[
  {
    "start": 0.14,
    "end": 3.1,
    "text": "Leben wir eigentlich noch in einer Zeit des Fortschritts?"
  },
  {
    "start": 4.26,
    "end": 6.8,
    "text": "Lange war die Antwort auf diese Frage selbstverständlich."
  },
  {
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    "end": 10.7,
    "text": "Jede Generation sollte es einmal besser haben als die vorherige."
  },
  {
    "start": 11.34,
    "end": 18.22,
    "text": "Technologische Innovation, wirtschaftliches Wachstum und wissenschaftliche Erkenntnisse galten als Versprechen auf eine bessere Zukunft."
  },
  {
    "start": 19.2,
    "end": 26.18,
    "text": "Heute scheint dieses Versprechen etwas brüchig geworden zu sein – obwohl wir sowohlhabend und technologisch leistungsfähig sind wie nie zuvor."
  },
  {
    "start": 27.2,
    "end": 30.36,
    "text": "Trotzdem schauen viele Menschen mit Sauge statt mit Zuversicht nach Warn."
  },
  {
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    "end": 41.76,
    "text": "Klimakrise, geopolitische Konflikte, gesellschaftliche Ungleichheiten und die Sorge um ausufernden Egoismus – die werfen die Frage auf was gesellschaftlicher Fortschritt überhaupt bedeutet?"
  },
  {
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    "text": "Was heißt denn besser als heute?"
  },
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    "text": "Und gibt es auch mal gut genug?"
  },
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    "end": 49.48,
    "text": "Darüber sprechen wir mit Andreas Reckwitz."
  },
  {
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    "text": "Er ist ein Vielfach für seine Arbeit ausgezeichneter Soziologe und Kulturwissenschaftler."
  },
  {
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    "end": 61.28,
    "text": "Und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Zusammenspiel von individuellen Erwartungen und gesellschaftlichen Veränderungen."
  },
  {
    "start": 61.76,
    "end": 67.8,
    "text": "In seinen Büchern untersucht er, wie sich die Idee von Fortschritt, Wohlstand und Zukunftsversprechen verändern."
  },
  {
    "start": 68.1,
    "end": 73.26,
    "text": "Und ergibt uns viele Hinweise, warum Demokratien heute so heraus gefordert sind."
  },
  {
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    "end": 75.54,
    "text": "Mein Name ist Maja Göppel."
  },
  {
    "start": 75.9,
    "end": 84.4,
    "text": "Ihr hört neu denken den Podcast von Mission Wertvoll Heute zum Thema Fortschritt und der Frage, wie wir uns eine gute Zukunft überhaupt vorstellen."
  },
  {
    "start": 85.34,
    "end": 89.8,
    "text": "Wenn euch diese Gespräche wichtig sind dann unterstützt uns gerne damit wir sie auch weiterhin"
  },
  {
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    "text": "führen können."
  },
  {
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    "text": "Lieber Andreas herzlich willkommen!"
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    "text": "Ich freue mich."
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    "end": 111.82,
    "text": "Ich finde bei dir so viele Parallelen zu meiner Suche nach Antworten wer wir sind und warum wir sind."
  },
  {
    "start": 112.38,
    "end": 117.74,
    "text": "du bist ja also Soziologe einer der bekanntesten den wir haben und Kulturwissenschaftler."
  },
  {
    "start": 117.86,
    "end": 120.84,
    "text": "Und meine Frage ist so ein bisschen, wie bist du da gelandet?"
  },
  {
    "start": 120.9,
    "end": 128.02,
    "text": "Also was hatte ich ursprünglich umgetrieben, dich dieser Sache zu widmen und auch wirklich ja ganz tief in diese Frage einzusteigen?"
  },
  {
    "start": 128.479,
    "end": 134.2,
    "text": "Ja also wenn ich noch mal zurück schaue würde ich sagen also auch von der Schulzeit her."
  },
  {
    "start": 134.28,
    "end": 138.0,
    "text": "was mich eigentlich immer besonders interessiert hat war Geschichte Interessanterweise."
  },
  {
    "start": 138.52,
    "end": 149.64,
    "text": "Ich bin im Grunde von der Geschichte in die Sozialwissenschaften gekommen, aber was mich immer interessiert hat waren diese langen historischen Entwicklungen wie sich Gesellschaft transformiert."
  },
  {
    "start": 149.82,
    "end": 160.72,
    "text": "das hat mich immer fasziniert also jetzt wirklich ganz langfristig gesehen und dann eben natürlich bis zur Gegenwart hinein aber immer dieser Gegenwart auch in dieser langen Dauer der Entwicklung."
  },
  {
    "start": 161.02,
    "end": 164.9,
    "text": "Wie sind wir dort hingekommen wo wir heute sind so ungefähr?"
  },
  {
    "start": 166.78,
    "end": 171.44,
    "text": "fasziniert und das zu begreifen, und zwar einerseits ganz konkret."
  },
  {
    "start": 171.5,
    "end": 176.58,
    "text": "Und dann aber auch ganz abstrakt also immer so dieses allgemeine und als besonderes zusammenzubringen."
  },
  {
    "start": 178.22,
    "end": 180.48,
    "text": "Da war ich erstmal ein bisschen auf der Suche auch."
  },
  {
    "start": 180.58,
    "end": 185.64,
    "text": "Es soll jetzt Geschichte sein, soll es Philosophie sein, sollte Politikwissenschaft sein, solle Soziologie sein?"
  },
  {
    "start": 186.34,
    "end": 189.72,
    "text": "Dann bin ich in der Soziologie gelandet Anfang der neunziger Jahre."
  },
  {
    "start": 192.4,
    "end": 196.32,
    "text": "Das ist auch weiterhin mein Standbein, obwohl ich manchmal auch etwas mit der Soziologie hadere."
  },
  {
    "start": 196.42,
    "end": 203.44,
    "text": "Aber was sich an der Sozilurgie immer so faszinierend fand und auch immer noch finde, ist eben genau das, dass sie einerseits sehr konkret sein kann."
  },
  {
    "start": 203.52,
    "end": 215.62,
    "text": "Es geht ja um ganz konkrete gesellschaftliche Phänomene also was jetzt abläuft Populismus Klimawandel Klassenentwicklung und so weiter, aber es geht ja immer auch darum das grundsätzlich zu begreifen."
  },
  {
    "start": 215.72,
    "end": 220.88,
    "text": "Auch mit Begriffen, mit Theorien also auf eine gewisse Vogelperspektive einzunehmen."
  },
  {
    "start": 221.44,
    "end": 223.84,
    "text": "Und das hat mich eigentlich auch immer in der Soziologie gehalten."
  },
  {
    "start": 223.9,
    "end": 229.7,
    "text": "und die Soziologie ist eben auch sehr Sie ist auch sehr andockfähig."
  },
  {
    "start": 230.06,
    "end": 235.36,
    "text": "Also in Richtung Geschichte, in Richtung dann aber auch Sozialphilosophie."
  },
  {
    "start": 236.22,
    "end": 248.52,
    "text": "In Richtung Kulturwissenschaften und das finde ich ... Die Soziologie ist ja auch ein sehr heterogenes Fach da es findet viel verschiedenes statt auch statistische Untersuchungen oder qualitative Interviews."
  },
  {
    "start": 249.0,
    "end": 261.279,
    "text": "Aber das muss ich sagen finde ich auch eher einen großen Vorteil dieses Fachs dass es so wenig orthodox ist dass es viele verschiedene Möglichkeiten lässt, auch zu denken und dort zu arbeiten."
  },
  {
    "start": 262.0,
    "end": 265.4,
    "text": "Und mit den Kulturwissenschaften ... Das ist kein geschützter Begriff."
  },
  {
    "start": 265.88,
    "end": 270.4,
    "text": "Ich bin Soziologe und Darin kulturwissenschaftlicher Soziologie."
  },
  {
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    "end": 274.28,
    "text": "Das hat er sich bei mir entwickelt im Laufe der Neunzigerjahre."
  },
  {
    "start": 274.34,
    "end": 288.12,
    "text": "Als ich dann studiert habe und promoviert hab, da hab' ich vorher gefangen Als mir klar wurde, dass eben gesellschaftliche Verhältnisse doch sehr stark davon abhängen und sagen auch wie die Menschen sie interpretieren."
  },
  {
    "start": 288.44,
    "end": 290.7,
    "text": "Also wie Sie sich selber darin positionieren?"
  },
  {
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    "end": 292.92,
    "text": "Wie Sie das Verhältnisse verstehen?"
  },
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    "text": "Welche Weltbilder Sie haben?"
  },
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    "start": 295.86,
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    "text": "Welchen Diskurs Sie folgen."
  },
  {
    "start": 297.42,
    "end": 304.06,
    "text": "also das was vielleicht so klassische Soziologien eher als den Überbau wahrgenommen hätten würde ich jetzt aber gar nicht als den überbauern im Sonder."
  },
  {
    "start": 304.1,
    "end": 314.48,
    "text": "Ich würde es nicht sagen hier eigentliche Basis Aber doch das was Gesellschaft vorantreibt von Schwarz-Taylor diesen Begriff, also der Mensch als self interpreting animal."
  },
  {
    "start": 314.6,
    "end": 317.98,
    "text": "Also ist das Wesen, dass sich selbst interpretiert und sich selbst versteht."
  },
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  },
  {
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    "end": 328.26,
    "text": "Wir können eigentlich Gesellschaft gar nicht verstehen ohne die Art und Weise wie sich individuelle soziale Gruppeninstitutionen darin verstehen."
  },
  {
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    "end": 334.84,
    "text": "Das betreibt ja auch moderne Gesellschaften voran, die sie meilen, sie seien so technisch, rational"
  },
  {
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    "text": "usw.,"
  },
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    "end": 340.68,
    "text": "aber eigentlich haben Man könnte auch sagen, für historisch wirklich merkwürdige Weltbilder."
  },
  {
    "start": 340.88,
    "end": 356.96,
    "text": "Also wie zum Beispiel Fortschritt oder wie Individualität also alles Themen oder Kreativität die mich da ja auch in verschiedenen Büchern beschäftigt haben und diese kulturellen Modelle also denen zu folgen und woher sie überhaupt kommen und welche Auswirkungen Sie haben das ist eben für mich immer ein großes Thema gewesen."
  },
  {
    "start": 358.4,
    "end": 373.0,
    "text": "Mir scheint es manchmal so wichtig die Unterscheidung zwischen Naturwissenschaften und Sozialwissenschaftend auch daran zu zeigen Also dass wir natürlich in dem Moment, wo wir uns selber interpretieren nie die gleiche Distanz erfahren können wie wenn wir eben ja Physik, Biologie etc."
  },
  {
    "start": 373.34,
    "end": 379.08,
    "text": "beim Interpretierten und der Begriff der Praxeologie ist ja so ein bisschen in diese Richtung."
  },
  {
    "start": 379.26,
    "end": 390.12,
    "text": "oder Reflexivität ist ein anderer der darauf hinweist das wir dadurch auch eine Chance haben uns selber zu reflektieren, mit dem wo machen wir vielleicht die Vorstellungsräume kleiner als nötig."
  },
  {
    "start": 390.54,
    "end": 393.3,
    "text": "Aber wieso ist es auch einfach Praxiologie normal?"
  },
  {
    "start": 393.46,
    "end": 400.44,
    "text": "Also wir können ja gar nicht anders ohne uns in einer gewissen Form durch Geschichten... zu orientieren und miteinander eben in Austausch zu treten."
  },
  {
    "start": 400.78,
    "end": 432.34,
    "text": "Ja, also erst mal das finde ich ganz wichtig was du gerade gesagt hast auch noch einmal dieser Differenz zwischen Natur oder Natur- und Geist des Unsozialwissenschaften weil dass ja immer auch manche Leute anders gesehen haben und heute ja auch teilweise es gibt ja von Emedürkheim das ist ja an der Klassik der Soziologie von nineteenhundert auch fast diese Vorstellung also die Soziologie so eine Art Physik des sozialen sein soll also dass man auch die Sozialwissenschaft nach dem Vorbild der Naturwissenschaft modelliert."
  },
  {
    "start": 433.5,
    "end": 435.22,
    "text": "Aber ich denke, das ist ein Grenzenstößt."
  },
  {
    "start": 435.42,
    "end": 440.28,
    "text": "Das wäre jetzt überhaupt nicht mein Konzept, sondern ich würde zunächst mal davon ausgehen, dass es genau der Unterschied ist."
  },
  {
    "start": 440.32,
    "end": 449.08,
    "text": "Die Sozialwissen ist eine Kulturwissenschaft weil ... Individuen, soziale Gruppen und so weiter sich auf eine Art und Weise selber interpretieren."
  },
  {
    "start": 449.14,
    "end": 452.86,
    "text": "Und die Welt auf eine bestimmte Art undweise interpretieren – das hat eben Auswirkungen!"
  },
  {
    "start": 453.16,
    "end": 454.86,
    "text": "Das ist der Unterschied zur Natur."
  },
  {
    "start": 456.32,
    "end": 462.04,
    "text": "Aber natürlich kann man auch darüber ja allgemeine Aussagen machen über diese Weltbilder, über diese sozialen Praktiken."
  },
  {
    "start": 462.1,
    "end": 464.6,
    "text": "Das ist jetzt den Begriff, den du gerade verwendest als Praxiologie."
  },
  {
    "start": 465.2,
    "end": 471.04,
    "text": "Es ist ja selber eine theoretische Richtung in der In der Soziologie, was ein bisschen selbstwidersprüchlich klingt."
  },
  {
    "start": 471.32,
    "end": 475.8,
    "text": "Eine theoretische Also Theorie der Praxis."
  },
  {
    "start": 476.04,
    "end": 485.96,
    "text": "Pierre Bourdieu war ja auch ein Autor, der das zum Beispiel stark gemacht hat und da bin ich sehr stark geprägt von diesen Autoren aus der Richtung wo es immer eigentlich darum geht."
  },
  {
    "start": 486.1,
    "end": 488.66,
    "text": "Es war einfach gesagt Kultur ist selber praktisch."
  },
  {
    "start": 489.42,
    "end": 501.94,
    "text": "Also Kultur sind nicht nur irgendwelche Weltbilder über den Kopfköpfen der Menschen die in irgendwelchen Büchern stehen sondern das sind Dinge, die also praktisch in unsere Alltagspaktiken eingehen."
  },
  {
    "start": 502.76,
    "end": 505.0,
    "text": "mich selber verstehe, wie ich die Gesellschaft verstehe."
  },
  {
    "start": 506.3,
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    "text": "Das ist eigentlich ein implizites Wissen das auch in die Art und Weise eingeht wie ich mich im Alltag verhalte."
  },
  {
    "start": 512.559,
    "end": 525.1,
    "text": "also wenn wir zum Beispiel sowas wie Geschlecht nehmen aus einem ganz klassisches Beispiel Also dass natürlich Geschlechter eben nicht etwas Natürliches ist sondern davon abhängt Wie führe ich Geschlechthlichkeit auf Männlichkeit oder Weiblichkeit?"
  },
  {
    "start": 525.3,
    "end": 529.78,
    "text": "In bestimmten Praktiken unter drin stecken ja bestimmte Modelle von Männigkeit und Weiblichkeit."
  },
  {
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    "end": 538.52,
    "text": "Da sieht man diese Codes selber etwas, was in der Praxis eingesetzt wird und dadurch ja erst auch zum Leben kommt."
  },
  {
    "start": 538.84,
    "end": 544.86,
    "text": "Und das ist also für mich eigentlich eine ganz grundsätzliche Perspektive auf das soziale und auf Gesellschaft."
  },
  {
    "start": 546.7,
    "end": 549.0,
    "text": "Also ich hab immer das Gefühl, man kann da gut Muster erkennen."
  },
  {
    "start": 549.18,
    "end": 551.56,
    "text": "Aber es ist eben nicht geschlossene Kategorien."
  },
  {
    "start": 551.64,
    "end": 560.86,
    "text": "und das Spannende ist ja auch wie sich einige dieser Interpretation Rollen hast erwähnt Routinen Institution normalisieren und dann kommen sie uns fast wie feste Strukturen ja vor."
  },
  {
    "start": 561.38,
    "end": 564.16,
    "text": "und deshalb ist diese Einleitung ja immer wieder zu fragen muss es so?"
  },
  {
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  },
  {
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    "text": "gegeben könnte dass auch anders sein."
  },
  {
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    "text": "Genau gerade wenn wir von sozialen Praktiken herkommen die haben ja einerseits eine Tendenz zur Konnte sagen Selbstwiederholung."
  },
  {
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    "end": 578.64,
    "text": "Also wenn man einmal ein Habitus hat, dann nagt er dazu dass man ihn immer reproduziert."
  },
  {
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    "end": 582.4,
    "text": "also man macht das gestern das gleiche wie heute man hat eben bestimmtes."
  },
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    "end": 584.44,
    "text": "warum sollte man es auch ändern?"
  },
  {
    "start": 584.54,
    "end": 586.58,
    "text": "Also eine Sedimentierung auch von Wissen."
  },
  {
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    "end": 594.32,
    "text": "aber du hattest vorhin ja dem Griff Reflexivität verwendet hier auch durchaus die Möglichkeit gerade in der Praxis etwas anders zu machen."
  },
  {
    "start": 594.74,
    "end": 602.88,
    "text": "Auf einmal gibt es einen Bruch, ob jetzt zufällig oder eben reflektiert und dann beginnt etwas Neues, etwas anderes."
  },
  {
    "start": 602.94,
    "end": 614.64,
    "text": "Und das ist ja das Faszinierende auch in der sozialen Welt, dass wir immer dieses... Ineinander Verwobenheit von Wiederholungen und Reproduktion einerseits, also auch in der modernen Gesellschaft."
  },
  {
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    "end": 623.82,
    "text": "Und dann aber auch diese Momente haben wo etwas bricht oder was widersprüchlich wird oder eben auf einmal einen Reflexionsmoment stattfindet."
  },
  {
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    "end": 626.92,
    "text": "Das fließt beides ineinander."
  },
  {
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    "end": 636.44,
    "text": "Wir waren ja Fortschritt in dieser Folge als ein Thema Ja, wie so eine Metaerzählung."
  },
  {
    "start": 636.64,
    "end": 650.1,
    "text": "Als der politischen Ökonomie kommt, sag ich mal Wachstum ist die ganz große Geschichte und ich will vielleicht sagen für die Gesellschaft das Fortschritt, so die ganze große Geschichte... um das Gefühl zu haben, wir sind auf einem guten Weg oder einen Versprechen."
  },
  {
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    "end": 651.48,
    "text": "Oder die Zukunft zu verhandeln."
  },
  {
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    "end": 657.84,
    "text": "Aber das kannst du viel besser erklären, wieso bist du bei dem Thema landet und zieht sich ja so ein bisschen durch?"
  },
  {
    "start": 658.4,
    "end": 660.6,
    "text": "Dass du guckst bei Kreativität hat ja auch sowas."
  },
  {
    "start": 660.72,
    "end": 666.6,
    "text": "ich denke mir noch mal was Neues aus vielleicht geht nochmal anderes Und dann komme später eben auch auf dieses thema Verlust."
  },
  {
    "start": 666.66,
    "end": 668.78,
    "text": "aber wie bist Du bei diesen Fortschrittsgedanken?"
  },
  {
    "start": 669.52,
    "end": 679.78,
    "text": "Also es ist so dass ich sollte ich vielleicht auch nochmal sagen also was mich ja eben auch an der Soziologie ... fasziniert oder was da auch mein Ausgangspunkt ist."
  },
  {
    "start": 680.3,
    "end": 682.56,
    "text": "Diese Frage, was ist überhaupt die westliche Moderne?"
  },
  {
    "start": 682.86,
    "end": 688.4,
    "text": "Also ich hatte ja am Anfang gesagt, was mich von vorn an interessiert ist in diese großflächigen Transformationen."
  },
  {
    "start": 689.28,
    "end": 695.3,
    "text": "und also wenn man aber so, wenn man von Großflächig-Transformation denkt dann hat man ja auch solche großen Begriffe wie Die Moderne."
  },
  {
    "start": 695.36,
    "end": 706.04,
    "text": "Also die westliche Moderne, wie sie sich also in Europa seit dem Ende des achzehnten Jahrhunderts ausgebildet hat mit der französischen Revolution, mit der Industrialisierung, mit einer Aufklärungsphilosophie, Mit der Verwissenschaftlichung."
  },
  {
    "start": 706.88,
    "end": 712.0,
    "text": "Und seitdem hat sich natürlich auch das Ganze nochmal transformiert, aber manche Dinge sind auch konstant geblieben."
  },
  {
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    "end": 722.08,
    "text": "Das ist eigentlich etwas was man sich immer wieder klar machen muss weil wir ja sonst auch dazu neigen würde ich sagen in der alltäglichen Wahrnehmung sehr stark im Moment zu leben."
  },
  {
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    "text": "also Was passiert jetzt wieder in der Gesellschaft?"
  },
  {
    "start": 725.68,
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    "text": "Also wir lesen darüber, schauen auf Social Media."
  },
  {
    "start": 728.24,
    "end": 730.24,
    "text": "Aber man muss eben diese Distanz auch gewinnen."
  },
  {
    "start": 730.32,
    "end": 733.32,
    "text": "Also was sind eigentlich die grundsätzlichen Strukturen, in denen wir da leben?"
  },
  {
    "start": 733.78,
    "end": 740.58,
    "text": "und da sind wir natürlich sehr schnell bei diesem Konzept von Moderne und das ist ja auch das, was tatsächlich, würde ich sagen, die Soziologie von Anfang an ausgemacht hat."
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    "text": "also diese große Frage, was sind Grundstrukturen westlicher Modernität?"
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    "text": "Und das ist etwas, was ja auch in der deutschen Soziologie Von immer, also ganz zentrale Frage war von Max Weber bis Jürgen Habermas quasi und ich denke man kann die Frage."
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    "text": "aber auch immer wieder etwas anders beantworten."
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    "text": "Das ist ja gar nicht unbedingt immer so klar, was diese Modernisierung ausmacht und vor allen Dingen wie sie sich selber noch mal in den letzten Jahrzehnten also stichwort spät Moderne gewandelt hat."
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    "text": "Aber auf jeden Fall wenn es um Moderne geht dann ist man eben tatsächlich beim Fortschrittsbegriff... Also das ist ja erstmal der Grund für mich, was ist überhaupt Moderne?"
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    "text": "Und also wirklich auch wenn man das mal vergleicht mit anderen Gesellschaftstypen vorher wirklich das Außergewöhnliches der Moderner ist... Die Moderne, also wenn wir das mal wie so ein Kollektivsubjekt sich vorstellen können, ist es natürlich negativ."
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    "text": "Also man hatte die goldenen Zeiten hinter sich und jetzt ist es eher so ein schleichender Niedergang, aber dass die Moderne ab diesem Optimismus hat."
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    "text": "Das heißt der Fortschritt Glaube ist ja auch etwas was die Gesellschaften antreibt und was dann ja teilweise wie eine Self-fulfilling Prophecy auch gewirkt hat."
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    "text": "also wenn man eben davon ausgeht dass es besser wird, dann arbeitet man auch daran, dass es bester werden kann und manchmal ist es dann ja auch so."
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    "text": "Und es gilt aber auch eher für die Lebensführung, so ein nächstes Bürgertum der Mittelschichten eben davon ausgehen also die Kinder werden es einmal besser haben."
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    "text": "Ich denke also bin nicht die Form sehr wissenschaftlich überhaupt arbeiten zu können durch die Erfindung von der Linse vom Künstler von fossilen Energien, von dann eine Potenzierung von Kraft."
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    "text": "Die wir vorher nur in Form von Tieren hatten und jetzt auf einmal mit maschinell unterstützter Formen ganz andere Reichweite und Geschwindigkeiten bringen"
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    "text": "Und ich hab manchmal das Gefühl, so dieses Prognostizin oder die Natur untertan machen ist ja auch ein bisschen dieser Begriff, der dann mitschwingt."
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    "text": "Aber dass das wirklich wichtig ist sich zu vergegenwärtigen ... dass das tatsächlich jetzt in zweieinhalb Jahrhunderten gebündelt, eigentlich so eine komplette Neuausrichtung gewesen ist."
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    "text": "Das ist ja auch ganz stark damit verbunden."
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    "text": "Aber ich denke, dass das wirklich uns alle, jetzt sage ich einfach mal, uns alle auch massiv prägt, diese Fortschrittsvorstehende."
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    "text": "Da gibt's ja auch ganz unterschiedliche Thesen."
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    "text": "Also wenn man schaut woher kommen diese moderne Fortschuhrsidee dass sie tatsächlich aus diesem wissenschaftlich technischen Bereich kommt also in der frühen Neuzeit Da wurde ja experimentiert."
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    "end": 1213.92,
    "text": "Es gibt so was wie eine experimentelle Wissenschaft erstmals, dann gibt es auch technologische Entwickler und da in dem Bereich hat man zum ersten Mal sowas wie ... kontinuierlichen Fortschritt gedacht und hat den dann später eigentlich auf die Gesellschaft insgesamt übertragen."
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    "text": "also die Gesellschaft selber lässt sich ja auch fortschrittlich transformieren oder ein Mensch selber kann sogar zu einem besseren oder höheren moralischeren Wesen usw."
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    "text": "Aber ich denke dass erstmal dieser Technik, das ist uns vielleicht noch nahe, also Technik und Wissenschaft so eine Art Keimzelle des modernen Fortschlussgedanke und dann hat man es übertragen."
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    "text": "Und ein zweiter Punkt, das finde ich eigentlich auch eine sehr spannende These die ich in vieler Hinsicht schlüssig finde."
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    "text": "Diese These kommt doch aus der Religion."
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    "text": "Man denkt ja erst mal überhaupt nicht weil mein Religion ist gar nichts modernes sondern etwas vormodernes."
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    "text": "aber das Christentum Also mit der Vorstellung eines Reichs Gottes, das in Zukunft kommen wird oder dass jetzt schon angebrochen ist."
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    "text": "Hat ja tatsächlich die Vorstellung, dass er uns noch mal etwas erwartet was ganz anders ist und zwar radikal besser."
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    "text": "also es gibt dieses kleine Buch von Karl Löwitz Das ist schon etwas älter aus den Ende der Vierzigerjahre."
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    "text": "Weltgeschichte als Heilsgeschehen, also das der Titel selber fast das ja jetzt schon... Also dass wir im Grunde wie modern haben die Forschung und die Weltgeschicht ist wie ein Heils geschehen."
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    "text": "Also das ist eine Entwicklung hin zum Besseren."
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    "text": "Bis hin am Ende vielleicht sogar perfekten Gesellschaften wo alle Probleme gelöst sind."
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    "text": "Also was die Christen dann in der Religion erhofft haben, hoffen dann also die säkularen Modernen von der Geschichte, von der Weltgeschichten?"
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    "text": "wenn man jetzt die Kolonialismus-Geschichte anschaut, dann war ja da auch so ein gewisser Überheblichkeitskomplex dabei."
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    "text": "Right Man's Verden würde das hier genannt."
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    "text": "Wir kommen jetzt hin und da war dieses protestantische und dieschristliche oder die protestantisch."
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    "text": "Arbeitsetik wird bei Max Weber und anderen stark betont."
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    "end": 1337.98,
    "text": "So dieses Leisten damit also das war immer mit einem Versprechen eben auch konnotiert aber auch einer Abwertung Wenn andere Kulturen überhaupt gar nicht wollten in der Lage waren, darüber nachgedacht hatten bis daher richtig Gas geben zu wollen."
  },
  {
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    "end": 1341.82,
    "text": "Weil die eventuell einfach auch zu viel waren wie sie waren aber das war immer defizitär."
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  {
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    "text": "Das ist ein richtiger Punkt."
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  {
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    "end": 1345.82,
    "text": "also erst mal die Fortschritt ist ja eine Idee."
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  {
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    "text": "und dann ist hier die Frage wurde sie umgesetzt?"
  },
  {
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    "end": 1356.38,
    "text": "von Anfang an auch so umgesetzt Sehen wir ja mittlerweile immer mehr und in den letzten Jahrzehnten, dass das ja auch eine gewaltsame Seite hat."
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    "text": "Also die Durchsetzung des Fortschrittsemparatis war nicht nur friedlich sondern es war auch etwas was sowohl nach ihnen als auch nach außen mit Eroberung, mit Kolonialisierung zu tun hatte und eben natürlich auch mit dieser Vorstellung."
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    "start": 1370.46,
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    "text": "also wir sind fortschrittlich die Anderen nicht."
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    "text": "Hat mir sogar in internationalen Beziehungen die Entwicklungsländer und die Industrielände."
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    "start": 1380.86,
    "end": 1390.54,
    "text": "der Fortschlussohnung da natürlich wirklich auch praxisprägend gewesen ist, aber auch in ganz anderen Bereichen wie der Wirtschaft."
  },
  {
    "start": 1390.58,
    "end": 1393.64,
    "text": "Also auch in solchen ganz einfachen Bereichen als Investition."
  },
  {
    "start": 1393.68,
    "end": 1410.5,
    "text": "und man geht immer davon aus also wenn man eine Investition tätigt dass die realisiert wird das sie tatsächlich auch sich etwas Besseres umsetzen lässt oder man nimmt ein Kredit auf für eine Investitions weil wir natürlich auch das Banken wie davon ausgeht der Kredit wird zurückgezahlt."
  },
  {
    "start": 1410.68,
    "end": 1419.64,
    "text": "Auch in solchen recht trivialen Bereichen sieht man es im Runde immer diese positive Zukunftserwartung eingebaut, also so kann man das vielleicht auch sagen."
  },
  {
    "start": 1420.02,
    "end": 1427.98,
    "text": "Also Fortschritt klingt ja ein sehr großer Begriff aber jetzt auf den Alter runtergebrochen bedeutet es eigentlich positive Zukunftserwartungen zu haben."
  },
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    "end": 1433.88,
    "text": "Hallo ich bin Paul Gründer und Initiator von Lemonade & Charity."
  },
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    "end": 1443.26,
    "text": "angefangen hat unser Projekt vor über siebzehn Jahren mit einer Limo aus frisch gepressten Limetten und der Überzeugung, dass Wirtschaft auch fair und anders funktionieren kann."
  },
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    "end": 1447.82,
    "text": "Aus einer simplen Idee in der WG-Küche ist heute eine Bewegung geworden."
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    "end": 1457.6,
    "text": "Es gibt uns in über dreißig Ländern – es kam bereits mehr als dreizehn Millionen Euro für den gemeinnützigen Lemonade & Charity EV und damit Sozialprojekte zusammen!"
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  {
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    "end": 1460.82,
    "text": "Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und ihr könnt dabei sein."
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    "end": 1463.4,
    "text": "Wir öffnen Lemonade vor unsere Community."
  },
  {
    "start": 1464.1,
    "end": 1468.88,
    "text": "Als Fairholderin gestaltet ihr die Zukunft mit Für ne Wirtschaft, die allen dient."
  },
  {
    "start": 1469.5,
    "end": 1471.82,
    "text": "Werde jetzt Teilhaberin von Lemonade und Charity."
  },
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    "start": 1472.32,
    "end": 1475.4,
    "text": "Die Infos findest du auf unserer Website lemon-aid.de."
  },
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    "end": 1479.76,
    "text": "Ich würde die beiden gerne mit dir auseinanderpacken."
  },
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    "start": 1479.8,
    "end": 1485.64,
    "text": "Einmal dieses Zukunftserwartung, weil ich glaube das hat viel auch mit Mut investieren wollen."
  },
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    "end": 1491.64,
    "text": "Ich tue etwas, ich betreibe einen Aufwand, weil es lohnt sich und hat ja ganz viel mit Motivation zu tun."
  },
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    "text": "aber dann wie bewerten wir was besser ist und schlechter?"
  },
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    "end": 1509.64,
    "text": "Das ist ja auch noch mal spannend und ich glaube da müssen wir heute ran, weil wir inzwischen deutlich sehen was die Kollateralschäden sind von dem wie wir bisher Fortschritt betrieben haben also Eine Nachhaltigkeitsagenda in der Neunzehnte, spätestens kam ja genau deshalb nach vorne."
  },
  {
    "start": 1509.68,
    "end": 1516.5,
    "text": "Weil sie gesagt hat es schön ... Diese Form von Entwicklung wird aber so nicht weiter funktionieren ohne dass wir die Ziele damit torpedieren."
  },
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    "text": "So ne?"
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    "text": "Aber vielleicht erst mal diese Rolle von Zukunft!"
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    "text": "Ich glaube, dies und deine Arbeit sind auch total relevant rausgestrichen was ich unheimlich überzeugend finde."
  },
  {
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    "text": "Und jetzt gerade ist ja diese Zukunft Angst eigentlich etwas das uns konfrontiert finden keine besonders konstruktive Formen sehr damit umzugehen."
  },
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    "end": 1544.88,
    "text": "Genau, also ich meine diese... das ist ja wirklich ... Auch das Besondere an der Moderne, also es gibt ja bei dem Sturge René Koselek diese Unterscheidung Erfahrungstraum Erwartungshorizont."
  },
  {
    "start": 1545.18,
    "end": 1552.84,
    "text": "Dass die Moderne davon ausgeht... Also wir erwarten von der Zukunft als Erwartungshorizont eigentlich etwas ganz anderes als wir in der Vergangenheit erfahren haben."
  },
  {
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    "end": 1554.94,
    "text": "Das kommt etwas Neues."
  },
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    "text": "Es ist etwas noch nie da gewesen."
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    "text": "Und dass die Zukunft anders sein wird als die Vergangenheit und zwar anders im Sinne von besser."
  },
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    "text": "Das ist auch ungewöhnlich."
  },
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    "text": "Diese Kontingenz Wir können sie gestalten."
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    "text": "Und das, denke ich, ist ja zunächst einmal prägend für moderne Institutionen auch für moderner Lebensformen."
  },
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    "end": 1583.4,
    "text": "Also ich denke dass das in vielerlei Hinsicht aber diese Vorstellung mittlerweile unter Druck gerät."
  },
  {
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    "text": "Das eine ist natürlich die Frage also was heißt überhaupt positive Zukunft?"
  },
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    "text": "Was heißt überhaupt Fortschritt in der?"
  },
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    "text": "Welche Maßstäbe legen wir da an?"
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    "text": "Das ist sicher auch von Anfang an durchaus, also im moderne Diskurs eine Frage gewesen."
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  {
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    "text": "Geht es um Freiheit, geht's um Gleichheit?"
  },
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    "end": 1610.9,
    "text": "Geht das um Wohlstand, geht es um Emanzipationen?"
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    "text": "Daher geht es Umlebensstandard oder geht es über Lebensqualität?"
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    "text": "Also wir haben ja immer konkurrierende Maßstäben gehabt."
  },
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    "text": "Ich finde eigentlich diesen Ansatz von dem Politikwissenschaftler Frank Charbonnier ganz anders, der halt Diese Theorie."
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    "text": "im Grunde geht es in der Moderne immer um Überfluss und Freiheit."
  },
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    "end": 1632.02,
    "text": "Das ist doch der Titel seines Buchs, das sind so ein Doppelhorizont also beides."
  },
  {
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    "end": 1640.7,
    "text": "Also einmal die Moderne ist das Versprechen von... immer mehr Komfort, auch von Wohlstand."
  },
  {
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    "end": 1652.06,
    "text": "Also Überfluss und gleichzeitig ist es aber auch das Versprechen von Befreiung, von Freiheit also nicht mehr in der Vordergesellschaft leben, nicht mehr im Patriarchat leben usw."
  },
  {
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    "end": 1659.14,
    "text": "Aber beides hat ja auch etwas gemeinsam mit dieser Vorstellung Emanzipationen von Zwang."
  },
  {
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    "end": 1667.8,
    "text": "Ich bin nicht mehr gezwungen durch repressive Verhältnisse, aber auch nicht mehr gezwungen durch den materiellen Mangel."
  },
  {
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    "end": 1680.64,
    "text": "Und das finde ich eigentlich schon wichtig, dass man sich klar macht, Utopie, wenn man so wählen oder Zukunftsvisionen ja auch mit diesem Wohlstandsideal verbunden."
  },
  {
    "start": 1681.02,
    "end": 1690.42,
    "text": "Also es gibt ja heute auch eine Neigung, ich würde sagen auch teilweise so eine intellektuelle Neigung zu sagen naja das ist eigentlich nur sekundär dieser Wohlstand und das war also eigentlich ging es immer um Freiheit als um Heereziele."
  },
  {
    "start": 1690.76,
    "end": 1700.36,
    "text": "aber muss ich klar mal, es ging auch immer um diese Frage Komfort, Wohlstände auch dass das Leben leichter wird durch Technik zum Beispiel leichter werden."
  },
  {
    "start": 1700.5,
    "end": 1710.44,
    "text": "Aber das beides möglicherweise mittlerweile an Grenzen gestohlen sind auch die Thesen von Also wir können nicht immer mehr überfluss, ja das schossen wir an Grenzen, ökologische Grenzen zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 1710.82,
    "end": 1714.88,
    "text": "Aber auch dieses Immermehrfreiheit stößt vielleicht auch ein Grenz, also auch in den Grenzen"
  },
  {
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    "end": 1715.34,
    "text": "der"
  },
  {
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    "end": 1716.04,
    "text": "anderen."
  },
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    "end": 1725.68,
    "text": "Aber das muss man sich klar machen, das ist denke ich so ein Doppelhorizont moderne und da müssen wir... Das würde ich auch so wahrnehmen, große Frage!"
  },
  {
    "start": 1727.3,
    "end": 1729.8,
    "text": "nochmal eine neue Definition des Fortschrittsmaßstabs."
  },
  {
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    "end": 1738.6,
    "text": "Ich möchte aber ganz gerne, also mit dieser Verlustthematik wenn ich das nochmal darauf eingehen darf, dass finde ich deswegen so wichtig weil es noch mal einen anderen Punkt reinbringt."
  },
  {
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    "end": 1745.44,
    "text": "Also ich denke erst einmal die Frage kann man sicherstellen Rekalibrierung des Fordschrittbegriffs?"
  },
  {
    "start": 1746.02,
    "end": 1754.94,
    "text": "Aber ich denke wenn man sieht Man sollte auch Folgendes sehen, diese Fortschrittsorientierung an sich hat einen blinden Fleck."
  },
  {
    "start": 1755.8,
    "end": 1759.24,
    "text": "Und zwar hat sie den blinden fleck dass ihr eigentlich mit Verlusterfahrung nicht umgehen"
  },
  {
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    "text": "kann."
  },
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    "end": 1770.66,
    "text": "und das ist noch mal was anderes als zu sagen wir brauchen jetzt eine neue fortschrittserzählung sondern wir brauchen auch, das finde ich fast noch anspruchsvoller, einen besseren Umgang mit Verlust-Erfahrungen."
  },
  {
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    "end": 1780.76,
    "text": "Denn die moderne Forschung und hier bedeutet, dass Verlusterfahrung, die es ja immer gegeben hat in allen Gesellschaften, eigentlich überhaupt nicht in dieses moderne Skript hinein passen."
  },
  {
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    "end": 1784.18,
    "text": "Also ich will mal ein ganz praktisches Beispiel im Umgang."
  },
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    "end": 1787.56,
    "text": "Das ist ja auch etwas, das ein unangenehmes Thema."
  },
  {
    "start": 1787.6,
    "end": 1789.62,
    "text": "Aber dass es so unangênem ist, ist bezeichnend."
  },
  {
    "start": 1790.04,
    "end": 1792.28,
    "text": "Es ist aber etwas mit dem wir auch täglich umgehen."
  },
  {
    "start": 1792.34,
    "end": 1794.96,
    "text": "Wir haben manchmal solche Erfahrungen."
  },
  {
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    "end": 1796.2,
    "text": "Das habe ich natürlich auch gemacht."
  },
  {
    "start": 1796.62,
    "end": 1800.34,
    "text": "Also zum Beispiel mit nahen Angehörigen oder Freunden, die z.B."
  },
  {
    "start": 1800.68,
    "end": 1805.18,
    "text": "sehr im mittleren Alter krank werden und dann einer schweren Krankheit sterben."
  },
  {
    "start": 1806.94,
    "end": 1808.94,
    "text": "Ultimative Verlust dieses Sterben."
  },
  {
    "start": 1809.16,
    "end": 1811.14,
    "text": "Für die Person selber, aber auch für ihre Angehörigen."
  },
  {
    "start": 1811.64,
    "end": 1821.66,
    "text": "Aber die moderne Kultur in dieser Fortschrittsorientierung hat nicht wirklich kulturelle Werkzeuge oder Nichtgute um mit diesen Verlusterfahrungen umzugehen."
  },
  {
    "start": 1821.88,
    "end": 1826.28,
    "text": "Häufig ist ... Das hab ich persönlich so erlebt aus einer Sprachlosigkeit."
  },
  {
    "start": 1826.98,
    "end": 1828.42,
    "text": "Also das ist so sinnlos!"
  },
  {
    "start": 1829.3,
    "end": 1834.2,
    "text": "Dieser Verluste ist so sinnlos und wir haben ... Das kann doch eigentlich gar nicht sein, ne?"
  },
  {
    "start": 1834.42,
    "end": 1838.34,
    "text": "Dass dann zum Beispiel ein Leben abricht Das gibt es aber in anderen Bereichen auch."
  },
  {
    "start": 1838.62,
    "end": 1846.88,
    "text": "Katastrophenfälle zum Beispiel oder eben im ganz anderen Fall, also in Europa erleben wir einen Zusammenbruch der Sicherheitsordnung die wir in den letzten Jahrzehnten hatten."
  },
  {
    "start": 1847.1,
    "end": 1849.92,
    "text": "das ist natürlich ein Verlust das ist tragisch."
  },
  {
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    "end": 1851.64,
    "text": "Aber wie gehen wir damit um?"
  },
  {
    "start": 1851.84,
    "end": 1858.0,
    "text": "Also wir werden ja mit bestimmten Verlüsten einfach konfrontiert und auch jetzt zum Beispiel was eine Klimawandel angeht."
  },
  {
    "start": 1858.46,
    "end": 1867.32,
    "text": "das ist ja auch ne... Wir hoffen natürlich noch dass wir das beeinflussen können in mancher Hinsicht völlig natürlich auch nicht mehr."
  },
  {
    "start": 1867.42,
    "end": 1870.74,
    "text": "Es ist ja teilweise schon einfach geschehen, das lässt sich aber auch nicht mal rückgängig machen."
  },
  {
    "start": 1871.02,
    "end": 1875.7,
    "text": "Das ist eben auch eine Unverfügbarkeit und ein Verlust der da ist mit dem wir umgehen müssen."
  },
  {
    "start": 1876.14,
    "end": 1885.24,
    "text": "Aber da eine klügerere Umgangsweise mit Verlusting zu finden würde ich jetzt sagen auf einer Metarebene wäre selber einen Fortschritt."
  },
  {
    "start": 1885.42,
    "end": 1889.42,
    "text": "Das klingt vielleicht paradox, weil so war die Fortschutzorientierung gar nicht gemeint."
  },
  {
    "start": 1889.7,
    "end": 1891.34,
    "text": "Das wäre aber selber ein Lernprozess."
  },
  {
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    "end": 1895.74,
    "text": "also mit Verlußten sowohl individuell als auch kollektiv Klüger zu gehen."
  },
  {
    "start": 1896.08,
    "end": 1900.02,
    "text": "Das ist selber natürlich nochmal eine Frage, aber du verstehst das noch mal."
  },
  {
    "start": 1900.12,
    "end": 1916.96,
    "text": "Denkin und andere Schlenker sind zu sagen wir brauchen jetzt einen anderen Fortschrittsbegriff mehr Lebensqualität weniger Lebensstand mehr Lebens Qualität sondern eben überhaupt nochmal zu fragen Wir haben diese Kehrseite, die Verlustkehrseiten der Fortschutzorientierung und wie können wir damit besser umgehen?"
  },
  {
    "start": 1917.88,
    "end": 1919.34,
    "text": "Ich habe da zwei Fragen handigt."
  },
  {
    "start": 1919.38,
    "end": 1935.24,
    "text": "Das eine ist, also aus der Transformationsforschung haben wir versucht – Thema Nachhaltigkeit, da komme ich her – zu sagen lasst uns ein paar Dinge anders machen um die grundlegende Idee von guter Versorgungssicherheit was sich für Fortschritt integral halten würde aufrecht erhalten."
  },
  {
    "start": 1935.34,
    "end": 1939.94,
    "text": "aber dafür muss ich ein paar Dinge loslassen und der öffentliche Diskurs war ganz schnell dabei."
  },
  {
    "start": 1940.32,
    "end": 1942.64,
    "text": "sie wollen ja Verzicht, Verbot, Verlust predigen."
  },
  {
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    "text": "Das heißt, wann ist denn Verlust absolut?"
  },
  {
    "start": 1945.6,
    "end": 1947.94,
    "text": "Was sind ein paar Gründe eben genannt oder Situationen genannt?"
  },
  {
    "start": 1948.28,
    "end": 1950.74,
    "text": "und bei anderen geht es ja eigentlich nur um Veränderungen."
  },
  {
    "start": 1951.26,
    "end": 1953.02,
    "text": "Und deshalb auch so ein bisschen die Frage."
  },
  {
    "start": 1953.52,
    "end": 1962.26,
    "text": "das Versprechen dass durch Veränderung besser wird, das wurde da ja nicht mehr gekauft wurde das bewusst topidiert von den Interessensgruppen, die keine Lust haben sich zu verändern."
  },
  {
    "start": 1962.44,
    "end": 1967.52,
    "text": "Oder das haben wir auch so ein bisschen als Alltagsbombo ja der Mensch mag halt Veränderung nicht."
  },
  {
    "start": 1967.92,
    "end": 1973.22,
    "text": "Das würde er eigentlich sagen, der hat nicht verstanden dass er in einer moderne Lebewohn-Veränderung immer vorne bedeutet."
  },
  {
    "start": 1973.72,
    "end": 1979.32,
    "text": "also deshalb diese Gemengelage wann darf ich Verlust zumuten weil ich sage ah da kommt hinten was besseres raus?"
  },
  {
    "start": 1979.38,
    "end": 1983.92,
    "text": "Das wäre dieser moderne Fortschutzbegriff weil ich auch etwas ändern muss dafür."
  },
  {
    "start": 1984.06,
    "end": 1988.38,
    "text": "Und wann ist es aber so, dass sich das Gefühl habt, da kommt nicht mehr Zukunft raus oder nicht mehr Fortschritt raus?"
  },
  {
    "start": 1988.5,
    "end": 1989.7,
    "text": "Die wollen mir was wegnehmen!"
  },
  {
    "start": 1990.18,
    "end": 1995.54,
    "text": "Ist das stark politisch auch instrumentalisiert worden aus deiner Perspektive?"
  },
  {
    "start": 1995.62,
    "end": 2001.78,
    "text": "Oder ist der Glaube daran, dass das neue wirklich tragen kann noch nicht ausgefeilt genug gewesen?"
  },
  {
    "start": 2001.88,
    "end": 2005.36,
    "text": "Kann ein erneuerbares Energiesystem uns wirklich so gut versorgen oder nicht?"
  },
  {
    "start": 2006.46,
    "end": 2011.34,
    "text": "Ist es eine Kombination aus beiden, dass die politischen Abteure gerne Misstrauen sähen daran, dass das andere funktionieren kann?"
  },
  {
    "start": 2012.52,
    "end": 2016.3,
    "text": "Ich hatte den Eindruck, diejenigen, die nicht verändern wollen hatten uns die Zukunft geklaut."
  },
  {
    "start": 2016.66,
    "end": 2019.4,
    "text": "Die haben gesagt hier ist Zukunft wir verhindern, dass ihr euch verändern müsst."
  },
  {
    "start": 2020.14,
    "end": 2020.84,
    "text": "Weißt du wo ich hin will?"
  },
  {
    "start": 2021.68,
    "end": 2024.7,
    "text": "Das ist ein sehr komplexer Punkt."
  },
  {
    "start": 2027.06,
    "end": 2030.48,
    "text": "Ich meine, die Verluste ... Wir hatten natürlich Verlusterfahrungen."
  },
  {
    "start": 2030.78,
    "end": 2036.56,
    "text": "Solche, die man schon gemacht hat als auch solche, die vielleicht antizipiert für die Zukunft oder Verlustängs vor den anderen Reden."
  },
  {
    "start": 2037.78,
    "end": 2039.16,
    "text": "Das ist ja nicht nur eine individuelle Frage."
  },
  {
    "start": 2039.2,
    "end": 2040.54,
    "text": "Er hatte gerade von dieses Ball schon tot."
  },
  {
    "start": 2041.6,
    "end": 2046.18,
    "text": "Individuelle Frage, aber die gesellschaftlich relevanten Punkte sind ja häufig noch mal anders orientiert."
  },
  {
    "start": 2046.22,
    "end": 2053.34,
    "text": "Da geht es auch um bestimmte Verluste, wo sich dann viele Leute fragen warum müssen wir diesen Verlust allein?"
  },
  {
    "start": 2053.4,
    "end": 2054.76,
    "text": "oder wer ist schuld daran?"
  },
  {
    "start": 2056.36,
    "end": 2062.36,
    "text": "da hat man nicht nur einen Verlust und jemand, der das verliert."
  },
  {
    "start": 2062.42,
    "end": 2066.76,
    "text": "Sondern auch die Frage nach dem Dritten, der zum Beispiel dafür verantwortlich ist."
  },
  {
    "start": 2067.42,
    "end": 2068.1,
    "text": "Das also ist z.B."
  },
  {
    "start": 2068.4,
    "end": 2069.96,
    "text": "ja auch typisch für den Populismus."
  },
  {
    "start": 2070.139,
    "end": 2081.08,
    "text": "Also ich will nicht sagen dass es jetzt nur ein Populisten oder wir haben auch in anderen Bereichen das aber immer so sein als wir haben jetzt zum Beispiel Modernisierungsverlierer im letzten Jahrzehnten durch Postindustrialisierung durch Gleichberechtigung der Geschlechter usw."
  },
  {
    "start": 2082.159,
    "end": 2094.08,
    "text": "Da sind natürlich auch Gruppen, die da Verluste dadurch erleiden und dann das dann aber zum Beispiel wo natürlich politisch gefragt werden kann oder es auch ausgebeutet werden kann, wer ist denn dafür schuld, dass ihr jetzt verliert?"
  },
  {
    "start": 2094.44,
    "end": 2099.18,
    "text": "Und diese Debatte hat man ja teilweise auch im ökologischen Bereich."
  },
  {
    "start": 2099.26,
    "end": 2102.54,
    "text": "Also wer ist jetzt schuld daran, dass sie ihr nicht mehr fliegen dürfen?"
  },
  {
    "start": 2104.8,
    "end": 2106.32,
    "text": "Das meinst du ja in solchen Gefällen."
  },
  {
    "start": 2106.38,
    "end": 2106.62,
    "text": "Genau!"
  },
  {
    "start": 2107.22,
    "end": 2109.9,
    "text": "Das ist natürlich eine Verkomplizierung."
  },
  {
    "start": 2110.12,
    "end": 2117.06,
    "text": "Ja das zeigt aber zunächst mal würde ich sagen, Verlust als etwas Kanallöses erscheint."
  },
  {
    "start": 2117.52,
    "end": 2121.36,
    "text": "Und das ist das moderne, von dem wir so stark geträgt sind."
  },
  {
    "start": 2121.44,
    "end": 2126.42,
    "text": "Also Verluste ist generell, also ich könnte sagen Verluster für alle Menschen immer etwas Negatives."
  },
  {
    "start": 2126.86,
    "end": 2136.82,
    "text": "aber es ist in modernen Gesellschaften immer besonders negativ weil die Menschen ja sehr stark von diesem Glaubengeprojekt sind die Moderne Verspricht Verbesserung."
  },
  {
    "start": 2137.36,
    "end": 2140.5,
    "text": "Und jetzt sollen wir da irgendwie verlieren, das sehen wir gar nicht ein."
  },
  {
    "start": 2140.58,
    "end": 2147.7,
    "text": "Das entspricht nicht dem was man uns versprochen hat und ich glaube dass ist so dieser Widerspruch mit dem wir da jetzt umgehen müssen."
  },
  {
    "start": 2149.84,
    "end": 2153.18,
    "text": "Naja gut Wenn man dann das Gefühl, es geht nicht unbedingt fair zu."
  },
  {
    "start": 2153.5,
    "end": 2155.62,
    "text": "Die einen dürfen nur und die anderen dürfen nicht."
  },
  {
    "start": 2155.66,
    "end": 2158.58,
    "text": "Dann fange ich natürlich auch an diese Frage wer will das eigentlich?"
  },
  {
    "start": 2158.62,
    "end": 2158.88,
    "text": "Genau!"
  },
  {
    "start": 2159.36,
    "end": 2162.5,
    "text": "Das ist ja auch der diese zwei nach Gewinnerverlierer-Konstellation."
  },
  {
    "start": 2162.66,
    "end": 2167.88,
    "text": "also beim Verlust geht es ja wenn wir das als gesellschaftliches Formel hier auch darum wer verliert und wer verlieret nicht."
  },
  {
    "start": 2168.42,
    "end": 2175.32,
    "text": "Also gibt es Verlierer gibt es Gewinner Und gerade die spät moderne Gesellschaft seit den achtziger Jahren ist ja eine die sehr stark dass muss man sagen."
  },
  {
    "start": 2175.38,
    "end": 2187.96,
    "text": "gewinner verlierer Konstellation kennt also wahrscheinlich stärker als die Jahrzehnte vorher diejenigen, die von der Wissengesellschaft wissensökonomie profitieren und diejenigen unter der Deindustrialisierung leiten."
  },
  {
    "start": 2188.38,
    "end": 2197.04,
    "text": "Und es gibt viele Bereiche wo man das sehen kann also diejenigen die eher in prosperierenden Regionen leben oder diejenigen in schrumpfenden Region nehmen."
  },
  {
    "start": 2197.32,
    "end": 2205.86,
    "text": "Also wir haben viele Gewinnerverliererkonstellationen und das ist auf jeden Fall gesellschaftlich politisch."
  },
  {
    "start": 2207.82,
    "end": 2213.06,
    "text": "Und da ist die Frage, wie gehen Menschen dieser jetzt etwas verliehen oder meinen?"
  },
  {
    "start": 2213.14,
    "end": 2215.2,
    "text": "Etwas verlieren damit oben."
  },
  {
    "start": 2215.24,
    "end": 2217.18,
    "text": "Sehen Sie ein individuelles Scheitern bei sich?"
  },
  {
    "start": 2217.24,
    "end": 2218.78,
    "text": "Gibt es natürlich auch die Fälle, ich soll das sagen."
  },
  {
    "start": 2218.82,
    "end": 2225.76,
    "text": "Ich bin selbst schuld und dann an einem persönlichen scheitern oder aber wird das Ganze jetzt projiziert auf andere?"
  },
  {
    "start": 2225.84,
    "end": 2227.42,
    "text": "also wir sind die Verantwortlichen."
  },
  {
    "start": 2227.62,
    "end": 2232.28,
    "text": "vielleicht sind hier auch wirklich personen verantwortlich wo man dann zurecht fragen kann wer ist dafür verantwortet?"
  },
  {
    "start": 2232.38,
    "end": 2233.6,
    "text": "wie kann man das wieder ändern?"
  },
  {
    "start": 2234.1,
    "end": 2236.46,
    "text": "also nicht als ich finde natürlich durch nicht."
  },
  {
    "start": 2236.84,
    "end": 2245.98,
    "text": "dass ist ja nicht mein punkt dass man jeden verlust ertragen soll sondern natürlich kann man ja sollte man ja auch fragen das ist ja auch eine ganz verziehbarer Impuls haben."
  },
  {
    "start": 2246.04,
    "end": 2247.9,
    "text": "Also wie kann man bestimmte Verluste auch verhindern?"
  },
  {
    "start": 2250.62,
    "end": 2254.62,
    "text": "Aber trotzdem, es bleiben ja immer Verluster übrig und das ist der Punkt."
  },
  {
    "start": 2254.68,
    "end": 2258.96,
    "text": "also Wie kann man jetzt eine nicht populistische Verlustpolitik betreiben?"
  },
  {
    "start": 2259.5,
    "end": 2260.68,
    "text": "Ja ich meine was sehr spannend ist."
  },
  {
    "start": 2260.72,
    "end": 2260.92,
    "text": "Da sind"
  },
  {
    "start": 2260.96,
    "end": 2262.82,
    "text": "wir zum Beispiel so ein Begriff Resilienz."
  },
  {
    "start": 2263.54,
    "end": 2263.68,
    "text": "Ich"
  },
  {
    "start": 2263.72,
    "end": 2265.74,
    "text": "würde nicht sagen dass das Erheimittel ist."
  },
  {
    "start": 2265.78,
    "end": 2273.86,
    "text": "Das kann man ja auch schon wieder ideologisch verbrämen aber Das finde ich schon interessant an diesem Resilienzbegriff ganz grundsätzlich, dass der ja davon ausgeht."
  },
  {
    "start": 2274.18,
    "end": 2278.18,
    "text": "Naja so ein einfacher Fortschritt wie wir das vorher kannten mit besser und mehr"
  },
  {
    "start": 2278.26,
    "end": 2278.46,
    "text": "usw.,"
  },
  {
    "start": 2278.7,
    "end": 2282.5,
    "text": "ist in vielen Bereichen eigentlich gar nicht mehr sinnvoll und realistisch oder auch gar nicht wünschenswert."
  },
  {
    "start": 2282.94,
    "end": 2288.52,
    "text": "Es geht aber eher darum auch mit negativen Einbrüchen zu rechnen also mit Verlusten."
  },
  {
    "start": 2288.64,
    "end": 2289.84,
    "text": "Das ist nur realistische."
  },
  {
    "start": 2289.96,
    "end": 2303.04,
    "text": "Also wir verstecken uns nicht vor diesen negatifen Ereignissen sondern erkennen sie Aber wir versuchen uns dagegen zu wappnen, dass sie doch nicht eintreten."
  },
  {
    "start": 2303.1,
    "end": 2316.76,
    "text": "Oder wenn Sie eintreeten, dass wir besser damit umgehen, ob das jetzt eine Pandemie ist, also gesundheitliche Resilienz oder eben Klimaresilienze oder Sicherheitsresilienzen und natürlich auch, dass ich selber als Individuum-Resilienter werde."
  },
  {
    "start": 2317.3,
    "end": 2327.92,
    "text": "Das finde ich schon eine interessante neue Begrifflichkeit, die sehr fiskäptischer ist als das klassische Fortschrittsverständnis mit negativen Einbrüchenverlusten rechnet."
  },
  {
    "start": 2328.28,
    "end": 2334.04,
    "text": "Aber trotzdem ist es schon weiterhin so was wie ein... Wir haben ein abgespeckte Fortschritts-Idee enthält."
  },
  {
    "start": 2334.4,
    "end": 2337.22,
    "text": "Das ist besser, Resilienz zu sein als nicht Resilienten zu sein."
  },
  {
    "start": 2338.64,
    "end": 2350.78,
    "text": "Resilience wird manchmal verstanden wie so eine Widerständigkeit aber das scheint mir jetzt zu einfach zu sein und es ist ja selber ein Transformationsprogramm auch für die Gesellschaft, wenn die Gesellschaft resilienter wird also wenn Berlin zum Beispiel klimaresilienter werden."
  },
  {
    "start": 2350.92,
    "end": 2356.0,
    "text": "natürlich sollte man auch suchen den Klimawandel an sich abzumehnen oder sogar zu stoppen."
  },
  {
    "start": 2356.42,
    "end": 2358.44,
    "text": "Aber mit manchen Folgen müssen wir erleben."
  },
  {
    "start": 2358.64,
    "end": 2361.02,
    "text": "Wir befinden uns hier ja gerade an der Hitzewelle."
  },
  {
    "start": 2361.4,
    "end": 2368.92,
    "text": "Also wie kann eine Stadt zu Berlin zum Beispiel durch Aufforstung oder durch eine Million neue Bäume klimaresilienter werden?"
  },
  {
    "start": 2369.18,
    "end": 2376.28,
    "text": "Also man rechnet da mit den Negativereignissen, die nächste Hitzewelle wird kommen aber man sieht, wie kann man sich da eben gegen Abrufern?"
  },
  {
    "start": 2376.38,
    "end": 2378.2,
    "text": "das ist selber ein Transformationsprogramm."
  },
  {
    "start": 2378.66,
    "end": 2387.9,
    "text": "Wie gesagt denke ich nicht dass das Al-Heinmittel ist Aber das ist denke ich schon auch eine mögliche Umgangsweise also mit dieser neuen Einsicht in Verlustereignisse."
  },
  {
    "start": 2388.92,
    "end": 2394.1,
    "text": "Mir fällt da so ein bisschen ... Es gab eine Zeitung, wo Resilienz einfach nur das Versprechen schien."
  },
  {
    "start": 2394.48,
    "end": 2397.42,
    "text": "Der Schock wird ausgestanden und danach ist es wieder wie vorher."
  },
  {
    "start": 2397.8,
    "end": 2401.96,
    "text": "Das war im Grunde genommen stark aus der Politik auch getragen."
  },
  {
    "start": 2403.06,
    "end": 2404.34,
    "text": "Und nicht ehrlich."
  },
  {
    "start": 2404.78,
    "end": 2410.16,
    "text": "Wir sehen ja, dass bestimmte strukturelle Veränderungen rausgezögert wurden, die uns jetzt auf die Füße fallen."
  },
  {
    "start": 2410.38,
    "end": 2413.76,
    "text": "Irgendwann funktioniert das Alte in einer veränderten Welt nicht mehr."
  },
  {
    "start": 2414.38,
    "end": 2419.66,
    "text": "Aber die Möglichkeit darüber In Ruhe zu reden, braucht ein gewisses Vertrauen."
  },
  {
    "start": 2419.92,
    "end": 2421.38,
    "text": "Also wir müssen Dinge verändern."
  },
  {
    "start": 2421.44,
    "end": 2427.76,
    "text": "damit es in Zukunft für alle weiter funktionieren kann wäre ja eigentlich ein Vortritt versprechen aber dieses Für Alle scheint mir da so wichtig."
  },
  {
    "start": 2427.86,
    "end": 2444.18,
    "text": "also ich glaube dass die wachsende Ungleichheit mit dem nicht fähig sein Dinge zu verändern nicht als Verlust empfinde wahnsinnig eng verbunden ist wenn ich das Gefühl habe die oben kaufen sich raus oder für die am Tisch sitzen in der Krise hoch kommen Übergewinnerinnen raus."
  },
  {
    "start": 2444.64,
    "end": 2457.42,
    "text": "Das ist natürlich genau der Momentum, wo ich nicht das Gefühl habe, dass das loslassen zu etwas Neuem führen kann, wo alle wieder ihren Platz haben sondern ich komme in so einen absoluten Verlustmoment, wo der Verteilungskampf einfach absolut wird."
  },
  {
    "start": 2457.8,
    "end": 2469.52,
    "text": "und ich hab das Gefühl da sind wir gerade nicht fähig die drei Fragen mit dem werden wir genug haben, werden wir genugteilen und wäre es eigentlich wir mal so ein bisschen ehrlich auf den Tisch zu legen, um da wieder Ruhe reinzukriegen."
  },
  {
    "start": 2469.8,
    "end": 2471.5,
    "text": "Also ich denke auch dass das ein wichtiger Punkt ist."
  },
  {
    "start": 2471.54,
    "end": 2477.56,
    "text": "also wenn jetzt noch einmal diese Überschrift nicht populistische Verlustpolitik denke das wäre einmal jetzt die Resilienz ein wichtiger punkt."
  },
  {
    "start": 2477.86,
    "end": 2487.22,
    "text": "aber ein zweiter Punkt ist ja in jedem Fall auch das was man vielleicht Verlustausgleich nennen könnte also dass man schaut welche sozialen Gruppen sind dann nicht besonders vulnerabel?"
  },
  {
    "start": 2487.48,
    "end": 2492.72,
    "text": "dieser Begriff Wunderer, Militärverletzlichkeit hängt auch mit dem Verlust-Bereich zusammen."
  },
  {
    "start": 2493.16,
    "end": 2497.44,
    "text": "Weil Verluste sind in der Gesellschaft nicht überall gleich verteilt."
  },
  {
    "start": 2497.76,
    "end": 2499.18,
    "text": "Da ist weniger zu wenig."
  },
  {
    "start": 2499.32,
    "end": 2500.04,
    "text": "Wir bestimmte"
  },
  {
    "start": 2500.12,
    "end": 2505.1,
    "text": "Gruppen haben besonders Affin für verschiedenste Formenverlusten."
  },
  {
    "start": 2505.18,
    "end": 2507.56,
    "text": "Also ob jetzt sozial gesundheitlich und so weiter."
  },
  {
    "start": 2507.94,
    "end": 2509.22,
    "text": "Und andere sehr viel weniger."
  },
  {
    "start": 2509.7,
    "end": 2513.86,
    "text": "was für letztes Jahr erst mal erfreulich ist, aber muss eben auf diese erste Gruppe schauen."
  },
  {
    "start": 2513.9,
    "end": 2517.12,
    "text": "Also diese vulnerable Gruppen und wie kann man die besonders schützen?"
  },
  {
    "start": 2517.32,
    "end": 2541.36,
    "text": "Ja also zum Beispiel um jetzt nochmal zu dieses Thema zurückzukommen Klimaresilienz in Berlin dann muss man ja auch sehen das bestimmte Stadtviertel ja besonders unter Überhitzung Leyen und da sind hier häufig auch gerade sozial besonders belastete Vierteln und da müsste man zunächst einmal mit der Klimaresilyenz beginnen und das kann man ja für viele Bereiche sagen Bildungsbereichen oder für den Gesundheitsbereich."
  },
  {
    "start": 2541.68,
    "end": 2551.82,
    "text": "Also es ist da besonders vulnerabel und wo muss eben auch besonders so was wie eine soziale Infrastruktur geschaffen werden, also um Verluste abzumälen dann zumindest."
  },
  {
    "start": 2552.64,
    "end": 2560.78,
    "text": "Ich finde aber noch ein weiterer Punkt jetzt in dieser Frage Geht es also mit Fortschritt und Verlust heute weiter, der mir wichtig ist."
  },
  {
    "start": 2561.22,
    "end": 2569.2,
    "text": "Ist dieser Gedanke... Das hatte ich auch in diesem Buch Oberverlust am Ende entwickelt oder zumindest angedeutet diese Frage des Fortsschrits Erbes."
  },
  {
    "start": 2569.76,
    "end": 2576.06,
    "text": "Also dass man Forts Schritt eben nicht mehr in erster Linie als etwas wahrnimmt was erst in der Zukunft kommt."
  },
  {
    "start": 2576.12,
    "end": 2578.88,
    "text": "Also Obama hat das ja selber gesagt the best is yet to come."
  },
  {
    "start": 2581.16,
    "end": 2588.66,
    "text": "Da kommen noch ganz neue Möglichkeiten so wie bei Star, Raumschiff Enterprise sind diese möglichen Welten."
  },
  {
    "start": 2589.18,
    "end": 2597.0,
    "text": "Ich meine, ich weiß nicht ob man das noch heute so realistischerweise glauben kann Aber es gibt sicherlich Hoffnung auf Verbesserung technisch."
  },
  {
    "start": 2597.5,
    "end": 2611.62,
    "text": "Das will ich jetzt auch nicht kleinreden, aber vielleicht sollten wir da die Perspektive etwas umkehren und uns eher fragen, welche Fortschritte in bestimmten Bereichen haben wir denn schon in den letzten zwei Hundertfünfzig Jahren erreicht oder auch in den vergangenen Jahrzehnten?"
  },
  {
    "start": 2612.6,
    "end": 2614.24,
    "text": "Für mich war das ein Erbe!"
  },
  {
    "start": 2615.26,
    "end": 2619.4,
    "text": "Aber dieser Begriff Erbe würde auch noch einmal klarmachen, dass ganzes fragil ist."
  },
  {
    "start": 2619.54,
    "end": 2621.62,
    "text": "Erbe ist ja immer etwas was man verspielen kann."
  },
  {
    "start": 2623.46,
    "end": 2627.32,
    "text": "Das sind keine festen Strukturen, die sicher sind."
  },
  {
    "start": 2628.3,
    "end": 2631.34,
    "text": "Sondern das ist etwas, ein Erbe, das immer weitergegeben wird."
  },
  {
    "start": 2631.8,
    "end": 2635.78,
    "text": "Aber wenn man pechert oder sich unklug verhält kann es auch irgendwann weg sein."
  },
  {
    "start": 2636.12,
    "end": 2640.16,
    "text": "Zum Beispiel jetzt... Das ist nochmal eine ganz andere liberale Demokratie als Erbe."
  },
  {
    "start": 2640.38,
    "end": 2652.7,
    "text": "Also das wäre ja, ich denke, wenn wir jetzt also sehr stark vom westlichen Fortschrittsdenken geprägt sind dann würde man ja häufig davon ausgehen, gut, dass ist halt die Errungenschaft der Moderne und dahinter fallen wir sowieso nicht zurück."
  },
  {
    "start": 2653.4,
    "end": 2658.22,
    "text": "Wie so eine Art, Jürgen Habermann hat ja mal so vom sperrklingten Effekt gesprochen wie so eine Sperrklinke."
  },
  {
    "start": 2658.58,
    "end": 2662.86,
    "text": "Also wir haben das jetzt erreicht und das ist irgendwie mechanisch gar nicht möglich, dass"
  },
  {
    "start": 2663.68,
    "end": 2663.74,
    "text": "es"
  },
  {
    "start": 2664.04,
    "end": 2665.48,
    "text": "nur immer weiter geht."
  },
  {
    "start": 2665.7,
    "end": 2668.14,
    "text": "Und das ist ja eigentlich eine unglaublich naive Vorstellung."
  },
  {
    "start": 2669.36,
    "end": 2676.42,
    "text": "Aber wenn man sagt die Bereitigung der Fortschrittserbe dann würde man eher sehen gut das ist in den letzten Jahrzehnten auch erarbeitet oder auch erkämpft worden teilweise."
  },
  {
    "start": 2676.84,
    "end": 2678.8,
    "text": "Das ist etwas Wertvolles von Giles."
  },
  {
    "start": 2680.86,
    "end": 2683.98,
    "text": "Jetzt könnte man sagen, zu bewahren und natürlich auch weiterzuentwickeln."
  },
  {
    "start": 2684.32,
    "end": 2691.1,
    "text": "Aber dann eben dass wir aber wirklich eine Perspektivverschiebung Fortschritt also eher auch in dem zu sehen was wir schon erreicht haben."
  },
  {
    "start": 2691.38,
    "end": 2700.76,
    "text": "um da auch mal ein konkretes Beispiel zu nennen also in den letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, also Kamala Harris hatte ja interessanterweise, als sie dann leider verloren hat."
  },
  {
    "start": 2700.82,
    "end": 2714.9,
    "text": "Aber sie hatte in ihrem Wahlkampf interessanter Weise diese Frage des Rechts auf Schwangerschaftsabbruchs sehr stark in den Mittelpunkt gestellt und da ging es ja um die Frage, dass das ein Recht erkämpft wurde und man eben auch behalten will."
  },
  {
    "start": 2715.98,
    "end": 2720.46,
    "text": "Also das war ja interessant, dass sie sich an der progressiven Partei im Grunde"
  },
  {
    "start": 2722.34,
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    "text": "ein"
  },
  {
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    "end": 2724.24,
    "text": "Schutz eines bestimmten Fortschritts erhaben."
  },
  {
    "start": 2724.56,
    "end": 2729.04,
    "text": "Ich würde jetzt, könnte man sagen fast etwas sagen, gut jetzt werden die progressiv und auch konservativ."
  },
  {
    "start": 2729.48,
    "end": 2739.54,
    "text": "Das würde ich aber gar nicht so negativ betrachten, sondern ich denke als Progressiver muss man da teilweise auch konserativ sein weil es ja auch darum geht die erreichten Fortsschritte zu verteidigen."
  },
  {
    "start": 2742.74,
    "end": 2743.0,
    "text": "gesagt."
  },
  {
    "start": 2743.04,
    "end": 2749.84,
    "text": "Es geht mir jetzt nicht darum, das andere extrem zu machen und sagen wir haben nur der Fortschritt ist schon da und fertig und es geht nun noch daran den zu verteidigen."
  },
  {
    "start": 2750.1,
    "end": 2767.98,
    "text": "Das wäre ja auch wieder zu einfach aber sich klarzumachen also was da auch eine Errungenschaft schon vorhanden sind von der liberalen Demokratie sicherlich auch über bestimmte ökonomische Prosperitäten, über eine bestimmte Bildungskultur bis hin zu Infrastrukturen die wir ja teilweise vernachlässigen."
  },
  {
    "start": 2768.02,
    "end": 2779.94,
    "text": "Das ist aber auch ein Fortschrittserbe der letzten hundert Jahre das für Funktionierende jetzt nicht mehr immer so aber doch funktionierende öffentliche Infrastrukture haben und dass wir das aber auch stärker fokussieren."
  },
  {
    "start": 2780.42,
    "end": 2798.06,
    "text": "also insofern auch da in der Forschungsberichtin würde man gar nicht verabschieden aber man sieht ihn jetzt auch eher schon in dem was wir bisher erreicht haben eben nicht dieser Illusion verfallen, dass das einfach immer so weiter geht und dass wir jetzt noch weitere Fortschritte in der Weise erreichen wie das in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten der Fall war."
  },
  {
    "start": 2798.36,
    "end": 2807.98,
    "text": "In bestimmten Bereichen sicherlich aber diese Automatismus dieser Geschichtsphilosophie die meint es könnte da immer nur in allen Bereichen immer mehr Überfluss immer mehr frei und so weiter geben."
  },
  {
    "start": 2808.26,
    "end": 2811.4,
    "text": "Das ist vielleicht ja auch eine Vorstellung von der wir uns verabschieden sollten."
  },
  {
    "start": 2812.38,
    "end": 2815.96,
    "text": "Ich frage mich, warum es so schwer ist über dieses Thema genug zu reden."
  },
  {
    "start": 2816.24,
    "end": 2822.68,
    "text": "Weil eine Freundin von mir hat ein Buch geschrieben, Arrival Economics wo sie gesagt haben, wann ist denn eigentlich auch mal gut versorgt?"
  },
  {
    "start": 2822.84,
    "end": 2827.78,
    "text": "Soffizienz ist ja so'n Begriff der sofort mit zurück in die Höhlen dann irgendwie konnotiert wird."
  },
  {
    "start": 2828.2,
    "end": 2846.5,
    "text": "dabei heißt das erst einmal genug und dann zu sagen für das gute Leben gibt es einen bestimmten eher Ja-Corridor auch Lebensqualität wenn wir das messen geht gar nicht immer weiter höher sondern es geht auf einem Spektrum von eins bis zehn weil ich davon ausgehe dass Mal so und mal so geht, je nachdem wie der Tag grad ist oder wie die Lebensumstände sich verändern."
  },
  {
    "start": 2846.86,
    "end": 2851.28,
    "text": "Wir haben das entkoppeln vom zu gewinn des materiellen Wohlstands von Lebensqualität."
  },
  {
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    "end": 2856.24,
    "text": "wir sehen natürlich aber auch und jetzt kommen um die Ecke die sagen ja wieso Geld macht doch glücklicher?"
  },
  {
    "start": 2856.4,
    "end": 2868.44,
    "text": "Ja wenn ich die Gesellschaft immer mehr in die Richtung strukturiere dass ich nur noch mit einem großen Portemonnaie Zugang zu guter Bildung finde zur Wohnraum finde Und privater Gesundheitsvorsorge ist es eine Binse, dass mich Geld glücklicher macht."
  },
  {
    "start": 2868.48,
    "end": 2872.18,
    "text": "Das liegt aber nicht am Geld sondern das liegt an dem Effekt, dass es Zugang garantiert."
  },
  {
    "start": 2872.46,
    "end": 2876.94,
    "text": "Das könnte ich ja auch anders organisieren und das war eigentlich das Versprechen in der sozialen Marktwirtschaft."
  },
  {
    "start": 2877.68,
    "end": 2884.96,
    "text": "Deshalb ist dieses Bild, in welchem Kontext leben wir immer so wichtig mal vorauszusetzen um dann auch zu sagen was ist vielleicht besser?"
  },
  {
    "start": 2885.04,
    "end": 2891.96,
    "text": "Also vielleicht ist die Sorge nehmen dadurch, dass sie sagen wir haben eine öffentliche Daseinsvorsorgung, die für alle funktioniert – der nächste Schritt!"
  },
  {
    "start": 2892.46,
    "end": 2895.7,
    "text": "Aber dann müsste ich vielleicht ein paar ökonomische Instrumente neu orientieren."
  },
  {
    "start": 2896.26,
    "end": 2912.9,
    "text": "Und statt irgendwelche Leute, die jetzt Billionäre sind abzufeiern und auf Treppchen stehen und sagen wir gehen übrigens zu Mars oder der Kollateralschaden auf Erde für die Datencenter und die Arbeitslosen den Betrug an der Börse, den habt ihr alle mitzutragen aber ich bin Billionär und wir stellen ihn immer noch aus Treppeln als wäre da Fortschritt."
  },
  {
    "start": 2913.76,
    "end": 2915.32,
    "text": "also das finde ich schon verrückt."
  },
  {
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    "text": "Die schlimmste Story war jetzt von Jeff Bezos, der gerade in Indien auf eine Konferenz gesagt hat."
  },
  {
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    "end": 2926.16,
    "text": "Ja Leute ihr könnt gerne gegen die Datencenter weiter protestieren und hier ... wie hat das gesagt?"
  },
  {
    "start": 2926.22,
    "end": 2940.0,
    "text": "Convenience ist ja schon fast bequemlichkeit der Menschen in den Fokus setzen oder wir können das Wasser für die Entwicklung der Superintelligenz nutzen, die dann dabei hilft für alle Abandons also jede Ressourcenteamatik für immer aufzulösen."
  },
  {
    "start": 2940.34,
    "end": 2952.28,
    "text": "Das ist ja ein Irresspiel mit irgendeinem wilden Zukunftversprechen Wo ich gleichzeitig nicht mal Willens bin, zu sagen wie kann man denn ein bisschen Fortschritt in die Richtung tatsächlich auch zeigen?"
  },
  {
    "start": 2952.46,
    "end": 2953.96,
    "text": "Also das ist ja so'n Spektrum."
  },
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    "start": 2954.06,
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    "text": "Glaub ich daran dass dieses wilde Versprechen überhaupt realistisch ist?"
  },
  {
    "start": 2957.96,
    "end": 2973.12,
    "text": "und warum sind die Menschen die das Wilde versprechen forcieren ersten superreich und zweitens nicht willens selbst zu zeigen wie vielleicht schonmal mittelfristig oder in zwei drei Jahren erste Fortsprüte zu erzielen sind Die auch für andere dann vielleicht einen Mehrwert haben."
  },
  {
    "start": 2973.52,
    "end": 2982.28,
    "text": "Also da springt ja dieses, irgendwann wird die Zukunft total Magic viel zu weit aus meiner Sicht um irgendwie Vertrauen gewinnen zu können."
  },
  {
    "start": 2982.32,
    "end": 2984.32,
    "text": "Und trotzdem sind das immer noch so ein bisschen die Helden."
  },
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    "start": 2984.36,
    "end": 2998.82,
    "text": "also deshalb wie verankern wir dieses Fortschutzversprechen in auch einer gewissen Beobachtbarkeit von Veränderung transparent als Thema, die dieses Vertrauen darin dass alle einen Platz finden sollen?"
  },
  {
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    "end": 3002.34,
    "text": "Das ist ja zumindest in Demokratien wichtig, einen da im Platz finden sollen."
  },
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    "start": 3002.4,
    "end": 3009.68,
    "text": "In diesem neuen Fortschrittsmodell, dass man das wieder ein Stück weit greifbarer macht und damit auch vertrauensfähiger macht."
  },
  {
    "start": 3010.28,
    "end": 3014.38,
    "text": "Also ich finde jetzt gerade auch dieser künstliche Intelligenz ist natürlich sehr interessant."
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    "text": "also wie auch damit umgegangen wird."
  },
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    "start": 3016.78,
    "end": 3018.98,
    "text": "Ich gebe dir eine Reihe von Umfragen."
  },
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    "end": 3028.0,
    "text": "Man sieht natürlich schon, also sagen wir mal dieses klassische technische Fortschrittsversprechen ist nicht mehr besonders glaubwürdig."
  },
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    "end": 3037.88,
    "text": "Also weil doch viele in der Gesellschaft... Ich denke auch unterschiedlich zum Internet vor einigen Jahrzehnten, dass ja erst damals doch eigentlich erstmal breit begrüßt wurde."
  },
  {
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    "end": 3048.82,
    "text": "Da gab es ja kaum jemanden, der das Internet war weil man erst mal sah, dass erleichtert viele Dinge neue Kommunikationsmöglichkeiten, neue Recherche oder Informationen möglich an uns und so weiter."
  },
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    "start": 3049.26,
    "end": 3053.56,
    "text": "also da war dieses technische Vorschloss eigentlich noch ziemlich verbreitet."
  },
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    "start": 3054.1,
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    "text": "aber jetzt wenn es um KI geht Ich hatte das erst gelesen, auch die Umfang in den USA beispielsweise."
  },
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    "start": 3059.96,
    "end": 3064.4,
    "text": "Also sind hier mehr Leute skeptisch als optimistisch und das ist ja schon bezeichnet."
  },
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    "start": 3064.54,
    "end": 3087.1,
    "text": "Sie sehen jetzt eher auch also einmal dass sie möglicherweise ökonomisch dadurch auch verdrängt werden, also dass ihre Arbeiten dadurch oberflüssig gemacht werden oder auch das zum Beispiel so was wie ein De-skilling stattfindet, also das bestimmte Kompetenzen eigentlich gar nicht mehr vorhanden sind oder quasi sie sich abtrainiert, oder gar nicht mehr erlernt."
  },
  {
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    "text": "Ich könnte mal sagen okay jetzt sind alle schon sofort so technisch skeptisch geworden."
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    "text": "es gibt das ja auch."
  },
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    "text": "aber ich denke eigentlich dass das ja durchaus eine gewisse Form von Vernunft ist auch jetzt von vorne rein also nicht mehr immer nur auf das Reihen zu fallen sondern auch schon die Kehrseite des Ganzen sehen."
  },
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    "text": "Trotzdem kann man natürlich, das tun ja auch die meisten, auch erst mal durch was auch die positiven Möglichkeiten."
  },
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    "end": 3121.02,
    "text": "Da könntest du den Endigens sehen, dass man also sehr viel schneller zum Beispiel sich Informationen zusammenstellen kann, dass das auch mancher Hinsicht an Gesprächspartner sagt und so."
  },
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    "text": "Das hat ja auch gewisse Vorzüge."
  },
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    "end": 3134.38,
    "text": "aber insofern mit ihren Masken usw.. Ich habe nicht der Meinung, dass das gesamtgesellschaftlich auf so fruchtbaren Boden fällt."
  },
  {
    "start": 3135.0,
    "end": 3142.84,
    "text": "Es gibt natürlich immer ein paar große Technikoptimisten, die wirklich meinen, dass die KI jetzt also wirklich alle Probleme lösen würde."
  },
  {
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    "end": 3145.06,
    "text": "aber das scheint mir eine Minderheit zu haben."
  },
  {
    "start": 3145.12,
    "end": 3165.2,
    "text": "Insofern denke ich, gesellschaftlich sind wir eigentlich schon soweit, dass viele eher ein abgeklärteres Verständnis von Technik haben und deswegen müsste es ja auch bei der KI darum gehen diese Technologie sozial zu gestalten, dass man sich immer klar macht und damit sind wir ja eigentlich auch am Anfang unseres Gesprächs um die Praktiken ging."
  },
  {
    "start": 3165.66,
    "end": 3170.52,
    "text": "Dass man sich klar macht Technologie ist ja nie etwas was ich einfach so durchsetzt."
  },
  {
    "start": 3170.58,
    "end": 3189.82,
    "text": "also ob das eine Naturgewalt wäre also Technik Determinismus die Technik die dominiert die Gesellschaft es ist ja überhaupt nicht der Fall sondern Technologie is ja selber etwas was in bestimmten sozialen Praktika angeeignet werden muss was im bestimmten institutionellen Ordnungen auf einem bestimmte Art und Weise gestaltet, reguliert wird oder eben nicht reguliert."
  },
  {
    "start": 3190.26,
    "end": 3193.28,
    "text": "Aber das hängt ab von dieser gesellschaftlichen Gestaltung."
  },
  {
    "start": 3194.16,
    "end": 3199.06,
    "text": "Das fängt an auch bei der Kontrolle der KI-Unternehmen."
  },
  {
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    "end": 3204.24,
    "text": "Und das hört auf wie ich jetzt alltäglich mit KI umgehe oder eben Nicht um gehe."
  },
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    "text": "Ich denke, dass man sich klar macht, dass es eine Gestaltungsaufgabe ist."
  },
  {
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    "text": "Welche sozialen Praktiken wollen wir denn?"
  },
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    "text": "Wollen wir entwickeln, um mit KI Umzugehen?"
  },
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    "end": 3218.24,
    "text": "einfach anpassen müssen, weil es sowieso kommt."
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    "text": "Sondern etwas was wir jetzt eben auch besser und schlechter gestalten können."
  },
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    "text": "Wir könnten das Klüger gestalten und wir könnten es eben weniger klug gestalten."
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    "start": 3225.88,
    "end": 3233.06,
    "text": "Und das denke ich... Auch das wäre ja durchaus jetzt wiederum ein Anschluss als Fortschrittsverständnis zu sagen also wir können das gestalten!"
  },
  {
    "start": 3233.14,
    "end": 3238.56,
    "text": "Also wir sind hier nicht dem ganzen Vollkommen ausgeliefert und müssen dem einfach nur folgen."
  },
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    "end": 3243.5,
    "text": "Also wenn das so wäre, wäre das denke ich wirklich ein Riesenproblem."
  },
  {
    "start": 3243.56,
    "end": 3255.38,
    "text": "Ich meine teilweise gibt es ja solche Prognosen dass die KI sich wirklich so entwickelt, dass hier also auch eine autonome Intelligenz gewinnt, die wir dann irgendwann ausgeliefert sind, also solange das aber noch nicht der Fall ist müssen wir natürlich diese Gestaltungsmöglichkeiten auch nutzen."
  },
  {
    "start": 3256.88,
    "end": 3263.7,
    "text": "Wir machen diese Staffel zu dem Thema westliche Zivilisation, weil sie so stark aus den USA gerade geprägt werden soll."
  },
  {
    "start": 3264.08,
    "end": 3279.04,
    "text": "Und in Europa soll die Ansage sein was Europa zu verändern hat, was jetzt viel diese Regulierung betrifft, die auch massiv durch US-amerikanische Konzerne unter Druck gesetzt wird, die genau mal soziale ökologische Leitplanken reinbringen würde oder wie ein Vorsorgeprinzip."
  },
  {
    "start": 3279.64,
    "end": 3287.48,
    "text": "Wollen wir jetzt wirklich gesellschaftsweiten Projekt starten und direkt als Realexperiment rauslassen, ob das Ding sich gegen uns wendet."
  },
  {
    "start": 3288.58,
    "end": 3307.1,
    "text": "Und da sind natürlich inzwischen so Beschleunigungsmechanismen drin wo ich das Gefühl habe Europa soll einfach ein Markt sein der das mitfinanzieren soll und deshalb sollen wir nicht gestaltende eingreifen und deshalb ist ein Fortschritts Narrativ was aus den USA kommt für uns im Grunde genommen keine gute Story, der wir uns unterwerfen sollten."
  },
  {
    "start": 3307.78,
    "end": 3309.98,
    "text": "Zumal ich denke in den USA gibt es ja auch Gegenkräfte."
  },
  {
    "start": 3310.5,
    "end": 3319.48,
    "text": "Auch diese Frage der Gestaltung von KI ist da auch zu einem großen politischen Thema bei den Demokraten aber teilweise auch bei den Republikanern und das geht hier auch quer durch die Parteien."
  },
  {
    "start": 3319.58,
    "end": 3331.46,
    "text": "also dass sie... Also insofern denke ich auch, dieser reine Technik-Optimismus und Determinismus, denn gibt's natürlich auch eine sehr einflussreiche Fraktionen, aber da gibt es eben auch Gegenkräfte."
  },
  {
    "start": 3332.28,
    "end": 3338.8,
    "text": "Die einflussreiche Fraktion ist ja inzwischen auch ziemlich autoritär unterwegs, in der Art und Weise wie sie auf Politik gerne Einfluss nimmt."
  },
  {
    "start": 3339.02,
    "end": 3342.04,
    "text": "Das darf man glaube ich an dieser Stelle überhaupt gar nicht unterbetonen."
  },
  {
    "start": 3342.86,
    "end": 3345.74,
    "text": "Und auch die Frage warum sind diese Unternehmen so hoch bewertet?"
  },
  {
    "start": 3346.34,
    "end": 3348.64,
    "text": "Als meiner Sichtthema hat sich der Kontext verändert."
  },
  {
    "start": 3348.74,
    "end": 3356.6,
    "text": "müssen wir da schon die enge Verbindung mit dem Pentagon und Trump und der Bereitwilligkeit sich kaufen zu lassen um begünstigende Rahmenbedingungen herzustellen für dieses Unternehmen."
  },
  {
    "start": 3356.9,
    "end": 3363.1,
    "text": "das sind alles Einflüsse die einen Kurs wie sie jetzt momentan dargestellt wird, überhaupt erst ermöglichen."
  },
  {
    "start": 3363.38,
    "end": 3367.6,
    "text": "Und wenn wir dann angucken, wo ist die USA wirklich besser in ökonomischen Indikatoren?"
  },
  {
    "start": 3367.68,
    "end": 3372.12,
    "text": "Wenn man diese großen Konzerne, diese fünf, sechs rausnehmen würde, sieht es gar nicht so super aus."
  },
  {
    "start": 3372.2,
    "end": 3375.32,
    "text": "Dann hat Europa eigentlich in den anderen Sektoren ziemlich gut aufgestellt."
  },
  {
    "start": 3375.84,
    "end": 3378.46,
    "text": "Deshalb bin ich da noch mal bei dem Kulturwissenschaftler."
  },
  {
    "start": 3378.58,
    "end": 3394.04,
    "text": "Wie erzählen wir denn besser was ein Vortrittsmodell jetzt im XXI Jahrhundert für einen Europas ... plus wahrscheinlich Alliierte ausmachen müsste, damit man sich nicht so unter Druck setzen und dann ständig schlechtreden lässt von Erzählungen und Zahlen."
  },
  {
    "start": 3394.12,
    "end": 3397.92,
    "text": "Wir eigentlich nicht mehr das ausdrücken, von dem wir sagen, dass sind unsere Werte hier."
  },
  {
    "start": 3398.56,
    "end": 3405.36,
    "text": "Also ich denke, ich meine erst mal so bestimmte klassische Fortschrittsideale wie Freiheit, Gleichheit und so weiter, die sind ja weiterhin von Relevanz."
  },
  {
    "start": 3405.78,
    "end": 3415.8,
    "text": "aber ich würde tatsächlich sagen – das hatte ich ja vorhin auch schon angedeutet -, dass da also einige neue Begriffe dazukommen um Fortschutz jetzt heute nochmal anders zu begreifen."
  },
  {
    "start": 3416.18,
    "end": 3423.84,
    "text": "Also einmal der Begriff der Resilienz… Das sind vier Resilienter, werden gesellschaften Resiliente."
  },
  {
    "start": 3424.16,
    "end": 3432.3,
    "text": "Dann die zweite Frage inwiefern da eben so was wie ein Verlust ausgleichstattet und das findet vor allen Dingen statt durch soziale Infrastrukturen also funktionierende soziale Infrastruktur."
  },
  {
    "start": 3433.66,
    "end": 3443.54,
    "text": "Und dritter Punkt wäre auch das Fortschrisserbe nicht zu verspielen sondern dass eben auch zu kultivieren Und da gibt es sicherlich aber auch so was wie bestimmte."
  },
  {
    "start": 3443.62,
    "end": 3445.94,
    "text": "Verlustakzeptanz wird auch nötig sein."
  },
  {
    "start": 3446.5,
    "end": 3456.02,
    "text": "Also das wären jetzt bestimmte, würde ich sagen Aspekte die auf jeden Fall eine Rolle spielen sollten in einem aufgeklärt spät modernen Fortschrittsverständnis."
  },
  {
    "start": 3456.08,
    "end": 3463.3,
    "text": "Das sind dabei eben alles Punkte, das muss ich natürlich schon sagen, die gerade mit dieser Einsicht im möglichen Verluste oben geht."
  },
  {
    "start": 3464.66,
    "end": 3468.1,
    "text": "Ja und einige werden wer nicht verhindern können, was jetzt angedeutet."
  },
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    "text": "Die bestimmte auch Umweltveränderungen können wir nicht mehr aufhalten."
  },
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    "end": 3480.24,
    "text": "aber das Wichtig ist zu verstehen wie in allen gesellschaftlichen Entwicklungen zumindest aus der Perspektive wie wir darauf gucken mit systemischen Ansätzen ist die Zukunft nie zu."
  },
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    "end": 3484.94,
    "text": "Also jeder Trend kann einen Gegentrend wieder mit sich bringen und ich kann relative Veränderungen."
  },
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    "end": 3486.32,
    "text": "Ja, also die Zukunft ist nie zu."
  },
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    "end": 3499.4,
    "text": "aber auch da würde ich jetzt schon ein bisschen Wasser in diesem modernen Wein geben nämlich es gibt ja sowas das müssen wir jetzt mittlerweile auch eins so was wie bestimmte Unverfügbarkeiten."
  },
  {
    "start": 3500.06,
    "end": 3508.14,
    "text": "Die Zukunft ist eben nicht völlig zu aber sie ist auch nicht völlig offen und sie isst durch bestimmte Unterwirkung die ja teilweise Menschen gemacht sind nicht mehr so."
  },
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    "end": 3514.44,
    "text": "und da denke ich ist natürlich überhaupt ganze Debatte um den Klimawandel, letzten zehn Jahre sehr lehrreich auch."
  },
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    "end": 3542.86,
    "text": "In vielerlei Hinsicht ist sie lehrreich aber insofern lehreich weil wir da ja jetzt sehen auch auf schmerzhafte Weise sehen müssen das Verhalten der Vergangenheit also seit dem Beginn der Industrialisierung letztlich mit dem verstärkten CO-Ausstoß dass das langfristige Folgen hat und zwei langfristig folgend die jetzt erst mal strukturell da sind Und die wir eigentlich nicht mehr rückgängig machen können."
  },
  {
    "start": 3543.14,
    "end": 3547.88,
    "text": "Also wenn man jetzt nicht in irgendwelches Geo-Engineering oder so glaubt und meint, das wird es natürlich nicht."
  },
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    "text": "Aber da gibt's bestimmte Dinge, die wir ja nicht mal rück gängigmachen können."
  },
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    "text": "Da ist eben diese Unverfügbarkeit schon da."
  },
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    "text": "Dann müssen wir mit umgehen!"
  },
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    "text": "Da können wir auch wieder besser und schlechter damit umgehen."
  },
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    "text": "Wir können natürlich auch wieder versuchen eine Klimamandel abzumähen, dass er sich nicht noch eskaliert."
  },
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    "text": "Aber bestimmte Dinger sind eben nicht mehr offen."
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    "text": "Sie sind zu."
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    "text": "Oder auch in anderer Hinsicht, das ist jetzt ein Thema, dass wir noch gar nicht angesprochen haben demografische Entwicklung."
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    "text": "Auch da ist es natürlich so... Da ist auch nicht, also in den nächsten Jahrzehnten nicht alles offen."
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    "text": "und da müssen wir eben auch mit umgehen."
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    "text": "Also wir haben zum Beispiel jetzt erst mal eine Altersstruktur die eben dazu führt dass ich will das überhaupt nicht bewerten es ist faktisch so als ein Alter in der Gesellschaft mit einem größeren Segment älteren oder hochbetagten war so in Europa aber auch in Ostasien z.B Es ist ja nicht nur ein europäisches Phänomen und das ist für die Gesellschaft eine enorme Herausforderung."
  },
  {
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    "text": "Da können wir auch nicht das Rad einfach zurückdrehen und sagen, da ist es aber erst mal nicht so."
  },
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    "text": "Und da müssen wir mit umgehen."
  },
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    "text": "oder zum Beispiel die Sicherheitssituation in Europa."
  },
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    "text": "Russland können wir uns auch nicht so einfach ändern."
  },
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    "text": "Die neue Bedrohungssituation ist ein Faktum."
  },
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    "text": "Auch da müssen Das kann sich natürlich schon noch mal ändern hoffentlich in den nächsten Jahrzehnten."
  },
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    "text": "Aber das würde ich auch klar machen, dass ist natürlich auch so eine Enttäuschung."
  },
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    "text": "letztlich also das ist modern."
  },
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    "end": 3633.32,
    "text": "Also wenn man jetzt ein ganz falsches Vorschluss wird dann hätte man das darf doch eigentlich gar nicht sein."
  },
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    "text": "Also es direkt verzweifelt, waren ja manche Leute auch und sind sie wie kann das jetzt sein?"
  },
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    "end": 3650.52,
    "text": "Aber wir haben bestimmte Bereiche wo... sicherlich vor allem auch Menschen gemachte Unverfügbarkeiten da sind, die können wir nicht mehr einfach rückgängig machen."
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    "text": "Wir müssen mit ihnen besser umgehen und das ist glaube ich eine gewisse Ernüchterung aber eine Ernüchterung, die nötig ist."
  },
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    "text": "Aber für mich es umgehen der Moment, der wichtig ist dass wir da also dieses Das ist unverfügbar."
  },
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    "text": "Da haben wir da keine Kontrolle darüber, aber wir haben natürlich"
  },
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    "text": "auszuhandeln wie die Reaktion draus sieht und da ist natürlich... Also kein"
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    "text": "Vaterismus davon dass wir können sowieso nichts machen sondern das sind wirklich komplexe Dinge die die Objektive da sind, aber wir haben unterschiedliche Umgangsweisen."
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    "text": "Also wie mit der KI ja auch."
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    "text": "Die KI lässt sich nicht mehr zurück erfinden."
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    "text": "wir haben ein ganzes Gutanzer geschrieben, wie super die digitale Revolution wäre um endlich die Säubruchstellen der Nachhaltigkeit in den Griff zu bekommen."
  },
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    "text": "Leider stand da auch drin oder... Wahrscheinlich korrekterweise aus der wissenschaftlichen Perspektive."
  },
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    "text": "Es kann auch sein, dass wir sie zum Randbeschleuniger machen von bisherigen Trends und momentan sind wir halt leider auf dem zweiten Weg."
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    "text": "aber das heißt nicht, dass es nicht Möglichkeiten gibt eben den anderen weiter wieder zum Portschrittsbegriff zu machen und das ist glaube ich deshalb so wichtig."
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    "text": "die Ausnahme ist sicherlich ein etwas zurückhaltender und skeptischerer Fortschritte nicht mehr dieser empathisch euphorische der totalen Machbarkeit."
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    "text": "Ich würde den geerdet nennen."
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    "text": "Wenn wir so viel Daten haben, gucken wir mal ehrlicher hin."
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    "text": "Das könnte auch eine Einladung für die Transparenz sein."
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    "text": "Wenn wir überlegen, wie wir in dieser Frage von gut mit der Situation umgehen vorwärtskommen ... in Europa über Vortritt sprechen oder was das Angebot von Zukunftsbeschreibung sein müsste, damit es wieder eine Einladung werden kann."
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    "text": "Also ich würde das wirklich ein bisschen skeptischer drehen."
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    "text": "Es gibt ja häufig diese Frage hast du jetzt nicht so gestellt?"
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    "text": "aber jetzt in anderen Fragen die Frage wie sollte das neue Fortschrittsnarrativ aussehen?"
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    "text": "Wir brauchen ein neues Fortschutznarrativ!"
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    "text": "Die ist auch in Ordnung aber wenn sie jetzt wirklich so daherkommt als ob wir nicht mit den Verlusten umgehen müssten dann scheint mir das... zu wenig oder auch zu wenig ehrlich eigentlich und ich glaube auch, dass es nicht wirklich gesellschaftlich verankert werden kann."
  },
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    "text": "Weil viele in der Bevölkerung selber ja nicht mehr daran glauben und zwar aus guten Gründen weil sie ja Verluste erleben."
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    "text": "Und also insofern noch einmal würde ich denken eine gute So ist natürlich ein Fortschrittsbegriff."
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    "text": "Also für die Gegenwart, das müsste auf jeden Fall einer sein der mit diesen Verlust realitäten umgeht."
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    "text": "und da haben wir die Punkte, die haben wir jetzt ja mehr vorgesprochen also von der Resilienz bis eine soziale Infrastruktur bis zu dem Fortschutzherber und dass ich denke dieses sich ehrlicher machen auch gegenüber auch die Politik."
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    "text": "Ich bin immer so froh zu sagen die Politik müsste dass überhaupt erhöht wird, was Sie jetzt sagen."
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    "text": "Das wäre natürlich schon wünschenswert wenn die auch im politischen Raum ehrlicher mit diesen Verlustmomenten umgegangen werden weil sie ja, wie gesagt ohnehin wahrgenommen werden."
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    "text": "Aber wenn sie eben eher politisch ignoriert werden von den etablierten Parteien ist dieses Kandialisierungsrisiko so groß, dass es Freunde und Populisten wären, die erst recht genüstlich aufgespießt sind in bestimmte Täter-Opfernarrative usw."
  },
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    "end": 3878.34,
    "text": "Das wollte ich natürlich nicht sagen oder das könnte man aber verhindern indem da auch offen gesagt wird."
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    "text": "Sicherheitslage ist jetzt halt so, Klimawandel ist jetzt so."
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    "text": "Wir haben unterschiedliche Geschaltungsmöglichkeiten und die müssen wir nutzen."
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    "end": 3897.88,
    "text": "Aber es ist nicht mehr dieses klassische Fortschrittsversprechen im Sinne von Es kann nur besser werden in dieser ... Jetzt muss ich auch sagen naivität das kann man denke ich nicht mehr propagieren."
  },
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    "text": "Aber wichtig dabei, glaube ich tatsächlich auch aufzupassen."
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    "text": "Das hast du ja auch in einem deiner Beiträge, ich gehört habe thematisiert dass wir uns auch nicht dauerhaft einreden."
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    "text": "das ist immer ganz viel schlechter."
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    "text": "also das ist ja Teil der populistischen Strategie."
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    "text": "Also ich fand es ganz faszinierend, ich hab Rheinland-Pfalz mir die Wahl angeguckt wie zufrieden sind sie?"
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    "end": 3924.52,
    "text": "und dann ging es mit Themen im öffentlichen Raum mit Bildung, öffentlicher Nachverkehr, Gesundheit, Ärzteversorgung etc."
  },
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    "end": 3930.58,
    "text": "Und es war durchweg so dass Personen die der AfD folgten unzufriedener waren mit einem und dem gleichen öffentlichen Raum."
  },
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    "end": 3937.08,
    "text": "Das heißt wenn man sich überlegt wie ich die ganze Zeit erzählt bekomme ob ich zufrieden sein darf oder mir jemand was wegnimmt?"
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    "text": "Ob das ganz schläft"
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    "text": "Dann habe ich natürlich auch etwas schwerer dabei."
  },
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    "text": "Die Frage eben auch in einem ... Das muss"
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    "end": 3947.32,
    "text": "mir leider sein, das Verlust-Sema ist kontaminiert."
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    "text": "Es ist ja auch teilweise besetzt und Niedergangsthematik"
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    "text": "usw.,"
  },
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    "text": "auch von Populisten."
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    "end": 3958.2,
    "text": "Das kann jetzt aber umgekehrt nicht bedeuten, also Verluste ist halt die Frage der Populistin."
  },
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    "text": "Und wir leugnen, dass sie es einfach, das kann es auch nicht sein?"
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    "text": "Nein!"
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    "text": "Ich glaube wirklich, die Frage trauen wir uns ehrlich hinzugucken und so ein bisschen zu schauen."
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    "text": "hier sollen alle einen Platz finden, der in Ordnung ist."
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    "text": "Das wäre ein bisschen dieses gesellschaftliche Versprechen."
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    "text": "Wir gehen ja zusammen durch."
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    "text": "Okay, danke!"
  },
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    "end": 3975.3,
    "text": "Da nehmen wir das mal mit."
  },
  {
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    "end": 3981.48,
    "text": "Die westliche Zivilisation muss nicht auf Treppchen in den Mars schießen sondern kann sich auch auf dieser Erde noch was ausdenken."
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  {
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    "text": "Vielen herzlichen Dank."
  },
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    "text": "Ich bedanke"
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  {
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    "end": 3993.86,
    "text": "mich So, vielen herzlichem Dank fürs zuhören."
  },
  {
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    "end": 4001.84,
    "text": "Neudenken ist ein Projekt von Mission Wertvoll Ein Science Society-Netzwerk dass sich den Chancen und Wegen in eine nachhaltige Zukunft verschrieben hat."
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    "text": "Wie wieder hinkommen?"
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    "text": "Das werden wir nur gemeinsam herausfinden Und deshalb freuen wir uns über eure Aufmerksamkeit und euer Feedback."
  },
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    "end": 4015.18,
    "text": "Besonders dankbar sind wir alle denjenigen, die durch einen finanziellen Beitrag unsere Arbeit hier möglich machen."
  },
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    "end": 4021.66,
    "text": "Wenn auch du Lust hast neu denken zu fördern und aktiv mitzugestalten dann schau gerne einmal in die Show Notes wie das"
  },
  {
    "start": 4021.86,
    "end": 4022.06,
    "text": "geht!"
  },
  {
    "start": 4022.92,
    "end": 4025.04,
    "text": "Hoffentlich bis zum nächsten Mal."
  }
]