399.0,
    "text": "eine Messe von einem Lieferanten",
    "end": 2401.0
  },
  {
    "start": 2401.0,
    "text": "was hergestellt haben",
    "end": 2403.0
  },
  {
    "start": 2403.0,
    "text": "dann war der Geschäftsführer des Unternehmens, jeweil er sehen wollte, wer eben diese guten Schweißnähte, wer dafür verantwortlich war, also das zeigt es mal so, es ist eigentlich total spannend, da sind wir auch natürlich stolz drauf.",
    "end": 2417.0
  },
  {
    "start": 2417.0,
    "text": "Klar, diese Qualität und diese Individualität, die hat natürlich auch ihren Preis, auch am Markt,",
    "end": 2423.0
  },
  {
    "start": 2424.0,
    "text": "wir werden damit in kein serien Geschäft einsteigen können, umso wichtiger ist aber auch diese Prozessstandardsierung, über die wir diese Effizienzsteigerung erreichen, um auch wettbewerbsfähig bleiben zu können, ohne Abstriche bei unseren Produkten eben zu machen. Und das ist glaube ich so der Punkt. Im Pharma-Technikbereich sieht es ein bisschen anders aus, da wir höhere Stückzahlen, kleinen Seriengeschäft,",
    "end": 2447.0
  },
  {
    "start": 2447.0,
    "text": "da ist es natürlich anders auch mit Zugaufteilen und auch hier, wenn wir große Mengen haben, rechnet sich das natürlich schon, wenn wir gewisse Kunststoffteile beispielsweise zukaufen, aber wenn wir da wirklich ja Sonderanlagen bauen, ist es auch einfach nicht wirtschaftlich teilweise ein spezielles Bauteil extern fertigen zu lassen.",
    "end": 2470.0
  },
  {
    "start": 2470.0,
    "text": "Spannend.",
    "end": 2471.0
  },
  {
    "start": 2471.0,
    "text": "Wir nähern uns langsam schon der Zielgeraden. Die Zeit vergeht tatsächlich wie im Flug. Und",
    "end": 2476.0
  },
  {
    "start": 2476.0,
    "text": "deswegen möchte ich zum Abschluss Ihnen beiden auch noch",
    "end": 2479.0
  },
  {
    "start": 2479.0,
    "text": "mal, ich möchte mal sagen, etwas allgemeinere Frage stellen, mal ein bisschen den Blick nach vorne werfen. Ich weiß, dass",
    "end": 2486.0
  },
  {
    "start": 2486.0,
    "text": "viele Hörerinnen und Hörer habe, die auch aus dem Umfeld Führungskräfte Unternehmerinnen und Unternehmer kommen. Herr Freulicherweise tatsächlich auch",
    "end": 2493.0
  },
  {
    "start": 2493.0,
    "text": "einer eher jüngeren Unternehmerinnen und Unternehmergeneration.",
    "end": 2496.0
  },
  {
    "start": 2497.0,
    "text": "Was glauben Sie denn ganz allgemein gefragt?",
    "end": 2500.0
  },
  {
    "start": 2501.0,
    "text": "Welche Entscheidungen werden in den nächsten Jahren entscheidend sein,",
    "end": 2504.0
  },
  {
    "start": 2506.0,
    "text": "damit traditionsreiche Familienunternehmen, von denen wir Gott sei Dank noch ganz viel in Deutschland haben, auf der einen Seite schaffen, ihre Wurzeln zu bewahren und auf der anderen Seite durch diese Transformationsphase erfolgreich durchzukommen. Jetzt haben Sie ja schon auch ein gutes Stück der Reise hinter sich. Das haben Sie beide ganz eindrucksvoll erzählt. Vielen Dank auch, dass Sie da Ihre Erfahrungen geteilt haben. Wenn Sie jetzt mal so nach vorne schauen und vielleicht den einen oder anderen",
    "end": 2530.0
  },
  {
    "start": 2530.0,
    "text": "Unternehmer, die eine oder andere jüngere Unternehmerin gibt, die zuhör, die sich fragt, okay, wo fange ich an, was",
    "end": 2537.0
  },
  {
    "start": 2537.0,
    "text": "ich eigentlich jetzt wirklich kurzfristig entscheiden und",
    "end": 2540.0
  },
  {
    "start": 2540.0,
    "text": "hat vielleicht auch noch ein bisschen Zeit?",
    "end": 2542.0
  },
  {
    "start": 2543.0,
    "text": "Was würden Sie dieser Person antworten auf Basis auch der Erfahrungen, die Sie hier im Unternehmen gemacht haben?",
    "end": 2548.0
  },
  {
    "start": 2548.0,
    "text": "Ich glaube ganz entscheidend ist, vor allem auch dabei einen Aspekt zu betrachten.",
    "end": 2554.0
  },
  {
    "start": 2554.0,
    "text": "Der mich vielleicht auch aufgrund dieser Prägung meiner Abschlussarbeit damals immer wieder beschäftigt, ist die Nachfolger in den Lücke, die wir in Deutschland eben haben.",
    "end": 2563.0
  },
  {
    "start": 2563.0,
    "text": "Die deutsche Wirtschaft lebt vom Klein- und Mittelstand, von eben dieser Baby-Boomer-Generation, die die Unternehmen damals gegründet haben. Und es wird immer schwieriger, ein Unternehmen zu bewahren.",
    "end": 2581.0
  },
  {
    "start": 2581.0,
    "text": "Die Übernahme von Unternehmen gestaltet sich, ob es politisch ist, finanziell sind sehr große Herausforderungen. Und da gibt es bestimmt eine oder andere mal die Frage, warum mache ich das eigentlich oder warum sollte ich das tun? Und ich glaube, wenn man sich wirklich dafür entscheidet, das zu tun, dann hat das einfach auch wieder etwas mit einem sehr starken Wertesystem zu tun, mit etwas, was einen vielleicht auch in Leben lang begleitet hat, gerade auch als Unternehmerkind. Da ein großer Wunsch vielleicht auch dahinter steckt, dass man das eben auch weiter für den Möchten, die nächste Generation bringen möchte. Und dabei trotzdem sich selbst nicht zu verlieren, weil das heißt nicht, ich muss das genauso machen,",
    "end": 2624.0
  },
  {
    "start": 2624.0,
    "text": "wie das, es sind ja nicht immer die Eltern, es gibt auch zum Glück mittlerweile junge Menschen, die sich entscheiden, Unternehmen zu kaufen, haben gar kein familiäres Verhältnis zum Unternehmen, aber ich muss es nicht genauso machen. Ich darf meinen eigenen Weg finden.",
    "end": 2643.0
  },
  {
    "start": 2643.0,
    "text": "Vereignerkzentre setzen.",
    "end": 2644.0
  },
  {
    "start": 2644.0,
    "text": "also dieses, ich muss authentisch bleiben. Weil letztendlich geht es darum, es sind irgendwann die eigenen Entscheidungen, die man trifft, für die man auch selbst gerade stehen muss. Und das kann ich nur, wenn ich das auch vertreten kann. Das heißt, das Thema Authentizität finde ich unfassbar wichtig und sollte immer mitspielen. Aber dann auch sagen, hey, ich habe vielleicht jetzt eine Entscheidung getroffen, die hat sich in dem Moment recht angefühlt, hat sich rauskristallisiert, war vielleicht doch nicht der Weg, den man gehen sollte, dann eben auch immer wieder sagen zu können, das heißt nicht, dass ich es jetzt durchziehen muss.",
    "end": 2678.0
  },
  {
    "start": 2679.0,
    "text": "Das heißt auch manchmal, ich kann einfach sagen, hey, das war jetzt ganz schön blöd,",
    "end": 2682.0
  },
  {
    "start": 2682.0,
    "text": "wir gucken jetzt, wie wir es anders angehen. Und das ist glaube ich was, was unsere Generation",
    "end": 2688.0
  },
  {
    "start": 2688.0,
    "text": "auch vielleicht einfach auch gut kann oder gut lernen kann. Ich darf Fehler machen, ich darf dazu stehen, ich darf um Hilfe bitten und ich muss nicht alles alleine schlafen und ich muss auch nicht irgendwas durchziehen, so sinnlos es vielleicht auf einmal wirkt. Und das ist uns glaube ich so die Punkte, die man immer am Kopf haben sollte.",
    "end": 2710.0
  },
  {
    "start": 2710.0,
    "text": "Vielen Dank, Herr Walter, haben Sie noch Ergänzungen zu diesen, finde ich, sehr wahren Worten Ihrer Frau?",
    "end": 2716.0
  },
  {
    "start": 2716.0,
    "text": "Du bist jetzt viel auf interne Faktoren eingegangen, es gibt sicherlich auch externe Faktoren, die man jetzt im Unternehmen nicht in der Hand hat, sei es Politische Stabilität oder Flexibilität, wenn es, ich sage mal, ganz einfach gesprochen oder praktisch zu Bauanträgen kommt, Brandschutzverordnung, die einem immer wieder ein Stück weit eine Höhe auflegen oder wo Budgets investiert werden müssen, die vielleicht auch im Unternehmen in anderen Bereichen gebraucht werden. Also da braucht man, glaube ich, politische Stabilität, um die Unternehmen in die Zukunft zu führen. Und ich glaube intern ist es extrem wichtig, gerade jetzt, wo wir viele ambitionierte, jüngere Mitarbeiter haben und es auch sicherlich in anderen Filmen so geht, dass man ihnen die Chancen gibt, über Wachstum eine Perspektive aufzuzeigen, weil gerade in den Unternehmensgrößen, wo wir sind, haben wir gute Mitarbeiter, auch gute junge Mitarbeiter, die ambitioniert sind, die auch über die normalen Arbeitszeiten Engagement zeigen. Aber man muss ihnen natürlich auch ein Karriereweg aufzeigen, um zu verhindern, dass sie dann doch vielleicht in einen größeren Mittelstand oder in einen Konzern gehen, wo es vielleicht andere Karriere, auf den ersten Blick andere Karriere Möglichkeiten gibt. Und",
    "end": 2782.0
  },
  {
    "start": 2782.0,
    "text": "glaube, das sind Themen,",
    "end": 2783.0
  },
  {
    "start": 2783.0,
    "text": "nur wir arbeiten müssen, sondern auch andere Unternehmen in unserer Größe.",
    "end": 2786.0
  },
  {
    "start": 2787.0,
    "text": "Super, das war ein ganz toller Abschluss eines, wie ich finde, wirklich hochspannenden und informativen Gesprächs. Und ich sage vielen, vielen Dank, Frau Walter, vielen, vielen Dank, Herr Walter, dass Sie",
    "end": 2799.0
  },
  {
    "start": 2799.0,
    "text": "sich hier in Mücki die Zeit genommen haben und auch so offen und transparent mich und dann am Ende auch die Hörerinnen und Hörer an Ihrem bisherigen Weg teilhaben lassen. Vielen, vielen Dank.",
    "end": 2808.0
  },
  {
    "start": 2808.0,
    "text": "Danke ebenso, können wir nur zurückgeben. Herzlichen Dank.",
    "end": 2811.0
  },
  {
    "start": 2811.0,
    "text": "Ja, meine",
    "end": 2812.0
  },
  {
    "start": 2812.0,
    "text": "verehrten",
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    "text": "Hörerinnen und Hörer, ich hoffe, Sie konnten aus der Folge genauso viele Impulse mitnehmen, wie ich.",
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    "text": "Ich finde, die heutige Folge hat einmal mehr gezeigt, dass erfolgreiche Transformation nicht bedeutet, alles bestehende in Frage zu stellen. Vielmehr geht es darum, die eigenen Wurzeln zu kennen, die Stärken eines Unternehmens, in diesem Fall vor allem die Werte bewusst zu bewahren und gleichzeitig den Mut zu haben, neue Wege zu gehen. Gerade Familienunternehmen stehen nach meiner Beobachtung dabei häufig vor einer besonderen Herausforderung. Sie müssen Kontinuität und Veränderung miteinander verbinden. Und das, die es ganz erfolgreich gelingen kann, haben Andrej und Anne Katrin Walter heute sehr eindrucksvoll beschrieben. Sei es bei der Internationalisierung der Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen oder der Veränderung von Kultur",
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    "text": "bewussten Umgang mit einer außergewöhnlich hohen Wertschöpfungstiefe. Wenn Ihnen der Podcast gefällt, abonnieren Sie ihn gerne und empfehlen Sie ihn weiter. Über eine Bewertung am liebsten natürlich mit fünf Sternen auf den gängigen Plattformen freue ich mich sehr. Sollten Sie kritisches Feedback haben oder Themen, Gastvorschläge einbringen wollen, schreiben Sie mir gerne. Über LinkedIn oder meine Website bin ich jederzeit gerne für Sie erreichbar. Bis zur nächsten Folge von Inside Packaging und denken Sie daran, Inside Packaging, weil gute Verpackung nur mit starken Wurzeln und dem Mut zur Veränderung entsteht.",
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