[
  {
    "start": 2.62,
    "end": 6.13,
    "text": "Gehen die Amerikaner den Russen total auf den Leim?"
  },
  {
    "start": 7.77,
    "end": 11.79,
    "text": "Lade mir Putin möchte Verhandlungen, aber nicht ernsthaft verhandeln."
  },
  {
    "start": 13.27,
    "end": 20.23,
    "text": "War Viktor Orban damals seinerzeit voraus und hätten so aber tausende Menschenlehm in der Ukraine gerettet werden können?"
  },
  {
    "start": 21.73,
    "end": 28.99,
    "text": "Im Grunde genommen stehen wir heute genau dort wo wir am fierundzwanzigsten Februar-Zweien zwanzig vor knapp vier Jahren gestanden sind."
  },
  {
    "start": 30.189,
    "end": 34.01,
    "text": "Es hat den Eindruck, dass Macron hier die Initiative an sich reisen will."
  },
  {
    "start": 35.23,
    "end": 37.769,
    "text": "Was kann Europa realistisch verlangen?"
  },
  {
    "start": 37.85,
    "end": 41.65,
    "text": "Ich glaube nicht, dass Europa da sehr viele Karten in der Hand"
  },
  {
    "start": 41.73,
    "end": 41.85,
    "text": "hat!"
  },
  {
    "start": 43.03,
    "end": 45.95,
    "text": "Die grundsätzliche Gefahr ist aber nicht gebahnt."
  },
  {
    "start": 47.269,
    "end": 53.25,
    "text": "Von der Dynamik her ist es momentan tatsächlich so, das die ukrainische Wirtschaft etwas besser abschneidet als die russische."
  },
  {
    "start": 54.69,
    "end": 58.99,
    "text": "Sehen wir im Jahr für ein Waffensteinstand und vielleicht sogar einen Frieden?"
  },
  {
    "start": 59.61,
    "end": 60.29,
    "text": "Unwahrscheinlich..."
  },
  {
    "start": 63.47,
    "end": 64.989,
    "text": "Russland, Gas,"
  },
  {
    "start": 65.23,
    "end": 66.77,
    "text": "Sanktionen, Oligachen."
  },
  {
    "start": 67.929,
    "end": 68.73,
    "text": "Der Podcast"
  },
  {
    "start": 68.81,
    "end": 69.929,
    "text": "zur russischen Wirtschaft"
  },
  {
    "start": 70.29,
    "end": 73.01,
    "text": "von Eduard Steiner und Vasili Astrof."
  },
  {
    "start": 78.11,
    "end": 78.83,
    "text": "Folge thirty-four."
  },
  {
    "start": 79.929,
    "end": 81.45,
    "text": "Vier Jahre Ukraine Krieg."
  },
  {
    "start": 82.03,
    "end": 83.33,
    "text": "hat der Frieden eine Chance?"
  },
  {
    "start": 83.97,
    "end": 86.79,
    "text": "Und wie kaputt ist die Wirtschaft bei der Kriegspartei bereits?"
  },
  {
    "start": 87.87,
    "end": 99.55,
    "text": "Willkommen meine Damen und Herren, es begrüßt sie Edward Steiner langjähriger Russland Korrespondent und Vasily Astroff Rosnatexperte des renommierten Wien Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche."
  },
  {
    "start": 99.73,
    "end": 100.97,
    "text": "Herzlich willkommen, Dobridin!"
  },
  {
    "start": 102.59,
    "end": 107.71,
    "text": "Wir haben auch heute wieder einen Spezialgast eingeladen und zwar Herrn Alexandra Dubowy."
  },
  {
    "start": 108.87,
    "end": 121.63,
    "text": "Herr Dubowie ist Berater in Fragen internationaler Sicherheitspolitik und Außenpolitik Hatte auch in Moskau gelehrt."
  },
  {
    "start": 121.77,
    "end": 134.01,
    "text": "Erst Geburtiger Rosse wuchs dann in Estland und Österreich auf, hat unter anderem in Moska auf der staatlichen Moskauer Universität unterrichtet... ...und unter andereim auch an der Universität Wien."
  },
  {
    "start": 134.65,
    "end": 135.91,
    "text": "Herr Dubovie herzlich willkommen!"
  },
  {
    "start": 135.97,
    "end": 139.19,
    "text": "Und weil auch sie logischerweise Russisch sprecht, auch an Siehe Dobrydin."
  },
  {
    "start": 139.95,
    "end": 140.25,
    "text": "Strasse!"
  },
  {
    "start": 140.57,
    "end": 146.51,
    "text": "Allerdings bin ich kein Geburtig rosse sondern gebürtigerdeutscher mit ukrainischen aber russischen Wurzeln."
  },
  {
    "start": 146.73,
    "end": 147.61,
    "text": "Oh danke für den Hinweis."
  },
  {
    "start": 147.65,
    "end": 148.83,
    "text": "das war wirklich unkorrekt ja?"
  },
  {
    "start": 149.59,
    "end": 153.71,
    "text": "Wir nehmen diesen Podcast Dienstag, den Elften Februar."
  },
  {
    "start": 156.85,
    "end": 163.39,
    "text": "Das ich die Welt schnell drehe wissen wir inzwischen zur Genüge und auch rund um den Ukraine kriegt das zu."
  },
  {
    "start": 163.97,
    "end": 167.49,
    "text": "auf den ersten Blick ist alles wie gehabt weil ja die Kämpfe weitergehen."
  },
  {
    "start": 168.01,
    "end": 177.59,
    "text": "Auf dem zweiten Blick findet sehr wohl auf vielen Ebenen eine gewisse Bewegung statt und möglicherweise gar nicht wenige werden noch das heute herausarbeiten."
  },
  {
    "start": 178.75,
    "end": 180.51,
    "text": "Man muss natürlich auch immer das große Bild sehen."
  },
  {
    "start": 180.55,
    "end": 185.77,
    "text": "Die Amerikaner sind nicht nur mit Ukraine beschäftigt, sie haben die Iran-Frage am Hals."
  },
  {
    "start": 186.01,
    "end": 196.01,
    "text": "Sie wollen in Südamerika gern alles auf der Reihe haben und dieser Tage begann interessanterweise Russland plötzlich den Amerikanern Vorwürfe zu machen."
  },
  {
    "start": 196.07,
    "end": 207.93,
    "text": "Das spielt natürlich eine Rolle, dass ein Danker festgesetzt wurde, ein Öldanker und andererseits Waffen sie den Amerikanern vor, dass sie Kuba mehr oder weniger aushungeln lassen."
  },
  {
    "start": 208.53,
    "end": 237.41,
    "text": "Da kam jetzt zwischenzeitlich kurz mal ein anderer Ton rein nachdem ja monatelang insgesamt das sehr konstruktiv schien und da plötzlich wie aus dem oft auch die Frankreichs Präsident Macron auf und gibt großen Zeitungen in Europa ein Interview prescht nach vorn und plädiert plötzlich für einen Dialog mit Russland Herr Dubois wie Sie als Diplomatie-Experte, Auslandsexperte und Sicherheitsexperte."
  },
  {
    "start": 237.79,
    "end": 239.43,
    "text": "Überrascht von dem französischen Vorstoß?"
  },
  {
    "start": 239.99,
    "end": 240.79,
    "text": "Nicht im Geringsten!"
  },
  {
    "start": 241.01,
    "end": 255.15,
    "text": "Denn Emmanuel Macron hat bereits am Beginn der vollumfänglichen russischen Investitionen in den Jahren die Zeit versucht zu vermitteln, lange Gespräche mit dem russischem Präsidenten direkt geführt."
  },
  {
    "start": 256.11,
    "end": 263.25,
    "text": "Und der erneute Vorstoß sollte natürlich im Lichter auch den US-Initiativen unter dem Präsidenten Donald Trump betrachtet werden."
  },
  {
    "start": 263.83,
    "end": 272.61,
    "text": "Denn nachdem er erneut in die Macht gekommen ist, im Januar twenty-fünfundzwanzig hat Donald Trump mehrere Friedensinitiativa gestartet."
  },
  {
    "start": 273.21,
    "end": 280.59,
    "text": "und hier versucht Emmanuel Macron einerseits Frankreichenspiel zu bringen gleichzeitig aber stellvertretend für gesamte Europa zu sprechen."
  },
  {
    "start": 281.29,
    "end": 290.87,
    "text": "Es hat den Eindruck, dass Macron hier die Initiative an sich reisen will und gleichzeitig natürlich auch offenbar nicht den Amerikanern allein das Feld überlassen will."
  },
  {
    "start": 291.37,
    "end": 298.53,
    "text": "Er sagt ja selber in dem Interview – Die Diskussion mit Russland könne Europa nicht an die Amerikaner delegieren!"
  },
  {
    "start": 299.65,
    "end": 301.85,
    "text": "Ehrlich gesagt, das wusste man vorher auch schon, echt?"
  },
  {
    "start": 302.41,
    "end": 311.17,
    "text": "Selbstverständlich, wobei Macron natürlich reicht halt insofern als der Ukrainekrieg eine wesentliche Frage der gesamte europäischen Sicherheit darstellen."
  },
  {
    "start": 311.51,
    "end": 318.33,
    "text": "Das heißt, die Zukunft der Europäischen Sicherheit wird ganz entscheidend vom Ausgang dieses Krieges geprägt werden."
  },
  {
    "start": 318.81,
    "end": 336.59,
    "text": "Insofern ist es nur zu logisch dass Macron und Frankreich uns die Europäische Union in ihrer Gesamtheit sowie auch die europäischen NATO-Staaten hier versuchen sich Stärke zu positionieren gerade auch mit Blick auf die Tatsache dann Donald Trump sich zunehmend von seinen europäischen Bundespartnern entfremdet."
  },
  {
    "start": 337.91,
    "end": 362.45,
    "text": "Was ich mich frage, im Herbst, als Donald Trump ins Amt zurückkam in den USA hat ja Ungarns Präsident Viktor Orban bereits einen Vorstoß gemacht und ist dafür eingetreten dass Europa Gespräche mit Russland führen soll weil er wie er selbst damals gesagt hat sonst der USA alleine ohne Europa machen alles machen."
  },
  {
    "start": 363.15,
    "end": 366.49,
    "text": "Er wurde damals gebrügelt dafür ignoriert auch zurück gepfiffen."
  },
  {
    "start": 367.19,
    "end": 376.11,
    "text": "Da frage ich mich im Nachhinein, war Viktor Orban damals seinerzeit voraus und hätten so aber tausende Menschenleben in der Ukraine gerettet werden können?"
  },
  {
    "start": 376.75,
    "end": 381.11,
    "text": "Oder war die Zeit vor eineinhalb Jahren nicht reif dafür."
  },
  {
    "start": 381.57,
    "end": 382.75,
    "text": "Und ist sie jetzt reif?"
  },
  {
    "start": 382.81,
    "end": 383.79,
    "text": "und warum ist ihr jetzt rei?"
  },
  {
    "start": 384.77,
    "end": 388.67,
    "text": "Nun... Die Zeit ist immer reif für diplomatische Vorstöße."
  },
  {
    "start": 388.91,
    "end": 391.43,
    "text": "Gleichzeitig muss aber auch fest gehalten werden."
  },
  {
    "start": 392.19,
    "end": 395.33,
    "text": "Victor Orban hatte Unrecht, damals wie heute!"
  },
  {
    "start": 395.99,
    "end": 399.75,
    "text": "Denn es geht weniger darum, dass man versucht mit Russland zu sprechen."
  },
  {
    "start": 400.55,
    "end": 400.73,
    "text": "Hier"
  },
  {
    "start": 401.49,
    "end": 410.47,
    "text": "jedes Gespräch benötigt auch ein gesprächsfähiges und gespruchswilliges Gegenüber Und Vladimir Putin ist jetzt nur so eindeutig nicht."
  },
  {
    "start": 411.35,
    "end": 425.01,
    "text": "Denn jeder diplomatische Vorstoß wird als ein Instrument im Rahmen seiner Angriffspolitik instrumentalisiert Und das sollte keinesfalls übersehen werden."
  },
  {
    "start": 425.19,
    "end": 429.37,
    "text": "Die Diplomatie ist für Russland lediglich die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln."
  },
  {
    "start": 430.35,
    "end": 438.55,
    "text": "Auf diese Position oder Einschätzung kann man noch etwas später zu sprechen, ich sehe nur nicht ganz die Logik dabei."
  },
  {
    "start": 438.99,
    "end": 445.65,
    "text": "Russland hätte Orban als Gesprächspartner akzeptiert und Russland akzeptierte ja anscheinend auch Macron als Gesprätspartner."
  },
  {
    "start": 445.69,
    "end": 446.65,
    "text": "Hier hat sich nichts geändert, ne?"
  },
  {
    "start": 447.95,
    "end": 450.57,
    "text": "Die Gespräche möchte der Russland sehr wohl führen!"
  },
  {
    "start": 450.99,
    "end": 458.47,
    "text": "Das heißt man könnte... Jetzt zugespitzt formuliert sagen, Vladimir Putin möchte Verhandlungen aber nicht ernsthaft verhandeln."
  },
  {
    "start": 458.85,
    "end": 462.19,
    "text": "Denn die Ergebnisse stehen auf seiner Sicht bereits fest."
  },
  {
    "start": 463.05,
    "end": 469.53,
    "text": "Diese kommen im Ultimatum aus Dezember zwanzig einundzwanzig sehr deutlich zum Ausdruck wie wir wissen."
  },
  {
    "start": 469.61,
    "end": 478.65,
    "text": "in Dezmber zwanziehn und zwanziger Trostland gegenüber den Vereinigten Staaten und gegenüber der NATO ein sehr inhaltsstarkes ultimatum aufgestellt."
  },
  {
    "start": 479.31,
    "end": 496.91,
    "text": "gemäß diesem Ultimatuum sollte die NATO sich auf die Grenzen der Nato-Rosland Grundakte des Jahres, und im Grunde genommen die gesamte militärische Infrastruktur in Mitteleuropa, Osteuropaa zurückbauen."
  },
  {
    "start": 497.93,
    "end": 503.09,
    "text": "Und man auf dieser Weise auch den russischen Einfluss auf Teil Europas zu ermöglichen."
  },
  {
    "start": 503.67,
    "end": 505.91,
    "text": "Und das ist im Grunde genommen die Grundlage."
  },
  {
    "start": 506.19,
    "end": 512.25,
    "text": "Jedweder russische Verhandlungen und russischen Forderungen, und daran hat sich bis heute nichts geändert."
  },
  {
    "start": 512.31,
    "end": 515.59,
    "text": "Aber bei den Forderung sind Sie jetzt schon reduziert auf den Donbass nicht?"
  },
  {
    "start": 516.33,
    "end": 517.77,
    "text": "Das scheint nur so zu sein!"
  },
  {
    "start": 518.27,
    "end": 544.19,
    "text": "Denn es gibt ja das jüngste Interview mit Rymit Vedivs, dass vor wenigen Tagen auch mit Vertretern der internationalen Medien geführt wurde... ...und in diesem Gespräch hat RymIT VEDIV sehr klar gesagt Die Grundlagen für jedwede Verhandlungen sind die Forderungen, die Vladimir Putin im Sommer zwanzig vierundzwanzig beim Kollegen des Außenministeriums postuliert hat."
  },
  {
    "start": 544.69,
    "end": 568.01,
    "text": "Und damals hat Putin gesagt, Russland ist zur Verhandlung bereit und auch zu einem Waffenstillstand, wenn die Ukraine nicht nur den Donbass sondern auch die Regionen Soporische und Kherson Auf diese Regionen verzichtet und die Streitkräfte aus diesen Regionen zurückzieht, sowie auch offiziell auf den NATO-Beitritt verzichtet."
  },
  {
    "start": 568.55,
    "end": 576.71,
    "text": "Zu diesem Zeitpunkt wird Russland bereit sein, den Waffenstillstand zu akzeptieren und den Friedensverhandlungsprozess zu beginnen."
  },
  {
    "start": 577.45,
    "end": 579.85,
    "text": "Das heißt das ist nur der Beginn der russischen Forderungen."
  },
  {
    "start": 580.41,
    "end": 591.41,
    "text": "Im Grunde genommen stehen wir heute genau dort wo wir am fierundzwanzigsten Februar zehntausend zwanzig vor knapp vier Jahren gestanden sind bei den vier großen Forderungen Lademeer-Botins."
  },
  {
    "start": 591.87,
    "end": 597.97,
    "text": "Das sind einerseits die territorialen Forderung, die dann im Laufe der nächsten Jahre erweitert werden sollten."
  },
  {
    "start": 600.41,
    "end": 603.31,
    "text": "Es ist die Forderunge nach der Entmilitarisierung der Ukraine."
  },
  {
    "start": 603.39,
    "end": 608.61,
    "text": "das ist eine deutliche Abstufung und deutlich Schwächung der ukrainischen Streitkräfte."
  },
  {
    "start": 609.57,
    "end": 617.57,
    "text": "ein ungefähres Bild davon was Russland sich vorstellt bekommen wir aus den Unterlagen rund um den Verhandlungsprozess in Istanbul."
  },
  {
    "start": 618.35,
    "end": 624.91,
    "text": "Es ist die Forderung nach einer politischen Neutralisierung der Ukraine und dem Verzicht auf den NATO-Beitritt."
  },
  {
    "start": 625.55,
    "end": 638.31,
    "text": "Und schließlich und endlich, die wichtigste alle Forderungen – die Föderungen nach der sogenannten Endnazifizierung der Ukraine, die letztlich darauf hinausläuft, dass an der Spitze der Ukraine eine pro-Russische Regierung installiert werden"
  },
  {
    "start": 638.39,
    "end": 638.67,
    "text": "sollte.\"."
  },
  {
    "start": 639.59,
    "end": 641.63,
    "text": "Herr Aztraf, ich hole Sie rein ins Gespräch!"
  },
  {
    "start": 642.01,
    "end": 644.05,
    "text": "Wie stellt sich das für Sie da?"
  },
  {
    "start": 644.53,
    "end": 646.03,
    "text": "gar nicht unbedingt als Ökonom?"
  },
  {
    "start": 646.69,
    "end": 647.75,
    "text": "als Beobachter generell?"
  },
  {
    "start": 676.71,
    "end": 682.11,
    "text": "Weil Russland, also man sagt natürlich der Russland schreitet sehr langsam voran."
  },
  {
    "start": 682.21,
    "end": 685.07,
    "text": "Das stimmt die Verluste sind hoch und so weiter."
  },
  {
    "start": 685.87,
    "end": 693.73,
    "text": "aber die Tatsache ist dass Russland hat circa zwanzig Prozent wenn ich mich nicht irgendeines ukrainischen Teritoriums besetzt und nicht umgekehrt."
  },
  {
    "start": 693.97,
    "end": 694.03,
    "text": "ja."
  },
  {
    "start": 694.19,
    "end": 700.55,
    "text": "also was die Ukraine zum Beispiel damals im Kursgebiet besetzt hat hat Russland wieder zurückerobert."
  },
  {
    "start": 702.23,
    "end": 707.35,
    "text": "Russland ist natürlich ein viel grösseres Land, circa viermal so groß von der Bevölkerung her."
  },
  {
    "start": 707.51,
    "end": 709.65,
    "text": "Circa zehnmal so gross vom Bib her."
  },
  {
    "start": 710.27,
    "end": 722.97,
    "text": "und natürlich auch dauer glaube ich schon dass Russland stärkere Karten hat als die Ukraine Auch wenn die Ukrainer natürlich starke sehr starke westliche Unterstützung bekommt also sowohl militärisch als auch finanziell."
  },
  {
    "start": 723.49,
    "end": 725.39,
    "text": "Das heißt ich glaube das ist die Realität."
  },
  {
    "start": 725.95,
    "end": 733.29,
    "text": "ja Natürlich, man kann sagen die Vordrug an Russland sind maximalistisch und nicht akzeptabel usw."
  },
  {
    "start": 735.31,
    "end": 736.27,
    "text": "Das kann man sagen."
  },
  {
    "start": 736.43,
    "end": 741.33,
    "text": "nur wenn man das nicht tut dann wird der Krieg weitergehen ja?"
  },
  {
    "start": 741.67,
    "end": 746.77,
    "text": "Und ich glaube man sollte sich abwägen was sozusagen weiß einen besseren Ausweg ist."
  },
  {
    "start": 748.03,
    "end": 758.91,
    "text": "Es ist interessant dass der ethnische Geheimdienst in seinem aktuellen Sicherheitsbericht Ich glaube, ich habe am Montag dieser Woche rausgekommen ist oder am Dienstag."
  },
  {
    "start": 760.21,
    "end": 768.95,
    "text": "Auch festhält oder die Einschätzung abgibt dass der Kreml ein Interesse an Friedensgesprächen lediglich vortäuscht."
  },
  {
    "start": 768.99,
    "end": 771.81,
    "text": "das würde sich mit ihrer Positioner Dubovie treffen."
  },
  {
    "start": 772.51,
    "end": 785.47,
    "text": "Und zwar wird hier geschrieben der Kreml-Hoffe seine bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten wieder auf das frühere Niveau zu bringen und die Niederlage in der Ukraine zu formalisieren, wie es würdlich da drinnen heißt im Bericht."
  },
  {
    "start": 786.85,
    "end": 796.75,
    "text": "Ich frage mich schon, gehen die Amerikaner den Russen total auf den Leim indem sie eigentlich Friedensgespräche forcieren?"
  },
  {
    "start": 797.33,
    "end": 802.53,
    "text": "Weil es ist natürlich auch eine angenehme Position zu sagen Es ist alles sinnlos was hier passiert Das glaube ich ja nicht."
  },
  {
    "start": 803.67,
    "end": 805.31,
    "text": "Gefangenen Austausch statt."
  },
  {
    "start": 805.43,
    "end": 809.85,
    "text": "Es gibt andere, glaube ich Detailfortschritte zwischen Russland und Amerikanern."
  },
  {
    "start": 810.25,
    "end": 825.31,
    "text": "Die russischen Einschätzungen soweit ich sie verfolge Sehen ja auch die dass es die Russen eigentlich sich nicht verschärzen wollen mit den amerikanern Denn so sehr auf Augenhöhe wie Sie jetzt mit den Amerikaner reden Haben sie schon lange nicht mehr geredet."
  },
  {
    "start": 825.83,
    "end": 828.33,
    "text": "Also hier ist ja doch ein Dilemma da oder?"
  },
  {
    "start": 829.83,
    "end": 830.35,
    "text": "gewiss doch."
  },
  {
    "start": 830.81,
    "end": 838.73,
    "text": "deswegen sage ich auch zu Beginn das die diplomatische Schiene nicht grundsätzlich aufgegeben werden sollte und das Gesprächerstätz wichtig sind."
  },
  {
    "start": 839.75,
    "end": 864.59,
    "text": "Wir sollten aber unsere Erwartungshaltungen drosseln, denn wie Herr Astrof auch sehr richtig gesagt hat, Blademehrbotin hat sich zu keinem Zeitpunkt Kompromiss bereit gezeigt – und auch wenn Gespräche stattfinden gerade über humanitäre Fragen was sehr wichtig ist gefangenen Austausch, der getöteten Soldaten auf beiden Seiten, die Rückführung der entführten ukrainischen Kinder."
  },
  {
    "start": 865.51,
    "end": 886.25,
    "text": "Diese Gespräche sind entscheidend aber einen wirklichen Durchbruch den sehen wir bis heute nicht und aus diesem Grunde möchten die Vereinigten Staaten dass das die nächste Gesprächsrunde in Washington stattfindet und offenbar erhoffen sich die Vereinigen Staaten davon auch eine größere Bewegung."
  },
  {
    "start": 886.67,
    "end": 895.51,
    "text": "Zugleich aber sehen wir einen sehr starken Druck oder einen zunehmenden, wachsenden Druck vonseiten der Vereinigten Staaten sowohl gegen die Ukraine als auch gegen Russland."
  },
  {
    "start": 897.23,
    "end": 915.01,
    "text": "Denn wie ja der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky vor einigen Tagen gesagt hat – Die Vereinigten Statten erwarten einen Friedensvertrag bis Juni dieses Jahres was aus heutiger Sicht unrealistisch erscheint und zugleich bereiten die Vereinigten Statten ein neues Sanktionspaket gegen Russlands vor."
  },
  {
    "start": 916.83,
    "end": 924.13,
    "text": "Wir werden ja sehen wohin das Ganze führt, aber offenbar glaubt Donald Trump hier kaum noch Zeit zu haben."
  },
  {
    "start": 924.37,
    "end": 932.17,
    "text": "bis zu den US-amerikanischen Zwischenwahlen im Herbst dieses Jahres soll dieser Krieg aus seiner Sicht beendet werden."
  },
  {
    "start": 932.55,
    "end": 941.59,
    "text": "Spannend und die wesentliche Frage ist was werden die Vereinigten Staaten machen wenn bis zum Sommer es zu keiner Einigung kommt?"
  },
  {
    "start": 942.73,
    "end": 952.33,
    "text": "Also man sieht mit Zuckerbrot und Beitsche gehen sie hier voran, aber offenbar glauben Sie ja doch noch daran dass hier ein Durchbruch möglich ist die Amerikaner."
  },
  {
    "start": 952.71,
    "end": 965.19,
    "text": "Und das scheint sich jetzt in Europa sukzessive auch, würde ich nicht sagen ob es sich durchsetzt, aber dort widerspopt diese Hoffnung ja auch auf warum Macron hier in die Offensive geht."
  },
  {
    "start": 965.83,
    "end": 970.85,
    "text": "Macron selbst sagt, es dürften nicht zu viele Gesprächspartner sein die mit den Russen reden."
  },
  {
    "start": 971.57,
    "end": 979.01,
    "text": "Ich nehme an er selbst sieht sich klarerweise dort dabei denn die Russen haben auch bestätigt dass die gewisse Gesprächskanäle wieder geöffnet worden sind."
  },
  {
    "start": 980.01,
    "end": 983.57,
    "text": "Wer käme denn von europäischer Seite noch infrage?"
  },
  {
    "start": 983.63,
    "end": 985.01,
    "text": "Ich frage Sie beide, meine Herren."
  },
  {
    "start": 985.65,
    "end": 989.27,
    "text": "Welche Personen würden den in Russland noch akzeptiert?"
  },
  {
    "start": 989.75,
    "end": 994.13,
    "text": "Denn das Problem ist ja wer dort akzeptierte es bei uns in Europa wieder nicht akzeptieren."
  },
  {
    "start": 994.53,
    "end": 998.45,
    "text": "ich habe Orban schon erwähnt und umgekehrt wie Zewerser dasselbe."
  },
  {
    "start": 999.19,
    "end": 1005.29,
    "text": "Wer ist auf beiden Seiten nicht verbrannt und könnte hier neben Macron noch aktiv werden?"
  },
  {
    "start": 1007.19,
    "end": 1008.69,
    "text": "bitte Herr Tupovi starten wir mit Ihnen"
  },
  {
    "start": 1009.45,
    "end": 1009.73,
    "text": "gerne."
  },
  {
    "start": 1012.99,
    "end": 1019.13,
    "text": "Das ist eine wirklich gute Frage, jetzt aus der Bewegung heraus."
  },
  {
    "start": 1019.19,
    "end": 1022.45,
    "text": "Es ist schwer zu sagen wie ich es mit den Russen sprechen möchte."
  },
  {
    "start": 1023.17,
    "end": 1036.149,
    "text": "Entscheidend ist das neben einer gewissen Annäherung auch sehr klare Konsequenzen in Bezug auf das russische Handeln von europäischer Seite aufgestellt werden."
  },
  {
    "start": 1039.53,
    "end": 1050.53,
    "text": "Im Idealfall sollte jede diplomatische Initiative sehr klaren Maßnahmen, die gegen die rossische Wirtschaft gerichtet sind."
  },
  {
    "start": 1050.59,
    "end": 1058.01,
    "text": "Die gegen die Schattenflotte gerichtet ist."
  },
  {
    "start": 1061.09,
    "end": 1069.729,
    "text": "Und neben Emmanuel Macron könnte eventuell auch Deutschland hier mit Friedrich Merz auch eine gewisse Dialogin-initiative starten."
  },
  {
    "start": 1069.83,
    "end": 1078.05,
    "text": "aber wie gesagt die Sinnhaftigkeit Die große Sinnhaftigkeit, diese Dialoginsertie wie diese schließt sich mir nicht."
  },
  {
    "start": 1078.75,
    "end": 1079.57,
    "text": "Was meinst du hierher darauf?"
  },
  {
    "start": 1082.929,
    "end": 1091.629,
    "text": "Ja es ist also ich glaube auf jeden Fall was man sagen kann dass die derzeitige EU-Führung dafür nicht in Frage käme."
  },
  {
    "start": 1091.889,
    "end": 1091.99,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 1092.11,
    "end": 1092.709,
    "text": "Carlos ist aus"
  },
  {
    "start": 1093.85,
    "end": 1096.27,
    "text": "dem Spiel glaube ich von der Leyen auch."
  },
  {
    "start": 1096.57,
    "end": 1102.229,
    "text": "ja Macron ja Ich glaube Macron wäre eine das wäre einer Figur."
  },
  {
    "start": 1104.429,
    "end": 1112.409,
    "text": "Da bin ich eher skeptisch, wenn schon dann jemand wie Scholz etwas ausgeglichener war."
  },
  {
    "start": 1112.929,
    "end": 1115.81,
    "text": "Dessen Politik war so vorsichtiger."
  },
  {
    "start": 1117.149,
    "end": 1137.209,
    "text": "Ansonsten vielleicht jemand aus Ländern, die weit weg von Russland sind wie Spanien oder Portugal oder Irland, die auch in den russischen Augen nicht verbrannt sind auf der anderen Seite auch so Mainstreamfiguren sind."
  },
  {
    "start": 1137.77,
    "end": 1146.53,
    "text": "Oder es könnte auch jemand, zum Beispiel das muss kein aktiver Staatschef sein, das kann auch jemand aus sozusagen Ex-Politiker sein ja?"
  },
  {
    "start": 1147.25,
    "end": 1157.77,
    "text": "Also ich habe schon den Scholz in diesem Kontext erwähnt, auch eventuell Angela Merkel glaube ich, dass wäre auch eine Möglichkeit gewesen."
  },
  {
    "start": 1158.969,
    "end": 1162.87,
    "text": "Ja, theoretisch könnte man schon eine Figur finden."
  },
  {
    "start": 1163.169,
    "end": 1173.229,
    "text": "Die Frage ist nur, wie soll Europa dann seine Forderungen stellen?"
  },
  {
    "start": 1173.389,
    "end": 1176.209,
    "text": "oder was kann Europa realistisch verlangen?"
  },
  {
    "start": 1176.29,
    "end": 1180.51,
    "text": "Ich glaube nicht, dass Europa da sehr viele Karten in der Hand hat!"
  },
  {
    "start": 1184.149,
    "end": 1188.81,
    "text": "eingehen auf die wirtschaftlichen Aspekte, wie ich eingehens angekündigt habe."
  },
  {
    "start": 1188.969,
    "end": 1202.649,
    "text": "Noch einen Aspekt möchte ich herausgreifen nämlich aus dem schon genannten ethnischen Geheimdienstbericht und dort steht interessanterweise... Wir werden... Na!"
  },
  {
    "start": 1202.83,
    "end": 1216.31,
    "text": "Dort steht interessanterweise dass die Einschätzung das Estland oder ein anderes NATO-Mitgliedsland In diesem Jahr, im Jahr und Jahrzehnte, werden von Russland nicht angegriffen."
  },
  {
    "start": 1216.689,
    "end": 1227.169,
    "text": "Man sehe keine Absicht und begründet das auch damit weil ja der Westen nämlich die auch europäischen NATO-Länder aufgerüstet hätten."
  },
  {
    "start": 1227.629,
    "end": 1228.75,
    "text": "Und es steht weiter dort."
  },
  {
    "start": 1228.81,
    "end": 1234.409,
    "text": "wir wären wahrscheinlich auch nächstes Jahr, nämlich in den Jahren des Jahrzehrzehntes, zu einer ähnlichen Einschätzung kommen."
  },
  {
    "start": 1235.129,
    "end": 1238.169,
    "text": "Nämlich auch aus dem Grund weil im Westen mehr aufgerüstet worden ist."
  },
  {
    "start": 1238.649,
    "end": 1245.33,
    "text": "Ich sehe da einen großen Schwenk, denn bisher war es ja so, dass die europäischen Geheimdienstberichte immer so klangen."
  },
  {
    "start": 1246.409,
    "end": 1252.75,
    "text": "Russland hat vor Europa anzugreifen und das ist nur eine Frage der Zeit, wann Europa dran ist."
  },
  {
    "start": 1253.55,
    "end": 1267.49,
    "text": "Die Amerikaner haben das nie behauptet, sie haben gesagt immer, die amerikanischen Geheimdiensberichte – die Russen haben weder Absicht noch das militärische Potenzial dazu, dass sich zu einem Schritt übergehen würden."
  },
  {
    "start": 1268.209,
    "end": 1277.59,
    "text": "Ist das so, dass die Europäer jetzt auch in der Gefahreneinschätzung auf ein amerikanisches Narrativ sukzessive Umschwänke und Russland nicht mehr aus diese Totalbedrohung sehen?"
  },
  {
    "start": 1278.75,
    "end": 1284.209,
    "text": "Nun hier sollten wir nicht vergessen, dass es sich um einen ästlichen Geheimdienstbericht handelt."
  },
  {
    "start": 1285.03,
    "end": 1297.57,
    "text": "D. h. Deutschland sowie auch die anderen baltischen Republiken versuchen mit diesen beschwichtigenden Worten die Linie Donald Trumps aufzugreifen uns die Vereinigten Staaten nicht zu vergremern"
  },
  {
    "start": 1298.01,
    "end": 1304.889,
    "text": "was ja umso bekannter ist, als sie als direkte Nachbarn Russlands immer die alarmistischsten aller waren."
  },
  {
    "start": 1305.61,
    "end": 1306.229,
    "text": "Das ist richtig!"
  },
  {
    "start": 1307.07,
    "end": 1313.99,
    "text": "Die grundsätzliche Gefahr ist aber nicht gebannt und das behauptet auch der isnische Geheimdienstbericht nicht."
  },
  {
    "start": 1314.689,
    "end": 1318.409,
    "text": "Das heißt nur dass keiner unmittelbare Angriffsgefahr besteht."
  },
  {
    "start": 1320.07,
    "end": 1338.07,
    "text": "Gleichzeitig sollten wir vielleicht auch zwischen den Zeilen lesen wenn die Europäische Union und die Baltischen Staaten davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines russischen Angriffes oder vor allem russische Provokationen steigt und diese Gefahr tatsächlich zunehmend größer wird."
  },
  {
    "start": 1338.649,
    "end": 1346.79,
    "text": "Wird man das wohl nicht auf der Ebene der Geheimdienste allzu stark den Fokus darauf richten?"
  },
  {
    "start": 1347.669,
    "end": 1356.85,
    "text": "Sondern eben durch beschwichtigende Worte zu de-skalieren versuchen gleichzeitig sich aber auf einen edweigen eskalativen Schritt von russischer Seite vorbereiten?"
  },
  {
    "start": 1358.169,
    "end": 1362.77,
    "text": "Vor allem aber sollten wir das grundlegende Missverständnis ausräumen."
  },
  {
    "start": 1364.629,
    "end": 1371.79,
    "text": "Eine vollumfänglichen russischen Angriff, also eine Vollinversion davon haben stets nur die wenigsten gesprochen."
  },
  {
    "start": 1372.85,
    "end": 1386.889,
    "text": "der der Fokus lag stets darauf dass Russland an den Grenzen einer eskalativen Situation aufbaut und damit vor allem dem politischen Druck auf die europäische Führung erhöht."
  },
  {
    "start": 1388.35,
    "end": 1396.59,
    "text": "Durch diesen politischen Druck wird man versuchen die sogenannten Beisternsklauseln, die ja sowohl den NATO als auch der Europäische Union haben auszuhebeln."
  },
  {
    "start": 1397.09,
    "end": 1403.11,
    "text": "Und auf dieser Weise sowohl die Europäischer Union als auch den NATO politisch zu destabilisieren."
  },
  {
    "start": 1403.57,
    "end": 1408.25,
    "text": "Darin liegt größter alle Gefahren und diese Gefahr ist nach wie vor nicht gebannt."
  },
  {
    "start": 1409.09,
    "end": 1409.51,
    "text": "Alles klar!"
  },
  {
    "start": 1409.77,
    "end": 1421.87,
    "text": "Ich möchte jetzt zur Wirtschaft übergehen und bleibe noch trotzdem kurz beim Estischen Sicherheits- oder Geheimdienstbericht weil er der Aktuellste von allen ist und dort heißt es auch, was wirtschaftliche Aspekte betrifft."
  },
  {
    "start": 1422.29,
    "end": 1427.77,
    "text": "Ich zitiere wörtlich Der Krieg in der Ukraine hat Russland schwere Entbehrungen gebracht."
  },
  {
    "start": 1428.409,
    "end": 1436.689,
    "text": "Und obwohl die Russen den Mythos von sich selbst als Meister des Leidens gepflegt haben, ist ihre Toleranz gegenüber Schmerz nicht"
  },
  {
    "start": 1436.85,
    "end": 1437.729,
    "text": "unbegrenzt.\"."
  },
  {
    "start": 1438.909,
    "end": 1450.31,
    "text": "Und weiter heißt es wörtlich, eine sinkende Wirtschaft leere Treibstoff-Danks und die Rückkehr von Mördern und Vergewaltigern der Front trifft die einfachen Russen mit zunehmender Härte."
  },
  {
    "start": 1450.649,
    "end": 1454.229,
    "text": "Da sind zwei Aspekte drinnen nämlich auch die Rückkehr der Soldaten."
  },
  {
    "start": 1454.889,
    "end": 1461.61,
    "text": "Ich möchte hinzufügen das was hier skizziert wird trifft ja letztlich auf beide Konfliktparteien zu."
  },
  {
    "start": 1462.03,
    "end": 1465.189,
    "text": "Nämlich das wirtschaftliches Disaster."
  },
  {
    "start": 1465.729,
    "end": 1468.669,
    "text": "Das heißt da mehr oder weniger, also können wir doch herausarbeiten."
  },
  {
    "start": 1468.729,
    "end": 1474.51,
    "text": "Aber zumindest die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Rückkehr der Soldaten und ihre Integration von ihnen."
  },
  {
    "start": 1475.27,
    "end": 1484.79,
    "text": "über die Leihensfähigkeit zu philosophieren finde ich angesichts der Tatsache dass ein Land der Angreife unter andere und das andere der Angegriffene ist nicht sehr angemessen."
  },
  {
    "start": 1485.409,
    "end": 1505.969,
    "text": "bleiben wir bei den wirtschaftlichem Aspekten Und die können wir uns ja wohl im Detail ansehen und dabei auch in dem Blick nehmen in welcher Verfassung beide Länder in einen möglichen Waffenstillstand beziehungsweise Frieden gehen würden und wie sie im Moment darständig würde, gerne die Ukraine etwas stärker fokussieren."
  },
  {
    "start": 1506.03,
    "end": 1511.99,
    "text": "Weil wir in den letzten Folgen Russland ohnehin immer sehr detailliert betrachtet haben – Russland dann später nur kurz!"
  },
  {
    "start": 1513.11,
    "end": 1516.209,
    "text": "Wie sieht es aus mit der Ukraine Herr Astroff?"
  },
  {
    "start": 1516.77,
    "end": 1530.87,
    "text": "Wie sehr lässt sich angesichts der verheerenden Zerstörung durch die russischen Angreifer hier die Wirtschaft überhaupt angemessen, vermessen oder angemessene in Zahlen fassen?"
  },
  {
    "start": 1532.969,
    "end": 1535.51,
    "text": "Naja die Datenlage ist natürlich nicht ideal."
  },
  {
    "start": 1536.33,
    "end": 1538.35,
    "text": "Weder in Russland noch in der Ukraine."
  },
  {
    "start": 1538.649,
    "end": 1548.889,
    "text": "es gibt zum Beispiel manche Indikatoren die nur geschätzt werden zb Arbeitsmarkt, die Arbeitslosigkeit also alles was mit der Beschäftigung mit dem Arbeitsmarkt zu tun hat."
  },
  {
    "start": 1549.09,
    "end": 1552.389,
    "text": "das es gibt nur Schätzungen ja es gibt keine feste Zahlen."
  },
  {
    "start": 1553.35,
    "end": 1559.07,
    "text": "insgesamt kann man sagen Natürlich, die Ukraine hat viel mehr gelitten."
  },
  {
    "start": 1559.51,
    "end": 1565.909,
    "text": "Also natürlich nicht nur als Opfer des Angriffs auch wirtschaftlich, das hat man ganz klar gesehen."
  },
  {
    "start": 1567.389,
    "end": 1577.429,
    "text": "Die ukrainische Wirtschaft ist im Jahre Zweiundzwanzig also im Jahr alles Russland angegriffen hat um fast dreißig Prozent geschrumpft in einem Jahr."
  },
  {
    "start": 1577.85,
    "end": 1579.189,
    "text": "und was dreißige Prozent?"
  },
  {
    "start": 1579.689,
    "end": 1586.909,
    "text": "allerdings muss man sagen Die Hälfte davon, also circa fünfzehn Prozent Punkte, das war aufgrund der territorialen Verluste."
  },
  {
    "start": 1587.33,
    "end": 1595.79,
    "text": "Weil natürlich da sind so die Gebiete in Donbass, in der Parisie, in Chersone teilweise glaube ich auch an Nikolayov betroffen und Heike"
  },
  {
    "start": 1596.03,
    "end": 1596.25,
    "text": "usw.,"
  },
  {
    "start": 1597.07,
    "end": 1606.27,
    "text": "damals natürlich da waren es Gebiete wo die Menschen leben, die produzieren auch, sie haben einen wirtschaftlichen Output und der war logischerweise weg."
  },
  {
    "start": 1607.55,
    "end": 1610.709,
    "text": "Dieser Output wurde nicht mehr von den Ukrainer erfasst."
  },
  {
    "start": 1612.51,
    "end": 1612.99,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 1613.07,
    "end": 1619.35,
    "text": "selbst ohne diese Gebete wären es fünfzehn Prozent Wirtschaftseinbruch gewesen, in Russland waren es zwei Prozent?"
  },
  {
    "start": 1619.53,
    "end": 1619.689,
    "text": "Ein!"
  },
  {
    "start": 1620.57,
    "end": 1623.409,
    "text": "Eigentlich nur ein Komma-Vier."
  },
  {
    "start": 1623.75,
    "end": 1625.33,
    "text": "Gut, so viel zu diesen Zahlen."
  },
  {
    "start": 1625.449,
    "end": 1626.389,
    "text": "Ich hab's ja unter"
  },
  {
    "start": 1626.81,
    "end": 1627.189,
    "text": "Dokumentär."
  },
  {
    "start": 1627.51,
    "end": 1635.449,
    "text": "Selbst wenn man vom Effekt der territorialen Verluste abgeht ist die ukrainische Wirtschaftsschuldigung damals um ca."
  },
  {
    "start": 1635.55,
    "end": 1636.75,
    "text": "fünfzehnt Prozent geschrumpft."
  },
  {
    "start": 1637.229,
    "end": 1647.49,
    "text": "Seitdem gab es eine Erholung, sowohl als auch die Ukraine-Wirtschaft gewachsen."
  },
  {
    "start": 1647.689,
    "end": 1655.669,
    "text": "Und das zeigt schon eine immense Resilienz, eine immense Ampassungsfähigkeit der Ukrainer und der ukrainischen Wirtschaft."
  },
  {
    "start": 1655.709,
    "end": 1656.729,
    "text": "Das muss man schon sagen."
  },
  {
    "start": 1657.949,
    "end": 1659.11,
    "text": "Das ist schon beachtlich!"
  },
  {
    "start": 1660.129,
    "end": 1668.33,
    "text": "Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass diese Erholungen von einem Sein niedriger Niveau statt."
  },
  {
    "start": 1671.229,
    "end": 1672.33,
    "text": "Das muss man auch sagen."
  },
  {
    "start": 1672.87,
    "end": 1680.99,
    "text": "Momentan ist es so, dass es gibt durchaus Sektoren die in den letzten Jahren gebummt haben."
  },
  {
    "start": 1681.07,
    "end": 1682.969,
    "text": "natürlich das ist die Rüstungsproduktion."
  },
  {
    "start": 1683.389,
    "end": 1693.75,
    "text": "ja ganz klar es gibt eine Schätzung oder das ist ein großer Datum glaube ich, dass alle Waffen die die Ukraine benötigt das Land selber produziert."
  },
  {
    "start": 1695.709,
    "end": 1699.189,
    "text": "Es gab enorme Fortschritte bei der Produktion von Drohnen."
  },
  {
    "start": 1699.729,
    "end": 1705.25,
    "text": "Also im Jahr war das nur fünftausend Drohne, die in der Ukraine hergestellt wurden."
  },
  {
    "start": 1705.99,
    "end": 1708.649,
    "text": "Vierundzwanzig waren das schon eineinhalb Millionen."
  },
  {
    "start": 1709.55,
    "end": 1713.01,
    "text": "Das war schon ein riesiger Boom."
  },
  {
    "start": 1713.649,
    "end": 1726.49,
    "text": "und natürlich momentan oder in den letzten Monaten ... Man kann es sagen wahrscheinlich im letzten Jahr oder so, haben wir gesehen dass der Krieg zunehmend zu einem Krieg von Dronen von beiden Seiten mutiert hat."
  },
  {
    "start": 1728.11,
    "end": 1733.35,
    "text": "Im Zivilensektor die Abhängigkeit von der Landwirtschaft ist gestiegen."
  },
  {
    "start": 1734.33,
    "end": 1750.27,
    "text": "ja das ist wenig überraschend weil die Landwirtschaft in einem großen Teil in den westlichen Gebieten und zentralien Gebieten der Ukraine konzentriert Und diese Gebiete haben weniger gelitten als natürlich Donbass oder Südosten."
  },
  {
    "start": 1751.449,
    "end": 1756.33,
    "text": "Also vor allem Donbas, das war eine Region mit viel Metallurgie."
  },
  {
    "start": 1760.05,
    "end": 1765.57,
    "text": "Teilweise wurden die Gebiete verloren, teilweise kann man nicht mehr produzieren,"
  },
  {
    "start": 1765.669,
    "end": 1765.83,
    "text": "d.h.,"
  },
  {
    "start": 1766.01,
    "end": 1768.929,
    "text": "die Metallurgien hat sehr stark gelitten."
  },
  {
    "start": 1769.83,
    "end": 1774.389,
    "text": "Man darf auch nicht vergessen, also der Arbeitsmarkt – ich habe schon angesprochen den Arbeitsmarkt."
  },
  {
    "start": 1774.51,
    "end": 1780.57,
    "text": "Da gab es natürlich riesige Migrationsbewegungen, nicht nur ins Ausland."
  },
  {
    "start": 1781.11,
    "end": 1788.11,
    "text": "Also momentan gibt's eine Schätzung dass fast sechs Millionen Ukrainer im Ausland leben."
  },
  {
    "start": 1788.429,
    "end": 1793.31,
    "text": "Ich glaube in Europa sind das fast fünft Komma sieben und das waren noch mehr."
  },
  {
    "start": 1793.55,
    "end": 1795.05,
    "text": "Also einige sind zurückgekehrt."
  },
  {
    "start": 1795.649,
    "end": 1799.27,
    "text": "Es gibt also schätzungsweise Gibt es ca."
  },
  {
    "start": 1799.429,
    "end": 1802.01,
    "text": "eine Million Ukrainer in Russland?"
  },
  {
    "start": 1802.77,
    "end": 1809.149,
    "text": "Ja, da sind die Leute, die die Ukraine zumindest auf eine gewisse Zeit verloren hat."
  },
  {
    "start": 1809.29,
    "end": 1821.79,
    "text": "Es gab auch massiver Migrationsbewegungen innerhalb der Ukraine natürlich aus dem Osten Richtung Westen logischerweise wiederum weil der Westen viel weniger von den russischen Angriffen betroffen wurde."
  },
  {
    "start": 1822.61,
    "end": 1828.49,
    "text": "Diese ganzen Bewegungen, diese ganzen Migrationsbewegungen haben den Arbeitsmarkt total verzerrt."
  },
  {
    "start": 1829.189,
    "end": 1835.03,
    "text": "Es ist eine paradoxe Situation, dass die Arbeitslosigkeit relativ hoch gesunken ist."
  },
  {
    "start": 1835.889,
    "end": 1857.229,
    "text": "In den letzten Jahren ist aber immer noch relativ hoch von über zehn Prozent, zwölf Prozent schätzungsweise und gleichzeitig gibt es arbeitskräftemengel in vielen Gebieten dass die vorhandene Arbeitskraft und die Anforderungen der Wirtschaft auf die Arbeitskräfte nicht zusammenpassen."
  },
  {
    "start": 1858.01,
    "end": 1861.25,
    "text": "Das ist so ein klassisches Miss-Match, wie man das auch auf Englisch sagt."
  },
  {
    "start": 1861.55,
    "end": 1862.909,
    "text": "Aber mittlerweile auch auf Deutsch."
  },
  {
    "start": 1863.51,
    "end": 1866.929,
    "text": "Das sind ein klassisches Miss-match-Problem auf dem Arbeitsmarkt."
  },
  {
    "start": 1867.949,
    "end": 1874.53,
    "text": "Ja, das ist der derzeitige Zustand wenn man mit Russland vergleicht."
  },
  {
    "start": 1876.37,
    "end": 1880.07,
    "text": "also die russische Wirtschaft ist im Laufe des Krieges gewachsen."
  },
  {
    "start": 1880.33,
    "end": 1888.949,
    "text": "Im Unterschied zu ukrainischem, weil man insgesamt die letzten vier Jahre die russische Wirtschaft um ca."
  },
  {
    "start": 1889.05,
    "end": 1890.59,
    "text": "zehn Prozent gewachsen hat."
  },
  {
    "start": 1890.629,
    "end": 1891.99,
    "text": "Die ukrainische ist geschrumpft."
  },
  {
    "start": 1892.53,
    "end": 1897.05,
    "text": "Das muss man im Auge behalten."
  },
  {
    "start": 1897.83,
    "end": 1901.949,
    "text": "Vor dem Krieg war die Ukraine auch schon viel ärmer als Russland."
  },
  {
    "start": 1902.729,
    "end": 1910.729,
    "text": "Weil in der Ukraine ist es so, dass die Ukraine hat noch in den neunzig Jahren enorm unter dem Zusammenbruch der Sowjetunion gelitten."
  },
  {
    "start": 1911.169,
    "end": 1917.87,
    "text": "Da gab es enorme Wirtschaftseinbrüche in Russland auch aber in der Ukrainer waren sie noch stärker."
  },
  {
    "start": 1918.75,
    "end": 1926.189,
    "text": "und dann gab es mehrere Krisen also insbesondere zum Beispiel die Krise von zwei tausendtauchzehntausendneuen Also die weltweisse."
  },
  {
    "start": 1926.629,
    "end": 1933.09,
    "text": "die globale wirtschaftskrise hat die ukraine sehr stark getroffen damals viel mehr als Russland als die russische wirtschaft."
  },
  {
    "start": 1933.55,
    "end": 1937.85,
    "text": "also damals ist das brutto in uns produkt der ukraine um ca."
  },
  {
    "start": 1937.929,
    "end": 1942.449,
    "text": "fünfzehn prozent geschrumpft auch ohne krieg ja nur aufgrund"
  },
  {
    "start": 1944.05,
    "end": 1944.33,
    "text": "Es"
  },
  {
    "start": 1946.129,
    "end": 1950.83,
    "text": "war auch viel aber weniger das heißt ja von der dynamik."
  },
  {
    "start": 1950.929,
    "end": 1955.909,
    "text": "hier ist es momentan tatsächlich so dass die ukrainischer wirtschaft etwas besser abschneidet als die rusche."
  },
  {
    "start": 1956.449,
    "end": 1965.169,
    "text": "ja allerdings wie gesagt Also dieses Wachstum findet vor dem Hintergrund eine niedriger Ausgangsbasis statt."
  },
  {
    "start": 1965.909,
    "end": 1972.149,
    "text": "Und vom Niveau hier ist... dass die ukrainische Wirtschaft immer noch viel, also die Ukraine ist immer noch mehr ärmer als Russland."
  },
  {
    "start": 1972.33,
    "end": 1973.79,
    "text": "Also ein Zehntel in etwa nicht?"
  },
  {
    "start": 1973.83,
    "end": 1977.149,
    "text": "Das glaube ich das Verhältnis was das Brutto-Inlandsprodukt bittet."
  },
  {
    "start": 1977.29,
    "end": 1982.209,
    "text": "Natürlich aber natürlich weil es auch deswegen war ja so ein Teil viel größeres Land."
  },
  {
    "start": 1982.27,
    "end": 1989.83,
    "text": "Es ist aber vom wenn man das BIP pro Kopf nimmt, also das Bruttinlandsproduk pro Kopf zu sogenannten Kaufkraftparitäten."
  },
  {
    "start": 1989.99,
    "end": 1994.81,
    "text": "Also das heißt bereinigt um die Preisunterschiede dann liegt die Ukraine bei ca."
  },
  {
    "start": 1995.729,
    "end": 1997.49,
    "text": "einem Drittel des russischen Niveaus."
  },
  {
    "start": 1999.01,
    "end": 2012.01,
    "text": "Sie haben angedeutet diese Binnermigration, auch das logischerweise die Menschen in den Westen gezogen sind westukraine und sich dort konzentriert haben, was insgesamt der Landwirtschaft dann auch eher zugute kam."
  },
  {
    "start": 2012.429,
    "end": 2017.429,
    "text": "Gleichzeitig haben sie schon erwähnt dass die Verteidigungsektor immens wichtig geworden ist."
  },
  {
    "start": 2017.79,
    "end": 2023.81,
    "text": "Für mich stellt sich jetzt auch die Frage wie geht man in einen möglichen Frieden hinein?"
  },
  {
    "start": 2023.889,
    "end": 2025.85,
    "text": "mit welcher Struktur der Wirtschaft?"
  },
  {
    "start": 2025.889,
    "end": 2028.909,
    "text": "Die Struktur hat sich ja dadurch geändert durch den Krieg."
  },
  {
    "start": 2030.389,
    "end": 2035.01,
    "text": "Vor dem Krieg war es interessanterweise, dass nicht nur die Landwirtschaft sehr dominant war."
  },
  {
    "start": 2035.07,
    "end": 2041.11,
    "text": "In der Ukraine hat sich zum Beispiel ein ganz starker IT-Sektor entwickelt was im Westen relativ wenig bekannt ist."
  },
  {
    "start": 2041.169,
    "end": 2045.49,
    "text": "Übrigens gab's auch in Weiß, Russland gibt es auch in weiß und so einen ganz starken IT Sektor."
  },
  {
    "start": 2046.229,
    "end": 2051.57,
    "text": "Und in der Ukraine eben auch durch diese Veränderungen aufgrund des Krieges."
  },
  {
    "start": 2052.55,
    "end": 2061.23,
    "text": "wie kann man schon Irgendwie erahnen, wie die Struktur der ukrainischen Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren gesetzter Fall der Kriterfriede kommt."
  },
  {
    "start": 2061.71,
    "end": 2063.07,
    "text": "Aussehen wird strukturell."
  },
  {
    "start": 2063.21,
    "end": 2070.03,
    "text": "Wird der Verteidigungssektor sehr dominant bleiben und noch möglicherweise dominanter werden?"
  },
  {
    "start": 2070.65,
    "end": 2076.99,
    "text": "Und damit die Ukraine ein starker Rüstungsproduzent in Europa sein und noch stärker werden?"
  },
  {
    "start": 2077.97,
    "end": 2081.73,
    "text": "Wird man im IT-Bereich wieder stärker zulegen lässt sich ja überhaupt."
  },
  {
    "start": 2081.93,
    "end": 2087.99,
    "text": "Gibt es hier Modelle auch, wie man annimmt, dass die Wirtschaftsstruktur aussehen wird?"
  },
  {
    "start": 2088.49,
    "end": 2088.55,
    "text": "Ich"
  },
  {
    "start": 2088.59,
    "end": 2091.21,
    "text": "glaube eines kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen."
  },
  {
    "start": 2091.31,
    "end": 2102.83,
    "text": "Dass der Verteidigung sagt das stark bleiben wird ja weil Es ist die Frage ob die Ukraine wirklich glaubwürdige Sicherheits garantieren zum Beispiel von den USA bekommt."
  },
  {
    "start": 2102.91,
    "end": 2115.77,
    "text": "Ja es gibt ja dieses alternativer Konzept Das sogenannte Konzept von einem Stachelschwein so stark aufrüsten, dass Russland sich nicht trauen wird, wieder Hand zu greifen."
  },
  {
    "start": 2116.97,
    "end": 2127.75,
    "text": "Das bedeutet das man kann schon davon ausgehen, dass der Rüstungssektor weiterhin wachsen wird und es gibt alle Voraussetzungen dafür."
  },
  {
    "start": 2128.45,
    "end": 2135.27,
    "text": "Die Landwirtschaft wird auch wichtig bleiben, wie es auch der Fall ist, also ca."
  },
  {
    "start": 2137.23,
    "end": 2139.11,
    "text": "ukrainischen Exporters in der Zeit."
  },
  {
    "start": 2139.37,
    "end": 2142.47,
    "text": "Lebensmittel, also Agrarprodukte und Lebensmittel."
  },
  {
    "start": 2143.73,
    "end": 2168.79,
    "text": "Alles andere, ich glaube es hängt sehr viel davon ab ob in der Ukraine wirklich Frieden auf Dauer aufrecht zu erhalten ist ja und ob die Investoren auch die westlichen Investoren wirklich damit rechnen dass nun ist der Krieg vorbei und nun können wir ruhig investieren ohne sozusagen Sicherheits Erhebliche Sicherheitsrisiken in Kauf zu nehmen."
  },
  {
    "start": 2169.75,
    "end": 2175.37,
    "text": "Wenn das gelingt, dann hat die Ukraine eigentlich recht gute Chancen."
  },
  {
    "start": 2175.69,
    "end": 2182.29,
    "text": "Das ist das eine und das zweite was ich vielleicht noch erwähnen sollte sind natürlich Friedern – das ist ganz wichtig!"
  },
  {
    "start": 2183.15,
    "end": 2186.33,
    "text": "Und zweitens ist es die Bekämpfung der Korruption."
  },
  {
    "start": 2187.01,
    "end": 2203.11,
    "text": "also wenn wir uns anschauen die Jahrzehnte vor dem Krieg Also wir haben gesehen, schon vor dem Krebs gab es eigentlich makroökonomisch gesehen relativ geringe Zuflüsse von ausländischen direkten Investitionen in die Ukraine mit einigen Ausnahmen."
  },
  {
    "start": 2203.17,
    "end": 2207.89,
    "text": "Sie haben zum Beispiel eine dieser Ausnahmen erwähnt IT-Sektor zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 2208.23,
    "end": 2211.11,
    "text": "Es gab auch zum Beispiel Erfolge, durchaus Erfolgen."
  },
  {
    "start": 2211.55,
    "end": 2216.69,
    "text": "in der Westukrainer wurden manche Zulieferbetriebe für die europäische Autoindustrie angesiedelt."
  },
  {
    "start": 2216.77,
    "end": 2218.05,
    "text": "das war durchaus ein Erfolg."
  },
  {
    "start": 2218.11,
    "end": 2224.65,
    "text": "ja es gab schon Erfolger aber makroekonomisch also für das ganze Land waren diese zu Flüsse relativ gering."
  },
  {
    "start": 2225.27,
    "end": 2231.93,
    "text": "Ein wichtiger Grund, wenn nicht der wichtigste Grund dafür war die hohe Korruption und alles was damit zusammenhängt."
  },
  {
    "start": 2232.03,
    "end": 2239.75,
    "text": "Also die unzureichende Schutz der Eigentumsrechte was übrigens auch für Russland zutrifft."
  },
  {
    "start": 2239.85,
    "end": 2243.27,
    "text": "ja also das trifft für beide Länder zu muss man schon sagen."
  },
  {
    "start": 2244.15,
    "end": 2250.69,
    "text": "Das heißt dass es auch in diesem Bereich muss man... Also ist ganz klar die Ukraine braucht Reformen."
  },
  {
    "start": 2251.27,
    "end": 2259.61,
    "text": "Ja wir haben gesehen zum Beispiel letztes Jahr Da gab es schon gewisse Turbulenzen, um das Antikorruptionsbüro in der Ukraine."
  },
  {
    "start": 2259.71,
    "end": 2280.95,
    "text": "Also Präsident Zelensky hat versucht die Macht von dieser Antikkorruption Behörde zu beschränken und im Endeffekt musste er zurück rudern unter dem Druck des Westens und des eigenen Volkes was ein gutes Zeichen ist."
  },
  {
    "start": 2282.19,
    "end": 2288.61,
    "text": "Das zeigt, dass es schon ein Feedback gibt und auch die Leute auf der Straße etwas bewirken können."
  },
  {
    "start": 2289.35,
    "end": 2293.59,
    "text": "Das ist gut aber das zeigt auch das Hausmaß des Problems mit der Korruption."
  },
  {
    "start": 2294.13,
    "end": 2300.55,
    "text": "Also wenn alle dieser Probleme gelöst sind dann hat die Ukraine gute Chancen in westlichen Investitionen anzuziehen."
  },
  {
    "start": 2300.65,
    "end": 2301.01,
    "text": "warum?"
  },
  {
    "start": 2301.29,
    "end": 2303.37,
    "text": "Es gibt Faktoren die auch dafür sprechen."
  },
  {
    "start": 2303.77,
    "end": 2313.59,
    "text": "Geografische Nähe zu Europa oder zur Kern-Europa also zur Europäischen Union die billige Arbeitskraft, billige und hoch ausgebildete Arbeitskraft."
  },
  {
    "start": 2314.13,
    "end": 2319.15,
    "text": "Die Landwirtschaft ist sowieso eigentlich ein Wachstum, hat sehr viel wachstumspotenzial."
  },
  {
    "start": 2319.33,
    "end": 2323.75,
    "text": "oder kann man auch sehr viel investieren um die Produktivität zu steigern."
  },
  {
    "start": 2324.45,
    "end": 2327.09,
    "text": "also es gibt viele Sektoren die davon profitieren könnten."
  },
  {
    "start": 2327.21,
    "end": 2330.69,
    "text": "aber wie gesagt das müssen einige Schürden da beseitigt werden."
  },
  {
    "start": 2331.05,
    "end": 2337.43,
    "text": "Ich habe mir denn die Winterprognose ihres Instituts angesehen vom Vienna-Institut für internationale Wirtschaftsvergleichung."
  },
  {
    "start": 2337.47,
    "end": 2342.77,
    "text": "dort Schreibt auch Ihre Kollegin Olga Bindjuk, Geburtig-Ukrainein in den Ukrainebaden."
  },
  {
    "start": 2343.11,
    "end": 2354.37,
    "text": "Da wird interessanterweise auch herausgearbeitet neben der Sicherheitsgarantie die ein Schlüsselfaktor sind damit die Wirtschaft wieder blühen kann und das Land wieder erblühen können."
  },
  {
    "start": 2354.41,
    "end": 2372.25,
    "text": "Dort wird auch angeführt von der europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gewisse Bedingungen die man im Laufe der Geschichte heraus gearbeitet wird wann und unter denen die Wirtschaft eines kriegsgeplagten Landes dann beim Übergang in Friedenszeiten erblühen kann."
  },
  {
    "start": 2373.41,
    "end": 2396.27,
    "text": "Und das sind ein paar Voraussetzungen, nämlich wenn die Wirtschaft schon vor dem Krieg relativ gut lief, wenn die demokratischen Institutionen vor dem Krieg schon relativ gut entwickelt waren, wenn der Krieg insgesamt relativ kurz gedauert hat Und wenn der Wirtschaftsabschwung während des Krieges relativ gering war."
  },
  {
    "start": 2397.07,
    "end": 2407.59,
    "text": "Wenn ich diese Bedingungen hernehme, dann sieht es für die Ukraine jetzt nicht so blendend aus, sozusagen wenn das auch zutreffen würde beim Übergang in den Frieden."
  },
  {
    "start": 2407.89,
    "end": 2411.45,
    "text": "Das andere sind die Sicherheitsgarantien, die wahrscheinlich letztendlich alles schlagen."
  },
  {
    "start": 2411.95,
    "end": 2422.27,
    "text": "Wenn sich, wenn die Firmen sind und die ausländischen Investoren zurückkommen, kann es wie auch in ihrem Bericht steht zu einem riesigen Boom kommen."
  },
  {
    "start": 2422.63,
    "end": 2432.03,
    "text": "Und hier wird ein Vergleich angestellt mit nineteenfünfundneunzig und nach dem Ende des Krieges in Bosnien, Herzegobina – jetzt habe ich die Zahl nicht in Erinnerung wie damals die Wirtschaft abging."
  },
  {
    "start": 2432.97,
    "end": 2433.29,
    "text": "Also"
  },
  {
    "start": 2433.41,
    "end": 2440.77,
    "text": "ja, ich glaube im ersten Jahr nachdem der Krieg vorbei war ist die Wirtschaft ums zweifache gestiegen und dann wiederum um fünfzig Prozent."
  },
  {
    "start": 2440.81,
    "end": 2445.37,
    "text": "also das war ein riesiger Wachstumsraten aber natürlich ausgeht von einem niedrigen Niveau"
  },
  {
    "start": 2446.29,
    "end": 2450.65,
    "text": "Und das ist interessant, weil Sie erwarten ja in Russland demgegenüber einen Nachfrage-Schock."
  },
  {
    "start": 2450.91,
    "end": 2459.23,
    "text": "Das heißt der Übergang in Russlands in den Frieden könnte durchaus mit einem Wirtschaftseinbruch einhergehen wenn ich das richtig verstanden habe oder nicht?"
  },
  {
    "start": 2460.03,
    "end": 2462.27,
    "text": "Naja, ich glaube es ist so kurzfristig."
  },
  {
    "start": 2462.43,
    "end": 2480.21,
    "text": "Ich glaube schon gebe es einen negativen Nachfrage Schock aufgrund dessen dass zum Beispiel die Leute die jetzt an die Freunde geschickt werden in Russ land und die auch hohe Zahlungen bekommen also hohe monatlichen Zahlungen und einmal Zahlung dafür, dass sie einen Vertrag mit der mehr unterzeichnen."
  },
  {
    "start": 2480.33,
    "end": 2483.01,
    "text": "Und Entschädigungen für die Familien usw."
  },
  {
    "start": 2484.05,
    "end": 2490.81,
    "text": "Dass diese Zahlungen oder ein Großteil dieser Zahlungen dann ausbleibt ja?"
  },
  {
    "start": 2491.49,
    "end": 2496.65,
    "text": "Das bedeutet das einige Einkommensschichten, einige Bevölkerungsschichten."
  },
  {
    "start": 2497.17,
    "end": 2503.75,
    "text": "Sie würden dann weniger Geld haben um auszugeben und um den privaten Konsum anzukurbeln."
  },
  {
    "start": 2504.37,
    "end": 2507.11,
    "text": "Ich glaube schon, dass dieser Effekt vorhanden sein wird."
  },
  {
    "start": 2507.69,
    "end": 2513.69,
    "text": "Aber mittelfristig glaube ich schon, das der Frieden auf der russischen Wirtschaft sehr gut tun würde."
  },
  {
    "start": 2514.09,
    "end": 2521.57,
    "text": "Weil damit wären zum Beispiel einige westliche Sanktionen und vor allem auch die OS-Sanktion gelockert oder aufgehoben."
  },
  {
    "start": 2522.71,
    "end": 2538.63,
    "text": "Zum Beispiel die russische Ölindustrie, der Energiesektor wurde wieder zu den OS-Technologien kommen und in Besitz von westlichen Technologien kommen, die Russland unbedingt braucht um die Produktion zu erhalten und aufrecht zu erhalten."
  },
  {
    "start": 2538.77,
    "end": 2544.55,
    "text": "Und auszubauen vor allem in den klimatisch und geographisch schwierigen Gebieten."
  },
  {
    "start": 2545.57,
    "end": 2564.73,
    "text": "Russen würden wahrscheinlich wiederum die westlichen Flugzeuge zum Beispiel die Boeing kaufen können auch die Ersatzteile dafür dass es bekanntlich ein großes Problem momentan in Russland ist Weil diese Flugzeuge und diese Ersatzteile kann man nicht so einfach ersetzen auf chinesische Inputzen usw."
  },
  {
    "start": 2565.49,
    "end": 2575.51,
    "text": "Es gibt schon viele Faktoren, die dafür sprechen dass der Frieden auch der russischen Wirtschaft gut tun würde Und da sieht man auch am Aktienmarkt."
  },
  {
    "start": 2576.01,
    "end": 2582.91,
    "text": "Also das haben wir ganz klar gesehen im letzten Jahr oder so seit Donald Trump wieder ins weiße Haus gekommen ist."
  },
  {
    "start": 2583.45,
    "end": 2594.47,
    "text": "Jedes Mal wenn es Indizien oder Nachrichten einer Annäherung zwischen Russland und dem Trump gab, gab es einen Boom auf den russischen Aktienmärkten."
  },
  {
    "start": 2594.83,
    "end": 2602.25,
    "text": "Und jedes Mal wenn es schien dass die Verhandlungen doch ins Leer laufen und das daraus nichts wird gingen die russische Aktien wieder zurück."
  },
  {
    "start": 2602.51,
    "end": 2616.79,
    "text": "Das zeigt natürlich auch das Vertrauen der Investoren in die Tatsache dass jeder Frieden und jede Annäherung mit dem Western oder zumindest mit der neuen Seite der russischen Wirtschaft gut tun würde."
  },
  {
    "start": 2617.61,
    "end": 2629.07,
    "text": "Wenn ich es zusammenfasse, in Ihrem Wirtschaftsbericht steht als Prognose das die ukrainische Wirtschafts-Wirtschafts-Sitzungs-Sixundzwanzig mit zwei Komma fünf Prozent wachsen wird."
  },
  {
    "start": 2629.87,
    "end": 2633.03,
    "text": "In Russland sind es nur ein Komma zwei Prozent."
  },
  {
    "start": 2633.15,
    "end": 2648.05,
    "text": "also selbst ohne Frieden ist im Moment die Dynamik potenziell in der Ukraine stärker und wenn es dann zu einem Friedensschluss kommt mit starken Sicherheitsgarantien, dann könnte ja in der Ukraine tatsächlich die Post abgehen."
  },
  {
    "start": 2648.49,
    "end": 2659.69,
    "text": "So gesehen können wir annehmen dass in den nächsten ein zwei Jahren erst einmal die Musik in der ukraine spielen wird wirtschaftlich und dort eine größere Dynamik zu erwarten ist."
  },
  {
    "start": 2660.69,
    "end": 2662.19,
    "text": "Ja, ich glaube schon."
  },
  {
    "start": 2662.41,
    "end": 2677.23,
    "text": "Allerdings würde auch nicht überbewerten diese Wachstumsunterschiede nicht über bewerten weil auch zwei Prozent es ist auch nicht besonders viel für ein so armes Land wie die Ukraine natürlich einen Prozent für Russland ist auch sehr enttäuschen das muss man schon sagen."
  },
  {
    "start": 2678.05,
    "end": 2685.99,
    "text": "aber dieser wachstum Unterschiede von einem Prozentpunkt dass ist ja das ist nicht etwas was sich wirklich überinterpretieren wird"
  },
  {
    "start": 2687.53,
    "end": 2688.05,
    "text": "Herr Dubowie."
  },
  {
    "start": 2688.17,
    "end": 2694.77,
    "text": "abschließend Sehen wir ein Waffenstil stand und vielleicht sogar einen Frieden?"
  },
  {
    "start": 2695.39,
    "end": 2696.05,
    "text": "Unwahrscheinlich."
  },
  {
    "start": 2697.89,
    "end": 2717.41,
    "text": "Mit dieser leider pessimistischen Prognose erschließen wir diese Folge unseres Podcasts und verweisen schon auf die nächste Folge in zwei Wochen, wo wir uns wieder einem interessanten Phänomen in und um die russische Wirtschaft und in und Umdie Ukraine Widmen werden, seien Sie wieder dabei."
  },
  {
    "start": 2717.59,
    "end": 2722.19,
    "text": "Für heute danken wir Ihnen fürs Zuhören und ihnen meine Herren Danke für's dabei sein Herr Dubrowi!"
  },
  {
    "start": 2722.59,
    "end": 2723.45,
    "text": "Danke für Dein Laduk!"
  },
  {
    "start": 2723.51,
    "end": 2724.05,
    "text": "Herr Astorff!"
  },
  {
    "start": 2724.21,
    "end": 2724.49,
    "text": "Danke!"
  },
  {
    "start": 2724.75,
    "end": 2726.45,
    "text": "Schönen Tag!"
  }
]