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    "text": "Schießlers Woche."
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    "text": "Hier spricht der Tag!"
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    "text": "Kennen Sie den?"
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    "text": "Er wird gerne erzählt, zu Beginn der Fastenzeit."
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    "text": "Man stelle sich vor, der Pfarrer beauftragt dem Mesner ihm zu helfen bei der Aschenaufligung."
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    "text": "Er erklärt es ihm vor allem was er dazu sagen soll wenn er die Asche auf die Stirn streut."
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    "text": "bedenke Mensch dass du staub bist und zum Staub zurückkehrst."
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    "text": "Das hat immer ein Faschingsdienst erklärt."
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    "text": "Am Mittwoch morgens war der Mesner so nervös, hat er ein bisschen zu lange her ausgefeiert."
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    "text": "Auf jeden Fall stand er neben dem Fahrer."
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    "text": "die Leute standen an um das Außchenkreuz zu empfangen und er den völligen Blickaut."
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    "text": "Er schaut Hilfesuchen zum Fahrer neben ihm rüber und fragt ganz leise wie heißt es noch mal?"
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    "text": "Und der Fahrer ist völlig nervt und sagt nur du bist der Depp und bleibst der Deppe!"
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    "text": "Das hat er zum Befehl genommen und hat jedem die Asche aufgelegt mit dem Worten, du bist der Depp und bleibst der Deppe."
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    "text": "Dann kam der Bürgermeister, der war völlig entsetzt, also der Mesner zu ihm sagte, du bist der Debb, du bleibste der Deb."
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    "end": 73.64,
    "text": "Er sagte den Bürgemeister zu einem Mesner, das hat für ein letztes Jahr noch anders gekostet, worauf der Mesne antwortete ja da war es auch noch lateinisch."
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    "text": "Und haben sie jetzt gelacht?"
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    "text": "Jetzt zur Beginn der fassen Zeit darf man des."
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    "text": "Ist es wirklich erlaubt?"
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    "text": "Es ist doch eine ernste Zeit, es ist auch eine schwere Zeit oder sogar traurige Zeit."
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    "text": "Ich möchte sagen der Asche Mittwoch und die Fastenzeit haben sie irgendwie leicht und schwer zugleich."
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    "text": "Sie haben's leicht weil zum Beispiel das Symbol der Assche, das ist so leibhaftig Das ist ein anschauliches Zeichen, das einfach für sich spricht Die Asche mit der sich jeder öffentlich sichtbar bezeichnen lässt Und die Botschaft dahinter ist so klar und deutlich."
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    "text": "Am Ende wird in unserem Leben alles zu asche."
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    "text": "Gott aber wird einen neuen Anfang daraus machen und darauf vertrauen wir Christen!"
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    "end": 124.34,
    "text": "Für manche wird dieser äußerliche Vollzug sogar so wichtig, dass er ihn schon fast als quasi achte Sakrament versteht."
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    "end": 132.019,
    "text": "Der Aschermittwoch hat es aber auch schwer weil einfach der eigentliche Sinn christlicher Buse heute nicht mehr so leicht zu vermitteln ist."
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    "end": 139.1,
    "text": "im Gegenteil für viele Zeichenassen geht jetzt an diesen Tag weiter wie vorher nur eben ohne Faschingskostüm."
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    "end": 142.579,
    "text": "Die Gaudi, bei guten Sprüchen"
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    "text": "z.B.,"
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    "text": "bei den politischen Veranstaltungen am Aschermittwoch – die Gaudik kennt keinen Abbruch!"
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    "text": "Da werden Zoten herausgehauen und dem Menschen sitzen da schenkelklopfend vor Lachen dar."
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    "end": 158.82,
    "text": "Und wir sollen uns vielleicht entschuldigen, weil wir über so einen netten Witz lachen."
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    "text": "Wie soll man denn den Ernst- und Herausforderung dieser vierzig Tage bis Ostern hinvermitteln?"
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    "text": "Fragen sich so manche Verkündiger in unserer Kirche…."
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    "text": "Die Asche will ganz bewusst ein Bild der Vergänglichkeit und des Todes sein."
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    "text": "Mehr und mehr hört man auch Stimmen, dass doch die Kirche selbst schon irgendwie gestorben ist und ihre Flamme erloschen ist Und sie hütet maximal noch die Asche ihrer selbst."
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    "text": "Ihre Räume aber sind zu Museen geworden wenn ich gar zum Haus lehne."
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    "text": "Der Geruch des Tods ist heute nicht mehr attraktiv Vielleicht für manche sogar gar nicht mehr einschichtend."
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    "text": "Statt einer lebendigen Zukunft erinnert man sich vielleicht gerade noch an frühere glorreiche Zeiten."
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    "text": "Fastenzeit aber probt sozusagen diesen Durchgang durch Sterben und Tod, deswegen ist die Rede von Asche und Wüste."
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    "text": "Dabei vergessen wir sehr schnell dass wir nicht nur mit den vierzig Tagen Fasten Zeit am Ascher Mittwoch begonnen haben."
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    "text": "Der ganze österreichische Festkreis hat in dieser Woche begonnen."
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    "text": "Dazu gehören diese vierzig Tage bis Ostern und dann ab Oster Sonntag die fünfzig Tage, bis Pfingsten."
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    "text": "Es geht also um viel mehr!"
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    "text": "Da ist die Asche an Ostern als Feuer."
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    "text": "Jetzt ist es kalt und schwer – an Osterm aber erwartet schon ein warmes Licht und viel Wärme."
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    "text": "Der Frühling ist schon ganz greifbar."
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    "text": "Ostern verwandelt die Angst den Schmutz in Schönheit und Freude."
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    "text": "Jetzt ist es kalter Winter da draußen, aber wir werden die Wärme auch in der Natur spüren."
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    "text": "Wir sehnen uns so sehr danach!"
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    "text": "Heute reden wir davon, dass wir ganz sicher sterben werden und doch sind wir alle für die Auferstehung bestimmt."
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    "text": "Osten ist keine Fiktion – der Auferstandene is' uns wirklich erschienen."
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    "text": "Auch auf diese Begegnungen bereiten wir uns ab jetzt vor, warum also freudlos herumbegeteert?"
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    "text": "Wir bereiten uns auf die Freude vor."
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    "text": "Wie heißt der Evangelium am Arschermittwoch?"
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    "text": "Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht!"
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    "text": "Um einen noch besseren Zugang zur Fastenzeit zu bekommen ist es auch hilfreich, auch ihre zeitliche Einordnung im Jahresablauf zu verstehen."
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    "text": "Es ist Zeit in dem man im alten Rom den Jahreswechsel verehrte Neuer war am ersten März."
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    "text": "Die Schalltage Ende Februar regelten die genaue Länge des alten Jahres."
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    "text": "Der neunzwanzigste Februar als Schalltag ist uns bis heute übriggeblieben."
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    "end": 313.98,
    "text": "Der Monat März ist dem Kriegsgott Mars geweiht, den wichtigsten von allen Göttern und überall beim Militär zu sehen dass nur durch eine gründliche Vorbereitung ihre Feldzüge im Frühsommer dann gewinnen konnte."
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    "text": "auf dem Marsfeld üben sie im März dann ihre Schlachten und bereiteten sie vor."
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    "text": "Gleichzeitig lud nun die Christengemeinde in Rom zur Fastenzeit ein und unweigerlich Kampfsüberschneidungen."
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    "text": "Manche Ausdrücke bezeugen das bis heute, von der Kraft zu christlicher Zucht ist da die Rede!"
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    "text": "Wir sollen dem Bösen absagen mit Entschiedenheit das Gute tun auf Deutsch gesagt trainieren."
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    "end": 344.26,
    "text": "Der Begriff Exerzitien für die jährlichen geistigen Übungen gehört auch dazu."
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    "end": 357.12,
    "text": "Sie erinnern an die militärischen Operationen der Römer ex-Arke, also außerhalb der Arks, außerhalb zur Festung, ausserhalb der sicheren Burg dem Feind ausgeliefert – dort muss ich mich bewehren!"
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    "end": 362.68,
    "text": "Die vierzig Tage der Fassenseits sind quasi die Exerzeitzien der ganzen Gemeinde."
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    "text": "Sie setzt eine kämpferische und wachsame Spiritualität voraus."
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    "text": "üben."
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    "end": 382.24,
    "text": "Sie will trainieren, damit sie für die große entscheidende Schlacht am Karfreitag gewappnet ist und dann den Siegespreis der mehr ist als jeder weltliche Siegeskreis gewinnen kann – nämlich das ewige Leben, dass unseren Ostern geschenkt wird."
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    "end": 382.82,
    "text": "Nein!"
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    "text": "Fastenzeit ist nichts Verweicheiher, muss aber auch nicht freudlos daherkommen."
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    "text": "Sie Will-und soll motivieren."
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    "text": "Denn der Tod ist eben nicht das eng gültige Ende."
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    "text": "Etwas bleibt aus dem Staub entsteht ein Licht."
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    "text": "Der Staub, in dem wir zurückkehren ist das Licht gemacht."
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    "text": "Aschermittwoch ist der Anfang des Weges zu Licht und Leben."
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    "text": "Wird uns der Engel am Auferstehungstag fragen!"
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    "text": "Wir wünschen Sie eine gute Fastenzeit und eine gute Woche, euer Pfarrer"
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    "end": 419.0,
    "text": "Das war eine neue Folge Schießlers-Woche von und mit Pfarrereiner Maria Schießlar"
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    "text": "– Eine Produktion"
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    "start": 420.38,
    "end": 425.04,
    "text": "des katholischen Medienhauses Sankt Michaelsbund und des MKR."
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