[
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    "end": 26.68,
    "text": " \"Lieber Willi, wir schließen jetzt einen Kreis oder besser gesagt ein Dreieck, weil es"
  },
  {
    "start": 26.68,
    "end": 32.64,
    "text": " gibt ja das heilige Triomvirat der Wiener Klassik, Mozart, Beethoven und Haydn, die Komponisten"
  },
  {
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    "end": 38.0,
    "text": " der Wiener Klassik, also der klassischsten Erder der klassischen Musik. Und über Mozart und Beethoven"
  },
  {
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    "end": 43.16,
    "text": " haben wir viel erzählt, aber über Haydn noch fast nix. Und das ist wieder ganz typisch."
  },
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    "end": 48.34,
    "text": " Und hat schon zu Lebzeiten, hat man gesagt, Papa Haydn, das klingt sehr niedlich. Er war"
  },
  {
    "start": 48.34,
    "end": 52.16,
    "text": " überhaupt nicht niedlich, ganz und gar nicht. Aber er war der Papa, das ist gar keine Frage."
  },
  {
    "start": 52.16,
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    "text": " Er war Jahrgang 1732, also fast 40 Jahre älter als Beethoven. Und immerhin, Mozart ist in der"
  },
  {
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    "text": " Mitte drin, 1756 geboren. Haydn hat alles erfunden. Es stimmt nicht ganz, aber fast,"
  },
  {
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    "text": " im Grunde ist es richtig. Und die anderen beiden haben zum Teil Seite an Seite mit Haydn die Dinge"
  },
  {
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    "end": 81.84,
    "text": " dann aufgenommen und vervollkommnet. Stimmt auch nicht ganz, aber im Grunde richtig. Und da ist etwas"
  },
  {
    "start": 81.84,
    "end": 86.72,
    "text": " entstanden, was wir bis heute, wie du sagst, als Wiener Klassik bezeichnen. Und das gehört nach"
  },
  {
    "start": 86.72,
    "end": 93.96,
    "text": " allgemeiner Anschauung zum Nabel dessen, was wir klassische Musik nennen. Also was wir Musik,"
  },
  {
    "start": 93.96,
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    "text": " europäische Kunstmusik nennen. Das heißt, Haydn hat die Klassik erfunden, aber er wird ständig"
  },
  {
    "start": 99.68,
    "end": 105.24,
    "text": " vergessen. So ist es. Er spürt wieder nicht. Man weiß bis heute, wer Josef Haydn war. Also das,"
  },
  {
    "start": 105.24,
    "end": 111.0,
    "text": " was du sagst, Haydn, Mozart, Beethoven, das Triomvirat der Wiener Klassik. Wir alle können"
  },
  {
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    "end": 115.16,
    "text": " sofort irgendetwas von Mozart, die kleinen Nachtmusik. Wir können sofort freudische"
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  {
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    "text": " Götterfunken von Beethoven singen, freut jedem sofort ein. Was freut uns eigentlich ein,"
  },
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    "end": 124.56,
    "text": " wenn es um Haydn geht? Mir fällt tatsächlich eine Sache ein. Aber nur weil wir sie hier im Podcast"
  },
  {
    "start": 124.56,
    "end": 129.32,
    "text": " schon mindestens einmal erwähnt haben, nämlich die alte Kaiserhymne. Ich wollte ja eh sagen,"
  },
  {
    "start": 129.32,
    "end": 133.92,
    "text": " ich wollte ja mal kurz meinen Halbwissen über Haydn präsentieren, damit du das dann vervollkommen"
  },
  {
    "start": 133.92,
    "end": 142.64,
    "text": " hast. Er gehört zu diesen drei mächtigen Komponisten der Klassik. Dann weiß ich, dass er irgendwelche"
  },
  {
    "start": 142.64,
    "end": 147.92,
    "text": " Verbindungen ins Burgenland und zur Adelsfamilie Estherhasi hat. Da gibt es auch so Festivals"
  },
  {
    "start": 147.92,
    "end": 153.92,
    "text": " immer noch. Und da gibt es, das war irgendwie wichtig, glaube ich. Und dann gibt es diese Haydn-Hymne."
  },
  {
    "start": 153.92,
    "end": 159.6,
    "text": " Also die Melodie der alten Kaiserhymne, der Habsburger Mann nach hier. Das war er damals Gott,"
  },
  {
    "start": 159.6,
    "end": 163.6,
    "text": " der alte Franz den Kaiser. Und das wurde dann immer umgedichtet, je nachdem, welcher"
  },
  {
    "start": 163.6,
    "end": 168.28,
    "text": " Kaiser grad an der Macht war, oder? Und dann später wurde die selbe Melodie für die deutsche"
  },
  {
    "start": 168.28,
    "end": 174.16,
    "text": " Nationalhymne verwendet. Und da heißt jetzt Einigkeit und Recht und Freiheit. Das heute, ja. Genau. Also"
  },
  {
    "start": 174.16,
    "end": 177.36,
    "text": " das ist die eine Melodie von Haydn, die ich kenne. Aber ich glaube, ich könnte tatsächlich jetzt"
  },
  {
    "start": 177.36,
    "end": 184.48,
    "text": " bewusst keine andere Dir nennen. Das glaube ich. Welches sollte ich denn kennen? Es gibt sehr viele"
  },
  {
    "start": 184.48,
    "end": 191.36,
    "text": " Bewerbendern, dass sie sicher, dass eine oder andere Anspielen. Haydn war Weltmeister im Erfinden"
  },
  {
    "start": 191.36,
    "end": 198.24,
    "text": " von Melodien, die wie Volkslieder klingen und die wie das Kaiserlied natürlich zu Volksliedern"
  },
  {
    "start": 198.24,
    "end": 203.36,
    "text": " dann geworden sind, die aber definitiv von ihm komponiert wurden. Bisschen so wie bei Mozart,"
  },
  {
    "start": 203.36,
    "end": 212.64,
    "text": " Zauberflöte, das sind auch, die sind Lieder im Volksliedrang. Aber sie sind definitiv komponiert."
  },
  {
    "start": 212.64,
    "end": 217.8,
    "text": " Und Haydn, da gibt es eine Wechselwirkung. Er hat geschöpft, und zwar aus dem vollen"
  },
  {
    "start": 217.8,
    "end": 222.36,
    "text": " Geschöpft aus der Volksmusik seiner näheren Umgebung. Und du hast schon gesagt, der Burgenland war"
  },
  {
    "start": 222.36,
    "end": 232.12,
    "text": " wichtig. In Geboren in Rohrau, heutigen Niederösterreich, dort sozialisiert mit den Liedern,"
  },
  {
    "start": 232.12,
    "end": 237.16,
    "text": " die die Bauern gesungen haben, mit den Liedern, die man in der Kirche gesungen hat. Ganz wichtig für"
  },
  {
    "start": 237.16,
    "end": 246.96,
    "text": " alle Musiker der damaligen Zeit die Kirchenmusik. Und hineingewachsen durch seine Anstellung an"
  },
  {
    "start": 246.96,
    "end": 255.92,
    "text": " Adelshöfen, zuerst beim Grafen Moazin, dann bei Fürst Estherhase, wo er zum Hofkabelmeister"
  },
  {
    "start": 255.92,
    "end": 261.52,
    "text": " aufstieg und sich wirklich von der Picke auf hochgedient hat. Er war jetzt erst Vizekabelmeister"
  },
  {
    "start": 261.52,
    "end": 269.0,
    "text": " an der Seite eines älteren Komponisten. Und dann wurde er zum Hofkabelmeister bei Estherhase."
  },
  {
    "start": 269.0,
    "end": 278.72,
    "text": " Das war etwas. Ich meine, Estherhase war im ungerischen Reichshälfte der führende Fürst. Der"
  },
  {
    "start": 278.72,
    "end": 285.12,
    "text": " konnte auf Augenhöhe mit dem Kaiser verkehren oder mit der Kaiserin. Und der hatte natürlich eine"
  },
  {
    "start": 285.12,
    "end": 293.84,
    "text": " enorme Kapelle. Der hatte ein eigenes Theater, wo heute ein Kapellemeister war und das, was man"
  },
  {
    "start": 293.84,
    "end": 300.16,
    "text": " immer vergisst. Er hat viele, viele Jahre seines Lebens, vor allem als Kapellemeister dieses"
  },
  {
    "start": 300.16,
    "end": 309.28,
    "text": " fürstlichen Theaters in Estherhase, knapp über der Grenze in Ungarn, hat er als Theaterkapellemeister"
  },
  {
    "start": 309.28,
    "end": 313.92,
    "text": " gewirkt. Das heißt, er hat sich einen wichtigen Teil seines Lebens, vor allem einmal mit Opa"
  },
  {
    "start": 313.92,
    "end": 319.48,
    "text": " beschäftigt, hat Opa komponiert, Opa fremder Komponisten einstudiert und aufgeführt, war daher"
  },
  {
    "start": 319.48,
    "end": 325.72,
    "text": " immer bestens informiert, was ringsum an anderen Fürstenhöfen und in anderen Städten passiert."
  },
  {
    "start": 325.72,
    "end": 331.68,
    "text": " Andererseits hat er gesagt, ich war ja immer da in der Einöde, so musste ich original werden."
  },
  {
    "start": 331.68,
    "end": 336.56,
    "text": " Das ist ein Zitat von von Haydn. Das heißt, er musste sich ja zwar die Partituren von allen"
  },
  {
    "start": 336.56,
    "end": 341.52,
    "text": " Zeiten bekommen, aber er musste sich seinen Reim drauf machen und er hat sich einen Reim drauf"
  },
  {
    "start": 341.52,
    "end": 346.88,
    "text": " gemacht, wie kein anderer seiner Generation konnte und so ist er der große Josef Haydn"
  },
  {
    "start": 346.88,
    "end": 351.72,
    "text": " geworden, der aus dem kleinen Estherhase heraus, Estherhase, es hat natürlich auch ein Palet in"
  },
  {
    "start": 351.72,
    "end": 356.68,
    "text": " Wien, wo er dann auch musiziert hat, ein weltbekannter Komponist geworden, in Jahrzehntelanger"
  },
  {
    "start": 356.68,
    "end": 361.92,
    "text": " Aufbau habe. Das komische ist, dass wir reden vom Opa und Kapellemeister Haydn. Das hat heute"
  },
  {
    "start": 361.92,
    "end": 368.28,
    "text": " keine Relevanz mehr in Wirklichkeit. Was für uns wesentlich ist, wenn wir sagen, er hat die"
  },
  {
    "start": 368.28,
    "end": 374.6,
    "text": " Klassik erfunden, Haydn war der Erfinder der Symphonie und der Erfinder des Streichquartetts,"
  },
  {
    "start": 374.6,
    "end": 381.4,
    "text": " also der beiden Hauptgattungen, wie wir sie heute kennen und wie sie grundlegend wurden für zumindest"
  },
  {
    "start": 381.4,
    "end": 387.2,
    "text": " eineinhalb Jahrhunderte der Entwicklung der sogenannten klassischen Musik, also der europäischen"
  },
  {
    "start": 387.2,
    "end": 393.2,
    "text": " Kunstmusik. Natürlich ist das nicht ganz richtig, weil natürlich gab es vor Haydn Symphonien,"
  },
  {
    "start": 393.2,
    "end": 397.92,
    "text": " gab es vor Haydn Streichquartette, aber so wie wir sie kennen, als die grundlegenden musikalischen"
  },
  {
    "start": 397.92,
    "end": 404.28,
    "text": " Formen hat, definitiv Haydn sie entwickelt und da konnten Mozart und Beethoven anknüpfen und seit"
  },
  {
    "start": 404.28,
    "end": 413.04,
    "text": " damals kommt niemand um diese drei Komponisten herum und Haydn war die grundlegende Figur und"
  },
  {
    "start": 413.04,
    "end": 418.28,
    "text": " dann letztlich auch, obwohl es da große Reibereien gegeben hat, war er ja auch der Lehrer von"
  },
  {
    "start": 418.28,
    "end": 426.04,
    "text": " Beethoven und ein väterlicher Freund von Mozart, den er selber, dem Papa von Mozart gegenüber als"
  },
  {
    "start": 426.04,
    "end": 431.8,
    "text": " den größten Komponisten bezeichnet hat, den er je kennen gelernt hat. Ich würde dann jetzt hören,"
  },
  {
    "start": 431.8,
    "end": 432.8,
    "text": " wir mal ein bisschen Haydn."
  },
  {
    "start": 456.04,
    "end": 466.84,
    "text": " Das Finale, das Symphoniennummer 88, da sieht man schon, wie viel der Komponier hat. Wir haben"
  },
  {
    "start": 466.84,
    "end": 473.04,
    "text": " 104 Erhalterne, also mit Nummern versehenes Symphonien, die wir noch alle spielen könnten."
  },
  {
    "start": 473.04,
    "end": 478.12,
    "text": " Im Vergleich mal kurz, die anderen Komponisten, die wir hier schon behandelt haben, die haben dann"
  },
  {
    "start": 478.12,
    "end": 483.16,
    "text": " oft nur zehn Symphonien, oder? Ja, Beethoven 9 und das ist dann schon eine stattliche Zahl,"
  },
  {
    "start": 483.16,
    "end": 488.04,
    "text": " weil Brahms Schumann jeweils nur mehr vier, Brugner hat neun noch zustande gebracht, Mahler"
  },
  {
    "start": 488.04,
    "end": 493.52,
    "text": " sogar neun und ein halb oder zehn und ein halb, wenn man das Lied von Erde dazu rechnet, aber es"
  },
  {
    "start": 493.52,
    "end": 499.52,
    "text": " ist also deutlich weniger geworden. Und Halben über 100, eine Symphonienmaschine. Ja, und eben"
  },
  {
    "start": 499.52,
    "end": 507.28,
    "text": " nein, das Irre ist, das war die Symphonie, geboren aus der Gebrauchsmusik, das war halt"
  },
  {
    "start": 507.28,
    "end": 510.48,
    "text": " Unterhaltungsmusik, wie man sie komponiert hat und da muss man sich eben vorstellen,"
  },
  {
    "start": 510.48,
    "end": 515.52,
    "text": " da nicht nur der Fürst Eszter hat sie, sondern jeder bessere Graf von den Fürsten gar nicht zu"
  },
  {
    "start": 515.52,
    "end": 522.4,
    "text": " reden, hatte seine Kapelle und die haben gespielt, wenn Gäste kamen, die haben gespielt zum Abendessen,"
  },
  {
    "start": 522.4,
    "end": 527.08,
    "text": " die haben gespielt in den Theatern und so weiter und da, das war ein reger Betrieb von"
  },
  {
    "start": 527.08,
    "end": 532.48,
    "text": " außerordentlich ausgebildeten Musikern, die waren hervorragend natürlich, waren ganz tolle"
  },
  {
    "start": 532.48,
    "end": 536.84,
    "text": " Musiker drinnen und die haben ja auch nichts anders zu tunken, die haben den ganzen Tag geübt,"
  },
  {
    "start": 536.84,
    "end": 543.56,
    "text": " geprobt, gearbeitet, um dann eben etwas präsentieren zu können und das war Gebrauchsmusik. Aber"
  },
  {
    "start": 543.56,
    "end": 549.32,
    "text": " Heiden hätte sich unendlich gelangweilt, wenn er so nach Schema F alles immer abgeliefert hätte,"
  },
  {
    "start": 549.32,
    "end": 553.84,
    "text": " wie die weniger talentierten Komponisten seiner Zeit, die natürlich Rauf- und Runtersympfonien"
  },
  {
    "start": 553.84,
    "end": 560.0,
    "text": " geschrieben haben, oder Serenaden oder Divertimenti oder wie das Zeugs alles heißt und er hat das"
  },
  {
    "start": 560.0,
    "end": 566.4,
    "text": " alles auch geschrieben, nur es wäre ihm langweilig gewesen, dass einfach so nach Schema F herunter"
  },
  {
    "start": 566.4,
    "end": 572.08,
    "text": " zu arbeiten und er hat für nahezu jedes Stück, ich glaube, es gibt kaum eine Symphonie oder ein"
  },
  {
    "start": 572.08,
    "end": 577.24,
    "text": " Streichquartett oder ein Klaviertrio oder ein Divertiment von Heiden, wo nicht zumindest"
  },
  {
    "start": 577.24,
    "end": 582.96,
    "text": " ein, zwei Dinge drinnen sind, wo man aus der Lethargie sofort wieder aufwacht und sagt ja,"
  },
  {
    "start": 582.96,
    "end": 588.32,
    "text": " das klingt so wie heute ein Divertiment oder eine Symphonie klingt, wo er uns überrascht und das"
  },
  {
    "start": 588.32,
    "end": 596.32,
    "text": " war seine unglaubliche Stärke, dass er originell war, dass er witz hatte, dass er Gefühl transportieren"
  },
  {
    "start": 596.32,
    "end": 603.76,
    "text": " konnte und dass er einem einfach so wie wir jetzt gerade gehört haben, Freude gemacht. Das hört"
  },
  {
    "start": 603.76,
    "end": 608.08,
    "text": " man gern, das zwingt man gern mit und da kann man sich vorstellen, dass du fürst gesagt hast,"
  },
  {
    "start": 608.08,
    "end": 614.08,
    "text": " Spieler, das nochmal, weil das will man einfach gleich noch einmal hören. Und dazu ist es einfach"
  },
  {
    "start": 614.08,
    "end": 619.48,
    "text": " nicht, es wirkt wie ein Volkslied, ist aber keines, sondern ist aus dem Geister Volksmusik"
  },
  {
    "start": 619.48,
    "end": 626.0,
    "text": " geschöpft, das war seine allergrößte Stärke, also aus dem Boden seiner Musik geschöpft und das aber"
  },
  {
    "start": 626.0,
    "end": 632.48,
    "text": " kunstvollst verarbeitet hat. Denn auch aus diesem simplen, scheinbar so simplen Thema, macht er ja"
  },
  {
    "start": 632.48,
    "end": 636.88,
    "text": " was, er entwickelt es weiter, er spielt dann mit Ping Pong sozusagen, kommt dann irgendwie zurück,"
  },
  {
    "start": 636.88,
    "end": 643.04,
    "text": " dann muss er mal hören, wie mit was für einen unglaublichen Trick diese Melodie am Ende dieses"
  },
  {
    "start": 643.04,
    "end": 649.74,
    "text": " Satzes zurückkommt. Da bleibt aus der Musik irgendwie stehen mit diesem Pappapapa und plötzlich ist das Thema wieder da."
  },
  {
    "start": 656.0,
    "end": 676.56,
    "text": " Also man fällt einfach in diese Musik wieder zurück, also das hat Witz, das hat Schirm, das ist"
  },
  {
    "start": 676.56,
    "end": 681.92,
    "text": " wie wenn dich einer anschaut und so ein bisschen anzwingt. In der Vorbereitung ist mir untergekommen,"
  },
  {
    "start": 681.92,
    "end": 689.12,
    "text": " die sogenannte Paukenschlag-Symphonie. Was hat das damit auf sich? Wie gesagt, er war immer für"
  },
  {
    "start": 689.12,
    "end": 695.24,
    "text": " Überraschungen gut. Und in der Paukenschlag-Symphonie, das ist eine der sogenannten Londoner"
  },
  {
    "start": 695.24,
    "end": 699.6,
    "text": " Symphonien, das sind die letzten zwölf Symphonien, die er wirklich, da habe ich es ja zwei Mal nach"
  },
  {
    "start": 699.6,
    "end": 706.32,
    "text": " London gereist, das hieß ja wirklich etwas. Damals, hat dort längere, also viele Monate"
  },
  {
    "start": 706.32,
    "end": 711.12,
    "text": " dann jeweils war er in London und hat dort jeweils sechs neue Symphonien, also insgesamt gibt es eben"
  },
  {
    "start": 711.12,
    "end": 717.8,
    "text": " zwölf präsentiert und da sind hunderte solche Sachen drinnen. In jedem Satz ist irgendein"
  },
  {
    "start": 717.8,
    "end": 725.0,
    "text": " Überraschungsmoment und das ist der berühmterste, denn da ist auch so eine ganz einfache Melodie,"
  },
  {
    "start": 725.0,
    "end": 730.84,
    "text": " die gespielt wird, dann wird sie ein bisschen leiser wiederholt und dann kläscht das ganze"
  },
  {
    "start": 730.84,
    "end": 737.32,
    "text": " Orchester mit der Pauke hinein. Also alle die da eingelaufen sind, so getalte Witz sind sofort"
  },
  {
    "start": 737.32,
    "end": 741.52,
    "text": " wieder aufgewacht, die Leute waren wach, also da bin ich ganz sicher, aber sie sind trotzdem und"
  },
  {
    "start": 741.52,
    "end": 745.72,
    "text": " bis heute fahren die Leute zusammen, obwohl sie ja wissen, dass da die Paukenschlag-Symphonie gespielt wird."
  },
  {
    "start": 767.32,
    "end": 792.64,
    "text": " Das war der Paukenschlag. Das war der berühmte Paukenschlag und natürlich, es bleibt nicht"
  },
  {
    "start": 792.64,
    "end": 799.04,
    "text": " dabei, wenn das ist wie ein Kinderlied. Man kommt plötzlich dieser Kläsch und dann schreibt er über"
  },
  {
    "start": 799.04,
    "end": 805.84,
    "text": " dieses Thema mehrere Variationen und gleich in der ersten Variation macht er sich über diesen"
  },
  {
    "start": 805.84,
    "end": 811.0,
    "text": " Paukenschlag schon lustig und bindet ihn sozusagen mehrfach in diese Variationen ein."
  },
  {
    "start": 811.0,
    "end": 823.32,
    "text": " Und auch in weiteren Variationen kommen dann immer diese fortisimo Schläge, aber immer dort, wo man sie"
  },
  {
    "start": 823.32,
    "end": 828.8,
    "text": " nicht erwartet. Also er spielt mit uns, mit unseren Hörerwartungen, seinen eigenen Spaß an der Freude."
  },
  {
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    "text": " Finde ich lustig, dass, wie du vorhin gesagt hast, andere Komponisten in ihrer ganzen"
  },
  {
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    "text": " Lebenszeit neuen Symphonien zustande bringen und Haydn schreibt auf Dienstreise 12. Ja, quasi auf"
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  {
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    "text": " Dienstreise. Ja, gehen wir kurz seinen Lebensweg durch wie er von Rohrau in Niederösterreich über"
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  {
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    "end": 853.64,
    "text": " seine Esterhasiade dann in London gelandet ist. Also was ist da passiert? Nein, das Wichtige ist,"
  },
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    "end": 860.04,
    "text": " zuerst kam er einmal, weil er musikalisch war und das hat man damals entdeckt, kam er als"
  },
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    "text": " Kapelknabe nach Wien, also quasi war es Sängerknabe in Wien, dem Stimmbruch sofort entfernt worden"
  },
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    "text": " und musste schauen, wie er durchkommt und hat bei dem damals sehr berühmten Komponisten Nikola"
  },
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    "text": " Borbora, einer der wichtigsten Opernkomponisten der damaligen Zeit, hat er sich verdient."
  },
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    "text": " Da war er der Laufbusche, dem hat er die Schub putzen müssen, das Essen bringen müssen und hat"
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    "text": " dafür auch Musik unterricht. Und hat bei dem wahnsinnig viel gelernt. Übrigens kann man schauen,"
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    "text": " das war, wenn man vor der Michaela-Kirche steht, linker Hand, das Haus am Kohlmarkt, da ist,"
  },
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    "text": " glaube ich, sogar eine Gedenktafel und da in der Dachstube war der Heiden seine erste,"
  },
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    "text": " als Bursche, als Teenager, seine ersten Sporen sich verdient als Laufbusche des Herrn Borbora."
  },
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    "text": " Und dann hat er Anstellungen bekommen, er war und anderen war er beim Grafen Mordzin,"
  },
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    "text": " böhmischer Adeliger, und kam dann als Witzig-Kapellmeister zu Estherhase und dort ist er jahrzehntelang"
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    "text": " geblieben. Da war der Fürst Nikolaus der Prächtige, der hat natürlich eine große Hofhaltung gehabt,"
  },
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    "start": 928.56,
    "end": 935.4,
    "text": " schon um sich gegen die Habsburger ordentlich zu positionieren. Und da war ein Heiden ihre"
  },
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    "end": 940.04,
    "text": " wichtig. Und die Nachricht von diesen genialen Komponisten hat sich natürlich wie ein Lauffeuer"
  },
  {
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    "end": 946.76,
    "text": " verbreitet und nach ein, zwei Jahrzehnten sind schon die Raubdrucke erschienen in Paris und in London"
  },
  {
    "start": 946.76,
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    "text": " von seiner Musik zum Teil unter seinem Namen, immer öfter unter seinem Namen. Dann hat man"
  },
  {
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    "end": 957.08,
    "text": " schon Fälschungen herausgebracht, also zweitklassige Musik unter den Namen Heiden, weil sich es"
  },
  {
    "start": 957.08,
    "end": 962.62,
    "text": " gut verkauft hat. Also er wurde so nach und nach durch seine konsequente Arbeit wirklich berühmt,"
  },
  {
    "start": 962.62,
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    "text": " bis er dann Aufträge gekriegt hat. Zuerst einmal aus Paris, wo er nicht selber hingefahren ist,"
  },
  {
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    "text": " aber für Paris oder die sechs Pariser-Symphonien komponiert, knapp vor der Revolution, dann"
  },
  {
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    "end": 979.16,
    "text": " wäre noch eine Paris-Tranche geplant gewesen, die aber aufgrund der Revolution dann natürlich"
  },
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    "start": 979.16,
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    "text": " nicht mehr stattgefunden hat, dann hat man ihn nach London eingeladen. Und er hat lange gezögert,"
  },
  {
    "start": 983.2,
    "end": 988.8,
    "text": " aber wie er dann die Gage gehört hat, hat er es noch gewagt. Und das ist also zweimal damals schon"
  },
  {
    "start": 988.8,
    "end": 997.44,
    "text": " als quasi betagter Mann. Denn er war Jahrgang 1732 und er war da schon an die 60, wie er das erste"
  },
  {
    "start": 997.44,
    "end": 1002.76,
    "text": " Mal nach London kutschiert ist. Und mein zweites Mal war er schon über 60 und das war ja für"
  },
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    "end": 1007.88,
    "text": " damals schon beinahe ein Kreisenalter. Kurze Zwischenfrage, wie ist man damals weltberühmt"
  },
  {
    "start": 1007.88,
    "end": 1013.52,
    "text": " geworden? Über welche Wege war das möglich? Weil klassische Medien gab es nicht, geschweige"
  },
  {
    "start": 1013.52,
    "end": 1021.08,
    "text": " den digitalen Verbindungen? Nein, aber es gab natürlich zwischen den Fürstenhäusern und zwischen"
  },
  {
    "start": 1021.08,
    "end": 1028.48,
    "text": " den Fürstlichen Kapellen und durch reisende Musiker natürlich einen regen Austausch. Und wenn"
  },
  {
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    "end": 1034.64,
    "text": " da jemand ein tolles Quartett oder eine tolle Symphonie gefunden hat, dann hat er die mitgenommen"
  },
  {
    "start": 1034.64,
    "end": 1041.36,
    "text": " unter Umständen und hat sie woanders präsentiert. Und es war ein reger Austausch und Heiden hat"
  },
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    "end": 1046.36,
    "text": " ja auch gebraucht, andere Opern von anderen Komponisten, die er dann aufgeführt hat in"
  },
  {
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    "end": 1052.8,
    "text": " Estherhauser und einstudiert hat. Und das war also, der Notenhandel war sehr, sehr wichtig. Man"
  },
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    "text": " musste schauen, dass man gedruckt wird. Es gibt dann Korrespondenzen auch mit französischen und"
  },
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    "start": 1057.0,
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    "text": " englischen holländischen Verlegern, die halt dann die Werke herausgebracht haben. Zum Teil"
  },
  {
    "start": 1062.84,
    "end": 1069.2,
    "text": " konnte er es mehrfach verkaufen. Wir gehen ja heute aus, dass es ein Tantiemen-System gibt. Das gab es"
  },
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    "end": 1073.92,
    "text": " damals natürlich nicht. Aber er hat so eine Serie von sechs Quartetten oder von sechs Klaviersonaten"
  },
  {
    "start": 1073.92,
    "end": 1080.08,
    "text": " oder sechs Klaviertreos, hat er verkauft an einen Händler, der hat ihm so und so viel Gulden dafür"
  },
  {
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    "end": 1084.68,
    "text": " bezahlt, dafür hat der Händler dann kassiert, dann hat der Komponist dann nichts mehr bekommen. Aber"
  },
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    "start": 1084.68,
    "end": 1090.2,
    "text": " sein Name hat sich verbreitet. Und wenn alle fanden, das ist tolle Musik, was gibt es denn von dem noch?"
  },
  {
    "start": 1090.2,
    "end": 1096.64,
    "text": " Also das ist Angebot und Nachfrage und der war einfach dermaßen qualitätvoll, in dem was er"
  },
  {
    "start": 1096.64,
    "end": 1101.8,
    "text": " geliefert hat. Das habe ich gesagt, um heiden, heiden, heiden muss er auch nicht. Und noch eine Zwischenfrage,"
  },
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    "start": 1101.8,
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    "text": " um noch mal zurückzuspringen zu seiner musikalischen Erweckung als Sängerknabe. Das war beim"
  },
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    "text": " Steffans Dom war er ja Sängerknabe. Gab es damals einen Steffans Dom-Sängerknaben-Kor. Es gab die"
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    "text": " Hofmusikkapelle, das sind bis heute unsere Sängerknaben. Das wurde ja tatsächlich in Egesia. Frauen dürfen"
  },
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    "end": 1126.52,
    "text": " in der Kirche nicht singen und haben überhaupt zu schweigen. Das war die Regel. Das war die Regel bis"
  },
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    "start": 1126.52,
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    "text": " weit herauf. Das heißt, es musste Sängerknaben geben. Das hat man hat die kleinen Burmen gebraucht,"
  },
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    "start": 1131.44,
    "end": 1137.76,
    "text": " die noch hoch singen konnten. Die wurden hervorragend ausgebildet. Und wenn einer Pech hatte und eine"
  },
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    "start": 1137.76,
    "end": 1144.64,
    "text": " so schöne Stimme hatte, dass man gesagt hat, das wollen wir uns erhalten, so ist das Kastratenwesen"
  },
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    "start": 1144.64,
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    "text": " entstanden. Die höchst bezahlten Opernsänger waren nicht die Primadonnen und die Tenere, wie man"
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  {
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    "text": " heute glauben würde, sondern waren die Kastraten, die ungärwirtuos waren. Und die Grundlage der"
  },
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    "text": " musikalischen Schulung dieser Leute, die hat gelegt diese Erziehung in den Kirchenkörn. Und da war"
  },
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    "end": 1170.08,
    "text": " Heiden eben mit beteiligt. Und wie gesagt, zum Glück hat er dort ... Ja, was gibt das nicht so"
  },
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    "text": " gut, dass Sänger war. Genau. So wurde er also zu den bedeutendsten Komponisten seiner Ära. Und dann hast"
  },
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    "text": " du ja schon erwähnt, dass er quasi der Mentor von Mozart und Beethoven war. Mozart war ja 24"
  },
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    "text": " Jahre jünger, Beethoven war 38 Jahre jünger. Sind die drei eigentlich je zusammen an einem Tisch"
  },
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    "text": " gesessen? Das glaube ich nicht. Es war so, dass Beethoven, wie er das erste Mal nach Wien kam,"
  },
  {
    "start": 1195.36,
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    "text": " hat er Mozart spielen hören. Und eigentlich war der Plan, wie er dann das zweite Mal kam,"
  },
  {
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    "end": 1212.28,
    "text": " Anfang der 90er Jahre des 18. Jahrhunderts, dass er bei Mozart studieren sollte. Und das war Mozart"
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    "end": 1219.84,
    "text": " tot seit 1791. Und so kam es also dazu, dass gar keine Frage war, dann Heiden. Es gab niemand"
  },
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    "end": 1222.6,
    "text": " anderen, der auf dem Niveau war, wo man den betroffen hat."
  },
  {
    "start": 1222.6,
    "end": 1227.24,
    "text": " er so unglaublich talentiert war, hingeschickt hätte. Und so wurde also Beethoven zum Schüler"
  },
  {
    "start": 1227.24,
    "end": 1233.6,
    "text": " Heidens und da ist er die berühmte Geschichte, der Tagebucheintrag des Grafens Waldstein."
  },
  {
    "start": 1233.6,
    "end": 1238.7,
    "text": " Der Beethoven, der von Bonn weggegangen ist, geschrieben hat, lieber Beethoven, sie reisen"
  },
  {
    "start": 1238.7,
    "end": 1244.2,
    "text": " jetzt nach Wien, dort empfangen sie durch Fleiß, durch ununterbrochenem Fleiß, empfangen"
  },
  {
    "start": 1244.2,
    "end": 1251.64,
    "text": " sie Mozarts Geist aus Heidens Händen. Mozart war schon tot, aber Waldstein, dem kommt das"
  },
  {
    "start": 1251.64,
    "end": 1257.0,
    "text": " wirklich zugute, dass man sagen kann, der war der, der die Drei-Wiener-Klassiker als"
  },
  {
    "start": 1257.0,
    "end": 1263.8,
    "text": " erster auf einem Blatt Papier im Jahr 1792 verewigt hat. Und der hat recht bealten. Mozarts"
  },
  {
    "start": 1263.8,
    "end": 1268.32,
    "text": " Geist aus Heidens Händen ist natürlich ein bisschen ein Umweg, aber man muss schon sagen,"
  },
  {
    "start": 1268.32,
    "end": 1274.6,
    "text": " dass die Begegnung mit Mozart, Begegnung mit Beethoven war für Heiden nicht so angenehm"
  },
  {
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    "end": 1280.68,
    "text": " als er natürlich sofort erkannt, was er konnte, aber Beethoven war ja ein Heißsporn und hat"
  },
  {
    "start": 1280.68,
    "end": 1284.86,
    "text": " ja nicht daran gedacht, sich da irgendwie unterzuordnen und sich überall als unterteniger Schüler"
  },
  {
    "start": 1284.86,
    "end": 1288.8,
    "text": " von Josef Heiden zu präsentieren. Er hat natürlich auch sehr genau gewusst, was Heiden"
  },
  {
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    "end": 1294.16,
    "text": " konnte und was er ihm vertankt, aber er hat zum Beispiel sein Opus 1 nicht dem Heiden"
  },
  {
    "start": 1294.16,
    "end": 1299.64,
    "text": " gewidmet, was eigentlich man erwartet hätte, der ersten Klavier Drios, sondern erst Opus"
  },
  {
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    "end": 1304.16,
    "text": " 2, der ersten Klavier. So natens sind dann dem Lehrer Heiden gewidmet. Ja, das hat der"
  },
  {
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    "end": 1308.56,
    "text": " Heiden gar nicht nett und gut gefunden. Wie auch immer. Die waren sich nicht immer grün,"
  },
  {
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    "end": 1312.8,
    "text": " aber natürlich, sie wussten sehr genau, der Beethoven wusste sehr genau, es gibt keinen"
  },
  {
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    "end": 1316.84,
    "text": " anderen als den Heiden, bei dem er jetzt wirklich noch was lernen kann und Heiden hat sehr genau"
  },
  {
    "start": 1316.84,
    "end": 1321.28,
    "text": " gewusst, was der Junge kann und hat ihn ja dann letztlich auch empfohlen. Denn wir waren"
  },
  {
    "start": 1321.28,
    "end": 1326.16,
    "text": " bei Estahasi. Er war bis zu seinem Lebensende Hofkapellemeister bei Estahasi, das war dann"
  },
  {
    "start": 1326.16,
    "end": 1331.08,
    "text": " schon der Enkel von dem Fürsten, der ihn engagiert hatte, der überhaupt nicht mehr interessiert"
  },
  {
    "start": 1331.08,
    "end": 1335.12,
    "text": " war und der wusste natürlich, dass er da einen Juwel hat und der hat ja fast die ganze"
  },
  {
    "start": 1335.12,
    "end": 1339.84,
    "text": " Kapelle entlassen, aber den Heiden hat er nicht entlassen, weil das war ja eine irreserene"
  },
  {
    "start": 1339.84,
    "end": 1344.36,
    "text": " Nomäe, dass er den berühmten Komponisten der Welt ist, mein Hofkapellemeister. Er"
  },
  {
    "start": 1344.36,
    "end": 1349.68,
    "text": " musste gar nichts mehr machen, konnte eben auch nach London reisen, aber er musste einmal"
  },
  {
    "start": 1349.68,
    "end": 1358.0,
    "text": " im Jahr eine große Messe abliefern, und zwar zum Namensdag der Fürsten Estahasi. Und das"
  },
  {
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    "end": 1362.76,
    "text": " hat er auch gemacht, da sind die sechs großen Messens eine besser als die andere, ganz bedeutende"
  },
  {
    "start": 1362.76,
    "end": 1367.0,
    "text": " Musik des späten Heiden, also das Letzte, was er eigentlich vorhin in der Musik dann"
  },
  {
    "start": 1367.0,
    "end": 1373.16,
    "text": " hinterlassen hat. Und eine Siemte, ich war erst schon zu schwach und hat aber als Schüler"
  },
  {
    "start": 1373.16,
    "end": 1377.0,
    "text": " Beethoven, der damals aber schon ziemlich berühmt war, empfohlen. Und so kam die erste"
  },
  {
    "start": 1377.0,
    "end": 1382.12,
    "text": " Messe von Beethoven zustande, die große C-Tour-Messe. Und die war dann schon wieder so, aber Heiden"
  },
  {
    "start": 1382.12,
    "end": 1386.96,
    "text": " war immer originell, aber Beethoven war schon wieder so anders, dass der Fürsten zu ihm"
  },
  {
    "start": 1386.96,
    "end": 1390.64,
    "text": " gesagt hat, ja mein lieber Beethoven, was hat er denn da wieder gemacht? Das war schon"
  },
  {
    "start": 1390.64,
    "end": 1398.84,
    "text": " zu irritiert, das war schon zu avanciert. Also so hat sich die Klasse entwickelt, aber was"
  },
  {
    "start": 1398.84,
    "end": 1404.56,
    "text": " ich sagen wollte, Mozart und Heiden wussten genau, dass sie und nur sie auf Augenhöhe"
  },
  {
    "start": 1404.56,
    "end": 1411.56,
    "text": " miteinander verkehren können. Und da muss man sich mal vorstellen, Mozart hat eine Zyklus"
  },
  {
    "start": 1411.56,
    "end": 1419.4,
    "text": " von sechs Streichquartetten komponiert nach dem Vorbild der großen Heidenquartette, die"
  },
  {
    "start": 1419.4,
    "end": 1423.68,
    "text": " der Heiden gewidmet hat, das sind die sogenannten Heidenquartette von Mozart. Eines besser als"
  },
  {
    "start": 1423.68,
    "end": 1428.16,
    "text": " das andere. Und er schreibt selbst und wenn Mozart das schreibt, dann hat das was geheisen,"
  },
  {
    "start": 1428.16,
    "end": 1432.2,
    "text": " weil er war immer sehr spontan und alles ist schnell gegangen. Produkt einer langen und"
  },
  {
    "start": 1432.2,
    "end": 1437.52,
    "text": " schwierigen Arbeit. Also er hat sich wirklich Mühe gegeben. Die Stücke sind unglaublich"
  },
  {
    "start": 1437.52,
    "end": 1444.48,
    "text": " und haben im Umkehrschluss wiederum den Heiden inspiriert zu seinen späten Streichquartetten,"
  },
  {
    "start": 1444.48,
    "end": 1449.52,
    "text": " die alle nach den Mozart-Quartetten entstanden sind. Und in wem müssen wir uns vorstellen,"
  },
  {
    "start": 1449.52,
    "end": 1454.6,
    "text": " hat es ein Streichquartett gegeben, wo Heiden die erste Violine gespielt hat, Dietersdorf,"
  },
  {
    "start": 1454.6,
    "end": 1461.24,
    "text": " sehr guter Komponist der damaligen Zeit, die zweite Violine, Van Hal, auch ein Valentierter"
  },
  {
    "start": 1461.24,
    "end": 1465.64,
    "text": " Komponist, Stello und Mozart die Bratsche. Darauf haben wir auch gerne einen Mausel gewesen."
  },
  {
    "start": 1465.64,
    "end": 1470.28,
    "text": " Was sind denn, kann man so sagen, was sind musikalisch die größten Unterschiede zwischen"
  },
  {
    "start": 1470.28,
    "end": 1475.0,
    "text": " diesen drei großen Komponisten, kann man da typische Stilmittel benennen, an denen"
  },
  {
    "start": 1475.0,
    "end": 1479.08,
    "text": " man kennt, dass es jetzt ein Mozart, das ist jetzt ein Heiden, das ist jetzt ein Beethoven."
  },
  {
    "start": 1479.08,
    "end": 1483.6,
    "text": " Sehr schwer, bei Beethoven ist es relativ leicht, weil wie gesagt, da hat sich der Fürst"
  },
  {
    "start": 1483.6,
    "end": 1489.72,
    "text": " Esarhaar sich gesagt, na was soll denn das jetzt wieder sein? Also ist der Verrückte, der schon in"
  },
  {
    "start": 1489.72,
    "end": 1497.16,
    "text": " Richtung Romantik ausgragt, der die Kraftvolle, die Trotzigere, die oft Spritzige, geistreiche"
  },
  {
    "start": 1497.16,
    "end": 1503.08,
    "text": " Musik schreibt, aber immer schon mit einer Stoßrichtung ins schwere, ins romantische."
  },
  {
    "start": 1503.08,
    "end": 1519.84,
    "text": " Also das könnte weder von Mozart noch von von Heiden sein. Bei Mozart und Heiden zugegeben,"
  },
  {
    "start": 1519.84,
    "end": 1531.04,
    "text": " ist es oft schwer, aber man könnte sagen der elegantere, weltgewandere, raffiniertere ist"
  },
  {
    "start": 1531.04,
    "end": 1537.04,
    "text": " der Mozart und der, die Beispiele, die wir gehört haben, der Erdiggere ist der Heiden und"
  },
  {
    "start": 1537.04,
    "end": 1546.12,
    "text": " sie treffen sich natürlich in der Spiritualität ihrer Arbeit. Beide machen aus nichts alles,"
  },
  {
    "start": 1546.12,
    "end": 1551.6,
    "text": " aber jeder im Domfall doch ein bisschen anders. Eine witzige Unterscheidung gibt's,"
  },
  {
    "start": 1551.6,
    "end": 1556.4,
    "text": " das hat man der Paul Bardura Scuder einmal gesagt. Es gibt dann wunderbar eine wunderbare"
  },
  {
    "start": 1556.4,
    "end": 1563.76,
    "text": " Möglichkeit, wie man ein Menuet von Mozart unterscheiden kann von einem Menuet von Heiden."
  },
  {
    "start": 1563.76,
    "end": 1569.16,
    "text": " Wenn man auf die Melodie den Text ist, ist das die O'Reilly,"
  },
  {
    "start": 1569.16,
    "end": 1575.24,
    "text": " who owns the Hotel, sprechen kann, dann ist es Heiden, wenn man es nicht kann, ist es ein Mozart Menuet."
  },
  {
    "start": 1575.24,
    "end": 1581.0,
    "text": " Ich weiß nicht das Einzige, was sich ausgeht. Ich habe schon versucht in diesem Rhythmus"
  },
  {
    "start": 1581.0,
    "end": 1583.24,
    "text": " eine deutsche Satz, ich habe noch nichts gescheites gemacht."
  },
  {
    "start": 1583.24,
    "end": 1590.92,
    "text": " Aber heißt es, dass Heiden immer denselben Rhythmus hat in seinen Kompositionen?"
  },
  {
    "start": 1590.92,
    "end": 1597.0,
    "text": " Immer dieselbe metrische Gewichtung. Es stimmt natürlich nicht immer, aber verblüffend oft."
  },
  {
    "start": 1597.0,
    "end": 1601.56,
    "text": " Is this the O'Reilly, who owns the Hotel?"
  },
  {
    "start": 1601.56,
    "end": 1606.88,
    "text": " Das kann man auf Deutsch schon sagen, z.B. ist das der Musikkritiker, den ich so mag?"
  },
  {
    "start": 1606.88,
    "end": 1608.88,
    "text": " Das ist schon zu lang."
  },
  {
    "start": 1608.88,
    "end": 1620.44,
    "text": " Das ist ein typisches Heidenmenut."
  },
  {
    "start": 1620.44,
    "end": 1622.44,
    "text": " Unglaublich, man kann es wirklich sagen."
  },
  {
    "start": 1622.44,
    "end": 1624.44,
    "text": " Ich bin mir mal Mozart."
  },
  {
    "start": 1631.56,
    "end": 1641.56,
    "text": " Geht nicht."
  },
  {
    "start": 1641.56,
    "end": 1643.56,
    "text": " Ich bin mir noch an Mozart."
  },
  {
    "start": 1662.56,
    "end": 1664.56,
    "text": " Geht auch nicht."
  },
  {
    "start": 1664.56,
    "end": 1666.56,
    "text": " Aber gibt es noch ein halbes Heidenbeispiel, wo es geht?"
  },
  {
    "start": 1666.56,
    "end": 1668.56,
    "text": " Sonst glaube ich es dir nicht."
  },
  {
    "start": 1668.56,
    "end": 1677.56,
    "text": " Ja, das geht wirklich."
  },
  {
    "start": 1677.56,
    "end": 1681.56,
    "text": " Es ist ein Beispiel mit ein bisschen Verzierung, aber man kann diesen Satz sagen."
  },
  {
    "start": 1681.56,
    "end": 1683.56,
    "text": " Wir brauchen einen deutschen Satz, damit wir sich das leichter machen können."
  },
  {
    "start": 1683.56,
    "end": 1685.56,
    "text": " Ich habe versucht, ich habe mir jetzt nichts gescheites eingefallen."
  },
  {
    "start": 1685.56,
    "end": 1691.56,
    "text": " Ist das der Musikfreund, der Heiden durchschaut?"
  },
  {
    "start": 1691.56,
    "end": 1693.56,
    "text": " Ja, das geht."
  },
  {
    "start": 1693.56,
    "end": 1695.56,
    "text": " Das ist der, der dieses Satz dazu manual sagen kann."
  },
  {
    "start": 1695.56,
    "end": 1707.56,
    "text": " Ist das der Musikfreund, der Heiden durchschaut?"
  },
  {
    "start": 1707.56,
    "end": 1708.56,
    "text": " Gut."
  },
  {
    "start": 1708.56,
    "end": 1712.56,
    "text": " Weil man diesen Satz sagen kann, auf den Rücken muss von Heiden, dann ist es Heiden."
  },
  {
    "start": 1712.56,
    "end": 1714.56,
    "text": " Man darf nur nicht sagen, der Mozart durchschaut."
  },
  {
    "start": 1714.56,
    "end": 1716.56,
    "text": " Das Mozart lässt sich nicht durchschauen."
  },
  {
    "start": 1716.56,
    "end": 1718.56,
    "text": " Heiden lässt sich durchschauen."
  },
  {
    "start": 1718.56,
    "end": 1722.56,
    "text": " Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den beiden, wenn du gefragt hast."
  },
  {
    "start": 1722.56,
    "end": 1723.56,
    "text": " Aber so simpel."
  },
  {
    "start": 1723.56,
    "end": 1725.56,
    "text": " Nein, das geht nicht immer."
  },
  {
    "start": 1725.56,
    "end": 1727.56,
    "text": " Aber es geht verblüffend oft."
  },
  {
    "start": 1727.56,
    "end": 1730.56,
    "text": " Ich habe noch eine Frage zu Wiener Klassik."
  },
  {
    "start": 1730.56,
    "end": 1733.56,
    "text": " Heiden ist der Vater der Wiener Klassik, sagst du."
  },
  {
    "start": 1733.56,
    "end": 1739.56,
    "text": " Und der Papa im Geiste von Beethoven und Mozart."
  },
  {
    "start": 1739.56,
    "end": 1744.56,
    "text": " Aber als wir vorher das Leben von Heiden durchgegangen sind, hat sich das nicht unbedingt in Wien abgespielt."
  },
  {
    "start": 1744.56,
    "end": 1746.56,
    "text": " Doch, zum Teil."
  },
  {
    "start": 1746.56,
    "end": 1753.56,
    "text": " Weil der Fürst Esterhasen natürlich mit seiner Kapelle, also mit seinem ganzen Entourage übersiedelt ist, von Esterhaser nach Wien."
  },
  {
    "start": 1753.56,
    "end": 1757.56,
    "text": " Also hat das Wiener Musikleben dann schon geprägt?"
  },
  {
    "start": 1757.56,
    "end": 1764.56,
    "text": " Absolut mit geprägt, mit seinen Auftritten in Wien natürlich, weil das war natürlich bald klar."
  },
  {
    "start": 1764.56,
    "end": 1770.56,
    "text": " Und die Kaiserin Marietta Resia hat gesagt, wenn ich eine gute Opera hören möchte, muss ich nach Esterhaser fahren."
  },
  {
    "start": 1770.56,
    "end": 1775.56,
    "text": " Die Anerkennung dessen, was Heiden geleistet hat, auch in der Vokalmusik."
  },
  {
    "start": 1775.56,
    "end": 1779.56,
    "text": " Und irgendwie nur an die großen, späten Oratorien, die Schöpfung und die Jahreszeiten."
  },
  {
    "start": 1779.56,
    "end": 1783.56,
    "text": " Ja, du sagst, das denken wir dran. Was muss man da drüber wissen? Was ist das genau?"
  },
  {
    "start": 1783.56,
    "end": 1790.56,
    "text": " Ja, da muss man wissen. Ich meine, die Oratorien, also das heißt Vokalmusik für den Konzertzahl,"
  },
  {
    "start": 1790.56,
    "end": 1795.56,
    "text": " oder sehr oft geistlich im Hintergrund, Georg Friedrich Händl in London eigentlich entwickelt hat,"
  },
  {
    "start": 1795.56,
    "end": 1799.56,
    "text": " wie er mit seiner fünften Operncompany endgültig pleite gegangen war."
  },
  {
    "start": 1799.56,
    "end": 1807.56,
    "text": " Hat er gesagt, also ich brauche überhaupt keine Kulissen, ich brauche keine Opern, also ich gehe in den Konzertzahl und mache dort große Musikdrahmen."
  },
  {
    "start": 1807.56,
    "end": 1814.56,
    "text": " Das war das Oratorium in London unglaublich populär und Händler hat damit wahnsinnig viel Geld verdient."
  },
  {
    "start": 1814.56,
    "end": 1822.56,
    "text": " Und aus London kam auch die Anregung, ein Oratorium zu schreiben, das war die Schöpfung nach Milton's Paradise Lost,"
  },
  {
    "start": 1822.56,
    "end": 1826.56,
    "text": " also das ist ein englischer Klassiker, literarischer Klassiker."
  },
  {
    "start": 1826.56,
    "end": 1835.56,
    "text": " Das ist die Schöpfungsgeschichte und auch da wieder, und das ist so typisch, wo die Schöpfungsgeschichte erzählt wird,"
  },
  {
    "start": 1835.56,
    "end": 1843.56,
    "text": " im Anfang ist Schuf Gott und so weiter, es Finsternis liegt auf der Erde und Gott sprach, es werde Licht und es ward Licht."
  },
  {
    "start": 1843.56,
    "end": 1846.56,
    "text": " Der Parkenschlag in der Symphonie ist nichts dagegen."
  },
  {
    "start": 1866.56,
    "end": 1888.56,
    "text": " [Musik]"
  },
  {
    "start": 1888.56,
    "end": 1896.56,
    "text": " Noch so ein Parkenschlag, jetzt stellen wir uns vor, wie das geklungen hätte, wenn Hayden nicht die Schöpfungstheorie vertont hätte, sondern die Urknalltheorie."
  },
  {
    "start": 1896.56,
    "end": 1903.56,
    "text": " Hat er ja eigentlich mit vertont, ein bisschen, das gab es natürlich nicht, aber wenn wir das Chaos am Anfang hören,"
  },
  {
    "start": 1903.56,
    "end": 1912.56,
    "text": " dann hat das durchaus etwas jedenfalls von dieser Ur-Suppe, wo man sich denkt, das hat noch keine Richtung, da muss einer eingreifen."
  },
  {
    "start": 1912.56,
    "end": 1941.56,
    "text": " [Musik]"
  },
  {
    "start": 1941.56,
    "end": 1956.56,
    "text": " [Musik]"
  },
  {
    "start": 1956.56,
    "end": 1960.56,
    "text": " Das klingt für uns natürlich, wir sind dann die Avant-Garde gewöhnt, also für uns klingt das nicht so,"
  },
  {
    "start": 1960.56,
    "end": 1968.56,
    "text": " aber man muss sich vorstellen, was das für die Leute damals um 1800 bedeutet, hat diese eigentlich vollkommen ungeordnete Klänge zu hören."
  },
  {
    "start": 1968.56,
    "end": 1975.56,
    "text": " Das war schon etwas Besonderes und es gab dann noch ein zweites, die Jahreszeiten, auch nach einer englischen Vorlage,"
  },
  {
    "start": 1975.56,
    "end": 1982.56,
    "text": " wo er sich dann schon sehr schwer getan hat, weil er sich schon sehr alt gefühlt hat, aber auch da ist Musik von einer Frische drinnen."
  },
  {
    "start": 1982.56,
    "end": 1990.56,
    "text": " Das ist ein hohe Lied der Arbeitskraft und des freudigen, gottergebenden menschlichen Tunes."
  },
  {
    "start": 1990.56,
    "end": 1998.56,
    "text": " Und der Ackersmann eilt zur Arbeit auf das Feld und pfeift ein Liedchen und was pfeift er, pfeift die Backenschlagsymphonie."
  },
  {
    "start": 1998.56,
    "end": 2009.56,
    "text": " [Musik]"
  },
  {
    "start": 2009.56,
    "end": 2032.56,
    "text": " [Musik]"
  },
  {
    "start": 2032.56,
    "end": 2036.56,
    "text": " Da war wieder dieses Pum-pum-pum-pum-pum-pum-pum-pum."
  },
  {
    "start": 2036.56,
    "end": 2044.56,
    "text": " Genau, das ist das Backenschlag-Thema ohne Backenschlag, aber er konnte sich selbst zitieren, so populär war er."
  },
  {
    "start": 2044.56,
    "end": 2046.56,
    "text": " Das muss man sich vorstellen, was das damals geheißt hat."
  },
  {
    "start": 2046.56,
    "end": 2050.56,
    "text": " Es gab kein Radio, kein Plattenspieler, gar nichts, schon gar kein Internet."
  },
  {
    "start": 2050.56,
    "end": 2051.56,
    "text": " So was mag das Publikum auch, oder?"
  },
  {
    "start": 2051.56,
    "end": 2053.56,
    "text": " Das liegt das Publikum natürlich."
  },
  {
    "start": 2053.56,
    "end": 2058.56,
    "text": " Du hast erzählt oder du hast vorhin gesagt, Haydn hat das Streichquartett erfunden."
  },
  {
    "start": 2058.56,
    "end": 2063.56,
    "text": " Das heißt, vorher haben sich nie vier Streicher zusammengesetzt und gesagt, da spielen wir mal zusammen."
  },
  {
    "start": 2063.56,
    "end": 2065.56,
    "text": " Nein, nein, nein, also wie gesagt, natürlich gab es das vorher."
  },
  {
    "start": 2065.56,
    "end": 2073.56,
    "text": " Natürlich haben zwei Geigen, Bradje und Cello miteinander Musik gemacht, oder ähnliche Vierer-Kombinationen."
  },
  {
    "start": 2073.56,
    "end": 2086.56,
    "text": " Aber Haydn, wie bei der Symphonie, hat etwas genommen, was andere schon gemacht haben und hat ihnen gezeigt, wie oft man das ein- und selbe Formenmuster"
  },
  {
    "start": 2086.56,
    "end": 2095.56,
    "text": " durch kluge, auch formale Innovationen neu befüllen kann mit immer origineller Musik."
  },
  {
    "start": 2095.56,
    "end": 2101.56,
    "text": " Und auch, das sind auch zick Streichquartette, auch graviertriose, ich weiß nicht, also alle diese Formen."
  },
  {
    "start": 2101.56,
    "end": 2108.56,
    "text": " Und das Streichquartett, wie die Symphonie, ist zur zentralen Gattung der Klassik geworden und ist es geblieben."
  },
  {
    "start": 2108.56,
    "end": 2115.56,
    "text": " Und in dem Streichquartett, also jeder Musiker, der etwas auf sich hielt, musste ein Streichquartett schreiben."
  },
  {
    "start": 2115.56,
    "end": 2124.56,
    "text": " Außer er war ein so engagierter Opern-Komponist, dass er sich mit der Oper begnügen konnte, also Wagner zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 2124.56,
    "end": 2134.56,
    "text": " Aber schon Verdi hat aus einer gewissen Form von Eitelkeit gesagt, ich kann auch ein Streichquartett komponieren und hat das auch getan."
  },
  {
    "start": 2134.56,
    "end": 2143.56,
    "text": " Und bis herauf, ins 20. Jahrhundert, wo die viele, fast alle der führenden Komponisten nicht unbedingt Symphonien geschrieben haben,"
  },
  {
    "start": 2143.56,
    "end": 2149.56,
    "text": " aber Streichquartette, daran haben sie sich alle geübt, Schönberg, Almanberg, Weber, Bartok."
  },
  {
    "start": 2149.56,
    "end": 2152.56,
    "text": " Das ist die zentrale Gattung geworden und das war das Werk Haydn."
  },
  {
    "start": 2152.56,
    "end": 2158.56,
    "text": " Haydn hat das etabliert. Ich stelle es mir ja so vor, dass wenn man als Komponist gespielt werden möchte,"
  },
  {
    "start": 2158.56,
    "end": 2164.56,
    "text": " dann muss man für die Orchestrierung so wählen, dass es auch Ensembles gibt, die einen spielen können."
  },
  {
    "start": 2164.56,
    "end": 2169.56,
    "text": " Und wenn jetzt Streichquartette etabliert sind und sagen, okay, zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello,"
  },
  {
    "start": 2169.56,
    "end": 2177.56,
    "text": " dieses Quartett reißt um die Welt, das hat sich formiert und das steht zur Verfügung, um Dinge zu spielen."
  },
  {
    "start": 2177.56,
    "end": 2182.56,
    "text": " Da macht es Sinn, dass man Stücke schreibt, die genau für dieses Quartett gedacht sind."
  },
  {
    "start": 2182.56,
    "end": 2190.56,
    "text": " Das stimmt, das stimmt aber für die Generation ab, sagen wir Mendelssohn, Schumann und dann Brahms und die Folgenden."
  },
  {
    "start": 2190.56,
    "end": 2195.56,
    "text": " Das ist losgegangen mit der Pflege der Streichquartette von Ludwig van Beethoven."
  },
  {
    "start": 2195.56,
    "end": 2198.56,
    "text": " Beethoven war immer der Blendpunkt, das ist gar keine Frage."
  },
  {
    "start": 2198.56,
    "end": 2201.56,
    "text": " Aber das ist das Gab, das war Haydn."
  },
  {
    "start": 2201.56,
    "end": 2205.56,
    "text": " Und wer hat dann Haydn gespielt, wenn es diese Streichquartette noch nicht so gab?"
  },
  {
    "start": 2205.56,
    "end": 2211.56,
    "text": " Wie gesagt, noch in Wien mit Mozart und Van Hal, und die das doch, hat man Quartett gespielt."
  },
  {
    "start": 2211.56,
    "end": 2216.56,
    "text": " Also man hat Art Hock Ensembles zusammengestellt, die die neuersten Stücke jeweils präsentiert haben."
  },
  {
    "start": 2216.56,
    "end": 2223.56,
    "text": " Das hat sich dann auch das, so wie die Klaviersonaten oder die Klaviertrios, das hat sich wie die warmen Semmeln verkauft."
  },
  {
    "start": 2223.56,
    "end": 2229.56,
    "text": " Wenn Haydn eine Streichquartett-Sammlung herausgegeben hat, dann ist die weltweit verkauft worden."
  },
  {
    "start": 2229.56,
    "end": 2235.56,
    "text": " Und zu Hause musiziert worden, in den Salons, auch dann bald in den bürgerlichen Salons."
  },
  {
    "start": 2235.56,
    "end": 2241.56,
    "text": " Und wie gesagt, dann haben sich irgendwann einmal konzertierende Streichquartett-Ensembles zusammengefunden."
  },
  {
    "start": 2241.56,
    "end": 2246.56,
    "text": " Das war aber erst ab dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts."
  },
  {
    "start": 2246.56,
    "end": 2252.56,
    "text": " Also eigentlich nach Haydn's Tod, weil er erst dann 1809 in Wien gestorben."
  },
  {
    "start": 2252.56,
    "end": 2257.56,
    "text": " Und jetzt müssen wir kurz einen True Crime-Podcaster aus unserer Tagtlosfolge machen,"
  },
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    "start": 2257.56,
    "end": 2260.56,
    "text": " weil es gibt einen Krimi um seinen Schädel."
  },
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    "start": 2260.56,
    "end": 2271.56,
    "text": " Ja, das ist irgendein Devotionaliensammler, hat es geschafft den Schädel Haydns aus dem Grab zu entfernen."
  },
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    "end": 2276.56,
    "text": " Ja, das war angeblich der Sekretär des Fürsten Estherhasee."
  },
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    "end": 2279.56,
    "text": " Haydn wurde zuerst in Wien begraben."
  },
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    "end": 2284.56,
    "text": " Und erst sechs Jahre später hat auch die Familie Estherhasee beschlossen, ihn zu würdigen."
  },
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    "end": 2287.56,
    "text": " Und hat seinen Überreiß zu übersetzen lassen."
  },
  {
    "start": 2287.56,
    "end": 2291.56,
    "text": " Und dabei hat man festgestellt, dass der Schädel fehlt."
  },
  {
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    "text": " In dem Grab waren die Gebeine ohne Schädel."
  },
  {
    "start": 2294.56,
    "end": 2300.56,
    "text": " Man hat dann herausgefunden, dass eben das Sekretär des Fürsten Estherhasee dahinter gesteckt hat."
  },
  {
    "start": 2300.56,
    "end": 2308.56,
    "text": " Der hat offenbar interveniert und den Schädel kurz nach der Beisetzung für Forschungszecke entwenden lassen."
  },
  {
    "start": 2308.56,
    "end": 2314.56,
    "text": " Hat ihn dann an einen Freund übergeben, der ihn ans Musikkonservatorium weitergeben sollte."
  },
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    "end": 2316.56,
    "text": " Das ist aber offenbar nicht passiert."
  },
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    "end": 2323.56,
    "text": " Und erst 1895, also Jahrzehnte später ist der Schädel wieder aufgetaucht"
  },
  {
    "start": 2323.56,
    "end": 2329.56,
    "text": " und ist dann in den Besitz der Gesellschaft für Musikfreunde in Wien, also den Musikverein, übergegangen."
  },
  {
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    "end": 2334.56,
    "text": " Und 1954 hat man dann den Schädel und die restlichen Gebeine dann erst wieder vereint."
  },
  {
    "start": 2334.56,
    "end": 2339.56,
    "text": " Und jetzt zusammen in einem Mausoleum in Eisenstadt in der sogenannten Heidenkirche."
  },
  {
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    "end": 2343.56,
    "text": " Ja, kann man dem Meister einen Besuch abstatten."
  },
  {
    "start": 2343.56,
    "end": 2345.56,
    "text": " Jetzt haben wir Streichquartett gesagt."
  },
  {
    "start": 2345.56,
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    "text": " Wir haben am Anfang vom Kaiserlied gesprochen."
  },
  {
    "start": 2349.56,
    "end": 2355.56,
    "text": " Das Kaiserlied war mindestens so populär wie die Parkenschlagssymphonie."
  },
  {
    "start": 2355.56,
    "end": 2363.56,
    "text": " Und in einem der späten Streichquartette nimmt Reiden sein Kaiserlied und macht daraus einen Variationensatz."
  },
  {
    "start": 2363.56,
    "end": 2366.56,
    "text": " Und da können wir ja zum Abschluss ein bisschen hinein hören."
  },
  {
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    "end": 2408.56,
    "text": " Das war's über Heiden. Vielen Dank fürs Zuhören."
  },
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    "start": 2408.56,
    "end": 2415.56,
    "text": " Wenn Ihnen die Sendung gefallen hat, dann geben Sie uns bitte in der App, in der Sie uns hören, fünf Sterne."
  },
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    "end": 2422.56,
    "text": " Und wenn Sie Anregungen haben und einen vierten Klassiker entdeckt haben, dann schreiben Sie uns bitte unter ..."
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    "end": 2424.56,
    "text": " ... podcast@depresse.com."
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    "text": " Ciao!"
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