[
  {
    "start": 7.0,
    "text": "Sabine: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Liebesdoppel.",
    "end": 11.0
  },
  {
    "start": 11.0,
    "text": "Roland: Der Podcast fürs Zwischenmenschliche.",
    "end": 14.0
  },
  {
    "start": 14.0,
    "text": "Sabine: Hier sind die Bösels.  Mein Name ist Sabine Bösel.",
    "end": 16.0
  },
  {
    "start": 16.0,
    "text": "Roland: Und mein Name ist Roland Bösel.",
    "end": 19.0
  },
  {
    "start": 19.0,
    "text": "Sabine: Und wir widmen uns heute der Frage, alles toxisch oder was?",
    "end": 29.0
  },
  {
    "start": 29.0,
    "text": "Roland: Willst du modern sein?  Dann reih dich vielleicht auch einen in die Zuschreibung:  Das ist eine toxische Beziehung. Und warum wir dem Thema eine ganze Podcast-Folge widmen, hat den Grund, weil es da ein großes Missverständnis gibt.  Vielleicht gleich von Anfang an. Es gibt natürlich Momente in einer Beziehung, die man als auch toxisch bezeichnen kann. Aber deswegen ist die ganze Beziehung nicht toxisch.  Vielleicht ist es im Moment, fühlt es sich so an, wie wenn es immer so war oder immer so sein wird. Jede Beziehung verdient die Wertschätzung für auch die Ressourcen, für das Besondere der Beziehung. Wenn wir über das Wort toxisch reden, müssen wir zum Beginn gehen.  Zum Beginn einer Beziehung.  Viele von euch kennen unsere Podcast-Folgen für alle anderen, die vielleicht zum ersten Mal zuhören. Wenn wir uns verlieben, dann ist unser Kritikzentrum in unserem Gehirn ausgeschaltet.  Also dieser Teil im Gehirn, die das überprüfen, ob das zum Beispiel eine gute Beziehung ist für eine langfristige Beziehung, wo ich glücklich werde, das ist ausgeschaltet.  Und das ist auch gut so. Würde das nicht passieren, wären wir schon als Menschen lange, lange ausgestorben.",
    "end": 107.0
  },
  {
    "start": 107.0,
    "text": "Sabine: Wir haben in einer Folge das genannt, die rosa Brille.  Man hat dann die rosa Brille auf.  Man merkt es daran, dass man Schmetterlinge im Bauch hat, dass man einfach begeistert ist und fliegt. Man hat irgendwie Flügelwachs in einem und man zeigt sich selbst auch von seiner besten Seite.  Also wenn man so richtig verliebt ist, kennt ihr sicher alle.  Jeder war schon mal in dem Zustand. Und wie gesagt, das Kritikzentrum ist ausgeschaltet.  Und man findet das ganz, ganz super und findet sich selber auch meistens super.",
    "end": 134.0
  },
  {
    "start": 134.0,
    "text": "Roland: Höhenflüge sind da inkludiert.  Und die gute Freundin oder der gute Freund sagt, um Gottes Willen, warum nimmst du denn den?  Der ist doch schon wieder so ein Typ, der dir dann nicht zuhört oder nicht reden wird. Warum sprechen die Menschen so?  Weil die sind ja nicht verliebt.",
    "end": 153.0
  },
  {
    "start": 153.0,
    "text": "Sabine: Wir haben eine klare Brille auf.  Wir haben keine rosa Brille auf und sehen dann auch schon die Schattenseiten von der Person.  Wenn man ein bisschen Lebenserfahrung hat, kann man das relativ schnell erkennen, auch wie sich jemand verhält, wenn man eben nicht dieses Kritikzentrum ausgeschaltet hat. Und wir wären aber schon ausgestorben, wenn es das nicht gäbe, dass wir uns verlieben, wir Menschen.  Das liegt in unserer Natur.",
    "end": 177.0
  },
  {
    "start": 177.0,
    "text": "Roland: Wenn jemand schon damit anfängt zu sagen, das ist eine toxische Beziehung, dann müsste man sagen, wir haben eine toxische Partnerwahl.  Und es gibt ja auch so berühmte, anerkannte Bücher, die sagen, verabschieden wir uns von der Romanze, jeder Paarbeziehung.  Ja, weil dieses Verliebtsein ist ja nur so ein Hineinschnuppern in eine Beziehung, die wirkliche Beziehung. Oder wie es der H.P. Kerkeling nennt, Beziehung ist eine Arbeit, Arbeit, Arbeit, beginnt ja dann, wenn die Verliebtheit abklingt.  Aber warum wir uns hier an dieser Stelle wiederholen, ist einerseits, weil man es nicht oft genug sagen kann und darüber sprechen kann, und weil, wenn wir das Kritikzentrum ausschalten in der Verliebtheit, was wir ja nicht bewusst machen, sehen wir eben nicht diese Schattenseiten.",
    "end": 228.0
  },
  {
    "start": 228.0,
    "text": "Sabine: Ich vergleiche das gerne mit einem Strichcode, mit Schwarz-Weiß-Streifen, so wie im Supermarkt, diese Strichcodes eben.  Oder mit dem Zebra.  Ein Zebra ist ja auch schwarz-weiß gestreift. Und jedes Zebra schaut anders aus.",
    "end": 245.0
  },
  {
    "start": 245.0,
    "text": "Roland: Jedes Zebra schaut vielleicht ähnlich aus, aber es hat ein Muster, ähnlich wie beim Menschen der Daumenabdruck, das Muster ist einmalig.",
    "end": 255.0
  },
  {
    "start": 255.0,
    "text": "Sabine: Und das Zebra-Baby, wenn es geboren wird, merkt sich und prägt sich gut ein sozusagen den Strichcode oder die Streifen von der Mama, von der Mutter.",
    "end": 266.0
  },
  {
    "start": 266.0,
    "text": "Roland: Weil das Zebra ist ein Fluchttier, das heißt, wenn Gefahr ist, flüchten die Zebras und da ist es für das Baby überlebensnotwendig, den Strichcode sich zu merken, weil eine andere Stute würde das Baby niemals säugen, das heißt, das Zebra-Baby würde dann sterben.  Und deswegen geht die Mutter auch nach der Geburt immer wieder im Kreis um das Zebra-Baby herum, damit das Zebra-Baby sich das einprägt, dieses Strichmuster.",
    "end": 297.0
  },
  {
    "start": 297.0,
    "text": "Sabine: Ja, und so ähnlich ist es bei uns Menschen, wenn wir unsere Kindheitsbetreuer, wer immer da jetzt ist, die Mutter, der Vater, vielleicht Großeltern, vielleicht Kinderfrau, ältere Geschwister, also alle, die uns da betreuen als Kind, die wichtig sind, wichtige Bezugspersonen, all die prägen wir uns ein als Kind und das nennen wir dann das Imago oder der Strichcode.",
    "end": 319.0
  },
  {
    "start": 319.0,
    "text": "Roland: Oder die Seelenverwandtschaft.",
    "end": 321.0
  },
  {
    "start": 321.0,
    "text": "Sabine: Oder Seelenverwandtschaft.  Dann verlieben wir uns in jemanden, der in etwa dem entspricht.  Nicht ganz gleich, beim Zebra muss es ja gleich sein, aber da gibt es viele Menschen auf dieser Welt, die imstande sind, einerseits diese hellen Streifen, diese hellen Streifen machen mir ja kein Problem, das ist ja wunderbar, wenn ich etwas, was ich schon gekannt habe als Kind, das finde ich dann wieder als Erwachsener und verliebe mich, wunderbar. Das Problem sind ja die dunklen Streifen  und ich verliebe mich garantiert in jemanden,  der mich mit meinen Kindheitsschmerzen,  mit meinen Defiziten, dort wo ich im Stich gelassen wurde,  wo ich verletzt wurde, wo ich ignoriert wurde,  wo ich also wunde Punkte habe  und ich verliebe mich in jemanden,  der genau diese wunden Punkte dann drücken kann,  diese Knöpfe drücken kann  und diese Wunde dann schreit au au au,  ich brauche etwas, ich brauche Heilung  und genau in so jemanden verlieben wir  und damit sind wir jetzt wieder bei dem Thema toxisch  und mir gefällt das Wort ja nicht,  weil ich finde toxisch heißt ja auch,  dass es ein Gift ist und ein Gift verschwindet ja nicht. Ich meine, dieser dunkle Streifen verschwindet auch nicht, aber das sind ja Themen, die dann auch im Laufe der Zeit auch geheilt werden.  Ich meine, es ist auch ein großes Wort Heilung,  aber ich kann natürlich, wenn du jetzt meinen wunden Punkt drückst,  haben wir natürlich dich ausgesucht,  damit du das machst,  aber nicht bewusst, sondern unbewusst  und dann kann ich das bearbeiten,  dann ist das Thema da,  dann sage ich au, das tut weh  und dann haben wir Streits und Diskussionen  und Machtkämpfe und im Laufe der Zeit,  aber lernen wir damit besser umzugehen.",
    "end": 424.0
  },
  {
    "start": 424.0,
    "text": "Roland: Das heißt, wenn das Kritikzentrum ausgeschalten ist,  gibt es doch so einen unbewussten Anteil,  der diesen Schatten schon antizipieren kann und nachdem das ja dasselbe Thema ist  und wir haben eine Folge darüber gemacht,  auch über die Seelenverwandtschaft,  wie die Uli Retter gerne sagt,  den selben Stallgeruch haben,  suchen wir unbewusst uns einen Menschen aus,  der auch diese dunklen Streifen hat  und zum Beispiel die Sabine hat mich ausgesucht,  das Kritikzentrum war Gott sei Dank ausgeschalten,  weil dann hätte sie schon wissen müssen, dass ich auch so grantig sein kann  und so Vorwürfe machen kann, wie das meine Schwiegermutter,  du sagst, ich darf das sagen,",
    "end": 467.0
  },
  {
    "start": 467.0,
    "text": "Sabine: sehr oft gemacht hat,  sehr oft ihre eigenen Schuldgefühle mir serviert hat, indem sie mir irgendwie Vorwürfe gemacht hat,  da möchte ich jetzt nicht so sehr ins Detail gehen,",
    "end": 477.0
  },
  {
    "start": 477.0,
    "text": "Roland: ja, aber das kann ich auch gut,",
    "end": 478.0
  },
  {
    "start": 478.0,
    "text": "Sabine: das kannst du auch gut  und das Thema musste bearbeitet werden,  das Thema hat danach geschrien,  hey, wer kann das machen,  wer kann mir bitte, hallo,  wer kann mir diese Vorwürfe bitte machen,  ich brauche so jemanden,  ich brauche dringend so jemanden,  dann hast du aufgezeigt,  hier bin ich, ich mache das gerne,  gerne vielleicht nicht,",
    "end": 496.0
  },
  {
    "start": 496.0,
    "text": "Roland: natürlich mit Augenzwinkern,  wie du dir denken kannst,  ich habe nicht wirklich hergeschrien,  aber so passiert es  in dieser unbewussten Partnerwahl,  wir verlieben uns einem Menschen,  der einem wieder diesen Albtraum reproduzieren kann,  den wir schon kennen, wir sind zwar auch ein Traummann  oder Traumfrau,  aber wir sind auch Albtraumfrauen,  Albtraummann  und dann vor allem für Außenstehende,  die dann sagen,  die haben wieder gestern so gestritten  und sie haben so geschrien  und der Teller ist ihnen geflogen  und so weiter,  dann sagt man,  die haben wirklich eine ganz furchtbare Beziehung  und dann gibt es viele, teilweise Expertinnen, Experten,  aber manchmal auch Selbsternannte, die dann sagen, das ist toxisch,  interessanterweise, Sabine, werden solche Wörter wie toxisch  vor allem dann verwendet, wenn man irgendwie mit dem Latein am Ende ist  und dann sagt, ich muss mich von dir trennen,  weil du bist ja toxisch,  dass man aber selbst damals  unbewusst gewählt hat,  eigentlich müsste man sagen, oh, ich habe dich damals gewählt,  ich habe nicht genau geschaut, also fange ich einmal an  und vergebe mir selbst,  dass sich mir jemand ausgesucht hat,  der mich wieder in diese Albtraumgeschichte hineinführt.",
    "end": 574.0
  },
  {
    "start": 574.0,
    "text": "Sabine: Ja, und dafür ist es wichtig  zu wissen, okay, mein Unbewusstes  hat diese Menschen gewählt  und zwar nicht damit, dass sich das alles wiederholt,  sondern damit wir uns gemeinsam weiterentwickeln  und das ist eigentlich die Frage,  weil unsere Beziehung ist  toxisch, das hat so etwas  Festgeschriebenes, können  wir uns weiterentwickeln, das ist die Frage,  ist es möglich, dass wir uns gemeinsam weiterentwickeln,  dass wir lernen, dass unsere  Kreise kürzer werden  und damit bin ich jetzt bei der Turmdeckelschnecke,  ich bin neugierig, ob ich das jetzt, ich werde versuchen,  das zu erklären, vielleicht  magst du auch einmal googlen, was eine Turmdeckelschnecke  ist, also  was ich damit meine ist, können  wir lernen voneinander, können wir  die dunklen Streifen sind da,  okay, ich bin mir jetzt  bewusst, dass die dunklen Streifen da sind,  was machen wir miteinander, lernen wir, wir machen Dialoge, wir sprechen  miteinander, das hat mir wehgetan,  warum hat es mir wehgetan,  natürlich hat das mit meiner Geschichte zu tun  und ich bitte dich, dass du  das, dieses Verhalten jetzt  veränderst, bitte, dass es  von heute auf morgen weg ist, das kann man vergessen,  aber die Kreise werden kürzer und wir sind wirklich das lebende Beispiel dafür,",
    "end": 645.0
  },
  {
    "start": 645.0,
    "text": "Roland: wir nennen es ganz gern, man macht die Ehrenrunden,  werden kürzer, genau,",
    "end": 649.0
  },
  {
    "start": 649.0,
    "text": "Sabine: oder auch die Schleifen, ich sage manchmal auch  Schleife, es ist immer wieder das gleiche  Thema und man hat manchmal das Gefühl,  es dreht sich im Kreis, jetzt haben wir  wieder das gleiche Thema, jetzt haben wir es wieder,  es geht mir auf die Nerven,  was wir bemerken,  sowohl bei uns, finde ich, dass wir es  wirklich, dass es wirklich viel kürzer geworden  sind, früher haben wir über Themen manchmal ein, zwei Wochen gestritten  oder ich habe dann so Eiseskälte  im Wohnzimmer, ich habe dann so eine Kühlschranktemperatur im Wohnzimmer  gehabt, so Eisprinzessin, nicht mehr  gesprochen und das ist  schon lang vorbei,  jetzt sind die Kreise kürzer,  manchmal sind es fünf Minuten, zehn Minuten, ich glaube, viel länger ist es  nicht, vielleicht ist es mal eine halbe Stunde,  aber wir haben  nicht mehr diese langen, ja, die Themen  wiederholen sich, das heißt, der Kreis  wird kürzer, von  mir ist bewusst, was ich dazu beigetragen  habe, es hat mich gestört, was du  gemacht hast, wir reden drüber  und man kann auch sagen, es tut mir leid,  also das geht oft in fünf Minuten bei uns beiden, dass wir wieder aussteigen aus diesem  Kreis und was noch ist  bei der Turmdeckelschnecke,  jetzt stell dir das mal vor, eine  Schnecke, es wird kleiner  die Kreise und es geht einen Level  höher, das heißt, wir reden dann  schon auf einem höheren Level, auf einem höheren  Level der Bewusstheit,  dass ich  relativ schnell sagen kann, das und das  hat mich gerade gestört,  dass ich dir das auch sagen kann und artikulieren kann, früher habe ich nur gemerkt,  irgendwas stimmt nicht, aber ich konnte es gar  nicht sagen oder ich konnte es  nicht artikulieren oder ich konnte  es nicht genau orten, was  es ist, jetzt kann ich es natürlich schneller auch  sagen, was mich stört  und kann auch schneller erkennen, was habe  ich dazu beigetragen, dass eine Situation so war, wie sie war,  ja, jetzt sage ich das Wort  nicht noch einmal, mit dem wir begonnen  haben, sondern diese dunklen Streifen werden dann von uns bearbeitet  und werden immer kleiner.",
    "end": 762.0
  },
  {
    "start": 762.0,
    "text": "Roland: Und jede  Beziehung verdient sich eine Wertschätzung,  ich erinnere mich an so viele  Generationsworkshops, für alle, die  das noch nicht gehört haben,  Sabine und ich haben eine Form  der Therapie, der Psychotherapie  entwickelt, wo es um Generationspaare geht, wo  Vater oder Mutter mit  einem Erwachsenen oder Sohn oder Tochter  teilnimmt und da  gibt es Töchter und Söhne, die  manchmal sagen, ja, ich  verstehe es eh, dass ihr euch getrennt habt,  aber dass ihr bis heute,  wenn man auf  eure Beziehung angesprochen werdet,  dann so komisch abwertend redet, dass ihr nicht einen  Funken der Wertschätzung, Anerkennung habt, hey, ich bin euer Sohn  oder hey, ich bin eure Tochter, ich bin ein Teil dieser  Beziehung und ihr  fledelt euch nur an, das ist so wie  wenn ihr mich auch ein Stück  ablehnt und dann sagt  nein, nein, du bist eh okay  und dann sagt die Tochter, aber ich bin doch  zu 50 % auch  vom anderen Elternteil die Tochter, der Sohn  und um das geht es, das auch  zu verinnerlichen, die Wertschätzung, deswegen  heißt das nicht, dass man zusammenbleiben muss.",
    "end": 832.0
  },
  {
    "start": 832.0,
    "text": "Sabine: Ja, weil manchmal ist es auch so, dass  das eben nicht das Turmdeckel-Schnecken  mäßig hinaufgeht, dass das Level  höher wird und die Kreise kleiner  werden, sondern dass sich die Sachen eins zu eins wiederholen oder sogar noch  eskalieren, dass es bei jedem Streit  Ärger wird oder jemand  wird fremd, hat Affären und es wird  es ändert sich nichts, sondern es geht  einfach weiter oder wird sogar noch schlimmer  dann ist auch Zeit zu sagen, ja gehen wir auseinander, unsere Konstellation  ist einfach zu schwierig, wir drücken  sowas von die Knöpfe und  es wird eigentlich schlimmer  und dann auch zu sagen, ich lasse  jetzt los und eben wie du sagst  wenn die Tochter, darf dann auch beide Eltern gern haben und  loszulassen und zu sagen, ja  die Situation war zu schwierig, unsere Konstellation  unsere Zebrastreifen schwarz-weiße Streifen  es war zu schwierig, wir sind da nicht",
    "end": 882.0
  },
  {
    "start": 882.0,
    "text": "Roland: rausgekommen.  Zu übereinstimmen, sie sind so zu ähnlich, das macht ja Beziehungen oft auch so besonders und in der Verliebtheit so nah wenn dann die Verliebtheit abebbt dann merkt man, wie herausfordernd das ist.",
    "end": 896.0
  },
  {
    "start": 896.0,
    "text": "Sabine: Aber dann auch  den Frieden mit sich selbst zu schließen und zu sagen, ja, ich habe mir jemanden ausgesucht  der die Knöpfe gedrückt hat und wir sind  überhaupt nicht rausgekommen aus  den Runden",
    "end": 908.0
  },
  {
    "start": 908.0,
    "text": "Roland: aus den Machkämpfen  und dann eben auch zu sagen  ich muss ja nicht an die Beziehung  abwerten, sondern sagen, ja dann geht es darum sich zu verabschieden  und vielleicht um das  Bild der Beziehung neu  zu sortieren und was auch immer  sich daraus entwickeln kann Ich habe vor ein paar Tagen einen  Artikel in der Zeit gelesen ich glaube von der Tanja  Stelzer, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher, ob ich es  richtig gesagt habe, und da geht es auch so um Schicksalsschläge  oder um Resilienz  wie man, wie Menschen mit  Schicksalsschlägen umgehen oder mit  Stress oder mit großen Angstsituationen  und da habe ich mich wieder an  unseren Podcast erinnert, Sabine, wo  wir sagen, willst du die  rosa-rote Brille aufhaben oder  die graue Brille und da  war was schönes drin, dass ich  gelesen habe, ich weiß  gerade den Kontext nicht mehr, aber  es ging so, dass man sich ab und  zu wieder so ein bisschen  eine rosa Brille aufsetzt, das heißt  nicht eine Brille, die dann  in diesem Artikel ging es auch  um eine Frau, die querschnittgelähmt ist  zu sagen, es ist eh alles gut  und ich bin eh, also  dieses sich drüber schwindeln, nein  aber ein bisschen  eine rosa Brille  aufzusetzen, um auch  das zu sehen, was diese Beziehung  hat, weil sonst  wenn ich nur mehr, jetzt komme ich  nochmal zu diesem Wort, das T-Wort  sag nur das T-Wort, wenn ich das  ständig mir auch vorsage  das ist eine T-Beziehung  dann irgendwann einmal  sagt das Gehirn, ja so ist es  und es  braucht aber auch die andere Sichtweise insbesondere, was ich gerade gesagt habe  wenn es Töchter und Söhne gibt zu sagen, ok, da gibt es  vieles und vieles ist gut und vieles passt nicht und deswegen  werden wir jetzt einen Weg suchen, wie wir uns  als Freundin oder Freund  in Liebe trennen können, das ist natürlich wenn  einer oder eine das nicht will, dann geht es vielleicht weiter, aber  wir wollen  für alle, die hier zuhören  ein Plädoyer halten, dass  jede Beziehung grundsätzlich einmal sich eine Wertschätzung  verdient und schon gar nicht  von anderen, aber auch nicht von  dem Partner, Partnerin diese Abwertungen  diese Abwertungen, die erleichtern uns für einen Moment, wenn wir gerade  einen Streit gehabt haben oder einen Streit  haben, unsere Emotionen auszudrücken  und uns auch zu wehren  aber auf eine längere Sicht  eine Entwicklung einer Paarbeziehung  kann auch, ich sage es jetzt  vielleicht ein bisschen drastisch, aber  nur dann funktionieren,  wenn wir für diese Beziehung  unsere Wertschätzung und Anerkennung finden  und dann können  wir dieses Wort verabschieden  und können sagen, ja es gibt  in dieser Beziehung auch sehr  herausfordernde Teile und wir haben auch viele  die hellen Streifen  und die haben wir  besonders gesehen in der Verliebtheit  wir haben sie ein bisschen verloren  mit Hilfe einer  ein bisschen rosa getönten Brille  mache ich mich wieder auf der Suche  und das ist halt nur fair  weil sonst müsste man ja sagen, du bist ja vollkommen durchgeknallt, dass du dir diesen  Menschen ausgesucht hast und so  funktioniert es nicht, indem man sich nur fertig  macht.",
    "end": 1107.0
  },
  {
    "start": 1107.0,
    "text": "Sabine: Und in unserem Jargon zwischen Kolleginnen und Kollegen, sagen wir dann manchmal so ganz salopp naja, ein schönes Imago-Match haben wir uns ein schönes Imago-Match ausgesucht das heißt ja nur, dass es eben ein gutes Match ist.  Man hat sich ein gutes  Imago-Match ausgesucht  man hat sich jemanden ausgesucht, der wunderbar  dieses Dunkle oder diese  Wunden aktiviert  und meine Schmerzen  die ich als Kind schon hatte noch einmal ans Tageslicht bringt  an die Oberfläche bringt, damit  es bearbeitbar ist und damit  es auch heilbar ist",
    "end": 1144.0
  },
  {
    "start": 1144.0,
    "text": "Roland: In Englisch heißt es so schön  You cannot heal what you do not feel aber nicht auf Dauer  nicht, dass der Partner ewig  diesen Schmerz wieder erzeugt, sondern  dass man es gemeinsam entwickelt, sodass wir auch  uns anderen Themen im Leben zuwenden können",
    "end": 1161.0
  },
  {
    "start": 1161.0,
    "text": "Sabine: Und dass man das Verhalten dann darauf  abstimmt, aha, da hat der andere seine  wunden Punkte, also werde ich  da mein Verhalten danach ausrichten  und lerne dabei ein bisschen  ein größeres Spektrum an Verhalten  ich muss das ja nicht genauso machen  und beim nächsten Mal gelingt es mir  vielleicht ein bisschen besser  und es muss ja nicht sein, dass man dort genau  wo die wunden Punkte sind, dort hineindrückt  die ganze Zeit  Das lernt man gemeinsam, Schritt für Schritt  Stufe für Stufe  eine Windung nach der anderen, stell dir vor so eine Wendeltreppe  die so hinauf geht immer wieder ein Level höher",
    "end": 1197.0
  },
  {
    "start": 1197.0,
    "text": "Roland: und bei der Wendeltreppe geht es ein bisschen  schneller hinauf als die Turmdeckelschnecke Die Turmdeckelschnecke fühlt sich  ja manchmal so an, aber bin ich  jetzt wirklich  ein bisschen höher gekommen",
    "end": 1209.0
  },
  {
    "start": 1209.0,
    "text": "Sabine: Man muss halt auf langfristig  schauen, innerhalb von ein paar Wochen wird es wahrscheinlich nicht sein",
    "end": 1214.0
  },
  {
    "start": 1214.0,
    "text": "Roland: Also wenn du da jetzt zuhörst und denkst  ja, ich hab mich selber schon adaptiert, ich hab da auch so  Zuschreibungen, sei es für meine  eigene Beziehung oder für Beziehungen  in meinem Umkreis, die ich beobachte  Wenn du in Beziehung  bist, was ist denn eine Möglichkeit  was du tun kannst  Eines ist zum Beispiel  zu sagen, ich geh wieder an den  Anfang der Beziehung und  schau einmal, was  hat mich denn motiviert  diese Frau oder diesen Mann auszusuchen  Also was hat  mich da so angezogen  Und da gibt es ja manche, die sagen, ja ich hab  hier schon gespürt, er wird nie mehr  Der rät dann irgendwann nichts mehr  Ich bin selber schuld, weil ich hab  das nicht beachtet  Nein, bleib jetzt einmal wertschätzend  Was war das, wo du so fasziniert warst  Wo du gesagt hast, ja um  diesen Mann oder diese Frau kämpfe  ich auch, wenn er oder sie  vielleicht noch gar nicht  sich für dich entschieden hat  Was du dann schauen kannst  und überlegen kannst ist, was hast du  selber dazu beigetragen, dass es  in diese T-Richtung  gegangen ist  Du weißt schon, wir sprechen das T-Wort nicht  mehr aus, aber was hast du  dazu beigetragen, dass es  schwierig wurde, wo bist du  in deinen Mustern gefangen Wo bist du vorwurfsvoll  Wo bist du unzuverlässig  Wo bist du unsicher  für deine Partner",
    "end": 1301.0
  },
  {
    "start": 1301.0,
    "text": "Sabine: Und was gilt es zu lernen für dich  Was ist das Learning  Oder wieder zu lernen  Ich finde das immer so schön, diese Formulierung  Was hast du gelernt oder wieder gelernt  Weil einmal lerne ich es nicht sondern ich muss es immer wieder lernen, wieder lernen  wieder lernen und es rutscht immer  ein Stückchen tiefer  Also ich habe es vielleicht mal vom Kopf her gelernt  Ich lerne es sehr gerne vom Kopf her  Aber es muss dann runterrutschen  Es muss dann bis zum Bauch runterrutschen  Bis der Bauch ist auch weiß",
    "end": 1330.0
  },
  {
    "start": 1330.0,
    "text": "Roland: Also zusammenfassend  Was war so  anziehend in der Verliebtheit Was hat mich da so hingezogen  zu ihr oder ihm  Zweitens, was habe ich dazu beigetragen  dass es schwer wurde  dass es herausfordernd wurde  Und das Dritte, das wissen wir  meistens recht gut  Was hat meine Partnerin, Partner  dazu beigetragen dass es jetzt herausfordernd ist  Und da ist auch wirklich eine Kunst  das dann nicht abzugleichen  oder zu sagen, ja aber bei dir  ist es viel mehr, ich habe schon was  beigetragen, aber nicht zu viel  Keine Messlatten verwenden, sondern  zu sagen, da habe ich es dir schwer gemacht  und hast es du mir schwer gemacht Und dann ist schon der nächste Punkt  Wollen wir da raus oder wollen wir nicht raus  Weil wir können auch entscheiden  und sagen, na  die dunklen Streifen überwiegen  und ich lasse es Mein Akku ist leer, ich suche meine andere Frau",
    "end": 1387.0
  },
  {
    "start": 1387.0,
    "text": "Sabine: Ein gepflegter Machtkampf  der sich wiederholt, wo jeder schon weiß Wo jeder schon seinen Part weiß  ist ja auch nicht schlecht, oder?",
    "end": 1394.0
  },
  {
    "start": 1394.0,
    "text": "Roland: Da kennt man sich aus",
    "end": 1396.0
  },
  {
    "start": 1396.0,
    "text": "Sabine: Da kann man ein bisschen Aggressionen abbauen  Und dann weiß man schon, was der andere sagen wird  Aber ein bisschen langweilig  wird es dann schon",
    "end": 1405.0
  },
  {
    "start": 1405.0,
    "text": "Roland: Und ich kann ja sagen  Wir müssen das jetzt nicht auf ewig  machen, aber wir sind jetzt  10 Jahre zusammen  Wir nehmen  ein halbes Jahr, besser ein Jahr  wo wir uns das anschauen Vielleicht mit professioneller Hilfe  Vielleicht auch  Ja, vielleicht hast du  in eurer Beziehung schon Erfahrung gemacht wie das ist mit dem Wiederholen  wie man Dialoge macht Vielleicht hast du eine gute Freundin  und Freunde, die sagen, ja, wir sind da bei euch  Wir sind und unterstützen  euren Prozess, aber dass ihr sagt  Okay, ein halbes Jahr  besser ein Jahr  für eine Paar, das 10 Jahre zusammen ist  Wir treffen jetzt da keine Entscheidung  sondern wir schauen uns das an  wo diese Giftstoffe, wenn man so will  lagern und wie wir die auch Schritt für Schritt vielleicht  ausleeren können",
    "end": 1458.0
  },
  {
    "start": 1458.0,
    "text": "Sabine: Vielleicht kann man diesen Schrank, wo das Giftige drinnen ist  dann irgendwann einmal entsorgen  Vielleicht braucht man das gar nicht, dieses Gift",
    "end": 1464.0
  },
  {
    "start": 1464.0,
    "text": "Roland: Ja, das sind aber dann schon  die größten Künstler  weil die sind dann so mutig und sagen  Okay, für bestimmte  Tage brauche ich das nicht  mehr.  Das heißt, das ist  für mich schon eine Liebeserklärung  nämlich eine Liebeserklärung  an die Beziehung und damit auch  an den Partner, Partnerin  und an mich, wenn ich sage  Ich vergebe  Also da sind wir beim Vergeben Ich vergebe und wir  nehmen einen nächsten Schritt  Das Gegenteil ist, wir rechnen auf  Und es gibt ja auch  wirklich Paare, Sabine, die sind  zu weit schon gerutscht  dass ein Zurück nur mehr ganz, ganz schwer ist  Vielleicht mit Hilfe eines Imago-Workshops  eine Möglichkeit, aber  es gibt da ja auch keine Garantien",
    "end": 1514.0
  },
  {
    "start": 1514.0,
    "text": "Sabine: Manchmal gibt es aber auch  Personen, die holen  das Beste aus mir heraus  und natürlich ist es schöner mit  so jemandem zusammen zu sein  Ich meine jetzt gar nicht unbedingt Partnerschaft sondern überhaupt im Allgemeinen  Menschen, die, wenn ich die sehe  dann zeige ich meine beste Seite  meine Schokoladeseite",
    "end": 1534.0
  },
  {
    "start": 1534.0,
    "text": "Roland: Du weißt, wer das am besten gut kann",
    "end": 1537.0
  },
  {
    "start": 1537.0,
    "text": "Sabine: sind die Kinder",
    "end": 1538.0
  },
  {
    "start": 1538.0,
    "text": "Roland: und Enkelkinder im Besonderen",
    "end": 1540.0
  },
  {
    "start": 1540.0,
    "text": "Sabine: Die holen dann das Beste aus mir heraus",
    "end": 1542.0
  },
  {
    "start": 1542.0,
    "text": "Roland: Aber es ist nicht fair, dass das dann nur  Nein, es sind nicht nur die Kinder  Nein, aber es ist nicht fair, dass dann den Kindern  oder den Enkelkindern  quasi fast abzuverlangen  das Beste aus mir heraus zu holen  sondern wir haben es in der Verliebtheit  und es ist mit Hilfe  dieser rosa  gedünnten Brille  Ich muss nicht sagen, alles ist gut  außerdem haben wir dazu einen eigenen Podcast  gemacht, dass sowieso nicht immer alles gut  sein kann, immer alles gut  aber mit Hilfe der rosa  Brille zu sagen, ja ich schaue das Ganze auch  von der einen oder anderen Seite an nicht nur das, was gerade so verletzend war",
    "end": 1579.0
  },
  {
    "start": 1579.0,
    "text": "Sabine: Auf lange Sicht wäre es schon gut  zu merken, aha  ich hole mehr das Gute aus mir heraus  und in der Beziehung zeige ich mich  von meiner besten Seite  die Zeiten, wo ich mich  von meiner besten Seite oder von meiner besseren  Seite zeige, werden immer länger und die Zeiten, wo ich  aggressiv bin  destruktiv bin  die werden immer kürzer  also ich finde, die Entwicklung sollte schon sein wenn das Gegenteil der Fall ist  dann muss man wirklich irgendwann die Reißleine ziehen  also da bin ich schon dafür zu sagen na gut, jetzt bin ich selber schon so  wie ich mich selber nicht mehr mag  und habe solche Aggressionen und solche Kämpfe  und es wird nicht besser  naja, da muss man schon die Reißleine ziehen",
    "end": 1622.0
  },
  {
    "start": 1622.0,
    "text": "Roland: Mir fällt gerade ein, da wo die Ellen  hat das einmal so schön in einem Zitat  auf den Punkt gebracht  das so sinngemäß heißt, wie die ist, der Versuch  zu zweit die Probleme  zu lösen, die man alleine nie gehabt  hätte, das heißt  mit dem Wechsel der Partner  komme ich wahrscheinlich wieder an die selbe  Adresse, weil ich ja ähnliche  Muster mir wieder aussuche",
    "end": 1646.0
  },
  {
    "start": 1646.0,
    "text": "Sabine: Naja, warum hast du sie  alleine nicht, weil du alleine mit dir meistens nicht streiten kannst  obwohl man kann mit sich selber schon auch  streng ins Gericht gehen, man kann schon unzufrieden sein aber streiten tut man dann  mit einem Gegenüber  und da suchst du halt jemanden aus  der dann diese Knöpfe drückt",
    "end": 1663.0
  },
  {
    "start": 1663.0,
    "text": "Roland: So gesehen, sage ich jetzt zu dir  Sabine, ich bin ja  ein Hagelsturm, für alle die das  nicht kennen, gerne  an meinem Podcast nachhören  was ein Hagelsturm ist, wir haben  einen Podcast zum Thema Hagelsturm Schildkröte  gemacht, also ich bin eher der Extrovertierte, insbesondere  wenn es um Konflikte geht, also ich  gehe da eher auf Angriff oder  wenn es gar nicht geht, dann flüchte ich  Also ich kann jetzt zu dir  sagen, Sabine ich werde immer wieder so in Stressmomente  reinkommen, aber so wie ich  mich in den letzten  20, 30 Jahren entwickelt habe, bin ich  für mich selbst und damit auch  für dich optimistisch, dass  diese Ehrenrunden  kleiner werden  und ich kann dir auf jeden Fall  sagen, dass in dem Moment  wenn ich da überziehe  es ist ja, ich überziehe dann den  ich überspanne den Bogen  dann möchte ich, dass du hörst  dass mir das sehr leid tut  und auch wenn ich sage, ich könnte jetzt sagen  ganz verliebt, ja das wird nie wieder  passieren, es wird wahrscheinlich wieder passieren und ich lerne  und ich bin bereit zu lernen und das mache ich, weil ich dich  liebe und weil ich unsere Beziehung so",
    "end": 1737.0
  },
  {
    "start": 1737.0,
    "text": "Sabine: schätze.  Deine Runden werden  kürzer und dein tut mir leid kommt sehr schnell  und bei mir ist es so, ich als ehrenwerte Schildkröte  die sich zurückzieht, die früher  wochenlang geschwiegen hat, aber wie  Kampfschweigen, mit Eises  Kälte, ich mach das  nicht mehr  ich finde es extrem langweilig  zu schweigen  ich gehe vielleicht mal kurz weg  und komme dann bald zurück  und sage dann auch, was mir nicht gepasst hat  und melde mich zu Wort  brauche ein bisschen Anlauf dafür  das schießt jetzt nicht so schnell raus  ich muss ein bisschen Anlauf nehmen, aber ich  artikuliere mich  wenn es natürlich hart auf  hart geht und ich dich  so gefährlich finde, dann  ist der Schildkrötenpanzer schon bereit  dafür, aber ich komme dann  relativ schnell wieder raus.",
    "end": 1786.0
  },
  {
    "start": 1786.0,
    "text": "Roland: Du bist eine elaborierte Schildkröte.",
    "end": 1787.0
  },
  {
    "start": 1787.0,
    "text": "Sabine: Ich bin schon ziemlich elaboriert und du als Haarsturm auch.  Das heißt, wir haben da schon ziemlich gelernt, wir zwei.",
    "end": 1794.0
  },
  {
    "start": 1794.0,
    "text": "Roland: Ich danke dir dafür, dass du da immer wieder in kleineren Kreisen die Schildkröte noch drehst, aber dass du immer wieder zurückkommst.",
    "end": 1804.0
  },
  {
    "start": 1804.0,
    "text": "Sabine: Aber meistens hast du ja ein Salatblatt bei der Hand und dann wachelst du mit dem Salatblatt.",
    "end": 1809.0
  },
  {
    "start": 1809.0,
    "text": "Roland: Manchmal wird es gut, wenn ich mir meinen Podcast oder unseren Podcast anhöre, dass man dem Gesicht eine Information geben sollte, wenn man sich freut.",
    "end": 1819.0
  },
  {
    "start": 1819.0,
    "text": "Sabine: Aber du hast das Gesicht manchmal nicht, aber das Salatblatt wachelt vor meiner Nase und dann denke ich mir, ein gutes Salatblatt hätte ich schon gerne.",
    "end": 1828.0
  },
  {
    "start": 1828.0,
    "text": "Roland: Wir hoffen, du hast was mitgenommen.  Es geht ja immer wieder um Bewusstsein zu erweitern, um damit dein Selbstbewusstsein zu stärken und nicht etwas zu kämpfen, sondern um in Verbindung zu kommen, deine und eure Potenziale zu entfalten.",
    "end": 1847.0
  },
  {
    "start": 1847.0,
    "text": "Sabine: Wenn das T-Wort dir auf der Zunge brennt, ich sage es jetzt nicht, dann setz doch schnell einmal die rosa Brille auf für einen Moment.  Zumindest ein bisschen.  Für einen Moment setz sie auf und schau mal, was es alles Gutes gibt in deiner Beziehung und was du auch schon alles bewältigt hast. Und dann schau dir das lieber von dieser Seite an, anstatt dieses Wort zu bemühen und das so als apodiktisches Urteil dann rauszuschießen.",
    "end": 1871.0
  },
  {
    "start": 1871.0,
    "text": "Roland: Wenn das gar nicht geht, wie könnt ihr euch verabschieden?  Wir verabschieden uns jetzt auch für heute, für den heutigen Podcast. Danke, dass du mit dabei warst. Hoffentlich nimmst du was mit.  Vielleicht ist da oder dort, wo du dich jetzt auch inspiriert fühlst, dort mehr hinzuschauen.  Jedenfalls Wertschätzung, dass du das Thema Beziehung so in den Vordergrund stellst, dass du dir sogar die Zeit nimmst, einen Podcast darüber zu hören. Das zeigt uns, dass du in deiner Beziehung und deinen Beziehungen die Wertschätzung und die Anerkennung vor dem T-Wort in den Vordergrund stellen willst. Und dafür herzliche Gratulation.",
    "end": 1913.0
  },
  {
    "start": 1913.0,
    "text": "Sabine: Und ihr Lieben, ich wünsche euch, dass ihr immer wieder die rosa Brille hervorholt. Einerseits sich selbst mit der rosa Brille anzuschauen, aber auch den Partner, die Partnerin, die Partnerschaft immer wieder mit rosa Brille anzuschauen.  Und sich selbst auch anzuschauen. Und ich wünsche euch gutes Gelingen dabei.  Bleibt dran und macht es gemeinsam.",
    "end": 1947.82
  }
]